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Netzpiloten @buchmesse:blogger sessions

Via Tablets, Readern und Smartphones lesen wir heute mehr denn je. Deshalb widmet die Leipziger Buchmesse schon seit einigen Jahren einen Slot der digitalen Welt der Blogger und Bloggerinnen. Am 24. März gibt es wieder die Blogger Sessions (im Fachforum 1 in Halle 5, E600). Wir Netzpiloten sind zum dritten Mal als Medienpartner mit dabei. 

Welche Speaker werden da sein?

Zu den Teilnehmern der Blogger Sessions gehört unter anderem Gloria Manderfeld vom Blog Nerdgedanken. In ihrem Vortrag widmet sie sich der kreativen Ideenfindung für Blogger und Bloggerinnen. Passend zur Buchmesse ist auch Daniel Allertseder von WeLoveBooks mit dabei, der seine Erfahrungen teilt, wie man über die klassische Buch-Rezension hinaus mit smarten Aktionen Bücher bekannt machen kann. Über  DSGVO, Copyright und Werbekennzeichnung referiert der Medienrechtler André Stämmler. Roland Jesse von Büchergefahr widmet sich automatischen Analysen von Textstrukturen, von denen auch Buchblogger/innen stark profitieren können.

Welche Themen erwarten euch?

  • Monetarisierung von Blogs und Rezensionen
  • Das Ende der Blogs? – Rezensionen auf den Social-Media-Kanälen
  • Blog 4.0 – Die geheimen Superkräfte deines Blogs
  • Das darfst du nicht, oder doch? – Recht für Blogger
  • Sensitivity Reading für Romane
  • Wie können Methoden der künstlichen Intelligenz BuchbloggerInnen unterstützen?
  • Aus eins mach 10 – Kreative Themenfindung für Blogger

Und sonst noch?

Die Bloggersessions könnt ihr mit einem Ticket der Leipziger Buchmesse oder einer Presseakkreditierung kostenfrei besuchen. Das ausführliche Programm, sowie Infos zu allen Teilnehmern könnt ihr hier als PDF downloaden. Neben den interessanten Vorträgen, bieten die Blogger Sessions natürlich auch gute Gelegenheit sich zu vernetzen. Wir wünschen viel Spaß!

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Die Netzpiloten sind Partner der Fintech Week Hamburg

Partnergrafik_Finetech

Habt ihr Lust auf die Fintech Week in Hamburg? Bei uns könnt ihr noch zwei Tickets haben! Hier könnt ihr an der Verlosung teilnehmen und vom 6.-12. November live dabei sein. Teilnahmebedinungen


Das betahaus Hamburg wird zum zweiten Mal Zentrum für Fintech. Denn vom 6. Bis 12. November findet erneut die Fintech Week statt. Aktuere aus der Finanzwelt, Banken, Versicherungen und Digitalwirtschaft können sich auf viele Veranstaltungspunkte freuen. Die ersten Programmpunkte wurden bereits veröffentlicht. Einer davon ist zum Beispiel das erste Fintech Startup Weekend mit diesem Schwerpunkt in Europa.

Auf der Agenda der Veranstaltungswoche stehen neben Robo-Advisors, digitalen Prozessen in Finanzunternehmen und kommunikativen Herausforderungen auch die Regulierungsinitiative PSD2 und Kollaboration zwischen Fintech- und Banken-Teams.

Fünf Ankerthemen – viele Veranstaltungen

In verschiedenen bekannten Konferenzrunden oder experimentellen Formaten treffen Besucher mit Experten und Expertinnen der Branche zusammen. So schafft die Fintech Week eine Mischung aus entspanntem Zurücklehnen und spannenden Interaktionen.

In der bewährten Konferenz Euroforum geht es dieses Jahr um die Digitalisierung des Bankenwesens. Ai, API und Blockchain sind nur der Anfang, die Teilnehmer diskutieren über Chancen und Herausforderung.

Im LaborX können Teilnehmer ihre Kommunikationsstrategien vor Experten pitchen und Feedback bekommen. Bei der Fintech Week Team Challenge steht in verschiedenen Wettkämpfen Teamwork und Geschick im Mittelpunkt. Neben den Interaktiven Workshops finden auch Gesprächsrunden oder Storytelling Events Platz. Die Fintech Ladies ein und erzählen von ihrer Erfahrung in einer Arbeitswelt von männerdominierten Teams. Auch spannend: die Fuckup Night. Hier erzählen Gründer von ihren größten Misserfolgen und tauschen sich über das Schlechte und das Gute ihres Scheiterns aus.

Weil die weltweite Blogosphäre stetig wächst und sich neben den klassischen Medien als wichtige Informationsquelle etabliert hat verleiht comdirect im Rahmen des Finanzbarcamps erneut den Finanzblog Award. Die für die besten deutschsprachigen Blogs der Szene, einen Publikumspreis und

Nicht verpassen

Bei der Fintech Week kann man sich seinen Veranstaltungsplan selbst zusammenstellen und muss nur Tickets für die Veranstaltungen erwerben, die man auch besuchen möchte. Für jedes Event gibt es individuelle Tickets. Aber das Programm ist noch lange nicht vollständig. Bis jetzt wurden 20 der geplanten 40 Veranstaltungen veröffentlicht, es lohnt sich also die Event-Webseite im Auge zu behalten.

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10 Jahre Deutsch-Norwegisches Jugendforum

Seit 2007 sensibilisiert das Deutsch-Norwegische Jugendforum mit Schüleraustauschen und Sprachcamps für die sprachliche Vielfalt in Europa. Zum 10-jährigen Jubiläum der Initiative treffen sich dieses Jahr Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren zu Workshops und einem Festakt vom 23. bis 26. September in Berlin. Sie können sich mit anderen Jugendlichen aus Norwegen und Deutschland austauschen und sich inspirieren lassen, wie man selbst zum Helden werden kann. Man kann Neues über das andere Land erfahren und Freunde fürs Leben finden. Workshops gibt es zu den Schwerpunkten Medien und Meinung, Sprache und Kreativität, und Bild und Bühne. „Jeder Workshop schaffte es auf seine Weise, das Motto umzusetzen und dabei Erstaunliches auf die Beine zu stellen.“, sagte eine Teilnehmerin am DNJF 2015.

Erstmals werden auch Projekte wie Blogs, Foren oder Zeitschriften mit deutsch-norwegischem Schwerpunkt von den Jugendlichen konzipiert und umgesetzt. Mentoren aus Wissenschaft und Praxis begleiten diese Projektcamps. Die Netzpiloten sind gerne dabei!

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Die Leiden der Instagram-Ehemänner

Perfect Photoshooting (Image by Zukiman Mohamad [CC0 Public Domain], via Pexels)

“Wir sind nur noch menschliche Selfie-Sticks” klagen sie – Ehemänner, die von ihren eigenen Frau für deren Instagram-Fotos ausgenutzt werden. Was ist dran am Vorwurf?

Die Frauen sind eindeutig die Stars von Instagram. Ihre Profile erhalten oft mehr Klicks als die von Männern. Mit diesem Trend scheint sich ebenfalls ein neues Phänomen zu entwickeln: Die Instagram-Ehemänner. Sie beklagen sich darüber, dass sie von ihren Eherauen lediglich als menschliche Selfie-Sticks gesehen werden und nur dazu da sind, um ihre Frauen auf Instagram in Szene zu setzen. Diese Männer haben sich nun auf der Seite instagramhusband.com zusammen getan, um auf ihr leidendes Dasein aufmerksam zu machen. Müssen wir diese Klagen tatsächlich ernst nehmen? Sind wir Frauen tatsächlich dominierende Instagram-Furien? Marinela Potor, Onlinejournalistin mit einem “Instagram-Freund” hat sich diesen Fragen gestellt.

Nach so vielen Jahren im Internet dürfte einen ja eigentlich nur noch sehr wenig überraschen. Von Videos mit Katzen, die Klavier spielen über Twitteraccounts von Jennifer Lopez‘ Hinterteil bis hin zu Unsterblichkeits-Utensilien – ich dachte, ich hätte schon so ziemlich alles gesehen. Bis ich vor Kurzem auf die Seite der frustrierten Instagram-Ehemänner gestoßen bin. Diese armen Männer der Schöpfung zeigen, was für ein trauriges Dasein sie hinter ihren Smartphones fristen – weil sie Fotos von ihren viel berühmteren und erfolgreicheren Instagram-Ehefrauen schießen müssen.

Ich kann mich ehrlich gesagt noch immer nicht ganz entscheiden, ob ich an dieser Stelle Mitleid mit diesen armen Ehemännern haben sollte, die zu Sklaven der Berühmtheit ihrer Frauen werden, ob ich einfach nur über diese humorvolle Kampagne lachen sollte oder ob dies eine neue erfolgreiche Entwicklung im Feminismus aufzeigt, in der die Frauen den Männern endlich mal sagen, wo es lang geht oder. (Wobei ich in diesem Punkt noch Zweifel habe, denn offensichtlich schlagen die Ehemänner aus ihrem Leiden auch ganz schön Kapital und die neue Netflix-Serie “Desperate Instagram Husbands” ist wahrscheinlich schon in Arbeit.) Grund genug, sich dieses Phänomen einmal genauer anzusehen.

Sind wir nicht alle ein bisschen Instagram-Husbands?

Während ich mich also durch die Fotos der Instagram-Ehemänner klicke, wird mir auf einmal schlagartig bewusst: Moment Mal, ich erkenne mich hier irgendwie doch sehr stark wieder! Ich habe zwar weder einen Instagram-Account noch einen Ehemann, veröffentliche aber sehr viel fürs Internet und habe einen Freund. Und wenn ich ganz ehrlich bin, legen wir doch ein Rollenverhalten an den Tag, das den Situationen in dem Video sehr ähnelt: Ich jage den Geschichten hinterher, mein Freund jagt mir mit der Kamera hinterher, stets meinen Anweisungen folgend. Die Parallelen sind ein wenig erschreckend. Habe ich mir etwa ebenfalls einen Instagram-Freund herangezüchtet?

Beispiel Eiskaffee

Instagram-Schnappschuss: Eiskaffee (Image: Marinela Potor)
Instagram-Schnappschuss: Eiskaffee (Image: Marinela Potor)

Als ich an einem Artikel für die Netzpiloten über meine Twitter-Sucht arbeitete, wollte ich ein Foto von meiner Eisschokolade auf Twitter posten. Doch irgendwie war besagte Eisschokolade allein nicht so fotogen. Daraufhin schnappte ich mir also auch noch den Eiskaffee meines Freundes, schubste ihn selbst zur Seite (er sollte ja nicht das Fotodesign stören) und verbrachte bestimmt knappe 10 Minuten damit, die beiden Getränke zu knipsen. Als er endlich wieder an seinen Platz durfte, hatte sich sein Eis komplett aufgelöst.

Beispiel Sandalen

Der Winkel muss stimmen: Griechische Sandale (Image: Marinela Potors Freund)
Der Winkel muss stimmen: Griechische Sandale (Image: Marinela Potors Freund)

Ich schreibe ebenfalls für ein Modeblog und hatte mir in den Kopf gesetzt, einen Artikel zu meinen neuen griechischen Sandalen zu posten. Selbstverständlich musste dazu ein Foto her. Ich drückte kurzerhand meinem Freund die Kamera in die Hand: “Mach mal!” Ich erinnere mich dunkel, dass mein Freund protestierte, weil er gerade mitten in einem wichtigen Arbeitsprozess war, aber was konnte an dieser Stelle wichtiger sein, als ein Foto von meinen Sandalen? Wir probierten es also mit Posen auf den Treppen, Fotos von oben, Fotos, in denen mein Freund auf dem Boden herumrobbte und schließlich Fotos im Garten. Als wir endlich einen guten Winkel entdeckt hatten, passte das Licht nicht. Geschlagene 30 Minuten später hatten wir endlich das Foto im Kasten. Mein Freund musste im Endeffekt seinen gesamten Arbeitsprozess von vorne beginnen – aber wir hatten ein gutes Foto geschossen!

Beispiel Feuerwerk

Nicht leicht zu fotografieren: Feuerwerk (Image: Marinela Potors Freund)
Nicht leicht zu fotografieren: Feuerwerk (Image: Marinela Potors Freund)

Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, Fotos zu einem Feuerwerk-Wettbewerb auf meinen Blog zu posten. Da wir dies das vorige Mal ziemlich versemmelt hatten, war ich diesmal bestens vorbereitet. Kamerabatterie war geladen, ich hatte Gartenstühle und Decken im Gepäck und wir waren eine Stunde vorher angekommen, um einen guten Platz zu erwischen. Sobald es dann losging musste mein Freund wieder als Fotograf herhalten. Jedes Foto wurde von mir sofort begutachtet: “Schatz, da stimmt das Licht nicht… Das da ist total verschwommen… Drück doch früher auf den Auslöser… Warum schaltest du nicht in den Nachtmodus?”. Nach 40 Minuten Fotografieren war ich endlich zufrieden – mein Freund konnte noch ganze fünf Minuten Feuerwerk ohne Knipserei genießen.

Die Gesellschaftskritik der Instagram-Ehemänner

Nach diesen Beispielen werde ich doch etwas nachdenklich. Sind die Instagram-Ehemänner tatsächlich ein emblematisches Problem in unserer Gesellschaft? Richten wir Frauen tatsächlich unsere Partner dazu ab, unseren Ruhm fotografisch in Szene zu setzen, ohne dabei Rücksicht auf ihre Gefühle und Wünsche zu setzen? Angesichts der Tatsache, dass Frauen tatsächlich mehr Erfolg mit ihren Fotos auf Instagram, Twitter oder auf Blogs wie Tumblr haben, werden Männer tatsächlich nur noch als menschlicher Selfie-Stick betrachtet? Diese Sichtweise ist sicher ein wenig überspitzt. Aber die Klagen der Instagram-Ehemänner weisen uns auf einige wichtige gesellschaftliche Punkte hin:

  • Virtuelle Realität ist inszenierte Realität.

  • Es gibt ein Machtverhältnis zwischen Fotografen und Fotomodellen.

  • Wer nur in einer Inszenierung lebt, verliert oft den Kontakt zu den Mitmenschen in seiner unmittelbaren Umgebung.

Das Phänomen der virtuellen Inszenierung unseres Lebens ist nichts Neues. Schon vor dem Internet wurden Fotos als Inszenierung erkannt und als solches vor allem in der Werbe- und Modeindustrie bewusst genutzt. Während uns aber bei einem Blick auf Hochglanzmagazine mittlerweile klar ist, dass hier vor allem Photoshop am Werk ist, wirken die Instagram-Fotos oft wie eine spontane Situation, ein Schnappschuss im Vorbeigehen. Doch das ist ein Trugschluss. Denn an guten Instagram-Fotos ist genau so wenig spontan wie realistisch.

Auch die Tatsache, dass sich dies geschlechterspezifisch in “Männer als Fotografen” und “Frauen als Fotomodell” teilt, ist so alt wie die Modeindustrie selbst und in dieser Branche sind es sicherlich nicht die Models, die den Ton angeben. Auch wenn die strikte Geschlechteraufteilung in Mann und Frau immer mehr aufgebrochen wird, in der Modebranche stehen aktuell immer noch mehr Frauen vor der Kamera und deutlich mehr Männer hinter der Kamera. Das hat weniger mit Instagram-Ehemännern zu tun, als mit der Werbeindustrie. Frauen können Produkte einfach besser verkaufen als Männer.

FeministInnen argumentieren daher auch, dass derjenige, der die Frau auf dem Foto betrachtet (durch die Linse oder auf dem Instagram-Account), die eigentliche Macht hat. Wenn sich dieses Machtverhältnis tatsächlich durch die energetischen Instagram-Ehefrauen verschieben sollte, beklagen die Heul-Ehemänner also eigentlich nur den Verlust ihrer Macht wie ein Fünfjähriger, dem man gerade seinen Lolli weggenommen hat.

Dennoch ist ihre Klage über ein ständiges Inszenieren unseres Alltags für die sozialen Netzwerke ernst zu nehmen. Ich bin nicht sicher, ob Frauen mehr darum bemüht sind gut in den Sozialen Medien auszusehen als Männer, aber in diesem Punkt sollten wir alle vielleicht doch auf die Instagram-Ehemänner hören: Wer sich zu sehr in seinen Foto-Inszenierungen verliert, schafft eine künstliche Welt, die wenig mit den Menschen in der unmittelbaren Umgebung zu tun hat und sogar enge Beziehungen zerstören kann.

Was können wir also von den quengelnden Instagram-Ehemännern lernen?

So überzogen die Instagram-Pantoffelhelden auch sein mögen, es gibt zwei Dinge, die wir von ihnen lernen können.

Erstens: Frauen (und Männer,) wenn ihr merkt, dass eure Beziehung sich vorwiegend um Fotos dreht, lasst mal ab und zu die Kamera Kamera sein und genießt einfach das Zusammensein mit eurem Partner. Zweitens: Instagram-Ehemänner, habt euch nicht so!


 “Photo” by Zukiman Mohamad (CC0 Public Domain)


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Kann ein Blog ein Qualitätsmedium sein?

Qualitätsmedium BlogAm Donnerstag besuchte ich eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Presse im digitalen Zeitalter“, im Rahmen einer Vorführung der Dokumentation „Page One – Inside The New York Times“, auf dem Filmfest Hamburg. Ich erhoffte mir einen Einblick hinter die Kulisse der klassischen Printmedien und besonders durch das Gespräch der Gäste ein paar Denkanstöße, wie Qualitätsmedien und die Anforderungen des Internets zusammen funktionieren könnten. Anstatt aber über mögliche Wege und Strategien zu sprechen, wurde ein Großteil der knappen Zeit leider dafür verwendet, die Dokumentation zu kommentieren und zu erklären, warum klassische Qualitätsmedien und digitale Medien unterschiedlicher nicht sein können… Weiterlesen »

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Lifestyle Lektüre vom 25. August 2010

1. Riechen wie die Sex Pistols, das ist mal was Neues. Viele Stars und Sternchen haben ja bereits ihre eigenen Parfums, meist mädchenhaft und floral. Von einer englischen Punk Band erwarte ich etwas Exotischeres. Vorauf wir uns gefasst machen sollten, sagt uns Refinery 29.

2. König Karl bei der Arbeit über die Schulter schauen? Chanel News macht es möglich und hat Lagerfeld beim aktuellen Shooting zur Herbst/Winterkollektion 2010/11 begleitet.

3. Seit neuestem sind Socken nicht mehr nur dazu da Füsse zu wärmen, jetzt sind sie das Trend-Accessoire. Fröhliche Füsse in bunten Modellen zeigt uns Backyard Bill. Nachmachen empfohlen.

4. Vogue schwelgt in Vorfreude auf Fashion’s Night Out in Berlin und zeigt uns schon mal, welche Zuckerstückchen uns am 10.9.2010 erwarten. Auf das internationale Shopping Event zur späten Stunde können sich alle schlaflosen Fashionistas freuen.


5. Das ist doch mal was für den gestressten Geschäftmann in der BusinessLounge internationaler Flüge: Schnell und bequem Luxusmode per ipad bestellen. Herrenausstatter macht es mit einer neuen app möglich.

6. Und hier gleich noch eine app, diemal für den guten, alten ipod. Diesmal für umweltbewusste Konsumenten. Als Virtual Waters bezeichnet man die Wassermengen, die bei der Herstellung von Produkten verbraucht werden. Bewusstseinserweiterung der anderen Art bei Design made in Germany.

7. Und damit zum letzen Product mit dem kleinen i: Eine schöne Idee und die Vereinigung von zwei Designklassikenr ist das Little Black Book. Ein iphone Etui der nostalgischen Art im Stil eines Notizbuchs. Gefunden auf Pad and Quill.

8. Was kam zuerst? Mad Men oder der Petticoat? Auf jeden Fall kommt der 50ties Style mit voller Kraft zurück. Schöne Einblicke ins Original bietet uns A Blog Curated By mit wunderschönen Fotografien von Olivier Theyskens.

9. Kunst an der Küche zeigt uns Design Boom. Interior Designer Burkhard Schäller hat die wohl praktischste Mini Küche entwickelt. Stylish, klappbar, Augenschmaus. Damit wird der Kochplatz auch im kleinsten Apartment zum Hingucker.

10. Und zum Ende noch etwas schlechter Geschmack. Bad Yearbook Photos zeigt uns, warum man im Alter von 15 bis 18 Kameras meiden sollte. Ein Glück, das Yearbooks in Deutschland selten sind.

(Fotos: www.refinery29.com, http://chanel-news.chanel.com, www.herrenausstatter.de, http://www.backyardbill.com/, www.designmadeingermany.de)

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Posterous: Bloggen, so einfach wie E-Mails schreiben

posterous-logoNehmen wir einmal einen typischen Tag im Leben eines Bloggers. Nennen wir ihn Paul. Paul hat einen Gedanken, den er unbedingt der ganzen Welt mitteilen möchte. Also loggt er sich in das Backend seines Blogs ein, legt einen neuen Artikel an, gibt Text ein, bindet Medien ein, liest Korrektur, stellt online. Vorausgegangen ist dem Ganzen eine recht umfangreiche Phase, in der Paul sich eine Webpräsenz eingerichtet, eine Software installiert, sich ein Theme ausgesucht (oder sogar selbst eines gemacht) und die Funktionalitäten zurechtgebogen hat. Doch was für Paul so selbstverständlich scheint, bringt eine ganze Reihe anderer Menschen nur zum Abwinken. Viel zu kompliziert, das alles. Und so beschränken sie sich aufs Schreiben von E-Mails. Womöglich noch als Rundmails an alle ihre Freunde, mit denen sie Informationen rumschicken. Und dann kommt Posterous daher und behauptet, das ganze Webzeugs zu können, indem man E-Mails schreibt. Und könnte damit alle Menschen zu Bloggern machen, die damit bisher nichts zu tun haben wollten. Weiterlesen »

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Blind im Web: Ein Hürdenlauf

Relaunch ist ein beliebtes Wort im Web. Kündigt ein Onlineshop, ein Nachrichtenportal oder ein soziales Netzwerk einen Relaunch an, hält sich meine Begeisterung meist in Grenzen. Stattdessen frage ich mich, ob ich die Seite zukünftig noch werde nutzen können. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist das Bewegen im Netz nicht Surfen, sondern ein Hürdenlauf. Denn schließlich muss der Screenreader die Website so umsetzen, dass sie mit Vergrößerungssoftware, Braillezeile oder Sprachausgabe gelesen werden kann.

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Topliste: Bandblogs

Während Fans sich schon seit Jahren im Netz über die Musik ihrer Lieblingsband austauschen, gingen die meisten etablierten Künstler eher zurückhaltend bis ablehnend mit den neuen Möglichkeiten um. Dass viele mittlerweile aber mitbekommen haben, dass es nicht reicht, die eigene Website mit Pressemitteilungen der Plattenfirma zu bestücken, zeigen die folgenden Top–Bandblogs. Weiterlesen »

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Aktion am kommenden Dienstag: „Ein Herz für Blogs“

ein-herz-fuer-blogs

Kai Müller vom StyleSpion hat eine herzerwärmende und sehr wichtige und lobenswerte Aktion ins Leben gerufen. Mit dem Aktionstag am kommenden Dienstag „Ein Herz für Blogs“ will er daran erinnern, was das Bloggen einst so besonders und einzigartig und eben nicht medien-mainstreamig gemacht hat. Er bemängelt, dass das Miteinander, der Dialog das sich gegenseitig Blogrollen abgenommen hat. Als gehet hin uns spendet Liebe für Blogs. Die Aufgabe: Am kommenden Dienstag einen Blogpost mit „Ein Herz für Blogs“ anlegen und eure Lieblingsblogs aus der deutschen Blogosphäre darin aufführen.

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Mit Afrigator das afrikanische Netz entdecken

logo_afrigatorNiedrige Internetgeschwindigkeiten, schlechte Telekommunikationsinfrastruktur und nur sechs Prozent der Bevölkerung haben Zugang zum Internet – die Voraussetzung der afrikanischen Bevölkerung für einen Weg hin zu digitalen Gesellschaft sind auf den ersten Blick nicht gut. Wenn da das Handy nicht wäre – bereits jetzt das beliebteste Kommunikationsmittel auf dem Kontinent. Nach Expertenschätzungen wird in wenigen Jahren der Großteil der Bevölkerung über ein internetfähiges Handy verfügen. Grund genug, einmal einen näheren Blick auf das digitale Afrika zu werfen. Der Social-Media-Aggregator Afrigator gibt dazu eine gute Übersicht… Weiterlesen »

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Blog-Evolution: Ad-hoc Dialoge ersetzen Kommentare

technochart

Technorati misst die Relevanz von Blogs anhand der Links, die von anderen Blogs darauf verweisen. Die Währung heißt Authority. Es gibt rund 76.000 Blogs weltweit, die über eine „Authorität“ von mehr als 50 verweisenden Blogs verfügen. Da beispielsweise Serendipity Probleme mit Trackbacks hat, ist die Dunkelziffer noch höher. Trotz der immensen Zahlen oder gerade deswegen hat Brian Solis von techcrunch Probleme mit der Relevanzmessung. Weiterlesen »

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TechCrunch50: Die wichtigsten Updates auf einen Blick per Aggregator

Michael Arrington’s TechCrunch50-Konferenz ist eines der wichtigsten Events der Web 2.0-Startupszene. Von heute bis zum 10.September werden sich hier die Firmen der Szene vorstellen und den Launch ihrer Dienste zelebrieren. Natürlich berichtet TechCrunch selbst, aber auch fließen auch außenherum jede Menge Infos, zum Beispiel per Blog, Twitter oder Flickr.

Hier den Überblick zu behalten ist nicht ganz einfach. Doch Rettung ist nah: Sean Percival hat den TechCrunch50-Aggregator gebastelt, der die wichtigsten Infos zum Event aus dem Netz zusammenträgt. Blogposts, Friendfeed, Twitter, Fotos, Videos, Diggs, nichts geht hier verloren.

TechCrunch50 Aggregator Screenshot
Screenshot: Der Techcrunch 50 Aggregator

Wem das alles nicht reicht, dem sei der Livestream von der Konferenz ans Herz gelegt.

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Lifestreaming als Alternative zu Blogs

Lifestreaming ist ein auffälliger Trend im aktuellen Web, doch vielleicht sind wir erst am Anfang dieser Entwicklung. In einem lesenswerten Beitrag fragt das Readwriteweb, ob Lifestreaming die traditionellen Blogs ablösen kann.

Was ist Lifestreaming?

Lifestreaming ist eine Möglichkeit, die Aktualisierungen verschiedenster Dienste zentral an einer Stelle zusammenzufügen. Das Ergebnis soll eine übersichtliche Darstellung der Netzaktivitäten einer Person sein. In den letzten Wochen wurden einige Dienste von den Blogpiloten getestet, allen voran Friendfeed und Lifestream.fm.

Die These: Lifestreaming ist eine Alternative zu Blogs

Im Artikel wird die These aufgestellt, dass Lifestreaming zusehends den Blog ablösen könnte. Als Beispiele werden Seiten wie die der Netzberühmtheit Julia Allison genannt, die chronologisch Mitteilungen aus ihrem Leben veröffentlicht. In analoger Form würden verschiedene öffentliche Profile Funktionen übernehmen, die vorher klassischen „Über mich“-Seiten vorbehalten waren.

 

Insgesamt würden derartige Tendenzen die Frage aufwerfen, ob Blogs immer stärker ihre ursprüngliche Funktion eines „digitalen Tagebuchs“ verlieren und zunehmend aus der Mode kämen.

Bei der Diskussion sollten jedoch zwei Faktoren bedacht werden. Erstens lassen sich Gruppenblogs und Magazine kaum durch Lifestreaming ersetzen: Schon die Twitter-Accounts sind selten mehr als Links zu den aktuellen Beiträgen. Die These scheint sich also eher auf persönliche Blogs zu beziehen, die von Einzelpersonen geführt werden.

Zweitens stellen sich jedoch auch bei persönlichen Blogs einige Fragen. Haben persönliche Blogs wirklich ausschließlich die Funktion, über Aktivitäten einer Person zu berichten, die sich über Lifestreaming besser abbilden ließen? Oder sind Blogs nicht viel mehr thematisch ausgerichtet (mal eher persönlich, mal eher fachlich), so dass sie eine Leserschaft bedienen, die sich zwar für das Thema, nicht aber für den Autor interessiert? Was meint ihr?

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Blogeinnahmen 2008: 1 Euro für 228 PI’s

Robert hat heute die Auswertung seiner Umfrage zu den Blogeinnahmen 2008 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die durchschnittlichen Einnahmen von 544 auf 424 Euro gesunken. Um einen Euro zu verdienen, müssen 228 Page Impressions her. Und auch sonst sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr nach unten gegangen. Hier die Eckdaten zur Einnahmeverteilung für 2008.

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„Ich habe meinen Traumberuf gefunden!“ – Web 2.0-Navigator in der Grundschule!

In unserem aktuellen Themenschwerpunkt zu „Zukunft des Lernenes“ berichtet heute Gastautor Martin Riemer von seinen Erfahrungen mit Blogs an einer Berliner Grundschule:

schulblogs.jpg

Mein Name ist Martin Riemer, von Hause aus mache ich den Zettelkasten Riemer-O-Rama, home of my personal „Bloggum ergo sum“. Ich markiere mich selbst als einen Gewinner der Blogosphäre, da fand ich es mindestens notwendig, mein dort erhaltenes Wissen in einem konzertierten „Sharing und Erkläring“ weiterzugeben. So geschah es…

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Hurra, hurra die Schule bloggt!

Ein weiterer Beitrag zu unserem aktuellen Schwerpunkt Thema „Zukunft des Lernens!“:

Bei der Re-Publica08 fand am Freitag eine Subconference zu diesem Thema statt. Präsentiert wurde diese von den Hardbloggingscientists. Unter anderem gab es eine Session zum Thema Schule 2.0. Motto: Hurra, hurra, die Schule bloggt! Dort lieferte unter anderem Martin Riemer einen Werkstattbericht von seinem Blogprojekt an einer Grundschule.

Im Interview mit den Kollegen Ulrike Reinhard und Lutz Berger fasst Martin nochmal seine Ideen, Erfahrungen und Meinungen zum Thema Blogs an der Schule zusammen

„Kinder müssen Wissen navigieren können!“ – mein Lieblingszitat aus dem Interview. Was denken die Leserinnen und Leser der Blogpiloten zum Thema Bloggen in der Schule?

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Gescheiterte Business-Blogs für 200…

…suchen wir für die Bloggerkonferenz re:publica für eine zünftige Runde Blogger-Jeopardy:

Kann sich jemand noch an die Fernseh-Quizshow Jeopardy aus den 90er Jahren mit Frank Elstner im Vorabendprogramm erinnern? Die mit der grauenhaften Melodie, die man anschliessend nicht so schnell aus dem Kopf herausbekam? Genau das spielen wir auf re:publica ‘08 am Donnerstag Abend: Wir nennen es „Blogger-Jeopardy“ und die Technik steht schon. Wenn alles klappt, dann auch mit der Melodie. Nur nicht mit Frank Elstner – das versprechen wir Euch.

Und natürlich werden nicht nur Business-Blogs gesucht, sondern auch andere witzige Kategorien. Mehr dazu auf re-publica.de.

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Olymponiken dürfen bloggen – bedingt

Die Teilnehmer der Olympischen Spiele dürfen bloggen. Das IOC hat den Athleten erstmals grünes Licht gegeben, so dass wir im Sommer spannende Berichte aus dem olympischen Dorf erwarten dürfen.

Gleichzeitig stellte das IOC aber genaue Regeln auf, meldet Reuters:

„The IOC considers blogging…as a legitimate form of personal expression and not a form of journalism,“ the IOC said.

„It is required that, when accredited persons at the Games post any Olympic content, it be confined solely to their own personal Olympic-related experience,“ it said.

Sehen wir mal darüber hinweg, dass das IOC versucht, Bloggen als rein persönliches Hobby darzustellen und Blogs einfach generell abspricht, journalistischen Ansprüchen zu genügen.

Sonderlich frei dürfen die Sportler auch unter den neuen Regeln nicht bloggen. Streng verboten bleiben beispielsweise sowohl Audio- und Videobeiträge. Auch sind Fotos nur dann erlaubt, wenn sie nicht innerhalb der Sportarenen sowie anderer medial genutzer Flächen entstanden sind – hier sind dem Kommittee offenbar die TV-Verträge wichtiger als die Chance der Athleten, sich frei auszudrücken.

Für uns Leser könnte es dennoch spannende Einblicke in das tägliche Treiben hinter der Sportkulisse geben, wenn auch nur zwischen den Zeilen. Ein wenig mehr Mut zur Offenheit seitens des IOC wäre schön gewesen. Ob aber der chinesischen Regierung die offizielle Billigung von Blogs gefällt? Zweifelhaft.

(via)

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Interview mit Klaus Eck: „Das Blog ist meine Kommunikationszentrale“

Heute im Interview mit den Blogpiloten ist der Kommunikationsberater und PR-Blogger Klaus Eck. Er ist ausgewiesener Experte in Sachen PR im Web 2.0 und hat im vergangenen Jahr das Buch „Corporate Blogs. Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden“ veröffentlicht. Mit Blogpilot Steffen sprach er u.a. über Reputationsmanagement und darüber, warum Twitter nicht erklärbar ist.  

BP: Herr Eck, im März dieses Jahres werden Sie neun Jahre alt – zumindest als Blogger, denn 1999 haben Sie mit dem Bloggen begonnen. In Ihrem ersten Posting fragen Sie sich und Ihre damals noch nicht vorhandenen Leser, ob Sie nun in ein neues digitales Leben starten oder als Online-Fabulierer enden werden. Wie hat das Bloggen Ihr (berufliches) Leben seither verändert? KE: Damals habe ich anonym ein privates Online-Tagebuch geführt und darüber spekuliert, wohin uns der Online-Life-Style noch führen wird. Dazu muss man wissen, dass ich zu dem Zeitpunkt schon Bücher, Zeitschriften und Online-News-Dienste rund um das Internet entwickelt hatte. Online-Kommunikation ist seit rund 15 Jahren mein Thema. Deshalb hätte ich nicht unbedingt erwartet, dass für mich durch das Bloggen eine größere Änderung eintritt. Doch nach dem Start des PR Bloggers und weit über 1.000 Blog-Artikeln ist eine Menge passiert: Journalisten und Kunden meldeten sich manchmal bereits drei Stunden, nachdem ich etwas gebloggt hatte. Mit der Resonanz habe ich wirklich nicht gerechnet. Am meisten freue ich mich darüber, dass ich via Kommentar-Funktionalität zahlreiche spannende Menschen kennenlernen durfte. Letztlich ist das Blog meine Kommunikationszentrale, über die ich in die Öffentlichkeit trete und ein wenig an meiner Reputation arbeite, indem ich regelmäßig zu Kommunikationsthemen schreibe. BP: Sie sind ein gefragter Kommunikationsberater, insbesondere wenn es um PR und Marketing im Web 2.0 geht. Welche Hürden im Zusammenhang mit Social Media müssen Sie bei neuen Kunden nehmen, bevor Sie ans Eingemachte gehen können? KE: Als allererstes müssen die Mitarbeiter großer Unternehmen ihre Angst vor den eigenen Kunden verlieren, die sie längst online bewerten. Noch immer behagt es vielen Entscheidern nicht, dass sie die Darstellung ihres Unternehmens in der digitalen Öffentlichkeit nicht mehr wirklich kontrollieren können. Deshalb ist die erste Reaktion die Abwehr. Nach dem Motto: Im Web 2.0 sind nur egozentrische Selbstreflektierer unterwegs, die nichts besseres zu tun haben, als Banalitäten ins Netz zu stellen. Hierbei wird oftmals übersehen, dass sich selbst die privaten Äußerungen, die als Text, Bild oder Video online gestellt werden, direkt auf die Markenwahrnehmung und das Image eines Unternehmens auswirken. Momentan wird Hillary Clinton jeden Tag in den Blogs 2.000-mal erwähnt. Kein Wunder also, dass die US-Präsidentschaftskandidaten genügend Zeit für MySpace, Facebook, Youtube und ein eigenes Blog finden. BP: Zu Authentizität, Kommunikation mit offenem Visier und Dialog raten Sie Ihren Kunden und den Lesern Ihres Blogs. Das dürfte bei den meisten klassisch gelernten PR- und Marketingstrategen zu nervösem Zucken der Gesichtsmuskulatur führen. Oder machen Sie da inzwischen andere Erfahrungen? KE: Hierzulande verstehen sich die PR- und Marketing-Profis nicht unbedingt als Content-Produzenten oder Community Manager. Vor einigen Jahren sah kaum jemand von den Kommunikatoren die Relevanz des Web 2.0. Doch das hat sich inzwischen komplett gewandelt. Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass man gut daran tut, sich den neuen Influencern zu stellen und zumindest ein ordentliches Blog-Monitoring aufzusetzen. Erst vor einer Woche bin ich von zwei PR-Verantwortlichen als erstes gefragt worden: Wie können wir bei unserem Projekt die Blogger einbeziehen, wie spricht man diese an? Erst an zweiter Stelle stand die Frage: Was machen wir für die Journalisten? BP: „Digitale Reputation“ gehört aktuell zu Ihren Schwerpunktthemen. Was genau verstehen Sie darunter und warum sollten Unternehmen auch online Wert auf Reputationsmanagement legen? KE: Wie nehmen wir Unternehmen heute als erstes wahr? Durch die ersten 10 Suchtreffer einer Google-Recherche. Wer sich um seinen digitalen Ruf nicht kümmert, darf sich nicht wundern, wenn die Kunden ausbleiben. Wir können es uns gelinde gesagt gar nicht leisten, online ein schlechtes Erscheinungsbild zu hinterlassen. Wer im Web von Dritten an den Pranger gestellt wird oder sich selbst durch Saufbilder unmöglich macht, ruiniert nicht nur seine Karrierechancen, sondern wirft auch Fragen für das Unternehmen auf, das diese Mitarbeiter beschäftigt. Ein gutes Online Reputation Management basiert zunächst auf eine Analyse des Status quo: Wie wirke ich auf andere, die nach mir oder meinem Unternehmen im Web suchen? Stimmt das mit dem Bild überein, dass ein Unternehmen oder eine Person von sich hat? Falls nicht, müssen geeignete Online- wie Offline-Maßnahmen entwickelt werden, um das Image zu stärken. BP: Hier könnte man einwenden, dass der notwendige Ressourceneinsatz nicht in Relation zum Ertrag steht. Stimmts? KE: Natürlich sind für das Online Reputation Management einige zeitliche und finanzielle Ressourcen notwendig. Doch als erstes sollte man sich fragen, inwiefern sich das Online-Image auf den eigenen Geschäftserfolg negativ auswirkt. Wenn die Online-Meinungen und -bewertungen negativ sind, verliert ein Unternehmen manchmal zweistellige Millionenbeträge oder könnte in den Ruin getrieben werden. Persönliche Meinungen, die sich in Blogs und Communities finden, wirken sich auf die konkreten Kaufentscheidungen stärker aus als sachliche Informationen. Wir kennen das alle: Wenn Ihnen ein Freund von seinem neuen Handy vorschwärmt, vertrauen Sie ihm vielleicht blind und sparen dadurch enorm viel Zeit. BP: Sie bloggen, twittern, xingen, facebooken, flickrn, taggen, bookmarken… Wie bleibt da noch Zeit zum Arbeiten? KE: Letztlich hängt alles vom Kontext ab, in dem man sich bewegt. Als Kommunikationsberater bookmarke, tagge und gewichte ich Medien- und Blog-Artikel, die ich für meine alltägliche Arbeit benötige. Aufgrund der großen Informationsmengen, die jeden Tag allein zum Thema Online-Kommunikation publiziert werden, erleichtern mir derlei Web 2.0-Instrumente den schnellen Zugang zu wichtigen Wissensgebieten. Manche gebookmarkten Infoschnipsel nutze ich in meinen Vorträgen, andere in Blogeinträgen, Fachartikeln, Büchern und in Beratungsgesprächen. Von Zeitverschwendung kann hierbei nicht die Rede sein, sondern eher von einer neuen Art des persönlichen Information Managements. Via Xing und Facebook pflege ich die Kontakte zu meinen Lesern, Kunden und natürlich auch Freunden. Hierbei sind die Fotos auf Xing sicherlich dessen Killerapplikation. Auf diese Weise kann ich Namen und Gesichter wesentlich leichter zuordnen und somit viel mehr Kontakte pflegen als noch in den Vor-Web-Zeiten. Facebook ermöglicht mir darüber hinaus die Syndizierung meiner ganzen Online-Aktivitäten. Schließlich kann jeder Facebook-Freund in meinem Profil nachvollziehen, was ich twittere, blogge, bookmarke, welche Bücher ich empfehle und wohin ich reise. In gewisser Weise trage ich damit der radikalen Transparenz, in der wir uns alle bewegen, Rechnung und nutze es für meine Selbstdarstellung. BP: Als ausgewiesener Social Media Experte sollte Ihnen die abschließende kleine Aufgabe keine Probleme bereiten: Erklären Sie in drei Sätzen Sinn und Zweck von Twitter für die Unternehmenskommunikation! KE: Das Twittern kann man nicht wirklich verstehen, wenn man es nicht selbst längere Zeit ausprobiert hat, das haben nicht zuletzt schon einige Twitter-Konvertiten wie der Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer erfahren. Wer nur 140 Zeichen pro Text zur Verfügung hat, kann daran verzweifeln, seine Leser langweilen, sie mit Linktipps verwöhnen oder unterhaltsame Haikus verfassen, die neugierig auf mehr machen. Wer twittert, verschafft seinen Lesern die Chance, eine überraschend intime Nähe zu entwickeln, vielleicht ohne jemals die Person hinter der Twitter-Fassade kennengelernt zu haben. Als Kommunikator kann ich via Twitter mein Unternehmen authentisch repräsentieren, auf Events und eigene Artikel verweisen und meine Kontakte zu ausgewählten Influencern pflegen und sehr schnell Information mit Kollegen austauschen. So erfahre ich über dieses Kommunikationsinstrument, welche Online-Trends und Produkte gerade hipp sind. BP: Okay, keine drei Sätze aber eine gute Erklärung. ;-) Herr Eck, danke für das Interview.

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