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@ Native Advertising Konferenz

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Es geht in die dritte Runde! Die Native Advertising Konferenz öffnet am 19.04. bereits zum dritten Mal seine Pforten. Die Konferenz lädt Fachleute, Interessierte, Brancheninsider und Neueinsteiger herzlich ein. Informiert euch über die aktuellen Trends des Native Advertising, deren Entwicklungen und Perspektiven. Tauscht euch über eure Erfahrungen aus und erlebt einen ganzen Tag voller spannender Themen rund um Native Ads im Kino Cinenova im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Hier werden Speaker die Kinoleinwände nutzen, um allen Teilnehmern ihre Vorträge zu präsentieren. Alles, was die Teilnehmer dafür tun müssen, ist, sich in den gemütlichen Kinosesseln zurückzulehnen und die Native Advertising Konferenz genießen.

Spannende Vorträge erwarten euch

Lernt an diesem Tag alles Wissenswerte über aktuelle Studien, Trends, Strategien und innovativer Platzierung von Content in Form von spannenden Vorträgen in den Kinosälen und den Podiumsdiskussionen. Euch erwarten Vorträge wie unter anderem:

  • Evolution! Transformation! Revolution? Über den Wandel im Bereich der Premium-Vermarktung
  • Kongruent oder Komplementär? Eine Studie zum emotionalen und inhaltlichen Fit
  • Podiumsdiskussion: Verlage oder Agenturen – Wer macht die besten Inhalte für Native Advertising?
  • Für Native Advertising texten wie ein „richtiger Texter“
  • Podiumsdiskussion: Native Advertising der Zukunft

Lasst euch von namhaften Speakern wie beispielsweise Kim Robertz vom Ebner Verlag, Nina Kennedy von VICE Media oder Matthias Wesselmann von fischerAppelt interessante Einblicke und Cases in ihren Bereichen geben. Euch erwarten die unterschiedlichsten Eindrücke aus zahlreichen Unternehmen. Zudem liefern Fallbeispiele, Anleitungen, Erfolgsgeschichten, Neuigkeiten und Analysen viel Inspiration. Ein umfangreiches Programm bietet für jeden die Möglichkeit das Beste mit in sein Unternehmen zu nehmen, um dies direkt in den Projekten und Kampagnen zu integrieren.

Schnell zugreifen

Wer Native Advertising aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und ein Teil dieser informativen Konferenz sein möchte, der sollte sich hier unbedingt Tickets sichern. Ihr habt die Möglichkeit noch ein Early Bird-Ticket abzugreifen. Schnell sein lohnt sich, denn in diesem Jahr ist die Teilnehmeranzahl auf 250 Personen begrenzt. Also, ran an die Tickets!

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • NETZSICHERHEIT heise: Websummit: Entsetzen in der Tech-Szene nach Trumps Sieg: Ein Tag später und man mag das Wahlergebnis des gestrigen Tages immer noch nicht so recht fassen. Auf dem Websummit in Lissabon diskutierte die US-Internet-Elite jetzt über Trump und dessen Bedeutung für Freiheit und Sicherheit im Netz. Schon bei einem Fall zwischen Apple und dem FBI, bei der das iPhone des San Bernadino-Attentäters hätte entsperrt werden soll, weigerte sich das Tech-Unternehmen, was von Trump heftig kritisiert wurde. Ebenfalls diskutiert wurde die Rolle der sozialen Medien bei Trumps Sieg. Schauspielerin Shaileene Woodley („Snowden“) brachte es auf den Punkt: „Egal ob gute Presse oder schlechte Presse, Trump war immer in den Medien, und das war sein größter Vorteil.“

  • INTERNET Zeit: Regierung will Übertragungsqualität verbessern: Die Bundesregierung will jetzt auf mehr Sicherheit, Verfügbarkeit und die Verringerung der Latenzzeiten setzen. Beim sechsten Treffen der Netzallianz Digitales Deutschland wurde vor allem der Ausbau hin zu besserer Übertragungsqualität, neben dem Hauptziel die Übertragunsgeschwindigkeit. Langzeit-Ziel sei ein Anstreben der sogenannten Gigabit-Gesellschaft, eine nahtlos vernetzte Gesellschaft mit einer flexiblen und energieeffizienten Vernetzung. Das Ziel für das Erreichen dieser Infrastruktur ist für Ende 2025 angesetzt.

  • APPS stern: Apple hat ein Problem mit Hunderten Fake-Apps aus China: Imitation ist die höchste Form der Bewunderung oder nicht? Bei einer routinierten Marktbeobachtung des Apple App Stores sind einem Unternehmen unzählige App-Klone bekannter Marken oder Online-Shops aufgefallen. Ziele solcher Fake-Apps sind klassische Kundendaten wie Social Media Zugänge oder Kreditkarteninformationen. Laut Angaben wurden die hauptsächlich aus China stammenden Anwendungen zum Großteil aus dem App-Store entfernt. Ob der App-Store jetzt unsicherer wird bleibt fraglich, derartige Fakes werden beliebte Marken und Hypes wie Pokemon Go wohl immer ausnutzen.

  • SMARTPHONES faz: Neues Zeitalter: Die einhändige Gesellschaft: Stehen wir etwa vor einer neuen Etappe der menschlichen Evolution? Forscher des Medical Research Center der University of Oklahoma haben in einer Studie mit über 1000 Probanden herausgefunden, dass sich der linke Daumen in Rekordgeschwindigkeit von etwa einem Millimeter pro Jahr vergrößert. Kultur- und Sozialwissenschaftler unterstützen diese These mit ihrer Prognose einer zukünftigen einhändigen Gesellschaft. Grund dafür sei die vermehrte Nutzung der zudem immer größer werdenden Smartphones. Ob Auto oder Fahrrad fahren, Multitasking ist das Stichwort und das Smartphone schon fast bei jeder Aufgabe gezückt. Ob diese „neue evolutionäre Etappe“ wirklich eintritt bleibt wohl abzuwarten.

  • GELD diepresse: Indien: Alle großen Geldscheine sind plötzlich wertlos: Der Halbkontinent ist jetzt einen Schritt näher an deer bargeldlosen Gesellschaft. In der Nacht der US-Wahl brachte eine Nachricht der indischen Regierung die Bevölkerung erneut zum Beben. In einer Fernsehansprache verkündete Premierminister Narenda Modi die Entwertung der 500 und 1000 Rupienscheine. Mit letzterem verschwindet damit die beliebteste indische Zahlungswährung. Die Bargeldreform löste einen definitiven Wirtschaftswirbel aus und soll eine Maßnahme gegen die in Indien weit verbreitete Schattenwirtschaft sein.

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Wie kooperatives Verhalten künstliche Intelligenz menschlicher machen könnte

binary (Image by geralt [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Kooperation ist eines der Markenzeichen des Menschseins. Wir sind, im Vergleich mit anderen Spezies, extrem sozial. Regelmäßig helfen wir anderen bei kleinen, aber wichtigen Dingen – ob wir nun jemanden beim Autofahren die Vorfahrt lassen oder Trinkgeld geben, wenn die Bedienung gut war.

Wir machen das ohne eine Garantie, etwas zurück zu bekommen. Spenden werden mit nur kleinen persönlichen Kosten, aber haben einen großen Nutzen für den Empfänger getätigt. Die Form der Kooperation, oder Spenden an Andere, wird indirekte Reziprozität genannt und hilft der menschlichen Gesellschaft zu gedeihen.

Gruppenbasiertes Verhalten beim Menschen hatte sich ursprünglich entwickelt, um der Bedrohung durch größere Raubtiere zu begegnen. Dies führte zu unserem hochentwickelten Gehirn mit sozialen Fähigkeiten, das überproportional größer ist als das anderer Spezies. Die Hypothese des sozialen Gehirns fängt diese Idee auf. Es wird davon ausgegangen, dass das große menschliche Hirn eine Folge der menschlichen Evolution innerhalb komplexer sozialer Gefüge ist, in denen Kooperation eine markante Komponente darstellt.

Indirekte Reziprozität ist wichtig, weil wir sehen, dass es eine Spendenbereitschaft in der Gesellschaft gibt – trotz des bestehenden Risikos von Trittbrettfahrern. Das sind die, die mit offenen Armen nehmen, aber nicht geben. Diese Vorstellung stellt ein komplexes interdisziplinäres Rätsel dar: Was sind die Bedingungen in der Natur, die Spenden über Trittbrettfahrerei begünstigen?

Ökonomen, Biologen, Mathematiker, Soziologen, Psychologen und andere haben alle dazu beigetragen, das Spendenverhalten zu untersuchen. Dazu zu forschen, ist dennoch eine Herausforderung, da es bedeutet, die Evolution zu beobachten. Hierbei kann Informatik einen wichtigen Anteil leisten.

Indem wir Software benutzen, können vereinfachte Gefüge von Menschen simuliert werden, in denen die Individuen sich dazu entscheiden einander zu helfen mit jeweils verschiedenen Spendenstrategien. Das gibt uns die Möglichkeit, die Evolution des Spenderverhaltens zu erforschen, indem wir nachfolgende Generationen dieser vereinfachten Gruppe kreieren. Evolution kann so beobachtbar werden, indem den erfolgreicheren Spendenstrategien eine größere Wahrscheinlichkeit zum Überleben in der nächsten Generation der Gruppe gegeben wird.

In der heutigen Zeit wird Kooperation immer wichtiger für Ingenieure und die Technologie. Viele intelligente und autonome Geräte, wie beispielsweise fahrerlose Autos, Drohnen und Smartphones treten in Erscheinung – und während diese „Roboter“ immer ausgefeilter werden, müssen wir uns mit kooperativer Entscheidungsfindung beschäftigen, für den Fall, dass diese in Kontakt mit anderen Geräten oder Menschen kommen.

Wie sollten diese Geräte sich entscheiden, einander zu helfen? Wie kann Ausnutzung durch Trittbrettfahrer verhindert werden? Durch die Überschreitung der Grenzen traditioneller akademischer Disziplinen können unsere Forschungsergebnisse hilfreiche neue Einblicke für aufstrebende Technologien bereitstellen. Das kann die Entwicklung von Intelligenz ermöglichen, die wiederum der autonomen Technologie bei der Frage, wie großzügig man in allen möglichen Situationen sein sollte, helfen kann.

Evolution modellieren

Um zu verstehen, wie sich Kooperation in sozialen Gruppen entwickeln kann, haben wir hunderttausende computersimulierte „Spendenspiele“ zwischen zufällig ausgewählten Paarspielern durchgeführt. Der erste Spieler in jedem Paar trifft die Entscheidung, ob dem anderen Spieler etwas gespendet wird – basierend auf der Einschätzung des jeweiligen Ansehens. Wenn der Spieler sich entschied, zu spenden, entstanden ihm Unkosten und der Empfänger erhielt eine Leistung. Das Ansehen jedes Spielers wurde dann, je nachdem, wie sie sich entschieden hatten, neu kalkuliert und ein weiteres Spiel wurde eingeleitet. Dies ermöglicht es uns, zu beobachten, welche sozialen Vergleichsentscheidungen mehr Erfolg ergeben.

Der soziale Vergleich ist ein weiterer Grundpfeiler menschlichen Verhaltens, den wir versucht haben, mit einzubeziehen. Durch die Entwicklung in Gruppen wurden wir routinierter darin, uns mit anderen zu vergleichen – und das ist erheblich wichtig, um sachkundige Spendenentscheidungen zu treffen. Das ist eine beträchtliche kognitive Herausforderung, wenn Gruppen groß sind, also könnte Andere dabei geholfen haben, die Evolution unserer größeren menschlichen Gehirne zu fördern.

Das spezifische Spendenverhalten, das wir in unserer Forschung genutzt haben, basierte darauf, dass Spieler Eigenvergleiche zum Ansehen machen. Das führt zu einer kleinen Anzahl an möglichen Resultaten. In Relation zu mir könnte beispielsweise das Ansehen meines Gegenübers entweder als ungefähr gleich eingeschätzt werden, alternativ auch als höher oder niedriger. Die Hauptdenkleistung ist also, das Ansehen von jemanden auf eine aussagekräftige Weise einzuschätzen.

Unsere Ergebnisse zeigten, dass die Evolution die Spendenstrategie bevorzugt, bei denen gegeben wird, die wenigstens so viel Ansehen genießen wie man selbst. Wir nennen dies „angestrebte Homophilie“. Dies bindet zwei Hauptelemente ein. Erstens: großzügig sein unterstützt ein hohes Ansehen; Zweitens: nicht an Spieler zu spenden, die ein niedrigeres Ansehen als man selbst hat, verhindert Trittbrettfahrer.

Es ist wichtig zu beachten, dass unsere Resultate aus einem vereinfachten Modell  stammen: Die Spendenentscheidungen beinhalteten keine Ausnahmen, die vielleicht im wahren Leben auftreten können. So wird angenommen, dass wirtschaftliche Ressourcen das Verhalten lenken können, mehr also emotionale oder kulturelle Faktoren. Nichtsdestoweniger erlauben uns solche Vereinfachung, nützliche Klarheit zu erlangen.

Am wichtigsten ist, dass die Theorie des sozialen Gehirns durch unsere Forschungsergebnisse unterstützt wird: das große Menschengehirn ist eine Folge der menschlichen Entwicklung in sozialen Gefügen in denen Kooperation eine ausgeprägte Komponente ist. Dies durch EDV zu verstehen, öffnet neue Gedankengänge zur Entwicklung von ausgefeilter sozialer Intelligenz für autonome Systeme.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Binary“ by Geralt (CC0 Public Domain)


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Survival of the Funniest: Die evolutionären Anfänge des Lachens

Summer Laughter (adapted) (Image by BMiz [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Lachen spielt in jeder Kultur eine wesentliche Rolle. Allerdings ist nicht bekannt, warum man überhaupt lacht. Während es natürlich ein soziales Phänomen ist – Menschen lachen bis zu 30 Mal mehr in der Gruppe als allein – bleibt die Funktion des Lachens als eine Form der Kommunikation nach wie vor rätselhaft. Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht wurde und eine große Gruppe von Forschern unter der Führung Gregory Bryants von der UCLA miteinbezog, behauptet, dass Lachen Zuhörern den Freundschaftsstatus lachender Personen anzeigt. Die Forscher baten Zuhörer, den Freundschaftsstatus von Fremden und Freunden anhand von kurzen Ausschnitten, in denen gleichzeitig gelacht wurde, zu beurteilen. Aus Stichproben von 24 verschiedenen Kulturen fanden sie heraus, dass die Zuhörer in der Lage waren, anhand von bestimmten akustischen Merkmalen während des Lachens Freunde von Fremden zu unterscheiden. Um zu enträtseln, wie das möglich ist und was die wahre Bedeutung des Lachens ist, müssen wir zurück zum Ursprung.

Die Evolution des Lachens

Spontanes Gelächter, das unbewusst durch Konversation oder Ereignisse ausgelöst wird, taucht bereits in den ersten Lebensmonaten und sogar bei tauben oder blinden Kindern, auf. Lachen ist nicht nur kulturell, sondern auch zwischen den Spezies übergreifend: es findet auch in ähnlicher Form bei anderen Menschenaffenarten statt. Der evolutionäre Ursprung des menschlichen Lachens lässt sich etwa 10 bis hin zu 16 Millionen Jahre zurückverfolgen. Auch wenn Lachen mit einer höheren Schmerztoleranz und dem Signalisieren des sozialen Status in Zusammenhang gebracht wurde, besteht seine Hauptfunktion darin, soziale Bindungen zu schaffen und zu vertiefen. Da unsere Vorfahren anfingen in größeren und komplexeren sozialen Strukturen zu leben, wurde die Qualität der Beziehungen über-lebenswichtig. Die Evolution begünstigte die Entwicklung kognitiver Strategien, die bei der Bildung und Erhaltung kooperativer Allianzen halfen. Lachen entstand wahrscheinlich aus Atmungsstörungen während spielerischer Neckereien wie Kitzeln, was das kooperative und konkurrierende Verhalten junger Säugetiere förderte. Diese Art von Ausdruck geteilter Erregung, ausgelöst durch Spiel, könnte sich beim Stärken positiver Beziehungen als effektiv erwiesen haben. Tatsächlich wurde erwiesen, dass Lachen die Länge des Spielverhaltens von Kindern und Schimpansen verlängert und sowohl bewusste als auch unbewusste positive emotionale Reaktionen bei menschlichen Zuhörern auslöst.

Lachen als soziales Instrument

Lachen und andere Urvokalisierungen waren zunächst eng mit unseren Emotionen verknüpft: Wir lachten nur, wenn wir positiv erregt waren, genauso wie wir bei Kummer weinten oder bei Wut brüllten. Die wesentliche Entwicklung trat mit der Fähigkeit ein, sich freiwillig mit Hilfe der Stimme ausdrücken zu können, ohne dass notwendigerweise Schmerz, Wut oder positive Emotionen vorliegen mussten. Diese gesteigerte Kontrolle der Stimmung, die durch eine komplexere Entwicklung des Gehirns möglich wurde, war für die Entwicklung der Sprache entscheidend. Aber es erlaubte auch die bewusste Nachahmung von Lachen (und anderen Vokalisierungen) und stellte somit ein irreführendes Werkzeug dar, soziale Beziehungen künstlich zu beschleunigen und zu erweitern und damit die Überlebenschancen zu erhöhen. Die Vorstellung, dass willentliches Lachen einen evolutionären Ursprung hat, wird durch nachahmendes Verhalten, wie es bei erwachsenen Schimpansen vorzufinden ist, bestärkt. Sie ahmen Lachen als Reaktion auf spontanes Lachen anderer nach. Das falsche Lachen von Schimpansen und Menschen entwickelt sich während der Kindheit, unterscheidet sich akustisch von seinem spontanen Gegenstück, und hat ebenso die Funktion, soziale Bindungen aufzubauen. Heutzutage ist sowohl spontanes als auch willentliches Lachen in fast jedem Aspekt menschlichen Lebens vorzufinden, sei es, dass man einen Witz mit einem Freund oder während eines höflichen Smalltalks mit einem Kollegen teilt. Dennoch klingen sie in den Ohren des Zuhörers nicht gleich. Spontanes Lachen erkennt man an der höheren Tonlage (was unverfälschte Erregung zeigt), einer geringeren Dauer und kürzeren Ausbrüchen von Spontanlachern  gekennzeichnet, als es bei künstlichen Lachern der Fall ist. Forscher bewiesen vor kurzem, dass menschliche Zuhörer zwischen diesen beiden Arten des Lachens unterscheiden können. Sie bewiesen auch, dass Zuhörer dennoch das Langsamerwerden und Anpassen des Tonfalls an den des willentlichem Lachens (um es als weniger menschlich erkenntlich zu machen) von tierischen Lauten unterscheiden können. Bei spontanem Lachen, dessen akustische Struktur der nichtmenschlichen wie der von Primaten ähnelt, konnten sie diese jedoch nicht unterscheiden.

Freund oder Fremder?

Es ist dieser hörbare Unterschied, der in dem Beitrag von Bryant und seiner Kollegen dargelegt wurde. Freunde erzeugen öfter spontanes Gelächter, während Fremde, denen es an einer erprobten emotionalen Verbindung fehlt, öfter willentlich lachen. Die Tatsache, dass wir diese Unterschiede genau wahrnehmen, bedeutet, dass Lachen bis zu einem gewissen Grad ein ehrliches Signal ist. Im nie enden wollenden evolutionären Wettrüsten neigen angepasste Täuschungsstrategien dazu, sich parallel zu Aufdeckungsstrategien von Täuschungen zu bilden. Die akustischen Merkmale aufrichtigen Lachens sind daher wertvolle Hinweise auf die Beziehungen und den Status von Gruppenmitgliedern. Das ist etwas, das das Fällen von Entscheidungen in unserer evolutionären Vergangenheit erleichtert haben könnte. Die Studie fand heraus, dass die Urteilsgenauigkeit im Schnitt nur 11 Prozent höher als die Zufallsrate war. Das könnte zum Teil daran gelegen haben, dass Fremde spontanes Lachen und Freunde willentliches Lachen erzeugt haben. Doch es steht fest, dass die Nachahmung echten emotionalen Lachens ein nützliches Täuschungsinstrument und ein soziales Schmiermittel ist. Man muss nur dem ansteckenden Effekt von eingespielten Lachern bei bestimmten Fernsehserien beiwohnen, um sich dessen bewusst zu werden. In der komplexen Realität moderner menschlicher sozialer Interaktionen ist Lachen oft eine Mischung aus vollmundigen, spontanen und tiefen, aber sanften und künstlichen Lachern, die die Grenzen noch mehr verwischen lassen. Unabhängig davon ist das Ziel dennoch dasselbe. Und höchstwahrscheinlich werden wir jemanden, mit dem wir gelegentliche Lacher teilen, einfach besser leiden können. John Cleese sagte einst: „Lachen verbindet die Leute. Es ist fast unmöglich, Distanz oder ein Gefühl sozialer Hierarchien aufrechtzuerhalten, wenn Sie vor Lachen aufheulen.“ Er scheint den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben – auch wenn es vorgetäuscht ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Summer Laughter“ by BMiz (CC BY-SA 2.0)


The Conversation

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Warum die Evolution klüger ist als wir dachten

IMG_0157.JPG (adapted) (Image by Darrell Rudmann [CC BY 2.0] via flickr)

Die Evolutionstheorie nach Charles Darwin bietet eine Erklärung dafür, warum biologische Organismen scheinbar so gut konzipiert sind, um auf unserem Planeten leben zu können. Dieser Prozess wird typischerweise als  “unintelligent” beschrieben – also basierend auf zufälligen Variationen ohne Ausrichtung. Doch trotz ihres Erfolges stellen sich einige dieser Theorie entgegen, da sie nicht glauben, dass lebendige Dinge sich Schritt für Schritt entwickeln können. Sie behaupten, dass etwas so komplexes wie das Auge eines Tieres schlichtweg das Produkt eines intelligenten Schöpfers sein muss.

Ich denke nicht, dass das Berufen auf eine übersinnliche Schöpfergestalt eine wissenschaftlich brauchbare Erklärung darstellen kann. Aber was ist mit einer Intelligenz, die nicht übersinnlich ist? Neueste Ergebnisse, die auf Computer-Modellen basieren, verbinden den Evolutionsprozess mit den Prinzipien des Lernens und intelligenter Problemlösung – ohne ein Mitwirken jeglicher höherer Kräfte. Dieser Umstand deutet an, dass, obwohl die Evolution zunächst “blind” mit ihrem Werk begonnen hatte, nach ein paar Milliarden Jahren um einige Erfahrung reicher geworden ist.

Was ist Intelligenz?

Intelligenz kann Einiges sein, aber manchmal ist es nicht viel mehr, als ein Problem von dem richtigen Standpunkt aus zu betrachten. Eine intelligente Lösung zu finden, kann einfach nur bedeuten, wahrzunehmen, dass etwas, was als gleichbleibend vermutet wurde, durchaus variierbar ist – so wie die Ausrichtung des Blattes im unteren Bild. Es kann genauso darum gehen, ein Problem mit den richtigen Bausteinen anzugehen.

Mit entsprechend guten Bausteinen (hier beispielsweise mit ein paar Dreiecken) ist es leicht, eine Kombination von Schritten (hier visualisiert durch Knicke) zu finden, die in der Lage ist, das Problem durch eine schrittweise Verbesserung (hier: jeder Knick deckt etwas mehr vom Bild ab) zu lösen. Aber mit schlechten Bausteinen (hier demnach: Knicke, die zu langen, dünnen Rechtecken werden) ist eine vollständige Lösung unmöglich.

Beim Menschen entsteht die Fähigkeit, ein Problem mit den entsprechend passenden Bausteinen anzugehen, durch die Erfahrung – weil wir lernen. Bisher haben wir geglaubt, dass Evolution, die auf natürlicher Selektion basiert, nicht lernen kann – sie kommt unerwartet und hämmert, ohne Rücksicht auf Verluste, mit einer Art “Hammer” auf alles drauf. Dabei können minimale Veränderungen entstehen, wenn sie sich als Vorteil herausstellen.

Die Evolution der Evolvierbarkeit

In der Computerwissenschaft benutzen wir Algorithmen, etwa wie solche, die die neuronalen Netze im Gehirn formen, um zu verstehen, wie Lernen funktioniert. Lernen ist an sich kein Hexenwerk: Maschinen können mit schrittweisen Algorithmen dazu gesteuert werden zu lernen. Solche erlernten Algorithmen sind ein nachvollziehbarer Part innerhalb der künstlichen Intelligenz. Zum Lernen in einem neuronalen Netz gehört das Anpassen der Verbindungen zwischen den Neuronen (diese können stärker oder schwächer sein) in die Richtung, die die Belohnungen möglichst groß ausfallen lässt. Mit den einfachen Methoden wie dieser ist es möglich, neuronale Netzwerke dazu zu programmieren, Probleme nicht nur zu lösen, sondern Lösungen in Laufe der Zeit zu verbessern

Aber was ist mit der Evolution – kann sie sich auch im Laufe der Zeit weiterentwickeln? Diese Idee ist bekannt als die Evolution der Evolvierbarkeit . Die Evolvierbarkeit, hier beschrieben als die Fähigkeit, sich zu entwickeln, hängt von der passenden Variation ab, Selektion und Vererbung. Dies sind die Eckpfeiler, mit Hilfe derer auch Darwin seine Theorie aufbaute. Interessanterweise können all diese Komponenten, durch eine bereits geschehene Entwicklung, verändert werden. Das bedeutet, dass vergangene Evolutionsstufen die Handlungsweise der zukünftigen Evolution beeinflussen kann.

Zum Beispiel kann die zufällige genetische Variation die Länge der Gliedmaßen eines Tieres verändern. Aber sie kann genauso Einfluss auf die vorderen und die hinteren Gliedmaßen haben, ob sie sich unabhängig oder in Korrelation miteinander verändern. Eben diese Veränderungen können die zukünftigen Bausteine der Evolution umwandeln. Wenn frühere Evolutionsstufen die Bausteine gut geformt haben, kann die Lösung neuer Probleme leichter erscheinen – zumindest leicht genug, um mit schrittweiser Verbesserung gelöst zu werden. Wenn sich beispielsweise Gliedmaßen so entwickelt haben, dass sie sich unabhängig voneinander verändert haben, erfordert die Entwicklung, einer veränderten Körpergröße, eine vielfache Veränderungen (auf jede Gliedmaße betreffend). Zwischenstadien kann es sogar noch schlechter treffen. Aber wenn Veränderungen miteinander korrelieren, dann könnten individuelle Veränderungen von Vorteil sein.

Die Idee der Evolution der Evolvierbarkeit ist schon seit einiger Zeit im Umlauf, aber die detaillierte Anwendung der Lerntheorie stellt erst den Anfang dar, um diesem Bereich die notwendige theoretische Grundlage zu geben.

Unsere Arbeit zeigt, dass die Evolution der regulierenden Verbindungen zwischen Genen, die bestimmt, wie Gene sich auf unsere Zellen auswirken , die gleichen Lernfähigkeiten besitzen wie die neuronalen Netze. Anders ausgedrückt, die genetischen Netze entwickeln sich so, wie die neuronalen Netze lernen. Während Verbindungen sich in den neuronale Netzen insoweit verändern, dass sich die Belohnung maximiert, wird durch die natürliche Selektion in der genetischen Verbindung die Kondition verstärkt. Die Fähigkeit zu lernen ist an sich nicht etwas, das entwickelt werden muss – es ist ein unweigerliches Produkt einer zufälligen Variation und Selektion, wenn an den entsprechenden Verbindungen gearbeitet wird.

Das spannende an dieser Schlussfolgerung ist hierbei, dass Evolution sich ebenfalls zum besseren entwickeln kann , und zwar in der exakt gleichen Weise, wie das neuronale Netzwerk lernt, die Probleme besser zu lösen: durch die Erfahrung. Der intelligente Teil ist nicht explizit das “Denken im Voraus” (oder irgendetwas anderes Undarwinistisches) – es ist die Evolution der Verbindungen, die es erlaubt, neue Probleme zu lösen, ohne vorauszuschauen.

Wenn sich ein evolutionärer Prozess, der als besonders schwierig empfunden wurde (wie etwa das Design und die Herstellung eines Auges), doch durch eine zunehmende Verbesserung möglich wird, kann nicht angenommen werden, dass eine “stumpfe” Evolution hierfür ausreicht. Im Gegenteil, es sollte erkannt werden, dass die Evolution durch das Finden von Bausteinen, die das Problem einfacher aussehen lassen, einen intelligenten Schritt gemacht hat.

Interessanterweise hat Alfred Russel Wallace (er schlug eine Theorie natürlicher Selektion, beinahe zeitgleich zu Darwins Theorie, vor) später den Fachbegriff “intelligente Evolution” dazu genutzt, um für die göttliche Intervention in der Zeitschiene des Evolutionsprozesses zu argumentieren. Wenn die formelle Verbindung zwischen Lernen und Evolution weiter ausgebaut wird, könnte der gleiche Begriff demnächst vielleicht dafür genutzt werden, das genaue Gegenteil zu implizieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

The Conversation


Image (adapted) „IMG_0157.JPG“ by Darrell Rudmann (CC BY 2.0)


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Wie Roboter die Evolution lernten – und was wir davon haben

Hölzener Roboter (Image by kaboompics (CC0 Public Domain) via Pixabay)

Die Roboter kommen, um uns zu vernichten, heisst es oft in dystopischen Filmen. Jetzt können sie auch noch eigene Nachkommen bauen – doch daran ist nicht Schlechtes. Im Gegenteil! Oft wird die moderne Forschung dargestellt, als sei sie nur einen Schritt von der unaufhaltsamen Roboterapokalypse entfernt, wie man sie aus den Terminator-Filmen kennt. Obgleich bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz Risiken bestehen, die ernst genommen werden müssen, könnte eine übermäßig ängstliche Reaktion auf jede Neuerung im Bereich der Robotikforschung und Kreativität behindern.

Zum Beispiel könnte eine Künstliche Intelligenz, die in der Lage ist, zukünftige Versionen von sich zu entwerfen – also ein Roboter, der sich selbst reproduzieren und weiterentwickeln kann – uns unter Umständen dabei hilft, Innovationen zu entwickeln, auf die wir alleine nie gestoßen wären. Eine solche Künstliche Intelligenz würde sorgfältiger Beobachtung und Kontrolle bedürfen, und doch hätten wir keinen Anlass zur Sorge. Vielmehr könnte sie uns zu einem tieferen Verständnis der physischen Welt und unserer eigenen Entwicklung verhelfen.

Unnatürliche Auslese

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Verbesserung eines Designs, indem man es wiederholt, vervielfältigt und jedes Mal ein klein wenig abwandelt (iteratives Design), ist keine neue Herangehensweise, fand bisher aber nur bei Computersimulationen Anwendung.

Indem man eine Gruppe von Lebensformen entwirft, die zur Reproduktion fähig sind, kann man einen Prozess simulieren, der der natürlichen Auslese der echten biologischen Evolution ähnelt. Die erfolgreichsten Individuen pflanzen sich mit größerer Wahrscheinlichkeit fort und verbreiten so ihr ganz eigenes Design. Auf diese Weise wird man nach ein paar Generationen zu einer optimierten Version der Lebensform gelangt sein, die ein menschlicher Entwickler vielleicht so nicht hätte konstruieren können.

Computersimulationen der natürlichen Auslese und Evolution bringen eine Reihe von Vorteilen mit sich. Wie viele Generationen produziert werden und wie schnell das vonstatten geht, hängt theoretisch nur von der Geschwindigkeit des Computers ab. Wenig versprechende Modelle können einfach verworfen, Modelle mit großem Potenzial schnell ausgetestet werden. Zudem besteht kein großer Bedarf an Rohstoffen, denn Computerspeicher ist im Überfluss vorhanden, kostengünstig und platzsparend.

Das Problem dabei ist, dass die simulierten Lebensformen eventuell nur beschränkt dem ähneln, was in der echten Welt existieren kann. Andererseits sind Roboter, die tatsächlich gebaut werden können, für gewöhnlich ihre gesamte Existenz über an eine physische Form gebunden.

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So sehen die ersten Robo-Babies aus (Image by Fumiya Iida)

Um diese Probleme zu überwinden, haben meine Kollegen und ich einen „Mutter“-Roboter gebaut, der seine eigenen „Kinder“ auch ohne menschlichen Eingriff herstellen kann, wie vor Kurzem in der Fachzeitschrift PLOS One (Public Library of Science) berichtet wurde. Wir haben ihn so programmiert, dass er einfache Roboter produzieren kann, die aus einem bis fünf kriechfähigen Plastikwürfeln mit eingebautem kleinem Motor bestehen. Die Kinderroboter werden im weiteren Verlauf automatisch getestet, um herauszufinden, welches Modell die beste Leistung erbringt.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse produzierte der Mutterroboter dann nach dem Prinzip der natürlichen Auslese eine zweite Generation. Er benutzte die „virtuelle DNS“ der besten Kinder der ersten Generation als Ausgangspunkt für seine Entwürfe, um die bevorzugten Eigenschaften weiterzugeben. Dieser Prozess wurde hunderte Male wiederholt, bis schließlich die stärksten Individuen aus der letzten Generation eine bestimmte Bewegungsabfolge doppelt so schnell absolvieren konnten wie die stärksten Individuen aus der ersten Generation.

Die Mutter der Erfindung

Indem man dem Mutterroboter die Möglichkeit gab, unentwegt Hunderte neuer Formen und Gangarten für seine Kinder zu entwickeln, erschuf er Modelle, zu deren Konstruktion ein menschlicher Entwickler wohl nie in der Lage gewesen wäre. Die interessanteste und wichtigste Erkenntnis ist, dass der Roboter dabei echte Kreativität unter Beweis stellte.

Anders als herkömmliche mechanische Systeme wie Verpackungsroboter in Fabriken, die von Menschen programmierte Bewegungen wiederholen, war unser Mutterroboter in der Lage, eigenständig, ohne Einflussnahme menschlicher Entwickler, Kinderroboter herzustellen. Er kann folglich neue Modelle „erfinden“.

Momentan sind die Kinderroboter noch zu simpel und ihre Fähigkeiten zu eingeschränkt, daher handelt es sich nicht um eine vollständige Entsprechung der natürlichen Evolution. Nichtsdestotrotz gibt es angesichts der fortschreitenden Technologie keinen Grund anzunehmen, dass dies nicht in Zukunft möglich sein wird.

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Wenn er groß ist, will er mal ein Roboter werden: Klötze, die kriechen können. (Image by Fumiya Iida)

Aber stellen Roboter, die sich eigenständig weiterentwickeln, nicht eine zu große Gefahr dar? Wir glauben nicht. Das Ziel unserer Forschung ist es, grundlegende Funktionsweisen der Kreativität auf Maschinen anzuwenden. Wir wollten herausfinden, wie Maschinen mit unbekannten Objekten umgehen, wie neue Ideen und Entwürfe aus einem statistischen Prozess heraus entstehen können, und wie viel Energie, Rohstoffe und andere Ressourcen benötigt werden, um etwas wirklich Innovatives zu erschaffen.

Die bisher erstellten Roboterkinder haben uns mit ihren einzigartigen Designs und ihrer Beweglichkeit einige Überraschungen beschert, da menschliche Ingenieure kaum je auf solche Ideen gekommen wären. Entwicklung ist ja immer ein fortschreitender Prozess, bei dem Technologie Stück für Stück aufgebaut wird und man hinterfragt, warum und wie Dinge funktionieren. Darum befinden sich unsere intelligenten Roboter, anders als biologische Lebewesen, noch immer innerhalb der von uns gesetzten Grenzen und unter unserer Kontrolle. Und dort werden sie auch immer bleiben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Teaser & Image “Robot Wood” (adapted) by kaboompics (CC0 Public Domain)


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5 Lesetipps für den 10. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um andere Verwendungsmöglichkeiten von Messaging-Diensten, Twitter Curator, wie YouTube die Welt verändert, kostenpflichtige Kommentare und die Open Data Bewegung. Ergänzungen erwünscht.

  • MESSAGING OSK: Die Evolution von WhatsApp und Co. – mehr als private Kommunikation: Messaging-Dienste wie WhatsApp oder der Facebook Messenger haben inzwischen die SMS abgelöst. Kein Wunder, kosten diese weniger als eine SMS und haben keine Limitierungen was die Zeichenanzahl oder den Versand von Audio-, Foto- und Videodateien angeht. Doch die Messaging-Dienste werden inzwischen nicht mehr nur zu Kommunikation eingesetzt. So sind Sie auch ein Kundenservicetool, mit dem Unternehmen ihre Kunden auch über kurze Nachrichten erreichen können und werden sogar in Redaktionen eingesetzt. Auch wir Netzpiloten nutzen seit einiger Zeit WhatsApp zum Versenden der täglichen Lesetipps. Wie bei vielem kommt es letztendlich aber auf das Konzept an, weswegen WhatsApp und Co. außerhalb der Eins-zu-Eins Kommunikation mit bedacht eingesetzt werden sollten.

  • TWITTER The Next Web: This Is Twitter’s New ‚Curator‘ Tool For Media Outlets: Mit Curator hat Twitter einen neuen Dienst gestartet, der vor allem für Journalisten und Medien an sich interessant sein dürfte. Die Web-App erlaubt es Tweets und Vines zu sogenannten Collections zu bündeln und aufzulisten. Dazu kann man die weltweiten Trends, Trends von bestimmten lokalen Gebieten oder Tweets zu aktuellen Ereignissen wie Sport- oder TV-Events verfolgen. Anders als vergleichbare Dienste wie Storify bietet Curator zudem auch noch umfangreiche Analytics zur Datenerhebung, was für viele Medienunternehmen interessant sein dürfte.

  • YOUTUBE The Telegraph: How YouTube changed the world: Dass YouTube einen Einfluss auf das Medienverhalten vieler hat, ist unbestreitbar. In den letzten zehn Jahren seit dem Start der Videoplattform im Jahr 2005 hat YouTube aber weitaus mehr verändert. So ist YouTube inzwischen auch eine politische Plattform, ein Platz zum Lernen, wichtig für die Werbeindustrie, die zentrale Anlaufstelle für Interessierte von Videospielen und ein Ort, wo Stars geboren werden. Anhand dieser fünf Themen haben Nisha Lilia Diu und Méabh Ritchie für The Telegraph die Veränderungen in einem Long Read analysiert und mit Videobeispielen zusammengefasst.

  • KOMMENTARE The Verge: A Jewish magazine is testing an unusual solution for toxic internet comments: Kommentare auf den Websites von Medien sind nicht selten auch ein Ort der Trolle oder sonstigen störenden Kommentarschreibern. Dies hat bereits dazu geführt, dass manche Online-Medien ihre Kommentare komplett abgeschafft haben, da in diesen keine konstruktiven Diskussionen stattfinden würde. Nun hat das jüdische „Tablet-Magazin“ eine andere Lösung gefunden. Wer auf der Website von diesem kommentieren möchte muss nämlich einen bestimmten Betrag zahlen. So werden pro Tag 2 US-Dollar fällig, pro Monat 18 US-Dollar und das Jahresabo kostet 180 US-Dollar.

  • OPEN DATA Open Data: „Alles, was wir machen, ist öffentlich“ | ZEIT ONLINE: Unzählige Daten werden von den Behörden und staatlich geförderten Wissenschaftlern Jahr für Jahr zusammengetragen. Diese Daten sind jedoch oftmals nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, sondern liegen oft ungenutzt auf den Verwaltungsservern. Eine Tatsache, die viele stört, könnt man mit den Daten beispielsweise Karten machen, die aufzeigen welche Orte barrierefrei sind und welche nicht. Aus diesem Grund fordert die Open Data Bewegung eine Freigabe der Daten, mit denen mehr Transparanz unter der Einbeziehung der Bürger geschaffen werden soll. Kathrin Tai hat sich für Zeit Online genauer mit dieser Bewegung und den Problemen im Umgang mit den „öffentlichen“ Daten auseinandergesetzt.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Videokolumne vom 16. Februar 2014

Bildempfangsstörung (Bild Paulae [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons)

In der Videokolumne geht es heute um Menschen, die ihren Vater suchen und einen blinden Jungen der die Liebe sucht. Antworten auf die großen Fragen der Menschheit scheinen die Kreationisten gefunden zu haben. // von Hannes Richter

Wenn man erfährt, dass der eigene Vater nicht der biologische Vater ist, bricht eine Welt zusammen. Mit einer spannenden Reportage mit den Geschichten Betroffener und dem herausragenden Dokumentarfilm eines jungen Filmemachers bringt 3Sat einen Schwerpunkt über das oft vergessene Thema Kuckuckskinder. Ein anderes Thema scheint zumindest in den USA immer weiter auf dem Vormarsch: Der Kreationismus stützt sich auf die wörtliche Auslegung der Bibel. Ein bekannter Wissenschaftler diskutiert dagegen an. Die Berlinale verabschieden wir mit einem Kurzfilmhighlight: The Way He Looks aus Brasilien.

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Vom Buch zum Byte – die Geschichte der E-Books

Es war ein weiter Weg vom Buch zum Byte, doch die heutigen E-Books sind noch nicht das Ende. Die dritte Phase der E-Book-Evolution beginnt bereits. // von Ansgar Warner

Kindle (Bild: mobilyazilar [CC BY 2.0], via Flickr)

Am heutigen Mittwoch lädt das Internet & Gesellschaft Co:llaboratory und die Staatsbibliothek zu Berlin zu einem Autorengespräch mit Ansgar Warner über die Zukunft des elektronischen Lesens ein. Ansgar Warner ist promovierter Literatur- und Kulturwissenschaftler und arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). In seinem Werk “Vom Buch zum Byte”, aus dem er lesen wird, erzählt er die spannende Geschichte der elektronischen Bücher – von den Anfängen bis in die Gegenwart. Für Netzpiloten.de gibt Ansgar Warner schon einen kleinen Einblick in die Geschichte der E-Books.

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Videotipp: MAN

Liegt es in der Natur des Menschen, dass er seine Umwelt zerstört? Oder liegt es am Mann?

man by steve cutts

„Alles war gut und dann kam der Mann!“ – So in etwa könnte man die vergangenen 500.000 Jahre (Menschheits)-Geschichte einleiten, wenn es nach Steve Cutts gehen würde. In seinem kurzen Animationsfilm zeigt er auf kreative Weise, die zerstörerische Kraft des männlichen Homo Sapiens. Wie viel Wahrheit darin steckt, überlasse ich eurer Urteilskraft. Das Video ist jedenfalls klasse!

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Drei interaktive Visualisierungen, die dir das Web erklären können…

Das Internet ist nun schon einige Jahre alt. 1969 ging es aus dem sogenannten ARPANET hervor, welches als Projekt des US-Verteidigungsministeriums, Universitäten und Forschungseinrichtungen mit einander verbinden sollte. Aus dieser anfangs relativ subtil-erscheinenden Vernetzung sollte Jahre später eine der größten technischen Errungenschaften der Menschheit werden, die zur umfangreichsten Veränderung des Informationswesens seit Beginn des Buchdruckes geführt hat.

Den anfänglich kleinen Schritten des Webs, welches erst nur für wenige Geeks und Hacker interessant war, folgte eine extreme Kommerzialisierung, die am Ende dazu führte, dass sich inzwischen über 2 Milliarden Menschen darin bewegen und es beruflich sowie privat für ihre Zwecke nutzen.

Im Laufe der letzten Monate haben sich nun einige digitale Visualisierungen im Internet präsentiert, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Netz ein Stück weit interaktiv zu erklären. Drei dieser Visualisierungen zeigen wir euch hier.

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Was ist Social Media?

Thomas Pfeiffer, freier Social–Media–Consultant, hat in seinem Blog ein mit ihm durchgeführtes Interview veröffentlicht. Darin erklärt der den neuen Wertekanon hinter Social Media, Unternehmen, hohe Rösser, die Relevanz von journalistisch hochwertigen Journalisten und der Hoffnung, dass die mediale Evolution zu mehr Partizipation und zu einer Machtverschiebung in der Weböffentlichkeit führt.

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