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KOLUMNEN

Kolumne

Tobias SchwarzLesetipps für den 6. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Journalismus bei LinkedIn, Vice und der Huffington Post, sowie den Kampf Fernsehen vs. YouTube und das Silicon Valley. Ergänzungen erwünscht.

  • LINKEDIN Digiday: How Dan Roth became the most powerful editor in business publishing: Auf Digiday erklärt John McDermott anhand von Dan Roth die Entwicklung von LinkedIn, dem sozialen Netzwerks für Berufstätige, hin zu einer der wichtigsten Plattform für Content. Was Facebook gerne schaffen würde, sich aber nur durch einen die Medien in einer für sie ungesunde Abhängigkeit zwingenden Algorithmus zu helfen weiß, hat LinkedIn durch sein Netzwerk und gezielt für sie und von ihnen erstellte Inhalte geschafft. LinkedIn ist nur ein Teil der Zukunft des Journalismus und hat eher etwas von einem Blogging-Netzwerk als einer Tageszeitung, dafür sieht man an LinkedIn besonders gut die sich auflösenden Trennlinien zwischen für Öffentlichkeit sorgenden Akteuren. Für einige Menschen könnte LinkedIn wichtiger und lesenswerter als die Süddeutsche Zeitung sein.

  • FERNSEHEN Broadmark: Tod dem Fernsehen – es lebe die Glotze!: In seiner Kolumne auf Broadmark.de befasst sich Thomas Langhammer mit der These, dass das Internet das herkömmliche Fernsehen überflüssig macht. Und um das Fazit vorwegzunehmen: dazu wird es so schnell nicht kommen, was Langhammer gut erklärt und auch an Zahlen belegt. Denn während wir bei YouTube-Stars mit meiner Meinung nach wirklich nichtssagenden Inhalten über Klickraten in Millionenhöhe reden, macht die bisherige Fernsehindustrie Geschäfte im Milliardenbereich. Da kann zwar auch YouTube-Betreiber Google mitreden, aber eben sonst niemand auf der Videoplattform.

  • SILICON VALLEY Silicon Valley Business Journal: Google buys Redwood City office park Pacific Shores from Blackstone Group’s Equity Office Properties: Als gebürtiger Magdeburger habe ich in den Neunziger Jahren nur die Folgen einer von der Industrie verlassenen Region gesehen, die jahrzehntelang von Unternehmen geprägt wurden und denen sich nahezu die gesamte Stadt unterordnete. Eigene Bahnhöfe, Eisenbahnlinien, Kultureinrichtungen, etc. gehörten einst zum Stadtbild, wie später die mir bekannten Ruinen all dessen. Im Silicon Valley kann man zur Zeit den Anfang einer solchen Entwicklung beobachten, wo Google sich in alle Himmelsrichtungen ausbreitet, riesige Gebiete und Bürokomplexe aufkauft, sowie eigene Verkehrsmittel wie z.B. Fähren plant. Ein Ende des Tech-Booms scheint zwar unwahrscheinlich, aber auch die Automobilindustrie verließ irgendwann Detroit und in Magdeburg kann man vom einst die Stadt prägenden “Schwermaschinenbau-Kombinat Ernst Thälmann (SKET)” nur noch Reste finden und viele Ruinen.

  • VICE Gawker: Vice Requires Writers to Get Approval to Write About Brands: Das Medienunternehmen Vice mit seinem kostenlosen Printmagazin, diversen Websites und Kanälen in den sozialen Netzwerken, gehört wohl zu den in den letzten 10 Jahren am meist beachtetesten Medien der Welt. Vice verstand es Geld zu verdienen, was bekanntlich aus den Werbebudgets der Wirtschaft kommt. Im besten Fall hat dieses Verhältnis keine Auswirkung auf die Redaktionen und den dort betriebenen Journalismus, im wirtschaftlich geprägten Fall allerdings schon, wie neue Mails eines Freelancers zeigen, der regelmäßig für die Vice schrieb. Das Verhältnis zu den Marken steht scheinbar noch vor dem journalistischen Anspruch der Autoren. Und so führt man heute ein Geld verdienendes Medienunternehmen, wenn man es nicht schafft, dass Journalismus das eigentliche Geschäftsmodell ist.

  • MEDIENWANDEL Huffington Post: Warum die eigentliche Revolution erst noch bevorsteht: Sebastian Matthes, Chefredakteur der deutschen Ausgabe der Huffington Post, sieht den eigentlichen Medienwandel im mobilen Konsum von Journalismus. Die Leserschaft findet Artikel nicht mehr bei den Medien, sondern durch Freunde in sozialen Netzwerken. Was ich für gefährlich halte, ist für Matthes die Zukunft, wenn sich was in den Redaktionen ändert, “denn in sozialen Medien sind mitunter andere Texte gefragt. Niemand verteilt trockene Nachrichten an seine Freunde weiter.” Und das ist das Problem an dieser Entwicklung, denn dadurch kommt es erst zu solchen Artikeln wie denen der HuffPo: “Bonzen-Bayern: Der Freistaat will den Rest Deutschlands im Stich lassen”, “Costa Concordia: Unglaublich, was die Geliebte des Kapitäns enthüllt”, “So erfuhr eine Mutter, dass ihr Sohn im Heiligen Krieg starb” und “Warum schwule Priester perfekt für die katholische Kirche sind”. Ich glaube aber, dass Leser durchaus Qualität akzeptieren und auch teilen, wenn sie sie angeboten bekommen.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 25 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: “Durchgedreht mit…“.


Anna-Maria LandgrafKönnen Wearables den Journalismus bereichern?

Immer mehr Medienunternehmen investieren in Wearables. Google Glass und Smart Watches wie Samsung Gear S bieten viele neue Vorteile für Journalisten und Rezipienten – eine Entwicklung im Journalismus von mobile zu wearable? // von Anna-Maria Landgraf

Samsung Gear S (Bild: SamsungTomorrow [CC BY-NC-SA 2.0], via Flickr)

Im Oktober kommt die Smartwatch Samsung Gear S auf den Markt, Apple plant eine eigene Apple Watch für das Frühjahr 2015 und weitere Wearables werden folgen. Etablierte Medien reagieren mit Innovationswillen: große Namen wie CNN, New York Times oder The Guardian setzen sich bereits mit der Technologie auseinander.

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Julian HeckSmartwatches: Innen hui, außen pfui

Die ersten Smartwatches erinnern eher an die ersten klobigen Handys als an schicke Gadgets. Dabei ist der Mode-Faktor nicht zu unterschätzen, wie sich langsam zeigt. // von Julian Heck

AppleWatch (Bild: Apple)

Neu ist eine solche Entwicklung nicht: Wenn eine neue technische Gerätegruppe produziert wird, dann sind die ersten Modelle in der Regel keine edlen Schmuckstücke. Man erinnere sich noch an die ersten Mobiltelefone von Siemens oder Nokia, die heute jedes Festnetztelefon im unhandlichen Format übertrumpfen.

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Nico LummaDummheit und enttäuschtes Vertrauen in Technologie

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um Vertrauen in Technologie. // von Nico Lumma

Günther Oettinger soll EU-Kommissar für die Digitale Wirtschaft werden und bei der Befragung sagte der den Satz: “Wenn jemand so blöd ist und als Promi ein Nacktfoto von sich selbst macht und ins Netz stellt, kann doch nicht von uns erwarten, dass wir ihn schützen. Vor Dummheit kann man die Menschen nur eingeschränkt bewahren.” – Dieser Satz wurde ihm auf Twitter und anderswo von der vermeintlichen Netzelite um die Ohren gehauen.

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Daniel KuhnDemonstranten nutzen FireChat, um Internetsperren zu entgehen

Nachdem die chinesische Regierung Instagram als Kommunikationskanal für die Demonstranten geblockt hat, organisieren diese sich dank FireChat per Mesh-Netzwerk. // von Daniel Kuhn

Revolution (Bild: umbrella revolution_4738 [CC BY 2.0], via Flickr)

Früher hatte jede Revolution einen Helden aus Fleisch und Blut, heute dagegen eine Technologie, die sich in den Protesten gegen die Regierung einen Namen macht. Bei den Unruhen in London war der BlackBerry Messenger noch das Kommunikationsmittel der Wahl, Twitter hat eine essentielle Rolle beim Arabischen Frühling gespielt und in der Türkei konnten die Internetsperren mit VPNs umgangen werden. Auch die Proteste in Hong Kong haben einen technologischen Helden, die Messenger-App FireChat, die dank Mesh-Netzwerk auch ohne Internetverbindung genutzt werden kann. [Mehr]


Helge DenkerWarum kommt Google nicht aus Deutschland?

Zwischen den Startup-Szenen in Deutschland und den USA gibt es große kulturelle Unterschiede. Wer auf der anderen Seite erfolgreich sein will, sollte diese kennen. // von Helge Denker

Startup workshop (Bild: Apps for Europe [CC BY 2.0], via Flickr)

Auf der einen Seite der zupackende, kalifornische Gründergeist mit leicht psychosozialen Defekten, der an seine Idee glaubt und unbeirrt an ihr festhält. Auf der anderen Seite der gemütliche, freizeitorientierte Deutsche, der aus lauter Angst vor dem Erfolg am liebsten kleine Brötchen backt und das Risiko scheut. Ist der Unterschied zwischen den Gründer-Szenen in den USA und Deutschland so einfach zu erklären? [Mehr]


AdvertorialSponsored Post: Fünf Fakten von Michelin über den Winter

Als leidenschaftlicher Fahrer kann man auch in den Wintermonaten, wenn die Tage kürzer werden, sicher und verantwortungsbewusst unterwegs sein. Denn das Michelin Road Usage Lab klärt populäre Irrtümer rund um das Fahren im Winter auf.

Road Usage Lab - MichelinIn der zweiten Kampagne gab es von Michelin fünf wertvolle Fahrtipps, um auch im Sommer gut über die Straßen zu fahren. In diesem dritten Teil geht es nun um fünf Irrtümer über das Fahren im Winter und ihre Widerlegungen, präsentiert vom Reifenkonzern Michelin – mit diesen Tipps können Sie bei den kalten Temperaturen gleich viel verantwortungsbewusster fahren und unbeschadet durch den Winter kommen. Die bekannte Firma von Clermont-Ferrand hat über 125 Jahre Wissen angesammelt und ist damit ein guter Partner in Sachen Autos und Reifen. Wer die folgenden Ratschläge beachtet, kann sich vor Gefahren wie Blitzeis schützen und den Winterurlaub gut vorbereitet antreten. [Mehr]


Gunnar SohnWie Medien von der Nato beeinflusst werden

Medien versagen als Kontrollinstanz von staatlichem Handeln. Das beste Beispiel dafür ist die NATO. // von Gunnar Sohn

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Besonders Journalisten, die über internationale Krisen berichten und in der Distanz zum Ort des Geschehens ein Schwarz-Weiß-Bild der Lage aus dritter Hand konstruieren, sollten auf das Erfahrungswissen von Altkanzler Helmut Schmidt zurückgreifen, wenn ihr Ego das überhaupt zulässt. [Mehr]


Christina zur NeddenShutterstock will Bausteine für Kreative liefern

Shutterstock startete als Stockphoto-Plattform und bietet nun auch Video-Clips und Musiktitel, in Zukunft auch mit datengetriebener Suchmaschinenoptimierung.// von Christina zur Nedden

Wyatt Jenkins von Shutterstock und Thom Cummings von SoundCloud (Image: Tobias Schwarz/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Wyatt Jenkins von Shutterstock und Thom Cummings von SoundCloud auf der Berlin Music Week 2014

Fotos, Videos und Musik – all das braucht man heutzutage um ansprechende (digitale) Produkte zu entwickeln. Bisher pickten sich Grafiker und Medienhäuser ihre Inhalte von verschiedenen Plattformen zusammen. Nun bieten immer mehr traditionelle Bildagenturen und Plattformen wie Getty Images oder Shutterstock nicht nur Stockfotos, sondern auch Musik- und Audiomaterial.

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AdvertorialSponsored Post: Okinawa: A Journey of Discovery

Im Rahmen der Kampagne “Okinawa: A Journey of Discovery“ wurden sieben Auserwählte mit den verschiedensten Hobbys und Jobs auf die Okinawa Inseln geschickt. Dort stellten sich diese im Rahmen der Kampagne den unterschiedlichsten Herausforderungen. Nun kann man sich das Ergebnis dieser in einer mehrteiligen Serie ansehen.

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Felix ist CrossFit Athlet, 28 Jahre alt und Besitzer eines eigenen Crossfit Gyms in Berlin Friedrichshain. Damit ist er einer von sieben Auserwählten, die die japanischen Okinawa Inseln, eines der heißesten asiatischen Reiseziel und bestgehüteten Geheimnisses der Welt, im Rahmen von „Okinawa: A Journey of Discovery“ besuchen dürfte. Dorthin wurden die Auserwählten Teilnehmer aus Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Russland und den USA eingeladen, um sich vor Ort den verschiedensten Herausforderungen zu stellen und so zu zeigen, was man auf Okinawa alles erleben kann.

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Nathanael MeyerJournalismus 2.0 oder die neue Art der Medien

Gastbeitrag von Nathanael Meyer, Gründer und Chefredakteur von Poltec-Magazin.de, über Journalismus mit mobilen Endgeräten. // von Nathanael Meyer

Mobiles Video-Interview mit einem iPad (Bild: Tobias Schwarz/Collaboratory, CC BY 4.0)

Mobiles Video-Interview mit einem iPad (Bild: Tobias Schwarz/Collaboratory, CC BY 4.0)

Günstig, schnell und von überall aus erreichbar. Das sind die neuen Anforderungen an den Journalismus. In der Welt der mobilen Endgeräte müssen Nachrichten immer “up-to-date” sein. Schneller als die Konkurrenz lautet das Motto, dabei geht jedoch oft der Tiefgang sowie Inhalt verloren. Das einzige was zählt ist die Trough-Click Rate und das Suchmaschinen Ranking, wobei dies vornehmlich ein Google Ranking ist. Denn wer benutzt noch Yahoo oder Bing.

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Daniel KuhnOfftime: App und Studie zum Abschalten des Smartphones

Wie stark sich das gezielte Abschalten des Smartphones auf unser Leben auswirkt, zeigen die heute offiziell vorgestellte App Offtime sowie eine begleitende Studie. // von Daniel Kuhn

Offtime – eine App zum Abschalten

Immer erreichbar zu sein, wird durch Smartphones immer mehr zum Fluch unserer Gesellschaft. Es wird inzwischen bereits erwartet, dass wir auf E-Mails, Nachrichten und Anrufe reagieren. Ein gezieltes Abschalten des Smartphones wird da zum Luxus, den sich dank der heute erschienenen App Offtime nun jeder leisten kann. In enger Zusammenarbeit mit der Berliner Humboldt-Universität ist zudem eine Studie entstanden, die belegt, wie positiv sich die bewussten Smartphone-Auszeiten auf die Work-Life-Balance auswirken.

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