Blogger sind Meinungsführer. Aber wer braucht die schon?

Marketing- und PR-Agenturen richten ihre Aufmerksamkeit gerne auf Meinungsführer: Schauspieler, Musiker, Personen des öffentlichen Lebens – und seit einiger Zeit auch verstärkt auf Blogger. Die Idee dahinter ist leicht verständlich, kann man doch die breite Masse an Verbrauchern auf diese Weise indirekt ansprechen und dabei das Marketingbudget schonen. So zumindest die weit verbreitete Überzeugung, der auch Malcolm Gladwell in seinem Bestseller „The Tipping Point“ anhängt.

Alles Quatsch, sagt Duncan Watts. Watts ist Netzwerkforscher und Autor des Buchs „Six Degrees: The Science of a Connected Age„, derzeit arbeitet er bei Yahoo.

Seine bahnbrechende These: Meinungsführer, die sogenannten Influentials, haben nicht wirklich großen Einfluss auf andere. Sie spielen beim Entstehen eines Trends eigentlich überhaupt keine Rolle. Trends entstehen, so Watts, nicht wegen einiger weniger Influentials, sondern einzig und allein, weil die Gesellschaft reif ist für eben diesen Trend.

Wenn Trends aber nicht durch einige besonders überzeugende Meinungsführer gesetzt werden, sondern einfach weil die breite Masse besonders empfänglich für eine Idee ist, dürfte für viele Marketer eine Welt zusammenbrechen. Watts indes empfiehlt, sich einfach direkt an die Masse zu wenden – indem jeder Einzelne die Chance bekommt, Produkte, Ideen und Trends an den Freundeskreis weiterzuleiten. Social Bookmarking, anyone?

Den ganzen Artikel bei Fastcompany.com lesen: Is the Tipping Point Toast?

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Peter Bihr

Peter Bihr

war Netzpiloten-Projektleiter von 2007-2010. Heute hilft er als freier Berater Unternehmen, ihre Strategien erfolgreich ins Netz zu übertragen. Über Social Media und digitale Kultur schreibt und twittert Peter auch privat unter TheWavingCat.com.

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