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Razer Blade 15 – Neues Basismodell mit Ethernet und dualem Speicher

Razer bringt im November ein neues Basismodell für sein Blade 15 auf den Markt. Der Preis des neuen Modells ist deutlich geringer, obwohl Razer dem Blade 15 erstmals einen Ethernet-Anschluss spendiert. Im Gegensatz zu den bisherigen Modellen wird der Speicher in eine SSD (128 GB bzw. 256 GB) und eine HDD (1 TB, bzw. 2 TB) geteilt.

1.699,99 Euro, bzw. 1.879,99 Euro kosten die Varianten des Basismodells.

Mit einer NVIDIA GeForce GTX 1060 Max-Q ausgestattet, reicht die Grafikpower nicht ganz an die teuersten Modelle heran. Diese haben eine GeForce 1070 verbaut, sind aber mit 2.449,99 Euro und mehr deutlich teurer. Auch beim Bildschirm muss bei den Varianten des neuen Modells mit 60 statt 144Hz vorliebgenommen werden. Die Tastatur setzt statt einer Beleuchtung der einzelnen Tasten im neuen Basismodell auf eine Zonenbeleuchtung.

Durch das veränderte Innenleben kommt das neue Blade 15 mit einer preiswerteren Kühlung aus und braucht nur noch ein 180W Netzteil. Die anderen Modelle benötigen 200W, bzw. 230W.

Mit 65Wh statt 80Wh fällt die Akkuleistung des neuen Modells geringer aus. Trotzdem wird die Laufzeit, wie bei den bisherigen Modellen mit bis zu 6 Stunden angegeben.

Insgesamt klingt das neue Basismodell nach einer sinnvollen Ergänzung. Mit Einsparung in einzelnen Bereichen sind die Varianten deutlich günstiger ohne großartig Leistung einzubüßen.

 


Images by Razer

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Toshiba Tecra X40-D-10R: Business-Ultrabook mit edlem Look

Toshiba Tecra X40-D-10R

Schlank und schnittig, dünn und edel – so kommt das neue 14-Zoll-Business-Ultrabook aus der Tecra-Reihe von Toshiba daher. Das zu testende Modell mit dem zugegebenermaßen etwas unhandlichen Namen Tecra X40-D-10R will sich unterwegs und fürs Büro bewähren. Der japanische Tech-Gigant Toshiba hatte in der letzten Zeit vor allem gegen die US-Konkurrenz bei Apple und Microsoft zu kämpfen. Schließlich kamen noch Firmen wie Lenovo und Dell hinzu und beleben den Markt mit sehr schlanken Net- und Ultrabooks zu günstigen Preisen. Toshiba setzt stattdessen auf den Businesslook und will mit hochwertigen Netbooks in schmalen Kleid glänzen. Wir haben unter die Magnesium-Haube der schlanken Rechenmaschine aus der Tecra-Reihe geschaut und das Toshiba Tecra X40-D-10R getestet.

Schön schlank und leicht: Das Tecra X40-D-10R. Image by Anne Jerratsch

Notebook für’s leichte Gepäck

Das Toshiba Tecra X40-D-10R fällt schon beim Auspacken durch seine leichte Bauweise auf, wirkt aber dennoch sehr stabil und hochwertig verbaut. Mit seinen gerade mal 1,25 Kilogramm ist das Ultrabook außerdem ein echter Segen für alle, die viel unterwegs sind und jede Menge Gepäck mit sich schleppen müssen. Mit seinen gerade mal 14 Zoll passt der schmale Rechner in jedes Handgepäck und bildet einen guten Kompromiss zwischen den gängigen Größen. Das stabile Gehäuse aus mattem onyx-blau gebürstetem Magnesium im Hairline Design wirkt zugleich schlicht und hochwertig, das Logo fügt sich eher unauffällig am unteren Rand der Displayklappe ins Gesamtbild ein.

Toshiba Tecra X40-D-10R: Das ist drin

Das Toshiba Tecra X40-D-10R hat Power, so viel lässt sich mit Fug und Recht behaupten. Mit einem flotten Intel Core i7-Prozessor und der Intel HD Graphics 620-Grafikkarte ist das Toshiba Tecra X40-D-10R sehr flüssig und zuverlässig unterwegs. Je nach Ausstattung kann der Nutzer die Prozessorgeschwindigkeit steuern. Die Konfiguration meines Testgeräts ist angenehm leise und läuft bei normaler Benutzung nicht heiss.

Das Kreuz mit den Tasten

Beim Keyboard schlagen bei mir zwei Herzen in einer Brust: Die Tastaturbeleuchtung ist eine Freude für alle Vielschreiber. Die Tasten aus edlem Magnesium besitzen einen guten Druckpunkt und tippen sich leicht und flink. Allerdings ist die Aufteilung zwischen Zifferntasten, Space-Bar und Entertaste nicht optimal, so dass man gerade bei erhöhter Schreibgeschwindigkeit gerne mal danebenhaut. Das ist etwas nervig, spätestens bei den so oft stiefmütterlich behandelten Pfeiltasten wird die Toshiba-Tastatur aber zum echten Ärgernis. Auch die beiden Mausersatz-Tasten oberhalb des Touchpads sind oft schwergängig und trotz der geringen Größe es Laptop-Korpus eher schlecht zu erreichen. Vielleicht brauchen Business-Menschen diese Tasten nicht oft, ich jedoch arbeite in der Regel ohne Maus, sondern nur mit Touchpad und muss beim Scrollen von Seiten oft genau diese Tasten nutzen – wenn ich sie denn treffe.

Nie mehr ohne: Touch-Display für mehr Komfort

Um so mehr kommt mir die Touchscreen-Funktion des Tecra X40-D-10R zugute. Sie reagiert punktgenau und in Sekundenbruchteilen. Der Bildschirm kommt mattiert daher, so dass man auch problemlos draußen in der sonne ohne nervigen Spiegeleffekt arbeiten kann. Zudem ist er mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel und 157 PPI Pixeldichte zwar nominell scharf. Da ging aber aus meiner Sicht mehr. Zudem ist das Display zwar gleichmäßig hell erleuchtet, dürfte aber trotzdem gern heller sein.

Ferner können die Scharniere das Toshiba Tecra X40-D-10R nicht ganz mit dem enorm flexiblen Yoga-Book von Lenovo oder den Tablet-Hybriden von Microsoft mithalten. Der Einblickwinkel ist immerhin weit genug, so dass man auch auch in einer schrägen Position vor dem Laptop etwas erkennen kann. Schade ist es dennoch, dass Toshiba auf die Möglichkeit verzichtet, die Scharniere etwas flexibler zu gestalten.

Die kleinen Dinge zählen

Die Anschlüsse sind solide verarbeitet und erfüllen so ziemlich alle Ansprüche: Insgesamt drei Anschlüsse vom Typ USB 3.0 sorgen für Datenaustausch in Windeseile. Zudem hat Toshiba daran gedacht, einen Thunderbolt-Anschluss zu verbauen, dessen Nutzen immer vielfältiger wird. Waren bis vor wenigen Jahren nur Apple-Geräte mit dem Anschluss bestückt, setzt sich der Universal-Anschluss langsam immer weiter durch, beispielsweise für externe Bildschirme. Alternativ kann mit der HDMI-Buchse ein TV-Signal ausgegeben werden. Standardmäßig ist auch ein 3.5mm Klinkenanschluss für den Audiogenuss verbaut.

Das Auslesen von microSD-Speicherkarten klappt zuverlässig mittels der Schnittstelle am rechten Rand. Für zusätzliche Sicherheit für den Nutzer sorgt ein Fingerabdruck-Scanner, der komfortabel auf dem Touchpad aufgebracht ist. In bester Lenovo-Thinkpad-Manier befindet sich mitten auf der Tastatur auch ein kleiner Trackball aus blauem Gummi, der allerdings etwas Optik stört. Hier sollen wohl die Business-Menschen in Sachen Design abgeholt werden, ich hingegen habe eine solche Funktion nie gebraucht oder vermisst. Immerhin nimmt der Gummipunkt nicht zu viel Platz weg.

Die eingebaute Displaykamera mit gerade mal 0,9 Megapixeln verfügt über eine Infrarot-Funktion und soll sogar Gesichtserkennung beherrschen, die ich jedoch nicht ausgiebig getestet habe. Ein Test-Selfie sorgte dafür, dass ich mich danach erst einmal ausgiebig im Spiegel betrachtete: So farblos und pixelig sehe ich nicht einmal morgens vor dem ersten Kaffee aus. Selbstverständlich erwartet bei einer Webcam niemand ein fotografisches Wunder, aber für ein Gerät der Businesspreisklasse müsste schon mehr geboten werden.

Mal wieder Sorgenkind: Schwacher Akku, schwache Leistung

Das eigentlich Wichtige bei einem Business-Notebook ist nicht nur das schnieke Aussehen, sondern dass es funktioniert. Und zwar möglichst lange. Leider kann das Toshiba Tecra X40-D-10R genau diese Funktion nicht über die Maße bieten. Einen normalen Arbeitstag hält das schlanke Ultrabook auch bei nicht rechenintensiven Aufgaben nicht durch. Bei meinem Test kam ich gerade mal auf knappe vier Stunden, bevor der Akku nach neuem Saft verlangte. Mein Testgerät war zwar nicht fabrikneu, jedoch sollte gerade bei häufigem Gebrauch eine gewisse Akkuleistung geboten werden. Zwar verspricht der Hersteller von einem dreizelligen 48 Wh-Gerät, allerdings wird auch hier die maximale Laufzeit mit gerade mal 10 Stunden angegeben. Dass sich bei einem dünnen, leichten Netbook die Katze in den Schwanz beißt, wenn es zugleich gut aussehen und kraftvoll funktionieren soll, ist seit vielen Jahren hinlänglich bekannt – dass Toshiba aber in Sachen Laufzeit derart schwächelt, überrascht dann doch.

Test-Fazit Toshiba Tecra X40-D-10R

Mit dem Tecra X40-D-10R tut sich Toshiba nicht sonderlich gegenüber der Konkurrenz hervor. Zwar zeigt das Ultrabook eine sehr solide Leistung und ist durchaus schick anzuschauen, etwas wirklich Besonderes kann das Tecra X40-D-10R aber leider nicht bieten. Die für mich unpassende Aufteilung der Tastatur mag Geschmackssache sein, doch der objektiv schwache Akku und das wenig helle Display sind für den verhältnismäßig hohen Preis von 1495 Euro eher enttäuschend. Toshiba muss hier dringend nachbessern, um nicht den Anschluss zu den anspruchsvollen Kunden zu verlieren.

Das Toshiba-Ultrabook bei Amazon (Provisions-Link)


Images by Anne Jerratsch

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  • DATA heise: Dynamische IP-Adressen sind laut BGH personenbezogene Daten: Der Bundesgerichtshof (BGH) hält dynamische IP-Adressen von Website-Besuchern für datenschutzrechtlich geschützte personenbezogene Daten. Dies stellt das höchste deutsche Gericht in einem heute gesprochenen Urteil klar. Es folgt damit einem im Oktober 2016 ergangenen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in derselben Sache. In dem Fall geht es um eine gerichtliche Auseinandersetzung des Piraten-Politikers Patrick Breyer gegen die Bundesrepublik Deutschland. Breyer möchte, dass die Websites des Bundes aufhören, IP-Adressen der Besucher ohne Einwilligung drei Monate lang zu speichern und damit Tracking zu ermöglichen. Letztlich geht es dem Datenschützer um ein generelles Verbot von IP-Logging ohne konkrete Einwilligung.

  • HASS golem: Facebook-Gesetz auf der Kippe : Heiko Maas (SPD) will noch in dieser Legislaturperiode das sogenannte „Facebook-Gesetz“ beschließen lassen. Allerdings ist die Frist dafür bereits verstrichen – streng genommen wäre der letztmögliche Termin Mitte Februar gewesen. Er ist dennoch zuversichtlich, dass das Gesetz noch beschlossen werden könnte. Jedoch droht schon jetzt Kritik von Seiten der CDU sowie von anderen SPD-Politikern.

  • TWITTER t3n: Twitter: Mitgründer Biz Stone kehrt zurück Im März 2006 hatte Jack Dorsey gemeinsam mit den Co-Gründern Biz Stone und Evan Williams den Microblogging-Dienst Twitter. Dorsey trat 2008 als CEO zurück, den Posten übernahm Williams, der ihn im Herbst 2010 wieder abgab. Biz Stone verließ Twitter im Jahr 2011. Jetzt, knapp zwei Jahre nach Jack Dorsey, kehrt Stone zu Twitter zurück, wie er am Dienstag in einem Blogeintrag bei Medium bekannt gab. In ein paar Wochen starte er „full time“ bei Twitter, schreibt Stone. Er werde sich künftig um die Unternehmenskultur kümmern – „that energy, that feeling“. Der genaue Jobtitel von Stone ist unklar, einem Insider zufolge, den Recode zitiert, wird der Twitter-Co-Gründer unter CMO Leslie Berland arbeiten und ihr bei der internen Kommunikation und dem Aufrechterhalten der Moral in der Firma helfen.

  • APPLE Welt: Apple kurz vor Vorstellung von drei neuen MacBooks : Apple wird wohl bei der Entwicklerkonferenz im Sommer drei neue Laptops vorstellen. Das berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertrauten Menschen. Das MacBook Pro wird einen schnelleren Kaby-Lake-Prozessor von Intel bekommen, sagten die Insider. Apple arbeitet auch an einer neuen Version des 12-Zoll-MacBooks mit schnelleren Intel-Prozessoren. Zudem werde im Unternehmen auch über eine verbesserte Version der populären 13-Zoll-Version des MacBook Air nachgedacht. Die Nachfrage nach Apples günstigstem Notebook ist überraschend stark, sagte einer der Insider. Weder Apple noch Intel wollten die Informationen zunächst kommentieren.

  • CYBERMOBBING Zeit: Ist doch nicht so schlimm, machen doch alle: Eine am Dienstag veröffentlichte, nicht repräsentative Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing kommt nach Befragung von über 3.000 deutschen Eltern, Lehrern und Schülern zum Ergebnis: Etwa 13 Prozent der Schüler sind schon online gemobbt worden. Auf einen ähnlichen Befund kam die Entwicklungspsychologin Anja Schultze-Krumbholz. Sie hatte in ihrer Dissertation verschiedene deutsche Studien verglichen.
    Laut Bündnis gegen Cybermobbing sind 14-Jährige am häufigsten betroffen, aber auch 7-Jährige machen schon Erfahrungen mit Cybermobbing. Jeder zehnte Lehrer sagt, er habe regelmäßig damit zu tun, jeder zweite Lehrer habe es schon einmal erlebt.

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Notizen besser managen: OneNote und Evernote im Vergleich

Notizen (adapted) (Image by congerdesign (CC0 Public Domain) via Pixabay)

Wer viele Texte schreibt, legt meist viele Notizen dafür an. Zwar laufen nicht bei jedem Nutzer ganze Romane auf der Tastatur heiß. Aber die Frage nach dem Management von Text-Material ist für Autoren fundamental. Als Newcomerin unter den Autoren suche ich für mich die ideale Möglichkeit, Notizen zu organisieren. In den Schubladen meines Schreibtischs befinden sich diverse angefangene Notizbücher. Diese konsequent zu führen – daran bin ich immer wieder kläglich gescheitert. Immer wenn ich es brauche, ist das gedruckte Notizbuch dann doch wieder nicht zur Hand. Eine digitale Lösung soll jetzt Abhilfe schaffen.

Auf meinem neuen Laptop mit Windows 10 ist OneNote vorinstalliert. Zudem bin ich im Zuge einer Recherche für einen Netzpiloten-Artikel auf die Software Evernote gestoßen. Beide Programme habe ich nun auf ihre Tauglichkeit getestet, um herauszufinden, welche Notiz-App ich in Zukunft am besten nutzen kann. Als Android- und PC-Nutzer war mir die plattformübergreifende Synchronisation wichtig. Daher lege ich darauf einen Schwerpunkt.

OneNote: digitaler Alleskönner für lau

OneNote ist ein digitales Notizbuch aus dem Hause Microsoft. Das Schöne daran ist, dass es für mehrere Plattformen erhältlich ist. Unter Windows gibt es sogar zwei Versionen. Ich habe die vorinstallierte OneNote-App ohne Namenszusatz verwendet. Die Variante „OneNote 2016“ verfügt über zusätzliche Features für Spezialfälle. Zudem ist OneNote am Computer auch im Browser nutzbar. Das Programm ist auch als App für Smartphones und Tablets mit Android im Google Play Store verfügbar. Damit kann ich meine Notizen also auch unterwegs festhalten. Sogar handschriftliche Einträge akzeptiert das Programm. In allen Fällen ist das Programm gratis nutzbar. Zu einem Upgrade auf die kostenpflichtigen Office-Programme von Microsoft werden Nutzer nicht gedrängt.

Screenshot by Jennifer Eilitz
Der Aufbau von OneNote. Screenshot by Jennifer Eilitz

Bei OneNote müssen Nutzer nicht, wie bei den meisten Schreibprogrammen, ganz akkurat von oben nach unten arbeiten, sondern können an jeder freien Stelle eine Notiz beginnen. OneNote lässt sich zudem mit anderen Office-Anwendungen integrieren, sodass die Notizen etwa auch in ein Word-Dokument importiert werden können.

Neben den Notizbüchern kann ich auch verschiedene Reiter erstellen und auch hier mit den dazu passenden Seiten, Unterseiten oder Kapiteln füllen. Übersichtlicher ist es natürlich, wenn man verschiedene Notizbücher zu unterschiedlichen Arbeiten anlegen will. So kann ich neben meiner Arbeit als Autorin auch meine Notizen für die Uni unterbringen. Gelungen ist vor allem, dass ich nicht nur Text-Schnipsel verwalten, sondern auch Dateien und gar Fotos hinzufügen kann. Auf diese Weise kann ich alles Wichtige an einen Ort bündeln.

Praktische Features

Neben dem Textmarker kann der Nutzer auf Wunsch auch seinen Hintergrund wie einen Schreibblock erscheinen lassen – sowohl mit liniertem als auch mit kariertem Papier, was das Notizbuchflair noch einmal unterstreicht. Wer OneNote lieber als Stütze für To-Do-Listen nutzen möchte, kann dies natürlich auch und anschließend die erledigten Aufgaben in den Kästchen abhaken.

Gute Synchronisation zwischen Smartphone und PC

Die Smartphone-App von OneNote bietet zwar weniger Features als die Windows-Version, erweist sich in meinem Praxistest dennoch als sehr nützlich. Notizen können einfach eingetippt und automatisch gespeichert werden. Ich kann mit ihr zeichnen, Bilder aus dem Web ausschneiden, To-Do-Listen erstellen.

Synchronisation in OneNote zwischen Smartphone und PC;.Screenshot by Jennifer Eilitz
Synchronisation in OneNote zwischen Smartphone und PC. Screenshot by Jennifer Eilitz

Besonders überzeugt hat mich das schnelle Synchronisieren zwischen Smartphone und PC. Sobald ich eine Notiz eingebe oder eine Notiz ergänze, dauert es nur ein paar Sekunden, ehe ich die Änderung auf dem jeweils anderen Gerät sehen kann. Außerdem eignet die App sich auch super, um Bilder zwischen Smartphone und PC hin und her zu verschieben.

Zudem bietet die App noch ein zusätzliches Feature: OneNote Badge. Dabei handelt es sich um eine Direktverknüpfung für den Home-Bildschirm meines Smartphones. Damit kann ich eine schnelle Notiz eingeben, indem ich lediglich auf den Badge-Button klicke und unter ’schnelle Notiz‘ meine Gedanken festhalte. Möchte ich diese Notiz in der OneNote-App übernehmen, so erscheint sie dort auch wenige Sekunden später.

Evernote: Mächtig aber unübersichtlich

Eine populäre Alternative zu OneNote ist Evernote. Wie das Programm von Microsoft kann ich auch diese Anwendung sowohl auf meinem Smartphone und Tablet mit Android als auch auf dem PC nutzen. Evernote ist als App und als Browser-Version verfügbar.

Evernote Browserversion NotizbA?cher (Screenshot by Jennifer Eilitz)
Evernote Browserversion. Screenshot by Jennifer Eilitz

Es gibt Evernote in verschiedenen Ausführungen. Ich habe bisher die kostenlosen Versionen, also die Browserversion, Windows-App und Android-App getestet. In der Plus-Variante (30 Euro pro Jahr) und Premium-Variante (60 Euro pro Jahr) erhalten Anwender zusätzliche Funktionen. Dazu zählen etwa die Offline-Nutzung, detailliertere Suchmöglichkeiten und einen Kundensupport per Mail. Auch ohne diesen Aufpreis lässt sich Evernote jedoch im Alltag prima nutzen.

Ebenso wie in OneNote habe ich hier viele Features, die mir helfen sollen, meine Notizen unterzubringen und zu ordnen, To-Do-Listen zu erstellen, Fotos aufzunehmen und Schlagwörter zu erstellen. Zudem bietet Evernote ein paar mehr Bedienelemente und Werkzeuge, wie beispielsweise Sprachnotizen aufnehmen oder auch eine Erinnerungsfunktion.

Synchronisation Smartphone und PC Evernote
Synchronisation Smartphone und PC Evernote. Screenshot by Jennifer Eilitz

Als praktisch empfinde ich die Möglichkeit, meinen Evernote-Account mit meinem Google-Account zu verknüpfen. Das erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Notizprogramm und der Textverarbeitung von Google. Und ganz im Stil von Google Docs können auch bei Evernote mehrere Nutzer auf meine Notizen zugreifen und bearbeiten, wenn diese für andere Personen freigegeben werden.

Die Bedienung könnte intuitiver gestaltet sein

Mir gefällt die Browserversion am besten. Sie ist sehr übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. Hingegen die Apps für Windows und Android sind für meinen Geschmack weniger selbst erklärend aufgebaut. Die Struktur könnte gern intuitiver gestaltet sein. Viel zu oft klicke ich sinnlos hin und her, um nach den entsprechenden Notizen zu suchen. Und im Vergleich zu OneNote gibt es hier in der Menüleiste mehr Bedienungsoptionen, in die ich mich erst einmal hineinarbeiten muss.

Screenshot by Jennifer Eilitz
Evernote Windows-App für den PC. Screenshot by Jennifer Eilitz

Das Synchronisieren zwischen den verschiedenen Zugängen erfolgt meines Erachtens ebenso schnell, wie bei OneNote. Im Praxistest fällt mir jedoch auf, dass die Darstellung von Bildern nicht optimal ist. Die Bilder, die ich auf dem Smartphone in der App hinterlege, erscheinen auf dem PC viel zu groß. Eigenhändig anpassen kann ich das Bild dann aber leider nicht mehr.

Fazit

Beide Alternativen sind leistungsstarke Notiz-Apps. Allerdings sollte sich jeder, der mit einer der Apps arbeiten möchte, überlegen, was er von einem Programm erwartet und vor allem: wie viel. Ich persönlich bin eher der Typ, der einen einfacheren Aufbau und eine einfachere Übersicht präferiert. Daher eignet sich für mich OneNote besser, weil ich meine Arbeit hier einfacher anlegen, ordnen, verwalten und überblicken kann. Zudem ist die App für das Smartphone ebenso gut gestaltet wie praktisch. Als Ergänzung für die PC-App oder auch zum alleinigen Gebrauch sehr empfehlenswert.

Evernote ist meiner Meinung nach sehr gut für größere Projekte geeignet. Gerade Unternehmen profitieren von diesem Programm, da man sich hier mit anderen Nutzern verbinden und mit ihnen zusammenarbeiten kann. Die Übersicht ist mir etwas zu ungeordnet und optisch nicht ganz so ansprechend. Die Browserversion hingegen schon eher. Auch die App für das Smartphone ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen, wie die von OneNote, da auch hier die Übersicht und die Handhabung etwas komplizierter ist. Bei der Synchronisation hingegen, stehen sich meines Erachtens OneNote und Evernote in Sachen Schnelligkeit in nichts nach.

Wer es schnell, einfach und etwas farbenfroher mag, der ist bei OneNote gut aufgehoben. Wer allerdings viel Wert auf Features und mehr Auswahl legt, der sollte sich besser bei Evernote anmelden.


Image „Notizen“ (adapted) by congerdesign (CC0 Public Domain


Dieser Text erschien zuerst auf unserer Schwesterseite Androidpiloten.

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  • 33C3 sueddeutsche: Alle Computer sind kaputt: Aus dem Internet kommt, wie immer bei diesem Kongress, noch eine Frage. Ein Mitarbeiter des Chaos Computer Clubs (CCC) verliest sie, des großen deutschen Hackervereins. Es ist die Frage, die sich alle im Saal stellen, aber Jessy Campos auf dem Podium mag sie nicht beantworten. Die Frage lautet: Waren es die Russen? Es ist kurz vor Mitternacht auf dem Jahreskongress des CCC in den Tiefen des Hamburger Kongresszentrums. Campos ist Experte für IT-Sicherheit. Er hat die Software analysiert, mit der in den USA die Demokratische Partei gehackt wurde, in Deutschland der Bundestag und mehrere andere Systeme. Die amerikanische Regierung spricht von digitaler Vergeltung. Campos beantwortet die Frage in Hamburg nicht.

  • TWITTER t3n: CEO Jack Dorsey bittet Twitter-Nutzer um Feedback: Viele wollen Tweets bearbeiten: Airbnb-CEO Brian Chesky fragte die Airbnb-Nutzer auf Twitter bereits vor einigen Tagen was sie sich für 2017 wünschen. Jetzt folgt ihm auch Dorsey und gibt Nutzern die Möglichkeit Wünsche für Twitter und auch seine zweite Firma, Square, zu äußern. Dabei antwortet er zahlreichen Usern auch direkt auf ihre Vorschläge. Besonders häufig gefordert wird, dass die lang gewünschte Möglichkeit Tweets zu bearbeiten endlich kommt. Dorsey zeigt sich dafür auch offen. Er meint, dass eine Form einer Bearbeitungs-Möglichkeit definitiv gebraucht wird, nicht nur für verifizierte Accounts.

  • MENSCHENRECHTE netzpolitik: Security Without Borders: Hacker helfen Dissidenten: Auf dem 33. Chaos Computer Congress im Hamburg hat der Sicherheitsforscher Claudio Guarnieri die Organisation „Security Without Borders“ (dt. „Sicherheit ohne Grenzen“) vorgestellt. Sie soll, in Anlehnung an Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen, Anwälte, Journalisten und Aktivisten bei allen Fragen zur Computer- und Internetsicherheit beraten. Die Gruppe von Malware-Experten, Entwicklern und Hackern bietet ihre Hilfe kostenfrei an und ist für Neuzugänge offen

  • INTERNATIONALtech: Kuba beginnt mit Tablet- und Laptop-Produktion: Kuba hat angekündigt eine Fabrik aufzubauen, die Notebooks und Tablets herstellen soll. Die Kapazität der Fabrik soll bei rund 120.000 Geräten pro Jahr liegen. Hergestellt werden sollen unter anderem 8-Zoll-Tablets und 10-Zoll-Tablets sowie Notebooks mit Intel-Prozessoren der sechsten Generation (Skylake). Völlig unklar ist jedoch, was für Betriebssysteme zum Einsatz kommen sollen. Bei den Tablets wird es sehr wahrscheinlich Android sein. Bei den Notebooks kommt aber im Grunde sowohl Windows als auch eine Linux-Distribution in Frage.

  • SSD heise: SSDs im Stresstest – mit überraschenden Ergebnissen: Flash-Speicherzellen lassen sich nicht beliebig häufig überschreiben. Wenn man hört, dass einzelne Zellen von Solid State Disks nur etwa 1000 Schreibzyklen verkraften, bekommt man schnell Angst um seine Daten. Doch keine Panik: Die SSD-Controller sorgen dafür, dass die Schreibvorgänge gleichmäßig über alle Zellen verteilt werden – Wear Leveling genannt. Das erhöht die Lebenserwartung deutlich. Da es nicht auf die einzelne Zelle ankommt, sondern auf das ganze Laufwerk, geben die Hersteller die Lebensdauer in Terabyte Written (TBW) an, für Laufwerke mit 250 GByte beispielsweise 80 TBW. Aber was bedeutet das im Alltag und halten die SSDs tatsächlich so lange durch?

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Wie nutzen die Deutschen das Internet?

Die Online-Nutzung steigt weiter an, das Smartphone wird immer wichtiger und die Bedeutung von Messengern wie WhatsApp nimmt deutlich zu. Das sind die zentralen Erkenntnisse der neuen Online-Studie 2016 von ARD und ZDF, die von den beiden öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten jährlich in Auftrag gegeben wird.

Die Zahl der Onlinenutzer ist im Vergleich zu 2015 um 4,3 Prozentpunkte auf 83,8 Prozent gestiegen, wobei die Studie bereits die Kategorie „zumindest selten genutzt“ als regelmäßige Internetnutzung definiert. Das etwas härtere, aber aussagekräftigere Kriterium: 65,1 Prozent der Deutschen nutzen die Möglichkeiten des Internets täglich (das sind bis zu zwei Prozentpunkte mehr), während 11,2 Millionen Menschen das Internet weiterhin verschmähen.

Wenig überraschend ist die Lücke zwischen den Generationen – immerhin kommen 9,2 Millionen Menschen ab 60 ohne Internet aus. Während 91,5 Prozent der 14- bis 19-Jährigen das Internet täglich nutzen, ist es in der Generation 60+ gerade mal jeder Dritte. Das drückt sich auch in der durchschnittlichen Nutzungsdauer aus: Vier Stunden und fünf Minuten verbringt ein 14- bis 29-Jähriger täglich im Internet, während die Deutschen insgesamt im Mittel nur auf 128 Minuten kommen.

Damit überschreitet die tägliche Nutzungsdauer erstmals die Marke von zwei Stunden. Ebenfalls interessant: Menschen mit mobilem Internetzugang verbringen durchschnittlich 35 Minuten mehr Zeit im Internet als die Gesamtbevölkerung. Die meiste Zeit geht für die Kommunikation drauf (39 Prozent der Zeit im Netz), wobei es in dieser Hinsicht im Vergleich zum Vorjahr über alle Gruppen hinweg einen Zuwachs gab, vor allem aber bei den 14- bis 29-Jährigen sowie bei den Frauen.

Das wichtigste Internetgerät: Das Smartphone

Erstmals gelang es dem Smartphone darüber hinaus, das wichtigste Internetdevice zu werden, nachdem es 2015 noch der ärgste Verfolger des Spitzenreiters Laptop war. 66 Prozent gehen mit dem Smartphone ins Netz, der Laptop folgt mit 57 Prozent abgeschlagen auf Rang zwei. Vor allem bei den 30- bis 49-Jährigen gab es bei der Smartphone-Nutzung einen gewaltigen Sprung von 69 auf 86 Prozent. In der Gesamtbevölkerung drücken vor allem die älteren Mitbürger diesen Wert auf 66 Prozent (das entspricht täglich 49 Prozent).

Bei den Jüngeren nähert sich das Smartphone derweil zunehmend der Komplettversorgung an: 95 Prozent der 14- bis 29-Jährigen gaben an, mit dem Smartphone online zu gehen, die tägliche Nutzung liegt bereits bei 86 Prozent. Dabei sind das Verschicken von Nachrichten und das Musikhören die wichtigsten Smartphone-Dienste für die 14- bis 29-Jährigen. Telefonieren landete nur auf Platz Vier.

Jeder Dritte benutzt sein Smartphone täglich unterwegs, beispielsweise an einer Bushaltestelle, um im Internet zu surfen. Bemerkenswert sind vor allem die Zuwachsraten: 2015 lag dieser Wert noch zehn Prozentpunkte niedriger. Im Allgemeinen nutzen aber schon 68 Prozent der Befragten immer wieder das Smartphone unterwegs – eine Steigerung von 13 Prozentpunkten.

Aber auch die Bedeutung von Tablets hat zugenommen: 38 Prozent der Deutschen nutzen die Geräte, um ins Internet zu kommen – elf Prozentpunkte mehr als 2015. Einzig und allein bei Smart-TVs lässt sich keine solche Dynamik erkennen: Stagnierende 17 Prozent der Deutschen nutzen den Fernseher als Internetdevice. Darüber hinaus wurden in diesem Jahr erstmals auch Streaming-Boxen und -Sticks wie Google Chrome oder Amazon Fire TV in die Studie einbezogen, die von insgesamt neun Prozent der Befragten genutzt werden.

Amazon Prime vor Netflix

Im Allgemeinen bleibt das Senden und Empfangen von E-Mails der wichtigste Online-Dienst, den die Deutschen nutzen – gefolgt von der Suche nach Informationen und dem Schauen von Videos, das sich erstmals vor das Lesen von Artikeln im Internet drängt. Das audiovisuelle Medium hat dabei im Vergleich zum Vorjahr hohe Wachstumsraten zu verzeichnen. 72 Prozent der Befragten schauen Onlinevideos – im vergangenen Jahr lag der Wert noch sieben Prozentpunkte darunter.

Mittlerweile schaut jeder Vierte täglich Videos im Netz, bei den Jüngeren ist es sogar jeder Zweite. In erster Linie fallen darunter Videoportale wie YouTube, die von 59 Prozent mindestens einmal wöchentlich aufgerufen werden, von 12 Prozent sogar täglich.

Auch die Nutzung der Mediatheken von TV-Sendern wird in diesem Zusammenhang zunehmend wichtiger, wenngleich die Reichweite der Online-Angebote noch weit unter der des linearen Fernsehens liegt. 42 Prozent der Befragten schauen TV-Sendungen live oder zeitversetzt im Internet. Die Zuschauer über 30 sind im Internet eher den Angeboten der TV-Sender sowie YouTube und Co. zugeneigt, während Streamingdienste wie Netflix für Menschen ab 50 beinahe keine Relevanz haben.

Die VoD-Plattformen erreichen in der Gesamtbevölkerung Werte in Höhe von 18 Prozent, während sie allerdings nur von drei Prozent der Menschen täglich genutzt werden. Dabei ist Amazon Prime in der Gesamtbetrachtung klarer Spitzenreiter, auch wenn Netflix bei der täglichen Nutzung siegt und einen höheren Anteil von 14- bis 29-Jährigen des Gesamtpublikums hat.

Social Media: Facebook bleibt der Platzhirsch

Facebook ist in diesem Zusammenhang eines der wichtigsten sozialen Medien. Jeder Dritte gab an, Videos auf Facebook zu schauen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Und auch im Allgemeinen wuchs die Nutzung der Zuckerberg-Plattform trotz aller Unkenrufe und Kritik weiter: 26 Prozent der Befragten nutzen Facebook täglich (bis zu drei Prozentpunkte mehr), 41 Prozent mindestens einmal wöchentlich (bis zu sieben Prozentpunkte Zuwachs). Noch höhere Werte erzielt die Plattform bei den 14- bis 29-Jährigen: 70 Prozent der jungen Deutschen sind regelmäßig auf Facebook unterwegs.

Damit liegt das soziale Netzwerk klar vor sämtlichen Konkurrenten – Instagram folgt auf Platz Zwei mit nur elf Prozent in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen mit 37 Prozent). Erstmals ermittelte die ARD-/ZDF-Studie auch die Werte von Snapchat, das sich mit sechs Prozent unmittelbar auf Platz Drei der sozialen Netzwerke drängte. Dabei geht die Nutzung des Dienstes fast vollständig auf die 14- bis 29-Jährigen zurück: 23 Prozent gaben an, den Dienst mindestens einmal pro Woche zu nutzen.

Twitter bleibt derweil in Deutschland ein Randphänomen, das nur von jedem Zwanzigsten regelmäßig genutzt wird. Aber auch die beruflichen Netzwerke Xing und LinkedIn kommen nicht über drei bzw. ein Prozent hinaus.

Zweistellige Zuwachsraten beim Instant Messaging

Besonders beeindruckend sind die Wachstumsraten des Instant Messagings. 68 Prozent der Deutschen gaben an, Dienste wie WhatsApp regelmäßig zu nutzen – das sind immerhin 14 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Bei den 14- bis 29-Jährigen nähert sich diese Nutzung zunehmend den 100 Prozent an: 92 Prozent schicken mithilfe dieser Dienste mindestens einmal die Woche Nachrichten – 84 Prozent machen das sogar täglich (das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozentpunkten).

Aber nicht nur die Messenger verzeichnen zweistellige Zuwachsraten. Die kurioseste Statistik der neuen Studie gibt es zum Schluss: vor allem bei den 70-Jährigen stieg im Vergleich zum Vorjahr der Spieltrieb. 14 Minuten verbringen die Senioren täglich mit Online-Games, im vergangenen Jahr waren es nur drei. Sie sind damit die einzige Gruppe mit einer massiven Steigerung zum Vorjahreszeitraum – Candy Crush und Co. lassen grüßen.


Image „Macbook“ by FirmBee (CC0 Public Domain)


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Macht die Arbeit am Computer krank?

startup (image by StartupStockPhotos[CC BY 1.0] via Pixabay

Sie folgen uns ins Büro, begleiten uns in den Feierabend und leisten uns Gesellschaft im Schlafzimmer: Computer, Laptops, Tablets und Smartphones sind unsere ständigen Begleiter. Egal ob im Job oder in der Freizeit, diese Geräte sind einfach nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Doch so hilfreich diese technischen Helfer für uns auch sein mögen, so schädlich sind sie auf Dauer für unseren Körper. Vielen ist gar nicht bewusst, wie sehr sie ihren Körper durch die Dauernutzung von Laptops & Co. belasten.

Augen zu und durch?

Wir verbringen einen Großteil unseres Tages damit auf einen Bildschirm zu starren. Das geht morgens bei der Arbeit los und hört oft erst abends beim Lesen von Artikeln auf dem Tablet auf. Doch da lauert schon die erste Gefahr: Das LED-Licht der Displays stört unsere Augen. Rötungen, Augenschmerzen getrübte oder doppelte Sicht sowie Kopfschmerzen – oft als Computer-Vision-Syndrom zusammengefasst – sind die Folge.

Risiko Augenkrankheiten

Das Risiko auf Augenkrankheiten hängt dabei nicht nur von der Dauer am Bildschirm, sondern auch von dessen Eigenschaften ab. Drei Faktoren beeinflussen, wie sehr unsere Augen vom Display belastetet werden

  1. Die Auflösung

Je nachdem, wie scharf das Bild am Display ist, müssen unsere Augen sich mehr oder weniger anstrengen, um es zu erkennen.

  1. Der Kontrast

Damit ist der Kontrast zwischen den Buchstaben und dem Vergleich im Hintergrund gemeint. Je schwammiger der Unterschied, desto schwieriger ist es für unsere Augen etwas zu erkennen.

  1. Die Helligkeit

Die Stärke des Lichts, das vom Display ausgeht, beeinflusst ebenfalls unsere Augen. Zu grelles Licht kann schmerzen, zu dumpfes Licht strengt an.

Daneben ist auch noch die Schriftgröße wichtig: Je kleiner etwas auf dem Bildschirm erscheint, umso mehr müssen sich unsere Augen anstrengen, um es zu lesen. Auch starke Spiegelungen auf dem Display, besonders intensiv bei Smartphones, belasten die Augen.

Wer seinen Augen mal eine Ruhepause vom Monitorstarren gönnen möchte, dem empfehlen Experten spezielle Augenübungen. Dazu gehört häufigeres Blinzeln. Denn die Augen trocknen durch das konzentrierte Schauen auf den Monitor schneller aus. Blinzeln sorgt dafür, dass sie mehr Flüssigkeit bekommen. Es kann auch gut tun, die Augen eine Weile komplett zu schließen oder die Hände einige Minuten davor zu halten. So können sich die Augen vom Flimmerlicht erholen.

LED-Licht wirkt wie Koffein

Neben dem erhöhten Risiko auf Augenkrankheiten, haben Wissenschaftler noch eine weitere Gefahr in den Displays entdeckt: Sie stören unseren natürlichen Schlafrhythmus. Gerade wenn wir vor dem Schlafengehen noch kurz auf das Smartphone schauen und hier lesen oder chatten, sorgt das LED-Licht am Display dafür, dass unsere Müdigkeit verfliegt. Grund dafür sind möglicherweise die blauen Wellenlängen, die Smartphones oder Tablets ausstrahlen. Unsere Netzhaut scheint besonders empfindlich auf blaue Wellenlängen um 480 Nanometer zu reagieren. Sie signalisieren dem Körper Wachsamkeit. „Eine solche ‚Blaudusche‘ macht uns sehr schnell wach“, erklärt der Leiter des Zentrums für Chronobiologie an der Universität Basel, Christian Cajochen. „Das ist wie ein Koffeineffekt.“

Studien belegen darüber hinaus, dass das häufige Nutzen von Computern am Abend auslaugt. Wissenschaftler der belgischen Universität Leuven befragten über 1600 Schüler zwischen 13 und 17 Jahren zu ihren Smartphone-Gewohnheiten vor dem Zubettgehen. Das Ergebnis: Wer das Handy öfter als einmal pro Woche nutzte, nachdem er das Licht bereits ausgeschaltet hatte, bei dem war die Wahrscheinlichkeit fünfmal so hoch, dass er am nächsten Tag müde war.

Wer also seinen Augen etwas Gutes tun möchte, der sollte vor dem Schlafengehen nicht mehr zum Smartphone greifen. Es gibt zudem Applikationen, die das aggressive LED-Licht speziell für unsere Augen in angenehmere Wellenlängen bringen, und sie so schonen.

Kleines Gerät, große Wirkung: Die Arbeit am Bildschirm belastet uns vom Nacken bis zum Handgelenk

Doch die Augen sind längst nicht der einzige Körperteil, der unter der häufigen Nutzung von Computern, Laptops, Tablets und Smartphones leiden muss. Auch unsere Gelenke, Muskeln und Knochen werden in Mitleidenschaft gezogen.

Repetitive Bewegungen belasten die Gelenke

Das liegt zum einen daran, dass wir vor dem Bildschirm immer wieder die gleichen Bewegungen machen, sei es das Klicken mit der Maus oder das Tippen auf der Tastatur. Doch solche wiederkehrenden Bewegungen belasten unsere Gelenke, Muskeln, Sehnen und Nerven und können im schlimmsten Fall zu den sogenannten Repetitive Stress Injuries (RSI) führen. Der qualvolle Schmerz, den wir im Daumen durch zu häufiges SMS-Tippen verspüren, hat sogar seinen eigenen Namen – De Quervain’s Syndrom. Andere bekannte Folgen sind Sehnenscheidenentzündungen und das Karpaltunnelsyndrom, oft ausgelöst durch Dauertippen sowie die ungesunde Haltung unserer Handgelenke am Laptop.

Wer daher häufig am PC tippt, sollte etwa alle 30 Minuten innehalten und seine Handgelenke kreisförmig drehen. Eine weitere Entspannungsübung ist das breite Ausstrecken aller Finger während die Handgelenke gerade gehalten werden.

Laptop-Nutzer, die häufig in die Tasten hauen, sollten darüber hinaus versuchen, die Tastatur vom Bildschirm zu entkoppeln, zum Beispiel durch einen externen Monitor. Denn die Haltung, die wir beim Tippen am Laptop einnehmen ist durch die Form des Geräts besonders schädlich für unsere Handgelenke.

Touchscreen-User haben zudem noch ein ganz anderes Problem. Studien zeigen, dass wir bis zu achtmal so heftig auf Touchscreens einhauen als auf taktile Tastaturen, weil wir eben kein fühlbares Feedback dafür bekommen, wenn wir eine Taste gedrückt haben. Das belastet die Sehnen und Handgelenke zusätzlich. Wer also viel am Tablet mit einem Touchscreen arbeitet, kann Klickgeräusche als Drück-Bestätigung einstellen oder sein Gerät an eine externe Tastatur anschließen

Nackenschmerzen sind vorprogrammiert

Das Arbeiten am Bildschirm strapaziert schließlich auch unseren Nacken, bis hin zum gesamten Rücken. Denn eine gekrümmte Position über Stunden einzuhalten, ist alles andere als natürlich. Wer am PC vom Schreibtisch aus arbeitet kann diese Haltung immerhin noch körpergerecht gestalten. Schreibtische können heutzutage verstellt werden, genau so wie Stühle – von ergonomischen Sitzgelegenheiten einmal ganz abgesehen.

Wer aber bei flexibleren Geräten wie Laptops, Tablets oder Smartphones eine genau so flexible Haltung einnimmt (beispielsweise auf dem Bauch), tut weder seinem Nacken noch seinem Rücken etwas Gutes. Denn je mehr wir uns verbiegen, um auf den Bildschirm zu schauen, desto stärker beansprucht das unsere Nackenmuskulatur und den Rücken. Tablet-Nutzern wird deshalb geraten das Gerät horizontal zu halten, um so den Nacken zu entlasten. Wer gerne vom Sofa aus arbeitet, sollte immer wieder zurück zum Schreibtisch wechseln. Kurze Sportübungen zwischendurch helfen ebenfalls dabei, die Muskulatur zu entspannen. Das kann von der einfachen Streckung bis hin zum Laptop-Yoga reichen.

Klar ist, wir können uns in den seltensten Fällen weigern, Computer und Smartphones zu benutzen  – selbst wenn wir es wollten. Die beste Vorbeugung gegen die davon ausgehenden Gesundheitsrisiken sind daher wiederholte Arbeitspausen, eine ergonomische Haltung vor dem Bildschirm und Sport.


Image „Startup“ by StartupStockphotos (CC BY 1.0)


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Wie unsere Gadgets jeden unserer Schritte überwachen

Spy (adapted) (Image by Ben Fruen [CC by 2.0] via flickr)

Wir haben mittlerweile dutzende von Smart Devices in unseren Häusern und sogar an unseren Körpern. Sie verbessern unser Leben auf vielerlei Art und Weise. Von der Senkung unseres Energieverbrauchs bis hin zu der Tatsache, dass sie uns ermuntern, uns körperlich zu betätigen. Doch diese Smart Devices reagieren auf jeden Befehl, der ihnen gegeben wird. Wir ließen Sicherheitsexperten vorführen, wie man bei Autos von außen die Kontrolle übernehmen kann. Oder auch wie medizinische Geräte in unserem Körper gehackt und in tödliche Waffen verwandelt werden können. Diesen Risiken wird mittlerweile von Technologieentwicklern große Aufmerksamkeit geschenkt. Es findet eine Menge exzellenter Arbeit statt, um ihnen vorzubeugen. Aber es gibt andere Gefahren, über die wir uns größere Sorgen machen sollten und die weniger Aufmerksamkeit bekommen. Viele Geräte könnten eine Luke öffnen, durch das jeder Hacker ganz einfach schauen könnte, um uns auszuspionieren.

Unser Besitz überwacht uns

Jeder moderne Laptop hat eine eingebaute Videokamera. Wenn sie aufnimmt, leuchtet ein kleines grünes Licht, damit man sich bewusst ist, dass man gefilmt wird. Aber sie kann auch dazu gebracht werden, unsere Aktivitäten auf Video festzuhalten, ohne dass das grüne Kameralicht leuchtet. Und das ist nicht nur eine unter Laborbedingungen erzeugte Warnung vor einer hypothetischen Gefahr. Es wurde tatsächlich schon getan, beispielsweise von übereifrigen Schulbehörden und von Spannern. Zumindest kann man den Laptop ausschalten. Wenn er geschlossen ist, kann die Kamera nur „die andere Seite“ des Laptops sehen.

Aber diese kurzfristige Lösung lässt sich nicht auf Tonaufnahmegeräte wie Mikrofone anwenden. Zum Beispiel könnte das eigene Smartphone andere Gespräche im Raum mithören. Selbst wenn es ausgeschaltet zu sein scheint, genau wie der neue Fernseher oder andere Smart Devices im Haus. Manche Geräte – wie Amazons Echo – sind ausdrücklich dazu gedacht, durch Stimmerkenung aktiviert zu werden. Daher sind sie ständig bereit, auf gesprochene Befehle zu reagieren. Es sind nicht nur Audio- und Videoaufnahmen, wegen derer wir uns Sorgen machen sollten. Jedes Smart Home-Überwachungssystem weiß, wie viele Leute sich zu welcher Zeit in welchen Räumen im Haus befinden.

Der smarte Wasserzähler weiß jedes Mal Bescheid, wenn eine Toilettenspülung betätigt wird. Der Wecker weiß, um wie viel Uhr man an welchen Tagen im letzten Monat aufgewacht ist. Der Kühlschrank weiß, wie oft wir uns ein Glas kaltes Wasser einschenken. Das Smartphone hat ein eingebautes GPS, das unseren Aufenthaltsort feststellen und folglich unsere Bewegungen aufzeichnen kann. Ja, man kann die Standortüberwachung ausschalten. Doch bedeutet das, dass das Handy den Aufenthaltsort nicht feststellt? Und wissen wir wirklich sicher, dass das GPS ausgeschaltet ist, einfach nur, weil der Handybildschirm es sagt?

Zumindest die Anbieter wissen Dank der Sendemasten, mit denen unsere Smartphones kommunizieren, immer, wo wir uns befinden. Wir alle lieben unsere Smart Gadgets. Aber abgesehen vom Bequemlichkeitsfaktor bedeutet die Tatsache, dass unsere Geräte über ein Netzwerk verbunden sind, dass sie auf eine Art und Weise kommunizieren können, die uns nicht gefällt.

Die nächste Generation der Abhörtechnik

Kriminelle könnten eine Möglichkeit finden, jede dieser Technologien unter ihre Kontrolle zu bringen, um private Informationen herauszufinden. Aber was vielleicht noch beunruhigender ist, ist, dass unser Netzanbieter freiwillig oder unter Beeinflussung Teil eines Systems werden könnte, über das wir unwissentlich Geheimnisse preisgeben. Der Kampf zwischen Apple und dem FBI drehte sich um die Forderung der Behörden, dass Apple bewusst eine unsichere Version von iOS, dem iPhone-Betriebssystem, entwickeln solle, um das Hacken der Handys von Terroristen durch das FBI zu erleichtern. Ist das Knacken eines gesperrten Smartphones nur der nächste Schritt, der auf traditionelle Abhörtechniken folgt, und im Zuge dessen die Regierung Apple oder Samsung bittet, ihre Technologien zu nutzen, um die Gespräche eines Terrorverdächtigen zu verwanzen?

Aber moderne Handys können für viel mehr genutzt werden als nur zum Abhören von Gesprächen. Könnten Unternehmen aufgefordert werden, die Standortüberwachung eingeschaltet zu lassen? Auch wenn dem Verdächtigen angezeigt wird, dass sie scheinbar ausgeschaltet ist? Es erscheint mir schwierig, eine Grenze zwischen diesen Fällen zu ziehen. Kein Wunder, dass einige Ingenieure von Apple sich in der Apple-FBI-Angelegenheit als „Dienstverweigerer aus Gewissensgründen“ bezeichnen. Der Fall wurde fallengelassen, bevor Apple gezwungen werden konnte, irgendetwas zu tun, es gibt also keinen Präzedenzfall, der uns aufzeigen könnte, wie diese Beispiele der nächsten Stufe sich vor Gericht abspielen würden.

Es ist natürlich wichtig für Gesetzeshüter, Verdächtige zu überwachen. Deren kriminelles Verhalten zu untersuchen und Hinweise für die Strafverfolgung zu sammeln. Das ist der Gedanke, auf dem Abhörgesetze basieren, die es den Polizeibehörden erlauben, Ihre Telefongespräche mitzuhören, ohne Sie darüber zu informieren. Abhörsysteme wurden eigentlich im 19. Jahrhundert als Werkzeuge zur Industriespionage entwickelt. 1928 entschied der Oberste Gerichtshof im Fall Olmstead gegen die USA, dass Gesetzeshüter verfassungsrechtlich Abhörgeräte nutzen dürften. Und auch, dass ein Durchsuchungsbefehl hierfür nicht nötig sei. Diese Entscheidung wurde erst 1967 durch den Fall Katz gegen die USA aufgehoben, welcher das Recht eines Bürgers auf Privatsphäre etablierte und Polizeibeamte dazu verpflichtete, sich eine richterliche Genehmigung zu besorgen, bevor sie ein Telefongespräch abhören.

Das war lange nachdem der Kongress 1934 eine Verordnung verabschiedete, die den Gebrauch von Abhörgeräten empfindlich einschränkte. In den frühen Tagen der Abhörtechnik gab es einen physischen „Zapfhahn“ – einen seitlichen Anschluss – der auf einen echten Draht angewendet werden konnte, der das Gespräch übermittelte. Neuere Technologien erlaubten es den Telefonunternehmen schließlich, mehrere Telefongespräche über denselben physischen Draht zu verschlüsseln und gebündelt zu übermitteln. In den Vereinigten Staaten wurde 1994 aufgrund der Bedenken bezüglich der Fähigkeit der Gesetzeshüter, mit den neuen Kommunikationstechnologien schrittzuhalten, der Communications Assistance for Law Enforcement Act (CALEA) vom Kongress verabschiedet. Er verpflichtet Kommunikationsunternehmen dazu, einen Weg zum Abhören selbst neuerer Kommunikationstechnologien für die Behörden bereitzustellen. Informationsdienste wie E-Mails waren von dem Gesetz explizit ausgenommen.

Diese gesetzliche Unterscheidung zwischen Kommunikationstechnologien und Informationsdiensten bedeutet, dass Kommunikationsunternehmen verpflichtet sind, der Regierung zu helfen, Ihre Telefonanrufe mitzuhören (mithilfe einer richterlichen Anordnung), aber sie sind nicht verpflichtet, ihnen zu helfen, Ihre E-Mails zu lesen (zumindest nicht laut diesem konkreten Gesetz). 2004 entschied die Federal Communication Commission, dass Dienste wie Voice Over IP (wie zum Beispiel Dienste wie Skype) Kommunikationsdienste sind, die von CALEA abgedeckt werden und somit nicht zu den ausgenommenen Informationsdiensten gehören. Einige Leute wollten seither dieses Gesetz ausweiten. Und zweifellos rückte die Apple-FBI-Diskussion dieses Thema wieder in den Vordergrund. Die Polizeibehörden werden vermutlich auf bessere Möglichkeiten zur Überwachung drängen und Bürgerrechtsvertreter werden Widerstand leisten.

Nichts zu verbergen?

Vielleicht ist Ihnen die Privatsphäre von Kriminellen egal. Aber es sollte zur Kenntnis genommen werden, dass Überwachung nicht nur bekannte Kriminelle, sondern auch Verdächtige betrifft. Die Geschichte lehrt uns, dass Listen von Verdächtigen manchmal viel zu weit gefächert sein können. Vielleicht erinnern Sie sich an die McCarthy-Ära und J. Edgar Hoovers Regentschaft beim FBI, während derer unter anderem das Schlafzimmer von Martin Luther King Jr. verwanzt wurde.

Selbst heutzutage versucht das British Government Communications Headquarters jeden zu überwachen, der die Website von Wikileaks besucht hat, selbst wenn er nur herumgestöbert hat. Manche Gesetze ergeben keinen Sinn oder sind nicht fair, also verdienen auch manche „Kriminelle“ ein gewisses Maß an Privatsphäre. Und wir müssen uns nicht nur sorgen, dass die Behörden zu weit gehen könnten. Technologien wie Finspy sind käuflich erwerbbare Maleware-Programmen, die auf Ihrem Computer oder Smartphone installiert werden können, um Sie auszuspionieren. Solche Technologien könnten von jedem benutzt werden, einschließlich den „Kriminellen“, auch ohne die Kooperation eines Geräteherstellers oder Ihres Anbieters. Abhörgesetze wie CALEA beziehen sich auf explizite Kommunikationshandlungen, die von jemandem durchgeführt werden, wie das tatsächliche Tätigen eines Telefonanrufs. Abhörgeräte verfolgen nicht Ihre Bewegungen innerhalb des Hauses, sie hören nicht Ihre Gespräche mit, solange sie nicht am Telefon sind, sie filmen Sie nicht im Badezimmer. Aber dies alles könnenn unsere verschiedenen Geräte mittlerweile durchführen.

Mit der zunehmenden Nutzung von Geräten in unserem Leben ist es definitiv möglich, diese für Überwachungszwecke zu nutzen. Es steht außer Frage, dass die Behörden viele Kriminelle fangen werden, indem sie diese Möglichkeiten nutzen. Aber der Preis dafür wird eine Einschränkung der Privatsphäre sein. Und möglicherweise kommt es sogar zu fälschlichen Verhaftungen. Letztendlich mag sich das alles futuristisch anhören, aber ich versichere Ihnen: Das ist es nicht. Das FBI benutzte bereits vor zehn Jahren ein Handymikrofon, um das organisierte Verbrechen zu belauschen. Auch die Nutzung für kommerzielle Zwecke steht dem nicht in viel nach, mit der Intention, gezieltere Verkaufsstrategien zu ermöglichen. Unsere allgegenwärtigen vernetzten Geräte lassen große Fragen aufkommen, die wir öffentlich diskutieren sollten. Die Frage, wie wir diese Kosten und Vorzüge ins Gleichgewicht bringen, wird die Gesellschaft bestimmen, in der wir leben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Spy“ by Ben Fruen (CC BY 2.0)


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