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Ecosia – die Suchmaschine für den Umweltschutz

Lost-In-The-Wilderness-adapted-Image-by-Asso-Myron-CC0-Public-Domain-via-Unsplash

Für gewöhnlich überspringe ich Youtube-Werbung nach den ersten fünf Sekunden. Meine Aufmerksamkeitsspanne reicht da meist nicht mal für einen 15-sekündigen Spot. Bei der Werbung für den Dienst von Ecosia (zur Webseite) bin ich allerdings ausnahmsweise hängen geblieben und verrate euch wieso.

Beim Surfen Bäume pflanzen

Mit einer Suchmaschine zum Umweltschutz beitragen klingt erst mal komisch, ist aber so! Die Grundidee von Ecosia ist also ganz leicht. Ihr nutzt Ecosia als Ersatz für die bisherige Suchmaschine eurer Wahl, wie beispielsweise Google. Ähnlich wie bei der Konkurrenz werden dann für jeden Suchbegriff auch entsprechende Anzeigen gezeigt. Wenn ihr dann auf eine der Anzeigen klickt, bekommt Ecosia eine Vergütung dafür, welche dann für das Pflanzen eines Baumes genutzt wird. Das selbsternannte Social Business verspricht mit den Einnahmen der Klicks auf Werbeanzeigen in ihren Suchergebnissen pro Klick einen Cent-Betrag an Aufforstungsprogramme zu spenden. Insgesamt fließen rund 80 Prozent der Werbeerlöse in solche Programme.

Seit der Gründung Ende 2009 hat das Social Business bereits über 17 Millionen Bäume durch das Klicken auch Suchmaschinenanzeigen finanzieren können. Das Ziel ist bewusst hoch angesetzt. Irgendwann sollen durch die Ecosia-Einnahmen eine Milliarde Bäume gepflanzt werden. Derzeit werden diverse Projekte in Mittel- und Südamerika, Afrika und Südostasien unterstützt, über die man sich auf dem zugehörigen Blog auf dem Laufenden halten kann.

Ecosia: So funktioniert’secosia

Das Angebot könnt ihr nutzen, indem ihr einfach auf der Website vorbeischaut und sie dort als eure Standard-Suchmaschine einrichtet. Der Suchmaschine liegt die Suchfunktion von Microsoft Bing zugrunde. Bing ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und beliefert mit ihrer Suchfunktion auch Yahoo! Search. Ganz im Sinne der Philosophie von Ecosia war es dann auch erfreulich, als Microsoft – somit auch Bing – sich im Mai 2012 freiwillig dazu verpflichtet hat, kohlenstoffneutral zu arbeiten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Klicktipps.


Image (adapted) „Lost In The Wilderness“ by Asso Myron (CC0 Public Domain)

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • CES 2018 stern: TV-Giganten und knuffige Alltags-Helfer: Das sind die Highlights der CES 2018: Die Consumer Electronics Show – oder kurz CES – 2018 neigt sich dem Ende zu – und wir waren übrigens auch vor Ort! Wie jedes Jahr stellt die Messe den Auftakt für das folgende Tech-Jahr dar und setzt die kommenden Trends. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: künstliche Intelligenzen und Sprachassistenten werden die Technik-Welt und auch den Alltag vieler Nutzer weiterhin beschäftigen. Aber auch die Automobil-Industrie und TV-Hersteller sorgten in Las Vegas für Aufsehen.

  • SMART HOME androidpiloten: Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich: Kampf der Mini-Giganten: die Androidpiloten haben sich die Mini-Versionen der beiden größten Smart-Home-Hersteller mal genauer angesehen. Google Home Mini versus Amazon Echo Dot – wer hat die Nase vorn? Was viele vor ein bis zwei Jahren noch skeptisch machte, hält heute schon Einzug in viele Haushalte. Sprachassistenten in smarten Lautsprechern lagen 2017 vielerorts unter den Weihnachtsbäumen. Technik-Experte Timo Brauer hat sich die beiden Helferlein genauer angesehen und weiß, welcher sich für welchen Nutzer eignet.

  • FACEBOOK spiegelonline: Neuer Newsfeed: Facebook stuft Inhalte von Medien und Firmen zurück: Facebook führt einen neuen Feed ein. Inhalte durch Medienhäuser, Unternehmen und politische Gruppen sollen zurückgestuft werden. Dafür sollen dann Beiträge von Freunden und Familien wieder sichtbarer werden. Zuckerberg möchte, auf den Wunsch vieler Nutzer, Facebook damit wieder zum Urpsrungsgedanken zurückbringen und die Plattform zum Austausch persönlicher Verbindungen zurückführen. Inhalte von Facebook-Seiten werden zwar trotzdem noch im Feed auftauchen, der Algorithmus wird aber so geändert, dass Beiträge von Facebook-Freunden priorisiert werden. Unternehmens-Seiten müssen also künftig noch tiefer in die Tasche greifen, um sichtbar zu bleiben.

  • INFLUENCER t3n: Wenn ein Youtube-Star eine Leiche filmt: Wie viel Verantwortung haben Influencer?: Das neue Jahr hatte kaum begonnen und schon war es wohl einer der Aufreger des Jahres: Youtuber filmt Leiche. Der US-amerikanische Content-Creator Logan Paul lädt ein Video zu seinem Besuch im japanischen “Suizidwald” hoch und stößt auf einen Mann, der sich an einem Baum erhängt hat. Statt die Kamera auszumachen hält Paul weiterhin drauf, zeigt den Körper nr spärlich zensiert. Was darauf folgte war ein Shitstorm sondergleichen, warf aber gleichzeitig auch Fragen auf. Wie haben Plattformen und Influencer auf solche Fälle zu reagieren, wo liegt die Verantwortung? Influencer-Experte Simon Staib von Blogfoster weiß mehr.

  • INSTAGRAM handelsblatt: Kein Kuscheln mit Quokkas auf Instagram: Sie zählen sicherlich zu den niedlichsten Tieren der Welt. Quokkas waren eine ganze Zeit lang ein viraler Hit, zahlreiche User posierten mit den knuffigen Tieren für Selfies, um das dann mit dem Hashtag #quokkaselfie auf Instagram hochzuladen. Tierschützer haben sich jetzt aber gegen den Trend ausgesprochen, die Selfies würden die Wildtiere zu sehr stressen. Instagram pflichtet dem zu und schaltet sich ein. Wenn dieser oder ähnliche Hashtags also gesucht werden, zeigt Instagram dem Nutzer künftig einen Hinweis zu Umweltschutz.

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Wie Pokémon GO künftig unseren Blick für die Natur schärfen könnte

Pokemon Gym at the peak of Zion Observation Point (adapted) (Image by Tydence Davis [CC BY 2.0] via flickr)

Jeder, der sich in den letzten Monaten im Freien aufgehalten hat, wird den großen Erfolg von Pokémon GO mitbekommen haben, das die Spitze der Spiele-Charts erobert hat. Seit zwei Jahrzehnten haben Menschen eifrig Pokémon-Kreaturen über verschiedene Medienformate gesammelt, daher war es ein logischer Schritt, die Smartphone-Technologie zu verwenden, um das Franchise in eine „Mobile Augmented Reality“ (MAR)-Spieleapp umzuwandeln. Es wurde zu einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Phänomen, der Marktwert des Besitzers Nintendo stieg auf knapp 40 Milliarden US-Dollar. Das Spiel wurde aber nicht wirklich von Nintendo entwickelt, es wurde von dem Google-Spin-Off Niantic erstellt, das auch Ingress, den beliebten Augmented Reality-Vorgänger von Pokémon GO, entwickelt hatte. Ähnlich wie Pokémon GO ist Ingress ein in die Realität eingebettetes Sci-Fi-Spiel, in dem Spieler unter Verwendung von Smartphone-Kameras mit Objekten aus der realen Welt interagieren können, die von bestimmten, spielrelevanten, simulierten Eigenschaften überlagert werden. In einer Veröffentlichung des Journals Restoration Ecology haben wir besprochen, dass MAR-Spiele wie diese viel für das Umweltbewusstsein tun können – im Gegensatz zu den Argumenten von Anderen, die darin einen Grund zur Sorge sehen. Der Schlüssel liegt nicht darin, sich über die Beliebtheit von Spielen oder Augmented Reality an sich zu beklagen oder dagegen zu argumentieren, sondern darin, zu erkennen, was diese so erfolgreich macht. Sie begreifen die Gefühle der Menschen, sie machen Spaß, sie beleben den Konkurrenzkampf und treiben Menschen in die freie Natur – all die guten Gründe, wieso die Leute die Natur lieben.

Das Problem

Das Wachstum unserer modernen Gesellschaft, das durch technische Innovationen vorangetrieben wurde, wird durch die Ausbeutung der Natur gestützt. Heute ist ein großer Teil der Welt, der früher Wildnis war, durch Menschen umgestaltet. Die Population von Pflanzen und Tieren ist zurückgegangen, was zu lokalen Verlusten und globalem Aussterben geführt hat, als Folge der Zerstörung der Lebensräume, Ernte, invasiver Tier- und Pflanzenarten und Umweltverschmutzung. Doch obwohl die direkten Ursachen des Verlustes der Tier- und Pflanzenwelt klar genug sind, ist es weniger offensichtlich, warum es viele Menschen nicht zu interessieren scheint. Der Umweltaktivist und Schriftsteller George Monbiot hat die laufende Zerstörung der Umwelt durch die Gesellschaft der Tatsache zugeschrieben, dass nicht mehr genügend Leute die Natur und Wildnis schätzen. Diese „Öko-Gleichgültigkeit“ hat sich als Synonym unserer modernisierten, urbanisierten Welt eingestellt, in welcher neue Technologien gleichzeitig die Interessen der Gesellschaft dominieren und die Fähigkeiten erhöhen, der Umwelt zu schädigen. Aber was wäre, wenn Augmented Reality, von MAR-Apps auf Smartphone bis hin zu HoloLenses, auf positive und proaktive Weise nutzbar gemacht werden könnten, um die breite Öffentlichkeit mit der Natur zu verbinden und dadurch Ihre angeborene Naturliebe zu aktivieren? Was, wenn ein Handyspiel entwickelt werden könnte, das sich nicht nur auf die Merkmale des Stadtbildes konzentriert, sondern sich spielerisch auf Natur, Pflanzen- und Tierwelt und menschliche Interaktion in einem natürlichem Umfeld konzentriert? Ein solches Spiel würde seine Spieler dazu bringen, aktiv die Natur zu erleben. Sie würden sich mit ihr zusammentun, sie beschützen (das könnte man als Belohnungs-Feature im Spiel verstehen) und damit ihren Wert verinnerlichen. Einen größeren Teil der Gesellschaft mit der Natur zu verbinden, ist seit langem ein Traum von Umweltschützern, der leider schwer erreichbar ist. Vor mehr als einem Jahrzehnt fand eine Gruppe von führenden Naturschutzbiologen heraus, dass Kinder besser Pokémon-Figuren erkennen als bestimmte Gruppen von Tieren identifizieren konnten. Das Problem ist nicht die Entdeckung der „Spezies“ an sich – es liegt mehr daran, dass sie hauptsächlich den elektronischen Lebewesen ausgesetzt sind, statt mit echten Tieren zu tun zu haben. Worin Menschen ihre Aufmerksamkeit investieren, ist ein Problem von entscheidender Bedeutung. Ingress hat aktuell mehr als sieben Millionen aktive Spieler und wurde von 12 Millionen Menschen heruntergeladen, seit es 2012 veröffentlicht wurde. Der Umstand, dass man bei dem Spiel das Haus verlassen muss, ermutigt Spieler dazu, etwas zu finden, zu erkennen und sich mit einer Reihe von kulturellen Symbolen zu identifizieren, die sie ansonsten ignorieren würden.

Egress – Aussteigen!

Hier ist also die besondere Herausforderung: Man sollte eine neue Version von Ingress erstellen (nennen wir es doch einfach „Egress“), die lehrreich und überzeugend sein sollte und zudem auch beliebt. Sie könnte auch Augmented Reality verwenden, um bestimmte  Umweltveränderungen zu zeigen – seien es gute Veränderungen, wie bei Instandhaltungen der Umgebung, oder schlechte, wie bei Anzeichen von Beschädigung. Um ein Hit zu werden, muss sie ein Publikum erfassen und eine Gemeinschaft fordern. Und sie könnte auch Daten für wissenschaftliche Projekte generieren. Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine solche App funktionieren könnte. Möglicherweise beinhaltet es die Verwendung von Handys zum Fotografieren, Lokalisieren und automatisiertem Zuordnen von „Tags“ zu Spezies innerhalb einer Landschaft, das Identifizieren von seltenen Pflanzen oder Insekten oder woran man erkennt, dass an einem bestimmten Ort Tiere leben (wie beispielsweise Erdlöcher, Überreste von Ausscheidungen oder anderem, und so weiter). Der entscheidende Punkt ist, dass, obwohl die Konzentration auf Ökologie und Natur liegt, es auch ein Spaßelement geben muss – vielleicht wie eine Art High-Tech-Version dieser alten Vogelbeobachtungs-Handbücher, aber eines, das mehr Anerkennung für das Auffinden seltener Arten bietet. Ein aktueller Leitartikel in der Zeitschrift Nature hebt einige der möglichen Anwendungen von Pokémon GO, Ingress und anderer hervor, die darauf hindeuten, dass MAR-Spiele auch verwendet werden könnten, um neue Spezies zu entdecken und zu beschreiben. Wer möchte nicht, dass ein neues Tier oder eine neue Pflanze nach ihm benannt wird? Solche wissenschaftliche Aktivitäten würden die Verbindungen zwischen Forschung, Erhaltung und der Gemeinschaft stärken. Was Ingress und Pokémon GO gezeigt haben, ist, dass es möglich ist, Millionen von technisch versierten Menschen aus ihren Wohnzimmern und Kellern zu bekommen und sich aktiv mit der übrigen Welt zu engagieren. Während es unmöglich zu garantieren ist, dass jedes Projekt viral wird, zeigen die jüngsten Erfahrungen mit der Augmented Reality auf den Telefonen, dass große Menschenmassen wirklich überzeugt werden können, das Haus zu verlassen und die Welt zu erkunden. Das ist sicherlich der erste und notwendigste Schritt, um Menschen wieder zu verbinden und sich um die Natur im digitalem Zeitalter zu kümmern. Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Pokemon Gym at the peak of Zion Observation Point“ by Tydence Davis (CC BY 2.0)


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Sponsored Post: TrenntMap – Nachhaltigkeit sichtbar machen

TrenntMap – Nachhaltigkeit sichtbar machen

Der Ruf nach Umweltschutz und Nachhaltigkeit wird immer lauter. Dabei geht es in erster Linie um die Vermeidung und das Trennen von Müll und dem damit im Zusammenhang stehenden Recycling widerstandsfähiger Materialien. Trenntstadt Berlin – eine Initiative der Berliner Stadtreinigung (BSR) und deren Partner ALBA, Berlin Recycling und der Stiftung Naturschutz – hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Abfallvermeidung und -recycling in der Hauptstadt neu zu thematisieren. Ein gelungener Schritt in diese Richtung, ist die TrenntMap, die Interessierten die Möglichkeit bietet sich über das Thema Nachhaltigkeit in deren Nachbarschaft zu informieren.

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VIDEOTIPP: The Big Fix (Trailer)

Netzpiloten Videotipp

Die Katastrophe im Golf von Mexiko scheint bezwungen, tatsächlich aber hat man das Öl nicht beseitigt, sondern es mit der Chemikalie Corexit einfach zersetzt und auf den Grund des Meeres befördert. Die Folgen sind dramatisch! Dieser Videotipp zeigt den Trailer zum Dokumentationsfilm „The Big Fix“ von Peter Fonda, der in Cannes dieses Jahr für großes Aufsehen gesorgt hat.

Das Video gibts nach dem Klick!

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