Feedly LogoMit Feedly ist vor wenigen Tagen ein neuer, ziemlich schicker RSS-Reader an den Start gegangen, der personalisierten Startseiten wie Netvibes oder iGoogle mächtig Konkurrenz machen könnte. Feedlys stärkste Waffe in diesem Kampf ist zweifelslos sein schickes und cleveres Design. Während die Konkurrenz RSS-Feeds und Funktionen über kleine Widget-Boxen darstellt, versucht Feedly die RSS-Inhalte wie bei einem Online-Magazin zu arrangieren. Die Inhalte werden somit weitaus lebhafter präsentiert als in den eher technisch anmutenden Feed-Readern. Überraschenderweise ist Feedly dabei keine richtige Webseite, sondern ein lokales Add-On für den Firefox-Browser.

Wie funktioniert Feedly? Der Start ins Feedly-Abenteuer gestaltet sich denkbar einfach: Wer bereits RSS-Feeds über einen anderen Dienst abonniert hat, kann diese einfach in Feedly importieren. Zudem bietet Feedly die Option sich automatisch mit dem Google Reader zu synchronisieren. Ansonsten werden alle Funktionen angeboten, die man von modernen RSS-Readern gewohnt ist. Ähnlich wie Friendfeed oder auch Google Reader schlägt Feedly zudem weitere Feeds vor, die zu den Interessen des Nutzers passen könnten. Das, was Feedly aber von anderen Readern unterscheidet, ist in erster Linie die schöne Visualisierung der Inhalte. Nicht nur, dass Feedly in einem sehr schicken Grundlayout daherkommt, der Nutzer hat zudem weitere Optionen die Inhalte nach seinem Geschmack zu arrangieren. Das erfreuliche Ergebnis ist, dass Feedly optisch mehr einem Online-Magazin ähnelt als einem RSS-Reader.
Feedly Ansicht
Aber auch neben den Visualisierungsoptionen bietet Feedly eine Vielzahl an Zusatzfunktionen um sich von anderen Diensten abzuheben. So können beispielsweise Kontakte aus Twitter oder Googlemail importiert werden um diverse Empfehlungs- und Sharing-Funktionen zu nutzen. Interessante Artikel können somit direkt über die Beitragsansicht über Twitter gepostet werden oder über Gmail an Freunde gesendet werden. Ein weiteres Novum ist die Option einzelne Passagen eines Artikels zu markieren oder mit Anmerkungen zu versehen. Diese Hervorhebungen werden dann auch für Freunde als Empfehlung sichtbar. Diese Micromeme-Mechanik ist wirklich nützlich und eine echte Killer-Applikation, die hilft die tägliche Informationsflut mithilfe eines sozialen Netzwerkes zu filtern. Schön ist zudem, dass man in der Einzelansicht auch alle Kommentare zu einem Artikel lesen kann. Das Kommentieren ist jedoch nach wie vor nur auf der jeweiligen Webseite möglich. Für wen ist Feedly gedacht? Jeder der regelmäßig RSS-Feeds liest, sollte Feedly mal selbst austesten. Allein die frische Optik macht den Testflug lohnend. Nutzer, die jedoch sehr viele Feeds abonniert haben (mehr als 100) und diese etwa auch noch in zahlreichen Ordner gruppiert haben, könnten ihre Schwierigkeiten mit Feedly haben - bei einer hohen Anzahl an Feed-Abos leidet die Usability. Daher richtet sich Feedly in erster Linie an Nutzer mit einer moderaten Anzahl an Feed-Abos. Weiterhin ist Feedly recht einsteigerfreundlich gestaltet und könnte daher besonders RSS-Neulinge ansprechen. Diejenigen, die ihre Feeds bisher hauptsächlich über Dienste wie iGoogle oder auch Netvibes lesen, sollten Feedly unbedingt einmal ausprobieren, denn hier hat der neue Dienst einige echte Vorteile zu bieten. Feedly im Vergleich zu iGoogle
iGoogle Ansicht
Auch iGoogle ist ein Dienst, der es dem Nutzer ermöglicht, RSS-Feeds auf einer Seite nach persönlichem Geschmack zu arrangieren. Neben klassischen Feed-Inhalten lassen sich auch allerhand Mini-Applikationen wie Kalendar oder Aufgabenlisten einbinden. Ähnlich wie Netvibes, welches nach dem gleichen System funktioniert, hat sich iGoogle zu einer beliebten Startseite gemausert. Im Gegensatz zu Feedly arbeitet iGoogle mit kleinen Widget-Boxen, die sich frei auf der Seite anordnen lassen. Das Problem hierbei ist, dass die Boxen die RSS-Inhalte nur eingeschränkt wiedergeben. So erhält man meist nur die Überschrift und einen kleinen Text-Ausschnitt – wer den kompletten Artikel mitsamt Kommentaren lesen möchte, muss auf die entsprechende Seite gehen. Hier hat Feedly klar die Nase vorn. Interessant ist auch, dass Feedly sich mit dem Google Reader synchronisieren lässt, das hauseigene iGoogle jedoch nicht. Hier müssen alle Feed-Abos eigenhändig eingegeben werden. Selbst der Import über eine sogenannte OPML-Datei ist nicht ohne eine vorher zu installierende Applikation möglich. Schön ist bei iGoogle hingegen, dass es dank offener API eine Menge Widgets von Drittherstellern gibt, die die Seite um unzählige Funktionen erweitert. Wer sich allerdings auf die Suche nach Filtermechaniken oder etwa einer sozialen Kommunkiationsebene begibt, wird schnell enttäuscht sein. Im Vergleich zu Feedly wirkt iGoogle daher eher rudimentär und eindimensional. Blogpiloten-Urteil Feedly ist schick, vermutlich sogar schicker als alle anderen Reader. Aber es ist leider nicht unbedingt funktionaler. Dies bekommen vor allem Nutzer mit besonders vielen Feed-Abos zu spüren – hier leidet die Navigierbarkeit deutlich, da Feedly sich eindeutig langsamer scannen lässt als etwa Google Redaer. Dies ist von daher überraschend, da Feedly gerade auf die Kompatibilität mit dem Google Reader setzt, dessen feine Struktur Feedly jedoch kaum abbilden kann. Auch einige der neuartigen und wirklich lobenswerten Funktionen gehen dank mangelnder Transparenz ein wenig im cleanen Layout unter. Aber Feedly steht noch am Anfang seiner Entwicklung und hier ist definitiv noch einiges zu erwarten. Die Richtung ist zumindest bereits sehr richtig. Für RSS-Fans mit einer überschaubaren Anzahl an Abonnements stellt Feedly zudem eine echte Alternative zum sonstigen Reader-Einheitsbrei dar. Gegen iGoogle oder Netvibes hat Feedly meiner Meinung aber bereits gewonnen - es ist einfach schicker, unterhaltsamer und vielseitiger. [MEHR]
Wie sag ich's meinen Eltern? Blogger erklären deinen Eltern Begriffe aus der Webwelt. Heute: Heinz Wittenbrink erklärt, was ein Podcast ist. Weitere Begriffe gefällig? Alle Artikel aus der Reihe Wie sag ich's meinen Eltern? [MEHR]
Was verbirgt sich hinter dem technischen Begriff RSS? Really Simple Syndication, wirklich einfache Verbreitung von Inhalten, so die lange Version. In einem anschaulichen Video erklären die Macher der Videoreihe "... in Plain English", wie man sich RSS vorstellen kann. Natürlich mit Untertiteln. [MEHR]
Michael Wöhrer hat geht der Frage nach, warum RSS-Feeds nicht abonniert oder wieder abbestellt werden. Und Robert Basic erklärt die kleinen Blog-Sünden, die aus einem Weblog ein schlecht zu lesendes Blog machen. [tags]tipps,weblogs,rss[/tags] [MEHR]
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Regelmäßig entzündet sich ein Feuer am Thema "Nutzung von RSS-Feeds". Die Feeds sind einer der Erfolgsbausteine eines Weblog und lassen die schnelle und einfache Syndikation von Inhalten zu. Etwas, das manch´ Unternehmen zu falschen Schritten verleitet, weil es denkt, RSS-Feeds seien ein Freifahrtschein für die kostenlose (kommerzielle) Nutzung von Weblogs und deren Inhalten ... Diesmal geht es um Sportal1.de, ein News-Portal rund um Sport. Der Betreiber des Portals hatte die RSS-Feeds einiger deutscher Sportblogs ohne Genehmigung 1:1 übernommen und mit Anzeigen geschmückt. Ein widerrechtliches Vorgehen, auch wenn man dies selbst so nicht sieht. Denn: Ungläubiges Staunen verursachte der Webmaster von Sportal1 mit seinem Kommentar zum anprangernden Artikel eines Betroffenen - Kai Pahl::
Wenn Sie RSS-Feeds zur Verfügung stellen, dann MUSS man davon ausgehen, dass Sie mit der weiteren Verwendung der darüber gelieferten Inhalte auch auf fremden Webseiten einverstanden sind. [...] Von daher haben wir uns also weder rechtlich noch in kollegialer Hinsicht unter Webmastern gesehen auch nur das Geringste vorzuwerfen.
Anschließend droht er dem Urheber der entführten Inhalte noch mit rechtlichen Schritten, sollte es Pahl nicht unterlassen über den Fall zu schreiben und verabschiedet sich freundlich. Mit dieser Ansicht allerdings irrt Sportal1: Auch RSS-Feeds stehen unter dem urheberrechtlichen Schutz und dürfen aus diesem Grund nicht einfach ohne Einwilligung des Urhebers über die vom Gesetz zugelassenen Nutzungen hinaus verarbeitet werden. Ein Umstand, den so mancher Unternehmer schnell vergisst, wenn es um RSS geht. Mittlerweile scheint das Angebot der "aggregierten Gäste-Weblogs" bei Sportal1 gelöscht zu sein. [tags]rss,recht[/tags] [MEHR]
Bei yigg gibt es einen umfangreichen Artikel über die gesellschaftliche Bedeutung von Aggregatoren. Darin steht die demokratische Funktion der Aggregatoren im Vordergrund. Aggregatoren sind redaktionelle oder maschinelle Dienstleister, die Medieninhalte sammeln, aufbereiten und neu zusammenstellen. Maschinelle Aggregatoren sind zum Beispiel Google News oder RSS-Reader. Ein von Menschen betreuter Aggregator ist zum Beispiel das Portal digg.com. [tags]demokratie,aggregator,rss[/tags] [MEHR]
Gerrit van Aaken hat sich im Auftrag einmal hingesetzt und eine unternehmenskommunikations-kompatible Einführung in Newsfeeds, Blogs und Wikis geschrieben. Das hat er hübsch auf 3 PDF-Dokumente zusammengedampft und bietet diese nun unter einer freien Lizenz zum Download an. Hingehen, runterladen, lernen. [MEHR]
Die TITANIC, das roteste Satiremagazin Deutschlands, hat - nein, keinen Hack, sondern - einen Relaunch der Website hingelegt und bietet neben abwesendem Design jetzt auch eins dieser trendigen RSS-Dinger, mit denen man immer auf dem Laufenden ist. Und selbst da kann die TITANIC nicht ohne Witz, denn den Feed erreicht man unter www.titanic-magazin.de/ich.war.bei.der.waffen.rss [MEHR]