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Netzpiloten @OMfinCon

Es ist wieder Zeit für geballte Expertise, gesammelte Erfahrung und Enthusiasmus auf dem Gebiet des Online Marketings im Finanzsektor. Deshalb lädt der Veranstalter financeAds am 16. Mai auch dieses Jahr zur OMfinCon, der Online Marketing Finance Conference nach Berlin ein. Die Veranstaltung richtet sich hauptsächlich an erfahrene Online Marketing Manager, Entscheidungsträger und Meinungsbildner. Den ganzen Tag lang haben die Teilnehmer die Möglichkeit sich über die aktuellen Trends und Herausforderung im Financial Advertising zu informieren. Die Netzpiloten sind das dritte Mal als Medienpartner dabei, wenn sich wieder alles um Online Marketing mit Fokus auf die Finanz- und FinTech-Branche dreht.

Welche Speaker werden da sein?

Zu den sieben Gastrednern der OMfinCon zählt unter anderem Hakan Özal, der Geschäftsführer von financeAds, dem führenden Affiliate Netzwerk für Banken und Versicherungen. Er wird über Trends im Affiliate Marketing referieren. Außerdem gehört Heinz-Roger Dohms zu den Vortragenden und spricht über Deutschlands FinTech-Branche und ihren Werdegang. Der Chefredakteur von Finanz-Szene.de, dem führenden B2B-Newsletter für die deutsche Banken- und FinTech-Branche, wurde 2018 zum Wirtschaftsjournalisten des Jahres in der Kategorie „Unternehmen“ gekürt. Auch freuen wir uns auf den Vortrag von Moritz Beck. Der Geschäftsführer der Memacon GmbH wird über die Möglichkeit sprechen Chatbots als Lead-Maschinen zu nutzen. Mit Memacon GmbH gründete Moritz Beck eine erfolgreiche Beratung für Messenger-Kommunikation.

Welche Themen und Formate erwarten dich auf der OMfinCon?

  • Workshops und Vorträge
  • Networking-Möglichkeiten
  • Financial Advertising & Online Marketing
  • Trends und Speaker aus der FinTech-Branche

Und sonst noch?

In der Networking Hall gibt es für die Teilnehmer die Möglichkeit mit etlichen Finanz-Advertisern in Kontakt zu kommen. Ein weiteres Highlight auf der OMfinCon ist die Verleihung des financeAds Performance Award. Tickets für die Veranstaltung findet ihr hier. Für financeAds Partner steht ein limitiertes Ticketkontigent zur Verfügung. Da Tickets von Nicht-Partnern jederzeit storniert werden können, könnt ihr euch hier für eine kostenlose Partnerschaft mit financeAds registrieren. Publisher sollten sich an ihren financeAds-Ansprechpartner wenden, um so ein kostenloses Publisher-Ticket zu erhalten. Wie sieht‘s aus, sehen wir uns in Berlin?

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Apple Pay startet in Deutschland: Das müsst ihr wissen

Apple Pay Symbolbild

Knapp vier Jahre nach dem Start in den USA ist Apple Pay seit heute auch in Deutschland verfügbar. Konzernchef Tim Cook hat Deutschland-Launch bereits zuvor vage für das Jahresende angekündigt. Die tatsächliche Einführung kam heute Morgen überraschend. Bisher lässt sich Apple Pay nur auf einem Umweg in Deutschland nutzen. In diesem Artikel zeigen wir euch, wie ihr den mobilen Bezahldienst einrichtet und mit welchen Banken, Karten und Geräten er funktioniert.

Was muss man über den neuen Bezahldienst Apple Pay wissen?

Mit Apple Pay könnt ihr ganz einfach ohne Bargeld oder EC-Karte bezahlen. Hierfür müsst ihr lediglich ein iPhone ab der Version iPhone SE beziehungsweise iPhone 6 oder eine Apple Watch mit euch führen. Um Apple Pay nutzen zu können, benötigt ihr zudem eine Kreditkarte einer Bank, die mit Apple kooperiert.

Sofern die Technik des Kassensystems das kontaktlose Bezahlen per NFC-Funk (Near Field Communication) unterstützt, könnt ihr euer Gerät einfach an den Terminal der Kasse halten. Rund 475.000 Kassenterminals in Deutschland besitzen die erforderliche Technik. Außer im stationären Handel könnt ihr mit Apple Pay auch in Onlineshops oder Apps bezahlen.

Welche Banken und Karten unterstützen Apple Pay?

Folgende Banken unterstützen Apple Pay zum Start: Boon, Bunq, Comdirect, Deutsche Bank, Fidor Bank, Hanseatic Bank, Hypo Vereinsbank, N26 (ehemals Number 26), O2 Banking und VimPay.

In Zukunft kommen noch diese Banken hinzu: Consors Bank, Crosscard, DKB, Fleetmoney, ING (ehemals Ing DiBa), Revolut und Viabuy.

Ferner zu beachten ist, das nur Kreditkarten genutzt werden können. Hierbei ist es aber egal, ob es sich um eine Prepaid-Karte (im Voraus aufgeladen), Debit-Karte (wird direkt vom Konto abgebucht) oder Kredit-Karte (wird am Monatsende vom Konto abgebucht) Kreditkarte handelt. Maestro, Vpay und Girocards werden leider nicht unterstützt.

Apple Pay nicht unterstützte Karte
Noch werden längst nicht alle Karten unterstützt. Image by Timo Brauer

Auf welchen Geräten funktioniert Apple Pay?

Apple Pay funktioniert auf dem iPhone 6, 6s, SE, 7, 8, X, Xs, Xr und allen Plus– oder Max-Modellen. Außerdem werden alle Versionen und Varianten der Apple Watch unterstützt. Für Zahlungen im Internet oder in Apps funktioniert Apple Pay auch auf iPads und Macs.

Bei den iPads sind folgende Modelle dabei: iPad Air 2, iPad 5G (2017), iPad 6G (2018), iPad mini 3, iPad mini 4 und alle iPad Pros. Bei den Macs ist die Liste etwas übersichtlicher. Es werden lediglich die MacBook Pro Modelle mit Touchbar sowie das 2018er MacBook Air unterstützt. Allerdings lässt sich Apple Pay auch auf älteren Macs (ab 2012) verwenden, wenn ein unterstütztes iOS-Gerät sich in der Nähe befindet.

Wo kann ich mit Apple Pay bezahlen?

Bezahlen könnt ihr mit Apple Pay überall dort, wo kontaktloses Bezahlen mit Bankkarten möglich ist. In Deutschland ist das an beinahe jedem Kartenterminal der Fall. Somit könnt ihr in eigentlich jedem Geschäft, das Kartenzahlungen unterstützt, auch mit Apple Pay bezahlen. Bittet beim Bezahlen einfach um die Bezahlung per Karte und haltet euer iPhone an das Terminal statt eine Karte zu benutzen.

Wie richte ich Apple Pay ein?

Zum Einrichten von Apple Pay öffnet ihr auf dem iPhone die Wallet App (auf dem iPad die Einstellungen, für die Apple Watch die Watch-App und auf dem Mac die Systemeinstellungen jeweils unter dem Punkt „Wallet und Apple Pay“) und klickt auf „Karte hinzufügen“.

Anschließend wählt ihr den gewünschten Kartenanbieter. Dann werdet ihr aufgefordert, die Karte in die Kamera zu halten, damit Karteninhaber, Nummer und Ablaufdatum gelesen werden können. Dann bittet euch Apple Pay je nach Bank die CCD (dreistellige Nummer auf dem Unterschrift-Feld auf der Kartenrückseite) einzugeben oder einen Bestätigungscode per SMS, Mail oder App zu empfangen und einzugeben. Schon ist Apple Pay fertig eingerichtet.

Diese Schritte könnt ihr auch mit weiteren Karten wiederholen. Außerdem ist es möglich, in den Einstellungen unter dem Punkt „Wallet & Apple Pay“ festzulegen, welche Karte bevorzugt verwendet werden soll. Auf diese Weise lassen sich je nach Gerät 8 bis 12 Kreditkarten hinterlegen.

Wie zahle ich mit Apple Pay?

Mit Apple Pay in einem Geschäft zu bezahlen unterscheidet sich je nach verwendetem Gerät.

Mit Touch-ID (Fingerabdruck): Doppelklickt auf den Home Button und lasst euren Finger liegen, bis die Karte entsperrt wurde. Haltet nun das obere Ende des iPhones gegen das Kartenterminal bis auf dem Display „Fertig“ und ein Häkchen angezeigt wird.

Mit Face-ID (Gesichtsscan): Doppelklickt auf die Seitentaste und blickt auf euer iPhone, bis die Karte entsperrt wurde. Haltet nun das obere Ende des iPhones gegen das Kartenterminal bis auf dem Display „Fertig“ und ein Häkchen angezeigt wird.

Auf der Apple Watch: Doppelklickt auf die Seitentaste und haltet das Display der Apple Watch gegen das Kartenterminal bis ihr eine Bestätigung per Vibration erhaltet.

Zum Bezahlen benötigt euer Gerät übrigens keine funktionierende Internetverbindung. Außerdem fallen keine zusätzlichen Kosten an und es gibt seitens Apple keinen Mindestumsatz. Bei Beträgen über 25 Euro kann es sein, dass ihr eure Karten-PIN auf dem Bezahlterminal eingeben müsst. Alternativ fordert das System euch auf eine Unterschrift zu leisten.

Apple Pay bezahlen im Internet
Auch im Internet könnt ihr mit Apple Pay bezahlen. Image by Apple

Auch im Internet oder in Apps lässt sich Apple Pay verwenden. Wenn diese Möglichkeit verfügbar ist, seht ihr neben den üblichen Bezahlmethoden (Kreditkarte, PayPal etc.) auch einen schwarzen Apple-Pay-Button. Klickt ihr diesen an, öffnet sich ein Fenster in dem ihr eure Karte und Lieferadresse auswählen könnt. Zum Bestätigen der Zahlung legt ihr euren Finger auf den Home-Button oder drückt zwei Mal auf die Seitentaste.

Wie sicher ist Apple Pay?

Apple Pay ist sicherer als die Bezahlung per Karte, da auch bei Kleinstbeträgen eine Authentifizierung per Touch-ID oder Face-ID erfolgt. Dabei liegt der Bezahlung nicht die eigentliche Kreditkartennummer zugrunde, sondern ein sogenannter Token.

Die tatsächliche Kreditkartennummer speichert euer Gerät nicht, sondern nur eine Geräte-Account-Nummer, über welche das System beim Bezahlen eine Transaktionsnummer generiert. Diese sieht für das Bezahlterminal aus wie eine normale Kreditkartennummer und lässt keine Rückschlüsse auf eure eigentliche Kreditkartennummer zu.

Bei Zahlungen in Apps und im Internet wird eine Adresse, Mail und Telefonnummer übertragen. Welche das sein soll, kann in den Einstellungen unter „Wallet & Apple Pay“ eingestellt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst am 2. August 2018 und wurde seitdem aktualisiert.


Images by Apple, Timo Brauer

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All Doors in Flight @ Fintech Week, Carolin Neumann?

Vom 15. bis 20. Oktober geht in Hamburg wieder die Fintech Week an den Start. Wir Netzpiloten sind als Medienpartner mit dabei, wenn sich wieder alles um die Zukunft der Finanzen drehen wird. Mitten in der heißen Vorbereitungsphase erwischen wir die Journalistin, Medienunternehmerin und Mitbegründerin der Veranstaltung Carolin Neumann noch schnell für drei Fragen:

Ihr habt eine ganze Woche Fintech-Themen für Hamburg auf die Beine gestellt. Respekt! Wie laufen die Vorbereitungen?

Können wir die Fintech Week noch mal um ein paar Wochen verschieben? Nein, im Ernst: Es läuft gut, aber natürlich ist auf den letzten Metern immer noch mal unglaublich viel zu tun. Wir sind der Schirm für rund 30 Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 1.500 Besucher*innen. Da laufen so viele Fäden bei uns zusammen, wir bräuchten eigentlich immer noch mehr Zeit. Gerade kann ich nicht fassen, dass es schon soweit ist – und in zwei Wochen werde ich da sitzen und denken: Wie, schon wieder vorbei?

Das Thema Fintech kommt gleich nach Blockchain ja immer recht wuchtig daher. Könnt ihr es auflockern?

Grundsätzlich richtet sich die Woche an ein Fachpublikum, auch wenn wir offen für B2C-Veranstaltungen sind. Und für dieses Publikum – Banken, Versicherer – geht es angesichts der digitalen Umwälzungen tatsächlich um ihre Existenz. Das lässt sich schwer auflockern. Dennoch sind wir in unserer Ansprache eher locker, weil wir als Team auch so sind. Das ist es vermutlich, was der Woche dann trotz ihrer Ernsthaftigkeit einen lockeren, entspannten Charme verleiht.

Was sind deine persönlichen Highlights vom 15. bis 20. Oktober?

Ich freue mich sehr darauf, beim Event „Fintech Stories“ der Fintech Ladies die Geschichten von Female Professionals aus der Fintech-Branche zu hören – und den Nachmittag zu moderieren. Wahnsinnig gespannt bin ich außerdem auf unsere eigene Fachkonferenz am Donnerstag, die FinForward, für die wir uns in den letzten Monaten – neben der ganzen Orga der Fintech Week – ins Zeug gelegt haben. Sie ist ein bisschen wie die Fintech Week auf einen Tag komprimiert: mit den wichtigsten Themen der Branche, als Brückenschlag zwischen alter und neuer Garde, mit Blicken über den Tellerrand in den Talks.

Viel Erfolg! Wir sehen uns.

Tickets für die Fintech Week Hamburg gibt es hier.

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Netzpiloten @Fintech Week

Eine Woche lang geht’s nur ums Geld! Genauer gesagt um die Zukunft der Finanzen. Vom 15. bis 20. Oktober findet in Hamburg zum dritten Mal die Fintech Week statt. Der massive Wandel der Finanzwelt im digitalen Zeitalter ist allgegenwärtig. Damit versucht der unabhängige journalistische Newsletter finletter von Carolin Neumann und Clas Beese publizistisch Schritt zu halten und richtet außerdem zum dritten Mal die Fintech Week aus. Wir Netzpiloten sind wieder mit dabei, wenn in vielen verschiedenen Konferenzformaten Themen wie Nachhaltigkeit, Transparenz und Entwicklung in der Fintech-Branche diskutiert werden.

Welche Speaker werden da sein?

Das breitgefächerte Programm bringt interessante Speaker nach vorne: Es kommt zum Beispiel Alexander Artopé von Smava und spricht über Konsumentenkredite 4.0. Dr. Martha Böckenfeld von der DFG Deutsche Fondsgesellschaft SE Invest referiert über die Digitalisierung im Bankwesen. Susanna Fleckenstein, Managing Director bei der Commerzbank, erzählt uns von der AG Bankfiliale 4.0. Wir freuen uns besonders auf den Blogger und Podcaster Jochen Siegert.

Welche Themen sind am Start?

  • Zukunft der Fintech-Branche
  • Bankwesen 4.0
  • Workshops zum Thema Finances
  • Frauen in der Fintech-Branche
  • Blockchain
  • Payment

Und sonst noch?

Wie viele Veranstaltungen in diesem Jahr, wollen auch die Macher der Fintech Week mehr Frauen in ihrem Themenbereich sichtbar machen. Beim Speaker-Listing zeichnet sich das gut ab. Fürs entspannte Netzwerken gibt es außerdem ein Fintech Ladies Dinner im schönen Restaurant NIL. Wir freuen uns auf die breitgefächerte Woche! Hier gibt es die Tickets.

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Blockchain-Startup Bitwala hält an Plänen für Krypto-Bank fest

Bitcoin

Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Ethereum sorgen derzeit mit steilen Kursgängen und dem möglichen Aufbau einer Blase für Schlagzeilen. In den Hintergrund rückt, dass die zugrunde liegende Blockchain-Technologie nicht als Spekulationsvehikel geschaffen wurde, sondern als Ansatz, den elektronischen Zahlungsverkehr zu revolutionieren. So erlaubt die dezentrale Datenorganisation der Blockchain-Technologie, Geld grundsätzlich schneller, günstiger und sicherer zu überweisen. Das Fintech-Startup Bitwala hat ein solches Konto der neuen Generation im Angebot und strebt sogar den Bankstatus an.

Gegenwind aus dem traditionellen Bankensektor durchkreuzte dieses Vorhaben bisher. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Im Gespräch mit den Netzpiloten auf der High-Tech Partnering Conference in Bonn bekräftigte Bitwala-CEO Jörg von Minckwitz die Ambitionen des Startups.

Investor HTGF stärkt Bitwala den Rücken

Anfang dieses Jahres musste das junge Startup am eigenen Leib erfahren, wie hart umkämpft der Finanzmarkt ist. Der Traum von der eigenen Krypto-Bank scheiterte im ersten Anlauf, aufgrund plötzlicher Unstimmigkeiten mit Partnern, wie die Bitwala-Führung in diesem Blog-Beitrag erklärt. Laut von Minckwitz sei das vor allem auf die Angst einiger Unternehmen zurückzuführen, die gegen nicht regulierte Märkte wie Kryptowährungen vorgehen. Im Laufe dieses Jahres will Jörg von Minckwitz mit dem Bitwala-Team jedoch weitermachen und die Idee der ersten Krypto-Bank doch noch umsetzen.

Unterstützt wird das junge Start-up-Team ungeachtet des Rückschlags vom High-Tech-Gründerfonds (HTGF), dem größten Seedinvestor Deutschlands. Der HTGF fördert junge Technologie-Unternehmen wie Bitwala und stellte auf der 9. High-Tech-Partnering Conference in Bonn den Kontakt zwischen gestandenen Unternehmen und Start-Up-Gründern her.

Dass vor allem bei jungen Gründern nicht immer alles nach Plan laufen kann, ist Alexander von Frankenberg, Geschäftsführer des HTGF, dabei bewusst. Im Gespräch erzählt er, dass es immer wieder Planabweichungen, Krisen und Rückschläge geben könne. „Was wir in solchen Fällen signalisieren, sind keine Zweifel am Team oder dem Projekt, sondern Ruhe und Gelassenheit. Wir unterstützen unsere Gründer, indem wir ihnen zur Seite stehen und in solchen Fällen gemeinsam einen Restart planen.“

Bitwala-CEO Jörg von Minckwitz
Mit den Netzpiloten sprach Jörg von Minckwitz, Mitgründer und CEO des Fintech-Startups Bitwala über die Blockchain als Zukunftstechnologie. Image by High-Tech Gründerfonds

Wie Überweisungen einfacher und sicherer werden sollen

Das Vertrauen in das große Marktpotenzial der Blockchain-Technologie ist bei Bitwala und dem HTGF ungebrochen. Bei der Blockchain-Technologie handelt es sich um eine stark verschlüsselte Datenbank, die auf tausende Server verteilt, also dezentral, ist. Das bietet zum einen den Vorteil, dass Fintech-Unternehmen wie Bitwala für die Durchführung der Transaktionen nicht auf die Infrastruktur einiger weniger marktbeherrschender Zahlungsanbieter angewiesen ist.

Dadurch können Transaktionen grundsätzlich günstiger abgewickelt werden, was sich auch in geringeren Gebühren für Endkunden niederschlagen kann. Außerdem ist diese Art des Zahlungsverkehrs besser vor Transaktionsbetrug und Datendiebstahl bei Hackerangriffen gefeit. Fallen Server aus, sind die Daten immer noch vorhanden, weil sie sich auf immer noch tausenden anderen Servern befinden und in Echtzeit synchronisiert werden.

Blockchain kann alle Lebensbereiche revolutionieren

Nicht nur Kryptowährungen und deren Transaktionshistorie lässt sich innerhalb der dezentralen Datenbank verschlüsselt sichern. Die Blockchain könnte das Leben aller Menschen verändern und vereinfachen. Im Gesundheitswesen ließen sich beispielsweise Patientenakten und Untersuchungsergebnisse sicher ablegen und nur von denjenigen Personen aufrufen, die dazu berechtigt sind.

Auch im Bereich Identitätsmanagement kann die Blockchain für mehr Sicherheit und weniger Papierkram sorgen. Da die Blockchain manipulationssicher ist, können Behörden beispielsweise Geburtsurkunden und Melderegister innerhalb der Blockchain ablegen. Universitäten und Hochschulen könnten über die Blockchain Abschlüsse und Zeugnisse sichern, sodass Absolventen und Arbeitgeber auf fälschungssichere Dokumente zugreifen.

Die meisten Anwendungsbeispiele für Blockchain sind jedoch Zukunftsmusik. Aktuell und deutlich realer sind hingegen Peer-to-Peer-Möglichkeiten, die die Blockchain schon jetzt bereithält. Gemeint sind damit direkte Transaktionen zwischen zwei Personen, also etwa das Überweisen von Geld. Das ist auch das Geschäftsmodell von Bitwala.

Blockchain ist keine Bubble, sagt Bitwala

Bevor die Blockchain allerdings zur Lösung aller Menschheitsprobleme werden kann, wird wohl noch viel Zeit vergehen. Jörg von Minckwitz hat in den vergangenen Wochen vor allem die aufkommende Regulierungsdiskussion zur Blockchain verfolgt. Hier stünden immer wieder Fragen nach Haftbarkeit im Raum. Laut von Minckwitz sei dafür eine gewisse Form von Zentralität notwendig. Hinzu käme die Problematik, dass Menschen ein gewisses Vertrauen in Systeme aufbauen müssten. Das sei deutlich schwieriger, als interpersonelles Vertrauen herzustellen. Bei einem ist sich der junge Gründer allerdings ganz sicher: „Blockchain ist nicht die nächste Bubble. Das System wird sich eigenständig weiterentwickeln und optimieren. Ob wir das wollen oder nicht.“

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit dem High-Tech Gründerfonds.


Teaser Image by zapp2photo / stock.adobe.com; Image by High-Tech Gründerfonds


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Check-Up Ireland: Ein Blick aufs „Kingdom of Kerry“

King Puck bronze statue near Laune River in Killorglin,Kerry,Ireland

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als “Tech” ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im November habe ich damit begonnen, die „Tech-Insel” ein Jahr lang aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Heute schaue ich einmal genauer auf die Grafschaft Kerry.

Sportlich ist die Stimmung in der Grafschaft Kerry gerade ziemlich im Keller, da das Gaelic Football Team aus dem „Kingdom“ am Wochenende das Halbfinal-Wiederholungsspiel gegen Mayo verloren hat. Zum Glück gibt es in Kerry aber weiterhin Konstanten wie die tolle Landschaft oder die gleichnamige, gute Butter. Die Seen in Killarney und Kerrygold sind Tourismus- bzw. Export-Schlager. Was die Exporte anbetrifft, so macht aber auch Fintech immer mehr von sich reden. Das „Kingdom“ ist zur Hochburg erwachsen.

Auf dem nicht nur bei Deutschen beliebten Rundweg „Ring of Kerry“ ist Killorglin eine wichtige Station, die tolle Pubs und Restaurants und gemütliche B&Bs zu bieten hat. Busse parken dicht an dicht und entlassen einen konstanten Strom von zahlungskräftigen Touristen in die Gassen von Killorglin. Um 13 Uhr müssen diese dann mit einer weiteren, nicht minder wichtigen Gruppe um Platz auf den Gehsteigen und in den Cafés kämpfen. Statt Wanderschuhen und Cargohosen werden High Heels und Anzüge getragen und nur wenigen der amerikanischen Touristen wird klar sein, dass diese Gruppe immer öfter Hand anlegt an genau jene finanziellen Transaktionen, die noch am Flughafen in den USA oder bei der Ankunft in Irland getätigt wurden – dem Geldumtausch.

Die Fintech-Hochburg Kerry

Hier in Killorgin befindet sich die Zentrale von „Fexco“ die jährlich mehr als $ 10 Millarden an finanziellen Transaktionen bewälltigt. Die Mitarbeiter strömen aus zwei Gebäuden in Killorglin und einem weiteren Gebäude im 40 Kilometer entfernten Cahersiveen. Insgesamt beschäftigt Fexco 1,000 Leute in Kerry.

„Made in Kerry“ im Jahr 1981 ist Fexco mittlerweile ein wahrer Global Player geworden, mit Büros in Europa, Asien, dem Mittleren Osten, Nord- & Lateinamerika, sowie Australien. Unter den Mitarbeitern in Kerry findet sich eine immer größer werdende Anzahl im Bereich Tech, die mit Kollegen weltweit an den neuesten Lösungen kollaborieren. Das Innovation-Team in Killorglin ist das schlagende Herz von Fexco, welches es dem Managment ermöglicht, seinen Kunden wie „First Data“, „Bank of China“ oder „Barclaycard“ mit Stolz & Sicherheit den Slogan entgegen zu rufen „Wir können den Zahlungsverkehr für Euch vereinfachen.“

Fexco ist in Kerry nicht allein. Andere Fintech-Unternehmen haben ebenfalls schon lange erkannt, dass es reichlich Geschäft bei den „alten“ Banken zu holen gibt. Eine Studie von PwC hat zum Beispiel vor kurzem ergeben, dass geschätzt 25 Prozent des traditionellen Geschäfts der Banken von Fintech bedroht ist. Zu den Unternehmen, die aus Kerry heraus an diese 25 Prozent heran wollen, gehört die Firma „Monex“ die in Killarney, der zweiten bekannten Stadt am „Ring of Kerry“, ihren Sitz hat und durchschnittlich über 206 Millionen Karten-Transaktionen im Jahr in 48 Ländern abwickelt.

Seit der Gründung im Jahr 1996, als noch alles auf Papier, per Fax und am Telefon lief, hat Monex seine Kunden auf dem Weg begleitet, der sie sicher online geführt hat. Zwar gibt es in Killarney immer noch einen Raum, in dem Schecks gedruckt werden, aber das Scheckteam schrumpft mit dem Volumen von Schecks, die dort aus dem Drucker kommen. Auch Monex mit seinem Fintech-Hub in Kerry ist mittlerweile eine globale Firma geworden, die 24 Stunden an 365 Tagen für ihre Kunden da ist.

Für das Fintech-Ökosystem in Kerry von großer Wichtigkeit ist das IT Tralee (Institute of Technologie = Technische Hochschule). Die Absolventen von ITT haben quasi die Wahl, was den zukünftigen Arbeitgeber im Bereich Fintech anbetrifft, was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass die Technische Hochschule einen Fokus auf „Career Readiness“ hat. Studenten sind immer wieder bei Tech-Unternehmen zu Gast und somit gewappnet für die Anforderungen „draussen in der wahren Welt“.

Das Tom Crean Business Centre des IT Tralee ist ein Startup-Hub mit 20 Firmen. Eine davon, Finukan Labs ist ein Fintech-Startup mit einer besonderen Geschichte. Gründer Anthony Griffin wurde nach einer langen Karriere am Londoner Finanzmarkt von einer skandinavischen Bank umworben. Statt dort anzuheuern, entschied er sich aber dafür, in seine Heimat Kerry zurückzukehren und sein eigenes Unternehmen zu gründen. Sein erster Kunde: die oben erwähnte Bank aus Skandinavien. Eins von vielen Beispielen dafür, wie gut es möglich ist, im „Kingdom of Kerry“ seine eigene Fintech-Dynastie aufzubauen.


Image (adapted) „King Puck“ by youngoggo/stock.adobe.com


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Die Netzpiloten sind Partner des EBSpreneurship Forum

Partnergrafik_EBSpreneurship

Am 15. und 16. September findet nun schon zum 8. Mal das EBSpreneurship Forum statt. Es ist der größte von Studenten organisierte Kongress mit dem Schwerpunkt Gründerwesen. Investoren, Gründer und Studenten treffen auf dem Event aufeinander, dass auf dem Campus der EBS Universität im Rheingau stattfinden wird. Auf dem Programm stehen dieses Jahr wieder Panel Diskussionen, Keynotes von Unternehmern und eine Pitch Challenge.

Die vier Elemente des Forums

  • Speaker, Panels und Workshops:
    Eingeladen sind dieses Jahr wieder viele Gründerpersönlichkeiten, die von ihren Erfahrungen, Berufswegen und ihren Unternehmen erzählen unter anderem Ferry Heilemann (CEO FreightHub), Sebastian Diemer (CEO bezahlt.de) und Marcus Börner (Founder ReBuy). Ein weiteres Highlight wird die EBSpreneurship Idea Challenge, in dem Teilnehmer ihre Idee pitchen können und attraktive Preise gewinnen können.
  • EBSpreneurship Village
    Unternehmen presentieren ihre Produkte und Services. Für Interessierte oder Investoren eine Möglichkeit einen Einblick zu bekommen und mit jungen Unternehmen in Kontakt zu treten.
  • Exklusive Interviews
    Teilnehmern des Forums wird die Möglichkeit gegeben an exklusiven Interviews teilzunehmen. Diese Gespräche sind entweder zwischen Partnern oder auch anderen Teilnehmern der Konferenz.
  • Speed Networking
    Gründer und Investoren können sich in einer etwas anderen Art des Speed Dating in schnellen Runden kennenlernen und vernetzen. Ideen können diskutiert oder Geschäftsideen verhandelt werden. Besonders für junge Unternehmer mit großen Ideen ist das eine Chance, die man nicht verpassen sollte.

Warum dabei sein?

Das EBSpreneurship Forum richtet sich an alle, die Gründerluft schnuppern wollen, erfolgreiche Unternehmer und Investoren als Redner und in Workshops erleben möchte. In dem Zwei-Tages-Ticket sind außerdem Übernachtung bei einem Studenten vor Ort, Verpflegung, Shuttle Services und Eintritt zur Aftershow Party enthalten. Alle Informationen zu den verschiedenen Tickets sind hier zu finden. Wer sich vorab ein Bild von der Veranstaltung machen möchte, kann sich hier den Aftermovie vom letzen Jahr anschauen.

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Die Netzpiloten sind Partner der Fintech Week Hamburg

Partnergrafik_Finetech

Habt ihr Lust auf die Fintech Week in Hamburg? Bei uns könnt ihr noch zwei Tickets haben! Hier könnt ihr an der Verlosung teilnehmen und vom 6.-12. November live dabei sein. Teilnahmebedinungen


Das betahaus Hamburg wird zum zweiten Mal Zentrum für Fintech. Denn vom 6. Bis 12. November findet erneut die Fintech Week statt. Aktuere aus der Finanzwelt, Banken, Versicherungen und Digitalwirtschaft können sich auf viele Veranstaltungspunkte freuen. Die ersten Programmpunkte wurden bereits veröffentlicht. Einer davon ist zum Beispiel das erste Fintech Startup Weekend mit diesem Schwerpunkt in Europa.

Auf der Agenda der Veranstaltungswoche stehen neben Robo-Advisors, digitalen Prozessen in Finanzunternehmen und kommunikativen Herausforderungen auch die Regulierungsinitiative PSD2 und Kollaboration zwischen Fintech- und Banken-Teams.

Fünf Ankerthemen – viele Veranstaltungen

In verschiedenen bekannten Konferenzrunden oder experimentellen Formaten treffen Besucher mit Experten und Expertinnen der Branche zusammen. So schafft die Fintech Week eine Mischung aus entspanntem Zurücklehnen und spannenden Interaktionen.

In der bewährten Konferenz Euroforum geht es dieses Jahr um die Digitalisierung des Bankenwesens. Ai, API und Blockchain sind nur der Anfang, die Teilnehmer diskutieren über Chancen und Herausforderung.

Im LaborX können Teilnehmer ihre Kommunikationsstrategien vor Experten pitchen und Feedback bekommen. Bei der Fintech Week Team Challenge steht in verschiedenen Wettkämpfen Teamwork und Geschick im Mittelpunkt. Neben den Interaktiven Workshops finden auch Gesprächsrunden oder Storytelling Events Platz. Die Fintech Ladies ein und erzählen von ihrer Erfahrung in einer Arbeitswelt von männerdominierten Teams. Auch spannend: die Fuckup Night. Hier erzählen Gründer von ihren größten Misserfolgen und tauschen sich über das Schlechte und das Gute ihres Scheiterns aus.

Weil die weltweite Blogosphäre stetig wächst und sich neben den klassischen Medien als wichtige Informationsquelle etabliert hat verleiht comdirect im Rahmen des Finanzbarcamps erneut den Finanzblog Award. Die für die besten deutschsprachigen Blogs der Szene, einen Publikumspreis und

Nicht verpassen

Bei der Fintech Week kann man sich seinen Veranstaltungsplan selbst zusammenstellen und muss nur Tickets für die Veranstaltungen erwerben, die man auch besuchen möchte. Für jedes Event gibt es individuelle Tickets. Aber das Programm ist noch lange nicht vollständig. Bis jetzt wurden 20 der geplanten 40 Veranstaltungen veröffentlicht, es lohnt sich also die Event-Webseite im Auge zu behalten.

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Check-up Ireland: Die MoneyConf kommt nach Dublin

DAY THREE OF THE WEB SUMMIT [DUBLIN 2015]-109985 (adapted) (Image by William Murphy) (CC BY-SA 2.0) via flickr

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als “Tech” ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im November habe ich damit begonnen, die “Tech-Insel” ein Jahr lang aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Zuletzt hatte ich im zweiten Teil meines irischen Startup-ABC ein Unternehmen vorgestellt, dessen App ein “Instagram meets Money”-Konzept umsetzt. Das Startup taucht – wenn auch nur kurz – in dieser Kolumne erneut auf.

Was das wohl für den großen Bruder “Web Summit” bedeutet

“Plynk”, “Plynk”, “Plynk” – und das gleich 25 Millionen Mal. Ich hatte in dieser Kolumne vor zwei Wochen auch Plynk vorgestellt. Mit der Money-Messenger-App des Startups kann einer finanziellen Transaktion Kontext gegeben werden. Die Nachricht, die die Mitarbeiter von Plynk zuletzt aus Madrid erreichte, stammte von ihren Bossen, die dort im Rahmen der MoneyConf eine erfolgreiche funding-round in Höhe von 25 Millionen Euro bekanntgaben. Vom Kontext dieser Nachricht her betrachtet, konnte der Ort kaum besser gewählt sein, da Plynk Spanien und das benachbarte Portugal als die nächsten Märkte in der EU angreifen wird. Für das Vorhaben sollen 30 neue Leute eingestellt werden.

Das Plynk-HQ ist in Dublin beheimatet, wo auch der Web Summit-HQ zuhause ist. Die Macher des “Web Summit sind auch die Organisatoren der MoneyConf. Die Truppe um Paddy Cosgrave hatte in Madrid auch große Nachrichten zu verkünden. Ganz im Sinne von “Komm zu Mama!” wird MoneyConf 2018 in Dublin stattfinden. Der genaue Veranstaltungsort steht noch nicht fest, aber wahrscheinlich wird es das RDS werden, wo über Jahre der Web Summit stattfand, bevor nach vielen Diskussionen (im Bezug auf irische Regierungsmitglieder muss man aber eher von Kämpfen sprechen) der Umzug nach Lissabon erfolgte, wo der Web Summit Anfang November erneut stattfindet.

Im Bezug auf die MoneyConf finden die Organisatoren Erklärungen, die einem schon etwas bekannt vorkommen. So soll zum Beispiel die Kapazität von jetzt 1.800 Gästen auf 5.000 erhöht werden. Immer wieder neue Besucher-Rekorde zu setzen ist bei Cosgrave & Co. Methode und hatte letztendlich dazu geführt, dass das RDS zu klein für den Web Summit wurde – oder aber wie viele hier vor Ort sagen: “Web Summit? Too big for its own good!”

Die MoneyConf sei nicht der Web Summit, lautet jetzt das Mantra der Organisatoren. Dublin als ein etablierter Standort für Fintech sei ideal für diese Konferenz. Im Übrigen habe der MoneyConf-Anteil des Web Summit lediglich zehn Prozent betragen und für die verbliebenen 90 Prozent sei das RDS einfach nicht mehr tragbar gewesen. “Was die Infrastruktur anbetrifft, kann Dublin den Web Summit nicht verkraften.”, heisst es. Und dann folgte die interessante Beifügung “in seiner JETZIGEN Größe”. MoneyConf war ja aus dem eigentlichen Web Summit heraus zu einer Konferenz erwachsen, die auf eigenen Füßen steht, was sich wenn die Bedingungen denn stimmen, durchaus auch auf andere Teile wie Sport oder SaaS übertragen liesse.

Ausgliedern und Wachsen bdeutet Gesundschrumpfen. Heisst das, der Web Summit kommt zurück nach Dublin? Ich persönlich finde es interessant, dass die Organisatoren zwei Bereiche als mögliche Kandidaten für weitere Ableger nennen, die in den vergangenen zwölf Monaten bereits in Dublin mit Tech-Konferenzen abgedeckt wurden. Man könnte die Aussagen der Organisatoren wohl in zweierlei Hinsicht interpretieren – als Aufgeben (was diese Bereiche anbetrifft) und als Anerkennen, dass Konkurrenten gute Konferenzen organisieren; oder aber als Kampfansage an die Konkurrenz. Ich wage einfach mal eine Prognose – Cosgrave & Co. werden mit Teilbereichen erst mal testen und kleine Kämpfe führen, bevor man ernsthaft über die eigentliche Konkurrenz in Dublin nachdenkt, die man in der Zwischenzeit beobachten wird. Mein Plan für den 18. & 19. April 2018 beim Dublin Tech Summit sieht wie folgt aus: “Mr. Cosgrave! Rainer Kiebat, representing NETZPILOTEN from Germany. Do you have a minute?”


Image (adapted) „Day 3 of the Web Summit (Dublin 2015) 109985“ by William Murphy (CC BY-SA 2.0)


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Das Startup der 100 Ideen – Valentin Stalf über N26

Logo Valentin_Viva Technology (Image by Netzpiloten)

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe im Vorfeld der internationalen Tech-Konferenz Viva Technology, zu der vom 15. bis 17. Juni 2017 rund 50.000 Teilnehmer und über 5.000 Startups nach Paris kommen. Die Netzpiloten werden als Medienpartner der Viva Technology mit vor Ort sein. Und hier gibt es Tickets für das Event zu gewinnen.


Mit N26 ist Berlin Sitz der wohl zurzeit interessantesten mobilen Bank Europas. Das ehemalige Fintech-Startup, das heutzutage als volllizenzierte Bank tätig ist, hat in den letzten anderthalb Jahren seine Nutzerbasis auf 300.000 verdreifachen können. Im gleichen Zeitraum hat das einst von Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf in Wien gegründete Startup auch die Internationalisierung vorangetrieben und operiert heute in 17 europäischen Ländern.

Unser Autor Tobias Schwarz hat sich mit Valentin Stalf, der Mitte Juni auch auf der Viva Technology als Speaker auftreten wird, zum Interview getroffen und über die Unternehmenskultur von N26, das Recruiting als mobile Bank und den Arbeitsbedingungen bei N26 unterhalten:

Tobias Schwarz: Ich habe neulich von einer Firma gehört, die einen Buchhalter gesucht hat und die hat jede Rechnung mit ein bis drei Cent zu viel überwiesen und dem Buchhalter der anderen Firma, der sich gemeldet hat, haben sie ein Jobangebot gemacht. Um ein guter Buchhalter zu sein, muss man keinen tollen Lebenslauf schreiben. Wie findet man smarte Mitarbeiter für eine Bank? Wie definiert man, was ein smarter Mitarbeiter für ein ehemaliges Startup ist?

Valentin Stalf Image by Valentin Stalf
Image by Valentin Stalf

Valentin Stalf: Wir sind keine Bank im traditionellen Sinn, sondern aufgrund dessen, was wir unseren Kunden bieten, beispielsweise auch Problemlösungsstrageien. Darum versteht man uns als kundennahe Bank. Wenn man sich unser Unternehmen von der Mitarbeiterseite anschaut, sind wir ein Technologieunternehmen wie Spotify oder Soundcloud. Wir sind ein Unternehmen, das davon lebt, dass wir hier eine große Technologiekultur innerhalb der Company etabliert haben.

Wenn es darum geht, die richtigen Mitarbeiter für so ein Umfeld zu finden, haben wir einen sehr strukturierten Bewerbungsprozess. Wir haben die freien Stellen auf unserer Website ausgeschrieben, setzen im Technologiebereich aber auch viel auf direkte Ansprache. Wir führen einen sehr strukturieren Bewerbungsprozess, bei dem wir verschiedene Merkmale aus dem Lebenslauf des Kandidaten anschauen und danach etwa drei bis fünf Gespräche führen. Während dieser Gespräche lernt man verschiedene Mitarbeiter uns kennen. Das gibt und die Möglichkeit zu prüfen, ob der Kandidat zu unserer Kultur passt.

Wir prüfen auch, ob N26 zu dem potenziellen Mitarbeiter passt. Dazu führen wir praktische Cases innerhalb der Bewerbungsgespräche durch, ziehen dabei Situation aus dem täglichen Leben heran. Am Ende der Gespräche kommt das ganze Team zusammen und es wird gemeinsam eine Abwägung getroffen, ob der Kandidat ein Mitarbeiter wäre, der gut zum Team passt.

Porsche hat mir erzählt, dass sie ein Technologieunternehmen sind, Zalando hat das getan, und jetzt auch ihr. Wenn aber N26 keine klassische Bank ist, sondern auch ein Technologieunternehmen, was macht dann eure Kultur genau aus?

Bei N26 setzen sich die Leute mit digitalen Produkten auseinander. Jeder, der hier bei uns im Team ist, ist ein Digital Native oder nutzt täglich seine Apps auf dem Smartphone. Alle sind sehr engagiert, das ganze digitale Produkt zu verstehen. Das heißt, dass Mitarbeiter in einer verantwortungsvollen Rolle oder Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen, beispielsweise als Product-Owner – Verständnis für digitale Produkte mitbringen müssen. Da sind wir sicher auf einem ganz anderen Niveau als traditionelle Banken oder wie ein traditioneller Autohersteller. Wir arbeiten auch ein bisschen anders, als eine traditionelle Sparkassenfiliale.

N26 office meeting (Image via N26)
Image by N26

Wir sitzen hier gerade im Ballsaal des ehemaligen Fernmeldeamtes der DDR-Regierung in der Berliner Klosterstraße. Der Raum ist nicht mehr in seinem ursprünglichen Zustand, eure Arbeitsplätze würde ich aus einer Mischung von Hot-Desking-Bereichen und Fixed Desks beschreiben. Ist das jetzt das klassische N26-Büro?

Man will das neue Arbeiten auch repräsentieren, mit viel Glas, viel Transparenz – das ist einerseits einer unserer Werte, die wir haben. Andererseits zeigt es auch die offene Kommunikation im Team und eine gewisse Kreativität, die wir beim Kreieren digitaler Produkte einfach mit hineinbringen wollen.

Neue Arbeit setzt aber auch sehr auf Selbstverwirklichung der eigenen Persönlichkeit. Inwiefern gebt ihr Leuten Raum, sich bei N26 selber zu verwirklichen?

Wir haben im Technologiebereich eine Idee namens Product Chance. Hier gibt es alle paar Wochen Tage, an denen sich das Team eigene Themen aussucht, die es verwirklichen will. Ein ganz spannendes Thema, an dem wir letztens gearbeitet haben, war ein Bot im Customer Management. Dieser Bot kann schätzungsweise 60 Prozent unserer Serviceanfragen vorselektieren und beantworten. Die Zeit, die dadurch gewonnen wird, kann man intensiver für andere Themen verwenden, beispielsweise wenn ein Kunde seine Karte verloren hat und Hilfe braucht.

Gute und innovative Ideen entstehen, wenn man seinem Team Zeit gibt. Ich glaube, das ist ein wichtiges Thema, um innovativ zu bleiben. Natürlich gibt es immer einen gewissen Konflikt in einem Startup, weil man mit einer sehr engen Timeline arbeitet. Für N26 gäbe es wahrscheinlich noch über 100 gute Ideen, die wir umsetzen würden. Wir haben aber nur Kapazität für zehn in den nächsten sechs Monaten. Und das steht dann natürlich in einem gewissen Kampfverhältnis zu unseren eigentlichen Zielen. Aber es ist wichtig für uns, dass unsere Mitarbeiter regelmäßig frei an anderen Innovationen arbeiten.

N26 Office Ballroom (Image via N26)
Image by N26

Was habe ich vergessen zu fragen. Worüber würdest du eigentlich gerne reden, aber niemand fragt dich danach?

Da muss ich jetzt kurz nachdenken. Das Wichtigste ist, man versteht, dass N26 nicht nur ein neues Bankprodukt ist, sondern dass wir Banking grundsätzlich verändern: Wie wir die Produkte gestalten, wie wir Mitarbeiter, aber auch Kunden in unseren Produktentwicklungsprozess mit einbeziehen. Es geht nicht darum, kurzfristig ein besseres Girokonto aufzubauen, sondern die Idee ist, langfristig faires, gutes Banking zu besseren Konditionen anzubieten. In der Kombination aus Technologie mit einer viel besseren Kostenstruktur und mit sehr innovativen und sehr guten Mitarbeitern.

Danke. Das ist mal eine gute Antwort.


Images by N26


Die Netzpiloten sind Partner der Viva Technology und werden vor Ort berichten. Wir verlosen Tickets für das Event, das vom 15. Bis 17. Juni 2017 in Paris stattfindet. Um an der Verlosung teilzunehmen, macht einfach mit und nutzt eure Chance auf Tickets for free für die Viva Technology! Zeit habt ihr dafür bis Dienstag, den 06. Juni. Viel Glück!

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Check-up Ireland: Wie Irland von der Scheidung der Briten aus der EU profitieren kann

Eu (adapted) (Image by Elionas2 [CC0 Public Domain] via pixabay)

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als „Tech“ ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im Verlauf der kommenden 12 Monate werde ich nun die „Tech-Insel“ aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

In der Woche, in der die Briten nun endlich Artikel 50 des EU-Vertrags ziehen, und somit Brüssel die Scheidungspapiere zustellen, kommt diese Kolumne nicht umhin, erneut über Brexit zu reden (mit Sicherheit nicht zum letzten Mal) und ein paar Fragen zu stellen: Bedeutet Brexit auch Techxit? Wird Irland, wenn die Scheidung zwischen Briten und der EU vollzogen ist, am Ende nicht nur Opfer sondern auch Profiteur sein?

Offiziell ist es die Brexit-Politik der irischen Regierung, dass die Briten enge Freunde und Alliierte sind, was bedeutet, dass Irland als Brücke zwischen der EU auf der einen Seite und dem wichtigen Partner auf der anderen Seite dienen kann. Inoffiziell gibt es jedoch beträchtliche Spannungen. Einige Kommentatoren fürchten, dass der Brexit einen erheblichen negativen Effekt auf die irische Wirtschaft haben wird und später sogar einen „Irexit“ nach sich ziehen könnte. Die Gegenseite sieht das Gegenteil – die Krise als Chance. Jobs und Investitionen, die eng mit der EU zusammenhängen, brauchen eine neue Heimat innerhalb der EU.

Insbesondere der Tech-Sektor ist für Irland von strategischem Interesse. Das gleiche gilt für den Finanz-Bereich und somit sind irische Fintech-Unternehmen an der Kreuzung zwischen diesen beiden Bereichen ideal positioniert. Nicht von ungefähr haben die beiden staatlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaften Enterprise Ireland (zuständig für Exporte) und IDA (zuständig für das Anlocken von Unternehmen aus dem Ausland) einen zusätzlichen Personal-Etat von nahezu drei Millionen zugeteilt bekommen, um zwischen sich 60 neue Leute zu rekrutieren.

Nicht nur Nachteile

Fergus Kelly von Capstone, einem Spezialisten in Unified Communications im Finanzbereich, sieht den Brexit positiv. Capstone, die auch ein Büro in London haben, hören immer öfter von britischen Kunden, dass es Gedankenspiele gibt, die Belegschaft in Deutschland oder Frankreich zu erhöhen, eine Tochterfirma in Irland zu gründen oder sogar das ganze Unternehmen hierhin zu verlagern. Was die Art von Technologie anbetrifft, mit der Capstone arbeitet, spricht Kelly vom „Lift & Shift“-Phänomen – extremer Mobilität, die es Kunden ermögliche, schnell zu reagieren und umzuziehen. Zwar habe der Schock des Referendums nicht unmittelbar Bewegungen von Jobs und Investitionen nach sich gezogen, aber je näher die Scheidung rücke, desto nervöser würde man im Finanz-Distrikt London City. „Artikel 50 bedeutet für uns konkrete, neue IT-Projekte“, lautet die klare Ansage von Fergus Kelly.

Auch Tony Connolly von AccountsIQ, das Lösungen im Bereich Cloud Accounting anbietet, sieht im Brexit eher die Chance als die Krise. Der Markt werde nicht einfach verschwinden. Natürlich würden auch andere Standorte wie zum Beispiel Luxemburg versuchen, möglichst große Stücke vom Kuchen abzubekommen, aber Irland sei ideal positioniert. Die starken Verbindungen Irlands mit den Briten was Wirtschaft, Kultur und Sprache anbelangt, kombiniert mit dem starken Bekenntnis Irlands zur EU bedeute, dass man hier vom Brexit profitieren werde: „Tech ist hier ideal positioniert, um sowohl in EU-Märkte als auch in post-EU britische Märkte hinein zu verkaufen.“

Schon jetzt, da Artikel 50 gerade erst in Kraft tritt, fürchten viele irische Unternehmen in Nicht-Tech-Sektoren die neue, alte Grenze. Folgende Sätze von Tony Connolly stehen jedoch beispielhaft dafür, wie Unternehmen der Tech-Industrie das mit der Grenze sehen: „Vom Tech-Blickpunkt aus betrachtet spielt die Grenze keine Rolle. Dienstleistungen, die zurzeit von britischen Standorten aus erbracht werden, können ganz einfach auch von Dublin, Cork oder Limerick aus erbracht werden.“

Zwar weiß noch niemand (inklusive der Briten) ganz genau, ob die Scheidung, die gerade mit Artikel 50 beginnt, sauber verlaufen oder schmutzig enden wird und wie viele traurige Scheidungskinder danach zurückbleiben werden. Tech ist aber den Kinderschuhen schon lange entwachsen, geht mit der Trennung flexibel um und wird die Scheidung wohl erwachsen und gewachsen überleben.


Image (adapted) „Eu“ by Elionas2 (CC0 Public Domain)


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Netzpiloten sind Partner der re:publica in Dublin

In Dublin beginnt am 20. Oktober die diesjährige re:publica – Europas größte Konferenz zu den Themen digitale Gesellschaft und Internet. Auch in diesem Jahr gibt es wieder interessante Diskussionen und Vorträge, die sich dieses Mal vor allem mit Datenschutz, FinTech und Überwachung beschäftigen. Aber auch anschauliche Beispiele wie die Kult-App Pokemon Go wird bei dieser Konferenz nicht außer Acht gelassen, denn hier geht es nicht nur um den Spieletrend an sich, sondern auch um die rechtlichen Aspekte in Bezug auf die eigenen Daten. Hierzu wird Shermin Voshmgir, Gründerin des Berliner BlockchainHub, genauer darauf eingehen.

Neben einem vielfältigen Programm findet man viele weitere Speaker wie unter anderem Rachel O‘Dwyer und Prof. Peter Neumann, die zudem spannende Vorträge zu Themen wie Social Media und Terrorismus halten werden.

Wer also eine spannende Konferenz mit den interessantesten Themen rund um die digitale Gesellschaft nicht verpassen möchte, der sollte sich schnell noch Tickets für die re:publica am 20. Oktober in Irland besorgen.

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  • Startup gruenderszene: Wird Berlin nach dem Brexit zur Fintech-Metropole?: Schon vor dem Ergebnis des Referendums in Großbritannien dachten einige Londoner Startups über ihren Verbleib in der Hauptstadt des Vereinigten Königreiches nach. Es sind vor allem Fintech Startups, die darüber nachdenken in anderen Städte wie Berlin oder Paris zu ziehen, da die Zahlungsrichtlinien der EU für ihr Geschäft essenziell seien. Auch wenn es bis zum vollkommenen Ausstieg der Briten gute zwei Jahre dauern wird, ist sich Fintech-Experte Jochen Siegert sicher: „London als Europas führender Fintech-Standort hat gerade Selbstmord begangen.“
  • EXTREMISMUS reuters: Exclusive: Google, Facebook quietly move toward automatic blocking of extremist videos: Facebook und Google benutzen ein Programm, das extremistische Inhalten von jeglichen Plattformen der beiden Konzerne automatisch entfernt. Das Programm soll in kürzester Zeit in Videos und anderen Beiträgen erkennen, ob extremistisches Gedankengut propagiert wird. Ursprünglich wurde es geschrieben, um Videos zu erkennen, bei denen die Nutzer gegen Copyrights verstoßen. Sollte das der Fall sein, wurden diese Videos vom Programm entfernt.
  • SICHERHEIT sueddeutsche: „MacOS hat weniger Angriffe, aber Windows ist besser“: „Viele Dinge haben sich geändert. Wir sollten Snowden für sein Opfer dankbar sein. Er kann immer noch nicht nach Hause wegen der Opfer, die er für uns, die Nutzer des Internets, gebracht hat.“ Mikko Hypponen ist Leiter der Forschungsabteilung von F-Secure und ein Experte in IT-Sicherheit. Die jüngsten Veränderungen und Verschlüsselungen im IT-Bereich sieht er als direkte Folge auf die Enthüllungen des Whistleblower Edward Snowden. Und auch bei Microsoft sieht er Verbesserungen.
  • ADBLOCKER stadt-bremerhaven.de: OLG Köln urteilt: Whitelist in Adblock Plus verstößt gegen UWG: ‚Die Axel Springer AG hat bekanntlich gegen die Eyeo GmbH geklagt, es geht um den Einsatz von Adblockern, genauer geht es um Adblock Plus. Der 6. Zivilsenat des Oberlandesgerichtes Köln hat mit dem heutigen Urteil das klageabweisende Urteil des Landgerichts Köln teilweise zu Gunsten der Axel Springer AG abgeändert. Zwar sei ein Adblocker an sich nicht wettbewerbswidrig, wohl aber das Whitelisting, welches sich die Eyeo GmbH von den Werbern bezahlen lässt. Durch das neue Urteil, welches allerdings noch nicht rechtskräftig ist und nur durch Zahlung einer erheblichen Sicherheitsleistung von der Axel Springer AG vorläufig vollstreckt werden kann, ist es der Eyeo GmbH in Deutschland untersagt, Adblock Plus zu vertreiben oder bereits bestehende Versionen zu pflegen.‘
  • YOUTUBE nyctimes: YouTube Red Buys ‘Step Up,’ Its First Big-Budget TV Drama: Youtube will mehr mit Netflix konkurrieren und hat nun seine erste Big-Budget TV-Show. „Step Up“ soll über Youtube Red empfangen werden können. Die Streaming Plattform soll 10 Dollar im Monat kosten. Kevin Beggs, Lionsgates TV-Vorsitzender, sieht die neue Step Up Serie als ein Projekt, das von vielen Netzwerken gesucht wird.
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  • FACEBOOK wsj: Facebook Signs Deals With Media Companies, Celebrities for Facebook Live: Es geht weiter im Kampf der Video-Streaming-Angebote. Facebook will mit der Videoplattform Youtube konkurrieren. Mark Zuckerberg greift dafür tief in die Taschen. Mehr als 50 Millionen Dollar investiert er nun in Deals mit Medienmachern und Prominenten, um sein Facebook-Live Angebot zu pushen. CNN, New York Times, Huffington Post und Vox Media sollen unter den Partnern sein. Rund 140 Interessenten konnte Zuckerberg für seinen Plan gewinnen.
  • PROJEKT ZUKUNFT handelsblatt: SPD will Deutschland innovativer machen: Nach dem Rückgang der Umfragewerte auf 21 Prozent versucht die SPD mit dem bereits im September 2015 gestarteten “Projekt Zukunft” wieder mehr Menschen für sich zu begeistern. An dem Projekt, welches Änderungen in unter Anderem der Bildung, Innovation und Lebensqualität vorsieht, konnte jeder Bürger mitwirken und Meinung äußern, um neue Projekte zu sammeln. Ersten Ergebnissen zufolge, soll zum Beispiel eine Aufstockung des ZIM, einem Förderprogramm für den Mittelstand, folgen.
  • STARTUP gruenderszene: Number26 erhält 40 Millionen US-Dollar: Kürzlich sorgten die Gründer des Fintech Startup Number26 für einen Skandal. Bis zu 500 Kunden wurde ohne Begründung das Nutzerkonto gekündigt. Später entschuldigte Number26 sich mit der Begründung, dass zu viele Abhebungen enorme Kosten verursacht haben. Neue Regeln sollen das in Zukunft ändern. Mit einer Fair-Use-Policy wollen die Gründer eine Stabilität bringen. Seit Februar wurde außerdem nach Investoren für das Startup gesucht. Nun konnten die Gründer insgesamt 40 Millionen Euro an Investitionen einsammeln. Dabei sind unter anderem die Zalando-Chefs und der zweitreichste Mann Chinas.
  • ÜBERWACHUNG mashable: Photo reveals that even Mark Zuckerberg puts tape over his webcam: Anfang dieser Woche bedankte sich Mark Zuckerberg bei allen Nutzern und den Gründern der App Instagram mit einem Foto mit Instagram-Rahmen. In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl an Nutzer mehr als verdoppelt. Ein kleiner Teil in Zuckerbergs Foto zog allerdings schnell die Aufmerksamkeit auf sich. Die Webcam seines Laptops ist abgeklebt. Sollte man dem Beispiel von Zuckerberg folgen und seine Webcam stets abkleben, um möglichen Hackern und Überwachern keine Chance zu lassen?
  • HACKER heise: Hacker erbeuten Kunden-Daten aus Acers Online-Shop: Hacker haben sich in Nordamerika Zugriff auf die Online-Daten von mehreren Kunden bei Acer verschafft. Vermutlich sind auch wichtige Kreditkarteninformationen entschlüsselt worden, mit denen die Diebe nun ungehindert Onlinebezahlungen verrichten könnten. Betroffen sollen ausschließlich nordamerikanische Kunden von Acers Online-Shop sein, die zwischen dem 12. Mai 2015 und 28. April 2016 etwas in dem Shop gekauft haben.
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Career Zoo: Deutsche Tech-Talente sind in Dublin gefragt

Am 12.September findet in Dublin die Jobmesse Career Zoo statt, auf der nicht nur Startups vor allem deutsche Talente suchen. // von Rainer Kiebat

Startup-Jobmesse “Career Zoo” in Dublin

Brian Ó hOisín ist Gründer und Geschäftsführer von Career Zoo. Die Jobmesse fand 2011 zum ersten Mal statt. „Wir hatten damals nicht wirklich Ahnung, was wir da eigentlich machen“, sagt Ó hOisín mit einem Augenzwinkern. Irgendwas muss sein Team aber richtig gemacht haben, denn nach acht weiteren Veranstaltungen mit 83.000 Besuchern bereitet man sich jetzt auf das Jubiläum vor. Beim 10ten Career Zoo, der am 12.September im Kongresszentrum in den Dublin Docklands stattfindet, liegen diesmal die Schwerpunkte auf Big Data, Fintech und Frauen in Tech.

Nach dem Kollaps der „falschen Wirtschaft“, in der Irland mehr oder weniger nur auf Bau und Immobilien gesetzt hatte, beschäftigen multinationale Unternehmen wie Google, IBM, Microsoft, Facebook oder Twitter in der neuen, „echten“ irischen Wirtschaft zehntausende, hochqualifizierte Mitarbeiter. Brian Ó hOisín verspricht deshalb gerade deb deutsche Besuchern des am 12.September stattfinden Career Zoo, „eine richtig gute Zeit“. Seine Kunden, die potentiellen Arbeitgeber der deutschen Besucher, finden zwar einen Pool an Deutschen vor, die mit mehr Erfahrung bepackt erneut beim Career Zoo zu Gast sind. Das Problem ist jedoch, dass zu viele Personalangler im selben Pool fischen. Des einen Leid ist des anderen Freud – die Gehälter, die an gut ausgebildete Bewerber gezahlt werden, sind sehr gut.

Smart Badging Technologie für Bewerber und Unternehmen

Der neunte Career Zoo 9 im letzten Jahr sah die Einführung von Smart Badging Technologie für Bewerber und Unternehmen (mit 31.000 Swipes im Verlauf des Tages) und die Technologie wird auch diesmal eingesetzt. Beiden Seiten wird es möglich sein, Content wie Lebensläufe, Firmenprofile oder Videos zu sharen. Bei der letzten Messe konnten die ausstellenden Firmen im Schnitt 440 Lebensläufe digital einsammeln.

Am 12.September können Bewerber zusätzlich noch Fotos und LinkedIn-Profile hochladen. Smart Badging funktioniert, indem Bewerber und Unternehmen die Career-Zoo-App herunterladen und dann darüber relevante Dateien hochladen. Wer sich kostenlos über die Website registriert, erhält eine Bestätigung per eMail und wird ebenfalls per eMail informiert, sobald die App heruntergeladen werden kann.

Bei der Ankunft auf der Messe erhalten die Bewerber dann ihre Smart Badges und die Unternehmen bekommen Swipe Point Tablets. Bewerber können dann einfach ihre Daten an einen möglichen zukünftigen Arbeitgeber übermitteln, indem sie ihren Smart Badge an dessen Tablet swipen.

Fokus: Big Data, Fintech, Frauen in Tech und Startups

Der Fokus beim diesjährigen Career Zoo wird auf den Bereichen Big Data und Fintech liegen, den zwei Wachstums-Sektoren der irischen Wirtschaft, sowie bei Frauen in der Tech-Branche. Desweiteren steht der Startup-Bereich im Mittelpunkt, wo jungen, einheimischen Unternehmen die Möglichkeit gegeben wird, sich die Mitarbeiter der nahen Zukunft zu sichern.

„Deutsches Tech-Talent – komm nach Dublin!“

Der Aufruf von Brian Ó hOisín ist ja laut und deutlich. Ich möchte Zeuge sein, wenn Netzpiloten-Leser nach Dublin reisen, um erste Schritte einer eventuellen Karriere in Irland zu machen. Kurz vor dem 12.September werde ich mich nochmal mit dem Veranstalter zusammensetzen, um die Leser, die nach Dublin kommen, bei der Ankunft auf der Messe mit Details zu einigen der Angebote versorgen zu können. Wer also nach Dublin fliegt, schickt uns bitte eine eMail mit dem Betreff „Career Zoo Dublin“ an die eMail-Adresse kontakt@netzpiloten.de.


Teaser „Brian Ó hOisín“ by Conor McCabe Photography

Image „Carreer Zoo“ by Rainer Klebat


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