myDetour Ausstellung – Notizen als Kunst on- und offline

detour_logo.jpgEine Belohnung für alle, die an Traditionen festgehalten haben! Das klassische Notizbuch ist wieder in Mode – oder immer noch. Wohl auch, weil es eine geschickte Verbindung zur Online Welt geschaffen hat. Die Notizbuchmarke Moleskine ruft nicht nur zu großen Sammlung auf, sondern stellt selbige auch in einer Online-Austellung für Kunstinteressierte bereit.

Große Kunst auf 5×18 Zentimetern. Wer seine Bilder, Skizzen oder Schriften in einem Moleskine Notizbuch oder in einem Buch eines anderen Herstellers mit der selben Größe festgehalten hat, bekommt nun die Chance bei der myDetour mitzumachen. Noch bis zum 15. November kann man sein kleines Kunstwerk an einer der fünf Sammelboxen in Berliner Buchhandlungen abgeben und am Wettbewerb teilnehmen. Eine Jury wählt die zehn besten Notizbücher aus. Sie werden Teil einer Ausstellung in Istanbul im kommenden Frühjahr. Alle Einsendungen werden zudem in das lettera27 Archiv aufgenommen – eine gemeinnützige Stiftung, die sich für das Recht auf Bildung in Entwicklungsländern einsetzt.

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Notizbücher, die bereits ins New York, London und Paris gesammelt wurden, sind noch bis zum 16. November im „Werkbundarchiv – Museum der Dinge“ in Berlin-Kreuzberg zu sehen. Ausgestellt sind Werke von internationalen Künstlern, Schriftstellern, Grafikdesigner, Architekten, Filmemachern und Illustratoren Parallel können ausgewählte Notizbücher der Aktion, die seit 2006 läuft, in einer Online-Dauerausstellung bestaunt werden. Die neuen Kunstwerke aus Berlin und den Städten, die noch folgen, werden ebenfalls dort aufgenommen. Wer sich nun gar nicht mit dem Notizbuch als traditionellem Speichermedium anfreunden kann, muss wohl noch etwas warten bis auch CDs oder USB-Sticks gesammelt werden oder einfach doch noch mal den guten alten Stift ausprobieren. Einen kleinen Trost gibt es aber doch noch: Ganze Notizbücher lassen sich zwar nur schwer hochladen, aber mit Fotos und Videos kann man sich an der Online-Ausstellung per Upload
beteiligen.

Meike Ullrich

Meike hat während des Studiums der Politikwissenschaft die digiatlen Potenziale für die Demokratie entdeckt und das Ganze u.a. mehrere Jahre in einer Public Affairs und PR-Agentur erprobt. Mittlerweile arbeitet sie im Kommunikationsbereich der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und setzt dort Maßnahmen für verschiedene Bildungsprogramme um – digital und auch ganz klassisch, aber immer auf der Suche nach neuen Ideen und Entwicklungen.


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