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Wiko View 3 Pro im Test: Triple-Kamera und Foto-KI für unter 300

Wiko View 3 Pro im Test

Der Preiswettkampf im Einsteiger-Bereich des Smartphone-Markts spielt Käufern derzeit in die Hände. Denn die Konkurrenz ist so groß, dass die Hersteller trotz niedriger Kaufpreise zwischen 200 und 300 Euro viel Technik reinpacken und sich dabei immer wieder überbieten. Wer eine gute Triple-Kamera mit KI-Unterstützung möchte, braucht nicht mehr zum Huawei P30 lite für 370 Euro zu greifen. Hersteller Wiko zieht die Grenze jetzt bei 300 Euro. Außerdem verspricht er bei seinem neuen Top-Modell Wiko View 3 Pro einen sehr ausdauernden Akku und ein schnelles Arbeitstempo im Alltag. Gegenüber dem Vorgänger hat Wiko das Modell an vielen Stellen verbessert. Reicht das, um in diesem Preisbereich vorne mitzumischen? Bereits vor dem Marktstart Ende Mai hatten wir das Wiko View 3 Pro im Test und konnten uns einen Praxiseindruck der fertigen Hardware mit allerdings noch vorläufiger Software bilden.

Design: Französischer Chic, chinesische Qualität

Wiko ist einer der wenigen verbliebenden Smartphone-Hersteller aus Europa. Die Geräte gestaltet er an seinem Hauptsitz im französischen Marseille. Tatsächlich erfüllt die Optik des Wiko View 3 Pro im Test das nationale Klischee bildhübschen Designs. Unser Testexemplar kennzeichnet eine blaue Farbschicht unter der Glasrückseite, die ansprechend mit der orangenen Einfassung des Gehäuses und der Hauptkamera kontrastiert. Wiko nennt diese Farbvariante Anthracite Blue/Gold. Als weitere Option erscheint in Deutschland Deep Bleen – also eine Mischung aus Blau und Grün.

Vollständig mit einer Glasschicht bedeckt, ist das Wiko View 3 Pro im Test schön anzusehen. Allerdings nur, bis wir es berühren. Deutlich sichtbare Fingerabdrücke und Schlieren sind wie immer die Kehrseite dieser Materialwahl.

Die Design-Impulse stammen zwar aus Frankreich, hergestellt wird das Gerät wie die meisten Smartphones aber in China, woher auch der aktuelle Firmeneigentümer Tenno Mobile stammt. Dass die chinesische Fertigung selbst bei niedrigpreisigen Produkten längst für Qualität stehen kann, beweist auch dieses Modell. Es steht für eine Top-Verarbeitung ohne Knarzen, scharfe Kanten oder ungenaue Spaltmaße. Einziges generelles Konstruktionsmanko: Die Hauptkamera ragt relativ weit über das Gehäuse hinaus. Bei weichen Tischoberflächen besteht Kratzgefahr.

Eine IP-gemäße Gehäuseabdichtung gegen Wasser und Staub ist zu diesem Preis nicht zu erwarten. Besonders leicht ist das Smartphone mit 184 Gramm ebenfalls nicht. Für ein Gerät mit einer derart großen Displaydiagonale ist das Gewicht aber vertretbar. Außerdem ist das Smartphone mit 8,1 Millimeter an der dünnsten Stelle relativ schlank für diese Größe.

Display: Groß und scharf, aber nicht besonders hell

Satte 6,3 Zoll misst das Display in der Diagonale. Damit hat das Gerät richtig viel zu bieten. In dieser Preisklasse ist das noch selten zu finden. Wegen der langgezogenen Form lässt sich das Wiko View 3 Pro im Test aber trotzdem stabil halten und gut bedienen.

Trendgemäß setzt Wiko abgesehen von einem ausgeprägten Kinn auf sehr schmale Ränder. Die tropfenförmige Kerbe (Notch) am oberen Rand ist noch etwas kleiner als beim Vorgänger. Nur noch die Frontkamera platziert Wiko darin, während der Telefonlautsprecher in einen schmalen Schlitz zwischen Display und Rahmen gewandert ist. Deswegen wird die Front des Geräts fast vollständig von Display bedeckt, weswegen wir regelrecht ins Geschehen eintauchen können.

Wiko View 3 Pro im Test - Display
Das Display des Wiko View 3 Pro ist mit 6,3 Zoll sehr groß, aber trotz IPS-Panel nicht blickwinkelstabil und auch nur in mäßig beleuchteten Räumen gut abzulesen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Wichtiger aber als die schiere Größe ist letztlich die Bildqualität. Hier macht sich der günstige Preis bemerkbar. Zwar verbaut Wiko ein LC-Display mit IPS-Panel, das aber die Möglichkeiten dieser Technologie nicht ausnutzt. Weder ist der Bildschirm besonders hell, noch bleibt die Helligkeit und Farbtreue beim Blick aus einem spitzen Winkel stabil.

An der Schärfe und Detailfülle haben wir aber nichts auszusetzen. Das Display löst zeitgemäß in Full-HD+ auf, während sich Wiko beim Vorgänger View 2 Pro noch auf HD beschränkte. Das ist ein deutlicher Schritt nach vorn! Video-Streaming bei YouTube, Amazon Prime Video und Netflix bereiten auf dem Display viel Spaß – vorausgesetzt, wir gucken darauf in einem nicht zu hell erleuchteten Raum.

Leistung: Schnell genug für 3D-Spiele

Statt eines Prozessors von Qualcomm setzt Wiko dieses Mal auf eine günstigere Komponente von Hersteller MediaTek. Das tut dem Tempo aber keinen Abbruch. Die acht Rechenkerne des MediaTek Helio P60 takten mit bis zu 2,0 GHz und sorgen selbst bei grafisch aufwendigen 3D-Spielen für eine flüssige Darstellung. Beim App-Start stellt PUBG Mobile genügend Rechenleistung fest, um die Grafik auf die mittlere Detailstufe zu schrauben, was uns bei einem Einsteiger-Gerät positiv überrascht.

In alltäglich gebrauchten Apps ist erwartungsgemäß ebenfalls eine flüssige Bedienung ohne Ruckeln gewährleistet. Dem Prozessor stehen 6 GB Arbeitsspeicher zur Seite, das ist sehr viel für diese Preisklasse und 2 GB mehr als im Vorgänger stecken. Das wirkt sich positiv aufs App-Management aus. Selbst wenn wir mehrere Anwendungen im Hintergrund geöffnet haben, bleiben sie das auch und werden nicht automatisch geschlossen, sodass wir sie wieder neu starten müssen.

Für Fotos, Videos und Apps bringt das Wiko View 3 Pro ebenfalls viel Platz mit. 128 GB sind intern verfügbar. Diese lassen sich mit einer Micro-SD-Karte um 256 GB erweitern.

Software: Pures Android 9 mit ein paar Extras

Direkt zum Marktstart liefert Wiko das View 3 Pro mit dem aktuellen Android 9 aus, was in dieser Preisklasse noch keine Selbstverständlichkeit ist. Dabei verzichtet der Hersteller auf eine eigene Oberfläche, belässt das Betriebssystem also fast so wie von Google geschaffen. Lediglich unter dem Menü-Eintrag „Wiko-Eigenschaften“ sind ein paar ergänzende Funktionen zu finden, mit denen Nutzer die Oberfläche und die Bedienung individualisieren können.

Den Startbildschirm den eigenen Vorlieben anzupassen, scheint Wiko-Nutzern offenbar wichtig zu sein. Zusätzlich bietet der Hersteller nämlich auch eine App an, mit der Nutzer aus Videos interaktive Wallpaper erstellen können. Die App steht in Kürze als fertige Version im Google Play Store bereit. Im Test funktioniert sie bereits problemlos.

Wiko Live Wallpaper
Wikos zuständiger App-Entwickler Christopher Ney demonstriert uns im Wiko-Hauptquartier in Marseille, wie die Live-Wallpaper funktionieren. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Obwohl es sich übrigens generell bei der Software auf unserem Testexemplar noch um keine finale Version handelt, sind uns keine Bugs begegnet.

Kamera: Praktisches Ultraweitwinkel und schönes Bokeh

Eines von Wikos Hauptverkaufsargumenten für das View 3 Pro ist die Triple-Kamera mit Künstlicher Intelligenz. Klingt an sich super, denn bei Huawei kostet diese Ausstattung mindestens 70 Euro mehr. Doch genau wie beim P30 lite handelt es sich auch beim Modell von Wiko nicht um eine „echte“ Dreifach-Optik.

Denn zum Fotografieren lassen sich nur zwei der drei Kameras auf der Rückseite verwenden. Zum einen die Standardweitwinkel-Kamera (12 MP, 27 mm, F2.0) und zum anderen die Ultraweitwinkel-Kamera (13 MP, 16 mm, F2.2). Der 5-MP-Sensor der dritten Kamera ist hingegen nur dafür zuständig, im Bokeh-Modus Abstandsinformationen zu messen und dadurch die künstliche Hintergrundunschärfe präziser zu setzen. Dafür schaltet sich die Kamera automatisch hinzu. Beeinflussen kann der Nutzer das nicht.

Wiko View 3 Pro im Test - Triple-Kamera
Eine Triple-Kamera ist bei Smartphones für unter 300 Euro noch selten. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Gerade bei Landschaftsaufnahmen ist der Wechsel zur Ultraweitwinkel-Kamera sehr praktisch. Wir kriegen dann einfach mehr aufs Bild. Allerdings sind dann auch die bei kleinen Smartphone-Optiken typischen Starken Verzeichnungen an den Rändern hinzunehmen. Das Hauptmotiv sollte daher möglichst mittig platziert werden.

Gute KI, durchwachsene App-Ausstattung

Die in der Kamera-Software enthaltene KI ist auf das Erkennen von Fotomotiven trainiert und passt Belichtung und Farblook automatisch an. An den Einblendungen erkennen wir, dass die Software die Motive recht treffsicher identifiziert. Motive wie Pflanzen und blauer Himmel – die Klassiker eben – hat sie gut drauf. Den Unterschied von Fotos mit und ohne KI-Veredelung können wir aber nicht beurteilen, weil sich die Funktion nicht abschalten lässt.

Einen positiven Eindruck hinterlässt auch der Bokeh-Modus des Wiko View 3 Pro im Test. Dies gilt sowohl für die Hauptkamera als auch für die Frontkamera, obwohl letzterer keine extra Aufnahmeeinheit dafür zur Verfügung steht. In beiden Fällen gelingt es der Software, die Unschärfemaske präzise zu setzen. Selbst mit den Übergängen am Haar kommt sie gut klar. Prima übrigens, dass sich der Bokeh-Effekt nicht nur bei Porträts, sondern auch bei anderen Objekten anwenden lässt.

Bei wenig Umgebungslicht hilft es, den Nachtmodus zu aktivieren – wobei es dafür nicht wortwörtlich Nacht sein muss. Dieser Modus sorgt mit einer Mehrfachbelichtung dafür, dass mehr Helligkeitsinformationen gespeichert werden. Dadurch entsteht ein scharfes Bild aus freier Hand, ohne dass die Automatik die ISO und damit das Rauschen stark erhöht. Die Ergebnisse sind ansprechend. Ohne direkten Vergleich fällt der Unterschied zum Nachtmodus in den teureren Spitzenmodellen etwa von Huawei nicht auf.

Weniger die Fotofreunde als eher die leidenschaftlichen Shopper und Wissbegierigen freuen sich darüber, dass Google Lens in der Kamera-App enthalten ist. Das ist ungewöhnlich für diese Preisklasse. Dabei handelt es sich um eine bildergestützte Internetsuche. Zu Abfotografierten Gegenständen findet die Software passende Gegenstücke in Online-Shops oder Zusatzinformationen im Web.

Darüber hinaus bietet die Kamera-App wenig Extra-Optionen. Beispielsweise vermissen wir einen Pro-Modus und damit auch die Möglichkeit in Raw zu fotografieren. Mit der eingebauten Kamera in Apps wie Lightroom CC können wir allerdings dann schon Bilder im Raw-Format DNG abspeichern. 

Bildqualität für den Preis auf hohem Niveau

Insgesamt geht die Bildqualität des Wiko View 3 Pro im Test absolut in Ordnung. Mitunter sehen die Bilder etwas blass aus, was sich in der Nachbearbeitung jedoch beheben lässt. Und manchmal neigt die Software zur Unterbelichtung, insbesondere bei Hochkontrastsituationen. Denkbar, dass die finale Software dieses Problem ausgleicht. Dennoch sind Belichtung, Schärfe, Detailfülle, Rauschverhalten und Farbwiedergabe für diesen Preis auf hohem Niveau. Eine Kostprobe vermittelt die von uns fotografierten Testbilder in der Galerie.

Akku: Zwei Tage sind möglich

Mit 4.000 mAh Kapazität geht Wiko zwar nicht an die Grenzen des Möglichen, denn beispielsweise das günstigere Gigaset GS280 bietet sogar 5.000 mAh. Dennoch ist der Akku im View 3 Pro überdurchschnittlich groß dimensioniert. Das brächte natürlich nur wenig, wenn die Energie schnell flöten geht. Doch dem ist nicht so. Wiko hat das Energie-Management zusammen mit der Firma SmartViser eigenen Angaben zufolge derart optimiert, dass der Akku ohne Aufladen zwei Tage durchhält. Welcher Nutzungsmix dieser Angabe zugrunde liegt, wissen wir nicht. Dennoch kommt sie unseren Erfahrungen nach hin. Bei geringer Nutzung haben wir mit dem Wiko View 3 Pro im Test tatsächlich zwei Tage ohne Steckdosen-Stop geschafft.

Wiko View 3 Pro im Test -  SmartViser
Im Wiko-Hauptsitz im Marseille prüft die Software von SmartViser Tag und Nacht, wie lange der Akku in den Handys durchhält. Die versprochenen zwei Tage kommen hin, zeigt unser Praxistest.

Damit der Akku danach schnell wieder frische Energie erhält, lässt er sich mit dem Schnellladeverfahren Fast-Charging Pump Express wieder auftanken.

Sicherheit: Face Unlock ist praktischer als der Fingerabdruck

Statt mit PIN und Muster lässt sich das Wiko View 3 Pro im Test auch per Fingerabdruck oder Gesichtsprofil entsperren.

Der Fingerabdruckscanner ist klassisch auf der Rückseite platziert und lässt sich dort an sich gut treffen. Allerdings reagiert er für unseren Geschmack etwas langsam und zeigt sich oft widerspenstig. Wir müssen schon ein gewisses Gefühl entwickeln, um den Finger genau so zu platzieren, dass der Sensor das Profil prüfen kann. Möglicherweise arbeitet der Sensor mit finaler Software nach dem Marktstart besser.

Wiko View 3 Pro im Test - Fingerabdruckscanner
Der Fingerabdruckscanner hat uns im Test nicht gefallen. Er könnte aber noch besser werden, wenn die finale Software auf dem Gerät verfügbar ist. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Als praktischer erweist sich beim Wiko View 3 Pro im Test das Entsperren per Face Unlock. Diese Einstellung ist bei unserem Testexemplar übrigens nicht in der Rubrik „Sicherheit“, sondern unter den „Wiko-Eigenschaften“ zu finden. Anders als etwa beim iPhone X startet der Entsperr-Vorgang nicht automatisch. Stattdessen müssen wir erst stets die Powertaste drücken, um das Display aus dem Standby zu wecken. Dann erkennt das Smartphone unser Gesicht und entsperrt die Oberfläche super schnell – zum Teil wirklich schneller als per Fingerabdruck.

Obwohl beim Face Unlock nur ein 2D-Scan zum Einsatz kommt, der als unsicher gilt, konnten wir Kamera zumindest mit einem Selfie auf einem anderen Handy-Display nicht austricksen.

Konnektivität und Sound: Sinnvolle Modernisierung

Im Vergleich zum View 2 Pro hat Wiko beim Nachfolger die physischen Anschlüsse und die Funkverbindungen sinnvoll modernisiert.

Beispielsweise funkt das Gerät im WLAN nicht mehr nur mit 2,4 GHz, sondern jetzt auch mit 5 GHz. Wenn ihr euch bei Routern mit bereits vielen verbundenen Geräten anmeldet, ist das von Vorteil. Denn so kommen sich die Funkkanäle nicht in die Quere. Und statt mit dem überholten Micro-USB tauscht das Wiko View 3 Pro im Test nun Daten per USB-C-Kabel aus.

Beibehalten hat Wiko den Hybrid-Slot, der entweder einer Micro-SD-Karte oder einer zweiten SIM-Karte Platz bietet. Ebenfalls ist wie gehabt ein Klinkenstecker verfügbar.

Wer aber seine Kopfhörer nicht per Kabel – oder per Bluetooth – anschließen möchte, kann Musik und Podcasts natürlich auch über einen Lautsprecher hören. Dessen Sound ist klar und bei Bedarf auch sehr laut. Allerdings ist die Klangbühne nicht sehr breit. Von Stereo-Klang keine Spur. Wir können die Richtung, aus der die Geräusche kommen, sehr klar verorten.

Fazit zum Wiko View 3 Pro im Test: Geheimtipp im gehobenen Einsteiger-Bereich 

Wiko schnürt mit dem View 3 Pro ein großzügiges Paket in der Einsteiger-Klasse. Für das Smartphone sprechen ein bildhübsches Design, ein schön großes und scharfes Display, die für diese Preisklasse gute Kamera, aktuelle Software ohne Schnick-Schnack, ein starker Akku und eine moderne Anschlussausstattung. Negativ aufgefallen sind uns beim Wiko View 3 Pro im Test hingegen die geringe Spitzenhelligkeit des Displays, der langsame Fingerabdruckscanner und die enge Klangbühne des Mono-Lautsprechers. Doch diese Makel sind angesichts des Preises zu verschmerzen.

Insgesamt setzt Wiko mit dieser Produktausrichtung starke Impulse im Bereich für unter 300 Euro. Allerdings ist die Konkurrenz in diesem Regal eng beieinander. Von der Ausstattung her vergleichbar ist das ZTE Blade V10 mit Triple-Kamera aber weniger Speicher zum gleichen Preis. Demgegenüber sind das Huawei Mate 20 lite und das Honor 8X kaum schlechter ausgestattet, aber dafür günstiger zu haben. Das Honor 8X bietet mit 6,5 Zoll sogar noch einen größere Displaydiagonale.

Zum Preis von 299 Euro ist das Wiko View 3 Pro ab heute vorbestellbar und ab dem 27. Mai 2019 erhältlich. Käufer können zwischen den Farbvarianten Anthracite Blue/Gold und Deep Bleen wählen.

Das View 3 ohne Pro als günstigere Alternative

Wer nicht ganz soviel Budget hat, für den hat Wiko noch ein Modellpaket mit etwas weniger Ausstattung geschnürt. Das Display ist minimal kleiner (6,26 Zoll), der Prozessor etwas schwächer und im Gerät stecken nur halb so viel Nutzerdatenspeicher und RAM drin. Dennoch teilt sich das Modell viele Stärken mit dem Pro-Modell. Dazu zählen die Ausstattung mit Triple-Kamera, Android 9, 4.000-mAh-Akku sowie Face Unlock und Fingerabdrucksensor. Wann und zu welchem Preis das Wiko View 3 erscheint, hat der Hersteller noch nicht veröffentlicht.

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Gigaset GS280 im Test: Ist das Streaming-Smartphone aus Deutschland ein Kauftipp?

Gigaset GS280 im Test

Mit dem GS280 will der deutsche Hersteller Gigaset insbesondere Fans von Video-Streaming ansprechen. Für diesen Zweck verfügt das Smartphone über ein großes und hochauflösendes Display sowie einen weit überdurchschnittlich großen Akku. Wie das Mittelklasse-Smartphone Gigaset GS280 im Test abschneidet, habe ich in der Praxis geprüft.

Hardware: starkes Display, langsamer Fingerabdruckscanner

Das GS280 fertigt der Hersteller wie das GS185 im Werk in Bocholt. Daher darf es das Etikett „Made in Germany“ tragen. Um Hightech handelt es sich dabei aber nicht. In puncto Design bietet Gigaset GS280 überwiegend Standardkost. So besteht nur die Rückseite aus Metall, der Rahmen aber aus Plastik. Außergewöhnlich ist die Gehäusefarbe. Mein Testgerät kam in der Farbe „Coffee Brown“. Das ist mal etwas anderes und gefällt mir nach einigen Tagen Nutzung immer noch recht gut. Derzeit gibt es das GS280 noch in Schwarz, später soll das Smartphone auch in einer goldenen Version auf den Markt kommen.

Auf der Vorderseite befindet sich eines der beiden Highlights des Telefons: Das 5,7 Zoll große Full-HD-Display. Dieses bietet eine in diesem Preissegment hohe Auflösung von 2160 x 1080 Pixeln und kommt somit auf eine Pixeldichte von 427 ppi.

Gigaset GS280 Rückseite
Kaffeebraun nennt Gigaset die Farbe dieses Gehäuses. Image by Timo Brauer

Um keinen Platz auf dem Display zu verschwenden, verzichtet Gigaset auf eine Notch und verbaut die Frontkamera sowie diverse Sensoren in dem Rahmen über dem Display. So steht das komplette Display für das Streamen von Videos zur Verfügung.

Zwar kann das Display den 1080p-Standard auflösen, doch durch eine fehlende Widevine-Zertifizierung (L1) können Kunden von Netflix und Amazon Prime Video Inhalte nur mit maximal 720p streamen. Dies macht sich auf einem Smartphone-Display zwar nicht wirklich bemerkbar, bei einem Gerät, das explizit diese Zielgruppe anspricht, wäre diese Unterstützung jedoch wünschenswert.

Auf der Rückseite befindet sich ein Fingerabdrucksensor. Dieser ist leicht in das Gehäuse eingelassen und gut mit dem Finger zu erfühlen. Im Vergleich zu anderen Smartphones ist er jedoch eher langsam.

Akku: läuft und läuft

Das zweite Highlight des Gigaset GS280 im Test ist der 5.000 mAh große Akku. In meinem Test verbrauchten zwei Stunden Streaming von Netflix-Sendungen über WLAN 11 Prozent Kapazität und über LTE 12 Prozent. Diese Werte sind ziemlich gut und werden nur von wenigen Smartphones erreicht.

Aufladen lässt sich der Energiespeicher über das mitgelieferte 18-Watt-Netzteil mit USB-C-Anschluss in ungefähr zweieinhalb Stunden. Auch das ist ein guter Wert.

Als kleines Extra lässt sich das Smartphone unterwegs als Powerbank verwenden, um andere Geräte wie zum Beispiel Kopfhörer mit Strom zu versorgen. Mit meinen Modell Beats Studio 3 hat dies problemlos geklappt.

Leistung: Streaming ohne Wartezeiten

Ein Grund für die gute Akkulaufzeit des Gigaset GS280 dürfte der genügsame Prozessor vom Typ Snapdragon 430 sein. Er verbraucht vergleichsweise wenig Energie. Zusammen mit 3 GB Arbeitsspeicher sorgt der Achtkern-Prozessor dennoch für genug Leistung, um problemlos Full-HD-Videos zu streamen oder alltägliche Aufgaben wie das Browsen im Web oder Senden von Nachrichten zu erledigen. Bei aufwändigeren Anwendungen wie zum Beispiel 3D-Spielen benötigt das Smartphone allerdings die ein oder andere Gedenksekunde.

Kamera: Für Schönwetter-Schnappschüsse

Bei gutem Licht macht die 16-Megapixel-Kamera des Gigaset GS280 im Test brauchbare Bilder. Wie bei allen preisgünstigen Smartphones verrauschen die Aufnahmen jedoch stark, wenn es etwas dunkler wird. Selfies gelingen mit der 13-Megapixel-Frontkamera bei Tageslicht gut. Die Kamera-App ist simpel gestaltet. Auf Features wie eine Bokeh-Simulation oder Nachtaufnahmen verzichtet Gigaset.

Software: Pur und ohne Schnick-Schnack – aber veraltet

Das Gigaset GS280 kommt mit purem Android. Das ist prima für alle, die die Oberflächen der Handy-Hersteller nicht mögen und denen das Betriebssystem von Google so gefällt, wie es ist. Nachteil: Gigaset liefert das Gerät in der nicht mehr ganz aktuellen Version 8.1 aus. Für ein im Februar 2019 vorgestelltes Smartphone wäre Android 9 angemessen – selbst in dieser Preisklasse.

Ein Update auf Android 9 wurde noch nicht bestätigt, sollte jedoch relativ sicher sein. Dennoch hat Gigaset beim Thema Updates keinen guten Ruf. Bei einem Test der Update-Praxis verschiedener Hersteller durch die Stiftung Warentest belegte Gigaset den letzten Platz und erhielt die Bewertung „absolut nachlässig“. Zumindest ein Sicherheitsupdate hat mein Testgerät jedoch erhalten. Wie regelmäßig diese erscheinen, verrät Gigaset allerdings nicht.

Anschlüsse: Klinkenstecker, USB-C und zwei SIM-Karten

An Anschlüssen mangelt es dem Gigaset GS280 nicht. Neben einem modernen USB-C-Port ist auch ein Klinkenstecker vorhanden. So könnt ihr auch eure lieb gewonnenen Kabelkopfhörer anschließen. Der 32 GB große interne Speicher kann mittels einer MicroSD-Karte um bis zu 256 GB erweitert werden. Zusätzlich lassen sich zwei SIM-Karten in dem Gerät verwenden. Man muss sich also nicht wie bei den meisten aktuellen Smartphones zwischen einer zweiten SIM-Karte oder einer Speicherkarte entscheiden. An Funkverbindungen unterstützt das Gigaset GS280 alle gängigen Standards wie WLAN 5 (ac), LTE und Bluetooth 4.2.

Fazit: Nur der Akku des Gigaset GS280 ragt im Test wirklich heraus

Ein Smartphone für Fans von Video-Streaming – das soll das Gigaset GS280 sein. Das ist natürlich ein sehr zugespitztes Produktkonzept. Trotzdem eignet sich das Gerät auch für andere Nutzer, die Wert auf einen großen Akku legen. Dieser konnte mich im Test wirklich überzeugen. Auch das Display ist buchstäblich sehenswert, ragt aber aus dem Wettbewerb nicht heraus. Hingegen die nachlässige Update-Politik von Gigaset trübt den guten Eindruck. Gerade Sicherheitsupdates sollten auf jeden Fall regelmäßig über einen gewissen Zeitraum ausgeliefert werden. Dass das Gigaset GS280 im Jahr 2019 noch mit Android 8 erscheint, ist unzeitgemäß.

Für die gebotene Leistung ist der aufgerufene Preis von 250 Euro meiner Meinung nach etwas zu hoch angesetzt. Wenn das Handy in den nächsten Wochen oder Monaten jedoch im Preis sinkt, ist es auf jeden Fall einen Blick wert. Für 250 Euro gibt es aktuell aber einfach zu viele Smartphones, die insgesamt ein besseres Ausstattungspaket bieten. So kommt beispielsweise das Nokia 7.1 im Test mit aktuellem Android und regelmäßigen Updates oder das Honor 8X mit einem extra-großen Full-HD-Display.

An die Akkulaufzeit des GS280 kommen jedoch beide Alternativen nicht heran. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass Gigaset das Gerät im deutschen Werk schneller reparieren kann als andere Hersteller. In den ersten drei Monaten nach dem Kauf repariert er Schäden durch Glasbruch oder Feuchtigkeit sogar gratis.

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Gigaset GS280 Made in Germany
Wie beim Gigaset GS185 findet auch die Montage des GS280 in Deutschland statt. Das hat Vorteile beim Reparieren. Image by Timo Brauer

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Das Slider-Handy ist zurück: Xiaomi Mi Mix 3 im Test

Xiaomi Mi Mix 3 im Test

Beim Xiaomi Mi Mix 3 verzichtet der chinesische Hersteller vollkommen auf eine Notch und versteckt die Frontkamera in einem Schiebemechanismus, wie er zu Handy-Zeiten bis in die frühen 2000er üblich war. Sind Slider-Handys auch in der Smartphone-Ära noch sinnvoll? Ich habe mir das besondere Smartphone angeschaut, das mir zu diesem Zweck von Trading Shenzhen (Provisionslink) zur Verfügung gestellt wurde. Das Xiaomi Mi Mix 3 im Test.

Wer ist eigentlich Xiaomi?

Xiaomi ist als Smartphone-Hersteller nicht neu auf dem Markt. Doch erst seit Ende 2018 gibt es die Geräte des Herstellers regulär im deutschen Handel zu kaufen. Budget-Modelle vertreibt er unter dem Label Redmi. Auch das bekannte Pocophone wird von Xiaomi hergestellt. Während es sich bei der Mi-Serie um die regulären Flaggschiffe des Herstellers handelt, probiert er bei der Mi-Mix-Reihe gerne unkonventionelle Konzepte aus. In diesem Fall eben ein Schiebemechanismus.

Mehr Display geht kaum

Die Verarbeitung des Mi Mix 3 macht einen super hochwertigen Eindruck. Die Vorderseite bedeckt fast vollständig das 6,39 Zoll große Display. Dadurch kommt das Gerät auf eine Screen-to-Body-Ratio von 93,4 Prozent. Im Vergleich zu den 88 Prozent beim Samsung Galaxy S10 ist das ein nochmals beeindruckenderer Wert.

Die Rückseite des Smartphones besteht ebenso wie das Galaxy S10+ aus Keramik, ist sehr kratzresistent, zieht Fingerabdrucke jedoch geradezu magisch an. Mit 218 Gramm erweist sich das Xiaomi Mi Mix 3 im Test als erstaunlich schwer. Jedoch erweist sich das im normalen Alltag als kein Problem.

Neben den üblichen Lautstärke- und Powerbuttons verfügt das Mi Mix 3 über einen zusätzlichen Button, der sich mit einer beliebigen App verknüpfen lässt.

Der Fingerabdrucksensor ist auf der Rückseite des Gerätes angebracht und lässt sich leicht erfühlen. Das Entsperren funktioniert wie gewohnt blitzschnell. Dennoch hätte mir ein Sensor auf der Vorderseite oder unter dem Display besser gefallen. Samsung, Huawei und OnePlus machen vor, wie das geht. So muss ich das Xiaomi Mi Mix 3 im Test jedes Mal anheben, wenn ich es entsperren möchte.

Schiebemechanismus statt Notch

Das besondere Feature beim Xiaomi Mi Mix 3 im Test ist ein magnetischer Schiebe-Mechanismus, welche die beiden Frontkameras sowie zahlreiche Sensoren und die Hörmuschel beinhalten. Letztere funktioniert auch, wenn das Smartphone zugeschoben ist, da der Ton durch eine kleine Öffnung durchgeschleust wird. Ein rotierendes Kameramodul wie Samsung im Galaxy A80 bietet Xiaomi nicht. Für vorne und hinten sind jeweils eigene Aufnahmeeinheiten vorgesehen.

Der Mechanismus lässt sich beim Xiaomi Mi Mix 3 im Test mit einer Hand relativ gut bedienen und hat ein gewisses „Suchtpotential“ wie die klassischen Slider-Handys von früher. Laut Xiaomi sind einige hunderttausend Schiebevorgänge für den Mechanismus kein Problem.

Xiaomi Mi Mix 3 -Schiebemechanismus animiert
Auf und zu, auf und zu. Mit dem Schiebemechanismus zu spielen, weckt das Spielkind in einem. Image by Timo Brauer

Der einzige Makel an dem Mechanismus, ist, dass sich relativ schnell Staub und andere Krümel aus der Hosentasche in der Ritze festsetzen. Dies hatte in meinem Test zwar keine Auswirkungen auf die Funktionsweise. Jedoch könnte es langfristig zu einem Problem werden, wenn man die Krümel nicht regelmäßig entfernt.

Überholter Prozessor stört beim Xiaomi Mi Mix 3 im Test nicht

Xiaomi verbaut im Mi Mix 3 einen Snapdragon-845-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,8 GHz. Diesem stehen wahlweise 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Das sorgt für ein schnelles Arbeitstempo. Der 845er-Prozessor arbeitet so schnell, dass wir im Alltag kein Tempo vermissen. Android 9 und die MIUI getaufte Bedienoberfläche treibt er erwartungsgemäß ohne Probleme an.

Allerdings handelt es sich um einen Vorjahres-Prozessor, was für ein Top-Modell nicht standesgemäß ist. Nur bei einer derzeit nicht in Deutschland erhältlichen Variante setzt Xiaomi auf den aktuellen Snapdragon 855, um das Smartphone mit 5G-Unterstützung auszustatten. Alle weiteren Spezifikationen sind jedoch identisch zu dem hierzulande erhältlichen Modell.

Die MIUI finde ich relativ verspielt. Sie bietet aber schöne Animationen und läuft sehr flüssig. Außerdem hat sie praktische Zusatzfunktionen in petto. Beispielsweise lässt sich das Smartphone wahlweise auf eine Bedienung per Wischgesten umstellen, um zusätzlichen Platz auf dem Display zu erhalten. Einziger Kritikpunkt sind die relativ häufigen Benachrichtigungen von System-Apps wie Xiaomis eigenem Appstore oder diversen Tools für die Systemoptimierung. Diese lassen sich zum Glück aber größtenteils deinstallieren oder abschalten.

Schöner Bonus: Qi-Ladegerät im Lieferumfang

Der Akku des Mi Mix 3 hat eine Kapazität von 3.200 mAh und bietet eine relativ gute Laufzeit. Ich hatte nie Probleme, mit dem Xiaomi Mi Mix 3 im Test über den Tag zu kommen. Aufgefüllt wird der Akku über einen modernen USB-C Port. Dabei unterstützt das Smartphone eine Aufladung mit bis zu 18 Watt, wahlweise per Kabel oder kabellos. Das passende Wireless-Ladepad befindet sich ebenfalls im Lieferumfang. Als besonderes Gimmick kann das Smartphone andere Smartphones oder Gadgets wie Kopfhörer mit Strom versorgen – ein passendes USB-C-zu-USB-C-Kabel vorausgesetzt.

Dual-Kamera überzeugt aber Künstliche Intelligenz übersättigt die Farben

Auf der Rückseite verbaut der chinesische Hersteller zwei 12-Megapixel-Sensoren, einen von Sony und einen von Samsung. Tagsüber habe ich gar nichts an der tollen Bildqualität auszusetzen. Wird es schummerig, verrechnet die Kamera-Software Bildinformationen beider Sensoren in einer Datei. Dadurch sind mit dem Xiaomi Mi Mix 3 im Test auch in schwierigen Lichtbedingungen noch scharfe und detailreiche Aufnahmen möglich. Lediglich bei Nachtaufnahmen kann das Smartphone nicht mit den entsprechenden Nacht-Modi von Mitbewerbern wie Huawei oder Honor mithalten.

Xiaomi Mi Mix 3 im Test beim Fotografieren
Fotografieren macht mit dem Xiaomi Mi Mix 3 im Test Spaß. Im hellen, wie im schummerigen Licht. Image by Timo Brauer

Unter dem Schiebemechanismus auf der Vorderseite befinden sich eine 24-Megapixel-Frontkamera sowie ein weiterer 2-Megapixel-Sensor für Informationen zur Tiefenschärfe. Die Frontkamera liefert ebenfalls sehr gute Ergebnisse, auch im Bokeh-Modus.

Filme lassen sich mit 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Als besonderes Feature bei der Videoaufnahme sind Full-HD-Zeitlupen mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde möglich.

Wie viele Hersteller heutzutage, setzt auch Xiaomi auf eine Kamera-KI, welche 27 verschiedene Szenarien erkennen soll und die Fotos dementsprechend automatisch bearbeitet. Wie bei solchen Funktionen häufig zu beobachten, wirken die Ergebnisse zu farbenfroh und unecht. Die Künstliche Intelligenz lässt sich jedoch in den Einstellungen deaktivieren.

Testfotos mit dem Xiaomi Mi Mix 3 im Überblick

Fazit: Außergewöhnliches Smartphone-Experiment mit wenigen Kompromissen

Für uns erweist sich das Xiaomi Mi Mix 3 im Test als ein empfehlenswertes Oberklasse-Smartphone mit insgesamt aktueller Ausstattung. Einzig beim Prozessor wird auf das Vorgängermodell des aktuellen Snapdragon 855 gesetzt. Dies wirkt sich jedoch keineswegs negativ auf die Leistung des Smartphones aus.

Der absolute Hingucker ist jedoch der einzigartige Schiebemechanismus zum Herausfahren der Frontkameras. Einen funktionalen Mehrwert bietet dieser beim Xiaomi Mi Mix 3 im Test zwar nicht, aber Technik-Enthusiasten dürften sich über die Ingenieursleistung freuen, durch die es Xiaomi gelingt, noch ein bisschen mehr Bildschirm in das Smartphone zu pressen. Allerdings erfordert der Mechanismus Kompromisse in anderer Hinsicht. So ist das Smartphone wegen dieser Konstruktionsweise nicht wasserdicht und lässt sich nicht in einer Schutzhülle verwenden.

Wer mit diesem Kompromiss leben kann, findet im Xiaomi Mi Mix 3 ein wirklich außergewöhnliches Smartphone, dem es praktisch an nichts fehlt. Weniger experimentierfreudigere Nutzer greifen zum Xiaomi Mi 9 oder Mi 9 SE im normalen Formfaktor ohne Schiebemechanismus. Erhältlich ist das Smartphone aktuell für rund 450 Euro.

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BQ Aquaris X2 und X2 Pro ausprobiert – Mittelklasse mit Android One

Der Spanische Hersteller BQ hat in München die beiden Smartphones Aquaris X2 und Aquaris X2 Pro vorgestellt. Ich war für euch vor Ort und habe die Nachfolger der ersten X-Generation ausprobiert.

Hardwareunterschiede: Aquaris X2 Pro brilliert mit Glasrücken

Der größte Unterschied zwischen dem Aquaris X2 und Aquaris X2 Pro fällt direkt beim Auspacken auf. Die Geräte sind zwar gleich groß und verfügen über ein identisches 5,65 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln im 18:9 Format: Doch nur das Pro-Modell hat eine Rückseite aus Glas. Beim einfachen X2 hat BQ lediglich eine Rückseite aus Polycarbonat verbaut. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Android-typischen Navigationstasten vom Displayrahmen auf das Display gewandert.

Im Hinblick auf die neuen Navigationsgesten in Android P könnte diese Entscheidung von Vorteil sein. Beim Prozessor setzt BQ auf den Octa-Core Prozessor Snapdragon 636, dem je nach Speicherausstattung 3 GB RAM (32 GB Speicher) oder 4 GB Arbeitsspeicher (64 GB Speicher) zur Verfügung stehen. Beim Aquaris X2 Pro setzt BQ hingegen auf den etwas älteren, aber leistungsstärkeren Octa-Core Prozessor Snapdragon 660. Diesem stehen je nach Speicherausstattung 4 GB RAM (64 GB Speicher) oder 6 GB RAM (128 GB Speicher) zur Verfügung. Beide Mobiltelefone verfügen über einen 3.100 mAh großen Akku, der sich mit Hilfe von Quick Charge 4.0 in relativ kurzer Zeit wieder aufladen lässt.

Software ohne größere Anpassung

Bei der Software setzt BQ schon länger auf pures Android ohne größere eigene Anpassungen. Auch die Update-Versorgung war bis jetzt sehr gut. So sind die Vorgängermodelle X und X Pro bereits mit Android 8.1 ausgestattet. Das Aquaris X2 und X2 Pro verfügen ab Werk über Android 8.1 und nehmen am Android One Programm teil. Damit erhalten die Smartphones garantiert zwei Android-Updates (Android P und Android Q) sowie Sicherheitsupdates für mindestens drei Jahre.

Baugleiche Kamera mit ordentlichen Werten

(Update: 8.10.18) Beide Smartphones verfügen über eine Dual-Kamera auf der Rückseite mit einem zwölf und einem fünf Megapixel großen Sensor mit einer Blende von f/1.8. Die Fünf-Megapixel-Kamera liefert lediglich Tiefeninformationen für den Porträtmodus. Videos nehmen die Smartphones in 4K mit 30 Frames und FullHD mit 120 Bildern pro Sekunde auf. Bei guten Lichtbedingungen macht die Kamera brauchbare Bilder. Die Poträtaufnahmen benötigen allerdings etwas Geschick und Licht von vorne um zu gelingen. Die Frontkamera löst mit acht Megapixeln auf und ist lediglich für Schnappschüsse geeignet.

Fazit: ein paar Monate zu spät

(Update: 8.10.18) Mit dem Aquaris X2 und X2 Pro bietet BQ zwei erschwingliche Smartphones in der oberen Mittelklasse, die dank Android One mit einer guten Update-Versorgung und purem Android punkten können. Leider sind die beiden Smartphones ein paar Monate später als gedacht auf den Markt gekommen und haben es dank deutlich günstigerer, aber ähnlich ausgestatteten Geräten wie dem Xiaomi Mi A2 schwer sich bei dem aktuellen Preis zu behaupten. Das X2 Pro gibt es mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher für einen Preis von 399 Euro. Mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher kostet das X2 Pro 469 Euro. Die Standard-Version des X2 gibt es je nach Speicherausstattung für 319 bzw. 349 Euro. 

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Android.


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Honor 9 lite im Test: Mittelklasse-Handy im Flagship-Design

Honor 9 lite im Test

Ohne viel Trubel hat die Huawei-Tochter Honor eine günstigere Version des Honor 9 vorgestellt. Das Honor 9 lite überrascht besonders mit einem sehr hochwertigen Design und einer Dual-Kamera auf der Rückseite sowie an der Front. Ich hatte das Smartphone bereits einige Tage im Einsatz und konnte es genauer unter die Lupe nehmen. Wie das neue Mittelklasse-Smartphone abgeschnittenes hat, erfahrt ihr hier. 

High-End Feeling

Beim Auspacken des Smartphones war ich einerseits positiv vom Design und der Verarbeitung des Smartphones überrascht. 2,5D-Glas auf Front- und Rückseite sowie der Rahmen aus Aluminium sorgen außerdem für einen hochwertigen Gesamteindruck. Auch ein „randloses“ Design sowie ein 18:9-Display sucht man sonst in dieser Preisklasse vergeblich. Bei dem Display handelt es sich um ein LCD-Display der zwar scharf auflöst und gute Blickwinkel bietet, aber bei Farbwiedergabe und Schwarzwert nicht mit OLED-Displays von hochpreisigeren Smartphones mithalten kann.

Solide Performance

Der verbaute Octa-Core Kirin-659-Prozessor liefert zudem eine solide Performance, die für alle alltäglichen Aufgaben sowie kleine Spiele problemlos ausreicht. Das Wechseln zwischen mehreren großen Apps war dank der verbauten 3 GB RAM außerdem kein Problem. Der 32 GB große, interne Speicher kann durch eine Micro-SD-Karte auf bis zu 256 GB erweitert werden. Android ist in der neusten Version 8.0 installiert, zusammen mit Honors eigener Softwareoberfläche EMUI 8.0. Diese hat mir durch ihr schlichtes, etwas an iOS angelehntes Design sehr gut gefallen. Alle System-Apps haben zudem ein einheitliches Design und lassen sich leicht bedienen. Einzig die App-Icons auf dem Home-Bildschirm sehen etwas altmodisch aus, weswegen ich mir relativ bald den Microsoft Launcher installiert habe. Ein nettes Extra sind außerdem die kleinen Zusatzfunktionen von EMUI, wie zum Beispiel die Möglichkeit, per Lauter-Taste und Powerbutton einen Bildschirmrecorder zu starten oder die coole Animation beim Laden.

Akkuleistung alltagstauglich

Der Akku hat eine Kapazität von 3.000 mAh, was mich in meinem Test, auch bei kalten Temperaturen, locker durch den Tag gebracht hat. Auf eine Schnelllade-Funktion sowie einen modernen USB-Type-C Port muss man hingegen leider Verzichten. Für den normalen Nutzer, der sein Handy über Nacht auflädt, ist das aber eher kein Problem.

Honor 9 lite: Zahlreiche Schnittstellen

Für Fans kabelgebundener Kopfhörer verfügt das Honor 9 lite außerdem über einen Kopfhöreranschluss. Ferner ist es möglich, zwei Simkarten gleichzeitig in dem Smartphone zu nutzen und somit auf zwei Nummern erreichbar zu sein. Man muss sich hierbei aber entscheiden, ob man eine Speicherkarte oder eine zweite Simkarte in das Telefon einlegen möchte. Der Fingerabdrucksensor ist auf der Rückseite verbaut und reagiert wie gewohnt sehr schnell und zuverlässig. Durch die Position auf der Rückseite lässt er sich außerdem leicht drücken, wenn man das Telefon aus der Tasche zieht, aber auf dem Schreibtisch muss man das Telefon jedes Mal anheben, um es zu entsperren.

Kamera

Das Smartphone bietet auf beiden Seiten die gleiche Dual-Kamera mit einer Auflösung von 13 Megapixeln auf der ersten und 2 Megapixeln auf der zweiten Linse. Die Fotos werden immer mit der hochauflösenden Linse aufgenommen, während die zweite Linse lediglich Informationen über die Tiefenschärfe der Aufnahme liefert, um einen Bokeh-Effekt zu erzielen. Es ist außerdem möglich, später auszuwählen auf welche Person oder Gegenstand im Bild der Bokeh-Effekt angewendet werden soll. Wie ihr auf den Testfotos sehen könnt, funktioniert dies bei guten Lichtverhältnissen sehr gut.

Honor 9 lite im Test
Farben und Kontrast sind bei guten Lichtverhältnissen sehr gut. Image by Timo Brauer

Bei dunkleren Lichtverhältnissen tritt hingegen ein leichtes Bildrauschen auf. Für den Preis geht die gebotene Qualität aber absolut in Ordnung, wer hier mehr erwartet, muss deutlich mehr Geld investieren. Auch normale Fotos gelingen bei ordentlichen Lichtverhältnissen sehr gut. Bei Videoaufnahmen könnte jedoch der Autofokus etwas schneller sein. Die Kamera-App selber ist sehr übersichtlich gestaltet, lässt sich durch Wischgesten bedienen und bietet zudem viele Einstellungsmöglichkeiten und Filter.

Honor 9 lite im Test
Bei schwachem Umgebungslicht setzt schnell Bildrauschen ein. Image by Timo Brauer

Fazit: Mittelklasse im High-End-Design

Die beiden schärfsten Konkurrenten des Honor 9 lite dürften Samsungs Galaxy A5 (2017) und Huaweis Mate 10 lite sein. Beim Mate 10 bekommt man für rund 50 Euro mehr zwar den doppelten Speicher, muss andererseits aber auf ein schickes Glasdesign und eine Dualkamera auf der Frontseite verzichten. Beim Galaxy A5 (2017) bekommt man für ebenfalls 50 Euro, mehr einen Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite, zudem einen USB-Typ-C-Anschluss, dafür aber eine zwei Jahre alte Android Version. Außerdem fehlt eine Dual-Kamera komplett. Insgesamt bietet das Honor 9 lite das beste Gesamtpaket, was es zu meinem Favoriten bei Smartphones unter 300 Euro macht.

Für 229 Euro bekommt man ein hochwertig verarbeitetes Smartphone mit schickem Design, 18:9 Display und außerdem einer guten Performance.

Das Honor 9 lite kann ab sofort bei Honor bestellt werden. Die ersten Besteller erhalten eine 64 GB Micro-SD-Karte kostenlos dazu.

+ Hochwertiges Design

+ 18:9 Display mit dünnen Displayrändern

+ Solide Kamera

– Kein USB-Typ-C

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Images by Timo Brauer


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Archos Diamond Alpha: Solides Mittelklasse-Smartphone mit Eleganz

Archos Diamond Alpha

Dass sich die Wahl bei einem neuen Smartphone nicht immer zwischen den großen Playern Apple und Samsung entscheiden muss, zeigt Archos. Erst im Sommer hat der französische Unterhaltungselektronik-Hersteller seine beiden Mittelklasse-Smartphones in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Anbieter ZTE vorgestellt. Grund genug, das Archos Diamond Alpha für euch zu testen. Das elegante und anschmiegsame Smartphone mit 5,2 Zoll Display kostete bei Markteinführung 399 Euro und kommt mit einem internen Speicher von 64 GB. Wir zeigen euch, was das Alpha-Tier so kann.

Der erste Eindruck zählt – und überzeugt

Beim ersten Handkontakt macht das Mittelklasse-Modell des französischen Smartphone-Herstellers einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Aluminiumgehäuse verleiht dem Diamond Alpha ein elegantes und schlichtes Design und die Oberfläche fühlt sich toll an. Mit seinen Abmessungen von 146 mm in der Höhe und 72 mm in der Breite und einem Gewicht von 155 Gramm liegt es überraschend gut und sicher in der Hand. Durch das an den Rändern abgerundete Display wirkt das Smartphone insgesamt sehr sauber verarbeitet. Schön sind auch die kleinen farblichen Akzente mit Wiedererkennungswert: Einmal der rote Home Button vorne und die feine rote Umrandung der Dualkamera hinten.

Zudem befindet sich ein Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite des Diamond Alpha, der sich durch eine Vertiefung in der Aluminium-Oberfläche bildet. Optisch kann das französische Smartphone also definitiv mit High-End-Geräten mithalten. Den einzigen Kritikpunkt, den ich in puncto „Verarbeitung“ anzumerken habe, sind die seitlichen Tasten. Die Lautstärke-Tasten so wie die Taste zum An- und Ausschalten sind etwas wackelig. Sie „klackern“ leise, wenn ich mit dem Finger darüberstreiche oder das Gerät schwenke.

Sound lässt zu wünschen übrig

Der 3,5 mm-Klinken-Eingang ist am oberen Rand angebracht, was ich persönlich gewöhnungsbedürftig finde. Am unteren Rand befinden sich jeweils der USB Typ-C Port Ausgang sowie Lautsprecher und Mikrofon. An dieser Stelle wurde bei dem Mittelklasse-Modell gespart. Die Lautsprecher sind zwar laut genug für ein Smartphone, jedoch lässt der Sound sehr zu wünschen übrig. Die Musik klingt insgesamt sehr blechern und lieblos „herausgequetscht“. Zudem ist es zunächst irritierend, dass der Ausgang des Mikrofons aussieht, wie ein weiterer Lautsprecher. Das macht das Erscheinungsbild zwar symmetrisch und harmonisch, beim Sound-Test kommt dann aber die Ernüchterung. Für einen kurzen Moment (vor dem Blick ins Handbuch) habe ich sogar geglaubt, ein Lautsprecher sei kaputt.

Das Display kann sich (an)sehen lassen

Einer der wichtigsten Punkte bei einem Smartphone dürfte jedem von euch sofort klar sein, denn schließlich starren wir die meiste Zeit darauf: das Display. Dieses besteht beim Archos Diamond Alpha aus sehr widerstandsfähigem Gorilla-Glas 3. Das IPS-Display hat eine Diagonale von 5,2 Zoll (13,21 cm) und bietet euch eine Full-HD-Auflösung mit 1.080 x 1.920 Pixeln. Auf mich wirken vor allem Buchstaben angenehm scharf und gut zu lesen. Zudem liegt die Bildschirmhelligkeit mit 450 cd/m2 in einem guten Bereich. Ich empfinde das Glas zudem als relativ wenig anfällig für Fingerabdrücke.

Foto-Spaß mit Dualkamera und Selfies: Aber nur bei gutem Licht und ruhiger Hand

Der Kamera des Archos Diamond Alpha stehe ich eher zwiespältig gegenüber. Die verbaute Dualkamera auf der Rückseite löst mit 2×13 Megapixeln auf. Zudem ist ein Single-LED-Blitz verbaut sowie ein Sony MONO Full-Light Sensor, der die Lichteinstrahlung reguliert. Videos könnt ihr wahlweise mit bis zu 4K Aufnehmen. Für Farbtiefe und Intensität sorgt ein True-Color RGB-Sensor. Archos setzt außerdem auf den Spaß-Faktor der Fotografie: Durch NeoVision 6 stehen euch viele künstlerische Effekte zur Verfügung, wie beispielsweise Lichtmalerei oder Motiv-Klonen. Die Selfiecam kommt einer guten Auflösung von 16 Megapixeln. „Fett. Intensiv. Hightech.“ So beschreibt der Hersteller die Dualkamera des Diamond Alpha.

Dafür, dass der Fokus des Smartphones auf der Kamera liegt, finde ich es schade, dass es keinen optischen Zoom gibt. Vor allem der fehlende optische Bildstabilisator ist für mich ein Kritikpunkt, da es so recht schwierig ist, gute 4K-Aufnahmen ohne Stativ zu machen. Des Weiteren muss man sogar bei Selfies eine sehr ruhige Hand haben, damit das Foto gestochen scharf ist. Das braucht teilweise einige Anläufe und macht das gute Fotografieren mit Hilfe der seitlichen Tasten fast unmöglich. Zudem finde ich, dass die Kamera bei wenig Licht nicht so viel herausholt. Insgesamt macht das Fotografieren mit dem Archos Diamond Alpha aber sehr viel Spaß und bietet gute Resultate.

Hard- und Software: So arbeitet das Archos Diamond Alpha

In dem Mittelklasse-Smartphone ist ein Qualcomm Snapdragon S652 mit acht Kernen verbaut. Zusammen mit dem Arbeitsspeicher von 4 GB bietet das Diamond Alpha genug Rechenleistung und Schnelligkeit für Videos und Games. Bei der Software setzt Archos hier auf das nicht ganz aktuelle Android 6.0 Marshmallow zusammen mit der Smartphone-Oberfläche von Kooperationspartner ZTE namens Nubia 4.0 UI. Trotzdem gefällt mir die sehr übersichtlich und simpel gehaltene Version der Software. Es sind nur wenige Apps vorinstalliert und es gibt es kein extra App-Menü, das ich persönlich immer recht überflüssig finde. Die Einstellungen lassen viel Raum zur Individualisierung. Ich finde ich die Voreinstellung der Android-Tasten neben dem Home-Button sehr seltsam, da der rechte Button die Funktion „Zurück“ und der linke Button die Funktion „alle offenen Apps anzeigen“ ausführt. Das lässt sich zum Glück in den Einstellungen umkehren.

Kleine Features machen das Bild rund

Der Fingerabdrucksensor reagiert sehr gut und besonders schnell. Ich empfinde ihn als besonders ergonomisch angebracht, so dass der Zeigefinger auch bei kleinen Händen automatisch aufliegt. Die Werkseinstellung bietet hierüber eine Screenshot-Funktion an, die ich aber ständig aus Versehen ausgelöst habe. Das lässt sich ebenfalls in den Einstellungen ändern. Das Archos Diamond Alpha kommt bereits mit 64 GB internem Speicher, der sich aber auf Wunsch per Micro-SD-Karte erweitern lässt. Oder aber man entscheidet sich dazu, das Smartphone mit zwei Nano SIM-Karten zu nutzen, die Option bietet das Diamond Alpha ebenfalls.

Last but not least gefällt mir die Schnellladefunktion sehr gut. Innerhalb von 90 Minuten war das Smartphone wieder zu 100 Prozent aufgeladen. Die Akku-Kapazität liegt bei 2.950 mAh und sollte eine gewisse Weile lang halten.

Insgesamt ist das Archos Diamond Alpha ein schönes Mittelklasse-Smartphone, das besonders durch Eleganz und Handlichkeit punktet. Es einmal in den Händen zu halten lohnt sich bei dem gut verarbeiteten Gerät allemal. Die Kamera bietet viel Spaß und schießt gute Fotos bei Tageslicht. Das Display hat eine angenehme Größe, auf dem Videos und Games dank des Octa-Core Prozessors klar wiedergegeben werden. Wem die neueste Android-Version sowie erstklassige Lautsprecher nicht so wichtig sind, der wird mit dem Diamond Alpha sicherlich viel Freude haben. Es ist für 399,99 Euro im Hersteller-Shop erhältlich.


Images by Jessica Julia Mrzik


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