KOLUMNEN

Kolumne

Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 21. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Blogging, Regeln fürs Home Office, Kritik an Facebook und BuzzFeed, sowie digitale Rechte. Ergänzungen erwünscht.

  • BLOGGING Petapixel: How I Make Money as a Travel Photographer in 2015: Am zweiten Mai-Wochenende bin ich wieder auf meinem liebsten Barcamp: dem MyBlögchen in Chemnitz. Thema der dritte Auflage ist das Blog und der Kommerz. Passend dazu kann ich den Bericht des fotografierenden Reiseblogger Brendan van Son empfehlen, der erklärt, wie es dazu kam, dass er von unterwegs arbeitet und mit seinen Reisefotos Geld verdient.

  • HOME OFFICE Beziehungsweise.de: Homeoffice und Partnerschaft: Noch ist unsere Blogger Business Lounge in Berlin nicht eröffnet (aber bald). Noch arbeite ich vor allem in Coworking Spaces und im Home Office. Genau wie meine Freundin, weshalb wir uns auf bestimmte Regeln einigen mussten, damit das Arbeiten zu Hause klappt. Auf Beziehungsweise.de schreibt Bernd Slaghuis über solche Regeln, von denen wir zu Hause einige selber entwickelt haben und deshalb empfehlen können.

  • FACEBOOK Techdirt: Facebook’s Zuckerberg Thinks Aggressively Violating Net Neutrality Is Fine…If You Just Mean Well: Gestern hat Jakob Steinschaden über die Initiative von Facebook geschrieben, mithilfe des Projekts Internet.org vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer ans Internet anzsuchließen. Was in erster Linier wie ein ehrenwertes Ziel aussieht, verordnet Steinschaden dann zwischen Entwicklungshilfe und digitalen Rassismus. Auf Techdirt.com geht Karl Bode in die gleiche Richtung und erklärt vor allem Facebooks wirtschaftliche Interessen, die konträr zu einem freien und offenen Internet sind.

  • INTERNETRECHT The Conversation: What use would a digital bill of rights be?: Die beiden britischen Wissenschaftler Ansgar Koene und Chris James Carter gehen auf der britischen Seite von The Conversation der Frage nach, was eine “Digital Bill of Rights” nützen würde und vor allem, was sie beinhalten könnte. Denn es gibt sehr viele verschiedene Interessen, manche sind ausgeprägter als andere. Wichtig ist aber vor allem der öffentliche Rückhalt für bestimmte Forderungen.

  • BUZZFEED FAZ: Löschung von Artikeln bei Buzzfeed: BuzzFeed gilt oft als Vorbild, wenn es um Reichweite geht. Scheinbar weiß BuzzFeed, was die Leute lesen wollen. Trotz der mathematischen Analysen glaubt man aber, dass Kritik an den Werbepartnern von BuzzFeed nicht gefragt ist, denn zuletzt wurden öfters Artikel gelöscht, die genau solch kritischen Content enthielten. Die versprochene “strikte und traditionelle Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten” scheint Buzzfeed nicht hinzubekommen, was ein Problem ist. Denn Blogs wie wir leben von der Online-Werbung, schaffen die Trennung, werden aber wegen Medien wie BuzzFeed stets kritisch beurteilt. BuzzFeed reißt Vertrauen ein, den andere Blogs brauchen und verdienen.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.


Jakob SteinschadenInternet.org: Zwischen Entwicklungshilfe und digitalem Rassismus

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will mit Internet.org immer mehr Entwicklungs- und Schwellenländer mit kostenlosen Web-Diensten versorgen – und stößt dabei auf immer mehr Widerstand. // von Jakob Steinschaden

Mark Zuckerberg auf dem Summit von Internet.org

600 Millionen Menschen in acht Ländern: Die Initiative Internet.org von Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich seit dem Start 2013 zu einem ernstzunehmenden Player entwickelt. Doch weil das Programm armen Menschen nur kostenlosen Zugriff auf ausgewählte Webseiten bietet und nicht auf das gesamte Netz, steht Zuckerberg in der Kritik. Er breche nicht nur die Regeln der Netzneutralität, sondern würde so auch ökonomischen Rassismus befördern und sich und seinen Partnern in die eigene Tasche arbeiten.

[Mehr]


Daniel KuhnLäuten Screenshorts das Ende des Bloggings ein?

Auf Twitter macht ein etwas merkwürdiger Trend die Runde: Screenshorts. Um das Zeichenlimit zu umgehen, posten immer mehr Nutzer Screenshots ihrer Texte. // von Daniel Kuhn

Twitter typographic wallpaper (Adapted) by Jennie (CC BY-SA 2.0)

Das 140 Zeichen Limit von Twitter ist so eine Sache. Viele lieben diese Begrenzung, da sie einen zwingt, sich kurz zu fassen und so zu Simplizität führt, andere verfluchen sie, da sie das Mitteilen tiefergehender Meinungen und Gedanken verhindert. Aus dieser Not ist nun ein neuer Trend, screenshorting, entstanden, bei dem Nutzer Screenshots von Textbeiträgen posten. Damit umgehen sie nicht nur die Zeichenbegrenzung des Social Networks, sondern führen auch dazu, dass immer mehr Nutzer lieber Screenshots ihrer Texte posten, statt diese als Blog Posts zu veröffentlichen.

[Mehr]


Patrick Kiurina9 Zusatzdienste, die Instagram noch besser machen

Um Instagram herum hat sich ein kleines Universum an Apps entwickelt, die zusätzliche Funktionen bieten. // von Patrick Kiurina

Instagram führt Carousel Ads ein

Das Teilen von Fotos wird immer beliebter und Apps wie Instagram sind mittlerweile fester Bestandteil vieler Smartphones. Rund um die App hat sich in den letzten Jahren ein großes Angebot an Zusatzdiensten etabliert, die im Folgenden genauer vorgestellt werden.

[Mehr]


Felicitas HackmannMit Filter, #OhneFilter und das Hier und Jetzt

TapTalk definiert Real-Time-Kommunikation neu. Wird es damit zum neuen Instagram, Whatsapp oder Facebook? Nein, denn für TapTalk gibt es einen ganz eigenen Anwendungsfall. // von Felicitas Hackmann

"Selfie" (Adapted) by Patrik Nygren (CC BY-SA 2.0)

Auf dem Laufsteg würde man echt wohl “Nude Look” nennen, auf Instagram den Hashtag NoFilter benutzen: Echt sein – oder wenigstens so aussehen – ist die Königsdisziplin der Selbstdarstellung.

[Mehr]


Daniel KuhnEU-Kommission startet Untersuchung gegen Android

Google steht derzeit unter Beschuss von der EU-Kommission. Diese wirft dem Konzern vor, die Marktposition bei der Suche und Android zum eigenen Vorteil ausgenutzt. // von Daniel Kuhn

Teaser & Image “EU commision” (Adapted) by linus_art (CC BY-SA 2.0)

Nach mehrjährigen Ermittlungen hat die EU-Kommission eine formelle Beschwerde gegen Google eingereicht, in dem sie dem Konzern vorwirft, die Suchergebnisse zu verfälschen und die eigenen Dienste zu bevorzugen. Besonders in der Kritik stehen Produktsuchen, bei denen Google die eigenen Shopping-Angebote höher einstuft, als andere Online-Shops. Gleichzeitig steht aber auch Android im Visier der EU-Kommission – hier wird Google vorgeworfen, dass Hersteller, die den Google Play Store auf einem Gerät vorinstallieren wollen, auch andere Google Apps, wie Google Maps oder YouTube installieren müssen, was andere Anbieter benachteiligen könnte.

[Mehr]


Anna-Maria LandgrafEine multimediale Flüchtlingsgeschichte

Der Schweizer Journalist Simon Krieger reist mit seiner Kamera den Weg eines Flüchtlings nach. Über Griechenland über die Türkei bis in den Iran – am Ende soll eine Multimediareportage entstehen. // von Anna Maria Landgraf

"Darfurians refugees in Eastern Chad" (Adapted) by European Commission DG ECHO (CC BY-SA 2.0)

Das abstrakte Flüchtlingsthema wird bei Simon Krieger durch die Reportage Ozra konkret: Es erscheint in Form von Yaved, ein junger Mann aus Afghanistan, der als kleiner Junge von zu Hause weg ist. Mit der Reportage geht das neue multimediale Onlinemagazin WHY ISSUE an den Start.

[Mehr]


Annika KremerVerschlüsselung – Aber wer bekommt den Schlüssel?

In den USA ist eine erneute Debatte um Hintertüren in Verschlüsselung entbrannt – trotz technischer Weiterentwicklungen eine gefährlich schlechte Idee. // von Annika Kremer

Schlüssel II (adapted by Susanne Winter (CC BY-SA 2.0) via Flickr

In den USA gibt es derzeit eine neue Diskussion darüber, ob und wie den Ermittlungsbehörden der Zugriff auf verschlüsselte Geräte erlaubt werden soll. Obwohl diese Pläne technische Schutzmaßnahmen – etwa die Verteilung des Schlüssels auf mehrere Parteien – vorsehen, sind sie in technischer wie politischer Hinsicht fragwürdig. Wieder einmal wird Verschlüsselung nur als potentielles Hilfsmittel Krimineller gesehen statt als Mittel zur Demokratisierung sowie zum Schutz wichtiger Infrastrukturen und Geschäftsgeheimnisse.

[Mehr]


AdvertorialSonderveröffentlichung: Die Renaissance der Experience Economy

Die Renaissance des “echten Erlebnis” beginnt: Statt in Statussymbole investieren die Millenials lieber in die Experience Economy. Kehrt die Generation Y der digitalen vollvernetzten Welt den Rücken?

digital native (adapted) by Maurizio Pesce (CC BY 2.0) via Flickr

Das “Look up” Video von Gary Turk hat im April vergangenen Jahres, wenn auch ziemlich überspitzt, ein vages Gefühl auf den Punkt gebracht: Die Furcht, dass wir allzuviel Zeit vor Bildschirmen verbringen, vor allem Smartphones, und darüber vielleicht das echte Leben verpassen. Und knapp 50 Millionen mal haben sich das Video Menschen in aller Welt angeschaut. Ironischerweise an einem Bildschirm.

[Mehr]


Alexandra von HeylKleine Nerds und große Programmierer

Das Computer Camp bietet den Nerds von heute und Programmierern von morgen ein Ferienprogramm der etwas anderen Art. // von Alexandra von Heyl

Compuert Camp (Bild: Computer Camp)

Das Technikferienlager fängt da an, wo die Schule aufhört: In Kursen lernen die Kinder, die von Gerstgrasser und seinem Team liebevoll Nerds genannt werden, alles über Webdesign, Gamedesign, Webentwicklung, Softwareentwicklung und seit diesem Jahr im “Experts Special” alles über die Oculus Rift. Neben den IT-Angeboten gibt es allerdings auch ein vielfältiges Freizeitangebot für Draußen, denn auch die soziale Komponente soll im Camp nicht zu kurz kommen.

[Mehr]


Annika KremerVorratsdatenspeicherung: Ein gefährlicher Kompromiss

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Bundesjustizminister Heiko Maas haben sich in Sachen Vorratsdatenspeicherung geeinigt – kein Grund zur Freude. // von Annika Kremer

Demozug-Fronttransparent by Annika Kremer

Die beiden Minister, die seit Monaten in Verhandlungen über dieses Thema standen, gaben am gestrigen Mittwoch einen Kompromiss bekannt. Dieser sieht vor, Verbindungsdaten künftig zehn Wochen lang zu speichern (mit Ausnahme von Standortdaten, die vier Wochen lang archiviert werden sollen). Auch sonst gibt man sich Mühe, demonstrativ den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu folgen. Diese Einschränkungen sind besser als nichts. Harmlos machen sie die (in bester Unions-Tradition euphemistisch auch als „Höchstspeicherfrist“ bezeichnete) Datensammlung aber leider keineswegs.

[Mehr]


Gunnar SohnWarten auf Erleuchtung

In einem Kraftakt möchte Deutschland die sogenannte “Industrie 4.0″ einführen – und damit die Industrie vernetzen. Bislang ruft das Konzept aber bloß Ahnungslosigkeit hervor. // von Gunnar Sohn

{Explore}(adapted) by Marius Brede (CC BY-SA 2.0) via Flickr

“Mit der digitalen Vernetzung der Produktion wird sich unser Verständnis von Industrie so nachhaltig verändern wie niemals zuvor”, so VDMA-Präsident Reinhold Festge zur Eröffnung der Hannover Messe. Die deutschen Hersteller seien für diese globale Veränderung bestens gerüstet, betont der oberste Maschinenbau-Lobbyist. “Für die deutsche Industrie formuliere ich dabei nicht weniger als den globalen Führungsanspruch.”

[Mehr]


Neuere Beiträge[1][2][3]...[6][7][8][9][10]...[461][462][463]Ältere Beiträge