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China-Smartphones im Überblick: Das sind die besten Hersteller

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„Kauf dir doch ein China-Smartphone! Die sind eh viel günstiger!“ Diesen Tipp habt ihr doch bestimmt schon mal bekommen, oder? Ganz Unrecht haben die Kollegen da nicht: Für kleines Geld lassen sich im fernen Osten Telefone kaufen, die den verfügbaren Geräten auf dem deutschen Markt in nichts nachstehen – und das trotz guter Qualität, aktueller Prozessoren und einem kulanten Support, von dem O2-Kunden nur träumen könnten. Inzwischen sind die beliebtesten China-Smartphones nicht nur über Alibaba, Banggood und Co. verfügbar, sondern werden hierzulande direkt bei Amazon verkauft. Dadurch gibt es keine nennenswerten Zollprobleme und sogar eine deutsche Gewährleistung. Wir wollen euch in Deutschland erhältliche China-Smartphones, die ursprünglich nicht für diesen Markt gebaut wurden, vorstellen und Empfehlungen geben.

Xiaomi: Marktführer in China

Noch nie was von Xiaomi gehört? Dann hast du auf jeden Fall einiges an topaktueller Hardware zum richtigen Schnäppchenpreis verpasst. Die Firma Xiaomi produziert neben Smartphones auch Fitnessarmbänder, Powerbanks, Smart-Home-Gerätschaften, Drohnen und sogar einen Reiskocher. Mit dem Xiaomi Mi Mix machte der Konzern aus Peking klar, dass sich in der Smartphone-Welt etwas gewaltig geändert hatte: Plötzlich waren die Chinesen nicht mehr nur „böse“ Copycats, wie Samsung und Apple sie gerne bezeichneten. Vielmehr waren sie an der Spitze des Designgipfels gelandet, der Geräte von bekannten Herstellern altbacken aussehen ließ. Eine so riesige Screen-to-Body-Ratio, so bezeichnet man das Verhältnis zwischen Display und Gerät selbst, konnte noch kein Hersteller in einem serienreifen Telefon ausliefern.

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Image by Xiaomi

Für High-End-Interessenten bietet Xiaomi mit dem Mi 6 einen direkten Konkurrenten zum Samsung Galaxy S8 an. Das Smartphone nutzt den gleichen Prozessor wie das S8, namentlich den Snapdragon 835. 6 GB Arbeitsspeicher sorgen für eine fixe Datenverarbeitung. Das sind zwei mehr, als der Konkurrent von Samsung zu bieten hat. Neben dem Weitwinkelobjektiv verbaut Xiaomi auch eine Linse mit zweifachem Zoom. Und das Beste ist natürlich der Preis: Für 400 Euro gibt es die Version mit 128 GB Speicher. Das Galaxy S8 kostet mit lediglich 64 GB über 200 Euro mehr.

China-Smartphones: Xiaomi kann auch Mittelklasse

Lieber etwas im Mittelklasse-Segment gefällig? Klar, kein Problem: Das Xiaomi Redmi Note 4x Pro zeigt auf dem 5,5 Zoll großen Display mit Full-HD-Auflösung neben Apps wie Facebook und Whatsapp auch problemlos Spiele flüssig an. In der besten Ausstattungsmöglichkeit stecken neben 4 GB RAM auch 64 GB interner Speicher im Smartphone. Der recht aktuelle Prozessor Helio X20 ist auch bei Sony-Smartphones verbaut und trotz der Mittelklasse-Leistung zukunftssicher. Für etwa 220 Euro ist das Note 4X Pro eine günstigere Alternative zum in Deutschland weit verbreiteten Samsung Galaxy A3, das inzwischen für 240 Euro über die Ladentheke geht. Ganz nebenbei sind die Spezifikationen noch um einiges besser.

Und für ein günstiges Akkumonster, das trotzdem recht gute Hardware bietet, zahlt man bei Xiaomi 130 Euro. Dafür gibt’s ein Redmi 4X Pro mit 2 GB Arbeitsspeicher, 16 GB Flash-Speicher und einen Snapdragon 435-Prozessor. Der Akku hält mit 4.000 Milliamperestunden im moderaten Gebrauch ohne Probleme für zwei Tage. Damit ist das Smartphone prinzipiell genau das Richtige für einen Festival-Trip, für deine Eltern, die das Gerät gerne mal über Nacht nicht ans Ladekabel hängen oder vielleicht auch für dich, der den ganzen Tag einen leistungsstarken Akku für dauernde Mail-Synchronisationen oder Ähnliches benötigt.

China-Smartphones von OnePlus: Hä, das sind Chinesen?

Tatsächlich ist OnePlus im Verständnis vieler Konsumenten in Europa als eine europäische Firma aufgetreten. Stattdessen verbirgt sich hinter der Firma der Chinese Liu Zuohu. Er ist der ehemalige Geschäftsführer von Oppo und wollte mit OnePlus und zwei einfachen Grundsätzen durchstarten: Günstiger Verkaufspreis trotz High-End-Specs und nur das nötigste Marketing. Seine Philosophie setzte sich durch – so konnte OnePlus inzwischen das sechste Smartphone an seine Kunden ausliefern.

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Image by OnePlus

Der Konzern ist in Deutschland mittlerweile gut bekannt, unter anderem dank (inzwischen) umfangreicher Werbung und die künstliche Verknappung durch das ursprüngliche Invite-System, mit dem der Hype seinen Lauf nahm. Die Niedrigpreispolitik musste derweil etwas leiden. Das OnePlus 5 kostet in Deutschland rund 500 Euro. Die günstigsten China-Smartphones für Europa sind OnePlus-Telefone also inzwischen nicht mehr, immerhin wird das oben erwähnte Xiaomi Mi 6 für 100 Euro weniger verkauft. Einziger Unterschied: „Nur“ 6 statt 8 GB RAM sind verbaut.

Oppo: Innovativ, aber recht unbekannt

Wahrscheinlich hast auch du vor drei Jahren etwas über das Oppo N3 gelesen: Das Smartphone kam mit dem innovativen Feature daher, bei dem die Kamera drehbar war. Die eine Kamera konnte dadurch tiefer gebaut werden, gleichzeitig bot das Smartphone mit 16 Megapixeln damals ein großes Alleinstellungsmerkmal.
Auch heutzutage kann Oppo mit Neuerungen punkten: Mit VOOC Flash Charge können Akkus von Oppo-Geräten besonders schnell geladen werden. Auch gab es vor kurzer Zeit einen funktionsfähigen Prototypen einer Smartphone-Kamera mit fünffachem optischen Zoom zu sehen. Jedoch müssen wir derzeit ganz klar sagen: Der Kauf eines China-Smartphones von Oppo lohnt sich aktuell nicht. Das liegt daran, dass das derzeitige Topmodell nur einen Mittelklasse-Prozessor verbaut hat und gleichzeitig nicht besonders günstig ist.

Honor: Die können was!

Honor ist seit Ende 2014 im deutschen Raum bekannt. Es handelt sich hierbei um einen günstigen Ableger der Firma Huawei, was der Qualität und Leistung aber keinen Abbruch tut. Das aktuelle High-End-Modell heißt Honor 9 und bietet als eines der Hauptfeatures eine Dual-Kamera mit einem 20- und einem 12-Megapixel-Sensor. Der Prozessor Kirin 960 kommt zwar nicht an den aktuellen Snapdragon 835 heran, schlägt den zweitschnellsten Snapdragon-Chip 821 aber deutlich. 6 GB RAM sind State-of-the-Art und für einen Preis von 400 Euro nicht selbstverständlich. Das 3D-Glas der Rückseite erzeugt schöne, auffällige Reflektionsmuster. Der 3.200 mAh starke Akku lässt sich dank Supercharge-Technologie innerhalb kurzer Zeit vollständig laden. Unter dem Namen Honor bringt Huawei China-Smartphones der Extraklasse auf den Markt.

ZTE: Alt bewährter Hersteller

ZTE hat zwar aktuell kein Smartphone, das andere Hersteller in den Schatten stellen könnte. Dennoch ist die Firma eine der bekanntesten Marken, die sich auch auf dem deutschen Markt mit China-Smartphones bewegen. Das ZTE Axon 7 ist schon fast ein Jahr alt, was für Smartphones schon eine halbe Ewigkeit ist. Entsprechend „schlecht“ ist die Hardware. Der Snapdragon 820 hat eigentlich ausgedient. Das Axon 7 hat aber einen großen Vorteil gegenüber allen anderen hier gelisteten Mobiltelefonen: Es ist mit Googles Virtual-Reality-Plattform Daydream kompatibel. Bisher haben nur wenige günstige Geräte Zugang zum Daydream-System, das mit einer leichten Brille und einem praktischen Controller punktet. Zusätzlich überzeugen die Bilder der Kamera und die Stereolautsprecher sind Dolby-zertifiziert.

Meizu: Rückseiten-Display à la Yota

Meizu ist mit seinen China-Smartphones in Deutschland so gut wie unbekannt. Doch der Hersteller rockt in Indien und China richtig ab. Das aktuelle Spitzengerät hört auf den Namen Pro 7, nicht zu verwechseln mit dem privaten Fernsehsender. Von vorne betrachtet sieht das Smartphone aus wie jedes andere. Die Rückseite hat es aber im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Ein zweites Display ist direkt unter der Dualkamera verbaut. Der 1,9 Zoll kleine OLED-Screen fungiert als Always-On-Display und zeigt neben dem Datum und der Uhrzeit auch das Wetter an.

Nebst Wallpapern sind auf dem zweiten Display auch Fitnessinformationen, Wecker, Benachrichtigungen, Kalendereinträge und vieles mehr anzeigbar. Auch Hardware-technisch setzt das Meizu Pro 7 ein Statement. Die Plus-Version mit einer Displaydiagonale von 5,7 Zoll kommt nebst 6 GB RAM mit dem aktuellen Spitzenprozessor Helio X30 daher. Das Meizu Pro 7 ist ein gutes Beispiel dafür, dass China-Smartphones den Geräten auf dem deutschen Markt oft überlegen sind.

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Image by Meizu

Cubot: Günstig und mit aktuellem Android

Cubot ist vor allem für China-Smartphones im Einsteiger-Segment bekannt, die in Deutschland für deutlich unter 100 Euro den Besitzer wechseln. So etwa das Cubot Note S, das eigentlich für den afrikanischen Markt gedacht war. Für 83 Euro gibt’s ein 5,5 Zoll großes Display mit einem zugegeben großen Rand. Der 4.150 mAh große Akku hält bei dem leistungsschwachen Mediatek 6580 auch gerne mal für mehrere Tage durch. Im Niedrigpreisbereich ist ein aktuelles Android-System selten, Cubot jedoch liefert das Note S mit Android 6.0 aus und bietet bereits ein Update auf 7.0 Nougat an. Richtige Wunder kann man beim Note S wahrlich nicht erwarten – für den mobilen Einstieg oder als Übergangshandy reicht das Gerät aber völlig aus.

Vernee: Smartphones mit Götternamen

Mit den Smartphones Vernee Mars, Apollo und Thor mischt Vernee seit 2016 auf dem mobilen Markt mit. Die Firma aus Shenzem, dem Pendant zum Silicon Valley in China, verkauft günstige Geräte mit kleinen Extras. So zum Beispiel das Vernee Thor Plus. Der Akku fasst 6.200 mAh – und das bei einer Dicke von lediglich 8 Millimetern. Dazu kommt ein 5,5 Zoll großes AMOLED-Display, ein Fingerabdrucksensor, Android 7.0 und ein vergleichsweise alter Mediatek 6753. Für dieses Akkumonster werden rund 155 Dollar fällig.

Hinter dem Namen Vernee Mars verbirgt sich ein Mittelklassegerät mit einem Helio X10-Prozessor, 4 GB RAM und einem 5,5 Zoll großem Full-HD-Bildschirm. Der 3.000 mAh fassende Akku lässt sich dank Quick Charge schnell wieder füllen. In unserem Test des Vernee Mars stellen wir ihm keine besonderen Qualitäten aus – allerdings handelt es sich beim Mars um ein solides Mittelklasse-Smartphone in einem schicken Unibody-Gehäuse.

Umidigi: Gute Hardware, mittlerer Preis

Die China-Smartphones von Umi machen prinzipiell nichts besonders gut, sind aber auch keinesfalls schlecht. Umi ging aus der Marke Jiayu hervor, deren Gerät S3+ wir vor einer Weile getestet haben. Die Firma stellt stabile Geräte her. Die Innovationen anderer Hersteller finden sich meist erst ein Jahr später in den Smartphones. Das aktuelle Flaggschiff Umidigi Z Pro hat aber aktuelle, flotte Hardware für einen Mittelklassepreis. 275 Euro sind für das Z Pro mit 5,5 Zoll Displaydiagonale, einem Fingerprint-Sensor auf der Vorderseite, einer Dualkamera und den Prozessor Helio X27 aus dem Hause Mediatek fällig. Das Telefon unterstützt Schnelladetechnologien und lässt sich mit bis zu 256 GB großen Micro-SD-Karten erweitern. Preislich ist es eine starke Alternative zu den in Deutschland alteingesessenen Marken.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten


Image (adapted) „Smartphone“ by Skefalacca (CC0 Public Domain)

Images by Meizu / OnePlus / Xiaomi


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • WINDOWS chip: Windows Phone ist tot: Jetzt zieht Microsoft den Stecker: Microsoft zieht sich vorerst aus dem mobilen Markt zurück – Grund dafür ist das Scheitern des Windows Phone. Dieses steht nun offiziell vor dem Aus, Microsoft hat diese Woche den Support eingestellt. Damit werden Windows Phone 7, Windows Phone 8 und Windows Phone 8.1 werden nicht mehr unterstützt. Ob Microsoft den mobilen Markt noch einmal betreten wird ist fraglich, die Konkurrenz durch Android uns iOs war einfach zu groß, zumindest gäbe es aber Pläne, in Zukunft weitere Smartphones zu bauen.

  • MOBILE t3n: Xiaomi kommt nach Europa: Wird das chinesische Startup Xiaomi jetzt zum Global Player? Der Smartphone-Hersteller, auch bekannt als das Apple Chinas, expandiert und tastet sich langsam auf den europäischen Markt. Deshalb sollen Xiaomi-Produkte jetzt über offiziellen Weg in den europäischen Handel kommen. Für den Anfang sollen Smartphones und Fitnessbänder angeboten werden, aber auch Lautsprecher und Power-Packs.

  • VIRTUAL REALITY golem: Oculus plant drahtloses 200-Dollar-Headset: Der Boom des Virtual-Reality-Marktes scheint nicht abzuebben. VR-Pionier und Facebook-Tochter Oculus will jetzt ein VR-Headset veröffentlichen, das rund 200 Euro günstiger als das Rift und kabellos sein wird. Die Facebook-Tochter will damit den Massenmarkt ansprechen, was mit Modellen wie dem Rift oder konkurrierenden Modellen wie HTCs Vive und Sonys Playstation VR bisher nicht gelang. Das Headset wird unter dem Codenamen Pacific entwickelt und voraussichtlich für 2018 angekündigt werden.

  • POKEMON GO spiegel: Ein Jahr „Pokémon Go“: 1000 Kilometer, 5390 Monster: Heute vor genau einem Jahr konnte man vielerorts nicht vors Haus gehen, ohne auf hysterisch auf dem Screen wischende Pokémon-Trainer zu treffen. Der Pokémon Go-Hype hat die Welt im Sturm erobert, der Nostalgie-Faktor war groß und die Nutzung der Augmented Reality Technologie für den Zweck ideal eingesetzt. Spiegel-Autor Stephan Freundorfer hat seine Eindrücke und Erfahrungen nach einem Jahr gesammelt und zusammengefasst.

  • WIRTSCHAFT gründerszene: Flixbus‘ Allmacht sorgt bei Reisenden für Ernüchterung: Der Fernbus-Konzern Flixbus hat in den vergangenen Jahren erfolgreich die Konkurrenz vom Markt vertrieben und sich so ein regelrechtes Bus-Monopol aufgebaut. Nachdem diverse Konkurrenten wie MeinFernbus, Postbus oder City2City geschlcukt wurden, hat Flixbus jetzt einen Marktanteil von 93 Prozent, aber das Wachstum stagniert und das soll sich in steigenden Preisen bemerkbar machen. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich diese Entwicklung der letzten Jahre im Fernverkehr nun auch auf die Deutsche Bahn auswirken könnte.

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Die Aufsteiger des Jahres in der Digitalbranche

Wendeltreppe 1 (adapted) (Image by Sasan Seyfi [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Wie in jedem Jahr gab es auch in 2014 wieder einige Unternehmen, die besonders auf sich aufmerksam gemacht haben. Hier sind unserer Meinung nach die Aufsteiger des Jahres. Noch vor einem Jahr wäre es undenkbar gewesen, dass Apple und Samsung schon bald einen weiteren Konkurrenten auf dem Smartphone-Markt fürchten müssen. Aber Xiaomi ist im letzten Jahr um über 200 Prozent gewachsen und wird wohl in den nächsten Jahren die Marktführer angreifen können. Doch auch die sozialen Netzwerke bekamen bunte Konkurrenz. Während Instagram mit einer einfachen Bedienung und Fotos anstelle von Text überzeugt, setzt Pinterest auf ein Geschäftsmodell, das aus wirtschaftlicher Sicht für die Zukunft von sozialen Netzwerken stehen könnte. Die beiden wertvollsten Startups der Welt sind dagegen Uber und Airbnb. Beide Unternehmen stehen für die neu aufgekommene Sharing-Economy. Und noch etwas eint die Unternehmen: beide Geschäftsmodelle stehen gerade aufgrund des Erfolges immer wieder in der Kritik.

Xiaomi

Das chinesische Unternehmen Xiaomi ist mit rund sechs Prozent Marktanteil der drittgrößte Smartphone-Hersteller der Welt hinter Samsung und Apple. Dabei gelang es den Chinesen, den Geräteabsatz innerhalb nur eines Jahres um über 200 Prozent auf aktuell 17 Millionen Geräte im dritten Quartal 2014 zu erhöhen.

Als Grund für den Erfolg lässt sich der niedrigere Preis nennen, für 300 Euro bekommt man ein Smartphone von Xiaomi, während Smartphones von Samsung beispielweise um die 400 Euro und mehr kosten, aber auch die Hardware braucht sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. Und da Xiaomi bislang nur in Asien verkauft, stehen mit Europa und den USA noch sehr große Märkte offen, die Xiaomi in den nächsten Jahren ebenfalls erobern möchte. Dafür laufen aktuell Verhandlungen, die dem Unternehmen ein zusätzliches Kapital von 1,5 Milliarden US-Dollar einbringen könnten.

Pinterest

Das soziale Netzwerk Pinterest unterscheidet sich in einem gewichtigen Aspekt von anderen Netzwerken wie Facebook. Jedes von einem der aktuell 70 Millionen Nutzern hochgeladene Bild aus Kategorien wie Home, Arts oder Food wird automatisch mit einem Link zur Originalquelle angezeigt. Das ist besonders aus werbewirtschaftlicher Sicht sehr interessant, da Pinterest somit nicht nur als soziales Netzwerk funktioniert, sondern zeitgleich als Einkaufsberater fungiert. Aus dem Grund ist es nur wenig überraschend, dass das Startup nach seiner Gründung im März 2010 von Ben Silberman inzwischen mit einem Wert von fünf Milliarden US-Dollar auf Rang neun der wertvollsten Startups der Welt zu finden ist. Besonders außerhalb der USA, aus denen derzeit rund 80 Prozent der Nutzer stammen, besteht aber auch noch sehr viel Potential für weiteres Wachstum in den nächsten Jahren.

Instagram

Erst vor wenigen Tagen gab Instagram bekannt, jetzt mehr aktive Nutzer als Twitter zu haben. Dabei ist das soziale Netzwerk, das anders als die Konkurrenz vor allem auf Fotos setzt, in den letzten Monaten wesentlich stärker gewachsen, nämlich um 100 Millionen Nutzer in weniger als einem Jahr. 90 Millionen Bilder werden täglich vor allem von jungen Menschen hochgeladen. Der Grund hierfür ist einfach zu erklären. Bilder wirken für diese oftmals deutlich attraktiver als Text, Twitter erscheint zu umständlich, Instagram punktet in Sachen Bedienung. Inzwischen wird der Wert von Instagram auf 35 Millarden US-Dollar geschätzt, was einer Steigerung von 16 Milliarden und somit fast einer Verdopplung entspricht. Noch im April 2012 war das Netzwerk für eine Summe von nur einer Milliarden Dollar von Facebook übernommen worden.

Uber

Uber ist wohl eines der umstrittensten Unternehmen des Jahres gewesen, aber auch eines der erfolgreichsten. Der Fahrdienstvermittler fiel immer wieder auf negative Weise auf, indem beispielweise Topmanager Emil Michael mit der Möglichkeit drohte, Kritiker ausspionieren zu lassen und mit unliebsamen Details unter Druck zu setzen. Trotz allem ist Uber in den letzten Monaten rasant gewachsen, Investments in Milliardenhöhe ermöglichten optimale Bedingungen zum Expandieren und ein Wachstum von geschätzten 300 Prozent im Jahr deutet weiterhin auf eine steigende Bedeutung des Unternehmens hin. Und Uber hat weiterhin viel ungenutztes Potenzial, da das Angebot besonders in vielen Schwellenländern noch nicht aktiv ist.

Airbnb

Ähnlich wie Uber hat auch der Anbieter von Wohnungssharing Airbnb immer wieder mit aufkommender Kritik zu kämpfen. Besonders die Hotelbranche wehrt sich gegen das Unternehmen, dessen Nutzer gegen eine Provision ihre Wohnungen für einen kurzen Zeitraum untervermieten. Dabei sollen laut einer Untersuchung in New York 72 Prozent, also ein Großteil, der untervermieteten Wohnungen illegal gewesen sein. Dennoch ist der Erfolg von Airbnb unverkennbar: Von Inc. wurde das Startup als Unternehmen des Jahres 2014  ausgezeichnet, der Wert wird inzwischen auf 13 Milliarden US-Dollar beziffert, einzig Uber ist somit noch wertvoller. Über 800.000 Reisende mieten derweil pro Jahr eine Privatunterkunft über Airbnb, was das Unternehmen zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für die Hotelbranche werden lässt.


Image (adapted) „Wendeltreppe 1“ by Sasan Seyfi (CC BY-SA 2.0)


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5 Lesetipps für den 12. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um die Nutzung von Smartphones, die neuen Funktionen von Facebook für Medien, Newsclip.se, Xiaomis Probleme mit Ericsson und Microsofts Windows 10. Ergänzungen erwünscht.

  • SMARTPHONES Horizont: Mobile Nutzung: Jeder zweite Smartphone-Besitzer nutzt es beim Einkauf: Einer Studie von Lightspeed GMI zufolge verwenden mehr als die Hälfte aller Smartphone-Besitzer ihr Smartphone zum Einkaufen. Auch wenn die meisten Menschen immer noch klassisch einkaufen, so sind Smartphone-Apps in den letzten Jahren zu wichtigen Shopping-Beratern geworden. Die Produktbewertungen werden beispielweise zu wichtigen Anreizen zum Kauf eines Produktes, ebenso wie Gutscheinaktionen. Und letztendlich können die digital gewonnenen Informationen sogar dazu führen, Preisverhandlungen zu ermöglichen, so das Ergebnis der Studie.

  • FACEBOOK Meedia: Smart Publishing & Co: vier neue Facebook-Funktionen für Medien: Besonders für Medien als Seitenbetreiber dürften die neuen Funktionen, die Facebook bekanntgegeben hat, interessant sein. Um Links zu vielfach geteilten Artikeln zu identifizieren, kann man demnächst die Smart-Publishing Funktion aktivieren. Wenn ein Beitrag nicht länger relevant ist, weil er zum Beispiel veraltet ist, hilft das Verfallsdatum. Um die Zielgruppe eines Beitrags auf ein bestimmtes Publikum einzugrenzen, gibt es bald die Targeting-Funktion. Und auch die Statistikenseite Insights wurde um einige Optionen erweitert, die Medienunternehmen nützen können.

  • NEWSCLIP.SE t3n: Das Storytelling der Zukunft: Wie ein Deutscher mit Newsclip.se den Journalismus verändern will: Auf dem Canvas-Hackathon des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera hat der deutsche Entwickler Friedrich Lindenberg Newsclip.se vorgestellt. Mit dieser Web-App sollen Journalisten bei ihrer Arbeit unterstützt werden, indem das Tool automatisch relevante Informationen zum Artikel zusammenstellt. Newsclip.se bedient sich offenbar bei verschiedenen Online-Ressourcen und Notizen des Autors und seiner Kollegen und filtert automatisch die wichtigen Inhalte heraus, um schließlich das zu werden, was für Programmierer eine integrierte Entwicklungsumgebung ist. Zwar ist das Programm noch langsam, scheint aber bereits zu funktionieren.

  • XIAOMI Heise: Smartphones: Patent-Ärger für Aufsteiger Xiaomi: Xiaomi, der chinesische Marktführer auf dem Smartphone-Markt, hat offenbar Ärger mit Ericsson und darf auf dem indischen Markt vorerst keine Smartphones mehr verkaufen. Aufgrund von Patentstreitigkeiten und der Tatsache, dass Xiaomi nicht auf Verhandlungsangebote reagiert habe, sei für Ericsson eine Klage der letzte Ausweg gewesen. Weltweit ist Xiaomi auf dem Markt der Aufsteiger des Jahres mit einer Absatzsteigerung von über 200 Prozent im dritten Quartal verglichen mit den Zahlen des Vorjahres und liegt damit auf dem dritten Platz hinter Samsung und Apple.

  • MICROSOFT Golem: Microsoft: Windows 10 erscheint Herbst 2015 mit Abo-Modell-Option: Im Herbst 2015 soll das neue Betriebssystem Windows 10 von Microsoft erscheinen. Neben oder statt der Möglichkeit eines einmaligen Kaufs denkt man offenbar auch darüber nach, ein Abonnement-Modell anzubieten. Die Möglichkeit eines kostenlosen Updates schloss Microsoft-Chief Operating Officer Kevin Turner jedenfalls aus. Ziel des Unternehmens ist es offenbar, Nutzer mit kostenlosen oder günstigen Lizenzen zu locken und daraufhin als Kunden zu binden, auch wenn Turner diesen Plan bislang verneint hat.

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Apple unter Beschuss: Der chinesische Klon Xiaomi kommt

Xiaomi Smartphone (Bild: Xiaomi)

Nach Samsung muss Apple nun einen weiteren Konkurrenten fürchten: Xiaomi nagt langsam an Apples etablierter Zweitplatzierung. // von Philipp Biel

Xiaomi Smartphone (Bild: Xiaomi)

Xiaomi – eine Firma die hierzulande kaum jemanden ein Begriff ist. Dennoch ist sie mit knapp sechs Prozent Marktanteil der weltweit drittgrößte Smartphone-Hersteller. Auf der chinesischen World Internet Conference nun der Eklat: Mitbegründer und CEO Lei Jun greift in aller Öffentlichkeit Apple und Samsung an. „Bis spätestens 2025 wird man die Nummer 1 unter den Smartphone-Herstellern sein„, so Lei. Der Klon aus China, wird er zu Gefahr für Apple und Samsung?

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