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„Konkurrenz beflügelt Innovation“: Im Gespräch mit der Gründerin Victoria Chirita

Innovation (adapted) (Image by seabass creatives [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Bald ist es wieder soweit: Am 15. Februar 2018 findet die E-Commerce Berlin Expo statt. Dieses Jahr werden 100 Aussteller, 4.000 Besucher und mehr als 40 Unternehmen aus der E-Commerce erwartet.  Außerdem dürft ihr euch auf 40 Referenten, unter anderem von L’Oreal, eBay, Facebook, Google, Zalando, und ihre spannenden Vorträge freuen.

Um euch schon vorab einen kleinen Vorgeschmack zu bieten, haben wir die Speakerin und Gründerin von DeinDesign, Victoria Chirita, für euch interviewt. Mit gerade mal 23 Jahren hat sie mit ihren Freunden und Partnern, Kyan und Manuel Noack, den Sprung ins kalte Wasser gewagt und DeinDesign gegründet. Sicherlich haben auch schon so einige von euch von der Plattform gehört: Seit 2006 kann man hier Hüllen, Folien, Shirts und vieles mehr nach Wunsch selbst gestalten.  Im Gespräch hat sie uns erzählt wie sie zur Konkurrenz steht und was sie anderen Frauen, die gründen möchten, auf den Weg geben würde.

Victoria Chirita
Victoria Chirita

Frau Chirita, was war Ihre größte Motivation, Gründerin zu werden?

Klassischerweise müsste ich hierauf antworten, dass ich mein eigener Chef sein möchte. Die Entscheidung zu eigenem Unternehmertum ist jedoch bei mir darin verwurzelt, dass ich meine Energie in Innovation stecken möchte, um Produkte zu kreieren, die das Leben vieler Menschen vereinfachen und oder verschönern. Dies kann ich als Gründer selbst in die Hand nehmen und mir sind keine Schranken gesetzt.

Die Idee zu DeinDesign ist geprägt von dem Megatrend Individualisierung. Unter anderem steigern individualisierte Produkte die Kundenbindung und haben für den Hersteller große Vorteile. Sehen Sie auch Gefahren bei diesem Trend?

Ich bewerte diesen Trend überwiegend positiv, jedoch gibt gesellschaftlich gesehen sicherlich auch Aspekte, die negativ zu betrachten sind. Ich rede von der wachsenden Ich-Bezogenheit der Deutschen und auch weltweit. Dieser Trend gefällt mir überhaupt nicht, weil wir Menschen als Kollektiv funktionieren und dieser ausgeprägte Individualismus zu Unzufriedenheit auf allen Ebenen führen kann.

DeinDesign hat mittlerweile auch ein paar Konkurrenten auf dem Markt. Was sehen Sie als größte Herausforderung in Zukunft?

Konkurrenz hilft uns besser zu verstehen, wo wir als Firma stehen und worin wir uns von Anderen unterscheiden. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, so ist Konkurrenz nützlich und sogar notwendig. Denn Innovation ist der Schlüssel dafür, die Nase im Rennen vorn zu haben. Und Konkurrenz beflügelt Innovation.

Die Online-Gründerszene ist immer noch eine Männerdomäne. Was würden Sie jeder Frau auf den Weg geben, die gründen möchte?

Sie soll es einfach machen! Ich finde dieses Männer- und Frauending irgendwie unpassend. Egal ob Mann oder Frau, wer eine Idee hat, für die sie oder er brennt und ein gewisses Maß an Mut und Durchhaltevermögen mitbringt, dem steht einer Gründung geschlechterübergreifend nichts im Wege.

Mittlerweile arbeiten rund 100 Mitarbeiter in ihrem Unternehmen. Werden Frauen bei DeinDesign gefördert?

Frauen werden bei DeinDesign nicht speziell gefördert, sondern jeder Mitarbeiter erhält bei uns eine individuelle Förderung. Uns geht es besonders darum, persönliche Stärken herauszukristallisieren und diese zielgerichtet auszubauen.

Im Februar werden Sie zusammen mit anderen Speakern auf der E-Commerce Berlin Expo 2018 über die E-Commerce Industrie sprechen. Können Sie uns sagen, worüber genau ihr Thema ist und was das Publikum erwarten kann?

Es wird eine spannende Reise zum Thema Brandentwicklung durch die letzten 12 Jahre DeinDesign.

Falls ihr jetzt neugierig auf weitere spannende Themen seid und mehr über die E-Commerce Branche erfahren wollt, dann sichert euch jetzt ein kostenloses Ticket für die Expo 2018! 


Image (adapted) „Innovation“ by seabass creatives [CC0 Public Domain]


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  • FISKER golem: Fisker-Elektroauto soll in 9 Minuten Strom für 200 km laden: Wie zu erwarten bekommt Tesla jetzt Konkurrenz. Im Januar soll auf der CES 2018 ein neues Elektro-Auto von Fisker vorgeführt werden, welches insgesamt um die 640 Kilometer schafft. Durch eine Graphen-Batterietechnik soll es dem Auto möglich sein in nur 20 Minuten auf 200 Km aufgeladen zu sein. Eine autonome Fahrtechnik sei laut dem Hersteller auch schon geplant, stecke jedoch derzeit noch in der Entwicklung. Das Modell ist zukünftig ab 130.000 US-Dollar zu haben, wer sich jetzt schon ein Modell reservieren möchte, zahlt 2000 US-Dollar als Anzahlung. Gute Neuigkeiten für alle, die noch warten können: Ein kostengünstigeres Modell für 34.000 US-Dollar soll 2020 folgen.

  • ROBOTIK heise: Robotik- und KI- Experten warnen vor autonomem Kriegsgerät: Damit KI und Robotik in Zukunft nicht für autonome Kriegsgeräte missbraucht werden, wollten sich eine zusammengestellte Expertengruppe, in der auch Tesla-Chef Elon Musk sitzt, zum Montag das erste Mal treffen, welches jedoch bedauerlicherweise nicht stattfand. Dennoch sind ihre gemeinsamen Bedenken bezüglich Künstlicher Intelligenz als Waffe nicht ganz unbegründet, so könnte diese nämlich zukünftig in den Händen von Terroristen einen großen Schaden anrichten. Dass Elon Musk Mitglied der neuen Expertengruppe angehört, ist nicht weiter verwunderlich, da er schon vor einiger Zweit begann auf die Gefahren durch den Missbrauch von KI aufmerksam zu machen.

  • ADIDAS t3n: Automatisierte Sneaker-Fabrik: Adidas startet Serienfertigung eines Schuhs aus dem 3D-Drucker: Das Adidas zukunftsorientiert ist, zeigt die Marke indem sie mit dem Silicon-Valley-Startup Carbon jetzt an Schuhen aus dem 3D-Drucker arbeitet. Schon dieses Jahr werde die ersten 5.000 Serienmodelle geliefert, wenn es nach Plan läuft. Doch ist nicht nur die Produktionstechnik zukunftsweisend, auch die Mitarbeit bei der Verarbeitung der Schuhe, da die knapp 160 Mitarbeiter nun auch mit Robotern des deutschen Herstellers Kuka zusammenarbeiten. Durch diese neue Technologie wird es Adidas nicht nur möglich sein seinen Kunden individuellere Ware liefern zu können, sondern das auch schneller. Die übliche Produktionsdauer von über einem Jahr würde sich auf eine Woche verkürzen. Ein Preis wurde für dieses Produkt bis dato noch nicht genannt.

  • APPLE wired: Kommt Apple Pay schon im September nach Deutschland?: Einige Gerüchte, dass der mobile Zahldienst Apple Pay bereits im September rauskommt, stützen sich auf die Informationen, dass die Zusammenarbeit mit den Direktbanken bereits abgeschlossen werden konnte. Praktisch wäre dies für das Unternehmen schon, da auch demnächst das iPhone 8 herauskommt und mit diesem bzw. einer Apple Watch bezahlt werden kann. Doch die Gerüchte bleiben fraglich, denn bei der Bekanntgabe welche neuen Länder einen Apple Pay-Start bekommen könnten, war Deutschland noch nicht genannt worden.

  • NETFLIX N24: Netflix weiß schon genau, was Sie sehen wollen: Man hat sich öfter eine Komödie angeschaut und bei Action-Filmen nach zwei Minuten abgebrochen? All das kann der Streaming-Anbieter für seine Recherche nutzen, um so seinem Kunden spezifische Film- und Serienvorschläge zu machen. Doch Netflix-Manager Todd Yellin ist sich auch bewusst, dass es so einfach nicht ist. Würde man dieser Analyse stur folgen, würde dem Kunden keine Abwechslung mehr geboten, sein Horizont nicht erweitert werden. Zudem sei es wichtig für das Unternehmen attraktiv und abwechslungsreich zu bleiben, da auch die Konkurrenz wie Amazon schon längst Daten nutzen könnten um wiederum ihre Kunden an sie zu binden. Der Wettstreit der Streaming-Anbieter hat also schon längst begonnen.

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  • INFLUENCER horizont: Influencer Marketing wirkt nicht nur bei Teenies: Influencer, bei diesem Begriff denken viele an Youtube-Stars, die Teenager inspirieren und sie dazu veranlassen Produkte zu kaufen. Doch jetzt fand eine Studie von Goldmedia heraus, dass das nicht ganz stimmt. Zwar stimmt es schon, dass die Zielgruppe gerade die 14- 17-Jährigen sind, doch auch die Gruppe der 24-29-Jährigen geben nach dieser Studie an von Influencern inspiriert worden zu sein. Ein Potenzial, welches viele Unternehmen nicht so einfach abtun sollten, wie sich zeigt.

  • FIAT golem: Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel: Der Autohersteller Fiat Chrysler arbeitet ab jetzt mit Intel und BMW an selbstfahrenden Autos. Ein sportliches Unterfangen, denn bis Ende dieses Jahrs sollen schon 40 autonome Test-Fahrzeuge auf den Markt kommen, die Systeme dazu sollen dann 2021 folgen. Vorsicht ist jedoch geboten, denn bei dem Trend, der momentan beim autonomen Fahren ausgebrochen ist, wird es für viele Autohersteller schwierig werden marktspezifische Unterschiede anzubieten.

  • NOKIA heise: Nokia 8: Erstes Oberklasse-Smartphone von HMD Global :
    Endlich ist es soweit, das Nokia 8 ist das erste Oberklassen-Smartphone von Nokia unter HMD Global. Die Innovationen sind unter anderem die Hauptkamera auf der Rückseite und, wie in der Oberklasse inzwischen üblich, eine Doppel-Optik mit S/W-Kamera, die für Kontrast und Tiefenschärfe sorgen soll. Erhältlich ist das Modell in den Farben Silbergrau, Kupfer und zwei Blautönen, genauere Informationen zum neuen Modell, wie die Akkukapazität oder der USB-Anschluss, erfahrt ihr in diesem Artikel.

  • ISwired: Studie: So effektiv stört Twitter die Propaganda des IS: Laut einer Studie geht es dem IS nicht nur geographisch „an den Kragen“. Auch über die sozialen Netzwerke wird er weiterhin zurückgedrängt. Forscher bestätigten, dass 65% der IS-Propaganda-Accounts in nur 70 Tagen gelöscht werden konnten. Doch Vorsicht ist dennoch geboten, denn konzentriere man sich weiterhin nur einseitig auf diese Art von Accounts, würde die Aufmerksamkeit für jihadistischen Organisationen im Internet fehlen. Ein Spagat, den man in Zukunft versuchen wird zu bewältigen, damit pro-terroristische Accounts langfristig eingedämmt werden können.

  • t3n t3n: Flixbus gründet Flixtrain, Kerngeschäft soll Fernbus bleiben: Flixbus breitet sich jetzt auch auf den Schienen aus. André Schwämmlein, einer der Chefs des Unternehmens ist sich sicher, dass eine Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel die Zukunft der Mobilität ist, auch in Deutschland, und somit eine Alternative zum eigenen Auto. Könnten sie somit eine zukünftige Konkurrenz für die deutsche Bahn sein? Das Unternehmen sei nach Angaben zumindest offen für verschiedene Möglichkeiten, dennoch bliebe der Fernbusbetrieb selbstverständlich das Kerngeschäft des Unternehmens. Wir werden sehen.

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  • MOZILLA golem: Mozillas Send erlaubt einfachen Datentausch: Mit Send wagt Mozilla jetzt etwas Neues. Der Austausch von größeren Daten (bis zu ein GByte) sollte somit zukünftig kein Problem mehr sein. Momentan ist Send jedoch noch in der Testphase. Trotz der Funktion, dass die Daten nach einmaligem Herunterladen bzw. nach spätestens 24 Stunden gelöscht werden, gibt es noch Bedenken im Bereich des Datenschutzes, da die gelöschte Datei eventuell auch wiederhergestellt werden kann und somit an eine Drittperson weitergereicht werden könnte.

  • DIGITAL t3n: Digitales Zeitalter: So verschieben sich jetzt die Machtverhältnisse: Wo wollen und können deutsche Unternehmen mit ihrer Innovationsfähigkeit noch hin im Zeitalter von internationaler Konkurrenz wie China und Co.? Eine Frage, die sich mehr denn je gestellt wird. In Zusammenarbeit mit der TU München wurde daher eine Studie durchgeführt um wesentliche Hinderungsgründe aus zu arbeiten. „Das Streben nach Perfektion“ und die fehlende Risikobereitschaft seien unter anderem dafür verantwortlich, dass sich deutsche Unternehmen nicht in der Schnelligkeit entfalten wie ihre Konkurrenz.

  • APPLE horizont: Apple: Erste Details zu neuen Produkten: Apple hat in den letzten Tagen seine neu geplanten Artikel vorgestellt, unter ihnen auch die neue Apple Watch. Direkt in das Mobilfunknetz könnte sie dann auch ohne iPhone Kurznachrichten verschicken, Musik streamen und Anrufe machen. Genauere Informationen wie genau diese Funktion dann auch umgesetzt werden kann, gab es bisweilen noch nicht von Apple. Ein weiteres Produkt ist selbstverständlich das iPhone 8, mit 1.000 US-Dollar das wohl teuerste bis dato. Eine Innovation sei die Gesichtserkennung, die es dem Nutzer ermöglicht via eigenem Gesicht das Smartphone zu entsperren.

  • KLIMAWANDEL heise: Geo-Engineering: China betreibt eines der größten Forschungs-Programme weltweit: Der Klimawandel ist ein akutes Problem unserer Gesellschaft, was behoben bzw. Aufgehalten werden muss. China ist eines der Länder, dass sich diesem Problem annimmt und in Forschung für Maßnahmen gegen den Klimawandel investiert. Seit drei Jahren unterstützt China das weltweite Geo-Engineering-Forschungsprogramme, welches nach Lösungen und Strategien sucht. Diese Forschungsrichtung wirft jedoch auch unter anderem die Frage wieder auf, ob ein technischer Eingriff in das Klima Rettung oder eine erneute Herausforderung heißt.

  • AMAZON gruenderszene: Amazon will mobile Drohnen-Stationen für Züge und Lastwagen entwickeln: Der Plan, dass Waren zukünftig mit Drohnen verschickt werden sollen, hat Amazon schon etwas länger, doch jetzt stehen die Pläne, was ein Patent Amazons nun gezeigt hat. Damit das auch reibungslos funktioniert, gibt es jetzt sogar schon geplante Wartungsstationen für Drohnen, in denen beispielsweise ihre Batterien aufgeladen werden können oder sie gänzlich repariert werden. Extra Container sorgen für den nötigen Raum.

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Mit Marktschreiern und Angstmachern misslingt die Digitalisierung – Aufrufe zur Debatte

Orakel (adapted) (image by lauramba [CC0] via pixabay)

Vielen Mittelständlern in Deutschland machen die neuen IT-Technologien Angst, schreibt die Wirtschaftswoche. Aber warum ist das so? Ist das nur der fehlende Mut oder sind es nicht auch die vielen Angstmacher, die auf den Bühnen herumlaufen und den Unternehmern suggerieren, dass sie gegen die Angreifer aus dem Silicon Valley keine Chance haben?

„Wir werden mittlerweile fast täglich mit Begriffen wie Industrie 4.0, Big Data, Digitalisierung und Internet der Dinge konfrontiert – ich möchte fast schon sagen: belästigt“, moniert Frank Richter, Vorstandschef der Swiss Global Investment Group. Selbsternannte Experten würden sogar schon die exakten Potenziale und die daraus resultierenden Einsparungen kennen, die durch Digitalisierung und Vernetzung entlang der sogenannten Wertschöpfungskette erzielt werden.

„So scheinen eben diese Experten vergleichbar mit den Orakeln in der Antike und deren Weissagungen“, so Richter.

Es wimmelt von Phrasen und Floskeln

Wenn es um die vernetzte Ökonomie geht, wimmelt es von Allgemeinplätzen, Phrasen und Floskeln. Wie das für Firmen konkret laufen soll, wird nur sehr oberflächlich oder gar nicht erklärt:

„Es ist viel einfacher, möglichst generisch in der Ausdrucksweise und damit gewissermaßen unverbindlich in der Aussage an sich zu bleiben“, kritisiert Richter.

Schlecht ist generell die Kommunikationspolitik der IT-Branche, moniert Oliver Kepka. Die Produkt- und Lösungsangebote seien viel zu kompliziert in der Bedienung, in den Preismodellen und in den eher technischen Werbeaussagen. Das schreckt ab. „Die von Dir zitierten Angstmacher treiben ihr Unwesen und verunsichern zusätzlich. Sie werfen mit Buzzwords um sich, überhöhen sich mit ihrem elaborierten Sprachcode und lamentieren über abgefahrene Züge. Abgefahren ist nur ihre Art, die Ängste zu verstärken“, so die Antwort von Kepka auf Facebook.

Urinierende Firmenchefs

Man sollte sich von den Keynote-Dampfplauderern nicht ins Bockshorn jagen lassen. Wer auf Frauen uriniert, wie der Gründer und Chef von Snapchat, einen diktatorischen Kommunikationsstil pflegt und ein vulgärkapitalistisches Ego-Management an den Tag legt, wie Uber-Gründer Travis Kalanick, taugt nicht als Vorbild für die Wirtschaftswelt. Ex-DAX-Vorstand Thomas Sattelberger kann diese Evangelisten nicht mehr hören, die auf den Bühnen stehen und oberflächen-kosmetische Gebilde als Geschäftsmodelle der Zukunft propagieren, während sie in den eigenen Unternehmen führungsmäßig marode sind.

Heiße Luft im amerikanischen Marketing

Gleiches gilt für viele Phrasendrescher, die sich über Künstliche Intelligenz auslassen. In den USA gibt es Protagonisten in der Digitalszene, die gar nicht so sehr in der KI-Forschung tätig sind, aber um so stärker eine Marketing-Maschine bedienen und dabei zum Teil pseudo-wissenschaftlich agieren. Dazu zählt DFKI-Chef Wolfgang Wahlster den Dauerredner Ray Kurzweil, der verrückte Thesen ohne eine gewisse Substanz vorlegt. Das habe Folgen:
„Das größte KI-Zentrum findet man nicht mehr in den USA, sondern mit dem DFKI in Deutschland. Dass liegt daran, dass wir versuchen, als Ingenieure auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Wir definieren KI als künftige Informatik. Wir gehen an das Limit des Machbaren. Wir machen keine falschen Versprechen an die Industrie oder an den Staat. Wir bleiben auf dem Teppich. Das hat sich bewährt“, so Wahlster im Gespräch mit dem Technoloy Review-Chefredakteur Robert Thielicke.

Man sollte sich davor hüten, extrem überzogene Hoffnungen zu wecken, die dann nur Enttäuschungen hervorrufen.
„Google, Intel & Co. kommen nach Deutschland, weil es in den USA zu viele Marktschreier gibt. Die nehmen die Klappe zu voll. Die deutsche Mentalität ist zurückhaltender und pragmatischer“, resümiert Wahlster.

Das Notiz-Amt will dazu eine Debatte starten – hier bei den Netzpiloten, auf CIO-Kurator und für die September-Ausgabe des prmagazins.

Live-Interviews via Hangout on Air oder Gespräche via Skype. Meldet Euch.


„Orakel“ (adapted) by lauramba (CC0 Public Domain)


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Roboter und die nächste Industrielle Revolution: Kommt das Ende der Arbeitsplätze?

Arbeit (adapted) (image by MarkoLovric [CC0] via pixabay)

Roboter übernehmen unsere Arbeit seit den 1960ern. Aber warum sind gerade jetzt unsere Politiker und Geschäftsführer so besorgt darüber, dass Roboter Massenarbeitslosigkeit verursachen?

Es kommt darauf an, wie man einen Roboter definiert. In Science-Fiction-Filmen werden Roboter häufig als Androide dargestellt, die die ihnen auferlegten Aufgaben genau wie Menschen durchführen. In der Wirklichkeit nehmen die Roboter viel spezifischere Formen an. Traditionell begegnen wir Robotern im 20. Jahrhundert in Form von automatisierten Maschinen und Roboterarmen, die Autos in Fabriken zusammenbauen. Im 21. Jahrhundert sind kommerzielle Roboter Selbstbedienungskassen, automatisch geführte Lagerfahrzeuge oder gar Maschinen, die den Burger im Fast-Food-Restaurant belegen.

Doch grundsätzlich sind wir Menschen nicht komplett überflüssig geworden. Die Roboter können zwar sehr effizient sein, aber sie sind auch irgendwie stumm und seelenlos. Sie denken nicht, sie handeln bloß, und tun dies sehr exakt, aber auch mit Einschränkungen. Menschen werden immer noch gebraucht, um Dinge zu tun, die der Roboter nicht kann und ihm zu helfen, wenn dieser ein Problem hat. Aber all dies wird sich ändern – Dank einer neuen Welle von klügeren, besseren Maschinen, die sich an verschiedene Aufgaben anpassen können. Diese Änderung wird so signifikant sein, dass daraus eine neue industrielle Revolution erwachsen wird.

Industrie 4.0

Diese Ära der „Industrie 4.0“ wird von den gleichen technologischen Fortschritten angetrieben, die die Leistungsfähigkeit unserer Smartphones möglich machten. Es ist eine Mischung aus geringen Kosten und leistungsstarken Computern, Hochgeschwindigkeitskommunikation und künstlicher Intelligenz. Dies wird intelligentere Roboter mit besseren Erfassungs- und Kommunikationsfähigkeiten hervorbringen, die sich an verschiedene Aufgaben anpassen und sogar ihre geforderte Arbeit ohne Eingabe des Menschen koordinieren können. In der Fertigungsindustrie, wo Roboter wohl den meisten Fortschritt aller Bereiche machen, wird dies zu einer dramatischen Verschiebung von zentraler zu dezentraler Gemeinschaftsproduktion führen.

Traditionelle Roboter konzentrieren sich auf einen singulären und festgeschriebenen Hochgeschwindigkeitsbetrieb und benötigen hochqualifiziertes Personal zur Betreibung und Wartung. Industrie 4.0-Maschinen sind flexibel, teamfähig und arbeiten unabhängiger, wodurch letztlich die Notwendigkeit hochqualifizierten Personals entfällt.

Für Großhersteller bedeutet Industrie 4.0, dass Roboter ihre Umgebung erfassen und mit ihr kommunizieren können, in einem Industrienetzwerk, das fernüberwacht werden kann. Jede Maschine wird eine Vielzahl an Daten produzieren, die kollektiv ausgewertet werden können. Dieses Phänomen ist uns bereits unter dem Namen Big Data-Analyse ein Begriff. Dies wird dabei helfen, Möglichkeiten zu finden, Betriebsleistungen und Produktionsqualität in der ganzen Anlage zu verbessern. So kann man beispielsweise vorhersagen, wann Wartungsarbeiten anfallen und diese automatisch einplanen.

Für kleine bis mittelgroße Fertigungsunternehmen wird es durch Industrie 4.0 günstiger und einfacher, Roboter zu nutzen. Es werden Maschinen entstehen, die rekonfiguriert und angepasst werden können, um mehrere Aufträge durchzuführen und um an verschiedenen Produktpaletten und unterschiedlichen Produktionsmengen zu arbeiten. Dieser Sektor beginnt bereits von rekonfigurierbaren Robotern zu profitieren, die entworfen worden sind, um mit Personal zusammenzuarbeiten. Sie sollen zudem ihre eigene Arbeit analysieren und verbessern, wie es bereits bei BAXTER, SR-TEX and CareSelect geschieht.

Während diese Maschinen immer intelligenter werden, sind sie noch lange nicht so schlau wie wir. Heutige industrielle, künstliche Intelligenz arbeitet auf einem geringen Niveau, welches den Anschein menschlicher Intelligenz von Maschinen vorzeigt, aber von Menschen kreiert wurde.

Was als nächstes kommt, ist als „Deep Learning“ bekannt. Ähnlich der Big Data-Analyse geht es darum, große Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten, um eine Entscheidung darüber zu treffen, welche Maßnahme am besten ergriffen werden sollten. Der Unterschied besteht darin, dass die Maschinen mit den Daten lernen und so ihre Entscheidungsfindung verbessern. Ein perfektes Beispiel für Deep Learning wurde von der Google-Software AlphaGo-Software demonstriert. Sie hat sich selbst beigebracht, den weltbesten Go-Spieler zu schlagen.

Der Wendepunkt in der Anwendung künstlicher Intelligenz in der Fertigung könnte mit der Verwendung von speziellen Mikrochips, den sogenannten Graphical Processing Units (GPUs), kommen. Doch auch hier ist es noch ein weiter Weg, bis die Technologie soweit ist. Viele große Unternehmen stellen derzeit massenweise Wissenschaftler ein, die hier beim Entwickeln helfen sollen.

Einfluss auf die Industrie

Sobald Industrie 4.0 – Technologien intelligenter und weit verbreiteter verfügbar sein werden, werden Unternehmer beliebiger Größe in der Lage sein kosteneffiziente, vielseitig einsetzbare und zusammenarbeitende Maschinen als Standard einzusetzen. Dies führt zu industriellem Wachstum und Wettbewerb auf dem Markt, durch größeres Verständnis für die Produktionsprozesse, die wiederum zu neuen hochwertigen Produkten und digitalen Dienstleistungen führen.

Wie der tatsächliche Einfluss von intelligenteren Roboterarbeitskräften, mit dem Potential selbstständig zu arbeiten, auf die Fertigungsindustrie haben wird, ist stark umstritten. Künstliche Intelligenz, wie wir sie aus Science-Fiction-Filmen kennen, steckt noch in den Kinderschuhen. Es könnte wohl bis zum 22. Jahrhundert dauern, bis Roboter das Potential haben, menschliche Arbeit überflüssig zu machen – nicht nur durch die Entwicklung von Deep Learning, sondern durch ein tatsächlich existierendes künstliches Verständnis, dass das menschliche Denken nachahmen kann.

Im Idealfall wird die Industrie 4.0 es der menschlichen Arbeitskraft ermöglichen, mehr in ihrem Job zu erreichen, in dem bestimmte, gleichförmige Tätigkeiten abgegeben werden und bessere Roboterwerkzeuge zur Verfügung gestellt werden können. In der Theorie würden wir uns gestatten, den Fokus auf Geschäftsentwicklung, Kreativität und Wissenschaft zu legen. Für einen Roboter wäre dies um einiges schwieriger. Technologie, die uns in der Vergangenheit überflüssig gemacht hat, zwang uns, uns anzupassen – hauptsächlich durch mehr Bildung.

Doch weil gerade Industrie 4.0-Roboter in der Lage sein werden, eigenständig zu handeln, wirken auf uns die Arbeitsplätze in der Produktion überflüssig. Dies geschieht, ohne dass andere Sektoren in der Lage sein werden, neue Arbeitsplätze zu schaffen. So könnten wir auch politische Bewegungen deutlicher erkennen, die die menschliche Arbeit beispielsweise durch Besteuerung von Robotern schützen.

Kurz: In einem idealen Szenario werden Menschen in der Lage sein, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die sie zu Menschen machen – vielleicht sogar durch ein Grundeinkommen aus Roboterarbeit. Letzten Endes wird es von uns abhängen, ob die Roboterarbeitskraft für uns, mit uns oder gegen uns arbeiten wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Arbeit“ by MarkoLovric (CC0 Public Domain)


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  • ELEKTROAUTO golem: Geringer Reichweitenverlust durch alternden Akku: Trotz anfänglichem Vorteil sind Elektroautos nun anscheinend auch nicht unfehlbar. Der Nissan Leaf wurde vom ADAC getestet und es stellte sich heraus, dass ihr Akku durch das ständige Aufladen oder wenn sie nicht genutzt werden, altern. Die Folge zeigte sich bei der Reichweite, kam das Auto fabrikneu auf 105 Kilometer, waren es bei späteren Testversuchen nur noch 93 Kilometer. Der ADAC empfiehlt daher unbedingt ein Drittel Reserve mit einzuplanen, um nicht liegen zubleiben.

  • AMAZON t3n: The Hub: Amazon baut jetzt auch die Paketstation für Zuhause: Amazon möchte mal wieder etwas Neues bieten und arbeitet daher an einem Briefkasten für Pakete in den Wohngebäuden seiner Kunden. Ob kleine oder große Päckchen, auch darauf ist Amazon vorbereitet und bietet alle möglichen Größen der Fächer an. Eine ernst zunehmende Konkurrenz für DHL und Co., da der Kunde von nun an nicht mehr abhängig von freundlichen Nachbarn ist bzw. Wege zur Post und Kiosken. Der genaue Preis dieser Innovation steht offiziell aber noch nicht fest.

  • ORF horizont: ORF: Änderungspläne für Flimmit eingereicht: Mit den Verlusten in den letzten drei Jahren aufgrund von teuren Rechten und fehlenden Werbeeinnahme hatte ORF hart zu kämpfen. Sollte kein anderes Modell der Finanzierung gefunden werden, müsste eine Einstellung erfolgen. Doch der ORF hat jetzt neue Pläne wie man dies verhindern könnte. Mit seiner Streaming-Plattform Filmmit wollen sie ab jetzt nicht mehr kommerziell sein, sondern ein öffentlich-rechtliches Angebot werden. Wenn dieses Erfolgsrezept aufgehen sollte, müssten sie im Jahr 2020 schon wieder auf einen Gewinn von 1,5 Millionen plus kommen.

  • VERHAFTUNG wired: Tatverdächtiger in Milliarden schwerem Bitcoin-Betrug gefasst: BTC-e ist ein Handelsplatz für Kryyptowährungen, der seit Juli 2011 aktiv ist. Auf den ersten Blick. Amerikanische Behörden haben gegen ihn ermittelt und fanden heraus, dass es sich um einen Ort der Geldwäsche gehandelt hat. Jetzt wurde Anfang der Woche der vermeintliche Kopf dieser Organisation von griechischen Behörden verhaftet. Angeblich habe sich das Geschäft unter anderem mit illegalen Aufträgen finanziert, wie dem Erpressen und Stehlen von Bitcoins, die daraufhin wieder in andere Währungen umgetauscht wurden. Ein Urteil in der USA würden 20 Jahre Haft bedeuten.

  • SOLARAUTO ngin: Münchner Startup Sono Motors präsentiert ersten Prototypen: Bald ist es soweit, 2019 will das Startup Sono Motors seine ersten Solarautos produzieren. Am Donnerstag wurde das erste Modell Sion vorgestellt, dessen Kosten um die 16.000 Euro betragen. Der Akku kann dabei entweder mit angemietet werden oder aber für 4000 Euro dazugekauft werden. Mit Solarzellen auf dem Dach, der Motorhaube, den Türen kann dann bis 30 Kilometer gefahren werden. Die stattgefundene Vorstellung des neuen Modells galt unter anderem dafür, um Bestellungen zu erhalten, da eine Produktion erst ab 5000 Vorbestellungen möglich ist.

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  • ROOMBAS wired: Roombas sollen private Wohnungen für Google und Amazon scannen: Das Unternehmen iRobot hat seit seiner Gründung schon viele Haushaltsroboter verkauft, am erfolgreichsten die der Reihe Roomba, die die Wohnungen autonom reinigen können und durch Infrarotsensoren Hindernisse, wie Möbel und Kanten, in der Wohnung erkennen. Seit 2015 gibt es eine kleine Neuerung, wobei die Roombas über ein Karten- und Visualisierungssystem verfügen, so kann die Wohnung kartografiert werden und die Reinigung geht noch schneller und hindernisloser. Interessant sind diese Lagepläne für Google, Apple und Co., die ihre intelligenten Assistenten wie Alexa damit optimieren könnten. Ein Problem be dem Datenschutz könnte es jedoch geben, da private Raumaufzeichnungen bestehen.

  • CHROME t3n: Chrome hat den Browser-Krieg gewonnen – sagt der ehemalige Technikchef von Mozilla: Der ehemalige Technikchef Andreas Gal nimmt Stellung zu dem Konkurrenzkampf um Chrome und Firefox. Firefox habe demnach keine Chance mehr gegen Chromes Marketing gehabt. Messen kann man den Verlust von Firefox daran, dass im Vergleich zu den Jahren davor 22 Prozent weniger Firefox-Installationen aktiv waren. Die genauen Zahlen des Verlaufes veröffentlichte Andreas Gal zuletzt auf Github. Eine Verbesserung für Firefox scheint nicht in Sicht zu sein, da Goole und Chrome es verstehen würden ihre Monopolstellung geschickt zu nutzen um Eigenwerbung zu betreiben.

  • EPLAYER horizont: ProSiebenSat.1 Puls 4 und 4Sports vermarkten ePlayer von Perform Media Germany: Ab jetzt investieren ProSiebenSat.1 Puls 4 und 4 Sports in die Online Vermarktung des ePlayers der Perform Group, die monatlich um die 120 Millionen User erreicht. Der Inhalt von ePlayer bezieht sich unter anderem auf digitale Sportinhalte und ihre Zusammenarbeit sei ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft, so die Leitung 4Sports, Sportvermarktung bei ProSiebenSat.1 Puls 4. Zu unterschätzen ist der ePlayer nicht, denn er ist im deutschsprachigen Raum der mit dem attraktivsten Videocontent, der einer der größten europäischen Fußball-Ligen wie die LaLiga, die Premier League und die Serie A mit innehat.

  • UBER NGIN: Japanischer Tech-Konzern will Milliarden-Anteil an Uber übernehmen: Der japanische Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank soll jetzt bei Uber einsteigen, etwa ein neuer Großinvestor? Spekulationen blieben offen, bis jetzt hat sich keiner der beiden Parteien dazu geäußert und auch das Wall Street Journal beruft sich auf Insiderwissen. Genauere Pläne seien nach dem Wall Street Journal zwischen den beiden Konzernen sowieso erst zu machen, wenn der Vortsnad neu besetzt worden ist. Aufgrund der Anschuldigungen im Thema Sexismus und Diskriminierung schadet der Mitgründer Travis Kalanick dem Ruf des Unternehmens zunehmend.

  • GROUPIFY gruenderszene: Dieser Gründer liefert Onlineshops mit einer smarten Idee deutlich mehr Kunden: Gemeinsam shoppen? Das hat der Groupify-Gründer Alex von Harsdorf erfunden. Mit dem neuen Start-up können Freunde zu einem Onlineshop eingeladen werden, so sollen sich unter anderem die Versandkosten geteilt werden. Trotz des großen Potenzials hat das Unternehmen bis jetzt auf Investoren oder Investitionen in das Marketing von außerhalb verzichtet, ein Gespräch mit einigen Investoren schien aber bereits schon gemacht worden zu sein.

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  • ZENSUR golem: Netzwerkdurchsetzungsgesetz verstößt gegen Menschenrechte: Der erste Entwurf für ein Netzwerkdurchsuchungsgesetz stößt auf harte Kritik. Nach diesem sollen Unternehmen wie Facebook und Twitter rechtswidrige Inhalte sofort löschen lassen, ansonsten drohe ihnen eine Geldstrafe von bis zu 50 Millionen Euro. Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen David A. Kaye hält diesen Entwurf für unzulässig und sieht das Recht auf Meinungsfreiheit gefährdet. Zudem sei die Zensur der Netzwerke den Betreibern allein überlassen, diese solle jedoch nach Kaye mithilfe einer unabhängigen Organisation durchgeführt werden.

  • DASHBOARD Die Self-Publisher-Bibel: Mehr Übersicht: neues Dashboard bei Amazon KDP: Ein neues Dashboard bei Amazon KPD bringt auch ein neues Design der Diagramme mit sich. Statt Linien gibt es jetzt Balken, was nicht jedem ein positives Feedback entlockt. Deutliche Verbesserung gibt es jetzt vor allem bei den Berichten. Diese seien deutlich flexibler und aussagekräftiger als zuvor. Der „Aktualisieren“-Button fehlt zwar, dennoch scheint es alles in Allem viele neue Möglichkeiten zu bieten.

  • ZWANG t3n: Merkel über Roboter-Autos: Selbstfahren 2037 nur noch mit Sondererlaubnis?: Es ist zwar noch etwas Zukunftsmusik, wird jedoch von Zeit zu Zeit immer realistischer. Autonom fahrende Autos sollen auch weiterhin unterstützt werden. Frau Merkel möchte sogar dafür sorgen, dass die Menschen in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig fahren dürfen. Begründen tut sie ihre Aussage mit dem Argument, dass wir selbst das größte Risiko im Straßenverkehr darstellen. Doch trotz Unterstützung der Bundeskanzlerin sind nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zwei Drittel der Befragten misstrauisch gegenüber dieser technischen Neuerung.

  • GESICHTSERKENNUNG sz: Aktivisten wollen Real und Post wegen Gesichtserkennung anzeigen: Die Aktivisten vom Verein Digitalcourage drohen mit einer Strafanzeige gegen Unternehmen wie die Supermarktkette Real oder die Deutsche Post. Beide nutzen die Videoüberwachung für personalisierte Werbung. Statt Diebe zu fassen, werden die Kameras in ihrer eigentlichen Funktion zweckentfremdet und dafür verwendet Profile der Kunden zu erstellen. Die Post wehrt sich gegen diesen Angriff und stellt klar, dass ihre Technologien datenschutzrechtlich geprüft und einwandfrei sind. Real wird erst bei Erhalt der Anzeige auf die Vorwürfe eingehen, teilte der Pressesprecher mit.

  • KI t3n: Führt die KI-Explosion in den Roboter-Kommunismus?: Wann er kommen wird, darin sind sich die Forscher verschiedener Länder noch uneins, doch dass er kommen wird, darin sind sie sich einig. Der Zeitpunkt an dem die KI den Menschen in Allem übertrumpft, ihn womöglich sogar ersetzt. Vorerst werden technische Neuerungen den Arbeitsmarkt von unten nach und nach ersetzen. Diese Entwicklung war schon zu Beginn der 70er Jahre zu verfolgen, ein Trend der nicht abzuflauen droht. Die große Frage der Zukunft wird also sein, welche Funktion und welchen Sinn der Mensch noch hat, umgeben von konkurrenzlosen Mitbewerbern der Künstlichen Intelligenz.

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  • GOOGLE googlewatchblog: Konkurrenz für IMDb & Co.: Google testet Bewertung von Filmen, Serien & TV-Shows in der Websuche: Mit dem Knowledge Graph liefert Google in der Websuche schon seit langer Zeit Details und teilweise tiefergehende Informationen zu allen möglichen Themen. Bei der Suche nach Filmen, Serien und TV-Sendungen gehören zu dieser Auflistung auch die Bewertungen von populären Portalen. Nun möchte Google aber offenbar auch diese ablösen oder zumindest ergänzen, und testet nun den Aufbau eines eigenen Bewertungssystems.

  • MICROSOFT golem: Microsoft bringt Visio für iOS: Microsoft hat sein Visualisierungsprogramm Viso auf die iOS-Plattform portiert. Zunächst erscheint der Visio Viewer nur für das iPad, später soll eine iPhone-Version folgen. Eigene Diagramme lassen sich mit Visio für iOS zwar nicht erstellen, doch Anwender können Visio-Dateien vom PC auf ihrem iPad ansehen, in die Ansicht hineinzoomen sowie Ebenenansichten ein- und ausblenden. Auch eine Textsuche wurde integriert, damit der Nutzer in detaillierten Diagrammen die gewünschten Elemente schneller findet.

  • TICKET-BOTS heise: USA verbieten Ticket-Bots: Es ist ein Millionengeschäft: Wucherer kaufen mittels Bots in Sekunden Tausende Eintrittskarten, um sie später zu einem viel höheren Preis weiterzuverkaufen. Normalsterbliche kommen kaum noch direkt an begehrte Karten heran. Versuche von Veranstaltern, die Zahl der pro Kunden erhältlichen Tickets zu beschränken, werden regelmäßig von den Bots ausgehebelt. Dagegen haben mehrere US-Staaten Gesetze erlassen, New York geht sogar mit dem Strafrecht gegen Bots dagegen vor. Nun hat auch das Bundesparlament ein Gesetz verabschiedet: Den BOTS Act.

  • APPLE notebookchecker: Apple MacBook Pro: mac OS-Update soll GPU-Probleme beheben: Besitzer des neuen MacBook Pro sind nicht unbedingt zu beneiden. Neben der teils harschen Kritik, die Apple aus der Presse entgegen weht, beispielsweise in Bezug auf die fehlenden Standardports oder die Reparierbarkeit, müssen die Nutzer auch mit einigen Problemen kämpfen. Da waren beispielsweise defekte Lautsprecher zu beklagen, sofern die ersten Boot Camp Windows Audio-Treiber benutzt wurden. Das Problem wurde zum Glück bereits durch ein Treiber-Update behoben, auch wenn bereits defekte Geräte direkt bei Apple ausgetauscht werden müssen.

  • LINKEDIN t3n: Übernahme abgeschlossen: Wie es für Linkedin bei Microsoft jetzt weitergeht: Microsoft hat die Übernahme von Linkedin am Donnerstag offiziell abgeschlossen. CEO Satya Nadella beschrieb daraufhin in einem Blogpost auf Linkedin, was sich für das Karriereportal unter dem neuen Eigentümer ändern wird. Das Netzwerk bekommt einen prominenten Platz in Windows 10. Die von vielen als lästig empfundenen Linkedin-Benachrichtigungen werden in das Windows Action Center integriert, können aber deaktiviert werden. Lebensläufe für das Portal können User laut Nadella in Zukunft bei Word aktualisieren.

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Zeitgeist Technik: Was ist eigentlich mit Ebay los?

eBay_Campus_Dreilinden

Irgendwie ist eBay doch jedem ein Begriff. Wer die Plattform noch nicht genutzt hat, der hat zumindest davon schon einmal gehört: Einer der größten Marktplätze im weltweiten Internet. Bereits seit 1995 kann man auf dieser Plattform alte, neue oder gebrauchte Artikel verkaufen und kaufen, sofort kaufen oder vielleicht auch nur zum Spaß dafür bieten – auf dieser großen Auktionsplattform ist vieles möglich. Weltweit hat eBay inzwischen 164 Millionen aktive Käufer.

Seit dem Start kann die Auktionsplattform eine Menge Meilensteine vorweisen, wie beispielsweise im Jahre 2003: eBay steht auf Platz acht der Fortune-Liste, der am schnellsten wachsenden Unternehmen. Oder zum zehnten Geburtstag des deutschen eBay-Marktes – seitdem hat es 4,4 Milliarden abgegebene Gebote und 1,1 Milliarden verkaufte Artikel gegeben. Natürlich gab es im Laufe der Zeit auch ein paar äußerst kuriose Auktionen, wie zum Beispiel den Verkauf eines halben 20 Euro-Scheins für nur 8,25 Euro (ein echtes Schnäppchen!) oder das Auto des damaligen Papstes. Wäre ja auch irgendwie langweilig, wenn sich manche Menschen nichts Verrücktes einfallen lassen würden.

Konkurrenz lauert überall

eBay ist scheinbar ein stetig wachsendes Unternehmen, was Jahr für Jahr lauter kleine Erfolge feiert. Aber wie wird das Ganze eigentlich in Zukunft aussehen? Immerhin ist eBay schon seit einigen Jahren nicht mehr allein auf dem Onlinemarkt und hat zunehmend mit Konkurrenz zu kämpfen. Anbieter wie Amazon, Fairmondo oder Shpock setzen vieles daran, günstiger und einfacher als eBay zu sein. Und so wie ich das in letzter Zeit wahrgenommen habe, ist es um eBay ganz schön ruhig geworden.

Deshalb habe ich mich mal wieder durch die Weiten der Plattform geklickt. Wie mir aber aufgefallen ist, hatte ich mich schon gefühlte hundert Jahre nicht auf dem Portal herumgetrieben. Vieles hat sich verändert. Neben der Aufmachung auch die Art, wie die Ware präsentiert wird – das gefällt mir.

eBay Shop Screenshot (Image by eBay)
eBay Shop (Image: Screenshot by eBay)

Keine Spur mehr von selbstgeknipsten, schlecht beleuchteten Fotos von Dachbodenfunden – die Seite wirkt gar nicht mehr so sehr wie eine Trödel-Plattform, bei der jeder sein Zeugs loswerden möchte. Im Gegenteil: Bei fast jedem Treffer stoße ich auf eine zeitgemäße, moderne Aufmachung mit noch moderneren Artikeln, die zudem teilweise mit kleinen Werbeteasern versehen sind.

eBay Startseite Screenshot (Image by eBay)
eBay Startseite (Image: Screenshot by eBay)

Ich habe zwar selber auch schon mal etwas auf eBay verkauft oder auch eingekauft (na gut, im Verhältnis habe ich sehr viel öfter selbst eingekauft) und war auch immer zufrieden – bis schließlich Amazon kam. Irgendwann habe ich das erste Mal bei Amazon herumgestöbert und schon hatte ich ein Nutzerkonto, das sich bequem mit meinem Bankkonto verbinden ließ – eine Entwicklung, mit der sich eBay noch heute schwer tut. Die Waren, die bald nicht mehr nur aus gebrauchten Büchern bestanden, waren nur noch einen Klick entfernt. Noch ein bisschen später und ich habe was völlig Neues entdeckt: die Tausch- und Sammelgruppen bei Facebook.

Online-Flohmärkte, die sich unterschwellig entwickeln

Der Marktführer Facebook stellt derzeit eine große Gefahr für eBay dar. Dass man auf Facebook verschiedenste Gruppen für die unterschiedlichsten Zwecke gründen kann, ist ja nichts Neues mehr. Genauer betrachtet bin ich auch in unzähligen Gruppen zu finden, die nicht wirklich nützlich, aber einfach in Vergessenheit geraten sind. Allerdings stechen immer öfter die Facebook-Flohmarkt-Gruppen ins Auge, die den eBay-Kleinanzeigen ziemlich ähneln. Diese gibt es in so vielen Ausführungen, dass man sie kaum noch zählen kann. Ich bin in einigen Gruppen aus meiner Umgebung angemeldet und bekomme regelmäßig – ja eigentlich mehrmals täglich Nachrichten, dass Herr X. oder Frau Y. aus Z. mal wieder etwas zum Verkauf reingesetzt hat.

Was ich persönlich an dem Ganzen sehr praktisch finde, ist, dass meine Freunde und Familie direkt sehen können, wenn ich etwas verkaufe – vorausgesetzt natürlich, sie befinden sich in derselben Gruppe. Sind die Gruppen aber nicht „geheim“ oder „geschlossen“ sondern „öffentlich“, können sie auch so mitbekommen, wenn ich etwas verkaufen möchte – ziemlich praktisch eigentlich. Kennt man sich untereinander, dann spricht sich so ein Artikel gleich viel schneller rum unter all den bekannten Menschen.

Bei eBay ist das schon schwieriger. Hier treffe ich viel weniger Freunde und Familie, Bekannte oder entfernte Verwandte – eigentlich treffe ich kaum jemanden. Zwar ist eBay deutlich größer, allerdings kann Facebook fast zehn Mal so viele Nutzer wie Ebay vorweisen. Und seit letztem Jahr, hat Facebook nun auch die Kleinanzeigen-Funktion für Flohmarkt-Gruppen. Die Furcht, dass Facebook vielleicht mal mit seinen Flohmarkt-Gruppen erfolgreicher sein könnte als eBay mit seinen Kleinanzeigen, ist also nicht unbegründet.

Fazit: Die Plattform bleibt Geschmackssache

Aber ich denke, dass jede Plattform für sich seine Vor- und Nachteile hat. Facebook ist alles andere als anonym, sodass jeder sehen kann was man verkauft – dem einen mag es gefallen und sich als nützlich erweisen, dem anderen eher nicht. Bei eBay trifft man als unregelmäßiger Verkäufer vermutlich auf weniger potenzielle Käufer, da auch die Bewertungen der Verkäufer bei eBay eine wichtige Rolle spielen. Hier muss man allerdings nicht sein komplettes Privatleben mehr oder weniger freiwillig offenlegen, sondern kann relativ anonym genau das tun, was er eigentlich vorhatte: Waren loswerden.

Doch es ist und bleibt Geschmackssache – jeder sollte sich auf den Plattformen bewegen, auf denen er sich am wohlsten fühlt. Bleibt also abzuwarten, wie sich das Rennen zwischen Facebook und eBay noch entwickeln wird. Ich gehe jetzt erst einmal eine Runde Shoppen oder Spaßbieten. 3…2…1…meins!

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Content Garden: Google mit Werbetechnologie Konkurrenz machen

Das Team von Content Garden

Die Wiener Agentur Content Garden versteht sich als Start-up und versucht Lücken von Google auszufüllen. // von Jakob Steinschaden

Über den Dächern Wiens: Das Team von Content Garden.

“Google ist der einzige Ort im Internet, an dem der Leser wirklich ehrlich ist und Fragen eingibt, die ihn wirklich beschäftigen.” Aus Sicht von Lucas Schärf, CEO und Mitgründer der Digitalagentur Content Garden, ist die Suchmaschine natürlich der perfekte Weg, um passende Werbung zu diesen ehrlichen Suchanfragen auszuliefern. Doch in einem kleinen Markt wie Österreich und bei sehr spezifischen Themen hat auch Google ein Problem, so Schärf: “Das Suchvolumen ist begrenzt, es gibt nur eine gewisse Anzahl von suchenden Personen. Und: Nur Leser, die bereits wissen, was sie wollen, werden angesprochen.”

Diese Schwachstelle von Google will Content Garden jetzt mit einer patentierten Werbemethode ausnutzen, die man “Content Driven Advertising” nennt. Dabei werden neutrale Online-Inhalte mit klassischer Digital-Werbung kombiniert, und zwar zum Beispiel so: Auf den Startseiten von großen Online-Medien werden werbeneutrale Artikel-Teaser zum Thema “Elektromobilität”platziert. Klickt ein User auf den Teaser, gelangt er zu einem redaktionell erstellten und neutralen Artikel (nein, kein Advertorial oder dergleichen). Um diesen Artikel herum wird dann zum Thema passende Werbung, wie etwa zum neuen Elektrofahrzeug eines Automobilherstellers, ausgespielt. “Das führt dazu, dass sich der Leser mit der Anzeige beschäftigt, weil sie zum neutralen Umfeld passt und er dadurch einen konkreten Nutzen hat. Werbung ist dann nicht mehr nur lästig”, so Schärf. Anders als bei Google, wo der User bereits eine Kaufabsicht oder zumindest Interesse an einem Thema haben muss, könne man so Interesse an einem Produkt wecken.

“Bisher war Google Search der effektivste Weg, um an Leser mit klarer Intention heranzutreten. Das Problem von Google: Man wirbt immer im Umfeld von Lesern, die bereits Bedarf haben und die Suchvolumen sind limitiert. Über die aktive Distribution von Inhalten über große Reichweiten können wir dieses Volumen vervielfachen und einem einzelnen Werbetreibenden zur Verfügung stellen”, verspricht Schärf. Der Vorteil gegenüber klassischer Online-Werbung: Das Leseverhalten könne zu 100 Prozent gemessen werden, man könne Kampagnen in Echtzeit optimieren, und die Interaktionsraten würden über Durchschnitt liegen.

“Start-up in der Rolle einer Agentur”

Lucas Schärf, CEO und Mitgründer von Content Garden.

Lucas Schärf, CEO und Mitgründer von Content Garden.

Content Garden, das 2013 von Schärf und seinem Mitgründer Sonny Damiri gelauncht wurde, ist heute nicht nur zu einem Team von etwa 15 Mitarbeitern angewachsen, sondern kann schon eine beeindruckende Kundenliste im DACH-Raum vorweisen: Kurier, News, Heute, Format, Mein Bezirk, NÖN, OÖ, Salzburger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, vol.at, Woman – in Österreich fehlt kaum eine reichweitenstarke News-Seite im Portfolio. Auch in Deutschland (Augsburger Allgemeine, Hannoversche Allgemeine, Nordbayerischer Kurier, Rheinische Post, Südkurier, Tagesspiegel) und der Schweiz (u.a. Blick) hat man bereits Kundschaft gefunden, für 2016 ist die Expansion in die USA geplant.

“Content Garden ist definitiv ein Start-up, auch wenn wir uns in der Rolle einer Agentur wiederfinden. In Kooperation mit unserem Technikpartner Contented Technologies (wir haben uns die Exklusiv-Rechte an der Technologie in Europa gesichert) entwickeln wir an neuen Werbemechaniken und Content-Distributionsmöglichkeiten”, sagt Schärf. Contented Technologies wiederum wurde von STRG.at-Chef Jürgen Schmidt und Lucas Schärfs Cousin Boris Schärf, der auch als adverserve-CEO fungiert, gegründet. Bei Content Garden ist seit 2014 Michael Grabner Media (MGM) zu zehn Prozent beteiligt, und MGM wiederum ist als österreichischer Start-up-Investor (u.a. Wikifolio, Runtastic, Pagestrip, Tripwolf) bekannt. Dass Content Garden sich also selbst als Start-up und nicht als nur Agentur sieht, geht insofern in Ordnung.

Eine Frage der Kennzeichnung

Schärfs Content Garden ist wie derzeit immer mehr andere Technologie-Firmen (z.B. auch Outbrain, Gravity, Disqus) im Bereich Native Advertsing und Content Marketing unterwegs und baut auf Partnerschaften mit nationalen Online-Publishern. Dementsprechend wichtig ist die Kennzeichnung der Werbung, die für den Normalverbraucher nicht immer einfach durchschaubar ist. Eindeutig ist die Sachlage nicht.

“Bei Content Driven Advertising nutzen wir auf Teaser-Ebene neutrale Inhalte, um die interessierte Zielgruppe an Hand eines Themas anzusprechen. Hier überlassen wir den Medien, ob sie die Teaser kennzeichnen oder nicht”, so Schärf. “Da der Teaser aber vollständig neutral gehalten ist und kein Werbekunde inhaltlich genannt wird, befinden wir uns in einer noch nie dagewesenen Situation. Mit Content Driven Advertising betreten wir Neuland. In der Werbeindustrie hat es diesen Fall noch nicht gegeben, dass neutrale Inhalte genutzt werden, um Zielgruppen thematisch zu selektieren.”

Die neutralen Inhalte, um die herum die Werbung geschaltet wird, stammen laut Schärf übrigens allesamt aus hochseriösen Quellen. “Der Inhalt bei Content Driven Advertising wird von uns für den Kampagnenzeitraum lizensiert. Es werden also bestehende Inhalte im Netz genutzt, um ein thematisches Content-Umfeld zu erstellen. Die Quellen der Inhalte sind unterschiedlicher Natur”, so Schärf.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Trending Topics”.


Teaser & Images (adapted) by Content Garden (CC BY 2.0).


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Videogeschäft: Facebook und Twitter greifen YouTube an

Youtube logo (adapted) (Image by Andrew Perry [CC BY 2.0] via Flickr)

Mit dem Ausbau ihrer Bewegtbildfunktionen könnten die Social Networks der Google-Tochter YouTube Nutzungszeit und Werbegelder streitig machen. Mehr als eine Milliarde Nutzer pro Monat, sechs Milliarden Stunden Videokonsum pro Monat und 100 Stunden neues Videomaterial pro Minute: Googles YouTube ist auch 2015 noch der unangefochtene Video-König im Netz. Doch wie lange noch? Facebook, Twitter und Snapchat drängen ebenfalls ins Geschäft mit Netzvideos und investieren viel in den Ausbau ihrer Angebote. Mit dem Push in Sachen Bewegtbild könnten sie neue Einnahmequellen erschließen, sich aber auch neue Probleme einhandeln.

 Die Betreiber der führenden Social Networks wollen, dass wir auf ihren Webseiten und in ihren Apps mehr Videos kucken. An der US-Westküste wird zu diesem Zweck aufgerüstet, allen voran Facebook. Die Firma hat kürzlich das Startup Quickfire Networks übernommen, das sich auf die Komprimierung von Videodaten und die Beschleunigung von Video-Uploads spezialisiert hat, und wird Team und Software fortan für sich arbeiten lassen. Der Push seiner Videofunktionen wurde begleitet von einer eigenen Aussendung, die den Videokonsum der Facebook-User bejubelt: Pro Tag würden Nutzer eine Milliarde Clips ansehen, im letzten Jahr sei die Anzahl der Video-Posts pro Kopf um im Schnitt 75 Prozent gestiegen, und die Anzahl der Videos im News Feed soll 2014 etwa 3,6 Mal höher gewesen sein als 2013.

Diese Zahlen sind imposant, aber auch mit Vorsicht zu genießen: Zum einen müssen User nicht immer auf “Play” klicken, um ein Video zu starten, vielmehr starten die Clips von selbst, wenn sie am Bildschirm auftauchen – das erhöht die Nutzung künstlich. Zum anderen werden bei Facebook immer noch viele Clips von den Plattformen Dritter verbreitet – allen voran YouTube und Vimeo. 

20 Sekunden statt 140 Zeichen

Facebooks Konkurrent Twitter will ebenfalls Videofunktionen anbieten. Wie Recode berichtet, soll bereits in wenigen Wochen das Posten von maximal 20 Sekunden langen Clips möglich sein, die man via Smartphone hochladen bzw. mit der nativen Twitter-App drehen kann. Twitter rückt auch immer wieder in den Vordergrund, dass man mit Vine eine starke mobile Video-Plattform anbietet, bei der täglich 12 Millionen Clips veröffentlicht werden. Auch dank der einfachen Einbettung der Spots in die Webseiten Dritter sollen so pro Monat 100 Millionen User Vine-Videos zu Gesicht bekommen.

Nicht vergessen in dem Rennen ums Videogeschäft sollte man die Facebook-Töchter WhatsApp und Instagram. Über die grüne Messaging-App werden täglich mehr als 100 Millionen Videos versandt. Bei Instagram sind viele Millionen der täglich rund 70 Millionen Uploads Videos – wobei das Gros der Nutzer wohl eher Fotos als Bewegtbilder produziert. Im Videogeschäft mitmischen will auch Snapchat aus Los Angeles: Im Mai 2014 haben die Betreiber der bei Jugendlichen populären Messaging-App still und heimlich das Video-Startup AddLive für 30 Millionen US-Dollar gekauft, das sich auf Videochat spezialisiert hat. 

Clips im Hochformat kommen

Dass Facebook, Twitter und Snapchat ihre Videoangebote stärken, wird 2015 Implikationen auf Social Media im Allgemeinen haben. Da ist einmal der Mobile-Aspekt: Videos am Smartphon werden oft nicht im Querformat, sondern im Porträt-Modus gedreht. Im Desktop-Web wirken diese hochformatigen Clips, die in querformatigen Playern dargestellt werden und links und rechts hässliche schwarze Balken haben, gelinde gesagt befremdend. Doch ihr Konsum am Smartphone, das man zumeist im Hochformat hält, macht dann doch Sinn. Bei Facebook werden 65 Prozent der Videos mobil angesehen – dementsprechend viele hochformatige Clips werden wir 2015 sehen.

Für die Betreiber der Social Networks und Messaging-Apps geht es bei Videos um viel Geld. Zum einen müssen sie viel in Server investieren, um die Unmengen an Daten zu speichern, zum anderen tun sich neue Einnahmequellen auf. Derzeit ist die Google-Tochter YouTube der Marktführer beim Video-Advertising und macht Milliarden mit Werbespots, die vor die Videos geschaltet werden. Für YouTube sind Facebook und Twitter mittlerweile wichtige Verbreitungskanäle seines werbefinanzierten Video-Content – wenn die beiden Social Networks nun ihre eigenen Videoprodukte ausbauen, könnte das YouTubes Einnahmen drücken. 

Zensur und Copyright

Facebook und Twitter wiederum könnten mit mehr Videoinhalten die Nutzungszeit ihrer User erhöhen und außerdem Werbung rund um die Clips schalten. Bewegtbildwerbung ist für Firmen und Marken ein besonders wichtiger Kommunikationskanal, weil in Videos anders als in Bannern oder Textanzeigen Emotionen transportiert werden können, die wesentlich zur Kundenbindung und Imagebildung beitragen. Insofern ist es nur logisch, dass die werbefinanzierten Social-Media-Riesen 2015 voll auf Videos setzen.

Der Ausbau von Videofunktionen ist für die Social Networks aber auch ein Spiel mit dem Feuer. Je mehr User Clips hochladen, desto wahrscheinlicher wird es, dass auch urheberrechtlich geschütztes Material veröffentlicht wird. YouTube wurde etwa in Österreich vom TV-Sender Puls 4 verklagt, weil es Geld mit Werbung verdient, die rund um von Fremden hochgeladenen Puls-4-Content geschaltet wird. Ähnliche rechtliche Probleme könnten so auch Facebook und Twitter treffen. Außerdem stellt sich aktuell die Frage der Medien- und Meinungsfreiheit: Das Video aus Paris, das zeigt, wie die “Charlie-Hebdo”-Attentäter einen Polizisten erschießen, ist bei YouTube und Facebook unzensiert in voller Länge zu sehen, während viele europäische Medien davon Abstand nahmen, die schrecklichen Bilder zu zeigen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg schreibt sich groß auf die Fahnen, die Meinungsfreiheit verteidigen zu wollen, sagt aber nichts dazu, dass sein Social Network auf Anfrage von Staaten wie Pakistan, Indien oder der Türkei tausende Inhalte löscht – hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

 


Image (adapted) „Youtube logo“ by Andrew Perry (CC BY 2.0)


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Tersee: Die Suchmaschine made in Germany

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Tersee nennt sich die Echtzeit-News-Suchmaschine aus Deutschland. Mit dieser möchte das gleichnamige Startup niemand geringerem als Google Konkurrenz machen. // von Lukas Menzel

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Der Suchmaschinenmarkt ist in der Hand von Google. Fast 95 Prozent beträgt der Marktanteil des „Quasimonopolisten“ in Deutschland. Doch auch, wenn es somit fast unmöglich scheint gegen den amerikanischen Riesen unter den Suchmaschinen anzukommen, gibt es mit dem Startup Tersee eine deutsche Alternative im Suchmaschinenmarkt – zumindest bei der Suche nach News und aktuellen Ereignissen.

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Was deutsche Ingenieure von Apple lernen können

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Apple verkauft viel mehr als nur Produkte – der Kunde wird Teil eines Kosmos. Die Konkurrenz scheint das nicht zu begreifen. // von Gunnar Sohn

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Das Online-Magazin „Business Insider“ wartet mit einer kleinen Quiz-Frage auf, die selbst Kenner der Technologiebranche aus dem Stegreif nicht korrekt beantworten können. Welches Apple-Produkt wächst am stärksten? Wer jetzt an iPhone oder iPad denkt, liegt falsch. Im E-Commerce über iTunes, iBooks und den App-Store erreicht der Cupertino-Konzern Rekordzahlen. So legte der Verkauf von Nicht-Apple-Produkten im ersten Quartal 2014 um 19 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar zu. Auf das gesamte Jahr gerechnet kommt man auf über 16 Milliarden Dollar – da schrumpfen selbst E-Commerce-Ikonen wie Zappos mit einem Jahresumsatz von zwei Milliarden Dollar zu Zwergen.

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Apple unter Beschuss: Der chinesische Klon Xiaomi kommt

Xiaomi Smartphone (Bild: Xiaomi)

Nach Samsung muss Apple nun einen weiteren Konkurrenten fürchten: Xiaomi nagt langsam an Apples etablierter Zweitplatzierung. // von Philipp Biel

Xiaomi Smartphone (Bild: Xiaomi)

Xiaomi – eine Firma die hierzulande kaum jemanden ein Begriff ist. Dennoch ist sie mit knapp sechs Prozent Marktanteil der weltweit drittgrößte Smartphone-Hersteller. Auf der chinesischen World Internet Conference nun der Eklat: Mitbegründer und CEO Lei Jun greift in aller Öffentlichkeit Apple und Samsung an. „Bis spätestens 2025 wird man die Nummer 1 unter den Smartphone-Herstellern sein„, so Lei. Der Klon aus China, wird er zu Gefahr für Apple und Samsung?

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5 Lesetipps für den 14. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Googles Telemedizin, Startups im Sicherheitssektor, YouTubes neues Creator Space, den größten Konkurrenten von Google und den Datenschutz von Messengern. Ergänzungen erwünscht.

  • TELEMEDIZIN Spiegel Online: Google Telemedizin: Virtuelle Sprechstunde statt Selbstdiagnose: Bei Google kann jetzt nicht nur mehr nach Krankheiten gesucht werden, sondern besorgte Suchmaschinennutzer können nun auch direkt per Videochat mit medizinischem Personal sprechen. Momentan befindet sich der Dienst, der eine Spezialanwendung von Google Helpout ist, zwar noch in einer Testphase, doch soll es in Zukunft auch möglich sein, dass Ärzte über Google Helpout ihre Dienstleistungen anbieten können. Ein Einsatz in Deutschland dürfte jedoch unwahrscheinlich sein, da es hierzulande verboten ist, Fernbehandlungsmaßnahmen durchzuführen.

  • STARTUPS Die Welt: Internet-Sicherheit : So verdienen Start-ups am deutschen Datenschutzwahn: Die Deutschen fangen endlich an, sich Gedanken um ihre Daten im Internet zu machen. Aus diesem Grund wollen nun zahlreiche Startups in diesem lukrativen Marksegment Fuß fassen. So verbannt beispielsweise die Software Mynigma unerwünschte Mitleser aus privaten E-Mails und Everbase möchte eine sichere Alternative zu Dropbox anbieten. Die deutschen Startups haben dabei gute Chancen, sich auch international zu behaupten, denn Sicherheit made in Germany sei inzwischen eine Marke geworden. Auch die Investoren haben den zukunftsträchtigen Markt erkannt, auch wenn in Deutschland bislang noch zurückhaltend agiert wird.

  • YOUTUBE New York Times: YouTube Takes Manhattan: Die weltweit größte Videoplattform YouTube hat angekündigt, Anfang November in Manhattan, New York ein weiteres YouTube Creator Space zu eröffnen. In dem Creator Space soll es neben Produktionsstudios und einer Video-Universität auch ein BrandLab geben. In diesem sollen erstmals auch Marken die Möglichkeit bekommen, mit den Creators Kontakt aufzunehmen und diesen zum Beispiel neue Produkte zu präsentieren. Das YouTube Creator Space in New York ist dabei das erste Produktionsstudio der Google-Tochter an der Ostküste der USA. 

  • KONKURRENZ Cnet: Google’s ‚biggest search competitor‘ is Amazon, says former CEO: Google hat so ziemlich jedes Technologieunternehmen als Konkurrent. Doch nicht die Suchmaschinenanbieter Bing oder Yahoo gehören zu den Hauptkonkurrenten von Google, sondern inzwischen ist Amazon der größte Wettbewerber im Suchmaschinensektor, wie Eric Schmidt verkündete. So würden sich sehr viele Menschen auf Amazon über Produkte durch Rezensionen oder die Produktseiten informieren. Vor allem die letzten Entwicklungen von Amazon dürften den Wettbewerb zwischen Google und dem größten Onlineversandhändler verschärft haben, denn erst vor wenigen Monaten hatte Amazon den Online-Streaming-Dienst Twitch aufgekauft sowie angekündigt, eine eigene Werbenetzwerkplattform aufzubauen.

  • DATENSCHUTZ Golem: Datenschutz: Was der Online-Status bei Messengern wie Whatsapp verrät: Wie Informatiker der Hochschule und Universität Ulm herausfanden, verrät der Online-Status bei Messengerdiensten wie WhatsApp weitaus mehr als nur den reinen Online-Status. So konnten die Forscher nur anhand der Daten den kompletten Tagesablauf eines Anwenders rekonstruieren und feststellen, wann eine Person aufsteht, arbeitet oder eine Party besucht. Ebenfalls konnte bei der Untersuchung auch erkannt werden, wer mit wem Kontakt hatte. Laut den Informatikern funktioniere aber eine solche Auswertung nur bei kleinen Personengruppen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Arduino und Raspberry Pi – Freund oder Feind?

arduino mega (adapted) (Image by Tomi Knuutila [CC BY 2.0] via Flickr)

Stehen Arduino und Raspberry Pi in Konkurrenz? – Nicht wirklich! Die Plattformen Arduino und Raspberry Pi scheinen auf den ersten Blick fast identisch zu sein. Laut einiger Meinungen der Arduino-Nutzer sei der Raspberry Pi eine Art Eindringling in den Anwendungsbereich, der für das Arduino vorgesehen war. Daher sieht sich die Raspberry Pi Stiftung mit der Kritik konfrontiert, dem Arduino Konkurrenz zu machen. Wenn man sich allerdings näher mit den Charakteristika der beiden Geräte beschäftigt, wird recht schnell klar, dass es sich bei den beiden Produkten im Grunde nicht um Konkurrenz im eigentlichen Sinne handelt.

Die Idee des Raspberry Pi ist die, dem Nutzer den Bereich der Informatik im Bereich Programmierung als auch Technik, besonders in schulischer Hinsicht, interessant zu machen und Menschen dazu zu motivieren, die Computerprogrammierung zu erlernen und die Basis eines PCs besser zu verstehen. Demnach handelt es sich hierbei um eine Art Lehrobjekt, wenn es nicht gerade von den vielen Technikfreaks dazu genutzt wird, außergewöhnliche Projekte damit in die Tat umzusetzen.

Der Arduino hingegen wurde konzipiert, um hauptsächlich von Grafikern und Designern, aber auch von Hobbybastlern genutzt zu werden. Das Wesentliche dieses Gerätes ist die Interaktivität, die der Arduino ermöglicht. Er kann die Umwelt erfassen und auf sie einwirken, sprich er ermöglicht es, mit der Umwelt zu interagieren. So lassen sich z.B. Lichtinstallationen realisieren, man kann Motoren oder sonstige elektromechanische Teile antreiben und vieles mehr.

Das eine ist also ein Gerät zur Einführung in die Welt der Informatik, während die Produzenten des anderen eigentlich voraussetzen, dass bereits Basiswissen vorhanden ist. Demnach gibt es auch Unterschiede in Hard- und Software, die dafür sorgen, dass die Anwendungsbereiche der Geräte weitaus differieren. Beim Arduino kommt ein Mikrocontroller zum Einsatz und er ist auch alleinstehend funktionsfähig.

Der Raspberry Pi hingegen besitzt einen Anwendungsprozessor und fungiert daher, angeschlossen an einen Bildschirm, als normaler Desktop. Er läuft auf Linuxbasis und hat Ethernet, weshalb er auch durchaus als kostengünstiger Heim-PC für Nutzer, die nur darauf schreiben und ins Internet gehen, genutzt werden könnte.

Natürlich verändert die Veröffentlichung des Gertboard, einer Erweiterungsplatine, die am Raspberry Pi anwendbar ist, die Situation ein wenig. Durch diese Art von Ergänzung wird der RasPi dem Arduino ähnlicher und kann nun auch mit der Umwelt interagieren. Das heißt aber noch lange nicht, dass es sich deshalb um Konkurrenz handelt. Ganz im Gegenteil, laut Raspberry Pi Entwicklern und Kennern der beiden Produkte lassen sich diese perfekt kombinieren, um miteinander zu kommunizieren. Die Zusammenarbeit der Beiden hat bereits begonnen und einige Projekte sind schon in der Entwicklungsphase. Zum Beispiel kann man die beiden Geräte zusammenschließen, um ein Alarmsystem mit Soundausgabe zu basteln. Viel unterhaltsamer ist natürlich die Realisierung einer Bierdosentastatur, wie es Gizmodo berichtet hat.

Fazit: die Anwender sollten hier das letzte Wort sprechen und haben es bereits getan. Viele sehen die beiden Geräte als eine Möglichkeit statt eine Konkurrenz an. Auf Robosphere.de stehen auch z.B. schon einige Anregungen, wie man mit den beiden Knirpsen zusammen Robotik betreiben kann. Das ist allerdings auch schon fortgeschrittenes Niveau für Leute, die auch nicht davor zurückschrecken, mit Vishay Elektronikeinzelteilen herumzutüfteln, um Geräte zu realisieren, die sicher das Interesse des ein oder anderen jungen Menschen an der Elektronik wecken. Viel Spaß beim Inspirieren lassen.


Über den Autor:

Marco Schäfer studiert Elektrotechnik in den letzten Semestern und macht gerade ein Auslandssemester in Italien. Er informiert sich gerne über die neuesten Entwicklungen auf dem Markt für Elektronikbastler und der Informatik. Wenn er nicht gerade versucht, sich als Schreiber zu verausgaben, tut er das auf dem Fußballfeld.


Image (adapted) „arduino mega“ by Tomi Knuutila (CC BY 2.0)


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