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Kolumne

Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 16. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Netflix, Googles Ambitionen mit Android One, Facebooks Unvollkommenheit, das Leistungsschutzrecht und Blogging. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX Wall Street Journal: Netflix startet in Deutschland: Es ist Dienstag und Netflix ist in Deutschland angekommen. Und auch wenn jetzt schon klar ist, dass die Inhalte nicht mit dem viel gelobten Programm in den USA mithalten werden, wird es spannend sein, wie der Streaming-Dienst sich in Deutschland machen wird. Bisher konnten Anbieter hier nicht gerade mit spannender Vielfalt überzeugen und das Netflix sich diverse Filme mit Til Schweiger für ze Germans gesichert hat, lässt mich daran zweifeln, dass das in absehbarer Zeit besser wird. Nichtsdestotrotz verdient das von Reed Hastings gegründete Unternehmen Beachtung und die gibt ihm Jörgen Camrath auf den Seiten des Wall Street Journal.

  • ANDROID ONE Official Google Blog: For the next five billion: Dieser Lesetipp ist zwar ein Blogpost auf einem Firmenblog und damit sicher durch Dutzende Marketing-Korrekturschleifen gegangen, aber davon mal abgesehen zeichnet Googles Android-Chef Sundar Pichai ein interessantes Bild vom Nutzen preiswerter Smartphones, in denen hochwertige Technik verbaut ist. Google möchte das mit der “Android One”-Reihe schaffen und die Welt würde wahrscheinlich wirklich eine andere sein, wenn Menschen mit wirklich niedrigen Einkommen, egal in welchen Ländern, Zugang zu Technologien haben, die sie mit dem Internet verbinden. Also lest bitte zwischen den Zeilen, denn warum Google das macht, ist ein über die Interessen einer Firma hinausgehendes Problem bzw. Möglichkeit unserer globalisierten Welt.

  • FACEBOOK Re/code: Facebook Will Never Perfect Mobile — And That’s Okay: Das die Facebook-App ein großer Mist ist, wäre mir an sich kein Lesetipp wert, auch nicht, dass das sogar Facebooks Chefingenieur Jay Parikh offen zugibt. Aber der Gedanke, dass in der sich stets weiterentwickelnden Digitalisierung sowieso nie Perfektion erzielt werden kann und das sich sogar das als “Mobile-first”-Unternehmen bezeichnende Facebook damit abfindet ist interessant, denn dieser Raum für Verbesserung wird Facebooks Grundlage sein, die Marke von zwei Milliarden Nutzern zu erreichen. Ist das getan, wird die mobile Nutzung voran geschritten sein, die App ihr wieder hinterher hinken und Facebook Möglichkeiten haben, durch Verbesserung drei Milliarden Nutzer anzuvisieren. Unvollkommenheit kann ganz schön lukrativ sein.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Zeit Online: Das Leistungsschutzrecht kennt bisher nur Verlierer: Während die das Leistungsschutzrecht durchgesetzten Presseverlage von Google immer noch kein Geld für die Snippets im Nachrichten-Aggregatordienst Google News haben wollen, ziehen kleinere Suchmaschinen schon Konsequenzen und listen bestimmte Verlage aus den Suchergebnissen aus. Auf Zeit Online erklärt Patrick Beuth, warum T-Online und das Unternehmen 1&1 mit seinen Marken GMX und Web.de sich zu diesem Schritt entschieden haben.

  • BLOGGING LinkedIn: How I Write Blogs: Und zum Schluss noch eine wirklich lesenswerte Motivation, warum man ein Blog führen sollte, von niemand geringeren als Virgin-Gründer Richard Branson, der auf seinem LinkedIn-Blog erklärt, wie und warum er eigentlich so viel bloggt. Besonders gut gefällt mir, neben der mal wirklich existierenden Authentizität bei seinen Blogposts, dass für Branson das Bloggen nicht nur ein Weg der Kommunikation seiner Agenda ist, sondern Ausgangspunkt von Debatten, die dann vor allem in den sozialen Medien weitergeführt werden.

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Gina SchadJugend hackt! – Jugendliche programmieren die Gesellschaft

Am Wochenende fand in Berlin das 3-tägige Camp “Jugend hackt” statt, bei dem sich 120 Jugendliche aus Europa zum Hacken trafen. // von Gina Schad

Jugend hackt! (Bild: Leonard Wolf [CC BY 3.0], via Flickr).jpg

Nach den Enthüllungen von Edward Snowden ist die digitale Überwachung überall in unseren Köpfen präsent. So fand sich das Thema auch bei der Veranstaltung “Jugend hackt” in Berlin wieder. Das ganze Wochenende gehörte die Bühne den Jugendlichen, am Sonntag wurden deren Projekte erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Camp ist ein Gemeinschaftsprojekt von Young Rewired State und der Open Knowledge Foundation Deutschland. Nach der Präsentation der Projekte wurde deutlich: Wir brauchen mehr solcher Veranstaltungen – und nicht nur in Berlin!

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Jakob SteinschadenSilventoinen: “Die Musiker bekommen 100 Prozent der Tantiemen”

Das finnische Start-up Music Kickup hilft Künstlern dabei, ihre Werke bei iTunes, Spotify, Google Play oder YouTube zu veröffentlichen. // von Jakob Steinschaden

Antti Silventoinen

Einfach die eigenen Songs bei Dropbox hochladen, ein paar Klicks tätigen – und schwupp, ist die Musik bei Spotify, iTunes oder Google Play veröffentlicht, damit sie dort gestreamt und gekauft werden kann. Mit dieser Idee ist das finnische Start-up Music Kickup angetreten und will Musikern dabei helfen, ihre Werke so einfach wie möglich im Internet zu publizieren. Wer die Tantiemen bekommt, wie Music Kickup Geld verdient und ob man ein Label ersetzen kann, erzählt CEO Antti Silventoinen im Interview.

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Tobias SchwarzOne Spark: Ideen können Realität werden

Das internationale Crowdfunding-Festival One Spark fand am Samstag in Berlin statt und zeigte das enorme Potenzial der Schwarmfinanzierung auf. // von Tobias Schwarz

Crowdfunding-Festival One Spark in Berlin (Bild: Tobias Schwarz-Netzpiloten, CC BY 4.0)

Am Samstag waren 5000 Menschen bei “One Spark START: Berlin”, dem ersten Crowdfunding-Festival das außerhalb der USA stattfand, in und um die Berliner PLATOON KUNSTHALLE mit dabei. 50 kreative Köpfe aus ganz Deutschland, Polen, Schweden, Chile, Italien, Israel und den USA haben sich und ihre Ideen einem bunt-gemixtem Publikum aus Interessierten, Investoren und Neugierigen präsentiert. Wir waren vor Ort dabei.

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Katharina BrunnerPodcasts: Immer schön rein in die Nische

Neunetz-Blogger Marcel Weiß gründet Podcast-Netzwerk: “Sie sind ein persönliches Medium” // von Katharina Brunner

My Podcast Set I (Bild: Patrick Breitenbach, [CC BY 2.0], via Flickr)

Wenige Minuten, bevor sich die Tech-Community diese Woche über die chinesische Übersetzerin im Livestream des Apple-Events echauffieren konnte, hat der Blogger Marcel Weiß auf seinem Blog Neunetz.com verkündet: “Ich starte heute ein neues Podcast-Netzwerk“. Der Satz stand am Ende einer Lobeshymne auf Podcasts: “Im Grunde verhilft die Mischung aus Podcast und Smartphone dem Talkradioformat zu einem neuen goldenen Zeitalter.

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Thomas VorreyerBerlin Music Week: Kann Big Data für Streamingdienste ein guter Vater sein?

Paul Lamere vom Datendienstleister The Echo Nest erklärte auf der Berlin Music Week die Rechentricks hinter Spotify & Co. // von Thomas Vorreyer

paullamere

Wie geht es weiter? Eine für Musikstreamingdienste entscheidende Frage. Denn wie anregend sie ihr Angebot aufstellen und wie sicher ihre Funktionen den Geschmack der Hörer treffen, desto besser ist das Hörerlebnis. Ermöglicht wird dies durch Big Data und Leute wie den Softwareentwickler Paul Lamere, der letzte Woche bei der Berlin Music Week zu Gast war. Hier erklärte er, woher die “ähnlichen Künstler” kommen, was unser Hörverhalten über uns aussagt und warum ein rein algorithmenbasierter Musik-Player ganz ohne Buttons realistisch ist. Ob dieser allerdings zu erwünschen wäre, ist eine andere Frage.

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Gunnar SohnAlltagsrassismus in Deutschland

Nationalismus lehrt dich, stolz auf Dinge zu sein, die du nicht vollbracht hast und Menschen zu hassen, die du nicht kennst. Dem Alltagsrassisten ist das egal. // von Gunnar Sohn

Gegensätze (Bild: David Schiersner, [CC BY 2.0], via Flickr)

Mach eine einwöchige Schiffsreise mit 35 deutschen Touristen und Du erfährst eine Menge über die Komfortzone des Alltagsrassisten. Das klingt jetzt sehr pauschal. Aber meine Erlebnisse an Bord eines inselhüpfenden Dampfers mit Übernachtungsmöglichkeit brachten wie in einem Brennglas Einsichten in die Lebenswelt des moralisch überlegenen Alltagsrassisten, der ohne mit der Wimper zu zucken von Kanaken und Negern redet, die sein deutsches Leben belasten.

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Thomas VorreyerOne Spark: Betty Dittrich über Crowdfunding & Musik

Thomas Vorreyer hat sich mit Betty Dittrich über Crowdfunding und Musik unterhalten. // von Thomas Vorreyer

crowdfunding

Kaum jemand wusste, was eine digitale Veröffentlichung ist.” Betty Dittrich kann sich gut an die Zeit vor zehn Jahren erinnern, als der Markt für MP3s von Songs noch ein zartes Pflänzchen war. Dass eines Tages sogar Crowdfunding als möglicher Heilsbringer dieser gelten könnte, war damals nicht mehr als ein kühner Fiebertraum. Heute sitzt die unabhängige Musikerin in der Berliner Musik-Jury des Crowdfunding-Festivals One Spark. Gemeinsam haben sie unter den eingesandten Bewerbern zehn Bands und Künstler ausgewählt, die nun am Wochenende live um Crowd-Finanzierung werben dürfen. Doch wie gestaltet man überhaupt eine erfolgreiche Kampagne?

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Daniel KuhnSpionierende Mobilfunkmasten, die gar keine sind

In den USA wurden mehrere Mobilfunkmasten gefunden, die Telefonate abhören und SMS auslesen können. Es handelt sich aber gar nicht um echte Mobilfunkmasten. //von Daniel Kuhn

mobilfunkmast

In den letzten Tagen machte in den amerikanischen Medien eine Meldung über Fake-Mobilfunkmasten die Runde, die Telefonate abhören, SMS auslesen und sogar Spyware auf Smartphones pushen können. Dabei handelt es sich aber nicht wirklich um Telefonmasten im klassischen Sinne, sondern um sogenannte Interceptors. Mit einem Hochsicherheits-Android-Smartphone wurden allein im Juli in den USA 17 dieser Spionagegeräte entdeckt. Die Existenz dieser Abhörgeräte ist durchaus bekannt, die eigentliche Überraschung ist aber, dass sie in so großem Ausmaß eingesetzt werden.

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Merle Miller“Jugend hackt” – Camp für programmierbegeisterte Jugendliche

Für ambitionierte Menschen zwischen 12 und 18 Jahren, für die Programmiersprachen schon ein wichtiger Teil der Freizeit sind, findet dieses Wochenende ein dreitägiges Event in Berlin-Mitte statt. // von Merle Miller

Jugend hackt26 (Bild: Open Knowledge Foundation Deutschland, [CC BY 2.0], via Flickr)

Bei “Jugend hackt” handelt es sich um ein sogenanntes Hackathon, eine Veranstaltung für junge Programmierer und Designer, bei der sie – meistens in einem Team – innerhalb eines begrenzten Zeitraums Ideen für Softwareprojekte entwickeln und umsetzen. Die Jugendlichen können hierbei entweder selbst Projektideen mitbringen oder sich aus einem Pool von offenen Daten inspirieren lassen. Diese werden dieses Jahr aus den Bereichen Gesundheit, Verkehr oder Migration und Asyl bereitgestellt. Ziel der Veranstaltung ist, mithilfe offener Daten gemeinsam Apps, Visualisierungen und Anderes aus den Bereichen Schule und Bildung sowie Freizeit und Umwelt zu erschaffen. Am Ende des Hackathons werden schließlich die Projekte vorgestellt und die spannendsten Ideen prämiert. [Mehr]


Björn RohlesBig Data: Mit Umsicht zum Anticipatory Web

Big Data verspricht treffende Vorhersagen über das zukünftige Verhalten von Nutzern und Käufern. Birgt dies nicht das Risiko, Stereotypen zu zementieren? // von Björn Rohles

bigdata

Aus Bewegungsmustern den richtigen Ort für eine neue Filiale erschließen, Vorhersagen über die Veränderungen von Kundenwünschen treffen, auf Knopfdruck das Meinungsbild in der Bevölkerung ermitteln – die Ergebnisse, die sich mit Big Data erzielen lassen, sind beeindruckend und versprechen die Ankunft des Anticipatory Web. Big Data ist jedoch nicht vor Fehlern sicher: Ohne eine repräsentative Datenbasis und kritisches Hinterfragen riskiert sie Stereotypen und unsaubere Antworten.

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