„Konkurrenz beflügelt Innovation“: Im Gespräch mit der Gründerin Victoria Chirita

Bald ist es wieder soweit: Am 15. Februar 2018 findet die E-Commerce Berlin Expo statt. Dieses Jahr werden 100 Aussteller, 4.000 Besucher und mehr als 40 Unternehmen aus der E-Commerce erwartet.  Außerdem dürft ihr euch auf 40 Referenten, unter anderem von L’Oreal, eBay, Facebook, Google, Zalando, und ihre spannenden Vorträge freuen.

Um euch schon vorab einen kleinen Vorgeschmack zu bieten, haben wir die Speakerin und Gründerin von DeinDesign, Victoria Chirita, für euch interviewt. Mit gerade mal 23 Jahren hat sie mit ihren Freunden und Partnern, Kyan und Manuel Noack, den Sprung ins kalte Wasser gewagt und DeinDesign gegründet. Sicherlich haben auch schon so einige von euch von der Plattform gehört: Seit 2006 kann man hier Hüllen, Folien, Shirts und vieles mehr nach Wunsch selbst gestalten.  Im Gespräch hat sie uns erzählt wie sie zur Konkurrenz steht und was sie anderen Frauen, die gründen möchten, auf den Weg geben würde.

Victoria Chirita
Victoria Chirita

Frau Chirita, was war Ihre größte Motivation, Gründerin zu werden?

Klassischerweise müsste ich hierauf antworten, dass ich mein eigener Chef sein möchte. Die Entscheidung zu eigenem Unternehmertum ist jedoch bei mir darin verwurzelt, dass ich meine Energie in Innovation stecken möchte, um Produkte zu kreieren, die das Leben vieler Menschen vereinfachen und oder verschönern. Dies kann ich als Gründer selbst in die Hand nehmen und mir sind keine Schranken gesetzt.

Die Idee zu DeinDesign ist geprägt von dem Megatrend Individualisierung. Unter anderem steigern individualisierte Produkte die Kundenbindung und haben für den Hersteller große Vorteile. Sehen Sie auch Gefahren bei diesem Trend?

Ich bewerte diesen Trend überwiegend positiv, jedoch gibt gesellschaftlich gesehen sicherlich auch Aspekte, die negativ zu betrachten sind. Ich rede von der wachsenden Ich-Bezogenheit der Deutschen und auch weltweit. Dieser Trend gefällt mir überhaupt nicht, weil wir Menschen als Kollektiv funktionieren und dieser ausgeprägte Individualismus zu Unzufriedenheit auf allen Ebenen führen kann.

DeinDesign hat mittlerweile auch ein paar Konkurrenten auf dem Markt. Was sehen Sie als größte Herausforderung in Zukunft?

Konkurrenz hilft uns besser zu verstehen, wo wir als Firma stehen und worin wir uns von Anderen unterscheiden. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, so ist Konkurrenz nützlich und sogar notwendig. Denn Innovation ist der Schlüssel dafür, die Nase im Rennen vorn zu haben. Und Konkurrenz beflügelt Innovation.

Die Online-Gründerszene ist immer noch eine Männerdomäne. Was würden Sie jeder Frau auf den Weg geben, die gründen möchte?

Sie soll es einfach machen! Ich finde dieses Männer- und Frauending irgendwie unpassend. Egal ob Mann oder Frau, wer eine Idee hat, für die sie oder er brennt und ein gewisses Maß an Mut und Durchhaltevermögen mitbringt, dem steht einer Gründung geschlechterübergreifend nichts im Wege.

Mittlerweile arbeiten rund 100 Mitarbeiter in ihrem Unternehmen. Werden Frauen bei DeinDesign gefördert?

Frauen werden bei DeinDesign nicht speziell gefördert, sondern jeder Mitarbeiter erhält bei uns eine individuelle Förderung. Uns geht es besonders darum, persönliche Stärken herauszukristallisieren und diese zielgerichtet auszubauen.

Im Februar werden Sie zusammen mit anderen Speakern auf der E-Commerce Berlin Expo 2018 über die E-Commerce Industrie sprechen. Können Sie uns sagen, worüber genau ihr Thema ist und was das Publikum erwarten kann?

Es wird eine spannende Reise zum Thema Brandentwicklung durch die letzten 12 Jahre DeinDesign.

Falls ihr jetzt neugierig auf weitere spannende Themen seid und mehr über die E-Commerce Branche erfahren wollt, dann sichert euch jetzt ein kostenloses Ticket für die Expo 2018! 


Image (adapted) „Innovation“ by seabass creatives [CC0 Public Domain]


Schlagwörter: , , , , , , , , ,
Ania Kozlowska

Ania Kozlowska

hat im Juli ihr Bachelorstudium in Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation in Berlin abgeschlossen. Momentan arbeitet sie in der Netzpiloten-Redaktion.

More Posts - Twitter