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Business-Sekten produzieren Regel-Befolgungs-Automaten

Wheels (Image by katermikesch [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Von Professor Rupert Hasenzagl gibt es eine vernichtende Prophezeiung für das Management: „Wir bedienen uns derzeit eines toxischen Systems und fahren mit 300 Stundenkilometer gegen die Wand.“ Wir könnten uns noch gar nicht vorstellen, wo wir in fünf Jahren stehen würden, weil uns die Dimensionen fehlen. Weil wir uns in einem enormen Umbruch befänden. Weil Unsicherheit und Angst zunähmen. Weil es vielen Managern an der Profession fehlt, um die Komplexität zu erfassen. Stattdessen würden wir die Dosis an Macht und Bürokratie erhöhen.

Organisationen als ISO-Norm

In diesen bürokratischen Organisationen gedeiht eine trügerische Fantasie der Rationalität. Sie verschanzt sich hinter Controlling-Kennzahlen, Erbsenzähler-Monitoring-Systemen, ISO-Normen, Zertifikaten, Testaten und sonstigen Hilfsmitteln der Planungsgläubigkeit. Professor Benedikt Hackl sprach beim HR-Festival auf der re:publica von einer verhängnisvollen Zahnradlogik, die in vielen Organisationen das Tagesgeschäft dominiert.

Es werden mit analogen und digitalen Instrumenten Regel-Befolgungs-Automaten herangezüchtet: „Fast überwunden geglaubte Herrschaftsformen leben wieder auf und verschärfen sich teilweise in Form von Benchmarking- und anderer Evaluationspraktiken. Im Grunde hat der Taylorismus nur eine andere Form angenommen und sich vertieft“, mahnt der Buchautor Reinhard K. Sprenger in seinem jüngsten Werk mit dem vielsagenden Titel „Das anständige Unternehmen“, erschienen im DVA-Verlag.

Mitarbeiter-Bashing mit Monitoring-Systemen

Freiräume werden immer mehr eingeengt, die letztlich in massiven Freiheitsbeschränkungen münden. Was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am meisten runterzieht, sei nach Auffassung von Sprenger nicht das offene Misstrauen der Vorgesetzten:

Es ist das Pseudovertrauen, das knitterfreie, korrekt-opportune Verbalvertrauen, das mit der Forderung nach Transparenz einhergeht und sich dadurch ad absurdum führt.

Man sagt seinem Gegenüber nicht mehr offen die Meinung, sondern versteckt die Giftpfeil-Attacken gegen Untergebene hinter Reporting- und Monitoring-Systemen. Denn Zahlen können ja nicht lügen – kleiner Scherz des Notiz-Amtes.

Mit Ethik-Seminaren zum betreuten Arbeiten

Mit den Tabula rasa-Steuerungsmethoden zerschlägt man das individuelle Anderssein. Jede Abweichung von einer Norm wird pathologisiert. „Dahinter steckt eine weit verbreitete Optimierungsideologie“, so Sprenger, der von einer Pädagogisierung der Unternehmensführung spricht. Unterschiede werden über das Personalmanagement wegtherapiert. Übrig bleibt eine geschmeidige Formmasse, die einer Sekte sehr nahe kommt. Dazu zählt Sprenger auch Mitarbeiterbefragungen, Ethik-Seminare oder ganzheitlich-idiotische Feedback-Rituale, die zur Entmündigung des Menschen beitragen. Übrig bleibt „betreutes Arbeiten“. Es werden immer mehr Distanzen und Freiräume verschüttet, die sich mit menschlichem Anstand nicht vereinbaren lassen. Die Distanzlosigkeiten werden als solche oft gar nicht wahrgenommen und falls doch, werden sie als Fürsorge und Hilfe interpretiert. „Aber der Preis ist hoch. Man lebt wie unter einer Glasglocke“, führt Sprenger im Welt-Interview aus.

Wenn in Gesellschaften und Organisationen der dümmliche Spruch von Facebook-Chef Mark Zuckerberg „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten“ zum Maßstab des Zusammenlebens wird, bleibt am Ende nur noch die Führungsphilosophie der Kommunistischen Partei China übrig. Man landet in der Falle einer freiheitsfeindlichen Vorzensur, die sich im Kopf abspielt.

Standards töten Rebellen

Rebellen haben in diesem standardisierten Orwell-Kosmos nicht den Hauch einer Chance, moniert Ole Wintermann von der Bertelsmann-Stiftung im HR-Festival-Interview.

Mit digitalen Werkzeugen verschärfe sich das sogar. Es bestehe die große Gefahr, dass man kreative Köpfe mit Excel Sheets und anderem Unsinn einfängt und domestiziert. Alles wird auf Planbarkeit, auf Messbarkeit und Werthaltigkeit überprüft. Freiräume können sich so nicht entfalten. Im Internet ist ähnliches zu beobachten, meint Wintermann.


Image „Wheels“ by katermikesch (CC0 Public Domain)


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Facebook Seiten Review 2012 – wie erfolgreich war deine Page?

Der ultimative Jahresrückblick für Facebook-Pages wird jetzt durch socialBench möglich. Erfahre Statistiken und die beliebtesten Beiträge per Klick.

Facebook Seiten Review 2012 – SocialBench

Der persönliche Jahresrückblick von Facebook, war als Feature für viele eine spannende Sache. Man hat per Klick einen Überblick bekommen, was für Bilder und Videos man im Laufe des Jahres 2012 auf seiner Pinnwand gepostet hat. Nun hat socialBench, als Reaktion auf das gern angenommeen Feature, ein ähnliches Tool für Seitenbetreiber entwickelt.

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Musik entdecken mit We Are Hunted

we-are-hunted-the-online-music-chartMusik lässt sich am besten über’s Netz entdecken. Neben einigen Alternativen zum klassischen Radio (die wir hier beschrieben haben) sind vor allem Blogs (siehe HypeMachine) und Social Networks eine klasse Quelle für neue Tracks. We Are Hunted beobachtet eben diese Quellen und ermittelt so, welche 99 Songs am beliebtesten sind – jetzt gerade.

We Are Hunted ist ein Ableger von Wotnews, die mit der Live-Analyse von Daten schon jede Menge Erfahrung haben. Wotnews analysiert Nachrichten auf ihre Relevanz und Reichweite hin, frei nach dem Motto: Was ist das Wichtigste, das gerade passiert? Dieses System überträgt das Team nun auf Musik.

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Studie: Blogmonitoring

Die PR entdeckt Weblogs und die „Notwendigkeit“ diese zu überwachen:
Immer mehr Kommunikationsmanager beobachten die Meinungsbildung in Blogs. Der EuroBlog 2007-Studie zufolge stieg der Anteil der PR-Verantwortlichen, die Weblogs „überwachen“ um 20 Prozent.
Befragt wurden 400 PR-Verantwortliche in 24 Ländern.

Die Studie wird von dem verantwortlichen Forscherteam – Swaran Sandhu (Universität Luzern), Ansgar Zerfaß (Universität Leipzig) und Philip Young (University of Sunderland, UK) am 16. März 2007 beim internationalen EuroBlog Research Symposium in Gent (Belgien) vorgestellt. Eine Zusammenfassung gibt es bereits jetzt unter www.euroblog2007.org
[tags]studie,pr,weblogs,monitoring[/tags]

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Rivva – Deutsche TechMeme

TechMeme ist ein automatisch generierter Pulsmesser der Blogosphäre: Hier findet man die Themen, die in der englischsprachigen Welt einen hohen „Buzz“ verursachen. Kurz: Etwas wie Google News für die Blogwelt. Ein Schnappschuss der wichtigsten Themen.

Etwas, das der deutschen Blogwelt fehlt. Dachten sich zumindest in den letzten Monaten immer wieder einige Blogger. Jetzt hat einer die Idee in die Tat umgesetzt: Frank Westphal startet mit Rivva ein deutsches Pendant.
Das selbstlernende System startet als frühe Version, in der noch einiges kommen soll, wie Westphal ankündigt und andere Blogger hoffen.
[tags]web 2.0,rivva,monitoring[/tags]

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Blogs per Google-Alarm überwachen

Mit den „Google Alerts“ stellt der Suchriese aus Mountain View ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung, mit dessen Hilfe man den Google-Index auf Stichworte hin überwachen kann. So ist es möglich, den eigenen Namen oder den eines Unternehmens zu überwachen und jedes Mal eine E-Mail zu erhalten, sobald Google eine neue Seite mit diesen Begriff in seinen Index aufnimmt oder in den Nachrichten findet.
Jetzt ist es sogar möglich, den Service zur Blog-Überwachung zu nutzen, denn neben dem Suchindex und Nachrichten lässt sich seit einigen Tagen auch explizit der Index der Google Blogsuche überwachen.

Derzeit kann man die Auswahl nur über das englischsprachige Interface der Google Alerts vornehmen, die Ergebnisse beziehen sich allerdings auf deutschsprachige Quellen, sofern Google weiß, dass man aus Deutschland kommt.

[tags]blogsuche,google,ueberwachung,monitoring[/tags]

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