Neues Feature für Google+: Curation durch Collections

Das von vielen bereits totgesagte Google+ bekommt nach längerer Zeit ein umfassendes Update. Mit Google+ Collections kommt nun ein Feature, das die Erstellung von Themenblöcken ermöglicht. Bislang wurden Posts auf dem sozialen Netzwerk Google+ automatisch mit einem Hashtag versehen. Auf diese Weise wurden verwandte Beiträge miteinander verknüpft, wodurch Nutzer tiefer in Themengebiete eintauchen konnten. Diese Funktion wird künftig von Google+ Collections ersetzt. Ähnlich wie beim Konkurrenten Pinterest, können Nutzer nun ihre Postings in einzelne Themenseiten sortieren.

Funktionen und Features

Bei der Veröffentlichung von Beiträgen hat man nun die Option, den Beitrag zu einer Collection hinzuzufügen. Somit lässt sich ein Themenblock erstellen. Dabei handelt es sich um eine Art virtuelle Galerie, in der sich neben Fotos auch Links und Videos sammeln lassen. Die Nutzer können dabei entscheiden, welche Beiträge angezeigt werden. Auch ältere Beiträge sind dadurch länger sichtbar. Vom Aufbau her orientiert sich Google+ Collections eng an Google+ Profilen und Seiten.

Mit Google+ Collections hat man außerdem die Möglichkeit, Inhalte gezielt zu einem bestimmten Thema zu kuratieren. Das hat zur Folge, dass Nutzer ausschließlich der Collection folgen und nicht allen Beiträgen. Diese Funktion lässt sich gut mit den Boards von Konkurrent Pinterest vergleichen.

Wenn man als Nutzer eine neue Collection erstellt, hat man die Option, die Sichtbarkeit auf öffentlich zu stellen. Tut man das, folgen automatisch alle Follower der Collection. Nutzer, die noch keine Follower sind, haben nun entweder die Möglichkeit dem Profil zu folgen oder aber nur der Collection. Der Ersteller kann selbstverständlich festlegen, wer Zugriff auf die Collections erhält.

Google+ Collections, wird ab sofort als Web-Version erhältlich sein und schubweise für Android freigeschaltet. Eine iOS-Version folgt. Voraussetzung für das Update ist die Verwendung der Google+-App in der Version 5.4.


Image (adapted) „Google Plus“ by India7 Network (CC BY 2.0)


Patrick Kiurina

ist seit 2015 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.


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