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Netzpiloten @Best of Content Marketing

Content Marketing rockt! Wer seine Leser gleichermaßen mit Inhalten unterhalten, als auch werblich ansprechen kann, ist ein guter Kandidat für den Contest Best of Content Marketing (BCM).  Der größte Wettbewerb für inhaltsgetriebene Unternehmenskommunikation in Europa sucht auch dieses Jahr die besten Publikationen in 54 Kategorien. Im Rahmen des OMR-Festivals findet am 7. März die BCM Preisverleihung im Hamburg Cruise Center Altona statt. Wir Netzpiloten begleiten den Wettbewerb bereits zum dritten Mal und sind gespannt, welche Einreichungen die 200 Fachleute starke Jury dieses Jahr begeistert hat.

Der BCM Wettbewerb

In einem mehrstufigen Auswahlprozess bewertet die aus 200 Fachleuten bestehende Jury in Untergruppen die eingereichten Beiträge. Die Bewertung findet nach dem Schulnotenprinzip statt. Aus dem Durchschnitt der Noten wird die BCM Shortlist gebildet, die Basis für die Nominierten ist. Diese unterteilen sich in Silber- und Goldpreisträger. Jeder Nominierte erhält auf alle Fälle die Silber-Urkunde, nur die Goldpreisträger jedoch den begehrten BCM Würfel.

2018 wurden 250 Einreichungen nominiert, von denen am Ende 67 mit dem BCM Award ausgezeichnet wurden. Die Kategorien umfassen sowohl Angebote, die sich an den Kunden richten, als auch interne Publikationen. Unterschieden werden auch unterschiedliche Medien wie Magazine, Content-Plattformen, Bewegtbild oder Social Media. Gesondert werden auch Preise vergeben für Nachwuchsarbeit des Jahres, Content Strategie und New Tech Content. Auf dem Flyer zum Best of Marketing Wettbewerb findet ihr eine komplette Auflistung der Kategorien.

In der Hall of Fame könnt ihr euch übrigens die herausragendsten Einreichungen seit Gründung des Wettbewerbs im Jahr 2003 anschauen. Besonders hervorgehoben sind Teilnehmer, die bereits drei Mal den begehrten Preis erhielten.

Und sonst noch?

Die BCM Konferenz ist dieses Jahr Teil des OMR Festivals und wird ins Content-Marketing-Themenfeld des OMR-Festivals integriert. Auf diesem wird es ein Content Marketing Cluster mit internationalen Speakern geben. Ergänzend finden Masterclasses zur inhaltlichen Vertiefung statt.

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Netzpiloten @CMCX

Viel Know-How-Transfer, Marktübersicht und Networking – dafür steht die CMCX auch dieses Jahr. Auf dem größten Content-Marketing Event Europas werden am 12. und 13. März über 5.000 Teilnehmer erwartet. Die Netzpiloten freuen sich, bereits zum dritten Mal als Medienpartner dabei zu sein, wenn sich in München alles ums Content Marketing dreht.

Welche Speaker werden da sein?

Insgesamt werden auf der Konferenz der CMCX über 100 Referenten auf fünf Bühnen erwartet, die ihr Wissen und ihre Content-Marketing Erfahrung mit euch teilen werden.

Auf der Hauptbühne erwarten euch unter anderem Jörg Poggenpohl von BMW, Anna-Katherina Desel von Unitymedia, sowie Coskun Tuna, Co-Founder und Geschäftsführer der Seeding Alliance.

Zu den Workshop-Speakern gehören außerdem Mirko Lange von Scombler, sowie Autorin und Journalistin Barbara Ward. Auch Marco Doth von SocialHub und Carla Sophia Kops von TextMaster gehören zu den interessanten Speakern der Solution Area.

Die komplette Liste aller Referenten könnt ihr auf der Seite der CMCX einsehen. Sie wird im Verlauf des Januars ständig um weitere Protagonisten der Branche erweitert.

Welche Themen erwarten euch?

Auf der CMCX dreht sich alles rund ums Content Marketing:

  • Content-Marketing Strategie, Konzeption, Beratung und Automatisierung
  • B2B-Content-Marketing
  • Content-Formate
  • Native Advertising
  • SEO
  • Storytelling
  • Content-Seeding

Und sonst noch?

Der Besuch der Fachmesse selbst ist kostenlos. Tickets braucht ihr allerdings für die Konferenz mit den rund 100 Referenten und zahlreichen Workshops. 

Mit dem Code CMCX2019-Netzpiloten-10 erhaltet ihr zehn Prozent Rabatt auf eure Tickets. Alternativ könnt ihr aber auch direkt über diesen Link vom Rabatt profitieren. Die Netzpiloten wünschen euch schonmal aufregende Tage bei der CMCX 2019!

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Netzpiloten @Medienforum Mittweida

Wir Netzpiloten sind schon seit Jahren Fans des Medienforum Mittweida! Am 19. und 20. November ist es wieder soweit und wir sind zum fünften Mal dabei, wenn Europas größter von Studenten organisierter Medienkongress an den Start geht. 

Die Panels mit Keynotes, Talks und Meet & Greet sind alle ohne Anmeldung kostenlos zugänglich. Für die begehrten Workshops, bei denen Teilnehmer wertvolle Tipps von Profis aus der Branche bekommen, ist jedoch eine Anmeldung notwendig. In der Recruiting Lounge können Teilnehmer Networking betreiben und bei namhaften Unternehmen der Medienbranche vorstellig werden. 

Welche Speaker werden da sein?

Als Referenten und Panel-Teilnehmer des Medienforums sind unter anderem der Youtuber und Fernsehmoderator Phillip Walulis und VBL-Vizemeister (FIFA 2018) Mirza Jahic eingeladen. Auch German Schulz, Leiter des Markenmanagements vom VFL Wolfsburg und Lasse Scharpen, Drehbuchautor von Dark 2 geben bestimmt spannende Einblicke in ihre Arbeit.

Welche Themen erwarten dich?

  • Content-Marketing im Sport
  • Deutsche und internationale Serienproduktionen
  • E-Gaming
  • Sounddesign
  • Satire
  • Postproduction
  • Medienpolitik

Und sonst noch?

Ihr wart noch nie beim Medienforum Mittweida? Dann schaut euch doch einfach den Aftermovie zur letztjährigen Veranstaltung an.

Falls ihr nicht vor Ort sein könnt, werden die Panels auch per Livestream auf dem Fernsehsender der Hochschule Mittweida gesendet und später auf dem YouTube-Kanal der Fakultät Medien zur Verfügung gestellt.

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Netzpiloten @New Marketing Tech

Ohne Tech geht heutzutage im Marketing natürlich gar nichts, das ist klar. Deshalb veranstaltet Adzine, das News Magazine für Online Marketing, am 7. November in Hamburg den New Marketing Tech Summit. Wir Netzpiloten sind als Medienpartner mit dabei, wenn es im coolen Mojo-Club einen Tag lang um die technologischen Trends im Marketing geht.

Welche Speaker werden da sein?

Wir sind gespannt auf Kerstin Pape. Sie ist die Leiterin der Onlinemarketingabteilung beim Versandriesen Otto und ihr Thema sind die Algorithmen im Marketing und wie sie auf uns einwirken. Auch Lucas Brinkmann, Director der Google Marketing Plattform Agency & Alpine, wird uns sicher spannende Einblicke geben über das Marketing in einer programmatischen Welt. Andreas Helios ist Leiter des Bereiches Marketing für den SAP Customer Experience Bereich in Mittel- und Osteuropa. In seinem Vortrag wird es um das Potential von Technologie im Marketing heute und in der Zukunft gehen. Hier vorbeizuschauen lohnt sich auf jeden Fall!

Um welche Themen wird es gehen?

  • Trends und Technologien im New Marketing
  • The Human Factor
  • Data and Actionable Insights
  • Marketing in Action
  • The Machines are taking over
  • KI im Marketing

Und sonst noch? – 20% Netzpiloten-Rabatt!

Mit Erwerb eines Tickets (verwendet den 20 Prozent Netzpiloten Rabattcode: NMTS18NETZPILOTENRAB) erhaltet ihr Zugang zur Veranstaltung, bekommt Snacks und Drinks und hoffentlich jede Menge neuer Kontakte beim Networking. Wir sehen uns auf der Reeperbahn!

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Netzpiloten @Content Marketing Masters

Ihr wollt bei der Content Marketing Masters Veranstaltung dabeisein? Dann wartet nicht lange! Wir verlosen in unserem Gewinnspiel zwei Tickets für das Event.


Es ist wieder Zeit für die Content Marketing Masters. Alle, die sich fort- und weiterbilden müssen im noch jungen Bereich des Content Marketing, erwarten spannende Sessions und aktuelle Insights. Wir empfehlen die Reise am 18. Oktober nach Berlin.

Welche Speaker werden da sein?

Dieses Jahr trefft ihr auf praxiserfahrene Experten wie Christian Achilles, Direktor Kommunikation und Medien beim Deutschen Sparkassen und Giroverband. Auch mit dabei sein wird Dr. Martell Beck, der für das Marketing der Berliner Verkehrsbetriebe verantwortlich ist. Wir freuen uns besonders auf Martin Drust, den smarten Kommunikationsleiter beim Hamburger Fußballclub St. Pauli!

Um welche Themen wird es gehen:

  • Zukunftsvisionen für das Content Marketing
  • Vorstellung konkreter Kampagnen
  • B2B und B2C Marketing
  • Innovationen und strategische Konzepte

Und sonst noch?

Neben dem großen Input für die neue Marketing-Technik, wird natürlich für ausreichend Gelegenheit zum Networking gesorgt! Hier gibt es die Tickets. Wir Netzpiloten sind live vorort. Sprecht uns an!  

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@ Online Marketing Konferenz Bielefeld

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Lust dabei zu sein? Wir verlosen ein Ticket für die Online Marketing Konferenz Bielefeld! Füllt einfach das Teilnahmeformular aus und gewinnt mit etwas Glück! Hier geht’s zu den Teilnahmebedingungen.


Nicht mehr lange und die Online Marketing Konferenz Bielefeld geht in die dritte Runde. Nach den beiden letzten erfolgreichen Jahren könnt ihr am 27.04. wieder mit dabei sein und euch nützliches Wissen zum Thema Online Marketing aneignen. Im Fokus stehen auch in diesem Jahr die neuesten Trends und Entwicklungen der Branche.

Willkommen sind natürlich nicht nur erfahrene Marketingverantwortliche und Experten, sondern auch interessierte Berufseinsteiger. Für alle gibt es ein vielseitiges Programm bestehend aus Vorträgen und Workshops gehalten von namhaften Speakern wie unter anderem Anke Probst von der XING AG, Daniel Krahn von Urlaubsguru.de oder Lena Langhoff von der foodspring GmbH. Bei ihnen erhaltet ihr Einblicke, Best Practices und Tipps und Tricks für euer Online Marketing.

Wie wärs mit einem Workshop?

Wer allerdings noch tiefer in die Themen einsteigen möchte, der sollte unbedingt die angebotenen Workshops besuchen wie beispielsweise:

  • Produktdaten im Griff – Raus aus der Excel-Hölle!
  • Datenschutz – die letzten Tage des Onlinemarketing?
  • Klickt das wirklich? Psychologie im Onlineshopping.
  • Externer Traffic für Amazon – so nutzt du Google-SEO um deine Produkte zu pushen und verdienst gleich doppelt damit

Wer sich auf einen Tag mit spannenden Themen von Suchmaschinenmarketing über Programmatic Advertising bis hin zu Content Marketing freut, der sollte die OMKB auf keinen Fall verpassen. Neben den Vorträgen und Workshops wird auch das Vernetzen untereinander nicht zu kurz kommen. Ob beim Frühstück, Mittag oder einem gemütlichen Kaffee – Zeit zum Austauschen wird es genug geben. Seid Teil dieser innovationsreichen Marketing-Konferenz und sichert euch hier schon einmal die Tickets.

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Die Netzpiloten sind Partner der E-Commerce Expo Berlin

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Nach dem Tag der Liebe steht in Berlin alles im Zeichen von…E-Commerce? Am 15. Februar 2018 wird in der Haupstadt zur E-Commerce Expo 2018 geladen. Die einzigartige Location ist die STATION Berlin.

Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Repräsentanten von Online-Shops, Medienhäuser, Herausgeber und Anbieter von E-Commerce Services. Wenn ihr also aus den Bereichen IT, Marketing, Sales oder dem Management kommt, dann ist die E-Commerce Expo die richtige Veranstaltung für euch! Mehr als zwei Drittel der mehr als 3.500 Besucher haben auf der B2B-Veranstaltung schon ein Geschäft mit einem Aussteller angebahnt. 

Warum lohnt es sich?

Auf der E-Commerce Expo Berlin wird ein vielseitiges Programm rund um die wichtigsten Themen der Branche geboten. Zu den zentralen Themenschwerpunkten zählen: 

  • Cloud & Hosting
  • E-Mail & Performance Marketing
  • SEO/SEA & Social Media
  • Web Development & Web Analytics
  • & viele mehr! 

Zu den Top-Speakern zählen Tina Nord, Teamleiterin der Content Marketing Strategy bei Zalando, Daniel Kramer, Client Solutions Manager für E-Commerce und Sport bei Facebook oder Dr. Pascal Volz, Vizepräsident E-Commerce von AirBerlin. Dr. Volz und sein Team erregten Aufsehen mit der Aktion #HireUsAsATeam – über die er auf der E-Commerce Expo sprechen wird. DeinDesign-Gründerin Victoria Chirita – die wir für die Netzpiloten auch schon zum Interview treffen durften – wird einen Vortrag über ihre Erfolgsgeschichte – von der Idee zur E-Commerce-Marke in 12 Jahren – halten.

Seid dabei!

Wenn euch dieses Top-Programm überzeugen konnte, dann werft doch auch noch einen Blick, wie die Expo im letzten Jahr ausgesehen hat. Hier gibt’s einen Rückblick zur E-Commerce Expo 2017:

Folgt der Veranstaltung auf FacebookTwitter und Youtube oder schaut im Expo-eigenen Blog vorbei um weiterhin auf dem Laufenden zu bleiben – der Event-Hashtag ist

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Die Netzpiloten sind Partner der OMCap 2017

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Ihr wollt alles über Trends wissen – welche bleiben, welche kommen und wie man sie praktisch umsetzen kann? Dann seid ihr bei der OMCap genau richtig! Dieses Jahr sind wieder die besten Online-Marketer für euch auf der Bühne.

Was erwartet euch auf der OMCap?

Am 18. Oktober 2017, dem Vortag der Konferenz, finden vier Intensivseminare statt, in denen ihr alles über Content-Marketing, Onpage-SEO, Offpage-SEO, AdWords und SEA erfahren werdet. Durch Gruppen von maximal 20 Teilnehmern wird euch ein aktiver Wissensaustausch mit erstklassigen Experten garantiert. Hier könnt ihr mehr darüber erfahren.

Und am 19. Oktober 2017 geht es weiter:  Das All-inclusive-Event der OMCap bietet euch spannende Vorträge nationaler und internationaler Speaker und geballtes Online-Marketing-Know-how an. Die Themen sind vielfältig und aktuell: Von SEO, SEA, Display-Advertising, User-Experience, E-Mail-Marketing, Mobile-Marketing, Social-Marketing, Conversion-Optimierung, Analytics und Content–Marketing ist alles dabei. Hier könnt ihr mehr zu dem Programm am Puls der OMCap erfahren.

Es wird deutlich, die OMCap ist so vielfältig wie die Hauptstadt selbst – also nichts wie los: Hier könnt ihr euch Tickets sichern!

Wo & wann?

Online-Marketing-Seminare am 18. Oktober 2017: Performics, Paul-Lincke-Ufer, 39/40, 10999 Berlin

Online-Marketing-Konferenz am 19. Oktober 2017: Spreegalerie Alexanderplatz, Am Kögel 2, 10179 Berlin

 

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Alte Verleger investieren nicht in digitale Medienexperimente #djvbo

Office meeting (adapted) (Image by rawpixel.com [CC0 Public Domain] via Unsplash)

In den USA sieht der ehemalige The European-Herausgeber Alexander Görlach in den neuen Medien-Marken wie Mic, Vice oder Buzzfeed gute Karrierechancen für Journalisten. „In Deutschland ist mein Eindruck, dass eher eingespart werden soll als ausgegeben.“ Die Strukturen werden nach Einschätzung von Görlach ausgedünnt. „In den USA gibt es noch einige Akteure, die an die Zukunft von Journalismus glauben und die viel Geld investieren. In Deutschland gibt es keine entsprechende Begeisterung und Investitionen in diesem Maße.“

Vielleicht liegt es ja an der Überalterung der Medienunternehmer. Sie leben von der Substanz, investieren kaum und verdrängen die Notwendigkeit von Erweiterungsinvestionen sowie Innovationen. Ein Trend, der nach Studien der KfW für viele Wirtschaftsbranchen gilt: 57 Prozent der Unternehmen mit Chefs unter 40 Jahren investieren. Mit steigendem Unternehmeralter sinkt der Investorenanteil deutlich. Bei den über 60-jährigen Unternehmensinhabern erreicht er nur noch 37 Prozent. Auch die Art der Investition verändert sich mit steigendem Alter. Stärker risikobehaftete und kapitalbindende Vorhaben werden seltener, die noch durchgeführten Investitionen dienen in erster Linie der Pflege des Kapitalstocks. Jürgen Stäudtner spricht in seinem Innovationsstau-Buch gar von einer Hedgefonds-Mentalität, die bei den arrivierten Firmenchefs dominiert.

Eigentümerfamilien der Verlage haben kräftig Umsatzrendite gescheffelt

Im Mediensektor gehen jedenfalls nur wenig Impulse für innovative Themen aus – etwa beim Roboterjournalismus, in der Daten-Analyse oder beim Einsatz von Chatbots. Das skizzierte Saim Alkan von AX Semantics auf dem Besser Online-Kongress des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) in Köln: „Die großen Medienhäuser liegen in den Händen einiger Eigentümerfamilien. Die haben über Jahre rund 20 bis 25 Prozent Umsatzrendite gescheffelt. Hocken auf hunderten Millionen Euro Kapital. Wenn es darum geht, 50.000 Euro in die Hand zu nehmen, um ein agiles Projekt zu starten, dann wendest Du Dich an Deinen Vorgesetzten, an Deinen Verleger oder Chefredakteur und der sagt dann, das müssten wir selbst erwirtschaften, weil die Verlegerfamilie nichts zurück investiert.“

Nicht nur abziehen, sondern in Journalismus investieren

Wer soll also neue Projekte bezahlen? „Fangen wir doch mal an, die Leute, die seit 30 oder 40 Jahren Gelder aus den Häusern gezogen haben, zu bitten, wieder zu reinvestieren“, fordert Alkan. Die Verlegerfamilien sollten wieder etwas zurückgeben und mehr Experimente wagen.

„Die erste Digitalisierungswelle wurde ausgesessen. Vielleicht sollte man bei der zweiten Welle etwas tun und dazu gehört eben auch Geld.“ Konkurrenz bekommen die etablieren Medien zunehmend von branchenfremden Unternehmen, die beim Content Marketing und bei Broadcasting-Einheiten im Verbund mit Big Data-Programmen und Künstlicher Intelligenz kräftig zulegen. Könnten Daimler, Telekom und Co. die Verlage überholen? Dieser Zug sei schon längst abgefahren, so Alkan.

Unternehmen und Sportverbände als Nachrichtenproduzenten

Es gebe sogar erste Sportverbände, die ihre Nachrichten selbst produzieren, weil sie in der Presse zu wenig vorkommen.

„Die erteilen Journalisten sogar schon Haus- oder Platzverbote, um die Exklusivität ihres Contents zu bewahren. Dazu kommen Content Marketer, die mit einem riesigen Druck Service-Themen aufarbeiten. Beispielsweise über die Qualität von Badeseen in Deutschland. Da gibt es Anbieter, die diese Informationen aus öffentlicher Hand nehmen und in einfache Lückentexte einbauen. Wenn ich dann Informationen über die Wasserqualität des nächstgelegenen Badesees suche, poppt nicht mehr meine Tageszeitung auf, die das Thema gar nicht aufgreift, weil es zu teuer und zu schwierig ist, sondern irgend ein Content Marketer, der mit einer Automatisierung nützliche Informationen vermittelt und dadurch Werbeeinnahmen über Google generiert“, erläutert Alkan in Köln.

Unternehmerjournalismus oder Werbung?

Da entstehe eine Befähigung selbst für kleine Unternehmen oder Verbände, Content in großen Mengen zu produzieren. Das führe zu einer Veränderung im Rollenverhältnis zu Journalisten, die dann für solche Berichte nicht mehr notwendig sind. Ob das Ganze zu einem Verfall des Journalismus führt, wurde in einem zweiten Panel heftig unter dem Titel „Rettungsanker oder Sargnagel? Content Marketing“: Professor Lutz Frühbrodt von der Hochschule für angewandte Wissenschaft in Würzburg hält es für problematisch, dass man gar von Unternehmensjournalismus spricht. Diese Zuordnung sei falsch. Es sei letztlich nur eine Ersatzform von Werbung. Entsprechend wichtig seien auf der operativen Ebene Kennzeichnungspflichten. „Das andere Thema ist, welche Auswirkungen Content Marketing auf die öffentliche Kommunikation und die öffentliche Meinungsbildung hat.“

Er sieht Content Marketing als weiteren Sargnagel des Journalismus. Diesen Befund thematisierte ich bereits in der April-Ausgabe des prmagazins. Sascha Pallenberg von Daimler hält diese Sorge für unbegründet: Sie sei eher ein Beleg für zu wenig Selbstbewusstsein auf der journalistischen Seite. Die Herausforderung liege bei den klassischen Medien, Premiuminhalte herauszubringen. „Gute Unternehmenskommunikation lebt von der Transparenz. Es muss klar sein, von wem die Botschaften stammen.“

So sieht es auch Karsten Lohmeyer von der Agentur The Digitale, einer hundertprozentigen Tochter der Deutschen Telekom: „Ein großer Teil des täglich produzierten Medienbreis besteht aus belanglosem Entertainment, zusammengestrichenen Pressemitteilungen, schlecht recherchiertem Nutzwert und leider viel zu oft aus armselig versteckter Schleichwerbung. Die so genannten Native Ads auf den Online-Seiten der Verlage sind viel problematischer. Die werblichen Inhalte sind von den redaktionellen Beiträgen kaum zu unterscheiden.“ Man müsse sich dem neuen Wettbewerb im Digitalen stellen. „Was die Content-Produzenten auf der Unternehmensseite killen, ist in erster Linie schlechter Journalismus.“

Der Marketer als Konkurrent des Journalisten

Lohmeyer trat bei der Kölner DJV-Veranstaltung als Antipode von Frühbrodt auf.

„Ich arbeite mit journalistischem Werkzeug. Der Journalist ist mein Konkurrent. Ich bin der Konkurrent des Journalismus. In manchen Dingen sind wir symbiotisch, aber im Markt der medialen Kommunikation stehen wir im Wettbewerb. Manchmal gewinnt der Bessere und manchmal gewinnt auch der, der mehr Geld hat.“

Häufig werde auf der Seite des Content Marketings gar kein so außergewöhnlicher Job gemacht. Häufig sei es eher so, dass von den klassischen Journalisten ein viel zu schlechter Job geleistet werde. „Die interessieren sich nicht für Suchmaschinen-Optimierung, die interessieren sich nicht für Reichweitenaufbau. Die interessieren sich natürlich für die gute Geschichte. Aber nicht dafür, wie sie die gute Geschichte an die Menschen bringen. Und plötzlich erreichen wir im Monat 500.000 Leute und die Fachmagazine nur 10.000“, sagt Lohmeyer und erwähnt als Positivbeispiel die von seiner Agentur realisierte Sportnews-Plattform ISPO.com. Hier werden Technologien und Fähigkeiten eingesetzt, die der Journalismus auch nutzen könnte. „Er tut es aber nicht oder er tut es viel zu selten“, so Lohmeyer.

Phantomdiskussion unter Journalisten

Ob das nun als Journalismus gewertet werde oder nicht, sei eher eine Phantomdiskussion, die unter Journalisten geführt wird. Dem Rezipienten sei das egal. Es handelt sich um Content. „Der User macht das Smartphone an oder schlägt das Laptop auf und trifft auf Inhalte“, erklärt Lohmeyer. Ob sie nun von Bots, Journalisten oder Marketers erstellt werden, sei dabei zweitrangig. Jeder kann Sender und Empfänger von medialen Botschaften sein. So ist das nun mal im Netz. Ob das nun als Journalismus auf der akademischen Seite gewertet wird oder nicht, ist eher nebensächlich. Ob man nun Blogger als Journalisten anerkennt oder nicht, stört nicht den Erfolg von Blogprojekten.

Das Notiz-Amt sieht den Ball eher im Feld der Verlagshäuser. Macht mehr Geld locker für guten Journalismus und spannende Medienexperimente.


Image (adapted) „Office meeting“ by rawpixel.com (CC0 Public Domain)


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Die Netzpiloten sind Partner von 4HEROES

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Marketing on Tour machen ihrem Namen alle Ehre und schicken die Digital Marketing 4HEROES Conference & Masterclass an gleich drei Termine in drei verschiedenen Städte in Deutschand und Österreich. Marketing- und Kommunikationsexperten, Produktmanager, Vertriebsleiter und Geschäftsführer werden am 12. Oktober in Berlin, am 16. Oktober in München und schließlich am 24. Oktober in Wien zu einer eintägigen Power-Konferenz eingeladen.

Jeder, der sich  einen aktuellen Überblick über die 4 HERO-Themen verschaffen will oder Investitionen in diesem Bereich plant ist dort bestens aufgehoben. Die rund 600 erwarteten Teilnehmer können sich auf die vier spannenden 4 HERO-Themenblocks freuen, Data Driven Marketing, Video Advertising, Content Marketing und Social Media Marketing.

Auf der eintägigen Konferenz referieren Branchenkenner über Trends, Produktinnovationen und praxistaugliche Lösungen aus den derzeit meist diskutierten 4 Bereichen des digitalen Marketings: Data Driven-, Video-, Content- und Social Media Marketing. Lass dir das Event also nicht entgehen!

Der Ticketpreis liegt bei 299 Euro, für Mitglieder gibt es hier aber den Sonderpreis von nur 129 Euro. Auf der MoT-Website, Twitter und auf Facebook gibt es zudem alle aktuellen Infos zu den Veranstaltungen. Ab dem 7. November werden die Aufzeichnungen aller Vorträge der Konferenzen zudem online gegen ein Passwort für zwei Monate verfügbar sein.

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Netzpiloten sind Partner der TactixX

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Bereits zum elften Mal wird am 03. Mai 2017 in München die TactixX unter dem Motto „Connecting Affiliate & Display stattfinden“. Hier werden ganz besonders Spezialisten, Affiliates und Merchants aus dem Bereich Affiliate-, Performance- und Online-Marketing angesprochen. Aber auch, wer seine eigenen Partnerprogramme erstellen oder optimieren möchte wird hier ordentlich was lernen können.

Speaker wie unter anderem Matthias Stock – Leiter des Sixt Social Media Teams – oder Scarlett Wycsik – von der Walt Disney Company – berichten von praxisnahen Fällen und zeigen den Teilnehmern in ihren spannenden Vorträgen, wie sie ihre Marken bestens platzieren oder auch die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe wecken können. Zudem geben Panels in den Bereichen Display und Mobile in großer Runde weitere Einblicke in die Online Marketing Branche. Wer aber lieber an den zahlreichen Workshops wie unter anderem „Strukturen und Prozesse für effizientes Content Marketing“ von Nicolas Sacotte – contentking – oder „Was Startups beim Online-Marketing beachten sollen…“ von Ingo Kamps – Electronics Online Group – teilnehmen möchte, kann dies natürlich auch tun.

Neben abwechslungsreichen Diskussionen gibt es aber auch die sogenannte TactixX-Area, bei dem anregende Gespräche mit neuen Kontakten und Sponsoren geführt werden können.

Wer also Teil dieser spannenden Konferenz sein möchte, der braucht lediglich ein Ticket und sollte am 03. Mai 2017 ab 08:00 Uhr bei der Alten Kongresshalle in München bereitstehen.

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Auf der Suche nach dem Karriere-Nadelöhr – Über die Zukunft des Journalismus

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Journalisten müssen ihr traditionelles Handwerk beherrschen und neue Kompetenzen mitbringen.

Der amerikanische Medienprofessor Jeff Jarvis steht vor den gleichen Herausforderungen wie alle anderen Journalistenschulen: wie man den Wandel lehrt, wie man dem journalistischen Nachwuchs genug Tools so beibringt, dass sie sie hinterher beherrschen, ohne deshalb unentbehrliche Zeit von der Vermittlung der grundsätzlichen Fähigkeiten und Wahrheiten des Journalismus abzuziehen, „wie man dem Wandel unseres Feldes voraus bleibt, aber die Studenten trotzdem auf die Stellen vorbereitet, die heute existieren.

Es gebe keine bessere Zeit, um Journalismus zu unterrichten, und keine bessere Zeit, um Journalist zu werden, als heute. „Unsere heutigen Studenten sind nicht nur technologisch versierter, als wir es je sein könnten, sondern sie sehen auch die Welt mit neuen Augen. Ich dränge sie, sich diesen frischen Blickwinkel zu bewahren und ihn zu benutzen, um alle unsere Annahmen infrage zu stellen und herauszufordern, damit sie sich eine neue Zukunft für den Journalismus vorstellen und sie aufbauen können“, betont Jarvis.

Social Media und Storytelling beherrschen

Optimistisch beurteilt auch der Hörfunk- und Fernsehjournalist Kai Rüsberg die Jobperspektiven in der Medienbranche: „Der Bedarf nach hochqualifizierten Kräften ist trotz Stellenabbaus vorhanden. Es scheiden in den kommenden Jahren viele Redakteure aus Altersgründen aus und es entstehen ständig neue Aufgabenfelder, sowohl in Print, Online und elektronischen Medien. Zudem gibt es in Unternehmen immer mehr Nachfrage nach qualifizierten Social Media Managern und Redakteuren und Autoren für Content Marketing in allen Facetten. Dafür werden Journalisten gebraucht, die ihr Handwerk gut beherrschen“, betont Rüsberg, der auch als Dozent für Kommunikationspolitik an der Westfälischen Hochschule tätig ist und das Netzwerk für Medieninnovationen MediaLab NRW initiierte.

Gefragt seien eine Vielzahl von Kompetenzen: „Es fängt damit an, sich kurz und prägnant auszudrücken, Storytelling zu beherrschen, kommunikativ zu sein sowie verschiedene Mediengattungen bedienen zu können und auch die technischen Fähigkeiten mitzubringen. Wer frei arbeiten will, muss zudem auch in der Lage sein, Innovationen zu entwickeln oder sie zumindest schnell zu adaptieren und seiner Arbeit eine deutliche persönliche Note und wiedererkennbare Marke zu geben. Besondere Bedeutung bekommt auch die Fähigkeit, eine Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit zu vermitteln“, sagt Rüsberg.

Die Chancen, eine feste Stelle zu bekommen, sind nach seiner Einschätzung nicht schlechter als in den vergangenen Jahren. „Die Frage ist eher, ob die Bezahlung auch fair ist. Nicht selten wird man Jobs unter Tarif oder zeitweilig unbezahlt angeboten bekommen. Dennoch wird auch bei den schlecht bezahlten Tätigkeiten besonderer Einsatz erwartet“, erläutert Rüsberg im journalist.de-Interview.

Für die Zukunft rechnet er in den Medienhäusern mit flacheren Hierarchien und weniger hoch bezahlten Chefposten. Spitzenpositionen in einem Blog seien schlechter dotiert als Chefredakteursposten alter Prägung. „Auch in der PR gehen aufgrund des Überangebots von Bewerbern seit Jahren die Gehälter drastisch nach unten. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden vermutlich nur noch wenige Spitzenpositionen mit externen Kandidaten besetzt – und nur dann, wenn man sich erhofft, damit Expertise zu bekommen, die man selbst nicht hat. In kleinen Medieneinheiten könnte es üblich werden, dass das Gehalt des Führungspersonals stark am Umsatz orientiert ist“, prognostiziert Rüsberg.

Liveübertragungen kann nicht jeder

Die Perspektiven für gute Journalisten sind nach Einschätzung von Franziska Bluhm, Leiterin für Digitale Vernetzung bei der Verlagsgruppe Handelsblatt, besser denn je: „Wer sein Handwerk versteht, ein Gespür für gute Geschichten hat und versteht und anwenden kann, wie seine Geschichten eine möglichst große Öffentlichkeit finden, wird als Journalist gut arbeiten können – ob fest angestellt oder frei.“ Es komme aber auf die Kompetenzen an: „Fähigkeit zur Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, was ein viel größeres Grundverständnis von Analytics, Coden, Videobearbeitung, Optiken und Datenvisualisierung voraussetzt. Und am besten hat man selbst auch Erfahrungen auf diesen Gebieten, um im Ernstfall auch aushelfen zu können“, sagt Bluhm. Anwachsen werde das projektbezogene Arbeiten in freien Tätigkeiten. Zudem werden gute Autoren noch spezialisierter unterwegs sein. „Die Vielzahl der unterschiedlichen Plattformen, die bedient werden müssen, erfordert mehr Spezialwissen. Also spezielles Storytelling für jeden Kanal – und das wird extrem kleinteilig“, vermutet Bluhm. Liveübertragungen in unterschiedlichen Kontexten könne beispielsweise nicht jeder: „Es ist eben etwas anderes, ob du live in einem mobilen oder stationären Szenario auf Sendung gehst.“ Für die Jobperspektiven seien Netzwerkstärken, eigene Communities und Managementfähigkeiten essentiell.

Wie gut ist die digitale Kompetenz von Verlagsmanagern?

Verlagsmanager, die den angehenden Journalisten empfehlen, Programmierkenntnisse zu erwerben, sollten allerdings selbst ebenso in der Lage sein, das eigene digitale Hundefutter zu essen. So etwas habe der Geschäftsführer einer großen Regionalzeitung, die online sehr erfolgreich ist, auf den Münchner Medientagen propagiert, sagt Frankfurter Rundschau-Chefredakteurin Bascha Mika gegenüber journalist.de: „Solange dieser Geschäftsführer selber nicht in der Lage ist, Programme für die Bilanz seines Verlages zu schreiben, solange kann er ähnliches nicht von Journalisten verlangen“, bemerkt Mika.

Wichtiger sei die enge Verzahnung unterschiedlicher Disziplinen. Sowie jedes gute Magazin zusammen mit einer Art-Redaktion entwickelt wird, komme es auf die gute Mischung zwischen Onlinern und Generalisten für unterschiedliche Plattformen an. Universaltalente hält das Notiz-Amt für unverzichtbar.


Image „Apple Minianwendungen“ by Pexels (CC0 Public Domain)


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Destination Check: NEPTUN Award 2016

Der NEPTUN Award hat am 17.11 zum bereits 11. Mal die besten Crossmedia-Kampagnen Deutschlands ausgezeichnet. Neben Preisen wie dem „NEPTUN Talents Award“ (Sieger: „Wir sind das Volt“) oder den „best use of mobile Award“ (Sieger: Volkswagen up!-Kampagne) wurden selbstverständlich auch die begehrtesten Preise des Abends verliehen: der durch das Publikum gevotete Grand Prix, sowie der durch die Jury bestimmte X-Media Award. Das Preisgeld der Hauptpreise und Platzierten beläuft sich dabei auf einen Gesamtwert von 120.000€ als Werbefläche in ausgewählten Titeln des Axel Springer Verlags.

Herzstück des Abends waren vor allem die Präsentationen der 5 Kampagnen-Teilnehmer, denn das Herausragende am NEPTUN Award sind die 10 minütigen, einem Pitch ähnelnden Vorträge der Vertreter der jeweiligen Agentur. Hierbei wird noch einmal das Konzept, die Umsetzung und Reichweite der Kampagne erläutert und kreativ und einladend dargestellt. Anschließend hatte neben der Jury auch jeder aus dem Publikum die Chance mittels eines Voting-Geräts an der Entscheidung teilzunehmen. Gevotet wurde in den 5 Kategorien Innovation, Kreation, Intelligenz, Viralität und Effizienz. Hier nochmal die Teilnehmer im Überblick:

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Startnummer 1: Grabarz & Partner, mit einer Kampagne für den VW up!, vor allem an die „Generation Y“ gerichtet. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 2: Überground mit einer Kampagne für Freeletics, die zu mehr Sportlichkeit motivieren soll. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 3: Grabarz & Partner die 2. – Für den Art Directors Club 2016: Battle of Content (ADC) setzten sie auf die Experten schlechthin, wenn es um Viralität geht: Katzen! Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 4: Kolle Rebbe mit dem Aktion Mensch e.V. und einem als Casting getarnten sozialen Experiments gegen zwischenmenschliche Berührungsängste. Image by Lisa Kneidl
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Startnummer 5: GUD. Grüner und Deutscher mit #weilwirdichlieben für die BVG. Image by Lisa Kneidl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Besondere in diesem Jahr – Jury und Publikum waren sich einig und bestimmten einen gemeinsamen Sieger: die Kampagne „#weilwirdichlieben“ von GUD. Grüner und Deutscher für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Eine mutige und schlagfertige Kampagne, wie sich die Besucher einig waren. Einem Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel ein gutes Image zu bereiten ist schon ein wahnwitziges Unterfangen, es gibt wohl weniges, was der arbeitenden Gesellschaft mehr Unmut bereitet als die um zwei Minuten verspätete U-Bahn.

So löste der Kampagnen-Hashtag zunächst auch einen regelrechten Shitstorm aus. Aber wie man so schön sagt: Jede Presse ist gute Presse – und so hat sich die Kampagne wie ein Lauffeuer durch Social Media und die Medienkanäle verbreitet und im Endeffekt ihr Ziel erreicht.

Wir haben mit Vertretern der Gewinnern, Jury und dem Publikum über den Abend gesprochen:


Gewinner: Christian Artopé, GUD. Grüner und Deutscher


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Image by Lisa Kneidl
Wie ist dein Gesamteindruck?

Wir sind das erste Mal dabei und sehr glücklich und überwältigt von unserem doppelten Gewinn.

Was hältst du vom Voting?

Toll und herausfordernd. Die Tatsache, dass man für die Präsentation nochmal bewertet wird, ist durchaus ungewöhnlich und wird bei den meisten Award-Zeremonien nicht so gehandhabt. Deswegen waren wir auch ein klein wenig aufgeregt. Aber es ist ja gut ausgegangen.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Das steht uns natürlich nicht zu zu beurteilen, aber es waren großartige Kampagnen und Kollegen dabei, was es noch so unglaublicher macht, dass wir gewonnen haben. Die Kollegen von Kolle Rebbe und Grabarz & Partner und auch die jüngeren Agenturen waren fantastisch und haben sich auch sehr viel Mühe bei den Präsentationen gegeben, deswegen haben wir mit überhaupt nichts gerechnet.

Hattest du einen Favoriten?

Mein Favorit waren die ADC Katzen von Grabarz & Partner, das war schon großer Sport!

Wem würdest du die Veranstaltung empfehlen?

Kreativen Kollegen, die einen schönen Abend haben wollen und ihre Arbeit prämieren lassen wollen, weil das grade für Agenturen auch ein Sprungbrett sein kann.

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Es gibt keinen einen guten Social-Media-Kanal für Vermarktung, es muss immer eine Geschichte, die zum Produkt passt, dahinter stehen. Wenn ich weiß, was ich erzählen will und welches Produkt ich bewerben will, kann ich mir Gedanken machen, welcher Kanal der Richtige ist und das kann ich niemals verallgemeinern. Deswegen gibts für jede Marke, jedes Produkt, zu jedem Zeitpunkt und gegebenenfalls auch für die einzelnen Zielgruppen ganz unterschiedliche Kanäle und nicht den einen richtigen Kanal. Wenn Sie die maximale Reichweite wollen, dann ist es aktuell Facebook.


Jury-Mitglied: Florian Lormes, fandom by wikia


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Wie ist dein Gesamteindruck?

Toll! Die Stimmung war gut, die Leute hatten Spaß und die Kampagnen waren sehr nah beieinander. Alle fünf sind dann am Ende gevotet worden und der Gewinner hat dann offensichtlich jeden überzeugt und beides gewonnen (Jury- und Publikums-Voting).

Was hältst du vom Voting?

Ich war ja in der Jury und auch sofort von Berlin (Grüner und Deutscher) begeistert und alle anderen waren auch gut, aber das war einfach rund und toll und es war interessant zu sehen, dass das Publikum das genauso gesehen hat. Im letzten Jahr war ich auch dabei, da war das nicht so und das ist auch schön. Insofern ist es immer spannend, es ist der einzige Award, der das bietet, dass eben das Publikum auch seine Meinung abgeben kann und nicht nur die „langweilige“ Jury.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Die Erwartungen wurden übertroffen. Wer hier überhaupt schon auf der Shortlist ist, ist ja schon herausragend. Wir als Jury haben uns ja durch alles andere durchgegraben, was auch schon gute Einreichungen waren, aber das waren schon die Top 5 und das hat man auch gesehen.

Hattest du einen Favoriten?

Ja und der hat auch gewonnen!

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Crossmedia ist heute zum Glück ja eigentlich alles. Also die Kampagne „machen wir nur Plakat“ oder „machen wir nur Radio“ ist ja selten geworden. Insofern sehe ich eine große Zukunft dieses Awards. Ich finde nur die Stadt Hamburg müsste sich mehr engagieren, müsste hier nochmal einsteigen. Alle Unterstützung außerhalb von Hamburg läuft in Berlin und das hilft weder der Stadt und noch dem Award. Dieser Award hat, eben, weil er so besonders ist, das Potential, viel größer zu sein. Da müssten eben auch mal in Institutionen mit hinein gehen und nicht nur die Privatwirtschaft.


Jury-Mitglied: Gunnar Brune, STORIES


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Wie ist dein Gesamteindruck?

Extrem gut! Wir haben volles Haus gehabt, super Kampagnen und eine Veränderung gespürt, denn die Kampagnen sind wesentlich druckvoller gewesen, kreativer, multimedialer, crossmedialer – alles, was man will. Die schnelle Form der Präsentation, die Inhalte der Kampagnen und dann nicht einer, der herausragt, sondern alle – es hat sich was getan und das haben wir hier gesehen. Das kann man in keinem anderen Award sehen, denn dort findet das auf einer anderen Ebene statt.

Was hältst du vom Voting?

Es gibt zwei Dinge, die den NEPTUN Award besonders machen: er ist der einzige Award, bei dem eine crossmediale Kampagne als crossmedial und nicht nach ihrem Leitmedium ausgezeichnet wird. Das zweite ist diese Kombination aus einer Fach-Jury und dem Live-Pitch, bisschen wie eine TED-Konferenz, wo die besten Kampagnen auf die Bühne gehen und sich vor einem Fachpublikum präsentieren, weil diese wissen wollen, was crossmedial passiert. Die haben gevotet und dann sogar gemeinsam mit der Jury den Sieger gewählt, das gibts sonst nirgendwo.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Die Teilnehmer hier, ja. Man weiß mittlerweile, was der NEPTUN Award ist und wenn man in der Shortlist ist, weiß man, dass man auf der Bühne performen muss und das kann einen zwei bis drei Plätze nach vorne oder hinten bringen. Wir haben gesehen, dass Kampagnen, die in der Jury-Bewertung mäßig abgeschnitten haben, dann hier auf der Bühne richtig performt haben und das ist ganz interessant für unsere Branche. Normalerweise sehe ich eine nicht fertige Kampagne als Marketingleiter im Pitch. Das hier sind fertige Kampagnen, die gelaufen sind, im Pitch auf einer Bühne und vor einem sehr fachkräftigen Publikum. Da sind wir stolz drauf!

Hattest du einen Favoriten?

Das Problem war, dass es dieses Jahr keinen richtigen Favoriten gab. Nehme ich den, der mein Herz am meisten bewegt hat? Da hatten wir zwei. Oder nehme ich den, der in die Breite der technischen Möglichkeiten geht? Nehme ich einen der sein Konzept super witzig überall ausrollt? Nein! Wir haben dieses Jahr keinen Hornbach-Hammer oder Opel-Kampagne. Dieses Jahr war es ganz knapp, das haben wir auch in den Zahlen gesehen. Wer gewonnen hat, hat verdient gewonnen, weil beide Jurys, Publikum und Fachjury, gleich entschieden haben.

Wo siehst du die Zukunft der Crossmedia-Vermarktung?

Die Zukunft wird noch eine Steigerung haben. Wir haben heute gesehen, wie wichtig Snapchat, ein Kanal, den viele hier wahrscheinlich gar nicht richtig kennen, in den Gewinnerkampagnen war und wir werden uns hier also vorbereiten müssen, Kampagnen auf Kanälen zu machen, die wir nicht einfach abends beim Lagerfeuer betrachten können. Wir müssen viel mehr unterwegs sein und medial kleine, private Abenteuer wagen, damit wir unseren Kunden die besten Kampagnen vorschlagen können.


Besucherin: Yanni Subki, Schülerin


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Wie ist dein Gesamteindruck?

Ich finde ihn eigentlich ganz schön, die Raumgestaltung ist sehr schön und das Publikum entspannt.

Was hältst du vom Voting?

Ich fands ganz cool, ich finde Sie hätten das ein paar Sekunden schneller machen können und das Schulnoten-System war leicht verständlich.

Haben die Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Da ich die meisten davon auch kannte würde ich sagen ja. Ich war total begeistert und fand es auch schön sich mit dem Publikum darüber zu unterhalten.

Hattest du einen Favoriten?

Ich finde Aktion Mensch mega cool. Ich gehe selber noch zur Schule und das war so ein Thema, über das alle gesprochen haben und fand das dann auch cool und interessant, als es hier erwähnt wurde.

Aus welcher Motivation bist du zum Award gekommen?

Mein Vater arbeitet bei der Bild und meinte, ich sollte mir das unbedingt ansehen. Ich fand es sehr spannend und würde auf jeden Fall nochmal kommen!


Images by Lisa Kneidl


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Netzpiloten sind Partner von Content World

Ein gutes Content Marketing gilt nicht umsonst als Schlüssel zum Kunden. Kaum ein Thema wird zurzeit in der Kommunikationsbranche so kontrovers disktutiert. Doch wie überzeugt man mit seinen Inhalten? Auf der Content World 2016 werden international gefragte Experten erklären wie das geht. Unter dem Motto „How to tell your story – cases, tools, solutions“ dreht sich am 17. und 18. Oktober alles um die Themen Storytelling, Content Strategy, ROI/Conversion und Influencer-Kommunikation. Vorbildhafte Cases, Workshops, Talks und internationale Keynotes machen die Mischung aus Konferenz und Expo perfekt. Zudem erhält man Learnings für das eigene Unternehmen und kann damit den Unternehmenserfolg mit zukunftsweisender Kundenansprache verbessern. Es erwartet euch ein inspirierender Trip in die Welt des Content Marketings: Es werden Diskussionen angestoßen, Fragen aufgeworfen und Antworten gegeben.

Highlight des ersten Kongresstages ist die Verleihung des Deutschen Content Marketing Preises mit feierlicher Prämierung der besten Einreichungen. Die Preisträger von 2015 werden sich in drei TED-Talks mit den Themen „Content Strategy“, „Strategy & Content“ sowie „Content Creation“ beschäftigen. Top-Marketer, CEO’s, Kreativ-Agenturen, Content-Experten und Wissenschaftler werden vermitteln, wie gutes Storytelling in Verbindung mit Big Data erfolgreich umgesetzt wird: „creativity loves tech“! Zu den Speakern zählen unter anderem Gabriele Crepaz, Content Strategin bei Core Stories, Dr. Astrid Deilmann, Leiterin Digitale Kommunikation beim WWF Deutschland und Kathleen Karrer von der Deutschen Telekom AG. Aber nicht nur wegweisende Praxisbeispiele stehen im Fokus der Content World 2016, sondern auch das „Gewusst wie“: Im Forum „Der heiße Stuhl – Problems and Solutions“ wird Klaus Eck, Inhaber der Münchner Content-Marketing-Agentur d.Tales, auf fünf Praxisfragen aus dem Publikum antworten. Werdet Teil einer lebendigen Community zusammen im regen Austausch mit den Referenten und Diskutanten.

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Online Marketing Konferenz 2016

OMK

Am 29. September ist es wieder soweit: Zum fünften Mal lädt die Leuphana Universität gemeinsam mit den Experten der Online-Agentur web-netz zur Online Marketing Konferenz (OMK) ein. Bis zu 600 Marketingexperten kommen zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen der digitalen Welt auszutauschen. Das Motto der diesjährigen OMK lautet „Theorie trifft Praxis im Online-Marketing“. Inhaltlich ist es eine Mischung aus Trend und Evergreen: Neben dem aktuellen Topthema Brand-Buildung werden auch die klassischen Bereiche SEO, SEA, Affliate und Social Media Marketing behandelt und ihr Bezug zum Content Marketing hergestellt.

Zu den Referenten der Online Marketing Konferenz zählen der Experte für digitale Markenführung Prof. Dieter Georg Herbst vom Berliner Career College sowie Martin Drust, Leiter Marketing und Vertrieb – FC St. Pauli. Neben den über 20 Vorträgen werden den Besuchern diverse Workshops angeboten, in denen ein intensiver Austausch zwischen Besuchern und Experten stattfindet. Hier können die Teilnehmer über die aktuellen Entwicklungen diskutieren und Kontakte knüpfen. Die OMK ist eine Non-Profit Veranstaltung, sodass überschüssige Einnahmen in Forschungsprojekte der Universität fließen.

Weitere Informationen zum Programm und zu den Sprechern der OMK finden Sie auf omk2016.de.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me

  • DATENSCHUTZVEREINBARUNG Deutschlandfunk: „Privacy Shield“ soll ab sofort EU-Bürger schützen: Seit gestern ist das sogenannte „Privacy Shield“ in Kraft. Es handelt sich dabei um eine Datenschutzvereinbarung zwischen der EU und den USA und löst das bisher gültige Vorgängerabkommen „Safe Harbor“ ab. Es soll dem Schutz der Grundrechte von Europäern und europäischen Firmen dienen, die Daten zwischen der EU und den USA austauschen und eine Massenüberwachung ausschließen. Grünen-Europaabgeordneter Jan Philipp Albrecht übt Kritik an der Vereinbarung und rechnet bereits mit Klagen gegen das „Privacy Shield“ vor dem Europäischen Gerichtshof.

  • SUMMIT Werbeplanung.at: Michael Derkits, VICE CEE: „Content Marketing macht schlechte Werbung nicht wett“: Bereits zum achten Mal findet am 13. und 14. Juli 2016 der Werbeplanung.at SUMMIT statt. Michael Derkits, Chief Business Development Officer von VICE CEE, ist ebenfalls am Event vertreten und geht der Frage nach: „Was macht eigentlich gutes Content Marketing aus?“ Im Fokus steht neben Content-Marketing die Kommunikation im Netz sowie der damit zusammenhängende Veränderungsprozess. Es geht darum zu erkennen, dass sich User qualitativ hochwertigen und gut recherchierten Content erwarten, der ihnen einen Mehrwert bietet. Werbplanung.at führte ein Interview mit Michael Derkits indem er seine Vorstellungen und Erwartungen an die Konferenz verrät.

  • IT-BRANCHE Business2community: Why Companies Need More Women in IT: Die IT-Branche wächst unaufhaltbar und rasend schnell. Talente in diesem Bereich sind daher gefragter denn je. Oft braucht es, um ein Problem zu lösen jedoch einen Perspektivenwechsel. Frauen könnten einen solchen Aspekt abdecken, jedoch wird die Technikbranche von Männern dominiert. Apple CEO Tim Cook sagt dazu: „I think the most diverse group will produce the best product.“ – Und nimmt mit diesem Statement eine klare Haltung für mehr Frauen in der IT-Branche ein.

  • FÜHRUNGSKRÄFTE Die Welt: Warum die Deutschen ihre Chefs nicht mögen: Führungskräfte haben es nicht leicht. Sie müssen den Anforderungen der Mitarbeiter entsprechen sowie stets die Unternehmensziele vor Augen haben. Dieser interne Konflikt wird einer Umfrage des Personaldienstleisters Randstad nach zulasten der Mitarbeiter oder des eigenen Ansehens gelöst. Der Arbeitsalltag wird immer rasanter und nimmt an Fahrt auf. Besonders in solchen Zeiten braucht es qualifizierte Führungskräfte, die zusammen mit ihren Mitarbeitern an einem Strang ziehen. Aber genau dort liegt das Problem. Laut der Umfrage sehen Beschäftigte vor allem in Bezug auf Personalführung und Motivation Aufholbedarf bei ihren Vorgesetzten.

  • TESLA Golem.de: Tesla will Autopiloten nicht abschalten: Autopilot bleibt! Tesla-Chef Elon Musk will Autopiloten des Model S und Model X trotz tödlichen Unfall in jüngster Vergangenheit nicht abschalten. Seit dem tragischen Vorfall im US-Bundesstaat Florida ermitteln die Verkehrsbehörden in den USA. Aber auch hierzulande gibt es Untersuchungen bezüglich einer unzulässigen Funktion für Überholvorgänge. Tesla will nun energischer vorgehen und die Kunde besser über die Technik des Autopiloten und seine Grenzen aufklären.

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5 Lesetipps für den 29. Dezember

In unseren heutigen Lesetipps geht es um das pushTAN-Verfahren via App, Content Marketing, Google Glass 2.0, den Kraftstoff LNG und Neujahrsgrüße. Ergänzungen erwünscht.

  • PUSHTAN Spiegel Online: pushTAN-Verfahren: Hacker knackt Onlinebanking-App: Das pushTAN-Verfahren soll Online-Banking mithilfe von zwei Apps noch einfacher und schneller machen. Der Hacker Vincent Hauper hat auf dem Hacker-Kongress jedoch zum zweiten Mal vorgeführt, wie leicht dieses System zu knacken ist, ohne das es jemand mitbekommt. Auch die neuartige Version der App bringt keine Verbesserung der Sicherheit mit sich. Der große Nachteil ist, dass alles auf einem Gerät stattfindet und man lediglich die zwei Apps benötigt. Schnell ist eben nicht immer gut. Wichtig ist demnach, unter Einbezug der Sicherheit, nicht nur auf ein Gerät zu setzen.

  • CONTENT MARKETING Business2community: Get Social – 9 Ways to Promote Your Content and Brand on Social Media: Content Marketing ist ein bedeutendes Kriterium für den Erfolg eines Unternehmens. Sich von anderen abheben und die bestmögliche Promotion an unterschiedliche Zielgruppen zu richten, dass gestaltet sich bei der Menge an Konkurrenz gar nicht so einfach. Viele Firmen setzen dabei auf geschaltete und bezahlte Werbemaßnahmen. Dabei steht der Begriff Social Media eigentlich im zentralen Fokus. Eine Verbesserung der Darstellung und Werbung über die verschiedenen Social-Media-Plattformen kann schon zum Erfolg führen. Beispielsweise ist der visuelle Faktor, also das Einsetzen von Fotos ein großer Pluspunkt und verschafft 53 Prozent mehr Zuspruch als der reine Text.

  • GOOGLE GLASS 2.0 t3n: Google Glass 2.0: So sieht die nächste Generation der Datenbrille aus: Ein Einblick in die neuste Version von Google Glass. Erste Bilder der zweiten Generation der Datenbrille wurden am Montag von der US-Kommunikationsbehörde veröffentlicht. Im Großen und Ganzen weicht die Brille optisch nicht viel von ihrem Vorgänger ab, bietet aber nützlichere Vorteile. Beispielsweise lässt sich das robustere Modell falten und somit gut in der Tasche verstauen. Auch an der Akkulaufzeit wurden Verbesserungen vorgenommen, so dass im Allgemeinen eine Optimierung für den Arbeitsbereich das Ergebnis sein soll. Google äußerte sich bisher noch nicht zu der Google Glass 2.0.

  • LNG Welt.de: Der Supersprit, der Diesel überflüssig macht: Der Kraftstoff der Zukunft, das Flüssiggas LNG, ausgeschrieben “Liquified Natural Gas”. Billiger, Ökologischer und Energiereicher als Diesel ist das Flüssiggas und könnte somit für die Zukunft eine zentrale Rolle spielen. LKW’s in vielen Ländern wie Spanien, Großbritannien, Holland und Schweden tanken den Kraftstoff bereits. Eine Minderung des Stickoxide-Ausstoßes um 96 Prozent im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug ist einer der positiven Faktoren des Kraftstoffes. Für den PKW ist der Einsatz leider bisher nicht zu gebrauchen, da sich das Betanken aufgrund der meist lange stehenden Autos und somit nicht lohnen würde. Bei LKW’s und Bussen hingegen ist das Tanken mit LNG aufgrund der Langstrecken-Auslastung eine lohnende Investition.

  • NEUJAHRSGRÜßE heise.de: Neujahrsgrüße immer noch am liebsten per Anruf: Auf welche Weise drücken sie ihre Neujahrwünsche aus? Per Anruf, per Whatsapp, per SMS? Eine Umfrage des Digitalverbandes Bitcom zeigt, dass die Mehrheit, demnach 82 Prozent, den Anruf vorziehen. Via SMS drücken 46 Prozent ihre Wünsche für das neue Jahr aus. Natürlich unterscheidet sich die Art und Weise je nach Alter. Der gute alte Brief und die Email werden meist nur von den über 65 Jährigen genutzt. Facebook und das Telefonieren via Video liegen hierbei übrigens hinten auf der Liste.

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Content Garden: Google mit Werbetechnologie Konkurrenz machen

Das Team von Content Garden

Die Wiener Agentur Content Garden versteht sich als Start-up und versucht Lücken von Google auszufüllen. // von Jakob Steinschaden

Über den Dächern Wiens: Das Team von Content Garden.

“Google ist der einzige Ort im Internet, an dem der Leser wirklich ehrlich ist und Fragen eingibt, die ihn wirklich beschäftigen.” Aus Sicht von Lucas Schärf, CEO und Mitgründer der Digitalagentur Content Garden, ist die Suchmaschine natürlich der perfekte Weg, um passende Werbung zu diesen ehrlichen Suchanfragen auszuliefern. Doch in einem kleinen Markt wie Österreich und bei sehr spezifischen Themen hat auch Google ein Problem, so Schärf: “Das Suchvolumen ist begrenzt, es gibt nur eine gewisse Anzahl von suchenden Personen. Und: Nur Leser, die bereits wissen, was sie wollen, werden angesprochen.”

Diese Schwachstelle von Google will Content Garden jetzt mit einer patentierten Werbemethode ausnutzen, die man “Content Driven Advertising” nennt. Dabei werden neutrale Online-Inhalte mit klassischer Digital-Werbung kombiniert, und zwar zum Beispiel so: Auf den Startseiten von großen Online-Medien werden werbeneutrale Artikel-Teaser zum Thema “Elektromobilität”platziert. Klickt ein User auf den Teaser, gelangt er zu einem redaktionell erstellten und neutralen Artikel (nein, kein Advertorial oder dergleichen). Um diesen Artikel herum wird dann zum Thema passende Werbung, wie etwa zum neuen Elektrofahrzeug eines Automobilherstellers, ausgespielt. “Das führt dazu, dass sich der Leser mit der Anzeige beschäftigt, weil sie zum neutralen Umfeld passt und er dadurch einen konkreten Nutzen hat. Werbung ist dann nicht mehr nur lästig”, so Schärf. Anders als bei Google, wo der User bereits eine Kaufabsicht oder zumindest Interesse an einem Thema haben muss, könne man so Interesse an einem Produkt wecken.

“Bisher war Google Search der effektivste Weg, um an Leser mit klarer Intention heranzutreten. Das Problem von Google: Man wirbt immer im Umfeld von Lesern, die bereits Bedarf haben und die Suchvolumen sind limitiert. Über die aktive Distribution von Inhalten über große Reichweiten können wir dieses Volumen vervielfachen und einem einzelnen Werbetreibenden zur Verfügung stellen”, verspricht Schärf. Der Vorteil gegenüber klassischer Online-Werbung: Das Leseverhalten könne zu 100 Prozent gemessen werden, man könne Kampagnen in Echtzeit optimieren, und die Interaktionsraten würden über Durchschnitt liegen.

“Start-up in der Rolle einer Agentur”

Lucas Schärf, CEO und Mitgründer von Content Garden.

Lucas Schärf, CEO und Mitgründer von Content Garden.

Content Garden, das 2013 von Schärf und seinem Mitgründer Sonny Damiri gelauncht wurde, ist heute nicht nur zu einem Team von etwa 15 Mitarbeitern angewachsen, sondern kann schon eine beeindruckende Kundenliste im DACH-Raum vorweisen: Kurier, News, Heute, Format, Mein Bezirk, NÖN, OÖ, Salzburger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, vol.at, Woman – in Österreich fehlt kaum eine reichweitenstarke News-Seite im Portfolio. Auch in Deutschland (Augsburger Allgemeine, Hannoversche Allgemeine, Nordbayerischer Kurier, Rheinische Post, Südkurier, Tagesspiegel) und der Schweiz (u.a. Blick) hat man bereits Kundschaft gefunden, für 2016 ist die Expansion in die USA geplant.

“Content Garden ist definitiv ein Start-up, auch wenn wir uns in der Rolle einer Agentur wiederfinden. In Kooperation mit unserem Technikpartner Contented Technologies (wir haben uns die Exklusiv-Rechte an der Technologie in Europa gesichert) entwickeln wir an neuen Werbemechaniken und Content-Distributionsmöglichkeiten”, sagt Schärf. Contented Technologies wiederum wurde von STRG.at-Chef Jürgen Schmidt und Lucas Schärfs Cousin Boris Schärf, der auch als adverserve-CEO fungiert, gegründet. Bei Content Garden ist seit 2014 Michael Grabner Media (MGM) zu zehn Prozent beteiligt, und MGM wiederum ist als österreichischer Start-up-Investor (u.a. Wikifolio, Runtastic, Pagestrip, Tripwolf) bekannt. Dass Content Garden sich also selbst als Start-up und nicht als nur Agentur sieht, geht insofern in Ordnung.

Eine Frage der Kennzeichnung

Schärfs Content Garden ist wie derzeit immer mehr andere Technologie-Firmen (z.B. auch Outbrain, Gravity, Disqus) im Bereich Native Advertsing und Content Marketing unterwegs und baut auf Partnerschaften mit nationalen Online-Publishern. Dementsprechend wichtig ist die Kennzeichnung der Werbung, die für den Normalverbraucher nicht immer einfach durchschaubar ist. Eindeutig ist die Sachlage nicht.

“Bei Content Driven Advertising nutzen wir auf Teaser-Ebene neutrale Inhalte, um die interessierte Zielgruppe an Hand eines Themas anzusprechen. Hier überlassen wir den Medien, ob sie die Teaser kennzeichnen oder nicht”, so Schärf. “Da der Teaser aber vollständig neutral gehalten ist und kein Werbekunde inhaltlich genannt wird, befinden wir uns in einer noch nie dagewesenen Situation. Mit Content Driven Advertising betreten wir Neuland. In der Werbeindustrie hat es diesen Fall noch nicht gegeben, dass neutrale Inhalte genutzt werden, um Zielgruppen thematisch zu selektieren.”

Die neutralen Inhalte, um die herum die Werbung geschaltet wird, stammen laut Schärf übrigens allesamt aus hochseriösen Quellen. “Der Inhalt bei Content Driven Advertising wird von uns für den Kampagnenzeitraum lizensiert. Es werden also bestehende Inhalte im Netz genutzt, um ein thematisches Content-Umfeld zu erstellen. Die Quellen der Inhalte sind unterschiedlicher Natur”, so Schärf.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Trending Topics”.


Teaser & Images (adapted) by Content Garden (CC BY 2.0).


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5 Lesetipps für den 23. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Interview mit Günther Oettinger, den Umgang der Medien mit PEGIDA, Content Marketing à la Pornhub und 3D-Druck. Ergänzungen erwünscht.

  • GÜNTHER OETTINGER Spiegel Online: Interview mit EU-Digitalkommissar Günther Oettinger: Günther Oettinger musste zuletzt viel Kritik als neuer EU-Digitalkommissar einnehmen. Und das aufgrund seiner Aussagen auch zu Recht. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Auf einer Veranstaltung, über die ich auf seinen Wunsch hin nicht berichten durfte, habe ich ihn als einen Politiker erlebt, der sich der Bedeutung des Thema bewusst ist und lernen will. Die französische Journalistin Marion Moreau ärgerte sich im Interview mit mir, dass Frankreich nicht um Oettingers Posten kämpfte und gratulierte „uns“ zu diesem Politiker. Dazu kommt, dass Oettinger Politik kann, vielleicht ein Gewinn für die Netzpolitik. Im Interview mit Spiegel Online gibt Oettinger Einblick in seine Agenda. Vielleicht ist Oettinger der „Richtige“, nur noch mit der „falschen“ Politik. Warten wir es ab.

  • PEGIDA I Carta: Wir sollten uns schämen!: Auf Carta schreibt deren Co-Herausgeber Christian Stahl einen hoffentlich einige Journalisten und Blogger wachrüttelnden Appell an den eigenen Berufsstand, beim Thema Pegida nicht die Grundhaltung zu teilen: „Es ist der gefährliche und völlig geschichtsvergessene Reflex vieler Kolumnisten und Kommentatoren, uns alle ‚um Verständnis‘ für die ‚Sorgen und Nöte‘ der Ausländerhasser und rechten Marschierer von Pegida und Co. zu bitten.“ Leider gab es für diesen Appell zuletzt einigen Anlass. Und es scheint so, dass das noch lange nicht vorbei ist.

  • PEGIDA II BILDblog: Vom Untergang des Abendlandes kann „Bild“ ein Liedchen singen: Zu spät kam Christian Stahls Appell für einige Journalisten, denn die von den beiden Redakteuren der BILD-„Zeitung“ Karina Mößbauer und Ralf Schuler erfundene Lügengeschichte von Weihnachts-Gottesdienste mit muslimischen Liedern fand leider viel Erwähnung, die erst später korrigiert wurde, wie die Updates unter Mats Schönauers Artikel im BILDblog zeigen. Manche Menschen stören sich zwar weiterhin nicht an diesem Fakt, wie Politiker und auch Journalisten, aber man sollte einmal wirklich dankbar sein, dass es das Watchblog gibt.

  • PORNHUB Digiday: Inside Pornhub’s content-marketing strategy: Sex sells. Immer. Aber so leicht sollte man es sich bei Pornhubs Content-Marketing dann doch nicht machen, denn das Erotikfilm-Portal geht in diesem Bereich geradezu vorbildlich vor. Wir hatten über Pornhubs Blog „Insights“ schon berichtet, der die Daten des Portals aufgearbeitet darstellt und die Geschichte hinter den Zahlen erklärt. Mit der Folge, dass die Medien regelmäßig das Blog als Inspiration für eigene Berichterstattung nehmen und somit Pornhub eine Form von seriöserem Marketing verpasst haben als es auf Pornhubs Produkte bezogene Banner wären.

  • 3D-DRUCKER Zukunftskongress 2015: Demokratisierung der Produktion durch 3D-Drucktechnologie: Anke Domscheit-Berg ist Referentin auf dem Zukunftskongress der Linkspartei, der Ende April stattfindet. Im Vorfeld hat sie einen lesenswerten Text über die Demokratisierung der Produktion durch 3D-Drucktechnologie formuliert, in dem sie die Entstehung eines Produktionsmittelnetzwerk beschreibt, dass zu einer Demokratisierung der Produktion führen könnte. Das wäre wirklich eine enorme Chance für eine (kommunistische?) Gesellschaft.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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Content Marketing – Bedrohung oder Chance traditioneller Medien?

content-marketing-word-cloud (adapted) (Image by DigitalRalph [CC BY 2.0] via Flickr)

Immer mehr Marken entdecken das Publizieren für sich und werden Konkurrenten traditioneller Medien, denn Content Marketing wird immer wichtiger, um die eigene Kundschaft zu unterhalten. Content Marketing ist eine Marketing-Technik, mit der Markenunternehmen ihre eigene Kundschaft gezielt und informativ ansprechen können, um von der eigenen Marke zu überzeugen, aber auch neue Kunden zu gewinnen. Dies verändert nicht nur den Charakter von Werbung, sondern stellt die traditionellen Medien vor gleich zwei Probleme: die Einnahmen aus der Werbung werden weniger und die Werbenden sind direkte Konkurrenten um Aufmerksamkeit.

Content Marketing – That’s Entertainment

Die Modemarke Wren hat gestern einen viralen Hit gelandet und das weltweit. Auch in Deutschland wurde das Video von zwanzig vermeintlich fremden Menschen, die sich zum ersten Mal treffen und küssen, begeistert aufgenommen. Die Zuschauer erfreuten sich an den zaghaften Annährungsversuchen, dem spürbaren Kribbeln vorm Kuss und die Hingabe einiger Darsteller. Das Video war einfach schön anzusehen und dabei war es Werbung. Der Hinweis „Wren presents“ steht zwar am Anfang des Videos, aber wer kennt schon diese Modemarke, die in Deutschland nicht vertrieben wird? Und interessiert hat es auch niemanden, denn die Leute fühlten sich gut unterhalten.

Der Journalist Martin Giesler äußerte früh den Verdacht, dass es sich nicht „nur“ um ein schickes Video handelte, sondern um gut versteckte Werbung, die mehrere deutsche Online-Medien ungeprüft auf ihren Seiten veröffentlichten. Da Wren dafür nicht bezahlte, handelt es sich zwar nicht um Schleichwerbung, aber interessant ist, das Wren dafür nicht bezahlte, die Medien aber das Video, dass laut Martin Giesler nach einer zweiminütigen Recherche als Werbung enttarnt werden konnte, verwendeten und den eigenen Lesern präsentierten. Früher hätte Wren die Medien dafür bezahlen müssen, dass sie das Video als Anzeige oder Spondored Post veröffentlichen. Hier taten sie es freiwillig, denn es viral und genau das was die Leute sehen wollten. Wer das Video auf seiner Seite hatte (wie übrigens auch die Blogrebellen) konnte gestern mit steigenden Zugriffszahlen rechnen. Das Video wurde in weniger als 48 Stunden mehr als 22.555.235 Mal aufgerufen.

Zwar kritisiert Martin Giesler korrekt, dass dass Video ungeprüft von den Medienhäusern als Netzphänomen übernommen wurde, sie also nichts aus dem „Harlem Shake“-Video gelernt haben, aber sein hartes Fazit – „Wir teilen Werbung – und lieben es. Die Industrie hat gewonnen.“ – möchte ich dann doch nicht so unterschreiben. Es stimmt, dass es einen Wettbewerb zwischen Marken und Medien gibt und dieser ist im Grunde nicht fair (unterschiedliche Ressourcenverteilung), aber offen und vollkommen legitim, denn die Kunden/Nutzer/Leser entscheiden über den Sieger. Dies ist aber kein Kampf, auf den man sich in der Betrachtung konzentrieren sollte, sondern eine Entwicklung, die spannend vor dem Hintergrund des Medienwandels zu beobachten ist. Das schon lange angekündigte Versprechen „Marken sind die neuen Verleger!“ erfüllt sich immer mehr, wenn auch noch vor allem nur in den USA. Durch die globale Vernetzung haben wir aber auch in Europa einen Platz in der ersten Reihe und können die Entwicklung gut beobachten, von der auch traditionelle Medien lehrreiche Lektionen ziehen können.

Non-Medien vs. Medien – ein ungleicher Wettbewerb

In den USA gibt es mit dem American Express Open Forum, GE Stories von General Electric oder dem thinkMoney-Magazin von TD Ameritrade verschiedene Publishing-Plattformen von Markenunternehmen, die keine Medien sind. Sie alle beweisen, dass Marken einen sehr gutes Gespür dafür haben, was ihre Kunden lesen oder sehen wollen. Und auch wenn traditionelle Medien in einem anderen Bereich des gesellschaftlichen Lebens tätig sind und eher über Politik als Konsum informieren müssen, sind auch sie auf diese Eigenschaft angewiesen. Sie haben dieses Gespür aber nicht mehr (falls sie es jemals hatten), denn im Gegensatz zu den Markenunternehmen interessieren sie sich weniger für das, was die Leute wollen und was ihnen journalistisch anspruchsvoll geliefert werden sollte, sondern vor allem für die eigene Agenda. Tritt aber jetzt ein ebenfalls publizierender Konkurrent auf, wird genau das zum Nachteil der Medien.

Ein weiterer Nachteil ist die unterschiedliche Finanzierung von Non-Medien und Medien. Während Markenunternehmen mit der Produktion und Distribution von Content die Verkaufszahlen der eigenen Produkte oder Dienstleitungen hochtrieben und Geld verdienen, tun dies Medien durch Bezahlschranken oder Anzeigen nur direkt mit dem Inhalt. Mit geringem Erfolg, während die meisten Markenunternehmen geradezu in Geld schwimmen, vor allem die großen IT-Unternehmen. Apple zum Beispiel hat 158 Milliarden US-Dollar für Investitionen übrig, die New York Times ein Börsenwert von vergleichsweise nur 2 Milliarden US-Dollar. „Apple könnte die New York Times fünfzigmal kaufen und hätte immer noch genügend Geld übrig, um die Welt zu erobern„, wie es Joe Pulizzi, Gründer des Content Marketing Institute im LinkedIn-Blog schrieb.

Unternehmen können es sich leisten, in Personal und Forschung zu investieren. Das Forschungs- und Entwicklungsunternehmen für Mobilfunkkommunikation Qualcomm hat für seine Spark-Initiative Journalisten der US-Tageszeitung USA Today eingestellt. Dazu kommt, dass Markenunternehmen fokussiert auf ein einzige Zielgruppe sind: Kunden, während Medien neben der Leserschaft auch die Werbung schaltenden Unternehmen beachten müssen. In der Idealvorstellung ist eine Zeitung erfolgreich, wenn die Leserschaft glücklich ist, was das Medium wiederum für Marketing-Abteilungen interessant macht. In Wahrheit finanziert aber die Werbung die meisten Medien und nicht die Leserschaft, ein Trend der im Digitalen stark zugenommen hat.

Am Anfang einer Entwicklung

Diese Entwicklung steht noch am Anfang und man kann sie mögen oder nicht, aber vielleicht ist sie auch der Existenz bedrohende Druck, den die meisten Medien nötig haben, um sich dem Medienwandel im digitalen Zeitalter anzunehmen. Denn von den Marken zu lernen, könnte sich für viele Medien als äußerst sinnvoll erweisen. Und das ohne Aufgabe eines besonders in Deutschland hochgehaltenen (und meist nie erreichten) journalistischen Ethos. Angefangen beim lutherschen „den Leuten aufs Maul schauen“ bis zur Öffnung des eigenen Mediums für eine breitere Leserschaft und der Umorientierung von einer Informations- zu einer Serviceplattform, sind Marken vielleicht gute Vorbilder für die Medien von morgen. Die BILD-„Zeitung“ mal ausgenommen, müssen Medien sich neue Leserschaften erschliessen, mit neuen Themen in der Berichterstattung und mehr Angeboten. Die eine Leserschaft gibt es nicht mehr, die Grenzen in der Gesellschaft laufen heute nicht mehr zwischen politisch definierten Klassen, sondern zwischen Reich und Arm sowie Interessiert und Desinteressiert. Medien müssen aufhören Meldungen zu verbreiten, denn das können die Leser inzwischen selber und anfangen, die eigenen Journalisten gute Geschichte entdecken und erzählen lassen. Im Gegensatz zum Content Marketing sind dem Journalismus hier keine Grenzen gesetzt. Ohne eine interessierte Leserschaft können Medien nichts verkaufen – vor allem nicht sich selbst. Das Video der sich küssenden Fremden ist ein guter Beweis dafür und vielleicht der Warnschuss, den auch die deutschen Medien bitter nötig hatten.


Image (adapted) „content-marketing-word-cloud“ by DigitalRalph (CC BY 2.0)


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