KOLUMNEN

Kolumne

Daniel Peter5 Lesetipps für den 13. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Online-Handel, Störerhaftung, die EU-Reform des Datenschutzrechts, Programmiererinnen und den Streit um Blurred Lines. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALISIERUNG DIE WELT – Die Ära des Online-Handels hat gerade erst begonnen: In Umfragen gibt jeder fünfte Befragte an, dass er immer seltener einkaufen gehe, weil er immer mehr über das Internet bestellen würde. Andererseits scheinen die „Digital Natives“ immer noch gerne in die Innenstädte zum Bummeln zu gehen. Deswegen bahne sich zwar beim Einzelhandel in den nächsten Jahren weiterhin ein großer Umbruch an, es werde sich jedoch weder der Online-Handel noch sein analoges Äquivalent gänzlich durchsetzen. Vielmehr werden auch in Zukunft beide Hand in Hand gehen – nur die genaue Ausgestaltung ist noch ungewiss.

  • STÖRERHAFTUNG Süddeutsche.de – Mehr Wlan für alle: In Sachen WLAN ist Deutschland ein Entwicklungsland. Das ist Michael Bauchmüllers hartes Fazit, wenn es um den freien Internetzugang in der Bundesrepublik geht. Mit lediglich 15.000 öffentlichen Hotspots ist Deutschland eines der internationalen Schlusslichter. Es ist Zeit, dass sich etwas ändert, doch die Politik agiert nur zögerlich und mit kleinschrittigen Reformen. Auch beim Thema „Störerhaftung“ gelingt den verantwortlichen Politikern keine überzeugende Lösung. Doch ohne eine Reform der „Störerhaftung“ bleibt auch ein umfassendes, öffentliches WLAN-Netz unerreichbar.

  • DATENSCHUTZ ZEIT ONLINE – Die EU wurschtelt sich zur Großreform: Heute wird über einen Teil des neuen europäischen Datenschutzrechts abgestimmt. Die Ziele waren sehr optimistisch formuliert, eine progressive Reform sollte her. Doch Kritiker befürchten, dass das alles zugunsten der Wirtschaft aufgegeben wurde. Christiane Schulzki-Haddouti von Zeit.de sieht jedoch auch die Möglichkeit, dass der Gesetzesentwurf nicht aus Lobbyhörigkeit weniger innovativ als geplant sein soll, sondern es den federführenden Politikern schlicht an der nötigen Expertise fehlt, um eine weitreichende Reform des Datenschutzrechts zu erarbeiten.

  • EMANZIPATION WIRED Germany – Programmiert wie Mädchen!: Die Technik-Szene schafft es nicht, verständliche und innovative Lösungen auf datenschutzrechtliche und netzpolitische Probleme zu formulieren und sie in die Gesellschaft zu tragen. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich die Community seit Jahren um sich selbst dreht und sich personell nicht verändert hat – sie steckt in einer Blase. Ein neuer Wind ist nötig, der vor allem von Frauen in die Hightech-Szene getragen werden soll. Von einer neuen Perspektive können sowohl Digitalwirtschaft als auch netzpolitische Debatten profitieren.

  • URHEBERRECHT Slate.com – Squelching Creativity: Es ist einer der größten Urheberrechtskämpfe der Geschichte. Es geht um einen Hit von Pharrell Williams und Robin Thicke aus dem Jahr 2013, der Ähnlichkeiten mit einem Lied des Soulsängers Marvin Gaye haben soll. Die Schadensforderung beläuft sich auf etwa 6,8 Millionen Euro. Doch nicht nur wegen der finanziellen Dimensionen dieses Streits lohnt es sich gespannt auf den Ausgang des Prozesses zu warten. Das Urteil könnte weitreichende Folgen für Musikliebhaber und die gesamte Kreativbranche haben.

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GastpilotDie Fiktion der Urheberschaft und ihre gesellschaftliche Gebrechlichkeit

Debatten um die Urheberschaft werden vor allem durch Begriffe bestimmt, die keinerlei Fundament besitzen, aber kritiklos angewendet werden. // von Pico Schlick

CTRL (Bild: Bruno [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons)

Jeder erinnert sich an den Plagiatsfall “”Zu Guttenberg””. Gegen den damaligen Minister wurde der Vorwurf erhoben, er habe bei der Abfassung seiner Doktorarbeit betrügerisch gehandelt, da er keinen eigenständigen Text angefertigt habe. Vielmehr habe er nur nur eine Textcollage aus einer Vielzahl von bereits an anderen Stellen dokumentierten Textbausteinen erstellt, ohne ihre Herkunft durch genaue Quellenangaben deutlich zu machen. Er habe, so der Vorwurf, der im Laufe des Prüfungsverfahrens nicht mehr entkräftet werden konnte, nur ein Plagiat verfasst; er habe Diebstahl ““geistigen Eigentums”” begangen. Er sei gar nicht der Urheber eines Textes, sondern nur ein Sammler und Abschreiber.

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Annika KremerVorratsdatenspeicherung: Plant Deutschland einen Alleingang?

Derzeit sieht es so aus, als plane Deutschland einen Alleingang bei der Vorratsdatenspeicherung – ungeachtet deren bedrohlich undemokratischer Natur. // von Annika Kremer

spy en la calle Almortas (Bild: Marta Nimeva Nimeviene [CC BY 2.0] via Flickr)

Wie das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” berichtet (Zusammenfassung bei Spiegel Online), mehren sich derzeit die Anzeichen dafür, dass Deutschland im Alleingang eine Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung plant. Auf eine eventuelle neue Version der als rechtswidrig abgeschafften EU-Richtlinie, will die Bundesregierung nicht warten. Anlass sind aktuelle Terrordrohungen. Die Vorratsdatenspeicherung allerdings ist ein großes Risiko für Freiheit und Demokratie.

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AdvertorialSponsored Post: Next is now: Das Samsung Galaxy S6

Erste Details zum Samsung Galaxy S6 überzeugen auf ganzer Linie. Durch schnelle und flüssige Performance hat der eingefleischte Samsung-Fan einen wahren Alleskönner in der Hand.

Samsung Galaxy S6 Edge by Kārlis Dambrāns (CC BY 2.0) via Flickr

Am 2. März 2015 stellte Samsung in Barcelona sein neues Smartphone-Flaggschiff vor: Das Samsung Galaxy S6. In zwei Versionen, dem Galaxy S6 und dem Galaxy S6 Edge, wird das Multifunktionsgerät auf den Markt gebracht.

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Gunnar SohnNeue Visionen braucht das Land

Deutschland ist stolz auf seine Ingenieure. Aber schon jetzt schrumpft deren Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Nicht mehr die Hardware sorgt für Reichtum, sondern visionäre Ideen. // von Gunnar Sohn

 Armageddon [Bild: TheGuyCalledDennis [CC BY 2.0] via Flickr)Jetzt werden wieder von den liebwertesten Industrie-Gichtlingen die üblichen Gegenargumente zu meinen kritischen Industriethesen gepostet, die ich beim Webmontag in Frankfurt vorgetragen habe: “Vom gegenseitigen Haareschneiden können wir nicht leben” (kann man auch abwandeln mit Pizza-Lieferservice oder Maniküre oder, oder, oder). Gleich danach folgen: “Wir sind ein Land des Maschinenbaus und des Ingenieurwesens” sowie “Deutschland ist doch eine Exportnation”. Noch einmal: Wie viele Arbeitsplätze stellt denn der Maschinenbau in Deutschland? Wie hoch ist der Wertschöpfungsanteil der industriellen Produktion, der das Label “Made in Germany” wirklich verdient?

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Justin EllisEin Experiment: The New York Times auf Spanisch

Auf der Suche nach internationalem Wachstum setzt die Zeitung “The New York Times” verstärkt auf Übersetzungen, vor allem ins Spanische. // von Justin Ellis

Se Habla Espanol (Bild: Jairo Zelaya [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Egal, in welcher Sprache man es liest, A.O. Scott hatte eindeutig ein paar Probleme mit Fifty Shades of Grey (“Mr. Dornan wirkt so ausdruckslos wie ein Modell, das bedeutet, wie eine Figur aus Balsaholz oder Lego.“). Die Rezension des Filmkritikers der New York Times gibt es jetzt auch auch Spanisch – einer von einer handvoll Artikeln, die die Zeitung an den meisten Tagen übersetzt (“Dornan tiene la insípida afectación de un modelo, con lo que quiero decir una figura hecha de madera balsa o de legos.“). [Mehr]


AdvertorialSponsored Post: IKEA würdigt die Helden des Alltags

In einer neuen Kampagne singt IKEA ein Loblied auf die Helden des Alltags und will sie aus ihrem Dasein im Schatten der Menschen herausreißen.

IKEA - Helden des Alltag (Bild: IKEA)

In einem epischen und gefühlsbetonten Werbefilm dankt der schwedische Möbelkonzern den Helden des Alltags. Denen, die das Leben der Menschen angenehmer machen, dabei zwar oft nicht beachtet werden, aber trotzdem nicht wegzudenken sind. Nun werden sie endlich gewürdigt: all die Toilettenbürsten, Badvorleger und Kleiderbügel – um nur einige beim Namen zu nennen. [Mehr]


Christopher BovisTTIP: Was ist das transatlantische Freihandelsabkommen?

Die politischen Debatten werden seit Monaten von dem transatlantischen Freihandelsabkommen bestimmt. Doch was ist TTIP genau? // von Christopher Bovis

Container Terminal Altenwerder (Bild: Frank Grunwald [CC BY-SA 3.0], via Flickr)

Das Transatlantische Freihandelsabkommen, kurz TTIP, soll die größte Freihandelszone der Welt werden. Es soll den Handel zwischen der Europäischen Union und den USA vergrößern, indem verschiedene Märkte geöffnet werden, die im Moment noch nicht genutzt werden können oder durch Tarife oder Handelsbarrieren beeinträchtigt sind. Zu diesen gehören Märkte wie Pharmazie, Chemie und Energie sowie Lebensmittel und Kleidung.

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Tobias SchwarzFlorian Glatzner: “Wichtig ist ein Bewusstsein für Datenschutz!”

Im Interview spricht Florian Glatzner von der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. über Datenschutz im Alltag und den Umgang mit neuen Technologien. // von Tobias Schwarz

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Florian Glatzner ist Referent in der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) für das Projekt “Verbraucherrechte in der digitalen Welt”. Dort setzt er sich mit allerlei Fragen des Datenschutz auseinander und wie Nutzer für mehr digitale Sicherheit im Alltag sorgen können.

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Jan VoßSicherheit im Internet ist gefragt: QuizYourWeb

In einer losen Reihe stellt unser Medienpartner Politik Digital Apps aus den Bereichen Politik, E-Democracy, Medien und Gesellschaft vor. Heute: die Quiz-App “QuizYourWeb” – spielerisch das eigene Wissen über Sicherheit im Internet testen. // von Jan Voß

QuizYourWeb

Die kostenlose Smartphone-App möchte Jugendliche spielerisch für sicheres Surfen und verbraucher- und datenschutzrelevante Themen im Internet sensibilisieren. In Quizduellen gegen Freunde oder ZufallsgegnerInnen können die SpielerInnen ihr Wissen testen und sollen so über die Gefahren und Risiken im Netz informiert werden.

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Joseph LichtermanSnapchat Stories: Was sechs Medien über Snapchat denken

Von Live Events bis zu Behind-the-Scenes-Touren – The Huffington Post, Fusion, Mashable, NPR, Philly und The Verge berichten, wie sie Snapchat nutzen. // von Joseph Lichtermann

Snapchat (Image: Maurizio Pesce [CC BY 2.0], via Flickr)

Als Sam Sheffer, Social-Media-Redakteur bei The Verge, letztes Jahr den zum Magazin gehörenden Snapchat-Account startete, sollte es ein einfaches, kleines Experiment sein. “Ich habe es bloß auf meinem persönlichen Twitter-Account promotet“, erzählt mir Sheffler. “Ich habe es nicht offiziell gemacht, dass es unser Account war, ich habe einfach nur meinen Followern erzählt, ‘Hey Leute, Ich werde dieses Ding machen. Folgt mir, wenn ihr wollt’.”

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Vishaal KishoreTTIP: Falsche Entscheidungen und Lügen über den Freihandel

Das geplante Freihandelsabkommen TTIP verlangt von uns als Gesellschaft tiefgreifende Entscheidungen, doch noch besteht Unklarheit über die zu erreichenden Ziele durch das Abkommen. // von Vishaal Kishore

TTIP (Bild: Garry Knight [CC BY 2.0], via Flickr)

Das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) wurde als das weltgrößte Freihandelsabkommen angepriesen, das versprach, ein Drittel des weltweiten Handels zu liberalisieren.

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AdvertorialSponsored Post: Digitalisierung im Vatikan dank NTT DATA

Die Bücher und Schätze der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek sind jetzt online einsehbar. Die NTT DATA Corporation hat eine neue Anwendung vorgestellt, mit der das Archiv online durchsucht werden kann.

Books250x141Leser können sich auf der Website der Bibliothek digitale Reproduktionen von mehr als 4.000 historischen Manuskripten ansehen. Ein spezielles Betrachtungsprogramm ermöglicht die Ansicht der hochauflösenden Bilddateien. Es basiert auf dem Archivdienst AMLAD™ von NTT DATA Corporation, ein globaler Anbieter von IT-Lösung. Für eine Reihe verschiedener Endgeräte wurden Schnittstellen für das Programm erstellt, sodass von überall auf die einzigartigen Manuskripte zugegriffen werden kann.

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