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Art Selfie: Google sieht jeden als Kunstwerk

Image by Stale Grut unsplash com

Google expandiert im Bereich Unterhaltung. Vor kurzem hat der Großkonzern eine neue App vorgestellt – Google Arts & Culture, eine App mit der man ein Art Selfie schießen kann. Ein was?

Jeder, der ein Smartphone besitzt und durchschnittlich mehr als eine Stunde mit Browsen verbringt, musste schon mal auf Bilder von normalen Menschen in Museen gestoßen sein, die den Kunstwerken auffällig ähnlich sind. Wenn nicht, dann seht ihr hier ein Beispiel. Solche Zufälle gibt es, aber diese passieren so selten, dass man letztendlich niemals alle unterhaltsamen Ähnlichkeiten sehen wird.

Doch Google hat sich eine Idee einfallen lassen, die dies einfacher macht. Die neue App ermöglicht es ein Art Selfie zu machen. Zuerst ist es ein ganz normales Bild. Dann vergleicht es Google mit unzähligen Kunstwerken, die von verschiedenen Museumspartnern zur Verfügung gestellt wurden. Im Anschluss werden das Selfie und das Gemälde zusammengestellt, sodass man die Ähnlichkeit besser erkennen kann. Es wird nicht nur ein Werk gezeigt, sondern mehrere. Daneben der prozentuale Anteil der Reminiszenz.

Leider kann man keine gespeicherten Bilder verwenden, um sie mit den Gemälden zu vergleichen. So sehe ich bei Müdigkeit aus, wie das Porträt von Godschalck van Halmale, welches im Rijksmuseum hängt. Na toll.

Art Selfie by Nina Brzeska

Bietet die App mehr als nur Art Selfie?

Art Selfie ist nur eins der vielen Tools in der Google Arts & Culture App. Auf dem eigenen Handy kann man sich auf eine virtuelle Tour durch die Top 10 Museen der Welt begeben oder Artikel über fremde Kulturen durchstöbern. Detaillierte Aufnahmen von berühmten Kunstwerken gehören auch zu den Highlights des Programms. Alles natürlich beschriftet und erklärt.

Die Idee hinter dieser Entwicklung ist es, die Kultur und Kunst der heutigen Gesellschaft näher zu bringen. Museen werden heutzutage nur von der jungen Generation besucht, wenn es ein fester Punkt einer Klassenfahrt ist. Viele Jugendliche haben keinen Lieblingsmaler, weil sie die Künstler nicht kennen. Mit einer auf den ersten Blick banalen App schafft es Google vielleicht Kunst wieder ins Leben zu rufen! Und vielleicht findet der eine oder andere seine Leidenschaft darin, dadurch dass er einfach mal sehen wollte, welchem Kunstwerk er ähnelt.

Eine Frau in St. Louis, USA, hat sogar durch ihr Art Selfie das Portät ihrer Urgroßmutter gefunden, so der offizielle Blog von Google.

Eure Art Selfies könnt ihr in der kostenlosen Google Arts & Culture App schießen. Diese ist für iOS und Android verfügbar.


Image by Stale Grut / unsplash.com

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Earth Atlantis – der alltägliche Unterwasser-Shooter

Earth Atlantis

Earth Atlantis ist ein strategisches Videospiel von Pixel Perfex, welches seinen Ursprung auf Plattformen wie PlayStation 4 oder Nintendo Switch gefunden hat. Doch seit wenigen Wochen ist Earth Atlantis auch für das Handy verfügbar. Ich habe es getestet.

Das letzte Smartphone-Spiel, dass mich unter den Teilnehmern hatte, war Temple Run. Seit circa 2013 also hatte ich wenig bis keinen Kontakt zu Spielen auf dem Handy. Nicht mal Pokemon GO fand ich überzeugend genug um zu spielen.

Earth Atlantis erinnert mich ein wenig an Temple Run – vor allem durch den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben. Sowie man bei Temple Run einfach vorwärts rennen musste, um einem Monster zu entfliehen, so muss man bei dem aktuellen Spiel durch die Gegend schwimmen und Monster-Fische töten.

Der Spieler befindet sich in einem U-Boot. Die Handlung besagt, dass 96 Prozent der Erde unter Wasser ist und die Überlebenden der menschlichen Rasse sich nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette befinden. Um zu überleben, müssen die Menschen das Grauen, welches im ewigen Meer lebt, töten. Aus diesem Grund muss der Spieler ein U-Boot steuern und auf die Monster schießen. Klingt einfach, ist es aber nicht ganz.

Einsteiger aufgepasst!

Zum Bedienen des Schiffes braucht man lediglich beide Daumen. Rechts tippt man, sobald das U-Boot umdrehen soll, links wird das Boot gesteuert – hoch/runter; nach vorne/nach hinten. Schießen erfolgt automatisch. Ohne Erfahrung ist man erst mal ein wenig verloren. Durch wahlloses Schlagen gegen Objekte verliert man Energie und so habe ich auch den ersten Kampf verloren. Frustriert habe ich das Spiel geschlossen und das Handy weggelegt.

Doch nach ein paar Tagen wurde ich neugierig, was passiert, wenn ich den Kampf in den Tiefen des Wassers gewinne, also habe ich es noch einmal probiert. Diesmal schienen mir meine Bewegungen koordinierter zu sein und auch das Kämpfen hat Spaß gemacht.

Es erwarten euch viele Boss-Fights, die natürlich etwas schwerer sind als die anderen Aufgaben. Doch auch diese sind mit gewissem Training machbar.

Das Spiel besitzt drei Schwierigkeitsstufen: Einfach, Normal und Schwer. Für die Neulinge unter euch empfehle ich natürlich die einfachste Stufe, doch man sagt, die Welt gehöre den Mutigen – also muss jeder selbst entscheiden, was er wählt.

Interessant finde ich das Design: Das ganze Spiel erinnert an eine alte Meereskarte. Die Farbstufen erfassen mehrere Brauntöne. Im Hintergrund ist ab und zu die Freiheitsstatue oder das Empire State Building zu sehen – alles teilweise durch das Wasser zerstört.

Im Großen und Ganzen finde ich, dass das Spiel ein toller Zeitvertreib ist. Augenblicklich vergehen Stunden, in denen man zu einem mächtigen Hunter des Meeres wird.

Bisher ist das Spiel nur im App Store für 5,49 Euro verfügbar.

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VPN-Zensur: Apple beugt sich erneut Druck aus China

Apple Store (adapted) (Image by Robert_z_Ziemi) (CC0 Public Domain) via Pixabay

Apple hat still und leise zahlreiche Apps, die der Nutzung eines Virtual Private Network (VPN) dienen, aus seinem chinesischen App-Store entfernt. Darüber haben bereits mehrere betroffene Anbieter berichtet. VPNs sind ein wichtiges Werkzeug zur Umgehung von Überwachungs- und Zensurmaßnahmen und als solches der chinesischen Regierung ein Dorn im Auge. Es ist nicht das erste Mal, dass Apple aus opportunistischen Gründen legale und sinnvolle Apps aus seinem App-Store entfernt.

VPNs: Wertvoll gegen Überwachung und Zensur

Ein sogenanntes „Virtual Private Network“ oder VPN ist eine Möglichkeit, Daten sicher über eine eigentlich unsichere Verbindung zu übertragen. Hierzu verbindet sich die Nutzerin oder der Nutzer mit einem VPN-Server, der die Daten dann weiterleitet. Dabei werden die Daten in einem verschlüsselten „Tunnel“ übertragen.

VPNs schützen sensible Daten bei der Übertragung vor unbefugtem Mitlesen. Deswegen betreiben einige größere Unternehmen oder Bildungseinrichtungen ihre eigenen VPNs. Mitarbeiter, die auswärts arbeiten, können so ihre Daten sicher übertragen und dadurch sensible Interna schützen. Internet-Nutzer, die um ihre Privatsphäre besorgt sind oder kriminelle Angriffe auf ihre sensiblen Daten fürchten, können sich ebenfalls durch ein VPN schützen. Es gibt eine Reihe von kostenlosen wie auch kommerziellen Angeboten, die sich im Leistungsumfang unterscheiden.

Neben dem Schutz der Daten vor Überwachung und Angriffen sind VPNs aber auch ein wertvolles Werkzeug zur Umgehung von Zensurmaßnahmen. Durch die Verschlüsselung ist von außen nicht zu sehen, welche Daten wohin übertragen werden. Somit können missliebige Verbindungen nicht identifiziert und somit auch nicht zensiert werden.

Apple entfernt VPN-Apps

Apple hat offenbar eine ganze Reihe von Apps, die der Nutzung von VPNs dienen, aus seinem chinesischen App-Store entfernt. Das hat einen einfachen Grund: China führt im Rahmen der „Great Firewall of China“ umfangreiche Zensurmaßnahmen durch. Für Chinesinnen und Chinesen ist es sehr schwer, sich im Internet unabhängig zu informieren. VPNs würden eine Umgehung der Zensurmaßnahmen ermöglichen. Diese Möglichkeit ist der Regierung natürlich ein Dorn im Auge. Dementsprechend übt sie Druck auf Unternehmen aus, die Nutzung entsprechender Apps zu unterbinden.

Für Apple ist China (nach den USA) der zweitwichtigste Markt. Dementsprechend ist das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino offenbar schnell bereit, aus wirtschaftlichen Gründen auch Apps, die weder gegen ein konkretes chinesisches (oder US-amerikanisches) Gesetz noch gegen Apples eigene Nutzungsbedingungen verstoßen, aus dem App-Store zu entfernen.

Wie Apple immer wieder politischem Druck nachgibt

Apples Verhalten ist nicht ohne Präzedenzfall. Schon mehrfach hat Apple auf politischen Druck hin legale und sinnvolle Apps aus seinem App-Store entfernt. So löschte der IT-Gigant ebenfalls auf Druck der chinesischen Regierung die App der New York Times aus seinem chinesischen App-Store, weil diese von vielen Chinesinnen und Chinesen genutzt wurde, um sich über Sachverhalte zu informieren, die der Zensur der chinesischen Regierung unterliegen. Dagegen spielte sich ein weiterer, in der Sache ähnlicher Vorfall in den USA ab. Dabei löschte Apple die Info-App „Metadata“. Diese informiert über Drohnen-Angriffe der US-Regierung und wurde von dieser offenbar als Kritik an ihrer Art der Kriegführung ausgelegt. Auf Druck aus Washington hin machte Apple auch diese App – trotz mehrfacher Beschwerden der Entwicklergruppe und zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer – unzugänglich.

Apple wird seiner Verantwortung nicht gerecht

Apples Verhalten ist, vor allem, da es sich eindeutig nicht um einen Einzelfall handelt, ein Armutszeugnis. Natürlich ist der IT-Konzern ein profitorientiertes Unternehmen und will als solches Geld verdienen. Das darf jedoch nicht um jeden Preis geschehen. Wo freiheitliche Werte so eindeutig hinten angestellt werden – und das ohne ernst zu nehmende Bedrohung, einfach nur um der Bequemlichkeit und Gewinnmaximierung willen – wird Apple eindeutig seiner Verantwortung als einflussreicher Global Player noch nicht einmal ansatzweise gerecht.

Es wird Zeit, dass dieses Verhalten deutlicher kritisiert wird und Apple vor allem auch wirtschaftlich zu spüren bekommt, dass die Nutzerinnen und Nutzer einen solchen Verrat an der Meinungsfreiheit nicht ungestraft hinnehmen. Das Bankkonto und der Aktienwert scheinen nämlich die einzigen Werte zu dein, die Apple verteidigt.


Image (adapted) „Apple Store Hong Kong“ by Robert_z_Ziemi (CC0 Public Domain)


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Apple Design Award – diese Apps sind ausgezeichnet

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Auf der Entwicklerkonferenz WWDC hat Apple auch in diesem Jahr wieder Apps mit dem begehrten Apple Design Award ausgezeichnet. Dabei sind die zwölf Gewinner-Apps aus ganz unterschiedlichen Bereichen ausgewählt worden. Der Apple Design Award wird alljährlich an diejenigen Apps verliehen, die besonders durch Design und Innovationen überzeugen konnten. Dabei beschränkt sich Apple nicht nur auf iOS-Apps, sondern kürt die besten Anwendungen plattformübergreifend. Allerdings sind alle prämierten Anwendungen bislang ausschließlich für Apple-Geräte verfügbar. Ich stelle euch die kunterbunte Gewinner-Mischung vor, unter der sich auch zwei aus deutscher Schmiede befinden.

Kitchen Stories und Things 3: Preise für zwei deutsche Firmen

Das Entwicklerstudio Cultured Code hat mit der dritten Auflage seiner Things-Apps abgeräumt. Things 3 ist eine klassische Aufgabenverwaltung, mit To-Do-Listen, Kalendern und Notizen. Hierbei legen die Entwickler besonders großen Wert auf ein minimalistisches und intuitives Design innerhalb der Planner-App. Things 3 ist nicht nur für iOS, sondern auch für macOS und watchOS im App Store verfügbar. Das findet Apple anscheinend toll, denn in der Bewertung für Things 3 hebt Apple die App als positives Beispiel dafür, „wie Apps optimal für jedes der unterschiedlichen Geräte entwickelt werden sollten“ hervor.
Zum Download im App Store.
Zum Download im Mac App Store.

Das zweite Unternehmen aus Deutschland, das mit einem Apple Design Award ausgezeichnet wurde, ist AJNS New Media mit seiner App Kitchen Stories. Die Koch-App ist mit zahlreichen Rezepten, Koch-Videos und Fotos bestückt. Nutzer bekommen regelmäßig neue Rezepte zum Nachkochen aufs iPad oder iPhone. Innerhalb der App besteht außerdem die Möglichkeit Einkaufslisten und eigene Rezepte anzulegen. Apple hebt hervor, dass Kitchen Stories beinahe komplett in Apples Programmiersprache Swift geschrieben wurde, und unter anderem auch für tvOS vorliegt.
Zum Download im App Store.

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Screenshot by Julia Froolyks

Apple Design Award 2017 für viele Spiele-Apps

Eine besonders knifflige Spiele-App aus den USA namens Blackbox wurde ebenfalls mit dem Apple Design Award gekürt. Entwickler Ryan McLeod kann sich mittlerweile über 77.000 Fünf-Sterne-Bewertungen für seinen kunterbunten Puzzler freuen. Die Steuerung des Spiels erfordert nicht nur Fingerfertigkeiten, sondern auch ein besonderes „Um-die-Ecke-denken“.
Zum Download im App Store.

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Screenshot by Julia Froolyks

Splitter Critters ist der Name einer weiteren App, die im App Store ebenfalls mit dem Apple Design Award werben darf. In dem Puzzler von RAC7 Games stellt sich der Spieler der Herausforderung, kleine Insekten ins Ziel zu bringen. Dabei muss der Bildschirm wie Papier „zerschnitten“ und neu angeordnet werden, um Hindernisse zu überwinden. Apple mag an Splitter Critters besonders das Gameplay und das Sound-Design.
Zum Download im App Store.

Das Strategiespiel Mushroom 11 erhielt den Apple Design Award vor allem für seine 3D-Touch-Kompatibilität und die beeindruckende Alien-Welt, in der Spieler in einer Apocalypse einen wachsenden Pilz am Leben erhalten müssen. Spieleentwickler Untame hat tolle Physik-Rätsel in das Strategie-Spiel eingebaut.
Zum Download im App Store.

Mit viel Liebe zum Detail und einer herzzerreißenden Story konnte das Entwicklerteam von Broken Rules mit dem Puzzler Old Man’s Journey überzeugen. Apple hebt vor allem den handgezeichneten Stil in Old Man’s Journey hervor. Protagonist ist ein älterer Herr, der sich auf die Reise in die Vergangenheit macht und vergessen hat, welchen Weg er gehen muss. Auf seiner emotionalen Reise muss der Spieler Berge versetzen und Rätsel lösen.
Zum Download im App Store.

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Screenshot by Julia Froolyks

Alles andere als niedlich, dafür aber umso aufregender, geht es in Severed zu. Im Action-Game für iOS muss die einarmige Kriegerin Sasha einige Gegner besiegen, während sie einen langen Weg antritt, ihre verlorene Familie zu finden. Dabei besticht das Spiel vor allem durch makabere Optik sowie einfaches Touch-and-Swipe-Gameplay.
Zum Download im App Store.

Malen, Schreiben, Umrechnen

Den Trend rund um Malbücher für Erwachsene haben sich die fünf Entwickler der Malbuch-App Lake zunutze gemacht. Optimiert für das iPad Pro mit Apple Pencil, bietet Lake „wunderschöne Illustrationen, mit denen jeder Meisterwerke schaffen kann“, betont Apple während der Siegerehrung für den Design Award. Die „unfertigen“ Malvorlagen kommen in Lake von Künstlern aus der ganzen Welt. Mit dem Apple Pencil als Stift ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die Bilder mit Farbe auszufüllen und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.
Zum Download im App Store.

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Screenshot by Julia Froolyks

Eine weitere Schreib-App innerhalb des App-Stores konnte nun mit schlichtem aber raffiniertem Design die Jury des Apple Design Awards überzeugen. Bear ist dabei keine gewöhnliche Notiz-App, sondern soll vor allem für professionelle Schreiber und Online-Texter sinnvoll sein. Mit Hashtags werden einzelne Notizen oder Seiten miteinander verknüpft und plattformübergreifend bereitgestellt. Online-Autoren können Code-Schnipsel verwalten und zwischen „Prosa“ und „Code“ wechseln, sodass in Bear stets das Wesentliche die größte Rolle spielt: Text. Bear ist zwar kostenlos, für den vollen Funktionsumfang muss allerdings ein Abonnement abgeschlossen werden.
Zum Download im App Store.
Zum Download im Mac App Store.

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Screenshot by Julia Froolyks

Wer öfter mal außerhalb von Ländern mit Euro-Währung unterwegs ist, kennt es nur zu gut: mühselige Umrechnung in Fremdwährungen. Abhilfe schafft hier der Apple Design Award Gewinner Elk. Die App von Clean Shaven Apps aus Singapur bietet für iOS und watchOS einen sehr einfachen Reisewährungsrechner. Durch den GPS-Standort weiß Elk genau, welche Währung relevant ist und rechnet diese für den Nutzer um. Apple mag vor allem die Steuerungen der App über die Apple Watch, denn „die digitale Krone ermöglicht ein intuitives und natürliches Gefühl beim Steuern der App“.
Zum Download im App Store.
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Enlight gewinnt den Apple Design Award als einzige Foto-App

Fotobearbeitungsapps existieren im App Store wohl wie Sand am Meer. Da den Überblick zu behalten, welche App wirklich gut ist, fällt schwer. Apple hat nun mit der Auszeichnung des Design Awards ein klares Statement gesetzt. Die App Enlight von Lightricks Inc. hat den begehrten Preis vor allem durch zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten gewonnen, die kinderleicht anzuwenden sind. Tutorials zeigen Nutzern von Enlight, welche Möglichkeiten in der mobilen Fotobearbeitung bestehen und wie richtige Kunstwerke mit iPhone- oder iPad-Aufnahmen entstehen. Insbesondere die kreative Verschmelzung von Bildern mit zahlreichen Effekten und Filtern ist beeindruckend in Enlight.
Zum Download im App Store.

AirMail als geniale Alternative zu Apple Mail

Ein starker Konkurrent für Apples eigene Mail-App erhielt in diesem Jahr ebenfalls einen Apple Design Award. Airmail 3 beseitigt die ganzen Ausmaße des mobilen Mail-Chaos. Dabei setzt die App auf ein einfaches und übersichtliches Design mit vielen intuitiven Funktionen. Genau wie Apple Mail ist Airmail ein Client für diverse Mail-Adressen des Nutzers. Die übersichtliche Oberfläche lässt die Accounts miteinander verschmelzen. Das Beste an Airmail 3 ist wohl die Synchronisierung aus macOS, iOS und watchOS, sodass ihr auch plattformübergreifend mit dem cleveren Mail-Programm arbeiten könnt. Im Applepiloten-Test schneidet Airmail für iOS super ab.
Zum Download im App Store.
Zum Download im Mac App Store.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Screenshots by Julia Froolyks


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Alternative App-Stores: Lohnen sich die Gegenlösungen zum Google Play Store?

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Jeder Besitzer eines Android-Smartphones hat mit ihnen jeden Tag zu tun und lädt sie hauptsächlich aus dem Google Play Store. Die Rede ist von Applikationen, kurz Apps. Was vielen nicht bekannt ist: Die erweiternde Software lässt sich auch über diverse andere Quellen legal auf das Telefon laden: Alternative App-Stores. Wie gut ist deren Angebot? Wie sicher sind sie? Ob sich der Blick über den Tellerrand lohnt oder ob es sich bei den Inhalten nicht doch um nervige Adware handelt, habe ich für euch herausgefunden.

Amazon Underground: Apps gegen Daten

Es gibt viele alternative App-Stores. Der wohl bekannteste ist Amazon Unterground. Dabei lädt man sich per APK-Datei die Anwendung für den App-Store auf das Android-Telefon. Wie auch beim offiziellen Google-Pendant können die Inhalte über eine Kategorien-Übersicht durchsucht und direkt geladen werden – sofern man ein Amazon-Account besitzt. Vor einigen Wochen hat Julia das Angebot bereits näher unter die Lupe genommen und Missstände beim Datenschutz aufgezeigt. Mit der Installation räumt der Nutzer dem Shopping-Riesen ein die Nutzungszeit der Apps zu tracken und zu speichern. Für jede Minute schüttet das Unternehmen einen bestimmten Betrag an die Entwickler aus. Es sollte also jeder selbst wissen, was einem das kostenlose App-Vergnügen wert ist.

F-Droid: Freeware für Geeks

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Der Open-Source-App-Store F-Droid ist dank Kategorisierung sehr übersichtlich. Screenshot by Jonas Haller

Fans von Freeware kommen bei F-Droid auf ihre Kosten – so versprechen es zumindest die Entwickler. Wie auch bei Amazon Underground könnt ihr die entsprechende APK-Datei direkt über die Webseite laden und installieren. Der App-Store listet alle Open-Source-Programme auf, die kostenfrei und gleichzeitig werbefrei ist. Es finden sich sogar etliche, nützliche Root-Apps, die bereits aus dem Play Store entfernt wurden. Aber Vorsicht: Genau das könnte bei unsauber programmierten Programmen zum Zerstören des Telefons führen, da die Software tief ins Android-System eingreift. F-Droid selbst verspricht allerdings nur „saubere“ Anwendungen aufzulisten.

Neben empfohlener Software in „Was gibt es Neues“ findet sich auch eine umfangreiche, kategorisierte Auflistung der verfügbaren Apps. Selbst Beta-Software lässt sich über F-Droid downloaden und updaten. Ein Vorteil gegenüber Amazon Underground ist zudem der Wegfall des Anmeldezwangs. Einzig Gaming-Freaks dürften mit einem weinenden Auge auf den kostenlosen App-Store schauen: Die Inhalte sind doch sehr übersichtlich und zum Großteil nicht wirklich ansprechend. Außerdem handelt es sich bei der Open-Source-Freeware oft um englische, simpel gehaltene Anwendungen, die für Normalanwender nur mit Eingewöhnung nutzbar sind.

Get Jar: Eingeschränkter Play Store ohne Google Konto

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Den App-Store Get Jar ist lediglich als Webseite verfügbar. Screenshots by Jonas Haller

Die Entwickler hinter Get Jar haben es auf all jene abgesehen, die kostenlose Android-Software ohne Google-Konto downloaden und nutzen wollen. Der App-Store kommt als Webseite daher, die einfach mobil aufgerufen werden kann. Eine Kategorisierung sowie eine kuratierte Auswahl sorgt für die nötige Übersicht. Die ist allerdings nicht zwingend notwendig, denn die App-Auswahl ist stark begrenzt. Zudem sucht man kostenpflichtige Anwendungen bei Get Jar vergebens. Entgegen dem großen Vorbild von Google wird die App-Prüfung sehr stiefmütterlich behandelt. Man sollte Anwendungen also mit einer gewissen Skepsis in Augenschein nehmen. Allzu schnell könnte infizierte Software auf dem Mobiltelefon landen und sensible Daten abgreifen.

Auch die Update-Möglichkeiten sind nur rudimentär. Aktualisierungen müssen händisch aufgespielt werden. Vom fehlenden Google-Zwang abgesehen, bietet Get Jar also überwiegend Nachteile und sollte in der Praxis nicht genutzt werden.

Slide Me: App-Store für jedermann

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Der App-Store Slide Me kommt im Kacheldesign daher. Screenshots by Jonas Haller

Einen etwas speziellen Weg gehen die Entwickler von Slide Me. Anders als bei F-Droid oder Get Jar legt der Nutzer einen eigenen Account an. Über das Konto können durch ein Developer-Upgrade auch eigene Anwendungen veröffentlicht werden. Der Store bietet neben kostenlosen auch kostenpflichtige Inhalte. Für letztere muss ein spezielles Prepaid-Konto aufgeladen werden, eine einzelne Bezahlung der Apps ist nicht möglich. Die Untergrenze zum Aufladen liegt bei 5 US-Dollar. Die Aufwertung kann neben der Mobilfunkrechnung und Kreditkarte auch sicher per Paypal erfolgen. Wer Software-Empfehlungen abgibt, kann ähnlich der Google-Umfrage-App Geld hinzu verdienen. Nervig: Trotz kostenpflichtigen Inhalten wird Werbung angezeigt.

Etwas ungewohnt ist die Optik, denn die kommt im schicken Kacheldesign daher. Neben von den Betreibern vorgestellten Anwendungen werden unter anderem auch „Top kostenpflichtige“ oder „Aktuellste Neue“ angezeigt. Wer öfters im App Store stöbert, bekommt auf diese Weise also einen schnellen Überblick über Neueinstellungen. Da ist es umso trauriger, dass die Auswahl dem Google Play Store um etliches nachsteht.

Fazit: Alternative App-Stores mit Kompromissen

Nicht grundlos ist der Google Play Store der unangefochtene Primus im Bereich der App-Stores. Er bietet die größte Auswahl an Android-Software und ist die sicherste Möglichkeit Anwendungen auf dem Mobiltelefon zu installieren.

Alternative App-Stores wie Amazon Underground oder Get Jar locken meist mit der Kostenlos-Mentalität. Allerdings bezahlt man oft mit den eigenen Nutzungsdaten oder im schlimmsten Fall mit der Sicherheit des Smartphones. Durch die Möglichkeit der Slide-Me-Nutzer eigene Apps hochzuladen ist auch einer der wenigen Stores mit kostenpflichtigen Inhalten nicht zwingend sicher.

Für Geeks kann einzig F-Droid eine Empfehlung ausgesprochen werden, da dort zum Großteil gute Open-Source-Software gelistet und angeboten wird. Die wohl beste Variante für Otto Normalverbraucher ist es jedoch, Anwendungen weiterhin aus dem Google Play Store zu beziehen und somit Sicherheit in Sachen Daten und Geräte-Funktionsfähigkeit zu genießen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Android.


Teaser Image / Screenshots by Jonas Haller


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Schluss mit schlechten App-Reviews: Wie du mies bewertete Apps rettest

Bewertung (adapted) (Image by OpenClipart-Vectors [CC0 Public Domain] via pixabay)

Es ist die absolute Horror-Story eines App-Entwicklers: Die App ist fertig und geht live, aber niemand findet sie gut. Der Lieferdienst Foodora hatte genau dieses Problem und hatte bei seinen App-Reviews vor einem halben Jahr nur einen Durchschnitt von schwachen zwei Sternen. Ein Marketing-Manager des Unternehmens verriet auf der Mobile-Marketing-Konferenz MAMA Berlin, welche Lösung es dafür gab.

Das Fallbeispiel Foodora

Ein wichtiger Kommunikationskanal im Mobile Business sind App-Reviews. Die sind für Vermarkter Segen und Fluch zugleich: Läuft es gut, kann man geradezu in begeisterten Kommentaren baden. Doch es gibt wohl nichts, was für App-Entwickler frustrierender ist, als zu sehen, wie das eigene Produkt von Usern fertiggemacht wird. Der Lieferdienst Foodora hatte genau dieses Problem. Der Bewertungsdurchschnitt im Oktober 2016: Schwache 2 Sterne. Die Angabe bezieht sich auf den Apple App Store.

Auf der MAMA-Konferenz in Berlin verrät Raul Truckenbrodt die Strategie, mit der die App aus dem Sumpf der schlechten Bewertungen geholt wurde. Truckenbrodt ist Senior Mobile Marketing Manager bei Delivery Hero und betreut verschiedene Marken der Gruppe, zu denen in Deutschland neben Foodora auch die Dienste Lieferheld und pizza.de zählen. Das Unternehmen ist groß, allein in Berlin sind 1.000 Menschen beschäftigt. Gemeinsam bringen es die Lieferdienste weltweit auf 20 Millionen Bestellungen im Monat.

Bei App-Reviews ist der „Rating Flow“ wichtig

Zunächst einmal sei es wichtig, dass die App leicht zu bedienen ist – und sich zurückhält. Denn sind die Entwickler übereifrig und lassen das Programm jeden Tag eine Push-Benachrichtigung ausgeben, sind User schnell genervt und lassen ihren Frust im Bewertungsbereich des App-Stores aus.

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Screenshot by Anton Knoblach

Neben dem Verbessern der App selbst gibt es einen weiteren zentralen Punkt, den die Branche „Rating Flow“ nennt. Dabei lautet das Prinzip, schlechte App-Reviews abzufangen, bevor sie entstehen. Das lässt sich zum Beispiel so realisieren: Nach einer Bestellung oder ein paar Tagen Benutzung wird der Nutzer gefragt, ob er die App mag. Das kann ein simples „Ja/ Nein/ Später“ oder eine Zahl an wählbaren Sternen sein.

Gibt der Nutzer nun ein positives Feedback, wird er ermutigt, eine Bewertung im App-Store abzugeben. Hier gibt es laut Truckenbrodt auch kulturelle Unterschiede: So gelangen in südeuropäischen Ländern User nach einer positiven Rückmeldung direkt zum Store. In Deutschland hingegen frage man lieber erst, ob der User das möchte.

Ist das Feedback jedoch negativ, wird nicht zum App-Store, sondern zu einem Kontaktformular geleitet. Dabei ist die Botschaft klar: Man zeigt sich offen für Kritik und gelobt Besserung. Durch die direkte Kontaktmöglichkeit profitiert der Entwickler zusätzlich von den Verbesserungsvorschlägen der User, die sich wiederum verstanden fühlen.

Wie viel Sterne sind eigentlich gut genug?

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Screenshot by Anton Knoblach

Durch Maßnahmen wie die oben genannte schaffte es der Lieferdienst Foodora, von den nur zwei Sternen im vergangenen Oktober zu einem Bewertungsdurchschnitt von aktuell vier Sternen im Frühjahr 2017 aufzusteigen. Auch diese Angabe bezieht sich auf den Apple App Store.

Doch welchen Bewertungsdurchschnitt bei den App-Reviews braucht eine App nun eigentlich? Raul Truckenbrodt, Marketing Manager bei Delivery Hero, stellt klar: Alles unter vier Sternen sei unbrauchbar. Vier Sterne seien okay, viereinhalb „exzellent“. Und ganze fünf Sterne? Die gebe es eigentlich nur, wenn die App lediglich eine einzige Bewertung hat.

Dieser Text erschien zuerst auf Androidpiloten.


Teaser Image „Rating“ by OpenClipart-Vectors / Pixabay (CC0 Public Domain)


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Nach Androidpiloten-Kritik: Warum bei Lazeeva frauenfeindliche Sex-Apps künftig keine Chance haben

Smartphone (adapted) (Image by geralt [CC0 Public Domain] via pixabay)

Sexuell aufgeladene Inhalte finden in vielen Medienkanälen immer mehr Platz. Allerdings nicht in den von Google und Apple kontrollierten App-Stores. Mit einem alternativen Marktplatz für Sex-Apps will das Portal Lazeeva Android-Nutzern dennoch Zugang zu erotischen Inhalten auf ihrem Smartphone bieten. Der Anbieter möchte eine lifestylige Zielgruppe ansprechen und insbesondere auch Frauen adressieren. In meinem App-Test für Androidpiloten vom 23. Februar 2017 fand ich dennoch viele der üblichen pornografischen Dominanz-Fantasien für Männer. Einige Videotitel waren zum Teil sehr frauenverachtend.

Das Portal Lazeeva, das von der Nu Emotions GmbH aus München betrieben wird, hat die Kritik von Androidpiloten sehr ernst genommen. Daraufhin hat sie bedenkliche Inhalte entfernt. Zudem hat Lazeeva eine Rubrik namens „For Women“ eingeführt. Nun erklärte mir Gründer Nico Hribernik, wie er das Portfolio künftig so gestalten will, dass es tatsächlich Männer und Frauen gleichermaßen anspricht.

Lazeeva-Webseite-Androidpiloten
Screenshot by Julia Froolyks

Herr Hribernik, Sie haben unseren Artikel gelesen. Wir haben besonders auf die fragwürdigen Video-Titel aufmerksam gemacht. Wie haben Sie und Lazeeva darauf reagiert?

Nachdem Sie in Ihrem Artikel auf die negativen Video-Titel aus einer auf unserer Plattform gelisteten App aufmerksam gemacht haben, haben wir den betroffenen Publisher dazu veranlasst, diese Titel aus seinem Angebot zu nehmen. Das ist unseres Wissens auch geschehen. Der Lazeeva-App-Store ist ja genau wie Google Play oder der Apple App Store eine Plattform, auf welcher Drittanbieter ihre Apps anbieten. Deshalb ist es gerade bei Video-Apps mit Tausenden von Titeln sehr willkommen, wenn User auf Missstände, die unseren Werten widersprechen, hinweisen.

Wie stehen Sie zu unserem Eindruck, dass der Lazeeva-App-Store nicht das hält, was er verspricht, sondern durch die derben Titel eben doch härtere oder gewalttätige Inhalte suggeriert?

Es wird in unserem App Store zu 100 Prozent keine Gewalt an- oder dargeboten. Sie haben in Ihrem Artikel negativ formulierte Video-Titel aufgezeigt. Wir heißen diese Kritik definitiv gut und haben sofort gehandelt. Allerdings waren die betroffenen Video-Inhalte weder gewalttätig oder gewaltverherrlichend. Weiter beziehen Sie sich hier auf eine aus aktuell 30 Apps, was sicher eine zu viel ist, allerdings nicht auf das gesamte Angebot bezogen werden darf.

Die meisten eingereichten Apps fallen durch

Welche Voraussetzungen müssen Anbieter von Erotik-Apps denn erfüllen, um Inhalte im Lazeeva-App-Store zu platzieren?

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Nico Hribernik. Image by Nu Emotions GmbH

Wir haben für den Lazeeva-Store Richtlinien für die Inhalte aufgestellt. Wir wollen keine Gewalt, Diskriminierung oder extremen Fetisch. Seit wir mit unserer Idee an den Start gegangen sind, wurden uns aus der Erotikbranche etwa 400 bis 500 Apps vorgeschlagen. Wir haben aktuell 30 Apps bei uns im Lazeeva-Store. Das liegt daran, dass der Großteil der vorgeschlagenen Apps an unseren Richtlinien gescheitert ist.

Sie haben mit Ihrem Team die Inhalte noch einmal auf Seriosität überprüft und die im Artikel kritisierten Inhalte aus dem Store genommen. Wie wollen Sie in Zukunft gewährleisten, dass Videos mit fragwürdigen Titeln nicht mehr den Weg in den Lazeeva-Store finden?

Wir haben einen feststehenden Prozess für den Upload und die Kontrolle von erotischen Inhalten. Wenn eine App hochgeladen wird, bekommt unsere Store-Managerin eine Benachrichtigung. Sie macht daraufhin eine inhaltliche Kontrolle der App und markiert die fragwürdigen Inhalte, die unseren Richtlinien nicht entsprechen. Das sind nicht nur die Videos sondern auch zugehörige Screenshots, App-Icons und Video-Titel. Der Anbieter muss die markierten Inhalte dann überarbeiten und an unsere Richtlinien anpassen. Wenn der Anbieter die Inhalte geändert hat, können diese in den Store geladen werden.

Zudem haben wir einen Tester-Pool von etwa 25 Frauen, die unseren Lazeeva-Store durchgehen und bewerten sollen. Dazu gehören auch unsere anderen Plattformen wie Social-Media-Kanäle oder unsere Website. Mithilfe dieses Feedbacks können wir unsere Inhalte besser bewerten und anpassen.

25 Frauen testen Lazeeva-Apps vor der Freigabe

Wie kam es dann dazu, dass die von uns kritisierten Inhalte, etwa die App Sky Angel, den Weg in den Store gefunden haben?

Die Video-App Sky Angel entsprach zu Beginn unseren Richtlinien. Hier war es so, dass anscheinend neue Videos vom Anbieter in die App geladen wurden. Da die Apps in unserem Store immer noch ihren Platz im Content-Management-System des Anbieters haben, und neue Inhalte via Streaming eingespielt werden, kann der Anbieter hier im Sekundentakt neue Inhalte aufspielen. Wir haben nun allerdings ein Filter-System für die Video-Streaming-Apps in unserem Lazeeva-Store eingeführt, mit dem wir jegliches Keyword sehr schnell finden können. So haben wir in den letzten Tagen alle Videos gefunden, die Begriffe wie „Whore“, „Schoolgirls“ und so weiter beinhalten. Der Anbieter muss diese dann entfernen.

In unserem Artikel haben wir besonders kritisiert, dass die versprochenen Inhalte für Frauen nicht auf den ersten Blick einsehbar sind. Planen Sie da Veränderungen?

Unsere Zielgruppe sind Männer, Paare und Frauen. Unsere Vision ist, dass unser Portfolio mindestens zu einem Drittel aus Inhalten speziell für Frauen besteht. Wir befinden uns momentan noch in der Beta-Phase – unsere Vision von Lazeeva wurde natürlich noch nicht zu 100 Prozent umgesetzt. Eine eigene Kategorie für Frauen soll allerdings zeitnahe folgen. Wir möchten hier auf jeden Fall noch mehr Inhalte nur für Frauen in unserem Lazeeva-Store haben, damit die Kategorie viele Inhalte bietet.

Noch mehr Inhalte für Frauen geplant

Wir haben auch eine App aus Ihrem Store kritisiert, die Virtual Reality (VR) nutzt. Dort sollten eigentlich auch Frauen ihren Spaß haben – leider bot sich nur die Perspektive eines Mannes. Sind auch in diesem Bereich Änderungen in Planung?

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Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Sie zeigen mit diesem Beispiel ganz klar eine der aktuellen Grenzen von „immersiver“ VR-Erotik auf. Nämlich dass die „Ich“-Perspektive oft eben auch die Bereitschaft zu einem geschlechtlichen Rollentausch mit sich zieht. Der Publisher der von Ihnen genannten App arbeitet gerade daran, dass in Zukunft User sich einen animierten Charakter mit unterschiedlichen Geschlechter- und Gender-Roles aussuchen und sogar selber editieren kann. Ich möchte hier außerdem auf einen der Vorreiter des feministischen Erotik-Genres Angie Rowntree in unserem Store aufmerksam machen. Mit „Empowering Ava“ hat sie in unserem Store nicht nur einen zu 100 Prozent auf ein weibliches Publikum zugeschnittenen Film, sondern den ersten feministischen VR-Porno der Welt veröffentlicht.

Wie sieht die Zukunft von Lazeeva aus?

Wir haben uns Ziele gesetzt, die wir erfüllen möchten, bevor die Beta-Version des Lazeeva-Stores live gehen soll. Hier steht vor allem das Portfolio an erster Stelle. Unser Ziel ist es, 50 bis 60 Apps anbieten zu können. Den Fokus setzen wir dabei vor allem auf Virtual Reality. Außerdem sollen vor allem „Sex-positive“-Inhalte vermehrt bei uns zu finden sein. Hier setzen wir vor allem auf die enge Zusammenarbeit mit Produzentinnen sogenannter Sex-positiver Inhalte, die für uns diese Inhalte in Form von Apps entwickeln. Wir möchten in Zukunft auch den Zugriff auf erotische Geschichten und Bücher bieten. Ein weiteres Ziel ist das Einleiten von Automatisierungsprozessen, damit Inhalte direkt gefiltert werden können, und keine Inhalte mehr zu finden sind, die unseren persönlichen Richtlinien nicht entsprechen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Hribernik.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image (adapted) „Smartphone“ by geralt (CC0 Public Domain)

Image by Nu Emotions GmbH, Screenshots by Julia Froolyks, Berti Kolbow-Lehradt


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • APPLE heise: Entwickler verlassen restriktiven Mac App Store: Der Mac App Store hat weitere Entwickler verloren: Das altgediente Mac-Entwicklerstudio St. Clair Software hat zwei Programme aus Apples Software-Laden genommen – und sich damit komplett von der Vertriebsplattform zurückgezogen. Es habe wirtschaftlich einfach keinen Sinn ergeben, die beiden Programme für Apples Sandboxing-Vorgaben anzupassen, erklärt der Entwickler Jon Gotow, der seit fast 30 Jahren Mac-Software schreibt. Der Mac App Store sei zwar bequem für Nutzer, erfülle aber nicht die Anforderungen der Entwickler, führt Gotow aus: „Trotz vieler Jahre an konstruktiver Kritik von Entwicklern hat Apple einige der großen Probleme nicht behoben“.

  • SOCIAL MEDIA t3n: Heiko Maas droht sozialen Netzen mit Millionenstrafen wegen Hasskommentaren: Die großen sozialen Netzwerke löschen zu wenig strafbare Inhalte, die von Nutzern gemeldet werden. Das geht aus einem Bericht von Jugendschutz.net hervor, der vom Bundesfamilienministerium und dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz unterstützt wird. Um das zu ändern, will Bundesjustizminister Heiko Maas jetzt den Druck auf die sozialen Netzwerke erhöhen. Dazu hat Maas am heutigen Dienstag, den 14. März 2017 einen neuen Gesetzentwurf vorgestellt. Der Entwurf sieht vor, dass Netzwerke wie Facebook oder Twitter Strafen von bis zu 50 Millionen Euro bezahlen müssen, wenn sie strafbare Inhalte nicht zeitnah löschen.

  • VISA golem: Visa will Sonnenbrillen zu Kreditkarten machen: Visa hat auf dem SXSW 2017 im texanischen Austin den Prototyp einer Sonnenbrille mit NFC-Modul vorgestellt, mit dem der Träger bezahlen kann. Die Brille wird dazu an ein Zahlungsterminal gehalten. Die Sonnenbrille beziehungsweise der Chip sind mit dem Kreditkartenkonto des Besitzers verknüpft. Der Sonnenbrille ist nicht anzusehen, dass in ihrem Bügel eine Zahlungsfunktion integriert ist. Wann die Sonnenbrille auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt.

  • WEBWELT Welt: Er erfand das Internet – und benennt nun dessen größte Probleme: Fast 30 Jahre ist es her, als Sir Tim Berners-Lee die Büchse der Pandora öffnete: Der Computerwissenschaftler reichte seine Pläne für das World Wide Web ein. Er hatte eine offene Plattform erdacht, auf der alle Menschen Informationen austauschen konnten – jenseits von geographischen und kulturellen Grenzen. In einem Artikel für den britischen „Guardian“ beschreibt der Wissenschaftler, dass vor allem drei Entwicklungen zu massiven Problemen werden können. Das sei zum einen der Kontrollverlust der persönlichen Daten, zum anderen „Fake-News“ und außerdem die politische Einflussnahme.

  • BAHN mobiFlip: Gratis-WLAN im Regionalverkehr: Bahn startet Testphase: Ende 2016 verkündete die Bahn, dass man das Gratis-WLAN zukünftig auch im Regionalverkehr anbieten möchte. In einer Pressemitteilung heißt es nun, dass das Projekt in die Testphase übergegangen ist. Zwei Züge der Linie RE 42 wurden mit Internetzugang ausgestattet. DB Regio NRW plant, insgesamt vier Züge des Typ ET 1428, die zwischen Mönchen-Gladbach und Münster verkehren, zu Testzwecken mit WLAN zu versehen. Um an Bord des Zuges ins WLAN zu kommen, muss man sich nicht registrieren, man muss lediglich im Browser die AGB akzeptieren.

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App-Store Lazeeva: Hardcore-Porno statt Erotik für Frauen

Lazeeva-VR-Quickie (adapted) (Screenshot by Julia Froolyks)

Lazeeva heißt ein App-Marktplatz, der mit „positivem Sex“ um Nutzer von Android-Smartphones buhlt. Der alternative Store ermöglicht das Herunterladen von pornografischen Inhalten wie Games und Erlebnisse in Virtual Reality, die der Google Play Store nicht zulässt. Der Aufmachung und den Aussagen der Macher zufolge soll das Angebot frauenfreundlich sein. Ich habe mir den Marktplatz für Sex-Apps genauer angesehen und alles andere als frauenfreundliche Inhalte gefunden.

Website_Lazeeva (adapted) (Screenshot by Julia Froolyks)
Screenshot by Julia Froolyks

„Lebe ein Sexy.Sassy.Classy Lifestyle, wann immer du willst“ – mit diesen und weiteren „coolen“ Slogans wirbt die Firma Nu Emotions GmbH für den neuen alternativen App-Store Lazeeva. Eine Welt voll hochwertiger erotischer Unterhaltung soll sich mir nach der Installation offenbaren.

Tatsächlich sieht das Layout der Website auf den ersten Blick seriös und ästhetisch aus. Eine natürliche Schönheit liegt nackt mit ihrem Smartphone auf dem Sofa, der Hintergrund ist in schönen Pastellfarben gehalten. Auf der nächsten Seite zeigt sich ein Smartphone in den Händen einer Frau mit langen, gepflegten Fingernägeln. Die Zielgruppe für diese App scheint klar definiert: Frauen. Dieser Eindruck ändert sich mit der Installation von Lazeeva jedoch schlagartig.

Die APK von Lazeeva ist schnell installiert

Lazeeva lässt sich nicht über den Google Play Store herunterladen. Weil Android aber ein offenes Betriebssystem ist, funktioniert die Installation über einen Umweg dennoch. Das geht schnell und einfach. Die Installations-Datei ist auf der Webseite von Lazeeva zu finden. Vor dem Herunterladen muss ich das Installieren von Drittanbieter-Software in den Einstellungen meines Smartphones aktivieren. Danach kann ich die Store-App als APK-Datei speichern und ausführen.

Website_Lazeeva_2 (adapted) (Screenshot by Julia Froolyks)
Screenshot by Julia Froolyks

Zum Start muss ich ein Passwort und ein unauffälliges Icon (ich habe mich für „Reisen“ entschieden) auswählen. Die Diskretion gefällt mir auf jeden Fall schon mal sehr gut. Die eigentlichen Sex-Apps bekomme ich dann über den Store. Alles, was ich herunterlade, bleibt innerhalb des Lazeeva-Stores und ist dort über die Rubrik „Meine Apps“ abrufbar.

Was es in Lazeeva (angeblich) zu sehen gibt

„Gewaltverherrlichung, Sexismus und Prostitution gibt es bei uns nicht“, betont Gründer Nico Hribernik Ende Januar in einem Interview mit Gruenderszene.de. Darüber hinaus erklärt er, man frage sich bei jeder App, die in den Store aufgenommen wird, ob man sie seinen Schwestern oder Freundinnen zeigen würde. Nachdem ich den Artikel gelesen habe, habe ich genug Vertrauen geschöpft, mich wirklich in die Welt von Lazeeva zu begeben. Ich bin neugierig, welche frauenfreundlichen Inhalte Hribernik und sein Team „für mich“ ausgewählt haben.

Lazeeva-App-Startseite (adapted) (Screenshot by Julia Froolyks)
Screenshot by Julia Froolyks

Lazeeva bietet unterschiedliche Inhaltsformate an. Neben Video-Clips können hier auch animierte oder reale VR-Filme sowie erotische Spiele heruntergeladen werden. Dating-Apps sind ebenfalls mit von der Partie. Einige Inhalte sind gratis, andere kostenpflichtig. Das Zahlsystem in Lazeeva basiert auf den Kauf von App-Währung namens Pearls mit echtem Geld. Für Pearls lassen sich dann kostenpflichtige Apps herunterladen oder Inhalte innerhalb dieser Apps freischalten.

Ein Penis, wo er nicht hin gehört

Auf den ersten Blick sind die Apps hübsch aufgemacht. Leider finde ich bei längerem Stöbern jedoch nichts, was mich als Frau ansprechen würde. Stattdessen sehe ich unzählige „Lesbian“-Inhalte, und „asiatische“ Teenies in Hardcore-Sex-Positionen. Die VR-App „VR-Quickie“ (siehe Titelbild) zeigt mir eine kurze kostenlose Demo, die sich auf einem billig-animierten Campingplatz abspielt, und mir Sex mit einer monoton-stöhnenden VR-Comic-Figur suggerieren will. Als ich an mir herunterblicke, entdecke ich einen Penis – da ist wohl etwas falsch gelaufen.

Männer-Fantasien, keine hochwertige Erotik

Ich will weitersuchen, und die ansprechenden Fraueninhalte finden, die mir auf der Website versprochen wurden. Doch auch in der App „Asian Babes“ werde ich nicht fündig. Ganz im Gegenteil: Teens und noch mal Teens. Mit kleinen Brüsten, „saftigem“ Unterleib und unschuldigem Blick. Die Videotitel deuten fragwürdige Fantasien an: „Süßes, unschuldiges japanisches Schulmädchen verwöhnt ihren Lehrer bis er kommt“ oder „Süße asiatische Nutte gibt einen Blowjob“.

Lazeeva-Bubble-Spiel (adapted) (Screenshot by Julia Froolyks)
Screenshot by Julia Froolyks

Beim Stichwort „Nutte“ wechsle ich in den Internetbrowser zurück, und lese das Interview mit Nico Hribernik erneut. Ja, da steht deutlich: „Prostitution gibt es bei uns nicht.“ Gewaltverherrlichung auch nicht. Dafür sei extra eine Content-Editorin und Store-Managerin angestellt, führt Hribernik aus. In einer anderen App finde ich allerdings ein Video mit dem Titel „Mitarbeiter drängen großbrüstiges Büro-Mädchen zum F***“ – Auf dem Thumbnail des Videos wird besagte Frau von mehreren Männern festgehalten, und sieht dabei alles andere als „positiv“ aus.

Schnell wird mir bewusst, dass ich in dieser App keine „hochwertige erotische Unterhaltung“ finden werde, wie mir versprochen wurde. Lazeeva bietet neben den gewohnten Hardcore-Pornos schlecht animierte Spiele aus dem Bubble-Genre mit halbnackten Frauen im Hintergrund. Die VR-Erlebnisse sind offenbar ebenfalls nur an Männer gerichtet.

Falsch etikettierte Fleischbeschau

Was mich an Lazeeva nervt, ist nicht direkt der Inhalt der Apps. Diese Art von Pornografie gibt es ohne Ende im Internet – und das kostenfrei. Dort wird allerdings auch nicht mit gewaltfreien, frauenfreundlichen Sex-Inhalten geworben. Da wissen Nutzer recht genau, was sie erwartet. Die Macher von Lazeeva werben mit etwas, das sie innerhalb des Stores keinesfalls einhalten.

Das Traurige ist, dass es durchaus frauenfreundliche Pornos gibt. Das Genre „Heartcore-Pornos“ ist nicht neu, und bietet tatsächlich würdevolle, explizite Sexszenen für Frauen. Natürlich hat auch jede Frau einen anderen Geschmack – aber wer mit einem Store für „positiven Sex“ besonders Frauen ansprechen will, sollte zumindest eine App im Repertoire haben, die genau das erfüllen kann. Ich würde diesen App-Store meinen Freundinnen nicht empfehlen – und schon gar nicht meiner Schwester.

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Amazon Underground: Teure Android-Apps gratis downloaden – zum Preis privater Daten

Screenshot-Amazon-Underground-App-Androidpiloten

Hochwertige Apps, die regulär Geld kosten, stattdessen gratis herunterladen und nutzen. Dabei kann es sich ja nur um illegale Machenschaften handeln, oder? Falsch! Was viele nicht wissen: Amazon bietet seit 2015 mit seinem Dienst „Underground“ einen alternativen App-Store für Android-Geräte und Fire-Tablets an, bei dem es kostenpflichtige Apps für lau gibt. Sogar die In-App-Käufe gehen aufs Haus! Das Angebot wird attraktiver. Und wer jetzt erst auf den Dienst aufmerksam wird, fragt sich vielleicht, ob das ein okayer Deal ist. Ich habe mir das mal genauer angesehen und verrate euch, warum der tatsächliche Preis am Ende höher sein kann, als die Apps wert sind.

So funktioniert Amazon Underground

Viele Android-Nutzer laden sich ihre Apps aus einer Standard-Quelle: dem Google Play Store. Dort ist das Angebot von Amazon Underground aber nicht zu finden. Stattdessen müsst ihr einen separaten Store-Zugang installieren, indem ihr die entsprechende App auf der Seite von Amazon Underground herunterladet. Mit der normalen Shopping-App von Amazon hat diese nichts zu tun. In diesem alternativen Download-Store sind diverse Apps verfügbar, die ihr auch bei Google Play findet.

Image by Amazon
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Während viele Programme jedoch im Shop von Google Geld kosten, bietet Amazon eine Auswahl davon in seinem eigenen Shop vollkommen kostenlos an. Über 800 Apps stehen bei Amazon Underground zum Download bereit. Dabei sind nicht alle normalerweise kostenpflichtig. Welche Apps ihr ohne Underground-Shop nicht kostenfrei bekommen würdet, sehr ihr am kleinen Zusatz „Actually Free“ auf dem App-Icon.

Die Gegenleistung: Ihr „bezahlt“ mit euren privaten Nutzerdaten

Amazon macht aber kein Geschenk, sondern verfolgt ein neues Geschäftsmodell. Das Unternehmen möchte von euch eine Gegenleistung. Jeder, der sich nämlich über den Underground-App-Store etwas herunterlädt, gibt sein App-Nutzungsverhalten preis. Diese Daten kann Amazon dann an Konzerne und Unternehmen verkaufen, damit beispielsweise „Werbung nach Maß“ zugeschnitten werden kann. Ob Amazon das tatsächlich macht, ist allerdings vollkommen unklar, da das Versandhaus sich dazu bisher noch nicht geäußert hat.

Fest steht, dass die Entwickler der normalerweise kostenpflichtigen Apps bei der ganzen Sache nicht leer ausgehen. Das System ist dabei recht einfach: Über die App wird die Nutzungsdauer verfolgt, und im Anschluss minutengenau abgerechnet. Für jede Minute Nutzungszeit vergütet Amazon den angemeldeten Entwickler mit einem Zehntel Cent. Je mehr Android-Nutzer die Anwendung installieren, und je länger sie in Benutzung ist, desto höher ist also der ausgeschüttete Betrag. Es liegt also an euch, ob ihr Spielwährung für euer Lieblingsgame oder das Abo von Flirt-Apps für wertvoller haltet als eure Privatsphäre.

Zum Teil sehr hochwertige App-Auswahl

Screenshot by Aspyr Media
Screenshot by Aspyr Media

Habt ihr euch für die kostenlosen Apps statt eurer Privatsphäre entschieden, könnt ihr euch bei einem zum Teil exquisiten App-Buffet bedienen. Wirklich coole Spiele wie Lara Croft Go, Sonic Dash 2, Hitman Go oder Kniffel (ich liebe Kniffel!) könnt ihr zocken, was das Zeug hält. Star-Wars-Fans freuen sich, dass die Spiel-App „Knights Of The Old Republic“ im Underground-Store ebenfalls frei verfügbar ist. Bei Google Play werden für die App derzeit rund elf Euro fällig.

Die wohl beste und bekannteste App aus dem Underground-Store ist Navigon Europe. Normalerweise würde die App mit 140 Euro zu Buche schlagen. Bei Amazon Underground ist sie kostenfrei erhältlich. Außerdem können Karten für 45 europäische Länder (natürlich kostenlos) heruntergeladen werden.

Ebenfalls attraktiv ist die Tatsache, dass selbst In-App-Käufe für lau sind. So „schenkt“ Amazon beispielsweise Nutzern der App Lovoo die VIP-Mitgliedschaft im Wert von 12 Euro – und das jeden Monat.

So installiert ihr Amazon Underground

Auf dem Android-Smartphone muss vorerst das Installieren aus unbekannten Quellen erlaubt werden. Die Einstellung findet ihr unter „Einstellungen“, „Sicherheit“ bzw. „Anwendungen“. Bei „Unbekannte Quellen“ setzt ihr den Haken und bestätigen die Auswahl.

Um die APK zu installieren, muss mit dem Smartphone dieser Amazon-Link geöffnet werden, die Datei „Amazon_App.apk“ sollte dann automatisch downloaden. Danach einfach unter „Eigene Dateien“ bzw. im Ordner Downloads die Datei antippen und der Installationsanleitung folgen. Danach kann die Underground-App gestartet werden.

Image by Amazon
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Aus Sicherheitsgründen solltet ihr danach das Installieren von unbekannten Quellen wieder deaktivieren. APKs können immer ein gewisses Risiko bedeuten, da sie am offiziellen Google Play Store „vorbei installiert“ werden. Somit könnt ihr euch aus unbekannten Quellen Viren und Malware auf euer Gerät ziehen. Vorsicht ist hier immer geboten.

Fazit – Hoher Preis für günstige Apps

Das Traurige an der ganzen Sache ist, dass so viele Leute richtig scharf auf kostenlosen Shit sind, und damit ihre Privatsphäre verkaufen. Ich persönlich bin kein Freund davon, und kann nur jedem davon abraten, sich den Underground-Store zu installieren. Der Preis ist letztendlich doch viel höher, als wenn man ein paar Euro für eine App ausgibt, die man dann sein Leben lang benutzen kann, ohne dabei getrackt zu werden.

Diejenigen, die auf Datenschutz und Privatsphäre nicht so einen großen Wert legen, werden im Amazon-Underground-Store richtig aufgehen. Das Konsum-Herz wird dort seine wahre Freude haben.


Images & Screenshots by Berti Kolbow-Lehradt, Amazon, Aspyr Media


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  • APP STORE golem: iOS-Entwickler können auf Kundenbewertungen antworten: Schon länger bemängeln Kritiker die Vermarktungsmöglichkeiten im iTunes App Store: es sei nicht möglich, teure Anwendungen so zu verkaufen, wie es in der Softwarebranche üblich sei. Nun können Entwickler  mit Kunden direkt in Kontakt treten, da Apple eine Antwortfunktion für Kritiken im iTunes App Store eingerichtet hat. 

  • APPLE apfelpage: „Kino-Modus“: Apple Watch kann auch unauffällig: Die Apple Watch soll mit dem Betriebssystem WatchOS 3.2 einen Kinomodus erhalten. Die Funktion verhindert, dass Zuschauer durch das hell aufleuchtende Display gestört werden und ist vergleichbar mit dem Flugmodus, durch den bestimmte Verhaltensweisen der Hardware kurzfristig deaktiviert werden.

  • MICROSOFT heise: Microsoft erweitert OneDrive-Funktionen für Unternehmen: Im aktuellen Update des Cloud-Speicherdienstes OneDrive finden sich neue Funktionen für Unternehmen. So hat der Konzern das Synchronisieren von Daten zwischen OneDrive, OneDrive for Business und SharePoint Online freigeschaltet. Nutzer von Office 365 sollen so überall mit ihren Dokumenten arbeiten können.

  • NETZNEUTRALITÄT t3n: Trumps neuer FCC-Chef will Netzneutralität abschaffen: Der neue US-Präsident Donald Trump hat den Konservativen Ajit Pai zum Chef der Telekommunikationsaufsichtsbehörde FCC (Federal Communications Commission) ernannt. Pai sieht die Regelung für eine Netzneutralität kritisch. Die Gefahr, die eine solche Regelung verhindern soll, existiere gar nicht. 

  • ANDROID golem: Android-Ransomware tarnt sich als Batteriespar-App: Eine Android-Malware mit dem Namen Charger verbreitet sich über Googles Playstore. Die App kopiert SMS und Kontaktinformationen, außerdem wird das Display des Nutzers gesperrt und mit einem Hinweis versehen. Darin werden die Nutzer erpresst, es wird gedroht, private Informationen „alle 30 Minuten auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen“. 

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Sieben nützliche Smartphone Apps

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Viele nutzen ihr Smartphone beinahe ständig und überall. Spiele, witzige Apps und vieles mehr, was uns tagein tagaus Unterhaltung bietet. Allerdings gibt es noch ganz andere Dinge, die wir mit unseren Smartphones tun können – beispielsweise ein virtuelles Gedächtnis anlegen, Einkaufslisten mit unseren Freunden und der Familie teilen oder sogar hungernden Kindern helfen.

Ich habe mich mal auf die Suche nach nützlichen Apps gemacht, die uns nicht nur Spaß bereiten oder den Alltag erleichtern, sondern auch helfen, soziale Kontakte zu pflegen oder was Gutes tun können:

ShareTheMeal

Essen teilen mal anders – mit der App des UN World Food Programme (WFP). Hier kann man hungernden Kindern in entwicklungsarmen Ländern mit nur einem Klick auf dem Smartphone helfen. Nur 0,40 Euro am Tag reichen, um ein Kind für einen Tag zu ernähren. Und es geht so einfach: Mit jedem Klick spendet man 0,40 Euro an ein hungerndes Kind. Zudem bietet die App einen ständigen Überblick darüber, wo die Mahlzeiten geteilt werden und wie viel durch diese App schon erreicht wurde.

„ShareTheMeal“ gibt es kostenlos im App Store für das iPhone und im Google Play Store.

Miitomo

Nintendo hat eine lustige App entwickelt, bei der man sich mit seinen Freunden vernetzen und sie auf diesem Weg noch besser kennenlernen kann. Das Prinzip ist simpel: Einfach einen Mii-Charakter nach dem eigenen Aussehen erstellen und ihm eine Stimme verleihen. Dann geht es auch schon los und man muss Fragen beantworten, wie beispielsweise, welchem Traumberuf man schon immer nachgehen wollte. Diese Antworten werden einfach mit den Freunden geteilt und fröhlich darüber diskutiert.

Die App „Miitomo“ kann kostenlos im App Store und im Google Play Store heruntergeladen werden.

Bring! Einkaufsliste

„Bring!“ ist ein virtueller Einkaufszettel, der das Einkaufen einfacher gestaltet. Er sorgt für eine perfekte Organisation und Kommunikation mit der Familie oder auch mit der WG. Mit der App muss man keine Einkaufszettel mehr schreiben, sondern kann hier Listen erstellen und sie mit der Familie, Freunden oder mit dem Partner teilen. Praktisch ist an der App vor allem, dass man direkt sehen kann, wer einkauft, um eventuell noch etwas zu ergänzen. „Bring!“ erlaubt es, mehrere Listen anzulegen, um noch organisierter einzukaufen, wie beispielsweise für die anstehende Party oder für den Urlaub.

Im App Store und im Google Play Store gibt es die App zum kostenlosen Download.

Marktguru Prospekte & Angebote

Mit Marktguru kann man online durch aktuelle Prospekte, Flyer, Broschüren und Angebote blättern und immer über alles auf dem aktuellen Stand sein. Die Produkte können direkt in die Merkliste gelegt werden, damit diese beim nächsten Einkauf nicht in Vergessenheit geraten. Die App ist gerade für Sparfüchse super geeignet und ideal, um Preise zu vergleichen und ordentlich Geld zu sparen!

Auch diese App gibt es kostenlos im App Store und im Google Play Store.

Blinkist

Mit Blinkist kann man online die besten Sachbücher lesen, um sein Wissen jederzeit zu erweitern. Über 1.500 Bücher sind einfach und kurz zusammengefasst, um sie in 15 Minuten zu lesen oder auch, um sie zu hören. Geeignet ist diese App besonders für Leute, die sich stetig in vielen Bereichen oder in ihrem Job weiterentwickeln möchten. Es gibt drei Varianten der Nutzung von Blinkist: Kostenlos, Plus oder Premium.

Die App könnt ihr hier im App Store oder im Google Play Store downloaden.

Evernote

Das virtuelle Gedächtnis für Aufgabenlisten, Erinnerungen oder Notizen. Diese App ist auf allen Geräten anwendbar – sei es das Tablet, das Smartphone oder der PC – , sodass man seine Notizen immer bei sich hat. Diese können auch für andere, die darauf Zugriff haben sollen, freigegeben werden. Es gibt die kostenlose Version oder aber auch die Bezahl-Version, so hat man zusätzlichen Zugriff auf die Cloud, um noch mehr Dateien wie Fotos oder Videos, Notizen oder Erinnerungen zu speichern.

Um die App herunterzuladen, einfach hier im App Store oder im Google Play Store kostenlos installieren.

Wasser trinken Erinnerung

Eine App, die auf die Gesundheit bedacht ist, denn sie erinnert einen daran, regelmäßig zu trinken. Man kann durch verschiedene Symbole anklicken, wie viel man bereits von welchem Getränk getrunken hat. Die App zählt mit und zeigt, ob man schon genug getrunken hat, oder nicht. So kann man sein eigenes Trinkverhalten gut im Auge behalten und das Trinken auch nicht mehr so einfach vergessen. Zudem gibt es hilfreiche Tipps zum Trinkverhalten, um das Trinken zu „üben“.

Die App gibt es für Android Smartphones und kann im Google Play Store heruntergeladen werden.


Image „Apps“ by LoboStudioHamburg (CC0 Public Domain)


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  • GAMES sueddeutsche: Zurück in die Nullerjahre: De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte: Der Amoklauf am OEZ in München erschütterte am Wochenende die deutsche Gesellschaft. Mehrere Menschen verlieren ihr Leben durch einen Schützen, der seine Opfer wohl gezielt zu einer Fastfoodkette lockte. Der Bundesinnenminister, Thomas de Maizière, machte in einer Rede am Samstag eine Zeitreise. Was schon länger keinen Platz mehr in Diskussionen über Amokläufe fand, buddelt de Maizière nun wieder aus. Kein vernünftiger Mensch könne bestreiten, dass das unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet auch eine schädliche Wirkung auf die Entwicklung von Jugendlichen habe.
  • YAHOO bloomberg: Verizon to End Yahoo Survival Fight With $4.8 Billion Deal: Der Überlebenskampf des Web Unternehmens Yahoo scheint ein Ende zu haben. Bevor die Märkte öffnen gab der amerikanische Telekommunikationskonzern Verizon bekannt, dass man das Kerngeschäft des Internetpioniers für rund 4,8 Milliarden US-Dollar übernehmen werde. Verizon hat wohl geplant, Yahoo mit AOL zusammenzulegen, um so im Bereich der Internetwerbung mit Facebook und Google konkurrieren zu können. Die Übernahme durch Verizon bedeutet, dass einer der bekanntesten Internetkonzerne nach 20 Jahren seine Eigenständigkeit verlieren wird.
  • PRISMA thenextweb: Prisma is now available to everyone on Android: Die Foto App Prisma, die auf einem Smartphone geschossene Bilder in das Design von „Malen nach Zahlen“ umwandelt, erfährt gerade einen großen Hype. Bisher war die App allerdings nur auf iOS Geräten zu ergattern. Das soll sich nun mit einem neuen Update ändern. Benutzer von Android Geräten sollen die App nun auch direkt vom Google Play Store downloaden können und müssen nicht mehr den Umweg über eine Einladung zu einer Beta Version gehen.
  • APP STORE t3n: Pokémon Go: Apple meldet Rekord-Downloadzahlen: Nach einem unfassbaren Wertanstieg der Nintendo-Aktie hat Apple nun bekanntgegeben, dass die Augmented-Reality-App „Pokémon Go“ einen Rekord im App Store aufgestellt hat. Genaue Zahlen veröffentliche Apple bisher wie gewohnt nicht. Auch unklar ist, ob im Google Play Store ebenso ein Rekord erreicht wurde. Ein Marktforschungsunternehmen schätzt die Download-Zahlen auf 7,2 Millionen in der ersten Woche. Zum Vergleich: Die populäre App Angry Birds kam damals nur auf 2,2 Millionen Downloads
  • KI wired: Den Olympia-Laufschuh von Nike hat eine KI entwickelt: Bald ist es wieder soweit und das Olympische Feuer wird wieder entzündet. Dann folgen die Sportler dem Ruf von Olympia und versuchen etwas Edelmetall zu erkämpfen. Besonders in der Leichtathletik hat dieses Event einen ganz besonderen Stellenwert, da die antiken Spiele vor allem in diesem Bereich ausgetragen wurden. Viele Leichtathleten werden entweder von Nike gesponsert oder benutzen die Schuhe des Unternehmens. Der neueste Schuh des Sportkonzerns soll der Schnellste der Welt sein und auf 100 Metern bis zu einer Zehntelsekunde schneller sein, als andere Schuhe. Das Besondere am Schuh – die Sohle wurde von Künstlicher Intelligenz entworfen.
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  • KI t3n: Google senkt Stromverbrauch im Rechenzentrum – mittels künstlicher Intelligenz: In puncto Energie sparen, geht Google mit gutem Beispiel voran. Dem Suchmaschinen-Giganten gelang es den Stromverbrauch im firmeneigenen Rechenzentrum zu verringern. Erreicht wurde dies mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), deren zugrunde liegende Technik von dem 2014 übernommenen Startup Deepmind entwickelt wurde. In Zukunft will Google das Potenzial der Technologie weiterentwickeln und somit noch mehr Energie einsparen.
  • TESLA t3n: Elon Musk enthüllt den Tesla-Masterplan: Carsharing, Solarenergie und vollautonome Autos: Nach langer Ankündigung hat Tesla-Chef Elon Musk am Mittwoch auf Twitter seinen Masterplan präsentiert. Diese gilt als Wegweiser für die zukünftig angestrebten Schritte des Unternehmens. Ein besonderes Augenmerk will der CEO auf Solarenergie legen. Des Weiteren soll Tesla zukünftig Car-Sharing anbieten, Fahrzeuge mit vollautonomer Fahrtechnologie ausstatten und Lastwagen produzieren. Preisgünstigere Autos sind nicht vorgesehen.
  • TWITTER Golem: Blaue Häkchen auf Antrag: Heiß begehrt und bisher nicht ganz einfach zu bekommen. Die Rede ist von dem blauen Häkchen, welches verifizierte Accounts auf Twitter kennzeichnet. Denn bisher hat der Microblogging-Dienst selbst entschieden, wer den blauen Hacken bekommt. Nun können Twitter-Nutzer ihn selbst mittels standardisierten Antragsformular beantragen. Dies soll nicht nur den Prozess an sich vereinfachen, sondern auch für mehr Transparenz sorgen.
  • APP STORE heise online: App Store vs. Google Play: Halbe Download-Zahlen bei doppeltem Umsatz: Laut einem Bericht zum globalen App-Markt im zweiten Quartal 2016 der Marktforschungsfirma App Annie konnte Apple seinen Umsatzvorsprung zu Android-Apps weiter ausbauen. Obwohl im Google Play Store doppelt so viele Apps geladen werden wie im Apple Store verzeichnet dieser nur halb so viel Umsatz. Die Umsatzsteigerung ist vor allem auf die Ausgaben für iOS-Apps in China zurückzuführen, wo Google Play bisher nicht verfügbar ist. Besonders Spiele-Apps sind dort hoch im Kurs.
  • KOMMUNIKATION Business2community: 4 Reasons B2B Direct Mail is Still a Powerful Tool: Jeden Tag aufs Neue landen zahlreiche E-Mails von Businesspartnern, Kollegen oder Newslettern von Lieferanten im Posteingang. Bei dieser Überflutung verwundert es nicht, dass dieses Nachrichten- und Werbe-Medium bei dem ein oder anderen an Beliebtheit verloren hat. Aber welchen Stellenwert nimmt die gute alte Direktwerbung, die per Postweg bei den Kunden landen in unserer immer stärker digitalisierten Welt ein? Dem Artikel von Suzanne Stock zu folge, heben sich diese von dem digitalen Schriftverkehr ab, sind persönlicher, gut mit anderen Marketingkanälen zu kombinieren und weisen eine bessere Rücklaufquote auf.
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Soeben gelandet – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • ADBLOCKER Digiday: Is blocking ad blockers really illegal in Europe: Adblocking ist ein sehr umstrittenes Thema, vor allem bei Herausgebern und Nutzern. Nutzer versuchen sich vor lästiger Werbung zu schützen und Herausgeber kämpfen um ihre Existenz, die durch das Entfallen der Einnahmen von Werbung gefährdet ist. Jetzt versuchen sie mit einem Detektor Nutzer ausfindig zu machen, die einen Adblocker benutzen. Die Frage ist nun, ob das in die Privatsphäre der Nutzer eingreifen würde und strafbar für die Herausgeber ist?
  • TWITTER t3n: Kein Social Network mehr: Mit diesem Trick kämpft sich Twitter im App Store an die Spitze: Die Social Media APPs wie Facebook, Twitter, Instagram Snapchat und Co, kämpfen erbittert um die Spitze der Rangliste für Social Media. Zwar kann sich Twitter noch unter den Top 10 beweisen, aber ihre Popularität nimmt zunehmend ab. Aus dem Grund haben sie sich aus der Liste der Social Media Plattformen im App Store verabschiedet und haben ihr Glück im Bereich News versucht – mit Erfolg!
  • ZUCKERBERG cnet: It costs $5M to keep Zuckerberg safe, and four other things we learned from Facebook: Facebook gibt fünf Dinge über Zuckerberg bekannt, die ihr vielleicht nicht über ihn wusstet. Dass er zu den reichsten Menschen der Welt gehört und eine Menge Einfluss besitzt, ist fast jedem bekannt, aber wer hätte gedacht, dass Zuckerberg ein Gehalt von 1 Dollar hat. Aber auch die anderen Fakten wie die Kosten für seine Sicherheit, die 5 Millionen Dollar pro Jahr betragen, sind spannend zu lesen.
  • ROAMING faz: Wie Sie ab Samstag im Ausland zum Heimtarif telefonieren: Für die, die viel Zeit im Ausland verbringen und auch häufig ihr Smartphone benutzen müssen, können sich jetzt über die neue Festlegung von Telefongebühren im Ausland freuen. Nach den neuen EU-Vorschriften dürfen Telefonanbieter nicht mehr hohe Roaming-Gebühren innerhalb der EU von ihren Kunden verlangen – und ab den Sommer 2017 sollen die extra Gebühren ganz abgeschafft werden. Das heißt kein panisches Ausschalten von Mobilen Daten oder dem Flugmodus im Ausland innerhalb der europäischen Union.
  • APPLE Heise: Apple: Unbequemer Investor Carl Icahn steigt aus: Der Milliardär Carl Icahn verkauft seine Anteile an Apple, die einen Wert von rund fünf Milliarden Dollar haben. Der Grund für seine Entscheidung, nicht mehr an Apples Geschäft teilzunehmen, obwohl er an Apples Aktien circa zwei Milliarden Dollar verdient hatte, sind die Geschäfte in China. Da das Land bereits bekannt für seine Internetzensur ist und sich immer mehr von dem Einfluss der westlichen Gesellschaft entziehen will, ist seine Sorge begründet, nach dem China auch das Film- und E-Book-Angebot von Apple blockierte.

chalabala / 123RF Lizenzfreie Bilder


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Internet in Kuba: In einem Land, das den Anschluss verloren hat

Der sozialistisch karibische Inselstaat scheint Lichtjahre entfernt vom globalen Netz. Unser Autor Jakob Steinschaden hat sich vor Ort angesehen, wie die Kubaner mit ihren stark eingeschränkten Netzzugängen leben und leiden. // von Jakob Steinschaden

kuba, Internet, Jakob Steinschaden

Rum und Tabak gibt es für die kubanesische Bevölkerung in Hülle in Fülle – aber Internet? Für die Bewohner der karibischen Insel unter sozialistischem Regime ist das Netz meistens unnerreichbar und oft Luxus. Die Wege, die sie gehen, um online sein zu können, sind dabei oft abenteuerlich und manchmal illegal. Die Lockerungen des US-Embargos lassen derzeit viele hoffen, dass sich die Situation verbessert – denn vor allem die Jungen wollen nicht nur Facebook und WhatsApp verwenden, sondern sich in der globalen Digitalökonomie behaupten können. Eine Reportage aus einem Land, das den Anschluss verloren hat und endlich am globalen Netz mitpartizipieren will.

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Der Siegeszug der Freemium-Apps ist unaufhaltbar

App Store (adapted) (Image by Cristiano Betta [CC BY 2.0] via Flickr)

In den großen App-Stores generieren Entwickler ihre Umsätze heute fast ausschließlich mit Freemium-Apps, für die der Nutzer trotzdem zahlen muss. Kostenlose Apps sind eine tolle Sache – für den Nutzer zumindest. Der Entwickler der App hat nichts davon, außer mit Werbebannern. Diese nerven, können aber vom Nutzer entfernt werden – gegen Bezahlung. Auch Zusatzfunktionen und -Inhalte lassen sich oft nur nach der Transaktion kleinerer Beträge nutzen. Und das Konzept geht auf. Heute werden fast alle Umsätze in den App-Stores über die kostenlosen Apps mit Premium-Bezahlinhalten generiert. Doch ist diese Entwicklung gut? Und wenn ja, für wen?

Freemium: das Erfolgsmodell

Heute findet in San Francisco die Entwicklermesse Google I/O statt, zu der Google erfahrungsgemäß auch immer die aktuellsten Wachstumszahlen von Android & Co. bekannt gibt. Gestern bereits hat der Anbieter von App-Analystics-Diensten, App Annie, zu diesem Anlass einen Report veröffentlicht, in dem man unabhängige Zahlen aus dem Google Play Store bekannt gibt. Daraus geht nicht nur hervor, dass der Google Play Store immer weiter kräftig wächst, sondern auch dass die Umsätze massiv steigen. Gute Nachrichten für Google und die App-Entwickler.

Eine Sache fällt an diesen Zahlen allerdings ganz besonders auf, nämlich dass der Großteil der erzielten Umsätze aus Freemium-Apps stammt. Um genau zu sein handelt es sich um 98 Prozent der Umsätze. Das Freemium-Modell, dessen Name sich aus den Worten Free und Premium zusammensetzt, hat sich also ganz klar durchgesetzt und beherrscht die App-Stores. Bei Apple ist der Anteil der Umsätze aus Freemium-Apps mit 92 Prozent im Dezember 2013 nur unwesentlich niedriger gewesen. Doch wieso funktioniert dieses System eigentlich so gut?


Joel Gascoigne, Gründer und CEO von Buffer, über Freemium und die Nutzererwartungen:


Was nichts kostet ist auch nichts wert

Früher war es normal, dass der Nutzer für Software einmal ein Betrag zahlt um diese nutzen zu können. In der Spielebranche hat sich dies schon vor einiger Zeit mit dem Aufkommen von Abo-Modellen und Free2Play-Spielen geändert. Mit dem Vormarsch der mobilen Endgeräte und der dafür erhältlichen Apps hat das Freemium-Modell nun auch App-Markt der Nicht-Games fest im Griff. Dabei war es anfangs üblich, dass die meisten Apps um die 2 bis 3 Euro gekostet haben. Kleine Beträge also, die die Nutzer durchaus auszugeben bereit sind. Zumindest in Apples Ökosystem – Android-Nutzer waren im Vergleich deutlich weniger bereit, Geld für eine App auszugeben. Das lag nicht zuletzt auch an den mangelhaften Bezahlmöglichkeiten, die Google bot.

Es hat sich also eine Kostenloskultur im Play Store breit gemacht, sehr zum Leidwesen der Entwickler, die unter Android nur schwer Geld verdienen konnten. Allerdings nur, bis das Freemium-Modell auf der Bildfläche erschien – dies wurde zusätzlich begünstigt, nachdem Apple und Google In-App-Käufe in ihren App-Stores zugelassen haben. Interessanterweise sind Android-Nutzer nämlich nach wie vor selten bereit, für eine App einen einmaligen Betrag zu zahlen – für Inhalte innerhalb der App dafür aber schon. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich bei Freemium-Apps die Basis-Funktionalität frei nutzen lässt. Der Nutzer kann also in aller Ruhe die App ausprobieren und wird so eher an sie gebunden. So fällt ihm oftmals dank penetranter Werbung der Entwickler auf, dass die Premium-Inhalte oder –Funktionen, an die er momentan noch nicht ran kommt eigentlich doch auch ganz praktisch oder interessant wären und ist eher bereit dafür zu zahlen.

Kleinvieh macht auch Mist

In der Spielebranche sorgt das Free2Play-Modell seit Jahren für Umsätze in Millionenhöhe. Dabei handelt es sich, bis auf einige Ausnahmen, überwiegend um geringe Beträge, die wenige Nutzer zahlen um weiterspielen zu dürfen, oder bestimmte Gegenstände freizuschalten. Games machen beim Umsatz in den App Stores zwar entsprechend den Großteil aus, aber immer mehr normale Apps adaptieren das Modell, da es unheimlich lukrativ ist. Egal ob Evernote, Feedly, Lastpass, Spotify oder die Bild-App, alle sind kostenlos nur eingeschränkt nutzbar.

Derzeit sind viele Entwickler noch dabei auszuprobieren, welche Form des Freemium-Modells sich für die Monetarisierung ihrer App am besten eignet. Aber immer mehr Entwickler wechseln nachträglich auf das Freemium-Modell, so wie zuletzt SwiftKey unter Android. Und man kann es ihnen nicht verdenken. Nicht nur sind Nutzer eher bereit in einer vertrauten App für Inhalte zu zahlen, durch das Hinzufügen von weiteren Inhalten und Zusatzfunktionen oder einem Abo-Modell lässt sich über lange Zeit mit dem Modell Geld verdienen, nicht nur einmalig.


Nils Pihl, Gründer von Mention, über die Psychologie von Freemium:


Die Politik ist am Zug

Für den Nutzer bedeutet das Freemium-Modell auf lange Sicht also, dass man tendenziell mehr für eine App ausgeben kann, als die eigentlichen 2 bis 3 Euro. Allerdings muss man dies auch nicht der Fall sein, zumindest wenn einem die Basisfunktionen ausreichen, oder man sich mit nervigen Werbeeinblendungen abfinden kann. Das Modell steht allerdings massiv unter Beschuss. Nachdem bereits die britische und italienische Regierung Apple und Google aufgefordert haben, die entsprechenden Angebote zu überprüfen, hat dieses Jahr auch die EU-Kommission unter Leitung von Verbraucherkommissar Neven Mimica, Freemium-Apps ins Visier genommen. In diesen Fällen richtet sich das Augenmerk allerdings hauptsächlich auf Free2Play-Spiele, die vor allem Kinder oftmals zur Zahlung horrender Summen verleiten. Dass sich dadurch allerdings grundlegend etwas an dem Modell ändern wird, ist nicht zu erwarten – es wird sich eher noch weiter durchsetzen, wenn mehr Entwickler Möglichkeiten finden, das Modell für ihre Zwecke zu adaptieren. Dem Nutzer bleibt also nichts Weiteres übrig, als sich mit Freemium anzufreunden, oder zu lernen, sich mit weniger Funktionen und Inhalten zufrieden zu geben.


Image (adapted) „App Store“ by Cristiano Betta (CC BY 2.0)


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Warum Apple einen Beta App Store braucht

Auf dem weihnachtlichen Wunschzettel vieler iOS-Programmierer wird sich auch dieses Jahr wieder folgender Wunsch finden: einen offiziellen Beta App Store von Apple. Einen Ort also, an dem Entwickler ihre Apps als Testversionen auf abenteuerwillige Nutzer loslassen können, bevor sie im offiziellen App Store für die breite Masse erhältlich sind. Dabei könnte Apple einiges von Google lernen, die bereits ein Beta-Programm für Entwickler im Angebot haben.

Bevor ein Entwickler eine App für die Aufnahmeprüfung in den Apple App Store vorlegt, muss diese auf Herz und Nieren geprüft sein. Um dies möglichst gründlich machen zu können, benötigt man eigentlich eine möglichst große Zahl an Testern, die die App im Alltag einsetzen können. Hier wird es bei Apple allerdings schwierig. Bekanntlich werden Apps von Apple auf Inhalt und Qualität geprüft, bevor sie in den App Store wandern und von allen Nutzern heruntergeladen werden können. Eine nicht ausreichend getestete und eventuell fehlerhafte App hat dementsprechend nur geringe Chancen auf Aufnahme. Apple bietet zwar die Möglichkeit für Entwickler, über den eigenen Account bis zu 100 Testgeräte anzumelden – dies ist für einen aussagekräftigen Test aber eine viel zu kleine Gruppe. Entwickler müssen also auf Alternativangebote wie Testflight der HockeyApp ausweichen. Diese Angebote sind allerdings nicht gerade im Sinne Apples, da sie das System umgehen und sich zudem nur sehr mühsam installieren lassen.

Die beste Lösung für Entwickler und Nutzer wäre eine offizielle Anlaufstelle, ein offizieller Beta App Store von Apple. Dabei könnte es sich nach Vorstellung des TechCrunch-Redakteurs MG Sieglers (der auch Partner bei „Google Ventures“ ist) um eine eigene App handeln, ganz ähnlich zur regulären App-Anlaufstelle. Wie auch beim offiziellen App Store wäre es denkbar, dass Apple die eingereichten Apps auf Sicherheit prüft. Da dies bei Testversionen natürlich um ein vielfaches schwieriger, als bei der bisherigen Vorgehensweise ist, könnten vertrauenswürdige Entwickler eine Art Freifahrtschein erhalten und somit neue Testversionen der Apps zeitnah und ohne zeitaufwändige Prüfung bereitstellen. Die Betatests könnten auf bestimmte Regionen oder nach anderen Parametern eingeschränkt sein, so dass der Nutzer nur zu für ihn bestimmte Apps Zugang erhält.

Ganz neu ist die Idee solch eines Beta-Kanals tatsächlich nicht – Google bietet App-Entwicklern bereits seit Mai eine solche Funktion an. Dies funktioniert allerdings nicht über eine gesonderte App, wie es für Apple denkbar wäre, sondern über den normalen Google Play Store. Hier können Entwickler gewillten Nutzern Beta-Versionen ihrer Apps anbieten, vorausgesetzt diese haben sich vorher über die dazugehörige Google+-Community für den Betatest registriert. Mit einem vergleichbaren Angebot könnte Apple das Leben der Entwickler deutlich vereinfachen und den App Store somit deutlich aufwerten.


 


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Paninibilder-Tauschbörse: mit Swapp-App zum vollen Album

Paninibilder-Tauschbörse: mit Swapp-App zum vollen AlbumNur noch drei Tage bis zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Dann heißt es wieder Public Viewing, spannende Spiele und natürlich Emotionen, Emotionen und nochmals Emotionen. In dieser Zeit steht ganz Europa einfach Kopf, Frauen werden wieder zu Experten in der einstigen Männerdomäne und erwachsene Männer wieder zu Kindern. In der Regel wird letzteres besonders durch einen Trend erkennbar – nämlich durch das Sammeln von Paninibildern.

Passend zu diesem Trend gibt es inzwischen sogar eine App, die es sich zur Aufgabe macht die Sammler mit einander zu vernetzen, sodass auch ja jeder sein Album bis zum Ende der EM vollkriegt. Wer doppelte Sticker in seinem Sammelsurium hat, der kann diese via Swapp in ein Verzeichnis hochladen und so deutlich machen, dass es bei ihm noch was zu holen gibt. Swapp ist dabei geolocation-based und zeigt innerhalb einer Karte, wo derjenige mit dem noch fehlenden Objekt der Begierde sich aufhält.

Sucht man nach einem bestimmten Sticker, gibt man diesen einfach ein und bekommt eine Distanzanzeige präsentiert, die einem mitteilt in welchem Radius sich der nächste mögliche Sticker befindet, um getauscht zu werden. Anschließend kann man über Swapp auch Kontakt mit dem Tauscher aufnehmen, um sich zu treffen und/oder den Tausch zu verhandeln.

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Auf ins Gefecht – ein Atari-Klassiker erobert das iPhone

BallerburgMan kann inzwischen behaupten, dass der Atari für viele junge Menschen grundsätzlich erst einmal kein Begriff mehr ist. Insofern werden diejenigen das Artilleriespiel Ballerburg genauso wenig kennen. Schade eigentlich. Doch dem könnte man jetzt Abhilfe leisten, denn das Game durchlebt derzeit ein Revival, welches sich für die junge Generation in Form einer iPhone-App in neuem Gewand zeigt.

Das Atari-Spiel wurde ursprünglich einmal von Eckhard Kruse 1987 veröffentlicht. Dieser hat das Spiel noch in C geschrieben. Inzwischen wurde es jedoch vom Entwicklerteam mit modernen Programmiersprachen erneut zusammengesetzt. Der Stil, die Aufmachung und der Spielefluss ist dabei aber unverändert geblieben. Es sollte so originalgetreu wie möglich daherkommen. Das ist auf jeden Fall mehr als gelungen.

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