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The Useless Web – Willkommen im sinnlosen Zeitvertreib

Dass man mit dem Internet viel Zeit totschlagen kann, dürfte jedem bewusst sein. Egal ob man stundenlang durch Instagram-Stories sieht, die automatische Wiedergabe bei YouTube angestellt hat, oder sich durch dutzende Reddit-Posts liest. Das Internet ist das Unterhaltungsmedium des 21. Jahrhunderts und bringt täglich so viel Content, dass man ihn unmöglich überblicken könnte. Wenn ihr jedoch noch einmal eine Erfahrung der besonderen Art sucht und das Internet von einer ganz anderen Seite kennenlernen wollt, empfehlen wir euch folgende Websites.

TheUselessWeb.com

Der Name ist auf dieser Seite Programm. Das Layout besteht lediglich aus einem mittig platzierten Satz, der „Take me to another useless website“ (zu Deutsch: „Bring mich auf eine weitere unnütze Website.“) lautet. Mit einem Klick auf den rosafarbenen Button „Please“ geschieht genau das.

Die Seite TheUselessWeb.com führt euch auf Websites, auf denen ein Haufen Corn-Dogs durchs Bild fliegen, oder eine Seite die euch einfach „HEEEEEYYY! HOOOOO!“ entgegenruft und so weiter und so weiter. In meiner eigenen Reise durch das sinnlose Internet begegnete ich zum Beispiel Punkten, die sich in vier kleinere Punkte teilen, wenn man mit der Maus darüberfährt. Tut man dies lang genug ergibt sich irgendwann ein süßes Bild von zwei Koalas. Oder unzähligen Seiten, die alte Memes in Endlosschleife abspielten. Außerdem begegnete ich ebenfalls Dingen wie einem bunten Block, der mit seinen Kulleraugen meiner Mausbewegung folgt.

Doch es gibt noch mehr

Zu viel Geld in der Tasche und keine Ahnung, wofür man es ausgeben soll ? Die Website weirdorconfusing.com kann Abhilfe schaffen! Diese Website ist ähnlich wie TheUselessWeb.com aufgebaut und zeigt den Text „Sell me something weird or confusing“ an (zu Deutsch: „Verkaufe mir etwas komisches oder verwirrendes.“) Und genau das tut die Seite, wenn man auf den „Please“-Button klickt. Damit wird man direkt zu den merkwürdigsten Angeboten auf Ebay weitergeleitet.

Ich fand so zum Beispiel einen Bananen-Cutter, der Bananen in mundgerechte Stücke zerteilt. Oder Shakespeare Spruch-Bänder, die Beleidigungen in gehobener Sprache enthielten. Am besten gefiel mir aber immer noch das aufblasbare Einhorn-Horn für Katzen, das mir die Website zum Kauf anbot.

So merkwürdig es auch erst klingen mag: sich mit diesen Websites zu beschäftigen macht tatsächlich spaß! Oftmals trifft man zwar auf merkwürdige oder tatsächlich sinnlose Dinge, aber manchmal eben auch auf süße Bilder von Koalas oder eine jodelnden Gurke aus Plastik. Auf diesen Websites findet die Sinnlosigkeit im Internet ihren Höhepunkt und ist damit ziemlich unterhaltsam.


Image by Hutomo Abrianto / unsplash.com

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  • AMAZON handelsblatt: Wie man ins Internet hineinruft…: Amazon bringt seine Box Echo und die kleine Variante Echo Dot mit dem digitalen Assistenten Alexa nach Deutschland. Bei Echo handelt es sich um einen zylinderförmigen Lautsprecher, der per WLAN mit dem Internet verbunden ist. Außerdem verfügt er über ein Bluetooth-Modul zur Kopplung und Steuerung mit dem Smartphone. Der digitale Assistent kann einfach per Hotword „Alexa“ aktiviert und dann per Sprachsteuerung beeinflusst werden. Der Funktionsumfang entspricht dem anderer Sprachassistenten wie z.B. Siri.

  • APPLE heise: AirPods: Audiosteuerung nur über Siri: Alle Bedienfunktionen von Apples drahtlosen Kopfhörern AirPods müssen über die Sprachassistentin Siri ausgeführt werden. Mit einem Doppeltap auf die Außenseite der Kopfhörer kann man die Musik stoppen und Spracheingaben machen. Siri erledigt dann Lautstärkeveränderungen, den Songwechsel und die Auswahl eines anderen Musiktitels oder Albums. Dies könnte deutlich länger dauern als bei den aktuellen Kopfhörern, die mit einem Klicker ausgestattet sind. Wem das zu lange dauert, der muss entweder sein iPhone aus der Tasche nehmen, um dort die Audiowiedergabe zu kontrollieren oder eine Apple Watch benutzen.

  • SAMSUNG golem: Samsung drosselt Akku des Galaxy Note 7 auf 60 Prozent: Samsung will nun die Akkukapazität des Galaxy Note 7 auf maximal 60 Prozent limitieren. Mit diesem Software-Update sollen die letzten Nutzer gedrängt werden ihr Gerät einzuschicken. Der Grund für diese Maßnahme ist die Brandgefahr beim Aufladen des Akkus. Durch die Verringerung möchte Samsung das Risiko eines Akkubrandes reduzieren.

  • SPOTIFY heise: Spotify meldet 40 Millionen Abo-Kunden: Spotify durchbrach nun die Marke von 40 Millionen zahlenden Nutzern. Das bedeutet, dass der Streaming-Marktführer seit Mitte März rund zehn Millionen Abo-Kunden hinzugewonnen hat. Bei der Gratis-Version gibt es insgesamt mehr als 100 Millionen aktive Nutzer. Apple Music und Spotify sind mit Abstand die größten Anbieter bezüglich des Musik-Streamings. Doch nun möchte auch das US-Internetradio Pandora in dieses Geschäft einsteigen.

  • EBAY t3n: Altes Smartphone schnell verkaufen: Ebay startet Verkaufsportal Quick Sale: Ebay startet mit „Quick Sale“ in den USA ein Verkaufsportal für den Verkauf gebrauchter Smartphones. Bereits 2011 bot die Firma mit Instant Sale (in Deutschland: Ebay Sofort-Verkauf) einen Dienst über den Nutzer verschiedene Elektronikgeräte verkaufen konnten. Zwei Jahre später wurde dieser Service allerdings wieder eingestellt. In Deutschland wurde bereits im Mai der Ebay-Service Komfort gestartet. Dort wird privaten Verkäufern die komplette Verkaufsabwicklung abgenommen. Auf dieser Plattform nimmt man zwar nicht so viel ein wie bei einer Auktion, aber dafür entfällt das müßige Einstellen und die Kommunikation mit Interessenten.

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  • APPLE t3n: Sicherheitsprobleme bei iOS: Forscher decken Lücke in Sandboxing auf: iOS schnitt bisher immer besser ab als Android, internationale Forscher aber fanden eine Sicherheitslücke bei der Sandboxing Funktion. Die Sandboxing Funktion soll verhindern, dass Apps ohne Berechtigung auf die Datenspeicher anderer Apps zugreifen können. Die Forscher wollten ein System entwickeln, was iOS automatisch auf mögliche Sicherheitsprobleme abcheckt. Dabei fanden die Forscher diese Lücke und benachrichtigten Apple darauf hin.
  • YOUTUBE GoogleWatchBlog: Backstage: YouTube will sich von der reinen Video-Plattform zum Social Network wandeln: Laut einer anonymen Quelle will Youtube nicht mehr nur eine Videoplattform bleiben, sie will sich in Richtung Social Network entwickeln und durch ein Backstage-Bereich den Usern ermöglichen, nicht nur Videos zu teilen sondern auch Postings zu verfassen. Zurzeit ist es noch nicht bekannt, ob der Backstage-Bereich mit in die Youtubefläche integriert wird oder ob es eine Stand-Alone-App geben wird.
  • MEDIZIN heise online: Die neue Waffe gegen Bakterien: Die Menschen werden immer resistenter gegenüber Antibiotika. Seit langem versuchen Pharmahersteller neue Antibiotika auf den Markt zu bringen gegen die, die Menschheit nicht resistent wird, leider ohne Erfolg. Doch jetzt gibt es wieder Hoffnung, etliche Forscher bauen nun auf Viren die, die gefährlichen Bakterien vernichten und die bereits Antibiotika resistenten zu bekämpfen. Zurzeit ist diese Behandlungsmethode aber noch im Test.
  • EBAY Handelsblatt: Richter stoppen den Abbruchjäger: Es gibt unzählige Verkäufer auf ebay. Sie alle wollen ihre Ware für einen guten Preis verkaufen. In manchen Fällen ist dies dennoch nicht der Fall und dann ziehen die Verkäufer Ihr Angebot zurück. Das ist laut den Ebay Richtlinien aber nicht erlaubt, es sei denn, die Ware ist durch einen Unfall beschädigt. Immer wieder werden diese Verkäufer von sogenannten Abbruchjägern auf Schadensersatz verklagt. Nun will der Bundesgerichtshof für mehr Rechtssicherheit sorgen.
  • CARSHARING all-in: Bundesregierung einigt sich auf Carsharing-Gesetz: Immer mehr Menschen steigen vom eigenen Auto zum Carsharing um. Mittlerweile gibt es viel zu viele Autos auf der Welt, aber nicht alle werden genutzt und verrotten bloß auf Ihrem Parkplatz. Carsharing ist für Menschen, die sich kein eigenes Auto kaufen wollen oder leisten können. Die Bundesregierung will Carsharing immer mehr fördern und das mit besonderen Privilegien.
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Zeitgeist Technik: Was ist eigentlich mit Ebay los?

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Irgendwie ist eBay doch jedem ein Begriff. Wer die Plattform noch nicht genutzt hat, der hat zumindest davon schon einmal gehört: Einer der größten Marktplätze im weltweiten Internet. Bereits seit 1995 kann man auf dieser Plattform alte, neue oder gebrauchte Artikel verkaufen und kaufen, sofort kaufen oder vielleicht auch nur zum Spaß dafür bieten – auf dieser großen Auktionsplattform ist vieles möglich. Weltweit hat eBay inzwischen 164 Millionen aktive Käufer.

Seit dem Start kann die Auktionsplattform eine Menge Meilensteine vorweisen, wie beispielsweise im Jahre 2003: eBay steht auf Platz acht der Fortune-Liste, der am schnellsten wachsenden Unternehmen. Oder zum zehnten Geburtstag des deutschen eBay-Marktes – seitdem hat es 4,4 Milliarden abgegebene Gebote und 1,1 Milliarden verkaufte Artikel gegeben. Natürlich gab es im Laufe der Zeit auch ein paar äußerst kuriose Auktionen, wie zum Beispiel den Verkauf eines halben 20 Euro-Scheins für nur 8,25 Euro (ein echtes Schnäppchen!) oder das Auto des damaligen Papstes. Wäre ja auch irgendwie langweilig, wenn sich manche Menschen nichts Verrücktes einfallen lassen würden.

Konkurrenz lauert überall

eBay ist scheinbar ein stetig wachsendes Unternehmen, was Jahr für Jahr lauter kleine Erfolge feiert. Aber wie wird das Ganze eigentlich in Zukunft aussehen? Immerhin ist eBay schon seit einigen Jahren nicht mehr allein auf dem Onlinemarkt und hat zunehmend mit Konkurrenz zu kämpfen. Anbieter wie Amazon, Fairmondo oder Shpock setzen vieles daran, günstiger und einfacher als eBay zu sein. Und so wie ich das in letzter Zeit wahrgenommen habe, ist es um eBay ganz schön ruhig geworden.

Deshalb habe ich mich mal wieder durch die Weiten der Plattform geklickt. Wie mir aber aufgefallen ist, hatte ich mich schon gefühlte hundert Jahre nicht auf dem Portal herumgetrieben. Vieles hat sich verändert. Neben der Aufmachung auch die Art, wie die Ware präsentiert wird – das gefällt mir.

eBay Shop Screenshot (Image by eBay)
eBay Shop (Image: Screenshot by eBay)

Keine Spur mehr von selbstgeknipsten, schlecht beleuchteten Fotos von Dachbodenfunden – die Seite wirkt gar nicht mehr so sehr wie eine Trödel-Plattform, bei der jeder sein Zeugs loswerden möchte. Im Gegenteil: Bei fast jedem Treffer stoße ich auf eine zeitgemäße, moderne Aufmachung mit noch moderneren Artikeln, die zudem teilweise mit kleinen Werbeteasern versehen sind.

eBay Startseite Screenshot (Image by eBay)
eBay Startseite (Image: Screenshot by eBay)

Ich habe zwar selber auch schon mal etwas auf eBay verkauft oder auch eingekauft (na gut, im Verhältnis habe ich sehr viel öfter selbst eingekauft) und war auch immer zufrieden – bis schließlich Amazon kam. Irgendwann habe ich das erste Mal bei Amazon herumgestöbert und schon hatte ich ein Nutzerkonto, das sich bequem mit meinem Bankkonto verbinden ließ – eine Entwicklung, mit der sich eBay noch heute schwer tut. Die Waren, die bald nicht mehr nur aus gebrauchten Büchern bestanden, waren nur noch einen Klick entfernt. Noch ein bisschen später und ich habe was völlig Neues entdeckt: die Tausch- und Sammelgruppen bei Facebook.

Online-Flohmärkte, die sich unterschwellig entwickeln

Der Marktführer Facebook stellt derzeit eine große Gefahr für eBay dar. Dass man auf Facebook verschiedenste Gruppen für die unterschiedlichsten Zwecke gründen kann, ist ja nichts Neues mehr. Genauer betrachtet bin ich auch in unzähligen Gruppen zu finden, die nicht wirklich nützlich, aber einfach in Vergessenheit geraten sind. Allerdings stechen immer öfter die Facebook-Flohmarkt-Gruppen ins Auge, die den eBay-Kleinanzeigen ziemlich ähneln. Diese gibt es in so vielen Ausführungen, dass man sie kaum noch zählen kann. Ich bin in einigen Gruppen aus meiner Umgebung angemeldet und bekomme regelmäßig – ja eigentlich mehrmals täglich Nachrichten, dass Herr X. oder Frau Y. aus Z. mal wieder etwas zum Verkauf reingesetzt hat.

Was ich persönlich an dem Ganzen sehr praktisch finde, ist, dass meine Freunde und Familie direkt sehen können, wenn ich etwas verkaufe – vorausgesetzt natürlich, sie befinden sich in derselben Gruppe. Sind die Gruppen aber nicht „geheim“ oder „geschlossen“ sondern „öffentlich“, können sie auch so mitbekommen, wenn ich etwas verkaufen möchte – ziemlich praktisch eigentlich. Kennt man sich untereinander, dann spricht sich so ein Artikel gleich viel schneller rum unter all den bekannten Menschen.

Bei eBay ist das schon schwieriger. Hier treffe ich viel weniger Freunde und Familie, Bekannte oder entfernte Verwandte – eigentlich treffe ich kaum jemanden. Zwar ist eBay deutlich größer, allerdings kann Facebook fast zehn Mal so viele Nutzer wie Ebay vorweisen. Und seit letztem Jahr, hat Facebook nun auch die Kleinanzeigen-Funktion für Flohmarkt-Gruppen. Die Furcht, dass Facebook vielleicht mal mit seinen Flohmarkt-Gruppen erfolgreicher sein könnte als eBay mit seinen Kleinanzeigen, ist also nicht unbegründet.

Fazit: Die Plattform bleibt Geschmackssache

Aber ich denke, dass jede Plattform für sich seine Vor- und Nachteile hat. Facebook ist alles andere als anonym, sodass jeder sehen kann was man verkauft – dem einen mag es gefallen und sich als nützlich erweisen, dem anderen eher nicht. Bei eBay trifft man als unregelmäßiger Verkäufer vermutlich auf weniger potenzielle Käufer, da auch die Bewertungen der Verkäufer bei eBay eine wichtige Rolle spielen. Hier muss man allerdings nicht sein komplettes Privatleben mehr oder weniger freiwillig offenlegen, sondern kann relativ anonym genau das tun, was er eigentlich vorhatte: Waren loswerden.

Doch es ist und bleibt Geschmackssache – jeder sollte sich auf den Plattformen bewegen, auf denen er sich am wohlsten fühlt. Bleibt also abzuwarten, wie sich das Rennen zwischen Facebook und eBay noch entwickeln wird. Ich gehe jetzt erst einmal eine Runde Shoppen oder Spaßbieten. 3…2…1…meins!

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eBay Plus Gewinnspiel

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Vor 21 Jahren wurde ein Unternehmen im kalifornischen San Jose gegründet, das sich zum größten Online-Marktplatz entwickelte – eBay. Ein paar Jahre später wurde auch ein Standort in Deutschland eröffnet. eBay hat sich schon immer darauf konzentriert, dass man die Wünsche der Nutzer berücksichtigt und deshalb wurde ‚eBay Plus‘ eingerichtet. Eine Mitlgiedschaft für nur 19,90€ im Jahr! Teil dieser Mitgliedschaft ist unter anderem ein kostenloser Premium- und Rückversand aller eBay Plus-Artikel. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2014, ist die Möglichkeit eines kostenlosen Rückversandes für deutsche Käufer essentiell.

Wenn ihr ein passendes Produkt gefunden habt und die Bestellung bis 14 Uhr abgeben habt, dann sorgt die Plus-Mitgliedschaft dafür, dass euer Produkt noch am selben Tag versendet wird und am nächsten Tag bei euch ankommt. Und falls euch das Produkt dann doch nicht zuspricht, könnt ihr es kostenlos innerhalb eines Monats zurücksenden.

Jetzt eBay Plus kostenlos testen

Unter allen Plus-Mitgliedern, die am 30. Juni 2016 registriert sind, werden tolle Preise verlost. Wer registriert ist, wird automatisch in den Lostopf geworfen und muss keine nervigen Fragen beantworten. Und mitmachen lohnt sich: einen MINI COOPER WORKS CABRIO, 2 YAMAHA NEO’S 50 SCOOTER, 5 APPLE IPAD PRO, 5 APPLE TV oder 5 DJI PHANTOM 3 STANDARD DROHNEN! Testet jetzt kostenlos eine Mitgliedschaft für 30 Tage.

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So funktioniert’s?: Die Anmeldung zu eBay Plus ist ganz einfach: Kunden entscheiden sich für eine Zahlungsmethode, hinterlegen ihre Zahlungsdaten und können sofort alle Vorteile nutzen. Alle eBay Plus-Artikel sind mit einem entsprechenden Logo gekennzeichnet und heben sich so in den Suchergebnissen ab. Außerdem bietet ein Filter in der Suchfunktion die Möglichkeit, gezielt nach eBay Plus-Artikeln zu suchen. Aktuell bietet eBay unter www.ebay.de/plus außerdem allen Nutzern die Möglichkeit, die neue Versand-Flatrate 30 Tage kostenlos zu testen.


Image by eBay Inc.


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  • GOOGLE handelsblatt: Google will künftig den Alltag mehr mitgestalten: Am Mittwoch kündigte der Konzern Google seine Pläne für die Zukunft an. Die Hauptattraktion war das Gerät „Google Home“. Ein Assistent für jedes Zuhause, der druch Spracherkennung und Zugriff auf Internetsuchanfragen den Alltag der Nutzer mitgestalten soll. Google will somit näher am Menschen sein. Die Konkurrenz kriegt also ordentlich Druck und der Google-Konzernchef Sundar Pichai legt nach. „Wir haben ein Jahrzehnt investiert, um die weltbeste Spracherkennungs-Technologie zu entwickeln“, sagte Pichai.

  • DATENSCHUTZ t3n: LinkedIn-Hack: 117 Millionen Nutzer-Logins stehen zum Verkauf: Das Online-Portal LinkedIn, in dem Nutzer ihre Geschäftskontakte pflegen können, wurde vor vier Jahren gehackt. Damals ging man von 6,5 Millionen gestohlenen Datensätzen aus. Motherboard berichtete nun, dass 167 Millionen Konten betroffen gewesen sein. Das kam nun raus, da ein Hacker namens „Peace“ 117 Millionen Kontodaten im Netz für 5 Bitcoins verkaufen soll. Wer ein LinkedIn-Account besitzt, wird aufgerufen schleunigst sein Passwort zu ändern.

  • WLAN heise: godspot: Freies WLAN für evangelische Kirchen Berlins und Brandenburgs: Bis zum Kirchentag 2017 soll es in Berlin und Brandenburg freie Wlan Hotspots geben. Das kündigte die Evangelische Kirchen Berlin-Brandenburg an. Die sogenannten „godspots“ sollen in rund 3000 evangelischen Einrichtungen eingebaut werden. Zuerst konzentriert man sich auf Kirchen, wie die Friedrichstadtkirche in Berlin-Mitte. Darauf folgen dann Pfarrhäuser und weitere kirchliche Einrichtungen.

  • EBAY mashable: eBay is betting shoppers will embrace virtual reality as much as gamers: Virtual Reality soll eine Revolution in der Gaming-Welt bringen. Doch auch Konzerne aus anderen Bereichen riechen eine Chance. So auch der größte Online-Marktplatz eBay. Das Unternehmen hat den ersten Virtual-Reality-Online-Store eröffnet. Unter den Nutzern sollen unter anderem 20.000 Google Cardboard Headsets verlost werden. Der Store soll es dem Kunden noch einfacher und attraktiver machen von Zuhause zu shoppen.

  • RAUMFAHRT digitaltrends: SpaceX’s 2018 Mars mission has a few legal hurdles to clear, but NASA’s helping out: Der Gründer von Paypal und Tesla, Elon Musk, ließ mit seiner Ankündigung, er wolle bis 2025 den Mars besiedeln, einige Kinnladen gen Boden fallen. Sein Projekt „SpaceX“ steht allerdings nicht nur vor technologischen und logistischen Hürden, sondern muss auch einige rechtliche Angelegenheiten lösen. Nun hat sich die NASA am Projekt beteiligt und wird mit SpaceX eine Partnerschaft eingehen und Elon Musk unterstützen.

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Online Marketing Rockstars-Festival + Gewinnspiel

Logo OMR (Image by Online Marketing Rockstars)

Es ist bereits das sechste Online Marketing Rockstars-Festival in Hamburg und dieses Mal öffnen die Messehallen dafür ihre Tore. Zusätzlich könnt Ihr bei uns noch 2×1 Ticket für die Konferenz gewinnen! Es wird auf jeden Fall turbulent und ganz bestimmt nicht langweilig, denn das OMR-Festival hat mal wieder einiges zu bieten. Neben der Expo, der Konferenz und einer atemberaubenden Aftershow-Party, gibt es auch noch zahlreiche weitere Neben-Events. In diesem Jahr wird Bescheidenheit klein geschrieben, denn es werden bis zu 10.000 Besucher erwartet.

Rockstars Expo – ein guter Start

Am 25.02.2016 findet die Expo statt. Schon hier gibt es einiges auf die Augen. 120 Aussteller aus dem Bereich Adtech und digitales Marketing werden hier vertreten sein. Und dabei handelt es sich um keine geringeren Firmen als Adobe, Facebook, Zalando, Ströer, Axel Springer oder auch Google. Leute aus dem Bereich Online Marketing, sollten sich das also nicht entgehen lassen.

Konferenz Screeshot by OMR

 Außerdem hat die Expo auch 23 Masterclasses von Branchen-Experten zu bieten und auch die Expo Stage mit interessanten Gästen wie Micky Beisenherz und Paul Ripke. Es ist also für alle etwas dabei – auch wenn man sich nur auf den aktuellen Stand bringen oder sich einfach nur vernetzen möchte. Und wo geht das besser, als bei einem lockeren Snack in der Food-Area oder vielleicht doch lieber auf der angesagten Expo-Party?

Rockstars Konferenz – hier geht es zur Sache

Auch die Konferenz am nächsten Tag, also am 26.02.2016, hält einiges bereit. Top-Macher aus der Online Marketing Branche sprechen über ihre Unternehmensstrategien und stellen euch ihre “Best Practices” vor. Doch wer wird als Speaker anwesend sein? Hierbei handelt es sich unter anderem um US-Vordenker Scott Galloway, Ströer Vorstand Christian Schmalzl, Content-Marketing Weltmarktführer Yaron Galai, Skatelegende Tony Hawk oder die französische Marketing-Unternehmerin Fanny Péchiodat.

Teaserbild Screenshot bei OMR

 Wie jedes Jahr gibt es auch wieder die “3 companys to watch”. Hierbei werden drei zukunftsweisende Startups vorgestellt. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann sich trotzdem freuen, denn schon im letzten Jahr konnte man zwischendurch auf Acts wie Deichkind, Jan Delay oder Fettes Brot treffen. Man darf also gespannt sein, mit welchen Acts wir dieses Mal überrascht werden.

Deichkind Screenshot by OMR

Und wer auf diese beiden ereignisreichen Tage noch einen krönenden Abschluss drauf setzen möchte, der macht sich auf zur Großen Freiheit 36, denn hier startet um 21 Uhr die legendäre Aftershow-Party mit toller Musik, leckeren Getränken und nicht zu vergessen – einer Menge Spaß!

Wer sich also ein Bild von den vielen populären Ausstellern machen oder auch einfach nur als Gast ein paar spannende und vor allem unvergessliche Einblicke erhaschen möchte, der sollte sich diese beiden Tage dick im Kalender anstreichen!

+++Gewinnspiel+++

Bei uns könnt ihr 2×1 Ticket für die Online Marketing Rockstars-Konferenz in Hamburg gewinnen. So einfach geht’s: Schickt uns eine Mail an gewinn@netzpiloten.de mit dem Betreff “Ich will unbedingt zur OMR-Konferenz“. Packt in den Text noch eure Kontaktdaten rein und schickt uns alles bis spätestens 12.02 – 15 Uhr. Die Gewinner werden noch am selben Tag von uns informiert. Viel Glück!


Teaser & Images by Online Marketing Rockstars


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Mehr Sicherheit für kritische Infrastrukturen

Cyber attacks (adapted) (Image by Christiaan Colen [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Kürzlich einigte sich das EU-Parlament auf eine neue Cybersicherheits-Richtlinie. Diese soll kritische Infrastrukturen besser schützen. Nach langen Verhandlungen hat sich das EU-Parlament auf eine neue Richtlinie zur Cybersicherheit geeinigt. Diese ist dem Schutz kritischer Infrastrukturen gewidmet. Betreiber solcher Infrastrukturen aus den Bereichen Energie, Transport, Gesundheit und Finanzwesen sollen zukünftig besonderen Anforderungen genügen müssen und verpflichtet sein, sicherheitsrelevante Vorfälle den zuständigen Behörden zu melden. Das ist ein sinnvoller Schritt in einer Welt, die zunehmend auf Computer setzt und dadurch fortschrittlich, aber auch verwundbar geworden ist.

Kritische Infrastrukturen bedroht durch IT-Angriffe

In den letzten Jahren ist, insbesondere, aber nicht nur unter IT-Sicherheits-Experten, häufig die Rede von “kritischen Infrastrukturen”. Wikipedia definiert diese als “Institutionen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden”. Solche Strukturen sind beispielsweise Krankenhäuser und medizinische Labore, das Transportnetz, die öffentliche Strom- und Wasserversorgung, aber auch das Telekommunikationsnetz.

Schon immer waren diese Infrastrukturen bei Kriegen oder Terroranschlägen bedroht. In unserer heutigen, vernetzten Welt kommt aber eine weitere Bedrohung hinzu: Die durch Angriffe per IT. Viele kritische Infrastrukturen sind vernetzt. Das bietet einige Vorteile und erlaubt beispielsweise eine gezielte Steuerung und Datenanalyse. Es macht die Systeme aber auch angreifbar für Schadsoftware oder Hacks. Bekanntestes Beispiel ist der Sabotage-Trojaner Stuxnet, der vor einigen Jahren eine gesamte Fabrik im Iran lahm legte und sich anschließend (wohl von den Entwicklern unbeabsichtigt) in der halben Welt verbreitete.

Ein attraktives Ziel für organisierte Kriminelle, Terroristen und Saboteure

Angreifer, die Interesse an der Sabotage kritischer Infrastrukturen haben könnten, gibt es genug, und die wenigsten von ihnen dürften gelangweilte Teenager aus gutem Hause sein, wie das noch immer populäre “Hackers”- und “Wargames”-Klischee es nahe legt.

Vielmehr könnten handfeste Profit-Interessen hinter einem Angriff stehen, sei es in Form von Börsen-Manipulation oder schlichter Erpressung. Schon lange sind viele IT-Kriminelle genauso hoch spezialisiert, professionell und skrupellos wie diejenigen, die durch andere Formen der organisierten Kriminalität auf sich aufmerksam machen.

Daneben bieten kritische Infrastrukturen auch einer anderen Form von Kriminellen ein attraktives Ziel: Terroristen, die vor allem Chaos, Furcht und mediale Aufmerksamkeit zum Ziel haben. All das ließe sich mit einem gezielten Angriff etwa auf das Stromnetz oder das Internet ohne weiteres erreichen.

Last but not least: Auch staatliche oder vom Staat gesponserte Akteure könnten durchaus ein Interesse daran haben, kritische Infrastrukturen anderer Nationen anzugreifen. So handelte es sich beim bereits erwähnten Stuxnet-Trojaner wahrscheinlich um eine Entwicklung der USA und Israels, die das iranische Atomprogramm sabotieren sollte. In Osteuropa gehören Angriffe auf Netzwerk- und Medienressourcen verfeindeter Staaten schon seit Jahren zum Repertoire bei Konflikten. Vielfach wird gar über die Aufrüstung mit regelrechten Cyberwaffen diskutiert – oder diese von den Geheimdiensten einfach stillschweigend und ohne Diskussion durchgeführt.

Sinnvolle Sicherheitsmaßnahmen statt Panikmache

All das sollte nicht dazu führen, dass Menschen in Panik verfallen oder auf die vielen Vorteile des Internet und anderer moderner Ressourcen verzichten. Vielmehr sind sinnvolle Strategien gefragt, wie kritische Infrastrukturen abgesichert werden können. Absolute Sicherheit kann es nicht geben – ein Sicherheitsniveau, bei dem wahrscheinliche Angriffsszenarien scheitern und zudem ein Plan B für den Notfall erarbeitet wird, ist dagegen machbar.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Der nun gefasste Beschluss des EU-Parlaments geht in die richtige Richtung. Ihm zufolge sollen Betreiber kritischer Infrastrukturen – wozu künftig auch besonders bedeutsame Online-Kaufhäuser wie eBay und Amazon zählen – EU-weit einheitlich definiert und erfasst werden. Für sie sollen dann besondere Richtlinien bei der Absicherung ihrer Systeme gelten. Zudem sollen sie verpflichtet werden, Angriffe und andere sicherheitsrelevante Vorfälle umgehend zu melden. Daneben soll auch die Kooperation der EU-Staaten bei der IT-Sicherheit weiter verbessert werden.

All das ist durchdacht, vernünftig und definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist sinnvoll, entsprechende Infrastrukturen zu identifizieren und besonders abzusichern – und das kann am besten gelingen, wenn dabei direkt die Betreiber und Entwickler dieser Infrastrukturen in die Pflicht genommen werden.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen effizient umgesetzt werden und nicht in der berüchtigten EU-Bürokratie versacken. Ein spektakulärer Angriff auf kritische Infrastrukturen nämlich könnte erhebliche Folgen für unsere Gemeinschaft und letztendlich auch für unsere Freiheit haben.


Image (adapted) “Cyber attacks” by Christiaan Colen (CC BY-SA 2.0)


 

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5 Lesetipps für den 27. November

In unseren Lesetipps geht es heute um illegale Elektroartikel bei Online-Händlern, Bodycams bei der Polizei, Whatsapp, klassische Festnetztelefone und Löschanfragen bei Google. Ergänzungen erwünscht.

  • ONLINEHANDEL handelsblatt: Illegale Elektroartikel: Gefährlicher China-Schrott bei Amazon und Ebay: Oft wissen wir gar nicht, was wir kaufen – und Online-Händler wie Amazon oder Ebay, wissen teilweise auch nicht, was sie verkaufen. Denn durch ausführlicher Recherche und Testkäufen kam nun heraus, dass immer mehr illegale und teilweise auch lebensgefährliche Elektroartikel aus China über die Plattformen angeboten werden. Nachdem Amazon erfahren hat, welche Ware auf der Plattform verkauft wird, hat der Online-Händler die Käufer der schädlichen LED-Lampen per Mail benachrichtigt, diese nicht zu nutzen und zusätzlich die Produkte auf der Plattform für den Verkauf gesperrt.

  • BODYCAMS Datenschutzbeauftragter: Bayerische Polizei will Bodycams testen: Um sich in Zukunft vor Gewalttaten zu schützen, testet die Polizei in Bayern jetzt sogenannte Bodycams. Die kleinen Kameras sind an der Uniform befestigt und sollen so der leichteren Identifizierung von Straftätern dienen. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der Nutzung der Mini-Kameras. Datenschutzbeauftragte sind der Meinung, dass es schwerwiegendere Gründe bräuchte, um Bürger direkt ins Gesicht zu filmen. Außerdem stellt sich noch die Frage, ob Bodycams tatsächlich dazu beitragen, Angriffe auf Polizisten zu verringern.

  • WHATSAPP FOCUS Online: Neues Update: Jetzt für Android und iOS: Die neueste WhatsApp-Funktion ist ein echter Star – Video: Eine neue Whatsapp-Funktion ist jetzt für Android und iOS Nutzer verfügbar. Nachdem die blauen Lesehäkchen des Messengers nicht sehr gut bei den Nutzern ankamen, gibt es jetzt Sternchen, mit denen Nachrichten markiert und für später abgespeichert werden können. Das kann vor allem wichtig bei langen Chats sein, wenn bestimmte Nachrichten schnell wieder gefunden werden sollen.

  • FESTNETZ DIE WELT: Festnetzgeräte ersetzen Babyfon und Senioren-Smartphone: Sind klassische Festnetztelefone nicht schon längst ausgestorben? Das könnte man meinen, da fast jeder ein Smartphone hat. Allerdings haben die Zahlen des Branchenverbandes gezeigt, dass jedes Jahr immer noch Millionen Festnetztelefone gekauft werden. Zwar bleiben hier viele Hightech-Funktionen weg aber auch hier gibt es spezielle Features wie beispielsweise das Koppeln mit analogen Hörgeräten. Und auch als Babyfon, lassen sich so manche Geräte benutzen. Und es wird vermutlich immer Leute geben, die nur ungern auf das klassische Festnetztelefon verzichten würden.

  • GOOGLE t-online.de: Nur aus Frankreich gibt es mehr Anträge: Google erhält 60.000 Löschanträge aus Deutschland: Der Suchmaschinenriese Google gab bekannt, dass er 60.000 Löschanträge aus Deutschland erhalten habe. Knapp 350.000 waren es in Europa und in 42 Prozent der Fälle sei Google den Anfragen nachgekommen. In den meisten Fällen aber galten die Löschanfragen dem sozialen Netzwerk Facebook. Viele Nutzer wollten, dass die Querverbindung zu ihrem Facebook-Account gelöscht wird. Doch auch soziale Netzwerke wie Twitter, YouTube oder Google+ waren laut den Angaben von Anfragen betroffen.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 17. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Gewinneinbrüche bei Ebay, Persicope und Twitter, Facebook, die Quartalszahlen von Google und Windows 10. Ergänzungen erwünscht.

  • EBAY Horizont: Ebay: Verkauf des Unternehmensgeschäfts sorgt für Gewinneinbruch: Im letzten Quartal vor der Abspaltung von Paypal, hat die Handelsplattform Ebay einen Gewinneinbruch verzeichnen müssen. Ein Grund dafür, war der relativ niedrige Preis beim Verkauf des Ebay-Geschäfts mit Unternehmen. Dieser machte eine Wertberichtigung von knapp 800 Millionen Dollar notwendig. Am Ende schmolz der Gewinn des zweiten Quartals auf 83 Million Dollar, was 88 Prozent weniger sind als im Vorjahresquartal.

  • PERISCOPE Digiday: The first Periscope star shows the live streaming platform doesn’t need Twitter: Die freiberufliche Künstlerin Amanda Oleander aus LA, ist bekannt für ihren Vlog und ihre Stadtführer-Videos. Bei Periscope hat sie mehr als 250,000 Follower und 30 Millionen Herzen (die Perisope-Version von einem like). Anhand dieser Zahlen könnte man vermuten, dass sie ähnlich hohe Zahlen auf Twitter hat. Anfang des Jahres übernahm Twitter Periscope und trotzdem hat Oleander auf Twitter nur 6.300 Follower. Damit zeigt Oleander, dass sich beide Plattformen trotz ihrer enger Verbindung, nicht so nahe stehen wie der ein oder andere vielleicht denken mag.

  • FACEBOOK The Next Web: Messenger is now globally available to anyone without a Facebook account: Facebook geht den Weg der Strategie verschiedene Apps zu betreiben, konsequent weiter. Nachdem bereits neue Features für den eigenen Messenger angekündigt wurden, geht das soziale Netzwerk noch einen Schritt weiter: ab jetzt können sich Nutzer weltweit auch ohne ein Facebook-Konto für den Messenger anmelden. Damit bietet Facebook mit WhatsApp und dem Messenger zwei unabhängig funktionierende App-Dienste zum Chatten an.

  • GOOGLE Heise Online: Wo Googles Geld herkommt und wo es bleibt: Gestern hat Google sein zweitbestes Börsenergebnis der Unternehmensgeschichte vorgestellt. Durch Online-Werbung nimmt Google so viel Geld ein wie noch nie. Inzwischen verfügt Google über Finanzreserven in Höhe von 70 Milliarden US-Dollar. Was macht Google mit dem Geld? Daniel Sokolov stellt in seinem Artikel auf Heise.de ein paar Investitionsziele vor und warum die Aktionäre von Google wohl nichts von dem Gewinn abbekommen.

  • WINDOWS Golem: Microsoft: Fertiges Windows 10 wird bereits verteilt: Microsoft hat mit der Verteilung der fertigen Windows 10 Version früher als erwartet begonnen. Eigentlich sollte die finale Version erst am 29. Juli erscheinen, allerdings wird diese bereits an alle Teilnehmer des Windows-Insider-Programms verteilt. Der aktuelle Build entspricht der RTM-Version, also die Version für Gerätehersteller, mit der Notebooks, Computer und Tablets mit Windows 10 bestückt werden. Eigentlich war es bisher üblich, dass die Windows-Insider-Teilnehmer zunächst das Update erhalten, die den Fast Ring gewählt haben und der Slow Ring erst im nächsten Schritt folgte. Microsoft möchte damit testen, wie gut es funktioniert, wenn das Update von vielen Nutzern zugleich herunterladen wird.

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5 Lesetipps für den 29. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um den Start von Apple Music, Verbesserungsmöglichkeiten der Google Glass, Paypal und Ebay, Apple News und iOS 9. Ergänzungen erwünscht.

  • APPLE MUSIC Horizont: Apple Music startet morgen: Wird Apples Musikdienst zum Wegbereiter der Streaming-Revolution?: Der Countdown läuft: Morgen startet Apple Music und eröffnet damit eine neue Ära des Musik-Geschäftes. Das Streaming von Musik steht damit vor dem Sprung in den Massenmarkt. Apples klarer Vorteil ist der Stamm von 800 Millionen Kunden, welche es gewohnt sind, für Dienste und Musikdownloads zu zahlen. Drahtlos wird der neue Service mit der bisherigen Musik-App verknüft. Auch eine Android-App wird im Laufe des Jahres erscheinen. Jetzt liegt es an den Kunden, sich zwischen CD, Download oder Gratis-Musik auf YouTube zu entscheiden. Die Musikkonzerne wollen ganz klar, dass kostenlose Streamingdienste verschwinden. Diese setzen dafür auf Apples Zugkraft.

  • GOOGLE GLASS heise online:Bessere Optik für Google Glass und Co.: Forscher am Frauenhofer-Institut in Jena arbeiten an einer kleinen und dezenten Datenbrille. Damit soll die Technik endlich Endkunden-tauglich sein und gleichzeitig neue Möglichkeiten schaffen. Bisher war die Google Glass aufgrund ihres Auffälligen Aussehens kein Erfolg. Die Forscher bringen eine unsichtbare Gitterstruktur auf das Glas an; Per App soll die Brille dann auf weitsichtige Nutzer eingestellt werden können. Diese Verfahren sind Massentauglich und kosteneffizient. Auch Kurzsichtigkeit und Astigmatus soll die Brille teilweise kompensieren können.

  • PAYPAL Horizont: Endgültige Trennung: Ebay spaltet Paypal am 17. Juli ab: Ebay und Paypal trennen sich. Am 17. Juli wird der Bezahldienst Paypal sich von der Online-Handelsplattform Ebay abspalten. Dabei sollen dann alle Ebay-Anteilseigner eine Paypal-Aktie bekommen, nachdem Paypal am 20.7. an die Börse gegangen ist. Getrennt sollen beide Teile erfolgreicher sein. Sowohl Ebay als auch Paypal stehen großer Konkurrenz gegenüber: Amazon und Alibaba sind die stärkste Konkurrenz für Ebay. Neue Bezahldienste von Apple und Google starten. Durch die Abspaltung hat Paypal jetzt die Möglichkeit auch mit Konkurrenten von Ebay zusammen zu arbeiten.

  • APPLE NEWS FAZ: Artikel im Einzelverkauf: Wie Apple und Facebook den Journalismus filetieren: Mit Apple News wird der Journalismus wieder ein bisschen mehr filletiert. Damit vernichtete Apple sein bisheriges Zuhause für News App, denn jetzt sollen Nachrichten aufs schönste mit Bilder, Videos und Audios präsentiert werden, in einem für Apple typischen schlichten Design. Wie damals Apple mit iTunes für die Musikindustrie ein Erlösmodell geschaffen hat (und damit das insolvente Schicksal von Napster besiegelte), könnte das jetzt der „Steve-Jobs-Moment“ für den Journalismus sein. Größter Kritikpunkt: Wie auch schon Facebook entscheidet Apple dann genau, was die Leser zu Gesicht bekommen – und was nicht.

  • iOS 9 Golem.de: Leistungsreduktion: So spart Apple bei iOS 9 Strom: iOS 9 wird einen Energiesparmodus haben. Damit ermöglicht Apple unter einigen Bedingungen eine längere Akkulaufzeit. Allerdings wird das das iPhone wohl einiges an Leistung kosten, von bis zu 40 Prozent ist die Rede. Aus Testergebnisse wird geschlossen, dass Apple nicht nur einzelne Komponenten abschaltet, sondern die komplette Leistung herrunterfährt. Im Hintergrund werden keine Aktualisierungen mehr durchgeführt und Mails werden nicht mehr in regelmäßig Abständen geladen. Das iPhone schaltet nicht automatisch in den Modus, das muss der User selbst tun.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Das Rennen um die Zukunft des Online-Shopping

Liegt die Zukunft des eCommerce auf dem Smartphone (Image by jeshoots [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Kaufen statt chatten, posten und stöbern: Messaging-Apps, soziale Netzwerke und Suchmaschinen treten in Konkurrenz zu Shopping-Plattformen. Werden wir künftig noch zu dezidierten Online-Shops surfen, oder werden uns Facebook, Twitter und Snapchat mit den Produkten und Dienstleistungen unserer Wünsche versorgen? Suchmaschinen, Social Networks und Messaging-Apps setzen derzeit viel daran, im E-Commerce Fuß zu fassen. Ihnen geht es vor allem um die frühe Bindung der jungen Konsumenten, die heute noch Taschengeld bekommen, bald aber ihre Gehälter ausgeben wollen.


Warum ist das wichtig? Der eCommerce-Bereich brachte in den vergangenen Jahren kaum Innovationen, doch Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Messaging-Apps und Smartphones könnten das rasch ändern.

  • Facebook, Twitter, Pinterest und Google wollen „Buy“-Buttons in ihre Dienste einbauen und Nutzer direkt auf ihren Plattformen shoppen lassen.

  • Messaging-Apps wie Snapchat, Messenger und WeChat können sich zu großen mobilen Portalen für Online-Shops entwickeln und den Bezahl-Vorgang abwickeln.

  • Amazon, eBay & Co. müssen aufpassen, nicht den Anschluss an die Nutzungsgewohnheiten der jungen Generation zu verlieren.


Die großen globalen Player Amazon, eBay, Alibaba, Rakuten und daneben lokale Destinationen wie Zalando in Deutschland oder willhaben.at in Österreich – so sieht für viele Internetnutzer Online-Shopping auch in Jahr 2015 aus. Gegen die etablierten Marken wie Amazon anzutreten, davon wird oft abgeraten. „Jeder, der Amazon werden will, wird scheitern„, sagte etwa Martin Wolf, Leiter Vertrieb, Werbepost & Dialog bei der Österreichische Post AG, vergangene Woche auf der Digitalmarketing-Messe DMX Austria in Wien. Doch derzeit mehren sich die Anzeichen, dass es sehr wohl Internet-Firmen gibt, die die Marktmacht von Amazon & Co. brechen wollen und ihre starken Reichweiten und Plattformen dazu nutzen wollen, Produkte online zu verkaufen. Wenn sie sich mit ihren Plänen durchsetzen, wird man keine dezidierten Online-Shops besuchen müssen, sondern direkt aus Suchmaschinen, Social Networks und Messaging-Apps bestellen, was man so braucht.

Die neuen, nicht unbekannten Player im Überblick:

Google: Ja, niemand geringerer als der Werberiese Google ist auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Wie das Wall Street Journal berichtete, sollen in den Suchergebnissen schon bald Anzeigen auftauchen, in denen „Buy“-Buttons integriert sind. Ein Klick darauf leitet Nutzer auf mobilen Geräten zu dezidierten, von Google gestalteten Produktseiten, wo man sich Größe, Farbe, Menge, Lieferart oder Bezahlmethode aussucht und den Kauf auch abschließen kann. Für Google gäbe es als Vermittler die Möglichkeit, am Umsatz des Händlers mitzuverdienen.

Facebook: Das führende Social Network testet nicht nur seit Juli 2014 einen „Buy“-Button (man soll damit Produkte kaufen, ohne Facebook zu verlassen), sondern könnte auch seine App Messenger mit 600 Millionen monatlichen Nutzern zur Shopping-Plattform ausbauen. Die ersten Schritte dazu wurden bereits gesetzt: In den USA lässt Facebook Nutzer via Messenger Geld überweisen und sammelt dafür bereits fleißig Bankdaten, die dann später, wenn Shopping-Angebote in die App kommen, bereits vorhanden sind, um die Nutzer zum Kaufen zu animieren.

Snapchat: Die bei jungen Menschen beliebte Messaging-App hat in Kooperation mit Squre im November eine Bezahl-Funktion namens Snapcash eingeführt, mit der sich vorerst Nutzer Geld zuschicken können. Jetzt tauchten Gerüchte auf, denen zufolge Snapchat in das Mobile-Shopping-Startup Spring investieren will. Branchenbeobachter sehen es schon vor sich: So, wie man heute Medien wie National Geographic oder Vice direkt in der Messaging-App konsumieren kann, könnte man künftig auch bei Snapchat shoppen.

WeChat: Vom Westen kaum bemerkt, hat sich die Messaging-App WeChat (sie gehört der Firma Tencent) mit etwa 550 Millionen Nutzern zu einem wichtigen eCommerce-Player in China aufgeschwungen. Händler können in der App kleine, gebrandete Online-Shops aufmachen und Waren und Dienstleistungen an Nutzer verkaufen. Die Bezahlung wird über das WeChat-eigene Payment-System abgewickelt, dass auf Tencents “Tenpay” basiert. Branchenbobachter sehen die WeChat-Ambitionen als Angriff auf Chinas führenden eCommerce-Riesen Alibaba.

Twitter: Seit September 2014 testet auch der Kurznachrichten-Dienst einen „Buy“-Button, den Werber in ihre „Sponsored Tweets“ packen können. In Großbritannien und Frankreich hat Twitter bereits Partnerschaften mit Banken (Barclays bzw. Groupe BPCE) eingefädelt, damit Nutzer Geld versenden können. Außerdem hat der Kurznachrichten-Dienst kürzlich das Startup TellApart aufgekauft, dass sich auf personalisierte Produktempfehlungen spzialisiert hat.

YouTube: Auch die Google-Tochter YouTube soll zum Shopping-Center werden. Kürzlich wurde angekündigt, dass in den kommenden Monaten neue Werbeformate namens „TrueView for shopping“ starten sollen. Werber können im Video „Click to Shop“-Anzeigen und Produktbilder samt Preisen einbetten. Für die Händler Wayfair und Zephora soll das in Tests schon ganz toll funktioniert haben.

Pinterest: Die inspirierende Foto-Plattform experimentiert Berichten zufolge wie alle anderen ebenfalls mit einem „Buy“-Button, der im Laufe des Jahres starten soll. Wie bei der Konkurrenz ist die Funktion so angelegt, dass Nutzer nicht mehr die Webseite oder die App von Pinterest verlassen müssen, um ein Produkt zu erstehen.

Die große Frage: Sind Konsumenten, die gerade bei Google suchen, ein YouTube-Video kucken, bei Facebook oder Twitter prokrastinieren oder in Snapchat chatten, gerade in der Stimmung, etwas zu kaufen? Wer einen Online-Shop besucht, zeigt Kaufabsicht, doch in Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und Messaging-Apps sucht man oft etwas anderes – etwa Information, Unterhaltung, Freunde. Laut Ted Livingston, der 2009 die Messaging-App Kik gegründet hat und dort Marken mit eigenen Profilen auftreten lässt, sagt ein Rennen um das „WeChat des Westens“ voraus. Bei WeChat würden pro Tag mehr Business-Accounts aufgemacht werden, als in China Webseiten online gehen, und wer das in der westlichen Welt schaffe, könne die Konsumenten von morgen an sich binden.

Would you switch from Amazon to Walmart just because you can now Kik a pair of shoes to your friends? I doubt it, unless you’ve never shopped at either store before„, so Livingston. „Young consumers in the West are like all consumers in the East. They haven’t yet decided where to bank, where to shop, or what games to play. But they all chat.


Teaser & Image by jeshoots (CC0 Public Domain)


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Alternativen zu den kontrollierenden Konzernen

Büro (adapted) (Image by moerschy [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Sind Alternativen zu kontrollierenden Konzernen möglich? Nur wenn sich Politik und Wirtschaft transformieren. In einem seiner ersten Auftritte nach seiner Haftentlassung äußerte sich der wegen Beihilfe zu Copyright-Verletzungen verurteilte Pirate Bay Gründer Peter Sunde desillusioniert: Das Internet sei zu einer Scheindemokratie verkommen, ohne mögliche Beteiligung des Einzelnen: Wenige Konzerne aus einem Land kontrollierten die weltweit genutzten Dienste im Netz.

Mit dieser Sichtweise scheint er ein schon lange gehegtes Unwohlsein mit der technologischen Konsolidierung und Monopolisierung Ausdruck zu verleihen, welches durch die jüngsten Äußerungen des EU-Kommissars Oettinger weiter bestätigt wurde: „Wir haben das Spiel in der IT Branche verloren„, konnte dieser mit Blick auf die übermächtige Konkurrenz aus Silicon Valley nur mehr bedauernd konsternieren. Man sollte diese bittere Erkenntnis von ihrer Dramatik her nicht unterschätzen und es verwundert, dass diese von den Medien nicht weiter groß aufgegriffen wurde: Denn, nicht nur die IT-Industrie ist betroffen. Kauft man etwa heute deutsche Autos aufgrund ihrer überlegenen Fahrqualität und Verarbeitung, so werden in der Zukunft die Software der Selbststeuerung der Fahrzeuge und über soziale Medien und GPS agierende geographische Dienstleitungen zum Einkauf während der Fahrt immer wichtiger und diese Steuerungen werden nicht mehr aus Deutschland kommen. Auch der Online-Handel – um bei diesem Beispiel zu bleiben – befindet sich schon überwiegend in der Hand von drei US-Konzernen: Apple, Amazon und ebay vereinen bereits 65% des Umsatzvolumens in Deutschland.

Was aber ist zu tun in einer solchen Situation und gibt es wirklich keinen Ausweg mehr? Möglichkeiten gibt es schon, allerdings nur um den Preis, dass wir alle in politischen oder ökonomischen Bereichen partizipieren und aktiver werden.

Der Geist der Maschine

Die Frage der Monopole und Machtkonzentration in Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch in Organisationen ist für die Wissenschaft keine neue Frage. Bereits nach dem Ersten Weltkrieg und unter dem Eindruck der geplanten Kriegswirtschaft, begannen sich vor allem Wirtschaftswissenschaftler mit dieser Frage intensiv zu beschäftigen. Der polnische Ökonom Oskar Lange sah schon zu dieser Zeit, die Gefahr der Monopolisierung im Kapitalismus und schlug vor – ganz im Sinne seiner Zeit – dass diese nur durch eine staatliche Planungsinstanz verhindert werden kann. Faszinierend ist hier, dass Lange dem Marktmechanismus vorwarf, antiquiert, krisenanfällig und ineffizient, sprich: Ein Kind des vorelektronischen Zeitalter zu sein. Er antizipierte deshalb Jahrzehnte vor dem Einsatz von Computern an der Börse, dass Preise durch eine „Maschine“ effizienter auch schneller festgelegt werden könnten (er entkräftete damit Hajeks Kritik, dass die Unmengen an Gleichungen, die notwendig wären, um Preise zu berechnen, die Fähigkeiten der Planinstanz überschreiten würden). Viel wesentlicher – und oft vergessen – aber war, dass er diese zentrale Instanz durch einen transparenten und demokratischen Prozess kontrolliert sah, er also die „Maschine“ durch Demokratie regulieren wollte.

Der Kybernetiker Norbert Wiener kam nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer ähnlichen Erkenntnis, indem er etwas verklausuliert anmahnte, dass der Maschinengott ja mit seinen Schöpfungen nicht Schach spielen könne. Erstaunlich ist zudem, dass auch systemunkritische Wissenschaftler diese Regulierung durch das Individuum als einzigen Ausweg sehen, um Machtkonzentration auszugleichen. Der Nobelpreisträger und Forscher der konservativen Rand Cooperation, Kenneth Arrow, der Autorität in der Hierarchie („Nature loves hierarchy„) und im Militär in seiner reinsten Ausprägung sah, kam gegen Ende seiner Ausführungen über die „Grenzen der Organisation“ zu der erstaunlichen Erkenntnis, dass deren Autorität „Reviews“ oder auch „irregulären und fluktuierenden Wellen von Ungehorsam“ ausgesetzt sein müsste. Schlussendlich – so könnte man diese und andere Sichtweisen zusammenfassen – kommt es immer wieder auf das Individuum an, welches sich gegen Monopole, Chaos und Machtkonzentration durchzusetzen habe und sich wohl dabei ziemlich allein gelassen fühlen muss, da keine Beschreibungen und Hilfen für einen derartigen Widerstand gegeben wurden.

Wir haben den Gegner gesehen und es sind wir!

Dem politischen System und seinen Organisationen scheint es hingegen nicht mehr möglich zu sein, gegen die Interessen von Monopolen einzuschreiten. Wir sind so gesehen in einer Phase der Postdemokratie (Collin Crouch). Diese Unfähigkeit des Staates liegt im konkreten Fall der digitalen Wirtschaft und ihrer „exponentiellen Unternehmen“ nicht nur daran, dass Politiker noch nicht ganz verstanden haben, welche Entwicklungen hier ablaufen bzw. keine Ideen oder Gegenmittel haben, sondern auch, dass die Politik, wenn sie gegen diese Technologiekonzerne vorgehen würde, immer auch gegen den Bürger vorgeht, der die Leistungen dieser Anbieter nutzt, weil sie das Leben einfacher und interessanter machen. Wir selbst sind „stille“ Mitproduzenten dieser Monopole: Die Inhalte der Suchmaschinen und Handelsplattformen werden von uns entwickelt bzw. bereitgestellt. Obwohl kaum einer bewusst Monopole unterstützen möchte und wir von der Politik deren Begrenzung erhoffen, sind unsere Handlungen also widersprüchlich und damit oft erfolglos.

Dabei kann individueller Widerstand durchaus erfolgreich sein. In der Tat scheint der Einfluss auf diese Anbieter eher dann am besten zu funktionieren, wenn er von uns bzw. den „stillen Produzenten“ direkt ausgeht, wie etwa Episoden zeigten, in denen Nutzer gegen gekaufte „Buchrezensionen“ und Suchplatzränge erfolgreich protestierten und mit Abwanderung drohten. Diese Erfolge lenken den Blick auf einen wichtigen Aspekt bei dieser Art des Protestes: Wie schon Niklas Luhmann aufzeigte, geht es bei diesem nicht so sehr darum, die Verantwortung anderer anzumahnen, sondern selbst Lösungen zu erarbeiten! (Wenngleich Luhmann selbst von dieser notwendigen Fähigkeit der Protestierenden nicht überzeugt war: „Das Geheimnis der Alternative ist: daß sie gar keine Alternative anzubieten habe.“)

Der einzige Ausweg scheint also zu sein, neue Wege der Aktivierung des Individuums zu finden und die Chancen dafür stehen heute vielleicht etwas besser als zu Luhmanns Zeiten: denn heute können wir alle mehr für uns aber auch gemeinsam mit anderen tun.

Der Bürger als Produzent

Diskussionen allein – so musste der Schöpfer des Konzeptes der Deliberation, Jürgen Habermas, ja feststellen – sind ja oft weit weg von der eigentlichen Entscheidung, sie sind oft zahnlos. Weiter gibt es keinerlei Konzepte, wie eine große Anzahl an Menschen, sich über komplexe Sachverhalte einigen kann: Dies war ja eine Erkenntnis von Arrows „Unmöglichkeitstheorem“ in den 1950er Jahren: Politik sollte deshalb nicht Optionen bottom-up entwickeln, sondern nur über den generellen – wie immer auch vordefinierten – „politischen Willen“ abstimmen. Der Quietismus – die politische Apathie – ist also durchaus ein Konzept, welches die politischen Systeme bewusst zur Stabilisierung einsetzen: Nicht alle sollen mitreden, sondern ihre Stimme an Fachkräfte delegieren, die in festgelegten Abläufen Lösungen finden. Das Dilemma scheint also zu sein, dass wir alle oder viele von uns auf Basis von Diskussionen aktiv werden müssten, die politischen Prozesse für eine solche Aktivierung jedoch noch nicht bvorhanden sind. Schlimmer noch, selbst in Sachen Mitwirkung erfolgreiche Länder wie Norwegen, scheint die Partizipation zu einer Fragmentierung und Schwächung des politischen Systems zu führen, da dieses die neuen Stimmen und Aktionen nicht integrieren kann und so parallele „politische Surrogate“ sprießen.

Die Unzufriedenheit mit den Medien in Demokratien scheint diese Situation wider zu spiegeln: Diese sind in ihrer elitären und selbstregulierenden Ausrichtung eher bestimmt, in quietistischen Konstellationen vordefinierte Meinungen zu verfestigen, die in Zeiten, in denen immer mehr Menschen in ihrem jeweiligen Kontext ihren eigenen Meinungsbildungsprozess unabhängig vollziehen können, immer mehr hinterfragt werden. Wie also kann der Demos wieder in der Demokratie gestärkt werden – eine Forderung des neuen griechischen Finanzministers – und der Staat damit nicht geschwächt, sondern vielmehr gestärkt werden? Die bisherigen Erfahrungen lassen vermuten, dass es hier vor allem auf der kommunalen Ebene – im unmittelbaren Umfeld des Individuums – neue Möglichkeiten zur Kollaboration und Aktion gibt. Über definierte Schnittstellen (Application Programming Interfaces) können Individuen auf öffentliche Daten (Open Government Data) zugreifen, um Ihre Probleme selbst oder gemeinsam mit anderen zu lösen: „To resist is to create“. Hilfreich ist hier, dass die Vernetzung und Einbindung über das Strukturelement der virtuellen Plattformen als eine Art virtueller Arbeitsraum sehr viel einfacher geworden ist, wie die Bertelsmann Plattform „Beteiligungskompass“ zeigt. In dem Sinne, dass das kommunale Engagement immer wichtiger wird, da global der Großteil der Menschen in urbanen Zentren wohnt, die überall auf der Welt ähnliche Probleme haben, entsteht hier ein wichtiger politischer Partizipationsweg.

Mit dieser neuen Rolle als Produzent öffentlicher Leistungen wird zugleich auch eine neue politische Position geschaffen: alles wirtschaftliche Handeln ist immer auch soziales Handeln (Luhmann) und die Art und Weise, wie ökonomisch agiert wird (selbstbestimmt, selbstgesteuert, meritokratisch), ist zugleich auch ein politisches Statement der „freien Produzenten“ (Peers), die sich nun zusammenschließen und frei verfügbare Dienstleistungen und Produkte (Allmende) entwickeln (Freie Software, Lerninhalte journalistische Arbeit, soziale Hilfsdienste etc.).

Der Staat als Investor, Partner und Plattform

Wie müssen nun beobachten, dass sich große Konzerne diese Leistungen zunutze machen: Diese monetarisieren die Plattformen der freien Produzenten (IBM verdient einen großen Teil seines Umsatzes mit Dienstleitungen zu Open Software). Die freien Produzenten könnten nun aber anfangen für Ihre Leistungen auch etwas zu verlangen. In diese Richtung geht etwa die Diskussion um die „Peer Production License“: Diese sieht vor, dass all jene, die keinen Beitrag zu einem frei verfügbaren Gut schaffen, dieses aber benutzen wollen, einen Beitrag zahlen. So würde der passive Benutzer von Open Software etwas zahlen müssen, die „freien Produzenten“ dieser Software hätten nun aber einen monetären Gegenwert für Leistungen und könnten beginnen, einen eigenen Peer-Produktions-Sektor mit eigenen egalitäreren Strukturen aufzubauen.

Dies bedeutet nicht, dass der Staat von sich aus nichts tun kann. Gerade das Beispiel von Silicon Valley zeigt ja, wie wichtig und wirksam staatliche Investitionen sind: Fast alle Bestandteile des Smartphones sind z.B. im Rahmen öffentlicher Investitionen entstanden. Und so gesehen, gibt es eigentlich keinen Grund, warum der Staat nicht auch verstärkt öffentliche Programme und Plattformen zur Förderung und Vernetzung von Start-Ups, KMUs und Freien Produzenten organisieren und unterstützen könnte. Scheinbar hat aber der Staat im Neoliberalen Zeitalter verlernt, solche Programme zu entwickeln und natürlich ist das Bauen von Straßen einfacher als die Förderung von Ideen. Wie einfach man über Plattformen neue politische Strategien lancieren und so verlorenes Terrain wettmachen könnte, zeigt ja der Bildungsbereich. Anstatt mit traditionellen Elementen wie etwa Projekten – die zumeist verpuffen – und Exzellenzinitiativen – die vor allem zur Innenbeschäftigung führen – zu arbeiten, könnte der Staat ja eine eigene Plattform für Digitale Lerninhalte aufbauen. Diese stehen jedem frei zu Verfügung und die Qualität der einzelnen Inhalte wird über Reviews der Nutzer (und nicht Akkreditierungsinstitute) ermittelt. Universitäten könnten es als Qualitätswettbewerb und breitenwirksame Marketingmaßnahme betrachten, hier Lerninhalte einzureichen. Der Aufbau einer solchen Plattform hätte auch den Vorteil, Wissen für junge Unternehmer und Freie Produzenten schnell und unkompliziert zur Verfügung zu stellen und so ihre Produktivität und Erfolgschancen zu erhöhen. Auch hier muss man wieder feststellen, dass derartige Initiativen vor allem wieder im Privatbereich (z.B. edx.com) und in den USA auftauchen. In Deutschland gibt nun allerdings die jüngste Initiative der Stadt Hamburg zu Schaffung einer digitalen Lernplattform Anlass zu Hoffnung. 

Es bleibt bei all diese neuen Möglichkeiten allerdings die Erkenntnis, dass diese Art der Partizipation einen Zeitaufwand für jeden Einzelnen bedeutet, der heute bei vielen so nicht anfällt, da wir bisher die politische Interaktion ja zumeist delegieren. Der bittere Beigeschmack ist dann, dass diese Art der Mitwirkung wohl wieder ein elitäres Projekt zu sein scheint und damit weniger effektiv werden kann. Dies ist wohl nicht ungewöhnlich, da soziale Neuerungen zumindest am Anfang immer eine gewisse Ungleichheit erzeugen. Allerdings zeigen aktuelle Umfragen in Deutschland, dass bereits 55 Prozent Männer und 44 Prozent der Frauen heute schon Online bei wirtschaftlichen und ökonomischen Projekten in der einen oder anderen Art und Weise zumindest einmal partizipiert haben. Es wäre also schon ein gewisser Start, wenn diese Ressourcen und Bereitschaft über öffentlich unterstützte Plattformen eingesammelt und zum Aufbau von neuen Lösungen abseits der Monopole und zur Ergänzung staatlicher Handlungen genutzt werden könnten.


Image (adapted) „Büro“ by moerschy (CC0 Public Domain)

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5 Lesetipps für den 16. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um den digitalen Mob, Facebook vs. Netzneutralität, Open Source, E-Commerce in Deutschland und YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALER MOB NYTimes.com: How One Stupid Tweet Blew Up Justine Sacco’s Life: Auf NYTimes.com ist ein lesenswerter Artikel von Jon Ronson über Menschen erschienen, die sich mit einer unbedachten und meist sehr dummen Aussage das Leben zerstört haben. Vor allem Justine Sacco, die vor einem elfstündigen Flug einen rassistischen Tweet absetzte, der sich während des Fluges eine weltweite Spott- und Hass-Bewegung auslöste, ist ein gutes Beispiel für den digitalen Mob, der sich schnell bilden kann und genauso kritikwürdig agiert, wie meist seine Verursacher.

  • NETZNEUTRALITÄT The Verge: Facebook’s march to global domination is trampling over net neutrality: Was hierzulande vor allem die Telekommunikationsanbieter Telekom und Vodafone sind, stellt in den USA das soziale Netzwerk Facebook dar: ein gefährlicher Feind der Netzneutralität zu sein. Mit der Telefoniefunktion von Facebooks Messenger WhatsApp und der Initiative Internet.org, womit noch mehr Menschen ins Internet gebracht werden sollen, führt Facebook einen harten Kampf gegen das im Internet grundlegende Prinzip der Netzneutralität.

  • OPEN SOURCE Golem: Das Wir-Gefühl der Open-Source-Community und seine Probleme: Oft sprechen Entwickler der Open-Source-Community und Nutzer der Software vom „Wir“. Dieses Gemeinschaftsgefühl bewirkt, wenn nötig, einen starken Auftritt, doch noch öfters konkurrieren aber viele Interessen, wodurch das Wir zerrissen werden kann. Open Source ist ein wichtiger Bestandteil unserer digitalisierten Welt, aber eine zusammenhaltende Bewegung steht dahinter nicht, obwohl alle die gleichen Prinzipien vertreten (wollen).

  • E-COMMERCE etailment: Das deutsche Online-Handelsvolumina wird von US-Anbietern dominiert: In einem Gastbeitrag für etailment mahnt Gerrit Heinemann, Leiter eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein, dass gerade eine Exportwirtschaft wie die von Deutschland keine eigenen Online-Umsätze geenriert, sondern von US-Anbietern abhängig ist. Mehr als 65 Prozent der deutschen Online-Handelsvolumniawerden von Amazon, eBay und Apple generiert, Ein Grund dafür ist die altbackene Infrastruktur und vor allem die Politik: „Die digitale Agenda ist eigentlich eher eine digitale Lüge.

  • YOUTUBE Mashable: The revolution wasn’t televised: Gestern vor zehn Jahren hat Chad Hurley die Domain YouTube.com registriert und den Grundstein für eine derheute wohl wichtigsten Online-Plattformen der Welt gelegt. Um die Bedeutung von YouTube wirklich zu verstehen, empfehle ich (und der Social Media Watchblog, wo ich den Artikel selber empfohlen bekommen habe) den Artikel von Todd Wassermann bei Mashable, in dem er die technologische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung beschreibt, die Youtube in den letzten zehn Jahren genommen hat.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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5 Lesetipps für den 17. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um die neueste Android-Version 5.0 Lollipop, die größten Datendiebstähle der letzten Jahre, Twitters jüngste Soundcloud-Integration, Paypals Abspaltung von Ebay und den Start der deutschen Buzzfeed-Ausgabe. Ergänzungen erwünscht.

  • ANDROID Androidnext: Android 5.0 Lollipop: In einem offiziellen Blogeintrag hat Google am Mittwoch nebst dem neuen Tablet Nexus 9 und dem Phablet Nexus 6 auch die neueste Android-Version 5.0 Lollipop vorgestellt. Zunächst wird sie mit den soeben erwähnten jüngsten Geräten veröffentlicht, soll aber in den kommenden Wochen auf weitere Nexus-Geräte ausgerollt werden. Die Version bietet viele neue Features, so soll nicht nur die Android-Oberfläche dreidimensionaler und weniger mechanisch wirken, sondern auch für eine verbesserte Akkulaufzeit dank der obligatorisch integrierten Laufzeitumgebung ART gesorgt werden. Ebenso sei die Kamerafunktion optimiert, die nun RAW-Formate speichern können soll. Alles in allem ziemlich interessante Neuerungen, die die jüngste Android-Version mit sich mitbringt.

  • DATEN t3n: Die 8 größten Datendiebstähle der Geschichte – und wie sie passierten (Infografik): Passend zum aktuellsten Artikel unseres Autors Daniel Kuhn über die Gleichgültigkeit der Internetnutzer gegenüber Sicherheitslücken wird in diesem Lesetipp-Link eine Infografik von WhoIsHosting zu den acht größten Datendiebstählen vorgestellt. Inzwischen ist das Internet nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken, wir kaufen online ein, tätigen digitale Bankgeschäfte und vertreiben unsere Freizeit in Sozialnetzwerken. Damit geht aber auch der allbekannte Nachteil einher: Die Daten, die bei diesen Vorgängen übermittelt werden, sind beliebte Ware bei kriminellen Hackern sowie Geheimdiensten. So haben sich auch in den letzten Jahren viele Vorfälle ereignet, bei denen unter anderem Kreditkarten- und Login-Infos ausgespäht wurden. Aber nicht nur Unternehmen sind beliebte Ziele gewesen, auch behördliche Daten wurden liebend gern von politisch motivierten Hackern oder sogenannten Whistleblowern ausgespäht und verbreitet.

  • TWITTER The Wall Street Journal: Tweet the Beat: Twitter Users Can Now Listen to iTunes, SoundCloud Tracks: Nun gibt es in Twitter auch die Möglichkeit, innerhalb der Timeline Musikstücke zu genießen – dank der Kooperation und Integration von Soundcloud, einer Berliner Musikplattform. Gestern hat nämlich das Social Media-Kanal Twitter den Start von Twitter Audio Card verkündet, damit können User nicht nur beim Scrollen ununterbrochen bestimmte Lieder hören, sondern diese auch vom iTunes Store kaufen. Twitter wird dadurch zwar keine Einnahmen erwirtschaften, allerdings können mit der neuen Funktion mehr User auf die Social Media-Plattform geholt und zudem dazu motiviert werden, mehr Zeit auf dieser zu verbringen. Ursprünglich wollte Twitter Soundcloud sogar übernehmen, hat aber aufgrund des hohen Preises und der unklaren Rechtelage der Musikstücke doch davon abgesehen.

  • EBAY Die Welt: Ohne Paypal ist bei Ebay bald nichts mehr los: Der digitale Bezahldienst PayPal hat angekündigt, im nächsten Jahr an die Börse zu gehen. Mit dieser Abspaltung wird die Online-Auktionsplattform Ebay dan ohne PayPal, die Ebays erfolgreichste Bezahlfunktion ist, auskommen müssen und an Umsatz einbüßen. Der Onlineriese Ebay steht damit vor einer ungewissen Zukunft und hatte bereits die Ziele für das laufende Geschäftsjahr gesenkt, der Umsatz dürfte also geringer ausfallen als erwartet, wie Ebay mitgeteilt hat. Auch zwischenzeitlich fiel die Ebay-Aktie schon nachbörslich um fast fünf Prozent. Ebay-Chef John Donahoe zeigt sich allerdings – trotz Auflehnung gegen Carl Icahns Kampagne zur Abspaltung von PayPal Anfang des Jahres – zuversichtlich und ist nun der Meinung, dass Ebay und PayPal im raschen Wandel des Online-Marktes jeweils allein am meisten profitieren würde.

  • BUZZFEED FAZ: Buzzfeed startet in Deutschland – Mit Katzen auf Klickjagd: Das US-Medienportal Buzzfeed, das Journalismus mit einer Mischung aus Blog, Newsticker und Online-Magazin betreibt, ist mit einer offiziellen deutschen Ausgabe gestartet. Buzzfeed wird gerne für seine Masche – abwegiger, listenreicher Content und niedliche Katzen – belächelt, ist allerdings mit 150 Millionen Besuchern pro Monat eines der beliebtesten Portale im englischsprachigen Raum. In einem Berliner Katzencafé stellten die Macher ihre Pläne für die deutsche Version vor. Zunächst wird es viele Unterhaltungsinhalte geben und in etwa acht Monaten sollen auch Nachrichten und Inhalte zu Lifestyle-Themen geliefert werden. Sie setzen außerdem bewusst darauf, dass die Leser die Artikel und Bildersammlungen auch an ihre Freunde oder in Sozialnetzwerken verbreiten. So wird ein Großteil der Buzzfeed-Leser auf die Webseite geholt. In Deutschland hat Facebook stolze 25 Millionen Nutzer, bildet also eine gute Grundlage für das Buzzfeed-Team. Man darf gespannt bleiben.

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eBay Kollektionen: Der Marktplatz erhält Schaufenster

Mit der Einführung der sogenannten eBay Kollektionen will das Online-Auktionshaus das Einkaufserlebnis nicht nur inspirativer, sondern auch sozialer gestalten. // von Daniel Kuhn

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eBay ist längst kein reines Auktionshaus mehr – seit einigen Jahren versucht das Unternehmen den Status als Marktplatz auszubauen. Nun fügt eBay mit den Kollektionen eine neue, soziale Komponente hinzu. Kollektionen sind Zusammenstellungen von Artikel zu einem Thema oder Motto, die von jedem Nutzer erstellt werden können. Den Kollektionen und Nutzern kann man folgen und seine Entdeckungen über die sozialen Netzwerke teilen. Erinnert irgendwie an Pinterest mit Kauffunktion.

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Sicherheit: eBay-Nutzer ohne Netz und doppeltem Boden?

ebay (adapted) (Image by cytech [CC BY 2.0], via flickr)

Wie gut werden eBay-Nutzer eigentlich vor Missbrauch beschützt? Bei falle-internet.de wurde Ende Januar berichtet, dass man die eBay-Mitgliedskonten seit November 2013 „ganz einfach kapern“ könne. Markus Schwinn schreibt, es nütze herzlich wenig, sollten die Benutzer die ausgewiesenen Experten-Tipps zur Passwortsicherheit beherzigen. Der Grund dafür ist einfach. Zur Erlangung des aktuellen Passworts reicht es seit Ende Januar aus, Zugriff auf das entsprechende E-Mail-Konto zu haben. Während man früher mindestens zwei von vier Sicherheitsfragen korrekt beantworten musste, ist dies vielfach nicht mehr nötig. eBay schaffte die obligatorische Beantwortung der Sicherheitsfragen ab. Wer sein Passwort vergessen hat, lässt sich von eBay einen Link zuschicken, mit dem er das Passwort zurücksetzen kann. Den Link erhält aber nicht nur der Eigentümer des E-Mail-Kontos. Jeder Cyberkriminelle, der den E-Mail-Account hacken konnte, kann sein Treiben nun auf das Internetauktionshaus ausdehnen. Für die Übernahme des eBay-Kontos muss der Hacker nicht einmal mehr wissen, welchen Namen sein Opfer bei eBay benutzt. Sofern die gekaperte E-Mail-Adresse bei eBay verwendet wird, klappt auch die Übernahme des eBay-Kundenkontos.

Mangelnder Datenschutz Branchenstandard?

Die lückenhafte Passwortsicherheit ist allerdings keine technisches Problem. Die Problematik ist der eBay Inc. schon länger bekannt. Gegenüber falle-internet.de teilte die deutsche Tochterfirma mit, dass man sich aus zeitlichen Gründen außerstande sehe, den Artikel bis zur Veröffentlichung zu kommentieren.

Maike Fuest, Head of Communications eBay Germany, gab gestern gegenüber Netzpiloten bekannt, man möchte den Anwendern einerseits keine unnötigen „Hürden aufstellen„, um wieder auf ihr Konto zugreifen zu können. Gleichzeitig sei es „ihr Ziel, Missbrauchsversuche zu identifizieren und zu verhindern„. Dafür würde nun ein abgestuftes Sicherheitsverfahren eingesetzt. Bei unauffälligen Konten ist die simple Passwortänderung per E-Mail möglich. „Bei Mitgliedskonten, die gemäß unserer Risikomanagement-Systeme ein höheres Missbrauchsrisiko aufweisen, setzen wir zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ein„. Werden Auffälligkeiten festgestellt, müssen Sicherheitsfragen beantwortet oder eine PIN telefonisch übermittelt werden.

Es hängt demnach alles von der automatischen Einschätzung der Sicherheits-Software ab. Leider wurde nicht in der Antwort ausgeführt, nach welchen Kriterien eBay die Konten untersucht. Von daher ist unklar, in welchem Fall ein Konto als harmlos oder als riskant eingestuft werden soll.

Die Sprecherin der eBay International AG teilte uns ferner mit, das Vorgehen entspreche dem „Branchenstandard„. Soll heißen, bei den E-Commerce-Anbietern Amazon, Zalando & Co. arbeitet man nach dem gleichen System. „Dabei gehen die Anbieter – wie auch wir – davon aus, dass im Normalfall kein Dritter Zugriff auf das E-Mail-Konto eines Nutzers haben sollte„.

Verantwortung abgeschoben?

Für den Penetrationstester Matthias Ungethüm  klingt das Statement in etwa so, dass etwas nicht sein darf, weil es nicht sein kann. Mit diesem Vorgehen lege man einen Teil der Verantwortung in die Hände der E-Mail-Anbieter, statt sich selbst um die Absicherung der eigenen Kunden zu kümmern. „Der Hack eines eBay-Kontos hängt nicht mehr von eBay selbst oder dem Verhalten des Nutzers ab, sondern ebenso von den Sicherheitsmaßnahmen des E-Mail-Anbieters„, kritisiert Ungethüm das Vorgehen. Die Sorgfaltspflicht zur Absicherung der eigenen Kunden dürfe man nicht von sich weisen.

Komfort versus IT-Sicherheit

Wer das Vorgehen verurteilt, muss sich gleichzeitig vor Augen halten, dass E-Commerce-Plattformen nach US-amerikanischem Vorbild vor allem eines sein sollen: benutzerfreundlich! Der Versuch die Bequemlichkeit der Kunden und ihre Sicherheit in Einklang zu bringen, ist aber ganz offensichtlich misslungen. Hoffen wir, dass das BSI nicht schon bald das Auftauchen der nächsten geklauten E-Mail-Datenbank bekannt geben muss.


Image (adapted) “ebay“ by cytech (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 21. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Datenschutz in der EU, die deutsche Huffington Post und Journalismus im Lokalen, im Globalen und in der Zukunft. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ Zeit Online: Mehr Datenschutz in der EU dank Snowden: Heute stimmt der Libe-Ausschuss des EU-Parlaments über die Datenschutzreform ab. Der Fall Snowden hat dafür gesorgt, dass der Entwurf mehr Datenschutz enthält. Zur großen Überraschung von Netzpolitikern und Aktivisten.
  • THE HUFFINGTON POST Carta.info: Kostenlos-Kultur im Netz – die deutsche Huffington Post: Auf Carta.info erklärt Michaelis Pantelouris, dass die deutsche Huffington Post weder etwas mit dem US-amerikanischen Original zu tun hat, dass in der öffentlichen Debatte in den USA eine Gegenöffentlichkeit zu rechts-konservativen Medien darstellte, noch mit einer neuen Form des Journalismus.
  • LOKALJOURNALISMUS W&V: „Die Zeit“ will Hamburger Lokalteil starten: Die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ will Ende März kommenden Jahres einen neuen Hamburg-Teil starten. Einen Bericht des „Spiegel“ zufolge soll das eigene Zeitungsbuch acht Seiten umfassen und „Hamburger Lesern einmal in der Woche das Wesentliche dessen vermitteln, was in ihrer Stadt geschieht“, sagte „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo dem Nachrichtenmagazin.
  • PIERRE OMIDYAR NYTimes.com: An Interview With Pierre Omidyar: Der New York Times-Journalist David Carr hat den Ebay-Gründer Pierre Omidyar zu seinen Plänen für eine neue investigative Journalismus-Plattform unter der Leitung von Glenn Greenwald interviewt.
  • JOURNALISMUS David Bauers Blog: An unfinished list of ventures in journalism you should be watching (and why): In seinem Blog listet der TagesWoche-Digitalstratege David Bauer insgesamt 25 journalistische Projekte aus der ganzen Welt auf, die sich Mitten im Medienwandel auf neue Wege begeben und erklärt, wie sie versuchen die Zukunft zu gestalten.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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From eBay With Love: Mehr Persönlichkeit für eine Corporate-Page

Wie man mehr Persönlichkeit auf seine Facebook-Page bringen kann, hat eBay am vergangenen Weihnachtsfest gezeigt. Tobias Kärcher fragte nach der Idee und der Umsetzung.

From eBay With Love: Mehr Persönlichkeit für eine Corporate-Page

Engagement der eigenen Mitarbeiter auf einer Facebook-Page ist keine einfache Sache: Will man Mitarbeitern einen eigenen Zugang geben? Sollen sie sich mit ihren privaten Profilen beteiligen, während eine Redaktion für die Hauptinhalte sorgt? Wie sorgt man dabei für die nötige Motivation? Also doch lieber einfach Fotos von der Weihnachtsfeier posten und die Kollegen darauf markieren? Weiterlesen »

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Sponsored Post: Plötzlich Weihnachten! Suddenly Xmas!

Die Vorweihnachtszeit fängt so langsam an. Der neue Viral von Ebay bringt euch schon einmal in Stimmung.

Sponsored Post: Plötzlich Weihnachten! Suddenly Xmas!

Der überraschendste Weihnachtsmarkt aller Zeiten: Schon im Oktober wurden die Menschen in Leipzig von Schnee, Glühwein und noch viel mehr Weihnachtlichem im Rahmen des aktuellen Ebay-Virals überrascht. Die Show war perfekt möchte man meinen. Was sich genau auf dem Markt abgespielt hat, seht Ihr hier.

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Globalisierungskritiker verkauft Kinder auf Ebay

Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Kinderrechte protestiert Globalisierungskritiker Klaus Werner-Lobo per Ebay-Auktion.

Natürlich verkaufe ich nicht wirklich Kindersklaven. Wer bei Ebay auf “Bieten” klickt, kann nur einen Schokoriegel – wahlweise von Ferrero, Nestlé oder Kraft Foods – erstehen.

Warum gerade Schokoriegel? Die Beschreibung der (mit „süße Kinder“ etwas merkwürdig betitelten) Auktion verrät:

Sie bieten auf 100g süße „kinder“ mit Kakaobestandteilen aus Westafrika. Auf Wunsch liefere ich statt „kinder“-Schokolade von Ferrero die gleiche Menge „KitKat“ von Nestlé oder „Milka“ von Kraft Foods: „Kakao der Elfenbeinküste, Milch aus der Alpenregion und Zucker – das sind die wesentlichen Bestandteile der Milka Schokolade in der berühmten lila Verpackung, die Kraft Foods Deutschland in Lörrach für ganz Europa produziert“, heißt es auf deren Firmen-Homepage.

An der Elfenbeinküste kann man übrigens nicht nur „kinder“- oder „Milka“-Schokolade kaufen, sondern auch wirkliche Kinder. Viele von ihnen um den Preis von nur 25 Euro pro „Stück“. Dort und in Ghana, Nigeria und Kamerun arbeiten nach Schätzungen des International Institute of Tropical Agriculture rund 284.000 Kinder auf Kakaoplantagen.

Eine Spende für Human Rights Watch wäre vielleicht leichter gewesen, wer aber lieber Schokoriegel ersteigern will, findet hier die Auktion.

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Abmahnungen kaufen per eBay

Abmahnung gefällig? Ein entsprechendes Angebot gibt’s derzeit bei eBay. Unter dem Titel Abmahnung eines Konkurrenten wegen Wettbewerbsverstoß bieten Feil Rechtsanwälte ihre Dienste in Sachen Abmahnung an. Falls es sich nicht um einen geschickten Fake handelt, steckt hinter dem Angebot die Rechtsanwaltskanzlei Feil – Domainname: „www.recht-freundlich.de“:

Ärgert Sie ein Konkurrent? Wir mahnen Ihren Konkurrenten wegen Verstöße gegen gesetzliche Wettbewerbsregelungen in Ihren Auftrag ab. Sie bieten auf eine berechtigte außergerichtliche wettbewerbsrechtliche Abmahnung.

Der in der Auktion genannt Preis ist nur dann an uns zu zahlen, wenn Ihr Anspruch gegen den Konkurrenten auf Freistellung von den gesetzlichen Gebühren (nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) der Abmahnung gegen uns beim Konkurrenten gemäß § 12 Abs. 1 Satz 2 UWG uneinbringlich ist.

Was ist davon zu halten? Rechtsanwalt und Law-Blogger Sebastian Wolff-Marting sieht Probleme:

Um genau zu verstehen, was an diesem Angebot problematisch ist, muß man sich zunächst das Schuldverhältnis der im Falle einer berechtigten Abmahnung entstehenden Gebühren vergegenwärtigen.

Kostenschuldner des eigenen Anwaltes ist grundsätzlich immer der eigene Mandant. Es gibt von dieser Regel nur eine praktisch bedeutsame Ausnahme[1], die jedoch vorliegend nicht durchgreift. […] Im Wettbewerbsrecht kommt noch eine weitere Regelung hinzu, nämlich § 8 Abs. 4 UWG. Danach ist die Geltendmachung von Ansprüchen aus dem Wettbewerbsrecht unzulässig, wenn diese mißbräuchlich ist. […]

Von dem Erwerb dieses eBay Artikels kann daher nur dringend abgeraten werden.

Mal von den rechtlichen Details abgesehen: Brauchen wir wirklich Auktionen für Abmahnungen?

(via Michael Seidlitz)

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„Das ‚Einspielergebnis‘ ist ein (schlechter) Witz“

Er gilt als der „Spaßblogger“ schlechthin und schafft es mit kleinen Aktionen immer wieder, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nach dem Verkauf seiner Community Spotleid vor einem Jahr, verkaufte er nun sein Weblog struktour bei eBay. Nach sieben biblischen Tagen erreichte die Auktion einen Endstand von 655 Euro.
Die Blogpiloten sprachen mit Stephan „Fabu“ Günther über seindafen Ausverkauf der Eitelkeit.

Stell Dich bitte doch kurz vor: Wer bist Du, was machst Du?
Fabu, 31, Hamburg, Hans Dampf in allen Sackgassen.

Was war der Auslöser dafür, Dein Blog auf eBay zu versteigern?
Möglichst viele Backlinks ernten zum Wohle des Pageranks und der Platzierung in den deutschen Blogcharts. ;-)
Aber im Ernst: Neuanfang, Experimentierfreudigkeit, Spieltrieb und ein überzogener Dispo.

Der erste Grund war sicherlich nicht der Gewinn, den Du damit machst; bist Du mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden?
Nein, das „Einspielergebnis“ ist ein (schlechter) Witz, über den ich anfangs nicht lachen konnte.

Wie kann man den „Marktwert“ eines Blog bestimmen?
(Pi * Daumen) * (PR * 100) + Glück²
Keine Ahnung. Letztendlich zählen wohl einfach die nackten Zahlen (Pagerank, Anzahl der indexierten Seiten, Relevanz, Pageviews, …) und nicht die Qualität der Inhalte.

Wir reden derzeit viel über Werbung in Blogs, was denkst Du darüber? Auch in Hinsicht auf adical?
Ich finde Werbung in Blogs vollkommen legitim als Entlohnung für investierte Zeit und Arbeit. Ich bin mir natürlich über die „Gefahren“ im Klaren: Einfluss gepaart mit Werbung fördert Manipulation. Trotzdem kann ich die Predigten und gehobenen Zeigefinger der selbsternannten Gutmenschen nur mit einem gehobenen Mittelfinger beantworten. Zu Adical sage ich nichts, weil ich mit einer teilnehmenden Person liiert bin und mir eine Klausel im (imaginären) Ehevertrag Äußerungen bezüglich Adical untersagt.

Werden wir Fabu weiterhin als Blogger erleben?
Ja, auf jeden Fall. Allerdings ist noch unklar, wann, wo und wie ich wieder bloggen werde. Priorität hat erstmal mein Community-Projekt Supertopic.de, mit dem wir in Kürze online gehen.

Was bedeutet das Bloggen für Dich?
Selbstdarstellung, Zeitvertreib, Provokation, Interaktion, Eigeninitiative und viele weitere wohlklingende Nomen, die den Lesern dieses Interviews das Gefühl vermitteln, ich sei rebellisch und überdurchschnittlich talentiert.

Was hälst Du von der deutschen Blogwelt, wo steht sie und wo geht sie hin?
Ich finde die deutsche Blogszene größtenteils langweilig bis bedeutungslos. Eigeninitiative, Kreativität und Charme sind – jedenfalls empfinde ich das so – eher die Ausnahme. Hinzu kommt natürlich, dass die Reichweite im Vergleich zu internationalen Blogs geradezu lächerlich ist. Eigentlich kann es nur besser werden.

Nochmal zum Verkauf Deines Weblog: Kennst Du den Käufer?
Ja.

Was hat dieser mit dem Blog vor, oder willst Du es lieber nicht wissen?
Nachdem ich ihm die Domain überschrieben habe, wird er das Blog schließen und vermutlich Werbung platzieren. Aber… da es eh irgendwann rauskäme, spiele ich direkt mit offenen Karten: als ich sah, dass die Auktion so schlecht läuft, bat ich einen Freund, die Seite zu ersteigern. Die 655 EUR zahlt er mir in 655 Raten a 1 EUR. Verwirrend, hm?

Du verkaufst das Blog inklusive aller Inhalte und Kommentare. Gab es auch kritische Kommentare Deiner Leser, vor allem was Datenschutz oder dergleichen anbelangt?
Ohne meinen Anwalt sage ich gar nichts mehr.

Danke für das Interview, war ein Vergnügen!

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