Razer Blade 2019: Grafik-Update für die Gaming-Flunder

Nach der Stealth-Serie aktualisiert Gaming-Spezialist Razer auch die Notebooks der Blade-Reihe. Das Update für die Advanced-Ausführungen des Gaming-Laptop im 15,6-Zoll-Format besteht im Wesentlichen aus neuen Grafik-Chips der RTX-20-Reihe von Nvidia. Außerdem können Nutzer das Gerät mit einer Infrarot-Kamera entsperren, die die Funktion Windows Hello unterstützt. Wie die Vorjahresgeneration, ist auch das Razer Blade 2019 in zwei Display-Varianten verfügbar: in Full-HD und 4K mit Touch-Funktion. In den Handel starten die neuen Advanced-Modelle bereits Ende Januar, kündigte Razer auf der CES 2019 an. Für den Einstieg in Razers 15-Zoll-Notebook-Serie bleibt das Basis-Modell von Ende 2018 weiter erhältlich.

Jetzt mit Nvidia GeForce RTX

Highlight der Ausstattung ist die ebenfalls gerade erst auf der CES vorgestellte neue Chip-Serie Nvidia GeForce RTX für Notebooks. Bisher waren die Grafik-Chips nur für Desktop-Rechner erhältlich, nun hat Nvidia sie mobilisiert. Die Taktrate fällt etwas niedriger aus, aber Merkmale wie Echtzeit-Raytracing, Künstliche Intelligenz und programmierbares Shading bleiben an Bord. Razer gehört zu den ersten Herstellern, die Chips vom Typ GeForce RTX in Notebooks verbauen. Bei den neuen Advanced-Modellen des Razer Blade 2019 können Käufer zwischen Nvidia GeForce RTX 2060 (6 GB GDDR6), GeForce RTX 2070 (8 GB GDDR6) oder GeForce RTX 2080 (8 GB GDDR6) wählen. Dabei nutzen die beiden Top-Konfigurationen das Max-Q-Design für bessere Leistung.

Coole Leistung im kleinen Gehäuse

Wie schon im Vorjahr bezeichnet Razer die aktualisierte Baureihe als den „weltweit kleinsten Gaming-Laptop in 15,6 Zoll“. Der Aussage liegt ein Marktvergleich bis Anfang Dezember zugrunde. Mit 17,8 Millimetern ist das aus einem Aluminium-Block CNC-gefräste Gehäuse tatsächlich sehr schlank, wenn auch einen Millimeter dicker als das der Vorjahresmodelle.

Um die schnelle Rechenhardware trotz des kleinen Gehäuses verlässlich zu kühlen, setzt Razer auf eine Dampfkammer statt den üblichen Heat Pipes. Dabei kühlt eine verdampfende Flüssigkeit den Prozessor sowie den Grafik-Chip und leitet die Hitze innerhalb des Laptops um. Kleine Ventilatoren tragen die Luft nach draußen.

Schneller Speicher und hochauflösendes Display in mehreren Optionen

Alle Modelle sind mit einem Intel Core i7-8750H Sechskern-Prozessor der achten Generation und 16 GB Arbeitsspeicher (DDR4-2667 MHz Dual Channel) ausgestattet. Dank erweiterbarer Slots können Nutzer Intel-XMP-kompatiblen Speicher für eine erhöhte Bandbreite von bis zu 3.200 MHz verbauen. Der schnelle PCIe SSD-Speicher bietet Konfigurationen bis zu 512 GB, mit Unterstützung für bis zu 2 TB Speicher.

Bei der Display-Auflösung können Käufer zwischen Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) und 4K-UHD (3.840 x 2.160 Pixel) wählen. Die 4K-Variante ermöglicht eine Touch-Bedienung und deckt mit Adobe-RGB statt sRGB den größeren Farbraum ab. Daher eignet sie sich besonders für Kreative. Für höchste Farbgenauigkeit wird jedes Display, auch die der Full-HD-Versionen, ab Werk individuell kalibriert. Eine sehr flüssige Bildwiedergabe mit 144 Hz unterstützt ebenfalls jedes Display.

Künftig werden Razer-Blade-Modelle in Full-HD mit 240 Hz takten, während bei der 4K-Version OLED-Displays zum Einsatz kommen, wie Razer auf der CES 2019 ankündigte.

Gut ausgestattet mit Kamera, Anschlüssen und Gaming-Tastatur

Alle Modelle des Razer Blade 2019 haben lediglich 4,9 Millimeter dünne Ränder, bieten aber dennoch genug Platz für eine IR-Kamera mit Windows Hello in der Mitte am oberen Bildschirmrand. Die HD-Webcam verfügt über ein Dual-Array-Mikrofon für Streaming, Videokonferenzen und Sprachassistenten.

Über den eingebauten Mini-DisplayPort, einen HDMI- und einen Thunderbolt-3-Anschluss lassen sich bis zu drei externe Monitore anschließen. Peripherie verbinden Nutzer über drei USB-3.1-Ports und Headsets über den 3,5-Millimeter-Anschluss.

Für flüssiges Tippen und reaktionsschnelles Gaming bietet das Razer Blade 2019 eine Anti-Ghosting-Tastatur. Natürlich verfügt sie über das Markenzeichen des Herstellers – die Razer-Chroma-Beleuchtungstechnologie mit mehr als 16,8 Millionen Farben pro Taste.

Preise und Verfügbarkeit des Razer Blade 2019

Die neuen Modelle des Razer Blade 2019 starten am 29. Januar in den Markt. Zunächst sind sie im Hersteller-Shop auf Razer.com erhältlich, später dann auch bei anderen Händlern. Los geht es bei 2.500 Euro. Das liegt etwa 500 Euro über dem Startpreis des Vorjahresmodells. Wer weniger ausgeben möchte, kann zum günstigeren Basis-Modell des Razer Blade 2018 greifen. Dieses bleibt weiterhin erhältlich. Ausgestattet mit Geforce-GTX-Grafik, kostet es 1.700 Euro aufwärts.

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Images by Razer

Berti Kolbow-Lehradt

ist Freier Technikjournalist. Für die Netzpiloten sowie unsere Geschwisterseiten Netzpiloten Apple und Netzpiloten Android befasst er sich mit vielen Aspekten rund ums Digitale. Die Dissertation zur Geschichte der Fotoindustrie hat der Wirtschaftshistoriker erfolgreich abgebrochen, um sich der Digitalen Fotografie, Smartphones, der Apple-Welt, dem Smart Home und vielen anderen Bereichen der Consumer Electronics und IT in der Gegenwart zu widmen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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