Amicella

KOLUMNEN

Kolumne: Miriam Pielhau

Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 14. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den “Nachteil” von Open Source für Google, den Medienwandel, gefährlichen Journalismus, Reddit vs. BuzzFeed und ein mögliches Uber-Verbot in Berlin. Ergänzungen erwünscht.

  • ANDROID Time.com: This Is the Biggest Threat Facing Google Right Now: Mit der Überschrift hat Jacob Davidson etwas übertrieben, aber vielleicht kann auch nur ein Journalist über den Verlust von Kontrolle so dramatisch schreiben. Lesenswert ist der Artikel trotzdem, auch wenn es Google überleben wird, dass Amazon mit dem Kindle Fire ein Smartphone entwickelt hat, das Googles mobiles Betriebssystem Android nutzt, dabei aber jegliche Google-Dienste von dem Gerät verbannt. Android ist eben ein auf Linux basierendes System, also Open Source. Vor dem Hintergrund dieser Tatsache, dürfte die zukünftige Strategie von Google durchaus interessant zu beobachten sein. Sie kann beweisen, dass entweder immer noch ein Marktriese fallen kann, egal wie dominant er momentan ist oder wie ein offenes System wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

  • MEDIENWANDEL Operation Harakiri: Jeder Satz ein Seufzer: Anfang der Woche haben die FAZ-Autoren Patrick Bernau, Rainer Hank und Winand von Petersdorff einen Debattenbeitrag zum Medienwandel veröffentlicht, den ich aufgrund seiner Belanglosigkeit nicht in unseren Lesetipps erwähnte. Im Jahr 2014 einen ratlosen Text zu schreiben, der auch aus dem Jahr 1999 hätte sein können, war dann irgendwie nichts, was wir hätten empfehlen können. Lesenswerter ist die Antwort von Ralf Heimann, die ich hier ausdrücklich empfehlen möchte. Besonders seinen Schlusssatz, einen wirklichen Beitrag zur Debatte: “Alle Journalisten, die mehr wollen, als nur ihre Privilegien zu retten, können sich über diese Entwicklung nur freuen. Allen anderen wünsche ich viel Glück!”

  • JOURNALISMUS BILDblog: Gefährlicher Journalismus: Im BILDblog schreibt Mats Schönauer über den sogenannten “Werther-Effekt”, also dem Phänomen, dass nach einer Berichterstattung über einen prominenten Selbstmord, die Selbstmordrate allgemein steigt. In den letzten zwei Tagen berichteten die Medien über den Suizid des Schauspielers Robin Williams, dies aber auf eine detaillierte und boulevardeske Art und Weise. Dadurch sollte dieser Teil des Journalismus durchaus als gefährlich eingestuft werden, denn ohne Rücksicht auf Folgeerscheinungen wie dem “Werther-Effekt”, verhalten sich die Medien hier verantwortungslos und das nur für mehr Klicks.

  • REDDIT ReadWrite: Is Reddit Dropping The Ban Hammer On BuzzFeed?: Nutzungsrechte sind im Urheberrecht oft eine spaßbefreite Angelegenheit, aber die neuesten Richtlinien von Reddit, wie mit Inhalt von der Seite des News Aggregators umgegangen werden soll, wenn man sie für ein Medium nutzen möchte, haben mich dann doch einmal zum Schmunzeln gebracht. Wenn z.B. Journalisten oder Blogger etwas schreiben und dabei Inhalte von Reddit nutzen, müssen sie vorher die Nutzer, die oft nur die URL von Inhalten hier veröffentlicht haben, um Erlaubnis fragen. Das bedeutet dann z.B., dass die Person, die einen unserer Netzpiloten-Artikel auf Reddit veröffentlicht, von da an die Nutzungsrechte verwaltet und nicht unsere Autoren. … Ja, wir verstehen es auch nicht, aber es soll wohl BuzzFeed ärgern oder so.

  • UBER Golem.de: Uber soll in Berlin verboten werden: Nach einem Wochenende in Magdeburg, in der es keinen Carsharing-Anbieter gibt, dessen Geschäftsgebiet gefühlt größer als zwei Fußballfelder ist und in der lokale Taxi-Unternehmen mit keiner Taxi-App zusammenarbeiten oder auch nur den Sinn elektronischer Bezahlung verstehen, fällt es mir gerade wieder etwas schwerer einzusehen, was an UberPop schlecht sein soll. Doch die Berliner Senatsverwaltung wird es mir vielleicht bald sagen können, denn es wird ein Verbot des Dienstes, vielleicht sogar von Uber an sich, in der Bundeshauptstadt geprüft. Ach ja, nach Magdeburg bin ich übrigens mit einer via Smartphone organisierten Mitfahrgelegenheit gekommen, dessen Fahrer von der Charakteristika irgendwie identisch mit den UberPop-Fahrern ist, nur mit den Unterschied, dass Taxis keine so langen Strecken fahren wollen und deshalb solche Dienste nicht im eigenen Interesse kriminalisieren.

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Daniel KuhnDer Relaunch hat Foursquare vor dem Absturz gerettet

Die Abwertung des Check-ins und der Split in zwei Apps sind umstritten, doch die Zahlen zeigen, dass der Schritt bitter nötig für Foursquare war.

Foursquare (Bild: John Fischer [CC BY 2.0], via Flickr)

Es kann sich eigentlich niemand beschweren, dass die Veränderungen bei Foursquare überraschend kamen. Seit mehreren Monaten hat das Unternehmen die Pläne angekündigt, die App in zwei Teile aufzusplitten. Und doch sind die Hardcore-Nutzer geteilter Meinung, nachdem Foursquare im Mai den Check-in in die neue App Swarm ausgelagert und vor einer Woche den Relaunch der Haupt-App durchgeführt hat. Doch der Spagat hat dem Location Based Service zumindest vorerst den Kragen gerettet.

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RedaktionBequem und stylisch: der Sitzsack fürs Smartphone

Damit es eure Smartphones auch am Arbeitsplatz bequem haben, verlosen wir 25 Handysitzsäcke, die uns SitzsackProfi zur Verfügung gestellt hat!

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Dank SitzsackProfi können wir euch 25 Sitzsäcke für das eigene Smartphone anbieten. Dadurch kann das eigene Smartphone bequem abgelegt werden, ohne dass man Kratzer oder Flecken befürchten muss und schick sieht es auch noch aus. Verlosen tun wir die praktischen Sitzsäcke unter den ersten 25 Neu-Abonnenten von einem unserer Newsletter – entweder den Klicktipp-Newsletter oder den News-Newsletter. Einfach anmelden und eine Mail an redaktion@netzpiloten.de mit dem Betreff “Sitzsack” und eurer Adresse schicken. Somit registriert ihr euch für das Gewinnspiel. Zusätzlich bietet uns SitzsackProfi an, dass wir den Neu-Abonnenten, die sich innerhalb der nächsten 14 Tage für einen unserer Newsletter anmelden, einen Gutschein-Code schenken, mit dem man noch mal 10 Prozent Rabatt bei Bestellungen auf Sitzsack-Profi.de bis zum 31.Dezember bekommt.

Also schreibt uns bis zum 26. August eine Mail an redaktion@netzpiloten.de und teilt uns mit, welchen Newsletter ihr abonnieren wollt, um einen Gutschein-Code von über 10 Prozent für SitzsackProfi zu bekommen und mit etwas Glück einen Sitzsack für euer Smartphone.


Lars SobirajAmazon lässt die Muskeln spielen

Erst traf es Time Warner und Hachette, Amazon will die Anbieter zu Preisnachlässen zwingen. Nun sind ausgerechnet keine Vorbestellungen mehr von Disney-Neuerscheinungen möglich. // von Lars Sobiraj

Jeff Bezos (Bild: James Duncan Davidson [CC BY 2.0], via Flickr)

Der Marktführer beim Online-Vertrieb von Büchern, E-Books, Musik-CDs und Spielfilmen lässt in den USA erneut seine Muskeln spielen. Fast kein neuer Disney-Titel kann mehr bei Amazon vorbestellt werden, die Funktion wurde schlichtweg außer Kraft gesetzt. Auch Time Warner wurde vor einem Jahr in ähnlicher Weise verwarnt, um deren Werke zu günstigeren Konditionen zu beziehen. Angeblich geschieht dies stets im Sinne der Konsumenten. Jetzt protestieren gegen dieses Vorgehen in der New York Times über 900 namhafte Schriftsteller.

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Jakob SteinschadenFacebook Messenger: Die Gründe für den App-Split

Die Ausgliederung der Direktnachrichten in eine eigene App hat zwei triftige Gründe: WhatsApp und Twitter. // von Jakob Steinschaden

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Facebook-Nutzer haben derzeit wieder einen Grund zum Jammern: Sie werden von den Machern des Online-Netzwerks derzeit dazu gezwungen, sich für das Empfangen und Versenden von Direktnachrichten die eigene App “Messenger” (gratis für iPhone, Android und Windows Phone) zu installieren – in der Haupt-App von Facebook wird man künftig private Nachrichten nicht mehr senden können. Diese Aufsplittung der Facebook-App in mehrere Unterfunktionen begründet Facebook mit einem besseren Nutzungserlebnis. Dank der eigenständigen Messenger-App würden User Antworten auf Direktnachrichten 20 Prozent schneller bekommen, heißt es seitens der Firma. [Mehr]


MediasteakMediasteak: Filetstücke der Mediatheken

Mediasteak präsentiert heute einen Taxifahrer im Irak, einen romantischen Jugendflirt, Alltagsqualen, die neue Nazi-Mode und die fünf wunderbaren Kurzfilme, die auf dem Mediasteak-Event vorgestellt wurden. // von Mediasteak

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 Wir – das sind Laura und Anne von Mediasteak – haben die tägliche Talksuppe und die faden Koch-Battles satt. Welcher Bauer den Superstar sucht und ob der Bachelor ein Topmodel wird, könnte uns nicht egaler sein. Doch wir wissen, Fernsehen kann auch Filet sein, eingetuppert in Mediatheken des Internets. Deshalb wetzen wir die Messer, um euch jeden Sonntag die Filetstücke der Mediatheken zu servieren. [Mehr]


Tobias SchwarzGoogle mal anders: Fluchtplan ins Grüne

Mit einer neuen Kampagne verwandelt Google seinen Dienst Google Maps in einen Fluchthelfer für geplagte Großstädter ins Grüne. // von Tobias Schwarz

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Die Berliner Agentur Heimat hat für Google Deutschland eine Kampagne entwickelt, die Nutzer inspirieren soll, mit Google Maps die Freizeit zu planen, die Umgebung zu erkunden und bisher unbekannte Orte zu finden. In einem Selbstversuch habe ich mich auf die Suche nach meinen nächsten Fluchtort begeben und dabei mehr entdeckt als nur ein grünes Fleckchen in Friedrichshain.

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Gunnar SohnWerbung im Internet

Die Online-Werber führen einen Krieg gegen die Internet-Nutzer, die sie als reines Klickvieh sehen. // von Gunnar Sohn

computer mouse (Bild: Pockafwye [CC BY 2.0], via Flickr)

Woher kommt der Hass auf die Onlinewerbung, fragt sich Unternehmensberater Nicolas Clasen im brandeins-Streitgespräch mit Stephan Noller, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Targeting-Spezialisten Nugg.ad. Die meisten Banner seien hässlich und nervig. Das habe nichts mit der Anmutung einer Print-Anzeige zu tun und auch nicht mit dem Humor eines Werbespots. „Diese Banner sind einfach nur belästigend, weil nicht verstanden wurde, wie Werbung wirkt. Das liegt auch daran, dass die besten Werbeleute immer noch für Print und TV arbeiten.“ [Mehr]


Tobias SchwarzOne Spark: “Crowdfunding wird Altbewährtes auflösen”

Am 13. September findet das internationale Crowdfunding-Festival “One Spark” in Berlin statt – wir haben uns mit dem Veranstalter Travis Todd unterhalten. // von Tobias Schwarz

Travis Todd

Im letzten Jahr fand das “One Spark Festival” erstmals statt. Bereits ein Jahr später hat es das Crowdfunding-Festival von Jacksonville in Florida an die Spree nach Berlin geschafft. Hier vor Ort versuchen die Veranstalter zusammen mit New Thinking, Silicon Allee und APCO an den Erfolg von 2013 anzuschließen. Wir haben uns mit dem Veranstalter Travis Todd über die Europa-Premiere unterhalten und was uns am 13. September in der Berliner Platoon Kunsthalle erwartet.

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Nico Lumma30 Jahre Email in Deutschland – und immer noch nichts gelernt

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um den 30. Geburtstag der Email. // von Nico Lumma

Email (Bild: Bruno Girin [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Michael Rotert, der Vorstandsvorsitzende des Branchenverbandes eco, ist derzeit ein gefragter Mann. War er es doch, der vor 30 Jahren die erste Email aus den USA empfing. Seitdem ist in Sachen Email eigentlich nicht viel passiert. Der grundsätzliche Aufbau der Emails ist gleich geblieben, ebenso wie die Grundannahme, dass der Empfänger am Empfang einer Email grundsätzliches Interesse hat, egal wer der Absender ist.

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