Alle Beiträge zu rückblick

Zeitreise: Beepworld – Schrott aus dem Baukasten

Die 2000er waren schon eine wilde Zeit. Handys eigneten sich damals nur zum telefonieren – gut es gab auch ein paar simple Spiele wie Snake und Klingeltöne, mit denen Kindern das letzte Geld aus den Taschen geleiert wurde, das noch nicht für Pokémonkarten draufgegangen war. Soziale Netzwerke standen noch in [...]
Weiterlesen »

Zurückgeklickt: StudiVZ – Bist du noch drin?

computer-pc-workplace(Image by janeb13(CC0)via Pixabay)original
Seit fünf Jahren regt sich nichts mehr bei meinen studiVZ-Freunden. Das soziale Netzwerk ist zu einer Zeitkapsel verkommen, die Zeichen des Verfalls sind allgegenwärtig. Eine Reise in die Vergangenheit. // von Hendrik Geisler Ich melde mich im Februar 2016 zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder bei studiVZ an. Ich [...]
Weiterlesen »

Die Kunst auf dem Daten-Highway

The Whitechapel Gallery (adapted) (Image by Herry Lawford [CC BY 2.0] via flickr)
Wie hat das Internet die Kunst verändert? Mit dieser anspruchsvollen Frage beschäftigt sich eine Ausstellung in der Whitechapel Gallery in London, die aufregender Weise den Namen “Electronic Superhighway (2016-1966)”, also Datenautobahn, trägt. Die Ausstellung nimmt den Besucher rückwärts mit auf eine Reise durch bahnbrechende Kunst über das Internet. Wir starten in [...]
Weiterlesen »

Die 12. Woche im Web

Es bahnt sich Seltsames an im Staate CLOUD-COMPUTING. Bekannte Anbieter von mietbarerer Infratstruktur für das Web wie Amazon oder Rackspace haben ein Problem mit Kunden, die sie gar nicht haben. Denn viele angesagten Webdienste buchen dort ihre Server, Datenbanken und Prozessorzeiten und nehmen damit irgendwie auch die Cloud-Anbieter mit in die Haftung, wenn es z.B. um Urheberrechtsverstöße geht. Pinterest, der Foto/Grafik/Video-Bookmarking-Dienst kann ein Lied davon singen, was es heißt, wenn seine Nutzer wirldfremde Inhalte einfach weiterverbreiten. Physikalisch liegen diese Fotos dann jedoch auf den Servern eben der Cloud-Anbieter. Und so nimmt Amazon nun die Beschwerden für Pinterest entgegen

In den 5 wichtigsten EU-Ländern in Sachen mobiler Nutzung greifen 37% der Smartphone-Nutzer täglich auf News-Webseiten zu, im Vereinigten Königreich sind es schon fast 50 Prozent, laut einer ComScore-Studie. Damit stieg der Anteil allein im letzten Jahr um 75%. Es lässt sich also leicht erklären, warum Springer so gute Geschäfte im Netz macht. Seit Döpfner vor Steve Jobs niederkniete, bescherte die mobile Welle dem Hamburger Konzern ein Rekordergebnis nach dem anderen.

Dass Adobe seine Beta von CS6 „verschenkt“ (für 60 Tage freie Nutzung jedenfalls), dürfte sich herum gesprochen haben. Hoffen wir, dass die heiligen Hallen der Mehrprozessorarchitektur nun besser mit diesem Kleinod an Ressourcenfresserei umgehen bzw. umgekehrt. Manchmal, wenn man mehrere Layer im Photoshop oder ein bißchen aufwendigere Schnittvorhaben hat, wünscht man sich bei Adobe-Produkten würden 16-Kern-CPUs und 32 GB RAM gleich mitgeliefert. Aber was soll ich meckern, die armen Menschen, die ihr MacBook Air aufrüsten für die Apokalypse, damit sie endlich mal drei Browsertabs und einen Text-Editor gleichzeitig aufmachen können, ohne das das ganze System in Geschwindigkeiten läuft wie zu seligen 486er-Zeiten. Damals waren Computer von Apple übrigens rattenschnell…

Weiterlesen »

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)

Weiterlesen »

Die 11. Woche im Web

wochenrückblick

Das neue iPad ist da. Auf der Pressekonferenz wurde Apples neues Wunderwerk bereits ausführlich angepriesen. Heute kommt es in den Handel. Ist allerdings schon ausverkauft – zumindest was die Vorbestellungen angeht. Die gute Nachricht: Alles Hardcover, die man fürs iPad2 anschaffte, passen auch beim Neuen. Aber muss man sich dann überhaupt ein neues iPad kaufen, wenn man die zweite Generation schon besitzt? Hm. Das Neue ist einen Ticken schwerer und wird schneller warm. Insofern gibt es Abzüge in der B-Note. Und sonst? Das neue Retina-Display stellt auf derselben Fläche wie früher nun mehr dar: 2048 × 1536 Bildpunkte. Das sind vier Mal so viel wie beim iPad 2 (1024 × 768 Pixel). Die Pixeldichte hat sich mit 264 dpi gegenüber dem iPad 2 verdoppelt. Das Auge guckt ja mit. Apple hat dankenswerterweise die Icons und die Menus auf die höhere Auflösung angepasst. Bei den App-Entwicklern dürfte dies dauern und zunächst für Blinzelorgien sorgen. Insgesamt ist das Surferlebnis gleich gut wie früher, nur Bilder und Karten ruckeln mehr, weil sie ja nun mehr Daten nachladen müssen wegen der höheren Auflösung. Mehr dazu hier

Weiterlesen »

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)

Weiterlesen »

Die 8. Woche im Web

Es war keine Freude in den letzten Tagen zu lesen, wie Webexperten und Internet-Berater ihre Besserwisserei auf Twitter-Nutzer und andere User Sozialer Netzwerke in rhetorisch gestählten Artikeln auf deutlich mehr als 140 Zeichen niederprasselten. Gauck hatte sich in diversen Reden und Interviews zu dem einen oder anderen Sachverhalt geäußert, der wenig Gegenliebe im Netz produzierte. Da ging dann eine Deutungsschlacht los, die die alten Gewehre der Qualitätsjournalisten auf einzelne Tweets anlegte. Aus den Richtungen Jakubetz, Lobo und Breitenbach wurde angelegt und das Kind der freien Meinungsäußerung mit den hehren Ansprüchen der äußerst fragwürdigen Qualitätsjournalismusdebatte oder gar der Filter Bubble mit dem Bade ausgeschüttet. Befremdlich und völlig am eigentlichen Thema des kollektiven und offenen Diskurses im Web vorbei. Natürlich müssen wir einen Streitkultur im Web zumal in Deutschland erst erlernen, aber mit solchen erhobenen Zeigefingern selbst ernannter Lehrkörper wird offener Dialog nicht klappen. Lyotards Verdikt über Habermas‘ Primat des Konsens läßt grüßen. Sprich: Wer anderen vorschreibt, was Konsens ist, begeht einen Akt der Aggression.

Und auch die Piratenpartei hat ein Problem. ACTA. Es fehlt ihnen laut Köhntopp an Fachwissen. Es kann auch sein, dass Isotopp recht hat und ein Chefideologe her muss. Obwohl mein Eindruck ist, dass solche steilen Hierarchien bei der Piratenpartei ein Unding wären, weil es nicht der Graswurzelideologie entspräche. Klar ist, dass der Piratenvertreter gegen den GEMA-Vertreter im Fernsehen unbedarft aussah. Das darf bei einem der Kernthemen der Piraten eigentlich nicht geschehen, zumindest nicht vor der ganzen Nation beim TV-Magazin Report. Hier liegt eine Herausforderung: Grassroots meets Expertise

Und dann war da noch das inoffizelle Ende des F-Commerce. Das ist die eCommerce-Variante bei Facebook. Nicht wenige Firmen laufen dem zukünftigen Lieblingskind der New Yorker Börse davon, weil es sich einfach nicht rechnet. Nicht ganz unverständlich, dass sich die Leute zwischen dem Verabreden zur Party, zum Shoppen oder dem Posten der neuesten Schnappschüsse nicht einfach Dinge bei Facebook bestellen. Zuckerberg muss sich beeilen. Ab 2014 wird es wahrscheinlich nicht mehr so rosig aussehen für die Firma des „sozialen Wunderkindes“.

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)

Weiterlesen »

Die 7. Woche im Web


Mobiles Web ist der Burner. 2011 seien erstmals mehr als 100 Millionen Gigabyte an Daten übertragen worden, heißt es in Branchenkreisen. Wahrscheinlich hat sogar der eine oder andere Politiker mittlerweile verstanden, dass es ganz schlau ist, das Internet immer dabei zu haben. Sogar Marktforscher Gartner hat erkannt, dass der Anteil der Smartphones am Handymarkt unvorstellbare Ausmaße einnimmt und ständig weiter steigt. 5 Milliarden Euro wollen die Firmen mit Smartphones 2012 umsetzen. Aber: Parallel zum Aufstieg von Apples iOS und Googles Android verlieren Nokia und RIM (Blackberry) an Boden. Kennt jemand Windows Phone?

Und wer sein eBook verschenkt, der gehört sowieso verboten; wo kommen wir da hin, wenn das jeder…

Mächtiger Badabum letztes Wochenende in Sachen ACTA. Deutschland sowie mittlerweile auch Bulgarien und die Niederlande legen die Ratifizierung des industrienahen weltweiten Paktes zum Schutz des Geistigen Eigentums auf Eis. Wieviele Nachfolgeabkommen nun unter dem Siegel der völligen Verschwiegenheit weiter verhandelt werden steht in Sternen. Sicher ist nur, dass es jetzt noch geheimniskrämerischer zugehen wird. Wie zu erwarten war, wird die Gegenbewegung zur Transparenz ein verschrecktes Häuflein Lobbyisten sein, dass nur noch in privaten Clubs und unter Vorlage von Non-Disclosure-Vereinbarungen mit empfindlichen Strafen verhandeln wird…

Cisco, der Netzwerkausrüster, will sich Anteile in einem toten Markt sichern und klagt nun gegen die EU-Entscheidung, den Skype-Deal von Microsoft zu genehmigen. Die Begründung der Amis klingt speziell: Man wolle Videokonferenzen zu etwas ähnlich weltumspannenden machen wie die E-Mail. Wenn die wüssten, dass nur 15% der 15-25jährigen überhaupt E-Mail mehr als ein Mal pro Woche nutzen… Weiterlesen »

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)

Weiterlesen »

Die 6. Woche im Web

netzpiloten wochenrückblick

Die 6. Woche im Web brachte einiges zum Vorschein: Pinterest und Path drehen krumme Dinger. Google möchte einen eigenen Cloud-Speicherdienst an den Start bringen, Apple heizt die Gerüchteküche um das iPad 3 an und ACTA-Gegner hatten wieder was zum Feiern, nachdem nun auch Lettland bei der Ratifizierung aussetzt. Und dann war da auch noch Facebook. Das Social Network machte, neben der Kunde von traumhaften Gehältern, leider auch mit angeblichen technischen Problemen beim Löschen von Daten auf sich aufmerksam.

Weiterlesen »

Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.

Weiterlesen »

Die 4. Woche im Web

WochenrückblickKaum ist SOPA/PIPA auf Eis gelegt, um später, wenn alle etwas Anderes fokussieren, wieder aus dem Hut gezaubert zu werden, da kommt die nächste Hiobsbotschaft aus den Staaten: Google zentralisiert alle seine Nutzerdaten. Zumindest hatte man bis dato den Anschein, als wären die Informationen über die Nutzer noch nicht zusammen geführt. Künftig wird jeder Dienst aus Mountain View an das Google Konto fest verdrahtet. Wer glaubt, dass es vorher keine aggregierten Übersichten gab, der wird sich wundern. Denn mithilfe von Cookies und anderen lustigen Trackingvarianten waren und sind die Webservices schon lange in der Lage, Daten zusammenzuführen. Aber im Zeitalter der Personalisierung aller Dienste wird es nun neben den Datenclustern in denen wir als Werbeziele unser digitales Leben verbringen, auch ein nicht-anonymisiertes Leben geben. Der Avatar kriegt Beine, mit denen er aber nicht laufen kann…

Weiterlesen »

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)

Weiterlesen »

Top oder Flop? Corporate Blogs und das Jahr 2008

Ein Jahreswechsel bringt eines immer ganz gewiss mit sich: Zahlreiche Jahresrückblicke und ebenso viele Ausblicke auf die kommenden 12 Monate: In- und Out-Listen, neue Entdeckungen und Verabschiedungen von Vergangenem. Und natürlich zahlreiche Vorhersagen. Was wird 2008 ganz sicher kommen, zu wem und zu was können wir leise Servus sagen.

Was diese Rückblicke und Vorschauen zu Corporate Blogs zu sagen hatten, fassen wir hier zusammen. Schließlich wurde das Thema heiß diskutiert – von einigen schon vorab für tot erklärt, von anderen als heißer Trend bewertet.

Weiterlesen »

Meike Ullrich

Meike hat während des Studiums der Politikwissenschaft die digiatlen Potenziale für die Demokratie entdeckt und das Ganze u.a. mehrere Jahre in einer Public Affairs und PR-Agentur erprobt. Mittlerweile arbeitet sie im Kommunikationsbereich der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und setzt dort Maßnahmen für verschiedene Bildungsprogramme um – digital und auch ganz klassisch, aber immer auf der Suche nach neuen Ideen und Entwicklungen.

Weiterlesen »

Jahresrückblick 2007, Teil 4: Von Percanat und Productivity Porn

Video

Video erobert das Netz! Nicht zuletzt der Erfolg von YouTube und seinen zahlreichen Konkurrenten hat dazu geführt, dass die Popularität von Videoschnipseln weiterhin rasant steigt.

Prügel- und Lehrermobbing-Videos gehörten zwar im Jahr 2007 ebenso zu den Aufregern wie der Dauerstreit um die illegale Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material, aber dass private und professionelle Videoinhalte im Web weiter Fuß fassen werden, kann niemand ernsthaft bezweifeln.

Weiterlesen »

Steffen Büffel

ist freiberuflich als Medien- & Verlagsberater, Trainer und Medienwissenschaftler tätig. Schwerpunkte: Crossmedia, Social Media und E-Learning. Seine Blogheimat ist der media-ocean. Außerdem ist er einer der Gründer der hardbloggingscientists. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

Weiterlesen »

Jahresrückblick 2007, Teil 3: Von Abmahnanwälten und Podcast- Politikern

Barcamps & Co

Als hippe und „szenige“ Alternative zu den großen Medienkonferenzen sind im vergangenen Jahr die BarCamps als Form des Unconferencings durchgestartet. Bereits in zweiter Auflage traf man sich 2007 in Berlin und andernorts. Die Liste der geplanten BarCamps für 2008 ist schon jetzt imposant und illustriert, dass das Format sich nicht nur weiter etabliert, sondern sich insbesondere thematisch durch diverse Spezialisierungen weiter entwickelt.

Weiterlesen »

Steffen Büffel

ist freiberuflich als Medien- & Verlagsberater, Trainer und Medienwissenschaftler tätig. Schwerpunkte: Crossmedia, Social Media und E-Learning. Seine Blogheimat ist der media-ocean. Außerdem ist er einer der Gründer der hardbloggingscientists. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

Weiterlesen »

Jahresrückblick 2007, Teil 1: Von Fremdüberwachung und Selbstentblößung

Vorratsdatenspeicherung

Innenminister Schäuble will sie, die kritische und freiheitsliebende Netzgemeinde nicht: Es geht um den Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung. Das Wort selbst würde wohl bei der Wahl zum Unwort des Jahres einen Spitzenplatz erreichen.

Worum geht es: „Nach einem Gesetz, das CDU, CSU und SPD am 9. November 2007 gegen die Stimmen von FDP, Grüne und Linke beschlossen haben, soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden.“

Das Problem: Unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung werden wir alle zu gläsernen Bürgern. Privatsphäre, ade!

Auch dagegen? Dann bei der Sammel-Verfassungsbeschwerde noch bis zum 24.12. mitmachen!

Microblogging

Kaum einer hat es bisher bemerkt, aber fast jeder aktive Digital Native tut es inzwischen: Microblogging hat 2007 rasant an Fahrt gewonnen. Erst waren es Dienste wie Tumblr, die das Bloggen noch leichter, noch schneller, noch aktueller gemacht haben. Dann kam über die Facebook-Apps weiterer Microcontent hinzu und schließlich startete Twitter als neues Spielzeug der Online-Avantgarde durch. Die simple Idee: 140 Zeichen Platz für Belangloses, Gedankenfetzen, emotionale Zustandsbeschreibungen und Breaking-News.

Während sich in manchen Teilen der Blogosphäre 2007 eine gewisse Blogmüdigkeit breit zu machen schien, wird über Twitter und seine inzwischen rund 100 Klone ge-micro-bloggt was das Zeug hält. Für mich die Entdeckung und der Trend des Jahres. Geschäftsmodell: unbekannt. Spaß- und Suchtfaktor: unermesslich. Wie erkläre ich das bloß meinen Eltern?

StudiVZ

StudiVZ hatte schon im vergangenen Jahr nicht immer die beste Presse und in der Blogosphäre war vor allem einer der Gründer nicht gut gelitten. StudiVZ-Schlagzeilen schlugen aber auch in diesem Jahr immer wieder Wellen. Die Aufsehen erregendste Meldung kam Anfang des Jahres, als bekannt wurde, dass Holtzbrinck Ventures, ein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, StudiVZ für 85 Millionen Euro gekauft hat.

Jüngst kündigten die StudiVZ-Macher an, die AGB des Studierendennetzwerks zu ändern. Ziel: Individualisierte Werbung auf allen Kanälen inklusive Handy und zu diesem Zweck die Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte. Zwar ruderte man inzwischen schon wieder etwas zurück, aber wohin die Reise gehen soll dürfte spätestens jetzt nochmal klar geworden sein.

Facebook

Facebook hat im Jahr 2007 eine Bilderbuchkarriere hingelegt, allerdings mit einem Schönheitsfehler namens Beacon. Aber eins nach dem anderen. Zunächst konnte Facebook erheblich Boden gegenüber MySpace in Sachen Nutzerzahlen und Reichweite gut machen. Der Coup: Die Öffnung der Facebook-Plattform für Facebook-Applikationen von Drittanbietern. Seither sprießen Facebook-Apps massenhaft aus dem virtuellen Boden. Doch nachdem Beacon in die „Gesichtsbücher“ der User Einzug nahm, war der Aufschrei groß. Machte Beacon doch Informationen über Useraktivitäten öffentlich verfügbar, was nicht gerade auf Gegenliebe bei den Nutzern traf. Spät – aber immerhin – kam die Entschuldigung von Facebook-Gründer Zuckerberg, der sich zum Jahresausklang den ganzen Ärger durch den 240 Millionen US-Dollar schweren Einstieg von Microsoft bei Facebook versüßen ließ.

Tageszeitung 2.0

 

Der wohl am längsten und mit großer Spannung erwartete Relaunch einer Zeitungs-Website im Jahr 2007 war der der WAZ-Gruppe. Nachdem Katharina „Lyssa“ Borchert im vergangenen Jahr das Onlineruder bei der WAZ übernommen hatte, wurde außen viel spekuliert und von der WAZ selbst viel getrommelt, wie toll und richtungweisend alles sein werde. Und in der Tat: Die WAZ ist nach zuvor indiskutablen Webauftritten mit dem neuen Regionalportal DerWesten endlich im Web angekommen.

Bereits im Frühjahr 2007 startete das unter der Federführung von Peter Schink entwickelte neue Portal der Welt.de, das nun den bisher klickintensivsten Nachrichtenportalen den Rang abläuft.

Last but not least, zeigt der Tagesspiegel nach seinem Relaunch unter Online-Chefredakteurin Mercedes Bunz, wie Onlinejournalismus heutzutage auszusehen hat. Einen Überblick über weitere Relaunchs im jahr 2007 gibt es bei Matthias Kretschmer.

Steffen Büffel

ist freiberuflich als Medien- & Verlagsberater, Trainer und Medienwissenschaftler tätig. Schwerpunkte: Crossmedia, Social Media und E-Learning. Seine Blogheimat ist der media-ocean. Außerdem ist er einer der Gründer der hardbloggingscientists. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

Weiterlesen »

Rosinenpicken zur Weihnachtszeit

Weihnachtszeit, das ist die Zeit der Geschenke und der Jahresrückblicke. Gerade im wir.netz ist dieses Jahr viel passiert. Wir haben nochmal die wichtigsten und interessantesten Themen, Trends und Gadgets 2007 zusammengestellt.
Weiterlesen »

Peter Bihr

war Netzpiloten-Projektleiter von 2007-2010. Heute hilft er als freier Berater Unternehmen, ihre Strategien erfolgreich ins Netz zu übertragen. Über Social Media und digitale Kultur schreibt und twittert Peter auch privat unter TheWavingCat.com. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

Weiterlesen »

Jahresrückblick auf Google

Das Portal YooMe hat einen ausführlichen Jahresrückblick zum Thema Google zusammengestellt. Geordnet nach Monaten sind die wichtigsten Schlagzeilen, Veränderungen und Neuankündigungen des Giganten aus Mountain View zusammengefasst und mit je 1-2 Sätzen versehen worden.
Wir schließen uns dem GoogleWatchBlog an: „Wirklich sehr lesenswert.
[tags]google,2006,rückblick[/tags]

Thomas Gigold

ist Journalist und Berufsblogger. Blogger ist Gigold bereits seit den letzten Dezembertagen des Jahres 2000, seit 2005 verdient er sein Geld mit Blogs und arbeitete u.a. für BMW, Auto.de und die Leipziger Messe. Selbst bloggt Gigold unter medienrauschen.de über Medienthemen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

Weiterlesen »