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Netzpiloten @Ada Lovelace Festival

Diesen Herbst erwartet uns geballte Frauenpower beim Ada Lovelace Festival 2018. Vom 11. bis 12. Oktober werden in Berlin Vorträge und Workshops präsentiert, rund um die Themen technologisches Know How, Innovationen und Computing. Unter der geistigen Patronage der berühmten Mathematikerin Ada Lovelace (1815-1852), die als die erste Programmiererin gilt, gestaltet sich die Veranstaltung als größtes Crossover-Event für Frauen aus allen IT-Branchen.

Es gilt der notorischen Unterbesetzung von weiblichen IT-lern in der Informatik- und Technologiebranche entgegenzuwirken. Deshalb engagiert sich das Ada Lovelace Festival für einen stärkeren Austausch unter den Tech-Frauen. Die Netzpiloten sind zum ersten Mal als Partner mit dabei und wir freuen uns auf zwei spannende Tage in Berlin. Das Festival richtet sich übrigens nicht nur an Expertinnen, sondern auch an Berufseinsteigerinnen, Studentinnen und Visionäre, die sich gerne weiterbilden möchten. In über 15 verschiedenen Workshops, Think Tanks und Mentoring Classes gibt es viel zu Lernen und Ideen auszutauschen!

Welche Referentinnen werden da sein?

Das Festival bietet den Teilnehmerinnen die Möglichkeit mit über 70 Experten/innen aus allen Zweigen der IT-Branche in Kontakt zu kommen. Eine der Rednerinnen ist Dorothee Bär, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung. Des Weiteren wird Lisa Domican vor Ort sein, CEO der Grace App Communication. Ihre Anwendung richtet sich speziell an Kinder mit Autismus, um sie bei ihren individuellen Lernprozessen zu unterstützen. Ebenfalls mit dabei ist Svenja Heinecke, Community Managerin bei der Sozialhelden e.V. und viele weitere Frauen und einzelne Männer aus dem IT-Bereich.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Die digitale Revolution und wie sie unser Leben verändert
  • Technologie zur Spracherkennung
  • Workshops rund um das Thema Marketing und Kommunikation
  • Technik in Verbindung mit sozialen Aufgabenbereichen
  • Integration von Frauen in die IT-Berufe

Und sonst noch?

Es sind noch reguläre Tickets zu bekommen. Studenten, sowie Freelancer und Startups erhalten Rabatt. Zudem berechtigt das Ticket auch zur Teilnahme an der Aftershowparty. Wir freuen uns drauf!

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Gründerinnen: 8 Tipps, wie Frauen erfolgreich gründen

Frauen als Gründerinnen

Jeder soll sich Kunst fürs Wohnzimmer leisten können. Mit dieser Idee gründeten drei Design-Enthusiasten im Januar 2014 Juniqe, ein Online-Portal für handverlesene und bezahlbare Kunst, Wohnaccessoires und Schreibwaren. Inzwischen ist das Startup auf ein 100-köpfiges Team angewachsen und bezeichnet sich selbst als europäischer Marktführer für bezahlbare Kunst. Dass Gründerin und Geschäftsführerin Lea Lange dies als Frau geschafft hat, sollte zwar eine Selbstverständlichkeit sein, ist es aber leider nicht. Was muss passieren, damit noch viel mehr Frauen erfolgreich gründen? Das verriet sie uns kürzlich im Gespräch mit zwei ihrer wichtigsten Partnerinnen, Senior Investment Managerin Chiara Sommer vom High-Tech Gründerfonds und Irena Goldenberg, Partnerin beim Startup-Investor Highland Europe. Das hier sind die wichtigsten Tipps der drei Gründerinnen.

#1: Kritik und Rückschläge sind gut: Nutze jedes Feedback, um besser zu werden

Lea Lange als Beispiel für erfolgreiche Gründerinnen
Lea Lange ist Gründerin und Geschäftsführerin des eCommerce-Startups Juniqe. Image by Juniqe

Mach dir keine Illusionen: Deine Idee und dein Pitch-Deck mögen noch so toll sein, die Geschäftswelt empfängt dich trotzdem nicht mit offenen Armen. Solange noch keine aussagekräftigen Zahlen und Erfolge vorliegen, hörst du von Investoren und Kooperationspartnern das ein oder andere „Nein“. „Mit Rückschlägen konstruktiv umzugehen und daraus zu lernen – das ist die wahre Herausforderung“, ist Juniqe-Chefin Lea Lange überzeugt. Ihr half es, die Zähne zusammenzubeißen und jeden Einwand dazu zu nutzen, ihr Vorgehen kritisch zu hinterfragen. „Mit jedem Feedback wurde ich besser und plötzlich kamen die ersten Erfolge.“

#2: Denke groß, wachse stetig

Noch wichtiger als eine starke Geschäftsidee ist für Investoren häufig eine starke Gründerpersönlichkeit. Gerade zu Beginn solltest du nicht nur im stillen Kämmerlein an deinem Produkt tüfteln, sondern den Geschäftsaufbau sichtbar und dynamisch vorantreiben. Dadurch kannst du leichter neue Partner gewinnen, deren Unterstützung du dringend brauchst, um dein Startup zu etablieren. „Juniqe hat mich als Investorin überzeugt, weil es als Startup immer einen guten Speed an den Tag gelegt hat. Deshalb hat sich das Startup beachtlich entwickelt und schnell mehrere Finanzierungsrunden erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Chiara Sommer, Senior Investment Managerin beim High-Tech Gründerfonds.

#3: Baue die Geschlechter-Schranken im eigenen Kopf ab

Warum sollten Frauen keine guten Gründerinnen sein? Kein Gesetz, keine Investoren-Leitlinie zieht das in Zweifel. Im Gegenteil. Und trotzdem sind Führungspositionen häufig nach wie vor durch Männer besetzt. Einer von vielen Faktoren dafür sind Vorurteile. Nicht nur in den Köpfen der anderen. „Es sind häufig auch die eigenen Schranken im Kopf, die Frauen hemmen“, weiß Chiara Sommer, Senior Investment Managerin beim High-Tech Gründerfonds. „Frauen sind oft risikoaverser und trauen sich weniger zu als ihre männlichen Kollegen. Es fehlt nicht an den Fähigkeiten, sondern am Selbstbewusstsein“, sagt Lea Lange. Dafür gibt es keinen Grund.

#4: Lebe deine Vorbildfunktion

Porträt Chiara Sommer
Chiara Sommer fördert beim High-Tech Gründerfonds Startups in der Frühphase, darunter auch Juniqe. Image by High-Tech Gründerfonds

„Frauen in Führungspositionen zu normalisieren, ist der wichtigste Faktor auf dem Weg zu Gleichberechtigung“, betont Irena Goldenberg vom Startup-Investor Highland Europe. Dazu kannst du deinen eigenen, kleinen aber wichtigen Beitrag leisten. Daher gilt: Keine falsche Bescheidenheit, wenn es darum geht, dich nach außen zu präsentieren. „Die meisten Keynote-Speaker bei Konferenzen sind Männer. Wir brauchen Frauen, die auf diesen Bühnen stehen“, fordert Chiara Sommer. Lea Lange ist gleicher Meinung: „Wir brauchen mehr weibliche Vorbilder, die ihre Erfahrung teilen und anderen Frauen zeigen: ‚du kannst das auch’. Dabei musst du nicht die hemdsärmelige Manier der Männer kopieren. Eine nahbare Art und Weise ist wichtig“, betont Chiara Sommer.

#5: Vernetze dich mit Gründerinnen, wenn du dich im „Boys Club“ durchsetzen willst

Ein Teil von Netzwerken zu sein, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Geschäftswelt. Gerade für Startups sind Communities wichtig. Als Frau Zugang zu männerdominierten Netzwerken zu erhalten, ist zwar schwer. Doch wenn du dich durchsetzen willst, ist es unerlässlich. Dich der Unterstützung von männlichen wie weiblichen Gleichgesinnten zu vergewissern, unterstützt dich beim Aufbau des Geschäfts ebenso wie bei der Bewältigung von Rückschlägen. „Es hilft, sich mit Leuten zu vernetzen, die deine Interessen und Ansichten teilen und vielleicht die gleichen Probleme hatten oder haben“, rät Chiara Sommer.

#6: Suche dir ältere Mentoren und profitiere von ihrer Erfahrung

Lasse dich nicht vom Jugendkult in der Gründerszene leiten, sondern hole dir auch Rat von älteren Mentoren. Das ist nicht leicht, aber der Aufwand ist es wert. „Es gibt nicht viele ältere Gründerinnen, daher müssen junge Gründerinnen in Deutschland ihre Fühler sehr weit strecken, um solche Mentoren und Berater zu finden. Aber mit ihrer Erfahrung und Expertise können sie Startups helfen, den richtigen Weg zu gehen“, empfiehlt Irena Goldenberg.

#7: Habe keine Angst zu scheitern

Porträt Irena Goldenberg
Irena Goldenberg ist Startup-Investorin bei Highland Europe und Aufsichtsratsmitglied bei Juniqe. Image by Highland Europe

Die „Kultur des Scheiterns“ ist in Deutschland noch kaum verbreitet. Hingegen in der angloamerikanischen Gründerszene, die hierzulande als Vorbild gilt, ist sie eine Grundmaxime. Sie geht einher mit der Einstellung, dass Gründer aus einem gescheiterten Startup so viel lernen, dass der Erkenntnisgewinn beim nächsten Versuch zu einem umso größeren Erfolg führen kann. „Die Aussicht aufs Scheitern zu akzeptieren, ist insbesondere für viele Frauen eine Herausforderung“, weiß Chiara Sommer. Doch diese Einsicht ist unverzichtbar. Denn nur dann bist du bereit, das Risiko einzugehen, dass nun einmal jeder Existenzgründung innewohnt.

#8: Bewahre dir deinen Humor

Trotz deines beinharten Einsatzes und Fokus auf deine Gründung solltest du auch Mensch bleiben. Es klingt banal, aber ein guter Lacher zwischendurch hat schon so manche zugespitzte Situation entschärft. „Eine gute Strategie für den Erfolg ist immer guter Humor. Denn das Wichtigste ist, ein starkes Team aufzubauen“, sagt Irena Goldenberg. Und welches Team möchte schon mit Gründerinnen zusammenarbeiten, die humorlose Business-Maschine sind.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem High-Tech Gründerfonds.


Images by Juniqe, High-Tech Gründerfonds, Highland Europe


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Barrierefreiheit im Netz

Image accessibility by Open Clipart-Vectors

Barrierefreiheit beschäftigt Menschen ohne Behinderung nicht. Das sollte sich aber ändern, meint Jan Hellbusch, der selbst betroffen ist.

Jan Hellbusch ist Accessibility-Consultant und berät Organisationen darin, ihre Webauftritte barrierefrei umzusetzen. Daneben hat er noch weitere Dienstleistungen im Programm, etwa Schulungen für Entwickler oder Online-Redakteure. Da er selbst erblindet ist spricht er aus eigener Erfahrung. Passend zum Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderungen ein Gespräch über Barrierefreiheit im Netz, Blindheit und seine eigenen Erfahrungen damit.

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Eine dritte Welle des Feminismus erhebt sich

SlutWalk NYC October 2011 Shankbone 25 (adapted) (Image by David Shankbone [CC BY 2.0] via flickr)

Wellen muss man reiten – das trifft quasi auch auf den Feminismus zu, der sich im neuen Gewand aktuellen Problemen stellt.

Wir sind Zeugen des Aufkommens einer dritten Welle des Feminismus. Den Kampf der viktorianischen Sozialreformer, der Suffragetten und der revolutionären Feministen der 1970er Jahre aufnehmend, kämpfen Feministen heute wieder für eine gleichberechtigte Behandlung und für ein Ende sexueller Gewalt in einer weiterhin patriarchischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

Es ist eine bewegte Zeit für Feministen in Großbritannien. Ende Oktober hat die neue Women’s Equality Party (WEP) ihr Grundsatzprogramm verabschiedet. Es drängt auf eine gleichmäßige Vertretung in der Politik, in Firmen und in der Industrie; gleiche Bezahlung und Gleichstellung in der Kindererziehung; die gleiche Behandlung von Frauen durch die Medien; und eine Beendigung sexueller Gewalt.

Wenige Tage nachdem ich der Verabschiedung beiwohnte, ging ich zu der “Feminismus in London”-Konferenz, die mehr als 1.000 Männer und Frauen angezogen hatte. Sie waren gekommen, um einer Reihe von Sprechern zu Themen wie Handel mit inländischen Arbeitern, Gleichheit und Einschränkungen, sowie über die Kampagne zur 50:50-Vertretung im Parlament, zuzuhören. Ich war sehr aufgeregt Teil einer feministischen Bewegung “in Bewegung” zu sein.

Es ist unklar, wie viele Frauen oder Männer sich selbst als Feministinnen oder Feministen sehen und möglicherweise könnte sich die Mehrheit der Menschen auf die eine oder andere Weise nicht weniger dafür interessieren. Welchen Standpunkt auch immer Sie annehmen, die Geschichte des Feminismus zeigt, dass er das private und öffentliche Leben verändert – unabhängig davon, ob sich jeder dessen bewusst ist oder nicht, oder diese Veränderung begrüßt.

Ein geschichtlicher Überblick zu feministischer Historie

Die letzten zwei Jahrhunderte wurden Zeugen von drei Wellen des Feminismus. Unglücklicherweise folgten die ersten zwei einem vertrauten Muster: Anfänglicher Widerstand gegen feministische Ziele, gefolgt von einer Phase der sozialen Akzeptanz dessen, was ursprünglich als eine unangemessene Forderung erschien.

Dann folgt eine Neuerung, die für gewöhnlich in Form eines Konsens darüber, dass der Feminismus erfolgreich war und sich damit selbst überflüssig gemacht hat, in Erscheinung tritt. Danach verstummen Frauen, zumindest in der Öffentlichkeit, hinsichtlich ihrer sozialen Umstände. Bis es zu einem Wendepunkt kommt und der Feminismus sich erneut erhebt wie ein Phönix aus der Asche. Dies könnte bald wieder geschehen.

Die erste Welle des Feminismus erhob sich während des 19. Jahrhunderts und dem beginnenden 20. Jahrhundert mit dem Streben nach sozialen Reformen. Frauen wie Josephine Butler beschäftigten sich mit Prostitution und mit der Doppelmoral hinsichtlich sexueller Moralvorstellungen. Harriet Martineau, eine Mitbegründerin der Soziologie, lehrte, dass jede soziologische Analyse von politischen, religiösen und sozialen Kerninstitutionen das Leben von Frauen einschließen sollte. Emmeline Pankhurst setzte sich indessen für das Recht der Frauen zu wählen und für das Recht auf eine vollwertige politische Staatsbürgerschaft ein.

Die zweite Welle des Feminismus erhob sich in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren und beschäftigte sich weniger mit sozialen Reformen als mit Revolution. Diese Periode brodelte vor politischer Aktivität. Die australische Schriftstellerin Germaine Greer führte an, dass die Sexualität der Frau vom Patriarchat unterdrückt und ausgeweidet würde, während die britische Theoretikerin Sheila Rowbotham die Wechselbeziehung zwischen Kapitalismus und Patriarchat in der Ausbeutung der Arbeitskraft der Frau beschrieb.

In den 1990er Jahren begann die Sprache des “Post-Feminismus” in den öffentlichen Diskurs Einzug zu halten. Glücklicherweise wurde behauptet, dass wir uns nun alle zurücklehnen können, da Frauen jetzt im Land der Sexual- und Geschlechterpolitiken gleichgestellt sind. Begriffe wie die individuelle “Verwirklichung” der Frau ersetzten die Idee der gemeinsamen Aktion. Auch wenn zeitweise bemerkt wurde, dass männliche sexuelle Gewalt weiterhin bestand, konzentrierte sich die Strategie des Widerstandes auf die Rechte der Frauen ohne Schuldzuweisungen aussehen und handeln zu dürfen, wie sie es mochten.

Die Selbstverwirklichung wurde jedoch auf geschlechtliche Verwirklichung reduziert: die Feministinnen der 60er und 70er Jahre wurden als “Geschlechter-negativ” umgedeutet. Anstelle dessen lehnten “Geschlechter-positive” Frauen den Feminismus ab und wurden durch den Schriftsteller Ariel Levy kulturell dazu veranlasst, Verwirklichung darin zu finden, wie ein Pornosternchen auszusehen und sich gleichermaßen zu verhalten.

Ein sich aus der Asche erhebender Phönix

Wenige Jahre nach Beginn des 21. Jahrhunderts kam es erneut zu einem Wendepunkt. Im Jahr 2005 behauptete Levy, dass, wenn Frauen sich und andere Frauen weiterhin zu sexuellen Objekten machen, dies nicht als Erfolg für den Feminismus und die Gleichstellung von Frauen und Männern anzusehen ist, sondern vielmehr als der Untergang des Feminismus.

Neue Bewegungen bildeten sich, die zu der Vorstellung zurückkehrten, dass es nicht zum Besten gestellt ist mit dem Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Laura Bates gründete online das Everyday Sexism Project und Kat Banyard begründete die Gruppierung UK Feminsta mit und schrieb über die Illusion der Gleichstellung der Frau. Sie ist nun die Sprecherin der End-Demand-Kampagne gegen Prostitution und eine ausgesprochene Kritikerin der Richtlinie von Amnesty International zur Dekriminalisierung von Prostitution. In ihren Augen handelt es sich hierbei um ein wenig mehr als die Charta eines Zuhälters.

Unglücklicherweise sind durch die politische Aktivität der Feministen die geschlechtlichen, rassischen und wirtschaftlichen Ungleichheiten einer patriarchalischen Gesellschaft nicht verschwunden. Diese sozialen Strukturen zeigen sich bemerkenswert beständig, auch wenn sie ihre Erscheinung entsprechend der historischen und politischen Umstände verändern. Nichtsdestotrotz, während die Wellen des Feminismus hochschwappen, werden tatsächliche rechtliche und politische Errungenschaften gemacht, die unser aller Leben zu einem besseren machen.

Die Geschichte des Feminismus scheint uns zu sagen, dass diese dritte Welle, die gerade Schwung aufnimmt, persönliche und öffentliche Veränderungen mit sich bringen könnte. Veränderungen, wie einen Anstieg weiblicher Unterhausabgeordneter, öffentliches Bewusstsein gegenüber männlicher Sexualgewalt, Sensibilität gegenüber Gehaltsunterschieden zwischen den Geschlechtern und die strukturelle Benachteiligung von Frauen. Allerdings weist uns die Geschichte dann darauf hin, dass der Feminismus selbst bedauerlicherweise wieder abebben wird.

Falls meine Vorhersage des endgültigen Zusammenbruchs der dritten Welle sich bewahrheiten sollte, so lasst uns schnell und mit glühender Leidenschaft voranschreiten. Die Leben von Frauen, Kindern und Männern werden unermesslich verbessert werden. Möge es lange andauern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “SlutWalk NYC October 2011 Shankbone 25” by David Shankbone (CC BY 2.0)


 

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5 Lesetipps für den 1. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Online-Therapien, Gleichberechtigung in der Startup-Szene, TTIP, Algorithmen und die GEMA. Ergänzungen erwünscht. // von Steve Martin

  • GESUNDHEIT heise online: Online-Therapien gegen Suchtkrankheiten: Können Alkoholabhängige auch von zu Hause am Computer “geheilt” werden? Laut der Juli-Ausgabe des Technology Review ja. Oft konsumieren Abhängige weniger Alkohol als nach einer herkömmlichen Entzugstherapie. Weitere Studien belegen, dass Online-Therapien recht wirksam sein können. Nicht selten auch im Fall einer leichten bis mittleren Depression. Dass auch Smartphones gut für die Psyche sein können, zeigen Joanna Rodriguez und Nadine Page.

  • STARTUP Gründerszene: Studie: Gleichberechtigung in Startup-Deutschland? Leider nein!: So richtig funktioniert die Gleichberechtigung hierzulande noch nicht – zumindest nicht in der Startup-Szene. Frauen haben noch nicht die gleichen Chancen aufzuziehen wie Männer. Es fehle ihnen an Vorbildern oder den richtigen Netzwerken. Zu diesem Fazit kommt eine von dem Computerkonzern Dell durchgeführte Studie, die die Herausforderungen und Chancen von weiblichen Entrepreneuren analysiert hat.

  • TTIP Carta: Wie Brüssel für TTIP wirbt: Brüssel wirbt mit einer breit angelegten Kampagne für TTIP um vielen Kritikern Einhalt zu bieten. Gerade in Deutschland sei es wichtig, über das neue Abkommen aufzuklären und viele Themen nachzuholen und aufzubereiten. Allerdings bleibt das Verhältnis zu kritischen Bürgerinitiativen angespannt. Im folgenden Video-Interview von Eric Bonse mit Lutz Güllner wird gezeigt, ob und welchen Wohlstandsgewinn der Freihandel bringt und warum die Bürgerinitiative “Stop TTIP” nicht zugelassen wurde.

  • ALGORITHMEN e-book-news: Erst Apple, jetzt Twitter: Handverlesene News ergänzt Algorithmen: Künstliche Intelligenz kann alles, möchte man manchmal meinen. Suchergebnisse sortieren, Personen erkennen, Musik empfehlen. Doch gerade wenn es um die effektive Vermarktung von komplexen Inhalten geht, scheint die helfende Hand von menschlichen “Kuratoren” im Zweifelsfall noch immer unverzichtbar zu sein. Das gilt nicht nur im (Offline-)Buchhandel, sondern offenbar auch bei Online-Musik, oder etwa im digitalen Nachrichten-Sektor.

  • GEMA DIE WELT: Musikrechte: Gema verliert den Prozess gegen YouTube: Der Musikrechteverwerter Gema unterlag in einem Schadenersatzprozess der Videoplattform YouTube. Die Gema hatte Geld für Musikvideos verlangt: 0,375 Cent hätte das Videoportal für jeden Abruf bestimmter Musikvideos zahlen müssen, was auf einer Grundlage von 1.000 Titeln rund 1,6 Millionen Euro gewesen wären. Im Oberlandesgericht München kann gegen das Urteil noch Berufung eingelegt werden. Vor mehreren Gerichten stritten die Gema und YouTube schon darüber, unter welchen Bedingungen die Videoplattform dem Rechteverwerter Geld für die Bereitstellung von Musikvideos zahlen muss.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Digitalista: “Frauen in der IT müssen sichtbarer werden”

Die junge Wiener Initiative „Digitalista“ will die weibliche Seite der Online-Branche stärken.

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“Connecting digital women”: Unter diesem Motto versucht die Wiener Initative Digitalista, Frauen in der Online-Branche besser zu vernetzen. Die Mitgründerin Susanne Liechtenecker erklärt im Interview, warum man zuerst das Selbstbewusstsein der Frauen stärken muss, warum Yahoo-Chefin Marissa Mayer ein Vorbild für sie ist und warum man die Mitglieder nicht in der Opferrolle sehen sollte.

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