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Kingdom Hearts 3 im Test – hat sich das Warten gelohnt?

Passend zum Europa-Release von Square Enix’ Kingdom Hearts: The Story so far am 29. März 2019, welches das Gedächtnis der Spieler hinsichtlich der komplexen Story der Reihe auffrischen soll, wollen wir euch unsere Meinung zum aktuellesten Teil Kingdom Hearts 3 nicht vorenthalten, welches Anfang des Jahres erschienen ist. Aber erst einmal gilt es den Kontext zu klären.

Im Jahr 2002 ging es Disney nicht gut. Neue Animationsfilme konnten nicht an die Erfolge der 80er und 90er anschließen und Konkurrent/Tochterfirma Pixar feiert mit seinen 3D-Animationsfilmen große Erfolge. Square Enix hingegen befand sich in der Blütezeit der Final Fantasy-Reihe. Im selben Jahr erschien der erste Teil der Kingdom Hearts-Reihe als Ergebnis einer der bizarrsten Kollaborationen in der Geschichte der Videospiele. Seitdem begeistert die Reihe, in der Micky Maus auf Sephiroth trifft, Spieler auf der ganzen Welt. 2019 hat die Reihe mit Kingdom Hearts 3 bereits stattliche siebzehn Jahre auf dem Buckel. Die Hauptreihe umfasst dabei mittlerweile vierzehn Titel, darunter zwölf Filler-Spiele.

Kingdom Hearts 3 wurde offiziell erstmals auf der E3 2013 mit den ominösen Worten “Now in Development” angekündigt. Danach dauerte es noch einmal sechs Jahre das Spiel auch endlich fertigzustellen. In einem Interview des Edge Magazines im Februar 2019 ließ Nomura beispielsweise vermuten, dass die Produktion auch deswegen so viel Zeit in Anspruch nahm, da man bei jeder Änderung am Spiel auf den Disney-/Pixar-Segen warten musste. Wären die Pixar-Welten in Kingdom Hearts 3 nicht genehmigt worden, hätte Nomura Teil drei der Reihe laut eigener Aussage womöglich nicht mal in Erwägung gezogen. Ob sich die Wartezeit gelohnt hat und Kingdom Hearts 3 seinem Hype gerecht wird, lest ihr hier!

Nostalgie-Achterbahnfahrt mit leichtem Ermüdungsfaktor

Zu Beginn habe ich mich wie jeder Fan der Reihe, vierzehn Jahre nach der Veröffentlichung von Teil zwei, enthusiastisch in das Spielgeschehen geworfen. Tatsächlich hatte ich für rund 20 Stunden großen Spaß an Kingdom Hearts 3. Danach setzte allerdings die Müdigkeit ein – denn Kingdom Hearts 3 lässt sich für mich am besten mit einem Besuch in einem Disney-Themenpark vergleichen.

Anfangs ist alles noch bunt, aufregend und durch die Nostalgie-Brille rosarot eingefärbt. Doch schon in der ersten Spielwelt – der Olymp, inspiriert durch den Hercules-Animationsfilm – meldeten sich erste Ermüdungserscheinungen, da diese Spielwelt so auch bereits im Vorgänger vorkam. Disney mangelt es nun wirklich nicht an fantasievollen Universen und Settings. Daher stoßen die insgesamt drei von acht wiederverwerteten Welten in Kingdom Hearts 3 schon bitter auf.

Was kann das Gameplay?

Das Grundgerüst des Kampfsystems hat sich kaum verändert. Die Kingdom Hearts-Reihe zählte allerdings schon immer zu Spielen mit einem leicht zu erlernenden Kampfsystem. Der Fokus der Spieler liegt eher auf Story und Ästhetik. Ein großer Schwierigkeitsgrad von Encountern sollte nicht zu sehr davon ablenken, da der Spaß im Vordergrund steht. Hier kann man getrost den Einfallsreichtum der Entwickler loben. Diverse Bosse, von Themenpark-Attraktionen inspirierte Spezialattacken und die Spezialformen der verschiedenen Schlüsselschwerter mischen die Kämpfe auf und lassen es erstaunlicherweise selten langweilig werden.

Die neuen Toy Story-, Rapunzel- oder Baymax-Welten sind mit ihrer großen Liebe zum Detail übrigens beeindruckend. Denn in einem Gameplay-Aspekt haben sich die Entwickler diesmal wirklich sondergleichen ausgetobt: den Minigames. Ob Tanzen mit Rapunzel, als – sehr meta! – Videospiel im Videospiel in der Toy Story-Welt oder das Kochen mit Ratte Remy aus Ratatouille – die Entwickler beweisen Kreativität und bringen mit den diversen Minigames Abwechslung in den sonst so einheitlichen Kampfes-Brei.

Im gleichen Atemzug kann man ebenfalls das sogenannte Gummiphone erwähnen. Das ist Soras neues Smartphone, dass ihm von Chip und Chap (richtig gehört, A- und B-Hörnchen) zur Verfügung gestellt wird. Damit kann man sich zwischendurch ein Päuschen vom anstrengenden Alltag eines Schlüsselschwert-Kriegers gönnen und liebevoll gestaltete 2D Jump’n’Runs im ‘Steamboat Willy’-Stil spielen. Mit dem Gummi-Schiff bewegen sich Hauptcharakter Sora und seine Weggefährten Donald und Goofy zwischen den Welten. Diese Passagen waren zwar schon einmal nerviger, ziehen das Spiel aber dennoch unnötig in die Länge.

Fazit

Kingdom Hearts 3 ist das verspätete und vorläufige Ende einer Ära und erlaubt, dank einiger Gedächtnis-Auffrischer zur Story, alten und neuen Spielern nach all der Zeit dennoch einen gekonnten (Wieder-)Einstieg in die Reihe. Das radikale Fehlen von Final Fantasy-Charakteren und die Wiederverwertung von zwei Dritteln der Spielewelten ist enttäuschend. Dafür hat Square Enix dem Spiel an allen anderen Baustellen einen definitiven Feinschliff verliehen und Kreativität bewiesen. Wer mit der Reihe große geworden ist, wird zweifellos einen Blick auf das Game werfen. Da darf die rosarote Nostalgie-Brille gerne auch mal bei einigen weniger perfekten Spieledetails aufbehalten werden.

Für alle Spieler, die jetzt einen Auffrischer der Story brauchen: am 29. März 2019 veröffentlicht Square Enix die Spielesammlung Kingdom Hearts – The Story So Far, mit der sich Fans ihr Wissen zur komplizierten Story und der Unmengen an Charakteren noch einmal auffrischen können.

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Images by Square Enix

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Disney Plus mit allen Disney-Filmen

Streaming-Anbieter sind mittlerweile auch zur Konkurrenz für etablierte Giganten der Branche geworden. Disney hat die Zeichen erkannt und möchte mit Disney Plus einen eigenen Streaming-Dienst. Disney Plus soll noch dieses Jahr an den Start gehen und alle bislang erschienenen Disney-Filme enthalten.

Diese Inhalte bietet Disney Plus

Beim Inhalt des Streaming-Dienstes zieht Disney sämtliche Register. Laut Polygon möchte Disney-CEO Robert Iger das komplette Disney Film-Archiv anbieten. Die Walt Disney Company blickt dabei immerhin auf eine fast hundertjährige Geschichte in der Filmbranche zurück. So gehört unter anderem auch der Klassiker Schneewittchen und die sieben Zwerge aus dem Jahr 1937 zum Portfolio von Disney Plus. Gerade jene Klassiker waren immer wieder vergriffen, auch um den Wert durch die entstehende Nachfrage künstlich oben zu halten. Mit dem neuen Dienst gehört die mühsame Suche nach alten Klassikern der Vergangenheit an.

Mittlerweile gehören auch viele andere Studios zum Disney-Konzern. Mit Lucasfilm kaufte sich Disney 2012 das weltweit beliebte Star Wars Franchise. Seit 2009 gehört auch Marvel Studios zu Disney, die jährlich mehrere große Produktionen aus dem beliebten Superhelden-Universum in die Kinos bringen. Ob alle Filme auch schon direkt zu Start von Disney Plus zur Verfügung stehen, ist noch nicht klar. Neue Filme sollen zudem innerhalb eines Jahres nach Kinostart Teil des Streaming-Angebots werden.

Exklusiv bei Disney Plus

Der eigene Streaming-Dienst bedeutet für die etablierten Dienste allerdings, dass ihnen entsprechende Marken wegbrechen, da sie exklusiv bei Disney Plus laufen werden. Dazu gehört unter anderem auch die kommende Star Wars Real-Serie „The Mandalorian“ mit Game of Throne-Star Pedro Pascal in der Hauptrolle. Auch das Avengers-Universum erhält eine Serie um den verschlagenen Gott Loki– selbstverständlich wieder von Tom Hiddleston verkörpert.

Wie teuer wird Disney Plus?

Zur Preisstruktur gibt es bislang noch keine genauen Informationen. Bekannt ist lediglich eine Aussage vom Disney-Chef Robert Iger, dass der Preis niedriger sein könnte als der von Netflix. Dessen Angebot kostet derzeit von 7,99 Euro für das Basispaket bis hin zu 13,99 Euro im Premium-Abo. Letzteres bietet das Programm in Ultra-HD und auf bis zu vier Geräten gleichzeitig.

Wann geht Disney Plus an den Start?

Der Start von Disney Plus ist in den USA für Ende 2019 geplant. Da der Dienst erst danach über den großen Teich kommen soll, ist in Deutschland erst 2020 mit einem Release zu rechnen.

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Kingdom Hearts 3 – Eines der heißesten Games 2019

Am 29. Januar ist es endlich wieder so weit. Die Kollaboration der JRPG-Größe Square Enix und dem weltweit bekannten Medienkonzern Disney geht in die dritte Runde. Der ultimative Kampf für das Licht und das Leben steuert auf sein großes Finale zu. Darum müssen sich Sora und seine loyalen Gefährten Donald und Goofy mit diversen Kultcharakteren von Disney und Pixar verbünden. Nur gemeinsam können sie gegen die Dunkelheit bestehen, die ihre Welten bedroht.

Magische Welten voller Abenteuer

Square Enix und Disney versprechen, Kingdom Hearts 3 zu einem der Videospiel-Höhepunkte 2019 zu machen. Der hohen Erwartungen ist sich das Team jedenfalls sehr wohl bewusst. In einer Pressemitteilung heißt es „Mit seiner modernen Grafik und seinen magischen Welten voller Abenteuer ist Kingdom Hearts 3 das MOST WANTED GAME OF 2019“.

Diese magischen Welten führen den Spieler in geliebte Filmwelten. Unter anderem führt das Abenteuer in die Welten von Die Eiskönigin – Völlig unverfroren und Rapunzel – Neu verföhnt von Disney. Auch die Piratenwelt von Fluch der Karibik darf geentert werden. Die Monster AG und Toy Story sorgen für weitere magische Momente mit neuen wie alten Kultcharakteren.

Von Fans schon sehnsüchtig erwartet

Fans der Kingdom Hearts-Reihe haben echte Geduld bewiesen. Der erste Teil erschien 2002. Der zweite Teil folgte nur zwei Jahre später. Insgesamt hat sich die beliebte Videospielereihe mehr als 25 Millionen Mal verkauft.

Die Ankündigung und einen ersten Trailer zum dritten Teil der Reihe gab es bereits auf der E3 2013. Zu dem Zeitpunkt war das Spiel allerdings noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Direkt nach der E3 2013 gab Game Director Tetsuya Nomura zu, Kingdom Hearts 3 zu früh angekündigt zu haben. Im Interview mit Famitsu erklärte er: „Seit der Veröffentlichung von Kingdom Hearts 2, denke ich, sind viele Fans ungeduldig aufgrund unserer kontinuierlichen Veröffentlichung von Spin-Offs, so dass wir beschlossen haben, [Kingdom Hearts 3] gleichzeitig mit Final Fantasy XV anzukündigen. Bedenkt man jedoch den aktuellen Stand der Entwicklung, denke ich, haben wir es vielleicht etwas zu früh enthüllt.“

Übrigens: Auch das Lied „Face my Fears“ aus der Eröffnungssequenz ist eine Kollaboration östlicher und westlicher Kultur. Der achtmalige Grammy-Gewinner Skrillex und die japanische Sängerin und Songwriterin Utada Hikaru haben für den Song zusammengearbeitet. Der Soundtrack, in Zusammenarbeit mit Poo Bear produziert, erscheint übrigens bereits am 18. Januar 2019.

Kingdom Hearts 3 erscheint am 29. Januar 2019 auf Playstation 4 und Xbox One.

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Image © Disney. © Disney/Pixar. Developed by SQUARE ENIX.

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Was ist neu auf Amazon und Netflix? – Streaming-Tipps für den Januar 2018

Browsing Netflix Streaming (adapted) (Image by Charles Deluvio [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Neues Jahr, neuer Monat, neue Streaming-Titel! Zur besseren Übersicht fassen wir euch die sehenswertesten Titel zusammen, die im Januar 2018 über eure Bildschirme flimmern könnten.

Disney-Invasion auf Netflix

Beim Streaming-Dienst Netflix ist der Januar 2018 auffällig Disney-lastig. Mit dabei sind Klassiker der 90er und frühen 2000er wie Hercules und Lilo & Stitch, die jeweils schon ab dem 1. Januar starten. Die Monster Uni ist das Prequel zu Die Monster AG und ab dem 3. Januar zum Streamen verfügbar. Auch über die Neuauflage des Klassikers Das Dschungelbuch aus dem Jahr 2016 können sich Netflix-Nutzer ab dem 18. Januar freuen. Von der Kino-Leinwand direkt zum Streaminganbieter springt am 12. Januar zudem der Die Eiskönigin-Kurzfilm Olaf taut auf, der erst noch vor Disneys Coco im Kino lief. Damit kommen kleine und große Disney-Fans im Januar also voll auf ihre Kosten!

Serienhighlights bei Amazon Prime Video

Auf Amazon Prime Video wirds diesen Monat vor allem für Serien-Fans interessant. Allen voran steht das Amazon Original Mr. Robot, dessen 3. Staffel am 15.01 Premiere feiert. Die Serie handelt vom IT-Sicherheitsspezialisten Elliot, der unter einer Persönlichkeitsstörung leidet und für eine anarchistische Hackergruppe rekrutiert wird.

Science-Fiction-Fans, vor allen denjenigen, denen schon Black Mirror gefallen hat, sollten ab dem 12. Januar einen Blick auf Philip K. Dick’s Electric Dreams werfen. Die britische Anthologie-Serie basiert auf Kurzgeschichten von Science-Ficiton-Autor Philip K. Dick, dessen Geschichten auch schon Werke wie Blade Runner, Total Recall, Minority Report oder – ein weiteres Amazon Original – The Man in the High Castle inspirierten.

Mit der Horror-Serie The Exorcist holt sich Amazon Prime einen Fox-Serienerfolg ins Boot. Wie der Titel schon verrät, basiert die Serie auf dem Buch von William Peter Blatty mit dem gleichen Namen und stellt eine Fortsetzung zum Film aus dem Jahr 1973 dar. Ab dem 23. Januar zeigt Amazon die viel gelobte Horror-Serie in Deutschland.


Image (adapted) „Browsing Netflix“ by Charles Deluvio (CC0 Public Domain)

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Die Macht liegt in eurer Hand: Der Sphero R2D2 im Test

R2D2 - header - Image by Lisa Kneidl

Alle Jahre wieder entfacht Star Wars einen großen Hype. Auch in diesem Dezember feiern wir nicht nur Weihnachten, sondern die Premiere des nächsten Teils der Space-Opera. Kurz vor dem Start von „Die letzten Jedi“ läuft die Marketingmaschine auf Hochtouren. Auch vor smarten Gadgets macht das Merchandise nicht halt. Die Firma Sphero hat – wie schon zu Episode 7 – nun wieder einen per App steuerbaren Droiden auf den Markt gebracht. Diesmal aber nicht den kugelrunden BB-8, sondern Fan-Favorit R2D2! Ich habe mir den Sphero R2D2 mal kurz von der Resistance ausgeborgt und getestet!

Sphero R2D2 im Unboxing

Als Star-Wars-Fan fiel es mir schwer, mich beim Auspacken des Sphero R2D2 nicht wie das Nintendo-64-Kid einfach meinen Fan-Emotionen hinzugeben. R2D2 kommt in einer schicken schwarzen Box mit ordentlich Polsterung daher, das wirkt sehr wertig.

R2D2 Vergleich Disneystore
Der Sphero R2D2 (links) und sein großer Bruder aus dem Disneystore (rechts).

Überrascht haben mich allerdings die Maße. Der Sphero R2D2 ist 17 mal 11 Zentimeter groß und wiegt rund 370 Gramm, was vergleichbar mit einem Tablet im 7-Zoll-Format ist. Nicht ganz zum Einsatz als Kampfdroide geeignet, aber als Spielzeug allemal tauglich! Zum Vergleich: sein großer nicht-elektronischer Bruder aus dem Disney Store hat ein Größe von 26 mal 17,5 Zentimetern und kostet mit derzeit rund 20 bis 40 Euro einen Bruchteil des Geldes. Beide sind aus Plastik, aber zumindest die Bemalung und die silbernen Elemente des Sphero R2D2 wirken hochwertiger als beim matten Disney-Kollegen.

In der Box enthalten ist außerdem noch ein USB-Kabel, mit dem der Droide nach einem Ladevorgang auch schon fast betriebsbereit ist. Fehlt nur noch das Herunterladen der kostenlosen App und eine Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und dem Sphero R2D2.

Zur Inbetriebnahme ist die offizielle Sphero-App “Star Wars Droids App by Sphero” notwendig, die für Apple und Android verfügbar ist. Erforderlich dafür sind mindestens die Versionen iOS 8.0 und Android 4.4.

Ich habe die App mit einem Lenovo Motorola G4 Plus mit Android 7.0 getestet. Darauf lädt die App recht lange und führt außerdem dazu, dass das Smartphone im Betrieb schnell recht heiß wird. Daher ist die für die Nutzung der App ein leistungsstärkeres Smartphone zu empfehlen.

App geht’s: So steuert ihr den Sphero R2D2

Es gibt fünf Modi, in denen ihr den Droiden per App steuern könnt.

  1. ihr könnt R2 steuern und “Emotionen” anwenden
  2. R2 kann mit einer Patrouillenstrecke programmiert werden
  3. ihr könnt ihn Muster fahren lassen
  4. innerhalb des AR-Modus könnt ihr den Sphero R2D2 durch den Millenium Falcon fahren lassen
  5. lasst ihr R2 wissen, dass ihr einen der Star-Wars-Filme schaut, kann er mittels Soundeffekten auf das Geschehen reagieren

Die “Emotionen” die man R2D2 durchspielen lassen kann, sind wirklich süß und hauchen dem Droiden richtig Leben ein. Auch die Musterfunktion macht Spaß, aber trotzdem hätte ich meinen halben Arbeitstag wohl in der Steuerfunktion verbringen können. Es macht einfach zu viel Freude, den kleinen Droiden über den Flur und in andere Büros fahren zu lassen und die Kollegen mit einem lauten “BOO-BEEP!” aus dem Nachmittagstrott zu wecken. Der AR-Modus hat mich hingegen nicht überzeugt. Statt mit R2D2 in der Augmented Reality durch die Smartphone-Kamera in der echten Welt zu interagieren, bewege ich mich auf dem Smartphone durch Orte wie beispielsweise den Millenium Falcon, während R2 lediglich mit Kopfdrehungen sowie Licht- und Audioeffekte reagiert. Ebenfalls ärgerlich: Die Patrouillenfunktion und Filmfunktion waren auf meinem Smartphone buggy und konnte daher von mir nicht getestet werden.

Pädagogisch wertvoll: Coden lernen mit dem Sphero R2D2

Wer trotzdem keinen dreistelligen Betrag für ein reines Spielzeug ausgeben mag, dem sei gesagt, dass der Sphero R2D2 und seine Kollegen durch eine App sogar pädagogisch wertvoll gemacht werden können. Neben der regulären Steuerungs-App bietet der Hersteller auch noch die Sphero Edu App an. Diese ist wie ein Github und ermutigt den Droiden-Besitzer zum Coden von Javascript-Textprogrammen. Mit drei Basis-Code-Methoden – Blocks, Zeichnen und Text Coding mit Javascript – wird es den stolzen Droiden-Besitzern dann ermöglicht, ihre Schützlinge individuell zu steuern. Neue Programme können dann ganz einfach erstellt und der Typ der Programms und der Droide, für den es bestimmt ist, ausgewählt werden. Auf der Sphero-Edu-Plattform erwartet die Nachwuchs-Coder dann eine regelrechte Community, innerhalb der Programme und Wissen ausgetauscht werden können. Solch ein Droide aus dem Star-Wars-Universum eignet sich also ideal dafür, auch jüngeren Nutzern den Spaß am Programmieren schmackhaft zu machen.

Fazit: Charmanter, aber teurer Star-Wars-Spaß

Der Sphero R2D2 kostet laut Preisempfehlung vom Hersteller rund 150 Euro. Für das Weihnachtsbudget nicht ganz so schmerzhaft wie das 800 Euro teure Modell des Millenium Falcon von Lego, aber dennoch ein echtes Liebhaberspielzeug für Star-Wars-Fans mit sehr großem Budget. Für das gleiche Geld bekommt man auf dem Markt auch schon ein Einsteiger-Smartphone. Aus meiner Sicht ist der Preis für den gebotenen Spaß zu hoch. Letzlich ist der Sphero R2D2 nur ein besseres Funk-Auto. Das kann auch der Charme des populären Star-Wars-Charakters nicht wettmachen. Immerhin bietet das Gadget dank Sphero-Edu-App noch didaktisches Potenzial für Nachwuchs-Coder.

Alternativ bietet der Disney Store für um die 20 bis 40 Euro einen batteriebetriebenen R2D2 mit einfachen Sound- und Lichteffekten an, der auf Geräuschimpulse wie Klatschen reagiert. Im Vergleich dazu ist der Sphero R2D2 flüssiger animiert und weist die authentischeren Sound- und Licht-Effekte auf. Der Disney-Droide hingegen überzeugt durch größere Maße und hat insgesamt ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.


Images & Screenshots by Lisa Kneidl


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  • WLAN Chip: Experten warnen: Sicherer WLAN-Standard vollständig geknackt: Böse Überraschung für Nutzer der Verschlüsselungsmethode WPA2: Jahrelang galt, wer sein WLAN mit WPA2 verschlüsselt hatte, musste sich keine Sorgen um Angriffe machen. Sicherheistforscher haben nun jedoch gravierende Sichrheitslücken im Protokoll gefunden. Unter anderem sollen die gefundenen Lücken erlauben, das Netzwerk zu entschlüsseln und mitzuschneiden. Nur eine zusätzliche Verschlüsselung, kann das Abhören aller Inhalte über das WLAN verhindern. Auch scheint eine Manipulation des Traffics durch die Lücken möglich zu sein, jedoch nur wenn sich der Angreifer in unmittelberer Reichweite des Netzwerks befindet. Doch auch wenn das Ausmaß der Sicherheitslücken noch unklar ist, so können nach den ersten Mitteilungen des US-Certs praktisch alle Router, Notebooks, Smartphones und andere Geräte betroffen sein, die WLAN unterstützen.

  • MICROSOFT zeitonline: Supreme Court entscheidet über die Zukunft der Cloud: Microsoft stellt sich gegen die US-Regierung: Diese möchte auf im Ausland gespeicherte Daten zugreifen, sofern diese Anbieter wie Microsoft nutzen. Das Unternehmen hatte 2013 einen Durchsuchungsbefehl der US-Regierung für das E-Mail-Konto eines mutmaßlichen Drogendealers bekommen, weigerte sich jedoch, die E-Mails herauszugeben, da diese auf einem Server in Irland gespeichert waren. Microsoft war der Meinung, der Untersuchungsbefehl der USA ist in einem anderen Land nicht gültig. Die US-Regierung stützte sich mit dem „Electronic Communications Privacy Act“ (ECAP) von 1986 auf ihr Recht, verlor jedoch nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen gegen Microsoft. Der Supreme Court fällt nun ein Urteil zu solchen Sachverhalten, voraussichtlich bis Sommer 2018.

  • NETFLIX t3n: Attacke auf Netflix: Die Milliarden-Schlacht um die Streaming-Krone: Die Jagd nach dem nächsten Streaming-Hit hat begonnen: Vor nicht einmal fünf Jahren hat Netflix mit „House of Cards“ seinen ersten großen Serienhit gelandet. Damit wurde auch klar, dass TV-Unterhaltung nun keinen Kabelanbieter oder dicke Senderpakete mehr braucht – das Streaming war angekommen. Und das Geschäft mit Online-Videodiensten boomt immer noch: Netflix größter Streaming-Rivale ist derzeit Amazon und auch Google mischt neuerdrings beim Online-Streaming mit. Diese Umstände entfachten eine regelrechte Ausgabenschlacht um den nächsten Streaming-Megahit: Netflix möchste in diesem Jahr sechs Milliarden Dollar in exclusive Inhalte stecken, Amazon nach Schätzungen 4,5 Milliarden Dollar, YouTube erhöht ebenfalls seinen Einsatz und Disney eröffnet offiziell die Kriegskasse mit seinem Streaming-Service für den Sportsender ESP, der für 2018 geplant ist.

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  • SMARTPHONE netzwelt: Studie: Legt das Smartphone besser nicht auf den Tisch!: Das Smartphone einfach mal nicht auf den Tisch, sonders woanders hinlegen. Das kann auch auf der Arbeit besonders sinnvoll sein, wie eine Studie jetzt bewiesen hat. Die Gehirnleistung wird stark beeinträchtigt, sobald sich das Smartphone direkt auf dem Tisch befindet, was Forscher der Universität Texas in Austin jetzt herausgefunden haben und dabei reicht schon die bloße Präsenz des Geräts. Einer der Gründe ist vor allem, dass wir ständig den Drang unterdrücken, immer wieder auf eingehende Nachrichten zu achten. Also besser mal das Smartphone auf der Arbeit beiseitelegen.

  • AMAZON Handelsblatt: Drogeriekette macht bei Amazon Prime mit: Eine Kooperation zwischen Amazon und Rossmann in Berlin – in diesem Sinne soll der Online-Händler ein ganzes Einzelhandelssegment, den Drogeriebereich, abdecken. Wie soll das Ganze funktionieren? Prime-Kunden können dann etwa 5.000 Artikel bestellen, die sie innerhalb weniger Stunden nach Hause geliefert bekommen. Unter dieser Auswahl befinden sich aber nicht nur Drogerieprodukte, sondern auch Lebensmittel und Babyprodukte.

  • NETFLIX WELT: Disney kündigt Netflix – und setzt auf eigenen Streaming-Dienst: Disneys erster eigener Stramingdienst – Disney hat die Partnerschaft mit Netflix gekündigt. Ab dem Jahr 2019 sollen keine Neuveröffentlichungen mehr von Disney auf dem Streamingportal ausgestrahlt werden. Vielmehr plant der US-Unterhaltungsriese ein eigenes Streamingangebot mit eigenen Inhalten auf den Markt zu bringen. Nachdem Disney dies angekündigt hatte, rutschten die Netflix-Aktien um fünf Prozent ab.

  • SMARTPHONE Heise: Essential Phone findet Investoren und startet Serienfertigung: Die Firma von Andy Rubin, dem Erfinder von Android, ist es gelungen genügend Investoren zu finden, um sein erstes Smartphone, dem Essential Phone, fertigen zu lassen. Hierbei handelt es sich um ein Android-Gerät mit einem 5,7-Zoll-Bildschirm und einem Titangehäuse. Der Preis in den USA soll etwa bei 700 US-Dollar liegen. Eigentlich hätte das Smartphone schon im Juni im Handel verfügbar sein sollen, doch konnte diese Frist nicht eingehalten werden. In der kommenden Woche soll ein neuer Termin bekannt gegeben werden.

  • GOOGLE GoogleWatchBlog: Better Ads: Google will das Web von aufdringlicher Werbung befreien und zeigt die größten Probleme: Um aufdringliche Werbung herauszufiltern, möchte Google im Chrome Browser einen Adblocker integrieren. Das Ganze soll in etwa fünf Monaten geschehen. Zudem möchte Google den Webmastern dabei helfen, die Werbung „akzeptabel“ umzugestalten. Zu diesem Thema hat Google jetzt eine Statistik veröffentlicht, die die Probleme aufzeigt, die durch sogenannte Adblocker entstehen.

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Wie Netflix den TV-Markt revolutioniert hat

Netflix VHS (adapted) (Image by karat [CC BY 2.0] via flickr)

Die erste Revolution: Die Sehgewohnheiten

Viele Fans hätten sich diese Option wohl gerne für das Ende der US-Sitcom „How I Met Your Mother“ gewünscht: Gerüchten zufolge experimentiert der Streaminganbieter Netflix mit der Interaktivität von Handlungsverläufen. Die Zuschauer sollen die volle Kontrolle erhalten und entscheiden können, wie die Serie auf dem eigenen Bildschirm weitergehen soll – ein Happy End auf Knopfdruck. Wie viel an den Gerüchten dran ist, lässt sich nur schwer beurteilen, doch sie unterstreichen die Rolle von Netflix als disruptive Kraft im Mediensektor. Seitdem der Video-on-demand-Anbieter (VoD), der 1997 noch als Online-DVD-Verleih startete, vor ziemlich genau zehn Jahren sein Streaming-Angebot auf den Markt warf, hat sich die TV-Branche extrem gewandelt.

Netflix war der erste Anbieter, der alle Episoden eigenproduzierter Serien auf einen Schlag zur Verfügung gestellt hat – ganz im Gegensatz zur gewohnten wöchentlichen TV-Ausstrahlung. Auch das „Binge Watching“, also das Schauen zahlreicher Folgen am Stück, geht letztlich auf den Streaminganbieter aus Los Gatos in Kalifornien zurück. Die Amerikaner bieten vor allem auch sicheres und ruckelfreies Streaming und schaffen es, mit den eigenen Algorithmen recht treffsicher den Geschmack der einzelnen Zuschauer vorherzusagen.

Netflix‘ Erfolg basiert demnach auch auf seiner Rolle als Technikunternehmen: „Ihre Stärke ist, dass sie ein wirklich gutes Produkt haben“, so formulierte es Media-Analyst Michael Nathanson im vergangenen Jahr gegenüber der New York Times. Hinten über fällt gerne die Tatsache, dass Netflix natürlich eine Menge Daten von seinen Nutzern sammelt: Wann bricht man eine Serie ab? Wann pausiert man die aktuelle Folge? Ab welchem Zeitpunkt wird man „süchtig“ nach einer Produktion? Alles wertvolle Kundendaten für das Unternehmen.

Die zweite Revolution: Der globale Anspruch

Insgesamt kann Netflix auf 93,8 Millionen Abonnenten verweisen und peilt für dieses Quartal die 100-Millionen-Marke an. Das Wachstum des Streaminganbieters ist immer noch immens: innerhalb des letzten Jahres legte die Zahl der Kunden um ein Viertel zu, die Umsätze stiegen um 40 Prozent. Dabei denkt die Unternehmensführung konsequent global: in jedem Land der Welt solle es möglichst dasselbe Angebot geben – und das setzt die klassischen Akteure der Branche mächtig unter Druck. Dieses Vorgehen entspricht nicht mehr dem alten Geschäftsmodell der Studios und Sender, die ihre Lizenzen teuer in andere Länder verkaufen. Und noch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil hat Netflix gegenüber klassischen Sendern: im Vergleich zu US-Kabelanbietern, die zunehmend an Zuspruch verlieren, zahlen Kunden nur knapp die Hälfte pro geschauter Stunde.

Netflix hat sich durch seine globale Reichweite – fast die Hälfte der Netflix-Kunden stammt mittlerweile aus dem Ausland – im Rechtepoker in eine deutlich bessere Verhandlungsposition katapultiert. Doch gegen die Windmühlen der Studios hilft selbst das manchmal nicht, sodass Eigenproduktionen konzeptueller Mittelpunkt des Anbieters sind.

Die dritte Revolution: Die Inhalte

Unter anderem mithilfe gezielter Reboots alter Serien trifft Netflix den Nerv der Millenials: im vergangenen Jahr legte man sehr erfolgreich „Full House“ und „Gilmore Girls“ neu auf. Mit den eigenen Ideen erregt Netflix vor allem seit 2013 globale Aufmerksamkeit. Die Veröffentlichung von „House of Cards“ war einer der Game Changer in der Branche und der erste Schritt in Netflix‘ Positionierung als ernstzunehmender Konkurrent im Produktionsbereich. In diesem Jahr will der Anbieter sechs Milliarden Dollar für Inhalte ausgeben und langfristig sicherstellen, dass die Hälfte der auf der eigenen Seite gestreamten Inhalte Eigenproduktionen sind.

Die Masse an neu auf den Markt geworfenen Netflix-Serien ist für den einzelnen Zuschauer natürlich nicht zu bewältigen, doch das ist auch nicht das Ziel des Unternehmens. Der große Vorteil des eigenen Geschäftsmodells, so Programmchef Ted Sarandos, sei die Möglichkeit, Serien und Shows zu produzieren, die es im klassischen TV nicht gegeben hätte. Massentaugliche Serien entstehen bei Netflix selten, vor allem die Nische wird bedient. Auch klassische Branchen-Messgrößen wie die Einschaltquote verlieren im Video-on-Demand-Bereich zunehmend ihre Bedeutung – eine Serie muss nicht sofort bei der Veröffentlichung ein Zuschauermagnet sein.

Das bietet natürlich auch für die Kreativen hinter der Kamera neue Chancen. Nicht nur Einkäufe bekommen durch Netflix neuen Schub („Breaking Bad“-Schöpfer Vince Gilligan berichtet, dass die Bereitstellung auf Netflix die Zuschauerzahlen erst richtig in die Höhe getrieben hat, nachdem die AMC-Serie trotz toller Kritiken noch kein Quotenhit war), auch ungewöhnliche Ideen haben bei Netflix die Chance auf Verwirklichung. Und das ganz ohne Quotendruck, schließlich werden die Streaming-Zahlen selbst vor den Machern einer Serie geheim gehalten.

Die vierte Revolution?

Doch trotz der vielen Erfolge, die Netflix in den vergangenen Jahren feierte, prophezeien nicht alle dem Anbieter eine goldene Zukunft. Börsenanalysten gehen davon aus, dass der Höhenflug des Anbieters an der Wall Street nicht ewig andauern wird – in den vergangenen zwölf Monaten stieg der Aktienwert immerhin um über 40 Prozent.

Diese Einschätzung rührt vor allem daher, dass die klassischen TV-Anbieter mittlerweile verstanden haben, welche Gefahr für sie von Netflix ausgeht und steuern mit eigenen Angeboten dagegen. Anfangs nahm man die neue Konkurrenz noch nicht ernst, doch inzwischen setzt beispielsweise auch Sky Deutschland zunehmend auf selbstproduzierte Inhalte (das prestigeträchtigste Projekt ist derzeit die für 2018 angekündigte Serien-Fortsetzung von „Das Boot“).  Schon lange haben sich Disney, 21st Century Fox und Comcast für den gemeinsamen US-Dienst “Hulu” zusammengeschlossen – seit vergangenem Jahr schaltet der Streaminganbieter der drei größten Medienunternehmen in den USA mit zwei großen selbstproduzierten Dramen (u.a. von J.J. Abrams) einen Gang höher.

Auch die BBC und HBO scheinen sich der Veröffentlichungsstrategie von Netflix anschließen zu wollen. Und nicht zu vergessen Amazon Prime Video, der derzeit größte direkte Konkurrent – mit dem Vorteil eines riesigen Unternehmens im Rücken. Netflix‘ entscheidender Vorteil aus den Anfangsjahren ist inzwischen verschwunden: das Unternehmen hat nicht mehr den ganzen Markt für sich allein, sondern muss sich immer mehr mit ernstzunehmenden Konkurrenten herumschlagen.

Netflix bleibt im Moment der Platzhirsch auf dem Streaming-Markt und beeindruckt mit Innovationen und starkem Wachstum. Doch wie lange können die Kalifornier noch auf der Welle des Erfolgs reiten? Aber egal, in welche Richtung sich der VoD-Anbieter entwickelt: der Wandel der TV-Branche ist bereits in vollem Gange – und die Interaktivität von Handlungsverläufen ist vielleicht nicht die letzte von Netflix angestoßene Revolution.


Image (adapted) „Netflix VHS“ by karat (CC BY 2.0)


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  • WHATSAPP golem: Whatsapp greift mit vergänglichem Status Snapchat an: Whatsapp bietet Nutzern ein neues Status-Update, mit dem sie Beschreibungen mit Bildern und Videos für ihre Kontakte hinterlassen können. Die App kehrt damit zurück zu ihren Wurzeln vor acht Jahren. In den ersten Wochen von Whatsapp konnten Nutzer nur ihren Status mit anderen austauschen, der Chat kam später hinzu. Nun ist die App knapp acht Jahre alt und bekommt eine neue Status-Update-Funktion. Damit können Anwender mit Fotos, Text und Videos dokumentieren, was sie gerade machen. Die Gestaltung erfolgt am Smartphone, die Fotos können mit Bildern, Emojis oder Zeichnungen ergänzt werden. Kontakte können diese Updates sehen. Eine vergleichbare Funktion gibt es bei Snapchat Stories und Instagram.

  • KI heise: Menschliche Übersetzer schlagen künstliche Intelligenz: In Seoul gewannen am Dienstag bei einem Wettbewerb des Übersetzerverbandes IAPTI vier menschliche Übersetzer gegen drei künstliche Intelligenzen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, war die Aufgabe in 50 Minuten zufällig ausgewählte englische und koreanische Literatur und Publikationen zu übersetzen. Zwei Experten beurteilten die Ergebnisse. Während die menschlichen Übersetzer eine durchschnittliche Punktzahl von 25 von 30 erreichten, kamen die künstlichen Intelligenzen von Google, dem Internetanbieter Naver und der Übersetzungsfirma Systran lediglich auf 10 bis 15 Punkte.

  • MOBILITÄT zeit: Mit Wifi und Bifi: Entschuldigung, aber hier stimmt doch was nicht. Sind die Waggons enger geworden? Oder man selbst schon wieder breiter? Eine Bahnfahrt, von München nach Hamburg, aber das wohlig vertraute ICE-Reisegefühl will einfach nicht aufkommen. Verkrampft rutscht man im Plastikschalensitz vor und zurück, auf der Suche nach der alten Bequemlichkeitsstellung. Wo ist sie nur hin? Es stellt sich heraus: Das hier ist der brandneue ICE 4, „das neue Rückgrat des Fernverkehrs der Deutschen Bahn“, da gibt es so etwas nicht mehr. Schon seit Dezember ist die Baureihe auf dieser Strecke im Einsatz, zum Ausprobieren. In den nächsten Jahren soll sie die meisten der älteren ICE-Züge ersetzen. Generationswechsel, friedliche Machtübergabe im Schienenverkehr. Man selbst darf zufälliger Gast einer Testfahrt sein. Als hätte man noch eine weitere Erinnerung nötig, dass sich zwar alles ändert, aber nichts zum Guten.

  • PAYWALL netzpolitik: Kanzleramt (ver)zweifelt an Paywall: Diese Meldung kommt in der Regel als Aufforderung, doch ein Abonnent zu werden, wenn man bereits einige freie Artikel in diesem Monat gelesen hat. In einem weiteren Beitrag auf Twitter verteidigt sich Altmaier damit, dass er gerne eine App für alle Medien hätte und impliziert damit, dass er dann gerne zahlen würde – und bis dahin eher nicht.

  • DISNEY wired: Disney hat eine drahtlose Energieübertragung entwickelt: Disneys Forschungs- und Entwicklungsabteilung Disney Research hat den Prototyp eines Systems entwickelt, das eine ganze Reihe von Geräten innerhalb eines geschlossenen Raums kabellos mit Energie versorgen kann. Das System namens Quasistatic Cavity Resonance for Ubiquitous Wireless Power Transfer lädt Smartphones und versorgt Haushaltsgeräte und Spielzeuge mit Strom — egal, wo im Raum sich diese befinden. Schon Nikola Tesla hatte von der kabellosen Übertragung von (Stark-)Strom geträumt. Das Paper der Disney-Forscher beschreibt deren Testraum, der einem Wohnzimmer mit einigen Möbeln nachempfunden wurde und beziffert die maximale Energieübertragung für alle angeschlossenen Gerätschaften mit 1900 Watt. Die Übertragungseffizienz liegt dabei je nach Position des Empfängers im Raum zwischen 40 und 95 Prozent.

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Das war der Kindermedienkongress 2016

Am 14. November 2016 fand im Literaturhaus in München der Kindermedienkongress 2016  der Akademie der Deutschen Medien statt. Unter dem Hashtag #kimekon wurde während der Veranstaltung fleißig getwittert. Zum siebten Mal wurde dieses Event einberufen, es stand dieses Mal unter dem Motto „Snapchatter, Pokémon GO-Jäger und … Leser? Wie Content Kids auch morgen noch überzeugt“.

Erwachsene sind häufig besorgt über den Umgang, den schon kleine Kinder mit digitalen Medien haben. Zum Auftakt der Veranstaltung erklärte Prof. Karl Heinz Brisch vom Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität in München in seinem Vortrag dazu, es sei für Kinder kein Problem, Umgang mit digitalen Medien zu haben. Voraussetzung sei aber, dass sie eine gesunde Bindung zu ihren Bezugspersonen entwickelt haben, also dadurch auch gelernt haben, in Verbindung und in Kommunikation mit ihrem Umfeld zu treten und Empathie zu entwickeln. Wenn Kinder keine gesunde Bindung zu ihren Bezugspersonen entwickeln konnten, kompensieren sie dies häufig durch Suchtverhalten, insbesondere Mediensucht. Der Umgang mit Medien ist für Kinder vor allem dann problematisch, wenn diese als Ersatz für die Betreuung, die Kommunikation und den Kontakt zu Bezugspersonen eingesetzt werden.

Lieblingsthemen von Jungen und Mädchen früher und heute

Axel Dammler, Geschäftsführer von iconkids & youth, dem größten deutschen Spezialinstitut für Kinder- und Jugendforschung, führte als Moderator durch den Kongress und gab den Zuhörern auch einen Überblick aus der Marktforschung über die Mediennutzungsvorlieben von Kindern und ihre Lieblingsthemenwelten. Generell lässt sich sagen, dass Unisex-Themen wie die Kinderserie Wickie nicht mehr so gut funktionieren. Die Disney-Heldin weist zwar auch klassisch weibliche Merkmale wie Mädchenhaftigkeit und Schönheit auf, sie verbindet sie aber mit einem rebellischen Charakter und einer Auflehnung gegen weibliche Stereotype. Auch die Eltern haben sich verändert. Sie sehen Problemen wie der Genderthematik, Süßigkeiten und digitalen Medien entspannter ins Auge. Eine spannende Anekdote, die der Jugendforscher erzählte, war der Fall Lego Friends. Für Mädchen bietet Lego im Handel spezielle Lego-Steine in mädchenfarben an. Dafür wurde das Unternehmen stark kritisiert. Der Markt der Devices, berichtete Alex Dammler, verschiebt sich in Richtung des Handys, Spielekonsolen rücken zunehmend in den Hintergrund, mit Ausnahme der Sony PlayStation, die multifunktional nutzbar ist.

Ebenfalls zu Gast auf dem Kindermedienkongress war Jörg Risken, Publishing Director Magazines der Firma Egmont Ehapa Media, die in Deutschland u.a. Magazine wie Barbie, Benjamin Blümchen und Micky Maus herausgibt. In seinem Vortrag rät er dazu, auf starke Marken, also starkes Storytelling zu setzen, um Marken und Lizenzen optimal zu nutzen.

Alex Dammler, Redner, Bühne, Speaker, Mikrofon
Axel Dammler, Geschäftsführer von iconkids & youth, führt als Moderator die Zuschauer durch das Programm.

Pixie-Bücher treffen auf Conny-Apps

Als nächstes schlug Mareike Hermes vom Carlsen-Verlag eher vertraute Töne an: das Hauptzugpferd der Carlsen Kindermedien seien nach wie vor die Pixie-Bücher in Print. Im digitalen Bereich konnte der Verlag mit den Conny-Apps Erfolge feiern, die als mobiles Vorreiterprojekt die Bestseller-Listen im App Store anführten. Aktuelles Digitalprojekt: Die Apps The Dark Ride und Mission X, die den Fokus auf den Text und hohe Storyqualität legen und die optimal auf das Lesen auf Smartphones mit vielen Unterbrechungen abgestimmt sind. In den Apps können Leser zwischen neun verschiedenen Storylines wählen. Permanent ist die Entscheidung gefragt, welche Storyline der Leser weiter verfolgen will. Damit bleibt er am Ball. Auf weitere Features wird weitestgehend verzichtet. Die App ist in mehreren Sprachen zu haben, aktuell nur für Apple aus technischen Gründen, Android folgt so bald wie möglich.

Mit Violetta aus den Kinderschuhen ins Erwachsenenleben

Nach dem Vortrag von Mareike Hermes begann Nico Wohlschlegel von Disney seine Präsentation. Für die Firma stehen die Community und Social Media an oberster Stelle. Nico Wohlschlegel sprach über Violetta, die erste Telenovela für Kinder und Tweens, die in den Jahren 2012 bis 2015 produziert wurde. Violetta ist auch ein spezielles Angebot für den Übergang von Kindheit zu Pubertät und hilft Kindern, in die neuen Gefühlswelten einzutauchen, die auf sie warten. Das wird in den Social-Media-Kommentaren deutlich.

Den vorerst letzten Vortrag vor dem Roundtable zum Thema „Internationale Best Cases für innovative Kindermedien“ hielt Louise Carleton-Gertsch. Die geborene Engländerin war u. a. ein Jahr als Chefredakteurin für das Kinder-Internetportal www.4kidz.de tätig und arbeitet nun freiberuflich in München. Sie präsentierte dem Publikum ein Best-of der internationalen, digitalen und interaktiven Kindermedien. Den Schwerpunkt legte sie auf Augmented Reality, was in etwa so viel bedeutet wie „erweiterte Realität“ und eine computergestützte Erweiterung der menschlichen Wahrnehmung bezeichnet. Weitere Kernthemen waren Storytelling, Branding und Kampagnenstrategien.

Nachgefragt: Ist YouTube das neue Fernsehen?

Anschließend stand auf dem Programm eine Kindertalkshow unter der Fragestellung: Welche Medien wünschen sich Kinder wirklich? Vier Jungen und vier Mädchen, alle zwischen acht und zwölf Jahren alt, sprachen über ihre Wünsche, ihren Alltag und welche Rolle Medien in dem Zusammenhang spielen. Leser und Nicht-Leser sich die Waage hielten. Während Fernsehen passee zu sein scheint, interessieren sich die Kinder heutzutage mehr für YouTube. Zwar findet sich in Kinderzimmern nach wie vor oft ein Fernsehgerät, es wird jedoch eher für Amazon Prime, Netflix & Co. genutzt, Kinder haben heute ebenfalls Zugang zu den genannten Streaming-Diensten und benutzen den Fernseher ebenfalls für Gaming. YouTube dient nicht nur der Unterhaltung, sondern wird von den Kindern auch als Informationskanal genutzt, beispielsweise um Rezepte mit Anleitung oder Basteltipps zu finden. Beliebt ist dabei außerdem die Funktion des Vorschlagens empfehlenswerter Videos. Dennoch stehen auch analoge Hobbys weiter hoch im Kurs, wie zum Beispiel basteln, malen, kochen und Sport.

Den abschließenden Vortrag hielt Astrid Kahmke vom Bayerischen Filmzentrum. Sie ging der Fragestellung nach, was es schon im Bereich Augmented Reality und Virtual Reality gibt. Weiterhin informierte sie die Zuhörer über alle Neuigkeiten von Tilt Brush, also das dreidimensionale Malen mit entsprechender Brille und Werkzeug, bis zur Playstation VR.

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  • YAHOO heise: Yahoo-Gate: Offenbar wurden nicht nur Emails gescannt: Das Yahoo-Gate wird immer größer: Das von der Regierung beauftragte Scanning ist wahrscheinlich viel weitreichender als bislang bekannt geworden ist. Angeblich seien nicht nur E-Mails gescannt worden, sondern das gesamte Yahoo-Netzwerk. Nach Aussagen früherer Mitarbeiter wurde ein Kernel-Modul für Linux eingeschleust, welches alles von dem Unternehmen überwacht hat. Der US-Telekomkonzern Verizon, der Yahoo übernehmen möchte, will nun deutlich weniger für bezahlen.
  • SAMSUNG golem: Produktion des Galaxy Note 7 ist gestoppt: Mittlerweile haben sich sogar die als sicher geltenden Austauschgeräte des Galaxy Note 7 selbst entzündet. Aufgrund dieser Vorfälle wurde die Produktion des Smartphones nun gestoppt. Die ersten Mobilfunknetzbetreiber haben den Verkauf des Modells beendet und bieten auch keine Austauschgeräte mehr an. Seit Ende September sollten laut Samsung nur noch Geräte verfügbar sein, die von diesem Fehler nicht betroffen sind. Doch die nun bekannt gewordenen Fälle lassen Zweifel daran aufkommen.
  • VIRTUAL REALITY wareable: This is what virtual reality will (probably) look like in 2021: „In fünf Jahren wird die VR-Technik von heute prähistorisch anmuten“, eröffnete Chief Scientist Michael Abrash seinen Vortrag bei der Oculus-Connect-Konferenz 2016. Seiner Meinung nach wird die Auflösung höher, das Blickfeld erweitert, die Schärfentiefe variabel. „Wir erschaffen heute eine Plattform, die bestimmt, wie wir in den nächsten Jahrzehnten arbeiten, uns unterhalten und ganz einfach leben werden.“, fügte Abrash hinzu.
  • DATENSPEICHERUNG datenschutzbeauftragter-info: Was weiß Facebook über mich?: Durch die Datenweitergabe von WhatsApp an sein Mutterunternehmen Facebook kam wieder einmal die Frage auf, was Facebook eigentlich alles über einen weiß. Das soziale Netzwerk wertet jeden Klick, Like, Post und jedes hochgeladene Bild aus. All das um die Vorlieben und Interessen der User besser einschätzen und passende Werbeanzeigen einblenden zu können. Die investigativen Journalisten von ProPublica haben nun ein Tool entwickelt, durch das man sich anschauen kann, was Facebook alles an Daten über einen speichert. “What Facebook Thinks You Like“ lautet der Name des Plug-Ins für Chrome.
  • TWITTER bloomberg: Twitter Seeks New Path After Potential Bidders Said to Back Off: Vor einigen Wochen waren mehrere Interessenten für eine Twitter-Übernahme im Gespräch. Nun ist laut Bloomberg nach Disney und Google auch Salesforce abgesprungen und hat kein Angebot gemacht. Das soziale Netzwerk sucht jetzt nach einem Plan B, das Management möchte bis Monatsende eine Lösung finden. Möglich wäre der Verkauf von einzelnen Geschäftsbereichen. Außerdem möchte sich Twitter auf Live-Videos konzentrieren und damit mehr Benutzer ansprechen.
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  • IT-SICHERHEIT zeit: Innenministerium sucht freiwillige Feuerwehr: Das Bundesinnenministerium und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) suchen Unternehmen, die sich an der Konzeption einer Cyberwehr freiwillig beteiligen und ihre IT-Fachleute kostenlos zur Verfügung stellen. Das Innenministerium will mit diesem Konzept eine bessere Sicherheitsinfrastruktur gewährleisten, um schneller auf digitale Angriffe reagieren zu können. Orientiert wird sich dabei an dem Konzept der freiwilligen Feuerwehr.
  • CYBERCRIME heise: Festnahmen nach Razzia bei Mitgliedern eines Untergrundforums: Lange hatten Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Mitglieder eines Underground-Forums ermittelt und nun 20 Wohnungen in acht Bundesländern durchsucht. Sichergestellt werden konnten illegal erworbene Produkte sowie Rauschgift. Konzentriert hatten sich die Ermittler auf ein Underground-Forum, das kriminelle Dienstleistungen anbietet. Da es sich um eine Art Grauzone handelt, werden solche Foren auch häufig als „Greynet“ bezeichnet.
  • TROJANER t-online: Banking-Trojaner hat es auf deutsche Nutzer abgesehen: Seit einiger Zeit treibt der Banking-Trojaner „Dridex“ besonders auf deutschen Computern sein Unwesen. Mehr als die Hälfte der PCs in Unternehmen sollen bereits infiziert sein. Virenforscher haben herausgefunden, dass der Trojaner Spam-Mails mit präparierten Word- oder PDF-Anhängen versendet. Sobald der Anhang geöffnet wird, lädt er die Schadsoftware aus dem Internet auf den Windows-PC herunter. Sobald der Nutzer eine Banking-Seite aufruft, wird ihm beispielsweise ein falsches Formular der Bank untergeschoben, sodass der Virus die Zugangsdaten des Users ohne dessen Wissen erhält. Gefährdet sind vor allem Nutzer von älteren Office-Versionen. Vor dem Virus kann man sich jedoch schützen, indem man die Makro-Funktion, die Dridex nutzt, deaktiviert.
  • DISNEY stern: Kauft Disney bald Netflix?: Vielleicht ist es bald soweit und Disney kauft Netflix? Man weiß es noch nicht genau, aber beide Unternehmen würden davon profitieren – wäre da nicht der Preis. Der Wert von Netflix wird derzeit auf 40 bis 45 Milliarden Dollar geschätzt, und bei einer Übernahme würden noch einige Aufschläge warten. Wenn Disney Netflix kauft, würde Disney auf einen Schlag 80 Millionen Abonnenten aus der ganzen Welt gewinnen und sich auch jede Menge Know-how einverleiben. Noch weiß man aber nicht ob dies Realität wird.
  • MARKT Gründerszene: eDarling kauft französische Dating-Seite: Das Berliner Unternehmen Affinitas hat die Dating-Plattform Attractive World übernommen, für einen zweistelligen Millionenbetrag. Mittlerweile arbeiten bei Affinitas laut Webseite 250 Menschen, das Unternehmen ist in mehr als 25 Ländern aktiv. Durch den Kauf der Dating-Plattform Attractive World wächst das Unternehmen immer mehr.
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Google will sich das Zweite Goldene Zeitalter des Fernsehens zunutze machen

Google (adapted) (Image by Open Grid Scheduler Grid Engine [CC0 1.0] via flickr)

Traditionelle Pay-TV-Anbieter, die bereits unter Druck stehen, weil die Konsumenten sich vermehrt für das Streamen von Internet-Videos entscheiden, sehen sich einer neuen Bedrohung gegenüber. Google macht jetzt Ferbsehwerbung, und eine Entscheidung, die Anfang des Jahres von der US Federal Communications Commission (FCC) getroffen wurde, beunruhigt alle: von traditionellen Set-Top-Box-Anbietern bis hin zu Diversitäts-Champions. Die FCC sagt, sie wollten „die Box entsperren“ und genehmigten im Februar einen Antrag, der von traditionellen Kabelanbietern fordert, ihre Daten hinsichtlich Programmierung, Geräten und Inhaltsgestaltung mit „den Schöpfern konkurrierender Geräte oder Apps“ zu teilen. Sie lehnte hingegen ab, „einen regierungsspezifischen Standard“ anzuordnen, in der Annahme, dies würde Innovationen behindern. Stattdessen beantragte sie, dass die Spezifikationen durch „ein unabhängiges Organ offener Standards“ festgelegt werden.

Früher Rückschlag der Industrie

Doch nicht jeder stimmt zu, dass diese neue Regelung tatsächlich Innovationen fördern würde. Stanton Dodge von Dish Network Corp argumentierte, dieser Antrag „würde sich tatsächlich eher hinderlich auswirken“ auf Innovationen in diesem Gebiet. Bob Quinn, stellvertretender Leiter für die Bundesgesetzbehörde von AT&T, stimmt dem zu und stellt fest, dass „die FCC beschlossen hat, einen Weg einzuschlagen, der den Wettbewerb und die Innovationen, die zu diesem lebendigen Markt geführt haben, grundlegend bedroht“. Bedeutende TV-Produzenten, angefangen bei Disney über Time Warner bis hin zu Fox und Comcast-NBC sowie die nationale Vereinigung für Kabelfernsehen haben ihre Reaktionen an die FCC übermittelt. Ihr gemeinsam vorgebrachtes Argument ist, dass „die Urheber die Kontrolle über Produktplatzierung und kommerziellen Inhalt behalten müssen“. Die Motion Picture Association of America und die Screen Actors Guild baten die FCC

im Bestreben, den Wettbewerb unter Set-Top-Box-Anbietern zu sichern, unsere Inhalte nicht ohne unsere Zustimmung und Entschädigung an Drittparteien weiterzugeben, unsere Inhalte nicht dem Diebstahlrisiko auszusetzen, und die Ökonomie, die die Erstellung neuer Programme untermauert und ein Zweites Goldenes Zeitalter des Fernsehens fördert, nicht zu bedrohen.

Pay-TV wird wachsen

Der Rückschlag für die amerikanischen Pay-TV-Dienste resultiert wahrscheinlich aus den bereits zurückgegangenen Pay-TV-Umsätzen in Nordamerika. Man erwartet eine Verringerung des Umsatzes um 13,5 Milliarden US-Dollar innerhalb der nächsten fünf Jahre. Der Wegfall der Mieterträge der Set-Top-Boxen, die den Weg für Konkurrenten wie Google, Apple und Tivo ebnen, wird diesem Rückgang nur weiter zuträglich sein. Trotz des Rückgangs in Nordamerika wird Pay-TV global weiterhin wachsen. Die Regionen mit dem größten Umsatz-Wachstum zwischen den Jahren 2015 und 2021 wird mit einem Wachstum von 25 Prozent (das entspricht etwa 8 Milliarden Dollar) der Pazifik im asiatischen Raum sein. Die Umsätze in Indien werden sich voraussichtlich von umgerechnet 3,5 Milliarden US-Dollar auf 7,8 Milliarden US-Dollar verdoppeln. Auch von China wird ein großes Umsatzwachstum von 1,9 auf 11,7 Milliarden US-Dollar erwartet. Der Nahe Osten und Nordafrika werden ebenfalls ein Umsatzwachstum von 26 Prozent erleben und für die Sub-Sahara-Region Afrikas ist ein massiver Anstieg von 63 Prozent zu erwarten. Dies folgte einer Aufforderung des FOX Geschäftsführers James Murdoch an Pay-TV-Dienste, ihre Anzahl der angebotenen Kanäle zu verkleinern, um in der neuen Abo-Medienlandschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Nielsen-Bericht zeigte, dass trotz der Anzahl der verfügbaren Kanäle, die von 129 im Jahr 2008 auf 189 im Jahr 2013 angestiegen waren, die Konsumenten weiterhin nur durchschnittlich 17 Kanäle einschalteten.

Wer wird am meisten profitieren: Konsumenten, Pay-TV oder digitale Disruptoren?

Die FCC argumentiert, dass den Konsumenten letztlich mehr Auswahl, größere Flexibilität, mehr Innovationen, gesteigerter Wettbewerb und bessere Preise geboten würden. Der Antrag der FCC wird Kabel-Abonnenten in den Vereinigten Staaten, die aktuell jährlich im Durchschnitt 231 US-Dollar zahlen, um eine Set-Top-Box ihres Kabelanbieters zu mieten, mehr Optionen ermöglichen. Die Kabelanbieter generierten im vergangenen Jahr einen Umsatz von schätzungsweise 20 Milliarden US-Dollar. Die FCC stellte fest, dass die Preise für Set-Top-Boxen seit 1994 um 185 Prozent gestiegen sind – der Verbraucherpreisindex steigt somit um das Dreifache an. Ein Großteil der Diskussion um die FCC-Entscheidung dreht sich um die Vorteile für die Konsumenten. Ein offener Set-Top-Box-Markt wird jedoch ebenfalls Möglichkeiten für andere Unternehmen bieten, die in die Medienverbreitung involviert sind – insbesondere solchen, die bereits die traditionellen Medien aufgerüttelt haben wie Google, Amazon und Apple. Diese Unternehmen sind nicht nur innerhalb der Vereinigten Staaten etabliert, sondern haben alle auch in einer Vielzahl anderer Länder Einflüsse. Dies wirft Fragen auf in Bezug darauf, wie der Flow-on-Effekt der FCC-Entscheidung in anderen Ländern aussehen könnte, insbesondere in Regionen, denen Wachstum im Pay-TV-Sektor vorausgesagt wird.

Ist die Box notwendig?

Der FCC Antrag dreht sich rund um „die Box“, doch wir haben eine massive Veränderung in der Art und Weise, wie Konsumenten Inhalte anschauen, beobachtet. Die Konsumenten schauen Videos mittlerweile über eine Vielzahl von Geräten an, inklusive Smartphones, Tablets, Computer (Laptop und Desktops-PCs) und Spielekonsolen. Das Anschauen von Video-Inhalten ist nicht länger abhängig von Plattformen oder Geräten, sondern erfordert stattdessen eine plattformunabhängige Herangehensweise. Zusätzlich wird eine Rate von mit dem Internet verbundenen Fernsehgeräten von weltweit 26,8 Prozent für das Jahr 2018 erwartet. Im Vereinigten Königreich sind 29 Prozent der Fernsehgeräte Smart-TVs. Etwa 78 Prozent dieser Fernseher wurden in den vergangenen zwei Jahren gekauft. In Australien haben 32 Prozent der Wohnungen einen Fernseher mit Internetanschluss. Dies trägt zu dem einfachen Zugriff von Fernsehbildschirmen auf Video-Inhalte online bei. In einer offenen Set-Top-Box Umgebung könnten Pay-TV-Dienste Inhalte einer Reihe von unterschiedlichen Unternehmen anbieten – und damit Fragen rund um Daten und Ratings aufwerfen.

Geht es um Inhalte oder Daten?

Ratings sind ausschlaggebend für den Verkauf von Werbung für kommerzielle Sendeanstalten. Bei einem offenen Zugang zu Inhalten könnte eine Vielzahl von Organisationen Zugriff auf die Rating-Informationen bekommen. Dieser offene Ansatz könnte Unternehmen wie Google, die für ihre Datensammlung bekannt sind, zugutekommen. Sollte Google Anwendungen oder andere periphere Technologien entwickeln, die Zugriff auf Pay-TV-Dienste erlauben, dann würden diese ebenfalls den Zugriff auf und das Sammeln von Daten erlauben, die mit Fernsehgewohnheiten und -verhalten der Konsumenten zusammenhängen. Google war mit YouTube extrem erfolgreich beim Sammeln von Daten. Dieser Ansatz könnte in eine größere Analyse der Sehgewohnheiten integriert werden und für gezielte Werbung durch das Netzwerk genutzt werden. Google könnte Medienproduzenten eine Fülle von Informationen hinsichtlich der Programm-Sehgewohnheiten präsentieren. Diese könnten nicht nur spezifisch für lokale Märkte sein, sondern ebenfalls eine globale Analyse der Sehgewohnheiten der Konsumenten für spezifische Programme liefern. Es würde darauf hinauslaufen, dass Google ein Wettbewerber für andere TV- und Medien-Rating-Agenturen rund um den Globus würde, so Nielsen. Im letzten Jahr verkündete Nielsen ein strategisches Abkommen mit Roku, um die Messung des Online Video Streamings durch Nielsen Digital Ad Ratings zu ermöglichen. Amazon könnte diese Daten nutzen, um Produktempfehlungen speziell angepasst an die Sehgewohnheiten der Konsumenten zu präsentieren. Amazons Serie ‚Transparent‘ gewann einen Golden Globe, was, wie Gründer Jeff Bezos sagte, den Verkauf anderer Produkte auf der Seite unterstütze. Netflix hat bereits angedeutet, seiner mobilen App im Verlauf des Jahres ein Second-Screen-Erlebniselement hinzuzufügen. Google könnte zusammen mit Netflix, Apple und Amazon auch diese Information dazu nutzen, um Programme und Produkte über verschiedenste Online-Netzwerke und Geräte hinaus zu empfehlen. Während die Entscheidung der FCC von den Konsumenten als ein Gewinn angesehen werden könnte, bedarf es Überlegungen und weiterer Analysen hinsichtlich dessen, was der offene Zugang zu Medieninhalten tatsächlich bedeutet. Wollen die Konsumenten wirklich, dass all ihre Daten in Bezug auf ihr Online-Verhalten und ihre Sehgewohnheiten gesammelt werden? Dies würde Unternehmen wie Google und Amazon erlauben, Produkte, Dienste und Werbung, die vermutlich auf der Basis der individuellen Online-Historie personalisiert sind, zu platzieren. Doch hier es könnte es mit den personalisierten Medien zu weit gehen. Es könnte in Zukunft also seltener passieren, dass man einfach einmal über ein Programm stolpert oder seine gewöhnlichen Sehgewohnheiten verlässt, um Inhalte, die einem ein Freund empfohlen hat, zu schauen. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Google“ by Open Grid Scheduler / Grid Engine (CC0 Public Domain)


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Screen Radar: Wie sich „Homeland“ neu erfunden hat

Watching a blank screen (adapted) (Image by Kenneth Lu [CC BY 2.0] via flickr)

Für die Netzpiloten stellt Arthur Avenue Kino-Neustarts vor und bespricht die wichtigsten Film-Themen. Dieses Mal mit den Plänen zur Fortsetzung von „Homeland“, einem ersten Trailer zur Musik-Parodie „Popstar: Never Stop Never Stopping“ und einem Überblick zum Marktwert von Disney-Schlössern.

Neu im Kino„Erlösung“
„Rockabilly Requiem“
Thema der Woche„Homeland“ ist zurück unter den Lebenden
Neues aus der FilmweltTil Schweiger macht sich für Neuverfilmung seines Stoffes stark
Steven Soderbergh will nun doch wieder Filme machen
Darauf freuen wir uns„Popstar: Never Stop Never Stopping“
Frisch besetzt„Tom Clancy’s The Division“ mit Jake Gyllenhaal
RekordverdächtigSo teuer wären die Disney-Schlösser in Wirklichkeit
Wann geht es endlich weiter?„Transparent“ – Staffel 3
„BoJack Horseman“ – Staffel 3
„Younger“ – Staffel 2

Neu im Kino

Muss man sehen: Die Verfilmungen der norwegischen Krimi-Romane von Jussi Adler-Olsen garantieren Spannung pur. Nach „Erbarmen“ und „Schändung“ folgt nun „Erlösung“, in dem erneut das kauzige Duo Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) und Assad (Fares Fares) ermittelt. Dieses Mal bekommen sie eine alarmierende Flaschenpost, die einen Hilfeschrei, tatsächlich geschrieben mit Blut, enthält. Die Spur führt sie zu einem Ehepaar, deren zwei Jungs schon seit einiger Zeit verschwunden sind. Nur haben die Eltern ihre Söhne nie als vermisst gemeldet. Was wirklich dahinter steckt, wird Stück für Stück in 112 Minuten Laufzeit geklärt.

Kann man sich sparen: „Rockabilly Requiem“ widmet sich dem Thema Selbstverwirklichung – hat dabei aber keine aufmunternden Worte für seine Zuschauer parat. Dabei hätte alles so gut laufen können: Hubertus (Ben Münchow) träumt davon, als Support einer coolen Rockabilly-Band auf Tour zu gehen und Sebastian (Sebastian Tiede) gibt alles, um für die Combo ein anständiges Promo-Tape aufzunehmen. Doch die Umstände sind im Jahr 1982 alles andere als rosig und in ihren Familien finden sie keinen Rückhalt für ihr Vorhaben. Der Wechsel von schwungvollen Streifzügen durch die Clubs zum handfesten Familiendrama geht vor allem aufgrund des platt formulierten Drehbuchs nicht auf.

Thema der Woche

Homeland (Image by Twentieth Century Fox Home Entertainment)
Homeland by Twentieth Century Fox Home Entertainment

„Homeland“ ist zurück unter den Lebenden: Wer hätte gedacht, dass „Homeland“ nach einer schwachen zweiten und einer noch viel schwächeren dritten Staffel noch einmal die Kehrtwende hinbekommt? Die israelische Vorlage „Hatufim – In der Hand des Feindes“, die nur zwei Staffeln andauerte, war endgültig auserzählt und sonst fiel den Machern um Alex Gansa nicht viel Neues ein. Doch als man sich endlich von der Ausgangssituation trennen konnte (Serien-Startschuss lautete: amerikanischer Soldat kehrt vieeelleicht als Attentäter in die Heimat zurück), entwickelten sich die Dinge plötzlich wieder in die richtige Richtung. In Staffel vier verlegte man das Setting nach Kabul und in Staffel fünf sogar nach Berlin. Beide Fortsetzungen sind voller Wendungen, Intrigen sowie auch sonst höchst brisant und nah am Zeitgeschehen. Nun scheint es so, als würde uns die Serie vom US-Kabelsender Showtime noch einige Jahre erhalten bleiben. Denn Staffel sechs, die zum Ende des Sommers gedreht wird, soll nicht der letzte Ausflug von CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) und ihrem Vorgesetzten Saul Berenson (Mandy Patinkin) bleiben. Die Verhandlungen erstrecken sich aktuell bis zur achten Staffel. Mit dieser Sicherheit im Rücken ließen sich mal wieder größere Story-Bögen spannen und Geschichten über mehrere Staffeln erzählen. Zunächst verschlägt es die Serie zurück in die Politik und es wird sich dem Präsidentschaftswahlkampf gewidmet. Die eigentliche Handlung soll zwischen Wahltag und Amtseinführung in New York angesiedelt sein. Das schreit geradezu nach einem guten Aufhänger für die folgenden Staffeln. Am 20. Januar 2017 geht es los mit der sechsten Staffel!

Neues aus der Filmwelt

Til Schweiger macht sich für Neuverfilmung seines Stoffes stark: US-Remakes von erfolgreichen Filmen aus dem Rest der Welt sind keine Seltenheit. Nun scheint es auch den bei uns mit 7,2 Millionen Zuschauern besucherstärksten Film 2014 zu erwischen: „Honig im Kopf“ soll neu aufgelegt werden. In der Tragikomödie von Til Schweiger spielte Dieter Hallervorden einen Alzheimer-Patienten, der gerne noch einmal Venedig sehen würde. In der gleichen Rolle will sich nun auch Michael Douglas versuchen. Schweigers Wunschkandidat für seine eigene Rolle ist Matt Damon. Wenn diese Personalie aufgeht, tritt das schwule Paar aus „Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll“ dieses Mal als Vater-Sohn-Gespann auf. Für den Regieposten kann sich Schweiger niemand besseren als (hier Trommelwirbel einfügen) sich selbst vorstellen. Steven Soderbergh will nun doch wieder Filme machen: Nach dem 2013er Pharma-Thriller „Side Effects“ mit Rooney Mara und Channing Tatum ist es kinomäßig still geworden um den visionären Filmemacher. Es hieß, Soderbergh wolle sich nun gänzlich auf das Fernsehen konzentrieren. Mit „The Knick“ produziert er aktuell etwa eine angesehene Ärzteserie, die Anfang des 20. Jahrhunderts spielt. Nun ist aber offiziell Schluss mit der Kino-Abstinenz. Denn die erste Klappe zu seiner nächsten Gauner-Komödie „Logan Lucky“ soll demnächst schon fallen. Darin werden Channing Tatum und Michael Shannon versuchen, während eines NASCAR-Autorennens einen riskanten Raub zu begehen. Wir haben doch gewusst, dass Soderbergh die Füße nicht ewig still halten kann!

Darauf freuen wir uns

„Popstar: Never Stop Never Stopping“: Das Comedy-Trio The Lonely Island ist bekannt für so musikalische Höchstleistungen wie „I’m on a Boat“ mit 95 Millionen Aufrufen auf YouTube oder „I Just Had Sex“ mit unglaublichen 252 Millionen Klicks. Nach den Musik-Parodien folgten Auftritte bei Saturday Night Live und nun schließlich der erste eigene Kinofilm. Darin geht es um einen Rapper, der sich nach einem katastrophalen Flop wieder mit seiner alten Boyband zusammentut. Wir können uns schon jetzt kaum vor Lachen über den Trailer aufrecht halten.

Frisch besetzt

„Tom Clancy’s The Division“ mit Jake Gyllenhaal: Mit Einnahmen von 330 Millionen Dollar hat sich das gleichnamige Computerspiel von Ubisoft innerhalb von nur fünf Tagen nach dem Release bereits zum Mega-Seller gemausert. Kein Wunder, dass die Kino-Adaption schnell folgen soll. Jake Gyllenhaal konnte bereits mit „Prince Of Persia – Der Sand der Zeit“ Erfahrung in der Verfilmung von Videospielen sammeln. Und das waren nicht unbedingt gute. Der Historienschinken erwies sich nämlich als echter Flop an den Kinokassen. Umso wichtiger ist es ihm auch, zu beteuern, dass er alten Fehler nicht wiederholen wolle, weshalb er sich ein umfassendes Mitspracherecht als Produzent zusichern ließ.

Rekordverdächtig

So teuer wären die Disney-Schlösser in Wirklichkeit: Die britische Immobilienagentur „The House Network“ hat den Taschenrechner gezückt und genau berechnet, was die beliebten Schlösser aus den Kinderfilmen eigentlich wert sind. Das Anwesen aus „Die Schöne und das Biest“ (60 Zimmer, Service-Personal, idyllische Lage) reißt mit fast 20 Millionen Euro noch ein verhältnismäßig kleines Loch in den Geldbeutel. Wer es noch etwas üppiger mag, dem sei das Schloss von „Dornröschen“ (spätgotischer Baustil, 27 Turmzimmer) ans Herz gelegt, das für schlappe 110 Millionen Euro zu haben wäre. Mit einem Wert von 2 Milliarden Euro schlägt der Palast vom Sultan aus „Aladdin“ (prunkvoller Thronsaal, 12 goldene Türme, 100.000qm Grundstück) aber alle anderen Unterkünfte um Längen. Ein Verlies gibt es noch dazu.

Wann geht es endlich weiter?

Transparent“ | Staffel 3: Ab Herbst 2016 bei Amazon Prime „BoJack Horseman“ | Staffel 3: Ab 22.07.2016 auf Netflix „Younger“ | Staffel 2:Ab 22.06.2016 auf TNT Comedy


Image (adapted) „Watching a blank Screen“ by Kenneth Lu (CC BY 2.0)


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Wie wird ein Podcast zum iTunes-Hit?

Mic (adapted) (Image by mindthaw [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Der monatliche Podcast-Konsum steigt stark an. Mehr als einer von fünf Amerikanern gibt den auf einem neuen Blog von Edison Research veröffentlichten Daten zufolge an, im letzten Monat einen Podcast angehört zu haben. Genauer gesagt berichten 21 Prozent (schätzungsweise 57 Millionen), dies getan zu haben, was einen ziemlich deutlichen Anstieg im Vergleich zum Jahr 2015 darstellt, als 17 Prozent aller befragten Amerikaner dieses Verhalten zu Protokoll gaben. 2014 lag diese Zahl bei 15 Prozent, das Wachstum scheint sich also zu beschleunigen. Eine andere nette Art es auszudrücken: Der monatliche amerikanische Podcast-Konsum wuchs zwischen 2015 und 2016 um ungefähr 24 Prozent. Muss man Statistik nicht einfach lieben? Die Daten sind in jedem Fall ermutigend für alle Podcast-Enthusiasten, die Podcasts als die Zukunft des Radios/Audios/Bloggings ansehen. Da könnte man natürlich leicht das Gefühl bekommen, dass all die Begeisterung und all der Hype, den das Podcasting im letzten Jahr erlebt hat, tatsächlich zu messbarem, weitreichendem Wandel führt. Als plausibles Gegenargument könnte man sich aber fragen: Ist diese Zahl ein echtes Abbild von solidem, unverfälschtem, nachhaltigem Konsumentenzuwachs (und dessen Erhalt), quer durch das Medium, oder repräsentiert sie eher eine Periode, in der Leser lediglich das Format ausprobieren? Diese Frage ist, bis zu einem gewissen Grad, aus zwei Gründen irrelevant. Erstens ist es eine Frage ohne aussagekräftige, direkte Antwort, da der Prozess noch im Gange ist. Und zweitens ist die Zahl selbst ein Einflussfaktor – es ist leicht vorstellbar, dass diese Statistik als ein positiver, öffentlicher Indikator, der die Vision und die Selbstdarstellung der Branche antreibt, in die Pitch Decks unzähliger Leute einfließen wird, die sich ein neues Geschäft innerhalb des Mediums aufbauen wollen. Damit wird sie zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Was heißen soll: Diese Daten sind sehr gut und ich werde meine Mama anrufen und ihr sagen, dass ich mein Leben nicht versaut habe, indem ich in diese Branche gegangen bin. Ja? Gut. Jedenfalls ist Edisons Datenmaterial hier ein Auszug aus der viel größeren Studie namens Infinite Dial 2016, die später ein paar Tage später veröffentlicht werden soll. Die Studie ging aus einer Partnerschaft zwischen Edison Research und Triton Digital hervor, einem Unternehmen für Werbung und digitale Audiotechnologie. Darüber werde ich später in einem anderen Artikel berichten.

Midroll verschlankt seine Marke

Die zu Scripps gehörende Midroll Media gibt diese Woche ihr Wolfpop Podcast-Netzwerk auf. Wolfpop war zuvor als Midrolls eigenbetriebener, Popkultur-orientierter Zweig vermarktet und von Komiker Paul Scheer kuratiert worden — als Gegenstück zu der Comedy-orientierten Marke Earwolf, dem Aushängeschild des Unternehmens. (Jep, es ist ein bisschen verwirrend. Ich könnte mir vorstellen, dass das vermutlich der Grund für diesen Zusammenschluss ist). Zehn von Wolfpops 13 Podcasts werden nun unter der Schirmherrschaft von Earwolf weiterlaufen. Die drei Sendungen, die ihre Verbindung zu Midroll nicht weiterführen werden, sind “Rotten Tomatoes”, “Picking Favorites“ und “Off Camera with Sam Jones”. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass “Hello From the Magic Tavern”, ein heiß geliebter und ausgesprochen merkwürdiger Podcast, der bisher von der “Chicago Podcast Cooperative” unterstützt wurde, sich dem Netzwerk anschließt. Midrolls Programmchef Chris Bannon machte vor wenigen Tagen in den Earwolf Foren eine Ankündigung. Er sagte: “Diese Veränderung ist eine Möglichkeit für uns, Earwolf zu einem größeren, besseren und integrativeren Netzwerk zu machen”. Ich kontaktierte Bannon, der zuvor Vizepräsident für Contententwicklung und Produktion bei WNYC war, und fragte ihn, ob wir in nächster Zeit eine Nachrichtensendung von Earwolf erwarten können. “Ich werde definitiv gründlich darüber nachdenken, wie wir dazu beitragen können, das Bedürfnis unserer Hörer nach einem intelligenten Nachrichtenprogramm zu decken”, schrieb er zurück. “Im Moment sieht es allerdings so aus, als würden viele der Nachrichtenleute ziemlich tief in den Bereich Comedy vorstoßen. Wir werden bald Ankündigungen machen, welche die Nachrichtenfront betreffen.” Zurückhaltend, dieser Bannon. Sehr zurückhaltend. Diese Entwicklung ließ sich dank einer Stellenanzeige, die das Unternehmen letzte Woche postete, vorausahnen. Sie enthielt die folgende Selbstbeschreibung:

Diese Gruppe, die von unserem Leiter der Geschäftsentwicklung angeführt wird, erkennt tolle neue Podcasts und deren Schöpfer und holt sie an Bord zu unseren drei Hauptgeschäftszweigen: Midroll, der Marktführer in Sachen Werbeeinnahmen für Podcasts, Earwolf, unser eigenproduziertes Podcast-Netzwerk; und Howl, unser Premium Audio-Abodienst.

Wo wir schon bei Midroll sind: Das Unternehmen hat auch Jenny Radelet, die zuvor ausführende Medienproduzentin für den Launch von Apples Beats 1 Dienst war, als leitende Redakteurin für Howl, den Abodienst des Unternehmens, eingestellt. Sie begann gestern mit der Arbeit.

Lokaljournalismus mit begrenzter Laufzeit

Vor wenigen Tagen hat WNYC die neue Produktion “There Goes the Neighborhood” gestartet, eine limitierte Podcast-Serie, die sich mit dem Thema der Gentrifizierung in Brooklyn auseinandersetzen wird. Ich persönlich bekomme alle meine New Yorker Gentrifizierungs-Nachrichten von “The Awl”, aber ich finde es interessant zu sehen, dass die Sendung in Zusammenarbeit mit The Nation produziert wird – ein weiteres Beispiel für die Zunahme der Kollaborationen zwischen Audiounternehmen und existierenden Sendeformaten (siehe “Modern Love” von WBUR, die “New Yorker Radio Hour” von WNYC, das kürzlich beendete “The Awards Show” von KPCC und den Großteil von Panoplys Geschäftsmodell). Die Sendung umfasst acht Folgen und wird von Kai Wright, dem Kulturredakteur der Nation, moderiert. “There Goes the Neighborhood” sticht meiner Meinung nach aus zwei Gründen hervor. Erstens sieht es nach einem starken Stück Lokaljournalismus aus, etwas, von dem ich nicht viel im Podcastland sehe. Klar, es ist in New York ansässig, dem wahrscheinlich am meisten übersättigten Medienmarkt der Welt, aber trotzdem. Zweitens ist es das erste größere Audioprojekt, in das Rebecca Carroll involviert ist, die letzten Oktober als Produzentin von Sondersendungen über Rasse in New York City zu WNYC kam.

Ich bin hier, um Ideen zu entwickeln, meinte Carroll vor wenigen Tagen zu mir, als ich sie nach ihrer Rolle innerhalb des Senders fragte. Wir erleben einen Zeitpunkt innerhalb der amerikanischen Kultur, an dem unser berühmtester Intellektueller Ta-Nehisi Coates ist, an dem wir die #BlackLivesMatter-Bewegung, Black Twitter und eine Wahl haben, die von den Stimmen der Schwarzen entschieden werden wird. Es ist ein Zeitpunkt, an dem den Schwarzen und der schwarzen Kultur zugehört wird, und mein Ziel ist es, diesen Moment zu ergreifen und ihn auf die kreativste, innovativste, interessanteste und am meisten  lebensverändernde Art zu nutzen und zu verbreiten.

Der Podcast “There Goes the Neighborhood” ist Anfang März angelaufen.

Ein Indielabel erwacht zum Leben

Night Vale Presents, das neue Indie Podcast Label – so nenne ich es jetzt einfach mal – gegründet von Joseph Fink und Jeffrey Cranor, den Schöpfern des extrem beliebten Podcasts “Welcome to Night Vale”, veröffentlicht heute seinen ersten Titel. “Alice isn’t dead” ist ein Hörspieldrama von Fink, der eine Folge wöchentlich über zehn Wochen verteilen wird. “Alice” ist auf vielerlei Art die Quintessenz von “Night Vale”. Es teilt die spezielle Art von Grusel seines Vorgängers – das heißt, es konfrontiert den Hörer abwechselnd mit banalen Dingen und fetten Momenten des Horrors – und wie Night Vale auch zeigt “Alice” Finks Faszination mit der Americana-Kultur. Wo “Night Vale” eine Liebeserklärung an das Kleinstadtamerika darstellt, ist “Alice” eine Betrachtung der weitläufigen, trostlosen Bildsprache der Highways, welche die Mitte des Landes prägen. Ich habe Ausschnitte aus den ersten zwei Folgen gehört und die haben mir verdammt gut gefallen. “Night Vale Presents” entstand aus einer logistischen Notwendigkeit heraus. Fink und Cranor wollten weitere Projekte abgesehen von ihrer Kernsendung entwickeln und bauten Night Vale Presents als Stützbalken für diese Projekte auf. “Wir haben keine Pläne, zu versuchen es zu einem Imperium auszuweiten oder Investorengelder für Technik zu nehmen oder irgendwie sowas”, teilte mir Fink in einer E-Mail mit. “Wir hoffen, weiterhin neue Podcasts machen zu können –   sowohl unsere eigenen als auch Arbeiten von anderen Künstlern, die bisher noch nicht im Podcast-Bereich gearbeitet haben”.

Über iTunes, Teil 1

Die häufigste Frage, die ich von unseren Lesern gestellt bekomme, kommt in Form einer Beschwerde: “Wie genau funktionieren die iTunes-Charts?” (Die zweithäufigste Frage, für die Neugierigen: “Wie viel verdient Derundder?” Das ist… ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Das hebe ich mir für später auf.) Es ist eine Frage, von der ich mich aus einem einfachen Grund fernzuhalten versuche: Ich denke nicht, dass das etwas ist, worauf man seinen Fokus legen sollte. Klar, 70 Prozent aller Podcasts werden über iTunes oder die native iOS Podcast-App gehört (zumindest habe ich das gehört – es ist ehrlich gesagt unmöglich zu überprüfen, wenn man den Entwicklungsstand der Podcastmessung betrachtet). Aber es gibt viele, viele andere Wege für Podcastmacher, ein potenzielles neues Publikum zu erreichen, die bisher noch nicht ausreichend genutzt wurden, einschließlich ziemlich grundlegender Sachen wie Search-and-Social-Netzwerken. Außerdem würde es dem Medium als Ganzes zu Gute kommen, wenn sich mehr Schaffende stärker auf Kanäle konzentrieren würden, die nicht iTunes sind. Denkt mal darüber nach: Versuche, über die Plattform iTunes ein neues Publikum zu gewinnen, sind ein Spiel um abgenutzte, vermutlich schon voll ausgelastete Podcasthörer. Und wenn jeder Podcastmacher eine Strategie verfolgt, in deren Zentrum iTunes steht – und damit die Plattform im Allgemeinen und die Charts im Besonderen – dann konkurrieren alle Podcastmacher im Grunde um genau denselben Pool an Ohren. Das war also mein Gedankengang. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass es einen Vorteil bringen könnte, sich einmal gründlich durch die Theorie und den Kontext der iTunes-Charts zu denken und die Frage zu stellen: Wie formen die Charts den Raum? Aber um das zu tun, würde ich erst versuchen müssen, zu verstehen, wie sie überhaupt funktionieren. Und das ist genau das, was ich in den letzten Wochen versucht habe. An diesem Punkt werde ich zwei Kernhypothesen aufstellen, und ich werde ihre theoretische Genauigkeit untermauern, indem ich erkläre, dass sie sich auf eine Kombination dieser Dinge stützen: Eine Umfrage, die ich neulich unter Hot Pod-Newsletter-Abonnenten durchgeführt habe (ich habe 18 repräsentative Antworten herausbekommen, die ihr euch hier anschauen könnt), Gespräche mit vielen, vielen, vielen Podcastmachern, Zeug, das von anderen Podcastleuten veröffentlicht wurde, die in der Vergangenheit mit Vertretern von iTunes zu tun hatten, und meine eigene Erfahrung mit meinem alten Arbeitgeber. Vertreter von iTunes haben es verständlicherweise abgelehnt, öffentlich Kommentare abzugeben. Meine Hypothesen lauten folgendermaßen:

  • Die Charts berücksichtigen insbesondere neue Abos und in gewissem Maße auch Interaktionen mit dem iTunes-Link und Engagement in Form von Reviews.Das erscheint sinnvoll: iTunes, wie auch Facebook und jede andere Plattform, die aktiv davon profitiert, ihre Nutzer innerhalb des Ökosystems zu halten, hat einen Anreiz, das Engagement zu maximieren. Daher wird das Erreichen von einer halben Million Downloads außerhalb von iTunes sich für eine Sendung nicht so sehr lohnen, wie dieselbe Zahl auf iTunes zu schaffen – und so weiter.
  • Die Charts sind hauptsächlich als ein Entdeckungswerkzeug gestaltet worden, und sie erfüllen ihre Pflicht, in dem sie Podcasts mit einer gewissen Schwungkraft identifizieren und belohnen. Was also belohnt wird, ist die relative positive Veränderung – wenn man 1000 Interaktionen zusätzlich zu einer Basis von 10000 Interaktionen (sagen wir, Abonnenten) bekommt, dann wird einen das schneller aufsteigen lassen als zusätzliche 1000 bei einer Basis von 100000. Auch das klingt logisch: Wenn die Charts dazu gedacht wären, ein Auflistung der erfolgreichsten Sendungen zu zeigen, dann würden sich die Top-10 Platzierungen schlicht und einfach nie ändern, da die bestehenden größten Shows einfach immer größer werden. Und weil iTunes einen guten Grund hat, eine Liste zur Verfügung zu stellen, die tatsächlich einen Mehrwert für die Nutzer darstellt, um sie auf der Plattform zu halten, müssen sie sich auf einen Entdeckungsmechanismus verlassen, der es den Topplatzierungen erlaubt, sich ständig zu ändern. Auf vielerlei Art und Weise sind die Charts ziemlich demokratisch.

Diese zwei Hypothesen erklären die Charts nicht in ihrer Gesamtheit (nichts könnte das so wirklich, es sei denn, der Algorithmus entwickelt ein eigenes Bewusstsein), aber ich glaube, sie sind gute Startpunkte, um die Charts zu verstehen. Um es zusammenzufassen: Die Charts sind zur Entdeckung gemacht, aber der Mechanismus, auf dem sie aufbauen, sind iTunes Interaktionen – und so klettern Podcasts in den Charts, weil sie mehr Abos und Downloads auf iTunes erzeugen, denn Aufstieg ist eine Form der Belohnung. Wenn man sich damit angefreundet hat, fangen einige Dinge an, Sinn zu ergeben. So rutscht ein Podcast für Disney-Fans in die Top 5 zwischen den neuesten Folgen von “Serial” und “Alice Isn’t Dead” – so geschehen am 4. März 2016 um 16 Uhr. So gelangt zur gleichen Zeit auch ein satirischer Sportschau-Podcast auf die Top-Platzierung, ob wohl es davon nur eine Vorschau gibt. (Das Erfolgsrezept hierbei ist relativ eindeutig: Wenn du in den Charts mitmischen willst, dann optimiere dein Marketing für iTunes Interaktionen. Das wollte ich eigentlich nicht erwähnen, aber zur Hölle, jetzt bin ich schon so weit gegangen). Und hier kommen wir zurück zu meiner eigentlichen Frage: Welchen Einfluss hat dieses spezielle Chartsystem auf den Podcastingbereich? Wenn ich von dem Inhalt meines Posteinganges ausgehe, dann verursacht es eine Menge Unsicherheit. Ich würde behaupten, dass dieses Gefühl aus der Interpretation herrührt, dass die iTunes-Podcast-Charts als Mechanismus dienen sollten, die auf angemessene Weise den Wert eines Podcasts wiedergeben. Was eine verständliche Interpretation ist, da (und hier bediene ich mich einer weitgefächerten Verallgemeinerung) so etwas wie Charts typischerweise als ein Werkzeug zur Anzeige von Wert entwickelt werden. Und die Sache ist die: Dafür sind die iTunes Charts nicht gedacht. Sie wurden entwickelt, um das Engagement auf ihrer Plattform zu optimieren und nicht, um eine direkte und eindeutige Repräsentation dessen aufzuzeigen, was wertvoll ist. (Obwohl der raketenhafte Aufstieg eines Podcasts in den Charts einen gewissen Wert anzeigt – wir bekommen jedoch nur einen Platzhalterwert gezeigt.) Aber es gibt eine starke Tendenz, iTunes als den wichtigsten Vermittler von Wert anzusehen, denn, nun ja, wir haben nichts anderes. Ohne weiteren Kontext und Mittel zur Auswertung führt eine einzelne Rangliste dieser Art zu einer eher wirren Repräsentation der Podcastinglandschaft, da sie jede Interpretation relativer Werte zwischen Podcasts fast unmöglich macht. Und dies stellt eine schlechte Feedbackschleife für Podcastmacher dar, denn ein großer Teil des Wissens um den Gesundheitszustand einer Sendung wird davon ausgemacht, dass man weiß, wie sie sich im Vergleich zu anderen Sendungen behauptet. Aber hier ist die andere Sache: Für mich ist das hier kein Artikel über das Problem mit iTunes – was mich betrifft, gibt es kein Problem mit iTunes, denn iTunes ist eben iTunes. Es ist eher ein Artikel darüber, dass das Medium sich selbst nicht richtig kennt, und über die Tatsache, dass die Branche sich hauptsächlich auf eine einzelne, unglaublich unvollständige Sichtweise verlässt. Okay, jetzt geht mir gerade der Platz aus und ich wollte eigentlich noch über zwei andere Sachen sprechen: Wie die iTunes Charts die Beziehung zwischen Podcastmachern und Werbekunden beeinflussen, und welche Vermarktungsmöglichkeiten sich in dieser Situation verbergen. Mit Ersterem fangen wir in einem anderen Artikel demnächst an.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Mic“ by mindthaw (CC0 Public Domain)


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Die Trends des Monats – April

iSkin (Screenshot by EmbodiedInteraction)

Die Medien- und Digitalbranche ist ständig in Bewegung. Fast im Tagesrhythmus gibt es neue, innovative Medienprojekte, praktische Gadgets oder neue digitale Geschäftsmodelle. Gemeinsam mit der Standortinitiatve der Hamburger Medien- und Digitalwirtschaft, nextMedia.Hamburg, stellen wir euch ausgewählte Trends des Monats vor. Dieses Mal geht es um Magzter, das Startup PayOrShare, Clippet, iSkin und was YouTuber bald im TV machen.

Magzter

Mit über 2.000 internationalen Magazintiteln, wie zum Beispiel “Forbes”, “Glamour”, “Wired” und “GQ”, ist bei Magzter für jeden Geschmack der richtige Titel dabei. Neu ist jetzt Magzter Gold: mit der All-You-Can-Read-Flatrate erhält man von überall Zugriff auf das gesamte Portfolio. Der Zugang kostet 9,99€ im Monat oder 99,99€ im Jahr. Die Magazine können mit der passenden App auch offline gelesen werden. Und wenn einem das Material zum Lesen zur Neige geht, bekommt man neue Magazine passend zu seinem persönlichen Geschmack vorgeschlagen oder kann unkompliziert durch das gesamte Sortiment stöbern.

PayOrShare

Das junge und innovative Hamburger Startup “PayOrShare” hat schon auf der Social Media Week in Hamburg von sich überzeugen können. Die Idee dahinter ist, dass Unternehmen sich die Potentiale des Internet zunutzen machen, um die Reichweite, den Traffic und die Conversion zu steigern. Gleichzeitig kann aber auch mit Micropayments Geld verdient werden. Das funktioniert wie folgt: Das Unternehmen bindet das PayOrShare-System auf ihrer Website ein. Der User kann nun entscheiden, wie er für Rabatte oder Artikel zahlen möchte: Entweder er teilt den Beitrag in Social Media und generiert damit Reichweite und Traffic für das jeweilige Angebot, oder er zahlt klassisch via Micropayments. PayOrShare ist eine einfache Alternative zu zum Beispiel starren Paywalls.

Clippet

Jetzt gibt es die Nachrichten auf die Ohren! Das britische Startup Clippet, selbstbezeichnend die “Frische Stimme der Nachrichten”, wählt die relevantesten nationalen und internationalen Nachrichten aus verschiedenen Themen aus. Aus diesem werden kurze Audio Clips aufgenommen, welche ungefähr eine Minute dauern. Diese kann man sich entspannt zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, Schule oder Universität anhören. Mit der passenden App geht das auch offline. Außerdem kann man einfach Nachrichten mit Freunden über Social Media teilen. Die Redaktion besteht aus jungen Millennials, genauso wie die Zielgruppe des Unternehmens.

Computer Bild: iSkin

Das lässt die AppleWatch blass aussehen: Informatiker aus dem Saarland versuchen jetzt die Haut des menschlichen Körpers zu einer berührungsempfindlichen Oberfläche zu machen und damit mobile Geräte zu steuern. In speziellen elektrischen Stickern aus Silikon sind leitfähige Elektrosensoren integriert, welche technische Befehle empfangen und ausführen. Der Nutzer kann die Sticker individuell gestalten und die Klebedauer selbst bestimmen, dank des hautfreundlichen und medizinischen Klebers. Damit lassen sich Anrufe entgegen nehmen und die Lautstärke regulieren. Die Sticker lassen sich außerdem einfach zusammenrollen und einstecken. Damit sind Tastaturen auf der Haut ein denkbarer nächster Schritt.

TrendHunter: YouTube im TV

2014 hat Disney die Maker Studios für etwa eine Milliarde US Dollar gekauft. Jetzt macht das Unternehmen sich das Multi-Channel-Network (MCN) zunutzen: Maker soll halbstündige Specials für einige von Disneys Fernsehsender drehen. Bei den Sendern handelt es sich um die US-Varianten des Disney Channel und Disney XD. In diesen Filmen sollen dann bei Maker unter Vertrag stehende YouTube-Stars auftreten. Dabei kann Disney auf mehr als 55.000 Erstellern von Inhalten zurückgreifen. Dadurch ergibt sich außerdem die Möglichkeit, auf lokale Talente zurückzugreifen und den Inhalt dem lokalen Markt anzupassen.

Weitere Trends aus der Medien- und Digitalwirtschaft, gibt es in der Rubrik “Case of the Day” bei nextMedia.Hamburg sowie auf Facebook und Twitter. Jeden Monat werden darüber hinaus 25 Trends in dem nextMedia.Kompass Trendreport präsentiert, welcher von nextMedia.Hamburg in Kooperation mit dem Innolab der Hamburg Media School entsteht. Hier findet ihr den aktuellen Report.


Teaser & Image: “iSkin” (Bild: Oliver Dietze via Universität des Saarlandes)


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Sponsored Post: Groß, weiß und pummelig – Disneys Baymax

baymax, disney, roboter

Heute kommt Disneys neuester Animationsfilm in die Kinos: „Baymax – Riesiges Robowabohu“. Der witzige Streifen erzählt die Geschichte eines 14-jährigen Technik-Freaks und seines treuen Roboters.

baymax, disney, roboter

Im Mittelpunkt der Handlung steht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Teenager und einem riesigen, weißen Roboter. Die Regie dieses spannenden und witzigen Films übernahmen die beiden bekannten Disney-Mitarbeiter Don Hall und Chris Williams. Produziert wurde das Ganze von Roy Conlie, der sich auch für die Neuauflage von „Rapunzel“ verantwortlich zeigte.

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Amazon lässt die Muskeln spielen

Etech05: Jeff (adapted) (Image by James Duncan Davidson [CC BY 2.0] via Flickr)

Erst traf es Time Warner und Hachette, Amazon will die Anbieter zu Preisnachlässen zwingen. Nun sind ausgerechnet keine Vorbestellungen mehr von Disney-Neuerscheinungen möglich. Der Marktführer beim Online-Vertrieb von Büchern, E-Books, Musik-CDs und Spielfilmen lässt in den USA erneut seine Muskeln spielen. Fast kein neuer Disney-Titel kann mehr bei Amazon vorbestellt werden, die Funktion wurde schlichtweg außer Kraft gesetzt. Auch Time Warner wurde vor einem Jahr in ähnlicher Weise verwarnt, um deren Werke zu günstigeren Konditionen zu beziehen. Angeblich geschieht dies stets im Sinne der Konsumenten. Jetzt protestieren gegen dieses Vorgehen in der New York Times über 900 namhafte Schriftsteller.

Die „Amazon-Methode“

Ein Mitarbeiter der E-Book Sparte von Amazon versucht die aktuellen Geschehnisse mit der Einführung des Taschenbuches zu vergleichen. Auch damals war das Geschrei der Verlage groß. Manche von ihnen prophezeiten sogar mit der Einführung der preiswerten Taschenbücher das Ende des Verlagswesens. Dazu kam es bekanntlich nicht. Doch die jetzige Vorgehensweise des US-Konzerns ist nicht neu. Amazon behandelt häufig die Unternehmen nachrangig, die ihnen bei Verhandlungen Probleme bereiten. Bücher sind einfach nicht mehr verfügbar oder, wie jetzt geschehen, Vorbestellungen von bestimmten Filmstudios können nicht mehr durchgeführt werden. Wer den neuen Kinofilm der „Muppets“ oder „Captain America“ haben will, muss warten, bis dieser regulär im Handel verfügbar ist.

Das gilt übrigens für fast alle Neuerscheinungen von Walt Disney Studios Home Entertainment, letzten Sommer war übrigens Warner Home Video an der Reihe. Kürzlich wurden angebliche Lieferschwierigkeiten des E-Commerce Giganten bekannt. Diese betrafen aber interessanterweise ausschließlich Buchtitel des US-Verlags Hachette. Hachtte hatte es zuvor abgelehnt, Amazon einen höheren Anteil des Verkaufserlöses zu überlassen. Das Handelsblatt tituliert das brutale Vorgehen des Konzerns treffend als die „Amazon-Methode„.

So langsam bröckelt das positive Bild von Amazon-Chef Jeff Bezos. Als Käufer und Retter der angeschlagenen Washington Post und Förderer der kleinen Selbstverleger wird Bezos in der Öffentlichkeit gerne als Retter der Branche wahrgenommen. Der offene Brief der 900 Buchautoren wird sich negativ auf das Image des Unternehmens auswirken. Viele Autoren glauben, der Anbieter verstoße mit dem aggressiven Vorgehen gegen das eigene Versprechen, stets nur die Bedürfnisse der Kunden im Auge zu haben. Die Auseinandersetzung mit Verlagen und Filmstudios wird auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Möglicherweise drückte die Aktion der namhaften Autoren den Aktienkurs ein wenig. Die Publicity der Teilnehmer ist nicht zu unterschätzen. Dem hingegen ist eher zweifelhaft, ob sich der Autorenprotest dauerhaft negativ auf die Umsätze auswirken wird.

Preise runter, Graubereich dicht?

In den USA wurde für nur 9,99 Dollar monatlich eine Flatrate für E-Books eingeführt. Der Musik-Streamingdienst Spotify dient dabei als Vorbild. So bald wie möglich wird Amazon dieses Modell auf den europäischen Markt übertragen. Das Angebot mag auf den ersten Blick verführerisch klingen. So wären plötzlich auf einen Schlag 600.000 E-Books zum Preis von einem einzigen verfügbar. Diese Vielfalt an Buchtiteln würde sogar deutlich weniger kosten, als die meisten gedruckten Bücher. Der Nachteil dieses Vertriebsmodells liegt auf der Hand: Bei einem derart niedrigen Preisniveau bleibt weder für die Verlage noch für die Autoren genug übrig. Amazon will die Preise diktieren, diese sind beim Einkauf so gering wie irgend möglich. Frank Schaeffler brachte kürzlich die Fragestellung auf, wer das Leben der Autoren schwer macht. Ist es Amazon oder vielleicht doch die Verlage? Schaeffler kritisiert, das nur die Mega Seller von den Verlagshäusern unterstützt werden, der Rest bleibt außen vor. Das seien exakt die 900 Autoren, die sich jetzt in der Petition gegen Amazon wenden. Schaeffler betrachtet Amazon als Starthilfe, ohne den Konzern hätte es für ihn keine Karriere als Buchautor gegeben.

Branchenbeobachter Spiegelbest geht sogar davon aus, dass eine deutsche Flatrate das Ende des Graubereichs bedeuten würde. Wieso sollte man Ausschau nach illegalen Werken halten, wenn diese bei Amazon zu einem unschlagbar günstigen Preis und zudem virenfrei verfügbar sind? Am Ende wird es keine Schwarzkopierer, Verlage oder den Börsenverein des Deutschen Buchhandels mehr geben, wenn die Maßnahmen von Amazon greifen sollten. Spiegelbest glaubt, dann wäre die Nuss geknackt und das Thema Buchpiraterie endgültig durch. Man wird sehen, ob er recht behält.


Image (adapted) „Etech05: Jeff“ by James Duncan Davidson (CC BY 2.0)


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Videokolumne vom 9. Februar 2014

Bildempfangsstörung (Bild Paulae [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons)

In der Videokolumne geht es heut viel um Film: Lustige Pressekonferenzen auf der Berlinale und herzliche Oscar-Kurzfilme. Und die glamourösesten Momente im Sport: Die Olympia-Eröffnungen. // von Hannes Richter

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Diese Woche standen mit dem Beginn der Berlinale und den olympischen Winterspielen im russischen Sotchi gleich zwei Großereignisse an. Deshalb geht es heute besonders um Highlights. Die ARD hat in ihrer Mediathek historische Olympiaeröffnungen gesammelt, die einen interessanten Einblick in die Geschichte des Momentes geben, wenn die ganze Welt gebannt auf einen Ort schaut. Die Berlinale ist ihr eigener Präsentator ihrer Highlights und Arte zeigt als Kontrast zu den Highlights der politischen Fernsehserien – House of Cards und Borgen – die ebenso sehenswerte britische Miniserie Secret State.

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Sponsored Post: Wer hat die erfolgreichste Videostrategie im Web?

GoVirals erster Social Video Equity-Report kürt die erfolgreichsten Marken-Video-Produzenten aus dem Jahr 2012.

Social Video Equity 2012

Wer hat die erfolgreichste Videostrategie im Social Web? Wer schafft es seine Marke am besten zu präsentieren? Und wer erreicht die stärkste Resonanz bei den Zuschauern? GoViral hat im Rahmen seines ersten Social Video Equity’s 100 Marken auf YouTube, Vimeo, Dailymotion und Facebook beobachtet und seine Sieger gekürt.

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Videotipp: Darth Vader: What Are You Going to Do Next?

Jetzt wo Darth Vader zu Disney gehört, hat der dunkle Sith-Lord so viele neue Möglichkeiten.

Videotipp: Darth Vader: What Are You Going to Do Next?

Disney hat Lucasfilm dieser Tage für vier Milliarden Dollar aufgekauft. Für Darth Vader heißt das, dass sein Imperium an Territorium gewonnen hat. Ehrensache dass er sich direkt ein paar Stormtrooper krallt und beispielsweise Disneyland erkundet. Wie das aussieht, seht Ihr hier.

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Disney öffnet sich für freie Videoinhalte im Web

Disney infinite copyrightEs ist ja nicht ganz unüblich das man, wenn man beispielsweise eine Dokumentation wie PressPausePlay oder sogar ganze Spielfilme wie Sin Nombre schauen will, auch mal auf YouTube nach einem Hit sucht. Bisher waren diese Treffer aber eigentlich eher Glückstreffer und das hochladen solcher Filme wurde von der GEMA, wenn es denn herauskam, meistens mit einer Löschung des Inhalts beantwortet. Das die großen Hollywood-Filmstudios freiwillig Ihre Produktionen auf offenen Plattformen wie der Google-Tochter uploaden, ist so unwahrscheinlich gewesen wie ein Oscar-Gewinn für Johnny Depp oder Harrison Ford (beide gingen bisher immer leer aus). Lediglich Filmtrailer und Making Ofs waren zum Zwecke viraler Verbreitung publiziert worden und dienten eher Werbezwecken statt reiner Nächstenliebe oder der kulturellen Verbreitung.

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Hörtipp: Daft Punks Soundtrack zu Tron Legacy

Wer ähnlich wie ich „Tron“ als einen seiner liebsten Filme bezeichnet (was die meisten technikverliebten Kinder der 80er tun werden…), ist bestimmt schon ganz gespannt auf den neuen „Tron Legacy„. Daft Punk steuern den Soundtrack bei, den man bei Disney anhören kann – zumindest, sofern man schmerzfrei mit der Seite klar kommt. Ansonsten gibt es sie leichter anhörbar bei The End 107.7. Nach der ganzen Aufregung muss ich sagen, dass ich etwas mehr Daft Punk im Soundtrack erhofft hätte – das ist gute Soundtrack-Arbeit, aber mir fehlt das Besondere der Gruppe. Vielleicht war aber auch nichts anderes zu erwarten. [via Stereogum]

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