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Schöner filmen mit der Fotokamera: Tipps zum Einstieg

Symbolbild Filmen mit der Fotokamera

Ob Redakteure, PR-Fachleuchte, Social Media Manager oder ambitionierte Hobbyfotografen – für alle diese Gruppen wird Bewegtbild immer wichtiger. Sowohl im Beruf als auch im Privaten entpuppt sich aber „schnell mal eben ein Video“ zu drehen oft doch komplizierter, als zunächst angenommen. Alle, die ihr Geld in eine spiegellose Systemkamera investiert haben, werden durch das Stöbern in YouTube-Tutorials oder Reise- und Medien-Blogs schnell Lust bekommen, ihre nächsten Urlaubsreisen, Events oder Pressetermine auch als Video festzuhalten. Da Filmen nochmal ein ganz anderer Schnack ist, als das Fotografieren, vermittle ich euch die aus meiner Sicht wichtigsten Basics zum Einstieg ins Filmen mit der Fotokamera. Alle gezeigten Bilder sind übrigens Stills, die ich aus Videoaufnahmen gezogen habe.

Was ihr fürs Filmen mit der Fotokamera braucht

Um schöne, zufriedenstellende Videos zu erstellen, braucht es keine High-End-Ausrüstung. Grundsätzlich lassen sich auch mit Smartphones und Kompaktkameras Videos in hochwertiger Qualität aufnehmen. Eine Systemkamera mit Wechselobjektiv macht es jedoch viel leichter, eine angemessene Qualität zu erzielen und schnell neue Einstellungen vorzunehmen, um sich auf Situationen richtig einzustellen. Dann sieht das Event-Video gleich nochmal professioneller aus. Umfangreiche Bedienmöglichkeiten erhöhen zudem den kreativen Spielraum.

Ich empfehle euch an dieser Stelle nicht ausdrücklich, eine spiegellose Kamera (DSLM) einer Kamera mit Spiegelreflextechnik (DSLR) vorzuziehen. Welche Variante ihr für eure Arbeit oder Hobby wählt, bleibt euch selbst überlassen. Denn beide Systeme haben Vor- und Nachteile fürs Filmen mit der Fotokamera. Für eine spiegelloses Modell habe ich mich jedoch entschieden, weil ich eine Kamera lange und häufig verwende, und der Wegfall von mechanischen Komponenten eine geringere Verschleißanfälligkeit bedeutet.

Ebenfalls wichtig: Die Kamera sollte Videos mit einer Bildwiederholfrequenz von mindestens 50 oder 60 fps aufzeichnen können. Ferner ist ein stufenlos fokussierbares Objektiv praktisch. Trifft das auf eure Ausrüstung zu, habt ihr alles, um zu starten. Bedenkt aber: Wie auch in der Fotografie macht Übung den Meister und Profi-Werkzeuge sind ohne Übung kein Garant für tolle Ergebnisse.

Die richtige Brennweite: 85 Millimeter als Geheimtipp 

Zeiss Loxia 2.4/85 an Sony Alpha 7SM2
Empfehlenswerte Kombination: Das Zeiss Loxia 2.4/85 ist prima fürs manuelle Schärfen beim Filmen mit der Fotokamera geeignet. Die Sony Alpha 7SM2 bietet einen hohen Dynamikumfang für Videos. Image by Katharina Reber

Die Wahl der Brennweite hat großen Einfluss darauf, wie verzerrt, komprimiert oder idealerweise natürlich Gesichter abgebildet werden. Und Menschen zu zeigen, ist für Urlaubsvideos oder in Videos für die Öffentlichkeitsarbeit eine zentrale Säule. Am häufigsten und liebsten verwende ich fürs Filmen mit der Fotokamera eine Festbrennweite mit 85 Millimetern. Hier werden sicher einige empört die Hand heben, denn mit dieser leichten Telebrennweite legt man sich schon ziemlich fest. Wegen des kleineren Bildwinkels muss man genau wissen, welchen Teil einer Situation man betonen möchte. Ich favorisiere 85 Millimeter, weil sich diese Brennweite ideal für Porträts oder kleine Details eignet. Mit etwas Übung sind damit selbst Naturaufnahmen wunderbar abzubilden.

Ein empfehlenswertes Modell ist das Objektiv Zeiss Loxia F2.4/85 Millimeter (Provisionslink), das ich während einer Thailand-Reise getestet habe. Das Objektiv ist für ein kleines Tele nicht zu schwer und sehr wertig verarbeitet. Der Fokusring lässt sich butterweich bedienen, sodass es sehr leicht ist, das Motiv mit der hohen Schärfeleistung des Objektivs herauszuarbeiten. Mit meiner Kamera vom Typ Sony Alpha 7s II (Provisionslink) harmonierte das Zeiss Loxia 85 Millimeter blendend. Der fehlende Autofokus kann für Anfänger zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein. Schnelle Schnappschüssel sind schwierig, aber langfristig wird man den Autofokus-Knopf an seiner Kamera kaum noch gebrauchen. Da das Zeiss Loxia keinen Bildstabilisator bietet, erfordern Aufnahmen ohne Verwacklungsunschärfe eine ruhige Hand oder ein Stativ.

Manuell oder Automatik? Lieber „handgemacht“ filmen mit der Fotokamera!  

Natürlich müssten wir uns nicht zwangsläufig für ein einfaches Urlaubsvideo mit diesen Einstellungen beschäftigen. Die Kamera auf Auto gestellt und los filmen – das geht auch. Aber der ambitionierte DSLM-Besitzer hat sicherlich ein gewisses Interesse daran, zu verstehen, was mit der eigenen Kamera alles möglich ist. Ein schicker Porsche fährt auch geradeaus, wenn man aufs Gas drückt.

Anders als beim Fahren der meisten Porsche-Modelle empfiehlt es sich beim Filmen mit der Fotokamera, den manuellen statt den Automatik-Modus zu verwenden. Das betrifft neben der Belichtung insbesondere die Fokussierung. Denn Personen oder Gegenstände, die sich durch das Bild bewegen, verlassen und betreten konstant den Schärfebereich. Dies kann durchaus teilweise eine gewollte Unschärfe erzeugen. Aber um in entscheidenden Situationen unseren Fokuspunkt scharf zustellen, ist ein manuelles Nachziehen mehr als empfehlenswert. Zwar ermöglicht jedes Objektiv eine manuelle Fokussierung, aber nur von ausdrücklich fürs Filmen ausgelegte Objektive können stufenlos, also ohne störende Ruckler, fokussieren. Deshalb ist die Wahl des Objektivs so wichtig.

Filmen mit der Fotokamera Symbolbild manueller Fokus
Beim Filmen manuell die Schärfe nachziehen zu können, ist bei sich bewegenden Motiven wichtig. Ein pumpender Autofokus würde die Aufnahme ruinieren. (1/160, f2,4, ISO 100) Image by Katharina Reber

Was die Belichtung betrifft, verhalten sich beim Filmen mit der Fotokamera die Einstellung des ISO-Wertes, des Weißabgleich und der Blende ähnlich wie beim Fotografieren und werden deswegen hier nicht noch einmal gesondert erläutert. Doch selbst für geübte manuelle Fotografen birgt der Wechsel in den Video-Modus reichlich Neuland. Das gilt beispielsweise für spezielle Einstellungen im Kamera-Menü.

Die wichtigsten Einstellungen im Kamera-Menü: PAL und NTSC

Bevor wir loslegen mit unserem Urlaubs- oder PR-Film, müssen wir ein paar Basics in den Einstellungen unserer Kameras vornehmen, damit wir ein zufrieden stellendes Ergebnis bekommen. Von zentraler Bedeutung ist die Anzahl der Einzelbilder, die die Kamera pro Sekunde aufnimmt, um eine flüssige Bildfolge darzustellen.

Die Einstellung dieser sogenannten Framerate ist abhängig von der Fernsehnorm, die die Bild- und Ton-Übertragung definieren. Der Unterschied zwischen den beiden wichtigsten Normen, NTSC und PAL, ist nicht so schwierig, wie man zunächst denkt. Und einmal entschieden, muss man sich auch eigentlich nie wieder damit beschäftigen. NTSC wird in den USA und in Teilen Asiens vorwiegend genutzt, während sich im Rest der Welt PAL mehrheitlich durchgesetzt hat. Beim PAL-Format finden die Framerates von 25 fps, 50 fps und 100 fps Einsatz. Üblich bei NTSC hingegen sind 24 fps und 30 fps sowie ein Vielfaches davon, sprich 30 fps, 48 fps, 60 fps und 120 fps.

Technisch ist es aber inzwischen kein Problem mehr, beim Filmen mit der Fotokamera beide Normen zu nutzen und die Aufnahmen dann trotzdem für alle Zuschauer rund um den Globus weiterverarbeiten zu können. Daher ist die Entscheidung zur reinen Geschmackssache geworden. Wichtig ist nur, dass ihr euch im Rahmen eines Projekts für ein Format entscheidet. Wenn ihr stattdessen Sequenzen in NTSC und PAL zusammenschneidet, leidet das Ergebnis. Es kommt zu Rucklern, Stocken und Bildfehlern. Ich nutze NTSC, da ich wegen des Looks am liebsten in 24 fps filme. Aber was hat diese Zahl denn mit dem Bildeindruck zu tun?

Kino oder Seifenoper? Die richtige Framerate für den gewünschten Look finden

Wer sich bisher ausschließlich mit der Fotografie beschäftigt hat, wird sich höchstwahrscheinlich nicht der unterschiedlichen Wirkung von Framerates auf den Bildeindruck bewusst sein. Dabei ist die Bildwiederholrate ausschlaggebend dafür. Beispielsweise sind 24 fps (NTSC) und 25 fps (PAL) die Standardwerte, die bei Kinofilmen zum Einsatz kommen. Sie verleihen Videos daher einen besonders „cineastischen“ Look. Demgegenüber ist 30 fps (NTSC) die typische Framerate für Fernsehshows und Sportsendungen. Die erhöhte Framerate bringt schnelle Bewegungen besser zur Geltung, weil dann keine Schlieren zu sehen sind und der Schärfeeindruck steigt. Ein unnatürlicher Bildeindruck wie bei modernen Sitcoms oder Seifenopern ist allerdings die Kehrseite höherer Framerates.

Die richtige Framerate zu wählen ist für wichtig für den Bildlook und die für die Möglichkeit, beispielsweise dieses schnell drehende Rad hinterher in Slow-Motion zeigen zu können. (1/125, f4,0, ISO 1250) Image by Katharina Reber.

Auch für Zeitlupen spielt die Framerate eine wichtige Rolle. Möchtet ihr Detailaufnahmen im Nachhinein in Slow-Motion abspielen, reichen 24 oder 30 fps nicht. Die Rechnung ist hier relativ leicht: die doppelte Framerate für die Hälfte der Geschwindigkeit. Wenn eure Kamera es zulässt, filmt Details in 50 fps (PAL) oder 60 fps (NTSC), um im Nachhinein eine fließende Slow-Motion ohne Stocken zu bekommen. 

Nicht vergessen: Verschlusszeit auf Framerate abstimmen 

Gleich können wir loslegen. Wir haben uns für NTSC oder PAL entschieden und unsere Framerate festgelegt. Jetzt müssen wir nur noch die Verschlusszeit auf unsere Framerate abstimmen, und es kann losgehen.

Die Verschlusszeit ist in der Fotografie vor allem für die Belichtung relevant. Im Bewegtbild gilt das nicht gleichermaßen, da die Belichtung hier die ganze Zeit variiert. Die Verschlusszeit auf die Framerate anzupassen ist aber simple Mathematik. Bei einer Framerate von 24 fps sollte die Verschlusszeit bei 1/48 Sekunden liegen, im Fall von 30 fps bei 1/60 Sekunden. Wir verdoppeln unsere Bildfrequenz also einfach.

Vergesst Log-Dateien und kümmert euch erstmal nicht um die Farben

Zu einem hochwertigen Video-Look gehört natürlich auch die Farbgestaltung. Dabei werdet ihr früher oder später über die Möglichkeit stolpern, Log-Dateien zu speichern. Ähnlich wie RAW-Dateien bei Fotos, sehen sie zunächst einmal sehr „flach“ aus, beinhalten aber mehr Bildinformationen und ermöglichen daher eine umfassendere Nachbearbeitung. Im Profi-Bereich wissen dies die sogenannten Colorgrader zu schätzen. Doch Einsteiger, die hauptsächlich dokumentieren, können das größere Potenzial für besondere Farbeffekte zunächst einmal ignorieren. Nutzt daher lieber die Standardeinstellungen der Kamera.

Filmen mit der Fotokamera Symbolbild Farben
Klar, Farben sind für den Look wichtig. Nehmt aber ruhig erstmal die Standardprofile, die zum Filmen mit der Fotokamera verfügbar sind. Log-Dateien fürs Colorgrading sind eine Option für später. (1/160, f2,4, ISO 400) Image by Katharina Reber

Wie man das gedrehte Material dann mit wenig Aufwand und ohne Raketenwissenschaft für Social-Media-Plattformen oder das eigene Film-Archiv schneidet, erkläre ich an dieser Stelle demnächst. Aber zum Schneiden braucht es Footage. Also los, raus jetzt und richtig Filmen mit der Fotokamera!

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Images by Sondem / Adobe Stock; Katharina Reber

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Die Ring Stick Up Cam – Sicherheit an jeder Hauswand

Einfach zu montieren und leicht in Betrieb zu nehmen, kommt die neue Stick Up Cam der Firma Ring daher. Wer sich eine komplizierte Verkabelung von Sicherheitskameras ersparen, aber dennoch sein Heim jederzeit in Sicherheit wissen möchte, der sollte die Stick Up Cam einmal genauer in Augenschein nehmen.

Die Stick Up Cam einfach überall befestigen

Die Montage der Stick Up Cam gestaltet sich dabei denkbar einfach. Mit dem mitgelieferten Montagewerkzeug wird der Sockel einfach angeschraubt und die Cam anschließend mit dem Internet verbunden. Die Kamera kann sowohl auf Außen-, als auch Innenflächen angebracht werden und widersteht laut Hersteller allen Witterungsbedingungen und Temperaturen von -20,5°C bis 48°C.

Um dabei die Stromversorgung über USB zu nutzen, darf die smarte Überwachungskamera maximal zwei Meter von einer Steckdose entfernt sein. Für weitere Distanzen bietet die Kamera auch einen Power over Ethernet-Adapter und kann so über ein normales LAN-Kabel mit Strom versorgt werden.

Mehr als eine Kamera

Die kalifornische Firma Ring, ist spezialisiert auf Smart Home Geräte. Klar also, dass die Stick Up Cam keineswegs nur eine schnöde Überwachungskamera ist. Registriert die smarte Kamera Bewegungen, erhaltet ihr sofort eine Benachrichtigung auf euer Handy, Tablet oder PC. Über die Ring App könnt ihr das Bild der Stick Up Cam live mitverfolgen und die Gegensprechfunktion der Cam benutzen, um so mit sich nähernden Personen zu sprechen. Das dürfte dem einen oder anderen potentiellen Einbrecher einen ordentlichen Schrecken einjagen.

Die Ring App ist sowohl für Android, iPhone und Mac, als auch für Windows erhältlich und bietet euch ein übersichtliches Bedienfeld, mit dem ihr eure Stick Up Cams im Überblick behalten und die Bewegungszonen, die die Kamera abdeckt, individuell anpassen könnt. So lässt sich die Registrierung von Bewegungen optimal gestalten und auf die wichtigsten Bereiche eures Zuhauses abstimmen.

Wer seine Hände allerdings gar nicht mehr benutzen möchte, kann seine Stick Up Cams auch mit Alexa-fähigen Geräten, wie zum Beispiel dem Echo Dot koppeln und so einfach Alexa fragen was zuhause vor sich geht.

Videos Aufnehmen und Zusammenschneiden

Die Stick Up Cam bietet von sich aus eine Livestream-Funktion, kann aber noch mehr. Kauft ihr euch die Kamera, erhaltet ihr automatisch ein 30-tägiges Probe-Abonnement des Dienstes Ring Protect. Mit diesem könnt ihr die Videos, die eure Stick Up Cam aufzeichnet, speichern und teilen. Das Ring Protect Basic-Abonnement kostet pro Gerät drei Euro im Monat. Für zehn Euro könnt ihr mit dem Ring Protect-Plus-Abonnement Videos von beliebig vielen Geräten aufzeichnen und teilen. Die reine Livestream-Funktion ist aber kostenlos.

Technische Details zur Stick Up Cam

Die Stick Up Cam kann neben der kabelgebundenen auch in einer akkubetriebenen Variante erworben werden. Diese ist, was die Positionierung angeht, noch flexibler, deckt aber mit 115° einen kleineren Bereich ab als die kabelgebundene Variante. Die wartet immerhin mit einem Blickwinkel von 150° auf. Ansonsten betragen die Abmessungen beider Varianten 9,70 cm x 5,99 cm x 5,99 cm und nehmen 1080p HD-Videos auf. Um die Streamingleistungen der praktischen Kamera zu nutzen, solltet ihr eine Uploadgeschwindigkeit von mindestens einem Mbit/s haben. Die Stick Up Cam ist in weiß und schwarz für 199 Euro erhältlich und fügt sich optisch in so ziemlich jede Einrichtung ein.

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Image Stick Up Cam by Ring

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Olympus OM-D E-M1X: Kompakte Profi-Kamera sucht die Action

Olympus OM-D E-M1X

Anders als Canon, Nikon und Panasonic springt Olympus derzeit nicht auf den spiegellosen Kleinbild-Zug auf, sondern bleibt dem Micro-Four-Thirds-Standard treu. Sein bestehendes System ergänzt der Kamera-Hersteller mit der Olympus OM-D E-M1X jetzt um ein besonders leistungsstarkes, robustes und wetterfestes Gehäuse für Profi-Fotografen, das für 3.000 Euro ab Ende Februar in den Markt startet.

Bedienung und Ausdauer für Profis

So bietet die Kamera einen integrierten Akkuhandgriff für eine längere Laufzeit und bessere Haptik im Hochformat. Damit können Fotografen sowohl bei vertikaler als auch bei senkrechter Ausrichtung auf identisch angeordnete Bedienelemente zugreifen. Durch den Extra-Platz passen zwei Akku vom Typ BLH-1 in das Gehäuse, weswegen sich mit einer Ladung bis zu 2.580 Bilder aufnehmen lassen. Der Akku passt auch in das Modell E-M1 Mark II, sodass Besitzer beider Modelle nicht zwei verschiedene Typen an Energiespendern dabeihaben müssen.

Außerdem ist die Olympus OM-D E-M1X gegen Staub, Spritzwasser und Frost bis zu minus 10 Grad geschützt. Das ist auch dann gegeben, wenn Anwender beispielsweise ein Mikrofon anschließen und dafür die entsprechende Abdeckung öffnen. Trotz Wetterschutz-Dichtungen und integriertem Handgriff ist die Kamera für ein Profi-Modell noch relativ leicht. Denn das Gehäuse bringt mit Akkus und Speicherkarte – aber ohne Objektiv – 997 Gramm auf die Waage.

Hohe Geschwindigkeit und Auflösung für Action, Architektur und 4K-Video

In besonders dynamischen Motivsituationen soll ein komplett überarbeitetes Autofokussystem noch bessere Ergebnisse liefern. Zum Einsatz kommt ein Phasendetektions-AF mit 121 Kreuzsensoren und neuen komplexen AF-Algorithmen. Unter anderem gehört dazu eine neue intelligente Motiverkennungsfunktion, die beispielsweise Sportwagen, Flugzeuge und Züge automatisch erkennt, auf den optimal bewerteten Bereich fokussiert und diesen verfolgt, während sich der Anwender auf die Bildkomposition konzentrieren kann. Auch bei wenig Licht (-6 LW) soll dies noch funktionieren.

Für Natur- und Sportaufnahmen von Vorteil ist das hohe Serienbild-Tempo von 18 Bildern pro Sekunde bei aktivierter AF/AE-Verfolgung und 60 Bildern pro Sekunde bei inaktiven AF. Bilder speichert die Kamera in zwei SD-Kartenfächern, die beide das schnelle UHS-II-Tempo unterstützen.

Steht nicht die Action im Vordergrund, sondern eine möglichst detailreiche Aufnahme etwa von einer Stadtansicht, ermöglicht die Olympus OM-D E-M1X eine freihändige High-Res-Shot-Funktion. Dabei lassen sich ohne Stativ Einzelaufnahmen zu einer Datei mit 50 Megapixeln Auflösung kombinieren. Durch Verwacklungen verursachte Unschärfe verhindert eine Bildstabilisierung auf fünf Achsen, die bis zu 7,5 EV-Stufen kompensiert.

Ist wiederum zu viel Licht da und wird aus gestalterischen Gründen eine längere Verschlusszeit benötigt, ermöglicht eine integrierte Live-ND-Funktion das Bild wie mit einem Graufilter zwischen einer und fünf Belichtungsstufen abzudunkeln.

Video kann die Olympus OM-D E-M1X ebenfalls, und zwar in 4K. Dabei unterstützt sie sogar Cinema 4K (4.096 x 2.160 Pixel) und Log-Aufnahmen (OM-Log400) für hochaufgelöste Filmaufnahmen mit wenig Detailverlusten. Zeitlupen sind mit 120 Bildern pro Sekunde in Full-HD möglich.

Für die entsprechend nötige Qualitätsreserve und Rechenpower sorgen ein 20-Megapixel-Live-MOS-Sensor mit neuer Beschichtung für verbesserte Empfindlichkeit, sowie gleich zwei Bildprozessoren vom Typ TruPic VIII.

Olympus OM-D E-M1X ist richtig smart

Um Ortsdaten in den Bilddateien festzuhalten, muss niemand ein Smartphone anschließen. Schließlich verfügt die Kamera über eingebaute Sensoren für GPS und Temperatur sowie über ein Manometer und einen Kompass.

Trotzdem ist auch eine Funkverbindung an Bord, nämlich WLAN. Sie ermöglicht Bilder direkt und automatisch nach der Aufnahme an einen Computer zu übertragen. Diese kabellose Variante des Tethered Shooting setzt die Kamerasteuerungssoftware Olympus Capture voraus.

Profi-Service und neues Zubehör

Professionelle Fotografen benötigen nicht nur leistungsstarke Kameragehäuse, sondern auch ein umfangreiches Objektiv- und Zubehörsystem sowie im Bedarfsfall einen schnellen Service. Deshalb können sich Besitzer der Olympus OM-D E-M1X für den PRO Service anmelden, den der Hersteller vor einer Weile gestartet hat.

Mit dem vorhandenen Objektiv- und Zubehörfuhrpark des Micro-Four-Third-Systems ist die neue Kamera voll kompatibel. Zusätzlich gibt Olympus Profi-Fotografen weitere Werkzeuge an die Hand. Dazu zählt die neue, für professionelle Bedürfnisse konzipierte Bildverwaltungssoftware Olympus Workspace, die jedoch alle Olympus-Nutzer kostenlos nutzen können.

Ferner bringt der Hersteller ab Ende Februar das Blitzgerät FL-700WR in den Handel. Wie das neue Kameragehäuse gegen Staub, Wasser und Frost geschützt, ist der mobile Blitz für intensive Einsätze mit heller mobiler Beleuchtung (maximale Leitzahl 42) ausgelegt. Mit kabelloser Funkauslösung ist das Gerät kompatibel. Für den drahtlosen Einsatz mehrerer Blitzgeräte bringt Olympus zeitgleich den Funkauslöser FC-WR und den Funkempfänger FR-WR auf den Markt.

Noch etwas länger warten müssen Olympus-Fotografen auf ein neues Super-Telezoom mit der Typenbezeichnung M.Zuiko Digital ED 150-400 F4.5 TC1.25 IS PRO. Inklusive integriertem 1,25-fach-Telekonverter ermöglicht es eine auf den KB-Standard umgerechnete Brennweite von 1.000 Millimetern. Der Verkaufsstart des für Natur und Sport gedachten Objektivs ist für das Jahr 2020 geplant.

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Images by Olympus

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Polaroid OneStep+ im Test: Die Sofortbildkamera für Spielkinder

Stillhalten. Lächeln. Klick-srrrrrrr. Sofortbild-Kameras von Polaroid waren einst der heißeste Shit auf dem Foto-Markt. Mit der neuen analogen, App-basierten Kamera OneStep+ will Polaroid an diese Tradition wieder ran. Unter dem Namen Polaroid Originals (vormals The Impossible Project) wird nun wieder fröhlich drauflosgeknipst. Jedes Bild ist hier ein Unikat.

Und tatsächlich erfreuen sich die Bilder im instagram-freundlichen Quadrat-Format wieder enormer Beliebtheit. Trotz vergleichweise umständlicher Bedienung und minimalen Einstellungsmöglichkeiten. Doch erst dann wird man so richtig kreativ. Wir haben für euch ein wenig mit dem Foto-Klotz OneStep+ von Polaroid herumgespielt.

Polaroid OneStep+ bringt Retro-Feeling mit Charme

Wir hatten das Glück, dass auf dem Dachboden noch eine originale Polaroid-Kamera ihr Dasein fristete. So konnten wir einen groben Größenvergleich wagen. Unschwer zu erkennen: Die Ähnlichkeiten sind geblieben. Besonders handlich ist auch die neue OneStep+ also nicht gerade. Dafür kommt der Retro-Charme besonders deutlich zur Geltung. Achtung an Sammler: Die OneStep+ klässt sich leider nicht mit den alten Polaroid-Filmen befüllen.

Sieht aus wie früher: Die Polaroid OneStep+ orientiert sich an älteren Designs.

Das Gehäuse der OneStep+ ist vollständig aus Plastik. Mit 15 x 11 x 10 Zentimetern kommt die Kamera nicht gerade mitnahmefreundlich daher. Auch einen Objektivschutz sucht man vergebens. Zwar legt der Hersteller eine praktische Umhängeschlaufe bei, eine Fototasche zum praktischen mitnehmen fehlt jedoch.

Die Einstellungen an der Kamera sind leicht erklärt. Neben der roten, auffälligen Auslösetaste auf der Vorderseite gibt es noch die Klappe, in die die Filmkassette eingeschoben wird. Außerdem gibt es einen Schieberegler für die Helligkeitsstufen. Neu ist hier der Bluetooth-Knopf.

Auf der Rückseite befindet sich die An- und Aus-Taste. Der USB-Anschluss für den eingebauten Akku sowie die Taste für den Flash-Override. So ganz ausschalten lässt sich der Blitz nämlich nicht. Auf der oberen Seite des Kameragehäuses der OneStep+ befindet sich ein auffälliger Kippschalter. Mit ihm kann man eine der beiden eingebauten Linsen im Objektiv vor den Sucher schieben. Hier hat man die Wahl  zwischen der Portrait-Linse (ab 0,3 Metern Entfernung bis knapp einen Meter) und der Standard-Linse (Objektentfernung ab einem halben Meter bis unendlich).

Zusätzlich zeigt eine kleine Dioden-Skala an, wie viele Filme sich noch in der Kassette befinden. Sie gibt auch an, wie viel Akku die Kamera noch hat. Das Design ist unauffällig und zeitgemäß. Soll heißen: Es sieht aus, als hätte man eine alte Polaroid-Kamera dabei. Und das soll auch so.

Alles in allem präsentiert sich die OneStep+ in einem stimmigen Look, der Retro-Fans und Fotofreunde gleichermaßen erfreuen dürfte. Zudem legt Polaroid noch ein umfangreiches Handbuch sowie einen großformatigen Info-Zettel bei. Hier werden die Spezialfunktionen noch einmal erklärt.

Altes Format, neue Funktion

Zur Polaroid OneStep+ gehört die Polaroid Originals-App. Sie bietet einige Tricks und zeigt, was man mit der Kamera alles anstellen kann. Neben Video-Tutorials und Hintergrundinfos besonders praktisch: Die App dient als Fernbedienung für die verschiedenen Einstellungen. Mit sieben Funktionen kommt gleich viel mehr Leben in die Bude.

  • Double Exposure – Doppelt belichtete Fotos für kreative Schnappschüsse
  • Lichtmalerei – hier nutzt man die Handy-Taschenlampe oder andere Lichter als Pinsel, während die Kamera länger belichtet.
  • Selbstauslöser – Bis zu 25 Sekunden Zeit, um sich in Position zu bringen.
  • Fernauslöser – das Smartphone löst auf Knopfdruck aus.
  • Geräuschauslöser – Händeklatschen oder das Geräusch deiner Wahl kann das Bild auslösen
  • Manueller Modus – hier kann Blende, Belichtungszeit etc. kontrolliert werden.
  • Scanner – für die Social Media-Befütterung mit Zuschneide-Funktion und Fehlerausbesserung

Handling der Polaroid OneStep+: Einfach ist anders

Polaroid hat kräftig die Werbetrommel für die Kamera mit der App-Funktion gerührt. Unser Urteil: Hmtja. Wir sind zwiegespalten. Die App beispielsweise bietet einen auf den ersten Blick einen recht stimmigen Service. Denn wer will schon immer das komplette Handbuch oder einen großformatigen Zettel mit sich herumschleppen, wenn er nur einen spaßigen Schnappschuss machen möchte? Leider handelt es sich bei der App mal wieder um eine eher halbgare Entwicklung.

Beim ersten Durchklicken findet man hier nämlich eher eine schicke Fotoshow statt einer genauen Anleitung. Und die braucht man tatsächlich öfter als gedacht. Die minimalistischen Designs der Retro-Kamera sind zwar schick, aber man muss sich schon auskennen, um der Kamera die beworbenen Funktionen erfolgreich zu entlocken. Zwar gibt es sogar App-eigene Tutorials, die Tricks und Nutzungshinweise geben wollen. Fraglich, wieso es denn überhaupt eine eigene App braucht, wenn diese bei vielen Menüpunkten nur als eine Weiterreichung zu Youtube oder zur hauseigenen Homepage dient. Mit Verlaub: Für so etwas gibt es Suchmaschinen.

Ein dickes Minus bekommt hierbei vor allem die Tutorial-Funktion. Die Youtube-Einbindung streikt, und zwar durchgängig. Das kann an unseren Smartphones liegen, die nicht mehr ganz taufrisch sind. Schade ist es aber dennoch. Sucht man die Tutorials händisch beim Streaming-Anbieter, klappt alles ohne Probleme.

No risk, no fun mit Polaroid OneStep+

Weil man, vermutlich aus Stylegründen, wohl nicht so viel Platz auf dem Infozettel einnehmen wollte, bleiben auch sonstige Hinweise auf die vielen Funktionen recht grob. Wie man die Kamera jenseits von Klick-surrr bedient, muss man sich dann erst einmal erarbeiten, denn so richtig viel erklären tut die App leider nicht. So kommt es, dass die ersten paar Schnappschüsse mit unserem raren Fotomaterial leider eher unfreiwillig passieren.

Außerdem ist die Kamera eindeutig für Innenaufnahmen gedacht. Im Außenbereich verschwimmt und vergriselt das Bild ganz gewaltig, wenn nicht gerade schönster Sonnenschein herrscht. Außerdem vergessen wir bei den ersten Einsätzen, mittels des Kippschalters die Linse zu wechseln und bekommen zur Strafe noch ein paar weitere unscharfe Bilder.

Der Teufel steckt im Detail. Die Polaroid OneStep+ist komplett durchdesignt.

Zwar haben wir irgendwann den Bogen raus, wie die Doppelbelichtung und – besonders spaßig – die Funktion mit der Lichtzeichnung in der App per Bluetooth-Verbindung funktionieren. Doch auf die vielen Feineinstellungen, die unser geübtes Fotoauge gerne noch gemacht hätte, müssen wir verzichten.  Ganz so toll wie in der App sehen die Bilder aber leider nicht aus – zu unscharf, zu dunkel und vor allem: Zu viel Materialverschwendung. Hier wäre eine Implementierung ins Smartphone auch andersherum sinnvoll gewesen – allein schon, um Fotopapier zu sparen. Aber: No risk, no fun.

Größer wird das Foto-Risiko dann manuell und ohne App. Mit ein bisschen mehr Übung und Geduld funktioniert der Doppelbelichtungseffekt per Hand. Hier muss man einige Tricks anwenden, die wir erst nach einiger Sucherei im Netz finden: Das erste Motiv belichten, gleichzeitig ein Finger auf dem Ausschalter, bevor der Film transportiert wird. Danach die Kamera wieder einschalten, das zweite Motiv aufnehmen. Erst dann lässt man das Bild aus der Kamera springen. Gar nicht so einfach.

Der Spaßfaktor, der neben Bildkomposition und Überraschungseffekt auf einen wartet, ist und bleibt aber enorm hoch. Genau so hoch, dass man zwar die verschossenen, misslungenen Bilder kurz bereut, aber dann doch überlegt, welche der vielen Filmkassetten-Pakete man als nächstes ausprobiert. Hier bietet Polaroid die ganze Bandbreite, von farbigen Rahmen bis hin zur Ausgabe in Schwarzweiß. Wir geben es zu: Wir sind ein bißchen angefixt.

Das nächste Zubehörpaket kommt bestimmt: Die Polaroid OneStep+ fordert Smartphone-Sicherheitsfanatiker heraus.

Fazit: OneStep+ bringt Spaß am Gerät

Die Polaroid OneStep+ ist ein echter Spaßfaktor, den man sich aber erst einmal erarbeiten muss. So ganz intuitiv ist die Bedienung nicht. Dafür überwiegt der Retro-Charme und die Lust zum Risiko. Die ganz große Fotokunst kann man mit der OneStep+ nicht machen, dazu ist die Grundausstattung zu spärlich und das Zubehörmaterial eindeutig zu teuer bei mittelmäßiger Qualität.

Was man aber kann, ist: Jede Menge Spaß bei der Bildkomposition haben. Das geht tatsächlich am besten per App. Die OneStep+ ist eine echte Partycam mit Überraschungseffekt für uneitle, kreative Menschen. Und wer würde sich nicht gern zu diesem Menschenschlag dazuzählen?

Die Polaroid OneStep+ gibt es für 160 Euro im Handel. Ein Paket Sofortbilder für die I-Type-Kamera (8 Aufnahmen) kostet 16 Euro bei Amazon.


Images by Anne Jerratsch

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Mehr als Mittelklasse: Huawei P20 überzeugt im Test

Im März hatte der chinesische Hersteller Huawei in Paris seine neuen Flagship-Smartphones P20 und P20 Pro präsentiert. Laut Modell-Namen folgt das Huawei P20 dem P20 lite und rangiert so zwischen dem Einsteiger-Smartphone und dem High-end-Gerät P20 Pro. Wieso die Bezeichnung “Mittelklasse“ dem Huawei P20 aber nicht gerecht wird, und warum ich das Smartphone inzwischen zu meinem täglichen, treuen Begleiter gemacht habe, erfahrt ihr in meinem Testbericht.

Design ohne Abstriche

Wie man es in dieser Preisklasse erwarten darf, ist das Telefon einwandfrei verarbeitet. Dank des leicht gewölbten 2,5D-Glases auf Vorder- und Rückseite liegt es ebenfalls sehr gut in der Hand. Die Glasrückseite ist in den Farben Schwarz, Pink-gold sowie Blau zu haben. Besonders Letzteres ist einfach wunderschön anzusehen. Leider ist die glänzende Rückseite gleichzeitig ein ziemlicher Fingerabdruckmagnet.

Der Metallrahmen des Smartphones besitzt auf der Ober- und Unterseite jeweils zwei Unterbrechungen für die Antennen, den Lauter/Leiser- sowie den Powerbutton an der Seite. Die Tasten verfügen über einen sehr guten Druckpunkt und wackeln nicht. Das 5,8 Zoll große Display reicht außer an der Unterseite, bis fast an den Rand des Smartphones und ist an den Ecken leicht abgerundet. An der Oberseite besitzt es eine kleine Aussparung für die Frontkamera, Lautsprecher, diversen Sensoren sowie einer Benachrichtigungs-LED. Das Display selbst ist nicht gewölbt. Dadurch entstehen keine unbeabsichtigte Eingaben, wie das bei manchen Samsung Telefonen passiert.

Bei dem verbauten Display handelt es sich um ein IPS-LCD mit hervorragenden Blickwinkeln und realistischen Farben. Besonders gut gefällt mir der Homebutton unterhalb des Displays. Er enthält nicht nur einen der schnellsten Fingerabdrucksensoren, die ich je in einem Smartphone getestet habe, sondern ermöglicht es mir, auf die Navigationstasten am Displayrand zu verzichten. Dadurch geht kein Platz auf dem Display dafür verloren und das Smartphone lässt sich durch intuitive Wischgesten steuern. Dank des Fingerabdrucksensors auf der Vorderseite lässt sich das Smartphone auf dem Schreibtisch entsperren, ohne es in die Hand nehmen zu müssen.

Huawei P20 bietet High-End-Performance

Der verbaute Octa-Core-Prozessor Kirin 970 sorgt mit vier mal 2.36 Gigahertz  und vier mal 1.8 Gigahertz Taktung für eine High-End-Performance, die mit dem etwas schnelleren Snapdragon 835 absolut mithalten kann. Dank der verbauten vier Gigabyte RAM lassen sich auch mehrere aufwändige Apps parallel benutzen. Außerdem sind Apps im Multitasking beim erneuten Aufrufen sofort startklar. Der interne Speicher ist 128 Gigabyte groß, wovon dem Nutzer ungefähr 112 Gigabyte zur Verfügung stehen. Eine microSD Karte zur Speichererweiterung ist nicht vorgesehen, was bei der Größe des internen Speichers aber kaum stören sollte.

Akku schnell und lange voll

Der Akku des Huawei P20 hat eine Kapazität von 3400 Milliamper und ist dank Huaweis eigener Supercharge-Technologie in etwa 90 Minuten komplett aufgeladen. Dies ist allerdings eigentlich nie notwendig, wenn man das Telefon über Nacht auflädt. Auch bei Vielnutzung hat mir der Akku immer für einen kompletten Tag gereicht.

Software Huawei-Typisch

Android Version 8.1 zusammen mit Huaweis Bedienoberfläche EMUI sowie ein garantiertes Update auf Android 9 lassen keine Wünsche offen. Auch die Android Sicherheitspatches werden zeitnah ausgeliefert. Typisch für Huawei sind die vielen zusätzlichen Einstellmöglichkeiten. So lassen sich etwa die Blautöne des Displays reduzieren und die Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand nach den eigenen Vorlieben anpassen. Grundsätzlich gefällt mir Huaweis Softwareoberfläche EMUI sehr gut. Sie ist durchdacht, einfach zu verstehen und sieht modern aus. Da das Design des Homecreens nicht so mein Fall ist, habe ich mir einen alternativen Launcher installiert. Kleine Gimmicks werten die UI zusätzlich auf. So lässt sich per Lauter-Taste und Powerbutton eine Bildschirmaufnahme starten und beim Aufladen des Gerätes bekommt man eine coole Animation angezeigt, die euch über die verbleibende Ladedauer informiert.

Fotos: Master AI passt Einstellungen an Motiv an

Im Gegensatz zum P20 Pro verfügt das normale P20 nur über zwei Kamera-Linsen und muss daher auf einen optischen Zoom verzichten. Diese beiden Linsen stammen aber von Leica und sind identisch mit denen im Pro-Modell und bieten demnach dieselbe Bildqualität. Der 12 Megapixel auflösende Farb-Sensor und der 20 Megapixel große Schwarzweiß-Sensor machen gestochen scharfe Bilder bei jeglichen Lichtbedingungen. Gerade im Low-Light Bereich konnte die Kamera die des iPhone 8 deutlich übertrumpfen.

Eine sogenannte „Master AI“ in der Kamera-App passt die Einstellungen je nach Motiv an. Für Fotografie-Einsteiger ist dies sicher eine tolle Sache. Meiner Meinung nach werden die Fotos dann aber oft zu „farbig“ und wirken unecht. Zum Glück lässt sich die KI-Funktion an und ausschalten. Insgesamt muss sich das Huawei P20 aber auf keinen Fall hinter dem P20 Pro verstecken, wie unsere Vergleichsfotos zeigen.

Fazit: Huawei P20 überzeugt – wäre da nicht Honor

Beim P20 hat Huawei vieles richtig gemacht und ein rundes Gesamtpaket abgeliefert. Leider verzichten muss man auf eine IP-Zertifizierung, die es erlauben würde, das Telefon auch im Wasser zu verwenden. Auch ein Stereo-Lautsprecher wäre wünschenswert gewesen. Wer mit den beiden Abstrichen leben kann, erhält für 650 Euro ein solides Smartphone – wäre da nicht das Honor 10. Das Smartphone der Huawei Tochter Honor besitzt fast dieselbe Ausstattung zu einem deutlich günstigeren Preis von 400 Euro. Lediglich die Kameraqualität ist minimal schlechter. Mich persönlich hat das Huawei P20 jedoch besonders mit seiner sehr guten Kamera, dem Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite sowie dem sehr schicken Designs überzeugt.

Das P20 von Huawei bei Amazon ansehen (Provisions-Link)


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Gigaset GS185 im Test: Starker Alltagsbegleiter für unter 200 Euro

Gigaset GS185

Vor kurzem hat Gigaset seine neuen Mittelklasse-Smartphones vorgestellt. Dabei zeigte der Hersteller seine Modelle GS180, GS100 und das GS185 welche schon für wenig Geld erhältlich sind. Um zu sehen, was genau das leistungsstärkste Modell der Reihe – das Gigaset GS185 – alles kann, habe ich das Smartphone in meinen Alltag integriert und es auf Herz und Nieren getestet. Wie das GS185 hergestellt, konnte die Netzpiloten-Redaktion übrigens während eines Werksbesuchs in Bocholt erleben.

Mein erster Eindruck

Nachdem ich das Smartphone aus dem Karton geschält habe, war ich freudig überrascht, denn ich hatte für so ein günstiges Smartphone – was gerade einmal um die 179 Euro kosten soll – nicht so etwas Schickes erwartet. Das Design erinnert an die Modelle von LG und sieht zudem sehr stylisch und elegant aus. Das Smartphone ist in verschiedenen Farben erhältlich: Midnight Blue und Metal Cognac in metallic-farbener Effekt-Lackierung. Mit seinem 5,5 Zoll IPS-Panoramadisplay im 18:9-Format, HD+-Auflösung und einem schmalen Rand, hat es für mich persönlich genau die richtige Größe und lässt sich gut bedienen.

Auf der Rückseite befindet sich ein Fingerabdrucksensor und meiner Meinung nach auf genau der richtigen Stelle, denn so lässt sich das Gerät handlich einschalten. Dieser reagiert zudem auch äußerst schnell. Dennoch kann man einstellen, dass neben dem Fingersensor noch eine andere Entsperrvariante gewählt werden kann, wie beispielsweise ein Muster eingeben oder eine PIN.

Das Einrichten verlief ganz schnell, unkompliziert und ohne Probleme. Das Smartphone läuft mit Android Oreo 8.1 und ist mit einem 425 Quad-Core Prozessor von Qualcomm ausgestattet.

Das Gigaset GS185 im vollen Einsatz

Ich habe das Gigaset GS185 sofort gegen mein altes Smartphone eingetauscht und voll in Betrieb genommen. Das bedeutet die Nutzung von sämtlichen Apps wie unter anderem Google Maps, Spotify, Facebook, oder auch WhatsApp. Auch mit meiner Fitbit konnte ich mich nach anfänglichen Verbindungsproblemen dann schließlich koppeln.

Die Nutzung des Smartphones hat mir von Beginn an sehr gut gefallen. Es lässt sich angenehm bedienen und besonders gut finde ich die Auflösung des Displays mit 1440 x 720 Pixel (HD+), die ich für ein günstiges Smartphone kaum erwartet habe.

Mein Smartphone ist bei mir viel im Einsatz, weshalb es mich umso mehr überrascht hat, wie standhaft der Akku ist. Mit einem 4.000 mAh fassenden Akku mit Fast-Charge-Technologie muss ich das Smartphone viel seltener an den Strom anschließen als ich es bei meinem Sony bisher machen musste. Je nachdem wie sehr ich es beanspruche hält dieser auch mal bis zu drei Tage.

Ein paar Auffälligkeiten gibt es dennoch

Negativ fällt mir allerdings auf, dass nach mehreren Tagen Nutzung das Gerät in allem etwas länger braucht. Drücke ich beispielsweise auf die Power-Taste, dauert es mehrere Sekunden, bis es sich einschaltet. Nachdem ich das Smartphone neu gestartet habe, läuft es allerdings wieder reibungslos und angenehm schnell. Was außerdem auffällt ist auch das ruckelige Verhalten, sobald ich mich auf Facebook herumtreibe. Beim Scrollen ist das Gerät manchmal eher zögerlich unterwegs und braucht seinen Moment, bis es sich wieder gefangen hat. Das ist auch nicht bei jeder Nutzung der Fall, sondern scheint tagesformabhängig zu sein.

Dennoch punktet das Smartphone in anderen Bereichen. Unter anderem macht es mit seiner 13-Megapixel-Kamera Fotos, die für den normalen Alltag absolut in Ordnung sind. Auch an der Frontkamera habe ich nichts zu meckern und selbst hier fand ich die Möglichkeit, auch einen Blitz zu aktivieren, sehr praktisch.

Hat man ein paar schöne Bilder gemacht, kann man diese auch noch bearbeiten. Dafür stellt das Smartphone eine ganze Reihe an Tools zur Verfügung, bei denen man sich ordentlich austoben und die Bilder bearbeiten kann.

Das Haar in der Suppe

Es gab hier und da ein paar kleine Auffälligkeiten, die ich mir bisher noch nicht erklären konnte. Die LED-Anzeige im oberen Bereich des Smartphones wollte irgendwie nicht so reibungslos funktionieren. Jedenfalls nicht bei meiner Web.de-App. Bei WhatsApp blinkt, sofern es nicht anders eingestellt wurde, das LED-Lämpchen normalerweise grün. Bis das so richtig lief, hat es eine ganze Weile gedauert, aber nach langem Hin- und Herstellen klappte es dann.

Bei meiner Mail-App, die üblicherweise gelb blinkt, wollte das einfach nicht ohne Probleme laufen. Anstelle eines gelben Lichts bekam ich vielmehr ein wirres Blinkgewusel in den Farben Grün und Rot. Als es mir nicht gelang, die Ursache dafür zu finden, habe ich mir einen LED-Manager auf das Smartphone geladen, doch auch hier drang die gelbe Farbe einfach nicht durch. Ich entschied mich dann für rot, was, wie sich leider herausstellte, auch die einzige Farbe war, die mir angezeigt wurde.

Ein treuer Alltagsbegleiter ohne viel Schnick-Schnack

Da ich täglich viel Zeit im Auto oder in der Bahn verbringe, höre ich auch dementsprechend viel Musik. Da ist mir ein angenehmer Klang ganz besonders wichtig. In dieser Hinsicht hat mich das Gigaset GS185 nicht enttäuscht. Der Sound ist absolut in Ordnung, bietet aber auch nichts Außergewöhnliches. Für meine täglichen Reisen reicht es jedoch allemal.

Wer Musik nicht via Spotify oder anderen Streaming-Diensten hört, der kann das Smartphone mit einer SD-Karten aufrüsten, falls der interne Speicher von 16 GB nicht ausreicht. Hierfür bietet das Gerät einen Dual-SIM und einen SD-Slot. Hier finden also zwei Dual-SIM-Karten und eine SD-Karte mit bis zu 256 GB Platz.

Für wen geeignet?

Das Smartphone hat seine Stärken und Schwächen und für mich überwiegen ganz klar die Stärken. Um auf sozialen Kanälen unterwegs zu sein, mit den Freunden und der Familie zu kommunizieren, nette Bilder zu schießen oder seine Emails im Blick zu behalten (wenn auch mit rotem Blinklicht) ist das Smartphone für einen Preis von 179 Euro mehr als ausreichend. Es reagiert schnell, hat eine angenehme Größe für diejenigen, die lieber ein größeres Smartphone in der Hand halten und sieht dazu noch sehr stylisch aus. Auch Spiele lassen sich ohne Umstände auf dem Smartphone gut spielen. Der Akku hat einen langen Atem und hält einiges aus.

Ja, das Smartphone weist hier und da ein paar kleine Macken auf, aber für das Geld sollte man eben auch nicht zu viel erwarten. Besonders gut eignet es sich für diejenigen, die nicht den ganzen Tag am Smartphone hängen und nicht den allerbesten Standard erwarten. Als Einsteigergerät empfinde ich es als ebenso gut geeignet. Ich persönlich arbeite viel mit meinem Smartphone und hab mich dabei nicht von den Kleinigkeiten stören lassen, zumal diese auf alle Fälle ausbaufähig sind. Wer also nach einem fähigen Mittelklasse-Smartphone sucht, der ist hier meiner Meinung nach genau an der richtigen Stelle.

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Auf der Jagd nach dem richtigen Emoji

Auf die Plätze, fertig, suchen! Im kostenlosen Browsergame Emoji Scavenger Hunt von Google treffen Machine Learning, Künstliche Intelligenz und Augmented Reality aufeinander. Ein netter Zeitvertreib für zwischendurch, den ich dir hier einmal genauer zeigen möchte.

Suche nach vorgegebenen Emojis

Die App ist ganz einfach über den Browser auf eurem Smartphone oder Tablet zu öffnen. Keine Anmeldung, keine Angaben, nichts, womit du rausrücken musst. Allerdings benötigt Google, damit du Emoji Scavenger Hunt spielen kannst, den Zugriff auf deine Smartphone-Kamera. Dem musst du natürlich zustimmen, sonst funktioniert das nicht. Hast du eingewilligt, kann es schon losgehen.

Der Emoji Scavenger Hunt Startbildschirm. Screenshot by Jennifer Eilitz

Nachdem der Countdown von drei herunter gezählt hat, bekommst du zu Beginn angezeigt, nach welchem Emoji du Ausschau halten musst. Diese können ganz unterschiedlich sein. Von einer Glühbirne über ein Smartphone bis hin zur Socke wird dir alles Mögliche angezeigt. Anschließend beginnt der Timer von 20 runterzuzählen und du musst dich auf die Suche nach dem Gegenstand in deiner Umgebung machen. Mir wurde unter anderem ein Hand-Emoji angezeigt, was natürlich sehr einfach zu finden ist. Lediglich die Hand vor die Kamera halten und das Spiel analysiert, ob du mit dem Gegenstand vor der Kamera richtig liegst. Die kleine Detektivin am unteren Bildschirmrand unterhält dich zudem nebenbei, indem sie deine gezeigten Gegenstände genauer unter die Lupe nimmt.

Auf der Suche nach einer Hand. Screenshot by Jennifer Eilitz

Achtung, die Zeit rennt

Ist die Zeit vorbei und du hast nicht den richtigen Gegenstand gefunden, hast du leider verloren und musst von vorn beginnen. Eigentlich könnte man meinen, dass das Spiel unheimlich einfach ist. Dennoch gibt es immer wieder Gegenstände, die du leider nicht so schnell griffbereit haben wirst. Wenn du es aber schaffst in der vorgegebenen Zeit den richtigen Gegenstand vor die Kamera zu bekommen, erhältst du automatisch für jeden richtigen Fund einen Zeitbonus in der nächsten Runde.

Netter Zeitvertreib mit einigen Fehlern

Emoji Scavenger Hunt weist zwar noch einige Fehler auf, die allerdings zu entschuldigen sind. Beispielsweise erkennt das Spiel manche Gegenstände schon dann, wenn man noch nicht einmal die Kamera drauf gerichtet hat. Zudem werden so manche Dinge falsch gedeutet oder schlichtweg nicht erkannt. Dennoch ist es beeindruckend, zu was die Technologie fähig ist und wie einfach eine Smartphone-Kamera Dinge erkennen kann. Ich kann das Spiel auf jeden Fall empfehlen, wenn einmal die Langeweile aufkommt oder du dir mit deinen Freunden ein spannendes Such-Match leisten möchtest. Für dieses Spiel gibt es einen Daumen-Hoch-Emoji!


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Spionage am Schreibtisch: Kamera abkleben beim Mac und iPhone?

stop the webcam

Täglich sitzen wir vor unseren Laptops, trinken unseren Kaffee, schreiben unsere Mails und starren dabei unentwegt auf den Bildschirm. Doch werden wir dabei gleichzeitig auch angestarrt? Aus dieser Angst heraus kleben immer mehr Menschen die eingebaute Webcam ihres Laptops, MacBooks oder auch die Kameras ihrer Smartphones ab. Was früher noch als paranoid galt, oder müde belächelt wurde, ist spätestens seit Edward Snowden zum Normalfall geworden: Kamera abkleben gegen Cyber-Spionage. Doch wie sinnvoll ist das wirklich und wie geht es am besten?

Die Großen machen es vor: Das FBI und Mark Zuckerberg kleben ihre Webcams ab

Sie alle tun es. Die Rede ist vom Abkleben der Kamera am Laptop und MacBook. Bereits im April 2016 hat es der damals noch amtierende FBI Direktor James Comey bei einer Konferenz im Center for Strategic and International Studies zugegeben. Er berichtete dort, dass man in jedem Büro einer US-amerikanischen Regierungseinrichtung abgeklebte Webcams sehen könne. Ferner bezeichnete er das Abkleben sogar als „sensible Sache“, die jeder machen sollte, berichtet 9to5Mac. Und er muss es schließlich wissen. Denn spätestens seit durch den Whistleblower Edward Snowden weltweit Einblicke über die Abhörmethoden von Geheimdiensten bekannt sind, ist die digitale Überwachung kein Geheimnis mehr.

Und nicht nur, dass sich der ehemalige FBI Direktor zu den Abklebern gesellt, sollte einem zu denken geben: Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg klebt die Kamera und das Mikrofon an seinem MacBook ab. Diese Information brachte Zuckerberg höchstpersönlich, jedoch unfreiwillig, im Juni 2016 in Umlauf. Er postete auf Facebook ein Bild von sich mit einem Instagram-typischen Rahmen, zur Feier der erreichten 500 Millionen Mitglieder von Instagram. Im Hintergrund: Sein MacBook samt kleinerer Modifikationen durch Klebeband, was der Twitter-Nutzer Chris Olson bemerkte und auf Twitter teilte.

Was hat der Durchschnittsbürger zu befürchten?

Doch wie sieht die Lage nun beim Durchschnittsbürger aus? Maik Morgenstern von AV-Test sieht es im Gespräch mit TECHBOOK als „Frage des eigenen Schutzbedürfnisses und der Bequemlichkeit.“ Wenn ihr eure Webcam ohnehin selten bis gar nicht verwendet, stellt das Abkleben keinen großen Aufwand für euch dar. Trotzdem empfiehlt er, dass ihr dann auch konsequent sein solltet und das Mikrofon gleich mit abklebt. Immerhin kann darüber abgehört werden, worüber ihr mit wem redet.

Das gilt natürlich auch für Mac- und iOS-User. Mittlerweile sollte zwar klar sein, dass es durchaus Schadsoftware für Mac und iOS gibt, trotzdem sind Windows-Rechner und Android-Smartphones immer noch das beliebtere Ziel von Angreifern. Das resultiert aus der Tatsache heraus, dass beispielsweise rund 90 Prozent der Rechner mit Windows laufen und Angreifer so einen größeren Schaden anrichten können.

Apple verbaut in den Macs ein grünes LED-Lämpchen neben der Kamera, welches leuchtet, sobald die Webcam an ist. Trotzdem ist es für Hacker möglich, beides separat voneinander zu steuern. Jedoch bringt das einigen Aufwand für Angreifer mit sich: Sie müssten sich laut MacLife zunächst Zugang zum Rechner verschaffen und den Treiber modifizieren. Dabei müssten sie eine Vielzahl von Sicherheitsmaßnahmen umgehen. IT-Sicherheitsforscher sind sich sicher, dass besonders Geheimdienste die nötigen Ressourcen haben, unbemerkt auf Webcams zuzugreifen. Für Kleinkriminelle ist das weitaus schwieriger. Nichts desto trotz sagt der IT-Sicherheitsexperte Adam Kujawa der Firma Malwarebytes im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung, dass jeder die erforderliche Software problemlos kaufen könne.

Studie zeigt: Wir werden ausspioniert – und merken es nicht mal

Für das Abkleben der Webcam spricht zudem unsere Unaufmerksamkeit vor dem Laptop. Für die Studie „Somebody’s Watching Me?“ der University of California wurden 98 Personen für harmloses Schreiben und Videos gucken vor den Laptop gesetzt. Als man sie im Anschluss fragte, ob ihnen etwas aufgefallen sei, bemerkten nur 27 Personen das blaue LED-Licht der Webcam.

Das iPhone: Der Spion auf der Toilette?

In puncto Spionage warnt der österreichische Developer Felix Krause vor Social-Media-Apps für iOS. Denn gestattet ihr ihnen den Zugriff auf die Kamera eures iPhones oder iPads, gebt ihr diesen Apps legal Zugriff auf einige Funktionen. Laut Krause dürfen die Apps dann:

  • auf Back- und Frontkamera zugreifen, wenn die App gerade im Vordergrund läuft
  • die Aufnahmen dürfen hochgeladen und mit Hilfe von Gesichtserkennungssoftware gescannt werden
  • die Aufnahmen dürfen theoretisch live gestreamt werden

Das hat zur Folge, dass die Apps sogar unsere Stimmung erfassen können. Mit Hilfe von iOS 11 Vision Framework lassen sich Gesichtsausdrücke analysieren. Des Weiteren sehen die Apps, wo wir uns gerade befinden und ob wir allein sind. Trotzdem schätzt Maik Morgenstern von AV-Test die Spionage-Gefahr auf dem Smartphone als noch geringer ein, als am Laptop. Beide Experten raten aber dazu, in den App-Einstellungen zu schauen, welche Rechte ihr den Apps gegeben habt. Nichts desto trotz gibt es durchaus Apps wie beispielsweise Instagram, der wir natürlich gestatten auf unsere Kamera zuzugreifen. Wie sollt ihr sonst das Foto eures Kaffees am Morgen posten? Laut Felix Krause ist der einzig sichere Weg also: die Kamera abkleben.

Bitkom Umfrage: Jeder vierte deckt seine Kamera ab

Dass das Abkleben der Kamera an Computer und Smartphone längst keine Ausnahme mehr ist, zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Diese hat ergeben, dass knapp jeder vierte die Kamera an Laptops, Tablets und Smartphones bewusst abdeckt. Das sind immerhin 27 Prozent der Befragten. Trotzdem entscheidet sich die große Mehrheit dagegen.

Dabei sind es vor allem die 14- bis 29-jährigen, die sich vor Angriffen auf ihre Geräte und Kameras fürchten. Von ihnen bedeckt mehr als jeder Dritte die Linsen von Laptop und Co. Dagegen sind es bei den über 65-jährigen nur noch 13 Prozent. Wenn ihr auf der sicheren Seite sein wollt, rät auch der Referent für IT-Sicherheit Dr. Nabil Alsabah beim Digitalverband Bitkom dazu, dass ihr die Kamera abkleben solltet:

„Wenn Hightech-Geräte mit Schadprogrammen infiziert sind, können Cyberkriminelle die integrierten Kameras zur ungewollten Überwachung einsetzen“.

Die Kamera abkleben – geht das auch in schön?

Dass sich viele vor der Überwachung durch die Kamera an Laptop, Smartphone und Tablet fürchten, macht sich natürlich auch der Handel zu Nutze. So sind bereits viele Arten von Abdeckungen mit Schieberegler erhältlich. Diese bieten sich sehr für die Abdeckung von Smartphone-Kameras an. Mit diesen könnt ihr in Sekundenschnelle eure Kamera abkleben oder wieder nutzen. Bei Amazon findet ihr für ein paar Euro eine große Auswahl für alle Geräte, wie beispielsweise die Abdeckung mit dem Namen Snowden des Herstellers innoGadgets (Provisions-Link). Marketingtechnisch ein äußerst clever gewählter Name.

Für diejenigen von euch, die ohnehin kaum oder nie auf die Webcam des Laptops zugreifen, reicht auch einfach ein Stück Tape. Dabei solltet ihr beachten, einen Klebesteifen zu verwenden, der sich Rückstandslos entfernen lässt. Es gibt eine große farbliche Auswahl sogenannter Washi-Tapes (Provisions-Link), die sich dafür gut eigenen. So könnt ihr für euer MacBook schwarzes Tape nehmen, damit die Abdeckung der Kamera nicht sofort ins Auge springt.

Fazit: Mit Sticker ist schicker

Auch wenn ihr euch denken mögt, warum jemand gerade Interesse an euren Kaffee-Gewohnheiten vor dem Laptop haben sollte, ist die Vorstellung eines potentiellen Beobachters nicht gerade berauschend. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, ausspioniert zu werden nicht besonders hoch ist: Die Möglichkeit und die Gefahr bestehen. Trotzdem müsst ihr selbst entscheiden, wie präsent die Gefahr für euch ist und ob ihr eure Kamera abkleben wollt. Mich packt gerade ein wenig die Paranoia und ich klebe nun einen Sticker auf die Webcam meines MacBooks – nur zur Sicherheit.

Neues MacBook, iPhone oder iPad bei Amazon aussuchen (Provisions-Link).

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


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Video-Content selbst produzieren: Nachhilfe bei Smartphone-Videos

Gute Smartphone-Videos: Anton Knoblach zeigt, wie's geht. / Image by Phil Dera für DIE ZEIT

Smartphones werden immer leistungsstärker. Das aktuelle iPhone 7 Plus besitzt beispielsweise eine Dual-Kamera, mit der Videos in einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln gedreht werden können. Mit 30 Bildern pro Sekunde und einer f/1.8-Blende ist das iPhone 7 Plus somit rein technisch bereits fähig, hochauflösende und ansehnliche Smartphone-Videos zu produzieren. Doch die Technik im Smartphone sei lange nicht alles, was für gute und erfolgreiche Handy-Videos nötig ist, sagt Video-Consultant Anton Knoblach, der Mitbegründer der Filmproduktionsfirma „unfourseen“ ist und zum Autoren-Team der Applepiloten zählt. Nun berät er kleine und große Teams beim Aufbau einer eigenen Videoproduktion. Gemeinsam mit Creative Producer Paul Ohmert zieht Knoblach momentan durch Deutschland und gibt Workshops im Bereich Videoproduktion mit dem Smartphone. Ich habe ihm im Interview nach ultimativen Tipps zum Filmedrehen mit dem Smartphone befragt.

„Ton ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale“

>„Videos zu produzieren ist mittlerweile technisch gesehen einfach geworden. Smartphones können immer mehr im Videobereich und sind in der Anschaffung im Vergleich super günstig“, betont der Wahl-Berliner. Zu einer erfolgreichen Smartphone-Produktion gehöre neben einem Smartphone vor allem auch ein ordentliches Mikrofon. „In der Filmbranche galt lang Zeit der Spaß-Leitsatz ‚Ohne Licht geht’s nicht – ohne Ton geht’s schon.‘ Das ist Quatsch, der Ton ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale. Vor allem, wenn es um Smartphone-Videos geht. Die eingebauten Mikrofone nehmen Ton nur sehr weiträumig auf – für Interviews ist das einfach nicht nah genug.“ Knoblach empfiehlt hier ein externes Mikrofon in Form eines DSLR-Aufsatzes oder ein klassisches Ansteck-Mikrofon mit oder ohne Funkstrecke.

Smartphone-Videos Workshop
Video-Consultant Anton Knoblach / Image by Eylül Aslan (Blogfabrik)

Smartphone-Videos: Stativ und Gimbal sind viel wert

Schlechter Ton sei laut Knoblach übrigens ein beliebter Anfänger-Fehler. Das Filmen im Hochformat gehörte übrigens auch lange Zeit zu diesen Fehlern. Das sei mittlerweile jedoch anders: „Früher galt das Hochformat-Video als Erkennungsmerkmal für Leute, die keine Ahnung von Video hatten, das einzige akzeptierte Format war quer. Mittlerweile kommt es aber ganz klar darauf an, für welches Format und welches Medium überhaupt gedreht wird. In manchen sozialen Netzwerken ist Hochformat beinahe schon ein Muss. Gerade die jüngeren Generationen sind immer weniger bereit, ihr Smartphone zu drehen, wenn Smartphone-Videos im Querformat in der Timeline erscheinen.“

Für die ultimative Smartphone-Produktion empfiehlt Knoblach zudem eine gute Ausleuchtung der Szenerie. Dazu gehört nicht nur Hardware in Form von beispielsweise LED-Panels, sondern vor allem bei Außendrehs auch die Berücksichtigung des Wetters. Den letzten Schliff erreichen Smartphone-Filmer laut Knoblach mit einem Stativ oder Gimbal, die unschöne Wackler im Bild verhindern. „Hier gilt die selbe Regel wie bei der Smartphone-Fotografie. Eine gute Bildgestaltung gelingt besser, wenn die Kamera unabhängig von einer wackeligen menschlichen Hand ist. Gerade bei Steadicam-ähnlichen Fahrten, etwa bei Eventfilmen, ist solches Zubehör viel wert.“

Gute Hardware muss kein Vermögen kosten

Nun scheint es doch so zu sein, dass Smartphone-Filmer eine ganze Menge Hardware anschaffen müssen, wenn gute Smartphone-Videos entstehen sollen. „Die Kosten für Licht, Stativ und Mikro sind bei der Smartphone-Videoproduktion aber immer noch überschaubar und bei weitem nicht so hoch, wie bei klassischer Ausrüstung mit Kamera“, so Knoblach.

Man müsse bei der Anschaffung der Hardware auch nicht immer das Teuerste kaufen. Explizit fürs iPhone empfiehlt der 26-Jährige beispielsweise die Anstecker-Kombi von Rode. Das smartLav+ Mikrofon gibt es bei Amazon bereits ab 59 Euro. Ein Muss ist hier allerdings der Lightning-auf-Klinke-Adapter, wenn das Mikro mit dem iPhone 7 genutzt wird. Einen richtig günstigen Geheimtipp in Sachen Mikrofon hat Knoblach ebenfalls noch parat: Das Ubegood-Ansteckmikrofon kostet gerade einmal zehn Euro und soll für Smartphone-Produktionen völlig ausreichend sein.

Dieses Wissen und einiges mehr vermittelt das junge Filmemacher-Duo Knoblach und Ohmert am 13. September im Rahmen eines Workshops in der Blogfabrik in Berlin. In neun Stunden zeigen Knoblach und Ohmert interessierten Medienschaffenden und Unternehmensvertretern, wie hochwertige Smartphone-Videos entstehen, die „für Buzz im Netz sorgen“. Dabei steht das Motto „Learning by Doing“ im Vordergrund: „Wir werden mit den Workshop-Teilnehmern alle Phasen der Videoproduktion mit dem Smartphone durchspielen. Von der ersten Idee bis hin zum Skript und schlussendlich zum fertig geschnittenen Film. Dabei zeigen wir, was mit dem Smartphone möglich ist, aber auch, wo noch die Grenzen in diesem Bereich liegen.“

Die Teilnehmerzahl des Workshops ist auf zehn begrenzt. Auf der Website der Blogfabrik sind noch Plätze zum Preis von 360 Euro verfügbar. Im großen Ratgeber-Artikel verrät Anton Knoblach außerdem 7 Tipps, mit denen ihr richtig gute iPhone-Videos erstellen könnt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Image „Workshop“ by Phil Dera für DIE Zeit / Image „Portrait Anton Knoblach“ by Eylül Aslan/Blogfabrik


The Conversation

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • AMAZON Onlinehändler-News: Bewertungen: Jede fünfte Amazon-Rezension ein Fake?: Eine Analyse des Softwareunternehmens Reviewmeta hat sich die Bewertungen auf dem Online-Marktplatz Amazon einmal genauer angesehen und ist zu dem Schluss gekommen, dass etwa jede fünfte Rezension auf Amazon gefälscht ist. Hierfür hat der Softwareanbieter rund sieben Millionen Bewertungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zudem bietet Reviewmeta ein Analyse-Tool auf seiner Webseite an, bei dem Nutzer die URL ihres gewünschten Produkts dort angeben und dies auf Fake-Rezensionen prüfen können.

  • DHL Welt: DHL und VW testen Paket-Zustellung in den Kofferraum: Beinahe jeder kennt das Warten auf den Postboten und auf das langersehnte Paket. Volkswagen hat sich jetzt etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das Liefern von Paketen direkt in den Kofferraum. Das Pilotprojekt startet derzeit in Berlin und soll etwa ein halbes Jahr lang getestet werden. Die Art wie das Ganze ablaufen soll, ist ganz einfach. DHL bietet hierfür die Lieferoption an, dass das Paket im Kofferraum hinterlegt werden soll. Das Auto muss lediglich in einem Zeitfenster von zwei Stunden an einem angegeben Platz stehen. Der Zusteller bekommt dann einen Code gesendet, mit dem er sich einmal einen Zugang zum Kofferraum verschaffen kann. Wer als Tester zur Verfügung stehen möchte, kann sich bei VW bewerben.

  • YOUTUBE t3n: Youtube Kids: Kostenloses Angebot für Kinder ab sofort in Deutschland und Österreich nutzbar: YouTube für die Kleinen – bereits seit zwei Jahren läuft YouTube Kids schon in den USA, jetzt soll es auch für Deutschland und Österreich verfügbar sein. Hierbei handelt es sich um kindergerechte und familienfreundliche Inhalte, die von den Eltern kontrolliert und individuell angepasst werden können. YouTube Kids gibt es als App für Andorid und iOS und ist vor allem für Kinder im Vorschul- und im Grundschulalter gedacht. YouTube Kids eignet sich zudem gut dafür, auch die Eltern an die Mediennutzung der Kinder heranzuführen.

  • WINDOWS10 CHIP: Neue Zahlen zeigen: Windows 10 kommt nicht in die Gänge: Windows 10 kommt nicht gegen den Vorgänger Windows 7 an – das von Microsoft gesteckte Ziel, dass bis 2018 eine Milliarde Nutzer Windows 10 auf ihren Geräten installiert haben, hat das Unternehmen schon zurückgezogen. Die Zahlen stagnieren, das Wachstum läuft nur schleppend. Lediglich für die Gamer hat das Betriebssystem einen hohen Stellenwert und ist bei ihnen beliebter als Windows 7. Das mag daran liegen, dass Microsoft den Fokus bei dem aktuellen Betriebssystem auf den Bereich Gaming gelegt hat – was sich wenigstens hier bislang gut auszahlt.

  • APPS Focus: Kamera-Apps funken persönliche Daten nach China: Dass man mit seinen Daten vorsichtig sein soll, ist allen bekannt. Das gilt natürlich auch bei Apps für das Smartphone. Experten von Stiftung Warentest haben sich jetzt besonders Kamera-Apps genauer angesehen. Eigentlich dienen sie lediglich der Verbindung zwischen Kamera und Smartphone, doch einige Apps versenden persönliche Daten der App-Nutzer. Vor allem die App „Mirrorless“ des Herstellers Yi war besonders auffällig. Sie sendet auf Server in China unter anderem Daten wie Name und Kennwort des WLAN-Netzes.

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So entschlüsselt die Strafverfolgung eure Fotos

St. Jones, Canada (adapted) (Image by Zach Meaney) (CC0 Public Domain) via Unsplash

Solange wir Menschen Fotos machen, wurden sie von uns auch manipuliert. Um Bilder zu verändern, musste man früher in der Dunkelkammer komplizierte Operationen ausführen, wohingegen heute jeder mit einem Smartphone in der Lage ist, hunderte von frei verfügbaren Tools dafür zu nutzen. Während dieser Umstand für den eigenen Instagram-Feed praktisch sein kann, stellt es eine besondere Herausforderung für die Strafverfolgung dar. Bildern kann man nicht immer vertrauen, denn sie stellen nicht immer exakt dar, was tatsächlich geschehen ist.

So habe ich beispielsweise vor Kurzem mehrere Fotos für die RSPCA (Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals, dt.: königliche Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten an Tieren, eine Tierschutzorganisation in England und Wales) analysiert, auf denen eine Ente zu sehen war, der ein Messer im Kopf steckte. Wir sollten feststellen, ob das Bild mit Photoshop manipuliert wurde. Auch die Behörden verlangen immer öfter, Bilder von Kriminaltechnikern verifizieren zu lassen – wie aber wird das gemacht und wo führt es hin?

Die Bildverarbeitungskette

Analysten verlassen sich derzeit auf Kenntnisse der „Bildverarbeitungskette“, um Bilder zu untersuchen und zu validieren. Diese Kette ist oft in sechs Hauptbereiche unterteilt:

  1. Physik: Schatten, Beleuchtung und Reflexionen
  2. Geometrie: Fluchtpunkte, Entfernungen im Bild und 3D-Modelle
  3. Optisch: Linsenverzerrung oder Abweichungen
  4. Bildsensor: Grundrauschen und Farbfilterfehler
  5. Dateiformat: Metadaten, Dateikomprimierung, Miniaturansicht und Marker
  6. Pixel: Skalieren, Zuschneiden, Klonen oder Zurücksetzen
Bildkette (Image by Richard Matthews)
Das Flussdiagramm wie Eigenschaften von Bildern, numerisch aufgelistet von Strafverfolgern untersucht werden. Image by Richard Matthews.

Anstelle des Sichtbaren ist es oft das Unsichtbare, mit dem unsere Untersuchungen beginnen. Hier konzentrieren wir uns auf die in den Bildern aufgenommenen Metadaten (Ebene 5 im Schema oben).

Dateiformat-Spurensuche: Metadaten

Wenn ein Bild gespeichert wird, enthält die Datei typischerweise Daten über das Bild, die als Metadaten bekannt sind. Es gibt mehr als 460 Metadaten-Tags innerhalb des austauschbaren Bilddateiformats für digitale Standbildkameras (EXIF 2.3). Diese Angaben unterstützten Kameras dabei, Formate zu verwenden, die zwischen Geräten ausgetauscht werden können – zum Beispiel, dass ein iPhone-Foto korrekt auf einem Samsung-Gerät angezeigt wird. Tags können Bildgröße, Standortdaten, eine kleinere Vorschau des Bildes und sogar die Marke und das Kameramodell enthalten.

Herausfinden, welche Kamera welche Fotos aufgenommen hat

In einer kürzlich durchgeführten Untersuchung konnten wir eine Bildersammlung überprüfen, die als die „Byethorne-Ente“ bekannt ist. Die Bilder, die von der RSPCA an „The Advertiser” geliefert wurden, zeigen eine Ente, in deren Kopf ein Messer steckte. Es kam rasch die Vermutung auf, dass die Bilderreihe mittels Photoshop verfälscht worden sei.

Die Byethorne-Ente (Images provided by RSPCA)
Bilder der Ente aus dem Byethorne Park. Images by RSPCA.

Wir untersuchten die Bilder mit dem ExifTool von Phil Harvey und konnten feststellen, dass vier der Bilder (links oben) von einer Kamera aufgenommen wurden, wobei der Rest von einer anderen aufgenommen wurde.

Dieses wurde anhand von Sensormustergeräuschen und statistischen Methoden bestätigt. Wir haben mit Signalverarbeitungsfiltern einen einzigartigen Fingerabdruck aus jedem Bild extrahiert und verglichen, wie sehr sie sich ähneln. Ein hoher Wert zeigt an, dass sie sich sehr ähnlich sind und wahrscheinlich miteinander korrelieren, während ein niedriger Wert darauf hindeutet, dass sie verschieden sind und es unwahrscheinlich ist, dass sie in Verbindung miteinander stehen.

Als wir vier der fünf Dateninformationspakete der Bilder verglichen, erhielten wir weit über 2.000 Merkmale. Vorausgesetzt, sie korrelieren miteinander, können wir sagen, dass die Bilder vermutlich von der gleichen Kamera stammen. Als wir das fünfte Bild testeten, war der Ähnlichkeitswert, den wir erhielten, nahezu bei Null angekommen.

Metadaten Entenbilder (Image by Richard Matthews
Die Metadaten verschiedener Bilder der Byethorne Ente im Vergleich. Sie zeigen zwei verschiedene einzigartige Bildidentifikatoren, die mit einer Smarphone Firmware verknüpft werden konnten. Image by Richard Matthews.

Das spezifische Bild-ID-Feld enthielt auch die Kamera-Firmware-Nummer. Durch Querverweise zur Bild- und Sensorgröße, die ebenfalls in den Metadaten enthalten sind, nahmen wir an, dass entweder ein Samsung Galaxy S7 oder S7 Edge verwendet wurde, um die ersten vier Bilder aufzunehmen und ein Samsung Galaxy S5 für das fünfte Bild genutzt wurde.

In den Metadaten wird außerdem der Zeitpunkt angezeigt, an dem die Bilder aufgenommen wurden. So kann eine Zeitleiste erstellt werden, die besagt, wann die Bilder aufgenommen wurden und von wem sie stammen.

Frequency of PhotosTaken (Image by Richard Matthews)
Die Zeiten, an denen die Bilder gemacht wurden, der jeweiligen Smartphone-Kamera zugeordnet. Image by Richard Matthews

Da die Fotos von zwei verschiedenen Kameras über einen Zeitraum von etwa einer Stunde aufgenommen wurden, ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Bilder hätten gefälscht sein können. Ein RSPCA-Sprecher bestätigte, dass er Bilder von der Ente von zwei unterschiedlichen Leuten erhalten hat. Das passt ins Bild. Bisher gab es jedoch nicht genügend Beweise, um die Identität eines Täters zu bestimmen.

Aus einem Bild den Standort einer Person feststellen

Das Kameramodell ist nicht das einzige, was aus den Metadaten bestimmt werden kann. Wir können sehen, wo sich mein Büro befindet, indem ich dieses Bild analysiere, das jemand von einem Stapel Bücher gemacht hat, die sich an meinem Arbeitsplatz befinden.

Bücherregal (Image by Richard Matthews)
Bücherregal (Image by Richard Matthews)
Metadaten Buecherregal (Image by Richard Matthews)
Die Metadaten des Fotos im ExifTool. Image by Richard Matthews.

Die GPS-Koordinaten sind direkt in die Bildmetadaten eingebettet. Durch das Platzieren dieser Koordinaten in Google Maps wird der genaue Standort meines Büros angezeigt. Diese offensichtliche Datenschutz-Angelegenheit erklärt, warum beispielsweise Facebook üblicherweise Metadaten aus hochgeladenen Bildern entfernt.

GPS Daten (Screenshot by Richard Matthews)
Die genaue Standort des Büros von Richard Matthews an der Universität von Adelaide kann durch die Analyse der Metadaten, die das Bild des Bücherregals enthält, herausgefunden werden. Screenshot by Richard Matthews.

Laut einem Facebook-Sprecher werden Informationen, einschließlich der GPS-Daten, automatisch aus den hochgeladenen Fotos entfernt, um Menschen davor zu schützen, „versehentlich private Informationen wie ihren Standort zu teilen“.

Die Zukunft der Bildforensik

Metadaten werden niemals isoliert verwendet. Um sicherzustellen, dass das Bild nicht modifiziert wurde und um die Beweismittelkette aufrechtzuerhalten, ist die Dokumentation oder die Herkunftsangabe, die mit einem Beweisstück zusammenhängt, für die Beglaubigung des Bildes essentiell. Dies wird immer wichtiger für die Polizei.

Zukünftig könnten Werkzeuge, die der Unterstützung der Polizei dienen, beispielsweise Audioaufnahmen (die direkt in die Kamera eingebaut sind), oder ein Wasserzeichen enthalten. Ich baue derzeit die Forschungserkenntnisse aus, die darauf hindeuten, dass jeder Bildsensor (die elektronische Einheit, die das eigentliche Bild aufnimmt) aufgrund der Art, wie er auf Licht reagiert, einen einzigartigen Fingerabdruck hat. Wer das nächste Mal ein Foto macht, sollte dies im Hinterkopf haben.

Und was war nun mit der Ente passiert? Ein Sprecher der RSPCA sagte: „Wir nehmen an, dass das Messer kurz nach Aufnahme der Fotos entfernt wurde. Ein anderes Tier, von dem man dachte, dass sie der Vogel von dem Foto sein könnte, wurde wenige Tage später quicklebendig aufgefunden. Dieser Umstand ließ uns in dem Glauben, dass das Messer nicht tief genug eingedrungen war, um erhebliche Verletzungen zu verursachen.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „St. Johns, Canada“ by Zach Meaney (CC0 Public Domain)

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The Conversation

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ratiopharm präsentiert: 99FIRE-FILMS-AWARD

[Gewinner_Goldregen_Gruppenfoto 2] (adapted)

„Dafür gibt’s doch ratiopharm! – Gute Preise, gute Besserung!“ lautet der Werbeslogan des bekannten Arzneimittelherstellers ratiopharm. Und ein Teil dieses Slogan ist gleichzeitig das Motto des diesjährigen 99FIRE-FILMS-AWARD – „Da gibt’s doch was …“.

Der 99FIRE-FILMS-AWARD ist ein Preis, der einmal im Jahr von einer fachkundigen Jury aus allen Bereichen des Films verliehen wird. Ausgezeichnet werden Kurzfilme. Diese müssen eine länge von exakt 99 Sekunden haben und die Teinehmer haben 99 Stunden Zeit, um eine Idee zu entwickeln, den Film zu drehen, zu schneiden und einzureichen.

And the Winner is

10.000 Menschen haben dieses Jahr mitgemacht, 2.500 Ideen wurden eingereicht. Die Jury, die dieses Jahr aus 14 Mitgliedern besteht, hat vier davon ausgesucht und mit dem Preis ausgezeichnet, der mit 9.999 Euro dotiert ist. Die Gewinner sind:

Die Gewinner wurden am 16. Februar im Berliner Admiralpalast gekürt.

Wertvolle Unterstützung

Seit über 40 Jahren steht in Deutschland die Firma ratiopharm für Arzneimittel in höchster Qualität zu einem bezahlbaren Preis. Der Generikamarkt ist hierzulande fest in der Hand des Ulmer Unternehmens. Generika sind Kopien patentgeschützter Medikamente – das macht sie kostengünstig und effektiv zugleich. Als bekanntester und beliebtester Hersteller von Heilmitteln trägt ratiopharm auch zu eurer Gesundheit bei.

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Teuer vs. günstig: Welches Amazon Fire Tablet ist besser?

Amazon Fire Tablet Größenvergleich

Stapelweise Literatur, Serien-Streaming oder neuerdings auch Supermarkt im Netz: Derzeit gibt es kaum eine Branche, in die der Internetriese Amazon nicht hineinwächst. Und er produziert auch eigene Geräte für seine Plattform. Nachdem ich bereits den Kindle-E-Reader ausführlich getestet habe, war ich neugierig, ob die Amazon Fire Tablets des Online-Händlers halten, was sie versprechen. Zum Vergleich habe ich aus Amazons Produktreihe die günstige Tablet-Variante und das Top-Tablet Fire HD 10 genauer unter die Lupe genommen. Bei beiden handelt es sich eigentlich um Android-Tablets, die mit einer speziellen Oberfläche von Amazon angepasst sind.

Das Schnäppchen: Amazon Fire Tablet

Dieses Tablet ist das günstigste aus der Tablet-Reihe von Amazon Fire – und eben einen genaueren Blick wert. Der erste Eindruck war ziemlich gut. Das Tablet kommt mit seinem farbigen Design stylisch daher. Mit seinen 7 Zoll wirkt es klein und kompakt. Die Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten mit einer Pixeldichte von 171 ppi empfinde ich für das kleine Gerät mehr als ausreichend. Allerdings liegt es mit 313 Gramm etwas schwer und klobig in der Hand. Mit einer Tiefe von 10,6 mm ist es auch ganz schön dick geraten. Durch das stabile Kunststoffgehäuse ist es nicht so schmutzempfindlich wie das hochwertigere Amazon Fire Tablet HD 10. Somit passt es perfekt als kleiner Begleiter in die Tasche und kann unterwegs bestens genutzt werden.

FIRE TABLET (2)
Image by Jennifer Eilitz

Das Amazon-Tablet ist auf dem Gerät mit eigenen Apps und Funktionen wie beispielsweise „Amazon-Angebote“ oder auch den „Amazon-Shop“ vertreten, um den Nutzer in den eigenen Amazon-Kosmos zu locken.

Bei dem Versuch, das Tablet benutzerdefiniert für mich einzurichten, gibt es die ersten Stolpersteine. Die vielen Apps aus dem Google Play Store kann ich nämlich nicht benutzen. Ab Werk ist nur Amazons hauseigener App-Store installiert. Sein Angebot ist viel kleiner. Schade!

Schwächen bei Akku und WLAN

Die Akkulaufzeit konnte mich nicht beeindrucken, da sich der Akku bei intensiver Nutzung schnell entlädt. Amazon vermerkt hier eine Laufzeit von etwa sieben Stunden – und somit eine ganze Stunde weniger als beim Fire HD 10. Mir kommt das ziemlich kurz vor – schließlich halten moderne Netbooks locker doppelt so lange durch.

Fire Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Die Kameraauflösung ist höchstens mittelmäßig. Eine VGA-Frontkamera und eine rückseitige Kamera mit gerade mal zwei Megapixeln sorgen für einen gewissen Retrofaktor, denn die Bilder sehen aus, als wären sie zu einer Zeit geschossen worden, als Fotohandys gerade frisch auf den Markt kamen. Für den geringen Kaufpreis überrascht mich die Qualität jedoch nicht.

Musikhören auf dem Gerät klappt besser, der Klang selbst ist deutlich und klar. Leider hat Amazon hier beim Design nicht so gut aufgepasst. Die Lautsprecher sind unten auf der Rückseite angebracht – sobald das Tablet hingelegt wird, dringt der Klang nur noch gedämpft nach außen. Es gibt noch weitere Mankos: Die Musik, die ich über die Prime-Musik-App abgespielt habe, bricht immer wieder ab, da die WLAN-Verbindung unterbricht und neu gesucht werden muss.

Das Lesen auf diesem Gerät war schon angenehmer als das ständige WLAN-Gesuche, das Gerät liegt auch nach längerer Zeit gut in der Hand. Durch die sogenannte Blue-Shade-Funktion ist das Lesen auch am Abend sogar augenschonend. Zusammen ergibt dies also ein allgemeines „befriedigend“ mit leichten Abzügen in der B-Note. Wer diesen kleinen Begleiter für Reisen, unterwegs und fürs Sofa erstehen möchte, muss immerhin nicht allzu tief in die Tasche greifen. Das Low-Budget-Tablet gibt es in verschiedenen Farben ab ca. 60 Euro.

Das Elegante: Fire Tablet HD 10

Fire HD 10 Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Trotz seiner Displaygröße von ganzen 10,1 Zoll liegt das schlanke Tablet mit einer Randbreite von gerade einmal 7,7 mm angenehm in der Hand. Ein Leichtgewicht ist es mit seinen 432 Gramm allerdings nicht. Die Auflösung mit über einer Million Pixeln (1280 x 800 Bildpunkte ergeben eine Pixeldichte 149 ppi) hat mir auf den ersten Blick besonders zugesagt. Sie stellt die Bilder und Hintergründe auf dem Tablet klar dar.

Allerdings zieht das Gerät im Gebrauch auch Fingerabdrücke magisch an, sodass es sich empfehlen würde, eine passende Hülle gleich mitzubestellen. Die günstige Variante mit ihrer Kunststoffverkleidung hat sich hier als robuster erwiesen.

Die Akkulaufzeit empfand ich bei diesem Gerät mit mehr als acht Stunden als durchaus langlebiger. Die rückseitige Kamera ist hier mit seinen fünf Megapixeln um einiges besser als sein Billigkonkurrent. Bei der Frontkamera handelt es sich hier genau wie bei der kostengünstigeren Variante um eine VGA-Kamera – nicht gerade der neueste Standard. Vielleicht lassen wir beim nächsten Mal die Kameras einfach weg.

(zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken)

Lesen: nein. Streaming und Daten sichern: ja, bitte!

Wie verhält sich das Amazon Fire Tablet im Alltagsgebrauch? Es taugt ganz sicher nicht zum regelmäßigen Lesen – ein starker Spiegeleffekt stört den Genuss zumindest bei Tageslicht. Außerdem ist es für gemütliche Daddel-Sessions auf der Couch einfach zu groß und zu unhandlich geraten.

Als schicker, externer Datenspeicher macht es hingegen eine enorm gute Figur, denn mit einer microSD-Karte kann man es um bis zu 200 GB Speicherplatz erweitern. Alternativ kann auch der von Amazon angebotene unbegrenzte Cloud-Speicherplatz genutzt werden. Wer das Tablet zum Streamen von Filmen oder Musik nutzt, den erwartet ein wirklich guter Klang. Pluspunkt: Das Gerät lässt sich schön laut stellen, der Ton ist klar und gut verständlich.

Das Shoppen und Stöbern in den Shops empfand ich ebenfalls als sehr angenehm, da der Shop genauso aufgebaut ist wie die Desktop-Version. Den Nutzer erwartet hier keine große Überraschung. Auch hier bekommen vor allem Amazon Prime-Nutzer erneut eine Menge geboten: Zahlreiche kostenlose Apps und Spiele sind freigeschaltet, zusätzlich lockt Amazon mit besonderen Angeboten, dem Amazon-Shop und regelmäßige Hinweise auf dem Startbildschirm für die neuesten Aktionen.

Fazit: Auch dieses Amazon Fire Tablet bleibt eindeutig Zweitgerät – als netter Zeitvertreib beim Streaming und als Back-up-Hilfe macht es wirklich Spaß. Für etwa 199,00 Euro kann man das Tablet bestellen.

Die Amazon Fire Tablet-Funktionen

Amazon ist überall: Die Amazon-Apps springen dem Nutzer ständig ins Auge. Für das Amazon Fire Tablet lohnt es sich definitiv, ein Prime-Mitgliedsabo abzuschließen, denn nur so lässt sich das Rundum-Sorglos-Paket wirklich genießen. Für Nichtabonnenten macht die Nutzung deutlich weniger Spaß – eine subtilere Vermarktung der eigenen Apps und Services wäre hier eleganter gewesen.

  • Unbegrenzt, aber nicht für immer: Amazon Drive

Wer viele Daten hat, muss auch viel Speicherplatz zur Verfügung haben – eine Platzerweiterung gibt es unbegrenzt in der Cloud von Amazon-Drive. Die Übertragungsrate ist angenehm schnell, so macht Backuppen zumindest ein bisschen Spaß. Amazon bietet hier eine dreimonatige, kostenlose Probemitgliedschaft an. Nach Ablauf der Zeit lässt Amazon sich die Nutzung der Cloud ganze 70 Euro im Jahr kosten. 

  • Ein flüssiges Prime-Erlebnis: Streaming ohne Ende

Amazon Prime Nutzer können sich entspannt zurücklehnen und Filme und Serien ohne Ende schauen. Hier eignet sich die Videofunktion ganz besonders gut, da Filme und Serien wie auf dem Fernseher geschaut werden können – und zwar geräteübergreifend. Die Streaming-Funktion eignet sich daher ideal zum Reisen oder für eine kurze Serienfolge abends im Bett. Besonders clever: Filme und Serien können auch offline auf den Geräten gespeichert werden. Der Download ist einfach zu handhaben. Dem Nutzer werden je nach Qualität des Videos verschiedene Speichervarianten empfohlen. Der Download dauert nur wenige Minuten und im Anschluss findet man den Film oder die Serie im übersichtlich gestalteten Download-Ordner der Video-App. 

  • Unendlich lesen wie auf dem Kindle

Die Fire Tablets sorgen für mehr Ordnung im Elektroregal. Sie verfügen über die gleichen Funktionen wie der herkömmliche Kindle-E-Reader, und die werden immer smarter. Dass Amazon sich Gedanken über das beste Leseerlebnis macht, merkt man: Die Seitenzahl, Positionsangabe oder aber auch die Minutenangabe für das verbleibende Kapitel kann je nach Bedarf angezeigt werden. Der Nutzer kann auch hier die Buchstabengröße, Zeilenabstand sowie die Schriftart und den Rand nach eigener Vorliebe einstellen. Die Geräte können außerdem die persönliche Nutzerbibliothek anzeigen, sodass man seine Bücher auch auf dem E-Reader lesen kann. Prime-Mitglieder können einmal monatlich ein Buch kostenfrei leihen. Will man diesen Service nutzen, um das Abo aber einen Bogen machen, kann man sich auch bei Kindle Unlimited anmelden.

Die Tablets verfügen zwar nicht über augenschonende Displays, mit der „Blue Shade“ -Funktion werden die Augen aber gerade vor dem Schlafen gehen um einiges entspannter. Die Funktion minimiert das blaue Licht, was uns am Einschlafen hindert und ein entspanntes Lesen ermöglicht, ohne die Augen zu belasten. Blue-Shade ist nicht nur zum Lesen geeignet, sondern auch für andere Funktionen wie Apps oder Spiele.

  • The Game is on: Spiele auf dem Tablet

Im App-Store gibt es zahlreiche Spiele und Apps, die sich der Nutzer herunterladen kann. Ob „Social Media“-Apps oder bekannte Games – mit einer Auswahl von über 500.000 Apps und Spiele lässt sich Amazon nicht lumpen. Auf jedem der beiden Geräte funktionierte das auch wirklich gut. Die Spielegrafik hat eher auf dem HD 10-Tablet überzeugt, für ein gemütliches Daddeln auf dem Sofa hingegen erwies sich das kleinere Amazon Fire Tablet als Gewinner.

  • Musikstreaming bei Amazon: Log dich ein

Bei Amazon gibt es nicht nur Serien und Filme, auch die Musikauswahl ist groß. Der Nutzer kann unter zwei Millionen Songs auswählen und seine eigenen Playlists zusammenstellen. Das ist weniger als bei den anderen großen Anbieter wie Spotify oder Apple Music, aber es reicht. Zudem laden verschiedene Playlists zum Stöbern und Streamen ein. Hierfür braucht der Nutzer jedoch ein neues Konto bei Amazon Music-Unlimited. Als Prime-Kunde zahlt man 7,99 Euro für den Zugang – alle Externen müssen 9,99 Euro über den virtuellen Musiktresen reichen.

Die Bedienung der Amazon-Music-App war einfach und unkompliziert und ähnlich aufgebaut wie bei den Konkurrenzdiensten Spotify oder Deezer. Und auch hier punktet die Offline-Variante: Alben, Songs oder Playlists können auf das Gerät heruntergeladen und offline wiedergegeben werden.

Fazit: Prime-Nutzer haben es besser

Die beiden Tablets passen ideal in die Zeit, denn sie sind schnell, leistungsstark und für den reinen Medienkonsum ausgelegt. Auf beiden Geräten lässt es sich angenehm und ruckelfrei Filme und Serien schauen, Musik hören, Spiele spielen und im Internet surfen. Wer ein Tablet genau dafür nutzen und nur hin und wieder mal ein Buch darauf lesen möchte, ist hier mit der günstigeren Variante gut beraten.

Der Elefant im Raum ist bei allen Funktionen die Dauerpräsenz von Amazon Prime. Dabei muss man nicht zwingend Prime-Kunde werden, um dieses Tablet zu nutzen, denn alle Funktionen – wie beispielsweise der Browserzugang bei Netflix – laufen problemlos. Dennoch bietet sich eine Mitgliedschaft an, um von den zahlreichen Vorteilen profitieren zu können. Die Apps, der Shop und die Angebote richten sich nun einmal am ehesten an Amazon Kunden.

Zum reinen Arbeiten finde ich die Tablets nicht brauchbar, es sei denn, man nutzt die von Amazon angebotene Cloud, um seine Daten dort abzulegen. Zudem lasen sich nicht alle frei verfügbaren Apps außerhalb des Amazon-Shops installieren.

Das Amazon Fire HD 10 kommt mit seinem gepfefferten Kaufpreis von 200 Euro etwas übertrieben daher, da es sich von den Möglichkeiten her kaum vom günstigeren Produkt unterscheidet. Für den Alltag reicht die günstige Variante, trotz weniger Speicherplatz, einer mittelmäßigen Akkulaufzeit, einem nicht ganz so hochwertigen Display und einer wirklich unterirdisch miesen Kamera dennoch aus. Die Basisfunktionen sind dem teureren Modell sehr ähnlich und alle Amazon-internen Service-Apps sind auf beiden Geräten nutzbar. Daher empfiehlt sich das Gerät am ehesten auf Reisen und für den Pendler-Alltag.


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  • ROBOTER heise: Wir sollten vorbereitet sein: Laut einer US-Studie soll jeder Roboter rund 3 menschliche Arbeitskräfte ersetzen. Zwei Ökonomen hatten sich mit dieser Thematik im Zuge der Debatte um die Auswirkungen von intelligenten Maschinen auf den Arbeitsmarkt auseinander gesetzt. Daron Acemoglu vom MIT und Pacual Restrepo von der Boston University haben anhand von Daten aus der Vergangenheit ermittelt, dass Roboter bis zu 6,2 Prozent menschlicher Arbeitskräfte ersetzen können. Was das über die Zukunft der Arbeit aussagt, ist aber noch ungewiss.

  • GOOGLE spiegel: Google will Fake News in Suchergebnissen bekämpfen: “Project Owl” ist ein neues Projekt von Google, welches gestern angekündigt wurde und “minderwertigen Content” aus den Suchergebnissen und anderen Diensten verbannen soll. Damit geht Google gezielt gegen Fake News und Hassbotschaften vor. Websiten sollen demnach zunächst von Testpersonen bewertet werden, um auch die Treffsicherheit des Algorithmus zu verbessern. Google wird bei Autocomplete-Vorschlägen künftig auf Begriffe verzichten, die als sexuelle Beschimpfung, Hassrede oder als Bedrohung bestimmter Gruppen empfunden werden können. Die Begriffe können zudem bewertet und gemeldet werden.

  • FACEBOOK zeit: Facebook darf WhatsApp-Daten weiterhin nicht nutzen: In Hamburg hat ein Gerichtsbeschluss Facebook darin eingeschränkt, auf personenbezogene Daten deutscher WhatsApp-Nutzer zuzugreifen. Facebook hat den Messaging-Dienst zwar 2014 gekauft, das Urteil schützt jetzt jedoch Telefonnummern und personenbezogene Daten, wenn die Betroffenen nicht eingewilligt haben. Auch zu den verschlüsselten Kurznachrichten wird Facebook weiterhin keinen Zugang haben, da diese verschlüsselt sind.

  • GEAR 360 curved: Samsung Gear 360 (2017) im Test: Schon die erste Gear 360 machte vieles richtig, aber die neue 2017er Version will noch vieles besser machen. 360-Grad-Fotos und –Livestreams sollen noch besser gemacht werden und vor allem soll sie mit fast allen Smartphones funktionieren – der Vorgänger war nur mit Galaxy-Geräten von Samsung kompatibel. Verwendbar ist sie aber selbstverständlich auch gänzlich ohne Smartphone. Die neue Gear verfügt über einen Griff, die Kugelform und ein benötigtes Stativ entfallen also. Fotos erreichen eine maximale Auflösung von 15 Megapixeln.

  • UBER watson: Uber stellt Pläne für fliegende Taxis vor – erste Tests ab 2020: Uber hebt ab und hat eingies vor! Das Unternehmen stellte gestern Pläne vor, ab 2020 erste Tests für fliegende Taxis durchzuführen. In den jeweiligen Städten sollen dann sogenannte “Vertiports” die Fluggeräte starten und landen lassen können. Das Projekt ist zunächst nur für Dallas und Dubai geplant. Das Unternehmen argumentiert, dass die Straßen vollgestopft mit Autos und teuer im Unterhalt seien und man deshalb in die Luft ausweichen müsse. Beförderungskosten sollen zudem zeitnah mit denen von heutigen Fahrdiensten vergleichbar sein. Aber Uber ist nicht das einzige Unternehmen, das hoch hinaus will.

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  • GOOGLE golem: Google-Kamera für 17.000 US-Dollar: Google hat sich mit dem Gopro-Konkurrenten Yi zusammengetan, um die nächste Generation seiner VR-Plattform zu bauen. Diese besteht aus 17 Kameras vom Typ Yi 4K. Die Kamera heißt Yi Halo und soll rund 17.000 US-Dollar kosten. Vor zwei Jahren stellte Google bereits die Surroundkamera Jump vor, die aus 16 Gopros besteht. Mit der kreisförmigen Kameraanordnung der Yi Halo können stereoskope Videos mit 8.192 x 8.192 Pixel Auflösung bei 360 Grad Abdeckung und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Auch 5.760 x 5.760 Pixel mit 60 Bildern pro Sekunde sind möglich. Eine Kamera filmt dabei immer nach oben und unten.

  • DATENSCHUTZ netzpolitik: Im Gesetz zum elektronischen Personalausweis versteckt sich ein automatisierter Abruf für Geheimdienste: Innenminister Thomas de Maizière will Ausweise nur noch mit aktivierter Funktion zur elektronischen Identifizierung ausgeben. Außerdem möchte er die biometrischen Merkmale von Ausweis und Pass in einem automatisierten Verfahren den Geheimdiensten freigeben. Das Gesetz soll noch diese Woche beschlossen werden, im Bundestag findet heute eine Anhörung dazu statt.

  • NSA heise: Geleakte NSA-Hackersoftware: Offenbar hunderttausende Windows-Computer infiziert: Dank eines NSA-Werkzeugs namens „Doublepulsar“ haben Unbekannte in den vergangenen Tagen offenbar fast 200.000 Windows-Computer in aller Welt übernommen. Das haben Sicherheitsforscher von Binary Edge ermittelt, die das Netz täglich nach infizierten Geräten durchsuchen. Besonders stark betroffen sind demnach die Vereinigten Staaten, vor Hongkong und China. Schon zuvor hatten Sicherheitsforscher ermittelt, dass mehr als fünf Millionen Geräte für die NSA-Malware angreifbar sein dürften, obwohl Microsoft bereits einen Patch veröffentlicht hat. Seit die Hacker der Shadow Brokers dieses und andere NSA-Hackingtools veröffentlicht haben, steigt die Zahl der Infektionen aber rasant an.

  • POLITIK handelsblatt: Wie die EU die Brexit-Gespräche angeht: Zuerst schien die Europäische Union wie erstarrt, überrumpelt und tief gekränkt vom Liebesentzug der Briten. Es folgten Trauer und Trotz, Selbstzweifel und Streit. Jetzt aber scheint die Rest-EU der 27 gefasst und bereit für die Verhandlungen über den Brexit. Kühl, präzise und stählern haben sie ihre Ziele formuliert. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat das Motto vorgegeben: „Im Kern geht es um Schadensbegrenzung.“

  • GOOGLE googlewatchblog: Google Play Awards: Das sind die Nominierten für die besten Android-Apps 2017: Im Play Store tummeln sich Millionen von Apps in unzähligen Kategorien und allen Qualitätsstufen. Um die besten Apps herauszustellen hat Google im vergangenen Jahr die Google Play Awards geschaffen, mit denen die besten Apps in ihren Kategorien ausgezeichnet werden. Auch in diesem Jahr wird es diese Preisverleihung wieder geben, und jetzt wurden die Nominierten in den 12 Kategorien bekannt gegeben.

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  • DATA heise: Bundestag genehmigt Ausbau der Videoüberwachung: Der Bundestag hat mitten in der Nacht zum Freitag den umstrittenen Entwurf der Bundesregierung für ein „Videoüberwachungsverbesserungsgesetz“ unverändert beschlossen. Mit der damit einhergehenden Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes sollen mehr Kameras an „öffentlich zugänglichen großflächigen Anlagen“ angebracht werden dürfen. Das Parlament will damit die Sicherheit vor allem in Sport-, Versammlungs- und Vergnügungsstätten, Einkaufszentren oder Parkplätzen sowie in Einrichtungen und Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs erhöhen.

  • FACEBOOK t3n: Weitere Snapchat-Kopie: Facebook startet „Messenger Day“:Nach Instagram („Stories“) und zuletzt Whatsapp („Status“) hat Facebook jetzt auch seinem Messenger eine Funktion spendiert, die stark an das Stories-Original des Rivalen Snapchat erinnert. Nutzer können mit „Messenger Day“ jetzt Bilder, Videos und persönliche Nachrichten für 24 Stunden teilen. Die Funktion wird ab sofort weltweit für Android und iOS ausgerollt, wie Facebook mitteilt. Die Fotos und Videos können die Nutzer entweder mit allen oder nur mit bestimmten Freunden oder Familienmitgliedern teilen. Die Inhalte verschwinden nach 24 Stunden wieder. Daher, so Facebook, könnten beliebig viele Bilder und Videos geteilt werden. Wer nicht will, dass die Inhalte 24 Stunden lang online sind, kann sie schon vorher aus dem Day-Bereich wieder entfernen.

  • MICROSOFT golem: Microsoft zeigt Werbung im Windows Explorer an: Der in Windows 10 enthaltene Dateimanager wird von Microsoft verstärkt für Werbeeinblendungen verwendet. Erste Hinweise darauf gab es bereits im Herbst 2016, aktuell berichten immer mehr Anwender von solchen Werbeschaltungen. Microsoft bestätigte dies, will die Einblendungen aber nicht als Werbung bezeichnet wissen. In einer Stellungnahme spricht der Windows-Hersteller von einer Benachrichtigung, wie The Verge berichtet. Die vorliegenden Berichte von Windows-10-Nutzern beschreiben hingegen klar eine Werbeeinblendung. Microsofts Cloud-Speicherdienst Onedrive ist bereits Bestandteil von Windows 10. Allerdings ist der maximale Speicherplatz auf 5 GByte beschränkt.

  • FINANZEN Welt: MoneyMap sagt Nutzern, wo sie Geld verschwenden: Das gerade gestartete Portal MoneyMap will künftig alle Verträge seiner Kunden digital verwalten. Der entscheidende Punkt: Das Start-up analysiert dafür das Girokonto des Nutzers. Über eine Anbieterdatenbank ordnet das Unternehmen die bestehenden Verträge auf diesem Weg zu, erkennt also etwa den Strom- oder Mobilfunkanbieter. Der Nutzer bekommt in einem zweiten Schritt konkrete Angebote und kann einen Vertragswechsel automatisch veranlassen. Den Gründern ist bewusst, dass der Einblick ins persönliche Girokonto eine heikle Sache ist. Mit dem sensiblen Thema Datenschutz und Datensicherheit setze sich das Start-up intensiv auseinander, es gebe hohe Sicherheitsstandards, versichert CTO Dmitry Kharchenko.

  • GOOGLE GoogleWatchBlog: Abschaffung der reCAPTCHA-Abfrage: Die Google-Tochter reCAPTCHA hat sich schon vor vielen Jahren Gedanken über das Problem der Captchas gemacht, und stand immer dafür, nicht allzu schwere und für Menschen unlesbare Buchstabenfolgen abzufragen. Zu diesem Zweck hatte man für lange Zeit Texte und Zahlen aus Streetview-Fotos verwendet, durch die man auch gleich noch wertvolle Daten für das eigene Angebot gewinnen konnte. Diese sind mittlerweile aber nur noch sehr selten zu sehen. Vor über zwei Jahren hatte man als Nachfolger der klassischen Captchas das No Captcha angekündigt, bei dem die Eingabe vollständig wegfällt. Stattdessen muss der Nutzer bei dieser Variante nur noch einen Haken setzen und somit bestätigen, dass er kein Bot ist. Da die Unterscheidung zwischen Bot und Mensch im Hintergrund stattfindet, hat man es nun auch geschafft den letzten Schritt zu entfernen und bietet ab sofort die Invisible reCAPTCHA an.

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  • FACEBOOK horizont: Noch keine Entscheidung im Prozess wegen verleumderischer Fotomontagen: Eine Entscheidung in dem mit viel Medieninteresse bedachten Prozess zwischen einem syrischen Flüchtling und Facebook blieb zwar aus – aber zwischen den Anwälten der beiden Seiten ging es hoch her. Eine „Wundermaschine“ bräuchte es, um wie vom Kläger gefordert festzustellen, ob auch andere Nutzer eine verunglimpfende Fotomontage mit dem Flüchtling Anas M. hochgeladen hätten, argumentierte Facebook-Anwalt Martin Munz. „Die gibt es noch nicht.“

  • DIY golem: Student entwickelt preiswerte Open-Source-Wärmebildkamera: Die DIY-Thermocam des Studenten Max Ritter basiert auf einem Lepton Sensor von Flir und bietet eine Auflösung von 160 x 120 thermischen Pixeln. Bedient wird sie über ein 3,2 Zoll großes, farbiges LCD-Display. Bilder können auf einer SD-Karte gespeichert, die Rohdaten aber auch per USB an einen angeschlossenen Computer übertragen werden. Die Elektronik besteht aus einer Reihe fertiger Module, zum Beispiel einem Teensy 3.6, über den ein ARM Cortex M4 als Mikrocontroller benutzt wird. Die einzelnen Bestandteile werden auf einer von Ritter selbstentworfenen Basisplatine aufgelötet.

  • IPHONE heise: Überwachungsfirma Cellebrite: Hacker veröffentlicht iPhone-Cracking-Tools: Wenn Software zum Knacken von Smartphones existiert, dann gelangt diese auch in die Hände Dritter, erklärt der Hacker, der die angeblich von einer Überwachungsfirma stammenden Tools veröffentlicht hat. Ähnlich argumentierte zuletzt auch Apple. Unbekannte haben weitere Daten veröffentlicht, die angeblich aus dem Fundus der Überwachungsfirma Cellebrite stammen: Der neue Datensatz umfasse verschiedene Software-Werkzeuge der Firma, die für den Zugriff auf gesperrte Smartphones gedacht sind, darunter ältere iPhones und Android- sowie BlackBerry-Geräte, wie das US-Magazin Motherboard berichtet.

  • SAFER INTERNET DAY süddeutsche: Safer Internet Day – Cybermobbing als Schwerpunkt: Mit verschiedenen Aktionen soll in ganz Deutschland auf die Gefahren der Diffamierungen im Netz aufmerksam gemacht werden. So etwa am Französischen Gymnasium in Berlin bei einer Veranstaltung mit Schülern, Jugendlichen, Pädagogen, Therapeuten sowie Staatsministerin Monika Grütters (CDU). Den Safer Internet Day, der jährlich in der zweiten Februarwoche stattfindet, gibt es inzwischen in mehr als 100 Ländern. Das weltweite Motto 2017 lautet „Be the change: Unite for a better internet“ (etwa: „Sei der Wandel – Zusammen für ein besseres Internet“). In Deutschland koordiniert die EU-Initiative klicksafe.de die Aktionen.

  • MOBILITÄT t3n: Es geht voran: Ladepunkte für Elektroautos in Deutschland fast verfünffacht: Die Verbreitung von öffentlichen Ladepunkten für Elektroautos in Deutschland schreitet offenbar rasant voran. Im vergangenen Jahr soll sich deren Zahl fast verfünffacht haben. Die mangelnde Ladeinfrastruktur gilt als einer der Hauptgründe dafür, dass Elektroautos in Deutschland trotz erheblicher finanzieller Förderung noch ziemliche Ladenhüter sind. Geht es nach einer Erhebung der europäischen Informationsplattform European Alternative Fuels Observatory (EAFO) hat sich die Zahl der Ladepunkte in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr allerdings fast verfünffacht. Wurden 2015 noch 5.571 Ladepunkte für Elektroautos in Deutschland verzeichnet, waren es der EAFO zufolge 2016 schon 24.667.

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Neun innovative Smart-Home-Gadgets

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Vielen ist Smarthome inzwischen ein Begriff. Nur was alles für praktische Gadgets unter diesen Begriff fallen, ist einem manchmal gar nicht so richtig bewusst. In erster Linie schießt uns als erstes der Gedanke ‚Sicherheit für Zuhause‘ in den Kopf. Gibt man ‚Smarthome‘ bei Google ein, wird man direkt auf die verschiedensten Kameras, Alarmanlagen, Heizkörperthermostate oder auf Einsteigerpakete für das sichere Zuhause von verschiedenen Anbietern hingewiesen.

Viele Artikel sind sehr praktisch und erweisen sich als äußerst nützlich. Doch gibt es da nicht noch etwas mehr? Etwas, was praktisch ist, für Sicherheit des Eigenheims sorgt und einem als Helfer für den Alltag dienen kann, wenn nicht gar für unterwegs?

Ich habe mich mal auf die Suche gemacht, um herauszufinden, wofür Smarthome eigentlich noch steht und welche ausgefallenen Ideen uns zu Gute kommen können. Im Folgenden stelle ich euch diese innovativen Artikel einmal genauer vor. Neben Überwachungskameras, die man auch anderweitig einsetzen kann, wird euch auch der eine oder andere Roboter über den Weg laufen. Ich wünsche viel Spaß!

Gigaset Elements Safety

Bei diesem Alarmsystem kann man Sicherheit gut mit Praktischem verbinden, denn die Kamera dient eher der Innenraumbeobachtung. Hier hat man einen guten Überblick für sämtliche Aktivitäten daheim: Ist das Kind sicher angekommen? Liegt der Hund schon wieder auf dem Sofa? Habe ich vergessen, die Fenster zu schließen? All diese Fragen können mit diesem System außerhalb des Hauses geklärt werden. Zudem sendet es Push-Nachrichten an den Besitzer, wenn Unbefugte sich Zugang verschaffen wollen. Das Starter Set gibt es schon für rund 125 Euro bei Amazon. Im Test gibt es gemischte Meinungen über das System, da es der Funktion einer richtigen Alarmanlage nicht nachkommt. Dennoch ist Gigaset Elements Safety sehr gut für alle geeignet, die ihr Zuhause gerne auch von außerhalb im Blick behalten.

Amazon Alexa Echo

Der Amazon Lautsprecher beantwortet Fragen, beispielsweise nach dem Wetter oder der Verkehrslage, spielt Musik auf Kommando oder führt Bestellungen über den Amazon Shop aus. Er nennt wichtige Termine und ist auch sonst eine nützliche Hilfe für den Alltag. Allerdings ist Alexa datenschutztechnisch sehr umstritten, da Aufnahmen direkt in die USA gesendet werden, wie es von manchen Seiten heißt. Amazon garantiert dagegen, dass erst dann die Verbindung zum Server aufgebaut wird, wenn die Namensnennung „Alexa“ erfolgt ist. Der Preis liegt bei etwa 180 Euro und ist daher noch etwas teuer für die kleinen Mängel wie schlechter Sound oder die Einrichtung des Geräts, die es noch zu verbessern gilt.

Durch die dazugehörige App und den vielen weiteren Zusätzen, die noch für die nächste Zeit angekündigt sind, ist Alexa eine wirklich innovative Idee und schneidet im Test befriedigend ab.

HiMirror

Der Traum einer jeden Frau wird endlich wahr: Ein intelligenter Spiegel, der uns täglich auf dem Laufenden über unsere Haut und die darunterliegenden Hautschichten hält und zudem noch wertvolle Pflegetipps gibt. Er analysiert die Porenbeschaffenheit, Falten und Flecken im Gesicht und reagiert mit nützlichen Anregungen und Anwendungen. HiMirror ist dabei auf die Anonymität seiner Kunden bedacht und verschlüsselt die gesammelten Daten, bevor diese gespeichert werden. Der intelligente Spiegel wertet die Daten aus und kann somit über Ergebnisse von langfristigen Pflegephasen der Haut berichten. Eine App dient dazu auch die Pflegetipps unterwegs bei sich zu haben. Für etwa 190 US-Dollar kann man den Spiegel in den USA erwerben.

EIGHT-Bettlaken

Egal ob Schlafzyklen, Schlafdauer oder Temperatur – beim EIGHT-Bettlaken wird all das gemessen, denn es handelt sich um ein elektronisches Laken, das die Schlafdaten auswertet und analysiert. Per Sensor wird zudem die Temperatur mit Hilfe eines Thermostats geregelt. Das Laken arbeitet nach dem Prinzip ‚If This Then That‘ (IFTTT) – wenn das Licht ausgeschaltet wird oder einen Tweet mit „Gute Nacht“ versendet. Die Preise liegen je nach Größe zwischen 224 Euro und 256 Euro.

Amphiro a1 basic

Eine nützliche und vor allem intelligente Wasserverbrauchsanzeige für die Dusche: Während das Wasser läuft, zeigt Amphiro a1 basic den Verbrauch und die Temperatur an. So behält man seinen Wasserverbrauch schon in der Dusche im Blick. Für etwa 70 Euro kann man sich das Produkt in seine Duschkabine hängen und auch im Test schneidet es gut ab und erhält eine gute Bewertung.

Pillo

Pillo ist ein kleiner Roboter, der nicht nur mit seinen Kulleraugen überzeugt, sondern uns auch daran erinnert, die Medikamente nicht zu vergessen. Er erkennt seinen „Besitzer“ durch eine kleine Kamera und spricht ihn direkt an, wenn es Zeit ist, die Tabletten einzunehmen. Diese bewahrt er in seinem Inneren auf und kann diese sogar selbstständig nachbestellen. Sollten Medikamente vergessen werden, sendet er im Notfall eine SMS an das mit ihm verbundene Smartphone. Aber Pillo sorgt sich nicht nur um seinen Besitzer, sondern um die ganze Familie und so sagt er auch Bescheid, wenn andere Familienmitglieder die Einnahme von wichtigen Tabletten vergessen haben. Und Pillo kann noch mehr: er beantwortet Fragen zum Thema Ernährung. Im Juli 2017 soll der kleine Helfer im Handel erhältlich sein.

Nuvap N1

Ein intelligentes Gerät zur Schadstoffkontrolle im eigenen Haus oder in der Wohnung. Es misst 24 verschiedene Parameter und ermittelt nach deren Gefährlichkeit oder Harmlosigkeit. Zu seinen Aufgaben gehören das Messen von Luftfeuchtigkeit, das Erkennen von Rauchbildung, Alarmauslösung und vieles mehr. Außerdem lässt es sich mit dem Smartphone vernetzen, sodass man alle Messwerte immer im Überblick hat. Mit ca. 600 Euro ist es allerdings als spontane Anschaffung sehr teuer.

I lock it

Ein sich automatisch schließendes Fahrradschloss – auf ein Schlüssel kann also verzichtet werden, da es sich durch die Bluetooth Low Energy Technology eigenständig auf- und wieder abschließt . Entfernt sich der Fahrradbesitzer, schließt es sich automatisch ab; kommt er wieder näher, öffnet es sich. Macht sich ein Dieb an dem Rad zu schaffen, sendet das Fahrradschloss eine Nachricht an das Smartphone des Fahrradbesitzers und sendet ebenfalls einen Alarm aus. Ziemlich praktisch eigentlich! Ab Januar 2017 sollen die ersten Schlösser zu einem Preis von ca. 120 Euro ausgeliefert werden.

Gigaset G Tag

Zum Schluss gibt es noch ein weiteres innovatives Smarthome-Gadget von Gigaset: Ein Keeper, den man an einen Schlüssel oder anderen Dingen befestigen kann, die schnell verloren gehen können. Nachdem der Keeper am Gegenstand befestigt ist, kann man sich anhand der passenden App damit verbinden. Der Keeper macht sich durch ein LED-Licht oder ein Signal bemerkbar oder sendet eine Nachricht ans Smartphone. Dieser Smarthome-Artikel ist besonders nützlich für alle, die sich täglich auf die Suche nach irgendwelchen Schlüsseln, Brieftaschen opder anderen kleinen Dingen begeben. Das Dreier-Set kostet etwa 50 Euro und einzeln ca. 20 Euro. Auch im Test konnten die Keeper überzeugen und schneiden ziemlich gut ab.


Image „Smartphone“ by Terimakasih0 (CC0 Public Domain)


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Smartphones mit Dualkameras – die fehlende Verbindung für Augmented Reality

Taking a close up (adapted) (Image by Susanne Nilsson [CC BY-SA 20] via flickr)

Smartphones mit Dualkameras werden immer häufiger, und die Tatsache, dass sie Bestandteil des neuen iPhone 7 Plus sind, deutet darauf hin, dass sie sich auch mehr und mehr etablieren. Aber während Dualkameras den Bemühungen entspringen, die Bildqualität zu verbessern, haben sie das Potenzial, uns auf einen viel interessanteren Weg zu bringen: Der wahre Grund könnte sein, dass Apple die Dualkameras benutzt, um sich auf die Welt der Augmented Reality einzustellen, die vor wenigen Monaten vom Phänomen Pokémon Go eingeführt wurde.

Das Prinzip der Augmented Reality war seit Jahren eine Lösung, die nach dem Problem gesucht hat. In den letzten Monaten war Pokémon Go die App, die die Augmented Reality nach Jahren in die Mitte der Gesellschaft gerückt hat. Da beispielsweise die Apple Watch nun ebenfalls in der Lage ist, Pokémon Go direkt auszuführen, hofft das Unternehmen offenbar, die Antwort gefunden zu haben. Das neue Dualkamera-System des iPhone 7 Plus könnte genau die Plattform sein, um vollkommen in die erweiterte Realität zu expandieren.

Die Hersteller präsentieren Dualkameras als Mittel, um Smartphone-Kameras dabei zu helfen, sich mehr wie eine professionelle digitale Spiegelreflexkamera zu verhalten – der digitale Abkömmling des Kameradesigns, das seit Mitte des 20. Jahrhunderts beliebt ist. Der Hauptgrund für die Zunahme an Dualkameras ist ihre physische Notwendigkeit. Es ist nicht möglich, ein Zoomobjektiv mit Profimaßen an einem Mobiltelefon anzubringen – die heutigen Smartphones sind einfach zu klein. Auf der anderen Seite stößt die Integration von Kamerazoom-Funktionen in die Software schnell an die Grenzen der Bildqualität. Aber da Objektive immer günstiger werden, ist eine zweite physische Kamera nun praktikabel, mit Software zum Wechseln zwischen beiden und zum Einfügen von Bildern beider Kameras.

Zwillingskameras mit verschiedenen Brennweiten, etwa einem Weitwinkel- und einem Teleobjektiv, bieten diverse Vorteile. Das Teleobjektiv kann verwendet werden, um die Verzerrung auszugleichen, die bei Weitwinkelobjektiven charakteristisch ist, indem es den abflachenden Effekt einer langen Linse ausblendet. Das Vorhandensein zwei geringfügig verschiedener Arten von Sensoren sorgt für einen besseren Dynamikbereich, den Bereich von Hell und Dunkel in Szenen, in dem eine Kamera Details erkennen kann. Ein größerer Dynamikbereich und mehr Informationen über die Szene sorgt für schärfere Details und sattere Farben.

Sich für den Zoom auf echte optische Linsen statt auf Software zu verlassen, reduziert das digitale Rauschen, das Bilder körnig werden lässt. Und mit rauscharmen Bildern mit mehr Bildinformationen ist es möglich, die Qualität des Softwarezooms zu verbessern.

Die Konstruktion stereoskopischer Szenen

So reizvoll das auch sein mag, das Hinzufügen einer zweiten Kamera auf der Rückseite bietet noch viel interessantere Möglichkeiten. Das Vorhandensein zweier geringfügig verschiedener Blickpunkte bedeutet, dass Livebilder in Hinblick auf die Tiefeninformation pro aufgenommenem Pixel verarbeitet werden können, sodass die Bilder eine zusätzliche Dimension an Tiefendaten erhalten. Da die Entfernung zwischen den beiden Kameras bekannt ist, kann die Software in Echtzeit Triangulationen durchführen, um die Entfernung zu übereinstimmenden Punkten in beiden Bildern zu ermitteln. Tatsächlich tut unser Gehirn etwas Ähnliches – dieser Vorgang nennt sich Stereopsis – sodass wir in der Lage sind, die Welt in drei Dimensionen wahrzunehmen.

Das iPhone nutzt Algorithmen für maschinelles Lernen, um die Objekte in einer Szene zu überprüfen, und schafft so eine Echtzeit-3D-Tiefenkarte der Umgebung und Objekte. Momentan nutzt das iPhone dies, um den Hintergrund vom Vordergrund zu trennen, um sich gezielt auf Objekte im Vordergrund fokussieren zu können. Dieser Effekt des Ausblendens von Hintergrunddetails, Bokeh genannt, ist eine Besonderheit von Spiegelreflexkameras und nicht ohne weiteres für kleinere Kameras wie jene in Smartphones verfügbar.

Die Tiefenkarte ermöglicht es dem iPhone, eine variable Apertur zu simulieren, welche die Möglichkeit bietet, Teile des Bildes, die außerhalb des Fokus liegen, anzuzeigen. Zwar ist das eine beneidenswerte Zusatzfunktion für die Nutzer von Smartphone-Kameras, aber nur lediglich eine Spielerei im Vergleich dazu, was Tiefenkarten wirklich können.

Natürliche Interaktivität entwickeln

Was Apple bietet, ist der erste Schritt hin zu einem Gerät wie Microsofts HoloLens. Microsoft hatte nur wenig Erfolg mit den vorangegangenen System Kinect, das kurzzeitig als Controller für die Xbox-Spielekonsolen angeboten wurde. Aber für Forscher und Ingenieure ist das Kinect ein bemerkenswertes und nützliches Stück Ingenieurskunst, das benutzt werden kann, um mit Computern natürlich zu interagieren.
Microsoft integriert einiges von der Hardware, der Software und den Erkenntnissen des Kinect in das HoloLens-System und erweitert diese durch simultane Lokalisierung und Kartenerstellung (SLAM), bei der die Umgebung in 3D kartiert und die Information benutzt wird, um geografische Überblendungen auf oder innerhalb eines Video-Feeds zu realisieren.

Eine Software, die eine vergleichbare Analyse für die Haltung und den Aufenthaltsort von Personen innerhalb einer Szene für Smartphones mit Dualkameras zur Verfügung stellt, würde ein virtuelles Fenster in die echte Welt öffnen. Durch Gesten, die ausgelesen werden, könnten die Nutzer mit einer Welt voll ‚Mixed Reality‘, also einer Mischung aus virtueller und realer Welt, interagieren, während der Beschleunigungsmesser und die GPS-Daten des Telefons Veränderungen aufzeigen und vorantreiben, wie diese Welt präsentiert und weiterentwickelt wird.

Es gab Spekulationen, dass Apple diese Technik für seinen Service Apple Maps nutzen will, um Objekte der realen Welt um digitale Informationen zu erweitern. Andere Nutzungsmöglichkeiten werden sich zeigen, wenn Dritthersteller und App-Designer ihre physischen Produkte mit sozialen Medien sowie den Möglichkeiten zum Einkaufen und Bezahlen verbinden, die das Smartphone bietet.

Apple ist nicht zufällig dort angelangt. Zusätzlich zum Erwerb von LinX hat Apple außerdem im Jahr 2015 mit Metaio einen echten Augmented Reality-Pionier aufgekauft, was an einen Plan zur Entwicklung einer Plattform für ‚Mixed Reality‘ denken lässt. Metaio hat nicht nur an Software für Augmented Reality gearbeitet, sondern auch an einem mobilen Hardware-Chipset, das diese Augmented Reality wesentlich schneller funktionieren lassen würde.

Bezeichnenderweise hat Apple zudem bereits im Jahr 2013 PrimeSense gekauft. Wenn der Name nicht vertraut klingt: PrimeSense ist ein israelisches Unternehmen, das seine Technologie zur 3D-Abtastung an Microsoft zugelassen hat, woraufhin die Kinect entwickelt werden konnte.

Wenn man Apples Fokus auf soziale Netzwerke dazuzählt, erhält man durch Augmented Reality die Möglichkeit, ein Nachrichtensystem mit Fernpräsenz – holografische Repräsentationen oder Repräsentationen der Augmented Reality entfernter Gesprächspartner – zu schaffen, oder einen Facetime-Videokonferenz-Service mit digitalisierten Hintergründen und Charakteren. Bald könnte es nicht mehr nur ein Pokémon sein, dem wir mit unserem Telefon hinterherjagen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) Taking a close up“ by Susanne Nilsson (CC BY-SA 2.0)


 

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Bitte lächeln! Die wichtigsten Trends in der Mobilfotografie 2016

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Im Rahmen der Photokina in Köln hatte ich die Gelegenheit, an einer Diskussion zum Thema Technologietrends in der Mobilfotografie teilzunehmen. Mit dabei waren auch der Veranstalter Hans Hartmann von Suite 48 Analytics und Haje Jan Kamps, Gründer von Triggertrap und freier Mitarbeiter bei TechCrunch. Die wichtigsten Trends und Entwicklungen, die zur Sprache kamen, will ich hier noch einmal vorstellen.

Raw-Daten auf Smartphone-Kameras

Die Aufnahme von Raw-Daten mit Smartphone-Kameras ist kein ganz neues Feature mehr. Bessere Windows- und Android-Smartphones bieten die Funktion schon länger. Mit der Vorstellung von Apples iPhone 7 Modellen und der mit iOS 10 einhergehenden Raw-Option ist das Thema allerdings erstmals einem breiteren Publikum nähergebracht worden.

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Konvertierung einer Raw-Datei aus dem Huawei P9 in Adobe Camera Raw

Die Vorteile von Digitalfotos im Raw-Format sind unabhängig von der Kamera immer dieselben. Anstatt den Algorithmen der JPG-Engine im Bildprozessor der Kamera die Konvertierung der aufgenommen Rohdaten ins JPG-Format zu überlassen, kann der Fotograf bei manueller Konvertierung in einer Raw-Software, wie z.B. Adobe Camera Raw, Lightroom oder Capture One, viele Bildparameter auch noch nach der Aufnahme ohne Qualitätsverlust anpassen. Rauschunterdrückung, Weißabgleich, Schärfe, Kontrast und, mit Einschränkungen sogar die Belichtung, können korrigiert werden. Raw-Daten können vor allem in schwierigen Lichtsituationen ein Lebensretter sein, helfen aber auch dabei, natürlichere Bildergebnisse zu erzielen, wenn die Standardeinstellungen der Kamera zu sehr überzeichnen, oder mehrere unterschiedliche Versionen eines Bildes zu erstellen, z.B. zum Drucken und zur Darstellung auf dem Monitor. Es besteht kein Zweifel, dass die Konvertierung von Raw-Daten die Bildqualität eines Digitalfotos verbessern oder zumindest besser an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Die Frage ist nun, ob das Ganze auf einem Smartphone überhaupt Sinn macht. Hier sind sich die Experten noch uneinig. Einerseits könnte man argumentieren, dass diejenigen Fotografen, die bereit sind, Zeit in die Bearbeitung von Raw-Daten zu stecken, im Normalfall auch ihre Spiegelreflex- oder Systemkamera nutzen. Andererseits weiß man nie, wo und wann man einem tollen Motiv begegnet. Wenn dann nur das Smartphone in der Tasche ist, bietet die Raw-Funktion viel Flexibilität, die den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem richtig guten Bild ausmachen kann.

Dual-Kameras

Dual-Kameras sind ebenfalls keine Neuheit mehr, aber in diesem Jahr haben sich zwei unterschiedliche Versionen dieses Kameratyps herauskristallisiert, die beide das Potenzial haben, echten Mehrwert zu bieten. Die Kamera im Huawei P9 oder dem Honor 5 nimmt eine Szene gleichzeitig auf einem Farb- und einem Monochromsensor auf. Letzterer kann dank fehlendem Farbfilter feinere Details, besseren Kontrast und eine erhöhte Bilddynamik erzielen. Werden die monochromen Bilddaten mit der Farbinformation des RGB-Sensors kombiniert, kann eine bessere Bildqualität erzielt werden als mit einer konventionellen Kamera.

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Die Dual-Kamera im iPhone 7 Plus

Das LG G5 und das iPhone 7 Plus nutzen eine Dual-Kamera zum optischen Zoomen. Das LG hat neben dem Standardweitwinkelobjektiv ein Superweitwinkel, auf dem iPhone gibt es stattdessen ein leichtes Tele. Das Fehlen eines optischen Zooms ist eine der Haupteinschränkungen von Smartphone-Kameras und kann durch Digitalzoom, der in der Regel zu minderwertigen Ergebnissen führt, kaum wettgemacht werden. Von daher stellen die Lösungen von LG und Apple einen echten Schritt nach vorne dar, der das kreative Spektrum der Mobilfotografie weiter erweitern sollte. Das Konzept der Dual-Kameras steckt noch in den Kinderschuhen und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis wir die ersten Kombinationen der beiden oben genannten Konzepte mit mehr als zwei Kameramodulen sehen werden. Dann wird das Thema Smartphone-Fotografie so richtig spannend werden. Die Light Kamera, die bisher nur als Prototyp existiert, gibt uns mit ihren 16 Sensoren und Objektiven darauf schon einmal einen Vorgeschmack.

Modulare Lösungen

Für viele Smartphonenutzer ist ein elegantes und vor allem dünnes Gehäuse ein wichtiges Kaufkriterium. Leider stehen diese Eigenschaften im direkten Gegensatz zur Kameraqualität. Größere Bildsensoren bieten besseres Rauschverhalten und Bilddynamik. Größere Objektive lassen mehr Licht zum Sensor oder bieten einen Zoom, und auch ein leistungsstarker Xenon-Blitz braucht Platz. Dieses Dilemma kann durch einen modularen Ansatz gelöst werden: Im Alltag trägt man das elegante und schlanke Smartphone in der Tasche. Sind bessere Bildqualität und Kamera-Features gefragt, z.B. beim Besuch eines Events oder auf Reisen, kann ein externes Modul ans Telefon angeflanscht werden.

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Das Hasselblad TrueZoom Modul am Lenovo Moto Z Force Smartphone

Bisherige Ansätze, wie zum Beispiel Sonys QX-Modelle oder die Kodak Pixpro Module, die mit vielen Smartphonemodellen kompatibel sind und per WLAN verbunden werden, hatten leider mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen, die eine größere Verbreitung verhindert haben. Die Verbindung zum Telefon war oft nicht sicher vor Unterbrechungen und konnte zu Verzögerungen in der Bedienung und Bildübertragung zum Smartphone führen. Lenovo ist der Hersteller, der dieses Jahr dem Thema Kameramodul fürs Smartphone neues Leben eingehaucht hat. Das Hasselblad TrueZoom Kameramodul bietet einen 10-fach Zoom und Xenon-Blitz. Es wird magnetisch ans Smartphone „angeheftet“ und verwandelt dieses im Handumdrehen, ohne Neustart, in eine smarte Reisekamera. Der Hauptnachteil des TrueZoom ist, dass es momentan nur mit den drei Modellen der Lenovo Moto Z Serie kompatibel ist, was einer weiten Verbreitung des Geräts nicht zuträglich sein dürfte. Trotzdem zeigt es, was momentan technisch machbar ist. Richtig spannend könnte es dann werden, wenn sich Samsung oder Apple dem Thema Kameramodul widmen und es einer breiteren Masse schmackhaft machen.

Algorithmen statt Hardware

In normalen Smartphonegehäusen gibt es nicht genug Platz, um große Bildsensoren, Zoomobjektive oder leistungsstarke Blitze unterzubringen. Die Geräte haben jedoch einen entscheidenden Vorteil gegenüber konventionellen Kameras: Rechenpower.

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Die Google Kamera App nutzt sogenanntes Image Stacking zur Verbesserung der Bildqualität

Dank leistungsstarker Prozessoren können moderne Smartphonekameras in Sekundenbruchteilen mehrere Bilder, und damit mehr Bildinformation, aufnehmen und digital verschmelzen. In der Fachsprache nennt sich dieser Prozess Image Stacking. Die resultierenden JPG-Dateien zeigen mehr feine Details, weniger Bildrauschen und eine größere Bilddynamik als Standardaufnahmen. Bei sehr dunklen Motiven ist es zudem möglich eine hellere Belichtung zu erzielen. Apples iPhones nutzen zum Beispiel solche High Dynamik Range und Nacht-Modi, ebenso wie der HDR+ Modus in der Google Kamera App. Auch hier steht die Industrie erst am Anfang der Entwicklung. Bessere Hardware und clevere Programmierkunst werden in den nächsten Jahren weiter zu noch besserer Bildqualität auf dem Smartphone beitragen.

Fazit

Während im Bereich der konventionellen Kameras der Innovationsschwung in den letzten Jahren merklich nachgelassen hat, stehen viele der neuartigen Konzepte des Mobile Imaging noch am Anfang ihrer Entwicklung. Es bleibt abzuwarten welche Technologien sich schlussendlich durchsetzen können, aber eins ist jetzt schon klar: Die Smartphonekameras der Zukunft werden ihre aktuellen Gegenstücke bei Weitem übertreffen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Applepiloten unter CC BY-ND 4.0.


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Photokina 2016: Nikon, Kodak und GoPro bringen Smartphone-gesteuerte Action-Cams

Action-Cams sind die Stars der Photokina 2016. Sie stehlen den klassischen Kameras geradezu die Show. Dies spiegelt die allgemeine Entwicklung wieder. Immer weniger Menschen kaufen herkömmliche Foto-Apparate. Action-Cams hingegen boomen und werden in diesem Jahr laut Photoindustrie-Verband und GfK einen neuen Verkaufsrekord hinlegen. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass mit Nikon nun auch eine Traditionsfirma eine Action-Kamera bringt. Marktführer GoPro und Herausforderer Kodak halten dagegen und bringen ebenfalls neue Action-Kameras heraus. Ohne ein Smartphone verblassen die Photokina-Stars jedoch. Nur per App-Steuerung holen Nutzer das Meiste raus. Nikon und Kodak setzen zudem auf die Faszination von 360-Grad-Aufnahmen und Virtual Reality. Das bietet neue Möglichkeiten fürs Storytelling. Die Neuheiten bei Action-Cams im Überblick.

Mission Accomplished? Nikon sucht mit der KeyMission 360 eine neue Perspektive

Bereits zur CES 2016 angekündigt, bestätigte Nikon jetzt auf der photokina den tatsächlichen Launch der ersten Action-Cam aus eigenem Hause. Die KeyMission 360 erscheint voraussichtlich Anfang November für 499 Euro im Handel. Mit der KeyMission 170 (399 Euro) und der KeyMission 80 (299 Euro) hat sie dabei sogar zwei kleinere Geschwister im Gepäck. Das Flaggschiff mit der 360 im Titel ist jedoch das interessantestes Modell. Mit der KeyMission 360 spricht Nikon eine Zielgruppe jenseits der DSLR-Traditionalisten an. Mit den zwei Objektiven der Kamera lassen sich auf Knopfdruck 360-Grad-Aufnahmen erstellen, entweder als Foto oder als Video in 4K. Mit Wi-Fi und Bluetooth ist sie komplett „connected“. Die Kamera unterstützt Nikons Snapbridge-Feature. Das bedeutet, dass Aufnahmen per Bluetooth automatisch und kontinuierlich auf ein Smartphone oder Tablet übertragen werden. Der Anwender muss das nicht erst manuell anstoßen. Dazu erscheint eine neue App namens Nikon Snapbridge 360/170 für Mobilgeräte und Desktop. Das Programm ermöglicht auch eine Fernsteuerung der Kamera und umfasst auch Editing-Funktionen. Ich konnte Snapbridge bereits bei einer anderen Nikon-Kamera testen und bin begeistert von dem Feature. Am Nikon-Stand auf der Photokina machte die kompakte KeyMission 360 einen sehr robusten und griffigen Eindruck auf mich. Ein Funktionstest war noch nicht möglich. Dafür ließen sich Demo-Aufnahmen per Virtual-Reality-Brille nach dem Cardboard-Prinzip anschauen. Bild- und Tonqualität waren auf hohem Niveau. Wenn Kamera-Bedienung und App-Performance beim fertigen Serienmodell ebenfalls überzeugen, könnte Nikon mit seinem guten Markennamen dem 360-Grad-Markt einen veritablen Schub geben.

VR-Bilder aus der KeyMission 360
VR-Bilder aus der KeyMission 360 am Nikon-Stand anschauen

Kodak: Den Knopf drücken – und den Rest in Virtual Reality erleben

Die amerikanische Marke Kodak hat vor über 130 Jahren das Fotografieren massentauglich gemacht. Die Firma in ihrer ursprünglichen Form ist Geschichte. Mit JK Imaging möchte ein Newcomer aus China ihr Erbe fortführen. Unter der Markenlizenz Kodak PixpPro möchte sie interaktive Panorama-Aufnahmen in 4K-Qualität und VR-Ansicht besonders intuitiv gestalten.

Kodak PixPro 4KVR360 Camera
Kodak PixPro 4KVR360 Camera

Mit der Kodak PixPro 4KVR360 Action-Cam hat das Unternehmen auf der Photokina ein entsprechendes Gerät vorgestellt. Es bündelt gleich alle aktuellen Imaging-Trends im Namen: Zwei Kameras nehmen jeweils ein 180-Grad-Bild auf und kombinieren sie automatisch zu einem 360-Grad-Kugelpanorama. Dabei entstehen entweder Stillbilder mit bis zu 27 Megapixel Auflösung oder Videos maximal in 4K-Qualität. Per WLAN und Bluetooth lassen sich die Bilder aufs Smartphone übertragen und dort im VR-Mode mit einem VR-Headset als interaktive Umgebung betrachten. Auf der Photokina-Pressekonferenz verteilte Kodak VR-Brillen nach Googles Cardboard-Prinzip. Eine Besonderheit: Die beiden Objektive verfügen über unterschiedliche Weitwinkel-Brennweiten: 235 Grad hinten und 155 Grad vorne. Wollen Anwender die Kamera wie eine herkömmliche, einäugige Action-Cam im 16:9-Format nutzen, wählen sie einfach die Frontseite. Die Kamera erledigt das Zusammenfügen der Halbkugel-Bilder zwar automatisch, aber nur in geringerer Auflösung. Wer volle 4K-Kugelpanoramen möchte, greift zur mobilen App für iOS (ab Version 8). Darüber und alternativ mit Desktop-Software für Windows und Mac können Anwender die Bilder auf Wunsch zudem direkt ins Social Web hochladen. 360-Grad-Aufnahmen der Kodak-Kamera werden von Facebook und YouTube automatisch als solche erkannt und entsprechend dargestellt. Wenn die Kodak PixPro 4KVR360 voraussichtlich Anfang 2017 erscheint, wird sie genau wie bei Nikon preislich am oberen Ende angesiedelt sein. Die Angabe ist noch nicht final, doch JK Imaging plant in der Größenordnung von rund 500 Euro.

GoPro per Sprache und App steuern

Der Marktführer bei den Action-Cams, GoPro, hat die Photokina ebenfalls für einen Launch genutzt. Mit der GoPro Hero 5 und der GoPro Hero 5 Session bringt das Unternehmen zwei neue 4K-Kameras. Auch eine passende Drohne namens Karma nimmt GoPro jetzt ins Programm. Dem Trend zu 360 Grad und Virtual Reality verweigert sich der Platzhirsch – die Kameras bleiben einäugig. Dafür werden sie deutlich smarter.

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GoPro Hero 5 am Photokina-Stand

Beide neuen Kameras lassen sich per Sprachkommando steuern. Zudem können sie Aufnahmen per WLAN automatisch in den neuen Cloud-Service GoPro Plus hochladen. Das funktioniert aber nur, wenn die Geräte gerade an der Steckdose Energie tanken. Das kostenpflichtige Cloud-Abo startet 2017 in Deutschland. Die Hero 5 Session wird sich mit der neuen App namens Capture fernbedienen lassen. Die Kamera hat dafür aber auch keinen eigenen Touchscreen wie die GoPro Hero 5. Bearbeiten lassen sich die Aufnahmen weiterhin mit der App Quik. Mac-Fans freuen sich darüber, dass Quik bald auch für OS X auf dem Desktop verfügbar sein wird. Mit 430 Euro für die GoPro Hero 5 und 330 Euro für die Hero 5 Session, müssen Käufer nicht so tief in die Tasche greifen wie bei Nikon und Kodak. Beide Geräte erscheinen im Oktober.

Fazit

Die neuen Action-Cams von Nikon, Kodak und GoPro bieten nichts revolutionär Neues. Sie verschaffen Anwender aber noch mehr Optionen, mit Action-Cams neue Storytelling-Ansätze zu verfolgen. Vor allem 360-Grad-Aufnahmen sind faszinierend. Sie ermöglichen Geschichten jenseits des zweidimensionalen „Frames“ darzustellen. Für Abenteuer und Bild-Reporter ist das sehr interessant. Genau diese Zielgruppe und dieses Anwendungsszenario vermarktet zum Beispiel Nikon. Kodak richtet sich eher an den Amateur, der eine Kamera ohne viel Federlesen einfach und schnell bedienen möchte. Beides hat seine Berechtigung. Bei GoPro finde ich die stärkere Vernetzung mit der Cloud und dem Smartphone begrüßenswert. Das gilt auch für Nikon und Kodak. Die drei Hersteller von Action-Cams machen vor, wie eine „connected camera“ sein sollte. Sie nehmen die Konnektivität und das modulare App-Prinzip von Smartphones und packen sie in Stand-alone-Kameras. Warum können traditionelle DSLR- und Systemkameras nicht auch endlich derart aufgerüstet werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Applepiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


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Wie dein Smartphone das Kino verändert

Smartphone (Image: SplitShire [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Die Smartphone-Technik spielt eine immer größere Rolle in Produktion, Vertrieb und Rezeption von Filmen. In diesem Monat hat der erste Selfie-Film der Welt Premiere und bald erscheint sogar noch eine Serie bei Instagram. Letztes Jahr wurde ein Film namens “Tangerine” beim Sundance Film Festival aufgeführt – der Film wurde komplett auf einem iPhone gedreht.

Der erste Film, der komplett auf einem iPhone gedreht wurde, war “Night Fishing” (2011). Der Regisseur setzte eine 35mm-Linse auf die Kamera seines Handys, um ein kinotaugliche Optik zu erhalten.  “Night Fishing” greift Rahmen und Grundstruktur eines traditionellen Films auf. Er verzichtet dabei auf Eigenschaften, die häufig in Verbindung mit Handyaufnahmen stehen, wie zum Beispiel unstete Bilder, wackelige Kameraschwenks, verzerrter Ton und Übelkeit verursachende Bewegungen.

Zuletzt wurden mit “Tangerine” traditionelle Codes und Regeln des Erzählens, (beispielsweise eine Parallelmontage oder die Benutzung eines Aufsatzes, um ein Breitbildformat zu erreichen) mit neueren handytypischen Eigenschaften verbunden, (wie andauernde Aufnahmen, lange Kamerafahrten und manuelle Kameraarbeit). Das Ergebnis ist eine fesselnde Vertrautheit mit den Figuren und eine einzigartige Bildschirmästhetik – eine ganz neue Kreuzung neuer und alter Methoden filmischen Geschichtenerzählens.

Neue Arten des Sehens

Der Film “Rage” aus dem Jahr 2009 war der erste Feature-Film, der für das Anschauen auf dem Handy konzipiert war und der das Handy symbolisch in den Prozess der Produktion, des Vertriebs und des Konsums eingegliedert hat. Obwohl der Film mit einer konventionellen Videokamera, vom Regisseur höchstselbst gehalten, gedreht wurde, bezieht es das Smartphone doch deutlich in die Entstehung des Films mit ein: Jeder Protagonist redet mit einer fiktiven Person, die die private Unterhaltung mit ihrem Handy filmt. “Rage” wurde sowohl in Kinos gezeigt, als auch als kostenloser Download über “Babelgum” zur Verfügung gestellt, um ihn sich auf dem Handy anschauen zu können.

Die Vorstellung des iPad im April 2010 erweiterte die Möglichkeiten des filmischen Geschichtenerzählens. “The Silver Goat” (2012) war der erste Film, der exklusiv für das iPad kreiert wurde, als eine App in Großbritannien veröffentlicht wurde, die nur auf dem iPad Premiere feierte. Diese fand in einem Londoner Route-Master-Bus statt, der viele Drehorte des Films anfuhr, während die Zuschauer sich das Machwerk gleichzeitig auf ihren iPads ansahen.

Dann wäre da noch ein Film namens “APP” aus dem Jahr 2013, welcher die Zuschauer aufforderte, sich im Vorfeld eine begleitende App mit dem Namen Iris herunterzuladen, um mit dieser während der Kinovorstellung zu interagieren. Ein Horrorfilm, in dem eine App die Kontrolle über den Protagonisten und über die Handys der Zuschauer übernimmt, spielt auf die Konsequenzen unserer zunehmenden Abhängigkeit von Smartphones und die damit verbundene Untergrabung der Privatsphäre an.

“APP” zeigt, wie neue Smartphone-Filme durch das Auswählen der Ereignisse im Drehbuch, des Themas und des Stils die Auswirkungen der durch Computer vermittelten Kommunikation auf unseren Alltag deutlich machen können. Dies ist auch ein aktuelles Thema des Dokumentarkinos, wie es in Werner Herzogs bald erscheinendem Film “Lo and Behold: Reveries of the Connected World” zu sehen ist.

Neue Arten des Filmemachens

Die Konsequenzen der neuen Mobiltechnologien auf unser tägliches Leben wird explizit in dem vor kurzem erschienenen Film “#Starvecrow” behandelt, dem “ersten Selfie-Film der Welt”. Der Film ist eine Mischung aus verschiedenem improvisiertem Material, das ausschließlich auf den Handys der Schauspieler gedreht wurde, mit Protagonisten, die sich selbst und andere mit ihren Kameras filmen. Um Realität mit Fiktion zu verbinden, wurden die Improvisationen mit Material aus Filmgalerien und Handyarchiven der Schauspieler angereichert, sodass mehr als 70 Stunden Filmmaterial entstanden.

Das Ganze wurde dann zusammengefasst und mit weiteren halbgescripteten Szenen verbunden, so dass ein 85 Minuten langer Film daraus entstand. Dieser spezielle Stil sorgt zusammen mit den Themen des Films für eine unbequeme Kinoerfahrung und stellt einen unverfrorenen Kommentar zu der dunkleren Seite der neuen Technologien dar – der Verbreitung von Selbstdokumentation, Selbstüberwachung, Narzissmus und sozialem Voyeurismus.

Heutzutage sorgen die allgegenwärtigen Smartphones dafür, dass das Verhalten einer Generation aufgenommen und für zukünftige Zuschauer öffentlich gemacht wird. Über Social-Media-Kanäle werden Leben geformt, charakterisiert und manchmal durch naives Verhalten und Fehlverhalten zerstört. Die Auswirkungen sind für uns als Gesellschaft noch gar nicht komplett abzusehen.

In allen aufstrebenden Medienformaten reflektieren und veranschaulichen Inhalte und Themen die Werkzeuge ihres Schaffens. Dabei kreieren sie neue Wege des Geschichtenerzählens, neue Produktionsarten und neue Formen des Einbeziehens von Zuschauern. Dadurch werden diese bahnbrechenden und visionären Beispiele der Smartphone-Filme ohne Zweifel einen Platz als bedeutende Innovationen in der Geschichte des Kinos einnehmen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

The Conversation


Image “Smartphone” by SplitShire (CC0 Public Domain)


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Nützliche Tipps zum Aufwerten von Bier-Fotografien

Wenn es eine Sache gibt, die Bierliebhaber noch mehr lieben als das Bier an sich, dann ist es das Posten der Fotos von ihrem Bier im Internet. // von Matthew Curtis

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Ob es nun aktuelle Bilder der Getränke sind oder Fotos von der letzten Ausbeute, sie können nicht abwarten zu fotografieren und es sogleich auf einem beliebigen Social-Media-Kanal zu teilen. Aber wer kann es ihnen in der heutigen Zeit verdenken? Moderne Plattformen wie Instagram, Twitter und Pinterest bieten einem die Möglichkeit, seine Freunde innerhalb von Sekunden wissen zu lassen, was man gerade trinkt, egal wie weit man gerade voneinander entfernt ist.

Für das Schreiben über Bier bietet der Fotozusatz eine gute Methode, um den Inhalt zu vertiefen und zu verstärken. Das kann beispielsweise ein Foto als Ergänzung einer Bierbewertung sein. Desweiteren können Reisetipps mit Ortsfotos ergänzt werden oder die Bilder dienen im Allgemeinen einfach als Mittel, um lange Passagen eines Textes zu unterbrechen. Wenn das gut gelingt, wird es nicht nur die Verbindung zu den bisherigen Lesern verbessern, zusätzlich werden auch neue Leser dazugewonnen.

Es ist wichtig, sich Zeit für Fotos zu nehmen

Für mich ist Fotografie zu einem fundamentalen Teil des Schreibens über Bier geworden. Genauso viel Zeit wie ich für das Zusammenfügen des Textes aufwende, widme ich den Aufnahmen und dem Bearbeiten der Fotos. Das bedeutet zwar sehr viel Zeitaufwand, der sich aber wirklich lohnt. Jedoch war ich nicht immer auf diesem Stand, denn einige Posts von früher zeigen traurig fotografierte Bilder, die wenig oder gar keine Aussage beinhalteten. Sie waren schlecht gerahmt, oft war ich viel zu nah am Gegenstand und ich habe immer nur Flaschen von gebrautem Bier mit einem Glas, das einen anderen Markennamen enthielt, fotografiert – ein großer Fauxpas.

Der vielleicht größte Fehler meiner Fotografie wurde durch die unzureichende Lichtquelle verursacht, folglich wurden meine Aufnahmen grobkörnig und unfokussiert. Die Mehrheit meiner Fotos sagte absolut nichts über Bier aus – sie passten nicht annähernd zu dem Geschriebenen.

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Bilder sagen mehr als der Text

Im Januar 2014 las ich einen Artikel, der alles änderte. Der detaillierte Beitrag von Michael Kiser auf Hill Farmstead faszinierte mich vom ersten bis zum letzten Paragrafen. Es waren aber nicht nur die Worte, die meine Aufmerksamkeit ergriffen. Die erstaunliche Fotografie verschaffte mir das Gefühl, als wäre ich wirklich an diesem Ort gewesen. Das erste Foto in dem Artikel von einem traurigen, nass durchtränkten Shaun Hill sagte mehr über die Brauerei aus, als der Text beschreiben konnte. Es war das erste Mal das ich einen Bericht, Good Beer Hunting, auf Kisers Seite las, aber von dem Moment an habe ich nicht einen verpasst.

Durch diesen Bericht realisierte ich, dass ich als Bierautor keinen besonders guten Job machte. Ich bot meiner Leserschaft nicht den Service, den sie verdienten. Von diesem Zeitpunkt an war ich engagiert, jeden Aspekt meines Inhalts aufzubessern. Ein wichtiger Schritt war hierbei die Investition in eine geeignete Kamera. Während ich mir selber die Kenntnisse der Fotografie beibrachte, wurde mir klar, dass wenn ich meine Kamera überall mit hin nehme, mir mehr und mehr neue Themen begegneten, über die es sich lohnt zu schreiben. Im Nachhinein gesehen, war das eine meiner besten Investitionen.

Der wesentlichste Punkt von guter Bierfotografie ist wohl die Sicherheit, dass man über eine gute Lichtquelle verfügt. Eine geeignete Kamera und eine gute Linse mit einer hohen Blendeneinstellung sind natürlich ebenfalls sehr hilfreich. Das Bier und Orte mit niedrigen Lichtverhältnissen sind nach wie vor untrennbar, Tageslicht ist aber dennoch dein bester Freund. Du solltest über das Ablichten eines Gegenstandes genauso gut nachdenken, wie du über das Verfassen eines Satzes oder Absatzes nachdenkst. Machst du alles Nötige, um sicherzustellen, dass der Gegenstand im Fokus der Darstellung steht? Unterstützt die Abbildung die zu erzählende Geschichte?

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Durch Fotos Gefühle vermitteln

Der beste Ratschlag, der mir in Bezug auf die Bierfotografie gegeben wurde, war mich von dem fokussierten Gegenstand zu entfernen und dessen Umgebung und die Menschen drum herum im Gesamtbild zu erfassen. Jeder kann ein vernünftiges Foto von einer Bierflasche machen. Viel schwieriger ist es, dass Foto so zu schießen, sodass es ein bestimmtes Gefühl vermittelt. Im Wesentlichen sollte die Bierfotografie genauso behandelt werden wie das Schreiben – das beinhaltet natürlich auch zu wissen, wann man sich von dem Zeug trennen muss, das offensichtlich nicht funktioniert.

Um tolle Ergebnisse zu erzielen, musst du nicht unbedingt viel Geld in eine teure Kamera investieren, denn jeder von uns trägt eine gute Kamera immer mit sich, in unseren Smartphones. Smartphone-Fotos scheinen oft ein wenig leblos zu sein, aber mit ein wenig sorgfältiger Bearbeitung können diese zum Leben erweckt werden. Es gibt tolle Apps, wie z.B. Afterlight (Android | iOS) und VSCO Cam (Android | iOS), die einfach zu bedienen sind und die Qualität der Fotos enorm verbessern. Auch Instagram selbst – meine erste Wahl für schnelles und einfaches Teilen meiner Fotografien – ist heutzutage sehr empfehlenswert.

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Komm nicht in Versuchung eingebaute Filter zu benutzen, besser ist es, selber zu probieren, den Gegenstand in Bezug auf seine Umgebung in den Fokus zu setzen. Merke dir, dass das ganze Verbessern nichts bringt, wenn das Foto langweilig und nicht fokussiert ist. Mein letzter Ratschlag ist, wenn man Fotos für seine eigene Online-Inhalte nutzt, man sie so groß wie möglich fotografieren sollte. Verkleinert die Fotos nicht! Es gibt nichts Schlimmeres als einen angemessenen Beitrag zu lesen, der mit winzigen und schwer entzifferbaren Bildern versehen ist. Man würde doch auch keine klitzekleine Schrift für einen geschriebenen Text wählen, oder?

Das Wichtigste ist aber, dass eine Kamera sein ständiger Begleiter ist, wo immer man hingeht und vor allem, dass man den Spaß an der Sache nicht verliert. Viel Spaß beim Fotografieren!

Übersetzung von Janine Billker.


Teaser & Images by Matthew Curtis.


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 31. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um die App Cymbal, eine Internet-Drohne von Facebook, eine Videokamera von Canon, Google und eine Neuerung in der Web-Version von Instagram. Ergänzungen erwünscht.

  • CYMBAL Digital Trends: Cymbal wants to be the social media platform for sharing music: Es ist wohl kein Geheimnis, dass man lieber durch Freunde oder Künstler neue Musik entdeckt, als sich welche von einem Computer-Algorithmus vorschlagen zu lassen – genau das hat die App Cymbal vor: Um die besagte App zu nutzen, erstellt man sich dort einen Account, indem man sich mit Facebook oder Twitter einloggt. Nachdem man Freunde und Künstler, denen man folgen will, auswählt, wird die Startseite mit einer Liste von “Cymbals”, also vorgeschlagenen Songs, gefüllt, die man sich dann entweder auf Soundcloud oder Spotify anhören kann.

  • FACEBOOK DIE WELT: Internet-Drohne: Facebook stellt “Aquila” vor: “Aquila” – so heißt die Drohne von Facebook, die die Spannweite einer Boeing 737 hat. Mit ihr möchte das Unternehmen das Überall-Internet, somit auch in entlegenen Gebieten, ermöglichen. Die Drohne ist solarbetrieben, etwas 35 Meter breit und wiegt trotzdem weniger als ein Auto, außerdem könne sie monatelang in der Luft bleiben. Facebook hat noch dazu ein sehr präzises Laser-System entwickelt, mit dem Daten mit einer Geschwindigkeit von zehn Gigabit pro Sekunde übertragen werden können.

  • CANON Golem.de: ME20F-SH: Canons Camcorder mit ISO 4 Millionen kann im (fast) Dunklen filmen: Um in kaum beleuchteten Höhlen, bei Vollmond oder an anderen dunklen Orten ist es meist sehr aufwendig, dort zu fotografieren und erst recht zu filmen. Mit dem ME20F-SH will Canon das nun ändern: Die Canon ME20F-SH ist eine Videokamera mit Aufnahmen in Full-HD, die mir Wechselobjektiven arbeitet – klingt erst einmal nicht sehr besonders. Die Kamera schafft es aber, bei geringem Licht, noch farbige Bilder aufzunehmen, da sie auf eine Lichtempfindlichkeit von unglaublichen ISO 4 Millionen kommt.

  • GOOGLE GWB: Recht auf Vergessen: Google lehnt weltweite Löschung von Links ab und riskiert hohe Strafen: Letztes Jahr wurde auf Drängen des Europäisches Gerichtshofs das sogenannte Recht aus Vergessen eingeführt, welches besagt, dass jeder Nutzer in den EU-Ländern Links zu Angeboten und Webseiten entfernen darf, die die eigene Privatsphäre angreifen oder Persönlichkeitsrechte verletzen. Soweit hält sich Google auch daran, außerhalb der EU-Länder sind diese Links aber immer noch vorhanden und somit problemlos zu finden. Der Konzern hat es jetzt offiziell abgelehnt, daran etwas zu ändern und legt sich so mit der französischen Datenschutzbehöre CNIL an.

  • INSTAGRAM The Verge: Instagram finally brings search to the web: Wenn man Instagram im Web benutzen möchte, kann man – sind wir mal ganz ehrlich – nicht wirklich viel machen. Jetzt gibt es für diese Version ein Update, womit sie schon etwas nützlicher wird: Es wird ein Such-Feature geben, mit dem man Hashtags, Orte und User-Accounts suchen kann. Außerdem verfeinert Instagram die Landing-Pages für Hashtags und Orte, sodass man, wenn man auf einen Link auf Instagram klickt, eine Seite mit den beliebtesten Ergebnissen, über den neuesten Bildern, sieht.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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ShortRead: Neue Kamera-App für Android

Google hat der Kamera-App auf den Smartphones mit Android als mobiles Betriebssystem ein umfangreiches Update spendiert. // von Tobias Schwarz

Kamera-App

Ab sofort ist über Google Play ein Update für die Kamera-App in Android erhältlich. Laut der App-Beschreibung ist das Update für Smartphones mit Android 4.4. oder höher als Systemversion erhältlich. Bisher war die Kamera fester Bestandteil von Android und wurde, wie alle Systemapps, nur mit der neuesten Version aktualisiert. In Zukunft kann wohl mit regelmäßigen Updates gerechnet werden. Neben dem neuen Design besitzt die App mit den Features Fokuseffekt (um Objekte wie mit einer Spiegelreflexkamera hervorzuheben), der verbesserten Panoramafunktion (mit hoher Auflösung), Photosphere (für eindrucksvolle 360º-Aufnahmen) und einem Sucher mit Hundert prozenziger Abdeckung für eine maximale Sensorauflösung sind die wesentlichen Neuerungen. Die aktualisierte Benutzeroberfläche ist ausblendbar, so dass eine sehr große Auslöserschaltfläche entsteht. Die ersten Bewertungen von Nutzern, trotz kritischer Anmerkungen, fallen überwiegend positiv aus.

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Die etwas andere Stabilität: Kameraführung leicht gemacht

Aufnahmen mit Gurt und Halterungssystem sind die Realtität. Mit der M?VI M10 kann dies bald der Vergangenheit angehören.

MOVi

Gerade Kameramänner und Kamerafrauen kennen das Problem. Schnelle Szenen, zu schwere Steadycam und Sommertemperaturen, die kaum auszuhalten sind. Verwackelte Bilder und unschöne Szenen würden da nur zu einem unvorteilhaften Ergebnis führen. Dies könnte sich nun ändern. Durch die M?VI M10 bahnt sich wohl schon bald eine Revolution an.

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