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Gigaset Smart Speaker L800HX: DECT-Festnetztelefon mit Alexa vorgestellt

Gigaset Smart Speaker L800HX

Mit Alexa-Lautsprechern lässt sich Musik streamen, Wissenslücken füllen, das Smart Home bedienen – und jetzt auch telefonieren. Zumindest mit dem neuen Modell Gigaset Smart Speaker L800HX. Bei dem Lautsprecher mit integrierten Mikrofonen handelt es sich um ein sprachgesteuertes Freisprechtelefon, das mit einer DECT-Basis oder einem Router verknüpft wird und dann jeden Festnetz- und Mobilfunk-Anschluss anrufen kann. Wie ein herkömmlicher Smart Speaker greift es per Alexa natürlich auch auf das Web zu. Musik soll außerdem ebenso gut klingen wie die Sprache des Telefonpartners. Auf diese Weise will Gigaset praktische Funktionen aus den Bereichen Telefonie und Smart Home vereinen. Der Gigaset Smart Speaker L800HX erscheint im Mai 2019 für 199 Euro.

Design: Mischung aus Amazon Echo Plus 2 und Libratone Zipp

Von außen sieht man dem Gigaset Smart Speaker L800HX diesen neuartigen Ansatz nicht an. Das Gerät mutet wie ein herkömmlicher, aber zugegeben schicker smarter Lautsprecher an. Uns erinnern die zylindrische Form und die Stoffoberfläche an eine Mischung aus Amazon Echo Plus 2 und Libratone Zipp. Mit 22 Zentimetern Höhe und rund 11 Zentimetern Durchmesser gehört das Gigaset-Modell zu den größeren Exemplaren eines Smart Speakers.

Soundqualität für Musikfans und Vieltelefonierer

Das große Gehäuse bietet immerhin viel Platz für einen kräftige Lautsprecher, die 76 Millimeter durchmisst und 15 Watt Nennleistung bringt. Auf diese Weise will Gigaset einen leistungsstarken Klang gewährleisten, der sowohl Musikfans begeistern als auch Vieltelefonierer nicht zu schnell anstrengen soll. Selbst in größerer Runde wie bei einer Familienkonferenz oder einer geschäftlichen Besprechungsrunde soll hohe Verständlichkeit gegeben sein.

Musikdaten nimmt der Gigaset Smart Speaker L800HX per Aux-Kabel, WLAN ac und Bluetooth 4.1 entgegen. Telefongespräche führt er über DECT und GAP+. Drei Mikrofone mit Richtstrahltechnologie und Geräuschunterdrückung sollen dabei für eine hochwertige Akustik sorgen.

Der Gigaset Smart Speaker L800HX als DECT-Festnetztelefon

Zum Freisprechtelefon wird der Gigaset Smart Speaker L800HX, wenn Nutzer ihn mit einer App von Gigaset und der Alexa-App mit WLAN und einer DECT-Basisstation verbinden. Ein WLAN-Router mit integriertem DECT wie die AVM Fritz!Box ist auch kompatibel. Eine zusätzlicher Verbindungsadapter wie die Echo Connect Box ist dagegen nicht nötig. Als eigenständiges DECT-Gateway fungieren kann der Smart Speaker aber nicht. Er ist stattdessen wie ein weiteres Mobilteil zu verstehen.

Sofern Nutzer ihre Kontakte vom iPhone oder Android-Smartphone mit Alexa synchronisieren, können Sie anschließend Telefonate per Sprachbefehl führen.

Typische Befehle lauten nach dem „Alexa“-Aktivierungswort dann:

  • „Rufe Tom an“
  • „Rufe Nummer 1234567 an“
  • „Annehmen“
  • „Auflegen“
  • „Anruf ablehnen“
  • „.Rufe das Arbeitszimmer an“

Letzerer Befehl ist möglich, wenn einem mit derselben DECT-Basis verbundenem Mobilteil ein entsprechender Name zugeordnet wurde. Haben Nutzer ein Gespräch mit einem Mobil eingenommen, können sie es an den Smart Speaker von Gigaset übergeben.

Gigase Smart Speaker L800HX
Keine Hand frei? Mit dem Gigaset Smart Speaker L800HX lässt sich ein Telefonat einfach per Sprachbefehl führen. Image by Gigaset

Das Telefonbuch von Gigaset-Festnetzmobilteilen übernimmt der Smart Speaker nicht. Mit einem universellen Online-Telefonbuch im Stil von Google Kontakte will Gigaset aber perspektivisch Abhilfe schaffen.

Als Freisprechanlage für Smartphones lässt sich der Lautsprecher ebenfalls nicht einsetzen. Vom Handy überträgt er nur Musik, Podcasts oder ähnliches per WLAN und Bluetooth.

Statt mit Sprachbefehlen können Nutzer den Smart Speaker auch mit den Tasten auf der Deckplatte steuern. Dort lassen sich Anrufe annehmen und beenden sowie Klingeltöne, Gespräche und Musik leiser und lauter stellen. Per Stummtaste deaktivieren Nutzer die Alexa-Mikrofone, wenn sie Privatsphäre wünschen.

Smart Home mit Alexa 

Wie alle Lautsprecher mit Amazons Sprachassistenz hat auch der Gigaset Smart Speaker L800HX vollen Zugriff auf die Alexa-Skills. Dadurch lassen sich alle verfügbaren Musikdienste wie Amazon Music, TuneIn und Deezer abspielen. Auskünfte zum Wetter und zur aktuellen Verkehrslage sind dadurch natürlich ebenfalls am Start.

Gigaset Smart Speaker L800HX Tasten
Statt per Sprache lässt sich der Lautsprecher auch mit den Tasten auf der Deckplatte bedienen. Image by Gigaset

Gigaset möchte mit eigenen smarten Heizkörperthermostaten, Sensoren und Steckdosen auch zunehmend einen Fuß in die Tür von Smart Homes bekommen. Deswegen sieht der Hersteller den Alexa-Lautsprecher als Ergänzung zu seinem wachsenden Geräte-Ökosystem. „Alexa, sag Gigaset, mach das Licht aus“ ist daher ein denkbarer Sprachbefehl für Nutzern von smarten Gigaset-Geräten.

Einen besonderen Mehrwert im Vergleich zu Nutzern von Geräten anderer Hersteller erhalten sie jedoch nicht. Der Smart Speaker bietet letztlich die gleichen Steuermöglichkeiten wie jeder andere Alexa-Lautsprecher. Beispielsweise kann er auch nicht als Gateway für DECT-Heizkörperthermostate von Gigaset fungieren, so wie der Lautsprecher Amazon Echo Plus 2 als Zigbee-Hub verfügbar ist. Hierfür ist weiterhin eine separate Smart-Home-Basis für Gigaset-Geräte nötig.

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Wiser Smart Plug im Test: Praktische Funksteckdose fürs Smart Home ausprobiert

Wiser Smart Plug im Test

Immer mehr Hersteller setzen ihren Fuß ins Smart Home, neben Start-ups auch Quereinsteiger wie Heiz- und Klima-Spezialist Eberle aus Nürnberg. Unter der Produktmarke Wiser bietet er seit Mitte 2018 auch smarte Heizkörperthermostate an. Mit dem Wiser Smart Plug hat Eberle das System nun um eine smarte Steckdose erweitert. Das klingt unspektakulär, kann aber auf günstige Weise unvernetzte Geräte smart machen. Inwiefern lohnt sich der Kauf? Wir hatten den Zwischenstecker Wiser Smart Plug im Test.

Das kann die Zigbee-Funksteckdose Wiser Smart Plug im Test

Der Haupteinsatzzweck vom Wiser Smart Plug entspricht dem vieler anderer Funkzwischenstecker. Er bindet Geräte ins Smart Home ein, die selbst noch keine eigenen Funkchips an Bord haben. Dadurch lässt sich das Gerät per App, Sprachbefehl oder intelligenter Automationsroutine ein- und ausschalten.

Der Wiser Smart Plug ist kompakter als andere Modelle, lagert aber auch Technik aus. Weil Eberles Zwischenstecker genau wie das hauseigene Heizkörperthermostat mit dem Standard Zigbee funkt, braucht er unbedingt einen Smart Home Hub als Dolmetscher für die Signalübertragung von und zum WLAN-Router. Als Teil des Zigbee-Systems von Eberle kann er dann aber auch als Reichweitenverstärker dienen, um Thermostate selbst in weitläufigen Wohnräumen verlässlich anzusteuern. Das ist der zweite Einsatzzweck des Wiser Smart Plugs.

Idealerweise haben Käufer schon ein Starter-Kit bestehend aus Thermostaten und Hub von Wiser installiert. Nur für eine smarte Steckdose den Hub anzuschaffen, ist nicht sinnvoll. Mit rund 45 Euro ist der Wiser Smart Plug nämlich trotz ausgelagerter Technik nicht günstiger als vergleichbare Produkte.

Den Wiser Smart Plug einrichten

Den Wiser Smart Plug im Test einzurichten ist nur deshalb etwas aufwendiger als üblich, weil wir zuvor noch den Hub in Betrieb nehmen müssen. So geht’s: Hub mit Netzkabel verbinden, Wiser Heat für iOS oder Android installieren, Cloud-Konto anlegen, fertig. Anschließend lassen sich die gewünschten Wiser-Geräte hinzufügen, wie eben beispielsweise der Funkzwischenstecker.

Unerfreulicherweise weicht die gedruckte Anleitung von der zudem inkonsistenten Menüführung der App in der Version 3.3.0 ab. Um die Steckdose anzulernen, müssen wir – anders als angegeben – nämlich zunächst das „Smart Plug Menü“ mit einem Dreieckssymbol von oben hoch wischen. Es sieht genauso aus wie die normale Geräteübersicht, stellt aber im Unterschied dazu auch den Wiser Smart Plug zur Auswahl. Einmal eingebunden, lässt sich der Wiser Smart Plug im Test dann aber reibungslos verwenden.

Flexible Bedienung per App, Sprache und Automation

Den Wiser Smart Plug im Test zu bedienen, gestaltet sich sehr flexibel. Zunächst einmal gibt es einen Schalter an der Steckdose selbst. Aber diesen Handgriff möchten wir ja mit einem Funkzwischenstecker eigentlich vermeiden. Deswegen stehen noch einige digitale Ansteuermöglichkeiten zur Auswahl.

In der App können wir den Wiser Smart Plug per Schiebeschalter händisch mit dem Strom verbinden oder davon trennen. Außerdem lässt er sich dort mit einem Zeitschaltplan ganz klassisch in bestimmten Zeitfenstern aktivieren – etwa, um das Aquarium zu beleuchten oder um im Wohnzimmer während des Urlaubs Präsenz vorzutäuschen.

Ferner ist eine ortsbasierte Steuerung möglich. „Abwesend-Betrieb“ heißt die Option. Ab Werk handelt es sich aber lediglich um einen Generalschalter, mit dem wir alle verbundenen Thermostate und den Wiser Smart Plug im Test händisch in den Standby schicken können. Echtes Geofencing, das die Standortdaten berücksichtigt und den Schaltzustand automatisch ändert, ist dagegen nur möglich, wenn Nutzer ihr Wiser-System zusätzlich mit dem Automatisierungsdienst IFTTT verknüpfen.

Wiser Smart Plug Lampe Google Home
In manche Lampen passen keine smarten Leuchtmittel. Trotzdem kann man sie mit dem Wiser Smart Plug „smart machen“ und dann beispielsweise per Google-Home-Lautsprecher steuern. Image by Eberle

Abgesehen von IFTTT ist der Wiser Smart Plug auch mit Sprachbefehlen von Google Assistant und Amazon Alexa kompatibel. So geht’s: Für die Verknüpfung in der Gerätesuche der Google-Home-App und in der Skill-Suche der Alexa-App die Marke Wiser auswählen und das Wiser-Cloud-Konto freigeben. Danach lässt sich der Wiser Smart Plug per Sprachbefehl mit einem Google-Home– oder einem Echo-Lautsprecher nicht einfach nur ein- und ausschalten, sondern auch in Automatisierungen einbinden. Ausprobiert haben wir das mit Google Home. Dort ist beispielsweise als sogenannter Ablauf programmierbar, dass sich auf den Sprachbefehl „Kochen beginnen“ hin zusammen mit dem Lieblingsradiosender der Smart Plug einschaltet und dadurch ein oder mehrere Stimmungslichter aktiviert.

Wiser Heizkörperthermostat im Check

Der Wiser Smart Plug lässt sich auch ohne Wiser Heizkörperthermostate betreiben, ist aber dennoch eher als Zusatzprodukt vorgesehen. Schließlich setzt der Zwischenstecker zwingend den gemeinsamen Hub zum Betrieb voraus, der ja eben nicht separat, sondern als Teil des Starter-Kits erhältlich ist. Der Vollständigkeit halber haben wir deshalb auch die smarte Heizlösung von Eberle ausprobiert.

Zum Starter-Kit für 230 Euro gehören neben dem Hub zwei Wiser Heizkörperthermostate. Mithilfe einer Rohrzange haben wir die alten Thermostate im Handumdrehen gegen die von Wiser ausgetauscht. Die Wiser-Produkte gehören zu den schicker gestalteten Modellen im Markt. Sie sind schön schlank und minimalistisch designt. Die kompakte Form geht aber mit einem Kompromiss her: Eberle verzichtet auf ein Display. Stattdessen bestätigen lediglich eine rote und blaue Leuchtdiode, ob wir mit dem Drehring die Temperatur gerade verringern oder erhöhen. Die exakte Gradzahl lässt sich dagegen nur per Sprachbefehl erfragen oder in der App ablesen.

Die App selbst ist also der Hauptzugriffspunkt auf die Thermostate. Mit einer schlichten, schicken und übersichtlichen Oberfläche lassen sie sich manuell oder per Zeitschaltplan für jeden einzelnen Raum regulieren. Zusätzlich ist ein Eco Mode aktivierbar, der aus dem Betrieb lernt und mithilfe der Wetterprognose die Heizungssteuerung optimieren soll. Um dies aber bewerten zu können, müssen wir weitere Erfahrungswerte sammeln.

Wiser Heat System
Der Wiser Smart Plug ist Teil eines Heizkörperthermostat-Systems und teil sich einen Smart-Home-Hub damit. Image by Eberle

Ferner ist eine Fenster-offen-Erkennung integriert, die während eines Temperatursturzes beim Lüften die Heizung automatisch drosselt. Weil der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen mittlerweile zu gering ist, lässt sich die Funktion in unserem Kurzcheck allerdings nicht seriös beurteilen.

Fazit: Empfehlenswerte Lösung mit einem Haken

Der Wiser Smart Plug ist ein empfehlenswerter Funkzwischenstecker, der alles mitbringt, was zu einer guten smarten Lösung gehört: App-, Zeit- und Sprachsteuerung sowie die Einbindung in Automationsroutinen. Die kompakten Maße sind ein weiterer Pluspunkt, weil der Funkstecker sich auch bei wenig Platz verwenden lässt.

Ein großer Haken für Neukunden im Wiser-System ist, dass die smarte Steckdose nicht als eigenständiges Produkt einsetzbar ist, sondern zwingend eine Smart-Home-Zentrale von Wiser voraussetzt. Diese gibt es nicht ohne Heizkörperthermostate im Paket. Die Regler sind schick und kompakt, lassen sich am Gerät selbst und per App zuverlässig und intuitiv bedienen. Aufgrund eines fehlenden Displays am Thermostat fällt die Lösung aber hinter anderen hochwertigen Smart-Home-Thermostaten zurück.

Die App Wiser Heat bietet für die Thermostate und den Wiser Smart Plug im Test jede Menge Basis- und Zusatzfunktionen für die automatische Steuerung, die sich durch Dienste wie IFTTT, Alexa und Google Home noch erweitern lassen. Dadurch überzeugt das Wiser-System von Ebele als gutes Gesamtpaket für den Einstieg in smartes Heizen und die automatisierte Haussteuerung, ohne aber aus der Masse der Alternativen stark herauszustechen.

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Saugroboter Ecovacs Deebot 710 im Test: Auf Knopfdruck weg mit dem Dreck

Ecovacs Deebot 710 Test

Reinigungsroboter helfen in deutschen Haushalten immer öfter, den Boden von Staub und Schmutz zu befreien. Sogar in Coworking-Spaces drehen sie ihre Runden. Eine der aufstrebenden Marken für Saugroboter ist Ecovacs. Mit dem Modell Deebot 710 hat Ecovacs jetzt ein Mittelklasse-Modell auf den Markt gebracht, das mit einer besonders einfachen Bedienung die Einstiegshürde für Verbraucher weiter senken will. Nach dem Test des früheren Spitzenmodells Deebot R95 vor eineinhalb Jahren wollten wir wissen, auf welchem Stand die Technik sich mittlerweile befindet. Damals erschien uns die Bedienung und Selbständigkeit des Roboters nicht ausgereift. Der Ecovacs Deebot 710 soll alles besser können und sich sogar ganz einfach per Sprache steuern lassen. Das weckt Erwartungen. Erfüllt das 400-Euro-Modell diese in der Praxis?

Reinigung: Saubere Leistung

Smarte Funktionen schön und gut, aber ohne überzeugende Reinigungsleistung ist alles nichts. In dieser Kernkompetenz von Staubsaugern liefert der Ecovacs Deebot 710 souverän ab. Auf Hartböden betrachten wir die Reinigungsleistung als sehr gut. Und das selbst schon im Standard-Modus. Für den zuschaltbaren Max-Modus, der die Saugkraft verdoppelt, gibt es in unserem Praxistest keinen Anlass.

Für Teppiche ist der Deebot 710 ebenfalls geeignet. Allerdings erkennt dieses Ecovacs-Modell die Oberfläche nicht als solche und erhöht die Saugleistung nicht automatisch. Daher bleibt im Test dort mitunter etwas liegen und bedarf einer händischen Nachreinigung.

Für gewöhnlich genügt es, den Roboter im Automatik-Modus seine Bahnen fahren zu lassen. Dabei fährt er die Reinigungsfläche in der Regel systematisch ab. Nur selten säubert er aus nicht nachvollziehbaren Gründen Stellen doppelt oder lässt welche aus. Besonders verschmutzte Stellen kann er sich per Punktreinigung zur Brust nehmen. Entweder setzen wir ihn dazu per Hand an den Zielort oder navigieren ihn per Fernbedienung dorthin.

 

Ecovacs Deebot 710 Test
Auf Hartböden reinigt der Ecovacs Deebot 710 gut, auf Teppich weniger. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Als angenehm empfinden wir im Test die Arbeitslautstärke des Deebot 710. Sie liegt deutlich unter dem Pegel klassischer Bodenstaubsauger. Bedauerlich ist die relativ geringe Kapazität des einfach zu leerenden Behälters. Nach einer Putzfahrt in einer 90-Quadratmeter-Wohnung ist das Volumen von 520 Milliliter krachend voll.

Insgesamt entlastet der Ecovacs Deebot 710 die Putzroutine im Testhaushalt stark. Eben nur auf Teppichen und an sehr unzugänglichen Stellen wie dem Spalt hinter geöffneten Türen, ersetzt er den Einsatz eines herkömmlichen Staubsaugers nicht.

Hinderniserkennung: Kleiner Kerl kommt fast überall klar

Nicht mit Wänden und Möbeln zu kollidieren und sich nicht in der Einrichtung zu verheddern, ist bisher die größte Herausforderung von Reinigungsrobotern. Dass Menschen Staubsaugerroboter in Not zu Hilfe eilen müssen, kommt immer wieder vor.

Doch der Ecovacs Deebot 710 erledigt im Auto-Modus seinen Job tatsächlich überwiegend so selbständig, wie man es von einem Roboter erwarten würde. Dessen Sensorik und Software sind offenbar viel leistungsfähiger und viel besser aufeinander abgestimmt, als noch im Modell R95. Im vierwöchigen Test blieb der Deebot 710 nur einmal an einem Stuhlbein hilflos hängen – ein verkraftbarer Ausreißer. Normalerweise stoppt er sehr präzise vor Hindernissen und schlägt reaktionsschnell einen neuen Weg ein.

Weil der Staubsaugerroboter mit 8,1 Zentimetern vergleichsweise niedrig und mit 32,5 Durchmessern ausreichend klein ist, manövriert er sich sehr wendig durch den Testhaushalt. Unter Tischen, Sofas und Schränken reinigt er auf diese Weise sogar dort, wo die händische Saugroutine sich aus Bequemlichkeit oft zurückhält.

Ecovacs Deebot 710 Test
Der flache Saugroboter ist sehr wendig und kommt fast überall hin – und findet dort auch wieder heraus. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, Dekoration, freiliegende Kabel, Hausschuhe und andere kleinere Gegenstände beiseite zu räumen, um Stolperfallen vor der Putzfahrt des Ecovacs Deebot 710 zu reduzieren. Dies bedeutet in der Praxis aber auch nicht mehr Aufwand, als beim eigenhändigen Saugen anfällt, bei der eine freie Reinigungsfläche ja ebenfalls ein gründliches Ergebnis erleichtert.

Bedienung: Einfacher und flexibler geht es nicht

Eine einfache Handhabung ist ein Hauptverkaufsargument für den Deebot 710. Ecovacs verspricht hier nicht zu viel. Wie es die Produktbeschreibung nahelegt, ist der Ecovacs Deebot 710 in unserem Test tatsächlich ohne große Vorbereitung einsatzbereit. Nach einer Aufladung des Akkus genügt es, den Start-Knopf auf der Oberseite zu drücken und sofort zieht der Roboter eigenständig seine Bahnen. Eine beaufsichtigte Probefahrt zur Erstellung einer virtuellen Karte ist, anders als beim Deebot R95, nicht notwendig.

Alternativ sind Starten und Stoppen des Reinigungsvorgangs auch per Fernbedienung möglich, die zum Lieferumfang zählt. Zusätzlich bietet sie vier Richtungstasten, die praktisch sind, um den Ecovacs Deebot im Punkt-Modus zum Zielort zu navigieren. Bis Tasteneingabe und Bewegungsreaktion in eine flüssige Fahrt münden, vergeht etwas Eingewöhnungszeit. Danach klappt die Steuerung aber einwandfrei.

Ecovacs Deebot 710 Test
Der Saugroboter lässt sich prima per mitgelieferter Fernbedienung steuern. Daher kann das Smartphone ruhig zur Seite gelegt werden. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Eine App namens Ecovacs Home dient als weitere Alternative zum Starten und Stoppen der Putzfahrt. Außerdem können wir dort einen Zeitschaltplan für automatische Routinefahrten erstellen. Die App funkt den Roboter nicht direkt an, sondern greift dazu auf den WLAN-Router zu. Sollte dieser ein 5-Ghz-Teilnetz verwenden, muss es während der Einrichtung vorübergehend stillgelegt werden. Denn der Roboter versteht sich damit nicht. Im anschließenden Alltagsbetrieb sorgt ein aktiviertes 5-GHz-Netz aber für keine Störungen.

Per Sprache können wir den Roboter ebenfalls starten, stoppen und zur Ladestation zurückfahren lassen. Das funktioniert sowohl mit Amazon Alexa als auch Google Assistant. Ob wir dafür einen smarten Lautsprecher oder die entsprechenden Assistenz-Apps verwenden, ist unerheblich. Beides klappt in der Praxis sehr gut. Voraussetzung ist, dass wir unsere Amazon- und Google-Konten mit unserem Ecovacs-Konto verknüpfen.

Übrigens kann der Ecovacs Deebot 710 auch selbst sprechen. Wahlweise auf Englisch oder Deutsch, quittiert er Beginn und Ende eines Einsatzes oder ruft um Hilfe, wenn er sich verheddert hat. Dabei ist die Lautstärke der Sprachausgabe jedoch empfindlich laut und lässt sich nicht regulieren, sondern nur in der App abstellen.

Ecovacs Home: Schlanke und stabile App

Als smartes Gerät verfügt der Ecovacs Deebot 710 natürlich auch über eine eigene App, ist ja Ehrensache. Ecovacs Home ist für Android-Smartphones und iPhones erhältlich, aber nicht für die Bildschirme von Tablets angepasst. Die App funktioniert deutlich besser als diejenige, die wir einst mit dem Deebot R95 verwendet haben. Sie ist übersichtlich aufgebaut, reagiert schnell und läuft stabil.

Die App dient als Fernbedienung, Zeitschaltplaner, sowie als Anlaufstelle für ein Reinigungsprotokoll und eine Verschleißprognose. Außerdem schickt sie Push-Nachrichten aufs Smartphone, wenn die Reinigung beendet ist oder etwas schiefläuft. Ferner haben wir im Test die Firmware des Roboters mittels der App aktualisiert.

Ecovacs Deebot 710 Ecovacs Home App
Mit der Hersteller-App lässt sich der Ecovacs Deebot 710 starten und stoppen, dessen Arbeitspensum überprüfen und eine Verschleißprognose einsehen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Per Touchscreen den Roboter zur Punktreinigung zu navigieren, ist mit der App des Deebot 710 nicht möglich. Darüber hinaus können wir die Reinigungsfläche auch nicht virtuell begrenzen und Räume oder noch kleinere Bereiche von der Putzfahrt ausschließen. Dies geht nur ganz banal durch das Zusperren von Türen.

Insofern ist die App des Ecovacs Deebot 710 relativ schlank gestrickt und für den Regelbetrieb noch nicht einmal nötig. Stattdessen genügen die Tasten am Gerät und auf der Fernbedienung in der Praxis.

Ausdauernder Akku, einfache Wartung

Der eingebaute Lithium-Akku bietet mit 2.600 mAh so viel bzw. so wenig Kapazität wie ein Mittelklasse-Smartphone. Laut Ecovacs genügt die Energie für einen Einsatz von bis zu 110 Minuten, was sich mit unseren Praxiseindrücken deckt. Das ist eine deutlich längere Laufzeit als sie noch der Deebot R95 bot. Dennoch reicht sie nicht komplett, um die Nutzfläche einer 90-Quadratmeter-Wohnung in einem Rutsch zu reinigen. Zwar zieht sich der Roboter dann eigenständig auf die Ladestation zurück, setzt die Reinigung aber anschließend nicht automatisch fort. Hier wäre eine entsprechende Option in den Einstellungen wünschenswert.

Ecovacs Deebot 710 Test
Nach getaner Arbeit oder wenn der Akku fast leer ist, findet der Roboterstaubsauger allein zur Ladestation zurück. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Ladezeit ist mit einer Dauer von vier Stunden zwar recht lang, aber immerhin lässt sich der Ecovacs Deebot 710 auch mit nicht ganz vollem Akku einsetzen. Am Gerät ist der Restladestand allerdings nicht einsehbar – dies geht nur in der App. Sollte der Akku einmal das Zeitliche segnen, lässt er sich nicht eigenhändig wechseln. Andere Verschleißteile wie die Hauptbürste und die Seitenbürsten sind dagegen einfach auszutauschen.

Test-Fazit: Ecovacs Deebot 710 reinigt schlau – auch ohne App und Hilfe

Nach dem durchwachsenen Eindruck des Ecovacs-Modell Deebot R95, hat uns der Deebot 710 im Test positiv überrascht. Als smarte Haushaltshilfe ist er absolut empfehlenswert. Schließlich erledigt er seinen Reinigungsjob auf sehr hohem Niveau und braucht praktisch nie menschliche Rettung aus der Not. Die Bedienung ist so einfach, wie es der Hersteller verspricht. Weil dafür die App kaum benötigt wird, eignet sich der Ecovacs Deebot 710 besonders für Menschen, die ihr Smartphone auch gern einmal beiseitelegen.

Verglichen mit dem Deebot R95 hat Hersteller Ecovacs einen großen Sprung gemacht. Dessen gehobene Mittelklasse in Form des Deebot 710 ist heute leistungsfähiger und praktischer als die Oberklasse vor zwei Jahren. Geht es nach Ecovacs, ist die Zukunft des autonomen Staubsaugens aber noch viel rosiger. Im Laufe des Jahres soll ein Roboter erscheinen, der dank künstlicher Intelligenz kleine Objekte noch besser erkennen und im Bedarfsfall umfahren kann. Dadurch wird gewissenhaftes Aufräumen vor der Putzfahrt entbehrlich. Dieses Feature erscheint zur Premiere jedoch im teuren Oberklasse-Modell Ozmo 960 und dürfte erst später in die erschwingliche Mittelklasse der Roboterstaubsauger Einzug halten.

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Images by Ecovacs; Berti Kolbow-Lehradt

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Smarte Heizkörperthermostate erklärt: Mehr Komfort, weniger Verbrauch – so geht‘s

Smarte Heizkörperthermostate mit Conrad Connect - das bringt's

Smarte Heizkörperthermostate kümmern sich um eine wohlige Wärme und sorgen gleichzeitig dafür, dass Bewohner „nicht für die Straße heizen“. Anders als herkömmliche Thermostatköpfe denken sie mit und regeln die Temperatur genau zur richtigen Zeit. Das erhöht den Komfort und senkt den Energieverbrauch. Wie sich auf intelligente Weise Wärme ins Smart Home bringen lässt, erklären wir zusammen mit Conrad Connect.

So funktioniert die intelligente Heizungssteuerung

„Anders als herkömmliche Modelle verfügen smarte Heizkörperthermostate über einen Elektromotor und sind mit dem Internet verbunden. Dadurch können sie die Wunschtemperatur aufs Grad Celsius genau regeln – und zwar auch per Fernsteuerung in und außerhalb des Hauses“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Wer öfter einmal vergisst, die Heizung in den Sparmodus zu schicken, kann dies mit smarten Heizkörperthermostaten auch dann noch nachholen, wenn er das Haus bereits verlassen hat.

Allerdings müssen Bewohner noch nicht einmal selbst daran denken, die Heizung ein- und auszuschalten. Per sogenanntem Geofencing sorgen smarte Heizkörperthermostate für eine ortsbasierte Steuerung. Dabei lassen Bewohner per GPS und WLAN ihres Smartphones die Heizsteuerung wissen, ob sie sich im Smart Home aufhalten oder es verlassen haben. Darüber hinaus erkennen smarte Heizkörperthermostate abhängig vom Modell, ob Fenster oder Türen beispielsweise zum Lüften geöffnet sind. Sowohl bei der Fenster-Offen-Erkennung als auch beim Geofencing fährt die Heizung dann rechtzeitig herauf und herunter.

Wenn sie nicht gerade auf Ereignisse und manuelle Eingriffe reagiert, folgt die intelligente Steuerung festgelegten Zeitschaltplänen. Diese sind für einzelne Räume definierbar. Manche Heizungsteuerungen lassen dabei sogar die Wettervorhersage einfließen und fahren die Energie zurück, wenn die Sonne scheint. Das verringert den Energieverbrauch zusätzlich.

Einfache Installation und flexible Bedienung

„Wer von smarten Heizkörperthermostaten profitieren möchte, muss keinen Neubau hochziehen. Sie lassen sich einfach montieren und können so vorhandene Heizkörper modernisieren“, betont Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Zur Montage genügt eine Rohrzange, mit der der alte Thermostatkopf abgeschraubt und der smarte Ersatz angeschraubt wird. Das gelingt selbst Laien. Um Funkchip und Elektromotor mit Energie zu versorgen, wird das Thermostat noch mit Batterien bestückt. Sie halten in der Regel sehr lange. Eine App im Smartphone sagt Bescheid, wenn es Zeit für einen Tausch ist.

Smarte Thermostate lassen sich sehr flexibel bedienen. Wer es gerade wärmer oder kälter haben möchte als im Zeitschaltplan vorgesehen, kann die Wunschtemperatur über Apps oder mit Sprachbefehlen einstellen. Für den Signalaustausch zwischen den Thermostaten auf der einen Seite sowie den Bediengeräten wie Smartphones und smarte Lautsprecher auf der anderen Seite sorgt ein sogenanntes Gateway. Diese kleine Box verbinden Anwender mit ihrem WLAN-Router.

Smarte Heizung mit Smartphone steuern
Smarte Heizkörperthermostate lassen sich per Smartphone-App, Sprachsteuerung oder über Conrad Connect steuern. Image by Andrey Popov / stock.adobe.com

Natürlich lässt sich die gewünschte Temperatur auch weiterhin direkt am Thermostat festlegen. Denn trotz digitaler Aufrüstung verfügen alle Regler immer noch über Tasten oder einen Drehring.

Weniger Energieverbrauch: So viel Ersparnis ist drin

Geld sparen zu wollen, ist ein häufiger Grund, sich smarte Heizkörperthermostate anzuschaffen. Tatsächlich lassen sich der Energieverbrauch und damit die Nebenkosten senken. Eine Ersparnis von bis über 30 Prozent halten die Thermostat-Hersteller selbst für möglich. Doch dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, etwa, wie häufig Bewohner ihr Smart Home verlassen oder das Fenster zum Lüften öffnen. Deshalb kann die Höhe der Ersparnis im Einzelfall stark abweichen. Außerdem sind in der Rechnung natürlich die Anschaffungskosten zu berücksichtigen. Diese fallen etwas höher aus als bei herkömmlichen Modellen, weil eben auch erheblich mehr Technik drinsteckt.

„Auf jeden Fall deutlich spürbar ist jedoch der Komfortgewinn. Die Heizung dank automatischer Abläufe nicht mehr selbst regulieren zu müssen, bedeutet für viele Verbraucher im Alltag ein deutliches Plus an Wohnqualität“, erläutert Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte von Conrad Connect. Darüber hinaus freut sich die Umwelt. Denn, wenn die Heizung weniger Energie verbraucht, gelangt auch weniger CO2 in die Luft. Dadurch leisten Verbraucher ihren persönlichen Beitrag dazu, wem Klimawandel entgegenzuwirken.

Die besten Heizkörperthermostate für das Smart Home finden

„Smarte Heizkörperthermostate unterscheiden sich bei den Funktionen, dem Design und natürlich im Preis. Ein genauer Vergleich lohnt sich“, rät Giorgi Jashiashvili. Schon rein optisch sind die Unterschiede groß. Reicht etwas Schlichtes oder soll Premium-Design die Heizkörper zieren? Und wenn auch gleich ein Display integriert ist, lässt sich die Temperatur ohne App und Web ablesen. Außerdem verstehen sich viele Lösungen nicht mit beiden, sondern mit jeweils einem der beiden großen Sprachdienste Google Assistant und Amazon Alexa.

Beim Einstieg in die smarte Heizungssteuerung muss ein Gateway für 50 bis 150 Euro her. Ein einzelnes Thermostat kostet dann zwischen 40 und 80 Euro. Abhängig vom Modell ist eine Fenster-Offen-Erkennung an Bord. Falls nicht, lässt sich diese über externe Tür- und Fensterkontaktsensoren nachrüsten.

Smarte Heizung mit Fenster-Offen-Erkennung.
Praktisch: Viele smarte Heizkörperthermostate erkennen offene Fenster und drosseln dann automatisch die Leistung. Falls Sensoren dafür nicht integriert sind, lassen sie sich per Conrad Connect verknüpfen. Image by Creativemarc / stock.adobe.com

Einfacher geht’s nicht: Einstellungen für die smarte Heizung per Mausklick

Nutzer von Conrad Connect brauchen sich nicht auf smarte Thermostate von einem Hersteller festzulegen. Stattdessen können sie verschiedene Lösungen kombinieren und gleichzeitig steuern. Darüber hinaus lassen sich auf der Plattform weitere Komponenten einbinden, zum Beispiel Sensoren für Raumluft, Fenster-Offen-Erkennung und Bewegungsmeldung.

Dies bietet nicht nur mehr Freiheit bei den Kombinationsmöglichkeiten sondern erleichtert auch die Bedienung. Denn anstatt jedes Thermostat in der jeweiligen Hersteller-App zu konfigurieren, können Nutzer Zeitschaltpläne und automatische Abläufe für sämtliche im Smart Home verbauten Heizkörperthermostate in einem Rutsch festlegen.

Und das Beste daran: Die fleißige Community von Conrad Connect hat bereits ganze Arbeit geleistet und automatische Abläufe für viele gängigen Geräte-Kombinationen und Szenarien erstellt. Diese können neue Nutzer in Form von gebrauchsfertigen Projekten mit einem Mausklick per Web-App einfach in ihr Profil importieren und sofort damit loslegen. Weitere Tipps bietet dieser Blog-Post zum smarten Heizen bei Conrad Connect.

So einfach geht Smart Living. Am besten gleich kostenlos ausprobieren!

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Smart Home ganz einfach: WLAN-Steckdosen als smarter Geheimtipp

WLAN-Steckdose Smartphone

Nix mit teuer und kompliziert. Wer sein Zuhause zu einem Smart Home aufrüsten möchte, braucht keine kostspieligen und aufwendig einzurichtenden Gadgets. Es geht auch günstig und einfach. Ein Geheimtipp für den Einstieg sind smarte Zwischenstecker. Mit ihnen lässt sich auch ältere Technik via WLAN per App oder Sprache bedienen. Zusammen mit der IoT-Plattform Conrad Connect stellen wir vor, was mit WLAN-Steckdosen alles möglich ist und wie Einsteiger das richtige Modell für sich finden.

Das steckt hinter smarten Steckdosen

Von außen sehen smarte Steckdosen wie ganz normale Zwischenstecker aus. Das Geheimnis steckt im Innern. Dort befindet sich, was alten Lampen oder Lautsprechern fehlt – ein Funkchip. Dadurch nehmen die kleinen Kästchen Kontakt mit einem WLAN oder einem anderen gängigen Funknetz auf. Meist erhalten sie ihre Steuersignale über Funkstandards wie Z-Wave oder ZigBee. Als Vermittler dient dabei dann ein WLAN-Router. Daher ist häufig pauschal von WLAN-Steckdosen die Rede. Seltener kommen Bluetooth oder DECT zum Einsatz.

Egal, auf welche Art sie funken: In der Folge können Nutzer über den Zwischenstecker praktisch jedes kabelgebundene Gerät per Smartphone-App und Sprachsteuerung bedienen oder in komplexe Automationsszenarien einbinden. Wegen dieser Fähigkeiten werden die Kästchen auch als intelligente Steckdose, Smart-Home-Steckdose oder Smart Plug bezeichnet. „Licht, Musik, Wärme, gute Luft und mehr – man sieht smarten Steckdosen gar nicht an, wie viel Wohnkomfort in ihnen steckt. Sie sind die vielleicht am meisten unterschätzte Komponente für den Einstieg ins Smart Home und ein Paradebeispiel dafür, wie einfach der Weg zum intelligenten Wohnen ist“, sagt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect.

Praktisch: WLAN-Steckdosen lassen sich sehr flexibel bedienen

Moderne Funkmodelle lassen sich im Unterschied zu herkömmlichen Steckdosen mit Zeitschaltuhr viel flexibler fernsteuern. So können Nutzer nahezu alle intelligenten Steckdosen per Smartphone-App oder Sprachbefehl von Amazon Alexa und Google Assistant ein- und ausschalten. Mit der Lösung Unified Inbox von Conrad Connect genügt sogar eine Nachricht von WhatsApp oder Viber, um WLAN-Steckdosen zu bedienen. Einige Modelle bieten auch eine physische Taste, mit der sich der Stromkreislauf direkt an der WLAN-Steckdose schließen oder trennen lässt. Eine Fernbedienung zum Anfassen gibt es manchmal als Zubehör.

So findet ihr die beste WLAN-Steckdose für euch

Smarte Steckdosen kosten zwischen 15 und 50 Euro sind damit auch bei einem kleinen Budget erschwinglich. „Die Auswahl von WLAN-Steckdosen ist groß, hochwertig und deckt viele Einsatzszenarios und Nutzerinteressen ab. Nutzer sollten daher darauf achten, das passende Angebot für sich zu wählen“, erklärt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Conrad Connect Service Marketplace Fresh Compare
WLAN-Steckdosen mit Zusatzfunktionen ermöglichen eine intelligente Analyse des Stromverbrauchs. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Beispielsweise weicht die Bedienung voneinander ab. So lassen sich die meisten smarten Steckdosen zwar per App steuern, aber nicht alle per Sprache. Und wenn doch, dann entweder von Google Home oder Amazon Alexa. Ein weiteres Kriterium ist der Einsatzort. Soll die WLAN-Steckdose auch auf dem Balkon oder im Garten ihren Dienst verrichten können, ist sie am besten nach IP44 wetterfest. Entscheidend ist ebenfalls der Funktionsumfang. Beispielsweise messen manche Steckdosen auch den Stromverbrauch. Aus diesen Daten lassen sich mit Stromanalyse-Diensten wie Fresh Energy, wertvolle Erkenntnisse ziehen.

Weitere Tipps für die Wahl der WLAN-Steckdose und konkrete Modelle stellt Conrad Connect in seinem Blog vor.

Das lässt sich in Conrad Connect mit WLAN-Steckdosen alles „smart machen“

„Ältere Steh- oder Tischlampen, in die sich keine smarten Leuchtmittel einsetzen lassen, sind beliebte Einsatzorte für WLAN-Steckdosen“, nennt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect Beispiele. Denn in vielen Haushalten befindet sich eine entsprechende Leuchte. Sie sind leicht zugänglich und die intelligente Steckdose somit einfach einzusetzen. Perfekt, um die Vorteile solch einer smarten Lösung einmal auszuprobieren.

Auf die gleiche Weise lassen sich Luftbefeuchter, elektrische Heizkörper oder Kaffeemaschinen „smart machen“. Morgens schlaftrunken die Küche betreten und der Kaffee ist schon fertig? Mit WLAN-Steckdosen ist das ein Leichtes.

Idealerweise muss kein Nutzer mehr aktiv das Smart Home bedienen. Im besten Fall weiß es selbst, was zu tun ist. Dazu lassen sich WLAN-Steckdosen mit einem kostenlosen Nutzerkonto bei Conrad Connect in festgelegte Zeitschaltpläne oder sensorgesteuerte Aktionen einbinden.

WLAN-Steckdosen und Kaffeemaschine vernetzen mit Conrad Connect
Schöner aufstehen: Per WLAN-Steckdose den Kaffee aufbrühen und gleich genießen können, wenn man in die Küche kommt. Image by Izabela Magier / Adobe Stock

Wer einen Smart Plug mit weiteren gängigen Komponenten wie einen Sensor fürs Raumklima oder einen Bewegungssensor kombiniert, kann auf einfachem Weg eine Automation einrichten. Dann könnte die smarte Steckdose beispielsweise einen Raumbefeuchter aktivieren, sobald die Sensoren trockene Luft und die Anwesenheit des Bewohners bemerken. Im Regel-Editor stellen sich angemeldete Nutzer bei Conrad Connect diese in wenigen Schritten selbst zusammen oder sie übernehmen bereits gebrauchsfertige Projekte aus der Community.

So einfach geht Smart Living. Am besten gleich kostenlos ausprobieren!


Images by Daisy Daisy / Izabela Magier / Adobe Stock, Berti Kolbow-Lehradt

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Archos Mate ab Oktober verfügbar: intelligente Sprachassistenten in zwei Größen

Archos Mates

Archos bringt ab Oktober zwei neue KI-fähige Sprachassistenten auf den Markt. Die Archos Mates kombinieren dabei Sprachassistent und Bild und sollen außerdem in zwei unterschiedlichen Zollgrößen verfügbar sein. Beide Modelle lassen sich dann vom Nutzer über Amazons Sprachdienst Alexa per Frage aktivieren und bieten dann Unterstützung bei täglichen Aufgaben. Ob Terminkalender, Wetterprognosen oder Kochrezepte – beiden Geräte vom Typ Archos Mate liefern beispielsweise auf Nachfrage alle erdenklichen Nachrichten und Informationen.

Archos Mate: HD-Displays und Hi-Fi Klang

Die neuen Archos Mates managen ebenfalls Video-Anrufe oder das smarte Zuhause, denn sie lassen sich einfach nutzen, um 
Beleuchtung und Überwachungskameras zu steuern oder Heizung und Klimaanlage zu regeln. Außerdem kann der smarte Assistent Musik Fotos oder Videos verwalten und abspielen, denn beide Geräte sind entsprechend mit HD-Displays und einem omnidirektionalen Sound-System für präzise Hi-Fi-Klangqualität ausgestattet. Das Pariser Design-Team von Archos hat die Archos Mates in einer ovalen und einer viereckigen Form konzipiert.

Im Inneren arbeitet bei beiden Mates ein Quad-Core Prozessor. Ferner verfügen die Archos-Assistenten über Bluetooth und Wifi-Konnektivität sowie ein fünf Megapixel auflösende Kamera. Zwei Mikrofonen für die Kommunikation mit Alexa sind ebenso obligatorisch. Die 5-Zoll-Version bietet einen 1.500 mAh großen Akku, während die 7-Zoll-Variante über 3.000 mAh Akkuleistung verfügt. Archos bringt seine neuen Mates im Oktober 2018 ab 129 Euro in den Handel. Sie liegen damit unterhalb der Preise für den Amazon Echo und den Google Home, sind aber teurer als Echo Dot und Google Home Mini. Tatsächlich konkurrieren die beiden Archos-Geräte auch eher mit Amazon Echo Show und Amazon Echo Spot.

Amazon-Echo-Lautsprecher bei Amazon (Provisions-Link)


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Sonos Beam: Soundbar schaltet mit Alexa den Fernseher an

Sonos Beam schwarz

Geht es nach Sonos, hat ein Fernbedienungschaos auf dem Wohnzimmertisch nichts mehr zu suchen. Nicht einmal eine Universalfernbedienung sollen TV-Zuschauer mehr brauchen. Denn der Lautsprecherhersteller hat einen neuen Soundbar angekündigt, der den Sprachdienst Amazon Alexa unterstützt. Statt einen Fernbedienungsbarren in die Hand zu nehmen, können Nutzer ihre Heimkinolandschaft also mit dem Zuruf „Alexa, schalte den Fernseher ein“ aktivieren. Neben dem 450 Euro teuren Soundbar kündigte Sonos zudem Software-Updates an, die ausgewählte erhältliche Lautsprecher um AirPlay 2 und Sprachbefehle von Apples Dienst Siri ergänzen. Ebenso wie Sonos Beam werden die neuen Funktionen Mitte Juli ausgeliefert.

Sonos Beam versteht Alexa-Befehle

Sonos ist nicht der erste, aber der populärste Hersteller eines Klangriegels, der sich mit Alexa steuern lässt. Der neue Soundbar namens Sonos Beam kommt wie andere Sonos-Lautsprecher ohne Fernbedienung aus und wird rein per App oder eben jetzt auch per Sprachbefehl gesteuert. Damit Alexa den TV ansteuern kann, muss er CEC-Funktionen unterstützen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass ein HDMI-ARC-Slot am TV frei ist und der Sonos-Klangriegel damit verbunden wird. Dass Sonos HDMI verbaut, ist ein Novum, aber unumgänglich für diese Funktion. Mit einem optischen Kabel lässt sie sich nicht realisieren.

HDMI-ARC und CEC sind bei Flachbildfernsehern seit Jahren gängig, sodass es keine Kompatibilitätsprobleme geben sollte. Wie einfach oder komplex die Sprachbedienung jedoch ausfällt, wenn weitere Zuspieler, wie etwa ein Receiver für IPTV oder eine Spielekonsole eingebunden sind, muss die Praxis zeigen. Wer Sonos Beam weiterhin per Fernbedienung steuern will, kann das dennoch tun. Steuerfunktionen auf eine Universalfernbedienung, wie zum Beispiel von Logitech, zu legen, ist kein Problem.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

Neben der Gerätesteuerung können Nutzer von Sonos Beam den Sprachdienst Alexa natürlich auch in anderen Fragen konsultieren. Wenn es nur um den Wissensschatz von Alexa an sich geht, können Nutzer alternativ jedoch auch einfach zum kleineren Lautsprecher Sonos One greifen.

Ausbaufähig zum Surround-System

Abgesehen von den smarten Funktionen soll Sonos Beam auch über einen hochwertigen Klang verfügen. Für ein besseres Hörverstehen von Dialogen hellt das Lautsprechersystem die Stimmen auf. Für eine ansprechende musikalische Klangwiedergabe sind diverse Woofer und Hochtöner verbaut. Wegen der gleichzeitig kompakten Bauweise wird Sonos Beam aber nicht so laut und breit aufspielen können wie das Sounddeck Playbase und der andere Soundbar im Sortiment, der Playbar. Im Vergleich dazu hat Sonos Beam eine geringere Anzahl an einzelnen Lautsprechern und soll für maximal mittelgroße Räume geeignet sein. Allerdings ist der neue Klangriegel auch 300 Euro günstiger als die beiden anderen TV-Systeme von Sonos.

Weil Sonos Beam aber, wie alle anderen Speaker des Herstellers, Teil eines Systems ist, können Nutzer den Klangriegel mit zwei Sonos One zu einem Surround-System erweitern und auf diese Weise für eine breitere Klangbühne sorgen. Ein separater Subwoofer lässt sich ebenfalls kabellos verbinden.

AirPlay 2 und Siri erleichtern Bedienung von Sonos One, Play 5 und Playbase

Neben neuer Hardware hat Sonos auch Software-Updates angekündigt, die Sonos-Nutzern mehr Steuermöglichkeiten eröffnen. Mit AirPlay 2 müssen Nutzer von Sonos-Lautsprechern nicht mehr frickelige Bastellösungen oder Adapter nutzen. Selbst der Umweg über die Sonos-App ist nicht mehr nötig. Wie bei einem Bluetooth-Lautsprecher können Nutzer in die Apple-Music-App auf dem iPhone oder iPad gehen und einfach einen kompatiblen Sonos-Lautsprecher aktivieren. Wie andere Sonos-Speaker auch, unterstützt Sonos Beam aber nicht nur Apple Music, sondern insgesamt rund 80 Musikdienste. AirPlay 2 wird auf Sonos Beam, Sonos One, der zweiten Generation von Sonos Play 5 und der Playbase laufen. Künftige Produkte werden AirPlay 2 ebenfalls unterstützen.

Darüber hinaus kann Sonos noch mehr Gebrauch von Siri machen. So können Nutzer während des Betriebs per Siri-Befehl einen Lautsprecher zu den bereits spielenden Lautsprechern hinzufügen. Dieses Feature soll im Juli per Update verfügbar sein.

Sonos AirPlay 2 iPhone Apple Music
Wenn im Juli ein Update mit AirPlay 2 erscheint, können Nutzer Apple Music direkt über einen Sonos-Lautsprecher abspielen, ohne zuvor in die Sonos-App gehen zu müssen. Image by Sonos

Weiter warten auf Google Assistant

Was digitale Assistenten angeht, zeigt sich Sonos außerordentlich sprachbegabt. Neben Alexa will der Anbieter auch Google Assistant integrieren. Eine entsprechende Ankündigung gab es bereits vor einem Dreiviertel Jahr, die den Start auf Anfang 2018 datierte. Bei der Vorstellung von Sonos Beam und den Software-Updates gab sich Sonos diesbezüglich allerdings einsilbig und sprach lediglich weiterhin von einer baldigen Verfügbarkeit.

Der neue Sonos-Klangriegel bei Amazon (Provisions-Link)


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Gigaset Smart Home: Aktionsbundles öffnen Tür zum intelligenten Wohnen

Gigaset Smart Home

Smart Home für Alle, dachte sich Gigaset, und bringt jetzt vier günstige Aktionsbundles für ein vernetztes Zuhause auf den Markt. Dabei wird Heimautomation ohnehin immer beliebter. Ob smarte Lautsprecher mit virtuellen Assistenten, intelligente Heizungssteuerung oder vernetzte Rauchwarnmelder. Die Verbreitung von Smart-Home-Produkten ist in den vergangenen drei Jahren laut einer Deloitte Studie um bis zu 67 Prozent gestiegen. Demnach ist aber auch jedem Dritten die Anschaffung einer Smart-Home-Lösung noch zu teuer. Das System Gigaset Smart Home will hier punkten.

Mit den vier neuen Aktionsbundles bringt Gigaset nun also ein Smart Home-Angebot, das sich viele Mieter und Eigentümer leisten können. Denn bis 30. September erhalten Kunden für 79 Euro eines von vier Smart-Home-Bundles zum Schutz von Wohnungen und Häusern; das smoke pack, das elementary pack, das security pack sowie das Gigaset plug pack. Jedes Pack besteht aus einer Basisstation und zwei Sensoren und lässt sich entsprechend über die App für Android und iPhone steuern. Zusätzliche Kosten für die sichere Datenspeicherung in der Gigaset Cloud, fortlaufende Software-Updates oder die Nutzung des Systems entstehen nicht. Jedes Pack ist außerdem jederzeit erweiterbar.

Das Rauchwarnmelder Paket: Gigaset smoke pack

Rauchwarnmelder sind in Deutschland mittlerweile Standard und es gibt viele günstige Angebote, die dieser Pflicht genüge tun. Die beiden Rauchwarnmelder aus dem Gigaset smoke pack können aber mehr als die Standardgeräte. Sie warnen nicht nur lokal vor Feuer und Rauch sondern senden via Gigaset Cloud und Smartphone-App auch Nachrichten an jeden Ort der Welt. Das Bundle lässt sich außerdem mit der Gigaset Alarmsirene erweitern, die im Notfall mit rund 100 Dezibel vor Rauch warnt.

Rundumschutz gegen Wasser und Feuer: Gigaset elementary pack

Wer testen möchte, welche Möglichkeiten Gigaset Smart Home gegen Elementarschäden bietet, kann sich mit dem Gigaset elementary pack nicht nur vor Feuer, sondern auch Wasserschäden warnen lassen. Das Paket besteht aus einem Rauchwarnmelder und einem Wassersensor, der sich flexibel in der Wohnung positionieren lässt. Darüber hinaus kann man mit dem Wassersensor die auslösenden Faktoren für eine mögliche Schimmelbildung beobachten, denn der Sensor überwacht auch Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.

Einsteigerpaket für Einbruchsschutz: Gigaset security pack

Kompakten und unauffälligen Schutz gegen Einbrecher soll ferner das Gigaset security pack bieten. Türsensor und Alarmsirene an Wohnungs- oder Balkontüren können unterscheiden, ob eine Tür normal geöffnet oder ein Einbruchsversuch unternommen wird. Die Alarmsirene sollte den Täter verschrecken. Außerdem erhält der Nutzer via Gigaset Cloud ein Push-Notification und ist sofort informiert. Wer besonders viel Wert auf Überwachung legt, könnte das System überdies mit der Gigaset Überwachungskamera oder weiteren Fenstersensoren ergänzen.

Smarte Lichtsteuerung: Gigaset plug pack

Das Gigaset plug pack beinhaltet zwei Schaltsteckdosen, die sich von der Kaffeemaschine bis zur Sofalampe mit nahezu jedem Gerät kombinieren lassen. In Verbindung mit dem Gigaset Regelmanager in der Smart-Home-App lassen sich damit alle möglichen Steuerungskonzepte umsetzen. Gigaset Smart Home ist außerdem mit Amazon und Google, sodass sich das vernetzte Heim auch über Sprachebefehle fernsteuern lässt.

Die Aktionsbundles von Gigaset Smart Home im Überblick

  • smoke pack: Eine Basis und zwei Rauchwarnmelder
  • elementary pack: Eine Basis, ein Rauchwarnmelder und Wassersensor
  • security pack: Eine Basis, ein Türsensor und eine Sirene
  • plug pack: Eine Basis und zwei Steckdosen

Alle Bundles sind während der Aktion bis 30. September zum Preis von 79 Euro im Handel verfügbar. Dort finden sich auch alle anderen Produkte von Gigaset Smart Home.

Smart-Home-Produkte von Gigaset bei Amazon (Provisions-Link)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • FACEBOOK PC-Welt: Aloha und Fiona: Facebook bringt smarte Lautsprecher mit 15-Zoll-Touchscreen: Facebook möchte das Feld von hinten aufräumen. Mit seinen smarten Lautsprechern will das soziale Netzwerk gegen Amazon Echo und Google Home antreten. Im kommenden Juli möchte Facebook dann seine ersten smarten Lautsprecher vorstellen. Anders als bei Amazon mit dem Codenamen “Alexa” werden diese Lautsprecher auf “Aloha” und “Fiona” hören. Die beiden Lautsprecher sollen dazu über einen 15 Zoll großen Touchscreen und über eine eingebaute Webcam mit einer Gesichtserkennung verfügen. Ein weiterer Unterschied zu seinen Konkurrenten ist der “soziale Aspekt”, der mit den Lautsprechern einhergehen soll. Facebook-Nutzer sollen daher – ganz wie auf der Plattform – untereinander in Kontakt treten können. Das kann mit der Videochat-Funktionen oder anderen “sozialen Funktionen” geschehen. Von beiden Lautsprechern soll “Aloha” das leistungsfähigere Gerät sein, was zudem auch mehr soziale Funktionen als “Fiona” vorweisen soll.

  • GMAIL t3n: Designerin erfindet neues Gmail-Konzept: Ein neues Design für Gmail soll es sein. Sowohl Privatnutzer als auch Unternehmen sind eifrige Nutzer des E-Mail-Clients und somit ist nach der iPhone-Mail-App Gmail der meistgenutzte Anbieter. Aber es gibt noch Optimierungsbedarf. Das findet zumindest die UX-Designerin Indhuja Pillai und hat daher ein Konzept entworfen, was nicht nur visuelle Änderungen, sondern auch neue Funktionen aufzeigt. Wer sich diese Änderungen einmal ausführlich anschauen möchte, der kann sich hier dieses Konzept einmal ganz genau anschauen.

  • GOOGLE Heise: Nach Kritik: Google entfernt „Bild ansehen“-Button aus seiner Bildersuche: Die Nutzer der Google-Bildersuche müssen sich auf den Verlust einer praktischen Funktion einstellen. Bisher konnte man die Bilder nicht nur in einer Vorschau öffnen, sondern bekam den direkten Link zur Bild-Datei geboten. Somit war es allerdings nicht mehr nötig, die entsprechende Seite aufzurufen, um sich das Bild genauer anzusehen. Gerade für Bildagenturen und Fotografen war das ärgerlich, denn so entgingen ihnen nicht nur Besucher und Klicks, sondern auch Aufträge und Geld. Daher wird die Funktion “Bild ansehen” aus der Bildersuche verschwinden, die Schaltfläche “Besuchen” wird bleiben. Googles vorgenommene Änderung soll jetzt die Nutzer und Webseiten besser miteinander verbinden.

  • WHATSAPP Focus Online: Einmaliger Vorgang: WhatsApp wird zu Update gezwungen: WhatsApp-Nutzer werden demnächst mit einer neuen Funktion rechnen können. Schon bald soll es möglich sein, alle Daten, die während der gesamten Nutzung im Messenger gespeichert wurden, gebündelt herunterzuladen. Hierfür wird der Nutzer allerdings ordentlich Zeit einplanen müssen. Die Sammlung der Daten kann bis zu 20 Tage dauern. Diese Daten können dann als Backup gespeichert oder in andere Dienste importiert werden. Es ist noch nicht klar, welche Daten zum Download von WhatsApp bereitgestellt werden. Jedoch kann ein lokales Backup aller Chatverläufe, unabhängig vom Smartphone, auch sehr praktisch sein. Der Grund für die Einführung dieses Features ist die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union, die bereits seit Mai 2016 in Kraft getreten ist. Ab dem 25. Mai muss sie dann von allen Unternehmen berücksichtigt werden.

  • APPLE HOMEPOD T-Online: Apples „HomePod“ hinterlässt Flecken: Wo wir schon mal bei smarten Lautsprechern sind: Schon ab Frühjahr soll Apples erster smarter Lautsprecher der “HomePod” in Deutschland verfügbar sein. Auch wenn sich Apple nach Amazon und Google reichlich spät mit seinem Lautsprecher zu Wort meldet, so können Nutzer trotzdem gespannt sein, was dieser zu bieten hat. Neben unangenehmen Spuren, die das Gerät auf Holzmöbeln hinterlässt, hat ein Test aber auch schon andere spannende Fakten herausfinden können, die für Apple-Fans durchaus interessant sein könnten.

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Sonos One im Test: Kleiner Alexa-Lautsprecher mit großartigem Sound

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Sonos ist derzeit der einzige Hersteller von Streaming-Lautsprechern mit direktem Zugriff auf Apple Music und daher insbesondere für Apple-Nutzer eine attraktive Sound-Option. Angesichts des Trends zu smarten Sprachassistenten wäre es für Apple-Fans natürlich das Höchste der Gefühle, Sonos-Lautsprecher mit Siri fernbedienen zu können. Das ist aber, wenn überhaupt, Zukunftsmusik. Stattdessen ist Alexa derzeit in aller Munde. So auch bei Sonos. Kürzlich habe ich euch berichtet, wie gut Sonos-Lautsprecher auf Sprachkommandos im Verbund mit Amazon-Echo-Lautsprechern hören. Jetzt lag mir auch die integrierte Variante zum Test vor: der neue Lautsprecher Sonos One.

Der Sonos One hat Alexa ab Werk eingebaut und kommt daher ohne weitere Hilfsmittel aus. Im Ergebnis will Sonos damit ein Sound-System präsentieren, das nicht nur mit smarten Funktionen euren Alltag erleichtert, sondern dabei auch noch sehr überzeugenden Musikklang bietet. Schließlich ist genau das die Lücke, die Apple mit dem HomePod füllen will. In meinem Praxistest zeigt sich, dass Sonos die Messlatte mit dem Sonos One für Apple aber äußerst hoch legt.

Sonos One und Alexa rocken das Smart Home

Der Sonos One leistet prinzipiell all das, was auch Amazons Echo-Lautsprecher bieten. Im Alltag erweist er sich daher auch als sehr nützlich. Ich kann nicht nur das Wetter abfragen oder Kalendereinträge mit gesprochener Sprache erstellen, sondern etwa auch meine WLAN-Glühbirnen von Philips Hue über den Sonos One steuern. Weil sich die Sprachsteuerung zum Testzeitpunkt aber in der Beta-Phase befindet, sind noch nicht sämtliche Alexa-Funktionen freigeschaltet. Beispielsweise kann ich einen Echo Dot um Erinnerungen bitten, den Sonos One nicht.

Sonos One Test
Das Mikrofon-Icon symbolisiert die wichtigste Eigenschaft des Sonos One. Er hört auf Sprachbefehle via Amazon Alexa. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Neben diesen smarten Funktionen dient die Sprachfunktion beim Sonos One zur Musiksteuerung. Allerdings sind sämtliche Befehle dieser Sprachfernbedienung nur in Zusammenarbeit mit den Streaming-Diensten Amazon Music, TuneIn und (Update 21.11.2017) Spotify Premium anwendbar. Andere Dienste wie Apple Music hören nicht auf Alexa. Ferner kann ich lokale, auf dem iPhone oder iPad gespeicherte Songs nur per Sprache steuern, wenn ich sie zuvor händisch in der Sonos-App gestartet habe. Sofern ich die semantische Systematik der Alexa-Befehle einhalte, versteht mich die im Sonos One integrierte Software gut. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist sehr flott. Ganz selten läuft ein Befehl ins Leere. Insofern ist die Performance besser als bei der Kombination eines Sonos Play 1 und eines Echo Dot, die ich hier getestet habe.

Offenbar hat Sonos die Abstimmung des internen Mikrofons mit der Alexa-Software noch etwas besser hinbekommen. Ich finde die Leistung aber auch bei dem Setup mit Echo-Lautsprecher akzeptabel und kann die harsche Kritik vieler Bewertungen des Sonos-Skills in der Alexa-App nicht nachvollziehen. Die Einrichtung und Steuerung von Alexa funktioniert beim Sonos One genau so wie bei der Variante mit einem zusätzlichen Echo-Lautsprecher. Ebenso kann ich mit Kommandos nicht nur den Sonos One, sondern auch alle anderen Sonos-Boxen in der Wohnung fernbedienen. Der Sonos One ersetzt in diesem Sinne einen Amazon Echo.

Sonos One und die Datensparsamkeit

Wer den Sonos One mit Alexa nutzt, muss sich im Klaren sein, dass das Mikrofon grundsätzlich immer mithört. Außerdem protokolliert Amazon alle eingesprochenen Anfragen in einem Verlauf mit, sobald das Schlüsselwort „Alexa“ gefallen ist. Aus diesem Grund läuft der Sonos One zudem nur mit einem Software-Update, das mit einer neuen Datenschutzrichtlinie von Sonos einhergeht. Darin behält sich Sonos vor, zur Leistungsverbesserung bestimmte Nutzerdaten zu speichern.

Wer das nicht will, kann das Update natürlich verweigern, muss dann aber auf den Sonos One verzichten. Andere Sonos-Lautsprecher funktionieren zwar weiterhin, erhalten dann aber keine Funktions-Updates mehr. Das bringt so manchen Nutzer zurecht auf die Palme, wie ich auch in einem Dialog mit einem Twitter-Nutzer festgestellt habe. Ich gehe zwar mit meinen persönlichen Daten als Technik-Geek bisweilen sehr freizügig um. Wer hingegen sehr großen Wert auf Datensparsamkeit legt, sollte von smarten Lautsprechern Abstand nehmen. Das schließt das Sonos-System ab sofort ein.

Zucker für Design-Puristen

Abgesehen von der Alexa-Integration unterscheidet sich der Sonos One nur sehr wenig vom bestehenden Modell Sonos Play 1. Formfaktor und Maße sind identisch. Nur in der Farbgebung und der Gestaltung der Deckplatte weicht der Sonos One leicht vom Geschwistermodell ab. Die Deckplatte ist jetzt vollkommen plan und verzichtet auf den leicht gewölbten Rand sowie die physischen Tasten. Die Funktionen der neuen Sensortasten tragen zudem der Anwesenheit von Alexa Rechnung. So ist eine neue Taste hinzugekommen, mit der sich das Mikro deaktivieren lässt.

Das Lochgitter rund um den Korpus ist jetzt vollständig weiß statt grau. Durch diese leichte Modernisierung wirkt das Lautsprecherdesign noch etwas homogener und puristischer. Gleichzeitig sind die Anpassungen nicht so gravierend, dass der Sonos One aus der Reihe tanzt. Die Verwandtschaft zum Play 1 und dem gesamten Sonos-System bleibt deutlich erkennbar.

Update ist auf dem iPhone zum App-gewöhnen

Zeitgleich zur Alexa-Funktion hat Sonos auch eine neue Version der Steuer-App vorgestellt. Dabei hat der Hersteller zum einen das Layout massiv angefasst und einem noch puristischeren Look mit Schwarz und Weiß als Grundfarbe geschaffen. Zum anderen hat er die gewohnte Menüführung über den Haufen geworfen.

Statt in einer seitlichen Leiste sind die Menüpunkte jetzt am unteren Rand angeordnet. Was nach einem Detail klinkt, empfinde ich in der Praxis als gewöhnungsbedürftig. Die Umstellung gelingt mir nicht auf Anhieb intuitiv. Insbesondere der „Mein Sonos“-Tab, der die Musiksammlung bündelt, ist herausfordernd. Weil die Playlisten, Radiosender und Favoriten-Titel nun in sehr großen Icons dargestellt werden und seitlich zu durchscrollen sind, leidet die Übersicht. Im Querformat auf dem iPad sieht das zwar okay aus, aber auf dem iPhone im Hochformat schlecht. Und das nutze ich am häufigsten zur Bedienung des Sonos-Systems.

Nach etwas Eingewöhnung gelungen finde ich die neue Raumsteuerung. Damit lässt sich präzise steuern, welcher Titel wo spielen soll. Unverändert gut ist die Suchfunktion, mit der sich Titel übergreifend in allen verknüpften Audio-Diensten und dem lokalen Speicher suchen lassen. Die Auswahl an verknüpfbaren Diensten ist beachtlich. Verfügbar sind Apple Music, Spotify, SoundCloud, TuneIn, Deezer, Google Play Music, Juke, Napster, Amazon Music, Pocket Casts, Qobuz, Tidal, Aldi Life Musik und andere.

Angesichts des überdurchschnittlichen Angebots an Musikquellen und der guten Grundfunktionalität ist meine Kritik auf hohem Niveau formuliert. Insgesamt betrachte ich die App weiterhin als eine sehr ansprechende Fernbedienung für das Sonos-System, an der sich der Wettbewerb messen lassen muss. Vorerst ist die App die einzige Möglichkeit, Musik auf Sonos-Lautsprecher zuzuspielen. Für 2018 hat Sonos jedoch angekündigt, Apples überarbeitetes Audio-Protokoll Airplay 2 zu unterstützen. Inwiefern dies ohne Zusatzgeräte geht, oder ob ein umständliches Setup nötig ist, ließ Sonos bisher unbeantwortet.

Riesen-Klangspektakel auf kleinem Raum

Den Sound des Sonos One hat der Hersteller so belassen, wie ihn Nutzer vom Play 1 kennen. Das ist prima, denn an der Klangqualität der kleinsten Lautsprecherkategorie von Sonos ist rein gar nichts auszusetzen. Angesichts des begrenzten Klangkörpers spielt das Audio-System überraschend laut, wuchtig und klar auf. Einen derart raumgreifenden und gleichzeitig präzisen Bass habe ich bei noch keinem anderen Lautsprecher dieser Größe erlebt. Gleichzeitig kommen Mitten und Höhen klar verständlich rüber. Musik mit dem Sonos One zu hören, macht einfach Spaß. Weil die Hardware dem Innenleben des Play 1 entspricht, ist der Klang des Sonos One erwartungsgemäß ebenbürtig.

Bedauerlich ist, dass sich beide Modellvarianten momentan dennoch nicht zu einem Stereopaar kombinieren lassen. Für diese Funktion benötigt ihr vorerst entweder zwei Sonos One oder zwei Play 1. Möglicherweise wird Sonos diese Beschränkung mit einem künftigen Software-Update aufheben. In mein bestehendes Sonos-Setup fügt sich das Testexemplar des Sonos One ansonsten nahtlos ein. Die Übertragung ist wie gewohnt synchron und verzögerungsfrei.

Test-Fazit Sonos One

Mit dem Sonos One betreibt der Hersteller von WLAN-Lautsprechern mit Multiroom-Funktion sinnvolle Produktpflege, die den Trend zu digitalen Sprachassistenten gelungen aufgreift. Obwohl sich die Integration von Alexa offiziell noch im Beta-Status befindet, ist die Performance in meinem Praxistest schon sehr stabil. In den meisten Fällen führen die Sprachkommandos umgehend zum Ziel. Das gegenüber dem fast baugleichen Play 1 leicht aktualisierte Gehäuse ist in seinem Purismus noch einen Tick konsequenter und dürfte Fans hochwertigen Produktdesigns ansprechen.

Sonos One Test
Der Sonos One überzeugt im Test. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Klangqualität entspricht der des Play 1 und liegt damit auf sehr hohem Niveau. Wer auf die Alexa-Funktion und das neue Design verzichten kann, kann also auch guten Gewissens zu einem Play 1 greifen. Beide Modelle bleiben zum gleichen Preis von 229 Euro im Programm. Der Sonos One ist hier bestellbar. Sonos will in den kommenden Monaten übrigens ebenfalls den Sonos One um Google Assistant erweitern und damit beide führenden Sprachassistenten integrieren. Bei dem Rennen um Marktanteile im Bereich der Lautsprecher, die nicht nur smart sind, sondern auch noch gut klingen, hat sich Sonos eine vorteilhafte Startposition erarbeitet. Apple-Nutzer dürften jedoch weiter gespannt dem HomePod mit Siri entgegenfiebern, der ebenfalls auf Smartness und Klang setzt, aber – anders als Sonos und Alexa – auch Apple Music per Sprache ansteuern wird.

Sonos bei Amazon (Provisionslink)


Images by Berti Kolbow-Lehradt


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Die irrste Technik-Show der Welt: CES 2018 in Fotos und Video

CES 2018

Gleich zu Jahresbeginn stand für die Redaktion der Netzpiloten und die gesamte Technik-Branche ein wichtiger Termin an: Die größte Technik-Messe der Welt, die CES, öffnete ihre Tore für über 184.000 Besucher und 4.000 Aussteller. Ich war für euch vor Ort dabei. Dabei verwandelte sich ganz Las Vegas zum Showcase für außergewöhnliche, verrückte und innovative Technik. Denn nicht nur auf dem Messegelände im Las Vegas Convention Center empfingen Unternehmen wie Samsung, Belkin, Sony oder LG Journalisten und Technik-Interessierte. Auch in den beeindruckenden Casino-Hotels, die sich über den gesamten Strip verteilen, fanden während der CES 2018 Veranstaltungen und Presskonferenzen statt.

Ausprobiert: HTC zeigt auf der CES 2018 Virtual Reality in 4K

So präsentierte HTC während der CES 2018 im glamourösen Wynn-Hotel seine neuesten Entwicklungen in Sachen Virtual Reality. Die HTC Vive Pro kommt mit besseren Displays daher und löst nun in 4K auf. Im Test beeindruckte zwar die extrem hohe Auflösung – wer wie ich allerdings unter akuten Schwindelanfällen leidet, wenn es um VR geht, sollte sich die Anschaffung noch einmal gut überlegen. Die HTC Vive Pro lässt dem Körper kaum noch die Möglichkeit, zwischen Realem und Virtuellen zu unterscheiden. Für Schwindelfreie ist das ein absoluter Gaming-Genuss.


Mein persönliches Highlight der Messe war allerdings Samsungs Riesen-Fernseher „The Wall“. Das Besondere ist dabei allerdings nicht die enorme Größe von 142 Zoll, sondern die Möglichkeit, den Fernseher in vielen unterschiedlichen Größen zu fertigen, also maßgeschneidert auszuliefern. Wie teuer Samsungs MicroLED-Fernseher wird, steht aktuell noch gar nicht fest. Genauso steht es um den Marktstart. In meinem Hintergrundbericht zum neuen MicroLED-TV von Samsung könnt ihr noch mal alle technischen Details, die Funktionsweise der mLED-Technik und den direkten Vergleich zu OLED nachlesen.

Alexa im neuen Robo-Gewand

Besonders viel Spaß hatte ich auf dem Stand von UBTech. Dort hatte der Robotor-Hersteller ein kleines gemütliches Wohnzimmer aufgebaut. Der weiße Robotor Lynx stach dabei direkt ins Auge. Eine Stand-Mitarbeiterin verriet mir, dass im Inneren von Lynx Amazons Alexa wohnt und Befehle annimmt. Die darauffolgende Demonstration brachte den süßen Roboter zum Tanzen und mich zum Schmunzeln. Wie das aussieht, sehr ihr in unserem Highlight-Video zur CES. Wie UBTech künftig menschlich aussehende Roboter in die Heime bringt, lest ihr hier.

Lynx beherbergt Amazons Alexa und kann sogar tanzen. Image by Julia Froolyks

Nicht sehr innovativ: Stromausfall in der Central Hall

Am CES-Mittwoch passierte das, was man erstes nicht in Las Vegas und zweitens nicht auf einer Technik-Messe erwartet: Der Strom in der Central Hall fiel aus. Alle großen Hersteller wie Huawei, LG und Samsung standen komplett im Dunkeln. 40 Minuten brauchte der Messeveranstalter, um die Messestände wieder zu erleuchten und die Unternehmen aufatmen zu lassen. Huawei hatte sich indes mit batteriebetriebenen Lampen selbst geholfen, was zu einem, naja, romantischen Ambiente am Messestand geführt hatte.

Ich hatte das große Glück, von Harman auf das traditionelle CES-Konzert eingeladen zu werden. Harman ist für hochwertige mobile Lautsprecher bekannt. Niemand Geringeres als Lenny Kravitz gab im Hard Rock Hotel Las Vegas, etwas abseits des Strips, seine Hits zum Besten. Boxen der Harman-Marke JBL beschallten den Raum und liefen beim ersten Anschlag meine Haare nach hinten wehen. Ein weiteres Highlight der Abendlichen Veranstaltungen war die gigantische Pool-Party von Huawei im Schatten des legendären goldenen Mandalay-Bay-Hotels. Leider spielte das Wetter in Las Vegas nicht mit und der Pool blieb bei knapp zwölf Grad leer. Eine große Überraschung und ebenfalls ein Highlight: Hier traf ich den erfolgreichen amerikanischen Technik-YouTuber Zack, der auf seinem Kanal „JerryRigEverything“ aktuelle Smartphones extremen Härtetests unterzieht. 

CES 2018
Zack von JerryRigEverything veröffentlicht auf seinem YouTube-Kanal ausführliche Handy-Tests. Image by Julia Froolyks

Belkin bringt Edge-to-Edge-Glas für iPhone X auf den Markt

Auf dem Belkin-Stand durfte ich Prototypen von künftigen Produkten ansehen und bewerten. Außerdem hatten Messebesucher hier die Möglichkeit, ihr Smartphone mit einem 3D-Glas-Displayschutz versehen zu lassen. Mein iPhone X hat bereits vor der Messe einen Schutz verpasst bekommen, den ich bei Apple habe anbringen lassen. Ich hätte damit allerdings noch warten sollen. Wie mir ein Belkin-Mitarbeiter verriet, soll im Februar der Edge-to-Edge-Schutz auch für das iPhone X herauskommen, der das gesamte Display und nicht nur den Bildschirm bedeckt. Auch für meine Apple Watch Series 3 konnte Belkin mir einen Display-Schutz verpassen. Normalerweise stehe ich etwaigen Folien und Gläsern skeptisch entgegen. Das aufgesetzte Glas schmiegt sich allerdings sehr schlicht an. Die Touch-Funktion wird allerdings minimal beeinflusst. Ich muss mit Schutzglas etwas fester auf die Uhr drücken, um Aktionen auszuführen.

CES 2018
Am Belkin-Stand herrschte großer Andrang. Es gab kostenlosen Display-Schutz. Image by Julia Froolyks

Fazit: Die Consumer Electronics Show macht ihrem Namen alle Ehre

Die CES 2018 lieferte eine sehenswerte Technik-Show vom Feinsten. Technik-Nerds und –Journalisten kommen in der verrückten Stadt Las Vegas überhaupt nicht mehr aus dem Staunen heraus. Viele Hersteller ließen sich nicht lumpen, und tischten richtig groß auf, wenn es um die Vorstellung neuer Produkte geht. Vor allem Fernseher, Smart Home und Roboter standen in diesem Jahr ganz oben auf der Agenda. Die Messe hat mir persönlich einen grandiosen Einblick verschafft, auf welche Technologien wir uns in diesem Jahr freuen dürfen.


Images & Video by Julia Froolyks


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Highlights der CES 2018: Sprachassistenten und Roboter ziehen ins Smart Home

Highlights der CES 2018

Die weltgrößte Technik-Messe CES kennzeichnet dieses Jahr neben zahlreichen neuen Gadgets, autonomen Autos und Virtual Reality vor allem die schiere Masse an Lösungen fürs Smart Home. Wir haben uns für euch durch die Trilliarden Technik-News gewühlt. Das sind unsere Highlights der CES 2018.

Fernseher: Jetzt mit Sprachassistenten kompatibel

Smart TVs sind immer komplexer zu bedienen, weil sie so viele Funktionen erhalten haben. Dies durch Sprachsteuerung zu vereinfachen, haben zwar schon einige Hersteller versucht. Aber ohne durchschlagenden Erfolg. Jetzt soll es die Integration bekannter digitaler Sprachassistenten richten.

Ein Vorreiter ist hier LG: Neben einem aufrollbaren OLED-Screen überzeugte der Konzern die Fachpresse durch die Implementierung von beiden großen Sprachassistenten, nämlich Google Assistant und Alexa. Solltet ihr also entweder einen Google Home oder einen Amazon Echo haben, wird die Steuerung durch einfache Sprachbefehle enorm erleichtert. Auch der Google Assistant auf eurem Smartphone kann die TV-Geräte aktivieren.

LG Smart TV Google Assistant
LG Smart TVs lassen sich künftig mit Google Assistant per Sprache steuern. Image by LG Electronics

Neben grundlegenden Funktionen wie dem Wechseln des aktuellen Senders sollen bei den LG-Fernsehern auch die vorinstallierten Anwendungen bedient werden können. Die Suche nach Youtube-Videos oder Netflix-Filmen klappt bei Demonstrationen auf der CES bereits sehr gut.

Auch Samsung, der weltgrößte Produzent von Displays, lässt sich nicht lumpen und wird seine Fernseher seine zukünftig über eure Stimme steuern lassen. Allerdings nutzt Samsung die Eigenentwicklung Bixby. Der Sprachdienst der Koreaner ist seit kurzer Zeit auch auf Deutsch verfügbar, besitzt aber noch lange nicht den Funktionsumfang eines etwas länger gereiften Assistenten.

Nutzer der neuesten Galaxy-Smartphones wie etwa dem Samsung Galaxy S8 oder Note 8 dürften sich über die Einbindung von Bixby freuen. Auf anderen Smartphones ist der Dienst nicht verfügbar.

Smarte Displays ergänzen smarte Lautsprecher

Den jüngeren Hype um digitale Sprachassistenten transportieren vor allem sprachgesteuerte Lautsprecher in die Wohnungen und Häuser von Konsumenten. Nach dem Vorbild des Amazon Echo Show wird in diesem Jahr ein neuer Schwerpunkt auf smarten Displays liegen, die daher auch zu unseren Highlights der CES 2018 zählen.

Ein Beispiel ist Brilliant Control Smart Light Switch. Er wurde 2017 ursprünglich als cleverer Lichtschalter designt. Nun übernimmt der Lichtbringer Funktionen des Amazon Echo Show und wird dadurch zur Smart-Home-Zentrale. Ihr könnt auf dem hochkant montierten 16:9-Monitor die sogenannten „Display Cards“ aufrufen, die auch beim Show auf Suchanfragen gezeigt werden. Mit einem dieser besonders schlauen Lichtschalter in jedem Zimmer des Hauses ließe sich euer gesamtes Smart Home problemlos steuern, ohne auch nur einen Amazon-Echo-Lautsprecher verbaut zu haben. Das Kontrollpanel, welches zum Beispiel auch in die Wand eingelassen werden kann, kostet zum Start in den USA 199 US-Dollar. Wie der Euro-Preis aussieht, ist noch nicht bekannt.

Die AR-Brille Vuzix Blade hört aufs Wort

Nun erobern Sprachassistenten auch Headsets für Augmented Reality. Der Hersteller Vuzix integriert Alexa in seine AR-Brille namens Blade: Das beim Marktstart rund 1000 Euro kostende Gadget zeigt euch die Cards an, wie es das oben genannte Brilliant Control auch tut. Alle Sprachfragen werden durch Amazons Stimmenservices verarbeitet, die Navigation zu einem bestimmten Ort wird direkt im vor euren Augen fliegenden Display dargestellt.

Vuzix CES 2018
Das Augmented-Reality-Headset von Vuzix sieht nicht nur so aus wie eine ganz normale Brille, sondern lässt sich per Alexa-Sprachsteuerung bedienen. Image by Vuzix

Bis die Vuzix Blade auf den Markt kommt, wird noch der ein oder andere Monat vergehen. Der hohe Preis wird ein Ausschusskriterium für Privatkunden sein. Trotzdem ist die Brille eines der wenigen Anwendungsszenarien, bei denen die Implementierung von Alexa außerhalb des eigenen Heims sinnvoll ist.

Whirlpool zeigt eine komplett smarte Küche

Noch ein wenig mehr Alexa haben die cleveren Küchenzeilen des US-Herstellers Whirlpool. Die Firma setzt in die verbundenen Geräte ein Touchscreen ein, der unter anderem Rezepte und Ernährungstipps der App Yummily anzeigen kann. Zusammen mit cleveren Kühlschränken, wie Samsung sie inzwischen schon anbietet, lässt sich so eine besonders gesunde Ernährung realisieren. Denn: Yummily gibt Informationen zum Kaloriengehalt, hilft beim Einhalten von Diäten, umgeht glutenhaltige Produkte und kann mit einem verknüpften Kühlschrank ein Rezept aus den vorhandenen Zutaten zusammenbasteln.

Die per WLAN verbundenen Küchengeräte sind nicht günstig: 800 US-Dollar werden für eine Mikrowelle fällig, eine Ofenzeile wird 1950 US-Dollar kosten. Das Whirlpool-Geräte-Lineup ist in Deutschland stark eingeschränkt, deswegen gehen wir nicht davon aus, dass die smarten Geräte hier aufschlagen werden. Aber: Der Ofen und die Mikrowelle zeigen, wo der Weg hin geht und in Zukunft wird mit Sicherheit auch eine alt eingesessene Firma wie Siemens oder Bosch entsprechende Küchen-Hardware präsentieren.

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Ein smartes Haus ist nicht richtig clever, wenn es nur auf den Input vom Nutzer reagiert. Hier setzt Viaroom mit dem Home an. Das ist ein Gerät, welches ohne Display und ohne Kamera euer Verhalten im Haus analysiert. Innerhalb von 48 Stunden lernt das System euren Tagesablauf kennen. Danach automatisiert das Gadget das Haus ganz von alleine: Solltet ihr jeden Abend kurz vor der Tagesschau ein Beistelllämpchen aktivieren, lernt der Viaroom Home das und wird nach kurzer Zeit diese Lampe automatisch aktivieren, sobald ihr in den Raum geht. Der Viaroom Home ist mit den meisten gängigen Smart-Home-Systemen kompatibel. Unterstützt werden die Lösungen von Amazon und Google.

Viaroom Home
Die Box von Viaroom Home nutzt künstliche Intelligenz um das Zuhause zu automatisieren. Image by Viaroom

Smarte Lichtsteuerung für Gamer

Philips-Fernseher sind seit längerem mit Ambilight ausgestattet. Dabei reagieren Leuchtdioden auf das Display-Geschehen und beleuchten die Umgebung in gleicher Lichtfarbe. Seit kurzem passen sich auch die Lampen und Glühbirnen von Philips Hue an die Farbe des Fernsehers an. Dieses Prinzip greift nun Razer, Hersteller für Gaming-Peripherie auf und zählt damit buchstäblich zu den Highlights der CES 2018.

Gamer können sich darüber freuen, dass die bunt beleuchteten Razer-Peripheriegeräte mit dem Chroma-Protokoll demnächst auch Philips-Hue-Lampen steuern können. Dadurch ist bald die ganze Wohnung problemlos in der typisch giftgrünen Razer-Farbe beleuchtbar. Sinnvoll? Wohl kaum, aber in einigen Spielen wird das Licht der Mäuse, Tastaturen und Mauspads zum Feedback genutzt. Zum Beispiel bei Shootern: Ein Treffer kann dafür sorgen, dass die Steuergeräte kurz aufblitzen. Tun das die Hue-Lampen ebenfalls, erhöht das die Immersion auf ungeahnte Höhen.

Razers Vorstoß ist typisch für ein aktuelles Marktphänomen. Jeder Hersteller versucht, irgendwelche Smart-Home-Funktionen zu bieten. Viele werden sich nicht durchsetzen. Dennoch ist diese Entwicklung positiv. Denn gerade zum Beginn der Smart-Home-Ära gilt: Je mehr, desto besser. So kann nämlich jeder Kunde abgeholt werden und Smart Home gewinnt schnell an Akzeptanz.

Humanoide Roboter ante Portas

Staubsaugerroboter haben einen Vorgeschmack auf die automatisierte Haushaltsführung gegeben. Allmählich ist die Zeit reif für Serviceroboter mit menschlicher Form. Sie zählten zu den Highlights der CES 2018. Zu den sehr aktiven Herstellern zählt UBTech. Die Firma aus Asiens Technik-Hauptstadt Shenzhen etabliert sich seit 2012 auf dem Markt der Roboter. Unter anderem produzierte UBTech zusammen mit Disney einen per App steuerbaren Stromtrooper.

Mit dem sogenannten Walker präsentiert der Hersteller nun einen humanoid wirkenden Roboter. Er kommt zwar ohne Arme daher, ist aber eine der ersten Maschinen, die nicht auf Räder, sondern richtige Beine setzt. Die in den Beinen verbauten Motoren sind nicht komplett lautlos, lärmen aber nicht so stark wie vergleichbare Produkte. Dafür ist der Walker noch etwas wacklig auf den Beinen und fällt schneller um.

UBTech Walker CES 2018
Serviceroboter wieder UBTech Walker werden künftig eine humanoide Form haben. Image by UBTech

Der Walker soll euch im Alltag als beweglicher Terminassistent, Sekretär und Verwalter dienen. Dafür hat das hüfthohe Gadget mehrere Mikrofone und Lautsprecher verbaut. Mit den Sensoren kann der Roboter Bewegungen erkennen und Hindernissen ausweichen. Schon jetzt läuft er Treppen herauf.

Marktreif ist das Produkt noch nicht. UBTech plant einen Release im nächsten Jahr. Preislich soll der Walker die bisherigen Angebote schlagen. Wir sprechen hier immer noch von vierstelligen Summen. In wie weit der Walker 2019 mit euren Smart-Home-Geräten kompatibel ist, steht in den Sternen. Chinesische Firmen halten sich oft mit der Implementierung westlicher Standards zurück.

Die Highlights der CES 2018 sind eher Idee als fertige Produkte

Es sind weniger die fertigen Produkte, die die Highlights der CES 2018 ausmachen. Vielmehr begeistert der Marktplatz für Technik-Ideen mit Visionen, wie es in naher Zukunft zuhause aussehen könnte. In ein paar Jahren wird ein Serviceroboter in vielen Haushalten Standard sein. Die jetzigen Pionierprodukte dürften schnell intelligenter, leiser und zuverlässiger werden. Mit Ansätzen wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz wird humanoider Roboter unterstützen. Dann heißt es vielleicht „T-850, reiche mir das Salz“ und schon würzt ein Schwarzenegger-Verschnitt eure Mahlzeit in eurer automatisierten Küche, während farbige Glühbirnen eine gemütliche Stimmung für einen angenehmen Abend erzeugen.

Zu den Highlights der CES 2018 für Apple-Nutzer geht es hier entlang.


Images by CTA, LG Electronics, Viaroom, UBTech, Vuzix


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Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich

Google Home Mini vs. Echo Dot (Image by Timo Brauer)

Digitale Assistenten wie Amazons Alexa oder Google Home waren das Trendthema im Jahr 2017. Nachdem Amazon in diesem Feld lange alleine auf dem Markt war, kamen 2016 Google und einige Zeit später Microsoft und Apple hinzu. Den günstigen Einstieg bietet Amazon mit dem Echo Dot und Google mit dem Home Mini. Beide Geräte kosten rund 60 Euro und unterscheiden sich nur in der Qualität der Lautsprecher von ihren größeren Geschwistern. Doch wo bekommt man am meisten für seine 60 Euro? Ich habe beide Geräte miteinander verglichen.

Google Home Mini vs. Echo Dot: Design im Vergleich

Die Kategorie Design gewinnt Google eindeutig. Der Google Echo Dot besitzt ein einfaches Hochglanz-Plastikgehäuse in schwarz oder weiß und eine matt-schwarze Oberseite. Der Google Home Mini hingegen, ist fast vollständig mit einem rauen Stoff überzogen. Dieser ist in den Farben Karbon, Hellgrau und einem hellen Rot verfügbar. Dadurch wirkt er weit weniger technisch und lässt sich unauffälliger in der Wohnung platzieren. Durch den Stoff sind die LEDs des Google Home Mini aber nicht so gut sichtbar wie der LED-Ring vom Echo Dot. Dadurch sieht man nicht so einfach, ob der Assistent einem gerade zuhört oder nicht. Trotzdem geht der Punkt in Sachen Design hier an den Google Home Mini.

Google Home Mini
Image by Timo Brauer

Codewort: Weniger künstlich beim Echo Dot

Um den digitalen Assistenten etwas sagen zu können, muss man das Codewort sagen. Erst dadurch fühlen sich die intelligenten Sprachassistenten angesprochen. Beim Google Home Mini lautet dieser Befehl „Okay Google“ oder „Hey Google“ und beim Echo Dot „Alexa“, „Echo“ oder „Computer“. Dadurch, dass man beim Echo Dot nicht jedes Mal „Hey“ oder „Okay“ sagen muss, fühlt es sich deutlich natürlicher an, Fragen zu stellen oder seine Smart-Home-Geräte zu steuern. Hier geht der Punkt eindeutig an den Echo Dot.

Tonqualität

Die Lautsprecher des Echo Dot sind auf den Untergrund gerichtet, wodurch der Klang sich je nach Oberfläche unterscheiden kann. Doch auch bei einem optimalen Untergrund klingt der Lautsprecher des Google Home Mini deutlich besser. Zum Beschallen einer Party reicht hingegen keiner der beiden Lautsprecher aus. Beim Hören von Radio und Podcasts habe ich beim Echo Dot stets einen externen Lautsprecher verbunden. Beim Google Home Mini war das nicht notwendig. Doch hier zeigt sich auch der nächste Unterschied.

Der Echo Dot lässt sich problemlos per Klinkenstecker oder Bluetooth mit einem externen Lautsprecher verbinden. Der Google Home Mini hingegen verfügt über keinen Klinkenanschluss und lässt sich auch nicht per Bluetooth verbinden. Hier benötigt ihr zwingend einen rund 40 Euro teuren Chromecast Audio. Plant ihr also das Gerät mit einer Anlage zu verbinden, geht der Punkt an den Echo Dot, ansonsten an den Google Home Mini.

Google Home Mini
Image by Timo Brauer

Der Assistent – das steckt drin

Beide Assistenten haben mich im Test gleich gut verstanden. Nur sehr selten, zum Beispiel bei lauten Umgebungsgeräuschen, musste ich meine Fragen wiederholen. Die besseren Antworten lieferte bei Wissensfragen oder Fragen nach Öffnungszeiten von Geschäften der Home Mini. Bei der Steuerung von meinen Smart-Home-Geräten (Lampen, Heizung und Steckdosen) und Einkaufen von Lebensmitteln über Amazon Fresh hatte der Echo Dot die Nase vorn.

Ökosystem

Solange ihr euch im Google-Ökosystem befindet, kann der Home Mini seinen Heimvorteil ausspielen. Er verbindet sich problemlos mit dem Chromecast eures Fernsehers oder lässt euch die aktuelle Musik mit eurem Android-Handy steuern. Auch eure Kalendereinträge oder die Einkaufsliste werden in den entsprechenden Google-Diensten gespeichert. Beim Amazons Echo Dot hingegen könnt ihr über die sogenannten „Skills“ auf beinahe jeden Dienst zugreifen. So kann ich mir Einträge meines iCloud-Kalenders anhören oder meine Einkaufsliste mit der App „Bring“ synchronisieren. Auch für zahlreiche weitere Dienste und Minispiele sind Skills verfügbar. Sogar die Inhalte der „Täglichen Zusammenfassung“ lassen sich mit Skills personalisieren und mit den Nachrichtenquellen eurer Wahl versehen.

Google Home Mini
Image by Timo Brauer

Fazit: Beide Assistenten haben ihre Vor- und Nachteile

Eine pauschale Antwort auf die Frage, ob Google Home Mini oder Echo Dot der bessere digitale Assistent ist, kann man nicht geben. Wenn euch die Tonqualität des Lautsprechers wichtiger ist, wäre der Home Mini von Google besser für euch geeignet. Wollt ihr mit eurem Assistenten eher organisieren als Musik hören, oder ihn eher nicht mit einer bestehenden Musikanlage verbinden, ist der Echo Dot besser geeignet. Der wichtigste Punkt dürfte jedoch eure bestehenden Geräte sein. Nutzt ihr viele Google-Dienste, ein Android-Smartphone und vielleicht sogar einen Chromecast, kann der Home Mini sein Potenzial voll ausschöpfen.

Seid ihr jedoch auf anderen Plattformen wie iOS, macOS oder Windows unterwegs, und nutzt verschiedene kleinere Dienste, werdet ihr bestimmt bei den „Skills“ des Echo Dot fündig. Gerade für Windows-Nutzer wird es in Zukunft durch die Kooperation von Alexa und Cortana noch weitere Nutzungsmöglichkeiten geben. Wollt ihr etwas mehr Geld in die Hand nehmen und bessere Lautsprecher an eurem Assistenten haben, lohnt sich ein Blick auf den Google Home

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Images by Timo Brauer


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  • STREAMING sueddeutsche: Warum Streaming-Fans jetzt aufpassen müssen: Wenn es nach dem Europäischen Gerichtshof geht, soll das, zuvor eher als rechtliche Grauzone angesehene, Streaming von urheberrechtlichen Inhalten auf dubiosen Seiten nun gegen das Recht verstoßen. Wer sich zuvor also auf nicht wirklich legale Alternativen zu Netflix und Amazon Prime verlassen hat, könnte es jetzt schwieriger haben. Für Fans von Seiten wie kinox.to oder movie4k.to bedeutet das: Die Chance, abgemahnt zu werden, ist gestiegen – zuvor wurden eher die Seitenbetreiber belangt, weniger deren Nutzer.

  • STARTUP welt: Mit drei Wörtern jeden Ort auf der Welt finden: Mit drei Wörtern um die Welt – die Idee des Startups “What3words” ist es jeden Fleck Erde mit einer Drei-Wort-Kombi zu versehen. Dazu wurde der Planet in 57 Billionen drei Mal drei Meter große Quadrate eingeteilt, welchen eine einzigartige Wortkombination zugeteilt wurde. Zunächst ein kurioses Konzept, aber vor allem für Logistik-Unternehmen ein interessanter Ansatz. Nicht zuletzt die Deutsche Bahn investiert jetzt auch in das Konzept.

  • ECHO faz: Nun will Amazon auch ins Schlafzimmer: Amazon übt jetzt auch seinen Schlafzimmerblick und nimmt Einzug in die Schlafzimmer. Eine neue Version des Amazon Echo – Amazons Smart Home Device mit dem integrierten Assistenzsystem “Alexa” – soll jetzt als Helfer in Modefragen fungieren. “Echo Look” ist als eine Art digitaler Spiegel konzipiert – mit einer integrierten Kamera und mehreren LED-Lampen kann er auf Zuruf Fotos und Videos aufnehmen. Nutzer können sich vor das Gerät stellen wie vor einen Spiegel und die Fotos oder Videos dann hinterher auf ihrem Smartphone begutachten.

  • FUNK heise: Bundestag gibt grünes Licht für einheitliche Ladegeräte – Funkabschottung befürchtet: Es gibt eine neue EU-Richtlinie für alle elektrischen oder elektronischen Geräte, die über Funk kommunizieren oder Funkortung betreiben. Im Juni 2017 soll sie in Kraft treten und somit ein mögliches EU-weites Verkaufsverbot von für Geräte mit Funkverbindung. Dieses möglicherweise schon in wenigen Wochen in Kraft tretende Verbot betrifft Navigationsgeräte, Smartphones, WLAN-Router und internetgesteuerte Haushaltsgeräte oder Industriemaschinen.

  • GAMING zeit: “Portal Knights” ist Spiel des Jahres: Am Mittwochabend wurde in Berlin der Deutsche Videospielpreis verliehen, einer der renommiertesten Preise in der Branche, aufrgrund der hohen Dotierung der Auszeichnungen. Bestes deutsches Spiel – ausgezeichnet mit 110.000 Euro – wurde das Abenteuerspiel “Portal Knights” des Frankfurter Entwicklerstudios Keen Games. Zum neunten Mal wurden von einer Jury aus 50 Experten der Spielebranche sowie Vertretern der Politik und Unterhaltung die besten Entwicklungen aus der deutschen Gamer-Szene gekürt.

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  • GOOGLE googlewatchblog: Der Google Assistant steht ab kommender Woche für alle Geräte ab Android 6.0 zur Verfügung: Google will seine Machtposition als Android-Entwickler geschickt ausnutzen und wird seinen Assistenten auf vielen Android-Smartphones ab Android 6.0 installieren. Zu vermuten ist, dass sich das Unternehmen Marktanteile bei den intelligenten Assistenten sichern und das Feld nicht ganz Amazon Alexa überlassen möchte.

  • NOKIA golem: HMD Global bringt drei Nokia-Smartphones mit Android: HMD Global hat wie bereits angenommen wurde auf dem Mobile World Congress 2017 drei neue Smartphones unter der Nokia-Marke vorgestellt. Das Nokia 6 ist aus China bekannt und gelangt nun auf den internationalen Markt, neu sind die Modelle Nokia 3 und Nokia 5. Die Zielgruppe sind preisbewusste Nutzer.

  • BLACKBERRY t3n: Mittelklasse-Smartphone mit Qwerty-Tastatur: Blackberry feiert Mini-Comeback mit Keyone: Nach andauernden Verlusten und einem Rückgang bei den Marktanteilen hatte sich der Smartphone-Hersteller Blackberry im vergangenen Jahr aus der Hardware-Produktion zurückgezogen. Nun hat Blackberry sich ganz auf die Softwareentwicklung konzentriert. Der Name Blackberry erlebt in diesen Tagen ein Comeback. Im Vorfeld des MWC hat der chinesische Konzern TCL mit dem Keyone ein neues Smartphone vorgestellt, das in der Blackberry-Tradition stehen soll.

  • SAMSUNG mobiflip: Samsung Galaxy Book offiziell vorgestellt: Auf dem MWC hat Samsung das neue Galaxy Book, ein Windows-10-Tablet vorgestellt, welches mit einer Tastatur und einem neuen S Pen daher kommt. Das Galaxy Book kommt zur Jahresmitte in zwei Größen auf den Markt und zwar in 12 Zoll sowie 10,6 Zoll. Die Eckdaten der beiden Geräte unterschieden sich dabei etwas.

  • ÜBERWACHUNG heise: CDU-Experte: BND-Überwachung von Medien hatte bereits Konsequenzen: Dass der Bundesnachrichtendienst früher auch ausländische Medien ins Visier genommen hat, sorgt für Kritik von Journalisten-Organisationen und Opposition. Koalitionsleute versuchen, die Aufregung zu dämpfen.
    Der Geheimdienstexperte der Union Clemens Binninger (CDU) hatte sich verwundert über den Aufschrei der Opposition geäußert. Das Parlamentarische Kontrollgremium für die Geheimdienste habe schon Mitte 2016 in einem öffentlichen Bericht dargelegt, „dass in der Vergangenheit auch Medien in die strategische Fernmeldeaufklärung geraten waren“.

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