Fire Emblem Three Houses DLC – Fire Emblem Four Houses?

Update –  das Cindered Shadows-DLC: 

In der Nintendo Direct vom 16. Januar wurde mit Byleth nicht nur der Hauptcharakter des Spiels Fire Emblem Three Houses als neuer Super Smash Bros. Ultimate vorgestellt. Es wurde außerdem ein Trailer zum großen DLC-Paket mit dem Namen „Fahle Schatten“ angekündigt. Das Story-DLC erzählt eine komplett neue Nebengeschichte mit vier neuen Charakteren. Es ist der vierter Teil eines Pakets, welches bisher noch nicht gerade seinen Wert von 25 Euro gerecht wurde. In den ersten drei Updates waren vor allem neue Kostüme, Items und zwei Figuren hinzugefügt worden. Der Klosterschule wurde mit der Sauna außerdem noch ein neues Gebäude in der Klosterschule hinzugefügt, in dem sich unsere Einheiten nach harten Schlachten entspannen können. 

Im vierten Paket kommen jetzt mit den „Ashen Wolves“ sogar ein viertes Haus zu Fire Emblem Three Houses hinzu. Die Silberwölfe leben seit Jahren im Untergrund der Klosterschule, im sogenannten Abyssus. Sie bestehen aus ehemaligen Banditen, verarmten Landadel und Vagabunden. Ihr Anführer ist Yuri, ein schlitzohriger Gauner. Dazu kommen Constance, eine ehemalige Adelige, Balthus, ein steckbrieflich gesuchter Verbrecher und Hapi, ein sehr nihilistisches Mädchen. Jeder von ihnen bringt seine eigene Klasse mit sich, die es vorher im Spiel noch nicht gab. Yuri ist ein Gauner und nutzt Schwerter und weiße Magie. Balthus ist ein Kriegsheiliger, eine sehr physische Klasse mit Äxten und Schlagringen, die aber ebenfalls heilen kann. Constance und Hapi sind beides Dunkelmagierinnen, Constance, als Dunkelschwinge, auf einem fliegenden Pegaus und Hapi, als Walküre, auf einem Pferd. 

Starkes Gameplay, schwache Story

Das Gameplay des DLCs konzentriert sich auf eine Gruppe von elf Einheiten, darunter eure Hauptfigur und die drei Anführer der Titel gebenden drei Häuser. Und auch die vier Silberwölfe schließen sich unserer Reise durch den Abyssus an. Die Story von „Fahle Schatten“ lässt unsere Charaktere zu Beginn durch einen dummen Zufall auf ein Loch im Boden treffen, welche sie in den Untergrund führt. Hier treffen sie auf die vier Silberwölfe und einen Haufen anderer Tunichtgute, die in den Katakomben ihr Lager aufgeschlagen haben. Im Abyssus finden sich all die Menschen wieder, die von der Kirche des Reichs nicht gern gesehen werden. Die vier Silberwölfe suchen mithilfe ihres Lehrers Aelfric nach dem sogenannten Kelch der Erweckung, der Tote wiederbeleben soll. Die Geschichte ist dabei wirklich banal und auch der große Twist gegen Ende ist eher enttäuschend. 

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Dafür überzeugt das DLC vor allem im spielerischen Bereich. In sieben Kapiteln kämpfen wir uns über durchaus knifflige Karten, die um einiges mehr Abwechslung bieten, als die ursprüngliche Hauptkampagne. Auf einer Map wird man zum Beispiel dauerhaft von einer riesigen Apparatur verfolgt und hat nur zehn Runden, bis sich das Tor zum Ausgang schließt. Hier ist man immer unter Druck und auch der göttliche Puls, mit dem man insgesamt fünf Mal im Notfall die Zeit zurückdrehen kann. Außerdem können wir hier unten im Abyssus nicht unsere Einheiten trainieren und ihre Klassen wechseln. Viel mehr startet jeder Charakter mit einem festen Skill-Set und nur einer Handvoll Klassen zur Auswahl. Diese bieten zwar nur einschränkten Handlungsspielraum, sorgen aber auch für ein besseres Ressourcen-Management. Apropos: auch Waffen, Gold und Bataillone gibt es nicht gerade im Überfluss. 

Cindered Shadows macht in jedem Fall Spaß, vor allem für die Veteranen der Reihe, denen das Hauptspiel selbst auf dem höchstem Schwierigkeitsgrad vielleicht immer noch zu einfach ist. 

Test vom 16. September

Fesselnde Schlachten, Freundschaften, die durch den Krieg zerrissen werden. All das verspricht Intelligent Systems mit dem neuesten Ableger der Reihe „Fire Emblem Three Houses“. Jetzt, wo etwas Zeit in die Lande von Fódlan gezogen ist, lohnt sich ein Rückblick auf die Reise, die ich bisher mit den Schülern der Garrech Mach Klosterschule bestritten habe.

Fire Emblem Three Houses soll die Fans vereinen

Um „Fire Emblem“ war es vor ein paar Jahren relativ still geworden. Nach den Wii-Ablegern und der DS-Versoftung gingen die Verkaufszahlen immer weiter zurück. Erst „Fire Emblem Awakening“ auf dem 3DS führte die Reihe wieder aus dem Loch. Das Spiel passte sich etwas mehr an den Massenmarkt an. Ein Beispiel: Der Permadeath der Einheiten im Kampf konnte nun ausgeschaltet werden, um das Spiel signifikant zu vereinfachen. Diese Vereinfachung wurde im zweiten 3DS-Ableger „Fates“ noch fortgesetzt. Dies gefiel nicht allen Fans der Reihe. „Three Houses“ hatte jetzt also mehrere Aufgaben. Erstens, die Serie auf die neue Konsole Nintendo Switch bringen und die gesamte Fan-Gemeinde abholen. Keine leichte Aufgabe!

Das dreigeteilte Reich

Die Besonderheit von Three Houses liegt bereits im Namen verborgen. Die Klosterschule hat drei Häuser, ähnlich wie in Hogwarts. Das Black-Eagles-Haus, aus dem westlichen Kaiserreich Adrestia, das Blue-Lions-Haus, aus dem nördlichen Königreich Faerghus und das Golden-Deer-Haus, aus der östlichen Leiceister-Allianz. Unser Avatar Byleth ist eher der stille Typ. Zusammen mit seinem Vater, dem legendären Söldner Jeralt, verdient er sich als Freischärler. Eines Tages trifft er auf drei ausgefallen gekleidete Personen, die von Banditen angegriffen werden. Diese drei sind die Anführer der drei Häuser: Edelgard, die baldige Kaiserin von Edelgard, Dimitri, der Thronfolger des Königreiches Faerghus und Claude, der Enkel des Anführers der Leiceister-Allianz.

Durch unseren mutigen Einsatz wird uns ein Platz als Lehrer an der Klosterschule Garrech Mach angeboten, das Zentrum der Kirche der Seiros, des Glaubens von Fódlan. Sie dient als Ausbildungsort für die Ritter des dreigeteilten Reiches. Es scheint hier aber doch nicht so friedlich zu sein, wie es auf den ersten Blick scheint. Kirchenoberhaupt Rhea ist sehr mysteriös, Schüler verschwinden und überall ereignen sich merkwürdige Dinge. Hinzu kommt ein kleines, grünhaariges Mädchen namens Sothys, die sich in Byleths Unterbewusstsein eingenistet hat. Sie und unser Avatar scheinen eine Verbindung zu haben…

Ab auf die Schulbank

Abseits der Kämpfe erkunden wir in Fire Emblem Three Houses vor allem die Klosterschule. Jeden Sonntag entscheiden wir uns zwischen dem Besuch eines Extra-Kurses, Nebenmissionen auf dem Schlachtfeld oder dem freien Erkunden der Schule. Hier können wir angeln, Gegenstände finden, Kräuter anbauen und mit unseren Schülern essen. In kleinen Turnieren treten wir gegen die Schüler der anderen Häuser an und können Preise gewinnen. Dabei erhöhen wir kontinuierlich den Support-Level zwischen unseren Einheiten. Für jede höhere Stufe von C bis A schaltet ihr Gespräche zwischen den Charakteren frei. So erfahren wir mehr über unsere Schüler. Wie in jedem Dialog bleibt Byleth stumm, wir entscheiden über seine Antwortmöglichkeiten und können so Bonus-Support-Punkte erspielen. Außerdem erhalten sie durch den höheren Support-Level Boni auf dem Schlachtfeld.

Der Fokus des Spiels liegt vor allem auf der Ausbildung deiner Schüler. Jeder kann jede einzelne der Kampfklassen einnehmen. Dafür unterrichten wir sie entweder automatisch oder manuell in Kategorien wie Schwertkampf, Reiten, Magie und vielen mehr. Die Schüler starten dabei auf den Stufen Bürger oder Adliger und wechseln ab gewissen Levelgrenzen (und Fähigkeitenlevels) in höhere Charakterklassen. Ob Drachen-Ritter oder Dunkelmagier, am Ende werden große Krieger aus unseren Schülern. Für jede Unterrichtseinheit verlieren sie an Ausdauer. Diese kann durch ein gemeinsames Essen oder Geschenke wieder aufgefüllt werden. Außerdem haben wir am freien Sonntag auch die Möglichkeit, uns auszuruhen.

Auf in die Schlacht!

Am Ende jedes Monats steht dann das große Story-Kapitel an. Hier ziehen wir in die Schlacht. Anders als üblich in der Reihe fehlt in Three Houses das klassische Waffen-Dreieck komplett. Das bedeutete früher: Schwert ist stark gegen Äxte, Äxte stark gegen Lanzen und Lanzen stark gegen Schwerter. Dies war meist eher ein Vorteil für den Spieler, da er so die Computer-Gegner leicht austricksen konnte. Die Kämpfe im Three Houses sind da nun um einiges kniffliger und offener gestaltet als in den Vorgängern.

Der Tod ist unumgänglich – in Fire Emblem Three Houses nicht!

Sterben eure Einheiten im Kampf, sind sie tot (es sei denn, ihr spielt ohne Permadeath). Wenn dies passiert, können wir durch den sogenannten göttlichen Puls die Kampfrunden zurückdrehen, um einen Fehler wieder auszugleichen. Zusätzlich kann jede Einheit kleine Bataillone anheuern, die sie im Kampf unterstützen. Mithilfe sogenannter Strategeme heilen die Schüler zum Beispiel mehrere Einheiten gleichzeitig, führen stärkere Angriffe aus oder verdoppeln mal eben den Zugradius der Charaktere. Jeder Söldnertrupp hat einen eigenen Lebensbalken und wenn er abgelaufen ist, muss er mit klingender Münze wieder aufgefüllt werden.

Ein großes Manko ist aber definitiv die Grafik. Three Houses ist zwar nicht hässlich, aber vor allem in den Details hätte man sich etwas mehr Mühe geben können. Der Fokus wurde hier eher auf das Gameplay und die vollständig synchronisierten Dialoge gelegt. Aber die Kapazitäten der Switch hätten da wahrscheinlich noch mehr hergegeben.

Freundschaften, zerrissen durch den Krieg

Nach dem Ende des ersten Schuljahres kommt es in Fire Emblem Three Houses zu einem fünfjährigen Zeitsprung. Hier unterscheiden sich die Routen immens voneinander. Aufgrund von bestimmten Ereignissen kommt es zum Krieg zwischen den drei Ländern. Je nachdem, welches Haus wir zu Beginn des Spiels ausgewählt haben, müssen wir nun sogar gegen unsere ehemaligen Schulkameraden kämpfen. Die Story im Allgemeinen nimmt erst nach dem Zeitsprung richtig Fahrt auf, ist aber auch nichts, was man noch nie gesehen hat. Die Stärke der Geschichte entwickelt sich erst aus den Beziehungen zwischen den Figuren. Wenn uns beim zweiten Spieldurchlauf auf einmal unsere ehemaligen Freunde im Kampf gegenüberstehen, wird das Voranschreiten schon erschwert.

Fire Emblem Three Houses: Starkes Switch-Debüt

Fire Emblem Three Houses hievt die mittlerweile erstarkte Serie auf grandioses Art und Weise auf die Nintendo Switch. Die maue grafische Qualität wird vom üblich starken Gameplay und einer von ihren Charakteren getragenen Geschichte ausgeglichen. Die drei Routen bieten einen hohen Wiederspielwert, mit um die 150 Stunden Spielzeit insgesamt. Auch in der Klosterschule gibt es viel zu sehen. Die Gameplay-Neuerung, wie die Bataillone und die erkundbare Schule sind gute Erweiterungen. Ich freue mich schon sehr darauf, auch mit den Blue Lions ein weiteres Mal in die Schlacht zu ziehen.

Im E3-Trailer bekommt ihr noch einmal einen anderen Blick auf das Spiel:

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Images by Nintendo

Philipp Bader

ist Journalistik-Student an der Hochschule Hannover und hat seit dem unter anderem bei der N-Zone in Fürth und beim Lokalteil der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung einige Erfahrungen sammeln können. Ob Videospiele, Filme oder Serien - in diesen Bereichen fühlt er sich am wohlsten.


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