Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi: #SochiProblems

Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi – nicht nur sportlich sorgen sie für Schlagzeilen. Auch die vielen Probleme im olympischen Dorf stehen hoch im Kurs. Toiletten, in die kein Toilettenpapier geworfen werden darf. Leitungswasser, dessen Farbe nichts mehr mit Wasser zu tun hat. Ein Präsident, der Unmengen an Geld in die Hand nimmt, um die Olympischen Spiele zu seinen Spielen zu machen. Die sozialen Netzwerke sind in diesen Tagen geprägt durch sie, oftmals jedoch nicht aufgrund sportlicher Erfolge oder Misserfolge, sondern wegen den Problemen, die vorherrschen in Russland. Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi und jede Menge #SochiProblems.

Es sind Spiele, die Russland in keinem guten Licht erscheinen lassen. Wirft man aktuell einen Blick auf Twitter und das, was dort rund um Olympia geschieht, dann stellt man fest: #SochiProblems spielt eine große Rolle. Zum Zeitpunkt der Recherche wurde #Sochi2014 in den vergangenen 24 Stunden 79.000 Mal getwittert, immerhin 25.000 Mal das Hashtag #SochiProblems (Analyse mit tame.it). Die Accounts @SochiProblem und @SochiProblems zählen rund 750.000 Follower. Zum Vergleich: dem offiziellen Account der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi – @Sochi2014 – folgen „nur“ knapp 230.000 Menschen.

Und was stört in Sotschi? Zum Beispiel das Wasser, wie man auf Twitter eindrücklich gezeigt bekommt. Oder Hotels, die nicht fertig werden. Oder Toiletten, jede Menge Toiletten. Es ist schon skurril, was in Sotschi geschieht.

Andere wiederum nehmen es mit Humor – und tauchen damit in der #SochiProblems – Timeline auf. Wenn man im Internet über Probleme in Sotschi diskutiert, dann wird das schon mal kreativ umgesetzt.

Andere wiederum wollen von #SochiProblems nichts wissen – neben Putin natürlich – und sprechen von #SochiSolution.

Mit dem Start der Olympischen Spiele dürfte aber auch der Sport wieder mehr in den Vordergrund rücken und die Freude über weitere Goldmedaillen für Deutschland das Netz beherrschen – zumindest in Deutschland.


Image (adapted) „Sochi Olympics Adler 03“ by Stefan Krasowski (CC BY 2.0)


Julian Heck

ist freier Journalist, Dozent und Lehrbeauftragter an der Hochschule Darmstadt. Er schreibt über die Themen Medien, Technik und digitale Wirtschaft. Zu seinen Auftraggebern gehören unter anderem etailment.de, LEAD digital, Mobilbranche, das Medium Magazin, MobileGeeks.de und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Vom Medium Magazin wurde der Südhesse 2013 unter die "Top 30 bis 30" Nachwuchsjournalisten gewählt. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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