Weihnachtsbäume online mieten

Der Weihnachtsbaumkauf ist für viele von uns eine alljährliche Tradition. Für viele läutet das Aufstellen des Baums die Weihnachtszeit ein und ich selber mag dieses Ritual sehr gerne. Irgendwie gehören dazu auch das Schleppen des Baumes sowie das entsorgen des vertrockneten Baumes im Frühjahr dazu. Bisher war mir aber gar nicht bewusst, wie viel Müll wir damit eigentlich produzieren und wie unsinnig es eigentlich ist, dass wir jedes Jahr einen Baum erst schlagen und schließlich einfach wegschmeißen. Der Trend Weihnachtsbäume online zu mieten, wirkt genau diesen Problemen entgegen, während er die Weihnachtsbaum-Tradition am Leben erhält.

Tschüss vertrockneter Weihnachtsbaum

Anbieter wie weihnachtsbaumfreunde.de, wundertree.co oder www.rent-a-plant.de machen es möglich, sich einen Weihnachtsbaum direkt nach Hause liefern zu lassen. Das schöne daran: Die Bäume sind lebendig. Somit nadeln sie natürlich auch viel weniger als tote Bäume und sehen viel länger frisch aus. Nach der Weihnachtszeit werden die Bäume einfach wieder eingepflanzt. Manche Anbieter verwenden sie erneut als mietbaren Weihnachtsbaum, andere versuchen so Stück für Stück einen neuen Wald entstehen zu lassen.

Ein neuer Trend?

Tatsächlich lässt sich beobachten, dass die Möglichkeit, Weihnachtsbäume online zu mieten zu einem regelrechten Trend geworden ist. So gibt es mittlerweile Shops, die einzig und alleine darauf ausgelegt sind, Weihnachtsbäume zu vermieten. Hier kann man die Bäume ganz bequem bestellen und sie schließlich nach Weihnachten wieder zurücksenden oder abholen lassen.

Wundertree

Wundertree.co ist eben so ein Shop. In feinster Start-Up Manier hat man hier einen Online-Shop aufgezogen, in dem ihr Weihnachtsbäume in drei Größenordnungen bestellen könnt. Das Mieten der Bäume funktioniert allerdings nur in und um Berlin. Dabei sind die Preise mit 70 Euro für einen 1,20 Meter hohen Baum nicht ganz ohne. Allerdings werden diese Bäume, die laut Anbieter A+ Qualität haben, nicht nur aufgezogen, sondern in der Nähe von Brandenburg auch wieder eingepflanzt. So etwas kostet Geld. Das wird entweder via Kreditkarte oder PayPal gezahlt. Allerdings schreibt der Anbieter auch, dass eine alternative Möglichkeit gefunden werden kann, sollte keine der Zahlmethoden vorhanden sein. Laut Wundertree ist man für dieses Jahr übrigens bereits ausverkauft. Abgeholt werden die Bäume schließlich in der ersten Januar Woche.

Screenshot derSeite Wundertree / angefertigt von Moritz Stoll
Wundertree hat einen sehr modernen Online-Auftritt. / Screenshot von Wundertree – angefertigt von Moritz Stoll

Weihnachtsbaumfreunde

Weihnachtsbaumfreunde.de ist zumindest des Facebook-Auftritts nach zu Urteilen bereits seit 2017 im Business. Allerdings hat man hier einen etwas weniger „duchgestylten“ Internet-Auftritt als bei Wundertree gewählt. Die Website sieht um ehrlich zu sein, etwas altbacken aus. Die Auswahl ist bei Weihnachtsbaumfreunde dafür aber etwas größer. Statt einer Tanne in drei Größen könnt ihr hier zwei verschiedene Baum-Arten mieten. Neben der in Deutschland üblichen Nordmanntanne gibt es auch die in den USA übliche Fasertanne. Eine 1,20 Meter große Nordmanntanne kostet in etwa 65 Euro und ist somit etwa günstiger als bei Wundertree. Gezahlt wird mit Paypal, Klarna oder via Vorkasse.

Im Januar können wird der Baum dann entweder selbst zurückgesendet, abgeholt oder aber behalten. Die Miete der Weihnachtsbäume funktioniert dabei überall innerhalb Deutschlands. Wer den Baum allerdings abholen lassen und nicht selbst zurücksenden will, ist an gewisse Daten und Orte gebunden. Eine Übersicht der Städte mit ihren jeweiligen Terminen findet ihr hier.

Screenshot der Weihnachtsbaumfreunde.de Website / angefertigt von Moritz Stoll
Der Online-Auftritt von Weihnachtsfreunde.de kommt etwas „bodenständiger“ daher. / Screenshot von Weihnachtsbaumfreunde – angefertigt von Moritz Stoll

Rent-A-Plant

Rent-A-Plant.de ist nicht bloß ein Anbieter, bei dem ihr Weihnachtsbäume online mieten könnt. Hier gibt es diverse weitere Pflanzen zur Miete. Allerdings ist der Bestellprozess auf digitaler Ebene nicht ganz so weit wie bei der Konkurrenz. So müsst ihr hier erst ein PDF herunterladen, ausfüllen und per Mail zurücksenden. Auch in Sachen Bezahlmethoden beschränkt man sich auf die klassische Rechnung. Vorteil: Wer Zeit sparen möchte, kann die Pflanzen direkt selber abholen. Außerdem sind die Pflanzen hier am günstigsten. So bezahlen wir hier für die 30-tägige Miete einer 1,20 Meter hohen Nordmanntanne circa 25 bis 40 Euro. 

Das Klima sagt „Danke“

Ein weiterer Vorteil der online Weihnachtsbaumvermietung ist der, dass die Bäume nach der Weihnachtszeit nicht mehr bloß als Müll auf der Straße landen. Stattdessen werden sie einfach zurückgeschickt und können wieder eingepflanzt werden. Das ist nicht nur deutlich sinnvoller, als die Bäume einfach als Müll zu verbrennen, es tut auch der Umwelt um Einiges besser. So wurden laut einer Statistik von Statista 2018 rund 29.8 Millionen Weihnachtsbäume in deutschen Haushalten aufgestellt. Das bedeutet, dass eben diese 29.8 Millionen Weihnachtsbäume auch gefällt wurden und somit kein CO2 mehr aufnehmen können.

Hinzu kommt, dass die meisten dieser Bäume entsorgt und dabei in der Regel verbrannt werden. Das wiederum setzt zusätzliches CO2 frei und beschleunigt so den Treibhauseffekt aktiv.

Eine tolle Sache

Ich finde die Idee, Weihnachtsbäume einfach zu mieten großartig. Dieser Trend ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Digitalisierung dabei helfen kann, die Probleme unserer Zeit zu lösen. Durch Online-Shops wie die Wundertree, Weihnachtsbaumfreunde oder Rent-A-Plant wird das Mieten stark vereinfacht und spart einem das Geschleppe in der Vorweihnachtszeit. Hinzu kommt der Aspekt des Klimas. Es ist unbestreitbar, dass es der Umwelt um einiges besser tut Bäume nicht zu verbrennen sondern einfach Baum sein zu lassen.


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Moritz Stoll

kann ALLES... solange er googlen kann. Hat außerdem Medieninformatik studiert, ist als Redakteur fester Bestandteil der Netzpiloten-Redaktion, macht den Netzpiloten-Podcast Tech und Trara und arbeitet nebenbei als freiberuflicher Programmierer. Die Digitale Welt ist für ihn ein Ort voller Möglichkeiten und spannender Technologien, um damit Neues zu erschaffen, ganz viel auszuprobieren und sich in den vielen Ideen manchmal auch etwas zu verheddern.


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