RedaktionWelcher Mail-Spoof hat dich umgetrieben, Tilman Baumgärtel?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Publizisten und Vertretungsprofessor an der FH Mainz, Dr. Tilman Baumgärtel. 

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Heute habe ich wieder so eine Email bekommen. Kein Inhalt. Kein Betreff. Kein Absender. Kein Adressat. Trotzdem habe ich sie bekommen, eine Mail ohne Inhalt und ohne Grund. Vor ein paar Monaten hätte ich sie gelöscht, ohne weiter darüber nachzudenken. Ich bekomme jeden Tag so viele Mails. Ich bin froh über jede, auf die ich nicht reagieren muss. Delete-Taste, Fall erledigt.

Seit Edward Snowden uns die Augen dafür geöffnet hat, was für ein Panoptikum das Internet ist, treibt mich so eine Email um. Bedeutet das, dass ich beobachtet werde? Habe ich allein durch den Empfang dieser Mail ein Backdoor zu meinem Computer geöffnet? Einen Trojaner installiert? Wird nun jeder Tastendruck, jede angeguckte Site in irgendwelchen kafkaesken Datenspeichern aufbewahrt, um in Zukunft irgendwann gegen mich verwendet zu werden? Warum gibt es solche Mails überhaupt? [Mehr]


Jakob SteinschadenDas Selfie hat mehr mit Kapitalismus zu tun als mit Narzissmus

Das Smartphone-Selbstporträt, kurz Selfie genannt, ist weniger Ausdruck unserer Selbstverliebtheit als vielmehr Selbstvermarktung in ökonomisch schwierigen Zeiten. // von Jakob Steinschaden

Selfie (Bild: Anke Allaert [CC BY 2.0], via Flickr)

Frontkameras von Smartphones gepaart mit Social-Media-Diensten wie Facebook und seiner Tochter Instagram haben einen Trend ausgelöst, der sogar offiziell im Oxford Dictionary steht und 2013 zum englischen Wort des Jahres gewählt wurde: Selfie. Die Selbstporträts auf Armlänge, die vom Teenager bis zum Hollywoodstar schon viele Millionen Menschen gemacht haben, sind ein Ausdruck des weit verbreiteten Narzissmus, wird oft analysiert. Doch diese Erklärung greift zu kurz. Denn Selfies haben weniger mit Selbstverliebtheit als vielmehr mit Selbstvermarktung zu tun.

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Tobias GillenDer eigene URL-Shortener: Mission failed?

Mitte Januar hat sich Netzpiloten-Autor Tobias Gillen einen eigenen URL-Shortener eingerichtet und hier diskutieren lassen, ob das Sinn macht. Inzwischen weiß er es. // von Tobias Gillen

URL (Bild: Chris Dlugosz [CC BY 2.0], via Flickr)

Links bestimmen unser digitales Leben. Wer keinen Link hat, hat meist nichts zu teilen. Denn hinter all den schönen Sachen in diesem Internet steht immer auch ein Link, so wie hinter diesem Artikel auch. Gekürzte Links mit bit.ly oder goo.gl sieht man tagtäglich viele in den sozialen Netzwerken. Um einen Überblick über seine Links zu bekommen, hat sich unser Autor einen eigenen Shortener für seine Links angelegt und berichtet nun von seinen Erfahrungen und der Frage, ob das Sinn macht oder verzichtbar ist.

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Tobias SchwarzQwant – Eine Alternative zu Google?

Die französische Suchmaschine Qwant startet in Deutschland und verspricht Sicherheit und Anonymität im Digitalen. // von Tobias Schwarz

Qwant Teaser

Die französische Suchmaschine Qwant stellte sich am Dienstag in Berlin vor und lud dazu auch die Netzpiloten ein. Die erste Suchmaschine aus Europa, wie es aus Marketinggründen gerne verkürzt erzählt wird (und vom Moderator ungeprüft übernommen wurde), ist Qwant zwar nicht, aber einer der ersten ernsthaften Versuche, eine europäische Alternative zu Google und Bing zu sein, die auch das Web indexiert.

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Hannes RichterVideokolumne vom 2. März

In der Videokolumne geht es heute um die bedrohte freie Kulturszene in den Innenstädten und animierte Filmkunst, passend zur kommenden Oscar-Nacht. // von Hannes Richter

Bildempfangsstörung (Bild Paulae [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons)

Schon wieder ein Schwerpunkt beim Film, so kurz nach der Berlinale. Aber immerhin steht die Oscar-Verleihung an und die New York Times hat vorab ein paar schöne Beiträge über das Filmevent des Jahres produziert. Mit ihren traurigen Geschichten und liebenswert depressiven Figuren verzaubert die Zeichnerin Julia Pott Filmfestivals und das Internet. Und Sketche von Cyanide & Hapiness spielen mit den Grenzen des Schwarzen Humors. Los geht es aber mit einem Bericht über die triste Zukunft deutscher Innenstädte.

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Gina SchadFelix Stalder: “Transparenz ist Voraussetzung für soziales Vertrauen”

Im Interview mit den Netzpiloten spricht der Medientheoretiker Felix Stalder über Vor- und Nachteile von Transparenz und die Monopolstellung von sozialen Netzwerken. // von Gina Schad

Felix Stalder (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Auf der Konferenz "Einbruch der Dunkelheit" sprachen wir mit dem Medientheoretiker und Aktivisten Felix Stalder über Transparenz, Facebook und was die Telekom mit sozialen Netzwerken gemeinsam hat. Für Stadler ist Transparenz vor allem Sichtbarkeit, die einen sehen lässt, wer jemand anderes ist. Das ist die Grundlage von Vertrauen. Trotzdem kann Transparenz uns schaden, zum beispiel wenn wir transparent gemacht werden gegenüber Institutionen und Akteuren, die uns gegenüber eben nicht transparent sind.
Es sollte deshalb politisch erzwungen werden, dass wir mit Freunden bei Facebook auch kommunizieren können, ohne selbst dort angemeldet zu sein.

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Tobias Schwarz#SMWHH: Silke Loers über Vertrieb mit Social Media

Auf der Social Media Week Hamburg klärte Silke Loers über den Einsatz von Social Media im Vertrieb auf. // von Tobias Schwarz

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Im prachtvollen Elbe-Saal der Handelskammer Hamburg redete die Vertriebsberaterin Silke Loers anlässlich der Social Media Week Hamburg über den Einsatz von Social Media im Vertrieb. Noch immer ist das Thema – vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen – mit vielen Fragezeichen versehen und noch lange kein Muss. Größere Unternehmen, durch Hilfe von Agenturen, sind da meist weiter, ihnen kann es aber unter Umständen an Authentizität fehlen.

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Tobias Schwarz#SMWHH: “Hamburger Startupkultur. There, I’d said it.”

Auf der Social Media Week Hamburg haben wir Netzpiloten unter dem Titel "Hamburger Startupkultur. There, I'd said it." eine Diskussion über die Startups in Hamburg organisiert. // von Tobias Schwarz

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In Hamburg gründet man wieder. Hier hat man aber auch schon immer gegründet. Doch Hamburg ist nicht in Berlin und fernab der Aufmerksamkeitshysterie um den nächsten Hype haben sich in der Gründerstadt an der Elbe namhafte und interessante Unternehmen gegründet und niedergelassen, die auf ihre ganz eigene Art und Weise Geschäfte betreiben. Steckt dahinter System? Funktionieren hanseatische Tugenden im Digitalen? Wie funktioniert das Startup-Ökosystem Hamburg? Wie tickt die Startupkultur und was denken die Protagonisten der hiesigen digitalen Kreativwirtschaft über sich selbst? In der Diskussion auf der Social Media Week Hamburg mit Ana Cristina Agüero Murillo von Brightup, Adrian Korte von Stuffle, Lars Brücher vom Hamburger Betahaus sowie Sina Gritzuhn von Hamburg Startups haben wir diskutiert, was ein Hamburger Startup heutzutage ausmacht und wieso nicht jeder gleich nach Berlin oder ins Silicon Valley zieht.

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Jakob SteinschadenWhisper & Secret: Diesen Apps sollen wir unsere Geheimnisse flüstern

Die Smartphone-Apps Whisper und Secret locken Nutzer mit Anonymität, damit diese ihre Geheimnisse veröffentlichen und endlich wieder ehrlich im Netz kommunizieren. Doch wie anonym sind die User wirklich? // von Jakob Steinschaden

Anonymität (Bild: Katharina Schffr [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Vielleicht ist es Facebook, vielleicht ist es die NSA, wahrscheinlich sind es beide zusammen: Angebot als auch Nachfrage nach Privatsphäre und Anonymität berücksichtigenden Internet-Angeboten steigt. Das sind Google-Alternativen wie DuckDuckGo oder Startpage, Verschlüsselungs-Dienste wie PGP oder TOR - oder neuerdings Smartphone-Apps, die den Nutzern Anonymität versprechen, damit sie so offen wie nirgendwo sonst online sprechen können. Die beiden derzeit populärsten sind Secret und Whisper.

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Tobias SchwarzShortRead: Twitter testet neues Design

In den letzten Wochen testete Twitter verschiedene Designs, eine Version erinnert dabei sehr an die sozialen Netzwerke der Konkurrenz. // von Tobias Schwarz

Neues Twitter Design

Als Mashable-Redakteur Matt Petronzio Dienstag Vormittag sein Twitter-Profil aufrief, muss er erstaunt gewesen sein. Was Twitter war, sah aus wie sein Profil auf Google+ oder Facebook – zumindest so ähnlich. Petronzio ist einer von zufällig ausgewählten Nutzern des sozialen Netzwerks Twitter, der ein neues Design antesten darf. Auffällig ist, dass Tweets in unterschiedlich großen Kacheln angezeigt werden und das es einen Header-Bereich (1500 x 500 Pixel) gibt. Rechts neben seinem eigenen Profilfoto, dass ebenfalls größer dargestellt wird, finden sich jetzt Informationen wie die Anzahl seiner Tweets, wie viele Videos und Fotos er veröffentlicht hat und Angaben zu seinen Followern. Unter seinem Foto die Twitter-Biographie, Vorschläge und Trends. Demnächst könnte das neue Design weltweit ausgerollt werden oder vielleicht auch eine andere Version, die gerade getestet wird. Das letzte Design-Update gab es allerdings erst vor vier Woche.


Miriam Pielhau“4 in 1″ – Miriam Pielhaus neuste Kolumne

"Cloudcuckoohome - Geschichten aus der digitalen Wolke!" Hier resümiert die Netzpiloten Kolumnistin Miriam Pielhau regelmäßig über ihr tagtägliches Leben in der digitalen Welt.

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Miriam Pielhau. Die Schauspielerin, Moderatorin und Autorin resümiert einmal im Monat mit einer eigenen Kolumne auf Netzpiloten.de über ihren digitalisierten Alltag. Unter "Cloudcuckoohome" berichtet sie heute von ihrem Versuch, mehr Ordnung in ihren Arbeitsalltag zu bringen und gleich vier verschiedene Arbeitsaufgaben zu schaffen – mit einer unkonventionellen Lösung: mehr Arbeitsplätze! [Mehr]


Julian HeckOlympische Winterspiele 2014 in Sotschi: #SochiProblems

Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi – nicht nur sportlich sorgen sie für Schlagzeilen. Auch die vielen Probleme im olympischen Dorf stehen hoch im Kurs. // von Julian Heck

Sochi (Bild: Stefan Krasowski [CC BY 2.0], via Flickr)

Toiletten, in die kein Toilettenpapier geworfen werden darf. Leitungswasser, dessen Farbe nichts mehr mit Wasser zu tun hat. Ein Präsident, der Unmengen an Geld in die Hand nimmt, um die Olympischen Spiele zu seinen Spielen zu machen. Die sozialen Netzwerke sind in diesen Tagen geprägt durch sie, oftmals jedoch nicht aufgrund sportlicher Erfolge oder Misserfolge, sondern wegen den Problemen, die vorherrschen in Russland. Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi und jede Menge #SochiProblems.

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Christina zur NeddenGeert Lovink: Paranoide Kommunikation lähmt unsere Gesellschaft

Im Interview mit den Netzpiloten spricht der Medientheoretiker Geert Lovink über die Veränderungen von Kommunikation im Internet durch Bekanntwerden der Überwachung durch Geheimdienste. // von Christina zur Nedden

Geert Lovink (Bild: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Auf der Konferenz Netzkultur der Berliner Festspiele und der Bundeszentrale für politische Bildung sprachen wir mit dem Medientheoretiker Geert Lovink über den Status der Kommunikation im Internet und sozialer Netzwerke nach den Enthüllungen von Edward Snowden. Der niederländische Medientehoretiker erforscht digitale Gemeinschaften und organisierte Gruppen im Internet. Seiner Meinung nach wird durch die Aufdeckung der Überwachung durch Geheimdienste unser Verhalten im Internet stark verändern.

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Tobias SchwarzShortRead: Quora statt Pressemitteilung

Unternehmenskommunikation mal anders: Auf Quora beantworteten verschiedene Ingenieure von Facebook Fragen zur neuen Nachrichten-App Paper. // von Tobias Schwarz

Paper on Quora

"Wie war es bei der Entwicklung von Paper zu helfen?" Diese Frage tauchte Ende letzter Woche dem digitalen Auskunftsdienst Quora auf. Fünf Mitarbeiter des sozialen Netzwerks Facebook sahen sich im Stande, diese Frage zu beantworten, denn sie hatte alle an der Nachrichten-App Paper mitgearbeitet, die Facebook Anfang dieser Woche für iOS-Geräte in den USA veröffentlichte. Die Antworten auf Quora, besonders die Antwort von Jason Barrett Prado, gaben einen interessanteren Einblick als es irgend eine kontrollierte Form der Unternehmenskommunikation – auch nicht geplante Q&As auf Reddit – wohl geschafft hätte, denn sie waren vor allem authentisch.


Tobias GillenCNN und Musiklabel wollen Twitter-Frühwarndienst aufbauen

Big Data ist so ein Ausdruck, der inzwischen in der Gesellschaft angekommen ist. Ebenso bei den großen Unternehmen, die von den großen Datenmengen aus sozialen Netzwerken profitieren wollen. // von Tobias Gillen

Twitter (Bild: Andreas Eldh [CC BY 2.0], via Flickr)

Nein, nicht erst seit der "Spiegel" im Mai 2013 in einer Titelgeschichte über das "Leben nach Zahlen" berichtet hat, ist Big Data bei uns angekommen. Es ist eines dieser Buzzwörter, das seit einiger Zeit schon ständig mal hier, mal dort durch die Medien wandert. Und spätestens seit der NSA-Affäre wissen wir, dass er "Spiegel" mit seiner Story und der Frage, "wie Staaten berechnen, was wir tun werden" wenige Wochen vor den Snowden-Enthüllungen schon ganz schön nah dran war.

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