All posts under Withings

Mit Herz und Style: Günstige Fitnesstracker-Serie Withings Move kommt mit EKG und in vielen Farben

Withings Move ECG Health Mate App

Fitnesstracker sind nicht mehr wahnwitzig teuer und können gleichzeitig immer mehr. Die neue Modellreihe Withings Move ist ein gutes Beispiel dafür. Dabei handelt es sich um Fitnesstracker im Look analoger Uhren mit besonderen Vorzügen. Das Standardmodell sticht durch fünf bunte Designs aus der Masse heraus. Weitere Farbkombinationen lassen sich online gestalten. Mit einem Preis von rund 70 Euro ist das Modell zudem erschwinglich. Die Variante Withings Move ECG kostet zwar 50 Euro mehr, kann aber ein EKG aufzeichnen und somit Herzprobleme aufdecken. Ebenfalls ein EKG beherrscht die smarte Manschette Withings BPM Core, vereint sie aber zusätzlich mit Blutdruckmessgerät und digitalem Stethoskop. Das Produkt-Trio erscheint im Laufe das Jahres, wie der Hersteller heute auf der CES 2019 ankündigte.

Withings Move und Withings Move ECG: Schicker sporteln

Nach dem Rückkauf von Nokia treibt Withings nun wieder mit Elan die eigene Produktentwicklung voran. Während die Steel HR Sport vornehmlich ausgeprägte Fitness-Fans mit größerem Budget anspricht, adressiert die neue Withings Move eher die Alltagsgesundheit von Preisfüchsen mit Design-Vorliebe.

Herzstück ist ein analoges Ziffernblatt mit 38 Millimeter Durchmesser, das den technischen Charakter des Fitnesstrackers elegant ummantelt. Zwei Zeiger geben die Uhrzeit an, während ein weiterer den prozentualen Fortschritt der Aktivität von null bis 100 visualisiert. Damit erinnert sie zum Beispiel an die Withings Activité Pop. Das zusätzliche OLED-Display der Steel HR fehlt aber.

Gehen, Joggen, Schwimmen und Radfahren erkennt die Withings Move dabei automatisch. Außerdem zeichnet sie per GPS Dauer, Distanz, Höhe und Weg auf. Die Schlafanalyse und „smartes“ Aufwachen ist ebenfalls an Bord. Für genaue Einblicke synchronisiert der Tracker die Daten mit der Smartphone-App Withings Health Mate. Trotz aller Technik hält die Batterie dem Hersteller zufolge 18 Monate, sodass tägliches Aufladen kein Thema ist.

Withings Move Farben
Withings Move erscheint in fünf Farbvarianten. Als wäre das nicht farbenfroh genug, können Nutzer sich auch noch individuelle Designs online erstellen. Image by Withings

Der Fitnesstracker kommt in fünf verschiedenen Farbkombinationen hinsichtlich Ziffernblatt, Aktivitätszeiger, Gehäuse und Armband. Darüber hinaus bietet Withings einen Online-Konfigurator, in dem sich alle Komponenten individuell in noch mehr Farben kombinieren lassen.

Die Variante Withings Move ECG bietet bei etwas kürzerer Batterielaufzeit (zwölf Monate) die gleichen Möglichkeiten, verfügt aber noch über eine weitere Funktion. Mittels dreier Elektroden im Uhrengehäuse zeichnet sie auf Wunsch ein Elektrokardiogramm auf und hilft auf diese Weise Nutzern, das sogenannte Vorhofflimmern zu erkennen. Dabei handelt es sich um eine besonders schwere Form eines unregelmäßigen Herzrhythmus, der im günstigeren Fällen zu Müdigkeit und Kurzatmigkeit, schlimmstenfalls aber zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führt. Die in der App Health Mate gespeicherten EKG-Daten haben laut Withings die Qualität, Medizinern bei Diagnose und Behandlung zu unterstützen. Die Apple Watch 4 verfügt über eine ähnliche Funktion, die aber noch nicht freigeschaltet ist.

Withings BPM Core: Blutdruckmesser, EKG und Stethoskop in einem

Smarte Gadgets für die Gesundheit liegen seit längerem im Trend, erleben aber derzeit eine Professionalisierung. Hersteller für Unterhaltungselektronik streben eine Qualität an, die klinischen Maßstäben genügt. Für diesen Anspruch steht auch Withings BPM Core. Gestaltet wie eine herkömmliche Armmanschette, ist sie mit allerhand fortschrittlichen Sensoren ausgestattet. Dazu gehören zwei Edelstahlelektroden innerhalb der Manschette und am Metallrohr sowie eine Silikonmembran mit digitalem Mikrofon.

Wenn Nutzer das Gerät am Oberarm anlegen und eine Taste drücken, führt es innerhalb von 90 Sekunden drei Messungen durch. Die erste Messung erhebt den systolischen und diastolischen Blutdruck sowie die Herzfrequenz. Werte und eine farbcodierte Einschätzung zeigt BPM Core auf einem LED-Display direkt an der Manschette an.

Withings BPM Core
Withings Core ist Blutdruck-Manschette, EKG und digitales Stethoskop in einem. Image by Withings.

Die zweite Messung betrifft ein EKG, das feststellt, ob das Herz unregelmäßig oder zu schnell schlägt. Neben der Manschette am Oberarm dienen auch Elektroden für die Handfläche für eine präzise Aufzeichnung. Mit einer dritten Messung können Nutzer Herzklappenprobleme ermitteln. Dazu legen sie den Stethoskop-Sensor für 20 Sekunden an die Brust. Ergebnisse stellt die Withings-App dar. Mit Energie versorgt BPM Core ein Akku, der bei täglicher Benutzung sechs Monate lang durchhalten soll, bevor er per Micro-USB wieder aufgeladen wird.

Withings Move erscheint im Februar, Move ECG und BPM Core bis Juni

Wer ganz zufällig auf der CES in Las Vegas ist, kann sich die drei neuen Produkte am Withings-Stand anschauen. Die Mehrheit der Interessierten dürfte dafür aber auf den Marktstart warten wollen. Withings Move wird in fünf Farbvarianten ab dem 5. Februar 2019 für 70 Euro ausgeliefert. Vorbestellbar sind sie schon jetzt im Hersteller-Shop. Im Laufe des Jahres sollen auch die Modelle erhältlich sein, die sich jetzt schon individuell konfigurieren lassen. Ob Withings für ein personalisiertes Design einen Aufpreis nimmt, steht noch nicht fest.

Withings Move ECG (130 Euro) und Withings BPM Core (250 Euro) warten derzeit darauf, von den Behörden zugelassen zu werden. Der Hersteller peilt einen Marktstart im zweiten Quartal 2019 an.

Withings bei Amazon (Provisionslink)


Images by Withings

Weiterlesen »

Im Test: die Smartwatch Steel HR Sport von Withings

Hybride Smartwatches sind der neue Renner. Wer sich dem Selbstoptimierungs-Hype der letzten Jahre anschließen und trotzdem stylish unterwegs sein will, kommt um diese Kombination aus Uhr und Fitnesstracker nicht mehr herum. Allerdings ist der Markt mit Smartwatches ziemlich überflutet. Es gibt sie in allen Formen und Farben und natürlich in allen Preislagen. Ich hatte die Chance, die neue Steel HR Sport zu testen, die der französische Hersteller Withings kürzlich vorgestellt hat. Als Smartwatch-Novizin war ich positiv überrascht!

Design: Eine Smartwatch, die sich optisch absetzt

Mein allererster Eindruck war: Etwas groß. Gerade für mein eher zartes Frauen-Handgelenk war ich zunächst Design-technisch etwas skeptisch. Doch um ehrlich zu sein, hatte ich mich innerhalb von 18 Stunden an das neue Accessoire an meinem Arm gewöhnt und festgestellt, dass es zu Pulli oder Mantel doch ganz gut aussieht.

Allgemein ist die Uhr sehr gut verarbeitet und schlicht gehalten. Besonders gefällt mir das Armband, welches aus Silikon gefertigt ist. Es ist atmungsaktiv, sodass ich auch beim Sport oder längerem Tragen kein Problem mit Schweißbildung hatte. Außerdem fühlt sich der Stoff des Armbandes sehr angenehm an. Auch positiv: die Uhr ist nicht schwer. Sie trägt sich angenehm den ganzen Tag lang.

Beim Design des Ziffernblattes lehnt sich Withings an die Vorgängermodelle der Uhr an, welche zwischenzeitlich unter dem Dach von Nokia weiterentwickelt wurden. Der OLED-Bildschirm der Smartwatch oben ist zwar ein wenig klein, aber er reicht allemal aus, um die Funktionen der Smartwatch überblicken zu können. Doch dazu gleich mehr.

Ansonsten ist positiv anzumerken, dass eben nicht gleich auffällt, dass man eine Smartwatch trägt. Wohl gerade deswegen passt sie auch so gut zu den meisten Outfits. Am besten gefällt mir am Ziffernblatt die zweite kleine Anzeige unter dem Bildschirm. Diese zeigt immer den Status des täglichen Schrittzieles an. Somit kann man, ohne den Bildschirm zu aktivieren, mit einem Blick sehen, wie viel man sich noch bewegen sollte. Und wird natürlich auch jedes Mal an das Schrittziel erinnert, wenn man nur einmal kurz auf die Uhr gucken will.

Die Uhr lädt unglaublich schnell auf – innerhalb von eineinhalb Stunden war sie vollgeladen. Und halten tut sie auch erfreulich lange: Nach einer Woche normaler Benutzung (circa 10 Aktivierungen am Tag) hatte ich noch 58 Prozent Akku übrig.

Features: Super fürs Fitnessstudio und beim Joggen

Die Features der Withings Steel HR Sport sind sehr vielseitig. Zudem ist das Einrichten der Uhr sehr einfach. Man muss lediglich die Withings Health Mate App herunterladen, die Uhr mittels Bluetooth mit dem Handy verbinden und schon wird man automatisch durch einen Guide zum individuellen Einrichten der Uhr geführt. Neben dem allgemeinen Tracken der Herzfrequenz, Schrittzahl und der gelaufenen Strecke finde ich persönlich den integrierten Kalorienzähler sehr gut. Dieser errechnet nämlich aus Gewicht, Körpergröße und Bewegung in Echtzeit, wie viele Kalorien man bereits verbraucht hat. Das konnte ich super mit meiner Kalorienzähl-App „Yazio“ kombinieren.

Des Weiteren bietet die Withings Steel HR Sport Tracking-Möglichkeiten für über 30 verschiedene Sportarten. Ich persönlich habe die Uhr vor allem für das Tracking meiner Fitnessstudio-Besuche benutzt. Vorinstalliert auf dem Display der Smartwatch, welches mit einem Knopfdruck aktiviert werden kann, sind: Laufen, Schwimmen, Radfahren, Gehen und Sonstiges. In der App kann man individuell Sportarten hinzufügen, wie in meinem Fall „Fitness“.

Tracking mit Schwächen

Sobald man das Sport-Tracking beginnt, zeichnet die Uhr verbrauchte Kalorien, Dauer der Aktivität und die Herzfrequenz auf. Diese können danach in der App eingesehen werden. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Tracking teilweise während der sportlichen Aktivität nicht immer reibungslos funktioniert. So hatte ich laut Uhr nach 45 Minuten Fitness nur 16 Kalorien verbrannt. Zum Ende des Trainings zeigte die App dann aber 291 verbrannte Kalorien an, was sich mit meinen Daten aus anderen Fitness-Apps überschnitt.

Withings Health Mate App
Withings Health Mate App. Screenshot by Leonie Werner

Das Tracking von Aktivitäten wie simples Laufen funktioniert nur, wenn man wirklich draußen unterwegs ist. Als ich versuchte, die Uhr auf dem Laufband zu testen, zeigte sie mir bei der zurückgelegten Strecke und Geschwindigkeit ganz andere Werte an als das Laufband selbst.

Ein weiterer minimaler Kritikpunkt bei der Uhr ist, dass das integrierte „intelligente Wecken“ bei mir nicht so recht funktionieren wollte. Für gewöhnlich stehe ich um 5:40 Uhr auf. Damit die Uhr den perfekten Zeitpunkt zum sanften Wecken wählen kann, braucht sie ein Fenster von einer halben Stunde. Also stellte ich 5:10 Uhr bis 5:40 Uhr ein. Nun wurde ich ausnahmslos jeden Morgen um 5:11 Uhr geweckt, was für mich einfach zu früh war. Wenn ich doch um 5:11 Uhr aufstand, teilte mir die App mit, dass ich nicht lange genug schlafe. Na ja.

Außerdem erkannte die Uhr an einigen Stellen Aktivitäten, wo gar keine waren. Doch insgesamt war das Tracking meist präzise und half mir gut dabei, meine täglichen Ziele zu überblicken.

Wie gut ist die eigene Schlaf-Qualität?

Besonders gut gelungen finde ich die ausführliche Schlaf-Analyse. Wenn man die Uhr auch nachts trägt, zeichnet diese auf, wie lange man geschlafen hat. Außerdem wird der Puls, die Unterbrechungen während des Schlafes und die Tief- und Leichtschlafphasen überwacht. Daraus wird ein Schlaf-Index ermittelt, der von 0 bis 100 geht. Insgesamt empfinde ich die Bedienung der Uhr als sehr selbsterklärend, übersichtlich und einfach.

Withings Health Mate App Schlafanalyse
Besser schlafen mit der Withings Health Mate App. Screenshot by Leonie Werner

Praktische Notifications

Ebenfalls praktisch finde ich, dass die Benachrichtigungen vieler Apps vom Smartphone direkt als Vorschau auf die Uhr übertragen werden. Ich selbst hätte nie gedacht, dass es so angenehm sein kann, nicht ständig das Handy in der Hand haben zu müssen, um die wichtigsten Notifications zu bekommen. Hier gibt es eine jedoch eine kleine Einschränkung. Es werden nämlich nur Namen und Nachrichten angezeigt, die keine Emojis haben, da die Uhr diese nicht anzeigen kann. Aber zur Not kann man ohnehin noch einmal schnell aufs Handy gucken.

Zu jedem Tag gibt es eine Tagesübersicht und am Ende der Woche jeweils eine Wochenübersicht.

Withings Fitnesskurse

Darüber hinaus kann man in der App zwischen verschiedenen Fitnesskursen wählen. Diese begleiten einen entweder über einige Tage oder mehrere Wochen. Sie sollen dabei helfen, einzelne Fitnessbereiche, wie das Schlafen oder die Herzgesundheit, individuell zu fördern. Ich hatte mich für das Schlaf-Programm entschieden und erhielt wöchentlich eine Auswertung meines Schlafverhaltens.

Screenshot aus der Withings Health Mate App

Ich finde diese Funktion sehr hilfreich, da sie noch einmal mehr in den Vordergrund stellt, was man beachten sollte und wie man seine persönliche Fitness verbessert. Natürlich sollte man nicht vergessen, dass die Uhr nicht nur alle Daten aufzeichnet, sondern diese auch an Withings weiterleitet. Im Moment geschieht dies wohl nur für interne Zwecke, zur Verbesserung der Uhr und zur Fehlerbehebung.

Fazit: Withings Steel HR Sport punktet als unauffälliger Motivator

Ich selbst habe zugegeben nie ernsthaft darüber nachgedacht, mir eine Smartwatch zuzulegen. Das ist alles zu umständlich, dachte ich mir, und zu viel Arbeit. Doch ich war wirklich positiv überrascht. Denn dank der Uhr mit Unterstützung der App kann ich detailliert meinen Schlafrhythmus, meine Schrittzahl, mein Gewicht und meine allgemeine Fitness auf einen Blick einsehen.

Ich persönlich finde, dass die App mit der übersichtlichen Gestaltung  immer noch ein wenig extra Motivation gibt. Somit kann ich die Uhr allen empfehlen, die das Fünkchen zusätzliche Motivation gebrauchen können. Oder einfach allen, die ihre Fitness-Pläne endlich mal strukturieren und organisieren möchte.

Die neue Withings-Smartwatch bei Amazon (Provisions-Link)


Screenshots und Images by Leonie Werner

Weiterlesen »

Withings kehrt mit neuer Hybrid-Smartwatch zurück

Am 31. Mai diesen Jahres koppelte sich der Gesundheitsgerätehersteller Withings wieder von Nokia ab und bringt nur vier Monate später mit der Steel HR Sport nun seine neuste Smartwatch auf den Markt.

Die Steel HR Sport vereint zeitloses Uhrendesign mit technischen Neuerungen und einer interaktiven Benutzeroberfläche. Diese Smartwatch kann nicht nur die Herzfrequenz messen, sondern besitzt auch integriertes Connected GPS und beurteilt das Fitnessniveau des Users mittels VO2 max-Schätzung. Diese VO2 max-Schätzung dient der Analyse der Sauerstoffversorgung des Nutzers.

Umfangreiche Features

Das analoge Ziffernblatt zeigt nicht nur die Uhrzeit an, sondern auch den prozentualen Teil des täglichen Schrittzieles. Auf dem dezenten OLED-Display werden die wichtigsten Gesundheits- und Sportdaten wie tägliche Schritte, Kalorien, die gelaufene Distanz und die Herzfrequenz angezeigt. Mit dem Multisport-Tracking kann für über 30 verschiedene Aktivitäten von Yoga und Volleyball über Rudern bis hin zu Boxen, Skifahren und Eishockey die Herzfrequenz und die Dauer des Trainings dokumentiert werden. Für Läufer hat sich Withings zudem einige besondere Features ausgedacht. Mit der Steel HR Sport kann der Nutzer Geschwindigkeit, Entfernung und Höhenmeter der zurückgelegten Strecke nachvollziehen. Außerdem kann auf einer Karte die gelaufene Strecke eingesehen werden. Diese Funktion kann auch beim Spazieren oder Radfahren genutzt werden.

Tracking des Schlafverhaltens

Die Steel HR Sport bietet eine detaillierte Übersicht über das Schlafverhalten des Users. So kann die Länge und Qualität des Schlafes eingesehen werden. Wer möchte, kann zudem einen sanften Vibrationsalarm für das morgendliche Aufstehen einstellen. Ein weiteres neues Feature der Steel HR Sport ist die Kompatibilität mit vielen Apps. Mit dem neuen Modell können aktuelle Nachrichten oder Mitteillungen von Freunden und Familie über Social Media mittels einer Inhaltsvorschau auf der Uhr eingesehen werden. Alle getrackten Informationen der Uhr lassen sich zentral über die Health Mate App von Withings einsehen und verwalten. Dort werden außerdem noch Coachings zur Verbesserung des Schlafverhaltens angeboten.

Technische Daten

Die hybride Smartwatch ist ausgestattet mit 316L Edelstahl und einem 40mm Gehäuse, welches ein zeitloses, abgerundetes Design aufweist. Die Uhr ist bei einer Tiefe von bis zu 50 Metern wasserfest. Erhältlich in den Varianten weiß und schwarz, hat die Steel HR Sport eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Tagen. Sie ist ab jetzt für 200 Euro im Handel zu haben.


Image by Withings

Weiterlesen »

Fitnesstracker in der Übersicht: Das sind die besten Modelle

Fitness-Tracker

Der Markt der Fitnesstracker ist ziemlich unübersichtlich, die einzelnen Hersteller liefern sich erbitterte Kämpfe oder kaufen sich gegenseitig auf. Wir sagen euch, bei welchen Modellen ihr selten falsch liegt. „Fitbit“ hat für die dezenten Gesundheits-Überwacher inzwischen fast die gleiche Bedeutung wie “Tempo” für Taschentücher. Dennoch ist Fitbit längst nicht mehr der größte Hersteller weltweit: Die Konkurrenz drängt aus China auf den Plan.

Fitnesstracker: Garmin und Xiaomi springen auf

Xiaomi ist ein nicht ganz unbekannter Name, obwohl man offiziell nicht außerhalb des Heimatlandes verkauft. Das Xiaomi Mi Band 2 wurde zum echten Geheimtipp, verbreitet durch Online-Händler, die zu kleinem Aufpreis auch nach Deutschland exportieren.

Ebenfalls in den Top 5 der erfolgreichsten Firmen der Branche vertreten sind üblicherweise Garmin, Samsung und Apple. Diese Tracker respektive Uhren sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn Apple stellt im traditionellen Sinne keine Fitnesstracker, sondern Smartwatches mit Fitness-Funktionen her. Auch Samsung legt den Schwerpunkt auf hochcomputerisierte Computeruhren wie die Gear S3. Samsung schafft es, mit nur wenigen Produkten für gute Verkaufszahlen zu sorgen. Garmin hatte sich über die Jahre ja eigentlich einen Namen durch Navigationsgeräte gemacht, ist jedoch schon seit einiger Zeit auch breit mit Fitnesstrackern aufgestellt. 

Fitbit schluckt Pebble, Nokia kauft Withings

Ende 2016 wurde der Smartwatch-Pionier Pebble von Fitbit aufgekauft, ein großer Teil der Mitarbeiter wurde dabei übernommen. Viel gemerkt hat man seitdem davon nicht. Die alten Pebble-Uhren wurden nicht mit neuem Branding versehen oder eine neue Smartwatch mit E-Paper-Display von Fitbit veröffentlicht. Das E-Paper-Display brachte eine bessere Ablesbarkeit in der Sonne und einen äußerst geringen Stromverbrauch mit sich.

Mit diesem Feature hatte Pebble damals nämlich die zahlreichen Unterstützer beim Crowdfunding gewinnen können und ebnete den Weg für viele weitere Smartwatches. Allgemein hält sich Fitbit allerdings noch aus dem Smartwatch-Business raus und beschränkt sich auf Fitnesstracker. Die Auswahl ist riesig, doch muss man sich eigentlich nur auf ein paar wenige Modelle beschränken.

Ein fast genauso bedeutender Kauf in dem Bereich war der von Withings durch Nokia. Der schwächelnde Ex-Finne konnte mit dem modernen Telefonmarkt nicht so wirklich Schritt halten und versuchte es daher offenbar mithilfe der Franzosen. Großartige Auswirkungen hatte die Akquisition allerdings nicht, noch immer ist Withings eher ein Geheimtipp für Personen, die einen möglichst analog anmutenden Fitnesstracker bevorzugen, wie zum Beispiel den Withings Steel HR. Günstige Geräte ganz ohne Display wie das Withings Go runden das Sortiment ab.

withings-tracker-pulse-l
Image by Withings

Ähnliche Funktionen, unterschiedliche Ausführung

So unterschiedlich die vielen Fitnesstracker an sich schon sind: Ganz wichtig beim Vergleich ist das Ökosystem des Herstellers. Da die kleinen und spartanischen Displays nur wenig Platz zur Auswertung der gesammelten Daten bieten, sind die Smartphone-Apps und Online-Dienste essentiell. Grundlegend bieten sie alle ähnliche Funktionen, doch die Ausführungen sind unterschiedlich. Zumeist ist auch ein Socializing-Feature dabei, durch das ihr euch mit euren Freunden messen könnt.

Fitbit: Was geht, Alta?

Wenn die Auswahl bei Fitbit etwas erschlägt, sollte man sich nicht all zu viele Sorgen machen. Grundlegend beschränkt sich die Liste der nennenswerten Produkte nämlich auf vier Stück: Flex 2, Alta, Charge 2 und Blaze. Die Fitbit Flex 2 ist der schlankste und günstigste Fitnesstracker aus dem Hause und bleibt optisch sehr minimalistisch. Ohne Smartphone informiert das Flex 2 ausschließlich via LEDs.

Wer mehr Daten direkt am Handgelenk ablesen will, sollte sich die Alta genauer ansehen. “Das schlankste Herzfrequenz-Armband der Welt”, wie es vom Hersteller beworben wird, ist auch ohne das HR-Feature erhältlich, dann auch deutlich billiger. Auf dem monochromen Display werden zum Beispiel Uhrzeit, Schrittzahl und Puls dargestellt. Bei Verbindung mit dem Smartphone werden auch Benachrichtigungen weitergeleitet, sodass man nichts mehr verpasst.

4067_19
Image by Fitbit

Das alles und etwas mehr finden sich auch im Flaggschiff-Modell Charge 2. Ebenfalls an Bord sind unter anderem Support für mehrere Sportarten, Stockwerkzählen und das Nutzen der GPS-Verbindung des gekoppelten Telefons. Etwas aus dem Rahmen fällt die Fitbit Blaze, auch preislich liegt sie über seinen Geschwistern. Die Blaze ist der erste Versuch im Smartwatch-Geschäft. Allerdings setzt Fitibit hier auf eine proprietäre Software-Lösung, die jedoch den etablierten Herstellern überlassen werden sollte. Schließlich fehlen so viele Apps, die Entwickler nicht extra für die neue Plattform portieren werden.

Garmin: Viel hilft viel weniger

Noch mehr Auswahl als Fitbit bietet der Navigations-Profi Garmin. Von Übersichtlichkeit kann hier gar keine Rede sein. Hilfreich ist es bei diesem Hersteller allerdings, den Fokus ausschließlich auf die klassischen Sport-Tracker zu legen – besonders stark vertreten sind die Schweizer nämlich mit GPS-Uhren wie die Fenix 5.

Vollkommen in den Schatten stellt die Garmin vivofit 3 seine Konkurrenz. Bis zu ein Jahr Akkulaufzeit verspricht der Hersteller, und erreicht dies trotz des üblichen Schrittzählers, Aktivitätstracking und Verbindung mit dem Smartphone. Das niedrig auflösende Display ist nach Aktivierung sogar hintergrundbeleuchtet.

garmin-vivofit-comparison-750x410
Image by Garmin

Wie bei Trackern üblich, muss die Vivosmart 3 einmal in der Woche an den Strom. Diesen Preis muss man zum Beispiel für eine durchgehend genaue Pulsmessung, Berechnung des Stresslevel und Trainingszustand oder einen berührungssensitiven Bildschirm bezahlen.

Noch eine Nummer größer ist die Garmin Vivoactive HR. Der Fitnesstracker bietet ein Farbdisplay, auf dem bereits umfangreiche Statistiken angezeigt werden können. Außerdem ist ein GPS-Empfänger verbaut. Das schlägt sich jedoch auch im Preis nieder: Der Vivoactive HR kostet knapp doppelt so viel, wie andere Fitnesstracker. 

Polar: Von günstig bis High-End

Zwar verlässt sich die Polar Loop 2, der günstigste Fitnesstracker der finnischen Firma, auch nur auf Anzeige durch LEDs, diese ist jedoch sehr klug umgesetzt. Die 85 Lämpchen können Uhrzeit, Trainingslevel und sogar grob den Inhalt von Benachrichtigungen wiedergeben.

Während sich die Loop 2 noch recht günstig präsentiert, muss man bei der Polar A370 tief in die Tasche greifen. Die A370 eignet sich auch bestens für Schwimmer dank Wasserdichte. Beim Joggen kann das Smartphone zuhause bleiben, denn der Tracker erfasst durch die Armbewegungen und GPS automatisch, welche Strecke zurückgelegt wurde.

Polar_A360_Beitragsbild-1050x525
Image by Polar

Xiaomi Mi Band 2: Nicht nur für Einsteiger empfehlenswert

Wie schon eingangs erwähnt, hat sich Xiaomi eigentlich mit nur einem einzigen Produkt einen Platz ganz oben auf dem Treppchen ergattern können. Das Xiaomi Mi Band 2 liegt im unteren Preissegment und beherrscht die wichtigsten Fitnesstracker-Funktionen. Es zählt Schritte, überwacht den Schlaf dank Pulsmesser und leitet sogar Benachrichtigungen vom Smartphone weiter.

Im Angebot bei diversen China-Händlern kostet das Multitalent oft nur bis 15 Euro – bei Amazon kostet es 30 Euro. Ein kleines Manko ist das Ökosystem, welches verglichen mit der hier vorgestellten Konkurrenz ohne Frage das schlechteste ist. Die Einrichtung in der teilweise nur auf Englisch übersetzten App funktioniert zwar, Online-Wettkämpfe mit Freunden kann man aber getrost vergessen. Eine richtige Einordung der Fitnessdaten erfolgt ebenfalls nicht.

Fazit: Günstig anfangen

Eine glasklare Empfehlung kann ich kaum aussprechen, jeder Tracker muss auch zum persönlichen Einsatzzweck passen. Denn ganz billig sind die meisten – abgesehen vom Xiaomi Mi Band 2 – auch nicht. Wenn du erst einmal schauen möchtest, ob so ein Fitness-Tracker etwas für dich ist, kannst du blind zu dem China-Wearable greifen. Von hier ausgehend merkst du vielleicht, welche Aspekte dir wichtig sind, so dass du dich zum entsprechenden Tracker filtern kannst.

(Update 23.8.: Notwendigkeit, beim Polar-Gerät das Smartphone dabei zu haben, korrigiert.)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image (adapted) „Polar A360“ by Stevepb (CC0 Public Domain) / Images by Polar, Withings, Fitbit


Weiterlesen »

Der Trend geht zur Bewegung: Vier neue Wearables

BT Paralympic World Cup 2009 Athletics Men's T54 - 800 Metres. (adapted) (Image by Stuart Grout [CC BY 2.0] via flickr)

Bei den neuen Fitness-Wearables dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer einfach nur gerne einen Überblick über Bewegung und Kalorienverbrauch hat und dabei vielleicht auch den Puls im Auge behalten oder die Schlafqualität überwachen will, für den sind einfachere Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 2 oder TomTom Touch ideal. Die Whitings Steel HR richtet sich an diejenigen, die die Optik, Materialien und Verarbeitung einer klassischen analogen Armband zu schätzen wissen und Fitnessfreaks, die per GPS ihre Lauf- oder Radtouren genau aufzeichnen wollen, sind bei der Samsung Gear S3 gut aufgehoben. Letztere bietet dank Apps auch eine Vielzahl anderweitiger Funktionen, ist aber auch deutlich teurer als einfachere Fitnessbänder.

Fitbit Charge 2: Motiviert und entspannt

bild1

Auf der IFA hat Fitbit, einer der Pioniere im Bereich Fitness-Tracking, das Nachfolgemodell zum sehr beliebten Charge HR vorgestellt. Der Charge 2 bietet weiterhin Schrittzähler, Pulsmesser und Schlafanalyse, hat aber auch einige neue Funktionen, die dabei helfen sollen, die Trainingsmotivation zu erhöhen.

Bewegungserinnerungen lassen das Band vibrieren, wenn man wieder einmal zu lange regungslosslos herumgesessen ist. Außerdem errechnet die zugehörige Smartphone-App mit Hilfe schon absolvierter Trainings-Sessions das eigene Fitnessniveau, welches dann mit dem anderer Nutzer in der gleichen Altersgruppe verglichen werden kann.

Wer denkt, schon genug Sport getrieben zu haben, kann den Charge 2 auch zur Entspannung nutzen. Per App wird der Nutzer durch zwei- oder fünfminütige Atemübungen geleitet. Das Armband misst dabei die Herzfrequenz, um zu überprüfen, ob die Entspannungübung erfolgreich ist. Das Gehäuse ist spritzwassergeschützt und das OLED Display vier mal grösser als beim Vorgänger, was die gleichzeitige Anzeige von mehr Daten erlaubt. Der Charge 2 wird noch diesen Monat zum Preis von 160 Euro im Handel erhältlich sein.

Withings Steel HR: Für die Liebhaber klassischer Armbanduhren

bild2

Die zu Nokia gehörende französische Firma Withings schafft es, in ihrem Modell Steel HR die meisten Funktionen eines modernenFitnesstrackers im edlen Stahlgehäuse einer analogen Uhr unterzubringen. Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Schwimmen sowie die Schlafphase werden getrackt und können per zugehöriger App analysiert werden. Wie der Name schon andeutet, ist im neuesten Modell von Whitings nun auch ein Pulsmesser mit an Bord.

Zusätzlich kann die Steel HR auf einem digitalen Minidisplay, das ins analoge Zifferblatt integriert ist, Notizen vom Smartphone oder die Herzfrequenz anzeigen. Anzeigen und Funktionen werden über einen Multifunktionsknopf am Gehäuse gesteuert. Die Whitings Steel HR ist bis 50 Meter Tiefe wasserdicht und wird demnächst ab 189,95 Euro erhältlich sein.

TomTom Touch: Körperfettmessung inklusive

bild3

Der niederländische Hersteller TomTom, den meisten Konsumenten wohl als Anbieter von Navigationsgeräten bekannt, hat auf der IFA mit dem TomTom Touch sein erstes Fitnessarmband vorgestellt und der Neuling hat gleich einen Knaller zu bieten. Das Touch ist das erste Gerät dieser Art, mit dem man den Körperfett- und Muskelanteil am Körper messen kann. Im Konsumentenbereich musste man dafür bisher zur Körperanalysewaage greifen. Wenn das Touch deren eher enttäuschende Präzision verbessern könnte, wäre ihm eine Spitzenplatzierung im Popularitätsranking der Fitness-Community sicher.

Natürlich bietet das Touch auch all die herkömmlichen Funktionen, die man von einem Fitnesstracker erwartet. Schrittzähler, Schlafanalyse, Pulsmesser und Kalorienzähler sind alle mit an Bord. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen und laut Hersteller hält das Amrband fünf Tage mit einer Akkuladung durch. Das TomTom ist nur spritzwassergeschützt, also nicht zum Schwimmen oder für andere Wassersportarten geeignet. Aktivitäten wie Radfahren, Laufen oder das Training im Fitnessstudio lassen sich aber alle tracken und mittels App analysieren. Das TomTom kann ab sofort für 149 Euro vorbestellt werden.

Samsung Gear S3: Smartwatch mit Fitnessfunktionen

bild4

Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Fitnesstrackern ist Samsungs ebenfalls zur IFA vorgestellte Gear S3 eine ausgewachsene Smartwatch, auf der man Anrufe annehmen, bargeldlos bezahlen und eine Vielzahl an Apps installieren kann. Dank wasserdichtem Gehäuse und kratzfestem OLED-Display, GPS-Sensor sowie Alti – und Barometer ist die S3 aber auch der ideale Begleiter für den Fitnessfreund.

Neben all den üblichen Fitnesstracker-Funktionen können dank GPS beim Laufen oder Radfahren auch ohne Telefon die exakten Routen und Bewegungsdaten aufgezeichnet werden. Beim Wandern oder sonstigen Outdoor-Aktivitäten hilft es beim Navigieren und im Notfall kann sogar ein SOS-Signal mit genauen Standortdaten an vorher bestimme Kontakte gesendet werden. Zudem können mit Hilfe der barometrischen Druckmessung Wetterveränderungen, z.B. im Gebirge, rechtzeitig erkannt werden. Natürlich können auch Workouts im Fitnessstudio getrackt werden und sogar ganze Trainingsprogramme auf der Uhr abgerufen und überwacht werden.

Kontrolliert wird die Gear S3 über den 1,3 Zoll grossen Touch Screen mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln oder die Lünette. Die Uhr wird in zwei Designversionen erhältlich sein. Das “Frontier”-Modell bietet martialische Outdoor-Optik, während die “Classic”-Version eher den Liebhaber klassischer Chronographen erfreuen wird. Im Inneren der Gehäuse gibt es aber keine Unterschiede. Wer soviel Funktion will, muss leider etwas tiefer in die Tasche greifen. Beide Gear S3 Modelle können zur Zeit für 449 Euro vorbestellt werden.

Fazit

Bei den neuen Fitness-Wearables dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer einfach nur gerne einen Überblick über Bewegung und Kalorienverbrauch hat und dabei vielleicht auch den Puls im Auge behalten oder die Schlafqualität überwachen will, für den sind einfachere Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 2 oder TomTom Touch ideal. Die Whitings Steel HR richtet sich an diejenigen, die die Optik, Materialien und Verarbeitung einer klassischen analogen Armband zu schätzen wissen und Fitnessfreaks, die per GPS ihre Lauf- oder Radtouren genau aufzeichnen wollen, sind bei der Samsung Gear S3 gut aufgehoben. Letztere bietet dank Apps auch eine Vielzahl anderweitiger Funktionen, ist aber auch deutlich teurer als einfachere Fitnessbänder.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Androidpiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


Header-Image (adapted) „London Marathon“ by Malcolm Murdoch (CC BY-SA 2.0)

Images by Lars Rehm, Jonas Haller, Fitbit, TomTom


Weiterlesen »

Aktivitäts-Tracker Withings Activité Pop im Alltagstest

Withings-Activite-Pop by Jonas Haller

Mit der Activité Pop hat Withings auf der diesjährigen CES in Las Vegas einen schicken Aktivitäts-Tracker vorgestellt. Doch wie schlägt sich das preiswerte Gadget im Alltag? // von Jonas Haller

Fitnesstracker sind seit einiger Zeit in aller Munde. Hersteller wie Misfit, Fitbit oder Garmin haben für einen regelrechten “Run” auf die Gadgets gesorgt. Mittlerweile sind auch die großen Elektronikkonzerne wie Samsung, Sony oder Huawei nachgezogen. Ein großes Manko war bisher das Design und die Akkulaufzeit: Die kleinen Protokollanten waren nichts für den Alltag stilbewusster Menschen und mussten schon nach wenigen Tagen aufgeladen werden. Das soll sich mit der Activité Pop des französischen Herstellers Withings ändern.

Lieferumfang

Die Uhr kommt in einem kleinen Karton inklusive Plexiglas-Präsentationsfenster daher. Im Inneren befindet sich außer der Activité Pop nicht viel: eine kurze Gebrauchsanleitung sowie ein Werkzeug zum Starten des Gadgets. Außerdem gehört eine handelsübliche CR2025 Knopfzellenbatterie zum Lieferumfang, mit der die Uhr ganze acht Monate mit Energie versorgt werden kann.

Design und Verarbeitung

Bevor der Tracker in Betrieb genommen wird, will ich einen Blick auf das Design und die Verarbeitungsqualität werfen. Neben der sandfarbenen Testvariante kann der Kunde zwischen einer blauen und schwarzen Uhr wählen. Das Gehäuse kommt in edel anmutenden Metall mit Mineralglas-Abdeckung daher und besitzt einen Durchmesser von rund 36 Millimetern. Das positive Gesamtbild trübt einzig das billig anmutende Silikonarmband, das jedoch ohne Probleme durch ein handelsübliches 18 Millimeter-Band ausgetauscht werden kann. Nichts zu meckern gibt es hinsichtlich der Verarbeitung. Die rund 10 Millimeter dicke Uhr macht auch im Büro eine gute Figur. Das Gesamtgewicht beträgt leichte 37 Gramm.

Anwendung “Health Mate” und Funktionsumfang

Um den Aktivitäts-Tracker in Betrieb zu nehmen ist zwingend die Installation der Withings-eigenen App “Health Mate” nötig, die sowohl für iOS als auch für Android-Geräte zur Verfügung steht. Zu Beginn muss dazu ein kostenloses Nutzerkonto angelegt werden. Darauf sind anschließend die eigenen Fitnessdaten hinterlegt. Ist dies erledigt, kann die Activité Pop das erste Mal gestartet und kalibriert werden. Dazu wird auch die aktuelle Uhrzeit übertragen. Das geht flott von der Hand und schon können fleißig Daten gesammelt werden.

Health-Mate650x364 by Jonas Haller

Neben der Zeitanzeige bietet die Uhr eine Reihe von Funktionen an. Zuallererst ist die Schrittprotokollierung zu nennen. Mit einer Toleranz von 0,1 Prozent wird neben dem Schritt selbst auch die Geschwindigkeit aufgezeichnet. Des Weiteren erhält der Nutzer einen Überblick über die zurückgelegten Entfernungen. Im April soll auch eine Schwimm-Unterstützung per Update nachgereicht werden. Bis 50 Meter Wassertiefe können dann auch Tauchgänge aufgezeichnet werden.
Wem das nicht genug ist, kann ein individuelles Ziel festlegen und so seinen täglichen, prozentualen Fortschritt verfolgen und seine Tagesleistungen vergleichen. Apropos vergleichen: Withings hat in der Health Mate App eine Art soziales Sport-Netzwerk integriert. So lassen sich die eigenen Ergebnisse mit denen anderer Nutzer gegenüberstellen. Auch Badges verteilt die App bei absolvierten Entfernungen. Wenn das kein Ansporn ist sich öfter zu bewegen.

Am Ende des Tages muss die Uhr keinesfalls abgelegt werden, denn neben den eigenen Bewegungs- analysiert sie auch die Schlafaktivitäten. Minutiös zeichnet der Tracker die einzelnen Schlafphasen auf und informiert über die entsprechende Dauer. In der App kann für den nächsten Morgen ein Wecker gestellt werden, der durch leichte Vibrationen den Träger aus dem Schlaf holt. Das geschieht jedoch nach einer festgelegten Zeit und nicht nach Schlafphasen. Ob die Uhr die Weckzeit verinnerlicht hat, kann durch einen Fingertipp auf das Mineralglas überprüft werden. Dann zeigen die Analogzeiger kurzzeitig die programmierte Zeit an.
Die guten Stromwerte erlangt die Withings Activité Pop vor allem durch die sporatische Synchronisierung mit dem Smartphone. Die Verbindung steht dabei nur wenige Minuten. Die aufgezeichneten Daten können bis zu 36 Stunden auf der Uhr gespeichert werden, bevor eine Synchronisation zwingend notwendig ist. Die übertragenen Werte können im Anschluss auch im Web abgerufen und studiert werden.

Erfahrungen und Fazit zum Test der Withings Activité Pop

Ich hatte die Möglichkeit über mehrere Wochen hinweg die sandfarbene Withings Activité Pop zu tragen und bin sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es eine schicke, modische Uhr mit tollen Funktionen und einer zu diesem Preis beachtlichen Verarbeitungsqualität. Die Zählgenauigkeit ist sehr gut und das Gesamtpaket stimmt. Leider hatte ich des Öfteren Probleme mit dem Synchronisieren – und das, obwohl zwei Firmware-Updates die Angelegenheit verbessern sollten. So musste die App etliche Male neu gestartet oder die Uhr gar komplett zurückgesetzt werden. Schlafaktivitäten brachen ohne ersichtlichen Grund ab und die App mahnte direkt an, länger zu schlafen. Schritte ließen sich von Zeit zu Zeit ebenso wenig übertragen. Letzteres war natürlich kein Problem, da der Puffer von 36 Stunden griff und ich so eben ein paar Stunden später die absolvierten Wege senden konnte. Insgesamt würde ich dem Gadget an sich ein “gut” geben, der Withings-eigenen App ein “befriedigend”. Hoffentlich bekommt der Hersteller die genannten Probleme in den Griff. Denn ohne funktionierende App ist das 150-Euro-Gadget nicht wirklich viel wert.


Teaser und Image by Jonas Haller


Weiterlesen »