Rebelmouse: Social Media-Aktivitäten an einem Platz

Twitter, Facebook, WordPress, Tumblr, Instagram, Path, Pinterest, YouTube, Blogger. Diese Liste ist schier unendlich fortzuführen und beschreibt unsere diversen Kanäle, die wir im Internet bedienen. Für unsere Verfolger, Fans, Leser, Follower, Abonnenten und Co. bedeutet das in der Regel, viele Tabs im Browser geöffnet zu haben und zu checken, wo wir gerade aktiv sind. Rebelmouse will das ändern und bietet eine dynamische Homepage aus allen Social Media-Kanälen an.

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Rebelmouse erinnert an Sascha Lobos auf der re:publica 2013 vorgestelltes Projekt reclaim.fm – zumindest, was das Design angeht. Vom Grundansatz unterscheiden sich reclaim.fm und Rebelmouse allerdings ziemlich eindeutig. Schließlich möchten Lobo und sein Team die Social Media-Aktivitäten „zurück“ auf den eigenen Webspace holen. Rebelmouse legt hingegen Wert darauf, das Zepter noch selbst in der Hand zu halten. Das hat Paul Berry, Co-Gründer, schon im vergangenen Jahr betont.

Ein weiterer Unterschied ist die Kompatibilität mit anderen Seiten. Rebelmouse erlaubt es recht simpel, die eigene Übersichtsseite in andere Dienste einzubauen – entweder via Plugin oder per Embed-Code. Möglich ist das bei selbst- und fremdgehosteten WordPress-, sowie Tumblr- und Blogger-Blogs, Weebly, Squarespace, Posterous und als eigenes Tab auf der Facebook-Seite (siehe testweise hier). Das Skript zum Einbetten funktioniert aber auch sonst überall.

Schön ist die Möglichkeit, eigene, nach Tags sortierte Unterseiten anzulegen. In meinem Fall ist das etwa eine „Netzpiloten.de“-Seite, die alle Social Media-Aktivitäten, die mit dem Tag „netzpiloten.de“ verbunden sind, ausweist. Das erfolgt in meinem Fall meist via Einbindung eines Tweets, der den Link zu meinen Texten enthält. Hier sind aber alle möglichen Anwendungszwecke denkbar, durch das Tag #PRISM würden etwa alle Tweets zu diesem Thema angezeigt werden.

Mir gefällt die Multimedialität von Rebelmouse im Zusammenspiel mit einem flüssigen User-Interface. Damit ich meine Seite allerdings auch auf meiner Website einbinden würde, fehlt mir der Premium-Zugang, der die „Featured on Rebelmouse“-Box entfernen würde. Den Preis für verhältnismäßig wenig Vorteile finde ich mit 9,99 US-Dollar pro Monat zu happig und verzichte daher – ich kann mir gut vorstellen, dass es einigen anderen auch so gehen wird.

Nichts desto trotz ist Rebelmouse ein cooles Social Media-Spielzeug, das einen Blick mehr als wert ist. Ob es, und das ist durchaus einer der Ansprüche, auch als eine Art Blogersatz herhalten kann, wage ich an dieser Stelle aber zu bezweifeln. Man hat zwar recht einfach und Tumblr-ähnlich die Möglichkeit, Beiträge zu schreiben und einzustellen, wirklich vorstellen kann ich mir das aber nicht. Auch, weil damit die Blogbeiträge auf einem externen Server lägen. Mir ist es lieber, diese „wichtigen Dinge“ in der eigenen Hand zu haben.

Wer möchte, kann sich die RebelMouse-Seiten von Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz und meine gerne mal anschauen und sich selbst ein Bild von der Funktionalität machen. Bedenken sollte man, dass Rebelmouse noch in der Betaphase steckt und noch (immer) nicht final an den Start gegangen ist. Wer trotz der ausführlichen How Tos von Rebelmouse dennoch Hilfe bei der Einrichtung benötigt, kann sich gerne diese deutschsprachige Bildanleitung von Görs Communications Hamburg ansehen.

Und lasst uns doch bitte in den Kommentaren wissen, was ihr vom aktuell hochgelobten Rebelmouse haltet und ob ihr es verwenden werdet oder gar schon verwendet.


Teaserimage by Rebelmouse


Image by Rebelmouse


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Tobias Gillen

Tobias Gillen

ist freiberuflicher Medien- und Technikjournalist und Blogger. Nebenher schreibt er Bücher und E-Books und ist bei Twitter, Facebook und Google+ zu finden.

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