Die 9 besten JRPGs – Japans großartigste Rollenspiele

Ihr habt Lust auf die besten JRPGs auf dem Markt? Kann ich absolut verstehen! Denn Japan ist einfach etwas anders. Trotz der Globalisierung hat das Land der aufgehenden Sonne sich eine sehr eigene Popkultur aufgebaut. Das zeigt sich mitunter auch in den Videospielen. Die JRPGs, also japanische Rollenspiele, sind sogar seit Ewigkeiten ein eigenes Genre. Sie zeichnen sich durch einen animelastigen Artstyle und lange Zeit durch rundenbasierende Kämpfe aus.

Im Westen dagegen hatten die Japano-Rollenspiele seit jeher eher ein Nischendasein gefristet. Final Fantasy war die einzige Reihe, die dabei auch bei uns im Westen sehr präsent war. Mittlerweile öffnet sich die Nische. Die Spiele selbst trauen sich neue Wege, aber auch immer mehr Spieler finden Zugang zu schon lange existierenden Spiele-Reihen. Darum zeigen auch wir euch die besten JRPGs. Dabei blicken wir vor allem auf neuere Spiele und dabei sowohl auf die großen Produktionen, als auch die kleineren Perlen des Genres.

Durch die Bank fällt auf, dass die aktuellen Titel den Spielfluss viel weniger durch Grindorgien behindern und Zufallskämpfe auch aus den alten Franchises mittlerweile weitgehend verbannt wurden. Damit sind die besten JRPGs deutlich zugänglicher und eignen sich besser denn je, um sich in das Kult-Genre aus Fernost zu verlieben. Diese Liste deckt dabei sicherlich nicht alle Top-JRPGs ab. Das Genre ist groß, vielfältig und geprägt von vielen Titeln die im Westen nie erschienen sind oder sich an der Genregrenze bewegen. Wir hoffen trotzdem eine Auswahl getroffen zu haben, die sowohl Neulinge, als auch alte Hasen erfreut.

Persona 5 Royal

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Einer unserer Redaktionslieblinge, dem wir bereits einen eigenen Artikel gewidmet haben. Ihr schlüpft in die Rolle des Protagonisten, der von seiner Schule geflogen ist, weil er eine Frau vor einem betrunkenen Mann beschützt hat, der ihn dafür jedoch anzeigte. Bei einem Freund der Familie soll er nun in Tokio eine neue Schule besuchen. Bereits als „Krimineller“ gebrandmarkt, gerät er bereits am ersten Tag in Schwierigkeiten, als eine mysteriöse App auf seinem Smartphone landet. Mit dieser kann er eine andere Dimension betreten. In dieser manifestieren sich die dunklen Seiten böser Menschen als Paläste. Indem er mit seinen neuen Freunden die Schätze aus den Palästen klaut, kann er jedoch einen Wandel des Herzens erzwingen.

Das klingt zuerst vielleicht etwas wirr, ist aber eindeutig eines der besten JRPGs die ihr finden könnt. Die Geschichte ist sehr erwachsen und spricht durch die Paläste auch viele ernste Themen von Missbrauch an Schulen bis hin zum Kampf gegen die eigenen Dämonen an. Neben dieser Parallelwelt bewältigen wir außerdem noch den Alltag. Der Protagonist geht zur Schule, knüpft Freundschaften und darf darüber hinaus ein genial in Szene gesetztes Tokio bereisen.

Inszenierung gelingt Persona 5 dabei auf vielen Ebenen. Der Acid Jazz Soundtrack passt wunderbar zum Artdesign, dass sich bis hin in alle Elemente der Benutzeroberfläche zieht. Es gibt einfach aktuell ein stylischeres JRPG auf dem Markt. Außerdem befriedigen die 192 Personas auch unseren Sammelwahn. Die erweiterte Fassung Persona 5 Royal verbessert zudem alle Dungeons, führt einen neuen Charakter ein und erweitert das Spiel auch sonst in vielen Bereichen – auch mit einer deutschen Lokalisierung. Für den ersten Durchlauf dürft ihr gut und gerne 100 Stunden rechnen – von der sich jede einzelne lohnt.

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Dragon Quest XI: S

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Ihr erkennt es vielleicht schon am Namen des Spiels: Von Dragon Quest gibt es bereits einige Spiele und es gehört in Japan schon seit Ewigkeiten zu den besten JRPGs. Dabei ist sich die Reihe weitgehend treu geblieben. Schon seit dem ersten Spiel aus dem Jahr 1986 ist beispielsweise Dragonball-Zeichner Akira Toriyama unter anderem für das Design der Charaktere verantwortlich. Das gibt der Reihe einen unverkennbaren Stil.

Mit Dragon Quest XI ist die Reihe auch in Europa endgültig durchgestartet. Dafür sorgt unter anderem die große und liebevoll in Szene gesetzte Welt, die uns bereits im Test überzeugte und auch für Fotomodus-Liebhaber ein Genuss ist. Aber es ist auch mit das zugänglichste Spiel der Reihe, dass einem nie zwingt, übermäßig lange Monster zu bekämpfen, ehe man stark genug ist, mit der spannenden Geschichte fortzufahren. Der Kampf selbst ist dabei eher JRPG-Standardkost, aber immerhin ohne die ehemals oft störenden Zufallskämpfe.

Während einer Spielzeit von 60 Stunden und mehr wachsen uns die Charaktere der Heldengruppe richtig ans Herz und wir erleben einige der schönsten JRPG-Geschichten, die es aber auch mit überraschenden Wendungen in sich hat. Dragon Quest XI erschien kürzlich auch in einer erweiterten Fassung Dragon Quest XI S. Diese bietet unter anderem neue Geschichten, einen verbesserten Soundtrack und einen 2D-Retromodus. Die erweiterte Fassung ist übrigens auch Teil des Xbox Game Pass, einem Gaming-Abo von Microsoft.

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Trails of Cold Steel

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Es wird etwas nischiger. Die Trails of Cold Steel-Reihe gehört zur Unterserie des „The Legend of Heroes“-Franchise des japanischen Entwicklers Nihon Falcom. Im ersten Teil aus dem Jahr 2013 erleben wir die Geschichte des Protagonisten Rean Schwartzer, der seine Schulzeit an Thors Military Academy beginnt. Dabei landet er in der neuen „Class VII“, einer Klasse die erstmals in der Geschichte Schüler aus allen Gesellschaftsklassen mischt, die sonst strikt getrennt ihre Häuser haben. Das ist der Nährboden für eine interessante Charakterriege, die teils noch deutliche Vorbehalte gegenüber anderer Stände zeigen.

Neben dem schulischen Alltag gilt es die alten Geheimnisse eines alten Schulgebäudes zu ergründen und Feldeinsätze zu meistern. Bei diesen werden die Schüler an unterschiedliche Orte geschickt um ihre Kampffähigkeiten in der Praxis einzusetzen. Dabei werden sie Zeugen eines großen politischen Konflikts, in den sie mehr und mehr auch selbst eingreifen. Bei diesem Spiel müssen wir auch tatsächlich den ersten Teil empfehlen, da die Geschichte in den nachfolgenden Teilen weiter erzählt wird. Kürzlich erschien der vierte und letzte Teil der großartigen JRPG-Reihe.

Das Spiel war zwar zu Release schon kein optisches Highlight und ist in seiner Handlungsfreiheit sehr limitiert, doch der tolle Cast und die großartige politische Story mit Coming-of-Age-Einschlag, machen es zu einem der besten JRPGs. Außerdem sorgt das sehr anpassungsfähige Skill-System für interessante Charakterentwicklung, bei der wir einiges ausprobieren können. Während Persona 5 mit seiner erweiterten Fassung auch deutsche Texte bekommen hat, müsst ihr bei Trails of Cold Steel allerdings mit Englischer Sprache- und Textausgabe zurechtkommen.

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Atelier Ryza

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Die nächste traditionsreiche Reihe, die im Westen eher unbekannt ist. Seit dem ersten Atelier-Spiel aus dem Jahr 1997 sind nun bereits 22 Spiele der Reihe erschienen, von dem das letzte, die Fortsetzung zu Atelier Ryza, erst kürzlich auch bei uns erschienen ist.

Für die besten JRPGs qualifiziert sich Atelier Ryza: Ever Darkness & the Secret Hideout nicht unbedingt durch eine epische Geschichte. Ganz im Gegenteil, beginnt das Spiel ziemlich bodenständig. Die Protagonistin Ryza und ihre beiden Freunde Lent und Tao leben auf einer Insel, die fast niemand der Bewohner je verlassen hat. Ryza hat jedoch keine Lust, einfach nur die Farm ihres Vaters zu übernehmen und plant mit ihren Freunden Abenteuer. So ganz unbemerkt bleibt ihr Ausflug aber nicht. Sie treffen dabei auf einen Händler und seine Tochter Klaudia, die sie retten. Kurze Zeit später werden sie selbst von zwei Fremden gerettet.

Einer der beiden stellt sich als Alchemist heraus, der in seinem Kessel aus gewöhnlichen Gegenständen ganz neue erschaffen kann. Aus Begeisterung möchte Ryza selbst die Alchemie lernen und stellt sich schnell als Naturtalent heraus. Und damit sind wir auch beim Kern des Spiels. Mehr als das Kämpfen, steht die Alchemie stärker im Vordergrund, mit der wir Zutaten mischen um neue Gegenstände herzustellen. Dabei ist das Craftingsystem sehr umfangreich und lässt uns kräftig experimentieren, um neue Rezepte zu erschaffen oder zu perfektionieren.

Atelier Ryza eignet sich für alle, die es lieber gemächlicher mögen und sich nicht zu schade sind auch viel Zeit mit dem Sammeln von Zutaten und dem Crafting zu verbringen. Trotzdem macht auch das neuerdings in Echtzeit stattfindende Kampfsystem durchaus Spaß. Auch wenn das Spiel seinen Erfolg wohl vor allem den körperlichen Attributen der Protagonistin zu verdanken hat, muss sich das Spiel inhaltlich nicht hinter anderen JRPGs verstecken.

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Final Fantasy

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Irgendwie scheint Final Fantasy das James Bond unter den JRPGs zu sein. Was man am besten findet, hängt oft damit ab, womit man selbst angefangen hat. Mein erstes eigenes Final Fantasy ist Final Fantasy 9 und für mich auch noch immer das beste der Reihe – auch wenn es stilistisch mit seinem viktorianisch angehauchten Steampunk-Setting und der eher knuddeligen Grafik nicht das typischste Final Fantasy ist. Mindestens genau so viele Fans haben aber auch die Teile 7, 8 und 10. Von Teil 7 gibt es aktuell auch ein vollumfängliches Remake, dass in mehreren Episoden erscheint und den bekanntesten Klassiker nochmal neu aufleben lässt.

Und auch wenn mich die neueren Teile selbst nicht mehr so begeistern konnten, haben auch diese ganz klar ihren Charme. So ist Final Fantasy 14 deutlich offener von der Welt und vermittelt mehr ein Gefühl zwischen Boyband und Roadtrip. Final Fantasy 12 ist dagegen ein MMORPG, wenn auch noch leicht von seinen JRPG-Wurzeln geprägt.

Neben Final Fantasy 9 möchte ich aber auch noch Final Fantasy 10 hervorheben, welches auch ein wichtiger Meilenstein war. Der Erfolg war dabei so groß, dass erstmals auch ein Sequel in Form von Final Fantasy 10-2 entstand. Neben der spannenden und spirituell geprägten Geschichte um den Blitzball-Spieler Tidus und das junge Medium Yuna, erwartet euch hier auch ein phänomenaler Soundtrack und der Sport „Blitzball“, der gewissermaßen ein eigenes Spiel im Spiel ist.

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Xenoblade Chronicles 2

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Der Switch-Exklusivtitel lässt euch im wahrsten Sinne des Wortes tief in seine Welt eintauchen. Denn in Xenoblade Chronicles 2 übernimmt ihr die Rolle des jungen Bergungstauchers Rex, der Schätze aus den Tiefen des Wolkenmeeres bergt. Wolkenmeer? Ja, die Welt von Xenoblade Chronicles 2 befindet sich im Himmel. Die Landmassen in dieser Fantasywelt befinden sich dabei auf den Rücken riesiger Kreaturen, die Titanen genannt werden. Es ist durchaus beeindruckend von manchen Stellen dieser fliegenden Inseln einen Blick auf die Köpfe dieser Titanen zu erhaschen.

Als Rex Teil eines luktrativen Auftrages wird, ahnt er noch nicht, dass sein Ziel eine Frau ist, die sich als eine besondere Klinge herausstellt. Klingen sind Lebensformen, die Personen mit besonderen Fähigkeiten im Kampf aus ihren Kristallen beschwören können. Rex ist einer dieser Personen und Pyra eine legendäre Klinge, die Ihre eigene Lebenskraft einsetzt um Rex vom Tod zu retten. Rex verspricht ihr im Gegenzug, sie zu einem sagenumwobenen Paradies namens Elysium zu bringen. Doch Pyras Auftauchen hat gewisse Mächte auf den Plan gerufen.

Spielerisch sorgen die Klingen für Abwechslung und Pokémon-Charme, da ihr neben generischen Klingen auch mehrere speziellere sammeln könnt. Einige davon erhaltet ihr im Verlauf der Story, andere findet ihr Kristallen. Fürs das Crafting taucht ihr außerdem im Himmelsmehr nach Materialien. Eure Klingen nutzt ihr zudem nicht nur im Kampf, sondern schickt sie auch zu Aufträgen, von denen sie neben Gold auch Erfahrung und Schätze mitbringen.

Entwickelt wurde Xenoblade Chronicles übrigens von Monolith Soft, einem Studio, das auch an anderen großen Nintendo-Titeln wie Zelda: Breath oft he Wild, Pikmin 3, Splatoon und Animal Crossing: New Horizons mitgearbeitet hat. Das merkt man der hochwertigen Produktion an, die zurecht Teil der besten JRPGs für uns ist.

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Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs

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Ni No Kuni ist ein noch jüngeres Franchise unter den JRPGs und hebt sich schon durch seinen Artstyle ab. Hier arbeitet man nämlich mit dem legendären Studio Ghibli zusammen. Ghibli kennt man durch international bekannte und ausgezeichnete Animefilme wie Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland oder Mein Nachbar Totoro. Doch ein guter Artstyle allein bringt einen noch nicht die besten JRPGs. Trotzdem ist dieser ohne sexualisierte Darstellung auskommende Stil eine willkommene Abwechslung im Genre.

Die Geschichte von Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs ist sehr politisch. Der kindliche König Evan muss nach einem Putschversuch aus seinem eigenen Reich Katzbuckel fliehen. Begleitet wird er von Roland Crane, der Präsident eines Landes (offenbar USA) in unserer Welt war und aus mysteriösen Gründen verjüngt in die Fantasywelt geschleudert wurde. Gemeinsam müssen die beiden mit ihrer neuen Situation zurechtfinden, finden dabei neue Begleiter und bauen gemeinsam ein neues Königreich auf.

Das Management dieses Königreichs bringt dabei auch eine neue Ebene ins Spiel. Hier erwartet euch nämlich ein kleines Aufbauspiel im Rollenspiel. Zwar können die Gebäude nicht ganz frei gesetzt werden, aber es gibt trotzdem viel zu tun. Am Ende kann die Stadt eine ziemlich beeindruckende Größe annehmen.

Ni No Kuni 2 bügelt auch erfolgreich die Schwächen des Vorgängers aus, der gegen Ende doch etwas zäh wurde. Weniger Grind, eine besser Führung durch die tiefgängige Geschichte über Krieg und Macht und viele sinnvolle Verbesserungen machen das Spiel zu einer gelungenen Fortsetzung. Den ersten Teil müsst ihr übrigens auch nicht gespielt haben. Zwar spielt Ni No Kuni 2 in der selben Welt, aber mit einer ganz anderen Charakterriege.

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Kingdom Hearts 3

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Man stelle sich vor die bekannteste JRPG-Reihe Final Fantasy trifft auf die größte westliche Zeichentrickmarke Disney. Schwer vorstellbar? Doch genau das ist es. Die Kingdom Hearts-Reihe ist das spektakulärste Crossover der Rollenspielgeschichte. Den Abschluss der großen Saga markiert Kingdom Hearts 3, auf das Fans lange warten mussten. Über 13 Jahre dauerte es, bis nach Kingdom Hearts 2 der abschließende Teil der Trilogie gab.

Das schlechte Vorweg: Für den vollen Genuss empfehlen wir, zuvor die Vorgänger zu spielen, um der Geschichte besser folgen zu können. Das gute: Die HD-Remakes der beiden ersten Teile (und weitere Spinoffs) bekommt man mittlerweile sehr günstig in einer Sammelbox auf Amazon (Provisionslink)

Kingdom Hearts 3 ist allerdings der mit Abstand opulenteste Teil. Sora und seine Freunde landen dabei erneut in zahlreichen beliebten Disney Welten. Ob mit Herkules im Olymp oder gemeinsam mit Woody und seinen Spielzeugfreunden in Andys Zimmer – Sora erlebt so einiges und die Welten sowie Sora selbst sind gut im Stil der Vorlagen eingefangen. Sogar Winnie Poo und Fluch der Karibik geben sich die Ehre. Einen etwas sonderbaren Humor bekommt mittlerweile die Welt von Rapunzel, da das Königreich „Corona“ heißt.

Einzig schade ist, dass wir uns diesmal nur durch Disney-Welten bewegen und sich somit die Charaktere aus dem Square-Portfolio auf die Kingdom Hearts-eigene Riege beschränkt. Das ändert nichts an dem fantastischen Sog, der es zu einem der besten JRPGs macht, obwohl es eigentlich eher als Action-Rollenspiel zu bezeichnen ist. Mehr zum Spiel erfahrt ihr in unserem Test.

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Fire Emblem – Three Houses

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Auch dieses Spiel hatten wir schon selbst im Test und feierten das starke Switch-Debut der altehrwürdigen Reihe. Die im Titel erwähnten Häuser sind es, die dem Spiel das Gewisse etwas verleihen. Fire Emblem: Three Houses spielt auf dem Kontinent Fódlan, der in drei Reiche geteilt ist. Das Kloster Garreg Mach steht auf neutralem Grund und bildet die zukünftigen Herrscher und ihr Gefolge aus.

Ganz wie bei Harry Potter in Hogwarts gibt es dabei drei Häuser, die jeweils für die drei Königreiche stehen. Schon sehr früh im Spiel treffen wir die Wahl, welches Haus wir an der Militärakadamie unterrichten. Es ist also quasi das Kehrbild von Trails of Cold Steel, wo wir die Schülerseite übernehmen. Jedes Haus hat dabei auch seinen eigenen Schwerpunkt.

Die Schüler des Hauses müssen unterrichtet werden. Sie starten bei sehr allgemeinen Anfangsklassen und können sich zu mächtigen Spezialisten entwickeln. Dabei geht das Training aber auch auf die Ausdauer und muss daher ausgewogen sein. Eure Schützlinge müsst ihr dann auch in die Schlacht schicken. Das ganze findet in einem rundenbasierten Taktik-System statt, dass diesmal etwas komplexer ausfällt als ein simples Stein-Schere-Papier. Die Schüler sind dabei keinesfalls nur Schachfiguren, sondern haben alle eine eigene Persönlichkeit mit Vorlieben und Zielen.

Jede Woche habt ihr zudem die Möglichkeit den Sonntag selbst zu gestalten. Neben Kampfmissionen und Gruppenseminaren dürft ihr auch die Akadamie erkunden und euch Nebentätigkeiten wie dem Angeln widmen. Ein besonderer Twist kommt durch einen Zeitsprung, wenn Freundschaften plötzlich von einem Krieg zerrissen werden.

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Und sonst noch – Weil wir nicht jedes Spiel nennen können

Es gibt eigentlich noch so viele weitere Titel, die es verdient hätten, in unserer Liste der besten JRPGs zu landen. Aber irgendwo muss man einen Schlussstrich ziehen. Dabei haben wir sogar Pokemon nicht in diese Liste genommen, obwohl wir seit jeher viel Begeisterung für die Taschenmonster haben. Auch wenn nicht alles im Test zu Pokemon Sonne und Mond schön war. Viele verbinden es aber weniger mit Rollenspiel, als mit dem Sammeln der Pokémon und die Story ist meist auch nicht viel einfallsreicher bei einem Mario-Spiel.

Auch die Disgaea-Spiele sind leider durchs Raster gefallen, auch wenn das taktische JRPG nicht spielerisch Spaß macht, sondern auch die Lachmuskeln ordentlich trainiert. Apropos Taktik: In die gleiche Kerbe schlägt auch das verrückte Spin-off Mario + Rabbids Kingdom Battle, das wir wirklich empfehlen können.

Auch Nier: Automata hat eine Menge Zutaten eines JRPG, wenn auch mit einem actionlastigeren Fokus. Damit ist es auch ein super Türöffner, um tiefer ins JRPG abzutauchen, wenn man eigentlich mehr aus der Action-Ecke kommt. Dabei sorgt auch die philosophisch tiefgründige Geschichte dafür, dass Nier: Automata Spieler und Fachpresse gleichermaßen begeistern konnte.

Auch viele traditionsreiche Serien wie Star Ocean oder die „Tales of“-Reihe haben wir nicht abdecken können. Sogar Klassiker wie Secret of Mana oder Chrono Trigger haben wir ausgelassen, weil wir vor allem aktuellere Titel vorstellen wollten. Die Welt der JRPGs ist halt groß und voller Geschichten, die es zu erleben gilt. Es schadet nicht, sich auch noch selbst umzuschauen, um die besten JRPGs für sich selbst zu entdecken.


Image via igdb press kit

Stefan Reismann

Das Internet ist sein Zuhause, die Gaming-Welt sein Wohnzimmer. Der Multifunktions-Nerd machte eine Ausbildung zum Programmierer, entdeckte dann aber vor allem die inhaltliche Seite für sich. Nun schreibt er für die Netzpiloten und betreibt nebenher einen Let's Play-Kanal, auf dem reichlich gedaddelt wird.


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