Smart Home: Die sicherste Alternative?

Mit neuer Technik und neuen Trends entstehen auch neue Herausforderungen. Das gilt ebenso im Bereich Smart Home. Dieser Begriff findet in unseren Haushalten immer mehr Anklang. Jeder Anbieter versucht, mit neuen Innovationen zu glänzen und seine Konkurrenz auszustechen. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob es immer so praktisch ist, wenn Kameras das Haus überwachen oder der Kühlschrank genau weiß, was ich noch einkaufen sollte.

Natürlich hört sich das im ersten Moment ziemlich spektakulär an – aber ist es das noch immer, wenn die hauseigene Überwachungskamera plötzlich intime Videos der Bewohner ins Internet stellt? Oder wenn Hacker Zugriff auf meine Systeme haben und genau wissen, wann ich nicht im Hause bin?

Die Meinungen sind geteilt

Umfragen zufolge sehen einige Nutzer Smart Home als sehr praktisch, energiesparend und einbruchssicher an. Nun koppelt sich die Euphorie auch mit negativen Gefühlen anderer Nutzer, wie beispielsweise die Sorge um die eigene Privatsphäre und dem Datenschutz, sowie die noch zu hohen Preise. Die Angst vor Hackern ist auch nicht unbegründet, da diese für das vernetzte Haus keine Brechstange mehr brauchen, sondern lediglich in die Tasten hauen müssen.

Infografik: Das Für und Wider des smarten Wohnens | Statista Wenn man sich von Anfang an mit dem Thema richtig auseinandersetzt und auf ein paar kleine Tipps und Tricks achtet, wie zum Beispiel potenzielle Schwachstellen beim WLAN ausmerzen oder bei der Passwortsuche sehr kreativ zu sein, dann ist man schon auf der sicheren Seite. Zudem sollte man sich keine kostenlosen Smartphone Apps herunterladen, denn auch bei Smart Home gilt: Qualität hat ihren Preis.

Welche Lösung ist die beste?

Es gibt viele Möglichkeiten sein Haus zu vernetzen und vor Einbrechern zu sichern. Auch die herkömmlichen „offline“-Methoden, um das Haus zu schützen, sind nicht immer die sichersten, manchmal sogar äußerst unpraktisch. Alarmanlagen mit Kabel sind teilweise mühsam zu installieren und auch nicht von jedem Vermieter erlaubt. Zeitschaltuhren sind oft nicht so individuell, als wenn man diese mit einem Smartphone von außerhalb steuert. Wie also kann man sein Haus perfekt sichern, was ist das beste Smart Home Starter-Paket?

Smart Home bietet für das intelligente Zuhause inzwischen die verschiedensten Arten, sein Haus zu schützen und Energie zu sparen. Profi-Alarmanlagen, Überwachungskameras, die Bilder auf unser Smartphone senden, Lichtschalter, die sich per App einschalten lassen. Es gibt viele nützliche Gadgets von den unterschiedlichsten Anbietern, wie beispielsweise RWE, Deutsche Telekom oder Mobilcom Debitel, die aber auch nicht immer einwandfrei funktionieren.

Laut Chip gibt es eine Reihe von nützlichen Überwachungskameras, wie beispielsweise die hochauflösende W-LAN basierte HD Gigaset elements Indoor-Kamera oder die Withings Home Kamera, mit ihrem eleganten Aussehen. Testberichte von verschiedenen Produkten sind immer von Vorteil, wenn man als Einsteiger sich mit dem Thema Smart Home auseinandersetzt. Hier kann man die Informationen sehr gut herausfiltern, ohne diese vorab selber testen zu müssen. Der Nutzer erfährt vorweg, wie er mit dem neuen Gerät umgehen und was er dazu noch beachten muss, welche Schwachstellen es eventuell noch hat und mit welchen Geräten es sich optimal verbinden lässt. Gerade bei Smart Home ist die Kompatibilität ein wichtiger Punkt, da viele Geräte miteinander vernetzt werden müssen, wenn man sein Zuhause intelligent gestalten möchte.

Aber welche Möglichkeiten gibt es noch, um sich und sein Haus zu schützen? Komplette Starter Sets werden schon an so vielen Stellen angeboten.

Mit sehr gut schnitt im Onlinetest beispielsweise auch die HomeMatic Zentrale CCU2 ab, die auf Online Portalen wie Amazon oder Otto.de zu finden ist. Eine weitere Haushaltssteuerungsmöglichkeit bietet das System mobilcom debitel Smarthome S, was schon für wenig Geld auch im Internet erworben werden kann. Wer neben dem Kameraschutz auch seine Heizung und Lampen steuern möchte, kann das auch sehr gut mit dem Telekom Smart Home Grundausstattungs-Paket.

Alt und neu verbinden ist eine gute Möglichkeit

Es ist leider in der jetzigen Zeit noch zu riskant, nur noch auf Smart Home zu setzen, wenn es um das Thema Sicherheit im Haus geht. Es gibt noch zu viele Schwachstellen, die ausgebaut werden müssen, ehe man komplett auf Smart Home setzen kann. Gerade durch die vielen Daten, die durch die Geräte durch die Weltgeschichte gesendet werden, besteht immer das Risiko von Hackern, angegriffen und überwacht zu werden. Nur auf herkömmliche Sicherheitsmethoden zu setzen, ist zwar einfach, macht aber auch nicht mehr viel Sinn, da sich oftmals Einbrecher bestens mit den altbewährten Sicherheitsmethoden auskennen und wissen, wie sie damit umzugehen haben. Aber dass noch ein Bewegungsmelder oder eine Überwachungskamera in der Wohnung auf sie wartet, erahnen sie in diesem Fall vielleicht nicht. Smart Home mit einem gut gesicherten Haus koppeln – das wäre doch eine gute Lösung!


Image (adapted) „GOJI Smart Lock“ by Maurizio Pesce (CC BY 2.0)


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Jennifer Eilitz

Jennifer Eilitz

kommt aus der Lüneburger Heide, hat Bibliotheks- und Informationsmanagement an der HAW in Hamburg studiert und arbeitet jetzt bei den Netzpiloten als Social Media Managerin. Wenn sie nicht gerade für die Netzpiloten schreibt, dann schreibt sie an ihren Romanen, die im Bookshouse und Edel Elements Verlag erscheinen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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