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Instagram führt integriertes Bezahlsystem ein

Mit seinen 250 Millionen täglich aktiven Nutzern ist Instagram eine der führenden Social-Media Anwendungen. Inzwischen ist aus der auf Fotos fokussierten Plattform aber noch viel mehr geworden, als nur ein nettes Gimmick zum Teilen von Erlebnissen. Instagram ging bereits in der Vergangenheit immer mehr in Richtung Verkaufs-Plattform. Zum Beispiel mit dem Einführen von Werbeposts oder der Möglichkeit, Produkte im eigenen Post zu markieren. Nun legt das Unternehmen noch eine Schippe der Effizienz drauf und testet in den USA erstmals Werbeanzeigen, bei denen die User direkt in der App einen Kauf abwickeln können.

Test bezieht viele bekannte Marken ein

Gerade für große Marken, die ohnehin schon einen Teil ihres Gewinns durch Anzeigen auf Instagram generieren, bietet sich diese neue Feature an. Im Moment können Benutzer aus den USA unter anderem Produkte von Adidas, H&M oder auch Zara direkt in der App kaufen. Dazu müssen sie nur einmalig ihre PayPal- oder Kreditkarten-Information hinterlegen. Dann kann mit nur wenigen Klicks direkt in der App geshoppt werden.

Rund 130 Millionen Menschen klicken monatlich auf die Werbeanzeigen auf Instagram. Durch das Einführen des neuen Bezahlsystems soll die Hemmschwelle für einen Kauf gesenkt werden, da die User jetzt nicht mehr auf externe Seiten weitergeleitet werden müssen.

Instagram lebt von Produktplatzierung

Aufgrund der hohen Reichweite hat sich Instagram in den letzten Jahren zu einer wahren Oase für Influencer und Models gemausert. Auf dieser Plattform werden regelrecht Karrieren geboren und Rekorde gebrochen. Aber nicht nur für diverse Internet-Persönlichkeiten stellt Instagram eine wahre Goldgrube da. Das Unternehmen selbst soll in 2019 voraussichtlich 10 Milliarden US-Dollar allein durch Werbeeinnahmen verdienen. Da erscheint es nur ein logischer Schritt, diese Strategie weiterzudenken und direkt auf der Plattform Käufe abzuschließen. Das könnte Instagrams Vormachtstellung auf dem hart umkämpften Markt um Reichweite und Relevanz noch einmal einen Schub verpassen.

Wann dieses Bezahlsystem auch in Europa bzw. Deutschland eingeführt werden soll, ist noch nicht absehbar. Eines steht jedoch schon jetzt fest: Das neue Bezahlsystem von Instagram könnte die Online-Shopping-Welt mächtig verändern.


Image by Kasparas Grinvalds /adobestock.com

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Netzpiloten @AllFacebook Marketing Conference

Ohne Facebook, Instagram, WhatsApp, Pinterest, Twitter und YouTube geht heute nichts mehr im Marketing. Da sich die mächtigen Social Media Plattformen stetig weiterentwickeln, sind Veranstaltungen wie die AllFacebook Marketing Conference enorm wichtig, um am Ball zu bleiben. Am 2. April wird in München auf fünf Bühnen reichlich Fachwissen von über 50 Speakern ausgebreitet. Es geht um Trends, Entwicklungen und Strategien des Social Media Marketings. Wir sind gerne wieder als Medienpartner mit dabei.

Welche Speaker werden da sein?

Wir freuen uns auf die Keynote des Online-Marketing-Experten Karl Kratz über die „Die Kunst digitaler Berührung“. Spannend wird es sicherlich auch mit Verena Hensler. Sie macht Social Media Marketing bei John Deere und spricht über B2B Social Media Marketing. Über dieses wichtige Thema referiert auch Shankho Mukherjee vom Management-Beraterteam bei LinkedIn Marketing Solutions. Persönlich freuen wir uns außerdem auf ein Wiedersehen mit Social Media & Content-Marketing Managerin Melanie Kröpfl.  

Um welche Themen und Formate geht es?

  • Expertentalks, Studententalks & Workshops
  • Deepdives, Analytics
  • Content Creation, Video Content
  • Social Advertising
  • Politics & NGO
  • Influencer, Case Study
  • Networking

Und sonst noch? – 15% Netzpiloten Rabatt!

Gute Workshops mit spannenden Aufgaben und Networking-Gelegenheiten erwarten euch. Es gibt Rabatte für Behörden, NGOs und Studenten. Man kann außerdem unterschiedliche Ticket-Kategorien erwerben. Vom einfachen Konferenzticket bis hin zum Platinumpass ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Und dann das noch: 15% Rabatt gibt es mit dem Code NETZPILOTENAFBMC. Jetzt Tickets sichern für den Social Media Marketing Booster!

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Netzpiloten @OMR Festival

Wir begleiten unsere Hamburger Kiez-Freunde, die Online Marketing Rockstars, schon seit ihren ersten Conventions auf der Reeperbahn. Jetzt ist aus dem energiegeladenen Laden ein großes OMR Festival geworden. Sehr cool! Am 7. und 8. Mai ist es wieder soweit und das führende digitale Marketing-Event in Europa wird wieder zig Tausende Besucher nach Hamburg ziehen. Mehr als 400 Aussteller und 300 Speaker erwarten euch. Auch wir Netzpiloten sind natürlich wieder gerne dabei, wenn die Konferenz samt Expo mit 150 Masterclasses, diversen Livekonzerten und legendärer Party die Hansestadt zum Hotspot der Online-Marketing-Szene macht. Besucht uns an unserem Stand!

Welche Speaker werden da sein?

Auf den Bühnen des OMR Festivals erzählen Stars der Marketing-Branche ihre Erfolgsgeschichten. Mit dem Cheddar-Gründer Jon Steinberg kommen geballte Tech-Insights aus New York zum OMR-Festival. „Oh April“ Founderin Julia Zwingenberg berichtet von ihrem instant Instagram-Erfolg. Der smarte IT-Anwalt Christian Solmecke passt ebenfalls bestens auf die OMR Bühne. Ebenfalls dabei sind TV-Stars Joko Winterscheidt und Lena Gercke oder der Rennfahrer Daniel Abt oder Darts-Legende Phil „The Power“ Taylor und, und, und…

Welche Themen erwarten euch?

Neben dem hochkarätigen Konferenzprogramm gibt es noch zwei große Bühnen auf der Expo. Die Big Picture Stage gewährt einen Blick auf die großen aktuellen Marketingtrends. Auf der Deep Dive Stage geht es mehr um das Insider-Wissen der Marketing-Welt. Auf der OMR19 sind das hier die großen Themen:

  • Innovation: Was sind die aktuellen Trends und wohin führt die Zukunft?
  • Marketing: Content-Strategien, SEO und das klassische Marketing.
  • Influencer: Große Reichweite mit Influencern!?
  • E-Commerce: Der Onlinehandel wächst und bietet Raum für ganz neue Produkte.

Und sonst noch?

Tickets für das OMR Festival könnt ihr euch im Ticketshop der Veranstaltung sichern. Für nur 40 Euro bekommt ihr für beide Tage den Zugang zur Expo und der Expo-Party. Mit Glück könnt ihr außerdem auch noch kostenlose Masterclass-Plätze ergattern. Für 449 Euro bekommt ihr das All-Inclusive-Programm aus Konferenz, Expo, garantierten Masterclass-Plätzen, sowie kostenloser Verpflegung an ausgewählten Ständen (bis 18 Uhr). 

Am Abend des ersten Veranstaltungstages erwartet euch außerdem die berühmt-begeisternde Expo-Party, auf der schon Olli Schulz, Fünf Sterne Deluxe und Oli P. aufgetreten sind. Es wird wieder die Kuh fliegen!

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Super Social Media Week Hamburg!

Vergangene Woche fand die Social Media Week in Hamburg statt. Prunkstück der Social Media Week war die dreitägige Fachmesse in Hamburg Altona. Bereits vor Konferenzstart waren die Free- und Standard-Tickets vergriffen und der Veranstalter zieht mit rund 3.000 Teilnehmern ein erneut durchweg positives Fazit. Auch wir haben die Konferenz an allen drei Tagen besucht und können schon einmal so viel verraten: Es war großartig!

Drei sehr unterschiedliche Hubs

Die Konferenz der Social Media Week fand auf drei Hubs verteilt statt, die auf gerader Linie und dicht beieinander lagen. Die University of Applied Science Europe war direkt am Ausgang des Bahnhofes zu finden. Hier fand das Programm des Premium Passes, die Workshops und Masterclasses statt. Auch gab es eine Lounge für Premium Pass-Besitzer, die sich hier stärken oder an ihrem Laptop arbeiten konnten.

Das Altonaer Museum bot allen Ticket-Besitzern ein buntes Programm auf zwei Bühnen, sowie eine kleine Interactive Area mit Ständen der SMWHH-Partnern. Auch konnte man sich hier etwas ausruhen oder networken. Die Interactive Area bot zugegeben nicht wirklich viel um dort länger zu verweilen. Dafür war der Galionsfigurensaal der absolute Hingucker der Social Media Week.

Das Altonaer Theater erweiterte die Konferenz erstmals als dritter Hub und bot zusätzlich eine sehr große Bühne für Keynotes, Panels und andere Vortragsformate.

Ein spannendes „Standard“-Programm

Auch wenn ich stolzer Besitzer eines Premium-Tickets war, stand für mich am Mittwoch „nur“ das Standardprogramm an. Den Anfang machte ein Beitrag über den Kampf gegen die German Angst, der Angst der Deutschen vor Veränderung – in diesem Falle, technologischem Wandel. Eine sehr spannende Keynote, die leider relativ spärlich besucht war. Vielleicht lag es aber auch am ersten Veranstaltungstag und der frühen Uhrzeit.

Nach dem Mittag stand für mich dann E-Sports an. Erfolgsfaktoren und Best Practise für Brand-Engagement waren Thema des Panels. Für mich interessant war, das zur Gesprächsrunde auch Marketing-Experten von Wüstenrot und Warsteiner gehörten, zweier eigentlich sehr klassischer Unternehmen. Da merkt man erst, wie stark das E-Sport-Thema tatsächlich in der Breite angekommen ist. Das Panel fand im Galionsfigurensaal des Hamburger Museums statt, der für mich ein Highlight war. Der Saal war fast immer gut gefüllt und die Themen vielfältig. Außerdem war er – mit den Galionsfiguren an der Längsseite, lila beleuchtet in Szene gesetzt – ein absoluter Hingucker.

In beiden Locations gab es übrigens auch eine Social Media Wall. Mit etwas Glück konnte man dort sogar den ein oder anderen eigenen Tweet finden. Allgemein war im Social Media, entsprechend der Thematik, eine Menge los und auch in den Panels, Keynotes, Masterclasses und Workshops waren mehr Smartphones als Notizbücher zu finden, immer mal wieder eines nach oben gereckt, um ein Foto zur eigenen Dokumentation oder für Twitter und Co zu schießen.

In die Tiefe mit dem Premium Pass

Am Donnerstag ging es dann so richtig los. Gleich drei Angebote des Premium Passes standen für mich an und machten die Universität an diesem Tag zu meinem Arbeitsplatz. Hier war deutlich mehr Zeit, um in die Tiefe zu gehen. Während die Vorträge auf den großen Bühnen meist um die 45 Minuten gingen, waren die Slots der Workshops und Masterclasses doppelt so lang. Auch die Räume waren deutlich kleiner und damit der Austausch etwas direkter.

Die Themen waren bunt gemischt. Der Schlaumacher erklärte in seinem Workshop, warum YouTube für Unternehmen interessant ist und wie der Suchalgorithmus funktioniert. Im nächsten Workshop lernte ich einiges über Artificial Storytelling, also KI-Technologie in Journalismus und Marketing. Wichtige Erkenntnis: KI wird uns Redakteure weniger ersetzen, als uns viel mehr zu unterstützen. Den Abschluss meines zweiten Tages bildete ein Beitrag über das Nutzen der Reichweite von Influencern für die eigenen Inhalte.

Durch die ganzen Workshops und Masterclasses konnte ich leider nicht zur Podiumsdiskussion zum Thema New Work, bei der auch unser Editor-at-Large Tobias Kremkau auf der Bühne war. Zum Glück hat er aber einen Artikel über seine Eindrücke geschrieben, bei der auch die Aufzeichnung eingebettet ist.

Am nächsten Tag ging es nochmals in die Universität für eine Gesprächsrunde über konstruktiven Journalismus. Es entstand eine kritische Diskussion über die Auswirkung der vorherrschenden Negativ-Berichterstattung und wie man damit brechen kann. 

Gespannt aufs nächste Jahr

Für mich war die Social Media Week ein kleines Abenteuer, da ich beruflich erst seit kurzem in der Medienwelt unterwegs bin. Hier merkte ich aber, was für ein breites Wissen ich mir bereits als YouTuber angeeignet habe, da ich bei vielen Programmpunkten einen eher überschaubaren Erfahrungsgewinn hatte. Trotzdem gab es natürlich zahlreiche Impulse und auch Anregung für künftige Artikel. Auch die gesamte Atmosphäre und die rege Social Media-Aktivität haben mich richtig begeistert. Überrascht war ich, dass der in den sozialen Medien so heiß diskutierte Uploadfilter, hier nicht ein einziges Mal Erwähnung fand.  

Schon jetzt bin ich auf die nächste Social Media Week gespannt. Dann bin ich weniger grün hinter den Ohren und kann auch Vergleiche zur vorigen Veranstaltung ziehen. Die Veranstalter wollen bis dahin weiter die Strukturen ausbauen. Wie wichtig die Social Media Week für den Digitalstandort Hamburg ist, erkennt auch Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit der Social Media Week Hamburg hat unsere Stadt einen festen Platz im globalen Netzwerk der Digital- und Kreativwirtschaft“, äußerte sich dieser zur Konferenz.


Image by Malte Klauk: Die CARL GROUP im Expertengespräch mit Natascha Ochsenknecht, Jonas Kölln, Flemming Pinck und Sönke Nieswand. 

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Der Traum vom Geld – So viel verdienen YouTuber

Popstar und TV-Sternchen waren einmal. Immer mehr junge Leute träumen heute davon, YouTuber zu werden. Vor der Kamera rumblödeln und dabei noch Geld verdienen – das klingt nach einem guten Leben. Mindestens genau so stark ist jedoch auch die Gegenseite, die den Kopf darüber schüttelt, wie man mit sowas überhaupt Geld verdienen kann. Dabei ist „YouTube Money“ nicht so einfach verdient, wie es sich zunächst anhört.

Abos? Likes? Kommentare? – Zählt (fast) nichts

Doch womit wirft ein Kanal jetzt Geld ab? Als erste Zahl eines YouTube-Kanals fallen uns die Abonnenten auf. Diese sind aber nicht relevant für die Auszahlung. Genau so wenig sind es die Likes oder die Kommentare die unter einem Video zu finden sind.

Was wirklich wichtig ist, sind die Views, die Aufrufzahlen eines Videos. Der YouTuber schaltet nämlich vor und in seinen Videos Werbung. Für jeden Aufruf erhält er anteilig Geld. Nicht überspringbare Videos bringen zwar das meiste Geld, kommen aber bei den Zuschauern möglicherweise schlecht an – weshalb zumeist überspringbare Werbevideos und kleine Bannereinblendungen genutzt werden.

Ganz unwichtig sind die anderen Zahlen trotzdem auch nicht. Abonnenten und Interaktion steigern indirekt auch die Aufrufzahlen, da Abonnenten über neue Videos informiert werden und hohe Interaktion Videos höher in der Suche platziert.

Außerdem gibt es mittlerweile Kanalmitgliedschaften. Abonnenten können ihren YouTuber mit einem monatlichen Beitrag unterstützen und erhalten im Gegenzug ein paar Goodies, die sich je nach Kanal unterscheiden können. Derzeit gibt es nur eine Mitgliedschaft für 4,99 Euro, doch YouTube testet bereits ein mehrstufiges System für ausgewählte Kanäle.

Für 1.000 Aufrufe gibt es eine Kugel Eis

Geld für jeden Aufruf und kostenpflichtige Mitgliedschaften – Ist YouTube Money doch so schnell gemacht, wie man oft sagt? Dafür müssen wir einen genaueren Blick auf die Auszahlung werfen. Werbeinblendungen werden automatisiert und in Echtzeit versteigert. Einflussfaktoren sind das Thema des Videos, potentielle Zielgruppe, Herkunft des Zuschauers und vieles mehr. Der sogenannte CPM-Wert (Cost per Mille), zu Deutsch TKP (Tausend-Kontakt-Preis) , beziffert den Wert, den Werber für 1.000 Aufrufe ihrer Werbung zahlen.

Obwohl die Werbung im Internet deutlich zielgerichteter an die Zielgruppe gebracht werden, ist dieser TKP deutlich geringer, als im linearen Fernsehen. Nehmen wir einen noch sehr großzügigen TKP von 4 Euro, müssen wir davon nochmal 45 Prozent abziehen, die an YouTube gehen. Durch Adblocker und Einbettungen auf externen Seiten müssen nochmal 50-70 Prozent abgezogen werden.

Am Ende bleibt von 1.000 Aufrufen gerade noch genug Geld für eine Kugel Eis. Schaut man auf den Wikipedia-Eintrag zum Tausend-Kontakt-Preis, wird ein Beispiel aus der Süddeutschen Zeitung genannt. Dort kostete eine viertelseitige Anzeige 2013 umgerechnet 42,43 Euro pro tausend Leser. Ein gewaltiger Unterschied zur Kugel Eis des YouTubers.

Weitere Verdienstmöglichkeiten

Um rein von Werbeeinblendungen leben zu können, bräuchte ein YouTuber also schon monatliche Aufrufe im mehrfachen Millionenbereich. Eine monatliche Unterstützung über externe Portale wie Patreon fällt langsam weg, da YouTube selbst eben dies mit den Premium Mitgliedschaften anbietet. Davon behält YouTube allerdings 30 Prozent selbst.

Vor allem im Gaming-Bereich sind Livestreams eine weitere Einnahmequelle. Vor allem Twitch ist bekannt dafür, dass man den Streamer direkt Geld spenden kann. Bei Livestreams sitzt das Geld oftmals etwas lockerer, die Zuschauer fühlen sich integrierter und spenden aus dem Impuls heraus.

Sobald eine gewisse Reichweite erreicht ist, eröffnen auch außerhalb YouTubes diverse Möglichkeiten zur Werbung, etwa durch Produktplatzierung auf Instagram. Wenn es jedoch rein um YouTube selbst geht, ist die Geschichte vom einfachen Geld eher ein Märchen. Sollte man es tatsächlich schaffen, monatlich millionenfach geschaut zu werden, hat man sich das Geld jedenfalls hart verdient. 


Image by Andrey Kiselev via stock.adobe.com

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Netzpiloten @INREACH

INREACH 2018

Kamera an für Influencer und Markenmacher – es ist wieder soweit! Am 19. Oktober findet in Berlin die INREACH Konferenz statt. Die Netzpiloten begleiten zum zweiten Mal das Event der Agentur Brandpunkt und wir sind gespannt was sich in den letzten zwölf Monaten getan hat im sich rasant entwickelnden neuen Werbemarkt. 

Wen könnt ihr erwarten?

Die INREACH ist derzeit eine der wichtigen Veranstaltungen in der Branche. Dieses Jahr erwarten euch Vorträge von Speakern wie dem YouTuber Luca, der unter dem Namen ConCrafter Millionen von Followern bespaßt. Auch Carsta Maria Müller, die für Social Media verantwortliche Direktorin bei ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, erscheint auf der Bühne. Prof. Dr. Stefan Engels, Rechtsanwalt bei DLA PIPER, und Cornelia Holsten, Direktorin der Landesmedienanstalt Bremen, beschäftigen sich mit dem Thema Recht auf dem Influencer-Markt.

Welche Themen werden besprochen?

  • WWE Insights: Social Media & Influencer Marketing Strategien zum Aufbau einer globalen Fanbase
  • Mit Branded Channels den Erfolg der eigenen Marke stärken
  • #INLAW – auf der sicheren Seite bei der Abmahnwelle, Kennzeichnungspflichten & Vertragsgestaltung
  • Germany’s Next Topmodel auf Instagram: Von null auf 2,5 Millionen Follower in vier Monaten

Und sonst noch?

Es gibt viel zu lernen und auszutauschen auf der INREACH und für gute Atmosphäre zum Networken ist gesorgt. Mischt euch unter die teilnehmenden rund 500 Markenvertreter von Audi, Instagram, Pinterest, Zalando und Adidas. Und nähert euch live den rund 250 Influencern wie zum Beispiel Fabiola Giunco, Florian Bornschier, Yannik Michael und Charlotte Schüler.

Tickets gibt es hier. Wir sehen uns in Berlin!

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Netzpiloten @Online Marketing Konferenz

Ihr wollt Tickets für die spannende Online Marketing Konferenz gewinnen? Dann nehmt an unserem Gewinnspiel teil und sichert euch zwei Tickets. 


Wenn ihr mehr über die aktuellen Trends und Entwicklungen rund ums Online Marketing erfahren möchtet, dann ist das kein Problem! Denn die Online Marketing Konferenz öffnet am 27. September genau zu diesem Anlass ihre Tore.

Es ist bereits das siebte Mal, dass die Online Agentur web-netz in Verbundenheit mit der Leuphana Universität Lüneburg alle Interessierten und Begeisterten einlädt, um das Thema Online Marketing und Digitalisierung aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Hierfür bietet die OMK alles Wissenswerte für den direkten Einsatz in den B2B- und B2C-Unternehmen.

Von der Online Marketing Konferenz das Beste mitnehmen

Von der OMK geht niemand mit leeren Händen (und Köpfen) in sein Unternehmen zurück. Dafür sorgen über 40 Top-Speaker aus unterschiedlichsten Bereichen, wie beispielsweise Social Media, Wirtschaft und Wissenschaft. Unter den Experten befinden sich Persönlichekteiten wie Dr. Nicolas Dierks – Spiegel Bestseller Autor und Philosoph – und die Bloggerinnen Louisa Dellert & Jil Zeletzki, die einiges zum Thema Influencer Marketing mitbringen.

Alle Teilnehmer erwartet ein großes Spektrum an Vorträgen, aus denen sie das Wichtigste für sich und ihr Unternehmen schöpfen können:

  • Social Media jenseits der Überschriften: Chancen erkennen und ethisch handeln
  • Google Assistant, Alexa & Co.: Wie sich die Welt der Suche verändert
  • Hype oder Game Changer – Wie nachhaltig ist Influencer Marketing wirklich?

Wissenswertes auch zwischen den Vorträgen

Nicht nur innerhalb der Vorträge können die Teilnehmer der OMK etwas lernen. Auch in den Pausen gibt es bei leckeren Snacks und Getränken einiges mit auf den Weg. Kontakte knüpfen, vernetzen und austauschen stehen ganz oben auf der Liste des vielfältigen Programms.

Wer diesen Tag voller Innovationen, Trends und Entwicklungen im Online Marketing nicht verpassen möchte, der sollte sich unbedingt die Tickets sichern oder bei unserem Ticket-Gewinnspiel mitmachen.

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Instagram: Fast jeder zehnte Account ist fake

Jakob Owens unsplash com

In den letzten Jahren ist es für viele Unternehmen in der digitalen Branche essentiell geworden, dass potentielle Mitarbeiter einen gewissen Status in den Social Media haben. Am meisten zählt die Follower-Zahl auf Instagram. Klar, das Verhältnis zwischen den „Gefällt mir“-Angaben und der Anzahl an Abonnenten sollte stimmen, aber den besonderen ersten Eindruck erzeugt eben das Letztere.

Doch mittlerweile heißt es, die Agenturen seien davon nicht überzeugt. Die Follower würden an Bedeutung verlieren. Das liegt daran, dass ein Research-Unternehmen namens Ghost Data eine Untersuchung durchgeführt hat, bei der teilweise schockierende Informationen rauskamen. Auf Instagram sind 9,5 Prozent der Accounts fake. Solche Profile sind nicht echt. Sie existieren nur, um die Followerzahlen von Influencern zu steigern.

Instagram verwendet immer neue Algorithmen, um die Lücken im Kampf mit Fake-Accounts zu schließen. Doch auch die Leute, die an Bots Geld verdienen, werden schlauer. Mittlerweile gibt es auch echte Accounts, die durch eine Automatisierung Interaktionen führen können. Und in dem Fall ist es deutlich schwieriger, den permanenten Spam wirkungsvoll zu bekämpfen.

Bots sind gefährlich, denn sie sind in großem Maße dafür zuständig, politische Propaganda zu verbreiten.

Was sind die möglichen Folgen der hohen Bot-Anzahl?

Laut Instagram seien die Zahlen der aktiven Fake-Accounts sehr niedrig. Wenn man aber bedenkt, dass Facebook 580 Millionen Profile gelöscht hat und Twitter aktiv und regelmäßig seine User-Liste „reinigt“, dann könnte man behaupten, Instagram sei den Bots gegenüber nicht konsequent genug.

Jetzt sieht man die zwei Extreme, in die die beliebte Plattform verfällt. Auf der einen Seite wurden bereits einige Influencer wegen Werbeanzeigen verurteilt und müssen bei jeder Kleinigkeit mit Abmahnungen rechnen. Andererseits guckt Instagram bei einer steigenden Rate von Fake-Accounts dann abr doch nicht zu genau hin.

Offensichtlich schadet diese Tatsache dem Unternehmen, denn so verliert es an Bedeutung und Glaubwürdigkeit in den Augen der Agenturen. Dies wird nicht das Ende von Instagram sein, doch es ist der erste Schritt in diese Richtung. Jetzt bleibt es nur abzuwarten und zu schauen, ob auch Insta bald eine große Aufräum-Aktion startet.


Jakob Owens / unsplash.com

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Netzpiloten @Affiliate Conference 2018

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Ihr habt Lust bei der Affiliate Conference dabei zu sein? Das trifft sich gut, denn wir verlosen ein Ticket für das Event. Einfach am Gewinnspiel teilnehmen und mit ein bisschen Glück ein Ticket ergattern.


Am 08. November findet die achte Affiliate Conference 2018 in München statt. Der Veranstalter xpose360 GmbH empfängt die Gäste der Konferenz am Münchener Flughafen im municon Tageszentrum. Das Ziel des Events ist Unternehmen im Bereich Affiliate Marketing weiterzubilden und eine Umsatzsteigerung der teilnehmenden Firmen zu erzielen. Einsteiger sind bei der Veranstaltung ebenfalls herzlich willkommen. Wie schon im Vorjahr gibt es auch dieses Mal einen Experten für jeden Themenbereich.

Das erwartet euch bei der Affiliate Conference

Das Programm unterteilt sich in drei wesentliche Kategorien: das Konferenz-Programm, welches für alle Teilnehmer wichtig ist, ein Intensiv Seminar für die Einsteiger und zwei Runden Speed-Networking, wo Affiliates und Merchants miteinander vernetzt werden. Zu den Themen der Konferenz zählen unter anderem:

  • Affiliate Marketing: Was sind die Trends 2019?
  • Affiliate SEO: 20 Jahre Hassliebe und ein Blick in die Zukunft
  • Influencer-Marketing: Herausforderungen und Chancen für Advertiser mit Performance-Fokus
  • Wie KI und Machine Learning das Affiliate-Marketing revolutioniert
  • Rechtliche Entwicklungen im Affiliate-Marketing
  • Case Study: Innovative Content-Werbemittel und Distributed Blogger Marketing

Außerdem erwartet die Gäste eine große Panel-Diskussion zum Thema „Trends im Affiliate-Marketing“. Dort findet der Austausch der Affiliate-Netzwerke, Affiliates, Merchants und Agenturen statt. Zu den Schwerpunkten gehört die Frage der Weiterentwicklung der Branche, als auch die Frage, welche Änderungen Affiliate-Marketing vornehmen muss, um sich weiterentwickeln zu können.

Dazu findet traditionell nach der Konferenz eine Abendveranstaltung Affiliate NetworkxX im Airbräu-Tenne statt. Mit über 400 Teilnehmern kann man sich zwangslos über Affiliate Marketing unterhalten. Zu den Vorteilen der Teilnahme am Event zählen neue Kontakte, Branchen-News, Trends und Networking.

Inzwischen äußerten zahlreiche Teilnehmer bereits ihre Meinung zu der Affiliate Conference. Einer von ihnen ist Torsten Latussek von Coupons4U. „Mit der Affiliate Conference erhält man jedes Mal ein spannendes Update zu aktuellen News und Trends in der Affiliate-Branche. Durch die Anwesenheit von Top-Speakern und vielen Experten ergibt sich auch eine fruchtbare Networking-Möglichkeit“, sagt er.

Die Tickets für die Konferenz und für die Abendveranstaltung findet ihr hier.

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Neues Instagram-Urteil: Ist das denn Werbung?

rohappy - stock adobe com

Die mit Abstand beliebteste App unter meinen Freunden und auch in vielen anderen Kreisen – seien es Fashion-Victims, Wanderlustige oder Foodies – ist Instagram! Mal postet man sein #OOTD – das “Outfit of the Day” – mit den entsprechenden Marken in der Beschreibung oder markiert einen Beitrag in dem Restaurant, in welchem man gerade schlemmt. Das könnte so schon bald zu heftigen Abmahnungen führen. Was ist da denn los?

Absurdes Urteil: Der Fall Vreni Frost

Influencer erobern derzeit die Social Media Plattformen – allen voran die Bilder-Community Instagram! Vor einiger Zeit war bei deren Postings aber oft nicht klar, ob ihre Meinung zu bestimmten Produkten auch wirklich die eigene war oder ob nicht etwa ein Sponsoring oder ein PR Sample im Spiel war. Gegen diese Art von Schleichwerbung wurde bereits vorgegangen und Markenkooperationen müssen explizit als Werbung genannt werden. “In Kooperation mit..”, “Sponsored by…” oder “#Ad” reicht da nicht mehr!

Jetzt wurde Urteils-Irrsinn aber laut vieler Instagram-Nutzer zu weit getrieben –  so ist das Vreni Frost nämlich passiert. Jüngst hat das Urteil rund um die Bloggerin Instagram-Nutzer landesweit verunsichert. Der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) hat sie wegen unlauteren Wettbewerbs abgemahnt, da sie die Marken ihrer Kleidung in einem Bild getaggt hat ohne zu erwähnen, dass es sich um unbezahlte Werbung handelt. Das Urteil besagt, dass jede Art der Markennennung nun als Werbung bezeichnet werden muss, selbst wenn man nichts mit dem Konzern zu tun hat und das Produkt, die Dienstleistung etc. rein privat verwendet. Sollte man dem nicht folgen, können heftige Abmahnungen drohen!

Was bedeutet das Urteil jetzt für uns?

Es ist wichtig und notwendig gegen tatsächliche Schleichwerbung auf den sozialen Medien vorzugehen, um leichtgläubigere, aber vor allem auch jüngere Nutzer zu schützen. Dieses aktuelle Urteil gegen “unbezahlte Werbung” geht laut vieler Stimmen allerdings zu weit. Aktuell heißt das für Instagram-Nutzer, dass sie, sobald sie beispielsweise ihren Standort in einem Geschäft der Restaurant angeben, einen Markennamen taggen, in der Beschreibung oder als Hashtag erwähnen, all dies als Werbung kennzeichnen müssen. Diese Kennzeichnung muss zudem gleich zu Beginn der Beitragsbeschreibung erfolgen und nicht etwa unscheinbar am Ende.

Der Kampf gegen das #Abmahngate

Was den Influencern jetzt noch übrig bleibt, ist es dem Urteil den Kampf anzusagen. Wie die Kanzlerin einmal so stechend feststellte, ist das Internet Neuland – so auch viele Rechtslagen darin. Influencern und Privatpersonen sollte es daher ebenso wie Verlags- und Medienhäusern in Zeitschriften und TV-Beiträgen möglich sein redaktionell und ohne Werbeabsicht über Marken, Dienstleistungen etc. berichten zu dürfen.


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Netzpiloten @Publisher Business Conference

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Bei uns könnt Ihr noch 25% auf euer Ticket sparen: Einfach den Code PBC_Netzpiloten_XYi2 nehmen und hier euren Rabatt einlösen.


Auch in diesem Jahr findet die Publisher Business Conference in Hamburg statt. Am 14. Juni 2018 finden im Schmidts Tivoli wieder die wichtigsten Akteure der Szene zusammen. Damit ist das Event eines der Highlights der Branche für Influencer und Entscheider.

Was die Publisher Business Conference bietet

Wie immer bietet die PBC seinen Teilnehmern ein breites Spektrum an neuen Eindrücken, Einblicken und Ideen, sowie eine Menge Know-how und Input. Die Messe ist der perfekte Ort für persönlichen wie auch fachlichen Austausch zwischen verschiedensten Parteien. Durch die vielen Vorträge von tollen Speakern, als auch durch diverse Panels sind optimale Voraussetzungen für Networking und breitgefecherten Input gegeben. Als besonderes Feature dient außerdem der Publishertalk mit ausgewählten Experten.

Das Programm der PBC

Das Programm ist erneut hochwertig und mit den wichtigsten Themen der Branche ausgestattet. Auf der Agenda stehen unter anderem Panels, sowie zahlreiche Vorträge über neue Geschäftsmodelle, innovative Lösungsansätze oder technolgische Highlights auf höchstem Niveau. Diverse Entscheider und Influencer von Publishern, Vermarktern und Agenturen präsentieren dabei relevante Themen der Szene und liefern tiefgehende Einblicke und Eindrücke aus ihrer Branche.

Die Gäste und Speaker der PBC

Auf die Besucher der PBC warten auch 2018 wieder tolle Speaker und Referenten. Freut euch unter anderem auf folgende be- und anerkannte Redner:

Lasst euch dieses großartige Event keineswegs entgehen und seid mit dabei. Tickets gibt es nach wie vor im Online-Ticketshop zu kaufen. Bei Fragen, Anliegen oder dem Wunsch nach weiteren Infos kontaktiert ihr hier den Veranstalter oder abonniert den Newsletter.

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Die Netzpiloten sind Partner des ECC-Forums

In wenigen Tagen öffnet das ECC-Forum in den Balloni Hallen Köln seine Tore. Alle diejenigen, die sich mit den Themen rund um E-Commerce auseinandersetzen und mehr über die Möglichkeiten und Chancen die die heutige Technologie bietet, wissen möchten, sollten sich daher den 12.04 unbedingt merken.

Neue Wege zum Kunden

An diesem Tag dreht sich alles um das Motto „Neue Wege zum Kunden“. Durch die voranschreitende Technologie und die Innovationen im Online-Handel, wird es für Händler zunehmend schwerer ihre Kunden auf angemessener Höhe zu erreichen und neue Services zu bieten. Händler brauchen hier nicht nur neue Ideen und Ansätze. Vielmehr benötigen sie auch neue Strategien und Konzepte.

Auf dem ECC-Forum wird allen Teilnehmern genau das geboten. Namhafte Speaker wie unter anderem Marcus Diekmann von Matratzen Concord oder Ashley Corpe-Höffken des Unternehmens Vorwerk (Twercs) geben die besten Tipps und Insights aus ihren Branchen und zeigen ihre bisher umgesetzten Konzepte zu den Themen:

  • Content Commerce
  • Influencer Marketing
  • Sprachsteuerung
  • Mobile Commerce
  • User Experience
  • Social Media und vieles mehr …

On Top noch ein Award

Das ECC-Forum wird mit der Verleihung des Deutschen Onlinehandel-Awards 2018 gekrönt. Dieser wird bereits am 11. April 2018 zum 7. Mal durch das ECC Köln verliehen. Hier werden die besten Online-Shops aus Kundensicht in unterschiedlichen Branchen und Kategorien ausgezeichnet.

Seid am 12.04 dabei und sammelt neue Erkenntnisse, Kontakte und vor allem das nötige Know-how im E-Commerce. Hier könnt ihr euch die Tickets sichern.

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OMG, OMR! Das Online Marketing Rockstars Festival 2018

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65.000 Quadratmeter Fläche, 40.000 Besucher, über 300 Top Speaker und 120 Masterclasses – am 22. und 23. März 2018 steht Hamburg wieder ganz im Zeichen des Online Marketing Rockstars Festivals. Das digitale Festival der Superlative wird wieder der Hotspot für Onliner und Marketeers.

Die OMR spielt sich dieses Jahr aber nicht nur in den Messehallen ab. Das Programm und die Angebote sind dieses Jahr so vollgepackt, dass es in ganz Hamburg noch zahlreiche Side-Events zur OMR geben wird. Der newTV Kongress ist dabei nur eines von vielen Events, die parallel stattfinden und und den newTV Kongress Gästen das OMR Festival mit einer eigenen sogenannten Guided Tour ganz genau zeigen.

Vom #Girlboss und tatsächlichen Rockstars

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Youtube-Star Casey Neistat hat quasi das Vloggen neu erfunden und kam beim Publikum sichtlich gut an. Image by Christoph Kurr

Im letzten Jahr war ohne Zweifel der US-amerikanische Vlogger Casey Neistat der Star der OMR. Aber auch in diesem Jahr spart das Festival nicht mit beeindruckenden Namen. Mit Lars Ulrich, Drummer und Mitbegründer der legendären Band Metallica, fügt sich dieses Jahr auch ein tatsächlicher Rockstar in die Sprecher-Riege des Online Marketing Rockstar Festivals ein. Ulrich ist seit vielen Jahren aktiver Beobachter der Digital-Branche und setzt sich lautstark für die Rechte von Musikern gegen Streaming-Anbieter ein. In seinem Vortrag „Building Metallica“ (23.03., 17:10 Uhr in Halle A1) wird er auf der OMR von seinem aktuellen Blick auf die digitale Marketing-Welt blicken. 

Unternehmerin, Bestseller-Autorin, Fashion-Mogul, Vorbild für eine erfolgreiche Netflix-Serie – und das mit gerade einmal 33 Jahren! Sophia Amoruso ist eine wahre Power-Frau bzw. ein #GIRLBOSS – wie der Titel ihrer Autobiografie und der gleichnamigen Netflix-Serie basierend auf ihrem Leben. Binnen kürzester Zeit hat sie es mit kleverem Marketing geschafft aus einem eBay-Shop für Vintage-Mode das Fashion-Imperium Nasty Gal zu errichten. Die Gründung von Girlboss Media ist nun das nächste Kapitel in Sophia Amorusos Erfolgsgeschichte. Wie man eine Marke um sich selbst kreieren kann, erzählt Amoruso am 23.03 um 11:30 Uhr auf der Bühne der Halle A1.

Neben den absoluten Star-Gästen die ihre Erfolgsgeschichten auf der Konferenzbühne teilen werden, wird es aber auch rund 120 Masterclasses geben, bei denen im Seminar-Format von ausgewählten Experten auf spezifische Marketing-Themen eingegangen wird. „Warum Leidenschaft siegt“ erklärt uns beispielsweise Arno Heinisch, Gründer und CEO von Rocket Beans Entertainment, am Freitag um 17 Uhr in seiner Masterclass anhand der Erfolgsgeschichte seines unabhängigen Internetsenders Rocket Beans TV.

Weitere interessante Speaker wie „Die Höhle der Löwen“-Juror und Unternehmer Frank Thelen oder die erst 15-jährigen Social-Media-Stars Lisa und Lena, sowie viele andere findet ihr auf der OMR-Website. Der Timetable verschafft euch dann einen detaillierten Überblick über alle Vorträge, Masterclasses und Guided Tours!

Die etwas andere Konferenz

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Kulli war gestern – Stylight bot 2017 das etwas andere Werbegeschenk an. Image by Simon Hollmann

Die OMR ist definitiv keine gewöhnliche Digital-Konferenz. Da kann es schon mal passieren, dass man am Adobe-Stand vorbei geht und am nächsten Stand gratis Tattoos angeboten werden. Berühmt ist die OMR vor allem auch für ihre berühmt-berüchtigten Parties. Wo tagsüber noch genetworked und Konferenzen zu Digital-Themen gelauscht wird, verwandelt sich dieselbe Location abends in eine Konzerthalle. Bei der Expo-Party am 22. März verwandelt sich Halle A4 wieder in einen Club und Acts wie DJ Oli P. und Rapper Bausa geben ihr musikalisches Können zum Besten.

Am Konferenz-Freitag wird es dann schließlich wieder Zeit für den „Secret Highlight-Act“. Letztes Jahr begeisterten vier echte Hamburger Jungs die Konferenz-Bühne – die Fantastischen Vier! Auch dieses Jahr können sich Konferenz-Besucher auf die legendäre Aftershow-Party freuen. Nach Udo Lindenberg, Jan Delay, Deichkind und Fettes Brot sind die Fußstapfen groß. Welcher Überraschungs-Music-Act begeistert 2018 die OMRler?

Wie, wann, wo?

  • Wann:
    • 22. März: 10 Uhr bis 18:30 Uhr, ab 18 Uhr Expo Party bis 00:00 Uhr
    • 23. März: 9 Uhr bis 20 Uhr, ab 18 Uhr Rockstars Aftershow Party in Halle A2
  • Wo: Messe Hamburg, Halle A1, Eingang West und Eingang Mitte
  • Wie: Tickets könnt ihr euch hier sichern!

Image (adapted) by Julian Huke

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Die Netzpiloten sind Partner der AFBMC & AIMC 2018

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Als Partner der Veranstaltung können wir euch auch wieder einen tollen Rabatt in Höhe von 15 Prozent für die Tickets anbieten. Der jeweilige Rabattcode lautet NETZPILOTENAFBMC oder NETZPILOTENAIMC. Lasst euch die beiden Events nicht entgehen!


Wenn ihr einen Wissensvorsprung in Sachen Influencer Marketing und Facebook Marketing haben wollt, dann sind die AFBMC und AIMC die richtigen Events für euch! Ausgeschrieben sind das dann die AllFacebook Marketing Conference und die AllInfluencer Marketing Conference. Der Veranstalter Rising Media lädt euch am 20. und 21. März zu den beiden Events in das ICM der Messe München ein!

AllFacebook Marketing Conference

Für einen Tag wird München der Hotspot in Sachen Social Media Marketing. Nicht nur Themen zu Facebook, sondern auch zu Instagram, WhatsApp, Pinterest, Twitter oder YouTube werden auf vier Bühnen von über 40 Speakern behandelt. Unter anderem spricht Carsta Maria Müller, ihrerseits Director of Social Media bei ProSiebenSat. 1 TV, über die größten Social Media Fehler von ProSiebenSat. 1 und was daraus gelernt werden kann oder Nadine Neubauer, Brand Development Lead bei Instagram, darüber wie die Plattform für visuelles Storytelling genutzt werden kann. Einen besseren Überblick über das Programm und die Speaker bekommt ihr auf der Website der Veranstaltung. 

Schaut doch mal auf dem Hashtag #AFBMC vorbei! Eure Tickets für die Veranstaltung gibt es hier, am Ende dieses Beitrags haben wir zudem einen Rabattcode in Höhe von 15 Prozent für euch! Die 5. AFBMC findet am 20. März im ICM der Münchner Messe statt.

AllInfluencer Marketing Conference

“Learn. Connect. Inspire. Influence” ist das Motto der AIMC! Passend zum Motto wurden auch viele interessante Referenten eingeladen, die von ihren Erfahrungen im Influencer Marketing berichten werden. Christina Dörr – oder “nutellacinderella” in den sozialen Medien – ist selbst Influencerin und war schon im Produktionsmanagement für TV-Formate wie “Germany’s Next Topmodel” oder “The Taste” tätig. Sie ist Expertin im Bereich Social Media und Influencer Marketing und wird auf der AIMC in einer Session zu ihren Erfahrungen referieren. Weitere Infos zum Programm und zu den anderen Referenten erhaltet ihr auf der Website der AIMC.

Mit dem Hashtag #AIMC bleibt ihr während der Versnstaltung auf dem Laufenden. Tickets bekommt ihr hier, vergesst aber nicht den Rabattcode am Ende des Beitrags! Die 2. AIMC findet am 21. März im ICM der Münchner Messe statt.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • CES 2018 stern: TV-Giganten und knuffige Alltags-Helfer: Das sind die Highlights der CES 2018: Die Consumer Electronics Show – oder kurz CES – 2018 neigt sich dem Ende zu – und wir waren übrigens auch vor Ort! Wie jedes Jahr stellt die Messe den Auftakt für das folgende Tech-Jahr dar und setzt die kommenden Trends. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: künstliche Intelligenzen und Sprachassistenten werden die Technik-Welt und auch den Alltag vieler Nutzer weiterhin beschäftigen. Aber auch die Automobil-Industrie und TV-Hersteller sorgten in Las Vegas für Aufsehen.

  • SMART HOME androidpiloten: Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich: Kampf der Mini-Giganten: die Androidpiloten haben sich die Mini-Versionen der beiden größten Smart-Home-Hersteller mal genauer angesehen. Google Home Mini versus Amazon Echo Dot – wer hat die Nase vorn? Was viele vor ein bis zwei Jahren noch skeptisch machte, hält heute schon Einzug in viele Haushalte. Sprachassistenten in smarten Lautsprechern lagen 2017 vielerorts unter den Weihnachtsbäumen. Technik-Experte Timo Brauer hat sich die beiden Helferlein genauer angesehen und weiß, welcher sich für welchen Nutzer eignet.

  • FACEBOOK spiegelonline: Neuer Newsfeed: Facebook stuft Inhalte von Medien und Firmen zurück: Facebook führt einen neuen Feed ein. Inhalte durch Medienhäuser, Unternehmen und politische Gruppen sollen zurückgestuft werden. Dafür sollen dann Beiträge von Freunden und Familien wieder sichtbarer werden. Zuckerberg möchte, auf den Wunsch vieler Nutzer, Facebook damit wieder zum Urpsrungsgedanken zurückbringen und die Plattform zum Austausch persönlicher Verbindungen zurückführen. Inhalte von Facebook-Seiten werden zwar trotzdem noch im Feed auftauchen, der Algorithmus wird aber so geändert, dass Beiträge von Facebook-Freunden priorisiert werden. Unternehmens-Seiten müssen also künftig noch tiefer in die Tasche greifen, um sichtbar zu bleiben.

  • INFLUENCER t3n: Wenn ein Youtube-Star eine Leiche filmt: Wie viel Verantwortung haben Influencer?: Das neue Jahr hatte kaum begonnen und schon war es wohl einer der Aufreger des Jahres: Youtuber filmt Leiche. Der US-amerikanische Content-Creator Logan Paul lädt ein Video zu seinem Besuch im japanischen “Suizidwald” hoch und stößt auf einen Mann, der sich an einem Baum erhängt hat. Statt die Kamera auszumachen hält Paul weiterhin drauf, zeigt den Körper nr spärlich zensiert. Was darauf folgte war ein Shitstorm sondergleichen, warf aber gleichzeitig auch Fragen auf. Wie haben Plattformen und Influencer auf solche Fälle zu reagieren, wo liegt die Verantwortung? Influencer-Experte Simon Staib von Blogfoster weiß mehr.

  • INSTAGRAM handelsblatt: Kein Kuscheln mit Quokkas auf Instagram: Sie zählen sicherlich zu den niedlichsten Tieren der Welt. Quokkas waren eine ganze Zeit lang ein viraler Hit, zahlreiche User posierten mit den knuffigen Tieren für Selfies, um das dann mit dem Hashtag #quokkaselfie auf Instagram hochzuladen. Tierschützer haben sich jetzt aber gegen den Trend ausgesprochen, die Selfies würden die Wildtiere zu sehr stressen. Instagram pflichtet dem zu und schaltet sich ein. Wenn dieser oder ähnliche Hashtags also gesucht werden, zeigt Instagram dem Nutzer künftig einen Hinweis zu Umweltschutz.

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Influencer-Marketing – aber bitte mit Kennzeichnung!

Influencer-Marketing Photographing a donut (adapted) (Image by Callie Morgan [CC0 PublicDomain] via Unsplash)

Ich bin durch und durch Millennial, auch was Social Media angeht. Als ich neulich einen Laden für Heimausstattung besuchte und dort einkaufte, wurde ich derart massiv beschenkt, dass ich mich für soviel Freundlichkeit gerne mit einem kleinen Tweet bedankt hätte. Ich fragte mich allerdings auch, ob ich diesen Tweet schon als Werbung kennzeichnen sollte – die aktuelle Debatte um Werbung durch Influencer hatte ihre Spuren hinterlassen. Bisher verliefen die Grenzen zwischen Influencer-Marketing und Schleichwerbung fließend. Jüngste Gerichtsurteile, wie das von Rossmann, laut dem die Kennzeichnung mit dem Hashtag #ad nicht als Kennzeichnung ausreicht – es droht Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro – oder der Eklat um Lena Meyer-Landruts ungeschickte Werbekampagne für die Deutsche Telekom, müssen der Branche zu denken geben.

Trends im Influencer-Marketing

Influencer-Marketing macht inzwischen durchschnittlich sieben Prozent des klassischen Marketing Mix aus. Schon 2015 gaben rund 84 Prozent der Marketiers an, in den kommenden zwölf Monaten mit Influencern arbeiten zu wollen. Der langfristige Trend geht dabei in Richtung Micro-Influencer, denn die sind mit durchschnittlich 2,7 Prozent Engagement oft effektiver als Influencer mit großer und recht diffuser Followerschaft. Die Frage, wo persönliche Überzeugung aufhört und Werbung anfängt und damit das Thema rechtlich saubere Kennzeichnung von Werbebotschaften wird uns in den nächsten Jahren also alle immer wieder beschäftigen. Was gilt es nun zu bedenken?

Die Hauptverantwortung liegt beim Influencer

Das größte Risiko beim Influencer-Marketing trägt der Influencer selbst, denn erst seine Glaubwürdigkeit bei den Fans macht ihn zu dem, wofür ihn Marketiers schließlich engagieren. Geht die Reputation den Bach runter, weil Postings für Unternehmen wie Schleichwerbung – oder im Fall von Lena, wie ein sehr, sehr großer Fettnapf – wirken, dann darf man nicht nur die Kampagne getrost als gefloppt bezeichnen, sondern ebenfalls den Ruf des Influencers als ruiniert.

Aber auch auf juristischer Ebene sind die Influencer die erste Adresse, wenn es um Abmahnungen, Bußgelder und Unterlassungserklärungen geht. Da wäre zunächst §5a UWG, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, der die klassische Definition unerlaubter Schleichwerbung liefert:

Unlauter handelt, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern sich dieser nicht unmittelbar ergibt, und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Handlung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte.

Allerdings ist von verbotener Schleichwerbung nur dann auszugehen, wenn der Influencer tatsächlich einen kommerziellen Zweck mit der Produktbesprechung oder -platzierung verfolgt, also der Zweck seines Posts auf Verkauf gerichtet ist. Aber auch der Rundfunkstaatsvertrag (§§7, 58), das Telemediengesetz (§ 6 Abs.1 Nr. 1) sowie der Pressekodex (Ziffer 7) verlangen eine klare Trennung von journalistischen und kommerziellen Inhalten. Und das war erst der nationale Teil: Auf EU-Ebene ist bereits eine neue Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste auf dem Weg, die das Thema Kennzeichnungspflicht in sozialen Medien ebenfalls befeuert. Jeder vernünftige Influencer wird sich zukünftig rechtlich absichern wollen.

Wie seriös sind solche Unternehmen?

Es muss jedoch in beiderseitigem Interesse liegen, dass bezahlte Kooperationen eindeutig als solche zu erkennen sind, denn sonst ist es eben sehr weit her mit der authentischen Produktempfehlung und der reichweitenstarken Kampagne. Leider versuchen Unternehmen immer wieder, den werbenden Charakter eines kommerziellen Beitrages zu verschleiern. Der Blogger Henning Uhle hat dazu gerade einen deutlichen Standpunkt geteilt. 

„Bitte verfassen Sie einen Artikel zu Thema XYZ. Der Artikel darf nicht als Werbung gekennzeichnet sein.“ – Solche Anfragen bekommt man manchmal als Blogger. Mir konnte aber noch nie eine der anfragenden Leute irgendwie klar machen, wieso man einen beauftragten Artikel nicht als Werbung kennzeichnen soll. Will man in meinem Blog etwa Schleichwerbung machen? Angeblich so seriöse Firmen wollen mich dazu bringen, das Gesetz zu beugen oder gar zu brechen? Schämt euch mal ein paar Takte lang.

Und dann einfach nie wieder fragen. Sondern im besten Fall den Influencer von Anfang an darum bitten, seine Posts eindeutig zu kennzeichnen!

Do’s und Dont’s beim Influencer-Marketing

Wenn also geklärt wäre, dass eine Kooperation immer erkennbar sein sollte, stellt sich nun die Frage, wie das rechtlich konform auszusehen hat. Spätestens seit dem Rossmann-Urteilt steht fest, dass man weder mit “sponsored by“ noch mit einem #ad ausreichend rechtssicher handelt. Die ganz sicheren Varianten lauten #Werbung oder #Anzeige, wie hier Edition F ihren bezahlten Content auf Twitter kennzeichnet.

 

 

Formulierungen wie “im Auftrag von“, „mit freundlicher Unterstützung von“ oder “unterstützt durch Produktplatzierungen“ genügen ebenfalls. Sie klingen doch etwas weniger werblich, aber transparent genug, um etwaige Irreführung des Konsumenten auszuschließen. Authentisch und transparent wäre auch: “Danke an soundso! Ihr stellt mir dieses Produkt zur Verfügung und ich kriege sogar Geld dafür!“. Einen guten Überblick zur Kennzeichnung von Werbung in Social Media liefern zudem die aktuellen FAQ der Landesmedienanstalten.

Professionelle Influencer gehen ganz sicher und kennzeichnen trotz neuem Instagram-Tool ihre Markenposts als #Anzeige. So bleiben alle Seiten glaubwürdig – die Voraussetzung für erfolgreiches Influencer-Marketing.

Nicht zuletzt bemühen sich auch die Social-Media-Plattformen selbst um transparente Werbepraktiken. So bietet die Facebook-Tochter Instagram ihren Nutzern seit kurzem das Branded-Content-Tool zur Kennzeichnung von bezahlten Inhalten. Was genau mit “bezahlter Inhalt“ gemeint ist, ist damit aber nicht abschließend geklärt. Ob eine Fülle an Geschenken genügt oder Geld geflossen sein muss, bleibt offen.

Transparenz ist alles

Deshalb sollte die Devise sowohl für Influencer als auch für Marketiers klar sein. Sie sollten mit größtmöglicher Offenheit und Transparenz auf die User zuzugehen. Das Verständnis und die Akzeptanz der Nutzer für bezahlte Postings dürfte sofort vorhanden sein, wenn die nervigen Werbebanner und ewig vorbei zielenden Targeting-Kampagnen dafür endlich weniger würden.


Image (adapted) „Photographing a donut“ by Callie Morgan (CC0 Public Domain)


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Süße Mädchen, freche Jungs – YouTube-Stars und die gute alte Stereotypfalle

Lippenstift (adapted) (Image by kaboompics [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Wir leben in einer Zeit, in der man YouTube-Star als einen seriösen Vollzeitjob ansehen kann. Und zwar so sehr, dass eine aktuelle Studie herausfand, dass 34% der jungen Menschen als Traumjob genau dies angeben. Zu den berühmten YouTube Prominenten zählt auch Felix Arvid Ulf Kjellberg, besser bekannt unter seinem Onlinepseudonym PewDiePie. Er ist ein schwedischer Komiker und Videoproduzent.

PewDiePie, der mittlerweile über 57 Millionen Abonnenten hat, fand sich in letzter Zeit in den Schlagzeilen wieder, weil er sich gegenüber dem Vorwurf der rassistischen Beleidigung verteidigen musste. Dann gibt es da noch die süße Zoella, die im richtigen Leben auf den Namen Zoe Sugg hört. Sie ist von Beruf Beauty-Bloggerin. Ihre lebhaft-freche Begrüßung „Hey Leute“, ihr Mops, ihre Make-up-Tips und ihre bevorzugte Farbpalette in Rosegold hat ihr bei Teenagern auf der ganzen Welt einiges an Bekanntheit eingebracht. Und diese Popularität hat sie dazu gebracht, drei Bücher herauszubringen und eine eigene Make-Up Linie bei Superdrug zu veröffentlichen. Ihr Name taucht als Pointe in Fernsehkomödien wie der Peep Show und bei den Gilmore Girls auf. Sie ist voll im Trend.

Diese zwei YouTuber haben viele Gemeinsamkeiten. Sie haben sich „vom Tellerwäscher bis zum Millionär“ hochgearbeitet – und beide haben ihr eigenes erfolgreiches Geschäft vom Schlafzimmer aus aufgebaut. Pewdiepie konzentrierte sich auf seinen Games-Kanal, nachdem er im Jahr 2011 sein Studium abgebrochen hat. Gerüchte besagen, dass er sich zunächst mit dem Verkauf von Hot Dogs finanzieren musste. Zoella hat ihren Beautyblog während eines langweiligen Praktikums gestartet.

Beide werden als Beispiele dafür hochgehalten, wie Plattformen wie YouTube neue Wege zum Ruhm für werdende Medienunternehmer geschaffen hat. Und da sich die nächste Generation immer öfter in der Nähe einer Tastatur befindet, wurde der Bedarf für eine Reihe an Vlogging-Akademien wie beispielsweise die Tubers Academy in Exeter geschaffen, um jungen Menschen zu helfen, ihre #YouTubeGoals durchzusetzen.

Auch wenn diese neuen Jungunternehmer große Wellen in der Internetwelt schlagen, scheint es so, dass es in diesem Medienwunderland dieselbe gläserne Decke und Gehaltsunterschiede zu geben scheint wie anderswo auch.

Frauen nach oben?

Auf diese Weise manifestieren viele YouTube-Vlogs in Großbritannien dieselben stereotypen Geschlechterrollen und Thematiken, die schon lange in der restlichen Medienwelt existieren. Zoella ist eine Frau und eine Beauty-Vloggerin – sie ist niedlich und harmlos und tritt ohne jegliche Kontroverse und Skandale auf. PewDiePie ist ein Mann, der für seine Games und Comedy-Videos aus den völlig falschen Gründen in den Schlagzeilen stand. Ganz ähnlich bauen die meisten beliebten männlichen Vlogger eine ebenso diverse Reichweite an Videoinhalten über Wissenschaft, Komik, Animation und Vlogs über „Streiche“ auf.

Für die bessere Analyse dieser Entwicklungen benutzte ich SocialBlade, um die 30 meistabonnierten YouTube Kanäle in Großbritannien zu identifizieren. PewDiePie ist in dieser Liste nicht dabei. Zwar lebt er in Brighton, hat aber in seinem Channel eingetragen, dass er in den USA wohnhaft sei.

Ich fand heraus, dass lediglich sechs dieser 30 Kanäle von Frauen betrieben werden. Vier Vloggerinnen unter ihnen sind jedoch noch Kinder. Also werden von den 30 meistabonnierten Vlogs Großbritanniens nur zwei von erwachsenen Frauen betrieben. Tatsächlich werden sie sogar von derselben Person betrieben, es ist nämlich der erste und der zweite YouTube-Kanal von der bereits erwähnten Zoella. Die Vloggerin hat ihren einsamen Spitzenplatz im Ranking anerkannt. Zum Blogossphere-Magazin im Jahr 2016 sagte sie: „Wenn es um weibliche YouTuber in Großbritannien geht, stehe ich definitiv im Mittelpunkt.“ Die zweitbeliebteste Frau nach Zoella ist eine andere Beauty-Vloggerin, die sich mit ihr denselben Manager teilt. Ihr Name ist Tanya Burr und sie hat 3,7 Millionen beautyinteressierte Youtube-Fans für sich gewinnen können. Das entspricht etwa einem Drittel der Abonnenten, die Zoella folgen.

Geschlechtsspezifischer Lohnunterschied

Natürlich kann im YouTuber-Dasein für die großen Stars auch viel Geld stecken – ein aktueller Bericht besagt, dass Zoella durchschnittlich mehr als 50.000 britische Pfund im Monat verdient. Trotz dieser hohen Umsatzzahlen argumentiert Brooke Erin Duffy in ihrem neuen Buch, das die Arbeitsumgebung von Influencern untersucht, dass nur acht Prozent von Mode-, Beauty- und Lifestylebloggern genug Geld verdienen, um davon tatsächlich leben zu können. Das bedeutet, dass die meisten Beauty-Vloggerinnen ihr Einkommen wahrscheinlich mit einem Teilzeitjob aufstocken müssen, um über die Runden zu kommen.

Auf der anderen Seite haben es männliche YouTuber weitaus leichter, einen Kanal zu leiten, mit dem sie Millionen an Klicks generieren. Game-Channels sind schnell zusammengestellt, man kann hier auch recht schnell viele Inhalte kreieren. Diese Inhalte werden von YouTubes Algorithmen bevorzugt behandelt. Mit diesen Inhalten können ebenso lukrative Sponsorings an Land gezogen werden. Der britische Vlogger Olajide William Olatunji, auch bekannt als KSI, arbeitet mit Kellogs und Puma zusammen. Minecraft Vlogger Dan Middleton (Dan TDM) hat eigene Actionfiguren mit dem Namen Tube Heroes herausgebracht.

Ganz spezifisch auf YouTube bezogen hält Google die Einkommen im „Partnerprogramm“ ganz absichtlich geheim – also von den YouTubern, die mit ihren Videos Geld generieren. Aber Schätzungen zeigen, dass es nicht viel ist – hier wird nur etwa zwischen einem britischen Pfund bis zu vier britische Pfund pro tausend Klicks generiert. Wenn diese Ungleichheit die Top-Vlogger beeinträchtigt, sind es die paar wenigen, die hier professionell arbeiten und davon auch leben können.

Für weibliche Vlogger scheint es nicht so leicht zu sein, einen Channel nach oben zu bringen, der sich nicht mit Beautythemen beschäftigt. Und wenn sie es doch versuchen, wird es oft als Nische angesehen. Ein Beispiel ist Book Tube, ein Genre mit hauptsächlich (ebenso hauptsächlich weiblichen) Vloggern, die sich mit Themen rund um Literatur beschäftigen. Aber sogar die meisten beliebten BookTubers haben Vollzeitjobs – das bedeutet, dass der Großteil der Arbeit ohne Bezahlung gemacht wird.

Es wird klar, dass, ungeachtet des demokratischen Anreizes neuer Medienplattformen wie YouTube, noch immer veraltete, starre Geschlechtsrollen bestehen. Diese zementieren das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern immer weiter. Es hat sich also noch nicht viel geändert. In Frauenmagazinen dreht sich noch immer alles um Schönheit und Mode, während es bei Männermagazinen um Technologie, Spiele und Musik geht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Lippenstift“ by kaboompics [CC0 Public Domain]


The Conversation

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Die Netzpiloten sind Partner der INREACH 2017

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Ihr habt Lust von A, wie Advertorials, bis Z, wie (ROI)Zahlen, alles über Influencer Marketing zu erfahren? Dann seid ihr bei der INREACH 2017 genau richtig!

Am 10. November 2017 ist es wieder soweit: Die Kommunikationsagentur Brandpunkt veranstaltet die #INREACH17 in Berlin. Zur Brandpunktfamilie gehört auch Futurebiz, einer der führenden deutschsprachigen Businessblogs aus dem Bereich Digital Marketing & Social Media. Erstmalig möchte die #INREACH17 den Influencer Marketplace für Marken starten.

Das diesjährige Motto „Where Brands meet Influencers“ soll das Zusammenführen von Marken und Influencern vertiefen. Mehr Infos findet ihr im Programm.

Seit 2015 ist sie der wichtigste Influencer Marketing Branchentreff in Deutschland. In den Bolle Festsälen in Berlin werden dieses Jahr 450 Besucher, 300 Brands und 150 Influencer erwartet. Unter den Speakern werden unter andrem Thorsten Mühl von Walt Disney und Maxi Gräff von Microsoft dabei sein.

Ob angehender Influencer, etablierter Influencer oder einfach nur neugieriger Social Media Nutzer – sichert euch jetzt noch ein Ticket. Es lohnt sich!

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Bunt, laut und hemmungslos: der OMClub in Köln

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Der OMClub ist bekannt für seine Exklusivität, wer dabei sein will muss schnell sein oder Glück haben. Ihr habt kein Ticket mehr bekommen? Mit etwas Glück könnt ihr doch noch dabei sein. Wir verlosen unter unseren Lesern noch ein paar OMClub Tickets! Macht hier bei unserer Verlosung mit und feiert mit etwas Glück am 13. September beim OMClub in Köln. Ihr habt bis zum 04.September Zeit mitzumachen. Wir wünschen euch viel Glück!
Teilnahmebedingungen


 

Ihr vermisst eine richtig große Party abseits der ganzen Messegespräche? Das dachten sich auch die Veranstalter des OMClub und so wurde dieser zu einem etablierten Fest, das nicht mehr wegzudenken ist. Hier treffen sich Macher und Visionäre, Marketing- und Medienprofis, Techies und Kreative nach der Messe zum Feiern, Networken und aktionsreichen Specials.

OMClub_2

Das Besondere des OMClubs liegt in seiner Exklusivität. Wer dabei sein will muss sich frühzeitig eines der begehrten Tickets sichern und auf sein Losglück bei den vielen Sponsoren des Events hoffen. Denn dank ihnen hat die Party freien Eintritt und so bleibt auch die Verteilung der Tickets den Sponsoren vorbehalten. Die ersten 333 Freikarten des OMClubs waren in nur 23 Sekunden nach Veröffentlichung vergriffen.

Circus of Crazy

Drei Worte sollen die diesjährige Party beschreiben: bunt, laut und hemmungslos. Zum zehnjährigen haben sich die Veranstalter wieder mal etwas Ausgefallenes einfallen lassen und größer aufgefahren als je zuvor. Die letzten Jahre standen unter anderem Bunjee-Jumping, Autoscooter oder Karaoke auf dem Programm. Dieses Jahr: Race-Action mit Go-Karts beim OMRACE powered by Raceunion. Drei Stunden vor Partybeginn können im exklusiven Sponsoren Rennen angemeldete Teams Vollgas geben, bevor die Strecke für die weiteren Partygäste geöffnet wird. Das beste Team und der schnellste Einzelfahrer kann hierbei sogar noch einen Preis abräumen. 

Manche Dinge bleiben trotzdem unverändert: Für jeden Gast gibt es bis zum letzten Ende jedes Getränk umsonst, viele Aktionen der letzten Jahre bekommen neues Leben eingehaucht und auch für gute Stimmung durch das Team Rhythmusgymnastik ist gesorgt. Manege frei für den Circus of Crazy! Auch ein weiterer Grundsatz des OMClubs bleibt: Netzwerken funktioniert in lockerer Atmosphäre eh viel besser als am Messestand. Es gibt kein strenges Programm und keine Sperrstunde – Teilnehmer können feiern bis zum Morgengrauen. Wer zwischendurch eine Pause braucht kann es sich in einer der vielen Lounges gemütlich machen.

OMClub - Lounge Party

Wie kann ich bei der Party dabei sein?

Die Party steigt in diesem Jahr am 13. September, Halle Tor 2 der Koelnmesse. Dieses Mal werden erneut bis zu 4000 Online Marketer und Influencer erwartet. Der große Erfolg des Events liegt dabei bei sehr guter Promotion: dem klassischen Word-of-Mouth. Früher galt der OMClub als ein Geheimtipp unter den Messebesuchern. Heute ist er kaum noch aus dem Programm der dmexco wegzudenken. Viele Sponsoren verlosen ihre Ticketbestände auf Twitter oder Facebook. Wer also seinen Feed gut im Auge hat, kann mit etwas Glück noch ein Ticket ergattern. Oder mal bei uns vorbeischauen… 


Images by OMClub


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • INFLUENCER horizont: Influencer Marketing wirkt nicht nur bei Teenies: Influencer, bei diesem Begriff denken viele an Youtube-Stars, die Teenager inspirieren und sie dazu veranlassen Produkte zu kaufen. Doch jetzt fand eine Studie von Goldmedia heraus, dass das nicht ganz stimmt. Zwar stimmt es schon, dass die Zielgruppe gerade die 14- 17-Jährigen sind, doch auch die Gruppe der 24-29-Jährigen geben nach dieser Studie an von Influencern inspiriert worden zu sein. Ein Potenzial, welches viele Unternehmen nicht so einfach abtun sollten, wie sich zeigt.

  • FIAT golem: Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel: Der Autohersteller Fiat Chrysler arbeitet ab jetzt mit Intel und BMW an selbstfahrenden Autos. Ein sportliches Unterfangen, denn bis Ende dieses Jahrs sollen schon 40 autonome Test-Fahrzeuge auf den Markt kommen, die Systeme dazu sollen dann 2021 folgen. Vorsicht ist jedoch geboten, denn bei dem Trend, der momentan beim autonomen Fahren ausgebrochen ist, wird es für viele Autohersteller schwierig werden marktspezifische Unterschiede anzubieten.

  • NOKIA heise: Nokia 8: Erstes Oberklasse-Smartphone von HMD Global :
    Endlich ist es soweit, das Nokia 8 ist das erste Oberklassen-Smartphone von Nokia unter HMD Global. Die Innovationen sind unter anderem die Hauptkamera auf der Rückseite und, wie in der Oberklasse inzwischen üblich, eine Doppel-Optik mit S/W-Kamera, die für Kontrast und Tiefenschärfe sorgen soll. Erhältlich ist das Modell in den Farben Silbergrau, Kupfer und zwei Blautönen, genauere Informationen zum neuen Modell, wie die Akkukapazität oder der USB-Anschluss, erfahrt ihr in diesem Artikel.

  • ISwired: Studie: So effektiv stört Twitter die Propaganda des IS: Laut einer Studie geht es dem IS nicht nur geographisch „an den Kragen“. Auch über die sozialen Netzwerke wird er weiterhin zurückgedrängt. Forscher bestätigten, dass 65% der IS-Propaganda-Accounts in nur 70 Tagen gelöscht werden konnten. Doch Vorsicht ist dennoch geboten, denn konzentriere man sich weiterhin nur einseitig auf diese Art von Accounts, würde die Aufmerksamkeit für jihadistischen Organisationen im Internet fehlen. Ein Spagat, den man in Zukunft versuchen wird zu bewältigen, damit pro-terroristische Accounts langfristig eingedämmt werden können.

  • t3n t3n: Flixbus gründet Flixtrain, Kerngeschäft soll Fernbus bleiben: Flixbus breitet sich jetzt auch auf den Schienen aus. André Schwämmlein, einer der Chefs des Unternehmens ist sich sicher, dass eine Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel die Zukunft der Mobilität ist, auch in Deutschland, und somit eine Alternative zum eigenen Auto. Könnten sie somit eine zukünftige Konkurrenz für die deutsche Bahn sein? Das Unternehmen sei nach Angaben zumindest offen für verschiedene Möglichkeiten, dennoch bliebe der Fernbusbetrieb selbstverständlich das Kerngeschäft des Unternehmens. Wir werden sehen.

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Der coole Kanal: Youtuber als Wahlhelfer

YouTuber (adapted) (Image by StockSnap) (CC0 Public Domain) via Pixabay

Bei der Bundestagswahl 2017 spielt YouTube als Plattform für die Kommunikation mit jüngeren Zielgruppen eine besondere Rolle. Auch Kanzlerin Merkel macht mit.

Bereits bei der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten wurde die gestiegene Bedeutung von Youtubern für die Politik sichtbar. In die Bundesversammlung, die das deutsche Staatsoberhaupt wählt, entsenden die Landesparlamente neben Berufspolitikern gerne auch Prominente, die Mitglied einer Partei sind oder ihr nahe stehen. Nach Kulturschaffenden, Stars aus Film und Fernsehen sowie Sportlern hat sich 2017 eine neue Klientel für die Mitarbeit in diesem Verfassungsorgan qualifiziert. Dafür verantwortlich ist nicht nur die Piratenpartei, in deren Fraktion gleich zwei Youtuber mit politischem Profil vertreten waren: Rayk Anders und Tilo Jung. Auch Julien Bam, einer der populärsten deutschen Youtuber, war auf Betreiben der damaligen Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen zum Mitglied der Bundesversammlung gewählt worden. Wobei Hannelore Kraft (SPD) sich selbst schon an einem Video-Blog über ihre Arbeit als Regierungschefin versucht hat. Ihr Oeuvre ist aber nach der Löschung des Profils bei der Video-Plattform nicht mehr verfügbar.

Die neuen Meinungsmacher

Nachdem die Bundeskanzlerin 2015 unter dem Titel “#NetzFragtMerkel” LeFloid im Kanzleramt eine Audienz für ein halbstündiges Interview gewährt hat, wird es im Wahljahr nun eine Nummer größer. Angela Merkel (CDU) trifft am 16. August im YouTube Space Berlin in einem einstündigen Livestream nacheinander auf vier Fragesteller, die unterschiedliche Facetten repräsentieren. Mirko Drotschmann behandelt als MrWissen2go „Allgemeinwissen zu aktuellen und historischen Themen.

Dazu gehört auch die aktuelle Bundestagswahl, zu der er bereits einige Erklär-Clips produziert hat. Lisa Sophie liefert in ihrem Kanal “ItsColeslaw” eher Persönliches aus der Perspektive einer jungen Frau. AlexiBexi präsentiert ein Potpourri vom Technik-Test bis zur Comedy. Und schließlich Ischtar Isik, die laut Pressemitteilungmit gerade einmal 21 Jahren eine der erfolgreichsten deutschen Social-Media-Expertinnen im Bereich Fashion, Beauty und Lifestyle” ist. Formuliert hat diese Einschätzung das Studio71, das das Event produziert und redaktionell betreut. Das Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Media SE vermarktet zahlreiche Youtuber international insbesondere im Rahmen kommerzieller Kampagnen des Influencer-Marketings.

Das gesamte Setting der Veranstaltung reflektiert einerseits die Kritik an der eher harmlosen Aufzeichnung von LeFloid und entspricht andererseits in etwa dem, was das Weiße Haus unter Obama etabliert hat. Beim US-Präsident war das Format allerdings klar als Regierungskommunikation im Anschluss an seine jährliche Rede zur Lage der Nation ausgerichtet. Hier wie da fungieren die Youtuber als Katalysatoren und Multiplikatoren, die sich im Vorfeld der Veranstaltung mit der durch die Abonnenten ihrer Kanäle konstituierten Community über relevante Themen austauschen und unter dem Hashtag #DeineWahl auch deren Fragen erheben.

So sollen Zielgruppen erreicht werden, die nicht mehr dort anzutreffen sind, wo sie einst Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) vermutet hat, als er die Parole ausgab: „Zum Regieren brauche ich nur BILD, BamS und Glotze.“

Nun hat allerdings gerade die heiße Phase des Wahlkampfs begonnen, und da würde ein Interview ausschließlich mit der Amtsinhaberin ihr doch Vorteile verschaffen. Sei es durch die exklusive Ansprache des Publikums der Youtuber oder dadurch, dass sie ihr Image damit aufpolieren kann, dass über das Event eben bei “BILD, BamS und Glotze” berichtet wird. Die Verantwortlichen scheinen sich dieser Problematik bewusst zu sein und stellen weitere Events dieser Art mit Politikern anderer Parteien in Aussicht.

TV-Duelle und Wahlabend bei YouTube

Unabhängig davon werden am 17. September rund 15 Youtuber in einem mehrstündigen „Community Live Stream“ mit ihren Fans zum Thema “Wahlen” in Dialog treten. Und auch die TV-Duelle am 4. und 5. September werden bei YouTube im Livestream zu sehen sein. Schließlich produziert Studio71 am Abend der Bundestagswahl für das öffentlich-rechtliche Online-Outlet funk.net unter dem Titel “Wahlgemeinschaft” eine mehrstündige Show: “Mehrere Moderatoren (…) führen durch den Abend und begrüßen prominente Youtuberinnen und Youtuber sowie aufstrebende Nachwuchs-Politikerinnen und -Politiker zum Talk. Das Format soll politische Inhalte für 14- bis 29-Jährige interessant aufbereiten, Informationen zum Wahlausgang vermitteln und natürlich unterhalten. Neben den Talks sind Auftritte von Musikerinnen und Musikern und spannende Live-Showelemente geplant.

Challenge und Comedy als politische Bildung

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) bedient sich der Influencer und platziert eine zehnteilige ‚YouTube-Reihe zur Sensibilisierung für demokratische Wahl- und Entscheidungsprozesse‘: „Das Angebot ‚#erstewahl2017‚ richtet sich primär an Menschen, die zu ihrer Informations- und Meinungsbildung über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge primär Ressourcen der Sozialen Netzwerk-Dienstleister und des Social Web nutzen.”. Dabei wird das Format der “Challenge” genutzt. In der Pilotfolge von Fitness-Vloggerin Sofia Martinez werden verschiedene Optionen vorgestellt. Die Zuschauer können abstimmen, welcher Herausforderung sie sich stellen muss. Es geht also um die Konsequenzen von Abstimmungen. Weitere Beiträge zu diesen und ähnlichen Aspekten des Wählens liefern Alycia Marie, Moritz Garth, Malternativ, Salomé Sylvana und Silvi Carlsson.

Ab dem 11. September 2017 beschäftigt sich dann das Comedy-Duo Space Frogs in ihrer „Space Cabin“ im Auftrag der BpB mit unterschiedlichen Themen der Wahl. “In fünf Folgen, die täglich vom 11.-15. September 2017 auf ihrem YouTube-Kanal ‘Space Radio’ erscheinen, fragen sie etwa: Wie funktioniert die Bundestagswahl überhaupt? Welchen Stellenwert nehmen Bildung oder Digitalisierung in den Programmen der Parteien ein? Und welche Gestaltungsideen haben die Parteien für die Zukunft der Rente oder Europas?

Abseits solcher koordinierten Aktivitäten wird Tilo Jung zur Bundestagswahl wieder mit exponierten Vertretern von Parteien in seinem bekannten “Jung & Naiv”-Format reden. Pointiert setzt er dabei einen Kontrapunkt zum Kanzlerinnen-Interview indem er mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Alexander Gauland, gestartet ist. Und dem “Alex” fast zwei Stunden lang “naive” Fragen stellt.


Image (adapted) „YouTube“ by StockSnap (CC0 Public Domain)


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dropAstyle – Echte Menschen, echte Mode, bares Geld

Fashion (adapted) (image by freestocks.org [CC0] via pexels)

E-Commerce ist tot, es lebe Social Commerce. Das war schon vor mehr als zehn Jahren eine Zukunftsprognose. Seitdem hat sich viel getan in der Welt des Onlineshoppings. Auch wenn der E-Commerce nicht vertrieben wurde, hat er mit Social Commerce eine weitere Komponente dazugewonnen. Immer mehr Plattformen, aber auch die großen Onlineshops selbst, nutzen die Nahbarkeit und Authentizität von Social-Media-Akteuren, um ihre Produkte zu verkaufen. Auch junge Unternehmen haben Social Commerce als Geschäftsfeld entdeckt.

Instagram trifft Onlineshopping

Ganz neu ist dabei die Applikation dropAstyle, eine Art Instagram fürs Onlineshopping. Dahinter steckt ein Startup aus Aachen, das mit einem neuen Konzept frischen Wind in die Branche bringen will. dropAstyle will eine Art Social-Media-Plattform für Mode schaffen, auf der echte Menschen Mode präsentieren – und am Verkauf mitverdienen können.

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Wie Social Media und E-Commerce funktionieren. Image by Alexander Graf.

Denn das Ziel beim Social Commerce ist immer noch der Verkauf, „allerdings steht nun nicht mehr das Produkt am Anfang, sondern der Mensch”, wie es E-Commerce-Experte Alexander Graf formuliert.

Während also beim klassischen E-Commerce das Produkt den Käufer überzeugen soll, sind es nach Ansicht von Graf beim Social Commerce die Peers, die beim Nutzer Vertrauen und Bedürflichkeiten wecken sollen.

Das Geschäft mit der Personalisierung

Blogger sind so längst zu Markensprechern geworden, Instagramer und YouTuber zu Influencern. Dahinter steckt nicht nur die Begeisterung über das Web 2.0 und seine Möglichkeiten, sondern auch ein sehr großer Markt. Nach einer Erhebung des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel wurden im ersten Quartal 2017 etwa 10 Prozent mehr erwirtschaftet als im ersten Quartal des Vorjahres. Insgesamt haben demnach die Onlinehändler 13,21 Milliarden Euro umgesetzt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Influencer zu einer Berufsbezeichnung geworden ist und immer mehr Angebote auf genau diesen Markt abzielen.

Vor allem im Bereich Fashion und Beauty ist Social Commerce sehr erfolgreich. So haben auch die Riesen im E-Commerce, von Amazon über Zalando bis hin zu Otto, erkannt, dass sie ihre Produkte personalisieren und das Internetshopping zum Erlebnis ausbauen müssen, wenn sie etwas verkaufen wollen. Amazon versucht dies über Echo Look mit einer Kombination aus künstlicher Intelligenz und Individualisierung zu erreichen. Zalando und Otto wiederum setzen über Apps wie Fleek oder Plattformen wie About You auf den Community-Gedanken. Andere Portale wie Dawanda oder Spreadshirt haben Social Commerce direkt zum Geschäftsmodell gemacht.

Wenn drei Informatiker ein Fashion-Startup gründen

Doch keins dieser Modelle hat Christoph Ersfeld, Fabian Debus und Swen Kühnlein, die drei Gründer von dropAstyle so richtig überzeugt. „Ich bin selbst sehr schlank und habe nie passende Hemden gefunden, egal ob im Laden oder in Onlineshops“, erklärt Christoph Ersfeld im Gespräch mit den Netzpiloten.

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Die Gründer von dropAstyle. Image by dropAstyle.

Im Offlineshop ist die Auswahl oft zu gering, im Onlineshop sagen Fotos der Kleidung an Models und allgemeine Größen nicht viel darüber aus, wie das Kleidungsstück hinterher an einem selbst aussieht. Der Einkaufsfrust trieb die drei Informatiker schließlich dazu, ein Fashion-Startup zu gründen. Neben der Webseite steht dabei vor allem die Applikation, die im Juni 2017 sowohl für Android als auch für iOS gelauncht wurde, im Fokus. Dabei ist zwar auch bei dropAstyle Social Commerce das grundlegende Geschäftsmodell, doch die App geht darüber hinaus, erklärt Ersfeld: „Wir wollen eine inklusive Community schaffen, auf der wir von Frau bis Mann, von alt bis jung, von groß bis klein, von dünn bis kurvig, Mode so vielfältig wie möglich darstellen.“

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Homepage von dropAstyle. Screenshot by Marinela Potor.

Mode soll also nicht (nur) von Models präsentiert werden, sondern von echten Menschen. Je bunter die Mischung, desto besser. So stellen es sich die drei Gründer zumindest vor. Darüber hinaus soll auch eine Onlinegemeinschaft entstehen, in der sich Nutzer aktiv über Mode austauschen können. Jeder, der mitmachen will, erstellt dazu ein Profil auf dropAstyle und kann dann Fotos von seinen „Styles“ hochladen. Die Kleidungsstücke können anschließend anhand eines Produktkatalogs aus aktuell 500.000 Produkten kategorisiert und mit Begriffen getaggt werden.

 

User, die nach Inspiration suchen, können dann wiederum auf dropAstyle über einen speziellen Suchfilter die Mode an den Menschen sehen, die ihnen selbst ähnlich sind – und kaufen. Dazu werden die Produkte über Affiliate-Schnittstellen automatisch mit Onlineshops verbunden. Aktuell kooperiert dropAstyle mit etwa 50 Shops. Nutzer werden über die Produkttags auf der App an diese Onlineshops weitergeleitet und können die Kleidung dann dort direkt kaufen.

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Das Konzept der dropAstyle community. Screenshot by Marinela Potor.

Die Suche nach dem richtigen Style wird bei dropAstyle nicht nur über Hashtags, sondern auch mit künstlicher Intelligenz vorangetrieben. Das Userverhalten wird beobachtet und erlernt und je nach Vorlieben werden den Nutzern verschiedene Styles vorgeschlagen. Das soll nicht nur zu einem individualisierten Erlebnis führen, sondern natürlich auch zum Kauf.

Am Verkauf verdienen dann aber nicht nur der Onlineladen und dropAstyle, sondern auch der Nutzer, der den Kauf inspiriert hat. Je mehr Käufe jemand anregt, umso höher wird der persönliche Anteil an den verkauften Produkten. „Newcomer“ bekommen 20 Prozent Provision, „Fashion-Stars“sogar 70 Prozent.

Ein durchaus attraktives Konzept. Noch merkt man aber, dass dropAstyle eine brandneue Plattform ist. Christoph Ersfeld will zwar nicht verraten wie viele Nutzer derzeit aktiv sind und wie viele Verkäufe schon stattgefunden haben, vom ersten großen Meilenstein – 100.000 Usern – sei man aber noch ein gutes Stück entfernt. Das mag mit ein Grund sein, warum die Style-Darsteller hauptsächlich jung und weiblich sind und aus der Instagram- oder Modebloggerszene kommen und noch nicht so vielfältig sind wie die Gründer es gerne hätten.

Christoph Ersfeld glaubt aber, dass sich das in Zukunft ändern wird: „Die ersten Nutzer auf unserer App sind überwiegend Instagrammer oder Fashionblogger, die einfach eine neue Plattform ausprobieren wollen. Doch wir hoffen natürlich, dass mit steigender Nutzerzahl auch die Profile diverser werden.“


Image (adapted) „Fashion“ by freestocks.org (CC0 Public Domain)
Images by Alexander Graf & dropAstyle; Screenshots by Marinela Potor


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  • ROAMING netzpolitik: Das Ende der Roaming-Gebühren: Erfolgsgeschichte mit Lücken: Seit dem 15.Juni werden in der EU keine Aufschläge für Roaming mehr eingezogen und Nutzer können grenzübergreifend mit ihrem regulären Vertrag im mobilen Datennetz surfen. Die Nutzung ist vorerst allerdings auf vier Monate beschränkt. Damit möchte die Kommission verhindern, dass sich Reisende mit günstigen ausländischen SIM-Karten eindecken und den Inlandsmarkt dadurch umgehen. Laut der EU-Kommission haben bereits einige Anbieter Einschränkungen erbeten, da sie ihr Geschäftsmodell bedroht sehen. Nutzer sollten bevor sie ins Ausland reisen ihren Mobilfunkvertrag überprüfen, ob dieser eine Roaming-Option enthält.

  • FILESHARING sueddeutsche: EuGH: Filesharing-Plattformen sind für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich: Die Filesharing Plattform „The Pirate Bay“, auf der von Usern geschützte oder illegale Dateien zum Download bereit gestellt haben, wurde nun von dem Europäischen Gerichtshof für rechtswidrig erklärt. Die Betreiber der Website seien sich bewusst, dass der Service für illegalen Datenaustausch verwendet wird. Mit diesem Urteil soll es Gerichten in Zukunft erleichtert werden entsprechende Filesharing-Plattformen zu sperren. Die öffentliche Wiedergabe der urheberechtsgeschützten Inhalte war der entscheidende Punkt. Nach EU-Recht dürfen nur die Urheber die Verbreitung oder Bereitstellung ihrer Inhalte erlauben oder verbieten.

  • APPLE PAY golem: Transaktionen in Messages können teuer werden: Mit iOs 11 und MacOS High Sierra können sich Apple-Nutzer über die Einführung einer Apple Pay Funktion in die Messenger App freuen. Der Apple Pay-Service ist in Deutschland derzeit noch nicht verfügbar, in Großbritannien, Frankreich und Italien jedoch schon zahlreich genutzt. Die neue Bezahlfunktion ist insbesondere für kleine Transaktionen zwischen Freunden und weiteren Privatpersonen gedacht. Nutzer müssen jedoch damit rechnen, dass Gebühren anfallen. Beispielweise müsse für Zahlungen mit einer Kreditkarte mit einer Gebühr von 3 Prozent gerechnet werden.

  • ADS curved: Instagram zeigt künftig, ob Posts Eurer Lieblings-Influencer bezahlt sind: Influencer Marketing ist ein wachsender Trend in der Marketing Branche. Besonders beliebt ist hierbei das Soziale Netzwerk Instagram. Nach vielen Vorwürfen zu ungekennzeichneter Werbung, führt Instagram nun die „Branded Content“-Funktion ein. Damit können Influencer deutlicher Kennzeichen, ob ein Post von einer Marke gesponsert wurde oder nicht. Künftig ist direkt unter dem Namen des Influencers im Feed der Nutzer der Zusatz „bezahlte Partnerschaft mit …“ über dem bezahlten Beitrag zu sehen. Instagram selbst möchte bei Verstößen gegen die Kennzeichnung bezahlter Posts künftig härter durchgreifen. Wenn bezahlte Beiträge künftig nicht gekennzeichnet sind, müssen User mit Strafen rechnen.

  • KI t3n: The Art of the Deal: Facebook-KI lernt zu lügen, um ihren Willen zu bekommen: Die Entwickler der Facebook KI-Systeme entwickeln eine Software, die lernt, wie man handelt. Überraschend ist, dass die Software ohne menschliches Zutun absichtliche Täuschung angewendet hat. Das Experiment wurde mit zwei Chatbots durchgeführt, die eine bestimmte Anzahl an Gegenständen untereinander aufteilen sollten, jeweils mit eigenen vorausgesetzten Zielen, die sie einhalten sollten. Die Bots begannen zu handeln und Interesse an Gegenständen zu bekunden, die sie nicht haben wollten, um Kompromissbereitschaft vorzutäuschen.

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Die Netzpiloten sind Partner der Social Media Marketing Week

Am 26. – 29. Juni findet die Social Media Marketing Cyber Week der Marketing On Tour-Webinar Reihe statt. In den kurzen Online Seminaren können sich Interessierte Trends und Informationen rund um digitales Marketing einfach und kompakt aneignen. Hierbei steht jeder Tag unter einem anderen Fokus. Am Ende der Vorträge der Experten haben Teilnehmer die Möglichkeit Fragen zu stellen, was die Seminare sehr interaktiv gestaltet.

Social Media Marketing hat in den vergangenen Jahren immer mehr Bedeutung gewonnen, besonders um eine junge Zielgruppe auf ein Produkt oder Unternehmen aufmerksam zu machen. Die Keynotes dieser Vortragsreihe sind darauf ausgelegt, dass Teilnehmer relevante Grundlagen des Social Media Marketing erhalten und eine erfolgreiche Kampagne über soziale Medien erstellen können.

Aktuelle Themen und Speaker

Die vier Leitthemen dieser Social Media Marketing Week sind:

  • Allgemeine Trends mit Uwe-Michael Sinn (rabbit eMarketing)
    Was Social Media verändert, die vier großen Social Media Plattformen und ihre Entwicklung und was Unternehmen für erfolgreiches Social Media Marketing brauchen.
  • Influencer Marketing mit Torsten Panzer (PR Club Hamburg)
    Grundlagen für Unternehmen, Tools zur Recherche und welche Plattformen für Influencer Marketing in Frage kommen.
  • Facebook Advertising mit Christoph Steger , Dennis Hagemeier und Jan Golka (MSO Digital)
    Zielgruppen finden, Kampagnenarten und Targetingmöglichkeiten und Analyse-Möglichkeiten durch Facebook Analytics.
  • Grundlagen des Social Media Rechts mit Rechtsanwalt Dominik Schmidt
    Urheberrecht, Markenrecht, Telemedien- und Datenschutzrecht Grundlagen, die Unternehmen kennen sollten.

Die Konferenz findet ausschließlich Online statt, um teilnehmen zu können ist also eine bestehende Internetverbindung wird vorausgesetzt. Auf der Webseite wird ebenfalls ein Feature angeboten um seine Systemanforderungen zu testen. Die Webinare werden von den Veranstaltern aufgezeichnet und sind für Teilnehmer für zwei weitere Monate erreichbar. Wenn ihr interessiert seid – hier kann man sich für die Webinare anmelden.

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  • KATAR heise: Vereinigte Arabische Emirate: Für Online-Sympathie mit Katar droht Gefängnis: Das Emirat Katar auf der Arabischen Halbinsel wurde vergangene Tage isoliert. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten brachen jeglichen Kontakt zu Katar ab, Überflüge wurden verboten und Staatsbürger wurden gezwungen zurückzukommen. Grund hierfür waren Anschuldigungen, das Land würde Terroristen unterstützen. Wer jetzt online Sympathiebekundungen für das Emirat Katar macht, muss mit Sanktionen rechnen. US-Präsident Trump unterstützt diese Entscheidung trotz der großen Militärbasis Vorort in Katar.

  • WHATSAPP welt: Whatsapp-Update bringt Ordnung in den Chat: Das neue Whatsapp- Update hat nicht nur mehr Funktionen, sondern sorgt auch für mehr Ordnung auf dem Handy. Die Version 2.17.30 lässt zu, dass Bilder gleich im Messenger selbst verändert werden können und verschickt Serien von Fotos nicht mehr einzeln. Ab vier Fotos hat der User die Möglichkeit die Bilder in einem separaten Album zu verschicken. Ideal für kreative Leute mit einem Sinn für Ordnung. Große Verbesserung auch im Gruppenchat, Nachrichten zitieren geht jetzt ganz einfach ohne das umständliche Öffnen eines neuen Dialogfensters. Von links nach rechts wischen und das Feature wurde genutzt. Das Update für Android lässt nicht lange auf sich warten und erscheint in den nächsten Tagen.

  • MARKETING omr: DIESE MENSCHEN VERRATEN EUCH, WIE MARKETING AUF NEUEN PLATTFORMEN FUNKTIONIERT:
    Am 2. August startet wieder die Konferenz New Platform Marketing in Hamburg, wo die Möglichkeit besteht, einen detaillierten Einblick in die Branche des Marketings zu bekommen. Eine kleine Änderung besteht jedenfalls, das Event konzentriert sich ab jetzt nicht mehr nur auf die „klassischen Media Geschäfte“, sondern öffnet seine Kanäle auch für weitere Arten des modernen Marketings, aufgrund des riesigen Hypes über die Influencer. Prominente Models wie Lena Gercke oder Eva Padberg haben ihren eigenen Shop auf der derzeit sehr berühmten Plattform About You. Informationen über diese neue Art des Marketings gibt es auf diesem Event zu bestaunen.

  • CHAOS t3n: Produktiv-Expertin Claire Burge: „Slack ist schlimmer als E-Mail“: In Zeiten von Technik & Co. ist auch unsere Arbeit keine übersichtliche Sache mehr, eine Studie zeigt, dass sich rund 75% der Menschen überfordert fühlen. Doch anstatt daran zu verzweifeln, müssen Unternehmen lernen mit diesen Neuerungen umzugehen, dieser Meinung ist Claire Burge, die Unternehmen hilft ihre Ressourcen gewinnbringend zu nutzen. Das Commerce Unternehmen Etsy beispielsweise lässt seinen Mitarbeitern nicht nur bei der Hardware freie Hand, sie dürfen zusätzlich ihren Arbeitsplatz nach freier Wahl selbst einrichten. Raum für Spontanität und Auszeit geben und das Chaos kreativ nutzen, das ist die Kunst eines gute funktionierenden Managements.

  • APP gruenderszene: Dieses Startup belohnt dich fürs Telefonieren: Hiermit kann man punkten. Mit der App Goodie Call bekommen Nutzer, indem sie nach jedem Anruf die App Freunden weiterempfehlen, ein Profil erstellen oder nur ein kurzes Video anzuschauen, Punkte. Diese können wiederum bei Amazon oder Spotify eingelöst werden. Gelauncht wurde diese Android-App im April 2017 von Michael Eisenbach und seinem Partner Jan Holzapfel. Die Geschäftsidee scheint aufzugehen, denn mehr als zwei Millionen Euro wurden bereits von Bohlekn, dem Ex-Manager bei der Deutschen Post und zusätzlichen Business Angels in die Firma.

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Die Netzpiloten sind Medienpartner der PLAY Summit 2017

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Zum zweiten Mal veranstalten ADZINE und Videobeat Networks dieses Jahr im Kehrwieder-Theater in Hamburg der PLAY – Video Advertising und Marketing Summit. Die Konferenz am 29. Juni ist ein Treffpunkt für Fachkräfte der Videomarketingbranche sowohl aus klassischen als auch digitalen Umfeldern.

Branchenkenner aus verschiedenen Bereichen präsentieren Advertising Trends und Technologie. In anschießenden Diskussions- und Networking Runden gibt es die Chance sich mit den Experten der digitalen Szene auszutauschen.

Alles rund ums Bewegtbild

Auf der PLAY Summit dreht es sich nicht nur um traditionelles Video Markting über TV-Spots, sondern auch um neue Möglichkeiten, wie Influencer Marketing und digitale Konzepte für Soziale Netzwerke.

Leitthemen wie Kreation, Channels, Technologie und Audience werden in den Vorträgen und Case Studies der Speaker behandelt. Themen sind unter anderem:

  • Trends im Bewegtbildkonsum (Vortrag der GFK)
  • TV Tracking -Online Effekte aus TV messen und nutzen?
  • CASE: Cross-Device-Retargting für Digital Video Kampagne
  • Gehören Video Influencer in den Mediaplan?
  • Technologie für mehr Dynamik und Flexibilität auf der Digital Video Supply Side
  • Facebook: Chancen und Risiken im Video Advertising
  • Freut euch ebenfalls auf ein breites Spektrum an spannenden Speakern aus verschiedenen Bereichen und Aspekten der Branche.

Hier findet ihr das volle Programm und eine Liste der Referenten. Wenn ihr dabei sein wollt, könnt ihr hier die Anmeldung finden. Mit dem Code PLAY17NETZPILOTEN bietet der PLAY Summit Freunden der Netzpiloten bis zu 25 Prozent Rabatt auf die Konferenztickets an!

Wir wünschen euch viel Spaß!

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  • FACEBOOK wired: Gerichtsurteil: Mit dem Tod erlischt auch der Facebook-Zugang: Am gestrigen Tag wurde bereits über den Fall vor dem Berliner Kammergericht berichtet, bei dem die Eltern einer Tochter auf deren Facebook-Profil zugreifen wollten, um eventuell aus Chatverläufen oder Ähnlichem Gründe für den Tod des Mädchens zu erschließen. 2012 wurde die 15-jährige von einer U-Bahn erfasst, die genauen Umstände bleiben bis heute rätselhaft. Das Gericht beschloss jetzt jedoch erneut in zweiter Instanz, dass Profile weiterhin nicht für Außenstehende zugänglich gemacht werden.

  • COVFEFE welt: Clinton zieht Trumps „covfefe“ gnadenlos durch den Kakao: Es scheint kaum ein Tag zu vergehen, an dem der 45. US-Präsident Donald Trump keine fragwürdige Bemerkung äußert oder sonderbares Verhalten an den Tag legt. So verfiel das Internet – vor allen Dingen Twitter – gestern in einen regelrechten Aufruhr, als Trump sich in einem Tweet mit “covfefe” verschrieb. Eigentlich erstmal nichts weltbewegendes, aber binnen kürzester Zeit häuften sich Reaktionen und Häme, so auch von Ex-Konkurrentin Hillary Clinton.

  • STREAMING curved: iTunes könnte Filme zeitgleich zum Kinostart zeigen: Anbieter von Video-on-Demand-Diensten wie Amazon, Google, Apple und Netflix stehen in ständiger Konkurrenz und Rennen miteinander, nicht nur wer welche Inhalte anbietet, sondern wer sich auch zuerst anbieten kann. Der Mitbegründer von Napster, Sean Parker, ist aktuell damit beschäftigt, Filmstudios von seinem neuen Unternehmen „Screening Room“ zu überzeugen. Die Idee ist es, Kinofilme, die so auch aktuell noch dort gezeigt werden, gegen eine entsprechend hohe Gebühr On-Demand bereit zu stellen. Dem Bericht zufolge laufen die Verhandlungen aber recht zäh.

  • NOKIA3310 spiegel: Endlich mal wieder „Snake“ spielen: Das Nokia 3310 ist Kult. Das Mobiltelefon aus den Nullerjahren ist ein wahrer Klassiker und vielen noch ein Begriff. Jetzt wurde der Handyklassiker neu aufgelegt und war in Großbritannien auch direkt ausverkauft. Mit gerade einmal 16 Megabyte – ja, Mega, nicht Giga – hat das Handy zwar 16-mal so viel Speicherplatz wie das Original damals, aber ob der Retrofaktor über die praktischen Abstriche hinwegtrösten kann ist fraglich. Die Kollegen von Spiegel haben das Nokia 3310 direkt auf Herz und Nieren getestet.

  • WEBVIDEOPREIS rp-online: Der Kampf um die Zuschauer: Wenn aus einer Szene eine Branche wird. Am heutigen Abend wird in Düsseldorf der bereits 7. Webvideopreis verliehen. Moderiert wird die Veranstaltung von Barbara Schöneberger und ehrt Content-Creator und Influencer von Video-Plattformen wie Youtube. Der nach Angaben des Veranstalters größte Social-Media-Award verstärkt den Branchen-Status des ehemals eher als “Szene” bezeichneten Mediums. Die schnelllebige Welt der Webvideos stecke jedoch derzeit in einer Krise – Grund dafür: der Youtube-Algorithmus.

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Gibt es einen Weg, um Schleichwerbung zu stoppen?

How to beat meat on the subway (adapted) (Image by Poster Boy) (CC 2.0) via Flickr

Der Ethikausschuss, diverse Anwälte und Historiker haben sich darum gestritten, dass Donald Trump die Grenze zwischen seinem öffentlichen Amt und den Interessen seines privaten Geschäfts in einer beispiellosen Art und Weise verwischt hat. Andererseits ist dies auch Teil eines viel größeren Trends. Schleichwerbung – ob in der Form von Magazinwerbungen, Werbemelodien im Radio oder Fernseh-Werbespots – ist schon seit langem Teil des modernen Lebens.

Städte und Staaten garantieren Betrieben jetzt das Recht, ihre Namen und Logos auf Parkuhren, Brücken, Hydranten und sogar auf den Badeanzügen von Rettungsschwimmern zu platzieren. Öffentliche Parks, die eine Ruhepause von den Mühen des täglichen Leben bieten, erlauben Händlern nun, Reklame inmitten von historischen Stätten und Naturgebieten zu machen. Schulräte unterschreiben Vereinbarungen mit Betrieben aller Art, um Ihnen bei der Einhaltung ihrer Haushaltsmittel zu helfen.

Es ist nicht nur der öffentliche Raum, der voller Werbung ist. Bei meiner Recherche für mein neues Buch über modernes Marketing und dessen Regeln habe ich herausgefunden, dass eine ganze Reihe früher werbefreien Umgebungen – vom Wohnzimmer bis hin zu unseren Freundschaften – nun zu Orten für Anzeigen oder Überwachungstechnologien werden, die dafür entworfen sind, sie effektiver zu machen.

Manche werden mit den Schultern zucken und sagen, dass Schleichwerbung ein unvermeidbarer Teil des modernen Lebens ist. Aber dieser Trend ist mit einigen Gefahren und juristischen Komplikationen verknüpft – wenn die Leute sich genug darum kümmern würden, um auch wirklich etwas zu tun.

Die neuen Grenzen des Marketings

Die neuen Marketingtechniken und Technologien erlauben es den Betrieben, die Kunden über neue Wege und an neuen Orten zu erreichen. Marktforschern zufolge ist ein Ort, der zunehmend kritisch beobachtet wird, das eigene Zuhause.

Intelligente Technologien – von Microsofts Xbox One bis zu den Geräten von Vizio – kommen nun mit eingebauten Fähigkeiten daher, die uns ausspionieren könnten. Diese Geräte können Aktivitäten aufnehmen, die früher einmal als privat galten – wie die Filme, die wir und ansehen und sogar die Gesichtsausdrücke, die wir machen, während wir ein Videospiel spielen. Diese Information wird Teil eines digitalen Profils, das von Werbern benutzt wird, um ein besseres Bild darüber zu bekommen, wer wir sind und wie wir davon überzeugt werden können, etwas zu kaufen.

Mittlerweile werden wir jedes Mal, wenn wir uns bei Facebook einloggen oder eine Suche bei Google auf unserem privaten Rechner tätigen, zu einem Teil des enormen Datenbestands der Marktforschung. Es ist schwer, dieser Art der Überwachung zu entkommen. So mancher Händler hat alte Cookies versetzt. Sie können jetzt individuelle User über die Anzahl der Quellen in ihrem Browser oder über gar über die Batterielaufzeit des einzelnen Rechners identifizieren.

Sogar unsere Hirne sind für Werbeanschluss für Werber interessant geworden. In einer Studie aus dem Jahr 2004 wurden Probanden gebeten, kleiner Schlucke Cola oder Pepsi zu nehmen, während eine Maschine den Blutfluss derer Gehirne messen sollte. Wenn die Marke nicht bekannt war, mochten die Teilnehmer im Durchschnitt Pepsi lieber. Wurden jedoch die Markennamen vor dem Schluck enthüllt, bevorzugten die Teilnehmer, sowohl verbal als auch neurologisch, die Konkurrenzcola. Die Studie gilt seither als Beweis dafür, dass Werbung unsere Gehirnchemie tatsächlich verändern kann. Sie kann emotionale Kennzeichnungen einbauen, die die rein objektive Betrachtung des aktuellen Produkts überlagern.

Seither haben Unternehmen Millionen ausgegeben, um das Verhalten der Verbraucher zu entschlüsseln und die Wünsche, die wir nicht äußern oder äußern können, zu erfassen. Manch größere Werbekampagne, die wir momentan beobachten, angefangen bei Samsung bis hin zu den Suppendosen von Campbell’s, gleichen die Ergebnisse dieser neuen Forschungen im Neuromarketingbereich ab.

Unsere Freundschaften und soziale Netzwerke sind dagegen leider auch nicht immun. Die Werber und Händler nutzen die Taktik der Micro-Influencer, um die gewünschte Zielgruppe zu erreichen. Dies sind meist Leute mit durchschnittlichen Followerzahlen bei Instagram oder Twitter. Sie werden eingesetzt, um über soziale Medien Produkte oder Dienste zu verkaufen. Zwar erfordern die Regeln der Kartellbehörde von den Indossanten die Vergütung, die sie erhalten, als Gegenleistung für das erfolgreiche Rühren der Werbetrommel anzuerkennen, setzen sie sich in den wenigsten Fällen durch.

Die Konsequenzen der Schleichwerbung

Sogar diejenigen, die optimistisch gegenüber diesen neuen Marketing-Schachzügen sind, geben zu, dass diese störend sein können. Trotzdem hört man meist als Antwort auf Beschwerden über die wachsende Präsenz von Werbeanzeigen das Totschlagargument: „Was soll schlecht daran sein?“. So ist die Werbeunterbrechung ein kleiner Preis, den man für eine gut subventionierte öffentliche Infrastruktur, freie Inhalte im Netz und die Veröffentlichung von Werbeanzeigen, die eher auf unsere aktuellen Interessen und Notwendigkeiten angepasst sind, zahlen muss.

Meine Forschung zeigt dennoch, dass es ein erhebliches Opfer darstellt, sein Leben für die Werber zu öffnen. Zunächst handelt es sich hierbei um den Verlust der Verbraucheragentur. Die Zuversicht, dass Gehirnscans zur Erstellung von effektiveren Fernsehwerbespots beitragen, ziehen die Zuschauer aus ihrer Fähigkeit, den Werbeinhalt, den sie sehen und hören, bewusst selbst zu formen. Der Fokus der Marktforschung beruhte ursprünglich auf Gruppen und Befragungen, nicht auf der ungefilterten Messung und Auswertung der Gehirnaktivität. Das Ergebnis wäre also eine Werbekampagne, die Neigungen oder Verhalten zelebrieren, die wir geheim halten. Beispielsweise startete das Unternehmen Frito-Lady dank Daten, die aus Gehirnscans gewonnen wurden, eine Serie von Werbeanzeigen, die zu antisozialen Praktiken ermutigen. Man sollte beispielsweise Cheetos-Snacks in die Waschtrommel mit weißer Wäsche eines Anderen legen. Bei direkter Befragung widersprachen Beispielzuschauer dem eher schadenfrohen Umgang mit Vandalismus der Werbeanzeigen, die MRI-Auslesungen deuteten jedoch auf etwas anderes hin.

Die bürgerlichen Werte, die uns in der Schule beigebracht werden, müssen nun mit materialistischen Nachrichten von Sportfirmen und Textileinzelhändler konkurrieren, die in Cafeterias und Schulfluren werben. Die Nutzung von Micro-Influencern in sozialen Medien könnte uns misstrauisch machen. Wir können nie genau wissen, ob dieser Kontakt aus dem Netz nicht vielleicht in Wirklichkeit ein gesellschaftlicher Lockvogel ist.

Und während kommerzielle Spionage zur Routine wird, verändern sich die Gesetze, mit denen das Schnüffeln in anderen Teilen unseres Lebens gestattet wird. Man betrachte nur die neuen Nutzung von Gesichtserkennungstechnologie in Kirchen, um die Anwesenheitsrate der Gemeindemitglieder aufzunehmen und das Installieren von Überwachungseinrichtungen in einst harmlosen Objekte wie Barbiepuppen und Kinderzahnbürsten, sodass Eltern ihre Kinder kontrollieren können.

Die Notwendigkeit von gesetzlicher Intervention

Was muss also getan werden? Für Verbraucher ist es nicht realistisch, sich von Google fernzuhalten, aus Facebook auszusteigen, ihre Kinder aus öffentlichen Schulen zu nehmen oder keine öffentlichen Infrastrukturen mehr zu nutzen. Halbherzige Vorkehrungen, wie Regelungen, die den Verbraucher dazu auffordern, in einige der nervigen Werbepraktiken einzuwilligen, würden ohnehin nicht viel ändern. Studien haben gezeigt, dass solche legislativen Umstöße nicht funktionieren und dass motivierte Werber uns dazu bringen können, den Vorgaben zuzustimmen, wenn sie nur genügend Druck ausüben.

Statt neuer Standards muss das Gesetz jetzt also rasch harte Regeln aufstellen, die den Eintritt von Werbung und gesellschaftlichen Spionage in diese Räume verhindern. Diese Art von Reform erfordert keine grundlegende Veränderung der gesetzlichen Haltung. Die Geschichte der Werbebestimmung in den USA weist einige Vorfälle auf, in denen Abgeordnete zur Tat geschritten sind, um unzulässigen Verkaufsstrategien, die durch neue Technologien angefacht wurden, ein Ende zu setzen.

Das Recht auf Privatsphäre der US-Bürger kam im späten 19. Jahrhundert als Antwort auf Werber auf, die die noch relativ neue Technologie der Fotografie nutzten, um Bilder von Leuten ohne deren Einwilligung zu machen und diese nutzten, um Produkte zu verkaufen. In der Folge sprachen sich Gerichte gegen diese Mischung aus persönlichen und kommerziellen Rechten aus. Der Streit ging bis vor ein Gericht, das im Urteil Werbung mit der Versklavung eines “erbarmungslosen Meisters“ gleichstellte. Ähnliche Widersprüche zwingen Abgeordnete in dem frühen 20. Jahrhundert und der unterbewusst manipulierenden Werbung in den 1950ern, gegen Reklametafeln anzugehen, die die Landschaft verschandelten. Natürlich wurde nicht jede Werbestrategie juristisch geprüft. Und doch finden sich in der Geschichte beeindruckende Beispiele für Präzedenzfälle, bei denen das Gesetz genutzt wird, um der Schleichwerbung den Zutritt zu bestimmten Lebensarealen zu verweigern.

Wenn die Werbung erst einmal in ein neues Gebiet vorgedrungen ist, wird sie schnell normal. Man nehme als Beispiel die Werbung im Kino vor dem Film. Als sie das erste Mal in den 1990ern eingeführt wurde, beschwerte sich das Publikum massiv. Jeder Versuch, diese Praktik juristisch einzugrenzen, ist in den verschiedenen US-Regierungen gescheitert. Führt man heute Befragungen durch, wird klar, dass das Publikum mittlerweile gespaltener Meinung über die Werbung vor dem Film ist.

Die Geschichte der Werbung vor dem Film im Kino sollte uns eine Warnung sein. Ohne koordinierte Bemühung wird der Werbung in mehr und mehr Räumen Einzug halten, indem sie uns in das kommerzielle weiße Rauschen hüllt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „How to beat meat on the subway“ by Poster Boy (CC BY 2.0)


The Conversation

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“Der Fetisch um das Wort Innovation nervt!” – Sebastian Esser über die Zukunft des Journalismus

writing-336370_1920 (adapted) (Image by Unsplash [CC0 Public Domain] via pixabay)

Die Ära des klassischen Journalismus scheint vorbei zu sein. Reporter werden durch Algorithmen ersetzt, Redakteure durch Influencer. Ist das also der Tod des Journalismus? Ganz und gar nicht, findet Sebastian Esser, Herausgeber von Krautreporter, einem Onlinemagazin, das seine Anfänge im Crowdfunding hat. Wir haben uns mit ihm über die Entwicklung der Branche im Zeitalter des Internets, neue Finanzierungsmodelle für Journalisten und lesefaule Millennials unterhalten.

Netzpiloten: Hand aufs Herz, ist der Journalismus tot?

Sebastian Esser: Der Pessimismus um die Branche ist teilweise berechtigt, vor allem in den traditionellen Printverlagen. Die aktuellen Honorare für Journalisten sind lachhaft und Printjournalismus ist einfach für eine andere Generation von Lesern gemacht. Die meisten lesen einfach alles online. Ganz klar, wer für Printmagazine bis zur Rente schreiben will, macht sich etwas vor. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Das Internet bietet auch eine Chance für den Journalismus. Wir können uns nun endlich – ohne Umwege – ganz direkt an unsere Leser richten.

Sebastian Esser (Image by Sebastian Esser)
Sebastian Esser (Image by Sebastian Esser)

Inwiefern hilft das dem Journalisten?

Journalisten können so ihre eigene Stimme entfalten und sich mit den Themen, die sie bewegen, direkt an eine Community richten. Es entsteht ein direkter, persönlicher Austausch und der Journalist ist nicht mehr dieser distanzierte, von oben herabschauende Welterklärer im Elfenbeinturm. Die Nutzer können aktiv mit eingebunden werden, es können Themen aufgearbeitet werden, die sie als Leser interessieren und die Leser können natürlich auch direkt über Kommentare oder Soziale Netzwerke wie Twitter direkt reagieren.

Das bedeutet andererseits aber auch, dass man als Journalist auf sich alleine gestellt ist und sich selbst stets vermarkten muss. Wird der Journalist dann nicht vom kritischen Hinterfrager zum Selbstpromoter?

Das ist richtig, man muss natürlich seine Arbeit bekannt machen. Aus meinen Gesprächen mit Journalisten weiß ich auch, dass genau damit sehr viele Schwierigkeiten haben. Hier kommt es natürlich auch darauf an, wie man auf sich aufmerksam macht. Wenn ich zum Beispiel einen Blog schreibe und Leser diesen abonnieren, dann sind diese Newsletter natürlich einerseits Werbung für meine Arbeit, aber andererseits auch etwas, das Nutzer aus Interesse bekommen möchten.

Die Selbstvermarktung wirft dabei auch noch ein ganz anderes Problem auf: die Finanzierung. Wenn plötzlich die Arbeitgeber, also die Verlage, wegfallen, wie können dann die Journalisten Geld verdienen?

Das eine Modell, das wir sehr erfolgreich mit Krautreporter ausprobiert haben, war Crowdfunding. Wir haben insgesamt 40 Projekte mit interessanten Rechercheideen gebündelt und User um Unterstützung gebeten. Da kamen zum Teil Summen von bis zu 15.000 Euro für ein Projekt zusammen. Insgesamt haben wir 250.000 Euro Umsatz gemacht, obwohl uns alle gesagt haben, dass man mit Crowdfunding im Journalismus kein Geld verdienen kann.

Nun ja, so Unrecht haben die Kritiker vielleicht auch nicht. Crowdfunding hat bisher nur sehr vereinzelt zur Finanzierung von journalistischen Projekten geführt. Was habt ihr anders oder besser gemacht?

Es stimmt, Crowdfunding kann ein schwieriges Feld sein. Erhebungen zeigen, dass der Rücklauf bei solchen Kampagnen relativ gering ist. Wenn ein Journalist seine Community um Geld bittet, werden rund 5 Prozent der Befragten im Schnitt einen Betrag von 5 bis 10 Euro spenden. Das heißt, wir haben darauf geachtet, dass die Journalisten bei unserer Crowdfunding-Kampagne bereits eine große und engagierte Community mitgebracht haben. Die Nutzer haben dann auch nicht nur Projekte, sondern tatsächlich Menschen unterstützt. Das war sehr erfolgreich, sodass wir schließlich daraus auch Krautreporter entwickelt haben.

Wobei Krautreporter sich nicht durch Crowdfunding finanziert, sondern durch Abonnenten…

Richtig! Krautreporter hat zwar als Genossenschaft Investoren, wir finanzieren uns und die Redakteure, die für uns schreiben, aber durch die regelmäßigen Beiträge unserer Mitglieder. Denn Crowdfunding funktioniert wunderbar für einmalige Finanzierung von Projekten, es ist aber kein Modell, um guten Journalismus nachhaltig finanzieren zu können. Deswegen haben wir noch das Abo-Modell gewählt.

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Krautreporter Logo. Image by Krautreporter

Und das funktioniert? Nutzer zahlen tatsächlich für eure Inhalte und auch so viel, dass eure Journalisten damit gut verdienen können?

Ja! Leser sind durchaus an qualitativ hochwertigem und werbefreien Journalismus interessiert und zahlen dafür auch. Viele Studien belegen das auch: Immer mehr Menschen sind bereit für gute Onlineinhalte zu zahlen. Wir setzen natürlich keine Milliarden um, aber es reicht, auch um unsere zehn Journalisten entsprechend entlohnen zu können.

Warum lehnt ihr von vornherein Werbung ab, das ist schließlich ein Weg, den viele gehen, um ihre journalistischen Projekte zu finanzieren?

Werbung mag ja einige Formate sehr gut finanzieren. Gerade im Entertainment-Journalismus finde ich das auch super. Wenn man sich jedoch, wie wir, auf Themen wie Politik, Wirtschaft oder Soziales stützt, passt es nicht zusammen und es nervt die Leser auch.

Apropos Leser, diejenigen, die am meisten im Internet unterwegs sind, sind ja die Millennials. Andererseits ist gerade die junge Generation oft sehr sprunghaft im Medienkonsum, vor allem wenn es ums Lesen langer Texte geht. Ist das nicht ein Dilemma für Magazine wie eure?

Ach, ich glaube, das ist alles viel weniger dramatisch als viele sagen. Die Medienlandschaft verändert sich, aber auch nicht so stark. Das gedruckte Buch ist ja auch, trotz aller Prognosen, immer noch da und auch Millennials werden älter und lesen tun sie alle.

Einen anderen Weg, um Nutzer für gute Inhalte zu begeistern, probierst du seit Anfang 2017 gemeinsam mit Krautreporter-Geschäftsführer Philipp Schwörbel. Das ist die Plattform “Steady”. Hier können nicht nur Journalisten, sondern auch Blogger, Musiker oder auch Sportler ihre Projekte einstellen und diese, ebenfalls per Abo-Modell, finanzieren lassen. Was genau wollt ihr damit erreichen?

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Steady Team. Image by Steady
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Steady Logo. Image by Steady

Du hast es ja vorher auch schon gesagt, wenn große Verlage oder der klassische Arbeitgeber wegfällt, haben Selbstständige plötzlich ganz andere Probleme. Sie müssen sich nicht nur um Vermarktung kümmern, sondern auch um Themen wie Zahlungsmodelle, Buchhaltung oder internationale Rechnungen. Das sind ja ehrlicherweise nicht gerade die spannendsten Aufgaben, deswegen wollen wir mit unserer Plattform all das für die Nutzer gegen eine Gebühr übernehmen, damit sie sich auf ihre Projekte konzentrieren können.

Könnten Plattformen wie diese also die Zukunft für den Onlinejournalismus sein?

Ach, ich glaube, der Journalismus wird sich gar nicht so stark verändern. Mir geht dieser Fetisch um das Wort „Innovation” auch ein wenig auf den Keks. Ich glaube, die Branche wird sich gar nicht so stark verändern. Journalisten haben immer noch den gleichen Auftrag wie immer. Die Wahrheit herausfinden und in einer Art und Weise aufschreiben, dass viele Leute sie lesen. Insofern ist die Zukunft im Journalismus die Vergangenheit.

Vielen Dank für das Gespräch!


Image (adapted) ‚Writing‘ by Unsplash (CC0 Public Domain)


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Netzpiloten sind Partner des Online Marketing Forum 2017

Vom 02. Bis 11. Mai findet an vier wechselnden Standorten das Online Marketing Forum statt. Jeweils in München, Berlin, Hamburg und Köln erwarten euch Themen wie Mobile Marketing, Display & Native Advertising, Video Marketing, SEA, SEO, E-Mail Marketing und Social Media Marketing. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die im Online Marketing und E-Commerce verschiedener Branchen aktiv sind, einen Überblick über die aktuellen Online Marketing Werbemöglichkeiten gewinnen möchten und sich durch Best-Practice Beispiele inspirieren lassen wollen.

Am 09. Mai findet die Hamburger Veranstaltung der Reihe statt. Eröffnen und durch den Tag führen wird Journalist und Kommunikationsberater Helmut van Rinsum. Freut euch auf über zehn spannende Vorträge und Keynotes mit Speakern von Unternehmen wie BRIGITTTE Digital oder crowdmedia.

Interessant wird sicherlich auch der Vortrag „Influencer Blah“ von Julia Antkowiak von VICO. Schaut vorbei, wenn ihr euch fragt, wie es 2017 mit Influencer Marketing erfolgreich weiter gehen kann und ob die „Influencer-Blase“ 2017 nicht doch platzt. Auch im digitalen Zeitalter steht Storytelling als Marketing Maßname noch immer an erster Stelle, deswegen ergründet Claudia Scheffler-Perrone von Killer Press anschließend „Die Macht des Storytelling“. Desweiteren erwarten euch Vorträge zu Chatbots und wieso sie die Revolution im Digital Commerce sein könnten und ob sich SEO wirklich lohnt. 

Es wird also spannend! Wenn ihr jetzt Lust auf das Event bekommen habt, könnt ihr euch hier schon Tickets sichern. Hier findet ihr zudem nochmal einen Rückblick der vergangenen zwei Jahre! Für alles weitere stattet doch dem Facebook-Profil der Veranstaltung einen Besuch ab oder haltet euch mit dem Hashtag #omf2017 auf dem Laufenden!

+++ Rabattaktion +++

Die Tickets bekommt ihr mit uns vergünstigt. Statt 290 Euro zahlt ihr nur 240 Euro. Dafür gebt ihr einfach bei der Anmeldung den Rabattcode „OMF17npl“ an.

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