Mut zur Wut – 1.475 Plakate die den Mund auf machen!

Mut zur WutMut zur Wut 2011: Plakate in der Heidelberger Innenstadt

Der Plakatwettbewerb Mut zur Wut, den wir als Medienpartner begleiten, hat seine 30 Favoriten aus insgesamt 1.475 Einsendungen gewählt. Vom 25. Juli bis zum 28. August werden die Finalisten nun im städtischen Raum Heidelbergs ausgestellt und gleichzeitig somit den Bürgern und allen Interessierten zur Wahl vorgestellt.

935 Teilnehmer aus insgesamt 56 Nationen haben es sich nicht nehmen lassen in der Zeit vom 1. April bis zum 31. Mai gesellschaftskritische Plakate bei dem Plakatwettbewerb Mut zur Wut einzureichen. Der Wettbewerb, der dieses Jahr nun zum dritten Mal stattfindet, ist somit schon während er läuft zu einem vollen Erfolg geworden. Erklärtes Ziel der Veranstalter ist es, dort Aufmerksamkeit zu schaffen, wo jegliche Kritikfähigkeit abtrainiert wurde.

em 2012 ukraineGemeint ist damit der öffentliche Raum, der immer mehr durch Werbung und Konsumbotschaften untermauert wird und der keinen Platz mehr für freie Gedanken zulässt. Die Werbeflächen einzunehmen, die sonst der Reklame globaler Unternehmen versprochen sind, ist ein Vorgehen, welches sonst nur durch Aktivisten, wie denen von der Reclaim the Streets-Bewegung aus England oder anderen Culture-Jamming-Künstlern weltweit, vorangetrieben wird.

Die von einer internationalen Jury gewählten 30 Finalisten, werden ab dem 25. Juli für einen Monat in den Straßen Heidelbergs ausgestellt und auf ihre Weise, die Probleme unserer Welt in die Wahrnehmung der Menschen manövrieren. Binnen dieser Zeit werden wir euch, liebe Leser, jeden Tag eines der Plakate vorstellen und euch somit direkt zur Wahl eures Favoriten abholen.

Die diesjährigen 30 Finalisten sind:

01. Klaus Pinter (Österreich), 02. Antonio de Oliveira Netto (Brasilien), 03. Mehdi Pourian (Kanada), 04. Johnny Xu (China), 05. Yuese Chen (China), 06. Liang Che (China), 07. Jiang Yinggui (China), 08. Payam Abdolsamadi (Finnland), 09. Barbara Stehle (Deutschland), 10. Johannes Nathow (Deutschland), 11. Rahul Nair (Deutschland), 12. Sebastian Iwohn (Deutschland), 13. Andreas Paul (Deutschland), 14. Michelle Flunger (Deutschland), 15. Frank Ortmann (Deutschland), 16. Michael Allocca (Deutschland), 17. Lilly Urbat (Deutschland), 18. Peter Brücker (Deutschland), 19. Kleon Medugorac (Deutschland), 20. Maryam Khaleghi Yazdi (Iran) 2x, 21. Toshifumi Kawaguchi (Japan), 22. Si In Lo (Macao), 23. Fabiola Vera (Mexiko), 24. Victor Santos (Mexiko), 25. Elmar Sosa (Mexiko), 26. Moises Romero (Mexiko) 2x, 27. Julien Joliat (Schweiz) 2x

Wer sich die 1.475 Einsendungen einmal genauer anschauen möchte, der kann dies auf der Webseite von Mut zur Wut seit kurzem tun. Auf insgesamt 10 Seiten, sind die hervorragenden Werke, die es alle ins Finale verdient hätten, ausgestellt.


Fußnote: Mein Kollege Daniel Krauß und ich haben auch ein Plakat beigesteuert. Leider sind wir nicht bis ins Finale gekommen. Aber es hat Spaß gemacht mitzumachen. Das Plakat „Erde“ findet Ihr auf Seite 8.


Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


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