Amicella

KOLUMNEN

Tobias GillenDer eigene URL-Shortener: Mission failed?

Mitte Januar hat sich Netzpiloten-Autor Tobias Gillen einen eigenen URL-Shortener eingerichtet und hier diskutieren lassen, ob das Sinn macht. Inzwischen weiß er es. // von Tobias Gillen

URL (Bild: Chris Dlugosz [CC BY 2.0], via Flickr)

Links bestimmen unser digitales Leben. Wer keinen Link hat, hat meist nichts zu teilen. Denn hinter all den schönen Sachen in diesem Internet steht immer auch ein Link, so wie hinter diesem Artikel auch. Gekürzte Links mit bit.ly oder goo.gl sieht man tagtäglich viele in den sozialen Netzwerken. Um einen Überblick über seine Links zu bekommen, hat sich unser Autor einen eigenen Shortener für seine Links angelegt und berichtet nun von seinen Erfahrungen und der Frage, ob das Sinn macht oder verzichtbar ist.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 7. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Google und die Agenturen, sichere soziale Netzwerke, der Newsfeed von Facebook, eine falsche Identität auf Twitter und wie ein Startup auf die Gier eine Großindustrie reagiert. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE W&V: Google und die Agenturen: Im vergangenen Jahr veranstaltete Google den Kreativwettbewerb Youtube Film Hack in London, jetzt wird diese Veranstaltung in anderen europäischen Städten wiederholt. W&V-Online-Redakteurin Franziska Mozart hat mit Lars Lehne über Digitalität und Kreativität gesprochen. Er ist als Country Director Agencies für die Beziehung von Google mit der Agenturbranche verantwortlich.
  • SOZIALE NETZWERKE Hyperland: Wo sind die sicheren soziale Netzwerke?: Natürlich könnte man Google, Facebook und anderen Diensten einfach den Rücken kehren. Doch inzwischen ist ja das gesamte Internet ein datensaugender Mahlstrom, dem man nicht entkommt. Glücklicherweise wächst die Zahl interessanter Projekte, die sichere Netze errichten wollen. Andreas Winterer stellt vier Projekte im Hyperland-Blog des ZDF vor.
  • FACEBOOK CNET News: Facebook goes back to basics for new-new News Feed: Seit rund 12 Monaten bastelt Facebook am eigenen Newsfeed rum. Die gestern vorgestellten Änderungen sind wohl erst einmal die letzten Umbauarbeiten. Doch was hat sich eigentlich wirklich geändert? Jennifer Van Grove hat sich auf CNET News mit den vielen kleinen Neuerungen des Newsfeed beschäftigt.
  • IDENTITÄT 11 Freunde: Wie ein Schüler via Twitter Sportjournalisten auf der ganzen Welt narrte: Samuel Gardiner narrte als falscher Journalist die weltweite Twittergemeinde. Er diskutierte mit Premier-League-Spielern über krude Transfergerüchte und wurde bei Al Jazeera zitiert. Dabei wollte der 17-jährige Schüler einfach nur ein bisschen Aufmerksamkeit, wie er im Interview auf 11freunde.de erklärt.
  • TUFT & NEEDLE t3n: Wie ein Startup auf die Gier einer Großindustrie reagiert: Ein Jahr nach Gründung erreicht der Online-Händler Tuft & Needle für Matratzen eine Million US-Dollar Umsatz und viele Top-Bewertungen bei Amazon. Daniel Hüfner stellt auf t3n zum Jubiläum das Startup vor, dass mit nur 6.000 US-Dollar anfing, eine Großindustrie auf den Kopf zu stellen.

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Katharina BrunnerGetty Images: Werben statt abmahnen

Die größte Fotoagentur der Welt macht seine Bilder kostenlos – zumindest für nicht-kommerzielle Nutzung. Schafft es Getty Images mit dem Strategiewechsel sich auf die Welt der digitalen Güter einzustellen? // von Katharina Brunner

Getty Images (Bild: Andrew [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Es ist die Tech-Meldung des Tages: Die Bildgentur Getty Images bietet nicht-kommerziellen Nutzern an, Millionen Fotos kostenlos auf eigene Webseiten einzubinden. Für Getty Images ist das eine radikale Kursänderung: Bisher war die Agentur eher dafür bekannt, mit Abmahnungen seine Urheberrechtsansprüche durchzusetzen. Doch der Kampf gegen die wildkopierende Masse kann offenbar nicht gewonnen werden. Doch aus altruistischen Motiven handelt Getty deshalb aber noch lange nicht.

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Gunnar SohnKünstliche Intelligenz: Maschinen denunzieren nicht

Maschinen sind blöd, so blöd wie die Analysten in den Geheimdiensten. Warum will das keiner verstehen? Bei den Debatten über die Verführungskraft von Algorithmen, Big Data und Neuro-Kleckskunde-Propaganda fällt mir immer wieder auf, dass Kritiker und Gurus im selben Teich der Übertreibungen schwimmen. // von Gunnar Sohn

Robot Teaser (Bild: Sean McMenemy [CC BY 2.0], via Flickr)

Dahinter stecken Träume, Horrorszenarien und schlichtweg Idiotie, wie bei den Pionieren der Künstlichen Intelligenz, die noch nicht einmal in der Lage sind, künstliche Gehirne von Kleinkrebsen nachzubauen oder gar zu verstehen. Biologen versuchen das nun seit 30 Jahren – ohne Erfolg. Das Kleinstgehirn des Krabbeltierchens besteht gerade mal aus 30 Millionen Neuronen und kontrolliert den Verdauungstrakt. Man hat bis heute nicht verstanden, wie das funktioniert.

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Daniel KuhneBay Kollektionen: Der Marktplatz erhält Schaufenster

Mit der Einführung der sogenannten eBay Kollektionen will das Online-Auktionshaus das Einkaufserlebnis nicht nur inspirativer, sondern auch sozialer gestalten. // von Daniel Kuhn

ebay_teaser

eBay ist längst kein reines Auktionshaus mehr – seit einigen Jahren versucht das Unternehmen den Status als Marktplatz auszubauen. Nun fügt eBay mit den Kollektionen eine neue, soziale Komponente hinzu. Kollektionen sind Zusammenstellungen von Artikel zu einem Thema oder Motto, die von jedem Nutzer erstellt werden können. Den Kollektionen und Nutzern kann man folgen und seine Entdeckungen über die sozialen Netzwerke teilen. Erinnert irgendwie an Pinterest mit Kauffunktion.

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Tobias SchwarzElectric Book Fair 2014: Erste deutsche E-Book-Messe

Am Samstag, dem 21. Juni 2014 findet in Berliner ‘Supermarkt’ die erste E-Book-Messe Deutschlands statt. // von Tobias Schwarz

Wooden Kindle (Bild: Windell Oskay [CC BY 2.0], via Flickr)

Leander Wattig ist der Typ im Internet, der was mit Büchern macht, wobei er eigentlich führende Medienunternehmen bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen im Internet berät. Da ich ihm deshalb auch auf verschiedenen sozialen Netzwerken folge, habe ich gelesen, dass Leander Wattig auf Facebook nun die erste Büchermesse für E-Books angekündigt hat, die im Juni in Berlin stattfinden soll. Die Veranstaltung wird vom Berliner Senat unterstützt.Ansgar Warner hat auf E-Book-News auch schon über die angkündigte Veranstaltung berichtet.

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Tobias SchwarzBrightup – Der hellste Weg zum einem Smart Home

Das Hamburger Startup brightup hat eine Idee für das smarte Zuhause der Zukunft – auf Indiegogo suchen sie nun nach einer Finanzierung. // von Tobias Schwarz

brightup Teaser

Im September 2013 gründeten Ana Cristina Agüero, Kiran Paul Joseph, Sebastian Rösch und Maximilian Schmiedel das Hamburger Startup brightup gegründet. Durch die Finanzierung von der Thomas J. C. Matzen GmbH erhielt brightup Möglichkeit, die Hardwareentwicklung zu vollenden und einen Prototypen ihres Systems zu entwickeln, mit dem die Steuerung der Lichtelektronik in den eigenen vier Wände automatisiert werden kann. Das System wird durch eine App gesteuert und misst auch noch den Energieverbrauch.

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Tobias SchwarzQwant – Eine Alternative zu Google?

Die französische Suchmaschine Qwant startet in Deutschland und verspricht Sicherheit und Anonymität im Digitalen. // von Tobias Schwarz

Qwant Teaser

Die französische Suchmaschine Qwant stellte sich am Dienstag in Berlin vor und lud dazu auch die Netzpiloten ein. Die erste Suchmaschine aus Europa, wie es aus Marketinggründen gerne verkürzt erzählt wird (und vom Moderator ungeprüft übernommen wurde), ist Qwant zwar nicht, aber einer der ersten ernsthaften Versuche, eine europäische Alternative zu Google und Bing zu sein, die auch das Web indexiert.

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Daniel KuhnGoogle Ara: Modulares Smartphone nimmt konkrete Formen an

Google arbeitet derzeit unter Hochdruck an der nächsten großen Revolution auf dem Smartphone-Markt. Bereits 2015 sollen die ersten modularen Smartphones des Projekts Google Ara erhältlich sein. // von Daniel Kuhn

Google Ara Teaser

Ein modulares Smartphone, bei dem der Nutzer nicht nur die einzelnen Komponenten individuell zusammenstellen, sondern bei Bedarf auch gegen neue austauschen kann, galt lange Zeit als ebenso genial, wie unrealistisch. Nun hat sich Google dieser Idee angenommen und arbeitet unter Hochdruck an der Umsetzung dieser Idee. Das Ara genannte Projekt soll bereits im kommenden Jahr erhältlich sein und in der Basisversion nur 50 US-Dollar kosten.

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Nico LummaHans Magnus Enzensberger und die digitale Agenda

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um den Debattenbeitrag von Hans Magnus Enzensberger. // von Nico Lumma

Hans Magnus Enzensberger (Bild: Felix König [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons)

In seinem viel diskutierten Artikel Wehrt Euch! spitzt Hans Magnus Enzensberger mit 10 Handlungsempfehlungen zu, wie der einzelne Bürger sich der Digitalisierung entziehen kann. Was auf den ersten Blick wirkt wie weltfremdes Geschreibsel eines alternden Intellektuellen, hat auf den zweiten Blick eine faszinierende Komponente erhalten: die Büchse der Pandora ist geöffnet und wir können, größtenteils wollen wir es aber auch gar nicht, die Entwicklungen der Digitalisierung der Gesellschaft nicht zurückdrehen.

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Lars SobirajTablet-PCs: Android übernimmt erstmals die Vorherrschaft

Das Marktforschungsinstitut Gartner veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Schätzungen, wie sich der Anteil der verkauften Geräte und ihrer Betriebssysteme verändern. Freude bei Google: Obwohl Apple auch im Jahr 2013 noch immer der erfolgreichste Hersteller blieb, wurde deren Betriebssystem erstmals von der versammelten Android-Konkurrenz überholt. // von Lars Sobiraj

Android-vs-iOS (Bild: George Thomas [CC BY 2.0], via Flickr)

Nicht erst seit der WhatsApp-Übernahme durch Facebook dürfte dem letzten Leser klar sein, wie wichtig die Nutzung mobiler Geräte im Internet ist. Im Jahr 2013 wurden nach Berechnungen des IT-Markforschungsunternehmens Gartner insgesamt 195 Millionen Tablet-PCs an Endkunden veräußert. Dabei wurden die iOS-Geräte erstmals von der Konkurrenz überholt. 2013 konnten weltweit 120,96 Millionen Geräte auf Basis von Android abgesetzt werden, was einen Anteil von 61,5 Prozent ausmacht. 2012 waren es 45,8 Prozent mit 53,34 Millionen verkauften Einheiten. Der Marktanteil von iOS sank hingegen im Vorjahr von über 50 auf 36 Prozent. Microsoft konnte zwar die Anzahl der verkauften Windows-Tablets verdoppeln. Dennoch blieb der Marktanteil trotz aller Bemühungen bei mageren 2,1 Prozent, was einem Absatz von 4,03 Mio. Geräten entspricht.

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Christina zur NeddenIdentität im Netz: Datenspur, Ego Updates und Selbstoptimierung

Auf der Berliner Netzkultur Konferenz zum Motto “Identity sucks” redete Miriam Meckel über die verschiedenen Ausdrucksformen von Identität im Netz. // von Christina zur Nedden

Miriam Meckel (Bild: Ivar Veermäe/Berliner Festspiele)

Für unsere Identität ist das Internet Glück und Last zugleich. Einerseits kann man mit einem virtuellen Alter Ego oder Pseudonym aus der Gesellschaft ausbrechen. Die digitale Identität wird zur Chance sich in neuen Öffentlichkeiten einzubringen und online neu zu erfinden. Andererseits neigt man im Netz dazu nur Ausschnitte seiner Persönlichkeit öffentlich zu machen. Identität wird zu einer Best-of-Marke seiner Selbst, die nur die Highlights des eigenen Lebens präsentiert. Das Internet und soziale Netzwerke insbesondere drohen somit nicht mehr als Orte der Selbstdarstellung zu sein, die wenig mit der Realität zu tun hat.

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