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Battlefield V Firestorm – Der Battle Royale Modus im Test

Am 25. März veröffentlichte der Publisher Electronic Arts den Battle Royale Modus Battlefield V Firestorm. Damit erhält das Battlefield-Franchise erstmalig einen Battle Royale Modus und springt auf den Zug auf, den Genrevertreter wie PUBG, Fortnite und Apex Legends derzeit am Fahren halten.

Firestorm unterscheidet sich in den Grundzügen gar nicht allzu stark von seinen Mitstreitern. Der Modus kann sowohl im Solo- als auch im Trupp-Modus mit bis zu drei Mitstreitern gespielt werden. Zu Beginn jeder Runde springen alle 64 Spieler aus Flugzeugen und landen, nur mit einem Messer in der Hand, irgendwo auf der Karte. Dann werden Waffen und Fahrzeuge gesucht und es wird solange gekämpft, bis es einen Gewinner gibt.

Wir haben Firestorm gespielt und den Battle Royale Modus in unserem Test etwas genauer unter die Lupe genommen.

Die Karte ist riesig!

Schon im Vorfeld war klar, dass die Karte Halvøy riesig werden würde. Tatsächlich ist Halvøy die größte Map, die je ein Battlefield gesehen hat. Das macht sich beim Spielen zwar irgendwie bemerkbar, fällt aber weder sonderlich positiv noch negativ auf. Ohnehin bekommen wir nie die komplette Karte zu sehen. Der namensgebende Firestorm, ein Feuerring, der die Karte umschließt, verdeckt nämlich schon gleich zu Beginn einen nicht unerheblichen Teil der Map. Der Ring wird mit der Zeit immer kleiner und treibt die Spieler so weiter zusammen. Im Vergleich zu anderen Battle Royals, ist der Feuersturm dabei etwas gnädiger mit uns. Ich habe es bis jetzt immer geschafft, rechtzeitig in die Zone zu kommen und nicht auf dem Weg vom Feuersturm verschlungen zu werden.

Wenn wir allerdings in den Sturm geraten, meistens weil wir gerade in Gefechte verstrickt sind, wird es hektisch. Der Sturm in Firestorm ist nämlich ein wirklicher Sturm. Konkret heißt das: Wir sehen schlecht und sterben schnell.

Was positiv auffällt, ist die Ästhetik der Karte. Das skandinavische Flair und die raue Landschaft der Karte bieten beim Spielen eine beeindruckende Aussicht. Hier und dort erschwert uns außerdem ein Schneesturm die Sicht. Das macht die Kämpfe auf Halvøy durchaus abwechslungsreich. Die Einschränkungen durch verschiedene Wetterbedingungen dürften den meisten Battlefield-Veteranen aber bekannt sein.

Loot aufsammeln macht keinen Spaß.

Battlefield V Firestorm hat leider ein wirklich großes Manko. Das Aufsammeln von Waffen und Gegenständen gestaltet sich, besonders in etwas hektischeren Situationen, ziemlich schwierig. Erledigt man einen Gegner, lässt dieser seinen gesamten Loot fallen. Dabei überlappen sich die Gegenstände häufig und wir sammeln oft die falsche Waffe auf. Manchmal schaffen wir es auch gar nicht den Gegenstand aufzusammeln, auf den wir es abgesehen haben. Das stört den Spielfluss teilweise enorm und hinterlässt in hektischen Situationen das Gefühl, den Fehlern des Spiels ausgeliefert zu sein.

Ausrüstung finden wir, wenn nicht durch das Erledigen anderer Spieler, überall auf der Karte verstreut. Dabei finden wir sowohl Kisten, als auch Tresore, die häufig besseren Loot versprechen. Generell gilt: Je größer und monumentaler eine Landmarke, desto besser die Gegenstände, die wir finden. Nachdem sich der Feuersturm bewegt hat, werden außerdem Ziele freigeschaltet, die wir, wie in Battlefields herkömmlichen Modi, erobern müssen. Schaffen wir das, erhalten wir bessere Beute. Damit versucht Firestorm die Spieler zusammenzutreiben und Kämpfe zwischen den Spielern herbeizuführen. Das macht die Runden spannender und verhindert, dass sich alle Spieler solange voreinander verstecken, bis sie keine andere Wahl mehr haben. Zu den Gegenständen in Firestorm gehören diverse Waffen und Gadgets aus dem Hauptspiel sowie Heilungspakete und Rüstungsplatten.

Von der Unübersichtlichkeit in Sachen Ausrüstung ist leider auch das Inventar in Battlefield V Firestorm betroffen. Es ist nicht immer ganz ersichtlich auf welchem Slot, welcher Gegenstand liegt und welche Munition, für welche Waffe gedacht ist. Anderen Mitspielern Gegenstände fallen zu lassen, ist ebenfalls nur in ruhigen Phasen möglich, da die Bedienung des Inventars hier etwas umständlich ist. In Spielen wie Apex Legends oder Fortnite gehen diese Abläufe deutlich schneller von der Hand.

Firestorm fühlt sich an wie ein Battlefield!

Firestorm fühlt sich immer noch nach Battlefield an! Wie angekündigt, hat es das Gunplay aus Battlefield V auch in den Battle Royale Modus geschafft und das ist gut so! Das Waffen-Gefühl ist nämlich eine der großen Stärken des Spiels. Es ist etwas langsamer und schwerfälliger, als das von Spielen wie Apex Legends oder Call of Duty. Die Nachladeanimationen sind länger, der Rückstoß macht sich stärker bemerkbar und es fühlt sich alles irgendwie realistischer an. Wobei ich, um ganz ehrlich zu sein, keine Ahnung habe, wie sich das Abfeuern eine Waffe überhaupt anfühlt und auch ganz froh bin, es nicht ausprobieren zu müssen.

Auch die zerstörbare Umgebung, die Fans des Franchises so lieben, bleibt uns in Battlefield V Firestorm erhalten. Mit diversen explosiven Waffen wie Raketen- oder Granatenwerfern, Sprengsätzen und Panzern können wir so ziemlich jedes Haus in Schutt und Asche legen. Das eröffnet für einen Battle Royale Modus spannende Perspektiven. Gegner, die sich in Häusern verschanzt haben, lassen sich leichter aus der Reserve locken. Zum Beispiel, in dem man ihnen die gesamte Deckung einfach um die Ohren haut. So werden die Kämpfe in Firestorm sehr dynamisch und bieten diverse taktische Möglichkeiten. Gerade im Trupp-Modus lassen sich diese gut ausspielen. Die Zerstörung der Umgebung macht dabei optisch außerdem eine Menge her.

They see me rollin‘, they hatin‘

Ja, auch Fahrzeuge hat Battlefield V Firestorm zu bieten. Es sind 17 an der Zahl und es macht eine Menge Spaß mit ihnen die Map zu durchstreifen. Doch um ehrlich zu sein, ist der Vorteil dieser Fahrzeuge beschränkt. Während im normalen Battlefield V Multiplayer ein Panzer eine wirklich lästige und ernst zunehmende Bedrohung darstellt, kann er in Firestorm zwar immer noch gefährlich werden, lässt sich aber deutlich leichter ausspielen. Zum einen sind Panzerfäuste und vergleichbare Fahrzeugabwehr eigentlich überall auf der Karte zu finden, zum anderen brauchen Fahrzeuge eigene Munition und Treibstoff. Diese nehmen einen Platz im Inventar ein. Im Trupp Modus lassen sich diese Gegenstände gut auf den Trupp aufteilen. Will man sie aber im Solo-Modus mitnehmen, bleibt wenig Platz für andere Ressourcen.

Besondere Fahrzeuge stehen dabei nicht bloß auf der Karte herum. Wer einen Panzer will, muss ihn sich verdienen, indem er mühselig einen Bunker öffnet. Dabei wird ein Alarm ausgelöst, der andere Spieler anlockt. Dieses Konzept ist eine sehr gelungene Idee. Es verhindert, dass die Fahrzeuge zu mächtig werden. Außerdem treibt es die Spieler zusammen. Ich selbst bin diverse Male mit meinem Trupp wie ein Bekloppter in die Richtung eines Alarms gerannt. Nur um die Spieler dort zu überraschen und mir deren Loot zu schnappen.

Fazit: Ein guter Modus für Battlefield, aber kein eigenes Battle Royale

Battlefield V Firestorm ist ein wirklich spaßiger und guter Modus. Die Spielmechaniken, die Battlefield ausmachen, fügen sich sehr gut in den Battle Royale Modus ein. Große Karten, viele Spieler, Fahrzeuge und Zerstörbarkeit – all das passt in ein Battle Royale. Trotz kleiner Kinderkrankheiten wie dem Aufsammeln von Beute verspricht der Modus eine Menge Spaß.

Für Battlefield-Veteranen wird sich Firestorm jedoch nicht sonderlich neuartig anfühlen. Schließlich sind die Neuerungen, die das Battle Royale dem Genre bringt, alle aus dem Hauptspiel bekannt. Andersherum könnte es schwierig sein als eigenständiger Battle Royale Titel mit den derzeitigen Platzhirschen Fortnite und Apex Legends mitzuhalten. Nicht nur, weil diese kostenlos sind und Firestorm nur als Teil des kostenpflichtigen Hauptspiels erhältlich ist. Auch dürften Spieler, die Battlefield als solches nicht mögen, keinen großen Spaß mit dem Modus haben. Dafür ist Firestorm noch zu sehr Battlefield. Das ist aber nichts Schlechtes. So stellt der Battle Royale Modus für mich eine wirklich gelungene Ergänzung zu den bisherigen Spielmodi des Multiplayers dar und funktioniert als solche für Battlefield Fans sehr gut.

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Image Battlefield V Firestorm by EA

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Battlefield V Firestorm – Gameplay-Trailer zu Battle Royale Modus veröffentlicht

Am 21. März veröffentlichte Battlefied auf seinem YouTube Kanal einen Gameplay-Trailer zu Battlefield V Firestorm. Dieser zeigt diverse Einblicke in den geplanten Battle Royale Modus.

Der große Hype – Battle Royale

Battle Royale hat in den letzten Jahren für ordentlich Furore gesorgt. Spiele wie Player Unknown‘s Battleground, Fortnite und Apex Legends folgen dabei im Wesentlichen demselben Prinzip. Spieler springen aus einem fliegenden Vehikel, sammeln Waffen und Ausrüstung und bekämpfen sich so lange, bis nur noch ein Team übrig ist. Das wird auch das grundlegende Prinzip in Battlefield V Firestorm sein.

Was ist in dem Trailer zu sehen?

Der Trailer zeigt, was die Spieler in Battlefield V Firestorm erwarten können und beleuchtet die verschiedenen Facetten des Battle Royale Modus. So dürfte es viele Fans des Hauptspiels freuen, dass in Firestorm viele Battlefield-typische Elemente enthalten sind. Zum Beispiel ist dem Trailer zufolge das Gunplay aus dem Hauptspiel auch im Battle Royale Modus vorhanden. Gerade für die Handhabung der Waffen ist der Multiplayer-Ego-Shooter bei Fans beliebt. Auch die für Battlefield so typischen Fahrzeuge sind in Firestorm enthalten. Spieler dürfen sich demnach auf 17 verschiedene Fahrzeuge freuen – darunter ein Panzer, ein Helikopter und ein kleiner roter Traktor.

Loot, Loot und noch mehr Loot

Wie auch in anderen Vertretern des Battle Royale Genres, spielen die gefundenen Waffen und Ausrüstungsgegenstände in Firestorm eine große Rolle. Schließlich braucht es eine vernünftige Ausrüstung, um gegen andere Spieler zu bestehen. In Battlefield V können Spieler dafür überall auf der Karte verschiedene Waffen in Tresoren, Kisten oder auf dem Boden finden. Aus dem Trailer geht hervor, dass diese in die drei Seltenheitsstufen „common“, „rare“ und „epic“ eingeteilt sind.

Keine Lust mehr zu laufen?

Fahrzeuge zu benutzen, ist nichts Seltenes in Battle Royale-Spielen. Auch in Player Unknown‘s Battleground und Fortnite erkunden Spieler die Karte mithilfe diverser Fahrzeuge. Diese stehen in Battlefields Genrevertreter aber nicht alle einfach auf der Karte herum. Zumindest im Trailer scheint es, als könnte man besondere Fahrzeuge, wie zum Beispiel einen Panzer, nur aus einer Art Garage ergattern. Dabei lenkt das Team, das die Garage öffnet, eine Menge Aufmerksamkeit auf sich und sollte sich beeilen. Das Öffnen der Garage löst nämlich ein Sirenen-Geräusch aus, das Spieler in der Nähe anlockt. Auch verspricht der Trailer eine Reihe an Waffen, mit denen die Bedrohung durch Fahrzeuge gemindert werden kann. So wird verhindert, dass diese zu mächtig werden.

Eine wirklich (!) große Karte

Was die Größe der Karte angeht, auf der gespielt wird, ist der Trailer nicht unbedingt bescheiden. So soll die Map Halvøy die größte Spielwelt sein, die es jemals in einem Battlefield gegeben hat! Wobei Battlefield schon immer für seine großen Karten bekannt war. Zum Vergleich wird die Karte Hamada aus dem Hauptspiel Battlefield V angegeben. Halvøy sei noch zehnmal größer als Hamada. Während einer Spielrunde wütet außerdem ein großer Feuerring auf der Karte und wird im Laufe der Zeit ganz genretypisch immer kleiner. So werden die 64 Spieler weiter zusammen gedrängt.

Auch die aus Battlefield bekannte Zerstörbarkeit der Umgebung hat es in den Battle Royale Modus geschafft. So sind laut der Entwickler die Gebäude auf der Karte zerstörbar, was die Kämpfe durchaus dynamischer machen könnte, als man es aus anderen Battle Royale Titeln gewohnt ist. In denen ist es nämlich eine beliebte Taktik sich in Häusern zu verschanzen und bloß die Eingänge im Auge zu behalten. In Firestorm kann es gut passieren, dass einem dabei die ganze Deckung um die Ohren fliegt.

Der Battle Royale Modus erscheint am 25. März und ist nur als Teil des Hauptspiels Battlefield V für PS4, Xbox ONE und PC verfügbar.


Image Battlefield V by EA

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Fortnite – die Inkarnation des Hypes

Vielleicht sollte es mir mit meinen 19 Jahren zu denken geben, dass ich das Phänomen Fortnite einfach nicht verstehe. Während der Recherche zu diesem Artikel stolperte ich online über das ein oder andere „Ultimate Fortnite Fail Compilation“ Video, mit immerhin so um die vier bis sechs Millionen Aufrufe, das mich stocken ließ. Mich, die RPG-Spielerin, für die League of Legends im Bereich MOBA (Multiplayer-Online-Battle-Arena) das höchste der Gefühle war. Denn mir eröffnete sich in diesen Videos eine überdrehte, quietschebunte Welt voller absurder Tänze und ausgefallener Kostüme. Ach ja: gebaut und Gegner gekillt wird natürlich auch noch. Eigentlich sollte es mich wahrscheinlich gar nicht wundern, dass gerade in unseren schnelllebigen Zeiten besonders Kinder anfällig für diese, nun ja, „spezielle“ Art des Battle Royales sind.

Doch trotzdem wollte ich es jetzt genau wissen: Was macht Fortnite so „einzigartig“? Wie kommt es, dass gerade dieses Spiel sich einer so regen Beliebtheit erfreut, und das übrigens, wie ich herausfand, nicht nur bei pubertierenden Kindern?

Multimedial unterwegs

Zunächst einmal kann das Spiel Fortnite auf PC/Mac/Xbox/Playstation/iOS/ Android und der Nintendo Switch gespielt werden. Also eigentlich auf allen gängigen Computern, Konsolen und Smartphones. Das ist auch schon der erste Punkt, warum das Spiel bis heute circa 125 Millionen aktive Spieler weltweit verzeichnet. Wo auch immer du bist, was auch immer du gerade machst: Du kannst Fortnite spielen. Auf der Couch, vor dem Rechner oder in der Bahn. Das eignet sich besonders gut für die Generation Smartphone, die zu ihrem zehnten Geburtstag ein Handy geschenkt bekommen. Und dazu kommt noch, dass das Spiel komplett kostenlos ist. Außer im Xbox-Store. Hier muss man Xbox Live Gold hinlegen, also die interne Währung der Plattform, um das Spiel zu downloaden. Aber wie auch in anderen Spielen können Items, Kostüme und Waffen in einem zusätzlichen Shop mit Ingame-Geld erworben werden.

Klicks durch Content

Dieser „Grundsatz“ gilt im Internet schon seit längerem. Will man Aufmerksamkeit braucht man nicht nur guten Content, sondern auch möglichst viel davon. Und auch hier wurde ich von Epic Games, dem Herausgeber von Fortnite, leicht erschlagen. Allein im internen Shop für Kleidungsstücke, Waffen und andere Items tummeln sich hunderte und aberhunderte von gewöhnlichen, legendären, seltenen und besonderen Artikeln. Hier können Charaktermodelle, Emojis, Tänze und Ausrüstung noch und nöcher gegen echtes Geld eingetauscht werden. V-Bucks lautet der Name der Ingame-Währung, mit der die meisten der Artikel im Spiel gekauft werden können. Um die Währung zu erhalten, kann man im Spiel tägliche Quests abschließen, oder die V-Bucks eben kaufen. Dafür bietet der Shop mehrere Kaufoptionen, die von zehn Euro bis 100 Euro Echtgeld gehen. Allerdings müssen für einige Items auch besondere Missionen erfüllt, oder besondere Ränge und Abzeichen erreicht werden. Es wird also nie langweilig in der Fortnite Welt.

Das gilt allerdings nicht nur für die Items, die man sich im Shop kaufen kann, sondern auch für die Updates der Spiele. Auch wenn andere Entwicklerstudios wie Blizzard ebenfalls jährlich Updates für ihre beliebtesten Spiele raushauen, ist das nichts im Vergleich zu dem Hype, der sich online jedes Mal entfesselt, wenn eine neue Season Fortnite beginnt. Denn jede Season verspricht eine Veränderung der Spielwelt, neue Events und allgemein neue Items. Für Season acht zum Beispiel soll angeblich ein Wasserbiom auf der Map geplant sein. Zu dieser Vermutung passt zum Beispiel, dass es neue fischige Items und Skins im Shop gibt.

Und alle machen mit

Insbesondere interessant sind bei den Seasons jedoch nicht nur die Neuerungen im Spiel selbst, sondern vor allem die gewaltige Community, die auf diese Veränderungen reagiert. Fast schon wie ein zweites Zuhause wird in Echtzeit online über die Geschehnisse auf der Fortnite-Insel berichtet. Jede noch so kleinste Veränderung wird von den Spielern bemerkt, aufgegriffen und eifrig diskutiert. Inzwischen hat Fortnite sogar League of Legends vom Thron des Spiels mit den meisten Zuschauern auf Twitch gestoßen.

Man mag über Epic Games und Fortnite denken was man möchte, aber Community-Pflege können sie: Auf der Website von Fortnite gibt es immer wieder Kreativwettbewerbe, Ausschreibungen und Präsentationen der Kreationen der Spieler. Einige der Wettbewerbe sind mit bis zu 100.000 US-Dollar dotiert. Was Spiele wie League of Legends mit zahlreichen Sponsoren machen, stampfen die Entwickler von Fortnite mühelos selbst aus dem Boden. Bei einer Community von 125 Millionen aktiven Spielern ist das aber vielleicht auch kein Wunder. Tänze aus Fortnite, wie der Floss Dance, werden zum weltweiten Phänomen, Streamer zu Ikonen und Musiker wie DJ Marshmallow legen in Fornite auf.

Ja, richtig gehört. Auch das gab es erst kürzlich in Fortnite. Ein virtuelles Konzert eines echten DJs, im Spiel. Hunderte Spieler fanden sich auf verschiedensten Server zusammen und ließen die Hüften ihrer Charaktere schwingen. Das Ganze sieht dann so aus:

Fortnite, der Hype unserer Zeit?

Es gibt gefühlt keinen Aspekt des Spielerlebens, den Fortnite nicht abdeckt. Community-Wettbewerbe, Charaktergestaltung, Konzerte, Events, Pop-Kulturelle Anspielungen. Epic Games macht das so selbstverständlich wie kein andere Spieleentwickler. In Fornite verschwimmen die Grenzen der realen Welt mit der der Online-Welt. Zudem ist das Spiel immer erreichbar, immer spielbar und dabei für Einsteiger nicht allzu schwer zu erlernen. Egal wo du herkommst, egal was du sonst zockst, Fortnite garantiert dir sofortigen Spielspaß und bietet jedem der möchte ein virtuelles Zuhause. Dabei springt das Spiel genau auf die Schnelllebigkeit und das „einfach mal kopflos Spaß haben“-an, dass so viele sich zu wünschen scheinen.

Ich war und bin zugegebenermaßen noch immer überfordert mit der schieren Masse an Content, die es täglich zu diesem Phänomen gibt und präferiere weiterhin das ruhige Questen in Azeroth. Aber inzwischen ist Fortnite nun mal ein weltweites Erlebnis. Und auch wenn es Gerüchte gibt, das Spiel Apex Legends würde Fortnite den Rang ablaufen, dürfen sich die Fans des Spiels wohl noch eine Weile in der bunten Online-Welt vergnügen. Und natürlich auch weitertanzen.


Image by Shintartanya /adobestock.com

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Apex Legends: (Fast) aus dem Nichts zum Millionenerfolg

Was für eine Erfolgsgeschichte. Völlig aus dem Nichts veröffentlichten Electronic Arts und Respawn Entertainment letzte Woche das Battle Royale-Spiel Apex Legends. Keine Vorankündigung, keine große Marketing-Trommel und Free to Play. Und das obwohl mit Anthem Konkurrenz aus dem eigenen Haus in den Startlöchern steht.

Nach 72 Stunden zählte Apex Legends bereits zehn Millionen Spieler, zwischenzeitlich sogar eine Million Spieler, die zeitgleich im Spiel unterwegs waren. Mittlerweile hat das kostenlose Spiel sogar 25 Millionen Spieler zu verzeichnen. Ein Erfolg, der nicht ganz so zufällig ist, dessen Dimension aber niemand erahnen konnte.

Wichtige Streamer eingespannt

Es ist schon lange kein Marktgeheimnis mehr, dass Streamer und YouTuber eine starke Zugkraft besitzen. Bereits im Vorfeld wurden mehrere bekannte Streamer für das Spiel im Titanfall-Universum eingebunden. Unter anderem auch der bekannte Battle Royale-Streamer Shroud. In einem Stream erklärte dieser kürzlich, dass sein Feedback sogar starken Einfluss auf das Gunplay hatte.

Die ursprünglichen Pläne der Entwickler sahen einen zufälligen Rückstoß der Waffen vor. Durch das Feedback wurde schließlich jeder Waffe ein individueller aber fester Rückstoß verpasst. Dieser lässt sich einschätzen und mit Erfahrung gut gegensteuern.

Sogar Ninja, der zwischenzeitlich mit Fortnite zum größten Streamer wurde, spielt derzeit Apex Legends und erklärt das neue Spiel im Stream sogar für besser als Fortnite.

Mit so viel prominenter Unterstützung hatte das Spiel gleich zu Beginn starken Rückhalt, da Apex Legends bereits ab der ersten Sekunde von den Größen der Szene gespielt wurde. Da das Spiel kostenlos ist, können Zuschauer umstandslos selbst ins Spiel abtauchen, das Twitch derzeit mit großem Vorsprung dominiert. Eine geschickte und vor allem sehr zielgruppenorientierte Marketing-Maßnahme. Hinter dem vermeintlichen Überraschungserfolg steckt also auch ziemlich viel Kalkül. Die Dimension des Erfolges dürfte jedoch selbst die Marketingabteilung überrascht haben.

Leidtragender des Erfolgs könnte jedoch Anthem sein. Lange und intensiv wurde der Coop-Shooter der Spiele-Edelschmiede Bioware beworben und nun stiehlt ihnen die EA-interne Konkurrenz Apex Legends kurz vor Release die Show.

Kursrettung für Electronic Arts

Für Electronic Arts kommt das Spiel gerade richtig. Am 6. Februar musste der Publisher den stärksten Verlust seit 2008 wegstecken. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der taktisch seltsam anmutende Release von Apex Legends diesen Absturz zuerst befeuerte. Nur wenige Tage später hat sich Electronic Arts nicht nur von dem kurzzeitigen Absturz erholt, sondern auch noch eine ganze Schippe auf der Börse draufpacken können.

Auch für Entwickler Respawn Entertainment ist das Spiel ein Erfolg auf ganzer Linie. Nicht nur, dass Apex Legends selbst gerade Rekorde einstampft, auch ihre Titanfall-Reihe, in dessen Universum auch Apex Legends spielt, profitiert derzeit stark vom Hype. Auf allen Plattformen haben sich die Spielerzahlen mindestens verdoppelt. Das sowohl solo in der Kampagne, als auch online spielbare Shooterspektakel mit den namensgebenden Titanen, verkaufte sich trotz guter Bewertungen unter den Erwartungen. Der Erfolg von Apex Legends weckt in Fans der Reihe derzeit Hoffnung auf einen dritten Teil.

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Image by Respawn Entertainment / Electronic Arts

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Fortnite geht in die fünfte Staffel – der epische Sieg des Herstellers

fortnite season 5

Zum fünften Mal haben die leidenschaftlichen Videogames-Player die Möglichkeit so richtig abzugehen. Laufen, schießen und gewinnen. Und so fängt es an: Du bist in einem fliegenden Bus mit anderen Teilnehmern. Unter euch eine Insel mit Wiesen, Häusern, Bergen. Alle springen raus, einer nach dem anderen. Du auch. Deinen Fallschirm kannst du steuern, landest irgendwo, wo sonst nicht so viele sind. So beginnt das dieses Jahr wohl populärste Spiel: Fortnite ist da.

In dem Multiplayer-Taktikshooter geht es darum, der letzte Überlebende zu sein. Alle Spieler landen auf einer Insel, die im Auge eines Sturms ist. Dieses Auge schmälert sich alle zwei Minuten. Auf der Insel findet man Gewehr, Heiltränke, Holz, Stahl und andere Materialien, die einem dabei helfen, Forts zu bauen und andere zu eliminieren. Unter Zeitdruck müsst ihr sowohl eure Gegner in Schach halten als auch von der tödlichen Zone außerhalb des Sturmauges fernbleiben. Battle Royale nennt sich dieses Spielprinzip.

Fortnite ist kostenlos verfügbar für PlayStation, Xbox, Nintendo, Mac und PC und iOS bald auch Android. Jeder Zocker hat die Möglichkeit, In-Game-Käufe zu tätigen, um Skins, Missionen oder Tänze zu kaufen.

Auch viele Nicht-Spieler kennen Fortnite. Teilweise durch Freunde und teilweise durch Fußball. Dieses Jahr war es nämlich beliebt unter den Mannschaften der Bundesliga, aber auch der WM, die Tänze der Charaktere als Torjubel zu imitieren. So hat zum Beispiel Antoine Griezmann, der französische Stürmer, den „Take The L“ Tanz als Jubel nach einem Tor gezeigt.

Fortnite ist kostenlos, macht aber Milliarden-Umsätze

Diese In-Game-Käufe haben den Epic-Games-Chef, Tim Sweeney, zum mehrfachen Milliardär gemacht. 125 Millionen User spielen Fortnite, viele täglich. Allein zwischen September und Mai wird der Umsatz auf über eine Milliarde Dollar zurückzurechnen.

Zum Kauf verlockt vor allem der begrenzte Umfang an Artikeln. Teure Skins und Tänze verschwinden schnell vom Fortnite-Markt und sind nie wieder zu sehen. Das Gefühl der Exklusivität bringt Nutzer dazu, größere Summen zahlen zu wollen. Sehr beliebt ist das John-Wick-Skin, welches man am Ende des Season 3 Battle Pass als finalen Preis erhält.

Mittlerweile läuft die fünfte Fortnite Saison – und es ist kein Ende des Hypes in Sicht.


Image by EpicGames.com

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