Ford für Vierbeiner

Das mosaische Gesetz, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, bekommt im vorliegenden Fall eine ganz neue Geltung. Keine Sorge, es geht nicht um Rache. Fahren kann manchmal laut werden. So kennen wir es zumindest noch von älteren Automodellen, wo man das Gefühl hatte im Motor zu sitzen. Um nicht komplett den Verstand zu verlieren, haben sich findige Ingenieure des US Autoherstellers Ford über dieses winzige Problem Gedanken gemacht. Um das Fahren lärmfreier zu gestalten, entwickelten sie ein ausgeklügeltes System, das unerwünschte Geräusche durch Gegengeräusche neutralisiert. Dieses intelligente Verfahren nennt sich Active Noise Control bzw. Active Noise Cancelling: kurz ANC.

Die Idee wurde nun auf skurille, aber effektive Art weiterentwickelt. So stellte Ford neuerdings ihren Prototypen einer Hundehütte vor – mit exakt derselben Technologie. Jetzt fragt man sich natürlich, inwiefern Hunde von Lärm betroffen sind, außer sie gehen freiwillig zu einem Metal Konzert von Manowar. Die Antwort ist Silvester. Der ohrenbetäubende Lärm verursacht nämlich bei den Vierbeinern enormen Stress. Da Hundeohren eine feine Sensorik besitzen, reagieren sie auch dementsprechend auf laute Geräusche.

Das Design

Die Hütte selbst mutet wie ein futuristisches Gebilde eines Stararchitekten an. Das kubistische Design und der Stil erinnern ein wenig an die Inszenierungen von modernen Hütten in den Alpen. Das Dach zieht sich spitz nach oben und ist nach vorne geneigt, während der hinter Teil nach unten abfällt. Die Wand ist mit Mikrofonen ausgestattet, welche die Geräusche aufnehmen und im Inneren mit Gegenfrequenzen gegensteuern. Darunter befindet sich eine zusätzliche Korkwand, um weitere Geräusche zu dämpfen. Die automatische Glastür und eine Lampe runden das ganze ab. Inwiefern dieses Modell in Serie geht scheint hingegen nicht sicher, da Ford ausdrücklich von einem Versuchsmodell spricht. Es scheint auch vielmehr eine Werbekampagne für das eigen entwickelte ANC System zu sein.

Nun feiert der Mensch nur einmal im Jahr Silvester. Der aufwendige Stil lässt den Preis nur erahnen. Ob sich der Aufwand auszahlt, kann jeder selbst entscheiden. Ein Blickfang ist es in jedem Fall.


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ist ein Philosoph auf Abwegen und neuestes Mitglied des Netzpilotenteams, der nun das wundersame Experiment des Praktikantentums wagt. Die zunehmende Digitalisierung erfordert manchmal Hinlenkung, nein mehr noch, es verlangt die Hingabe des Einzelnen an eine substantielle Idee, ergriffen davon will er noch mehr. Digitales Denken klingt wie ein Hybrid. Durchlöchern wir diese unsichtbare Kuppel mit einer Laserkanone.


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