Mobile World Congress – Das neue Google HTC Magic

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Foto: links Google G1, rechts das neue Google Magic
Das T-Mobile G1 mit dem Google Betriebssystem Android wurde ja schon im letzten Jahr viel diskutiert. Als potenzieller iPhone-Gegner ruhten auf dem Google-Telefon viele Hoffnungen. Jetzt hat Google beim Mobile-World-Congress breites eine Neuvorstellung veröffentlicht

Besonderheit beim G1 war, dass man hier Programme parallel ausführen kann. Der iPhone-Nutzer weiß hingegen, dass man ein Programm erst schließen muss, bevor man sich in ein anderes begeben kann. Ein weiterer Kritikpunkt an dem damaligen Gerät war die angebotene Datenflatrate, die keine echte Flatrate ist. Sobald man 1 Gigabyte Datentransfer überschritten hat, wird die Geschwindigkeit auf mieses ISDN-Niveau gedrosselt – auch eine Form der Einsparmöglichkeit.

Größter Kritikpunkt meinerseits: Man kann seine Daten nicht mit dem PC synchronisieren. Nach Google-Aussagen, solle man seine Daten über das Google-Onlineportal abwickeln. Aber ob da jeder Lust hat, seine Daten zunächst einmal durch das Internet zu schicken, wage ich zu bezweifeln. In den USA kann man seit Endce 2008 das G1 bekommen. In Deutschland ließ es leider bis dieses Jahr auf sich warten. Auf dem Mobile World Congress im spanischen Barcelona, gab es dieses Jahr dann schon eine Google-Neuvorstellung.

Getauft wurde das neue Google-Phone auf den Namen „HTC Magic„. Auch auf diesem Modell läuft wieder das Betriebssystem Android. Nur darf es dieses mal nicht der Provider T-Mobile, sondern Vodafone verkaufen. Der größte Unterschied zu dem Vorgängermodell „G1“ sticht einem auch sofort ins Auge und man fragt sich, wo nur die Tasten geblieben sind?

Bei genauerer Betrachtung muss man dann allerdings feststellen, dass doch ein großer Teil gleich geblieben ist. Zwar findet man beim „Magic“ keine ausklappbare Tastatur, jedoch verwendet es den anscheinend gleichen Touchscreen wie das Vorgängermodell. Allerdings hat Google sich auch ein bißchen was Neues einfallen lassen: Nachdem man auf Google in der letzten Zeit schon so einige Neuerungen feststellen konnte, wie zum Beispiel das Hochfahren von Werbebannern in Videos, gibt es beim „Magic“ nun auch eine direkte Verknüpfung zu YouTube.

Während man bei dem „G1“ nur Fotos machen konnte, kann das Magic auch Videos aufzeichnen und diese direkt in zu YouTube hochladen. Kleiner Kritikpunkt dürfte jedoch sein, dass deutsche Kunden keine Auswahl bei der Farbe haben werden. Hergestellt wird das „Magic“ nämlich in schwarz und weiß. Jedoch haben die deutschen Kunden nur die Möglichkeit, ein schwarzes Handy zu bestellen. Das weiße Modell ist nur dem Markt in Großbritannien, Spanien und Frankreich vorbehalten. Wer jedoch freie Auswahl bei der Farbe als auch beim Anbieter haben möchte, muss sich wohl auf den Weg nach Italien machen. Da könnt ihr sowohl die Farbe, als auch den Provider frei wählen.

Zweite Neuerung sind die Stereo-Bluetooth-Funkkopfhörer, die auf der A2DP Technik basieren. Diese ermöglichen kabellosen Musikgenuss.

Aber sind es diese beiden Unterschiede wert auf das „Magic“ umzusteigen? Wer den Schritt wagt, bekommt zwar schicke Kopfhörer und eine Camcorderfunktion, jedoch muss man auf die ausklappbare Tastatur verzichten, die gerade beim Surfen im Internet einige sehr zu schätzen wissen. Leider gibt es bisher noch keine genauen Preisangaben seitens Google und Vodafone. Ob das neue Google-Phone wirklich die hochgesteckten Erwartungen erreicht und seinem Ruf als iPhone-Killer gerecht wird, wage ich allerdings zu bezweifeln. Vor allem im Bereich der Business-Kunden sind vor allem Geräte wie die Blackberry’s von RIM sehr beliebt. Sie lassen sich schnell und einfach synchronisieren und bieten die viel geliebte Push-Funktion. Meiner Meinung nach wird es äußerst schwer werden, die bisherigen iPhone oder Blackberry-User zu einem Kauf des Google-Handys zu überzeugen.

André Paetzel

ist 21 Jahre jung und seit 2007 als Blogger unterwegs. Zurzeit macht er eine Ausbildung in der Werbebranche und schreibt auf seinem Blog LogoLook über Logos, ihre kreativen Schöpfer und die Unternehmen, die dahinter stehen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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