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Afrikanische Regierungen und die sozialen Medien: Warum ist das Verhältnis so unstet?

Afrika (adapted) (Image by WikiImages [CC0 Public Domain] via pixabay)

Viele kenianische Social-Media-Nutzer sind beunruhigt, dass die Regierung die Nutzung des Internets während der Parlamentswahlen stilllegen könnte. Der Regierungssprecher von Kenia hat versucht, die Wähler zu beruhigen, dass dies nicht der Fall sein wird. Trotzdem sind die Ängste, dass die Freiheit des Internets bedroht ist, nicht unbegründet.

Die Liste der afrikanischen Länder, die den Zugang zu den sozialen Medien während Wahlen und anderen politisch heiklen Phasen unterbunden haben, wächst stetig. Im vergangenen Jahr war dies in Kamerun, Tschad, der demokratischen Republik Kongo, Gabun, Gambia, der Republik Kongo und Uganda der Fall. Länder wie Äthiopien, Madagaskar und Tansania haben außerdem die Gesetze der Internetkriminalität so verschärft, dass die Meinungsfreiheit bedroht ist.

Anderswo sind die Nutzer sozialer Medien, Journalisten eingeschlossen, unter den geltenden Gesetzen für online geteilte Inhalte verfolgt worden. Solche Aktionen werden oft damit begründet, dass sie Frieden und Sicherheit sichern sollen, da die sozialen Medien eine potenzielle Plattform für die Verbreitung von Hassreden und Aufrufen zur Gewalt darstellen.

Dies ist besonders dann problematisch, wenn politische Kandidaten auf ethnische und religiöse Unterschiede aufmerksam machen, um Unterstützung zu bekommen. Die Rolle, die aufwieglerische Textnachrichten bei den gewalttätigen Ausschreitungen während der Wahlen von 2007 in Kenia spielten, wird immer wieder als Beispiel dafür genommen, welche potentielle Gefahr unkontrollierte Massenkommunikation bietet.

Im Südsudan wird der anhaltende Konflikt durch im Internet verbreitete Gerüchte und Hassreden weiter angefacht. Manche geben sogar einem „falschen“ Facebook-Beitrag die Schuld für 150 Todesopfer. In Teilen von Afrika sind die sozialen Medien für Terroristen eine Möglichkeit, um mit ihren Anhängern zu kommunizieren und neue Mitglieder anzuwerben. Deshalb behaupten die Regierungen, dass die sozialen Medien gefährlich sind und nicht immer für bare Münze genommen werden sollten. Neue Formen der Kommunikation erschüttern die politische Lage in Afrika genauso wie anderswo. Das führt zu beunruhigenden Unsicherheiten bei Regimen, die ihre Macht behalten wollen.

Alternative Informationsquellen

Soziale Medien bieten neue Möglichkeiten, um Informationen in kurzer Zeit mit einer großen Anzahl an Menschen zu teilen. In der Vergangenheit wurde ein Witz über einen Politiker vielleicht mit ein paar Freunden geteilt – heute kann er Tausende erreichen. Blogs und Plattformen wie WhatsApp sind zu Hauptinformationsquellen für viele Internetnutzer geworden. Manchmal informieren sie schon darüber, was in den ‚traditionellen‘ Medien berichtet wird.

SAber abgesehen davon können auch Zuwiderhandlungen von Regierungen bei Wahlverfahren oder Verstöße gegen die Menschenrechte online bloßgestellt werden. Soziale Medien spielten eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Zivilgesellschaft und helfen Oppositionsbewegungen, sich in einigen der autoritärsten Länder Afrikas zu organisieren.

Außerdem bietet das Internet auch lokalen politischen Belangen ein globales Publikum. Dies war beispielsweise während der jüngsten Proteste in Äthiopien der Fall, als Gegner des Regimes in der Diaspora sich mithilfe der sozialen Medien beteiligen konnten. Allerdings bietet die eine vermehrte Online-Kommunikation auch neue Möglichkeiten für staatliche Überwachung und Zensur. Abschalten des Internets und eine Verfolgung von ‚Internetkriminalität‘ gegen Kritiker des politischen Systems sind Handwerkszeug, um politische Freiheiten einzuschränken. In Ländern wie Tansania wurden Beschränkungen der Auseinandersetzungen im Internet durch Offline–Maßnahmen begleitet. Dazu gehören ein Verbot von politischen Kundgebungen und Strafverfolgung von Oppositionsmitgliedern des Parlaments für Volksverhetzung.

Dem Staat standhalten

Angesichts der Regierungszensur haben die Bürger versucht, sich den Beschränkungen ihrer Internetfreiheit zu widersetzen. Zum Beispiel haben im Jahr 2016 viele Ugander virtuelle private Netzwerke (VPNs) miteinander verbunden, um dadurch die Versuche, die sozialen Medien zu blockieren, zu unterbinden. Mobile Netzwerkbetreiber müssen sich zur Frage, was sie in Zukunft machen können, um gegen die Regierungen standzuhalten, positionieren. Herausfordernde restriktive Rechtsvorschriften können sich vor Gericht jedoch auch als erfolgreich erweisen. So wurde zum Beispiel in Kenia eine gesetzliche Bestimmung über die ‚unsachgemäße‘ Nutzung eines Telekommunikationsgeräts für verfassungswidrig erklärt.
Dagegen wurde jedoch im benachbarten Tansania der Versuch, das Gesetz der Internetkriminialität in Frage zu stellen, abgetan.

Dies sind aber keineswegs nur Belange, die afrikanische Länder betreffen. Zwischen Juni 2015 und Juli 2016 gab es in 19 Ländern 81 kurzfristige Störungen des Internetanschlusses, unter anderem in Indien, der Türkei und Vietnam. Weltweit hat das Wachstum der sozialen Medien die Debatte darüber angeregt, wo die Grenze zwischen dem Schutz der Redefreiheit und der Stimme des Hasses und des Extremismus zu ziehen ist. Die Präsidentschaftskampagne des vergangenen Jahres in den Vereinigten Staaten hat zusätzlich Bedenken über die Rolle der sozialen Medien bei der Verbreitung von sogenannten Fake News mit wichtigen politischen Folgen ausgelöst.

Diese Debatten sind in Teilen von Afrika sehr dringend. Im Jahr 2017 finden Wahlen in einer Reihe von Ländern statt, bei denen es noch in der jüngsten Geschichte zu Gewalt bei Wahlen kam. Hier wurden in der Vergangenheit ethnische und regionale Unterschiede von politischen Kandidaten zu Wahlzwecken manipuliert. Es besteht daher die Notwendigkeit, zu prüfen, wie man sicherstellen kann, dass soziale Medien nicht dazu verwendet werden, zu Gewalt anzuregen oder gefährliche Gerüchte zu verbreiten. Ebenfalls bleibt aber auch die Frage, wie Regierungen daran gehindert werden können, die Möglichkeiten der sozialen Medien zur Beschränkung der Menschrechte zu nutzen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Afrika“ by WikiImages (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Das Netz und die Wirtschaft: Es läuft nicht wie geplant

Während mittlerweile knapp der Hälfte der weltweiten Bevölkerung online ist, gehen die Versuche, das Internet weiter zu verbreiten, unvermindert weiter. Die Likes von Facebook und Google bieten „kostenlose“ Datendienste an, während Satelliten, Drohnen und Ballons eingesetzt werden, um diese Orte abzudecken, die die traditionellen Technologien nicht erreichen konnten.

Diese Agenda geht auf das Grundprinzip zurück, dass die Verbreitung des Internets direkt zu wirtschaftlichem Wachstum und zu wirtschaftlicher Entwicklung führt. Es dürfte wenig überraschend sein, eine solche  Begründung von Leuten aus dem Silicon Valley zu hören. Schließlich profitieren sie von der Verbreitung dieser Technologie und es ist ihre Mission, „die Welt offener und vernetzter zu gestalten“. Einfacher ausgedrückt, steckt die Logik dahinter, dass das Internet eine demokratisierende Kraft ist, die allen überall und in jeder Weise zugutekommt.

Sehr ähnliche Ideen greifen auch in den Kreisen der internationalen Entwicklung um sich. Ganz besonders betrifft es Afrika. Besucht man ein Treffen der Oberschicht, wo die Mächtigen sich versammeln, wie etwa das World Economic Forum oder der Weltgipfel zur Informationsgesellschaft, wird man ähnlichen Erzählungen begegnen. Sie preisen das Potenzial der Technologie oder speziell des Internets an, um die Entwicklung zu befeuern und die Armut zu lindern.

Jedoch verspotten Wissenschaftler zunehmend die Idee des technologischen Determinismus – der Glaube oder die Annahme, dass Technologie im Alleingang unsere soziale Welt antreibt und formt. Sie betonen vielmehr das komplexe Vor und Zurück zwischenmenschlichem Handelns, der Gesellschaften und von Technologien wie dem Internet.

Wie sollen wir mit dieser riesigen Kluft zwischen den unterschiedlichen Denkweisen umgehen? Können wir sicher davon ausgehen, dass das Internet  auf die Entwicklung eine positive Wirkung hat – und das immer und überall?

Eine erstaunliche Lücke

In einer bevorstehenden Arbeit versucht unsere Forschungsgruppe am Oxford Internet Institute diese Fragen anzusprechend. Wir wollten einen direkten Vergleich zwischen dem Diskurs von einflussreichen Schauspielern in der internationalen Entwicklung und der zur Verfügung stehenden  Faktenlage ziehen. Afrika wurde unser Anwendungsbereich, weil der Kontinent angeblich von einer „digitalen Renaissance“ oder „Informationsrevolution“ mitgerissen wurde, die die industrielle Revolution des Nordens überspringt.

Wir haben die ICT-Strategien von sechs afrikanischen Ländern und 13 vielbeachteten Berichten von Geschäftsmännern, Entwicklungsorganisationen und Beratungsfirmen analysiert. Die Entwicklung hat viele Dimensionen, daher haben wir unsere Analyse auf den Einfluss des Internets auf das wirtschaftliche Wachstum und die Ungleichheit beschränkt.

Es überrascht vielleicht nicht, wenn die Leser darüber informiert werden, dass wir auch Meinungen von Regierungen und Entwicklungsgruppen ermittelt haben, die die positiven Effekte des Internets überteuert verkaufen sollen. Wir waren sogar erstaunt, wie groß diese Lücke war.

Die Berichte und Strategien gaben an, dass das „Internet eine ungeheure, unbestrittene Kraft für das wirtschaftliche Wachstum und den sozialen Wandel ist“. Wissenschaftliche Studien fassten zusammen, dass der Einfluss des Internets auf die Entwicklung unsicher und unterschiedlich ist, und dass es im Süden geringere Effekte als im Norden gab.

Fehlgeleitete Anstrengungen

Wir waren auch überrascht, wie pauschal und sogar sorglos einige der Behauptungen waren. Einige Berichte nutzten vereinfachende Methoden, um den „Einfluss“ oder die „Effekte“ zu bewerten, während sie ihre Ergebnisse als endgültig bewarben. In einem anderen Beispiel hat ein Bericht sogar eine Quelle falsch zitiert, um seine Argumentation zu stützen, dass das Internet die globale Ungleichheit senkt. Diese Behauptung war eigentlich gegenläufig zu den Erkenntnissen gründlicher Studien.

Die Ergebnisse unserer Analysen zeigten, dass Afrikanische Regierungen, internationale Organisationen und Beratungsfirmen große Visionen zu dem Einfluss der Internetvernetzung nähren. Das Internet wird als positiver, integrativer und transformativer Entwicklungsmotor gesehen. Diese Behauptungen wurden ungeachtet eines Mangels oder Gegenbeweises getätigt. Daher gibt es so ein spürbares Risiko, dass die integrative „digitale Entwicklung“ lediglich ein Trugbild sei, das Politik und Praxis dazu verleitet, Geld und Ressourcen mit fehlgeleiteten Anstrengungen zu verschwenden. Wir argumentieren nicht, dass das Internet für die Entwicklung unwichtig ist. Dagegen ermutigen wir einen differenzierteren Blick, der anerkennt, dass die Verbreitung der Internetvernetzung mit Risiko und unbeabsichtigten Folgen kommt. Während die Wertschöpfung globalisiert wird, bleibt die Wertegewinnung oft im Norden.

In einem weiteren Sinn interpretiert, können die Informationstechnologien die Gräben in der  Gesellschaft vertiefen. Es wäre unverantwortlich und naiv, würden wir weiterhin vorgeben, dass eine größere Vernetzung einfach zu einer besseren Entwicklung für alle und überall führend würde.

Ein ermutigendes Zeichen, dass so eine Anerkennung innerhalb der internationalen Entwicklung möglich ist, war der neueste Entwicklungsbericht der Weltbank. Er gab im Grunde zu, dass die digitale Entwicklung für viele „digitale Habenichtse“ im Süden nicht greifbar war.

Was wir ermutigend fanden, war, dass dieser Bericht das Ergebnis einer produktiven Diskussion zwischen der Wissenschaft und den Praktizierenden darstellte. Wenn wir den Einfluss des Internets in die Richtung lenken sollen, die für die Armen und Machtlosen der Welt funktioniert, werden noch viele weitere Gespräche zwischen den Gläubigern und Skeptikern der digitalen Entwicklung folgen müssen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Ethernet Cable“ by pfly via Flickr (CC BY-SA 2.0)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • GAMESCOM heise: Messe hält Besucherrekord: Die Gamescom ist eine der weltweit größten Events für Computer und Videospiele. Das Event fand vom 17. bis 21. August 2016 statt und erreichte mit mehr als 500.000 Besuchern dieses Jahr einen neuen Besucherrekord. Bereits vor Beginn der Messe waren die Tagestickets ausverkauft. Dieses Jahr wurden alle Sicherheitsmaßnahmen erhöht, um den Besuchern mehr Sicherheit gewährleisten zu können. Zu diesen Sicherheitsmaßnahmen gehörte, dass man keine nachgebildeten Waffen mit in die Hallen nehmen durfte, was viel Protest auslöste. Durch Neuauflagen kam das diesjährige Thema Virtual Reality sehr gut bei den Besuchern an.
  • OLYMPISCHE SPIELE 2016 Stern: Was von den Spielen in Rio bleibt: Laut einiger Athleten waren die diesjährigen Spiele die schlechtesten der Geschichte. Ein Großteil der Bevölkerung litt unter den Spielen, denn Vieles blieb vor der Öffentlichkeit verborgen. Die Zustände in Rio waren grausam und das Olympia Dorf glich einem Hochsicherheitsgefängnis. Das einzige, was den Bewohnern bleibt, sind die hohe Schulden. Viele Wettberwerbe waren außerdem vom Thema Doping erschüttert, das gerade wieder in der Öffentlichkeit steht wie schon lange nicht mehr.
  • ZUCKERBERG faz: Mark Zuckerberg verkauft Facebook-Aktien: Mark Zuckerberg wird 99 Prozent der Facebook Aktienanteile verkaufen, die er und seine Frau Prischilla Chan besitzen. Als seine Tochter geboren wurden, kündigte er dies an. Nun könnte es bald soweit sein. Schon im Juni dieses Jahres gab Zuckerberg bekannt, dass er ein Unternehmen in Afrika mit dem Geld unterstützen werde, das Softwarentwickler ausbildet. Trotz der Abgabe seiner Aktien wir Zuckerberg weiterhin die Zügel bei Facebook in der Hand halten. Der Konzern hat seine Aktienstruktur für seinen Gründer geändert.
  • FACEBOOK sueddeutsche: Wie Facebook Menschen zum Schweigen bringt : Sprengnagel, besser bekannt unter ihrem Pseudonym Stefanie Sargnagel, ist eine ironische Person, ihre Texte sind oft Satire, ihre Haltung ist politisch in aller Regel links. Würde sie das, was sie auf Facebook veröffentlicht, in einer Zeitung schreiben, entstünde gewiss ab und an eine Debatte über die Freiheit der Kunst. Auf Facebook aber drückt stattdessen ein Mitarbeiter die Taste Löschen – und die Sache ist erledigt. Natürlich nur für Facebook. Anderen Menschen fehlt ja etwas, nämlich der Text von Sprengnagel.
  • STARTUP bloomberg: Yahoo Ad Partner Media.net Sells to China Group for $900 Million: Das Startup Media.net, das Werbung für Yahoo und Microsoft organisiert, soll für 900 Millionen Dollar an eine Gruppe von chinesischen Investoren gehen. Die Gründe erhoffen sich dadurch mit großem Erfolg auf dem asiatischen Markt einzuschlagen. Letztes Jahr konnte das Startup rund 232 Millionen Dollar an Einnahmen vorweisen.
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Wie Afrika einen heimischen Technik-Sektor entwickeln kann

RHoK Nairobi, Kenya (adapted) (Image by Erik (HASH) Hersman [CC BY 2.0] via flickr)

Afrika geht rasant online. Das Internet verbreitet sich auf dem Kontinent schneller als in irgendeiner anderen Region der Welt und bietet Millionen von Menschen Zugang zu besserer Kommunikation, Information und Geschäftsgelegenheiten. Obwohl nur etwa 20 Prozent aller Menschen in Afrika Zugang zum Internet haben (im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt von 40 Prozent), ist diese Anzahl von weniger als 5 Prozent vor zehn Jahren angestiegen. Was aber noch fehlt, ist eine bedeutsame Anzahl an Onlineservices, die vor Ort erstellt und gehostet wurden und sich auch in einheimischem Besitz befinden. So gibt es beispielsweise pro Million Einwohnern in Afrika nur 12 sichere Webserver, im Vergleich zu 1171 in Nordamerika. Statt einheimische Anbieter zu nutzen bevorzugen viele Länder populäre Marken, welche in anderen Teilen der Welt beheimatet sind, wie etwa Google und Facebook. Dieser Mangel an einheimischer afrikanischer Online-Präsenz setzt den Kontinent einem ernsten Nachteil aus, indem den Menschen nicht zugestanden wird, das volle Potenzial des Internets auszuschöpfen. Die schwierige Frage lautet, was man dagegen tun kann. Man könnte argumentieren, dass Afrikas Verlangen nach internationalen Onlinemarken eine gute Sache sei, zeigt er doch, wie das Internet aufstrebende Regionen nahtlos an den globalen Markt anschließt. Aber es gibt einen Preis dafür. Entwicklungsländer mit hochentwickeltem Wettbewerb zu überfluten, birgt das Risiko, dass die Entwicklung neuer, einheimischer Alternativen unterdrückt wird – ein Problem, das Ökonomen und Politikern seit hunderten von Jahren Kopfzerbrechen bereitet. Wie kann etwa ein einheimischer Online-Service, der noch in den Kinderschuhen steckt, gegen einen Konzern wie Google bestehen? Es ist möglich, dass dieses Hindernis die wirtschaftlichen Gewinne der Länder Afrikas beschränkt und sie daran hindert, das Web weiter zu bereichern und von wenigen großen Playern weg zu verändern. Bei meiner eigenen, kürzlich erfolgten Analyse habe ich herausgefunden, dass die Probleme Afrikas mit dem Internet nicht nur mit der Erschaffung und der Eigentümerschaft von Webseiten zu tun haben. Sogar Angebote, die vor Ort designt werden (wie etwa neue Webseiten) werden oft von außerhalb des Kontinents, etwa von den USA oder Europa aus, gehostet und betrieben. Der Hauptgrund hierfür liegt im günstigeren und verlässlicheren Hostingservice, der im Ausland angeboten wird. Ein neuer Bericht der Internet Society zeigt, dass ruandische Inhaltsanbieter im Jahr 111 US-Dollar sparen können, indem sie ihre Inhalte im Ausland hosten.

Langsamer und teurer

Aber das ist ein zweischneidiges Schwert. Für die Webseiten mag es billiger sein, aber es ist wesentlich teurer für die örtlichen Dienstleister (Internet Service Provider, also die Unternehmen, die die Nutzer mit dem Internet verbinden), welche die Daten von überall auf der Welt abrufen müssen. Beim Beispiel von Ruanda müssten die örtlichen Dienstanbieter, die den Inhalt für Internetnutzer verfügbar machen, 13.500 US-Dollar mehr zahlen als wenn sie sich mit Servern in Afrika verbinden würden, was die Kosten für alle in die Höhe treibt. Das Problem endet aber nicht an dieser Stelle. Die Notwendigkeit, sich mit Webseiten zu verbinden, die im Ausland gehostet sind, führt auch zu langsameren Download-Geschwindigkeiten. Das kann todlangweilig und frustrierend für die Nutzer sein, was sie davon abhält, Seiten mit schlechter Leistung aufzurufen. Andererseits zeigt das Beispiel von China, dass es nicht so sein muss. Die strenge Zensurpolitik des Landes beschränkt die Einfuhr ausländischer Webseiten. Das hat der Entstehung von alternativen Seiten geführt, welche vor Ort erstellt und gehostet werden. Im Gegenzug hat dies dem Land dabei geholfen, eine schnell wachsende Internettechnikindustrie zu entwickeln, mit Branchenriesen wie der Suchmaschine Baidu, dem Online-Shop Taobao und der Videoseite Youku, welche nicht nur ein gewaltiges Innovationspotenzial bergen, sondern auch entsprechende wirtschaftliche Vorteile. Vom moralischen Standpunkt her ist es schwierig, eine solche Zensur für Afrika zu rechtfertigen. Menschen den Zugriff auf Videos bei YouTube oder den globalen Einfluss von Facebook zu verweigern scheint fundamental falsch zu sein. Es würde zudem die Idee des Netzneutralität untergraben – die Vorgabe, dass Internetanbieter den Zugriff auf alle Inhalte des Internets gleichermaßen bieten sollen – was viele als Kernprinzip des Internets ansehen. Und während viele Länder im Lauf der Geschichte Schutzpolitik betrieben haben, um ihre so genannten jungen Wirtschaftszweige zu schützen, ist das Internet eine andere Sache. Seine globale Natur und die Art, wie es andere Wirtschaftszweige unterstützen kann, führen dazu, dass die Beschränkung ausländischer Webseiten, und sei es nur für wenige Jahre, zu viele negative Folgen haben kann. Man stelle sich nur einen Onlinehandel vor, der plötzlich den Zugriff auf Ebay verliert.

Positive Lösungen

Statt ausländische Webseiten zu sperren, sollten wir nach positiveren Lösungen suchen. Eine angemessene Regulierung, Investitionen in die Infrastruktur und vor allem in die Ausbildung sind der Schlüssel, um einheimische Innovationen zu fördern. Ein guter Ausgangspunkt wäre, Ausschau nach jenen Angeboten zu halten, die unbedingt einen lokalen Bezug brauchen. Viele Bedürfnisse der afrikanischen Nutzer spiegeln jene der anderen Nutzer weltweit. Daher ist es schwierig, ein einzigartiges Verkaufsargument festzulegen, das sich im Wettbewerb gegen die großen internationalen Konzerne durchsetzt. Mit lokalem Bezug vorzugehen und sich auf die Arten von Angeboten zu konzentrieren, die noch nicht von der globalen Elite abgedeckt werden, wäre eine Möglichkeit, dieses Problem zu umgehen. Glücklicherweise kommen immer mehr Beispiele auf, wie etwa Ushahidi, welches entwickelt wurde, um Berichte von Gewalt in Kenia nach den Wahlen 2008 aufzuzeichnen. Angebote in anderen aufstrebenden Wirtschaften können ebenfalls Pate stehen, wie etwa der indische Buchungsservice für Rikschas Autowale. Diese wunderbaren Beispiele zeigen Innovation in bester Form: die Lösung für echte Probleme vor der Haustür zu finden. Und vielleicht wird sich aus dem einheimischen Start-Up der nächste globale Tech-Gigant entwickeln. Indem man die einheimischen Kompetenzen und Kapazitäten ausbaut, wird der Grundstein für die Zukunft gelegt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir eine afrikanische Webseite zwischen den Lesezeichen von Internetnutzern auf der ganzen Welt sehen werden. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „RHoK Nairobi, Kenya“ by Erik (HASH) Hersman (CC BY 2.0)


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Soeben gelandet – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • Facebook tn3: Trinkgeld für Beiträge: Facebook überlegt Monetarisierung für seine Nutzer Um eine Bandbreite an Kunden zu erreichen, braucht es mehr als die traditionellen Marketingstrategien. Viele Unternehmen steigen auf Influencer Marketing um oder zeigen zu mindestens ihr Interessen. Demnach ist Social Media der Ort zur Monetarisierung. Auch Facebook überlegt sich aktiv mitzumachen und Beiträge direkt mit Geld zu verbinden. Noch werden Meinungen von Nutzer zum neuen Konzept eingeholt, aber eine Umsetzung wäre nicht so abwegig.
  • Apple Golem: Apple Maps für den Browser: Bislang war Google Maps der Vorreiter für Kartenlesen im Web. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn die Konkurrenz schläft nicht. Zuvor gab es die Apple Karte nur für die eigenen Geräte, aber ab jetzt gibt es die Apple Karte auch für jeden anderen Browser. Zwar kann die Apple Karte noch nicht mit Google Maps mithalten, was aber nicht bedeuten soll, dass Apple an weiteren Funktionen für die Verbesserung der Karte tüftelt.
  • WhatsApp Mashable: The Indian state requires users to get a government permit to create WhatsApp groups: Sollte mit der neuen Ende-zu-Ende Verschlüsselung von WhatsApp nicht für die Privatsphäre der Nutzer gesorgt werden? So scheint das neue Gesetz für das Erstellen von WhatsApp Gruppen in Indien total lächerlich. Hiernach müssen WhatsApp Gruppen vor ihrer Gründung erst genehmigt werden, damit der Staat diese später überwachen kann. Werden Verstöße gegen das Gesetz entdeckt, könnte dies zu strafrechtlichen Folgen führen.
  • Start-Up Gründerszene: Vier Freunde aus Deutschland bilden junge Kenianer zu Techies aus: Das Start-Up „Learning Lions“ versucht mit ihrem Projekt die Perspektive der jungen Menschen in Kenia aufzubauen. Sie bieten dreimonatige Kurse an, in denen junge Menschen in den Bereichen Software Development, Grafik-Design und Media-Production ausgebildet werden. Nach dem dreimonatigen Kurs können, nach Ablegung einer bestanden Prüfung, weitere vertiefende Kurse belegt werden. Das Ziel ist es, sie in die technisch basierte Arbeitswelt zu integrieren, um ihnen eine Zukunftsaussicht zu bieten.
  • Youtubeheise: Online-Hetze: Werbeclips mit Flüchtlingen sollen rechte Online Videos kontern: Mit dem Andrang von Flüchtlingen, steigt auch der Anstieg der rechten Anhängern. Durch die Meinungsfreiheit die in Deutschland herrscht, ist es schwer, Videos mit rechtem Inhalt zu verbieten oder gar aus dem Internet zu löschen. Um gegen solche Videos und dem Suchen nach solchen Videos entgegenzuwirken, werden vor dem gesuchten Video-Werbeclips abgespielt, die den Besucher vom weiterschauen des Videos abraten.

Image chalabala / 123RF Lizenzfreie Bilder


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Von Störchen mit Stöcken und Menschen mit Theorien

white stork (image by Patrizia08 [CC0 Public Domain] via Pixabay)2-1

Am 21. Mai 1822 konnte man in Mecklenburg ein merkwürdiges Naturschauspiel beobachten. Die Bewohner des Schlosses Bothmer in der Nähe von Wismar entdeckten auf den Wiesen vor dem Anwesen einen Storch, in dessen Hals ein langer Stock zu stecken schien. Nun gut, der Stock schien vielleicht etwas hinderlich beim Fliegen zu sein, aber sonst freute sich das Tier bester Gesundheit. Der Stock und der Storch halfen, eine naturwissenschaftliche Theorie entgültig zu bestätigen.

Nach einigen Tagen war den Bewohnern das Tier derart unheimlich geworden, dass Schlossherr Graf Christian Ludwig von Bothmer zur Tat schritt: Er liess das Tier erlegen, um es genauer betrachten zu können. Nach eingehenden Untersuchungen fand man heraus, dass es sich bei dem Pfeil im Storchenhals augenscheinlich um ein Jagdgerät handeln musste. Doch niemandem in der Nähe war eine solche Holzart bekannt, schließlich handelte es sich um Tropenholz.

Man zog ein paar Experten und den Schweriner Großherzog Friedrich Franz I. hinzu und kam zu dem Schluss, dass es sich bei dem Gerät um das Produkt eines afrikanischen Stammes handeln musste. Doch wie konnte das sein? Das Staunen war groß – und der Landesherr hatte eine kleine zoologische Sensation vorzuweisen.

Die limitierte Welt

Doch was wussten die Menschen damals von der Welt? Im frühen 19. Jahrhundert hatte man, trotz Weltumsegelungen, Forschertrupps und der fortschreitenden Binnenerschließung aller Kontinente zwar langsam einen Überblick, wie die Länder auf der Erde angeordnet waren, welche Klimazonen es in etwa gab und wo man sich als Mensch ansiedeln konnte – vorrangig, um mit Kolonien die Erdteile auszuplündern, in denen man wertvolle Güter vorfand, jedoch wusste man nicht sonderlich viel über die Existenz oder die Lebensweise der einzelnen Tierarten, und wenn, dann interessierte man sich wohl eher für die spannenderen exotischen Tiere, die man in den verschiedenen Kolonien antraf, und nicht ausgerechnet für heimische Vogelarten.

Und trotzdem: Die Scharen von Zugvögeln, die jeden Herbst über die Ländereien zogen, hatten die Menschen sehr wohl bemerkt. Seit Homers Zeiten wusste man, dass die Vögel irgendwohin davonflogen und irgendwann im Frühling zurückkamen. Dass das ganze aber durchaus koordiniert geschieht und dass sich die Tiere dabei sogar an Magnetfeldern mit einer Art innerem GPS orientieren, wissen wir erst seit Kurzem.

Where do Ducks go in the Winter?

Das Geheimnis der Zugvögel beschäftigte die Menschen enorm. Manche dachten, die Vögel würden sich in Seen oder Höhlen verstecken und Winterschlaf halten – schließlich waren sie ja monatelang nicht zu sehen. Laut einer Anekdote nahm man damals sogar an, dass die Vögel sich verwandelten, statt wegzufliegen – in Mäuse nämlich, denn die tauchten wie von Zauberhand immer genau dann auf, wenn es draußen kalt und drinnen die Vorratskammer aufgefüllt wurde.

Dass diese Schlussfolgerung nichts weiter als Zufall und ein merkwürdiger Mythos war, schien denen, die sich damals mit der alljährlichen Mäuseplage herumärgern mussten, wohl eine eher unbefriedigende Antwort zu sein.

Doch zurück zum Storch: Nachdem alle ihn und den exotischen Pfeil ausgiebig bestaunt und untersucht hatten, veranlasste der Großherzog seine Aufbereitung. Das Tier fristet heute sein präpariertes Dasein – mit dazugehörigem Pfeil – in der Sammlung des Zoologischen Instituts der Universität Rostock.

Der Storch hatte den Pfeil mit sehr viel Glück überlebt, und um die Wunde herum bildeten sich Knorpel, was den Pfeil an der Stelle am Hals festwachsen ließ, bis er schließlich sein Ende fand. Ohne das Jagdgerät hätte man sicher noch länger im Dunkeln getappt, was die Reichweite des Tieres betraf. Mit der Praxis, Vögeln markierte Ringe an den Beinen anzubringen, wurde erst in den 1890ern in Dänemark begonnen. Hier war es der Ornithologe August Thienemann, der diese Idee schließlich durchsetzte. Von Thienemann stammt auch der charakteristische Ausdruck “Pfeilstorch”.

Trotzdem hätte man dem Tier wohl ein weniger perfides Ende gewünscht, nachdem es sich unter derart widrigen Umständen auf den Weg zurück nach Europa gemacht hatte. Die Forschung allerdings dankt es ihm bis heute.


Image “White Stork” by Patrizia08 (CC0 Public Domain)


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Wie Afrika von Big Data profitieren kann

Boy with Ring (adapted) (Image by jm whalen [CC BY 2.0] via flickr)

Big Data wird immer mehr als Lösung des Armutsproblems von Afrika angesehen. Zu Recht?

Big Data ist eine Art Berühmtheit geworden. Jeder spricht davon, trotzdem ist nicht ganz klar, was es ist. Um die Relevanz für die Gesellschaft zu erkennen, ist es erforderlich in der Zeit zurückzugehen um zu verstehen, warum und wie es zu so einem allgegenwärtigen Problem wurde.

Bei Big Data geht es darum, riesige Datenmengen zu verarbeiten. Es ist mit einer Vielzahl von verschieden Datenformaten verknüpft, die irgendwo gespeichert sind, in einer Cloud oder in verteilten Datenverarbeitungssystemen.

Jedoch übertrifft die Fähigkeit Daten zu generieren bei Weitem die Fähigkeit diese auch zu speichern. Die Anzahl der Daten ist mittlerweile so groß und so schnell produziert, dass eine kosteneffiziente Speicherung mit der aktuellen Technik nicht möglich ist. Was passiert wen Big Data zu groß und zu schnell wird?

Wie Grundlagenwissenschaft zu der Gesellschaft beiträgt

Das Big-Data-Problem ist wieder ein Beispiel dafür, wie Methoden und Techniken, die von Wissenschaftlern entworfen wurden, um die Natur zu studieren, einen Einfluss auf die Gesellschaft gehabt haben. Die technisch-wirtschaftliche Fabrik, der die moderne Gesellschaft unterliegt, wäre ohne diese Beiträge undenkbar.

Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie Ergebnisse, die die Natur untersuchen sollten, letztendlich das Leben revolutioniert haben. Big Data ist aufs Engste mit der Grundlagenwissenschaft verknüpft, und entwickelt sich mit ihr weiter.

Betrachten wir nur ein paar Beispiele: Was wäre das Leben ohne Elektrizität oder elektromagnetische Wellen? Ohne die grundlegenden Studien von Maxwell, Hertz und anderen Physikern über die Natur von Elektromagnetismus, würden wir weder Radio, Fernsehen noch andere Formen von durch Wellen übertragener Kommunikation haben.

Moderne Elektronik basiert auf Materialien, den so genannten Halbleitern. Was wäre das Leben heute ohne Elektronik? Die Erfindung von Transistoren und schließlich von integrierten Schaltkreisen, basiert ausschließlich auf dem gründlichen Studieren von Halbleitern durch Wissenschaftler.

Moderne Medizin verlässt sich auf unzählige Techniken und Anwendungen. Diese reichen von Röntgenstrahlen, bildgebender Diagnostik und Kernspinresonanz bis zu anderen Techniken, wie Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Moderne Medizin und Forschung wären ohne diese, ursprünglich für wissenschaftliche Forschung konzipierten Techniken, undenkbar.

Wie es zum Informationszeitalter kam

Das Big-Data-Problem entspringt ursprünglich dem Bedarf von Wissenschaftlern, Daten mitteilen und austauschen zu wollen.

Internetpionier Tim Berners-Lee empfahl 1990 in der europäischen Forschungsstätte CERN einen WorldWideWeb genannten Browser, der zum ersten Webserver führte. Das Internet war geboren.

Das Internet hat die Möglichkeiten, Informationen und Wissen auszutauschen, vergrößert, was zu einer Ausbreitung von Daten geführt hat.

Das Problem betrifft nicht nur das Ausmaß. Die benötigte Zeit zwischen Generation und dem Verarbeiten von Informationen hat sich ebenfalls drastisch verringert. Der große Hadronen-Speicherring hat die Grenzen von Datensammlungen, so weit wie niemals zuvor, ausgedehnt.

Als das Projekt und die zugehörigen Experimente in den späten 1980ern konzipiert wurden, wurden sich die Wissenschaftler darüber bewusst, dass neue Konzepte und Techniken entwickelt werden müssten, um mit den riesigen Datenmengen klarzukommen. Diese Konzepte führten letztendlich zur Entwicklung von Cloud- und verteilter Datenverarbeitung.

Eine der Hauptaufgaben des großen Hadronen-Speicherrings ist, das Higgs-Boson zu beobachten – und zu erforschen – ein Partikel verbunden mit der Erzeugung von Massen an fundamentalen Partikeln, durch die hochenergetische Kollision von Protonen.

Die Wahrscheinlichkeit ein Higgs-Boson in einer hochenergetischen Proton-Proton-Kollision zu finden ist extrem gering. Aus diesem Grund ist es nötig, mehrere Protonen mehrfach pro Sekunde kollidieren zu lassen.

Der große Hadronen-Speicherring produziert jede Sekunde Datenmenge in der Größenordnung von Petabytes. Um sich besser vorstellen zu können wie groß ein Petabyte ist: alle geschriebenen Werke der Menschheit von Anbeginn der Geschichtsschreibung, in allen Sprachen, würden in etwa 50 Petabytes belegen. Ein Experiment des großen Hadronen-Speicherrings produziert so eine Menge an Daten in weniger als einer Minute.

Nur ein Bruchteil der produzierten Daten wird gespeichert. Sogar diese Daten haben inzwischen die Exabyte-Skala erreicht (das Tausendfache von einem Petabyte), was zu neuen Herausforderungen in Cloud- und verteilter Datenverarbeitung führt.

Das Square Kilometre Array (SKA) in Südafrika wird in den 2020ern Jahren anfangen Daten zu produzieren. SKA wird die die Rechenkraft von circa 100 Millionen PCs haben. Die Datenmenge, die an einem einzigen Tag anfällt, würde für eine Spielzeit von rund zwei Millionen Jahre auf einem iPod reichen.

Das wird neue Herausforderungen für die Korrelation von riesigen Mengen an Daten hervorrufen.

Big Data und Afrika

Der afrikanische Kontinent hängt dem Rest der Welt oft hinterher, was das Umsetzen von Innovationen anbelangt. Trotzdem wird Big Data immer mehr und mehr als Lösung dafür angesehen, um die Armut des Kontinents anzupacken.

Der Privatsektor war der Erste, der aus den Startlöchern kam. Die größten afrikanischen Unternehmen werden, natürlich, eher Big-Data-Projekte haben. In Nigeria und Kenia sind mindestens 40 Prozent der Unternehmen in der Planungsphase von Big-Data-Projekten, im Vergleich zum globalen Durchschnitt von 51 Prozent. Nur 24 Prozent der mittelgroßen Unternehmen dieser beiden Länder planen Big-Data-Projekte.

Wertvolle Erkenntnisse könnten aus der Nutzbarmachung von Big Data gewonnen werden. Zum Beispiel, können Organisationen aus dem Gesundheitswesen von der Digitalisierung, Kombination und effektiven Nutzung von Big Data profitieren. Das könnte einer Mehrzahl von Akteuren, vom einzelnen Physiker über Multi-Provider-Gruppen zu großen Krankenhäusernetzwerken, ermöglichen bessere und effektivere Services zu erbringen.

Das Anpacken der Herausforderung, Big Data managen zu können, könnte ebenfalls große wirtschaftliche Nebenprodukte haben. Da Wirtschaftsformen immer ausgeklügelter und komplexer werden, steigt die produzierte Menge an Daten erheblich. Infolgedessen ist es notwendig, um die komplexen Prozesse zu verbessern, steigende Datenmengen zu verarbeiten und zu verstehen. Durch diese Mühe steigt die Produktivität.

Damit jedoch auch nur einer dieser Vorteile Wirklichkeit wird, braucht Afrika Spezialisten, die in Big-Data-Techniken bewandert sind. Afrikanische Universitäten müssen anfangen zu lehren, wie Big Data benutzt werden kann, um Lösungen für wissenschaftliche Probleme zu finden. Eine ausgeklügelte Wirtschaft erfordert Spezialisten, die für Big-Data-Techniken qualifiziert sind.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “Boy with Ring” by jim whalen (CC BY 2.0)


 

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Warum afrikanische Anführer ihre Kommunikation verbessern müssen

50th anniversary African Union Summit in Addis Ababa, Ethiopia (Image by State Department [Public Domain], via Wikimedia Commons)

Das oft klischeehafte Bild afrikanischer Politik beruht auch auf der Unfähigkeit der politischen Spitzen, richtig mit den Medien und der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Hin und wieder passiert einem der afrikanischen Anführer ein Ausrutscher und sie sagen oder tun etwas Unangebrachtes. Ob das nun absichtlich passiert oder nicht, diese Pannen tragen unbeabsichtigt zu der negativen und stereotypischen Wahrnehmung bei, die Afrika von inneren und äußeren Kritikern einzusammeln scheint.

Negative Presse, die durch diese Art der Fehlgriffe hervorgerufen wird, richtet sich nicht gezielt gegen afrikanische Anführer und Manager, aber wenn die negative Auffassung von Afrika als Kontinent der Mittelmäßigkeit, der Schwermut und des Verderbens sich verbreitet, und dieser Eindruck verändert werden soll, müssen afrikanische Anführer lernen, effektiver zu kommunizieren. Das schließt auch mit ein, dass sie darüber nachdenken, wie sie sich in der Öffentlichkeit verhalten sollten.

Der scheidende nigerianische Präsident Goodluck Jonathan musste dies auf die harte Tour lernen, als er auf einer Hochzeit fotografiert wurde, nachdem zwei Tage zuvor Boko Haram 2000 Menschen in Bakra niedergemetzelt hatten. Sein burundischer Gegenspieler Pierre Nkurunziza wurde in der vergangenen Woche scharf kritisiert, weil er lieber Fussball mit seinen Freunden spielte, während das Land in Brand stand.

Mit negativer Wahrnehmung umgehen

Der Prozess, mit negativen Wahrnehmungen umzugehen, sollte damit anfangen, dass die Anführer lernen, wie sie sicher gehen können, dass ihre Aussagen nicht verloren oder ignoriert wurde, nur weil sie die Kommunikation nicht sonderlich gut beherrschen. Anstatt Journalisten einzusperren oder die Medien in ihrer Arbeit zu behindern, sollten die afrikanischen Anführer die Medienfirmen als wichtige Verbündete anerkennen.

Viele westliche Anführer haben diese Lektion bereits gelernt. Sie bedienen sich einer Bandbreite an Methoden, wie beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit, Informationskampagnen, sanfter Machtstrukturen und „öffentlicher Diplomatie“. Das beeinflusst, wie sie zu Hause gesehen werden und gewährleistet zugleich, dass die Berichte in der weltweiten Medienlandschaft dominant bleiben.

Am Schwierigsten wird es für Anführer in Krisensituationen mit den Medien zurecht zu kommen. Auch wenn es in nicht krisenreichen Zeiten ebenso herausfordernd ist, wird die Fähigkeit eines Anführers, mit Reportern umzugehen und zu kommunizieren, normalerweise dann auf die größte Probe gestellt, wenn ein unvorhergesehenes Ereignis eintritt.

Effektive Kommunikation beinhaltet üblicherweise, dass man auf die Quelle, die Nachricht, den Kanal und den Empfänger achtet. Der Fokus liegt hier auf der Rolle des Anführers als Kommunikationsquelle in einer Krisensituation.

Der Schlüssel, um sicherzustellen, dass ein Führer mit seinem oder ihrem unversehrten Ansehen hervorgeht, nachdem er während einer Krise mit den Medien interagiert hat, ist die Qualität der verbalen und nonverbalen Kommunikation. Der erfolgreiche Krisenkommunikator ist transparent, erreichbar, vertrauenswürdig und zuverlässig und besitzt die Fähigkeit, Informationen effektiv zu vermitteln.

Regeln für eine effektive Kommunikation

Das braucht jeder effektive Krisenkommunikator in seinem Arsenal:

Transparenz: Offenheit und Verantwortung lautet die Parole. Eine vollständige Offenlegung der Informationen sollte die Norm sein. Die Anführer sollten offen sein und die Geschehnisse in ihrer Vollständigkeit mitteilen, um die Reporter davon abzuhalten, sich weitere Quellen zu beschaffen. Sie sollten die Fakten und alle Fragen beantwortet bekommen, aber man sollte nicht den Eindruck bekommen, dass sie etwas verschweigen. Wenn sie nicht alle Fakten kennen, sollten sie schlichtweg mitteilen, dass sie noch nicht alle Details kennen, aber sich der Materie annehmen und auf sie zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen würden.

Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Es existiert eine Vielzahl an Berichten über Korruption auf dem Kontinent, daher taucht die Fragen nach Vertrauen und Glaubwürdigkeit hier öfter auf. Glaubwürdigkeit entwickelt sich erst durch einen konsistenten, langzeitigen und ehrlichen Umgang mit den Medien.

Bündnispartner: Afrikanische Anführer sehen die Medien oft als Gegner. Das muss aber nicht so sein. Um genau zu sein, sind gute Beziehungen zwischen Medien und anderen Akteuren wichtig, um die Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten und Lösungen zu finden.

Manche Menschen glauben, wenn man die Medien lang genug vermeidet, werden sie von selbst verschwinden. Nichts könnte falscher sein. Tatsächlich ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Partnerschaft mit Journalisten, zunehmend erreichbar zu sein. Die Medien bereiten ein Ereignis für viele verschiedene Zuschauer auf, daher brauchen sie immer wieder eine direkte Resonanz.

Eine Geschichte gut erzählen: Eine Führungskraft sollte das Publikum fesseln, indem sie leidenschaftlich und wahrheitsgemäß ist. Sie sollte keinen Reporter beschimpfen, der unangenehme Fragen stellt, und Journalisten nicht anweisen, nur über bestimmte Dinge zu sprechen. Wenn eine unerwartete Frage auftaucht, muss sie nicht sofort beantwortet werden. Es sollte sich die Zeit genommen werden, Gedanken zu ordnen, bevor geantwortet wird. Stille ist okay, denn sie zeigt, dass die Person nachdenkt und sorgfältig und mit Vorsicht antworten möchte. Trotzdem sollten „Ääähs“ vermieden werden.

Oberhäupter, die diese Tipps beherzigen, werden ihre Begegnungen mit Journalisten im Privaten und in der Öffentlichkeit nicht mehr als Bedrohung wahrnehmen. Die Interaktion wird beiderseitig von Nutzen sein, sowohl für die Anführer, die ihre Agendas bewerben müssen, als auch für die Medien, die die Bürger informieren wollen.

Der Artikel ist zuerst auf theconversation.com erschienen und unter CC BY-ND 4.0 lizensiert. Übersetzung von Anne Jerratsch.


Teaser & Images „50th anniversary African Union Summit in Addis Ababa, Ethiopia“ (adapted) by State Department (Public Domain)


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Lesetipps für den 4. November

In unseren Lesetipps geht es heute um die Verbildlichung von Kommunikation, Europa in den Medien, der Kampf zwischen Apple und Google um Emotionen, Geräte aus und für Afrika und Datenschutz in Deutschland. Ergänzungen erwünscht.

  • KOMMUNIKATION Netzlloyd: Am Anfang war das Bild: Bildkommunikation im Netz ist in vielen Fällen reflexhafte Kommunikation, grandios unterstützt und vereinfacht durch entsprechende Apps und Funktionen in den sozialen Netzwerken. Ein lesenswerter Beitrag von Julius Endert über die zunehmende Verbildlichung von Kommunikation, angetrieben von Facebook, Twitter & Co.
  • EUROPA Carta: Sollen die Medien mehr über die EU berichten? Dann ändert nicht die Medien, ändert die EU!: Nicht die Medien, wie allgemein angenommen, sind Schuld an der mangelnden Wahrnehmung europäischer Politik in Deutschland, sondern die europäischen Institutionen selber, wie Manuel Müller auf Carta schreibt. Diesem Öffentlichkeitsproblem der Europäischen Union kann nur mit mehr transnationaler Demokratie entgegnet werden, was die EU für Bürger und Medien auch wieder interessanter machen würde.
  • EMOTIONEN CNET News: How Google is beating Apple in the fight for emotions: „Designed in California“ ist ein Satz auf Produkten von Apple, der Emotionen auslöst und gewisse Bindungen zwischen Nutzer und Produkt schafft. Das ist die Stärke von Apple, doch Google holt immer weiter auf, wie Chris Matyszczyk schreibt. Vielleicht nicht gerade beim Thema Datenschutz oder in Deutschland, wirkt Apple im Vergleich zu Google eher wie das große, böse Unternehmen.
  • AFRIKA Ars Technica: VMK Tech designs phones and tablets for Africa, will soon build there too: Zuerst wollte Verone Mankou nur preiswerte Laptops in Afrika produzieren lassen. Sieben Jahre später ist aus der Idee die Firma VMK Tech geworden, die neben Laptops auch auf Smartphones und Tablets setzt. „Wir bauen gerade eine Fabrik in Brazzaville“ sagt Mankou. „Vorher haben wir die Geräte im Kongo entwickelt, in China fertigen lassen und dann im Kongo verkauft. Jetzt will ich im Kongo designen, im Kongo produzieren und im Kongo verkaufen.“
  • DATENSCHUTZ Zeit Online: Schaar will Datenschutz vom Innenministerium lösen: Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar ist „arg enttäuscht“ von Innenminister Friedrich, der das Thema Datenschutz der Sicherheitspolitik unterordnen möchte. „Ein Ministerium, das sich in erster Linie als Sicherheitsministerium definiert, ist sicherlich nicht der beste Ort für das Thema Datenschutz“, sagte Schaar.

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Silicon Valley? Die Innovation liegt anderswo!

Francis Pisani, Entrepreneurial Journalist, antwortete Steffen Leidel auf die Frage, wo Innovation eigentlich herkommt. // von Steffen Leidel

Er lebt das, was andere bisher nur in der Theorie als Zukunftsmodell für Journalisten auf Konferenzen oder an Universitäten vortragen. Der Franzose Francis Pisani ist ”Entrepreneurial Journalist”. Acht Monate hat er sein neuestes, selbst finanziertes journalistisches Projekt vorbereitet. Es ist eine Weltreise auf der Suche nach den Orten, wo die innovativen Ideen der Zukunft verwirklicht werden. Pisani selbst hat über 15 Jahre im Silicon Valley gelebt und von dort über neue Technologien berichtet. Doch die Innovation werde künftig von ganz anderen Orten kommen, da ist sich der 69-Jährige sicher. Mehr als 30 Städte hat er seit September 2011 schon besucht, er reiste auf fünf Kontinente, von Mexiko City nach Recife, von Accra, Nairobi bis nach Kapstadt, von Kairo nach Beirut und Tel Aviv. Er war in Russland, Indien und Indonesien.

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Das Medium ist die Botschaft: Nordafrika=Revolution.

Geburtstage sind nicht nur Anlass für Geschenke, oft sind sie mit Erinnerungen an die Vergangenheit verbunden. Das rückwärts gewandte Sinnen bringt so manch gern Vergessenes wieder ans Licht. In der Psychotherapie ist dies die Methode, um traumatische Erlebnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Nicht zu verwechseln mit dem Begriff der Vergangenheitsbewältigung, der in Deutschland und Österreich gewöhnlich die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus bezeichnet.

Bei den Geburtstag-Hymnen für den intellektuellen Popstar Marshall McLuhan war diese Begriffsvertauschung aber anzutreffen. So wurde vor einer Woche auf dem Titelblatt des Zeit-Feuilletons neben der Lobpreisung zum 100. Geburtstag die Vergangenheit von Marshall McLuhan ausgekramt. Denn mit Anfang 20 soll McLuhan Franco und Hitler gelobt haben: „Sie seien‚ auf dem richtigen Weg‘ zwischen der ‚Gier des Kapitalismus‘ und der ‚Entmännlichung durch den Sozialismus‘“. Das Hervorholen unliebsamer Erinnerungen scheint besonders zu einem runden Geburtstag Usus zu sein. So traf es auch den französischen Regisseur Jean-Luc Godard zu seinem 80. Geburtstag. Neben der Huldigungen für den glorreichen Vertreter der Nouvelle Vague fragte die FAZ, ob Godard ein Antisemit sei. Anlass dafür gaben verschiedene Hinweise in seinen Filmen. Die FAZ räumte selbst ein, dass die Frage nicht lösbar sei, aber interessant. Wohl interessant, aber nicht ernster zu nehmen als die Schlussfolgerung des dänischen Regisseurs Lars von Trier auf den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes: „Meine Vorfahren sind Deutsche, ich bin also ein Nazi.“… Weiterlesen »

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Ushahidi: Crisis Mapping in Afrika

Bekannt wurde das Projekt durch seine Haiti-Heatmap, die vielen NGOs direkt nach dem Erdbeben durch die aktuellen Hinweise der Bevölkerung gute Dienste leistete, was wo gebraucht wurde. Doch die eigentliche Herkunft ist Afrika. Und in der afrikanischen Blogosphäre gibt es noch vieles zu entdecken. Im Netzpiloten Interview spricht Juliana Rotich von  Globalvoicesonline.org über Social Media in Afrika und Grassroots-Bewegungen in Kenia. Das angesprochene Projekt Ushahidi haben wir uns einmal genauer angeschaut. Nach dem Klick gibt es das Interview und den Netzpiloten-Review. Weiterlesen »

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Dokumentation des Grauens: Gewalt im Kongo

Die Horrornachrichten aus dem Kongo, ein Land gebeutelt von den Kongokriegen und den bis heute andauernden Konflikten im Ostkongo, überschlugen sich in den letzten Monaten. Die Details zu den Greueltaten von 1993 bis 2003, inklusive der Mittäterschaft anderer afrikanischer Staaten wie Ruanda und Uganda, sind in dem gerade erschienen 550-seitigen UN-Bericht dokumentiert und sparen keine menschliche Untat aus: Folter, brutale sexuelle Gewalt, Mord… Weiterlesen »

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Sokari Ekine über Afrika und Aktivismus im Netz

Netzpiloten InterviewSokari Ekine im Netzpiloten-Interview. Sie beschäftigt sich mit mobilem Aktivismus, den Menschenrechten und Bloggen in und über Afrika.
Sokari Ekine is interested in seeking out ways to encourage more Africans to blog and creating a community of grassroots African bloggers as a way/space for Africans to exchange ideas and strategies for effecting change in their communities, share experiences and tell their own stories in their own words.


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Mit Afrigator das afrikanische Netz entdecken

logo_afrigatorNiedrige Internetgeschwindigkeiten, schlechte Telekommunikationsinfrastruktur und nur sechs Prozent der Bevölkerung haben Zugang zum Internet – die Voraussetzung der afrikanischen Bevölkerung für einen Weg hin zu digitalen Gesellschaft sind auf den ersten Blick nicht gut. Wenn da das Handy nicht wäre – bereits jetzt das beliebteste Kommunikationsmittel auf dem Kontinent. Nach Expertenschätzungen wird in wenigen Jahren der Großteil der Bevölkerung über ein internetfähiges Handy verfügen. Grund genug, einmal einen näheren Blick auf das digitale Afrika zu werfen. Der Social-Media-Aggregator Afrigator gibt dazu eine gute Übersicht… Weiterlesen »

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