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Die Arcade Virtual Reality Lounge bietet fantastische 3D-Welten

Virtual Reality hat ein ganz neues Gamingerlebnis zu uns gebracht. Die Möglichkeit, via VR-Brillen in den eigenen vier Wänden in die 3D-Spielwelten zu tauchen, hat das das Gaming, so wie wir es kennen, wohl endgültig revolutioniert. Etwa zeitgleich schossen diverse VR-Zentren und VR-Arenen aus dem Boden. Für – teilweise nicht wenig – Geld kann man sich mit Freunden in großen Zimmern aufhalten und VR-Welten erkunden. Gerade mit Freunden macht das einen Riesenspaß. In der Arcade Virtual Reality Lounge in Kassel wird dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt.

VR-Vergnügen in Gruppen

In der Arcade Virtual Reality Lounge können VR-Fans sich mit Gruppen so richtig austoben. Ausgestattet mit Rucksack und Laserwaffen, bietet die 130m² große Fläche ein einzigartiges Spielvergnügen. Genau wie in kleineren VR-Zentren, können Begleiter das Geschehen auf den Monitoren verfolgen. Für Spieler wirkt das Ganze aber noch um einiges echter.

Die große Spielfläche ist eigentlich für das bloße Auge ziemlich leer und dunkel, bedeutet aber für die Spieler ein Wahnsinns Spielerlebnis. Der hallenähnliche Kellerraum in einem Kasseler Hinterhofgebäude verwandelt sich beim Aufsetzen der VR-Brillen unter anderem in ein Raumschiff. Verschiedene Spielstationen ermöglichen den Spielern entweder in Gruppen anzutreten oder Wettkämpfe auszutragen, gegen Zombies zu kämpfen oder einen virtuellen Jahrmarkt zu besuchen.

Wer und was steckt dahinter?

Hinter der Arcade Virtual Reality Lounge verbergen sich Dariusz Kaleta, Kai Schiek und Hüseyin Uzun. Das Startup findet seinen Ursprung 2017 in Bad Hersfeld und zog kurze Zeit später, als sie merkten, dass vor Ort der Kundenmarkt nicht groß genug war, in die Nähe des Kasseler Bahnhofs.

Hier erleben Spieler einen 130 m² Free Walkeinen der ersten aus ganz Deutschland. Möglich macht das freie Bewegen der Rucksack-PC, den ihr auf dem Rücken bei euch tragt. Ein spezielles Kamerasystem überträgt die Bewegungen des Spielers, sodass ihr euch in Echtzeit bewegen könnt. Die Laufwege sind besonders gestaltet, wodurch die VR-Welt unendlich erweitert wird. Zusätzlich erhaltet ihr einen Controller zum Spiel. Selbst das Gewicht des Controllers und das haptische Feedback vermitteln euch ein unglaublich echtes Gefühl beim Spielen.

In der VR Lounge steht vor allem das Miteinander im Vordergrund. Bei gemütlichem Ambiente und kalten Getränken können Spieler die gesamte Lounge buchen und bis zu vier Stunden in VR-Welten abtauchen.

Im Tower Tag geht es um Wettkämpfe. Kämpft gegen Freunde oder Fremde im Turniermodus, in Gruppen wie zwei gegen zwei oder drei gegen drei. Ziel ist es hier, von einer Plattform auf die nächste zu kommen und Gegner abzuschießen. Neben Shooter-Fans werden auch e-Sport-Begeisterte hier auf ihre Kosten kommen, wobei ihr eine Mannschaft bildet und an Turnieren teilnehmt.

Einfach mal in andere Welten abtauchen

Wer sich unbedingt diesem Spieleerlebnis hingeben möchte, der kann das natürlich zu verschiedenen Anlässen tun. Bestens geeignet sind hierfür Junggesellenabschiede, Geburtstage oder auch Betriebsausflüge. Allerdings lohnt es sich auch einfach mal so vorbeizuschauen und sich dort ein paar erlebnisreiche Stunden zu bescheren. Hierfür bietet die Arena in Kassel verschiedene Preise und Buchungspakete an.

Auch in Mönchengladbach und in Hofheim könnt ihr Virtual Reality und spannende 3D-Welten erleben, müsst hier allerdings auf den Free Walk verzichten.


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Facebook launcht 3D-Fotofunktion

Facebook 3D-Fotofunktion

Nun kommt auch die Virtuelle Realität in die sozialen Netzwerke. Facebook launcht seine 3D-Fotofunktionen und bietet seinen Nutzern jetzt noch mehr attraktive Inhalte. Bereits im Mai kündigte Facebook diese Funktion an und nun könnt ihr euren Bildern ganz leicht einen dreidimensionalen Effekt verleihen. Ein Algorithmus fügt mit speziellen Berechnungen fehlende Informationen hinzu, die aus euren Fotos eine Art Wackelbild mit 3D-Effekt machen.

KI identifiziert und erstellt Tiefenebenen

Zur Erstellung der 3D-Fotos verwendet Facebook einen Algorithmus, der die Entfernung zwischen den Bildbestandteilen ermittelt. Um ein 3D-Bild erstellen zu können, funktioniert die Technik am besten mit einer Smartphonekamera, die mit zwei Objektiven ausgestattet ist. Laut Facebook funktioniert das mit den iPhone-Modellen 7+, 8+, X oder XS. Eine Künstliche Intelligenz identifiziert die verschiedenen Tiefenebenen bei einem 3D-Foto und wandelt diese um. So erzeugt die Technik auf euren Bildern einen Eindruck von Tiefe.

Um ein dreidimensionales Foto bei Facebook erstellen zu können, wählt ihr über die Auswahl beim Posten eines neuen Beitrages die 3D-Funktion aus. Ihr könnt euer 3D-Foto, wie jedes andere, im Newsfeed teilen. Wenn ihr durch euren Newsfeed scrollt, seht ihr die automatisch animierten Fotos. Das Foto wird zudem auch vertikal animiert, wenn ihr das Smartphone nach links oder rechts bewegt. Auch mit VR-Headsets sollen die 3D-Fotos zu betrachten sein.

Tipps, um die besten 3D-Fotos zu erstellen

Facebook erstellt ein optimales Bild, wenn ihr einen Abstand von circa einem Meter zu eurem Foto-Objekt habt. Facebook hat zudem in einem Blogbeitrag bekanntgeben, dass die Sichtebenen besser abgesetzt werden, wenn sich die Bildobjekte farblich deutlich voneinander unterscheiden. Noch mehr von dem 3D-Effekt bei euren Bildern habt ihr, wenn ihr darauf achtet, dass euer Motiv kontrastreiche Farben aufweist. Wenn ihr transparente Objekte vermeidet, wie zum Beispiel Glas oder durchsichtigen Kunststoff, wird euer 3D-Foto besonders gut.

Mit Android-Smartphones funktioniert die 3D-Fotofunktion leider noch nicht. Auch bei den Vorgängermodellen des iPhone 7+ gibt es noch Schwierigkeiten.


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Vuze Camera im Test: 360-Grad-Videos mit 3D-Effekt

Vuze Camera Test (Image by Berti Kolbow-Lehradt)

Seit es 360-Grad-Kameras gibt, ist es sehr leicht, visuelle Erinnerungen als begehbares Kugelpanorama festzuhalten. Eine immer größere Auswahl an erschwinglichen und leicht zu bedienenden Modellen ermöglicht es Betrachtern, sich per VR-Brille in den Aufnahmen zu bewegen und diese so zu erleben, als wären sie dabei gewesen. Doch geht es nach dem Hersteller Humaneyes Technologies, fehlt es den gängigen 360-Grad-Kameras für Konsumenten an wirklicher räumlicher Tiefendarstellung. Und 3D-taugliche Modelle, die das beherrschen, kosten oft so viel wie ein Kleinwagen. Mit der Vuze Camera will der Hersteller diese Lücke schließen.

Mithilfe von acht Objektiven und Bildsensoren produziert die Vuze Camera sehr hochauflösende Bilder im 4K-Standard mit stereoskopischen 3D-Effekt, der für ein noch realistischeres Mittendrin-Gefühl sorgen soll. Zu einem Preis von 995 Euro ist sie kein Mainstream-Produkt im engeren Sinn, unterbietet professionelle Kamera-Setups aber erheblich. Daher vermarktet Humaneyes die Vuze Camera als disruptive Innovation im Konsumentenmarkt. Sie soll Nutzern ein VR-Erlebnis bieten, dass viel näher an die Wahrnehmung des menschlichen Auges herankommt, und gleichzeitig so einfach zu produzieren ist, wie mit einer üblichen 360-Grad-Kamera, erklärte mir Geschäftsführer Jim Malcolm auf der IFA 2017 in Berlin. Als einer der ersten deutschen Journalisten erhielt ich ein Testgerät, um mir selbst ein Bild von der Vuze Camera zu machen.

CD-Player mit acht Augen

Äußerlich sehe ich der Vuze Camera die High-Tech-Fähigkeiten nicht an. Mit dem verspielten Plastik-Look eines tragbaren CD-Spielers aus den 1990ern weicht sie von der Gehäuseform der meisten 360-Grad-Kameras stark ab. Im Gegensatz beispielsweise zur Insta360 Nano oder Gear 360 passt sie auch nicht in die Hosentasche. Mit Maßen von 12 x 12 x 3 Zentimetern und einem Gewicht von rund 470 Gramm ist sie dafür einfach zu sperrig.

Der Platzbedarf ist einem hochgerüsteten Optik-Setup geschuldet. Denn statt zwei Fisheye-Objektiven wie die meisten gängigen 360-Grad-Kameras enthält die Vuze acht Ultraweitwinkel-Linsen mit 180 x 120 Grad Bildwinkel. Jeder Aufnahmeeinheit steht zudem ein separater Bildsensor mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixeln) vom Typ Sony IMX408 zur Seite. Wer mit der Vuze Camera Videos und Fotos aufnimmt, erfasst deshalb ein Vielfaches an Bilddetails, aus denen die Software später leichter Tiefeninformationen errechnen kann.

Filmen und Fotografieren im Blindflug

Aufnahmen erstelle ich mit der Vuze Camera wie mit jedem herkömmlichen Modell. Entweder bediene ich sie über die wenigen Tasten am Gehäuse oder über die kostenlos nutzbare Steuer-App für Android und iOS. Letzteres bietet sich an, wenn man die Kamera fernbedienen möchte, um nicht selbst im Bild zu sein.

Vuze Camera
Die Vorschau in der Android-App zeigt nur einen sehr kleinen Bildausschnitt, keinen 360-Grad-Blick. Image by Berti Kolbow-Lehradt

In beiden Fällen agiere ich im Blindflug. Denn das Kameragehäuse bietet wie üblich kein Display, über das ich die Aufnahme kontrollieren könnte. Und die App zeigt regulär noch kein Live-Bild an. Zwar lässt sich in der Android-Variante optional eine Vorschau aktivieren, doch die zeigt nur die Weltsicht eines der acht Objektive an und ermöglicht angesichts dieses kleinen Bildausschnitts lediglich eine sehr vage Orientierung. Eine umfassendere Vorschaufunktion will Humaneyes in naher Zukunft per App-Update nachliefern.

Vuze Camera App
App für Android. Screenshots by Berti Kolbow-Lehradt

Punktuelle App-Abstürze beim Aufnehmen von Fotos unterstreichen, dass die Software noch weiteren Feinschliff benötigt. Auch bei der Aktivierung der Funkverbindung zwischen Vuze und Smartphone wünsche ich mir einen bequemeren Vorgang. Denn jedes Mal, wenn ich die Kamera einschalte, muss ich manuell die WLAN-Taste hinter einer fummeligen Abdeckung am Gehäuse und das Netz im Smartphones aktivieren. Automatisch klappt die Verbindung nicht. Dieser defensive Funkeinsatz mag zur Schonung des Energieverbrauchs dienen. Eine Ladung des 3.700-mAh-starken Akkus ermöglicht nämlich in meinem Praxistest deutlich weniger als die vom Hersteller angegebenen zwei Stunden Aufnahmedauer.

Ein Akku-Pack unterwegs dabei zuhaben, schadet also nicht. Der Kauf eines zusätzlichen Stativgriffs ist ebenfalls zu empfehlen. Der im Lieferumfang enthaltene Griff ist sehr kurz und bietet kaum Stabilität. Positiv ist, dass Staub und Spritzwasser dem IP64-zertifizierten Gehäuse nichts anhaben können.

Vuze Camera
Der kleine Stativgriff aus dem Lieferumfang (rechts) sorgt für wenig Stabilität. Ein Extra-Griff (links) ist praktischer. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Der PC wird zum Nähkästchen

Während bei herkömmlichen 360-Grad-Kameras das Bearbeiten und sofortige Teilen der Aufnahmen an Ort und Stelle mit dem Smartphone erfolgen kann, geht bei der Vuze Camera ohne einen Gang zum PC derzeit nichts. Nur die herstellereigene Software Vuze VR Studio ist in der Lage, die acht Full-HD-Einzelbilder zu einer 4K-Gesamtaufnahme „zusammenzunähen“ und in gängige Ausgabeformate abzuspeichern. Übertragen kann ich sie wahlweise per USB-Kabel oder mit einer MicroSD-Karte, auf der die Vuze die Dateien speichert.

Vuze Camera
Aufnahmen speichert die Vuze Camera auf einer MicroSD-Karte. Image by Berti Kolbow.-Lehradt

Eine Lizenz für die Windows-Software ist im Kauf der Kamera enthalten. Sie verlangt sehr schnelle und aktuelle Hardware. Eine Virtualisierung auf zwei älteren Macs scheitert daher, eine native Mac-Anwendung soll in Kürze folgen. Auf einem hochgerüsteten Microsoft Surface Studio lässt sich das Programm erst nach einem Grafikkarten-Treiberupdate starten, läuft dann aber problemlos. Das Rendern der Videos braucht angesichts der Datenfülle dennoch seine Zeit. Eine Minute Laufzeit erfordert rund eine Minute Verarbeitungszeit.

Vuze VR Studio
In der PC-Software Vuze VR Studio werden Videos und Fotos zusammengefügt. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Neben dem Stitching der Bilder bietet das Vuze VR Studio auch die Möglichkeit, die Blickachse zu zentrieren, falls die Aufnahmeeinheiten, die die Kamera als Frontobjektive verortet, nicht auf das Hauptmotiv ausgerichtet waren. Zudem lassen sich in einem Untermenü typische Übergangsfehler manuell korrigieren und Belichtungsunterschiede angleichen.

3D-Effekt bringt subtilen Vorteil

Am PC erstelle ich zwar den stereoskopischen 3D-Effekt, kann ihn dort aber nicht anzeigen. Um daher die Ergebnisse zu betrachten, übertrage ich die Videos vom Rechner in den Speicher eines Smartphones und montiere dieses in eine VR-Brille. Zum Abspielen nutze ich unter Android den Go VR Player. Für die richtige Darstellung wähle ich die Option „360 T/B“ aus.

Die Vorarbeit hat sich durchaus gelohnt: Auf dem Full-HD-Display eines Huawei Mate 9 betrachtet, wirken die Aufnahmen der Vuze Camera etwas räumlicher und realistischer als die Ergebnisse aus anderen 360-Grad-Kameras, die ich kenne. Jedoch ist die Wirkung subtil und kann für sich allein keinem Video einen Wow-Effekt verleihen. Aber ohnehin qualitativ hochwertigen Streifen kann der 3D-Effekt noch ein i-Tüpfelchen aufsetzen, wie ich anhand von Demo-Videos auf der IFA 2017 erlebt habe. Im Showroom auf der Webseite und auf dem eigenen YouTube-Kanal bietet Humaneyes entsprechende Clips an. Noch besser zur Geltung kommen dürfte der 3D-Effekt, wenn Smartphone-Displays bzw. die integrierten Bildschirme in VR-Headsets wirklich 4K auflösen können. Denn je schärfer und detailreicher das Video, desto leichter lassen sich Tiefenunterschiede erkennen.

In den weiteren Video-Kriterien leistet das Vuze-System ordentliche Arbeit. Das „Vernähen“ der Einzelbilder gelingt ihm bei zunehmender Entfernung gut, nur bei ganz nahen Objekten erkenne ich zum Teil deutliche Übergangsfehler. Farbwiedergabe und Belichtungsunterschiede managt es tadellos. Allerdings neigen die Aufnahmen zur leichten Unterbelichtung. Die insgesamt vier integrierten Mikrofone, von denen jeweils eins an jeder Gehäuseseite angebracht ist, erledigen den Job. Nur der Lautstärkepegel dürfte gern etwas lauter sein.

Fazit: Vuze Camera hat 3D-VR im Griff, braucht aber Usability-Feinschliff

Die Vuze Camera ist ein interessantes Stück Aufnahmetechnologie und steht für den nächsten Evolutionsschritt bei VR-Videos. Das VR-Erlebnis durch einen stereoskopischen 3D-Effekt voranzutreiben, ist ein begrüßenswerter Ansatz von Humaneyes. Er wird aber derzeit noch von der ausbaufähigen Auflösung in VR-Displays limitiert. Daher bleibt der Vorteil subtil. Den Mehrwert erkaufen Konsumenten nicht nur mit einem hohen Preis, sondern auch einer voraussetzungsreichen Bedienung.

Denn die Vuze Camera ist schwerer und unhandlicher als die meisten herkömmlichen 360-Grad-Kameras. Außerdem lässt sie per App mangels vollwertiger Live-Vorschau noch nicht so praktisch bedienen wie vergleichbare Produkte. Die Aufnahmen erst am PC bearbeiten und dann wieder zum Smartphone transportieren zu müssen, widerspricht zudem der Bequemlichkeit, die viele Verbraucher inzwischen gewohnt sind.

Während Humaneyes die 3D-VR-Technik schon gut im Griff hat, wäre eine leichtere und vor allem App-zentrierte Bedienung wünschenswert. In Sachen Usability ist die Vuze Camera daher ein typisches Pionierprodukt, das noch ein bis zwei Generationen benötigt, um für die Masse attraktiv zu sein. Berücksichtigt man dann noch den aus Konsumentensicht gehobenen Kaufpreis von rund 1000 Euro, ist die Vuze Camera vorerst experimentierfreudigen Filmemachern und Technik-Enthusiasten zu empfehlen. Die Vision von 3D-VR-Videos für alle ist daher noch keine Realität. Aber einen Blinzler kann man mit der Vuze Camera schon in diese Zukunft werfen.

Vuze Camera
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Images by Berti Kolbow-Lehradt


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Wie ein Raketenmotor aus dem 3D-Drucker eine neue Ära der Raumfahrt einläutet

Raketenstart (adapted) (Image by WikiImages [CC0 Public Domain] via pixabay)

Die Rakete, die am 25. Mai von Neuseeland aus ins All geschossen wurde, ist etwas ganz Besonderes: Sie ist nicht nur die erste Rakete, die von einem Privatgelände aus gezündet worden ist, sondern auch die erste, die von einem Motor angetrieben wird, der fast ausschließlich aus dem 3D-Drucker kommt. Das mag vielleicht die Erwartungen nach Schlagzeilen erste Rakete aus dem 3D-Drucker im All, die viele Medien veröffentlicht haben, nicht ganz erfüllen, zeigt aber, wie ernst diese Technik von der Raumfahrtindustrie genommen wird.

Die Teammitglieder, die hinter der Electron-Rakete der US-Firma RocketLab stehen, sagen, dass der Motor innerhalb von 24 Stunden gedruckt wurde und dass er die Effizienz und Leistung anderer Systemen übertrifft. Es gibt noch nicht viele Informationen über die genauen Details der im 3D-Verfahren gedruckten Komponenten, aber es ist wahrscheinlich, dass viele von ihnen in Richtung minimales Gewicht bei gleichbleibender struktureller Leistung designed wurden, während andere Teile optimiert wurden, um einen effizienten Durchlauf von Flüssigkeiten aufrechtzuerhalten. Die Vorteil daran, das Gewicht zu reduzieren und komplexe Designs erschaffen zu können, sind wohl die wichtigsten Gründe dafür, dass der 3D-Druck sein wichtigstes Anwendungsgebiet in der Raumfahrt finden könnte – inklusive dramatischer Auswirkungen.

Die Technologie, die man umgangssprachlich als 3D-Drucker bezeichnet, kann höchst komplizierte Formen produzieren. Zum Beispiel waren wir in der Lage, Gitterstrukturen exakt so zu produzieren, dass sie weniger Gewicht aufweisen als zuvpr, aber genau so robust sind wie ähnliche, feste Komponenten. Das ermöglicht die Produktion optimierter, leichter Teile, die vorher nicht kostengünstig genug herzustellen waren.

Das Mikrogitter von Boeing ist ein Extrembeispiel: Das mechanische, feste Gerüst besteht zu 99,9 Prozent aus Luft. Nicht alle 3D-Druckprozesse können solch komplexe Dinge produzieren, aber auch Gewichtseinsparungen von ein paar Prozent machen in der Luftfahrt einen großen Unterschied im Spritverbrauch.

3D-Druck funktioniert meist am besten in der Produktion von vergleichsweise kleinen, komplizierten Teilen, da in der Produktion von größeren Teilen die hohen Material- und Verarbeitungskosten überwiegen. Zum Beispiel kann ein neuer Stutzen das Mischen von Treibstoffen in einem Motor optimieren, was zu einer höheren Effizienz führt. Die Oberfläche eines Hitzeschildes zu vergrößern, indem man eine strukturierte statt einer glatten Oberfläche produziert, kann dazu führen, dass die Hitze wesentlich effizienter abtransportiert und somit die Gefahr der Überhitzung deutlich minimiert wird.

Auch der Abfall kann durch die Technik reduziert werden – das ist wichtig, da besonders in der Raumfahrt teure und seltene Materialien verwendet werden. 3D-Druck kann auch ganze Systeme auf einmal produzieren, statt sie aus vielen Teilen zusammenzusetzen. Zum Beispiel konnte die NASA die Anzahl der Komponenten eines ihrer Injektoren für eine Rakete von 115 auf nur noch zwei Stück verringern. Außerdem können 3D-Drucker auch geringe Stückzahlen fertigen – was in der Raumfahrtindustrie wichtig ist – ohne gleich teure Herstellungswerkzeuge fertigen zu müssen.

Im Orbit

3D-Drucker finden auch im All ihren Platz, wo es in tausenden Kilometern Entfernung schwierig ist, viele Teile mitzunehmen und Ersatz zu organisieren. Es gibt bereits einen 3D-Drucker auf der Internationalen Raumstation ISS, der es den Ingenieuren ermöglicht, ein Design zu schicken, das die Astronauten ausdrucken können.

Der momentante Drucker arbeitet nur mit Plastik, also wird er hauptsächlich zum Werkzeugmachen verwendet oder für Einweg-Ersatzteile von Komponenten, die schnell kaputt gehen wie Türgriffen. Aber sobald 3D-Drucker auch andere Materialien unkompliziert verarbeiten können, werden wir einen weiteren Anstieg in ihrer Verwendung sehen. Eines Tages werden die Leute im All sogar ihr eigenes Essen und biologisches Material produzieren können. Recycling könnte auch die kaputten Teile wieder zu Rohstoffen für 3D-Drucker machen.

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Astro-Drucken. Image by Barry Wilmore/NASA

Wenn man noch weiter in die Zukunft blickt, könnten 3D-Drucker sogar nützlich sein, um Kolonien zu bauen. Am Mond gibt es beispielsweise kaum traditionelles Baumaterial, aber die Europäische Agentur für Raumfahrt (ESA) hat bewiesen, dass Sonnenenergie die Produktion von Ziegeln aus Mondstaub antreiben kann – ein erster Start für ein solches Unterfangen. Forscher untersuchen nun, wie man 3D-Druck auf dieser Idee aufbauend verwenden und komplett gedruckte Gebäude auf dem Mond entwickeln kann.

Um diese Ideen in die Realität umzusetzen, wird weitere Forschung, verbesserte Materialien und Prozesse nötig sein – nur so können Komponenten den extremem Konditionen im All standhalten. Ingenieure werden auch an optimierten Designs arbeiten müssen und Methoden finden, die 3D-gedruckten Teile einer Sicherheitskontrolle zu unterziehen. Auch die Schwerkraft – oder eher ihre Abwesenheit – ist eine Herausforderung an die Technologie: Viele Prozesse verwenden aktuell Pulver oder Flüssigkeiten als Rohstoffe – daher wird bei fehlender oder geringer Schwerkraft einiges an Tricks aufgewendet werden, um 3D-Druck zu ermöglichen.

Möglicherweise werden auch neue Materialien und Technologien erforderlich sein. Aber die Forschung geht weiter und 3D-Druck wird immer mehr im All einsetzt werden – auch wenn ein komplett gedrucktes Raumfahrzeug in nächster Zeit noch nicht ins All starten wird. Da ist noch Luft nach oben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Raketenstart“ by WikiImages (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Netzpiloten sind Partner des make MUNICH Festival

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In München findet am 06. und 07. Mai das make MUNICH Festival statt. Das Festival richtet sich an sogenannte „Maker“ und bietet eine Bühne für Erfindungen, Projekte, Technologien und die neue, inklusive und wissensteilende Maker-Innovationskultur.

Making Connections

Bei dem Festival, das 2017 schon zum vierten Mal stattfindet, erwarten euch 150 Aussteller, die sich als „Maker“ bezeichnen. Das sind kreativen Pioniere, die digitale Werkzeuge wie 3D-Drucker, Laser-Cutter und Micro-Controller nutzen, um innovative Dinge zu erfinden, zu entwickeln und zu produzieren. Es werden mehr 10.000 technikaffine, umweltbewusste, kreative und innovationsbegeisterte Besucher und Maker aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien erwartet. Das Motto lautet dieses Jahr „Making Connections“. Themen, die immer wieder im Zentrum des Interesses der Makerbewegung stehen, sind:

  • Elektronik und Internet of Things (IoT)
  • 3D Druck
  • digitale Tools
  • Robotik
  • Maker-Startups
  • FabLab/Makerspace Communityarea

Die Veranstaltung findet in der Zenithhalle in München statt. Hier könnt ihr euch eure Tickets sichern.

+++ Ticketverlosung +++

Wir verlosen 2×2 Tickets. Schnell sein lohnt sich also! Tragt hier eure Daten in das Formular ein und gewinnt mit etwas Glück die Tickets!

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • 3D-DRUCK wired: Lässt sich der perfekte Mensch bald ausdrucken?: Das Ganze hat sogar einen Namen: Tissue Engneering. Der Terminus beschreibt den Vorgang, bei dem beispielsweise per 3D-Druck Organe hergestellt werden, so beispielsweise menschliche Haut oder in Harvard sogar ein schlagendes Herz. Die Brandenburger Viola und Marcel Pfützner sind Teil der Medizinischen Modellbau Manufaktur und mischen jetzt im 3D-Druck-Markt mit. Mit den Kollegen von Wired haben die beiden über 3D-Druck und den perfekten Menschen gesprochen.

  • WINDOWS t3n: Windows 10: Microsoft bestätig zweites großes Update für 2017: Microsoft-Entwickler Rafael Rivera hat auf einer offiziellen Präsentation des Unternehmens bekannt gegeben, dass das erste Windows 10 Update des Jahres, das „Creators Update“ oder Redstone 2, zum Ende des 1. Quartals in die Pilotphase gegeben werden soll. Jetzt wurde auch ein zweites Update angekündigt, welches im Herbst ausgeführt und etwa im Oktober oder November in finaler Version veröffentlicht. Das Windows-10-Redesign wird bestätigtermaßen mehr Simplizität und Konsistenz bringen. Erste Screenshots sind bereits geleakt und zeigen, wohin die Reise gehen wird.

  • AV-Software sueddeutsche: Diese Antivirenprogramme empfiehlt Stiftung Warentest: Da hat man einmal nicht aufgepasst und schon hat man sich etwas eingefangen und das gilt für Viren aller Art, ob analog oder digital. Aber auch für Letztere gibt mehr als genug Software, um gegen sie anzugehen. Die Stiftung Warentest hat 17 von diesen auf Herz und Nieren getestet. Eine Aktion, die in der IT-Welt auf keine Begeisterung gestoßen ist. Der ehemalige Firefox-Entwickler Robert O’Callahan wütete erst gegen kostenpflichtige Antivirenprogramme und riet sich auf die Windows 10 Bordmittel zu verlassen. Eine These, die die Stiftung in ihrem Test widerlegte.

  • App golem: Diese App macht das Smartphone zum Spektrometer: Ist das wirklich bio oder steht das nur so drauf? Eine App soll jetzt herausfinden, wie bio Bio-Artikel wirklich sind. Forscher des Virtual Development and Training Center des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung haben jetzt die App “HawkSpex mobile” vorgestellt. Sie macht aus dem Smartphone eine Hyperspektralkamera beziehungsweise Lichtspektrometer, das die chemische Beschaffenheit von Objekten erkennt. Sie analysiert, wie ein Objekt verschiedenfarbiges Licht reflektiert und schließt aus dem „spektralen Fingerabdruck“ auf die chemische Zusammensetzung des Objekts.

  • HACKING heise: Macchina M2: Hardware zum Car-Hacking auf Kickstarter: Das Unternehmen Macchina stellt auf Kickstarter jetzt den OBD-Dongle M2 vor, eine Hardwareplattform für die Fahrzeugdiagnose und das Hacking von Diagnose- und Fahrzeugparametern. Daten vom eigenen Auto auslesen und zurück senden – mit der Hardware-Plattform vom Macchina M2 soll das insbesondere für Arduino-Fans möglich werden. Für die Realisierung suchten die Initiatoren bei Kickstarter nach Unterstützern, die das Projekt mit 25.000 US-Dollar bis zum 23. März 2017 finanzieren. Einen Monat vor Ablauf der Frist wurde das Ziel nun bereits überschritten.

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Momente in 360-Grad-Fotografie festhalten- Die Essener Firma 360ties zu Besuch in Dubai

republik-dominikaner-image-by-omarmedinafilms-via-pixabay

Vor der Weltraum-Fotowand reihen sich Kamera an Kamera – der „Twister“, so wie es in 360ties-Fachsprache heißt, lichtet die springenden, lachenden und gestikulierenden Besucher des Youtube-Events in Dubai mit einem einfachen „Klick“ aus 19 verschiedenen Perspektiven ab. Wenige Sekunden später sieht man das Resultat der blitzschnellen „One-Shot-Technologie“: „360ties“ friert Momente in einem 360-Grad-Winkel ein – ähnlich, wie man es aus Filmen wie Matrix kennt. Diese faszinierenden, dynamischen Aufnahmen können direkt vom Event aus schnell und einfach auf allen Social Media geteilt werden und fleissig Likes sammeln.

360-Grad-Fotografie aus Leidenschaft

Dirk Blanke, der geschäftsführende Gesellschafter der Essener Firma, treffe ich bei der Eröffnung des #YoutubeSpaceDXB in der Alserkal Avenue in Dubai. Der gelernte Werbefotograf begeisterte sich schon vor 15 Jahren für 360-Grad-Fotografie, aus der sein Geschäftsmodell im Jahre 2008 entstand. Mittlerweile vertrauen Kunden wie Youtube, H&M, Phillips, Huawei oder auch SAP auf 360ties, das seit 2012 besonders in der Event-Fotografie unterwegs ist.

„Alle wollten es ausprobieren!“

Der 53-jährige freute sich über deutschen, journalistischen Besuch und plauderte für Netzpiloten aus dem Nähkästchen: „Der Weg von 360ties in die Eventfotografie ist aus einer witzigen Begebenheit entstanden. Einmal haben wir ein ganz normales Werbe-Shooting mit unserer 360-Grad-Technik gemacht, für die ich das Konzept eigentlich entwickelt habe. Kaum waren wir mit unserem Model fertig, kamen alle anderen Anwesenden im Raum angelaufen – die Visagisten, Ausstatter und sogar der Taxifahrer. Sie wollten alle in unseren Fotoaufbau rein und die 360-Grad-Fotografie austesten. Und da habe ich gemerkt, dass nicht nur das Endprodukt toll ist, sondern auch der Foto-Aufbau die Menschen anzieht. Sie betreten die Fläche und sofort entsteht eine Interaktion. Sie lachen, springen und gestikulieren von ganz allein.“

 

Ein Effekt, den man auch auf dem #YoutubeSpaceDXB-Event in Dubai beobachten kann. Immer wieder wird das Interview unterbrochen, da Neugierige Fragen stellen und sich in dem „Weltraum“ ausprobieren möchten.

Social-Media-Tauglichkeit durch automatisierte Verarbeitung

Um ihren Aufbau Event-tauglich zu gestalten, arbeiteten 360ties besonders an einer schnellen und einfachen Social Media-Anbindung : „Wir haben das Konzept so technisch aufbereitet, dass das Ganze automatisiert abläuft und wir damit nach hinten hinaus keine Nachbearbeitungszeit haben. Wir produzieren einen Content, der dann jeweils für das Event auf einem Server abgelegt werden muss. Für das heutige YoutubeSpaceDXB- Event haben wir passend zu der Veranstaltung einen Youtube-Kanal angelegt. In der Regel können wir 30 Sekunden, nachdem das Foto geschossen wurde, das 360-Grad-Foto uploaden und nach zwei bis drei Minuten sind sie dann online schon verfügbar. Je nach Social-Media können dann die Fotos in unterschiedlichen Formaten heruntergeladen werden- sei es als GIF oder Video. Wir sind für alle Social Media interessant.“

Die Momentaufnahmen lohnen sich für Firmen. Lachend erzählt Dirk Blanke, dass seine Videos bei der letzten Veranstaltung im Like-Ranking direkt nach den Beauty-Videos von Bloggern kamen. „Fingernägel ziehen bei Videos anscheinend immer, aber direkt danach kommt unsere 360-Grad-Fotografie, die durch ihre Dynamik einfach fasziniert.“

Ob mit dem platzsparenden „Twister“, der bei dem #YoutubeSapceDXB zur Anwendung kam, oder dem 360ties Booths, der durch Design und Aufbau auf jedem Event auffällt – 360ties sind mittlerweile weltweit für ihre Kunden unterwegs, um ihre springenden, schreienden und lachenden Besuchern in Momentaufnahmen einzufangen.

Mit Dubai erschließt die Essener Firma einen neuen Markt. Für das Sharjah International Children’s Film Festival waren sie schon in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterwegs und auch ihr Auftritt bei dem Youtube-Event wird wohl nicht ihr letzter Besuch in den Emiraten gewesen sein.


Image “Republik Dominikaner” by OmarMedinaFilms (CC0 Public Domain)


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Smartphones mit Dualkameras – die fehlende Verbindung für Augmented Reality

Taking a close up (adapted) (Image by Susanne Nilsson [CC BY-SA 20] via flickr)

Smartphones mit Dualkameras werden immer häufiger, und die Tatsache, dass sie Bestandteil des neuen iPhone 7 Plus sind, deutet darauf hin, dass sie sich auch mehr und mehr etablieren. Aber während Dualkameras den Bemühungen entspringen, die Bildqualität zu verbessern, haben sie das Potenzial, uns auf einen viel interessanteren Weg zu bringen: Der wahre Grund könnte sein, dass Apple die Dualkameras benutzt, um sich auf die Welt der Augmented Reality einzustellen, die vor wenigen Monaten vom Phänomen Pokémon Go eingeführt wurde.

Das Prinzip der Augmented Reality war seit Jahren eine Lösung, die nach dem Problem gesucht hat. In den letzten Monaten war Pokémon Go die App, die die Augmented Reality nach Jahren in die Mitte der Gesellschaft gerückt hat. Da beispielsweise die Apple Watch nun ebenfalls in der Lage ist, Pokémon Go direkt auszuführen, hofft das Unternehmen offenbar, die Antwort gefunden zu haben. Das neue Dualkamera-System des iPhone 7 Plus könnte genau die Plattform sein, um vollkommen in die erweiterte Realität zu expandieren.

Die Hersteller präsentieren Dualkameras als Mittel, um Smartphone-Kameras dabei zu helfen, sich mehr wie eine professionelle digitale Spiegelreflexkamera zu verhalten – der digitale Abkömmling des Kameradesigns, das seit Mitte des 20. Jahrhunderts beliebt ist. Der Hauptgrund für die Zunahme an Dualkameras ist ihre physische Notwendigkeit. Es ist nicht möglich, ein Zoomobjektiv mit Profimaßen an einem Mobiltelefon anzubringen – die heutigen Smartphones sind einfach zu klein. Auf der anderen Seite stößt die Integration von Kamerazoom-Funktionen in die Software schnell an die Grenzen der Bildqualität. Aber da Objektive immer günstiger werden, ist eine zweite physische Kamera nun praktikabel, mit Software zum Wechseln zwischen beiden und zum Einfügen von Bildern beider Kameras.

Zwillingskameras mit verschiedenen Brennweiten, etwa einem Weitwinkel- und einem Teleobjektiv, bieten diverse Vorteile. Das Teleobjektiv kann verwendet werden, um die Verzerrung auszugleichen, die bei Weitwinkelobjektiven charakteristisch ist, indem es den abflachenden Effekt einer langen Linse ausblendet. Das Vorhandensein zwei geringfügig verschiedener Arten von Sensoren sorgt für einen besseren Dynamikbereich, den Bereich von Hell und Dunkel in Szenen, in dem eine Kamera Details erkennen kann. Ein größerer Dynamikbereich und mehr Informationen über die Szene sorgt für schärfere Details und sattere Farben.

Sich für den Zoom auf echte optische Linsen statt auf Software zu verlassen, reduziert das digitale Rauschen, das Bilder körnig werden lässt. Und mit rauscharmen Bildern mit mehr Bildinformationen ist es möglich, die Qualität des Softwarezooms zu verbessern.

Die Konstruktion stereoskopischer Szenen

So reizvoll das auch sein mag, das Hinzufügen einer zweiten Kamera auf der Rückseite bietet noch viel interessantere Möglichkeiten. Das Vorhandensein zweier geringfügig verschiedener Blickpunkte bedeutet, dass Livebilder in Hinblick auf die Tiefeninformation pro aufgenommenem Pixel verarbeitet werden können, sodass die Bilder eine zusätzliche Dimension an Tiefendaten erhalten. Da die Entfernung zwischen den beiden Kameras bekannt ist, kann die Software in Echtzeit Triangulationen durchführen, um die Entfernung zu übereinstimmenden Punkten in beiden Bildern zu ermitteln. Tatsächlich tut unser Gehirn etwas Ähnliches – dieser Vorgang nennt sich Stereopsis – sodass wir in der Lage sind, die Welt in drei Dimensionen wahrzunehmen.

Das iPhone nutzt Algorithmen für maschinelles Lernen, um die Objekte in einer Szene zu überprüfen, und schafft so eine Echtzeit-3D-Tiefenkarte der Umgebung und Objekte. Momentan nutzt das iPhone dies, um den Hintergrund vom Vordergrund zu trennen, um sich gezielt auf Objekte im Vordergrund fokussieren zu können. Dieser Effekt des Ausblendens von Hintergrunddetails, Bokeh genannt, ist eine Besonderheit von Spiegelreflexkameras und nicht ohne weiteres für kleinere Kameras wie jene in Smartphones verfügbar.

Die Tiefenkarte ermöglicht es dem iPhone, eine variable Apertur zu simulieren, welche die Möglichkeit bietet, Teile des Bildes, die außerhalb des Fokus liegen, anzuzeigen. Zwar ist das eine beneidenswerte Zusatzfunktion für die Nutzer von Smartphone-Kameras, aber nur lediglich eine Spielerei im Vergleich dazu, was Tiefenkarten wirklich können.

Natürliche Interaktivität entwickeln

Was Apple bietet, ist der erste Schritt hin zu einem Gerät wie Microsofts HoloLens. Microsoft hatte nur wenig Erfolg mit den vorangegangenen System Kinect, das kurzzeitig als Controller für die Xbox-Spielekonsolen angeboten wurde. Aber für Forscher und Ingenieure ist das Kinect ein bemerkenswertes und nützliches Stück Ingenieurskunst, das benutzt werden kann, um mit Computern natürlich zu interagieren.
Microsoft integriert einiges von der Hardware, der Software und den Erkenntnissen des Kinect in das HoloLens-System und erweitert diese durch simultane Lokalisierung und Kartenerstellung (SLAM), bei der die Umgebung in 3D kartiert und die Information benutzt wird, um geografische Überblendungen auf oder innerhalb eines Video-Feeds zu realisieren.

Eine Software, die eine vergleichbare Analyse für die Haltung und den Aufenthaltsort von Personen innerhalb einer Szene für Smartphones mit Dualkameras zur Verfügung stellt, würde ein virtuelles Fenster in die echte Welt öffnen. Durch Gesten, die ausgelesen werden, könnten die Nutzer mit einer Welt voll ‚Mixed Reality‘, also einer Mischung aus virtueller und realer Welt, interagieren, während der Beschleunigungsmesser und die GPS-Daten des Telefons Veränderungen aufzeigen und vorantreiben, wie diese Welt präsentiert und weiterentwickelt wird.

Es gab Spekulationen, dass Apple diese Technik für seinen Service Apple Maps nutzen will, um Objekte der realen Welt um digitale Informationen zu erweitern. Andere Nutzungsmöglichkeiten werden sich zeigen, wenn Dritthersteller und App-Designer ihre physischen Produkte mit sozialen Medien sowie den Möglichkeiten zum Einkaufen und Bezahlen verbinden, die das Smartphone bietet.

Apple ist nicht zufällig dort angelangt. Zusätzlich zum Erwerb von LinX hat Apple außerdem im Jahr 2015 mit Metaio einen echten Augmented Reality-Pionier aufgekauft, was an einen Plan zur Entwicklung einer Plattform für ‚Mixed Reality‘ denken lässt. Metaio hat nicht nur an Software für Augmented Reality gearbeitet, sondern auch an einem mobilen Hardware-Chipset, das diese Augmented Reality wesentlich schneller funktionieren lassen würde.

Bezeichnenderweise hat Apple zudem bereits im Jahr 2013 PrimeSense gekauft. Wenn der Name nicht vertraut klingt: PrimeSense ist ein israelisches Unternehmen, das seine Technologie zur 3D-Abtastung an Microsoft zugelassen hat, woraufhin die Kinect entwickelt werden konnte.

Wenn man Apples Fokus auf soziale Netzwerke dazuzählt, erhält man durch Augmented Reality die Möglichkeit, ein Nachrichtensystem mit Fernpräsenz – holografische Repräsentationen oder Repräsentationen der Augmented Reality entfernter Gesprächspartner – zu schaffen, oder einen Facetime-Videokonferenz-Service mit digitalisierten Hintergründen und Charakteren. Bald könnte es nicht mehr nur ein Pokémon sein, dem wir mit unserem Telefon hinterherjagen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) Taking a close up“ by Susanne Nilsson (CC BY-SA 2.0)


 

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Nicht nur Spielkram – 9 Bereiche, bei denen VR helfen kann

VR (adapted) (Image by szfphy [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Die Technik der Virtual Reality (VR) ist im Prinzip nichts Neues. Schon Mitte des 20. Jahrhunderts kamen Flugsimulatoren auf, mit deren Hilfe Piloten das Fliegen lernen. Doch in jüngster Zeit hält VR auch Einzug im Kinderzimmer. Die PlayStation VR kann seit Obtober 2016 gekauft werden. Kostenpunkt: 399 Euro, plus die PlayStation-Kamera, ohne die geht es nicht.

Es gibt jedoch auch einen Einsatz abseits der Spieletechnik. Neun Lebensbereiche könnten davon profitieren, wenn Experten weiter an der Technik feilen und sie marktreif machen. Wir stellen sie euch vor:

BILDUNG: Besonders im Bereich der Bildung sehen Experten den Einsatz von VR vor. Studenten könnten so in eine völlig neue Welt eintauchen. In der „World of Comenius“, benannt nach dem tschechischen Lehrer Johann Amos Comenius, können Studenten die Anatomie des Körpers kennenlernen und verschiedenen Körperteilen und -systemen auf den Grund gehen.

KUNST: Dreidimensionales Malen und Zeichnen mithilfe eines VR-Headsets und entsprechendem Zubehör – diesen Traum haben viele Künstler. Nun könnte er Wirklichkeit werden. Die Technik dafür liefert zum Beispiel Tilt Brush von Google.

MEDIZIN: VR könnte auch dazu beitragen, Krankheiten zu behandeln. Vielversprechend ist der Einsatz bei Depressionen. Hier soll beispielsweise virtuelles Schwimmen mit Delfinen die Genesung vorantreiben. Auch bei einer posttraumatischen Belastungsstörung und Alkoholismus könnte die Technik hilfreich sein. Der Patient setzt einfach die Kamera auf und landet dann in einer völlig anderen Umgebung.

LUFTFAHRT: Piloten kennen VR schon aus dem Simulator, mit dem sie das Fliegen üben. Doch auch die Reisenden werden in Zukunft die virtuelle Realität kennenlernen. Die Zeit der wenig unterhaltsamen Langstreckenflüge könnte somit schon bald Geschichte sein. Während man eigentlich noch auf dem Weg dorthin ist, könnte man virtuell schon einmal den Zielort genauer erkunden – ganz in 3D.

SPORT: Für Sportler könnte sich das Training bald zumindest teilweise von draußen nach drinnen verlagern. Für American Football-Spieler beispielsweise könnte der Quaterback zuhause auf der Couch sitzen und virtuell seine Reaktion testen. Was er auf diese Weise lernt, kann er später beim Training auf dem Feld verfestigen.

SEX: Hier geht es nicht nur um offensichtliche Ideen wie einen virtuellen Stripclub. Für Menschen, die unter sexuellen Schwierigkeiten wie Impotenz oder anderen körperlichen oder medizinischen Störungen leiden, könnte VR eine neue Möglichkeit der Sexualtherapie darstellen.

BESICHTIGUNGEN: Eine Idee, die besonders Architekten und Designern gelegen kommen wird. Ein virtueller Gang durch ein Gebäude könnte durch VR möglich gemacht werden. Auf diese Weise könnte man Probleme bei der Konstruktion erkennen, bevor das Gebäude überhaupt existiert. Auch Änderungen im Design wären so ganz einfach durchzuführen.

FILM: Einen Film auf dem Fernseher oder dem Laptop anzusehen, ist eine tolle Sache. Was aber wäre, wenn man direkt in die Filmwelt eintauchen könnte, quasi eine Art interaktive Geschichte? Die Experten gehen davon aus, dass man sich viel intensiver in die Figuren hineinversetzen kann, wenn man sie dreidimensional vor sich sieht und mit ihnen interagieren kann. Folgendes Video zeigt am Beispiel des Igels „Henry“, wie Forscher sich das vorstellen:

NEWS: Um Nachrichten spannender und greifbarer zu machen, könnte man zu Erklärungszwecken dreidimensionale Animationen hinzuziehen. Auch Beiträge könnten davon profitieren, dass Menschen besser begreifen können, was man versucht ihnen zu vermitteln.


Image (adapted) „VR“ by szfphy (CC0 Public Domain)

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Wie man mit Spieletechnologie Tatorte hacken kann

konsole(image by quakeboy[CC0 Public Domain] via Pixabay)

Sherlock Holmes konnte einen Tatort mithilfe seiner ausgezeichneten Kombinationsgabe (und manchmal auch einer Lupe) untersuchen. Doch die heutigen Ermittler haben sehr viel komplexere Technologien zur Hand, um wichtige Arbeiten wie das Dokumentieren und Analysieren eines Tatorts festzuhalten. Zum Beispiel können die Ermittler mithilfe von 3D-Laserscans schnell ein detailliertes und sehr akkurates Modell des Tatorts erstellen.

Das Problem hierbei ist, dass diese Gerätschaften sehr teuer sind, oft im Bereich von mehreren tausend US-Dollar, was sie für kleinere Polizeiwachen praktisch unerreichbar macht. Handscanner sind billiger zu kriegen, aber sie sind eher für kleinere Objekte oder einen Menschen gemacht, statt dass man damit einen gesamten Tatort erfassen könnte. Allerdings könnten diese dreidimensionale Scans einfacher gemacht werden. Die Lösung kommt von eher ungewöhnlicher Seite – von der Spieleindustrie.

Die Xbox Kinect von Microsoft ist ein Gerät mit Bewegungssensor, bei dem die Spieler bestimmte Gesten und Körperbewegungen einsetzen, um zu spielen. Die ursprüngliche 360er-Konsole wurde in den ersten beiden Jahren nach ihrer Veröffentlichung im Jahr 2010 über 24 Millionen Mal verkauft. Microsoft veröffentlichte danach noch ein Addon-Paket, mit dem sich Programmierer in die Bewegungssensorik der Kinect einhacken und diese mit ihrer eigenen Software kontrollieren konnten. Mit dem Addon eröffneten sich viele neue Möglichkeiten.

Entwickler nutzen es, um die Routinefunktionen eines Computers zu kontrollieren. Sie nutzen es auch, um spezielle Gerätschaften wie Operationsrobotor zu bewegen, statt mit Systemen zu arbeiten, die sonst um die 50.000 US-Dollar kosten würden. Allerdings ist die vielleicht beste Kinect-Funktion die, mit der man Landschaften und Objekte in 3D einfangen kann, inklusive akkurater Farbgebung und Textur.
Im letzten Jahr haben Forscher der Universität Vigo in Spanien vorgeschlagen, dass man die alte 360er Kinect-Konsole nutzen könnte, um Tatorte in 3D zu modellieren. Ihre Ergebnisse zeigten, dass die 360 Kinect zu laut ist, um akkurate Messungen zu produzieren, da eine visuelle Verfälschung durch zu geringes Licht verursacht wird. Eine Messung gelang nur dann, wenn man sie sehr nah an das zu scannende Objekt hielt. In einer Entfernung von nur drei Metern produzierte die Kinect Messfehler zwischen zwei bis zu zehn Prozent. Das scheint nicht viel zu sein, doch bei der Aufnahme von Tatorten muss alles akkurat ablaufen.

Die aktualisierte Xbox-One-Version der Kinect kommt mit einer Kamera mit einer Pixeltiefe von 512×424 Pixeln, während die Originalversion noch 320×240 Pixel aufwies. Das bedeutet, dass sie Bilder mit einem besseren Fokus aufnehmen kann, sogar bei einer geringen Lichtstärke. Die Software-, und Hardwareverbesserung führt dazu, dass nun zwei Gigabits an Daten pro Sekunde übermittelt werden können. Wenn man den Sensor schwenkt und kippt, um Räume in 3D aufzunehmen, kann dies nun bei einer schnelleren Aufnahmezeit geschehen. Zudem werden weniger weniger Geräusche und Ungenauigkeiten produziert.

Die Verbesserungen bei der Kinect waren so bedeutend, dass das Jet Propulsion Labor der NASA sich beim Entwicklerprogramm im November 2013 eingeschrieben hat. Die NASA-Techniker benutzten die neue Kinect in Verbindung mit dem Oculus Rift-VR-Headset, um ein System zu entwickeln, das es Astronauten ermöglicht, einen Roboterarm mithilfe des eigenen Armes zu bewegen. Sie nannten es „die umfassendste Schnittstelle“, die sie jemals gebaut haben.

Den eigenen 3D Scanner bauen

Um einen gesamten Tatort abscannen zu können, könnte der Sensor der Xbox One Kinect (Kosten: etwa um die 89 britische Pfund) mit einem günstigen Computer (Kosten: etwa 30 Pfund) wie dem Arduino Leonardo, einem Raspberry Pi, einem Rotationsbausatz (etwa 60 Pfund) und Neigungsbausatz (etwa 25 Pfund) kombiniert werden. Dies würde es Ermittlern ermöglichen, einen gesamten Schauplatz automatisch in 360-Grad-Sicht einzufangen. Ein Laptop mit ordentlicher Rechenleistung (für etwa 1000 Pfund) und einem Windows-Adapter (etwa 40 Pfund) bräuchte man ebenso, um das System laufen zu lassen. Die gesamten Kosten für die notwendige Ausstattung läge somit unter 1500 Pfund. Damit wäre man etwa 43Mal günstiger als die bereits bestehenden, kommerziellen Systeme, die es auf dem Markt gibt.

Der Aufbau und de Benutzung wäre vergleichsweise einfach und die meisten Komponenten arbeiten sofort, ohne dass man erst umständlich an ihnen herumschrauben muss. Open-Source Software ist zudem frei erhältlich, es gibt auch einige kommerzielle Angebote für unter als 150 Pfund. Andere spezialisierte Softwaresysteme kann man nur zusammen mit Hardware zu einem Preis von etwa 150.000 britische Pfun bekommen.

Obwohl mehr Tatortsoftware auf den Markt gekommen ist, ist der Preis nicht merklich gesunken. Die Technologie ist daher für viele Polizeiwachen noch immer nicht erschwinglich. Die Möglichkeiten der Kinect könnten dazu führen, dass Polizeikräfte einen Schritt zur Verbesserung der eigenen Technologien mit einem Hack herbeiführen können. Ein Kinect-basiertes System wäre eine einfache, kosteneffektive Methode, die bei Ermittlungen helfen und Gerechtigkeit herbeiführen könnte.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Konsole“ by quakeboy (CCO Public Domain)


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  • AMAZON heise: „Zertifiziert und generalüberholt“: Amazon verkauft gebrauchte Hardware: Amazon bietet nun auch gebrauchte Elektronik an, zum Beispiel Smartphones und Notebooks. Der Händler verspricht, dass die Geräte „neuwertig aussehen”. Außer Amazon selbst können auch Marktplatz-Händler Produkte in dieser Kategorie anbieten. Alle Geräte haben laut Amazon ein „neuwertiges Aussehen und eine neuwertige Funktionalität“. Aus mehr als 30 Zentimetern Entfernung sind angeblich auch keine „kosmetischen Fehler“ sichtbar. Die Garantie läuft stets mindestens ein Jahr.

  • VINE Zeit Online: Sag zum Abschied leise „tröööt“: Am Donnerstag gab Twitter bekannt, Vine in den kommenden Monaten einstellen zu wollen. Sämtliche Inhalte bleiben zunächst online und können von ihren Schöpfern heruntergeladen werden. Die App allerdings wird demnächst nicht mehr funktionieren. Rein wirtschaftlich betrachtet ist diese Entscheidung nachvollziehbar. Twitter kämpft ums Überleben, die Plattform ist weit davon entfernt, Gewinn zu machen. Erst in dieser Woche entließ das Unternehmen wieder einmal zehn Prozent seiner Mitarbeiter. Wohl auch deshalb geht es mit dem zuletzt kriselnden Vine zu Ende, zumal Konkurrenten aus dem sozialen Netz wie Snapchat und Instagram seit einiger Zeit ganz ähnliche Funktionen bieten und gleichzeitig ein weitaus stärkeres Nutzerwachstum verzeichnen.

  • TESLA Süddeutsche Zeitung: Tesla-Chef Elon Musk will Solarziegel bauen: Die Solardächer sollen günstigen Strom für Haus und E-Auto liefern und schön aussehen. Doch die Fertigung hängt an einem wackligen Deal des Tesla-Chefs. Die ersten derartigen Dächer sollen im Sommer 2017 gebaut werden, sagt Musk. Noch stammt die Technik vom Solarunternehmen SolarCity, das Tesla nun für 2,6 Milliarden US-Dollar übernehmen will. Es ist allerdings unsicher, ob der Deal zustande kommt. Vereinbart wurde der Kauf bereits, doch mehrere Aktionäre von Tesla klagen dagegen – weil Musk auch an SolarCity beteiligt ist und in den Verwaltungsräten beider Unternehmen sitzt. Die Anteilseigner werfen ihm daher eine Interessensverquickung vor.

  • WHATSAPP Chip: Ärger für WhatsApp und Facebook: Jetzt reicht es der EU: Die EU will den geplanten Datenaustausch von Facebook und WhatsApp verhindern. EU-Datenschützer wollen den Datentransfer zwischen WhatsApp und dem Mutterkonzern Facebook untersuchen und fordern bis zum Ende der Untersuchung einen Stopp des Datenaustauschs. WhatsApp mit rund einer Milliarde Nutzer hatte Ende August angekündigt, künftig die Telefonnummer des Nutzers an Facebook weiterzugegeben. Außerdem sollen mit der Konzernmutter Informationen darüber geteilt werden, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird. Dadurch sollten die Werbung und die Freunde-Vorschläge in Facebook-Diensten verbessert werden, hieß es. Um die Daten zu erhalten, hatte Facebook letztlich sogar geklagt.

  • TECHNIK Die Welt: Schlüssel lassen sich mit 3-D-Druckern kopieren: Eines der ältesten Sicherheitskonzepte scheint ausgedient zu haben. Fast jeder Schlüssel lässt sich mittlerweile einfach kopieren. Alles, was es dazu braucht, ist ein Foto und ein 3-D-Drucker. Mit einem modernen 3-D-Drucker und ein bisschen Know-how kann praktisch jeder einen Schlüssel ganz einfach nachmachen. Ist der klassische Schlüssel also nicht nur unpraktisch, sondern auch unsicher? Wustrow ist überzeugt, dass klassische Schlüssel keine allzu lange Lebensdauer mehr haben. Zu rapide sei der Fortschritt bei den 3-D-Druckern, zu einfach sei es, die Form eines Schlüssels auszuspähen.

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  • MEDIENWANDEL carta: ARD, ZDF & „Cloud-TV“: Ein Gutachten wie ein Requiem: Das vom ZDF bestellte Gutachten zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens bestätigt den Auftraggebern letztlich nur ihren Status quo. Das 108-seitige Gutachten „Legitimation und Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Zeiten der Cloud“ von Dieter Dörr, Bernd Holznagel und Arnold Picot dient der Bestandsaufnahme und der Perspektivbestimmung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Es unternimmt den durch eine Perlenschnur von Thesen verbundenen Versuch, den Funktionsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unter den aktuellen Bedingungen der sich wandelnden Medienumgebung zu stützen. Dagegen wäre nichts einzuwenden, aber schon die Analyse des Heute im Jahr 2016 lässt Fragen offen. Der Neologismus „Cloud-TV“ erweist sich dabei als wenig hilfreich.

  • MICROSOFT golem: Microsoft Paint soll 3D-Modus erhalten: Die Bildbearbeitung Microsoft Paint soll mit einem 3D-Modus ausgestattet werden. Das zeigt ein offenbar von Microsoft stammendes geleaktes Video, das der Twitter-Nutzer Walkingcat veröffentlicht hat. Microsoft Paint war mit Windows 10 zwar optisch verschönert worden, der Funktionsumfang bleib jedoch identisch zur Vorgängerversion. Das Video zeigt, wie Microsoft Paint künftig zum Erstellen dreidimensionaler Modelle genutzt werden kann. Das Blog Windowsblogitalia bietet nach eigenen Angaben eine inoffizielle Vorabversion der Software zum Download an. Woher diese stammt, ist nicht bekannt. Eine öffentliche Betaversion hat Microsoft bisher nicht vorgestellt.

  • DIGITALISIERUNG haufe: Wann startet die digitale Aufholjagd der KMU?: In den meisten deutschen Betrieben bleibt der digitale Wandel auf der Strecke. Trotz Jubelmeldungen und Statistiken, wie sehr die digitale Transformation die Unternehmen beschäftigt, wird schon der kleinste gemeinsame Nenner in Form einer guten Webseite von vielen Mittelständlern vernachlässigt. Zu hoch ist der Aufwand für Betrieb, Pflege und Aktualisierung der Firmenpräsenz im Internet. Egal ob durch einen externen Dienstleister oder doch die Mitarbeiter, über die Website wird schließlich kaum ein Cent eingenommen. Obendrein redet noch alle Welt von den Vorzügen digitaler Kommunikation, dem Dialog mit Kunden in Social Media, der Präsenz in Vergleichsportalen und dem Vertrieb über Connected Commerce. Diese böhmischen Dörfer erregen bei vielen Chefs meist keinen Handlungsbedarf, sondern alle digitalen Aushängeschilder erzeugen nämlich nur eines: German Digital Angst.

  • EBOOK e-book-news: Jedes zweite Kind lauscht Hörspielen bereits via Smartphone & Tablet: Kinder lieben Hörbücher und Hörspiele, daran hat auch die Digitalisierung wenig geändert. Acht von zehn Kindern lauschen gerne solchen Geschichten, unter den drei bis achtjährigen sogar 91 Prozent. Allerdings: Hörbuch per Kassette oder Schallplatte, das war einmal. Selbst die CD ist im Kinderzimmer offenbar längst ein Auslaufmodell: fast jedes zweite Kind hört bereits Hörspiele, die von den Eltern via Smartphone oder Tablet aus dem Internet heruntergeladen wurden. Immer öfter auch bei Audible, der Hörspieltochter von Amazon, der wir diese und weitere aktuelle Zahlen zu den Hörgewohnheiten der Jüngsten verdanken.

  • SAMSUNG süddeutsche: Samsung ruft Kunden auf, ihr Galaxy Note 7 abzuschalten: Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat eine weltweite Rückrufaktion des Smartphones Galaxy Note 7 gestartet. Kunden sind aufgerufen, das Gerät abzuschalten und überhaupt nicht mehr zu benutzen. Es bestehe Brandgefahr. Die Betroffenen sollen ihr Geld zurückbekommen oder gegen Geräte eines anderen Typs austauschen. Die südkoreanischen Behörden teilten am Dienstag mit, sie hätten möglicherweise eine zweite Fehlfunktion entdeckt, die sich nicht so schnell beheben lasse. Bereits gestern hatte der Konzern die Produktion des Modells gestoppt.

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Von Science-Fiction zur Wirklichkeit: Der Beginn des Biofabrikants

Biotechnology (adapted) (Image by Idaho National Laboratory [CC BY 2.0] via Flickr)

Die Wissenschaft holt die Science-Fiction ein: in Zukunft wird der Beruf des Biofabrikants der Menschheit vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen. Im vergangenen Jahr gelang es beispielsweise einem gelähmten Mann wieder zu laufen, nachdem eine Zellbehandlung in seinem Rückenmark eine Lücke schließen konnte. Dutzende Menschen haben bionische Augen implantiert und damit ist es ihnen sogar möglich, Infrarotstrahlen und ultraviolettes Licht zu erkennen. Amputationsopfer können ihre Gliedmaßen mit ihren Gedanken kontrollieren. Zur gleichen Zeit sind wir auf dem besten Weg uns Körperteile auszudrucken. Wir sind Zeuge einer Neugestaltung der chirurgischen Landschaft, die von den neuen Techniken erschaffen wurde. Diese Umwälzung lässt eine neue Art Ingenieur entstehen, einer der in der Lage ist, die Lücke zwischen Engineering und der Biologie zu überwinden. Lernen Sie den “Biofabrikant” kennen. Hier verschmelzen technische Fähigkeiten und Materialwissen, Mechatronik und Biologie mit den klinischen Studien.

Eine Karriere des 21. Jahrhunderts

Wenn Sie ein neues Körperteil brauchen, ist der Biofabrikant derjenige der es baut. Die Konzepte sind neu, die Technik ist zukunftsweisend. Und die Jobbeschreibung? Wird noch erstellt. Es ist eine Berufung, die bereits in den USA voll durchstartet. Im Jahr 2012 bewertete das Forbes Magazine den Fachbereich “biomedizinisches Engineering” (als Äquivalet zum Biofabrikant) auf den ersten Platz der 15 wichtigsten Studiengänge. Im darauffolgenden Jahr bezeichneten CNN und payscale.com ihn als “besten Job in Amerika”. Diese Schlussfolgerungen begründeten sich auf Faktoren wie Gehalt, Zufriedenheit innerhalb des Jobs und Jobaussichten. Das US Bureau of Labour Statistics entwarf ein Szenario mit enormen Wachstumszahlen über die nächsten zehn Jahre im Bereich der Jobs.

Cochlear Implant Advanced Bionics (Image by David Shankbone [CC BY 2.0] via Flickr)
Das Cochlear-Implantat hat vielen Menschen die Hörfähigkeit zurückgegeben. Image (adapted) „Cochlear Implant Advanced Bionics“ by David Shankbone (CC BY 2.0)

Währenddessen bahnt man sich in Australien seinen eigenen Weg. Als Geburtsland des Chochlear-Implantats erhielt Australien bereits eine weltweite Reputation bei diesen Themen. Die neuesten klinischen Durchbrüche, mit Hilfe einer Ferse und einem Kiefer aus Titan, haben den Status Australiens auf diesem Gebiet noch bestärkt. Ich habe neulich dabei geholfen, die weltweit ersten Masterkurse für Biofarikation zusammenzustellen. Diese sollen die nächste Generation von Biofabrikatoren erschaffen, die verschiedene Fähigkeiten erlernen müssen, wie beispielsweise 3D-Drucken für bestimmte Körperteile. Diese Fähigkeiten sind noch ausufernder als der technische Aspekt. Für den Job braucht man zudem die Fähigket, mit den Feineinstellern zu kommunizieren und mit Medizinern zusammenzuarbeiten. Die aufstrebende Industrie fordert die bisherigen Geschäftsmodelle heraus.

Leben als Biofabrikator

Tag für Tag muss der Biofabrikant das Zahnrad in der Recherchemaschine sein. Man arbeitet mit Medizinern zusammen und erfindet Lösungen für medizinische Bedürfnisse, tüftelt mit Biologen und Mechatronikern, um diese dann auch liefern zu können. Biofabrikanten sind naturgemäß vielseitig. Sie können die medizinischen Bedürfnisse im Vorhinein einschätzen, am Morgen bereits mit Elektroingenieuren Geräte einstellen, mit Biologen am Nachmittag Stammzellenunterscheidungen erzielen und am Abend einen potentiellen Finanzier heranziehen. Zudem sind sie sich immer ihrer Regulatorien und ihres sozialen Engagements bewusst.

Unsere Untersuchungen am ARC Centre of Excellence for Electromaterials Science (ACES) konnte nur durch die Arbeit eines talentierten Biofabrikanten-Teams verwirklicht werden. Sie helfen uns, von Verkabelungen, wenn wir durchtrennte Nervenbahnen wieder herstellen wollen, über motorgetriebene Implantate, welche drohende epileptische Anfälle erkennen und sie beenden können bevor sie richtig begonnen haben, bis hin zu Knorpeln aus dem 3D-Drucker und Knochenimplantaten, die genau der Verletzung angepasst werden können. Das interdiziplinäre Netzwerk nimmt langsam Gestalt an und wir finden alle paar Tage neue Anwendungsmöglichkeiten. Die Forscher haben bisher nur an der Oberfläche dessen gekratzt, was möglich ist. Es gibt noch Einiges mehr, was man als tragbare oder einpflanzbare Sensoren benutzen kann, um die Werte der Patienten messen zu können und diese dann den Ärzten zu übermitteln.

Zugleich entwickelt sich die Stammzellentechnologie enorm. Zellen können in Gewebe und in Organe umgewandelt werden. Dies wird zu einer Voreinstellung innerhalb der 3D-Technik führen, wo maßgeschneiderte Bioreaktoren die Funktionen des Körpers imitieren. Man stelle sich die Möglichkeiten vor Stammzellen in 3D anzuordnen. Um sie herum befinden sich andere unterstützende Zellen, die präzise eingestellt an bestimmten Stellen weiterwachsen. Diesen Effekt kann man in biologische Prozesse einbringen. Alle die sich mit 3D-Bioprinting auskennen, werden diese fundamentalen Forschungen ermöglichen.

Vintage LP Vinyl Record Collection - Six Million Dollar Man, Book & Record Set By Peter Pan Records, Copyright 1977 Universal City Studios, Inc.( Image by Joe Haupt [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Die TV-Sendung aus den 1970ern mit dem Nanem „Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann“ regte unsere Vorstellungskraft an, aber die Forschung nimmt langsam Fahrt auf und holt die ein. Image (adapted) „Vintage LP Vinyl Record Collection – Six Million Dollar Man, Book & Record Set By Peter Pan Records, Copyright 1977 Universal City Studios, Inc.“ by Joe Haupt (CC BY-SA 2.0)

Neben universitärer Forschung werden die Biofabrikanten auch für den medizinischen Bereich unschätzbar wertvoll sein. Viele Unternehmen werden neue Produkte und Behandlungen erfinden. Besitzt ein Techniker nur einen Funken Unternehmertum, wird er selbst Firmen gründen. Das traditionelle Handwerk kann da nicht mithalten. 3D-Drucker entwickeln sich weiter und es wird immer deutlicher, dass man besondere Drucksysteme für bestimmte klinische Zwecke braucht. Der Drucker bei den Chirurgen, der für die Wiederherstellung von Knorpelgewebe benötigt wird, muss extra angepasst werden und bestimmte Feineinstellungen machen aus ihm eine stabile und verlässliche Maschine.

Ausgebildete Kräfte werden im öffentlichen Sektor eingesetzt, am ehesten bei Aufsichtsbehörden oder bei Gemeinschaftsarbeit. Für diese Berufe von Morgen müssen wir schon heute trainieren. Auf uns kommen neue Möglichkeiten zu, wie beispielsweise der neue Biofab-Master. Wir müssen jenseits der akademischen Grenzen denken lernen, die solche Entwicklungen verlangsamen. Wir müssen uns mit den traditionellen Handwerkern zusammentun, die die Fähigkeiten haben, die für die Industrie der nächsten Generation wichtig sind. Australien hat hier bereits einen guten Stand, um sich einen Platz zu sichern. Wir haben einen Handwerkssektor, der immer in Bewegung ist und sich ständig erweiternde Wissensgrundlagen über Materialien seit Jahrzehnten aufgebaut hat. Außerdem haben wir die Fähigkeit für dynamische Herstellung und ein Umfeld der wachsenden alternativen Geschäftsmodelle.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” und steht unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung von Anne Jerratsch.


Image (adapted) „Biotechnology“ by Idaho National Laboratory (CC BY 2.0)


 

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5 Lesetipps für den 7. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Anklage des umstrittenen Gutachtens aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz, On-Demand-Economy, Hologramme, eine Neugestaltung von Apple.com und den Einfluss von Smartphones auf die Gaming-Welt. Ergänzungen erwünscht.

  • LANDESVERRAT Tagesschau.de: De Maizières Sprecher korrigiert Darstellung: Innenministerium wusste umfassend Bescheid: Wie sich heraus stellt, hat das Innenministerium über den Fall der Netpolitik.org besser Bescheid gewusst, als bisher angenommen. Wie ein Sprecher von Innenminister Thomas de Maiziére bekannt gab, wurde das umstrittene Gutachten aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz an zwei Abteilungen im Ministerium weitergeleitet.Allerdings ließ der Sprecher offen, ob es das Gutachten vor der Übermittlung an das Landeskriminalamt erhalten habe, oder danach. Das Innenministerium hingegen, wert sich mit einer Stellungnahme.

  • MARKT Manager magazin: On-Demand-Economy vs. soziale Marktwirtschaft: Durch die On-Demand-Economy beginnt sich die soziale Marktwirtschaft grundlegend zu ändern. Ob im Guten oder im Schlechten, wird sich noch herausstellen.Was sich jedoch praktisch anhört, kann einen bitteren Beigeschmack haben. Einen Einkauf zu tätigen und das nur via Smartphone, scheint eine einfache Handhabung zu sein. Der Kunde muss nur eingeben, was er braucht und in weniger als einer Stunde steht der Einkauf vor der Tür. Unter anderem steckt das Ziel dahinter, Kunden und freie Dienstleister gegen Provision zusammen zu bringen. Außerdem bedeutet das auch weniger Transaktionskosten für Unternehmen, die dadurch auch komplexe Aufgaben an freie Mitarbeiter vergeben. Die Zahl der Freiberufler, steigt immer weiter an.

  • HOLOGRAMME Heise online: 3D-Videos mit CD-Hüllen-Upcycling: Um drei-dimensionale Hologramme auf sein eigenes Smartphone-Bildschirm zu zaubern, bedarf es eigentlich nichts weiter, als eine CD-Hülle und einem Cutter. Laut der Anleitung des YouTubers Mrwhosetheboss, kommt es dem Effekt eines 3D Videos sehr nahe und wirkt mindestens genauso faszinierend. Im Grunde ist es nichts weiter, als eine einfach Spiegelung. Am besten ist der Effekt jedoch, wenn man sich die Videos im Dunkeln anschaut. Dank der Anleitung des YouTubers, kann man diesen Effekt ganz leicht nachbauen.

  • APPLE Digital Trends: Apple.com Gets a Redesign: Es gibt eine Neugestaltung auf Apple.com, die ab heute ins Leben gerufen wird. Diese Änderung soll nicht nur dazu dienen, die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, sondern auch die Erfahrungen im Shop. Apple hat hierzu seine eigenständige Retail-Site zusammen mit der URL store.app.com entfernt und integriert jetzt das Shopping-Erlebnis auf Apple.com. Das bedeutet eine große Veränderung für Apple-Kunden, denn in 40 Ländern, gibt es mehr als 1 Milliarde Onlinekunden im Jahr, die sich nun umstellen müssen und ihren Fokus auf Apple.com verlagern.

  • GAMES STERN.de: Gamescom: Smartphones und Tablets bringen mehr Menschen zum Gaming: Was neu ist, ist am Anfang fremd und oftmals ein Hürde, die es zu überwinden gilt. So und nicht anders ist es auch in der Gaming-Welt. Durch unzählige Games-Angebote auf unseren Smartphones, werden wir dazu verleitet uns den Konsolen- und PC-Spielen Stück für Stück zu nähern. Anbieter von interaktiven Spielen gewinnen immer mehr neue Fans und auch deren Zielgruppen werden immer größer. Das Smartphone hat bislang viele Nutzer diese technische Hürde überwinden lassen und ihnen die Welt der Games näher bringen können.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Hooke Audio will Leute wieder für Sound begeistern

Anthony Mattana, Gründer von Hooke

Mit Hooke Audio möchte Anthony Mattana eine Revolution starten: die Aufnahme von Sound in 3D. Und das mit einem Paar Kopfhörer. Warum? Die Menschen sollen sich wieder für Sound interessieren.

Anthony Mattana, Gründer von Hooke

Auf der MIDEM 2015 präsentierte sich das US-Startup Hooke Audio beim Startup-Pitch Midemlab. Hooke Audio möchte das GoPro für Sound bauen. Im Grunde handelt es sich um ein Paar Kopfhörer, das gleichzeitig den uns umgebenden Sound in 3D aufzeichnet. Eine Kickstarter-Kampagne brachte dem Startup über 163.000 US-Dollar. Im Interview erklärt Gründer Anthony Mattana, wie er auf die Idee kam, was ihn antreibt und warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für 3D-Sound ist.

Tobias Schwarz (TS): Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Kopfhörer zu bauen, mit denen man nicht nur hören, sondern auch aufnehmen kann?

Anthony Mattana (AM): Ich komme aus New York, und die letzten fünf Jahre habe ich Musik und Soundeffekte für den Broadway komponiert. Mein berufliches Interesse ist, sehr umfassenden Surround-Sound zu erschaffen. Wenn die Show vorbei war, war auch mein Design weg. Ich habe versucht, einen Weg zu finden, um diese Designs einzufangen, denn es gibt nichts, was man mit dem Theater vergleichen kann, nichts, oder dass eine Liveshow oder ein Muscial ersetzen kann. Ich wollte also einen Weg finden, es so aufzuzeichnen, dass man es noch einmal erleben kann.

Als ich dann die binaurale Aufnahme entdeckt habe, was nicht zwangsmäßig etwas total Neues ist, das gibt es schon seit Jahrzehnten, habe ich zwischen 3000 und 7000 US-Dollar in klobiges Equipment gesteckt, um es einzufangen und es war großartig. Ninaurale Aufnahmen sind klasse! In dem Moment, als ich es benutzte, und zwar nur auf einer professionellen Ebene, dachte ich: ‚Es muss doch einen Weg geben, meine Snapchats in dieser Technik hinzubekommen, oder auf Facebook und andere soziale Medien auf meinem Smartphone zu teilen. Man könnte das für so viel mehr als nur das Theater benutzen.‘

Schaut man sich die Technik hinter binauralen Aufnahmen an, sieht man, dass ein großer Teil daraus besteht, ein Mikrofon gezielt in beiden Ohren zu platzieren. Wir haben schon etwas, dass täglich in unserem Ohr ist und zwar unsere Kopfhörer. Ich habe gehofft, den guten Sound zurückzubringen, und nicht nur für einen bestimmten Anlass. Ich wollte, dass Leute kreativ werden, genauso wie sie es auf Instagram mit Fotos sind. Einfach mit einem Gerät, das sie schon besitzen: einem Paar Kopfhörer. Man muss sich also kein neues Gerät anschaffen, man modelt es nur etwas um, zu einem Preis, den sich jeder leisten kann.

TS: Sind Streaming-Dienste schon auf die Idee gekommen, ihre Technologie ebenfalls zu benutzen?

AM: Zumindest wäre es möglich, wir entwickeln das noch. Ob die Streams über unsere App oder einen anderen Kanal wie Meerkat oder Periscope stattfinden, die diese Video-Livestreams in Kooperation mit unserer Technologie machen, ist noch unklar. Der Fakt, dass Hooke diese Aufnahmen über das Smartphone macht, bedeutet, dass es auch gestreamt werden kann. Wir konzentrieren uns momentan auf das Produkt und wollen es herausbringen und möchten, dass die Leute selbst Sachen aufnehmen. Ob durch unsere App oder die App von jemand anderem, das wird sich zeigen. Es wird auf jeden Fall passieren.

TS: Es wird zuerst in den USA gelaunched oder?

AM: Im September letzten Jahres haben wir unsere Kickstarter-Kampagne gelaunched und seitdem in über 49 Länder geliefert. Wir nehmen Vorbestellungen aus der ganzen Welt entgegen. Wir produzieren gerade und werden noch dieses Jahr welche verschicken.

TS: Auch nach Deutschland?

AM: Selbstverständlich.

TS: In Deutschland gab es eine riesige Debatte über Google Glass und ob man nun andere heimlich auf Video aufnehmen kann. Privatsphäre ist ein großes Thema und, wie ich finde, manchmal auch ein Innovations-Killer. Hatten Sie diese ‘deutsche Debatte’ bereits?

AM: Absolut! Ich bin froh, dass sie das ansprechen. Das war mir sehr wichtig, denn die eine Seite der Nutzer kam zu mir und sagte: ‚Toll, jetzt kann ich also andere aufnehmen, ohne dass sie es mitbekommen?‘ und die andere Seite, es war fast 50 zu 50, sagte: ‚Mach das bitte nicht!‘ Ich würde nie etwas entwickeln, bei dem die Leute nicht wüssten, ob sie gerade aufgezeichnet werden oder nicht. Das war mir sehr wichtig. Der große Powerknopf am Hooke-Headset ist so designet, dass man einen Knopf hat, der ungefähr wie bei den Apple-Geräten funktioniert. Man kann Musik abspielen, Musik pausieren lassen, all so etwas. Wenn man aufzeichnet und die Mikrophone mit eingebunden sind, leuchtet er rot, so wie das universelle rote Aufnahme-Zeichen. Auch von weiter weg kann man es gut erkennen, also wissen alle gleich, wenn ich etwas aufnehme. Es ist mir sehr wichtig, dass die Leute Bescheid wissen, wenn sie aufgezeichnet werden und das einfach indem man das Licht sieht.

TS: Könnten dann längere Haare ein Problem bei den Aufnahmen sein?

AM: Ja, genau so als ob man Haare vor der Linse einer Kamera hat. Das ist ungefähr das gleiche.

TS: Ich weiß dann ja nicht genau, ob es funktioniert und ob die Aufnahme gut genug ist..

AM: Naja, wenn man Haare vor der Kamera hat, kann man immer noch irgendwie hindurchsehen. Das funktioniert hier genauso, man kann immer noch etwas hören.

TS: Warum hat das eigentlich bisher keine größere Firma herausgebracht?

AM: Das haben vorher schon viele große Unternehmen versucht, aber da trugen wir unsere Computer noch nicht in den Hosentaschen. Vielleicht manchmal, aber sie waren einfach noch nicht so mächtig wie heute. Allein in den letzten drei Jahren gab es eine große Nachfrage nach Kopfhörern. Wie ich in meiner Präsentation beim Midemlab gesagt habe: Alle fünf Sekunden wird ein Paar Kopfhörer verkauft. In 48 Stunden wird stündlich ein Video hochgeladen. 50 Prozent der Videos werden auf dem Smartphone angeguckt, das hat MIDEM selbst getwittert. Allein diese drei Fakten und dass man sich mehr auf dem Smartphone anschaut und mehr streamt, sprechen dafür, dass man Kopfhörer, ein Mikrofon und einen Computer benötigt. Man hat auch schon versucht, das Ganze kabellos zu machen. Das ist auch kein ganz neues Ding. Die Menschen mögen kabellose Kopfhörer. Das Timing ist gerade sehr gut, um diese Entwicklungen auf die Kopfhörer zu übertragen.

TS: Auch bei den Netzpiloten arbeiten oft beruflich mit Sounds. Ich denke da an Podcasts in den Medien. Wer wird denn der typische Nutzer für Hooke Audio sein? Wer wird das kaufen? Sind es Medien- oder Privatleute?

AM: Der größte Teil unserer Kunden waren bisher Erstanwender, Kreative, DIY-User, Soundentwickler oder Produzenten. Das sind alles Leute, die Sound kreieren. Nicht immer im total professionellen Zusammenhang, aber sie kommen auch mal mit Bands in Berührung. Ein großer Teil waren auch die Sehbehinderten. Vor ein paar Monaten habe ich viele Nachrichten bekommen, in denen ich gefragt wurde: ‚Wo befindet sich das Mikrophon? Können Sie mir sagen, wie der Ohrstöpsel richtig sitzt?‘ Ich dachte, das ist doch offensichtlich, es gibt Fotos auf unserer Webseite, die alles erklären. Die Antwort war: ‚Danke für die Mühen, aber wir sind blind. Trotzdem lieben wir ihr Produkt.‘ Das fand ich extrem interessant. Sie fragten auch, ob man jetzt Videos auf dem Telefon machen könne. Sie haben alle binauralen Mikrophone, die es gibt. Binaurale Aufnahmen sind wie Videos für Menschen mit einer Sehbehinderung. So wird die Sehschwäche adäquat übersetzt, und das ging vorher nicht auf den Smartphones. Für sie ist ein guter Zugang zur Technik sehr wichtig und nun kann man es sich viel einfacher leisten. Und es wird viel geteilt. Das war wirklich toll!

TS: Also sind Hoope-Kopfhörer eher ein Werkzeug als ein Lifestyle-Produkt?

AM: Man könnte behaupten, dass wir ein Lifestyle-Unternehmen sind, je nach dem, wie unser Publikum jetzt reagiert. Das Produkt wurde noch nicht verschickt und wir kennen unser Publikum noch nicht. Wir wissen, dass wir in den letzten sieben Monaten mehr als 1.500 Einheiten verkauft haben. Aber wer weiß schon, was danach passiert? Immer, wenn ich mit Leuten rede, erzählen sie mir Dinge wie ‚Ich kenne da diesen Koch, der sich eine GoPro an den Kopf bindet und dann kocht er, sodass man alles aus seiner Perspektive sieht, er sollte mal Ihr Produkt benutzen!‘ Viele dieser Sachen kommen von Leuten, die viel schlauer und kreativer sind als ich. Sie benutzen die Kopfhörer auch auf Arten, auf die ich nie gekommen wäre. Ich sehe Hooke-Kopfhörer also als ein kreatives Werkzeug an und ob wir ein Lifestyle-Unternehmen sind, hängt davon ab, wie unsere Kunden das Produkt benutzen. Wir werden sehen, was passiert.

TS: Wir leben in einer Zeit, in der Daten der Schlüssel zu allem sind. Daten sind Werte. Sammeln Sie mit den Kopfhörern auch Daten? Sammeln Sie Informationen darüber, was die Leute hören und was sie wo aufnehmen?

AM: Das interessiert mich nicht. Ich komme aus einem kreativen Umfeld, so etwas hat mich nie gereizt. Ich denke, das ist es, was uns von den großen Firmen unterscheidet, denn wir wollen den Sound zurückbringen. Ich will, dass die Menschen wieder mit Sounds experimentieren. Ich will es möglich machen, dass die Leute ein Video aufnehmen und ein ‚Ave Maria‘ hineinspielen können. Ich möchte einfach, dass sich die Leute für Sound interessieren.

TS: Danke für das Interview.


Auf Isarmatrose.com findet sich eine englischsprachige Version des Interviews.

Teaser & Image by Anthony Mattana


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5 Lesetipps für den 23. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um eine Fernbedienung für die Playstation, einen Film über Emojis, ein Experiment von Sony, Google Photos und einen 3D-gedruckten Ofen. Ergänzungen erwünscht.

  • PLAYSTATION WinFuture.de: Sony PlayStation 4 bekommt offiziell lizenzierte Fernbedienung: Wer seine Playstation vor allem auch zum Ansehen von Filmen verwendet, wird sich freuen, dass er demnächst das Gamepad liegen lassen und zu der neuen offiziellen Fernbedienung für die Spielkonsole greifen kann – per Bluetooth lassen sich damit auch andere Geräte steuern. Im Oktober 2015 soll das Gerät noch auf den Markt kommen und in etwa 30 US-Dollar kosten. Der Unterschied zur klassischen Fernbedienung ist, dass sie mit den typischen Tasten mit dem Dreieck, dem Quadrat und so weiter ausgestattet ist.

  • EMOJIS Business2community: An Animated Movie about… Emojis?!: Ein Film über Emojis? Ganz genau: Sony Pictures Animation wird einen Film rund um die gelben Gesichter mit den unterschiedlichsten Gesichtsausdrücken drehen. Das Projekt wird von Tony Leondis inszeniert, der in 2011 schon die Verfilmung des Kurzfilms Kung Fu Panda: Secrets of the Master geleitet hatte. Leondis wird das Skript zusammen mit Eric Siegel (“Men At Work”) zusammen schreiben. Man kann gespannt sein, was die beiden wohl daraus machen werden.

  • SONY Golem: Xperia Z3: Sony experimentiert mit weniger eigenen Android-Anpassungen: Sony will testen, ob sich die Kunden auch mit einer Android-Ausführung zufriedengeben, die sich starker am Basis-Android von Google orientiert. Der Konzern ruft seine Kunden in einem Testlauf aus, eine spezielle Version von Android 5.1 auszuprobieren. Hier fehlt aber, anders als sonst, die Sony-typische Oberfläche und der Hersteller übernimmt mehr von Googles Vorgaben. Der Umfang der typischen Sony-Apps verringert sich und es gibt auch weniger Sony-spezifische Funktionen.

  • GOOGLE GWB: Google Photos-App: Erstes großes Update bringt einige fehlende Funktionen zurück: Google Photos hat ein großes Update bekommen: Die erste Begeisterung über das neue Angebot fiel sehr schwach aus, da viele Funktionen im Vergleich zu den Vorgängerprodukten fehlten, welche das neue Update jetzt bringt. Fotos können wieder mit einer Beschreibung versehen werden und das Hinzufügen von Fotos zu Alben ist einfacher. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass es eine Chromecast-Unterstützung geben wird.

  • 3D-PRINT Digital Trends: Pyra Is The World’s First 3D Printed Oven: Heutzutage kann man alles Mögliche in 3D drucken – jetzt sogar einen Ofen. Der “Pyra”, wie der Ofen heißt, ist laut den Machern eine neue Herangehensweise an die moderne Art eines Konvektionsofens, welche “Designer und Techniker herausfordern soll, darüber nachzudenken, wie Produkte designet und hergestellt werden.” Das Team hinter Pyra meint, dass der Ofen “ein Gerät ist, dass als Tool in einem Labor, aber auch als Grill für das nächste Grillfest dienen kann.”

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5 Lesetipps für den 2. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Google Docs, 3D-Hologramme, Updates für Snapchat, eine etwas unoffizielle Art, mit der Android-User Beats 1 hören können und Verbesserungen für YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE The Next Web: New Google Docs panel lets users access thousands of fonts: Der Entwickler Extensis hat eine Palette mit dem Namen Extensis Fonts für Google Docs veröffentlicht, mit der Nutzer tausende Schriftarten aus der Google Fonts Palette verwenden können. Das Ganze ist erhältlich als kostenloses Add-On. Über Extensis Fonts kann man sich die Schriftarten vorher ansehen und dann direkt in einem Google Dokument benutzen. Man kann sogar nach Fonts suchen, die besonders beliebt sind, oder nach einem bestimmten Stil, den man gerne hätte.

  • HOLOGRAMM Heise Online: Fairy Lights: 3D-Hologramm zum Anfassen: Japanischen Forschern ist es mit dem Projekt Fairy Lights gelungen, mit einem speziellen Laser-Aufbau 3D-Hologramme zu erzeugen, die in der Luft schweben und haptisches Feedback bei einer Berührung geben. Die dreidimensionalen Bilder werden durch die Impulse eines Lasers erzeugt und sind maximal einen Kubikzentimeter groß. Der Laser ionisiert dabei die Moleküle mit einem Puls im zweistelligen Femtosekunden-Bereich (ein Billiardstel einer Sekunde) im Fokuspunkt, wodurch Plasma erzeugt wird. Die Luftmoleküle geben dann Energie in Form von Lichtpulsen ab, die von Fairy Lights zu Bildern kombiniert werden.

  • SNAPCHAT Digital Trends: Snapchat Update Enhances Snaps, Snapcodes, and More: Die beliebte Messaging-App Snapchat hat ein paar neue Updates angekündigt: Die wohl wichtigste Neuerung ist die, dass man nicht mehr durchgehend auf einen Snap oder eine Story, bei der es mit der Zeit echt anstrengend sein kann, drücken muss, um ihn sich anzugucken, hier reicht nun ein einfacher kurzer Klick. Außerdem können jetzt viel schneller Freunde, mit denen man gerade etwas unternimmt, hinzugefügt werden. Es ist auch möglich, ein Bild von sich in die Mitte des Snapcodes, also dem QR-Code, durch den andere Leute einen besser finden können, einzubauen. Natürlich gibt es auch noch weitere neue Features.

  • BEATS 1 Golem.de: Apple Music: Beats 1 kann auch mit Android-Geräten gehört werden: Apple Music soll erst im Herbst diesen Jahres auch als App im Google Play Store verfügbar sein. Offiziell kann auch der Radiosender Beats 1 noch nicht auf Android-Geräten zu hören sein – inoffiziell aber schon: Twitter-Nutzer Benji R hat herausgefunden, dass man den unverschlüsselten Stream im Internet abrufen kann. Das funktioniert sowohl mit Chrome aber auch mit einem Android-Smartphone, das mindestens die Android-Version 4.1 installiert hat.

  • YOUTUBE GoogleWatchBlog: YouTube kündigt viele kleinere Verbesserungen für die mobile App und das Creator Studio an: Die Entwickler und Produktmanager von YouTube haben in einem kurzen Videoblog bekannt gegeben, woran sie zurzeit arbeiten. Gleichzeitig haben sie angekündigt, was für neue Funktionen in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommen. Es handelt sich hierbei zwar nicht um große Updates, aber immerhin ein paar kleine Veränderungen. Der Fokus liegt momentan vor allem auf der mobilen Version der Videoplattform.

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Fashion meets Tech: Outfittery lässt 3D-Scanner bauen

In 8 Wochen bauten Studierende einen 3D-Drucker für das Startup Outfittery, der das Problem der hohen Rücksendungen von Online Shops lösen könnte. // von Felicitas Hackmann

3D-Scanner von Outfittery (Bild: Outfittery)

Es ist weitestgehend bekannt, dass Online Shops mit einer hohen Rücksenderate zu kämpfen haben. Das hängt häufig damit zusammen, dass Kleidung nicht passt. Ärmel zu lang, Hosenbein zu kurz? Outfittery hat deshalb einen 3D-Scanner entwickeln lassen, der Abhilfe schaffen soll.

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5 Lesetipps für den 11. September

In unseren Lesetipps geht es heute um die Erschaffung einer neuen Identität, das digitale Portemonnaie, Googles Passwort-Klau, das 3D-Abbild der Stadt Berlin und Türkeis neuem Gesetz. Ergänzungen erwünscht.

  • IDENTITÄT Süddeutsche: Mein zweites Ich: Curtis Wallen möchte sich gerne im Netz anonym bewegen, aber da dies leider nicht klappt, erschafft er sich schließlich in der Schattenwelt des Internets eine neue Persönlichkeit: Aaron Brown, dessen Profil er sich mithilfe von Photoshop aus sich selbst und seinen Mitbewohnern bastelte. Eine sehr lesenswerte Geschichte auf vier Seiten über einen Ausreißer in Zeiten der totalen Überwachung.

  • WIRTSCHAFT Badische Zeitung: Das digitale Portemonnaie: In Zukunft soll es immer häufiger möglich sein, Einkäufe mit dem Mobiltelefon zu bezahlen. Und mit Apples vorgestellter digitalen Geldbörse Apple Pay wird dieses Vorhaben vermutlich auch einen mächtigen Schub erfahren. Laut Apple reiche es aus, das Handy an ein Lesegerät zu halten und die Zahlung mittels Fingerabdruck zu bestätigen. Das Konzept des digitalen Portemonnaies ist allerdings nicht neu, schon mit Google Wallet konnte mit Android-Smartphones bezahlt werden, das aber auf wenige Handys beschränkt blieb.

  • GOOGLE Focus: Google bestätigt Passwort-Klau indirekt: Datensätze mit Log-in-Daten von fast fünf Millionen Googlemail-Nutzern aus russisch-, englisch- und spanischsprachigen Ländern sind angeblich im Internet aufgetaucht, betroffen seien insbesondere die russischen Nutzer. Es handelt sich dabei vermutlich um keinen Leak, sondern um die Resultate einer Reihe von Phishing-Attacken. Aber Google hat den Vorfall nur indirekt bestätigt und empfiehlt mal wieder stärkere Passwörter. Es ist ohnehin sehr ratsam, besonders schwierige Passwörter zu nutzen.

  • 3D-ABBILD Golem: Berliner Senat lässt ein 3D-Abbild der Stadt aufnehmen: Der Senat möchte einen einheitlichen und aktuellen Datenbestand des Berliner Straßenlandes aufbauen. Dazu lässt es die gesamte Stadt mit digitalen Kamerafahrzeugen vom Schweizer Unternehmen Inovitas in 3D vermessen. Pro Aufzeichnungstag kommen dann schon mal bis zu zwei TByte Bildmaterial zusammen. Im Gegensatz zu Google Street View werden die Aufnahmen allerdings flächendeckend und dreidimensional.

  • POLITIK Tagesspiegel: Türkei kontrolliert das Netz stärker, Internet-Sperren im Schnellverfahren: Die türkische Regierung hat in der Nacht zum Mittwoch ein neues Gesetz verabschiedet, das ihre Kontrolle über Internet-Inhalte in ihrem Land ausweiten soll. Die Internetbehörde TIB darf somit neuerdings Webseiten innerhalb von vier Stunden sperren, ohne dafür einen richterlichen Beschluss zu benötigen. Dies ist natürlich ein ziemlich großer Angriff auf die Meinungsfreiheit. Es bleibt allerdings offen, ob und wann das Verfassungsgericht etwas dagegen tun wird.

 

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Sponsored Post: Aktionskunst mit Fritten – McCain 3D Street Art

Dass die Kombination von Kartoffeln und Kunst nicht unweigerlich zu kindlichen Knollenstempel führt, beweist Pommes-Experte McCain mit seiner 3D Street Art Malerei.

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Da staunten die Passanten an der Bockheimer Warte in Frankfurt nicht schlecht, als sie am 13. und 14. Mai 2014 nichtsahnend durch Einkaufsmeile flanierten. Mitten auf dem Marktplatz tat sich direkt vor ihnen eine äußerst ungewöhnliche Bühnen-Szenerie auf: Statt Marktständen und parkender Autos empfing die Fußgänger ein strahlender Sonnenaufgang vor dessen Umriss sich eine mannshohe Gabel erhob auf der wiederum eine knackige, golden-braune Pommes thronte. Am liebsten würde man direkt in das gigantische Kartoffelstäbchen beißen wollen. Weiterlesen »

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Sanwa Stereoscopic-Viewer: 3D-YouTube-Brille für dein iPhone

Sanwa Stereoscopic-Viewer

Das Stereoscopic-Gadget ist von uns nicht ganz ernst gemeint, aber irgendwie doch ein Hingucker. Es hilft im wahrsten Sinne des Wortes in neue Welten einzutauchen. Das Gerät im Taucherbrillen-Design macht es nämlich möglich, 3D-YouTube-Videos gebührend über das iPhone zu konsumieren. Die Technologie ist allerdings recht klobig und erinnert an die ersten Augmented-Reality-Brillen aus den 60igern.

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The Third Life

Mit einer neuen 3D-Welt will die Wiener Firma Avaloop der beliebten Online-Welt „Second Life“ entgegen treten. „Papermint“ ist eine Welt ganz nach dem großen Vorbild, welche man jedoch ohne Einschränkungen kostenlos nutzen darf. Das Projekt will sich zukünftig über kostenpflichtige Inhalte – etwa Gebrauchsgegenstände, die man für seinen Avatar erwerben kann – und Werbung großer Firmen finanzieren. Direkt vom Start weg ist Coca-Cola als Hauptkooperationspartner mit an Bord.
Bis zum 25. 2. ist „Papermint“ noch in einem stark begrenzten Beta-Test zu begehen. Die Server für die neue Welt sind werktags nur zwischen 16:00 und 22:00, am Wochenende von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.
Dazu gibt es in Wien ab Samstag eine Ausstellung zum Launch des Spiels.
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