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Mit 11Pets die Gesundheit des Haustieres im Blick behalten

Mit zahlreichen Fitnesstrackern überwachen wir unsere Ernährung, Bewegungen, den Schlaf und unsere sportlichen Aktivitäten. Zusätzlich holen wir uns Apps auf unser Smartphone, mit denen wir uns unseren Alltag einfacher und strukturierter gestalten. Eine gute Möglichkeit, um sich und seine Gesundheit immer bestens im Blick zu haben. Also, warum sollten wir das nicht auch bei unseren Haustieren tun?

In den App Stores gibt es viele Apps, mit denen wir die Gesundheit unserer Haustiere überwachen können. Ich habe mir einmal die App 11Pets Haustier Pflege angeschaut, um zu sehen, wie sinnvoll das Haustier-Tracking tatsächlich sein kann.

Willkommen bei 11 Pets Haustier Pflege

Die App begrüßt mich mit einem freundlichen Leitfaden. Hier möchte 11Pets vorerst wissen, ob es sich bei mir um eine Familie mit Haustieren handelt. Ich kann aber auch auswählen professioneller Tierfriseur oder Tierschutzorganisation. Mit meiner Hauskatze gehöre ich also in die Rubrik Familie mit Haustieren. Anschließend wählt man die Art des Haustieres und schon geht es los.

11 Pets bietet den Nutzern sehr viele Eintragungsmöglichkeiten. Daher habe ich auch zu Beginn einen kurzen Moment gebraucht, um einen umfassenden Überblick zu bekommen.

Auf der Startseite wird mein Haustier angezeigt und hier erscheinen auch gleich die wichtigsten Daten wie Name, Tierart, Geschlecht, Rasse und die Grundinformationen. Zusätzlich erhält man alle wichtigen Termine, die man sich direkt anzeigen lassen kann. Muss mein Haustier zum Tierfriseur oder zum Krallenschneiden? Wann steht der nächste Arztbesuch an, für beispielsweise  eine interne Entwurmung? Gibt es einen Impftermin oder Medikamente, an die ich denken muss?

Aber auch Zwischenfälle lassen sich in die App eintragen. Hierbei kann der Nutzer allerdings auswählen, welche Termine er sich anzeigen lassen möchte. Mit meiner Katze kann ich mir nämlich den Friseurbesuch sparen. Möchte ich einen Termin eintragen, geht das ganz einfach, indem ich alles in den Reiter „Zeitplan“ eintrage. Auf der Startseite wird mir der Termin dann angezeigt. Einen Tag vorher bekomme ich zusätzlich eine Erinnerung.

In der Rubrik „Gesundheit“ findet der Nutzer alles Wichtige zu den Punkten wie unter anderem Laborergebnisse oder –tests oder über mögliche Allergien. Selbst eine Fotogalerie kann von den Fellnasen erstellt werden.

Für wen eignet sich 11Pets?

Die App finde ich persönlich sehr schön gestaltet. Der Aufbau ist außerdem ziemlich leicht nachzuvollziehen, auch wenn es am Anfang ein bisschen gedauert hat. Die Möglichkeiten sein Haustier hier genauer zu dokumentieren, sind sehr ausgeprägt. Es können zusätzlich Dokumente und Bilder hochgeladen und alle wichtigen Termine, wie beispielsweise Arztbesuche, festgehalten werden. Gerade wenn man häufiger zwischen Tierärzten wechselt, ist es vorteilhaft immer alle Aufzeichnungen fehlerfrei und lückenlos weiterzugeben.

Allerdings eignet sich die App meiner Ansicht nach eher für diejenigen, die mehr als ein Haustier zu Hause haben oder ein Haustier besitzen, was häufig zum Arzt muss oder medikamentös behandelt wird. Auch Tierschutzorganisationen werden mit diesem digitalen Helfer sicherlich glücklich. Gut durchstrukturiert gibt es hier alles Wichtige über das Tier zu sehen und gerade die Termingestaltung, machen die Tierarzt- oder Hundefriseurbesuche um einiges angenehmer, weil so keine wichtigen Daten in Vergessenheit geraten können.

Die App gibt es im Google Play Store und Apple App Store.


Image by nenetus via stock.adobe.com

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • HASS-POSTINGS t3n: Wer pöbelt, darf in den Medien namentlich genannt werden: Mit der hohen Popularität wächst auch die Notwendigkeit über den Umgang mit Hass-Postings zu entscheiden. Das Saarländische Oberlandesgericht hat nun entschieden, dass zum Zweck der Berichterstattung der Name des Beitragserstellers voll zitiert werden darf. Der Name sei im Internet öffentlich zugänglich und der Nutzer sei sich dem Hass-Postings bewusst gewesen. Die Entscheidung des OLG hob eine vorherige Entscheidung auf.

  • BROWSER heise: Ehemaliger Mozilla-Technikchef: „Chrome hat den Browser-Krieg gewonnen“: Googles Browser „Chrome“ hat mittlerweile den Großteil des Marktes eingenommen. 54 Prozent nutzen den Browser, Mozilla Firefox, ein ebenfalls populärer Wettbewerber erreicht nur 6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind heute 22 Prozent weniger Firefox-Installationen aktiv, der Verlust beschleunige sich zunehmend. Diese Zahlen veröffentlichte der ehemalige Technikchef von Mozilla auf Github. Grund für den Rückgang der Aktiven Installationen von Firefox sei das aggressive Marketing und die Monopolstellung von Google. Mit wenig Aufwand kann das Unternehmen Aufmerksamkeit auf ihren Browser lenken.

  • STRAFE golem: Livestream-Mitschnitt des Stadtrats kostet 250.000 Euro: Auf den Mitschnitt und eine Weiterverwendung des Streams einer Stadtratssitzung des Stadtrats Schwerin steht nun eine hohe Geldstrafe, beschließt die Stadtvertretung. Beantragt wurde dieses Weiterverwendungsverbot da die Vertreter ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sehen. Die Fraktionen erklärten, dass der Livestream weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird, aber die Aufzeichnung durch dritte zu weit gehe. Der Landesbeauftragte für Datenschutz- und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern habe der neuen Regelung des Stadtrats zugestimmt.

  • WERBUNG horizont: Das Duopol: Welchen Einfluss haben Facebook und Google auf das internationale Werbegeschäft? Laut der Pivotal Research Group landen in den USA inzwischen 70 Prozent der digitalen Werbespendings bei Google und Facebook. Zahlen für Deutschland sind nicht bekannt. Die Tatsache, mit welcher Rasanz sich im digitalen Werbegeschäft ein Duopol zwischen den beiden Unternehmen etabliert hat, sollte eigentlich abschrecken. Die Stärke dieser Unternehemen liegt unter anderem auch in der großen Anzahl an Ressourcen und dem mittlerweile etablierten Prozess des Trackings.

  • SMART wired: Anybody Can Fire This ‚Locked‘ Smart Gun With $15 Worth of Magnets: Es schien wie ein Durchbruch im Bereich der Waffenkontrolle. In den USA hat das Unternehmen Armatix eine “Smart-Pistole” vorgestellt, die nur feuern kann, wenn der Schütze das passende Gegenstück – eine Uhr – am Arm trägt. Hacker haben nun einen Weg um die Sperre gefunden und gezeigt, dass die Technologie nicht so sicher ist. Die Verriegelung der Waffe kann durch einfache Magneten umgangen werden.

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Wir sollten die Demokratie digital upgraden #D2030

Bürokratie (adapted) (Image by Geisteskerker [CC0 Public Domain] via pixabay)

Als #KönigvonDeutschland würde Dirk Helbing einen digitalen Katalysator bauen, der uns alle befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen, kreativer und innovativer zu sein, sowie die Koordination untereinander auf eine höhere Qualitätsstufe zu stellen. Co-Kreation, kollektive Intelligenz und Co-Evolution sind die Stichworte, die der Professor für Computational Social Science an der ETH Zürich beim netzökonomischen Diskurs der D2030-Initiative thematisierte. Um das zu erreichen, braucht man Plattformen und digitale Assistenten, die sich in den Dienst der res publica stellen und nicht von einzelnen Unternehmen dominiert werden.

Kombination von smarten Technologien mit smarten Bürgerinnen und Bürgern

Wir können die Demokratie digital upgraden“ , so Helbing. Damit meint er nicht die Projekte in Bund, Ländern und Kommunen unter der Überschrift E-Government: Statt intelligente Plattformen zu schaffen, wurde nach dem Prinzip „Bürokratie im Netz“ die Flut von Formularen und Anordnungen einfach online abgebildet. Das Ganze wird zu Tode verwaltet.

Wir benötigen die Kombination von smarten Technologien mit smarten Bürgerinnen und Bürgern. So etwas kann man der Politik nicht alleine überlassen. Für so etwas brauchen wir Investitionen, Kooperationen und eine breite Beteiligung der Bevölkerung“ , betont Helbing in der D2030-Gesprächsrunde.

Res publica-Supercomputer

Wie könnte die Kombinatorik von kollektiver Intelligenz, Big Data und so eine Art res publica-Watson-Supercomputer aussehen? Helbing schweben dezentral organisierte MOODs vor – also Massive Open Online Deliberation Platforms. Virtuelle Verhandlungstische für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

MOODs könnten genutzt werden, um innovativere Politikansätze auszuarbeiten, die über das einfache Mehrheitsprinzip hinausgehen. Es sollen verschiedene Perspektiven integriert werden, die nicht auf der Interessen- und Umverteilungspolitik von minimalen Mehrheiten basieren.

Bei den verschiedensten komplexen Herausforderungen wurde schon oftmals gezeigt, dass in der Kombination von Ideen und in der Interaktion zwischen Menschen sowie von Menschen und Maschinen die besten Resultate erzielt werden können. Ein solcher Ansatz kann nicht nur die Entfaltungsmöglichkeiten vieler Bevölkerungsgruppen und kombinatorische Innovation fördern, sondern auch für eine möglichst große Chancengleichheit und eine ausgeglichene Zufriedenheit unter den Bevölkerungsgruppen sorgen“ , so Helbing.

Komplexe gesellschaftliche Strukturen benötigen Ideenpluralismus und kombinatorische Innovation

Dazu brauche man allerdings die Wissenschaft. Die Komplexität der Welt wachse schneller als die Rechnerleistungen. „Wir brauchen einen anderen Steuerungsansatz mit verteilter Kontrolle und mehr Partizipation. Nur eine pluralistische Gesellschaft ist wandlungsfähig, resilienter und entwickelt mehr kollektive Intelligenz“, sagt Helbing.

Digitale Demokratie sei dann erfolgreich, wenn es gelingt, die digitalen Möglichkeiten so zu nutzen, dass die Ideen von Habermas oder Fishkin zur deliberativen Demokratie umgesetzt werden. Statt einer datengetriebenen Politik basierend auf zentraler Top-Down-Kontrolle und globalen Einheitslösungen plädiert Helbing für einen Weg, der die Komplexität und Vielfalt zu unseren Gunsten nutzen kann – durch den Aufbau von dezentralisierten Kooperationsnetzwerken.

Diskursmöglichkeiten in polarisierten Gesellschaften

In jüngster Zeit wurde mehrfach hervorgehoben, dass in polarisierten Gesellschaften die Suche 51 Prozent-Mehrheiten keine geeignete Lösung darstellt, da sie zu einer Diktatur der Mehrheit über die Minderheit führen kann.

Zusätzlich haben besonders knappe Resultate – man nehme die Abstimmung zum Brexit oder zur Masseneinwanderungsinitiative in der Schweiz – zu Protesten geführt, weil man die Aussagekraft der Resultate und die Fairness des politischen Prozesses anzweifelt. Heute können die Bürgerinnen und Bürger zu einer komplexen, vielschichtigen Frage meist nur ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ sagen. Ja oder Nein reicht jedoch oft nicht“ , führt der ETH-Professor aus.

Mit digitalen Plattformen könnten sich die Menschen mit der Komplexität von Politik auseinandersetzen und verstehen eher die Notwendigkeit von diversifizierten Politikansätzen.

Am Ende eines Deliberationsprozesses kann es immer noch einer Mehrheitswahl bedürfen. Aber zu diesem Zeitpunkt enthielte der Lösungsansatz bereits einen substantiellen Anteil an Ideen und Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger und es käme daher viel seltener zu polarisierten Ergebnissen.
MOODs haben einen weiteren, gewichtigen Einfluss auf die Modernisierung der Politik. Sie erlauben es, den Puls der Zeit viel schneller aufzunehmen und so rasch auf neue Herausforderungen einzugehen. Die technologische Entwicklung ist heute mitunter rasant und die Politik hinkt oft hinterher. Mittels MOODs wird der Austausch der Technologie-Avantgarde mit Politik und Verwaltung vereinfacht und institutionalisiert“ , erläutert Helbing, Mitglied des D2030-Fachbeirats.

Fakten-Checks mit Künstlicher Intelligenz

MOODs sollten moderiert werden durch von der Gemeinschaft gewählte Moderatorinnen und Moderatoren, um faire und konstruktive Diskussionen zu ermöglichen. Künstliche Intelligenz könne dazu genutzt werden, auffällige Aktivitäten zu erkennen und damit Chat-Roboter und Ghostwriter zu enttarnen. Künstliche Intelligenz könnte zudem die verschiedenen Argumente in einer Diskussion sortieren und organisieren und so zu einer ausgewogenen und übersichtlichen Diskussion beitragen. Also Fakten-Checks, die nicht willkürlich von staatlichen oder privaten Organisationen betrieben werden.

Digitale Demokratie könnte nach Ansicht von Helbing einige der wichtigsten Errungenschaften unserer Gesellschaft wiederbeleben: Selbstbestimmung, Freiheit, Gewaltenteilung, Chancengleichheit, soziale Partizipation und Mitbestimmung sowie Diversität und gesellschaftliche Resilienz. Wer MOODs aufbaut, technologisch zur Blüte bringt, weiterentwickelt, finanziert und organisiert, sollte noch intensiver debattiert werden. Da sehe ich noch einige Fragen, die in der D2030-Initiative aufgegriffen werden sollten. Schließlich will man Impulse geben, Staat, Demokratie, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft neu zu denken. Etwa über den Online-Dialog, der vergangene Woche gestartet wurde auf dieser Webseite. Das Notiz-Amt wird diesen Diskurs begleiten. Man hört, sieht und streamt sich spätestens auf dem Zukunftskongress in Berlin, der am 6. und 7. Juli stattfindet.


Image (adapted) „Bürokratie“ by Geisteskerker (CC0 Public Domain)


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Softe Hardware: Der smarte Schal „SKARV“

SKARV (Image by Lisa Kneidl)

Seit geraumer Zeit „schmücken“ sie schon die Handgelenke der Technik-Enthusiasten von nah und fern, überwachen unseren Schlaf und zählen unsere Schritte. Nicht etwa der dystopische Big Brother, nein – Gadgets wie Smartwatches oder Fitness-Armbänder sind schon längst im öffentlichen Interesse und Gebrauch angekommen.

Das sogenannten „Wearable“ ist kein gänzliches neues Konzept. So zählt beispielsweise der Walkman schon seit dem Jahr 1979 zur tragbaren Technologie, Hörgeräte und andere technische Hilfsmittel sind bei vielen Mitmenschen im täglichen Gebrauch. In jüngster Zeit hat sich das Konzept aber vor allem durch Unternehmen wie Google mit seinem als gescheitert geltendes Experiment Google Glass oder durch den Technologie-Platzhirsch Apple und deren Apple Watch wieder verstärkt ins öffentliche Interesse befördert.

Subtilität ist einer der primären Faktoren für das Durchsetzungsvermögen von tragbarer Technologie und ein Aspekt, an dem schon die Google Glass durch ihr ausgeprägtes Design scheiterte. Denn das ist der Key-Aspekt: Wearables müssen auch wirklich von jedem getragen werden wollen – nicht nur vom fancy IT-Enthusiast aus dem Silicon Valley. Und deshalb soll jetzt auch unsere Kleidung intelligent werden.

SKARV – das erste Social Wearable

denkwerk Montage (Images by Lisa Kneidl)

In der Kölner Filiale der Multimedia-Agentur denkwerk habe ich den SKARV ausprobiert. Der SKARV ist ein smarter Schal, der durch zwölf ultraflache Vibrationsmotoren Impulse an den Hals des Trägers abgibt und so menschliche Berührung simulieren soll. Gesteuert wird das Ganze mit einer eigens entwickelten iOS-App.

Mit ihr kann man die Impulse in Mustern abgeben, was ich dann auch am eigenen Leib testen durfte. Zugegeben, ich war anfangs skeptisch – ein Schal, der so etwas Intimes wie eine Berührung nachstellen soll, kann und soll es so etwas geben? Und wozu brauchen wir tragbare Technologien mit solchen Funktionen überhaupt?

Beim SKARV wird ganz auf das soziale Miteinander gesetzt. Deshalb geht es nicht einfach nur um ein „Ego Wearable“, das unsere körpereigene Fitness und unseren Schlaf misst, sondern um ein sogenanntes „Social Wearable“. Ein ziemlich dehnbarer Begriff, wie ich finde. Für die denkwerker soll der Schal das Teilen von Inhalten und Emotionen mit Freunden und Familie in den Vordergrund stellen.

Von der Idee zum Produkt

SKARV Montage (Images by Lisa Kneidl)

Jeden Sommer wird der sogenannte „Summer of Thinx“ veranstaltet. Hier werden Praktika an eine Handvoll internationaler Bewerber vergeben, die an einem Projekt arbeiten, das dann schließlich von denkwerk verwirklicht wird. So ist während des zweiten Summer of Thinx im Jahr 2015 der SKARV entstanden. „Thinx soll keine Gadgets auf den Markt bringen, sondern ist ein Tool mit viel Raum zum Experimentieren.“, erzählt mir Motion Director Gregor Kuschmirtz. Er und seine Kollegin Alina Schlaier, Creative Director im denkwerk Köln, sind es auch, die mich empfangen und herumführen.

Hergestellt wird der SKARV im Textiellab in Holland, wo auch schon Adidas und Gucci ihre Innovationen getestet haben. Der Schal wird hier aus nachhaltigem Garn im 3D-Verfahren gestrickt. Im fertigen Schal befindet sich dann ein Tunnel, in den die Motoren und der Akku eingesetzt werden können und sich so von hinten um den Hals legen. Der Akku wird dann per Micro-USB geladen und die Kommunikation zwischen Schal und Smartphone läuft über Bluetooth.

Wie tragbar ist das Wearable?

Der Schal unterscheidet sich vom Tragegefühl nicht von einem herkömmlichen Schal. Die eingenähte Tasche mit den Motoren ist tatsächlich sehr unscheinbar und kann sowohl von außen nicht gesehen, als auch von innen fast nicht gefühlt werden. Ich hatte von den Impulsen auch direkt eine Intensität wie bei einem dieser Teleshopping-Massagegeräten erwartet – also eher unangenehm – aber war von der tatsächlichen Subtilität der Impulse überrascht. Die denkwerklerin mit dem Smartphone hat also Befehle an die App abgegeben – die Motoren sind im Interface als Kreis dargestellt und können dadurch gesteuert werden – die dann direkt an den Schal per Bluetooth übertragen wurden.

Alina betonte zudem, dass rund 20 Prozent der SKARV-Tester den Sinneseindruck aber ablehnen, eine solch menschenähnliche Berührung sei zu befremdlich. Für mich war die „Berührung“ durch den Schal tatsächlich angenehm und nicht störend oder ähnliches. Ob man die Impulse tatsächlich für eine menschliche Berührung halten könnte, bezweifle ich aber. Das Wissen, dass es von Motoren ausgeht, schwingt dann doch immer mit.

Wann tragen wir alle schlaue Schals?

Ich war von der unauffälligen Erscheinung des SKARV überrascht und beeindruckt. Der Tragekomfort ist hoch und auch von außen würde man nie auf die Idee kommen, ein Wearable vor sich zu haben. Auch den Ansatz eines „Social Wearable“ finde ich grundsätzlich spannend, aber nicht unbedingt durchsetzungsfähig. Vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz der im SKARV verbauten Technologie gibt es aber definitiv. So könnte sie beispielsweise im Gaming Verwendung finden – über die Motoren könnten in Multiplayer-Spielern Impulse wie Richtungen oder andere Team-Kommandos übermittelt werden. Möglichkeiten gäbe es auch bei der Navigation – man stelle sich einen Gürtel oder Schuhe mit ähnlichen Motoren wie im SKARV vor, die Richtungsimpulse der Navigations-App auf dem Smartphone abgeben, ohne dass man dieses aus der Tasche holen müsste.

Noch ist der SKARV ein Prototyp und geht noch nicht in die Massenproduktion. Ich könnte mir durchaus vorstellen, ihn zu kaufen, aber nicht als „social“ sondern doch lieber als „Ego-Wearable“, um mich und meine Aktivität zu messen oder mir im Alltag behilflich zu sein. Vielleicht ist die Gesellschaft – und ich selbst natürlich – noch zu leistungs- und nutzungsorientiert, um auf eine so einfühlsame Konzeptidee anzuspringen. Es bleibt spannend, wie die Modeindustrie das Konzept der smarten Kleidung aufgreifen wird. Alina meint dazu: „Die Fashion-Industrie wird in fünf oder zehn Jahren ihr blaues Wunder erleben, weil sie die komplette Digitalisierung verschlafen!”. Der intelligente Schal wird uns vielleicht beim Aufwachen helfen – oder zumindest sanft wachstreicheln.


Images by Lisa Kneidl


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Wer lügt, der fliegt!

smart-Challenge: Die offenste Probefahrt der Welt

Der neue „smart fortwo cabrio“ ist das einzige Cabrio seiner Klasse, dessen Verdeck sich vollständig öffnen lässt. Diese totale Offenheit fordert das Auto auch von seinen Fahrern – zumindest bei diesen witzigen Probefahrten. Wie ehrlich sind wir wirklich zu unseren Mitmenschen? Diese Frage versucht smart jetzt mit der offensten Probefahrt der Welt zu beantworten. Die Spielregeln sind denkbar einfach: Die Person am Steuer wird an einen Lügendetektor angeschlossen und muss sich während der Fahrt den Fragen des Beifahrers stellen. Schon bei der ersten unwahren Antwort schließt sich das Verdeck des neuen „smart fortwo cabrio“ automatisch und der Trip endet. Nur wer alle Fragen binnen fünf Sekunden beantwortet und dabei schonungslos ehrlich ist, schafft es bis ins Ziel!

Die Wahrheit kommt so oder so ans Licht

Um für Spannung zu sorgen, sitzt auf dem Beifahrersitz natürlich nicht irgendwer. Die Fragen kommen vom besten Freund, der eigenen Mutter oder der Partnerin. Die Teilnehmer sind keine Schauspieler, alles was im Video zu sehen ist, ist echte Scham und diebische Freude. Denn während die ersten Fragen noch harmloser Natur sind („Magst du dieses Auto?“), geht es mit zunehmender Fahrtdauer immer mehr ans Eingemachte. Und spätestens wenn die eigene Mutter wissen möchte, ob man schon mal im Bett der eigenen Eltern Sex hatte, gehen die Antworten nicht mehr so leicht über die Lippen. Wirklich zu beneiden, ist keiner der Kandidaten in dem Clip. Wer möchte schon seiner Partnerin auf die Frage „Magst du meine Mutter?“ eine Antwort geben, während man an einen Lügendetektor angeschlossen ist? Diese Probefahrt werden die Teilnehmer nicht so schnell vergessen. Ganz ehrlich!


Image by smart


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Industrie 4.0: Die Informatisierung des Alltags

Activate the world (or what mobile really means) (adapted) (Image by Mike [CC BY 2.0] via flickr)

Die USA und Asien diktieren die Informatisierung des Alltags – in Deutschland redet man lieber über Industrie 4.0. Für Professor Friedemann Mattern von der ETH Zürich war schon im Jahr 2007 klar, dass wir mit der Informatisierung des Alltags einen fundamentalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft erleben werden. Dahinter steht die Vision von intelligenten Umgebungen und smarten Alltagsgegenständen, die mit digitaler Logik, Sensorik und der Möglichkeit zur drahtlosen Vernetzung ausgestattet ein “Internet der Dinge” bilden, in dem der Computer als eigenständiges Gerät verschwindet und in den Objekten der physischen Welt aufgeht. Neue Technologien ermöglichen eine allgegenwärtige Verfügbarkeit von Informationen und Diensten, in deren Zentrum nicht mehr die Maschine mit ihren technischen Möglichkeiten und Grenzen, sondern der Mensch mit seinen individuellen Anforderungen und Wünschen steht. Der Rechner wirkt nur noch im Hintergrund als unaufdringliche, aber stets verfügbare elektronische Assistenz.


Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie, die sich im Vorfeld der Konferenz MSFT Explained mit Fragen der Digitalisierung unserer Gesellschaft auseinandersetzt.


Smarte Alltagsgegenstände

Computer waren anfangs raumfüllende Geräte, die viele Millionen kosteten. Erst vor gut 30 Jahren wurden sie so klein und billig, dass sich auch Privatleute einen “persönlichen” Computer leisten konnten. Heute geht es nicht mehr um stationäre PCs oder Laptops, sondern um allgegenwärtige Mikroprozessoren, die wertvolle Dienste in Smartphones, Maschinen und Haushaltsgeräten leisten. Das satellitenbasierte GPS war anfangs nicht für den zivilen oder gar “populären” Einsatz gedacht. Inzwischen stecken Lokalisierungsfunktionen in fast jedem Gegenstand – vom Trekking bis zur Navigation oder der Mitteilung über Reiserouten, Jogging-Strecken und Social Web-Ortsmitteilungen.

Viele Alltagsgegenstände sind ‚smart’, indem sie mit Informationstechnologie zum Sammeln, Speichern, Verarbeiten und Kommunizieren von Daten ausgestattet werden. Sie erhalten so eine gegenüber ihrem ursprünglichen Zweck erweiterte Funktion und damit eine neue, zusätzliche Qualität. Etwa Autoreifen, die den Fahrer benachrichtigen, wenn der Luftdruck abnimmt oder Medikamente, die sich rechtzeitig bemerkbar machen, bevor ihr Haltbarkeitsdatum abläuft. Idealerweise können smarte Dinge nicht nur mit Menschen und anderen smarten Gegenständen kommunizieren, sondern auch erfahren, wo sie sich befinden, welche anderen Gegenstände in der Nähe sind, was in ihrer Umgebung los ist sowie drahtlos auf externe Datenbanken zugreifen und passende Internet-basierte Services nutzen.

Rasensprinkler konsultiert Wetterprognose

Selbst banale Gegenstände erfahren eine Aufwertung. So gewinnt ein automatischer Rasensprinkler nicht nur durch eine Vernetzung mit Feuchtigkeitssensoren im Boden an Effizienz, sondern auch durch die Konsultation der Wetterprognose im Internet.

“Die Lokalisierung von Dingen wird immer einfacher, billiger und genauer machbar. Das ist ein mächtiges Paradigma”, so Mattern. Durch die bessere Beobachtung kann man Probleme früher erkennen und bei Mensch sowie Maschine vorbeugend eingreifen.

Beim “wearable computing” geht es weniger darum, medienwirksame Cyborg-Phantasien oder Jacken mit eingebautem MP3-Player zu realisieren. Viel mehr darum, durch unaufdringliche, ständig verfügbare Sensorik und Kommunikationstechnik dem einzelnen Menschen in persönlicher Weise zu dienen, ihn jederzeit an informationsverarbeitende Dienste im Hintergrund anzubinden, seine Sinne zu schärfen und ihn mit aktuellen Informationen zu versorgen; ihn also sicherer und mächtiger zu machen. “Das sind zwei bedeutende Triebkräfte, die zur Durchsetzung der neuen Technologien führen”, erklärt Mattern. Soweit die theoretischen Erörterungen. Es sind keine Hirngespinste, sondern Tendenzen, die unser Alltags- und Wirtschaftsleben verändern.

4.0-Begriffsgeklingel statt Taten

Deutschland spielt bei diesem Paradigmenwechsel auf der Anbieterseite eine Nebenrolle. Inflationäres 4.0-Begriffsgeklingel und Konferenz-Gerede können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir kaum Unternehmen wahrnehmen, die international in der ersten Liga der Netzökonomie spielen. Deutschland braucht eine Digitalisierungsstrategie, die über die Förderung der produktionsbezogenen Industrie 4.0 hinausgeht und die öffentliche Verwaltung ebenso einschließt wie das Gesundheitswesen, die Bildung und die private Nutzung des Internets der Dinge. So das Credo des “Jahresgutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation”, das ihr Vorsitzender Dietmar Harhoff vom Münchener Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb der Regierungschefin Angela Merkel überreicht hat. Die starke Fokussierung der Bundesregierung auf einen relativ kleinen Bereich der Digitalisierung sei nicht zielführend. So werde mit Industrie 4.0 einseitig auf Effizienzsteigerungen bei der Produktionstechnik abgehoben. “Hier bedarf es dringend einer überzeugenden Gesamtstrategie. Die ‚Digitale Agenda‘ erfüllt diesen Anspruch nicht, auch wenn sie eine hilfreiche Sammlung von Analysen und Handlungsnotwendigkeiten liefert”, schreiben die Wissenschaftler.

Start-ups, die mit ambitionierten Geschäftsmodell-Innovationen neue Quellen der Wertschöpfung aufbauen, haben in Deutschland derzeit keinen ausreichenden Zugang zu Wagniskapital und Wachstumsfinanzierung. Die Expertenkommission erneuert ihre Empfehlung, auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Wagniskapital und die Einrichtung eines Börsensegments für Wachstumsunternehmen hinzuwirken. “Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien und Geschäftsmodellen sind in der Breite zu fördern – in allen Ausbildungs- und Weiterbildungssegmenten.

Selbst bei Firmenübernahmen spielen Deutschland und Europa keine Rolle

Kritisch sehen die Studienautoren auch die deutsche Informatik, die in weiten Teilen zu abstrakt aufgebaut sei und sich nur mühsam der praktischen Anwendung nähere. Dringend raten die Autoren der Politik, der internetbasierten Wirtschaft sehr viel mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Deutschland habe seine Förderung bisher zu defensiv auf die Erhaltung und Weiterentwicklung seiner klassischen Industrien wie Autoproduktion und Maschinenbau konzentriert: “Die derzeitige Situation ist alarmierend. Deutschland hat nicht nur in den klassischen Informations- und Kommunikationstechnologien in den letzten Jahrzehnten an Boden verloren. Viel gravierender ist, dass deutsche Unternehmen in den neuen Bereichen der digitalen Wirtschaft, in denen Kompetenzen bei der Verwendung IT-basierter Prozesse ausschlaggebend sind, bisher keine Stärken aufbauen konnten. Es sind US-Unternehmen, die die Aktivitäten in der internationalen Internetwirtschaft dominieren.

Allein die Marktkapitalisierung von Alphabet übertrifft die aller deutschen Unternehmen in der gesamten digitalen Wirtschaft. Zu den kapitalstärksten Unternehmen der Internetwirtschaft zählen hierzulande Zalando, United Internet und etablierte Unternehmen wie Axel Springer. Selbst deren Marktkapitalisierung ist im Vergleich zur Gruppe Silicon Valley-Konzerne nur sehr langsam gewachsen. Zu den Anwendungsfeldern, die zur weiteren Expansion der digitalen Wirtschaft führen, zählen Smart Home, Internet der Dinge, neue Formen der Kommunikation wie WhatsApp, Robotik, durch Computer und Datenbrillen erweiterte Realitätswahrnehmung (augmented reality), virtuelle Realität, sowie Mobilität oder Sicherheit. Also alles Aktivitäten, die von kapitalstarken Konzernen der Internetwirtschaft in Asien und USA beherrscht werden. Und selbst bei den Übernahmen, die von diesen Unternehmen ausgehen, spielen Deutschland und Europa eine untergeordnete Rolle.

Bei der Informatisierung des Alltags über das Internet der Dinge spielen wir nur noch in der Kreisliga.


Image (adapted) „„Activate the world“ (or: what „mobile“ really means)“ by Mike (CC BY 2.0)


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Google und die Moonshots: Investitionen in die Technik der Zukunft

Wearable Technology (adapted) (Image by Keoni Cabral [CC BY 2.0] via flickr)

Wir kennen Google als die eine große, weltweite Erfolgsstory. Manchmal jedoch sind die Details interessanter als das Offensichtliche. Am 1. Februar hat eine Ankündigung der Google-Mutterfirma Alphabet dazu geführt, dass Investoren zum ersten Mal Einblicke in das Leistungsvermögen der einzelnen Tochterfirmen bekommen bekamen. Hierbei wurden einige Informationen über das Unternehmen an die Oberfläche gebracht, von denen wir bislang nur sehr wenig wussten – die zahlreichen Investments in Technologien, die mit dem Kerngeschäft nur am Rande zu tun hatten. Wir wissen heute, dass die sogenannten “Moonshots”, wie sie genannt werden, einen Betriebsverlust von insgesamt 3,6 Milliarden US-Dollar betrugen. Im Jahr 2014 verzeichnete man davon ganze 1,9 Milliarden US-Dollar und immerhin 527 Millionen US-Dollar im Jahre 2013. Vielleicht haben Sie ja schon einmal von Wearable Technology oder selbstfahrenden Autos gehört, aber es geht noch viel weiter. Moonshots sind unter anderem das Glasfaser-Breitbandkabel, WLAN in indischen Zügen, oder Temperaturregler, IP-Videokameras und solarbetriebene Drohnen. Außerdem gibt es noch Googles X-Lab. Ursprünglich geheim gehalten, ist nun bekannt, dass dort an allem möglichen gearbeitet wird: angefangen bei Kontaktlinsen für Diabetiker, die den Glukoselevel in der Augenflüssigkeit messen können, bis hin zu Nanopartikeln, die in der Lage sind, Krankheiten vorzubeugen. Die Veröffentlichung der Verluste hinderte Alphabet nicht daran, am Tag nach der Enthüllung Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt zu überholen. Was können wir also aus diesem unersättlichen Appetit nach Erneuerung schlussfolgern? Die erste Reaktion in Großbritannien war eine gewisse Empörung darüber, dass ein Unternehmen, welches 3,6 Milliarden US-Dollar nebenbei investieren kann, nur 130 Millionen Pfund Steuern an den britischen Steuereintreiber zahlt. Darüber hinaus gibt es zumindest zwei plausible Antwortmöglichkeiten, warum sich solch eine Firma schneller und stärker verändert als viele ursprünglich erwartet hatten. Einerseits kann es als Teil einer langfristigen Strategie angesehen werden, um Wachstum und Marktführerschaft zu stärken. Viele von Alphabets Kernprodukten haben über eine Milliarde Nutzer und der Großteil der Einkünfte stammt aus bezahlten Suchen und Werbeeinnahmen. Zurzeit sucht Alphabet nach der nächsten Milliarde an Nutzern. Diese können wohl am ehesten in Schwellenländern gefunden werden, vor allem im mobilen Sektor. Eine solche Diversifikation passt zu der Idee, das Risikokapital gleichmäßig zu verteilen. Viele der Investments werden sich als ineffektiv herausstellen, aber es ist allgemein unmöglich, eine solche Entwicklung vorauszusehen. Einige Technologien und Geschäftsmodelle werden sich, aus welchem Grund auch immer, als unbrauchbar herausstellen. Fragen Sie einfach mal bei Sir Clive Sinclair nach – sein batteriebetriebenes Auto war in vielerlei Hinsicht seiner Zeit voraus, und doch wurde es zu einem der größten Marketing-Flops aller Zeiten. Die Logik dahinter könnte so aussehen, dass – wenn man das notwendige Geld hat – es sich auszahlt, die Investments breit zu streuen, und nach Zeichen für rapides Wachstum Ausschau zu halten. Wie dem auch sei, das Management von Google hat es geschafft, ein Standing als Marktführer aufzubauen, das sich seit Jahren hält. Wer würde dagegen wetten, dass man so etwas noch einmal erreicht, gerade jetzt, mit mehr Ressourcen und dem Zuwachs an Erfahrung?

Imperialer Widerhall

Eine zweite Interpretationsmöglichkeit der Moonshot-Strategie könnte sein, dass die Firmengründer versuchen, ihren Wunsch nach Beständigkeit mit ihrem Drang nach Innovation und Neuerschaffung zu kombinieren. Jedoch sieht die harte Wahrheit so aus, dass es nicht einfach ist, als Milliardär eine Startup-ähnliche Atmosphäre zu schaffen. Die gigantischen Investitionen in neue Ideen sind nichts im Vergleich zu den Einnahmen vom Alphabet. Allein in den letzten drei Monaten des Jahres 2015 konnte Alphabet einen Netto-Gewinn von 4,9 Milliarden US-Dollar verbuchen. Ohne Zweifel spielt es keine große Rolle für die Firma, ob sich die Investitionen auszahlen oder nicht, denn im Folgejahr wird es erneut gute Ideen geben, die womöglich sogar für die ursprünglichen Investments aufkommen können. Es wäre allerdings ein Fehler, zu glauben, dass die Zukunft von Alphabet auf Dauer gesichert ist. Im Laufe der Jahrtausende sind schon zahlreiche Zivilisationen in eine dominante Position gelangt und schlussendlich gescheitert. Wenn dies den Inkas, den Ägyptern und den Römern passiert ist, warum sollte es nicht auch eines Tages Google treffen? Die Realität sieht so aus, dass nur die allerwenigsten Firmen ihren hundertsten Geburtstag feiern können. Die Firma Nokia wurde immer als Beispiel aufgeführt, da sie im Jahre 1865 als kleine Papierfabrik angefangen haben und vor einigen Jahren die Smartphone-Nische dominiert haben. Doch wo steht Nokia heute? Es scheint tatsächlich so, dass keine Zivilisation, keine Technologie, keine Branche und kein Unternehmen zeitlich unbegrenzt dominant waren, sodass der Google-Mitbegründer Larry Page anerkennen muss, dass es keine Musterbeispiele für das Unternehmen gibt, das Google gern werden möchte. Page hat immer betont, dass Google anders ist und nicht zu gewöhnlich werden möchte. Der Ethos, nichts Böses tun zu wollen, war, genau wie die Investitionen in Moonshots, eine Abbildung dieser Strategie. Derartige Wetten haben schon in der Vergangenheit Firmen dabei geholfen, Veränderungen einzuleiten. Ein Beispiel hierfür ist der Strategiewechsel von IBM, die sich von Hardware zu Software-Lösungen und Dienstleistungen entwickelten. Die Moonshots sind heutzutage außerdem ein Teil der neuen amerikanischen Medien-Giganten. Amazon experimentiert mit Drohnen und Zeitschriften, während Facebook schwerpunktmäßig auf Virtual Reality setzt. Jede der Firmen hatte schon Kapital angesammelt, bevor man die Diversifikation begann, wodurch die Investitionen leichter zu rechtfertigen waren als für andere Firmen. Hierdurch entsteht ein recht pessimistischer Blick auf Alphabets Investmentstrategie. Diese könnte durchaus ein Zeichen von Selbstüberschätzung sein, die ebenso charakteristisch für die großen Weltreiche war. Falls dem so ist, wird sich das Management-Team während des Niedergangs mit Sicherheit an jede einzelne Investition in Kontaktlinsen und solarbetriebene Drohnen erinnern. Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. The Conversation


Image (adapted) „Wearable Technology“ by Keoni Cabral (CC BY 2.0)


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Schöne neue Arbeitswelt: Arbeiten wir smarter oder doch nur mehr und schneller?

NEC-ext-39 (adapted) (Image by NEC Corporation of America [CC BY 2.0] via flickr)

Wie unsere digital gestützte Arbeitswelt aussieht, liegt ganz allein in unserer Macht. Umso wichtiger sind heute und morgen die digitalen Kompetenzen des Einzelnen, sowie ein durchdachtes digitales Konzept des Arbeitgebers. Kritiker stehen der Fülle an digitalen Werkzeugen, neuen kollaborativen Arbeitsmethoden und der Ort- und Zeitentkoppelten mobilen Arbeit skeptisch gegenüber. Arbeiten wir am Ende smarter oder doch einfach nur mehr und schneller? Einer in vielen Teilen durch Angst, Skepsis und Fehlinformation gekennzeichneten Debatte möchte ich ein paar Aspekte beisteuern, die meines Erachtens wichtig sind in der Suche nach Lösungen dafür, unsere Arbeitswelt der Gegenwart und Zukunft optimal zu gestalten.


Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie, die sich im Vorfeld der Konferenz MSFT Explained mit Fragen der Digitalisierung unserer Gesellschaft auseinandersetzt.


Ich bin der Meinung, wir können sehr wohl intelligenter (“smarter”) arbeiten. Das hat erstmal mit dem Arbeitsvolumen und der Geschwindigkeit nicht unbedingt etwas zu tun. Man muss es aber auch nicht völlig getrennt voneinander betrachten.

Wovon ist eigentlich die Rede?

Ob “New Work” oder Arbeit 4.0, jeder hat seine eigene Vorstellung dessen, was unter der “Neue Arbeit”-Debatte gemeint ist. Allen Definitionen, Studien und Diskursen sind gleich, dass wir uns sehr schwer damit tun, zum einen abzugrenzen wann die alte Arbeit endet und die neue beginnt oder begann. Zum Anderen wird auf verschiedenen Ebenen diskutiert, die einen auf arbeitsrechtlicher Ebene, die anderen auf volkswirtschaftlicher Ebene. Wiederum andere denken in Berufsbildern, Industrie 4.0 oder sozioökonomischen Machtverschiebungen. Es gibt bedrohliche Untergangsszenerien, genauso wie heile Welt Szenarien.

Irgendwo dazwischen steht die Frage der aktuell existierenden digitalen oder vernetzten Werkzeuge, die uns Menschen heute oder in naher Zukunft zur Verfügung stehen und wie wir uns diese zunutze machen, um unsere Arbeit zu verbessern. Die technophobe Fraktion macht auch hier Angst vor einer Dominanz der Gadgets, sieht sich durch “always on”-Mentalitäten bedroht und befürchtet. Dass das Individuum einfach mehr und mehr Arbeit zu schultern hat, weil die Technologien vieles an Prozessen und Kleinkram wegrationalisieren hilft. Die technophile Fraktion stürzt sich hingegen auf jedes neue Tool. Das auf den Markt kommt, erfreut sich der Möglichkeiten, vom Schlafzimmer heraus ein Firmenimperium aufbauen zu können und schickt lieber um Mitternacht noch Mails. Anstatt morgens mit einem Emailberg zu frühstücken.

Kompetenzen und Konzepte für smartes Arbeiten

Dem Dickicht an digitalen Tools, vernetzten Arbeitsprozessen und neuen Eigenverantwortungen gilt es, eine Stärkung des Einzelnen entgegen zu setzen. Nur wer dazu technisch und intellektuell in der Lage ist, wird sich in der neuen digitalen Arbeitswelt wohl fühlen und sich die Digitalisierung zu Nutze machen können, statt von ihr getrieben zu werden. Auf der anderen Seite sind die Arbeitgeber gefragt, beziehungsweise die Arbeitsumfelder selbst. Auch dort braucht es digitale Konzepte, die optimale Zusammenarbeit in neuen Teams und Hierarchien clever definieren, technische Hilfestellungen ermöglichen, für Weiterbildung, Sicherheit und Motivation sorgen und Mitarbeiter konkret in die Auswahl von Hardware, Software und Prozessen miteinbeziehen, die Individuen stärken und Arbeit besser machen.

Wenn neue Technologien einzelne Personen überfordern, Druck erzeugen, belasten oder rein aus ökonomischen Optimierungsgründen eingesetzt werden, dann ist das ein Problem. Ein großes Problem daran ist aber auch der oder die einzelne Arbeitnehmer/in, wenn entsprechende Kompetenzen nicht vorhanden sind. Um sich digitale, vernetzte Hilfsmittel genau zu dem zu machen. Wozu sie gedacht sind (zur Hilfe), bedarf es eines gewissen Grads an digitaler Kompetenz, die zwar zu einem Großteil technischer Natur ist, aber auch oft nur Einarbeitungszeit, Aufklärung oder Information erfordert. In vielen Kontexten ist daran aber nicht gedacht. Mitarbeiter werden, was neue digitale Arbeitsumgebungen anbelangt, oft vor vollendete Tatsachen gestellt und damit sind manche berfordert. Andere fühlen sich wiederum in die Vergangenheit transportiert, sobald sie im Büro angekommen sind.

Eine Stärkung individueller digitaler Kompetenzen ist Kernbaustein einer smarten “neuen” Arbeitswelt. Die digitale Transformation reduziert schnell aber schrittweise mehr und mehr Routinetätigkeiten, Prozessarbeit und administrative Komponenten der Kernarbeit. Gleichzeitig aber landen immer mehr scheinbar banale Aufgaben, von der Terminverwaltung bis zur Reisekostenabrechnung, beim Mitarbeiter. Vor allem neue digitale Unternehmen, auch in Konzerngröße, haben sich längst von “Sekretärinnen” verabschiedet. Ein Relikt aus dem Industriezeitalter. In der Arbeitswelt von morgen wird jeder einzelne zu einer selbstorganisierenden Projektzelle, der oder die Arbeitnehmer/In sind nicht mehr länger ein kleines Rädchen, sondern jeweils ein Unternehmen im Unternehmen. Jeder ist sein eigener Projektleiter.

Durch die genannte Reduzierung entsteht aber gleichzeitig oft der Druck, mehr Kernarbeit auf sich zu nehmen. Wer nun sein digitales Arbeitsumfeld nicht so weit im Griff hat, sich dadurch die Arbeit zu erleichtern, steht plötzlich vor mehr Belastung, statt weniger. Daher ist es essentiell, dass sich Mitarbeiter sowohl selbst, als auch organisiert durch Arbeitgeber, digitale Kompetenzen aneignen. Es muss begonnen werden, die Technologien im Ansatz zu verstehen und in Teams zusammen optimale Arbeitsprozesse zu entwickeln. An deren Ende muss ein Arbeitsumfeld stehen, bei dem die digitalen und vernetzten Werkzeuge natürlicher Teil des Arbeitsverhaltens oder fast unsichtbare Helfer werden. Quasi digitale Erweiterungen der natürlichen Personen und Prozesse. Das zu erreichen ist schwer, vor allem in technologiefernen Branchen oder bei entsprechend ungünstigen Demografie- oder Arbeitsstrukturen. Wenn Mitarbeiter aber erst einmal diverse Tools und neue Prozesse voll im Griff haben, redet auch niemand mehr davon, dass diese nur eine Last wären.

Lösungsebene 2: Digitale Konzepte auf Arbeitnehmerseite

Arbeit für alle smarter zu gestalten beginnt schon auf IT Ebene. Ein modernes “IT Landscape Management” sollte auch für kleine Unternehmen oder Projekte kein Fremdwort sein. Welche Tools setzen wir ein, welche Geräte stehen zur Verfügung, wer ist für die Technik verantwortlich, wie steht es um die Akzeptanz bei den Mitarbeitern? Ebenso wichtig, vor allem in größeren Organisationen, ist eine durchdachte BYOD(“bring your own device”)-Strategie, die ein sinnvolles Zusammenspiel mit der Konzerninfrastruktur ermöglicht, Sicherheitsfaktoren bedenkt und Mitarbeiter aber nicht in ihren kreativen Freiräumen einschränkt.

Beides zusammen sollte dafür sorgen, dass sich die Mitarbeiter von einem digitalen Arbeitsumfeld mit Hand und Fuß unterstützt fühlen. Viele Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter größtenteils alleine, überfordern sie mit IT-Prozessen und Vorschriften oder verweigern wichtige oder motivierende Tools, was wiederum zu Demotivation und Effizienzverlusten führt. Eine Einbeziehung von Mitarbeitern in die Bedarfsanalyse bei Tools und Geräten hilft dabei, jenseits der Geschmäcker von Abteilungsleitern die Technologien zum Einsatz zu führen, mit denen Mitarbeiter nachher auch gut und gerne arbeiten können und wollen.

Viel wichtiger aber ist es, dass all dies Teil einer kohärenten digitalen Strategie oder zumindest projektbezogener digitaler Konzepte ist, mit denen die Organisation für sich und seine Mitarbeiter einen Weg vorzeichnet. Er bestimmt wie mit Entwicklungen der digitalen Transformation umgegangen wird. Dort sollten sich Fragen nach dem Einsatz von Technologien, der Veränderung von Rollen im Unternehmen, der Anpassung von Hierarchien und Prozessen, sowie der Innovation oder möglicher Disruption ökonomischer Aspekte der Organisation wiederfinden. Wie steht das Unternehmen beispielsweise zu flexiblen Arbeitszeiten und -orten? Wie ist das Verhältnis von festen und freien Angestellten? Welche Rollen spielen Diversität und Familienfreundlichkeit? Will das Unternehmen digital eine Führungsrolle einnehmen? Zu viele Organisationen empfinden heute nach wie vor “IT” im weitesten Sinn als Klotz am Bein, als Kostenfaktor oder Thema, das man auf eine “IT Abteilung” abschieben kann, wenn man eine hat. Solange diese Denkweise nicht Platz macht für ein systemisches Verständnis von Digitalisierung und Vernetzung im Arbeitsalltag von Unternehmen, wird es weiterhin kein positives Bild von neuer Arbeit geben.

Smartere Arbeitswelt

Es klingt wie eine arrogante Aussage technologieverwöhnter “mobile Worker” aus der Berliner Blase. Aber nüchtern betrachtet gibt es viele strategisch gesehen logische Lösungsansätze für neue Arbeit. Neben den kulturellen Umwälzungen in unserer Arbeitswelt gibt es eben viele Hindernisse, die mit gutem Management in sinnvollem Aufwand doch überwindbar sind. Wenn ich das nächste Mal von jemandem zu hören bekomme, dass all die Apps, Tools und Plattformen nur das Arbeitsvolumen erhöhen und die Geschwindigkeit im Unternehmen hochdrehen, werde ich fragen: Warum ist das denn so? Wird das im Unternehmen thematisiert? Wer gibt die Regeln vor? Kommst Du mit den Tools zurecht? Vielleicht sollten sich mehr Manager an die eigene Nase fassen und sich fragen, wie in der eigenen Organisation gearbeitet wird und sich als nächstes Projekt erst einmal eine Strategie erarbeiten. Zusätzlich sollte sich gefragt werden, wie mit dem digitalen Wandel umzugehen ist, bevor wieder irgendjemand neue Tablets einkaufen will oder die ganze Abteilung zum dritten Mal im Jahr ins nächste Projektmanagement-Werkzeug einlädt.

EXPLAINED von Microsoft Berlin


Image (adapted) „NEC-ext-39“ by NEC Corporation of America (CC BY 2.0)


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Netzneutralität und das Smart Grid

Auf der einen Seite stehen die Internetaktivisten, auf der anderen Seite Wirtschaftsvertreter: Das Thema Netzneutralität ist eines der Hauptthemen in der Internet-Enquete Kommission des Bundestages. Die Frage, ob alle Daten gleichberechtigt übertragen werden sollten, bekommt durch die Energiewende eine weitere Dimension: Denn das Energienetz der Zukunft („Smart Grid“) wird voraussichtlich über das Internet gesteuert. Einen Stromausfall, weil zu viele Youtube-Videos die Netze verstopfen, will kein Mensch. Einen Zwei-Klassen-Zugang allerdings auch nicht. Das berichtet NeueNachricht in einer Vorabmeldung. „Bei der Netzneutralität geht es letztlich um Freiheit: Jeder Bürger hat das Recht, Informationen zu konsumieren und zu veröffentlichen. Aus politischer Sicht muss die Netzneutralität also erhalten bleiben. Es stellt sich aber auch die Frage, wie dies technisch möglich ist, wenn das Internet in Zukunft auch ein Smart Grid enthält“, sagt Bernd Stahl vom Netzwerkausrüster Nash Technologies mit Sitz in Stuttgart und Nürnberg… Weiterlesen »

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Stefan Schultz über Fragen der Energiewende

Der Spiegel-Redakteur Stefan Schultz erklärte auf der re:publica11 seine Sicht auf die Energiewende, Smart Grids sowie Smart Metering (also das Verbinden von Web und Stromverbrauchsmessung):

Transkription / Stefan Schultz:

Wie funktioniert ein intelligentes Stromnetz?

Technisch funktioniert es genauso wie im realen Internet. Es gibt Switches und Router, also Schnittstellen mit denen man einzelne Rechner oder Netzwerke vernetzt. Es gibt Geräte im Haushalt, sogenannte schlaue Stromzähler und schlaue Stecker, mit denen man jedes einzelne Haushaltsgerät ans Internet andocken kann. Dadurch ist dann alles mit allem vernetzt und die Geräte können ganz normal über das Internet kommunizieren. Es gibt auch schon Anwendungen, dass z.Bsp. ein Stromzähler mir einmal am Tag per Tweet mitteilt wie viel ich heute verbraucht habe, oder mein Verbrauch wird an Facebook geschickt damit so z.Bsp. in einer Community geguckt werden kann, wer der coolste Stromsparer ist.

Kommt es nach Fukushima nun zu einer ökologischen Energiewende?

Ich denke schon, dass die Katastrophe von Fukushima ein Umdenken in Deutschland ausgelöst hat. Was davon nachher politisch umgesetzt wird ist noch nicht ganz raus. Da wird ja im Moment eher wieder zurückgerudert. Aber ich denke schon, dass ziemlich hoher Druck da ist relativ rasch aus der Kernenergie und natürlich auch aus der Kohlekraft auszusteigen, damit wir das Klima schützen. Wenn man beides machen will braucht man diese schlauen Stromnetze von denen ich heute hier gesprochen habe, weil wenn keine Kohle- und keine Atomkraft mehr zur Verfügung stehen dann habe wir einen sehr hohen Anteil an erneuerbaren Energien in den Netzen. Diese sind sehr schwankend. Wenn gegebenenfalls viel Strom gebraucht wird, kann es passieren, dass die Sonne gerade nicht scheint. Über die schlauen Stromnetze wäre es möglich, wenn die Nachfrage vom Strom am höchsten ist, gewisse Geräte dann nicht anspringen zu lassen, sondern diese beispielsweise morgens oder abends zu aktivieren. Man kann z.Bsp. ein Schwimmbad ein bisschen stärker heizen als vorgesehen, also die Temperatur erhöhen, wenn gerade viel Strom da ist, und wenn gerade eine Flaute zur Mittagszeit ist, kann man es abschalten. So spart man Energie ein und kann mit den erneuerbaren Energien besser auskommen.

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