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Griechenland: Rote Rosen aus Athen

Am 25. März begeht Griechenland seinen Nationalfeiertag, den Jahrestag des Beginns der Griechischen Revolution 1821. Zum Feiern scheint in Athen derzeit aber kaum jemandem in Stimmung zu sein – zur Revolution schon eher.

Gewerkschaften, Parteien, Studentengruppen und Neue Soziale Bewegungen rufen für diesen Tag zu Kundgebungen, Streiks und Demonstrationen auf. Eskalationen der Gewalt sind vorhersehbar. Sie richten sich vor allem gegen die derzeitige Interimsregierung unter Loukas Papadimos sowie gegen die rigiden von EU, IWF und Weltbank auferlegten , und von der Regierung exekutierten Sparmaßnahmen.

Eine stetig sinkende Wirtschaftsleistung, steigende Preise, Kürzungen von Sozialleistungen, eine explodierende Arbeitslosenquote von 22 % in der Gesamtbevölkerung und 50% bei den 18-24 jährigen haben dem Land stark zugesetzt…

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Meltdown?

Es geht los. Oder besser gesagt: Es hört nicht mehr auf. Seit einigen Monaten wird gegen die robusten Daten angeschrieben. Und es scheint zu klappen. Waren vor einem halben Jahr noch alle Wirtschaftsdaten im grünen Bereich, beginnt so langsam das Pendel ins Gegenteil zu kippen. Kennen wir. Passiert alle paar Jahre. Da aber parallel das System aus Schlaraffenland-Versprechern alias Politikern und deren Finanziers ein grundlegendes Problem nicht mehr unterm Deckel halten kann, wird es nun ernst im Staate Massenmedien. Und da jetzt sowohl Mutbürger als auch Wutbürger aus allen Rohren beschossen werden mit Endzeitstimmung (diesmal will sich keiner nachher sagen lassen, er hätte nicht gewarnt), beginnt der ewige Satz, dass Märkte zu 50% Psychologie sind sogar drittklassigen Experten einzuleuchten.

So etwas als selbsterfüllende Prophezeiung zu bezeichnen, wenn alle Reichen aus Südeuropa ihr Vermögen auf Deutsche und Schweizer Banken bringen, grenzt an eine Tautologie. Bank-Run ist Gebot der Stunde, während die Occupy-Bewegung noch auf die ehemaligen Herrscher der Welt einzudreschen versucht. Dabei hat sie die Rechnung ohne den Schöpfer der Welt gemacht: den Bürger. Denn der Bürger investiert sein Geld nicht. Nach Reihenendhaus, Wintergarten und zweiter Garage, die zum großen Teil mit Schwiegerelterns Hilfe gestemmt wurden, muss das übrig bleibende Geld – nach Abzug des Zehnts der Versicherungsindustrie, die das Geld „gut“ anlegt, auf ein Sparkonto. Da türmen sich Aberbillionen bei den Sparkassen und Volksbanken. Kein Wunder, dass die öffentlichen Landesbanken angesichts solcher Sicherheiten ein paar Dutzend Milliarden verzocken wollten.

Denn die Versicherer mussten ja ihrerseite mithilfe der Privatbanken auch noch was anlegen. Nur gibt es mittlerweile nichts mehr anzulegen, weil der Konsum in den westlichen Ländern langsam aber sicher kein Wachstum mehr verzeichnet, sogar leicht rückläufig ist. Weil keiner einer dritte Garage, einen zweiten Wintergarten oder einen dritten Fernseher braucht… Weiterlesen »

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Alternativlos: Politischer Diskurs im Wandel der Zeit

AlternativlosIn dieser zweistündigen Aufnahme der Reihe „Alternativlos“ reden die Macher Frank Rieger und Felix von Leitner (fefe) mit Frank Schirrmacher, einem der Herausgeber der FAZ, über den politischen Diskurs im Wandel der Zeit. Man geht auf den Verfall der politischen Diskussion in Deutschland ein und vergleicht auch die Rhetorik der Staatsmänner der Nachkriegszeit mit denen der Gegenwart. Dabei werden vorallem Adenauer, Weizsäcker, Schmidt und Kohl mit Personen wie Merkel, Guttenberg und Wulff verglichen. Das Fazit in diesem Vergleich hält wenige Überraschungen bereit.

Für einige Überraschungen sorgen aber Frank Schirrmachers Einschätzungen wie es um die Kompetenzen der heutigen Politiker in Bezug auf die aktuellen Themen Staatstrojaner, Griechenland-Krise oder Fukushima steht.

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Wer profitiert eigentlich?

Wie haben sich in den USA die Gewinne in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Die folgenden Grafiken können Verständnis für die Proteste in den USA befördern. Da in Deutschland, anders als in den Staaten, bisher kein Banker zur Rechenschaft gezogen wurde oder gar Strafgelder verhängt wurden, gäbe es hier noch viel mehr Potenzial für Proteste. Aber deutsche Bürger protestieren nicht. Ich denke 30% höhere Mehrwertsteuer und 1 EUR mehr pro Benzin würden auch hier niemanden zu einem Verfechter realer Volksherrschaft auf der Straße bewegen. Aber die Packung Zigaretten für 8 EUR, das könnte klappen…

Nun also zu den Profiten der Aktieninhaber, das bedeutet der der Firmen, die sie besitzen (übrigens, die Grafiken hier gelten mit leichten Änderungen auch für Deutschland):

corporate-profits-just-hit-another-all-time-high

Das hat Folgen für die Vorstandsvorsitzenden, denn deren Gehalt steigt:
ceo-pay

Und hier zum Vergleich die Entwicklung der Stundenlöhne in den Staaten in den letzten 5 Dekaden:

hourly-earnings

Quelle: http://research.stlouisfed.org/ und Business Insider

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