Polaroid Kamera (Bild: Adrian Korte [CC BY 2.0], via Flickr)

Warum Instagram keinen Web-Upload braucht

Instagram bietet weiterhin keinen Web-Upload an. Das bedeutet zwar für Unternehmen einen größeren Aufwand, schützt aber die Qualität der Plattform. // von Jan Firsching

Polaroid Kamera (Bild: Adrian Korte [CC BY 2.0], via Flickr)

Instagram verfügt zwar über eine Webansicht, ist im Kern aber eine mobile App. Das führt dazu, dass Instagram über keinen Web Upload verfügt. Für Nutzer ist das kein Problem. Viele Unternehmen und Tool Anbieter wünschen sich jedoch einen Web-Upload, um die alltägliche Arbeit und das Community Management auf Instagram zu entlasten. Warum bietet Instagram diese Möglichkeit nicht an?

Aus Unternehmenssicht ist der Wunsch nachvollziehbar. Es wurden Tools aufgesetzt, die zur Verwaltung der Social Media Kanäle genutzt werden. Mit Instagram ist jetzt ein weiterer Kanal dazugekommen, der mit den Tools aber nicht verwaltet werden kann. Ein Web-Upload würde die Arbeit von Unternehmen und Agenturen erleichtern, hätte aber auch gleichzeitig deutliche Auswirkungen auf die veröffentlichten Inhalte.

Instagram hat meiner Meinung nach bewusst auf den Upload verzichtet, um den Charme und die Einzigartigkeit der Plattform zu stärken. Ein Web Upload würde dazu führen, dass wir viele Inhalte auf Instagram sehen würden, die mit einer mobilen Nutzung, Perspektive und Herangehensweise nichts mehr zu tun haben. Natürlich bearbeiten Unternehmen viele ihrer Instagram Fotos bevor sie veröffentlicht werden. Das ist auch nicht das Problem. Das Problem werden die Unternehmen und Instagram Accounts sein, die Flyer, Coupons und ähnliche Web Inhalte eins zu eins auf Instagram teilen. Das wollen wir nicht sehen und das wollen auch die Nutzern nicht sehen.

Mit Gramblr und Latergram gibt es Tools, die einen automatischen Upload bzw einem Web-Upload anbieten. Hierbei muss man aber ganz klar sagen: Instagram erlaubt keine Web Uploads. Wer sich also für Gramblr entscheidet, der muss sich auch dem Risiko bewusst sein, dass entweder Fotos nicht veröffentlicht, oder sogar der Instagram Account gesperrt wird. Latergram umgeht dieses Problem, indem sie mit einer eigenen mobilen App arbeiten. So erfolgt der Post nur indirekt über Latergram.

Latergram (via FuturBiz)

Latergram erfüllt somit die Richtlinien von Instagram und verwaltet lediglich Bilder und Beschreibungstext. Der Upload erfolgt über Instagram. Bei Gramblr ist das nicht der Fall und wir raten euch die Finger davon zu lassen.

Auch wenn der Aufwand bei Instagram vielleicht etwas höher ist, arbeitet mit dem manuellen Upload. Nutzt Instagram nicht dazu, um Inhalte aus dem Web auf Instagram zu verbreiten. Das entspricht nicht der Bildsprache von Instagram und wird eurem Profil nicht helfen. Ein weiterer Vorteil vom mobilen Upload ist, ihr beschäftigt euch intensiver mit Instagram. Ihr werdet mit den Features und Option besser vertraut und ganz wichtig, ihr agiert wie Nutzer.

In den Nutzungsbedingungen gibt es einen weiteren Punkt, der genau auf die problematischen Inhalte hinweist:

„You shall not: Use Instagram as a generic image hosting service for banner advertisements, graphics, etc.“ Und genau das wären die Folgen von einem Web-Upload.

Ein Problem ist das bisher nicht für Instagram. 70 Mio. Fotos werden täglich veröffentlicht. Auch ohne Web-Upload.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf FutureBiz.


Teaser & Image by Adrian Korte (CC BY 2.0)


Schlagwörter: , , , ,
Jan Firsching

Jan Firsching

ist Autor bei Futurebiz und Social Media Berater bei der Agentur BRANDPUNKT. Er berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von digitalen und Social Media Konzepten.

More Posts - Website - Twitter - Facebook - Google Plus