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All Doors in Flight @re:publica, Jeannine Koch?!

Vom 6. bis zum 8. Mai geht in Berlin wieder die re:publica an den Start. Wir Netzpiloten sind wieder als Medienpartner mit dabei, wenn sich alles um die digitale Gesellschaft drehen wird. Mitten in der heißen Vorbereitungsphase erwischen wir Jeannine Koch, Direktorin der re:publica, noch schnell für drei Fragen:
Die re:publica ist für uns alljährlich die zentrale Mega-Veranstaltung. Doping für Hirn. Wie laufen eure Vorbereitungen?

Auf Hochtouren!!! In etwas mehr als einer Woche geht’s los und wir stehen in den Startlöchern. Parallel laufen auch noch Vorbereitungen zum NETZFEST, welches direkt am Wochenende vor der #rp19 im Park am Gleisdreieck und in der Ladestraße des Deutschen Technikmuseums stattfindet. Also, langweilig ist uns nicht. Es ist eine pulsierende Stimmung um uns herum.

Eure tracks & topics sind wieder super. Auffällig dieses Mal sind die flankierenden Fachkonferenzen. Was hat es damit auf sich? An wen richten sie sich?

Mit den Fachkonferenzen haben wir bereits im letzten Jahr eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die sich ganz gezielt an die Expert*innen einer Branche, eines Themas richtet, bzw. an jene, die es werden wollen. Im Rahmen der Fachkonferenzen widmen wir uns monothematisch einem Thema den ganzen Tag lang und gehen dabei noch stärker als sonst in die Tiefe. In diesem Jahr beschäftigen wir uns mit den Themen: Events re:loaded (Festivalisierung von Veranstaltungen) und Digital Hemp (Hanf: das Öl des 21. Jahrhunderts). Hierbei diskutieren wir Fragestellungen zu KI, Datenschutz, Communitybuilding, Partner-Akquise und beim Hanf-Thema stehen E-Commerce, Lizenzvergaben, politische Regularien etc. im Vordergrund. Wir sind sehr gespannt, denn beides sind sehr aktuelle Themen, die gerade weltweit diskutiert werden.

Was sind deine persönlichen Highlights der #rp19?

In diesem Jahr haben wir uns sehr viele Neuerungen ausgedacht. Neben neuen Formaten wie der re:cruiting Area, dem re:connection Space oder NEXT GENERATION und den Movie Nights, bin ich vor allem gespannt, wie die neuen Standorte angenommen werden. Denn erstmals bewegen wir uns noch ein Stückchen mehr heraus aus der STATION Berlin. Das Kühlhaus wird wieder komplett bespielt unter anderem durch die TINCON, die in diesem Jahr erstmals im Rahmen der re:publica stattfindet. Neu hinzugekommen sind der Museumspark des Deutschen Technikmuseums und das B-Part am Gleisdreieck. Alles Orte, die in weniger als fünf Minuten fußläufig erreichbar sind. Das sind neben dem fantastischen Programm rund um Alexander Gerst, Margrethe Vestager, Gunter Dueck et al., tatsächlich aktuell die Dinge, auf die ich mich riesig freue. Und natürlich auch auf das vielseitige Rahmen- und Abendprogramm. Das wird einfach wieder toll dies Jahr.

Wir wünschen euch eine großartige Veranstaltung!

Mehr über die re:publica:

Meist wollen wir Informationen, Hintergründe und Meinungen knapp und pointiert präsentiert bekommen. Doch all zu simple Parolen können die Gesellschaft spalten. Darum beschäftigt sich die re:publica dieses Jahr explizit mit der Kraft der Recherche, die Themen kritisch hinterfragt, gleichermaßen aber auch den Dialog sucht. Vom 6. bis zum 8. Mai findet die dreizehnte Auflage der Mammut-Konferenz unter dem Motto tl;dr in der STATION Berlin statt. Auch wir Netzpiloten sind als Medienpartner mit dabei und freuen uns auf die alljährliche Dosis Erklärungshilfe für die komplexe digitale Welt. Besonderes Augenmerk legen wir dieses Jahr auf die begleitenden Fachkonferenzen der re:publica (s.u.).

Welche Speaker werden da sein?

Mehr als 300 Speaker aus verschiedenen Bereichen tragen dieses Jahr zum umfangreichen Programm der re:publica bei. Beim (Digital) Body Talk beleuchtet Mediensoziologin Maike Janssen, was die Patienteneinwilligung im Zeitalter der digitalen Selbstüberwachung bedeutet. Netzpolitik.org-Autor Ingo Dachwitz referiert über die Relevanz von Daten im Wahlkampf zum EU-Parlament. Der humorvollen Seite politischer Debatten im Netz widmet sich Autorin und Journalistin Ingrid Brodnig. Der Managing Director Christian Bollert erklärt, warum sich Podcasts gerade für komplexe Themen gut eignen. Ebenso freuen wir uns auf Content Produzent Thorsten Poppe. Er blickt auf den Sport und zeigt auf, wie sich die Bundesliga-Klubs zu Medienhäusern entwickeln.

Welche Themen erwarten euch?

Die re:publica trennt die Zuordnung in Tracks und Topics. Tracks sind allgemeine Kategorien, die einer Session zugeordnet werden, Topics hingegen markieren Schlüsselthemen, die besondere Schwerpunkte der Veranstaltung darstellen.

Das sind die Tracks der re:publica 2019:

  • Politics & Society
  • Business & Innovation
  • Arts & Culture
  • Science & Technology
  • Leisure & Lifestyle
  • Media & Journalism
  • Mobilty & City
  • Research & Education

Das sind die Topics der re:publica 2019:

  • Digital Culture Club: Entsprechend des Mottos tl;dr, steht beim Digital Culture Club das Erzählen von Geschichten im Vordergrund.
  • EmanziTech: Veränderung nutzen, um alte Diskriminierungsmuster abzubauen.
  • MEDIA CONVENTION Berlin: Ein Medienkongress der zusammen mit der re:publica stattfindet und unter einem gemeinsamen Ticket läuft.
  • meine Stadt > deine Stadt > keine Stadt: Wie sehen smarte Städte aus und wie werden wir in ihnen leben?
  • Music – Reality Check: Entwicklungen und größere Zusammenhänge an den Schnittstellen von Musik und Technologie.
  • Podcats – Podcasting for the Meme Generation: Podcasts als Informationsquelle in Zeiten des „Information Overload“.
  • re:learn: Die Bildung macht den Sprung ins 21. Jahrhundert.
  • tl;dr: Über die Notwendigkeit, Themen kritisch zu hinterfragen, zu recherchieren und Kontroversen konstruktiv zu nutzen.
  • The Human Touch: Die Schnittstelle, an der Mensch und Digitalität aufeinander treffen.

Der Programmzeitplan wird ab Ende April auf der re:publica-Seite veröffentlicht. Die bislang bestätigten Sessions könnt ihr jedoch bereits einsehen.

Und sonst noch? – Die Fachkonferenzen der re:publica!

Im Umfeld der re:publica finden auch spannende Fachkonferenzen statt. Die Fachkonferenz Events re:loaded – Festivalisierung von Veranstaltungen diskutiert die Digitalisierung der Eventindustrie. Neben der Festivalisierung und dem Community-Buildung, geht es auch um ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit von Events. Auch der Umgang mit Teilnehmer-Daten wird beispielsweise beim Impulsvortrag „Datenschutz und DSGVO – Ein Jahr später“ vom politischen Referenten Ralf Bendrath thematisiert.  

Bei der Fachkonferenz Digital Hemp – Hanf: Das Öl des 21. Jahrhunderts dreht sich hingegen alles um das Potential der Hanfpflanze. Seine vielseitigen Möglichkeiten von Lebensmittel, über Bekleidung, bis hin zum Bio-Kraftstoff und Zellstoff-Plastik, machen ihn zu einem wertvollen Rohstoff der Zukunft. Auf der Digital Hemp werden aber auch der Einsatz von modernen Technologien wie Blockchain und IoT thematisiert. Unter anderem spricht auch Unternehmer Marlon Werkhausen über die digitalen Potentiale von Hanf.

Tickets für die re:publica erhaltet ihr hier. Mit den Tickets zur re:publica könnt ihr ebenfalls die parallel stattfindende MEDIA CONVENTION Berlin besuchen. Zu beiden Fachkonferenzen Events re:loaded und Digital Hemp gibt es allerdings eigene Tickets. Wir wünschen euch viel Spaß auf der re:publica und sehen uns im Getümmel!

 

 

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Netzpiloten @Blockchain Future Festival

Eines der wichtigsten und gleichzeitig kompliziertesten Themen dieser Zeit ist Blockchain. Wer jenseits von Krypto-Währung die vielfältigen weiteren Anwendungsbereiche verstehen will, muss sich umfassend weiterbilden. Unser Tipp: Das Blockchain Future Festival am 21. Februar 2019 in Stuttgart! Wir Netzpiloten sind mit dabei, wenn es einen ganzen Tag lang darum geht, wie das bahnbrechende System potenziell alle Unternehmensbereiche beinflussen wird.

Welche Speaker werden da sein?

Vertreter verschiedener Industriezweige und Unternehmensbereiche berichten von Ihren Erfahrungen mit dem Einsatz der neuartigen Technologie. Bereits bestätigte Referenten sind zum Beispiel der Informatik-Professor und Blockchain-Spezialist Rudolf Bayer. Spannend wird’s sicherlich auch mit Jochen Kaßberger, dem Mitbegründer von blockLAB Stuttgart. Wir freuen uns auch auf Simon Schwerin, dem Direktor im Bereich Business Development bei der Xain AG.

Um welche Themen geht es?

  • Blockchain und Industrie 4.0
  • Zukunft der Energie, Mobilität und Finanzen
  • Social Impact
  • Sport/Entertainment

Und sonst noch?

Im Moment sind noch die Early Bird Tickets zu haben als Student Pass, Business Pass oder VIP Pass. Auf ein angenehm Köpfe-rauchendes Festival in Stuttgart! 

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Netzpiloten @Campfire 2018

Journalismus ist lebenswichtig für unsere Gesellschaft! Deshalb finden wir es toll, dass es jetzt ein innovatives, offenes und charmantes Open-Air-Festival zu diesem Thema gibt. Auf dem Campfire 2018 vom 31. August bis 02. September in Düsseldorf wird Journalismus erfahrbar gemacht und viele Macher, Experten und Medien-Interessierte tauschen sich aus und lernen sich kennen.

Drei volle Tage geht es unter anderm um solche Fragen: Wie wird unsere Arbeit, unser Leben, die Kommunikation und die Gesundheitsindustrie in der Zukunft aussehen? Was passiert mit uns, wenn alle diese Bereiche, die uns umgeben von der Digitalisierung durchdrungen sind?

Auf dem Campfire soll die Zukunft des Journalismus beleuchtet werden. Hierbei sind nicht nur Experten oder Journalisten angesprochen, sondern auch Schüler und Studenten sind herzlich willkommen. Namhafte Speaker aus renommierten Unternehmen und Zeitungsverlagen wie beispielsweise Markus Feldenkirchen – Spiegel Journalist und Autor – oder Wiebke Möhring – Professorin für Print- und Onlinejournalismus – werden zudem ihr Expertenwissen auf zwei Hauptbühnen oder aber in mehreren Programmzelten an die Teilnehmer weitergeben.

Tiefere Einblicke in zahlreichen Workshops

Wer tiefer in die Thematik einsteigen möchte, für den bieten sich zahlreiche Workshops mit spannenden Themen an, wie unter anderem:

  • Über alle Grenzen hinweg – wie wir weltweite Themen recherchieren
  • Wie ihr Menschen für eine gemeinsame Aktion begeistert
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen „Design Thinking“ und „Lean Startup“
  • So organisierst du ein Barcamp

Wir finden: Dabei sein lohnt sich auf jeden Fall! Freut euch auf 150 Programmpunkte in 15 Programmzelten, 10.000 tolle Besucher, zahlreiche Speaker und Experten und einen spannenden Austausch. Was das Wichtigste ist, ist natürlich auch die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und drei lehrreiche und innovative Tage auf dem Festival Campfire 2018 zu verbringen. Und das Allerbeste: das Festival ist kostenlos!

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Die Netzpiloten sind Partner der NEXT Conference 2017

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In Hamburg findet am 21. und 22. September die NEXT Conference 2017 statt. Die Konferenz präsentiert sich dieses Jahr unter dem provokanten Motto „DIGITAL SUCKS“. Der Hintergrund ist, dass uns viele neue, digitale Technologien viel versprechen, aber leider nur wenig halten. Außerdem nimmt der Veranstalter, die SinnerSchrader AG aus Hamburg, damit Bezug darauf, dass viele Technologien nicht ausgereift sind, wenn sie auf den Markt kommen. Stattdessen kommen sie unfertig daher, erhalten ständig Updates, die alte Fehler beheben und neue produzieren.

Die Frage ist dieses Jahr auch, ob unser Frust mit neuen Technologien vielleicht von unseren zu hohen Erwartungen herrührt. Zusammen mit einer Menge, großartiger Speaker, will man das herausfinden. Zu den Speakern, auf die ihr in diesem Jahr auf der NEXT Conference treffen werdet, zählen:

Zeitgleich mit der NEXT Conference findet in Hamburg auch das legendäre Reeperbahn Festival statt, das jedes Jahr von über 30.000 Menschen besucht wird. Teilnehmer der NEXT Conference haben Vorrang bei den über 700 Konzerten während des Reeperbahn Festivals.

Die Bühne der NEXT Conference wird das Schmidts Tivoli sein. Hier könnt ihr euch um eure Tickets bewerben.

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Michelin präsentiert: das Goodwood Festival of Speed

Screenshot

Das Goodwood Festival of Speed ist eine Sportveranstaltung aus dem Bereich des Motorsports, das seit 1993 regelmäßig auf dem Gelände des Goodwood House in Westhampnett bei Chichester in Südengland stattfindet. Jährlich finden sich etwa 180.000 Motorsportbegeisterte ein, um diesem Festival der besonderen Art beizuwohnen.

Bei dem Goodwood Festival of Speed handelt es sich um ein Bergrennen. Das bedeutet, dass die Ziellinie höher liegt als der Start und dass der größte Teil der Strecke bergauf verläuft. Die Strecke ist 1,86 km lang und beinhaltet neun Kurven. Besonders macht das Goodwood Festival of Speed, dass die Besucher während der ganzen Veranstaltung sämtliche Fahrerlager betreten können. Sie können somit die Fahrzeuge besichtigen und mit den Fahrern sprechen.

Rennsport seit über 80 Jahren

Die Besucher des Festivals bekommen Renn- und Sportwagen, Rennmotorräder und Rallyeautos zu sehen. Es handelt sich bei dem Festival allerdings weniger um ein ernst zu nehmendes Rennen als vielmehr um eine Hommage an den Motorsport, vor allem vor dem Hintergrund der langen Geschichte des Ortes. Im Jahr 1936 veranstaltete der Rennfahrer Frederick Gordon-Lennox, 9. Duke of Richmond und Großvater von Charles Henry Gordon-Lennox, Earl of March and Kinrara, genannt Lord March, auf jenem Gelände ein privates Bergrennen.

Noch bis in die 60er Jahre wurden hier Rennen ausgetragen, bis die Strecke den immer höher werdenden Geschwindigkeiten irgendwann nicht mehr gewachsen war, sodass der Rennbetrieb, nach einem letzten Rennen am 02. Juli 1966, eingestellt werden musste.

Michelin: Motorsportbereifung seit 1889

Der legendäre, französische Hersteller für Reifen, Michelin, ist Partner der Veranstaltung. Das 1889 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert Reifen für Fahrzeuge aller Art sowie Wettkampf- und Rennreifen für nahezu alle Motorsportklassen. Gemessen am Umsatz ist Michelin der zweitgrößte Reifenhersteller der Welt. Daneben gehören auch Straßenkarten, Hotel- und Reiseführer sowie Navigationsgeräte (vertrieben unter der Marke Via Michelin) zur Produktpalette. Der Michelin-Mann, genannt Bibendum, ist seit 1894 das Markenzeichen der Firma, preisgekröntes Unternehmenslogo und überall in der Welt bekannt.


Screenshot (adapted) by Niklas Hamburg


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Die Netzpiloten sind Partner vom Bits & Pretzels Founders Festival

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Was als Gründerfrühstück im Münchener Löwenbräukeller startete ist mittlerweile ein dreitägiger Pflichttermin für alle Gründer, Gründungsinteressierte und Investoren. Am 24. – 26.September findet zum vierten Mal das Bits & Pretzels Festival statt, erneut mit einem hochkarätigen Line-up an Speakern und Workshop Leitern. Das Festival beginnt mit vielen Keynotes, Panel Diskussionen, Workshops aber vor allem viele Möglichkeiten für junge Entrepreneure. Unter anderem die Startup Acadamy mit zehn Masterclasses, die man als Gründer besucht haben muss. Themen sind zum Beispiel: Wie mache ich gute PR? Wie baue ich ein MVP auf? Wo bekomme ich gute Programmierer her? Alle unter der Leitung von einflussreichen Speakern aus der digitalen Branche.

Eine weitere große Chance für Gründer bietet der Pitch Contest. 100 Startups werden aus allen Bewerbern ausgewählt, die vor einer Jury präsentieren dürfen. Der Gewinn: Ein Ticket zu Richard Bransons Extreme Tech Challenge 2018 oder ein Sonderpreis vom ProSiebenSat.1 Accelerator. Als

Abschluss des Festivals dient das große Oktoberfest Networking, direkt in einem Festzelt auf dem größten Volksfest der Welt. Unter zwei verschiedenen Konzepten können Gründer Kontakte knüpfen, diskutieren und Ideen austauschen, entweder mit einem der 150 Experten oder in einer Themenrunde. Es gilt das Prinzip First Come – First Serve: wer zu erst kommt, mahlt zuerst.

Was man nicht verpassen sollte

Über 50 Speaker sind bereits bestätigt, mit vielen großen Namen der Startup Szene. Im Vorjahr war unter anderem Oskar-Preisträger Kevin Spacey oder Virgin-Gründer Richard Branson anzutreffen. Auch dieses Jahr sind große Namen zu finden:

Seid dabei!

Wenn ihr im September in München dabei sein wollt könnt ihr hier ein spezielles Netzpiloten Partner-Ticket erwerben. Mit dabei ist neben dem 3-Tages-Ticket ein Bits & Pretzels Hoodie. Gebt beim Kauf den Partnercode: PARTNER_NW17 ein! Wir wünschen euch viel Spaß!

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Die Netzpiloten sind Partner des INTERACTIVE Festival 2017

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In Köln findet am 16. und 17. August das INTERACTIVE Festival 2017 statt. Bei dieser Veranstaltung treffen die Themen digitale Kultur und Wirtschaft aufeinander. Zum fünften Mal kommen in der Rheinmetropole Experten und Interessierte zusammen und passend dazu gibt es dieses Jahr auch fünf Schwerpunkte der Veranstaltung: Retail, Community, Media/VR, Sports und Growth.

Das Wissen vermitteln euch die Experten mithilfe verschiedener Module. Es handelt sich um Vorträge, interaktive Panels und Workshops, bei denen euch geballtes Wissen und die neuesten Erkenntnisse aus unserer digitalisierten Gesellschaft erwarten.

Darum gibt es das Festival

Ins Leben gerufen wurde das INTERACTIVE Festival im Jahr 2012/ 2013. Ortsansässige Kreative und Macher stellten fest, dass Köln durchaus das Potenzial einer Digitalstadt besitzt. Allerdings gab es zu der Zeit noch kein Forum für diese Strömung. Aus der Not machten sie eine Tugend – und so fand schon im darauffolgenden Sommer, im Juni 2013, das erste Festival statt, damals noch unter dem Namen INTERACTIVE Cologne. Von Anfang an beeindruckte das Festival mit einem außergewöhnlichen Format-Mix, den es sich auch im fünften Jahr bewahrt hat.

Wer hier genau richtig ist

Das INTERACTIVE Festival spricht ein breites Publikum an. Alle, die Teil der Kreativ- und/ oder Digitalbranche sind, sollten sich das Festival nicht entgehen lassen, aber auch User und Bürger, die die digitale Transformation und Disruption verstehen wollen, kommen hier auf ihre Kosten.

Wie wird digitale Technologie unser Leben verändern? Macht sie Dinge einfacher oder komplizierter? Welche Auswirkungen hat sie auf die Wirtschaft, auf die Politik, oder auf jeden von uns? Das Festival wird Antworten auf diese Fragen liefern, indem es sie in Vorträgen, Workshops, bei Hackathons und Parties thematisiert.

Interessante Speaker und spannende Vorträge

Freut euch unter anderem auf diese Speaker:

Das INTERACTIVE Festival findet in der Industrie- und Handelskammer zu Köln statt. Hier bekommt ihr eure Tickets.

+++ Rabattaktion +++

Mit uns kommt ihr günstiger an Tickets! Statt 150 Euro zahlt ihr für euer Ticket nur noch 99 Euro. Gebt dazu einfach den Rabattcode „NETZ2017IAC“ ein und sichert euch eure vergünstigten Tickets.

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Die Netzpiloten sind Medienpartner beim Digital Festival #DiFe17

In Zürich findet vom 13. bis zum 17. September das Digital Festival statt. Das Digital Festival beschäftigt sich mit der Frage nach der Zukunft und wie es weiter geht. Es versteht sich als Inkubationsplattform für nächste Schritte und Ideen – und eine Vielzahl spannender Keynotes, Workshops, Labs und Parties liefert dazu wertvolle Anstöße und jede Menge Gelegenheit zum Networking.

Bodenständige Speaker werden spannende Keynotes halten. Es wird eine Reihe von unkonventionellen Sessions geben, die die Besucher wirklich zusammen bringen und zum Networken einladen. Außerdem sind noch viele Labs geplant, bei denen ihr euch in kleinen Gruppen in aktuelle Themen vertiefen könnt. Zu guter Letzt gibt es noch einen Wettbewerb, der HackZurich. Bei diesem haben die Teilnehmer 40 Stunden Zeit, um eine innovative Lösung für ein digitales Problem zu entwickeln. Eine Jury zeichnet hinterher die besten Ansätze aus.

Spannende Speaker

Zu den Speaker beim Digital Festival gehören:

Hier findet ihr das Programm und die dazugehörigen Locations. Hier gibt es eure Tickets. Unter dem Hashtag #DiFe17 bleibt ihr bei Twitter auf dem Laufenden, bis es soweit ist. Wir wünschen euch viel Spaß beim Digital Festival in Zürich!

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Stowe Boyd über Slack, Coworking und die Zukunft der Arbeit


Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe im Vorfeld der internationalen Tech-Konferenz Viva Technology, zu der vom 15. bis 17. Juni 2017 rund 50.000 Teilnehmer und über 5.000 Startups nach Paris kommen. Die Netzpiloten werden als Medienpartner der Viva Technology mit vor Ort sein. Und hier gibt es Tickets für das Event zu gewinnen.


Der Futurist und Forscher Stowe Boyd hat schon den ein oder anderen Trend in der vermeintlichen Arbeitswelt von morgen aufgespürt, getestet und kommentiert – und manche davon dann auch wieder spurlos verschwinden sehen. Nicht alles, was die Zukunft der Arbeit sein soll, hat dann auch die Macht, wirklich etwas zu verändern. Wir haben uns mit ihm im Vorfeld der VivaTech, auf der er auch als Redner auftreten wird, über Slack, Coworking, und wie Künstliche Intellligenz die Zukunft der Arbeit verändern wird, etwas genauer unterhalten: 

Tobias Schwarz: Vor beinahe neun Jahren haben Sie ein Interview mit einem meiner Vorgänger, Peter Bihr, bei Netzpiloten durchgeführt und erklärt, warum die E-Mail nicht mehr funktioniert. Was denken Sie heute über die E-Mail?

Stowe Boyd (adapted)
Image by Stowe Boyd

Stowe Boyd: Ich wette, dass ich so etwas Ähnliches wie das Folgende gesagt habe: Wir wollen die E-Mail für ein weites Spektrum von Anwendungsfällen anwenden, es stellt sich jedoch heraus, dass es am besten für Applikationen, die Spaminhalten sehr ähnlich sind, geeignet ist, wie beispielsweise E-Mail-Newsletter. Die Stelle, an der E-Mail nur schlecht funktioniert, ist exakt dieselbe wie die, bei der die Menschen eine Art der Arbeitskommunikation anwenden wollen – wie beispielsweise Slack, Hipchat und Microsoft Teams –, speziell rund um Kommunikationen in kleinen Gruppen. Die E-Mail ist geschäftlich, während ein Chat dialogorientiert ist.

Die E-Mail ist überhaupt nicht tot, die sofortige Nachrichtenübermittlung nimmt jedoch zu. Diese Veränderung geschah sogar in Unternehmen mit Programmen wie Slack, Circuit und Microsoft Teams. Ist das lediglich ein Trend der Kommunikation – oder wird dies der neue Standard sein?

Ja, dies sind Arbeitskommunikationsprogramme. Sie sind chatraumbasiert und unterscheiden sich etwas gegenüber sofortiger Nachrichtenübermittlung, basierend auf Freundeslisten. Arbeitskommunikation ist grundsätzlich eine Ablehnung der dominanten Entwurfsmetapher der vorangegangenen Ära, der seriellen Datenübertragung auf der Arbeit, wie sie mit den Programmen Yammer, Chatter und IBM Connections gefunden werden kann.

Die Arbeitskommunikation agiert hauptsächlich auf der Basis eines kleineren Teams, also mit weniger als zehn bis zwölf Mitarbeitern, während sich die serielle Datenübertragung an die Arbeit auf einer höheren sozialen Ebene, wie mit dutzenden oder hunderten von Menschen  orientiert. Man muss dabei bedenken, dass die meiste Arbeit in kleinen Teams vollbracht wird.

Vor einigen Monaten kritisierten Sie Slack aufgrund der geringeren Effektivität der  Gruppenchats mit einer Gruppe, die größer als zehn Leute ist. Wie können sich Ihrer Meinung nach, auf die Bürokommunikation zugeschnittene Programme, verbessern?

Sie stellen den Sinn des Gesagten falsch dar. Zunächst wies ich darauf hin, dass die optimale Gruppengröße bei der Arbeitskommunikation – wie bei Slack – bei unter zwölf Personen liegt. Zweitens vermerkte ich das Phänomen der „sozialen Vermengung“, die in Organisationen passiert, die Slack-Kanäle offen lassen. Eine Menge Leute von Außerhalb fangen an, den Chaträumen beizutreten und die Arbeit des Kernteams zu unterbrechen, indem sie zu viele Fragen stellen und eine Menge Lärm machen. Drittens passieren eine Menge verborgener Sachen in Chaträumen, weil diese Räume intransparent sind. Intransparent kann jedoch, abhängig vom Kontext, sowohl gut als auch schlecht sein.

Das stimmt, aber wie wir arbeiten, ändert sich grundlegend – es wird mehr dezentralisiert und miteinander verbunden sein, wenn es nicht jetzt schon der Fall ist. Welches sind Ihrer Meinung nach die anderen Veränderungen, abgesehen von Bürokommunikation, die wir in den nächsten zehn Jahren sehen werden?

Wir haben die vollen Auswirkungen der etablierten Erfindungen des 21. Jahrhunderts – wie beispielsweise mobile, soziale und Kommunikationstechnologien, die das menschliche Leben umorganisiert haben – nicht voll integriert und der Durchbruch zu dem, was als digitale Transformation im Unternehmenssektor bezeichnet wird, ist eine direkte Konsequenz aus diesen Megatrends.

Wir werden allerdings nicht die Zeit haben, um diese Welle zu Ende zu reiten, weil wir von einer Vielzahl anderer Technologien getroffen werden, die wahrscheinlich gleichwertige oder größere Auswirkungen auf uns haben werden: Künstliche Intelligenz, erweitere Realität und das Internet der Dinge. Insbesondere die KI stellt außergewöhnliche Herausforderungen für die Zukunft der Arbeit dar. Gerade die KI kann zu einer Zukunft ohne Jobs führen, wenn sie sich in jeder Ecke und Nische ansiedelt, während die Welt immer „führerloser“ wird. Ich arbeite an einem Buch zu diesem Thema, es trägt auch den Arbeitstitel „Führerlos“.

In einem Interview, das Sie mit Jennifer Magnolfi geführt haben, sagten Sie einmal, dass Sie fasziniert sind von der Vorstellung, dass Unternehmen sich Coworking und Räume wie Nährböden anschauen – Sie nannten das den „Laufstall des Coworking“. Da ging es um Tischtennisplatten, Nerf-Waffen und so weiter. Was wurde zur modernen Antwort des Cubes und dem Arbeitsbereich des 21. Jahrhunderts, der sich durch geschlossenen Türen auszeichnet? Was denken Sie heutzutage über Coworking?

Ich denke, dass Coworking als ein Element der modernen Umwelt des Arbeitsplatzes fest etabliert ist. Die Ökonomie ist für Freiberufler, Startups, kleine Teams und sogar in größeren Unternehmen gerade sehr spannend. Zur selben Zeit ist Coworking ein Teil des Trends, weil es überall vorkommt. Die Ästhetik, die jeden Arbeitsplatz auf dieselbe, unpersönliche und entmenschlichte Weise ausschauen und funktionieren lässt. Der Umstand, dass ich für ein paar Stunden mit wenig Ausrüstung und geringen Kosten zu einem Coworking-Space kommen kann, oder einem Café oder einer öffentlichen Bibliothek, erscheint wie ein Schnäppchen.

Auf der anderen Seite: wenn ich gehe, ist es so, als ob ich nie da gewesen wäre. Ich bin nicht davon überzeugt, dass alle unserer Arbeitsplätze – und zu einem wachsenden Umfang gehört auch unser Zuhause dazu – keine Spur von uns aufweisen sollten, wenn wir einmal gehen.

Auf der jährlichen deutschen Coworking-Konferenz COWORK wurde diskutiert, dass Coworking als ein kleiner Trend zu einer kleineren Industrie kommerzialisiert wird und ersetzt, was davor war. Denken Sie, dass Coworking im Unternehmensbereich oder Lösungen des  Büro-Sharings von Immobilienunternehmen wie WeWork die Zukunft dieser Bewegung darstellen?

Kommerzielles Coworking ist eine Antwort auf die fehlende Verwurzelung und die geringen Margen, die mit der Ökonomie von Freiberuflern und Startups verbunden wird. Die Zahl der Freiberufler nimmt zu, zumindest in den vereinigten Staaten, und zwar aufgrund der Verschiebung der Arbeitsstruktur von Vollzeitangestellten zu auftragsbasierten „Arbeitnehmern“ und Unternehmen. Also wird der Trend weitergehen.

Vor einigen Wochen beriet ich eine Gruppe, die von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eingeladen wurden, um darüber nachzudenken, wie die Zukunft der Arbeit im Jahr 2030 aussehen wird. Sie beschrieben Dinge, die sie im Jahre 2030 haben möchten, die bereits Realität sind – von denen sie nur nichts wussten. Wie wird Arbeit im Jahr 2030 aussehen?

Alfred North Whitehead sagte einmal: „Es ist das Geschäft der Zukunft, gefährlich zu sein“. Tatsächlich zu erraten, wie die Zukunft aussehen wird, kann erschreckend sein. Die Leute werden angehalten, keine weiteren Änderungen vorzunehmen, selbst wenn sie danach gefragt werden. Sie tun lieber so, als wäre morgen genau wie gestern, obwohl sie es nicht wirklich glauben. Die Alternative wäre, ihre grundlegenden Prämissen zu hinterfragen, die unsere heutigen Gesellschaft darstellt.


Image by Stowe Boyd


Die Netzpiloten sind Partner der Viva Technology und werden vor Ort berichten. Wir verlosen Tickets für das Event, das vom 15. Bis 17. Juni 2017 in Paris stattfindet. Um an der Verlosung teilzunehmen, macht einfach mit und nutzt eure Chance auf Tickets for free für die Viva Technology! Zeit habt ihr dafür bis Dienstag, den 06. Juni. Viel Glück!

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„Ich sehe die Blockchain als eine ökonomische Innovation“

Viva-Technology

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe im Vorfeld der internationalen Tech-Konferenz Viva Technology, zu der vom 15. bis 17. Juni 2017 rund 50.000 Teilnehmer und über 5.000 Startups nach Paris kommen. Die Netzpiloten werden als Medienpartner der Viva Technology mit vor Ort sein. Und hier gibt es Tickets für das Event zu gewinnen.


Die VivaTech existiert nach eigenen Angaben, um Innovation zu zelebrieren. Die Blockchain ist die wohl wichtigste Innovation der letzten Jahre. Und auch wenn es so scheint, dass es sich bei dem Verfahren, das die technische Basis für sogenannte Kryptowährungen darstellt, um eine technische Innovation handelt, sieht Claire Balva dies etwas differenzierter. Sie ist die Gründerin des Pariser Startups Blockchain France und für sie ist die Blockchain vor allem eine ökonomische Innovation, wie sie auf der diesjährigen VivaTech im Juni erklären wird und dies bereits bei uns im Interview verständlich macht.

Tobias Schwarz: Sagen wir, ich frage für die Tochter eines Freundes: Könnten Sie mir bitte eine Erklärung für Fünfjährige geben, was die Blockchain ist?

Claire Balva: Eine Blockchain ist wie ein Buch. Jeder hat eine Kopie dieses Buchs. In diesem Buch können die Leute ihre Transaktionen festhalten. Sagen wir, ich gebe Ihnen zwei Äpfel. Ich schreibe in das Buch, dass ich, Claire, Ihnen, Tobias, zwei Äpfel geschickt habe und ich unterschreibe diese Aussage. Jeder kann Transaktionen senden, aber dies muss von anderen Mitgliedern des Netzwerks validiert werden: Sie kontrollieren dann, ob ich wirklich zwei Äpfel besitze. Sie schauen sich die vorhergehenden Seiten des Buchs an und sehen, dass ich gestern tatsächlich drei Äpfel von meinem Freund Steve bekommen habe. Sie bestätigen die Transaktion und schreiben sie mit einem dokumentenechten Stift auf eine neue Seite, zusammen mit anderen validierten Transaktionen.

Eine Blockchain ist in ihrer einfachsten Form ein digitales Buch oder Konto, das sich viele Computer und Server teilen, sozusagen ein Knotenpunkt. Die Seiten, die wir in der Buch-Analogie erwähnt haben, sind in Wirklichkeit Blöcke, die dieses digitale Konto darstellen. Sie sind durch eine kryptographische „Kette“, die sie voneinander abhängig macht, verbunden. Wenn der Inhalt eines Blocks geändert wird, wird die Kette gelockert. Das bemerkt der Rest des Netzwerks dann auch. Wenn ein Block von Transaktionen einmal validiert ist, wird er „unveränderlich“, grundsätzlich kann ihn dann also niemand mehr bearbeiten.

Bitcoin ist die erste Blockchain. Es erlaubt den Menschen, Bitcoins, digitale Wertmarken, die monetären Wert haben, ohne Mittelsmänner zu tauschen. Die Teilnehmer des Netzwerks, die Miner genannt werden, geben ihre Rechenleistung an den Service, der die Transaktionen validiert: Es wird überprüft, dass der Absender ausreichend Mittel für den Vorgang besitzt, indem die Historie der Transaktionen durchgegangen wird, und dass er das Recht auf den Zugriff zu den Mitteln hat, indem die Unterschrift verifiziert wird.

Claire Balva (adapted)
Image by Claire Balva

Was kann man mit der Blockchain machen? Wann benutzen wir die Blockchain tatsächlich?

Wie wir bereits zuvor mit Bitcoin gesehen haben, können wir mit jedem, der will, immer und überall Beträge austauschen. Dies geschieht zu sehr geringen Transaktionskosten und unabhängig von der getauschten Menge. Blockchains können außerdem mit jeder Wertmarke Daten in einem bestimmten Slot aufbewahren. Sehr kleine Transaktionen auszuführen und eine kleine Menge an Informationen einzufügen, sichert die Information. Zu viele Daten können nicht eingefügt werden, da es komplizierter wäre, die Blockchain auf mehreren Computern zu hosten. Aber man kann einen kryptographischen Beweis, eine Reihe von Buchstaben und Zahlen, die den Status eines beliebigen Dokuments repräsentieren, einfügen.

Dies kann zum Beispiel dazu verwendet werden, Zeugnisfälschungen zu verhindern. Manche Schulen haben bereits begonnen, die Zeugnisse ihrer Schüler mit der Bitcoin-Blockchain zu zertifizieren. So können Firmen überprüfen, ob ein Zeugnis von seinem ursprünglichen Zustand (zum Beispiel mit Photoshop) abgewandelt wurde. Die Vollständigkeit von Daten, Verfolgbarkeit und Zertifizierung sind die Schlüsselanwendungen für Blockchains wie Bitcoin.

Andere Blockchains ermöglichen es, dezentralisierte Anwendungen, die „smarte Verträge“, die sich selbst ausführende „Wenn-Dann“ Programme sind, zu programmieren. Zum Beispiel könnte eine Versicherungsgesellschaft einen smarten Vertrag entwickeln, der automatisch Landwirte basierend auf den Daten verschiedener Webseiten für Wetterprognosen entschädigt, wenn es mehr als 30 Tage nicht geregnet hat.

Ich sage immer „die“ Blockchain, aber tatsächlich gibt es nicht nur eine Blockchain. Blockchains stehen für Banken und öffentliche Ämter in der Diskussion. Werden wir mehrere Ketten nebeneinander sehen oder wird es nur einige wenige wirkliche Anwendungsfälle in der Zukunft geben?

Es gibt viele Blockchains, die verschiedene Mechanismen und verschiedene Führungssysteme verwenden. Manche davon sind je nach Anwendungsfall besser geeignet als andere. Manche in öffentlich, wie die Bitcoin-Blockchain, das heißt, dass jeder Zugriff auf die gesamte Transaktionshistorie hat und seine eigenen Transaktionen ausführen kann. Andere sind private oder zugriffsbeschränkte Blockchains, bei denen Arbeitsgemeinschaften entscheiden, wer Zugriff hat und wer die Transaktionen validieren kann.

Die Anwendungsfälle von öffentlichen Blockchains unterscheiden sich sehr von denen privater. Auch wenn Blockchain-Experimente im Finanzsektor begannen, sehen wir jetzt Experimente in der Lebensmittelindustrie, dem Energiesektor, dem Verkehrswesen und, wenn man es mal weltweit betrachtet, bei jeder Art von Versorgungsketten. Man kann sicher sagen, dass alle bedeutenden Wirtschaftssektoren von dieser neuen Technologie beeinflusst werden.

Meiner Meinung nach wird es in der nahen Zukunft einige wenige große, öffentliche Blockchains und viele private Blockchains, die untereinander kooperieren können, geben. Es ist schwierig, die fernere Zukunft vorauszusehen, aber es ist möglich, dass nur eine öffentliche Blockchain, mit Privatsphäre-Einstellungen für empfindliche Informationen, geben wird. Als naheliegender Vergleich hatten viele Firmen zu Beginn des Internets Intranets entwickelt. Mittlerweile arbeiten viele, wenn nicht alle, Firmen auf sicheren Internet-Plattformen.

Würden Sie die Blockchain eher als ökonomische, soziale oder technologische Innovation beschreiben?

Das Interessante an der Blockchain ist, dass sie mehrere Forschungsbereiche neu zusammenstellt: Kryptographie, Wirtschaft, Programmierung, Mathematik… Auch wenn Blockchains noch in der Entwicklung sind, stellen sie keine Innovation im technologischen Sinne dar. Sie verwenden Techniken, die in einzelnen Bereich bereits genutzt wurden. Die Größe der Blockchain entsteht durch die Aggregation dieser Techniken. Öffentliche Blockchains sind auf die Teilnahme von Individuen angewiesen und viele kritische Annahmen beruhen auf dem Verhalten dieser Individuen.

Ich sehe die Blockchain als eine ökonomische Innovation, weil sie das Potenzial hat, die Grundfeste unseres aktuellen Systems zu verändern. Dennoch wird es keine Auflösung, sondern viel mehr eine neue Definition der Rolle der Mittelsmänner geben – und das in jedem großen Sektor der Wirtschaft.

Wir haben immer versucht, Systeme gegenseitiger Kontrolle zu bilden, um Gruppen für Verstöße verantwortlich zu machen. Riskieren wir es dabei nicht, womöglich die Kontrolle zu verlieren, wenn jede einzelne Person wegen der Blockchain in einer leitenden Position ist?

Das Validierungssystem funktioniert dank der Rechenleistung der Teilnehmer. Dennoch „leitet“ niemand die Blockchain. Die Blockchain ist so konzipiert, dass sie dezentralisiert ist, das heißt, kein Individuum und keine Gruppe hat die Möglichkeit, das Protokoll zu ändern. Es sei denn, mindestens 51 Prozent der Netzwerk-Teilnehmer stimmen diesen Änderungen zu. Das wird in den meisten Blockchain-Führungssystemen so gehandthabt. Je mehr Teilnehmer in einem Netzwerk sind, desto sicherer und robuster ist es.

Auch wenn sich die Teilnehmer in großen Mining-Pools umgruppieren, heißt das nicht notwendigerweise, dass sich alle den gleichen Standpunkt in Bezug auf die Entwicklung der Technologie teilen. Außerdem haben sie kein Interesse daran, dem Netzwerk zu schaden, da sie mit den Wertmarken der Währung des Netzwerks entlohnt werden. Dem Netzwerk zu schaden, würde den Wert ihrer Marken zerstören.

Glauben Sie, dass die Blockchain-Technologie reguliert werden muss, bis es nur eine Art Protokoll ist, das im Hintergrund abläuft?

Natürlich müssen die Regulierungen und die Blockchain zusammenkommen, um sich von der Aufbauphase weg, hin zu einer ernsteren Implementierung von Anwendungsfällen mit einem echten Wert für den Endverbraucher zu entwickeln. Kontrollorgane sind in den meisten Ländern vorsichtig in Bezug auf Blockchain-Technologien. Sie lassen die Technologie ausreifen, bevor sie sie festlegen. Manche Länder, wie beispielsweise Russland, verbieten die Nutzung von Krypto-Währungen, andere wiederum befürworten Blockchain-Technologien. Zum Beispiel wurde im Bundesstaat Arizona ein Gesetz verabschiedet, das die Validität von Unterschriften, die in einer Blockchain gesichert wurden, als digitale Unterschriften und smarte Verträge als legale, durchsetzbare Verträge anerkennt. Auch in Japan wurde kürzlich Bitcoin als Zahlungsmittel anerkannt.

Die wichtigsten regulatorischen Angelegenheiten betreffen heute KYC („Know your Customer“, dt.: „Kenne deinen Kunden“), Probleme mit Geldwäsche und Finanzierung von terroristischen Aktivitäten. Nutzer einer Blockchain können sich theoretisch tatsächlich hinter ihrer öffentlichen Adresse, die einfach als eine Reihe von Zahlen und Buchstaben verschlüsselt ist, „verstecken“. Dennoch ist es nicht komplett anonym. Das sehen wir, weil innerhalb der letzten fünf Jahre bereits mehrere Kriminelle von den Vollzugsbehörden dadurch identifiziert wurden, dass die öffentliche Besitzerhistorie von Bitcoins nachverfolgt wurde und diese Daten mit den Daten von Webseiten, die illegale Produkte verkauft haben, abgeglichen wurden.

Der öffentliche Charakter der Transaktionshistorie mag eine gute Neuigkeit für die Strafverfolgung sein, doch Banken wollen natürlich nicht die Historie ihrer Finanztransaktionen, die im Netzwerk vonstattengehen, mit der ganzen Welt teilen. Es gibt ein Paradoxon für mehr Transparenz, welches mit der Privatsphäre der Benutzerdaten vereint werden muss.

In Bezug auf das Ende der Frage ist die Idee, dass die Blockchain in ein paar Jahren nicht mehr für den Benutzer ersichtlich sein wird und nur wenige Menschen werden wissen, wie sie wirklich funktioniert. Sie wird die technologische Schicht hinter den Anwendungen, die auf ihr laufen, sein. Genauso wie beim Internet heutzutage verstehen wenige Menschen das TCP/IP Protokoll, aber dennoch benutzt es jeder.

Wenn Sie einen Blick auf die aufstrebende Forschung über künstliche Intelligenz werfen, glauben Sie, dass die Blockchain die Infrastruktur für eine globale KI-Bewegung sein könnte?

Ich glaube, dass Blockchain-Anwendungen und smarte Verträge mit KI-Cloudcomputing-Schnittstellen interagieren, mit der man Bildanalyse, Übersetzungsdienstleistungen und Spracherkennung anzapfen kann, um nur ein paar Beispiele für KI-Anwendungen zu nennen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass zukünftige Anwendungen komplett dezentralisiert sein werden, während sie direkte Interaktionen zwischen Benutzern und neue Arten von smarten Dienstleistungen für Kunden zur Verfügung stellen.


Image by Claire Balva

Die Netzpiloten sind Partner der Viva Technology und werden vor Ort berichten. Wir verlosen Tickets für das Event, das vom 15. Bis 17. Juni 2017 in Paris stattfindet. Um an der Verlosung teilzunehmen, macht einfach mit und nutzt eure Chance auf Tickets for free für die Viva Technology! Zeit habt ihr dafür bis Dienstag, den 06. Juni. Viel Glück!

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Das Startup der 100 Ideen – Valentin Stalf über N26

Logo Valentin_Viva Technology (Image by Netzpiloten)

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe im Vorfeld der internationalen Tech-Konferenz Viva Technology, zu der vom 15. bis 17. Juni 2017 rund 50.000 Teilnehmer und über 5.000 Startups nach Paris kommen. Die Netzpiloten werden als Medienpartner der Viva Technology mit vor Ort sein. Und hier gibt es Tickets für das Event zu gewinnen.


Mit N26 ist Berlin Sitz der wohl zurzeit interessantesten mobilen Bank Europas. Das ehemalige Fintech-Startup, das heutzutage als volllizenzierte Bank tätig ist, hat in den letzten anderthalb Jahren seine Nutzerbasis auf 300.000 verdreifachen können. Im gleichen Zeitraum hat das einst von Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf in Wien gegründete Startup auch die Internationalisierung vorangetrieben und operiert heute in 17 europäischen Ländern.

Unser Autor Tobias Schwarz hat sich mit Valentin Stalf, der Mitte Juni auch auf der Viva Technology als Speaker auftreten wird, zum Interview getroffen und über die Unternehmenskultur von N26, das Recruiting als mobile Bank und den Arbeitsbedingungen bei N26 unterhalten:

Tobias Schwarz: Ich habe neulich von einer Firma gehört, die einen Buchhalter gesucht hat und die hat jede Rechnung mit ein bis drei Cent zu viel überwiesen und dem Buchhalter der anderen Firma, der sich gemeldet hat, haben sie ein Jobangebot gemacht. Um ein guter Buchhalter zu sein, muss man keinen tollen Lebenslauf schreiben. Wie findet man smarte Mitarbeiter für eine Bank? Wie definiert man, was ein smarter Mitarbeiter für ein ehemaliges Startup ist?

Valentin Stalf Image by Valentin Stalf
Image by Valentin Stalf

Valentin Stalf: Wir sind keine Bank im traditionellen Sinn, sondern aufgrund dessen, was wir unseren Kunden bieten, beispielsweise auch Problemlösungsstrageien. Darum versteht man uns als kundennahe Bank. Wenn man sich unser Unternehmen von der Mitarbeiterseite anschaut, sind wir ein Technologieunternehmen wie Spotify oder Soundcloud. Wir sind ein Unternehmen, das davon lebt, dass wir hier eine große Technologiekultur innerhalb der Company etabliert haben.

Wenn es darum geht, die richtigen Mitarbeiter für so ein Umfeld zu finden, haben wir einen sehr strukturierten Bewerbungsprozess. Wir haben die freien Stellen auf unserer Website ausgeschrieben, setzen im Technologiebereich aber auch viel auf direkte Ansprache. Wir führen einen sehr strukturieren Bewerbungsprozess, bei dem wir verschiedene Merkmale aus dem Lebenslauf des Kandidaten anschauen und danach etwa drei bis fünf Gespräche führen. Während dieser Gespräche lernt man verschiedene Mitarbeiter uns kennen. Das gibt und die Möglichkeit zu prüfen, ob der Kandidat zu unserer Kultur passt.

Wir prüfen auch, ob N26 zu dem potenziellen Mitarbeiter passt. Dazu führen wir praktische Cases innerhalb der Bewerbungsgespräche durch, ziehen dabei Situation aus dem täglichen Leben heran. Am Ende der Gespräche kommt das ganze Team zusammen und es wird gemeinsam eine Abwägung getroffen, ob der Kandidat ein Mitarbeiter wäre, der gut zum Team passt.

Porsche hat mir erzählt, dass sie ein Technologieunternehmen sind, Zalando hat das getan, und jetzt auch ihr. Wenn aber N26 keine klassische Bank ist, sondern auch ein Technologieunternehmen, was macht dann eure Kultur genau aus?

Bei N26 setzen sich die Leute mit digitalen Produkten auseinander. Jeder, der hier bei uns im Team ist, ist ein Digital Native oder nutzt täglich seine Apps auf dem Smartphone. Alle sind sehr engagiert, das ganze digitale Produkt zu verstehen. Das heißt, dass Mitarbeiter in einer verantwortungsvollen Rolle oder Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen, beispielsweise als Product-Owner – Verständnis für digitale Produkte mitbringen müssen. Da sind wir sicher auf einem ganz anderen Niveau als traditionelle Banken oder wie ein traditioneller Autohersteller. Wir arbeiten auch ein bisschen anders, als eine traditionelle Sparkassenfiliale.

N26 office meeting (Image via N26)
Image by N26

Wir sitzen hier gerade im Ballsaal des ehemaligen Fernmeldeamtes der DDR-Regierung in der Berliner Klosterstraße. Der Raum ist nicht mehr in seinem ursprünglichen Zustand, eure Arbeitsplätze würde ich aus einer Mischung von Hot-Desking-Bereichen und Fixed Desks beschreiben. Ist das jetzt das klassische N26-Büro?

Man will das neue Arbeiten auch repräsentieren, mit viel Glas, viel Transparenz – das ist einerseits einer unserer Werte, die wir haben. Andererseits zeigt es auch die offene Kommunikation im Team und eine gewisse Kreativität, die wir beim Kreieren digitaler Produkte einfach mit hineinbringen wollen.

Neue Arbeit setzt aber auch sehr auf Selbstverwirklichung der eigenen Persönlichkeit. Inwiefern gebt ihr Leuten Raum, sich bei N26 selber zu verwirklichen?

Wir haben im Technologiebereich eine Idee namens Product Chance. Hier gibt es alle paar Wochen Tage, an denen sich das Team eigene Themen aussucht, die es verwirklichen will. Ein ganz spannendes Thema, an dem wir letztens gearbeitet haben, war ein Bot im Customer Management. Dieser Bot kann schätzungsweise 60 Prozent unserer Serviceanfragen vorselektieren und beantworten. Die Zeit, die dadurch gewonnen wird, kann man intensiver für andere Themen verwenden, beispielsweise wenn ein Kunde seine Karte verloren hat und Hilfe braucht.

Gute und innovative Ideen entstehen, wenn man seinem Team Zeit gibt. Ich glaube, das ist ein wichtiges Thema, um innovativ zu bleiben. Natürlich gibt es immer einen gewissen Konflikt in einem Startup, weil man mit einer sehr engen Timeline arbeitet. Für N26 gäbe es wahrscheinlich noch über 100 gute Ideen, die wir umsetzen würden. Wir haben aber nur Kapazität für zehn in den nächsten sechs Monaten. Und das steht dann natürlich in einem gewissen Kampfverhältnis zu unseren eigentlichen Zielen. Aber es ist wichtig für uns, dass unsere Mitarbeiter regelmäßig frei an anderen Innovationen arbeiten.

N26 Office Ballroom (Image via N26)
Image by N26

Was habe ich vergessen zu fragen. Worüber würdest du eigentlich gerne reden, aber niemand fragt dich danach?

Da muss ich jetzt kurz nachdenken. Das Wichtigste ist, man versteht, dass N26 nicht nur ein neues Bankprodukt ist, sondern dass wir Banking grundsätzlich verändern: Wie wir die Produkte gestalten, wie wir Mitarbeiter, aber auch Kunden in unseren Produktentwicklungsprozess mit einbeziehen. Es geht nicht darum, kurzfristig ein besseres Girokonto aufzubauen, sondern die Idee ist, langfristig faires, gutes Banking zu besseren Konditionen anzubieten. In der Kombination aus Technologie mit einer viel besseren Kostenstruktur und mit sehr innovativen und sehr guten Mitarbeitern.

Danke. Das ist mal eine gute Antwort.


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Die Netzpiloten sind Partner der Viva Technology und werden vor Ort berichten. Wir verlosen Tickets für das Event, das vom 15. Bis 17. Juni 2017 in Paris stattfindet. Um an der Verlosung teilzunehmen, macht einfach mit und nutzt eure Chance auf Tickets for free für die Viva Technology! Zeit habt ihr dafür bis Dienstag, den 06. Juni. Viel Glück!

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Die Netzpiloten sind Partner beim Year of the Rooster

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In München findet am 27. April das Festival Zukunft des Digital Business im Year of the Rooster statt. Das Motto lautet dieses Jahr „Where Robots meet Buddhas“. Eingeladen zu dem Event sind Führungskräfte, buddhistische Mönche, Bestseller-Autoren und Gründer aus der Technologie-Szene. Hier sind einige der Themen, die bei dem Festival auf der Agenda stehen werden:

  • Zukunft der Arbeit und Bildung
  • Digitale Führung und persönliche Entwicklung
  • Zukunft der Medien und des Marketing
  • Internet der Dinge
  • Digitale Technologien
  • Achtsamkeit und Wohlbefinden

Warum teilnehmen?

Der Veranstalter, die Freeformers GmbH, nennt einige Gründe, die dafür sprechen, an dem Event teilzunehmen:

  • Interaktive Workshops rund um App Prototyping, Design Thinking, Live Video, Drohnen und Blockchain
  • Verständnis der Schlüsselthemen, die die digitale Wirtschaft streifen: Internet der Dinge, VR, Robotics, Zukunft der Medien, der Mobilität und der Arbeit.
  • Speed Networking, internationale „Movers and Shakers“ großen Marken treffen, Startups und Agenturen
  • Internationale Speaker aus den USA, Australien, Deutschland, der Schweiz und Großbritannien

Seht euch hier den Trailer für die diesjährige Veranstaltung an:

Beim Year of the Rooster erwarten euch viele Experten, die ihr Wissen gerne mit euch teilen. Unter anderem vor Ort sein werden:

Die Veranstaltung findet in München im Kulturzentrum Backstage statt. Hier könnt ihr eure Tickets kaufen.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • HACKER sueddeutsche: Tausende Twitter-Accounts offenbar von Erdogan-Anhängern gehackt: Sie verbeiteten in großem Stil die Hashtags “#NaziAlmanya” und “#NaziHollanda”. Hacker haben am gestrigen Tag tausende prominente Twitter-Accounts, betroffen waren beispielsweise Amnesty International, Pro Sieben, Borussia Dortmund oder Ex-Tennisprofi Boris Becker, gehackt und für diese Botschaften missbraucht. Verantwortlich sind offenbar Erdogan-Sypmathisanten und den Einstieg haben ihnen mutmaßlich Drittanbieter-Apps ermöglicht.

  • FACEBOOK zeit: Pakistan schränkt soziale Medien ein: Gotteslästerliche Inhalte sind in pakistanischen sozialen Medien nicht gerne gesehen. Der Ministerpräsident Nawaz Sharif hat jetzt das Innenministerium angewiesen, umgehend alle Seiten mit solchen Inhalten zu sperren. Ebenfalls wies er das Außenministerium an, internationale Institutionen und sozialen Netzwerken in Kontakt zu treten, um das Problem zu lösen. Die Zensur erfolgt seit Anfang des Jahres und schon bis 2016 war YouTube drei Jahre lang gesperrt, weil dort ein islamfeindlicher Film hochgeladen worden war.

  • TESLA golem: Tesla braucht neues Geld für Model 3: Für die Produktion des “Model 3” will sich Tesla jetzt eine Milliarden-Geldspritze verschaffen. Der Elektroauto- und Ökostromkonzern braucht für seine ambitionierten Expansionspläne und den Vorstoß in den Massenmarkt frisches Geld. Wie Tesla am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte, sollen die Mittel vor allem zur Stärkung der Bilanz und somit zur Minimierung von Risiken beim Anlauf der Produktion des ersten Mittelklasse-Elektrowagens „Model 3“ genutzt werden.

  • SXSW t3n: Holoplot: Berliner Audio-Startup räumt bei Tech-Festival SXSW ab: Noch ist das South by Southwest Festival (SXSW) in Austin, Texas in vollem Gange. Auch ein deutsches Tech-Startup konnte auf dem Festival jetzt Wellen schlagen. Das Berliner Startup Holoplot setztt sich mit seinen Produkten das Ziel, zielgerichtet Schall zu verteilen. Sie haben ein Audiosystem entwickelt, das die Akustik etwa in Museen, Bahnhöfen oder Konzertsälen verbessern soll. Auf dem SXSW haben sie dafür jetzt den „Interactive Innovation Award“ in der Kategorie „Music & Audio“ verliehen bekommen.

  • MESSAGING heise: Schwere Sicherheitslücke in den Web-Oberflächen von WhatsApp und Telegram geschlossen: Nachdem bei den beiden Messaging-Diensten WhatsApp und Telegram kürzlich eine Schwachstelle gefunden wurde, konnten diese mittlerweile beide geschlossen werden. Die Lücke erlaubte es den Angreifern, die Web-Sessions der Messenger zu kapern und so Nachrichten mitzulesen, Adressbücher zu kopieren und Schadcodes an Kontakte zu versenden. Wer vor allem die App-Versionen verwendet, sei auf der sicheren Seite, die Angriffe betrafen vor allem die Browser-Versionen und Web-Apps.

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Die Netzpiloten sind Partner der Online Marketing Rockstars

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Das Festival Online Marketing Rockstars für zeitgemäßes Online-Marketing findet in diesem Jahr vom 2. bis 3. März in Hamburg statt. Die Veranstaltung ist mittlerweile die größte ihrer Art in ganz Europa und bringt internationale Speaker für euch nach Hamburg.

Zwei Tage lang könnt ihr auf dem OMR Festival 2017 in Hamburg Marketing-Wissen, Branchen-Austausch und Unterhaltung erleben. Am ersten Tag findet die Expo in zwei Hallen statt. Dort könnt ihr über 200 Aussteller von etablierten und aufstrebenden Unternehmen aus der Digital-Marketing-Branche kennenlernen. Auch die Netzpiloten haben in diesem Jahr einen Stand auf der Expo. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Am zweiten Tag bietet euch die Konferenz Inspiration, Wissen, Trends und Ausblicke von hochkarätigen Top-Speakern rund um das Thema Online-Marketing. Abgerundet wird die Veranstaltung mit einer Aftershow Party am Freitag. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

+++DAS GEWINNSPIEL IST BEENDET!+++

Hier verlosen wir bis zum 20. Februar zwei Online Marketing Rockstars Festival Tickets (Expo plus Konferenz) im Wert von jeweils 379 €. 

Auch Tickets nur für die Expo (Tag 1) gibt es bei uns – aber nur so lange der Vorrat reicht.

Wenn ihr uns gerne auf der Expo treffen wollt und Lust auf ein Gespräch habt, gebt einfach zusätzlich „Ich möchte einen Termin mit den Netzpiloten auf der Expo (Tag 1) vereinbaren“ an. 

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Nach einem Jahr Filmfestival Futurale: Was haben wir über die Zukunft der Arbeit gelernt?

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Zwölf Monate, 25 Städte und 175 Diskussionrunden: Ein Jahr lang zog das Filmfestival Futurale des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durch Deutschland. Knapp 9000 Besucher schauten sich in dieser Zeit sieben Filme zur Zukunft der Arbeit an – und diskutierten im Anschluss darüber. In der vergangenen Woche ging das Festival zu Ende. Welche Erkenntnisse bleiben?

Filme hinterfragen Ideen der Arbeitswelt

Das Festival war ein weiterer Baustein des Grünbuchs Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Ziel war es, die Bürger aktiv in den Dialog um die Zukunft der Arbeit mit einzubinden. Was bedeutet eigentlich Arbeiten 4.0? Ist Technologie unser Freund oder unser Feind? Werden wir alle unsere Häuser in Zukunft mit einem 3D-Drucker bauen? Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Diese und viele weitere Fragen wurden bei der Futurale thematisiert und vor allem diskutiert. Das BMAS hatte dafür bewusst aktuelle Filme herausgesucht oder solche, die noch nicht in deutschen Kinos gezeigt wurden und natürlich Produktionen gewählt, die auch genügend Gesprächsstoff lieferten. Die sieben ausgewählten Filme thematisieren so auf unterschiedliche Weise aktuelle und zukünftige Herausforderung unserer Arbeitswelt.

So geht es bei „Silicon Wadi“ um die Startup-Szene von Technologieunternehmen in Tel Aviv. Die Dokumentation begleitet vier junge Unternehmer und geht dabei der Faszination aber auch den Herausforderungen der Gründerszene nach. Auch der Dokumentarfilm „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“ begleitet junge Menschen in Deutschland auf ihrem Weg in eine neue ortsunabhängige Arbeits- und Lebenswelt.

Please Subscribe“ zeigt dabei an vielen Praxisbeispielen wie eine solche Arbeit im Internet heutzutage aussehen kann und wie junge Menschen durch YouTube-Videos reich werden. An solch neue Formen der Arbeit knüpft auch die Produktion „Mein wunderbarer Arbeitsplatz“ an, der die aktuelle Führungskultur in Unternehmen hinterfragt. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „Deine Arbeit, dein Leben“. Die WDR-Produktion zeigt, was Arbeit heute in einer ehemals so industriell geprägten Region wie Nordrhein-Westfalen bedeutet.

Unsere Ideen von Arbeitsform und Arbeitsraum werden damit herausgefordert. Ähnliches wird im Film „Ik ben Alice“ thematisiert, wenn es darum geht, wie unsere Arbeitswelt durch Roboter revolutioniert werden könnte. Wie weit Technologie gehen und sein darf ist auch eine Frage, die in „Print the Legend“ aufgegriffen wird, einer Dokumentation über die Entwicklung der 3D-Drucker in den USA.

Futurale offenbarte großes Diskussionspotential

Nach den Vorführungen gab es eine Gesprächsrunde zwischen Zuschauern und regionalen Experten rund um die Themen der Filme. Das Feedback war dabei, je nach Veranstaltung, sehr unterschiedlich, erklärt das BMAS gegenüber den Netzpiloten: „Wir hatten Veranstaltungen mit 300 Gästen, aber auch welche mit 15. Das hat aber Qualität und Intensität der Diskussionen nicht beeinflusst. Bei einer eher gering besuchten Spätvorstellung des Films „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“ lief die Diskussion im Anschluss zwei Stunden und wurde letztendlich nur durch die Schließung des Kinos durch den Betreiber beendet.“

Das BMAS hat dabei beobachtet, dass gerade die digitalen Nomaden und die Thematik von Robotern, die menschliche Arbeiten übernehmen, die Zuschauer besonders bewegt hat: „Bei den digitalen Nomaden war das Publikum häufig gespalten in eine Hälfte, die sofort in den Flieger steigen würde, um es den Nomaden gleichzutun und die andere Hälfte, die die Nomaden eher als egoistische Selbstoptimierer empfand. Der Film „Ik bin Alice“ wiederum, eine holländische Produktion über ein Modellversuch, bei dem ein Pflegeroboter auch zur sozialen Interaktion bei drei alten Damen eingesetzt wird, wurde überall heiß diskutiert. Viele Gäste fanden das Konzept eines Social Robots verstörend und erschreckend.“

Dabei wurden die Filme nicht nur bei den eigentlichen Vorführungen diskutiert, der Diskurs wurde auch auf der Webseite der Futurale oder bei Twitter unter dem #Futurale weitergeführt.

Screenshot by Marinela Potor

Dabei gab es vor allem zwei große Themenfelder, die die Zuschauer beschäftigten. Das war einmal die Entgrenzung von Arbeit und Freizeit durch ständige Erreichbarkeit – möglich gemacht durch moderne Technologie.

Das andere Thema ist die Angst vor der Automatisierung von Arbeitsprozessen und somit dem Verlust von Arbeitsplätzen.

Screenshot by Marinela Potor
Screenshot by Marinela Potor

Interessant war dabei zu beobachten, wie anfangs futuristisch anklingende Themen für die Zuschauer durch das Festival viel nahbarer wurden. Vielen war beispielsweise gar nicht klar, dass es auch in Deutschland das Geschäftsmodell YouTube gibt oder wo überall schon Roboter eingesetzt werden. Hier konnten die regionalen Experten Aufklärungsarbeit leisten und so die Diskussion anregen, erklärt das BMAS im Rückblick: „Durch die regionalen Experten auf den Podien wurden die Themen geerdet und konkretisiert. Wenn beispielsweise ein Geschäftsführer eines 3D-Druckunternehmens aus der Region über seine Arbeit berichtet, wird das Thema des amerikanischen Films Print the Legend schnell vor Ort fassbar.”

Die Zukunft der Arbeit bietet Chancen

Insgesamt hat die Futurale gezeigt, dass Arbeiten 4.0 ein Thema ist, das Menschen im ganzen Land beschäftigt. Dahinter steckt nicht nur Angst und Sorge, sondern auch Zuversicht und Hoffnung auf neue, gerechtere Arbeitswelten, die wir mit unserer Kreativität und mithilfe von Technologien selbst mitgestalten können.

Dahinter stecken Herausforderung, aber auch Chancen glaubt das BMAS: „Erwerbsbiographien werden in Zukunft wahrscheinlich dynamischer sein, als das heute meistens der Fall ist. Klassische Nine-to-five-Jobs, die man sein Leben lang beim selben Arbeitgeber verrichtet, werden seltener. Deshalb werden wir immer wieder auch Lernphasen brauchen, um unser Know-how auf dem neuesten Stand zu halten, oder auch um ganz neue Kompetenzen aufzubauen. Auch hier ist jeder Einzelne gefragt und muss offen bleiben für Neues.“

Die Ergebnisse der Futurale sollen bis zum Ende des Jahres in einem Weißbuch veröffentlicht werden.


Image by Tom Maelsa


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Let’s get physical – Über Körperlichkeit in und um Games #PLAY16

Tracer von Overwatch (adapted) (Image by Marco Verch [CC BY 20] via flickr)

Vom 2. bis 6. November 2016 hat das PLAY Creative Gaming Festival 2016 in Hamburg stattgefunden. Das von der Initiative Creative Gaming seit 2007 an wechselnden Standorten veranstaltete Festival vereint auf einmalige Weise die Bereiche Medienkunst, Diskurs und Bildung mit der digitalen Spielkultur. Dieses Jahr stand alles unter dem Motto „Game and Body“ und umfasste verschiedenste durch Spielthemen und –mechaniken aufgefasste Auseinandersetzungen mit dem Körper. An verschiedenen Schauplätzen in der ganzen Stadt, wie etwa dem Rathaus, dem Museum für Kunst und Gewerbe oder dem Kunsthaus, wurden dazu Workshops, Konferenzen, Ausstellungen und Möglichkeiten zur aktiven Partizipation angeboten, um ein vielfältiges Angebot in der Auseinandersetzung mit der Thematik zu bieten.

Von Streitwägen und Hasenhelmen

Eines der Festival-Highlights war sicherlich die PLAY Ausstellung im Kunsthaus, die alle Nominierten des internationalen „MOST CREATIVE GAME 2016“ – Awards und noch viele weitere Titel beheimatete. Während des Festivals konnten Besucher der Ausstellung durch Vergabe eines Stickers ihren Favoriten bestimmen. Am Samstagabend schließlich durfte den Audience Award die VR-Simulation „Chariot Simulator“ mit nach Hause nehmen, die im Rahmen des Projekts „Sensoria“ durch Studierende der HAW Hamburg entstanden ist. Nichts für schwache Mägen ist dieses Virtual-Reality-Erlebnis, bei dem der „Spieler“ via Brille und dem eigens gebauten Streitwagen Simulator samt Fahrtwind, erzeugt durch einen Ventilator, ein überzeugend immersives Erlebnis geboten wird.

Der Streitwagen-Simulator (Image by Lisa Kneidl)

Generell begegnete dem Besucher das Leitmotiv „Game and Body“ in beinahe jedem Exponat. Quasi am eigenen Leib hatte man Kontrolle über den Verlauf des Puzzle Platformers FRU des niederländischen Entwicklers Through Games. Mittels einer Kinect, einer mit Kamera ausgestatteten Sensorleiste, konnten durch die eigenen Körperumrisse Plattformen zum Vorschein gebracht werden, mittels derer die Spielfigur im Level fortschreiten konnte.

Ebenfalls aus den Niederlanden stammend, beschäftigte sich das Studio Tiger & Squid zwar nicht mit dem Körper des Spielers, sondern mit Körperlichkeit im Spiel, speziell Behinderung. In ihrem Titel Beyond Eyes begibt man sich in der Rolle der kleinen, blinden Rae auf die Suche nach einer Katze. Liebevoll stellt das Spiel Sinneseindrücke wie Geräusche, Gefühle und Gerüche die sich nach und nach für Rae entfaltende Umgebung dar.

Wenn Hase und Fuchs sich Kommandos geben, sitzt man vor dem Titel Colorena. Dieser Sidescroller verbindet wieder physische Wirklichkeit mit dem virtuellen Raum. Mit eigens dafür angefertigten Helmen für die jeweilige Spielfigur wird in diesem Spiel komplett auf Kommunikation und Teamwork gesetzt – fällt einer, fallen beide. Die Helme sind mit blauer und roter Folie versehen, die jeweils dann auch nur die Plattformen der entsprechenden Farbe auf dem Bildschirm sichtbar machen.

Auf einer Skala von Drogentrip bis Virtual Reality

2016 ist das Jahr, welches Virtual-Reality-Hardware endgültig salonfähig machen soll, was darin resultiert, dass an jeder Ecke ein Hersteller seine Brille auf den Markt bringt.

Thorsten Wedemann berichtete am Samstagabend in der PLAY Conference von seiner 48-stündigen Performance „Disconnected“ in der virtuellen Realität. Die Performance stellte ein Experiment dar zur Frage, wie langfristig Erlebnisse im virtuellen Raum in Zukunft sein werden. Entsprechend „getrennt“ war Wedemann auch von sozialen Interaktionen und einem normalen Tagesablauf, nur zu etwa zwei Stunden Schlaf am Tag brachte er es in einer Version der Performance, in einer anderen befand er sich mitten in einem Club voller feiernder Menschen, hat aber nichts davon mitbekommen.

Aktuell sind meist nur VR-Mini-Spiele auf dem Markt, der Spieler ist an einen längeren Aufenthalt in der virtuellen Realität schlichtweg noch nicht gewöhnt. Interessent bleibt die Überlegung aber, ob der VR-Hype nur exakt das bleibt – ein Hype – oder ob diese neu konzipierte Form des Erlebens von virtuellen Welten langfristig in unseren Medienkonsum Einzug halten wird. Befinden wir uns also in einer neuen Ära des Gaming oder verblasst die Aufregung um Virtual Reality und dem physischen Erleben von Spielen jenseits des klassischen Gamepads ähnlich wie die bewegungsgesteuerten Wii-Spiele um 2007?

Das Festival zelebrierte ungewöhnliche Videospiel-Helden fernab des „idealen Heldencharakters“ und glänzte mit diversen Protagonisten, revolutionären Spielmechaniken und neuen Wegen in Sachen virtueller Realität und Körper. Es hat definitiv gezeigt, wohin es gehen könnte und neuen, innovativen Spiel- und Charakterkonzepten eine Plattform geboten. Mainstream und Arthaus gibt es in so gut wie jeder Medienform, so auch im Videospiel und das PLAY 2016 schlägt eine ideale Brücke zwischen beiden Parteien, so ist sie quasi das Arthaus zum Gamescom Mainstream.

Das Point-and-Click-Adventure „Broken Age“ (Image by Lisa Kneidl)

Game Masters: Geschichte des Videospiels

Wer das PLAY 2016 verpasst hat, muss sich allerdings nicht grämen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die Ausstellung Game Masters im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe präsentiert. Zwischen Pacman, Super Mario und Starcraft kann man sich hier noch bis zum 27. April 2017 hands-on durch die Videospielgeschichte und Genrevielfalt zocken.

…zu finden im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Image by Lisa Kneidl)

Image (adapted) „Tracer von Overwatch“ by Marco Verch (CC BY 2.0)


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Destination Check: Bits&Pretzels 2016

Vor zwei Jahren als Weißwurstfrühstück für die Gründerszene in München gestartet, hat sich die Bits&Pretzels mittlerweile zum dreitägigen Festival für Startups mit internationalem Flair entwickelt. Kevin Spacey und Richard Branson waren sicher die schillerndsten, aber längst nicht die einzigen sehenswerten Speaker auf der Bühne.


Speaker: Max Wittrock, Co-Founder von mymuesli.com


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Image by Max Wittrock

Max Wittrock, Co-Founder von mymuesli.com, hat vor neun Jahren mymuesli.com mitgegründet und fühlt sich auf der Bits&Pretzels an die Anfangstage erinnert. Heute beschäftigen das Gründerteam Themen wie Vertriebsausbau, Internationalisierung und der Umbau der Produktion. Das fühlt sich an wie Erwachsenwerden. Auf der Academy Stage hat Max jungen Startups Tipps gegeben, wie sie an die großen Player herankommen.

Was ist dein Gesamteindruck?

Mit 5.000 Leuten hat sich die Bits&Pretzels zu einem Riesen-Event entwickelt. Es ist wirklich toll, dass sich eine Konferenz dieser Größe ausschließlich Themen rund ums Gründen und dem Aufbau von Startups widmet. Ich bin ganz begeistert.

Haben die Speaker und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Mir gefällt die Auswahl der Speaker von Kevin Spacey bis hin zu Hidden Champions. Hier sieht man Startups, von denen man noch nicht gehört hat und die dennoch erfolgreich und riesengroß sind. Ich finde den Mix sehr gelungen.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Es sieht sehr bunt gemischt aus. Es sind wirklich viele Startups hier, ich habe aber auch schon viele Leute mit Investoren-Badge gesehen.

Was ist dein persönliches Highlight?

Mein persönliches Highlight ist der Food-Court mit Live-Musik. Veranstaltungen, die schnell wachsen, neigen dazu, einen Corporate-Charakter anzunehmen, wie jeder Kongress. Aber Bits&Pretzels hat es wieder einmal hinbekommen, sich das besondere Flair zu bewahren.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Bits&Pretzels empfehlen?

Ich würde auf jeden Fall nächstes Jahr wiederkommen. Viele Startups, aber auch Unternehmen, unterschätzen, wie wichtig es ist, inspiriert zu werden und verschiedene Sichtweisen zu bekommen. Gerade wir im Süden sollten dankbar sein für alles, was hier passiert, da wir ja doch mit Berlin eine kleine positive Rivalität haben. Schön, dass ein solches Event in München stattfindet.

Was war deine Motivation, heute herzukommen und hier zu sprechen?

Ich hoffe, dass ich den Einen oder Anderen inspirieren konnte, es zu versuchen – so wie ich und meine beiden Mitgründer. Ich möchte gerne die Angst vor Teamgründungen nehmen, denn bei uns funktioniert es nach wie vor sehr gut. Vielleicht habe ich es geschafft, bei ein, zwei Leuten den Schalter umzulegen, wenn der letzte Schritt oder Denkanstoß gefehlt hat.


Organisatorin: Magdalena Rogl, kümmert sich um den Social-Media-Auftritt von Bits&Pretzels und ist Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland.


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Image by Magdalena Rogl

Magdalena Rogl war schon 2014 als Teilnehmerin bei der ersten Bits&Pretzels im Löwenbräukeller dabei. Einen Social-Media-Auftritt zum Event gab es damals noch nicht, also hat sie dem Orga-Team kurzerhand Unterstützung angeboten. Ihre Arbeit hier ist für sie Herzblutprojekt und Freundschaftsdienst.

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich bin überwältigt, denn ich habe das Gefühl, das letzte Jahr wurde noch einmal getoppt. 2015 hat das Event erstmals in diesem Setup stattgefunden. Die Veranstaltung ist dieses Jahr noch internationaler geworden. Und wenn jemand wie Kevin Spacey die Keynote hält, ist das natürlich Wahnsinn.

Haben die Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Ich habe vor allem die Vorträge auf der Mainstage vom Backstage-Bereich aus mitbekommen, da ich den Livestream auf Facebook mitbetreut habe. Ich finde die Mischung toll, dass sowohl kleine Startups unter den Speakern sind als auch große internationale Player. Die Gelegenheit, von Unternehmen wie airbnb und uber Insights zu bekommen, hat man nicht alle Tage.

Was ist dein persönliches Highlight?

Kevin Spacey war natürlich ein Highlight. Ich hatte gestern selbst Gänsehaut, als er gesprochen hat. Überwältigend.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Es sind natürlich sehr viel junge Gründer da, die gerade starten, aber auch viele Investoren und große Unternehmen. Ich bin positiv überrascht, dass dieses Jahr auch die Teilnehmer internationaler sind. Dadurch, dass Menschen aus so unterschiedlichen Bereichen da sind, bleibt man nicht in seiner Filterbubble, sondern kann seinen Horizont wirklich erweitern.

Wem würdest du die Bits&Pretzels empfehlen?

Ich würde es jedem empfehlen, der im Entferntesten mit der Internetbranche zu tun hat. Die Ticketpreise sind sehr gestaffelt, sodass auch junge Gründer dabei sein können. Hier kann man verfolgen, wie sich die Internetbranche entwickelt, welche Startups und Ansätze es gibt, aber auch Ideen entdecken, die die Welt verbessern möchten. Gestern hatten wir beispielsweise Raphael Fellmer von Foodsharing auf der Mainstage. Wir haben alle eine Verantwortung, unsere Zukunft mitzugestalten. Für diese Inspiration ist das die richtige Konferenz.


Besucher: Alexander Nast, Gründer von Passionly Curious und Snapchat-Reporter von Bits&Pretzels


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Image by Christian Jantz

Alexander Nast hat mit Passionly Curious nicht sein erstes Unternehmen gegründet. Das Startup hilft Unternehmen mit einer neuen Methode dabei, leidenschaftliche Mitarbeiter zu finden. Auf Basis von Interviews mit bestehenden Mitarbeitern ergründet das Team deren Motivation, um daraufhin Stellenbeschreibungen so zu gestalten, dass sie die richtigen Bewerber anziehen und die ungeeigneten abhalten.

Was ist dein Gesamteindruck?

Sehr bunt, sehr vielfältig, sehr herzlich, und trotzdem sehr intensiv und strukturiert. Man findet hier beides: entweder die strukturierte Seite, aber auch die bunte, leidenschaftliche, fröhliche Seite. Das gefällt mir sehr gut.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Ich gehe meistens ohne Erwartungen an die Dinge heran und lass mich lieber überraschen. Wenn das, was ich mitnehme, wichtige Learnings sind und die Leute, die ich treffe, genau die richtigen Leute sind, dann sind meine Ansprüche erfüllt.

Was war dein persönliches Highlight?

Dazu gehören auf jeden Fall Kevin Spacey und Richard Branson. Es war interessant, dass sie mit Kara Swisher eine sehr kritische Journalistin als Gesprächspartnerin für ihn ausgewählt haben, die das Interview mit ihren teils sehr wertenden Zwischenfragen fast bis zur Schmerzgrenze getrieben hat. Und genauso spannend war es natürlich, zu beobachten, wie er sehr souverän und entspannt auf die Sachen eingegangen ist. Das war ein schönes Spiel.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Sehr vielfältig: Es sind wirklich alle dabei – von Leuten, die über eine Gründung nachdenken, bis hin zu Startups, die schon wirklich gut unterwegs sind und ein paar Millionen eingesammelt haben. Ich hatte das Glück, dass ich mich nur mit Menschen unterhalten habe, die ich sehr interessant und spannend fand.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Bits&Pretzels empfehlen?

Ich würde auf jeden Fall wieder hingehen und würde das Event Leuten empfehlen, die schon eine Startup-Idee haben, an der sie mindestens ein bis zwei Jahre gearbeitet haben, um hier mit Investoren zu sprechen und bei den Pitches mitzumachen. Sofern sie dafür bereit sind – denn die Investoren in Deutschland investieren erst, wenn ein Startup User-Zahlen und Umsätze nachweisen kann. Wer sich vor der Gründung erst einmal orientieren möchte, sollte die Masterclasses besuchen.


Besucherin: Martina Löhner, PR-Manager bei Kleiderkreisel


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Image by Gesine Märten

Martina Löhner kommuniziert für Kleiderkreisel, einer Recommerce-Plattform, die seit acht Jahren auf dem deutschen Markt aktiv ist und 4 Millionen Mitglieder hat. Das Late Stage Startup ist gerade dabei, sich und insbesondere das Marketing neu aufzustellen.

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich bin das erste Mal auf der Bits&Pretzels und empfinde sie als coole Veranstaltung, um zu netzwerken und Inspiration zu finden.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen ans Netzwerken haben sich erfüllt, ich habe viele Leute wieder oder neu getroffen. Allerdings hätte ich mir – da ich aus einem Startup komme, das schon länger auf dem Markt und etabliert ist – beispielsweise in den Academy Sessions inhaltlich mehr Tiefgang gewünscht.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Meinem Eindruck nach sind viele junge Startups da, aber auch Investoren und Studenten. Ich hatte weniger das Gefühl, dass etablierte Startups die Plattform genutzt haben.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die Bits&Pretzels empfehlen?

Ich würde wiederkommen, wenn mich die Speaker und präsentierenden Unternehmen wieder ansprechen. In erster Linie empfehle ich das Event aber Leuten, die dabei sind, ein Startup zu gründen, wenn sie in den ersten Jahren sind, sich präsentieren wollen und auf der Suche nach Investoren sind. Dafür ist Bits&Pretzels die richtige Plattform.

Was war dein persönliches Hightlight?

Richard Branson! Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit und ein Typ Unternehmer, den es selten auf der Welt gibt. Ich fand es wahnsinnig spannend, von seinem Unternehmergeist und seiner Persönlichkeit eine Ecke mitzukriegen.

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„Wenn Journalisten etwas nicht zeigen dürfen, macht mich das wütend!“

Dominic Nahr (Image by Berti Kolbow-Lehradt)

Beim Lumix Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover zeigt derzeit der preisgekrönte Fotoreporter Dominic Nahr (33) Südsudanesen auf der Flucht vor der Gewalt. Er dokumentiert die Ereignisse, weil es fast niemand sonst tut, und die Welt sehen soll, was auf ihr passiert. Geschönte Bilder lehnt er ab. Journalisten Aufnahmen vorzuenthalten – wie derzeit bei der EM – geht für ihn gar nicht. Im Interview sprachen wir mit ihm darüber, was Bildjournalisten zeigen müssen und was sie nicht dürfen.

Berti Kolbow-Lehradt (BK): Du kommst gerade aus dem vom Bürgerkrieg geschüttelten Südsudan zurück. Im Fernsehen wird gerade die Fußball-EM zelebriert. Ist dieser Kontrast für dich seltsam?

Dominic Nahr (DN): Ich schaue praktisch nie fern und lese auch kaum Zeitung oder Internet. Das mache ich ganz bewusst. Sonst wäre es wohl sehr frustrierend, wenn ich mitkriegte, wie wenig Interesse die Menschen am Not anderer haben. Dass die EM läuft, habe ich bislang nur am Rande wahrgenommen.

BK: Hast du auch von dem Streit um die TV-Bildauswahl bei der EM erfahren, die deutsche Journalisten kritisieren?

DN: Von den nicht gezeigten Hooligan-Ausschreitungen im Stadion? Ja. Das ist krass! Meinungsfreiheit ist mir heilig. Ob das Zeigen der Bilder zu Aggression bei Trittbrettfahrern beigetragen hätte, ist eine Frage für sich. Die Entscheidung sie zu veröffentlichen oder nicht, sollte Journalisten überlassen werden. Wenn Journalisten etwas nicht zeigen dürfen, macht mich das wütend!

BK: Laut einem Zeitungsinterview hast du selbst schon mindestens einmal entschieden, sehr brutale Bilder nicht der Redaktion zu übergeben. Was lässt du weg? Nach welchen Kriterien entscheidest du das?

DN: Wenn ich im Einsatz bin, fotografiere ich immer das komplette Ereignis in all seinen Facetten – ob grausam oder nicht. In dieser Hinsicht schon während des Fotografierens die Schere anzusetzen, ist in der Hektik der Situation kaum möglich. Das mache ich hinterher. Bei der Darstellung von Gewalt ist die Wahrung der Menschenwürde für mich das oberste Auswahlkriterium. Werden Opfer bloßgestellt, zeige ich die Bilder nicht.

BK: Du nimmst als Foto-Produzent also gewisserweise auch inhaltlichen Einfluss. Wie sehen deine Auftraggeber das?

DN: Die meisten sind damit einverstanden. So funktionieren Fotoreportagen. Ich achte darauf, dass meine Bilder im Rahmen einer Serie eine authentische, unverfälschte, aber geschlossene Geschichte erzählen. Dafür muss ich die aus meiner Sicht passendsten Bilder auswählen und andere weglassen. Es gibt nur wenige Redaktionen, die das komplette Rohmaterial sehen wollen. National Geographic zum Beispiel möchte immer alles von mir haben. Und das bereits seit dem Beginn unserer Zusammenarbeit im Jahr 2010. Nicht erst, seit der Debatte um Steve McCurrys Arbeit für die Zeitschrift.

BK: Fotojournalisten-Legende McCurry steht in der Kritik, weil er einige seiner Bilder stärker bearbeitet hat als angenommen. Inwiefern bearbeitest du deine Bilder?

DN: Es gibt zu Recht strenge ethische Regeln rund um den Wahrheitsgehalt von Pressefotos. Daher mache ich nur das Nötigste. Zum Beispiel die jeweiligen Unzulänglichkeiten eines Bildsensors bei Licht- und Farbwidergabe hinterher am Computer zu korrigieren, ist unverzichtbar. Einen eigenen Bildstil zu kreieren, finde ich ebenfalls legitim. Ich mag kontrastreiche Bilder mit tiefen Schwarzwerten.

BK: Veränderst du damit nicht schon die Bildaussage?

DN: Nein, ich lenke nur den Blick des Betrachters auf die zentralen Bildbestandteile. Die Dramatik der Situation durch die Bildästhetik zu betonen, ist wichtig. So kann ich Leser von Publikumsmedien für Teile des Weltgeschehens interessieren, zu denen sie sonst keinen Bezug haben. Schwierig wird es erst, wenn man das Bild am Rechner zu stark beschneidet. Manchmal muss Cropping sein, etwa wenn ich mit einer weitwinkligen Festbrennweite fotografiert habe. Dann schneide ich für die Bildaussage unnötige Bereiche rund um das Motiv weg. Hingegen bewaffnete Kämpfer wegzuschneiden, damit das Bild friedlicher wirkt, geht zu weit, um mal ein Negativbeispiel zu nennen. Man muss die ganze Geschichte zeigen.

BK: Vielen Dank für das Gespräch.

 

Der 33-jährige Dominic Nahr zeigt noch bis zum Sonntag, den 19. Juni, beim Lumix Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover Fotos vom Leben während des Bürgerkriegs im jüngsten Land der Welt, dem ostafrikanischen Südsudan. Sein Beitrag ist einer von 60 Fotoreportagen und Multimedia-Essays talentierter Nachwuchsfotografen. Sie werden bei der fünften Festivalauflage voraussichtlich wieder rund 35.000 Menschen auf das ehemalige Expo-Gelände in Hannover locken.
Dominic Nahr hat rund 30 Länder in Afrika bereist und wurde für seine Dokumentationen unter anderem bei den World Press Photo Awards und als Schweizer Fotograf des Jahres ausgezeichnet. Er arbeitet für Time Magazine, National Geographic, Stern und andere.


Image by Berti Kolbow-Lehradt


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BotCamp 2016:?Der Weg zum ersten Chat-Bot für Festivals und Konferenzen

20160602 BotCamp 2016 01 Titelbild

Der erste BotCamp-Hackathon fand vom 28. bis 29. Mai 2016 im Ahoy! Berlin statt und wurde von kreait und Red Bull ausgerichtet. Ziel der Veranstaltung war es, sich mit Gesprächsalgorithmen auseinanderzusetzen und nach geeigneten Nutzungskonzepten zu suchen. Mein persönliches Ziel war es, mehr über die Vor- und Nachteile der schriftlichen und teil-automatisierten Interaktion mit Marken herauszufinden.

Build the conversation

Zusammen mit Denis Weber, Marvin Schramm, Andreas Böhm und Rouven Malecki habe ich mich innerhalb des 24-stündigen Hackathons dem Thema Events gewidmet. Wir sind alle große Musikfans und da war es schnell beschlossene Sache, dass wir uns an die Umsetzung eines Chat-Bots für Festivals und andere Großveranstaltungen machen wollten. Denn je mehr Menschen an einem Fleck zusammenkommen, desto leichter ist es, den Überblick zu verlieren ?—? und dabei können einem Bots super helfen.
Mit der Snapchat-Story kann man einen kleinen Eindruck vom Hackathon gewinnen:

Bevor wir mit dem Coden begonnen haben, mussten wir uns erst einmal darüber einig werden, welche Rolle so ein halb-intelligenter Begleiter auf einem Festival oder einer Konferenz einnehmen sollte. Als besonders großen Pain-Point haben wir empfunden, dass man sich für jede Veranstaltung eine eigene App herunterladen muss. Da wäre es doch viel einfacher, mit dem Organisator oder dem Veranstalter einfach eine Konversation im bestehenden Messenger am Laufen zu haben! Unser Bot sollte also die Identität des jeweiligen Events annehmen können. Um den Prototyp möglichst einfach zu halten und niemanden auf die Füße zu treten, überlassen wir den Teil mit der Persönlichkeit jedoch den späteren Markenvertretern. Wir waren viel mehr daran interessiert, den Funktionsumfang aufzuzeigen.
Und so sah das aus:

20160602 BotCamp 2016 02 Post-its
Funktionsübersicht für den Prototypen, Image by David Streit

Chat-Bots zeichnen sich durch eine dialogbasierte Nutzerführung aus. Unsere Frage lautete daher: Was könnte ein Nutzer vor, während und nach einem Event mit den Organisatoren absprechen wollen? Von Fragen über Problemmitteilungen waren erste Use-Cases schnell gefunden. Sollte eine Formulierung mal nicht einer eindeutigen Antwort aus den FAQs zugeordnet werden können, setzen wir auf menschlichen Support, der individuelle Anfragen bearbeitet und diese dann mit den richtigen Schlagworten neu in den Datenbestand einpflegt. So ließen sich mit der Zeit auch Nischenthemen automatisch beantworten. Daneben kann der Veranstalter natürlich auch Hinweise und Ankündigungen in die Konversation posten.

Als besonderes Highlight sollte der EventBot nicht nur mit mir sprechen können, sondern auch über die Personen Bescheid wissen, mit denen ich zusammen unterwegs bin. Dafür müssten alle Teilnehmer einer Gruppe zugewiesen werden, um sich untereinander austauschen und Informationen über die anderen abfragen zu können. Das wäre vergleichbar mit einem moderierten Themenkanal. Durch die Check-in-Funktion ist es möglich, abzufragen, wo sich meine Begleiter gerade aufhalten, weiterhin könnten Abstimmungen stattfinden, wann man das nächste Mal wieder gemeinsam eine Bühne besuchen möchte. Für den Veranstalter ergeben sich zahlreiche Vorteile, da er durch die geplanten und tatsächlichen Nutzerbewegungen auf dem Gelände sowohl die Bühnen-Auslastung als auch den Bedarf an Getränkewagen und Toiletten optimieren kann.

Zusammenhänge verstehen und Code entwickeln

Da ich kein Programmierer bin, habe ich das Coden den anderen überlassen und mich ganz um das Konzept, die Story und den Pitch gekümmert. Pro-Tipp für Designer und Nicht-Techies auf Hackathons: Helft, wo ihr könnt und lernt die ganzen technischen Zusammenhänge! Ich habe somit versucht, das große Ganze zu überblicken und die Funktionsweise der Plattformen zu verstehen, die wir im Code angesteuert haben. Der EventBot setzt etwa auf Smooch.io ?—? mit dem Dienst lassen sich diverse Messenger-Plattformen über ein einziges Interface bespielen (wie etwa Facebook Messenger, Telegram, WeChat etc.). Dieser wurde mit dem Textanalyse-Tool api.ai gekoppelt, welches unsere Logik mit einem Verständnis über die ausgelesenen Worte und deren Bedeutung verknüpfen konnte. Taucht beispielsweise der Name einer Band im Zusammenhang mit „I am at“ auf, gilt das als Check-in.
Als größte Herausforderungen sehen wir bisher die deutsche Spracherkennung. Während der Bot auf Englisch schon erstaunlich gut funktioniert, braucht es noch ein wenig Training in der Analyse deutscher Texte und Satzstrukturen.

Auswertung

Nach 24 Stunden Hacken dann die große Überraschung: Unser EventBot wurde von der Jury am Ende als beste Idee auszeichnet! Besonders gefielen die Fokussierung auf ein reales Problem, unser sozialer Ansatz (Freunde verbinden), die Vermarktungschancen als Whitelabel-Lösung für Organisatoren von Events jeder Größe sowie auch die gestalterische und technische Umsetzung. Yippieh! Im Event-Bereich kommt erschwerend hinzu, dass auf dem Gelände selbst oft “Verhältnisse wie in der Dritten Welt” herrschen (so ein Teilnehmer bezogen auf Infrastruktur und Netzverfügbarkeit) und man tausende Menschen dabei unterstützen muss, ihren individuellen Interessen nachzugehen. Ein Bot könnte diese Aufgabe erfüllen.

Meiner Meinung nach haben Chat-Bots spitzenmässige Aussichten, die Interaktion mit Marken zu revolutionieren. Und dabei rede ich nicht von eindimensionalen Kaufabsichten, wie uns Facebook zur f8-Konferenz gezeigt hat, sondern von realen Bedürfnissen: Ich möchte mich mit einem Problem vertrauensvoll an eine Marke wenden können, von der ich hoffe, dass sie mir zur Seite steht. Und so lange man mir hilft und sich die Konversation zweckgebunden entwickelt, ist es mir auch egal, dass ich mich mit einem Bot unterhalte. Hauptsache, ich erreiche bei Bedarf eben auch einen echten Support-Mitarbeiter (siehe Amazon Mayday). Die Kür wäre es nun, wenn es Firmen im Gespräch gelingt, einen positiven Eindruck von ihren Werten zu vermitteln und dem Bot etwas Identität zu verleihen. Dafür braucht es nicht zwangsläufig ein ausgefallenes Maskottchen. Aber als Company muss man sich doch erstmals die Frage stellen, wie man eigentlich „klingen“ möchte.


Images by David Streit


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OMR16 – 2 Tage, 136 Aussteller, 16.533 Besucher

OMR16 (image by Steve Martin)

Vergangene Woche fand das Online Marketing Rockstars-Festival in Hamburg statt. Dort traf sich die internationale Marketing- und Medien-Branche, um die neuesten Entwicklungen zu diskutieren, Produkte zu präsentieren und natürlich auch zu feiern. Mit den Messehallen als diesjährige Location war es ein ganzes Stück größer als im letzten Jahr. Dabei waren neben Big Playern wie Facebook, Google, Bild und Zalando auch zahlreiche kleinere Unternehmen vor Ort, um sich alle mit Themen in und um Online-Marketing auseinanderzusetzen.

Online Marketing Rockstars-Expo am Donnerstag

Das Festival bestand aus der Expo am Donnerstag und der großen OMR-Konferenz am Freitag. Am ersten Tag standen Panels und Vorträge auf der Expo Stage, Touren über das Messegelände und verschiedene Masterclasses auf dem Programm. Zu letzteren konnte man sich im Vorfeld individuell anmelden. Alle Angebote informierten rund um das Thema des Tages, darunter aktuelle Marketing-Strategien und der Umgang mit dem digitalen Wandel, alles mit einem Blick in die Zukunft.

In den Live Panels diskutierten mehrere Vertreter anwesender Unternehmen über unterschiedlichste Themen. So auch Norman Nielsen von Zalando, Sarah Seifermann von CosmoDirekt und Marcell Kollmar von Otto bei ihrem Panel zum Umgang mit SEO und seiner Bedeutung für heutige Unternehmen. Andere Themen der Panels waren zudem Zielgruppenidentifizierung, Quality Content und Advertising.

OMR16-SEO-Panel (Image by Steve Martin)

Die Masterclasses beleuchteten einzelne Themen genauer und durch das begrenzte Publikum in einer persönlicheren Atmosphäre. Auch hier setzten sich die Veranstalter mit dem Thema SEO und zusätzlich auch Content-Marketing, Social Commerce, Apps und Social Media auseinander.

Neben dem Programm und den Informationsständen sorgten kleinere Mitmach-Aktionen und Gewinnspiele in der Halle für ausreichend Infotainment. Zur Stärkung konnte man sich gleich hinter dem Eingang in die Hallen an Essens- und Getränkeständen verpflegen. Mit ein bisschen Glück, ergatterte man in den verschiedenen Lounges einen Platz, die zum Networken oder einem Kaffee einluden. In den Pausen konnte man außerdem den ehemaligen Skateboarding-Meister Richie Löffler und seinem Team bei ihren Skate-Stunts zusehen. Abends traten dann auf der Expo-Bühne Künstler und DJs, darunter Olli Schulz und Pohlmann, auf.

Insgesamt bot der erste Festivaltag viele Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch mit den anwesenden Unternehmern. So konnten vor allem Rat- und Orientierungssuchende Antworten finden.

Rockstars-Konferenz am Freitag

Bei der OMR-Konferenz am Freitag durften sich die Speaker dann auf der ganz großen Bühne präsentieren, welche bei vielen Besuchern für Staunen gesorgt haben dürfte. Den Anfang machte Scott Galloway, Gründer und Chef der Beratungsfirma L2. Darauf folgte die Gründerin von My Little Paris Fany Péchidat, die mit ihrem authentischen Auftritt gut beim Publikum ankam. Im Anschluss stand Christian Schmalzl von Ströer auf der Bühne und sprach über den globalen Wettbewerb um die besten Werbestrategien. Für große Begeisterung in der Halle sorgte später dann der laute Bonin Bough vom Lebensmittelhersteller Mondelez, was nicht zuletzt an einer Reihe interessanter Fakten und seiner Bühnenpräsenz lag. Anschließend stand der Chefredakteur von Bild.de Julian Reichelt auf der Bühne, der sich wohl der meisten Skepsis vom Publikum aussetzen musste.

OMR-Freitag (Image by Steve Martin)

Als Überraschungsgast begeisterte in der Pause schließlich Jan Delay das Publikum und performte auf der OMR-Bühne neben einigen Klassikern auch zusammen mit Udo Lindenberg.

 

Nach den Speakern Tim Leberecht von The Business Romantics und Stefan Ropers von Adobe, folgten vom Veranstalter, wie jedes Jahr, Vorstellungen von besonders erfolgsversprechende Startups. Aus den “3 companies to watch” wurden dieses Jahr allerdings ausnahmsweise gleich sieben. Den Abschluss auf der großen Bühne machte Skateboarder und Unternehmer Tony Hawk, der über unternehmerische Rückschläge und seine Marke Birdhouse sprach.

Hilights vom Event

Infotainment aus dem Hintergrund gab es während der gesamten Konferenz dank Live-Ticker vom 11Freunde-Team, das mit Ironie und Witz Updates und Kommentare zur Veranstaltung postete. Den krönenden Abschluss des Abends gab es dann ab 18 Uhr bei der Aftershow-Party in der Großen Freiheit 36. Auf der Bühne standen hier neben Jan Delay noch Oli Petszokat, Captain Jack, Die Boys von Deichkind, Frau Diavolo, Das Bo und Chefboss.


Teaser & Image by Steve Martin


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Online Marketing Rockstars-Festival + Gewinnspiel

Logo OMR (Image by Online Marketing Rockstars)

Es ist bereits das sechste Online Marketing Rockstars-Festival in Hamburg und dieses Mal öffnen die Messehallen dafür ihre Tore. Zusätzlich könnt Ihr bei uns noch 2×1 Ticket für die Konferenz gewinnen! Es wird auf jeden Fall turbulent und ganz bestimmt nicht langweilig, denn das OMR-Festival hat mal wieder einiges zu bieten. Neben der Expo, der Konferenz und einer atemberaubenden Aftershow-Party, gibt es auch noch zahlreiche weitere Neben-Events. In diesem Jahr wird Bescheidenheit klein geschrieben, denn es werden bis zu 10.000 Besucher erwartet.

Rockstars Expo – ein guter Start

Am 25.02.2016 findet die Expo statt. Schon hier gibt es einiges auf die Augen. 120 Aussteller aus dem Bereich Adtech und digitales Marketing werden hier vertreten sein. Und dabei handelt es sich um keine geringeren Firmen als Adobe, Facebook, Zalando, Ströer, Axel Springer oder auch Google. Leute aus dem Bereich Online Marketing, sollten sich das also nicht entgehen lassen.

Konferenz Screeshot by OMR

 Außerdem hat die Expo auch 23 Masterclasses von Branchen-Experten zu bieten und auch die Expo Stage mit interessanten Gästen wie Micky Beisenherz und Paul Ripke. Es ist also für alle etwas dabei – auch wenn man sich nur auf den aktuellen Stand bringen oder sich einfach nur vernetzen möchte. Und wo geht das besser, als bei einem lockeren Snack in der Food-Area oder vielleicht doch lieber auf der angesagten Expo-Party?

Rockstars Konferenz – hier geht es zur Sache

Auch die Konferenz am nächsten Tag, also am 26.02.2016, hält einiges bereit. Top-Macher aus der Online Marketing Branche sprechen über ihre Unternehmensstrategien und stellen euch ihre “Best Practices” vor. Doch wer wird als Speaker anwesend sein? Hierbei handelt es sich unter anderem um US-Vordenker Scott Galloway, Ströer Vorstand Christian Schmalzl, Content-Marketing Weltmarktführer Yaron Galai, Skatelegende Tony Hawk oder die französische Marketing-Unternehmerin Fanny Péchiodat.

Teaserbild Screenshot bei OMR

 Wie jedes Jahr gibt es auch wieder die “3 companys to watch”. Hierbei werden drei zukunftsweisende Startups vorgestellt. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann sich trotzdem freuen, denn schon im letzten Jahr konnte man zwischendurch auf Acts wie Deichkind, Jan Delay oder Fettes Brot treffen. Man darf also gespannt sein, mit welchen Acts wir dieses Mal überrascht werden.

Deichkind Screenshot by OMR

Und wer auf diese beiden ereignisreichen Tage noch einen krönenden Abschluss drauf setzen möchte, der macht sich auf zur Großen Freiheit 36, denn hier startet um 21 Uhr die legendäre Aftershow-Party mit toller Musik, leckeren Getränken und nicht zu vergessen – einer Menge Spaß!

Wer sich also ein Bild von den vielen populären Ausstellern machen oder auch einfach nur als Gast ein paar spannende und vor allem unvergessliche Einblicke erhaschen möchte, der sollte sich diese beiden Tage dick im Kalender anstreichen!

+++Gewinnspiel+++

Bei uns könnt ihr 2×1 Ticket für die Online Marketing Rockstars-Konferenz in Hamburg gewinnen. So einfach geht’s: Schickt uns eine Mail an gewinn@netzpiloten.de mit dem Betreff “Ich will unbedingt zur OMR-Konferenz“. Packt in den Text noch eure Kontaktdaten rein und schickt uns alles bis spätestens 12.02 – 15 Uhr. Die Gewinner werden noch am selben Tag von uns informiert. Viel Glück!


Teaser & Images by Online Marketing Rockstars


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Gewinnspiel: Pop-Kultur Festival in Berlin

PopKultur Logo 200x200 Image: PopKultur

Am 26. bis 28. August 2015 eröffnet das Pop-Kultur Festival in Berlin seine Tore. Drei Tage lang finden auf allen Bühnen des Berliner Kult-Clubs Berghain, Konzerte, Gesprächsrunden und Lesungen statt. // von Redaktion

Pop-Kultur Logo 650x288 Image: PopKultur

Pop-Kultur ist weit mehr als ein Raum für Konzerte und DJ-Sets, es ist auch ein Ort für Wissensvermittlung und Kontroversen. So trägt beispielsweise der Musiker Bernard Sumner aus seiner Autobiografie vor, und die Sänger Gillian Gilbert und Stephen Morris von New Order treffen in einer Talkrunde in der eindrucksvollen Schlackehalle auf Mute Labelgründer Daniel Miller und den Musiker und Komponisten Owen Pallett.

In diesem Jahr wird Pop-Kultur zum ersten Mal vom Musicboard Berlin unter der Leitung von Katja Lucker organisiert. Die Kuratoren sind Martin Hossbach und Christian Morin.

Musikalisch wird einem bei Pop-Kultur wie gewohnt einiges geboten. So wird beispielsweise der Berliner Produzent Pantha du Prince sein neues Projekt The Triad vorstellen und zudem auch das erste Mal als Sänger auftreten. Die schwedische Hip-Hop-Künstlerin Nehneh Cherry bespielt mit ihrer Band RocketNumberNine in aufwändiger Weise die Halle am Berghain, während die britische Schauspielerin, Songwriterin und Sängerin Ebony Bones erstmals ihr neues Album offenbart.

Pop-Kultur Nachwuchs«: 26. + 27. August

Die Auswahl der Talente des eigenständigen Pop-Kultur Nachwuchs Programms ist gefallen. Aus knapp 400 internationalen Bewerberinnen und Bewerbern aus 23 Ländern wurden nun von einer Fachjury 150 Talente ausgewählt. Die Teilnehmer stellen sich hier vor und können schon jetzt miteinander in Kontakt treten.

Zudem stellt das Pop-Kultur Nachwuchs Team die interessantesten Beiträge aus der neuen Community für alle Interessierten öffentlich auf der Startseite vor. Am 26. und 27. August heißt dann Pop-Kultur Nachwuchs die 150 jungen Talente aller Disziplinen in den Werkstätten des Bühnenservice der Stiftung Oper in Berlin willkommen.

Ausgewählt wurden 27 Kulturjournalisten, 80 Musiker, DJs und Produzenten und 43 Promoter, Club- und Festivalmacher. In direkter Nachbarschaft zum öffentlichen Pop-Kultur Festivalschauplatz Berghain werden hier die jungen Hoffnungsträger und Macher von morgen mit Künstlern und Entscheidungsträgern in Kontakt gebracht.

+++Gewinnspiel+++

Bei uns könnt Ihr 1×2 Tickets zum Urheberrecht-Talk mit Alec Empire, Dieter Gorny, Anne Haffmans + Gast: Heiko Maas, gewinnen und an einem spannenden Austausch, zwischen drei sehr unterschiedlichen Experten teilnehmen. Des Weiteren könnt ihr 1×2 Tickets für die Spex Session gewinnen. Das Magazin Spex wird für diesen Talk einen selbstkritischen Blick auf die Gerechtigkeit im Pop-Betrieb werfen und ein Problem thematisieren, das älter ist, als das Magazin selbst: die noch immer ausstehende, angemessene Repräsentation weiblicher Musikerinnern und Journalistinnen auf Festivals, in Labelkatalogen und den Musikmedien. Teilnahmeschluss ist der 19.08.15 um 15:00 Uhr. Schreibt uns einfach eine Mail mit dem Betreff: „Talk + Session“ an gewinn@netzpiloten.de.


Teaser & Image by Pop-Kultur Berlin


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Zwischen Europa und Asien: die Slush

Slush, die Startup-Konferenz in Finnland (Bild: Slush)

Die Slush hat 13.000 nach Helsinki eingeladen, um den aktuellen Stand der Startups zu diskutieren. Hier ist ein erster Eindruck der Konferenz, Corporates, Startups und Investoren. // von Felicitas Hackmann

Slush, die Startup-Konferenz in Finnland (Bild: Slush)

Neben der Sime in Stockholm zieht auch die Slush in Helsinki seit Jahren tausende Besucher in den Norden. Hier treffen sich Startups, Industriegrößen und Investoren aus den Skandinavischen und zum Teil auch asiatischen Hochburgen, um sich auf dem Laufenden zu halten. Die Slush verbindet den Norden mit Asien – eine Beziehung, für die Finnland bekannt ist. So hat sich die Konferenz, die 2011 mit 300 Leuten startete, den Ruf zu dem Startup-Event für Eurasia gesichert.

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One Spark: Ideen können Realität werden

Crowdfunding-Festival One Spark in Berlin (Bild: Tobias Schwarz-Netzpiloten, CC BY 4.0)

Das internationale Crowdfunding-Festival One Spark fand am Samstag in Berlin statt und zeigte das enorme Potenzial der Schwarmfinanzierung auf. // von Tobias Schwarz

Crowdfunding-Festival One Spark in Berlin (Bild: Tobias Schwarz-Netzpiloten, CC BY 4.0)

Am Samstag waren 5000 Menschen bei „One Spark START: Berlin“, dem ersten Crowdfunding-Festival das außerhalb der USA stattfand, in und um die Berliner PLATOON KUNSTHALLE mit dabei. 50 kreative Köpfe aus ganz Deutschland, Polen, Schweden, Chile, Italien, Israel und den USA haben sich und ihre Ideen einem bunt-gemixtem Publikum aus Interessierten, Investoren und Neugierigen präsentiert. Wir waren vor Ort dabei.

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One Spark: Klaus Breyer über Innovation im Crowdfunding

Welche Rolle spielt Innovation beim Crowdfunding? Darüber sprachen wir mit One Spark-Juror Klaus Breyer. // von Jakob Steinschaden

Klaus Breyer

Am 13. September findet in der Berliner Platoon-Kunsthalle das internationale Crowdfunding-Festival One Spark statt. Die Netzpiloten sind als Medienpartner live vor Ort dabei und berichten, aber bis dahin sprechen wir mit den Experten auf dem Event, welche Rolle Crowdfunding in ihrem Bereich spielt. Klaus Breyer ist Gründer und CEO der Berliner Social-Media-Agentur Buddybrand. Er wird am One Spark Crowdfunding Festival als Juror in der Kategorie „Innovation“ über eingereichte Projekte sein Urteil fällen. Im Interview spricht er über das wichtigste Crowdfunding-Projekt Deutschlands, den Innovationsdruck auf die Banken und seine eigenen Investments.

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3. Tech Open Air am 16. und 17. Juli in Berlin

Am 16. und 17 Juli bietet das Berliner Tech Open Air wieder eine interdisziplinäre Plattform zum Wandel durch Technologie. Mitte Juli geht das Tech Open Air (TOA) in die dritte Runde und wird zum Treffpunkt für die Kreativ- und Technologiewirtschaft. Die rund 2500 Besucher erwartet wieder einiges: 150 internationalen Speakern, Partnern und Acts aus Technologie, Musik, Kunst und Wissenschaft und 75 sogenannten „Satelliten-Events“ die überall in Berlin verteilt sind.

Wer diesjährige Partner MINI veranstaltet anlässlich des Festival-Themas „Hardware“ einen Hardware Pitch Contest – als Hauptpreis zu gewinnen: einen Workshop mit Designern und Ingenieuren von MINI im Berliner Betahaus. Renommierte Redner bieten inspirierende Einblicke in die Tech-Welt – einige Beispiele: Tobias Bauckhage (CEO und Co-founder von Moviepilot), Danae Ringelmann (von weltweit größter Crowdfunding-Plattform Indiegogo) oder Prinz Fahad al Saud (einer der ersten Angestellten von Facebook und Berater der Regierung Saudi Arabiens). Darüber hinaus können Besucher auch an interaktiven Workshops teilnehmen oder Live-Acts und Installationen aus Technologie, Musik, Kunst und Wissenschaft entdecken. Mit dabei sind unter anderem große Konzerne wie Axel Springer, wissenschaftliche Institutionen wie die Humboldt Universität sowie Unternehmen aus der StartUp-Szene wie SoundCloud oder WebMagazin.

Wie bereits im letzten Jahr werden wir auch dieses Jahr wieder auf dem Tech Open Air vertreten sein und von der Veranstaltung berichten.

 

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#mehrwissen: Die Wissenschaft des Heavy Metal (Teil II)

400m Gallows circle-pit (adapted) (Image by Pete [CC BY 2.0] via Flickr)

Im zweiten Teil des Artikels über die Wissenschaft des Heavy Metals geht es um Mosh Pits, Circle Pits und die Signale, die Festivalbesucher aussenden. Die Musikrichtung Heavy Metal wird immer mehr zum vielfältigen Forschungsgebiet für die Wissenschaft, die dabei interessante Erkenntnisse sammelt. Forscher befassen sich nämlich nicht nur – wie in Teil I beschrieben – mit physiologischen Aspekten wie der Stimme von Metal-Sängern auf der Bühne und dem Blutdruck der einzelnen Zuhörer, sondern, auf einer anderen Größenordnung, auch mit dem kollektiven Verhalten der Fans vor der und um die Bühne.

Konzertbesucher verhalten sich wie Partikel in Gasen

Wer schon mal auf einem Metal-Konzert war, weiß: Man muss sich entscheiden. Will man vorne mit in der Masse toben, oder macht man es sich weiter außen bequem, wippt mit dem Fuß und freut sich, dass das Bier im Becher bleibt.

Das Verhalten einer Menschenmasse hängt vom sozialen Kontext ab. Und Metal-Konzerte bieten ein hervorragendes Testfeld für ein „extremes soziales Aufeinandertreffen großer Menschengruppen“, wie Physiker von der Cornell University in Ithaca, New York in einer Studie schreiben.

Auf Metal-Konzerten kommt es vor der Bühne häufig zur Bildung sogenannter Mosh Pits. In diesen Menschentrauben geht es wild und ausgelassen zu, während ein Kessel aus zurückhaltenderen Konzertbesuchern sie umgibt. „Die Stimmung wird durch die laute, schnelle Musik (130 dB, 350 bpm) in Kombination mit hellem Blitzlicht und dem weitverbreiteten Gebrauch von Rauschmitteln beeinflusst und mündet häufig in Verletzungen“, schreiben die Autoren der Studie. Auch bilden sich sogenannte Circle Pits aus, Wirbel von bis zu hunderten Menschen, die alle in derselben Richtung im Kreis laufen und tanzen.

 

Die Forscher von der Cornell University analysierten eine Reihe von YouTube-Videos mit einer Methode namens „Particle image velocimetry“, die gewöhnlich dazu dient, anhand einzelner Partikel die Geschwindigkeit und Richtung von Strömungen zu bestimmen. Sie stellten fest, dass die Bewegungen der Mosher dem Verhalten von Partikeln in Gasen ähnelten. Deshalb verwendeten sie physikalische Modelle aus der Gas-Theorie, um genauer zu verstehen, wie die Phänomene Mosh und Circle Pit entstehen.

In ihren Simulationen stellten sie fest, dass die Modelle der Realität am nächsten kamen, wenn die Forscher die Mosher mittels zweier Klassen einfacher, weicher Partikel beschrieben. Die „aktive“ Klasse unter den Moshern bewegte sich eigenständig fort, konnte Schwarmverhalten zeigen und war zufälligen Schwankungen in den von außen auf sie wirkenden Kräften unterworfen – wie die wilden Horden im Zentrum des Mosh Pit. Die „passive“ Klasse erfuhr weder Schwarmverhalten noch äußere Kräfte – wie der Konzertbesucher, der am Rand mit dem Fuß wippt, während er aus seinem Bierbecher schlürft.

Es bildete sich in den Modellen der Forscher nach kurzer Zeit tatsächlich eine Art Mosh Pit aus, eine dichte Ansammlung sich ungeordnet bewegender aktiver Partikel, die von einer Menge passiver Partikel umgeben war. Vergrößerten die Forscher den Einfluss des Schwarmverhaltens auf die aktiven Partikel, so bildete sich ein hoch-geordneter, wirbelartiger Zustand aus, sehr ähnlich einem Circle Pit. Die Forscher erhoffen sich aus ihren Modellen weitere Erkenntnisse zur Planung von Großveranstaltungen und der Vermeidung von Massenpaniken.

Wie bewegen sich Menschenmassen auf einem Musikfestival?

Auch zwischen den Bühnen von Großveranstaltungen wie Musikfestivals entstehen für Forscher interessante Menschenströme mit unerwartetem Verhalten aus. Ein Team von Wissenschaftlern aus Dänemark untersuchte die Bewegungsmuster von Besuchern des Roskilde-Festivals, mit mehr als 130.000 Besuchern eines der größten Musikfestivals der Welt.

Ihre 33 Bluetooth-Scanner verteilten die Forscher auf dem Areal strategisch sinnvoll zwischen den sechs Bühnen und diversen Fress-, Bier und Merchandiseständen sowie WCs. Sie erfassten in den acht Tagen des Festivals mehr als eine Million Datenpunkte von 8.500 verschiedenen Geräten.

Die Analyse der Daten fand auf zwei Ebenen statt. Erstens interessierten die Forscher sich auf der Mikroebene für Menschen, deren Smartphones häufiger innerhalb von zehn Minuten an derselben Messstation detektiert wurden. Sie fanden heraus, dass sich diese oft gleichzeitig anwesenden Smartphones in zwei Kategorien unterscheiden ließen. Die eine bestand aus kleinen Grüppchen von zwei bis drei Leuten, vermutlich Freunde, die gemeinsam auf dem Festival waren. Die andere besaß eine sternförmige Struktur, in der sich viele Teilnehmer um einen Fixpunkt ansiedelten. Dieser Fixpunkt ließe sich vermutlich als Verkäufer an Bier-, Essens- oder Souvenirständen identifizieren, mutmaßten die Forscher.

Zweitens betrachteten die Forscher Wanderbewegungen der Besucher zwischen den Bühnen und setzen diese in Zusammenhang mit Musikstil und Herkunft der Bands. Es zeigte sich, dass viele Besucher eher dazu tendierten vor ein und derselbe Bühnen zu bleiben, unabhängig davon, ob dort nun Metal, Hip Hop oder elektronische Musik dargeboten wurde. Bei jenen aber, die häufig von Bühne zu Bühne umzogen, war das Herkunftsland entscheidender für die Wanderung als das Musikgenre der Band, was die Forscher überraschte.

Solche Informationen könnten Veranstaltern bei der Planung der Abläufe und Auftrittsorte von Bands auf Musikfestivals helfen. Es gibt auch Ideen für weiterführende Anwendungen wie „Audience Feedback“ mit interessanten sozialen Interaktionen. Wie wäre es beispielsweise, wenn eine App Festival-Besucher zusammenführte, die häufig den gleichen Bands lauschten? Den kürzesten Weg zum Zeltplatz zu finden – vielleicht mit Unterstützung einer Taschenlampen-Funktion mittels dieser App – wäre technisch gesehen dann nur noch Formsache.


Image (adapted) „400m Gallows circle-pit“ by Pete (CC BY 2.0)


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Advertorial: Sommer-Festivals in England

Seit den Beatles nennt sich England gerne die Heimat der Popmusik. Man muss fairer Weise auch sagen, dass Popmusik nach wie vor eines der wichtigsten Export-Produkte Englands ist. Viele Bands, die auf deutschen und anderen europäischen Festivals spielen, kommen aus Großbritannien. Außerdem ist man hier verrückt nach Festivals und zieht scharenweise jedes Jahr mit lustigen Kostümen, bunten Zelten und manchmal sogar der ganzen Familien auf in die Felder von Glastonbury, Reading oder auf die Isle of Wight. Das muss man mal gesehen haben, schon alleine unter dem Aspekt Kulturstudien.

Der Klassiker aller Festivals: Glastonbury

Ist natürlich schon längst ausverkauft und auch leider schon vorbei. Weil das Kult-Festival, das als Konzert auf einer Wiese des Bauern Michael Eavis angefangen hat, aber inzwischen das beliebteste und sehenswerteste des Landes ist, soll es nur aus Vollständigkeitsgründen erwähnt werden. Und vielleicht klappt es ja nächstes Jahr. Unzählige Bühnen, ein überdimensionaler Zeltplatz und ein ganzes Dorf, das sich dem… äh Merchandising absolut überlebenswichtiger Artikel (Wasserspritzpistolen, Band-T-Shirts, Armbänder, heiße Würstchen, Bier) widmet. Und 2006 sogar ein eigener Kinofilm! Wer, wann, wo und wie viel? 23.-27- Juni, Glastonbury, ca. € 200 Weiterlesen »

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