Alle Beiträge zu Generation

Gefährden Altmedien den Digitalstandort Deutschland?

Kaum ist der von der Bundesregierung angekündigte „Digitalpakt“ Gegenstand der (veröffentlichten) öffentlichen Diskussion, schon finden sich die üblichen KulturpessimistInnen und bemühen sich um die altbekannten Gefahrennarrative der Förderung des „Häppchenwissens“ und der digitalen Überforderung der jüngeren Generationen dieses Landes. Pensionierte Lehrer in einflussreichen Positionen meinen, immer noch auf der Höhe [...]
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Zwischen Supporthotline und Smartphonenostalgie

All about smartphones (adapted) (Image by Denis Dervisevic [CC BY 2.0] via Flickr)
Das neue Handy ist kaputt. Es ist erstaunlich, wie sich die Rückkehr zu einem aus der Mode gekommenen Handy anfühlt und welche neuen Erkenntnisse über längst vergessene Einfachheit gewonnen werden. Das Internet und mein Smartphone – das sind zwei wichtige Bestandteile meines Lebens. Und da bin ich nicht die Einzige. [...]
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Nur Deutsche dürfen über Deutschland reden

Passentzug (adapted) (Image by Metropolico.org [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Wer keinen “deutschen” Namen hat, macht sich verdächtig, wenn er bei der Einwanderungs- und Flüchtlingsfrage nicht “deutsche” Positionen und das “deutsche Vaterland” verteidigt. Das riecht nach Interessenkonflikt. Wer nicht die richtige Abstammung hat, sollte sich doch mit seinen öffentlichen Äußerungen zurückhalten. Jedenfalls meint das eine Kölner Juristin im Disput mit [...]
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Die 68er-Generation in Politik und Wirtschaft

Hippies giving flower away (adapted) (Image by CasparGirl [CC BY 2.0] via Flickr)
Obwohl als „Alt-Hippies“ verrufen, bringen die 68er frischen Wind in die Führungsebenen. Aber auch sie stoßen an ihre Grenzen – wie das Beispiel Telekom zeigt. Die 68er-Bewegung war wohl weit mehr als eine Protestnote der revoltierenden Studenten gegen die Biedermeier-Atmosphäre der Adenauer-Ära. Liest man die jüngst herausgegebenen Autobiografien des Politik-Managers [...]
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Videokolumne vom 23. Februar 2014

Bildempfangsstörung (Bild Paulae [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons)
In der Videokolumne geht es heute um einen besonnenen Professor, eine quirlige Großstadtclique und brechende Gletscher. Am Ende fährt ein Hund Auto. // von Hannes Richter Wie geht die Gesellschaft mit Pädophilen um? Diese Frage wird wieder heiß diskutiert seit der Fall Edathy die politische Szene durcheinander gewirbelt hat. Mit [...]
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Die Generation Soz(us)agen

Die Generation Soz(us)agen

Eine ganze Generation tritt ab aus dem Mediengewese. Bald. Noch tritt sie hier und da auf in Gestalt von Peter Sloterdijk oder einem anderen selbst ernannten oder per öffentlichem Dekret bestellten Experten um die 60. Sie zeichnen sich aus durch ein hingemurmeltes „Sozagen“ was die Kurzform für sozusagen ist. Kein „Ähm“ und kein „Eigentlich“ geht ihnen über die Lippen, dafür eben ein tausendfaches Sozusagen. Ein Schelm, wer darin freudsches
Fehlverhalten sehen will, das amerikafeindlich ist. Das ist dann doch überschießende Deutung. Es geht um etwas Anderes.

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Wir, die Netz-Kinder

Der Dichter Piotr Czerski beschreibt einmal was die Generation „Netz“ so auszeichnet und wie es um das Lebensgefühl dieser Personen, die es betrifft, bestellt ist. Der Text ist ein wirklich lesenswertes Schaubild und auch ich konnte es mir nicht verkneifen, diesen für euch, liebe Netzpiloten-Leser, noch einmal zu crossposten.


Wir, die Netz-Kinder

Es gibt wohl keinen anderen Begriff, der im medialen Diskurs ähnlich überstrapaziert worden ist, wie der Begriff “Generation”. Ich habe einmal versucht, die “Generationen” zu zählen, die in den vergangenen zehn Jahren ausgerufen worden sind, seit diesem berühmten Artikel über die sogenannte “Generation Nichts”. Ich glaube, es waren stolze zwölf. Eines hatten sie alle gemeinsam: Sie existierten nur auf dem Papier. In der Realität gab es diesen einzigartigen, greifbaren, unvergesslichen Impuls nicht, diese gemeinsame Erfahrung, durch die wir uns bleibend von allen vorangegangenen Generationen unterscheiden würden. Wir haben danach Ausschau gehalten, doch stattdessen kam der grundlegende Wandel unbemerkt, zusammen mit den Kabeln, mit denen das Kabelfernsehen das Land umspannte, der Verdrängung des Festnetzes durch das Mobiltelefon und vor allem mit dem allgemeinen Zugang zum Internet. Erst heute verstehen wir wirklich, wie viel sich in den vergangenen 15 Jahren verändert hat.

Wir, die Netz-Kinder; die mit dem Internet und im Internet aufgewachsen sind, wir sind eine Generation, welche die Kriterien für diesen Begriff gleichsam in einer Art Umkehrung erfüllt. Es gab in unserem Leben keinen Auslöser dafür, eher eine Metamorphose des Lebens selbst. Es ist kein gemeinsamer, begrenzter kultureller Kontext, der uns eint – sondern das Gefühl, diesen Kontext und seinen Rahmen frei definieren zu können.

Indem ich das so schreibe, ist mir bewusst, dass ich das Wort “wir” missbrauche. Denn unser “wir” ist veränderlich, unscharf, früher hätte man gesagt: vorläufig. Wenn ich “wir” sage, meine ich “viele von uns” oder “einige von uns”. Wenn ich sage “wir sind”, meine ich “es kommt vor, dass wir sind”. Ich sage nur deshalb “wir”, damit ich überhaupt über uns schreiben kann.

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GENERATION TRASH

Es ist soweit. Wir bringen den Müll nicht mehr vor die Tür, wir holen ihn uns direkt ins Haus. Wir leben ihn, feiern ihn, kleiden uns darin ein. Eine ganze Generation huldigt dem Trash. Trash-TV, Trash-Musik, Trash-Literatur, Trash-Design, Trash-Talk, Trash-Fashion Party-Trash, Trash-Kultur.

Trash ist nicht Vintage, Used oder Second-Hand. Trash ist nicht Punk, Schlager oder Pop. Trash ist Trash.

Der Trash hat nicht nur als blaue, grüne und gelbe Tonne den Sprung in die Postmoderne geschafft. Er steht ebenfalls für ein geistloses, kulturelles Produkt, das sich in (un)gewollte, niveaulose Komik hüllt.

Sein Markenzeichen: hauptsache billig, absurd und ordinär. Und quasi über Nacht allgegenwärtig. Wir versinken im Trash.

Bei einer so extraordinären Präsenz stellt sich die Frage: Warum jetzt? Warum in dieser Intensität?
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