Jörg WittkewitzDie 12. Woche im Web

Es bahnt sich Seltsames an im Staate CLOUD-COMPUTING. Bekannte Anbieter von mietbarerer Infratstruktur für das Web wie Amazon oder Rackspace haben ein Problem mit Kunden, die sie gar nicht haben. Denn viele angesagten Webdienste buchen dort ihre Server, Datenbanken und Prozessorzeiten und nehmen damit irgendwie auch die Cloud-Anbieter mit in die Haftung, wenn es z.B. um Urheberrechtsverstöße geht. Pinterest, der Foto/Grafik/Video-Bookmarking-Dienst kann ein Lied davon singen, was es heißt, wenn seine Nutzer wirldfremde Inhalte einfach weiterverbreiten. Physikalisch liegen diese Fotos dann jedoch auf den Servern eben der Cloud-Anbieter. Und so nimmt Amazon nun die Beschwerden für Pinterest entgegen

In den 5 wichtigsten EU-Ländern in Sachen mobiler Nutzung greifen 37% der Smartphone-Nutzer täglich auf News-Webseiten zu, im Vereinigten Königreich sind es schon fast 50 Prozent, laut einer ComScore-Studie. Damit stieg der Anteil allein im letzten Jahr um 75%. Es lässt sich also leicht erklären, warum Springer so gute Geschäfte im Netz macht. Seit Döpfner vor Steve Jobs niederkniete, bescherte die mobile Welle dem Hamburger Konzern ein Rekordergebnis nach dem anderen.

Dass Adobe seine Beta von CS6 “verschenkt” (für 60 Tage freie Nutzung jedenfalls), dürfte sich herum gesprochen haben. Hoffen wir, dass die heiligen Hallen der Mehrprozessorarchitektur nun besser mit diesem Kleinod an Ressourcenfresserei umgehen bzw. umgekehrt. Manchmal, wenn man mehrere Layer im Photoshop oder ein bißchen aufwendigere Schnittvorhaben hat, wünscht man sich bei Adobe-Produkten würden 16-Kern-CPUs und 32 GB RAM gleich mitgeliefert. Aber was soll ich meckern, die armen Menschen, die ihr MacBook Air aufrüsten für die Apokalypse, damit sie endlich mal drei Browsertabs und einen Text-Editor gleichzeitig aufmachen können, ohne das das ganze System in Geschwindigkeiten läuft wie zu seligen 486er-Zeiten. Damals waren Computer von Apple übrigens rattenschnell…

Und dann war da noch: People Discovery Apps wie eben Highlight oder auch Gauss. Warum man nun auch noch über echte dufte Typen in Deiner Umgebung unterrichtet werden muss? Wer wird es verstehen? Wahrscheinlich Thomas Gottschalk. Es wird wohl eine ähnliche Entwicklung geben wie die seltsame Bewertungsplattform Oink. Wer jetzt noch weiß, was Oink im Jahr 2006 war, der wird verstehen, dass piratebay nur ein Hundeschiß ist im Gegensatz zu dem, was es früher so alles gab. Damals in den goldenen Zeiten des Internet, als noch kein Konzern überhaupt wusste, worüber sie hätten klagen können…


Über den Autor / die Autorin
  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)
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1 Kommentar zu “Die 12. Woche im Web”
| Andreas Weck schreibt:

“Aber was soll ich meckern, die armen Menschen, die ihr MacBook Air aufrüsten für die Apokalypse, damit sie endlich mal drei Browsertabs und einen Text-Editor gleichzeitig aufmachen können, ohne das das ganze System in Geschwindigkeiten läuft wie zu seligen 486er-Zeiten. Damals waren Computer von Apple übrigens rattenschnell…”

YOU made my day! ;D

 
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