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Die Netzpiloten sind Partner des Zukunftsforums Zeitschriften 2017

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Das diesjährige Zukunftsforum Zeitschriften stellt die konkreten Herausforderungen, denen sich Medienhäuser heute stellen, um sich selbst und ihr Geschäftsmodell neu zu erfinden, in den Fokus: Unter dem Motto Neudefinition „Zeitschriftenverlag“ findet das 8. Zukunftsforum Zeitschriften der Akademie der Deutschen Medien am 28. November 2017 im Literaturhaus München statt.

Immer mehr Verlage entwickeln sich zu mehrmedialen Service-Providern: Innovative Content-Angebote und Kunden-Services werden entwickelt, die fast immer mit strukturellen und organisatorischen Neuerungen einhergehen. Für intelligente Content-Angebote und Vermarktungsansätze sind flache Hierarchien und agile Prozesse nötig, damit Produkte schnell umgesetzt werden können.

In den Visionary-Keynotes und Best Cases von Top-Experten aus Verlagen und Digitalunternehmen stehen somit unter andrem folgende Fragen im Vordergrund: Wie müssen sich Verlage neu definieren, um in Zeiten der digitalen Transformation zu bestehen? Und welche Strukturen und Prozesse sind notwendig, um innovative Produkte zu entwickeln?

Mit dabei sind Markus Reithwiesner, Holding Geschäftsführer der Haufe Gruppe, Peter Buhr, Senior Consultant Digital & Innovations von Axel Springer und Eva Maria Bauch, Geschäftsführerin von Gruner + Jahr /G+J Digital Products.

Interessiert? Mehr Informationen und die Abmeldung findet ihr hier.

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Die Netzpiloten sind Partner der IT-Konferenz

In Berlin findet am 27. Juni die IT-Konferenz für Verlage und Medienhäuser statt. Diese lernen, IT-Landschaften zu managen – zwischen traditionellen Kernsystemen und agilen Applikationen. Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle werden heute von Internet-Giganten wie Google und Facebook, aber auch von Start-Ups in rasantem Tempo entwickelt. Um konkurrenzfähig zu bleiben, ist es für Verlage wichtig, ihre Produkte und Geschäftsmodelle agil und flexibel anzupassen. Die wichtige Grundlage hierfür ist ein strukturiertes Innovations- und Technologie-Management zwischen traditionellen Kernsystemen und agilen Applikationen.

Schon zum 5. Mal lädt die Akademie der Deutschen Medien zur IT-Konferenz ein. CEOs und CIOs aus Verlagen und Digitalunternehmen beleuchten die IT-Strukturen in ihren Häusern. Darüber hinaus wird es interaktive Workshop-Sessions geben, bei denen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, unmittelbar mit den Experten in Kontakt zu treten und Fragen zu stellen.

Spannende Referenten und Themen

Zu den Top-Themen auf der diesjährigen Konferenz gehören:

  • Mega Tech-Trend: Künstliche Intelligenz
  • All New Systems: Neue Content-Strategien und Produktentwicklung
  • 2-Speed-IT: Cloud-Technologien und -Services
  • Adaptiv und disruptiv? Innovationsmanagement für Verlage
  • Der Kunde im Fokus: CRM- und Daten-Management
  • Outsourcing vs. Selbermachen: IT-Sourcing und -Organisation

Auch dieses Jahr sind wieder viele spannende Speaker eingeladen, die zu spannenden Themen referieren. Freut euch unter anderem auf:

Die Veranstaltung findet am 27. Juni in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin statt. Hier bekommt ihr Tickets für die IT-Konferenz. Mit uns bekommt ihr sogar 15% Rabatt. Der Code dafür ist: IT-Netzpiloten

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Die Netzpiloten sind Partner des Self-Publishing-Day 2017

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Der Self-Publishing-Day kommt nach Hamburg! Am 10. Juni treffen sich Vertreter aus dem Belletristik und Sachbuch-Genre im Novotel City Alster um die Tipps und Tricks von erfahrenen Indie-Autoren zu lernen. Viele Autoren, die ihre Werke erfolgreich im Selbstverlag herausgebracht haben, bekommen mittlerweile gute Angebote von klassischen Verlagen, was für den Erfolg des Konzepts spricht. Alles was man wissen muss um sein Werk ebenfalls erfolgreich zu veröffentlichen, ist im Programm der Veranstaltung zu finden. Ein weiteres Ziel des Self-Publishing-Days ist Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland zusammenzubringen und die Autoren im Mittelpunkt des Events stehen.

Die Themen werden von den Teilnehmern mitbestimmt, dazu gehören unter anderem Workflow, ansprechende Klappentexte schreiben, sowie der richtige Einsatz von Social Media. Aber das wohl meistgefragte Thema unter Self-Publishern ist das Marketing.

Spannende Vorträge

Das Vielseitige Programm beinhaltet unter anderem..

  • einen Eröffnungsvortrag durch Matthias Matting, Herausgeber der Self-Publisher-Bibel
  • „Die Identifizierung von Trends und Entwicklungen für die Zukunft des Self-Publishing“ von Thorsten Simon, Pressesprecher bei BoD (Books on Demand)
  • Keynote zum Thema „Social Media sinnvoll einsetzen, Email-Listen aufbauen und das Internet effizient nutzen“ von Björn Tantau
  • Johannes Zum Winkel über Verkaufsstrategien, welche Genres für guten Verkauf geegnet sind und der Einfluss von Titel und Pseudonymen
  • Tina Lurz, Managerin bei der Buchcommunity Lovelybooks, referiert über nachhaltige Zielgruppengenerierung und die Bedeutung von Rezensionen
  • Interviews mit bekannten Autoren auf dem Self-Publishing-Day-Sofa

Zu dem weitgefächerten Vortrags- und Workshop-Angebot bietet der Hauptsponsor BoD – Books on Demand am Vorabend eine Besichtigung des Betriebs in Norderstedt inklusive Programm und anschließendem Networking-Event für Teilnehmer des Self-Publishing-Days.

Veranstaltet wird der Self-Publishing-Day von Dr. Lutz Kreutzer, selbst Hybrid-Autor als Self-Publisher und Verlagsautor. Tickets für die Veranstaltung gibt es hier zu bestellen. 

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Auf der Suche nach dem Karriere-Nadelöhr – Über die Zukunft des Journalismus

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Journalisten müssen ihr traditionelles Handwerk beherrschen und neue Kompetenzen mitbringen.

Der amerikanische Medienprofessor Jeff Jarvis steht vor den gleichen Herausforderungen wie alle anderen Journalistenschulen: wie man den Wandel lehrt, wie man dem journalistischen Nachwuchs genug Tools so beibringt, dass sie sie hinterher beherrschen, ohne deshalb unentbehrliche Zeit von der Vermittlung der grundsätzlichen Fähigkeiten und Wahrheiten des Journalismus abzuziehen, „wie man dem Wandel unseres Feldes voraus bleibt, aber die Studenten trotzdem auf die Stellen vorbereitet, die heute existieren.

Es gebe keine bessere Zeit, um Journalismus zu unterrichten, und keine bessere Zeit, um Journalist zu werden, als heute. „Unsere heutigen Studenten sind nicht nur technologisch versierter, als wir es je sein könnten, sondern sie sehen auch die Welt mit neuen Augen. Ich dränge sie, sich diesen frischen Blickwinkel zu bewahren und ihn zu benutzen, um alle unsere Annahmen infrage zu stellen und herauszufordern, damit sie sich eine neue Zukunft für den Journalismus vorstellen und sie aufbauen können“, betont Jarvis.

Social Media und Storytelling beherrschen

Optimistisch beurteilt auch der Hörfunk- und Fernsehjournalist Kai Rüsberg die Jobperspektiven in der Medienbranche: „Der Bedarf nach hochqualifizierten Kräften ist trotz Stellenabbaus vorhanden. Es scheiden in den kommenden Jahren viele Redakteure aus Altersgründen aus und es entstehen ständig neue Aufgabenfelder, sowohl in Print, Online und elektronischen Medien. Zudem gibt es in Unternehmen immer mehr Nachfrage nach qualifizierten Social Media Managern und Redakteuren und Autoren für Content Marketing in allen Facetten. Dafür werden Journalisten gebraucht, die ihr Handwerk gut beherrschen“, betont Rüsberg, der auch als Dozent für Kommunikationspolitik an der Westfälischen Hochschule tätig ist und das Netzwerk für Medieninnovationen MediaLab NRW initiierte.

Gefragt seien eine Vielzahl von Kompetenzen: „Es fängt damit an, sich kurz und prägnant auszudrücken, Storytelling zu beherrschen, kommunikativ zu sein sowie verschiedene Mediengattungen bedienen zu können und auch die technischen Fähigkeiten mitzubringen. Wer frei arbeiten will, muss zudem auch in der Lage sein, Innovationen zu entwickeln oder sie zumindest schnell zu adaptieren und seiner Arbeit eine deutliche persönliche Note und wiedererkennbare Marke zu geben. Besondere Bedeutung bekommt auch die Fähigkeit, eine Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit zu vermitteln“, sagt Rüsberg.

Die Chancen, eine feste Stelle zu bekommen, sind nach seiner Einschätzung nicht schlechter als in den vergangenen Jahren. „Die Frage ist eher, ob die Bezahlung auch fair ist. Nicht selten wird man Jobs unter Tarif oder zeitweilig unbezahlt angeboten bekommen. Dennoch wird auch bei den schlecht bezahlten Tätigkeiten besonderer Einsatz erwartet“, erläutert Rüsberg im journalist.de-Interview.

Für die Zukunft rechnet er in den Medienhäusern mit flacheren Hierarchien und weniger hoch bezahlten Chefposten. Spitzenpositionen in einem Blog seien schlechter dotiert als Chefredakteursposten alter Prägung. „Auch in der PR gehen aufgrund des Überangebots von Bewerbern seit Jahren die Gehälter drastisch nach unten. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden vermutlich nur noch wenige Spitzenpositionen mit externen Kandidaten besetzt – und nur dann, wenn man sich erhofft, damit Expertise zu bekommen, die man selbst nicht hat. In kleinen Medieneinheiten könnte es üblich werden, dass das Gehalt des Führungspersonals stark am Umsatz orientiert ist“, prognostiziert Rüsberg.

Liveübertragungen kann nicht jeder

Die Perspektiven für gute Journalisten sind nach Einschätzung von Franziska Bluhm, Leiterin für Digitale Vernetzung bei der Verlagsgruppe Handelsblatt, besser denn je: „Wer sein Handwerk versteht, ein Gespür für gute Geschichten hat und versteht und anwenden kann, wie seine Geschichten eine möglichst große Öffentlichkeit finden, wird als Journalist gut arbeiten können – ob fest angestellt oder frei.“ Es komme aber auf die Kompetenzen an: „Fähigkeit zur Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, was ein viel größeres Grundverständnis von Analytics, Coden, Videobearbeitung, Optiken und Datenvisualisierung voraussetzt. Und am besten hat man selbst auch Erfahrungen auf diesen Gebieten, um im Ernstfall auch aushelfen zu können“, sagt Bluhm. Anwachsen werde das projektbezogene Arbeiten in freien Tätigkeiten. Zudem werden gute Autoren noch spezialisierter unterwegs sein. „Die Vielzahl der unterschiedlichen Plattformen, die bedient werden müssen, erfordert mehr Spezialwissen. Also spezielles Storytelling für jeden Kanal – und das wird extrem kleinteilig“, vermutet Bluhm. Liveübertragungen in unterschiedlichen Kontexten könne beispielsweise nicht jeder: „Es ist eben etwas anderes, ob du live in einem mobilen oder stationären Szenario auf Sendung gehst.“ Für die Jobperspektiven seien Netzwerkstärken, eigene Communities und Managementfähigkeiten essentiell.

Wie gut ist die digitale Kompetenz von Verlagsmanagern?

Verlagsmanager, die den angehenden Journalisten empfehlen, Programmierkenntnisse zu erwerben, sollten allerdings selbst ebenso in der Lage sein, das eigene digitale Hundefutter zu essen. So etwas habe der Geschäftsführer einer großen Regionalzeitung, die online sehr erfolgreich ist, auf den Münchner Medientagen propagiert, sagt Frankfurter Rundschau-Chefredakteurin Bascha Mika gegenüber journalist.de: „Solange dieser Geschäftsführer selber nicht in der Lage ist, Programme für die Bilanz seines Verlages zu schreiben, solange kann er ähnliches nicht von Journalisten verlangen“, bemerkt Mika.

Wichtiger sei die enge Verzahnung unterschiedlicher Disziplinen. Sowie jedes gute Magazin zusammen mit einer Art-Redaktion entwickelt wird, komme es auf die gute Mischung zwischen Onlinern und Generalisten für unterschiedliche Plattformen an. Universaltalente hält das Notiz-Amt für unverzichtbar.


Image „Apple Minianwendungen“ by Pexels (CC0 Public Domain)


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Die Netzpiloten sind Partner des VDZ Tech Summit 2016

Vom 22. Bis 23.11 findet der nunmehr 4. VDZ Tech Summit statt.Seit 2013 richtet sich die zuerst in Köln veranstaltete Versammlung vor allem an Manager und IT-Experten. Die vier Themenblöcke „Strategie & IT-Trends“, „Content Driven Business“, „Data Driven Business“ und „IT Organisation“ stehen dabei im Fokus der Veranstaltung, die im Hamburger Empire Riverside Hotel ausgetragen wird.

Der VDZ Tech Summit soll IT-Experten mit Publishern zusammenführen, um gemeinsame Ansätze und Lösungen für gemeinsame Ziele zu finden und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Den Startschuss dafür gibt am 1. Summit-Tag die Keynote von Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales der Stadt Hamburg, Dr. Carsten Brosda und endet mit einem Vortrag der Senior Vice President Data and Insights der New York Times, Laura Evans, mit den Schlüsselthematiken „Machine Learning, Product Development, Data Science“. Diese richten sich an rund 200 Teilnehmer, die sich aus den IT- und Businessentscheidern der Medienhäusern zusammen setzen.

Der Verband deutscher Zeitschriftenverleger vertritt national und international die publizistischen, kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitschriftenverlage und ist mit der VDZ Akademie seit 1993 führendes Weiterbildungsinstitut für Zeitschriftenverlage im deutschsprachigen Raum. Eine Plattform für das Zusammenbringen der Technologieprofis mit den Verlagsmanagern, um gemeinsam an kreativen Konzepten der Digitalisierung der Publishing- und Vermarktungsprozesse in Medienunternehmen zu arbeiten – das ist das Ziel des #VDZTS!

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Destination Check: VDZ Publishers‘ Summit

Vom 7. bis 8. November 2016 fand der diesjährige Publishers‘ Summit in Berlin statt. Hier trafen sich die Vertreter der großen Verlagshäuser, um sich über die Entwicklungen in der Medienwelt auszutauschen – von wirtschaftlichen Themen wie die Zukunft des Print- und Onlinegeschäfts bis hin zu journalistischen Grundfragen wie dem Pressekodex wurden die Themen der Zeit besprochen.

Neben den großen Köpfen der deutschen Verlagswelt waren auch Chefredakteure wie Giovanni di Lorenzo, Jörg Quoos und Tanit Koch zu einer Expertenrunde geladen. Bei den politischen Keynotes äußerten sich unter anderem Wolfgang Schäuble und besonders Martin Schulz , der Präsident des Europäischen Rats und Can Dündar mit sehr berührenden Worten zur Lage der Medienwelt. Ich habe mich für die Netzpiloten umgehört, wie die Besucher und die Teilnehmer die Konferenz einordnen.


Moderation: Andrea Thilo, Journalistin, Filmproduzentin, Moderatorin


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Image by Körber Stiftung

Andrea Thilo ist Filmproduzentin, Journalistin und Moderatorin und hat für verschiedene Rundfunk- und Fernsehformate wie DAS!, Tagesschau, Tagesthemen und Liebe Sünde gearbeitet. Auf der Publishers‘ Summit führte sie wie in den letzten Jahren durch das Programm.

 

Wie ist Ihr Gesamteindruck?

Ich habe das schon mehrere Jahre gemacht und mich wieder sehr wohl gefühlt. Ich habe das Gefühl, dass es hier wirklich ein Interesse an Diskurs gibt, auch ein Interesse an Selbstbefragung und auch daran, Antworten zu finden auf die Frage, welche Rolle und Verantwortung Medien in einer wirklich herausfordernden Zeit haben. Egal, ob wir nach Amerika, nach Deutschland oder weiter Richtung Osteuropa gucken. Ich habe das Gefühl, ich habe es mit leidenschaftlichen Leadern in dieser Branche zu tun, die das sehr Ernst nehmen.

Das sind aber keine schnellen Antworten, die man darauf findet. Insofern kann man die Welt in 26 Stunden beim Publishers‘ Summit nicht komplett verändern, aber man kann ganz wichtige Denkanstöße geben, und ich glaube, das ist hier passiert. Die Tatsache, dass das Thema Pressefreiheit wieder so hoch auf der Agenda war, oder die Frage nach der Reaktion auf die Digitalisierung, Adblocking, Steuerfragen, dass das weiterhin so hoch gespielt wird, ist ein gutes Zeichen von genau dieser Verantwortungsübernahme. Ich bin gespannt, worüber wir 2017 diskutieren.

Die Diskussionen werden angestoßen und gehen auch in die Redaktionen zurück. Was hier Verleger besprechen, wird auch seine Rückschlüsse haben auf das, was wir erleben werden. Also zum Beispiel die Frage, wie wir als Medien kritisch miteinander umgehen sollen, oder die Frage nach dem journalistischen Ehrenkodex. Wir müssen uns noch stärker mit einer gefühlten Realität dort draußen auseinandersetzen, die vielleicht nicht die ist, die in München und Hamburg herrscht. Ich glaube, das nehmen die Leute mit zurück und bringen das auch in Diskussion mit ihren Redaktionen, und das ist wichtig.

Ganz wichtig fand ich auch den letzte Appell von Manfred Braun, dieses „Gemeinsam sind wir stark“. Wir sind zwar ganz klare Konkurrenten, aber wir müssen in dieser Welt der Googles, in einer Welt, in der diese Player womöglich auch noch Autos bauen, in der sich so viel verschiebt, noch stärker zusammenhalten und nach Verbündeten suchen und Wege gemeinsam beschreiten, wo wir es können, ohne uns gegenseitig zu beschädigen.

 

Haben die Speaker und Teilnehmer Ihre Erwartungen erfüllt?

Hier sind ganz viele Fachsprecher gewesen, ich kann daher nicht in Gänze beurteilen, ob in der Tiefe bestimmte Fragen, die diese Branche gerade betreffen, in extenso hier beantwortet worden sind. Vielleicht nicht. Vielleicht bleiben Fragen, aber dafür gibt es dann auch nochmal einzelne, fachspezifische Tagungen. Ich glaube, es sind wichtige Impulse gesetzt worden.

Ich kann nicht sagen, was unbeantwortet blieb, ich kann nur sagen, dass diese Frage der Aufgabe der Journalisten, dass wir eine stabile Demokratie haben wollen, die eine freie Presse unbedingt braucht, dass das so ein Appell gewesen ist, auch für meine eigene Selbstvergewisserung als Journalistin, die ich auch als Moderatorin arbeite, um herauszufinden, wo wir vielleicht diese Flamme noch stärker zum Leuchten bringen können, damit gehe ich bereicherter aus diesen zwei Tagen hervor.

 

Was war Ihr persönliches Highlight?

Die Dankesrede von Can Dündar, der sein Leben und das Leben seiner Familie einer Wahrheit in den Dienst stellt, nach der er sucht, das hat mich einfach unglaublich bewegt. Auch die Rede von Martin Schulz, der als Europäer des Jahres ausgezeichnet worden ist, fand ich toll. Ich hatte immer das Gefühl, er weint gleich, weil es ein so großes Projekt ist, für das er ausgezeichnet wurde, und wir haben es ja heute Morgen beim Talk von Herfried Münkler gehört: Die Rückbindung an 70 Jahre Frieden ist so schwer zu vermitteln, aber es geht um nichts weniger als das.

Ich muss also fragen, wie wir in Bildung, in Schule, in unseren Medien noch stärker appellieren können, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Die Frage ist auch, wie wir bessere Bilder vermitteln können, was Journalismus alles ermöglicht. Da müssen wir ran. Da sind auch Plattformen wie eben auch die Netzpiloten total wichtig, um das zu vermitteln. Vielleicht können wir uns da auch gegenseitig helfen, jenseits des Mülls, der auch im Netz verbreitet wird, eine analysierende Stimme zu haben, eine einordnende Stimme, und was es braucht, um zu einer Haltung zu kommen – und wie man das aufbereiten und weitergeben kann.

 

Würden Sie nächstes Jahr wieder mitmachen?

Also, an mir soll es nicht liegen!

 

Wie würden Sie die Zukunft der Zeitung oder des Printbusiness allgemein in den kommenden fünf bis 10 Jahren etwa einschätzen?

Einer der Speaker hat gesagt, wenn alles immer schneller wird, brauchen wir die Auszeit vielleicht umso mehr. Wir sehen gerade, dass Wellness-Magazine wie Pilze aus dem Boden schießen. Vielleicht wird das Magazin und das Zeitschriftenlesen noch mehr Gewicht bekommen, wenn es nämlich ganz spezielle und individuelle Interessen bedient. Ob das dann gedruckt wird oder nicht, ist völlig egal, wichtig ist, dass Menschen bereit sind, dafür zu zahlen, dass sie sich diese kostbare Auszeit in einem 24-Stunden-Informationsgetöse nehmen können. Daran glaube ich fest.


Besucher: Anna Suckow und Moritz Künkel, Volontäre beim Burda-Verlag


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Image by Anne Jerratsch

Anna und Moritz werden derzeit als Print-Volontäre beim Burda-Verlag ausgebildet. In ihrem Volontariat bekamen sie die Chance, die Konferenz zu besuchen. Sie nutzten diese Chance, um die wichtigen Köpfe der Branche live zu sehen und Kontakte zu knüpfen und sich ein Bild davon zu machen, wie die Chefetage die jetzige wirtschaftliche und politische Situation bewertet.

 

Wie ist euer Gesamteindruck?

Moritz: Für mich war es die erste Veranstaltung so einer Art. Ich fand es super interessant, mal verschiedene Einblicke aus allen bereichen der Medienwelt zu bekommen. Vor allem die Studie des Allensbach-Instituts, wie die Menschen die Medien und die Zeitschriften, also uns, bewerten, besonders in Hinblick auf das Stichwort „Lügenpresse“, fand ich spannend, und auch, um mal einen Einblick zu bekommen, wie unsere Arbeit in Deutschland ankommt.

Anna: Für mich war die große Journalistenrunde am interessantesten. Es ist auch als Volontär spannend, mal so einen Einblick zu bekommen, aber natürlich richtet sich das an eine ganz andere Ebene. Für unsere Praxis konnte ich da noch nicht so viel rausziehen.

 

Haben die Speaker und die Teilnehmer eure Erwartungen erfüllt?

Anna: Von den Ansätzen fand ich die Gesprächsrunde am Besten, also die Frage danach, wie man zur Basis zurückkommen kann. Ich glaube, wenn man in seinem Newsroom sitzt mit seinen Chefredakteuren, kann man leicht den Zusammenhang verlieren, daher fand ich es gut, dass das dann doch in den Köpfen etwas mehr ankommt. Ansonsten fand ich es nicht so sehr innovativ. Ich habe eher gedacht, das wir mehr Sachen hören, die uns überrascht hätten, aber ich habe kaum Sachen gehört, die mir völlig neu gewesen wären.

Moritz: Wir haben uns gestern schon darüber unterhalten. Wir kriegen durch unsere Ausbildung natürlich viel davon mit, weil wir immer mal wieder in allen möglichen Bereichen Input bekommen, darum waren uns viele Ansätze schon bekannt. Ich fand es aber auch ganz gut, mal ein paar Leute aus dem Vorstand zu sehen und miteinander in Kontakt zu kommen.

 

Was war euer persönliches Highlight?

Anna: Für mich war es die Preisverleihung, und mal zu sehen, wer alles da ist und was da passiert. Besonders die Rede von Can Dündar, dem Chefredakteur der Cumhuriyet, hat mich wahnsinnig berührt. Der Moment, als die Standing Ovations kamen und er dastand und sprachlos war, das war Wahnsinn. Wichtig war auch, dass er dazu aufgerufen hat, dass wir nicht mehr besorgt sein brauchen, sondern endlich etwas tun müssen, das fand ich sehr aufrüttelnd. Das werde ich nicht vergessen.

Moritz: Ja, das geht mir auch so. ich fand auch Martin Schulz sehr gut und auch, wie er auf Herrn Dündar eingegangen ist. Dafür, dass er eigentlich ein Politiker ist, von denen man eher erwartet, dass sie ein bisschen herumschwafeln, hat er gesagt, was er selbst von dem Konflikt hält. Das fand ich überraschend und richtig gut.

 

Würdet ihr nächstes Jahr wiederkommen?

Anna: Wenn es klappt, sehr gerne. Es werden aus jedem Jahrgang nur einmal Volontäre eingeladen, also wird das so nicht mehr klappen, aber unseren Nachfolgern kann ich nur dazu raten, sich das anzuschauen und die Möglichkeit wahrzunehmen.

Moritz: Ich würde auch definitiv nochmal kommen.

 

Wie würdet ihr die Zukunft der Zeitung oder des Printbusiness allgemein in den kommenden fünf bis 10 Jahren etwa einschätzen?

Anna: Ich glaube und hoffe, dass beides nebeneinander bestehen bleiben wird. Es hat sich ja schon eingeschleift, dass die Leute News online konsumieren, also hoffe ich, dass Print ergänzend dazu wirkt. Wenn ich mir wirklich die Zeit nehmen will für eine Longread und mich wirklich informieren will, dafür gibt es auf jeden Falle eine Zukunft, für die nächsten fünf Jahre auf jeden Fall.

Moritz: Wir als Print-Volontäre sind damit ja täglich konfrontiert. Es wird sich sicherlich viel verändern, aber es ist auch eine Generationenfrage. Einer der Speaker hat auch die Exklusivität angesprochen, das muss das Medium natürlich liefern, aber wir hoffen natürlich, dass es Print auch mit der entsprechenden Qualität weiter geben wird. Let’s go Print!


Besucher: Darbaz Darwesh, Stipendiat Deutschlandstiftung


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Image by Anne Jerratsch

Darbaz ist Stipendiat der Deutschlandstiftung und lebt derzeit in Stuttgart und promoviert in Luft- und Raumfahrtwissenschaften. Das Stipendium gab ihm die Möglichkeit, wichtige Persönlichkeiten aus dem Medienbusiness und Politiker wie Günther Oettinger zu treffen.

 

Wie ist dein Gesamteindruck?

Ich fand es sehr interessant, die Vorträge und die Sprecher waren sehr spannend. Wir haben viele neue Eindrücke, wie die Lage im europäischen Finanzsektor und in den Medien allgemein ist. Ich fand alles sehr interessant.

Haben die Speaker und die Teilnehmer eure Erwartungen erfüllt?

Ich war noch nie auf so einer Medienkonferenz, daher wusste ich nicht, was mich erwartet. Ich fand es aber toll. Wenn ich nochmal herkomme, würde ich mich vorher aber lieber ein bisschen mehr in die aktuellen Debatten einlesen. Ich wurde aber auf jeden Fall inspiriert, das jetzt im Nachhinein zu tun.

 

Was war dein persönliches Highlight?

Ich fand den Vortrag von Herrn Burda gut, auch die Rede von Herrn Schäuble hat mir gut gefallen. Und die Party auf der Publisher’s Night gestern fand ich toll.

 

Würdet ihr nächstes Jahr wiederkommen?

Wenn es sich nochmal ergibt, gerne.

 

Wie würdest du die Zukunft der Zeitung oder des Printbusiness allgemein in den kommenden fünf bis 10 Jahren etwa einschätzen?

Ich denke, dass durch die Industrie 4.0 noch viel mehr online passieren wird, darum denke ich, dass es wichtig ist, darüber zu sprechen. Wir sind die Generation, in der sich alles zum Digitalen hin verändert. Es wird ein sehr großer Schritt von Print ins Internet, und genau das wird auch passieren. Ich glaube aber, es wird nicht so schwierig werden, wir haben ja schon viele Methoden. Wir sind da auf einem guten Weg.

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Netzpiloten kooperieren mit Publishers‘ Summit 2016 + Ticketverlosung

Am 7. und 8. November 2016 findet wieder die größte und bedeutendste Veranstaltung des Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V.,  der Publishers‘ Summit in Berlin statt.

Lasst euch auf dem Jahrestreffen der Verlagsbranche von nationalen und internationalen Top-Speakern aus Medien, Politik, und Wirtschaft inspirieren.

Auf dem Kongress  dreht sich alles um die Leistungsfähigkeit, Produktvielfalt und Wachstumschancen der deutschen und internationalen Zeitschriftenverlage. Außerdem erfahrt ihr alles über Trends, Innovationen und Herausforderungen der Branche. Der Höhepunkt der Veranstaltung wird die Publishers‘ Night sein, auf der mit rund 1.000 geladenen Gästen die „Goldene Victoria“ in mehreren Kategorien verliehen wird.

Seid dabei unter den 700 erwarteten Teilnehmer und hört euch an, was Verlagschefs wie Manfred Braun, Geschäftsführer FUNKE Mediengruppe, Stefan Rühling, Sprecher Deutsche Fachpresse, Julia Jäkel Chief Executive Officer Gruner + Jahr, Philipp Welte, Vorstand Hubert Burda Media und Dr. Andreas Wiele, Vorstand Vermarktungs- und Rubrikenangebote Axel Springer SE über ihre Konzepte und Lösungsideen zu sagen haben.

 

+++Gewinnspiel+++

Wer sich die Publishers‘ Summit 2016 nicht entgehen lassen möchte, kann bei uns noch bis zum 31. Oktober um 16 Uhr zwei Tickets gewinnen! Hierfür müsst ihr nur eine Mail mit dem Betreff Publishers‘ Summit 2016 an gewinn@netzpiloten.de senden. Die Gewinner werden selbstverständlich von uns benachrichtigt. Wir wünschen viel Glück!

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Ein schweizer Verlag zieht seine Leserschaft jetzt mit 12-App an

12-App (Image Screenshot by 12-app.ch)

Die schweizerische Mediengruppe Tamedia veröffentlicht mehr als 20 verschiedene Titel. Diese reichen von großformatigen Zeitungen bis hin zu einem alle drei Wochen erscheinenden Frauenmagazin. Auch wenn diese Publikationen über eine sehr unterschiedliche Leserschaft verfügen, versucht Tamedia jetzt, diese Leser in ihrer 12-App zusammenzuführen. Es handelt sich hierbei um eine deutschsprachige App, die gedruckte Geschichten aus den Publikationen der Firma sammelt und neu verpackt.

Die App stellt einen Versuch dar, eine jüngere Leserschaft, die dazu bereit ist, für digitale Inhalte zu bezahlen, aufzubauen. Sie bietet außerdem die Möglichkeit, mit Daten experimentieren zu können: Tamedia arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Algorithmus, mit dem getestet und vorhergesagt werden soll, welche der Geschichten die erfolgreichste in 12-App sein wird.

„Wir haben zahlreiche hochwertige Inhalte zu bieten”, sagt Michael Marti, Leiter der Digitalabteilung des Tages-Anzeiger, in einem Interview in seinem Büro im Hauptsitz von Tamedia. Marti überwacht die Entwicklung der App und leitet das Team von 12-App. „Die eigentliche Idee war, dass wir eine Plattform für den Verkauf der Inhalte in einer neuen Fassung und mit neuem Titel aufbauen wollten.“

Marti ergänzt, dass die App bereits circa 40.000 Mal heruntergeladen wurde und über 15.000 Nutzer pro Tag verfügt. Die Nutzer haben jeden Monat Zugang zu zwölf kostenfreien Geschichten – erst dann müssen sie für die Inhalte bezahlen. Ungefähr 1.500 Nutzer zahlen monatlich sechs Schweizer Franken (etwa 6 US-Dollar) für ein einfaches Abonnement. Dabei erhalten 40 Prozent der Abonnenten einen vollen Zugriff auf die App durch bereits bestehende Abonnements für andere Veröffentlichungen von Tamedia.

Möglicherweise gibt es nicht allzu viele Menschen, die bereit sind, für eine digitale Tageszeitung jährlich 300 oder 400 Franken zu bezahlen. Um ehrlich zu sein, verstehe ich das, sagt Marti. Aber das bedeutet nicht, dass es niemanden gibt, der dazu bereit wäre fünf, sechs oder sieben Franken [monatlich] zu bezahlen.

Die App wird täglich zur Mittagszeit aktualisiert und Nutzer erhalten dann eine Push-Mitteilung, die sie auf die zwölf neuen Geschichten hinweist. Ungefähr 5.000 Nutzer öffnen die App direkt, wenn eine neue Ausgabe bereit liegt und sie wischen durch durchschnittlich sechseinhalb Geschichten.

Tamedia bewirbt die App dabei nicht als eine Möglichkeit, stets auf dem neusten Stand der Nachrichten zu sein – vielmehr soll die App eine Chance für die Leser darstellen, den Kontext um die einzelnen Geschichten herum mit zusätzlichen interessanten Geschichten zu erhalten.

Tamedia startete die Entwicklung der App Ende 2014 nach einem internen Erfinderwettbewerb. Bei diesem waren Teams dazu aufgefordert worden, ihre Ideen bei der Firma mit der Prämie einer finanziellen Förderung einzureichen. Die App erschien im letzten Oktober für iOS und im Februar für Android.

Nachrichtenagenturen wie The Economist mit seiner „Espresso App” und die New York Times mit ihrer „NYT Now App” haben auf ähnliche Weise Nachrichtenprodukte konzipiert. The Economist bietet dabei die Espresso App zu einem günstigeren Preis als ein reguläres Abonnement an. NYT Now wurde ursprünglich als ein zu abonnierendes Produkt konzipiert. Nachdem die App allerdings keine angemessene Menge zahlender Abonnenten gewinnen konnte, bot die Times sie kostenlos an.

Das Ziel von Tamedia mit seiner 12-App ist es, 60.000 Downloads und 2.200 zahlende Abonnenten zu erreichen. In einem deutschsprachigen schweizerischen Markt mit nur fünf Millionen Menschen ist die Anzahl der Personen, die die App erreichen kann, jedoch begrenzt. Die Firma versucht aber ihre Attraktivität für die Leser zu erhöhen, indem sie bestimmte Daten in ihren Entscheidungsprozess mit einbezieht.

Am Ende einer jeden Geschichte werden die Leser gefragt: „War dieser Artikel lesenswert?”. Ungefähr 20 Prozent der Leser beantworten diese Frage und von diesen sagen mehr als 80 Prozent, dass die Artikel lesenswert waren. Durch die Verbindung dieser Informationen mit der Anzahl der Klicks, die jede Geschichte erhält, hat 12-App ein System erstellen können, das es gestattet, zu bestimmen, welche Geschichten die Leser wirklich lesen möchten. Die Firma kann die Geschichten in Bezug auf die Veröffentlichung, das Thema und mehr rangieren und klassifizieren. Durch die Nutzung dieser Daten waren die Mitarbeiter dazu in der Lage, festzustellen, dass die Leser nicht an Lifestyle-Geschichten interessiert waren – sie hatten niedrige Ratings und nur eine geringe Reichweite – und daher wurden diese Geschichten aus der App genommen.

Die App ist am meisten daran interessiert, Geschichten anzubieten, die die Leser hoch einstufen. Dies liegt besonders daran, dass es sich um ein werbefreies Produkt handelt, das man abonnieren muss. Marti äußert sich dazu mit den Worten: „Wir verkaufen bezahlte Inhalte und versuchen daher auf der sicheren Seite sein. Wenn wir uns zwischen einer hohen Bewertung und einer hohen Reichweite entscheiden müssen, dann entscheiden wir uns für die hohe Bewertung.“

12-App hat zudem noch komplexere Dateneinheiten entwickelt. Zu diesen gehören der „Großartigkeitsfaktor“, der die positiven Bewertungen sowie die Reichweite der Geschichten miteinander kombiniert. Er misst zudem die Involvierung, indem die Gesamtanzahl der Bewertungen durch die Zahl der Seitenbesuche geteilt wird. 12-App hat all diese Daten zusammengeführt und sie dazu genutzt, um ein voraussagendes Werkzeug namens Roboeditor zu entwerfen. Dieser wurde als webbasierter Prototyp im April eingeführt.

Redakteure geben den Text, den Autor und die ursprüngliche Veröffentlichung sowie die Kategorie in Roboeditor ein. Unter Zuhilfenahme, der zuvor in 12-App veröffentlichten Geschichten, sagt das Tool die Reichweite, Bewertungen, den „Großartigkeitsfaktor“ sowie die Involvierung voraus.

Der Gedanke dahinter ist, dass Redakteure dazu in der Lage sein sollen, unter Zuhilfenahme dieser Daten Geschichten auswählen zu können, die in der App am erfolgreichsten sein werden. Marti sagte dazu, dass Roboeditor über eine Erfolgsrate von 83 Prozent verfügt. Während er sich weiterhin in der Testphase befindet, würde er ihn letztendlich gern in das CMS von 12-App integrieren.

„Die Idee ist es nicht, die Redakteure, also die Menschen zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen. Sie müssen 300 Artikel lesen und das beansprucht viel Zeit”, sagt er dazu. Er stellt sich vor, dass Redakteure jeden Morgen eine Liste mit 50 Geschichten erhalten und dass sie von dieser zwölf aussuchen müssen.

Die ersten drei oder vier Geschichten in jeder Ausgabe von 12-App beziehen sich normalerweise auf die Tagesnachrichten. Bei den übrigen Inhalten, die in die App aufgenommen werden, handelt es sich um solche, die die Redakteure zu den besten Geschichten des Tages zählen. Tamedia weist seine Verleger jedoch weiterhin dazu an nicht mehr als drei Geschichten einer einzelnen Veröffentlichung auszuwählen. Dies geschieht aus der Angst heraus, dass wenn noch mehr mit einbezogen würde, Abonnenten sich von diesen Ausgaben zurückziehen könnten.

Ein Team von sechs Personen arbeitete an der Entwicklung der App, wobei es nun einen Redakteur gibt, der sich auf die Zusammenstellung der täglichen Ausgaben konzentriert. Sie überarbeiten Überschriften und wählen neue visuelle Unterstützung für die Geschichten aus, um die App noch ansprechender für mobile Nutzer zu machen. Beispielsweise wurde in einer Geschichte aus dem vergangenen Herbst über die Mafia in Neapel ein Foto von den Straßen Neapels gezeigt. Die Version der Geschichte in 12-App zeigte ein Foto einer blutüberzogenen Windschutzscheibe.

Marti sagt, dass die Redakteure der vielen verschiedenen Veröffentlichungen von Tamedia ihm häufig E-Mails zuschicken, in denen sie darum bitten, dass ihre Geschichten in die App aufgenommen werden. Und für einige Publikationen, wie das Frauenmagazin Annabelle, stellt 12-App die einzige mobile Präsenz dar.

Er fügt hinzu: „Dies ist das erste Mal, dass wir gezielt ein digitales Produkt herstellen.“ Für die Firma bedeutet 12-App, dass die verschiedenen Titel zum ersten Mal wirklich zusammengearbeitet haben. Marti erwartet weiterhin, dass die Kollaboration auch bei einer Veränderung der Digitallandschaft bestehen bleiben wird. „Dies ist der Anfang eines neuen Denkens. Unterschiedliche Titel können und müssen zusammenarbeiten.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image 12-App Screenshot by 12-app.ch


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Dialog Natives: Frontbericht aus dem hitzigen Adblocker-Krieg

ADBlock (adapted) (Image by TAKA@P.P.R.S [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Auf dem Event “Keine Werbung? Bestandsaufnahme Adblocker”, dass von Dialog Natives veranstaltet wurde, kam es zum beispielhaften Debattenaustausch zum Thema Adblocker – die Fronten sind verhärtet.

Mit dem Fahrstuhl ganz nach oben in einen kleinen Raum im Betahaus. Während der Raum sich langsam füllte, werden schon fleißig Fotos geschossen, Unterhaltungen geführt und neugierige Blicke ausgetauscht. Das Programm soll eine vielseitige Aufklärung über Adblocker bieten.

Die Gästeliste des Abends liest sich wie ein Kompass der Debatte: Prof. Dr. Stefan Engels, Fachanwalt für Urheber und Medienrecht an der Uni Hamburg, vertritt die Verlage im Streit, Jan Möllendorf von defacto x ist als Marketing-Erklärer dabei, Caroline Louwetter von Eyeo und Michael Siegler von tissomi sind die VertreterInnen des Neuen und Umstrittenen.

In der einen Ecke: Die Adblocker-Gegner

Selten ist eine Debatte, außer es geht ums Urheberrecht, so voll von Emotionen. Engels spricht in seinem Eröffnungsvortrag sogar von Krieg, zeichnet ein prekäres Bild der unter Adblocker leidenden Verlage und stellt den Mangel an Geschäftsmodellen als beinahe zu schützende Tradition dar.

 

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Sein wichtigstes Argument, das Wettbewerbsrecht, ist selbst bei Juristen nur schwach definiert und somit recht harmlos. Die Nutzerautonomie, die jedem garantiert, keine Werbung sehen zu müssen, ist im Digitalen auf einmal relevant geworden, war aber laut Engels nie Teil der Abmachung zwischen Verlagen (mit Printdenkweise) und Nutzern.

Jan Möllendorf, der Marketingerklärer, fragt das Publikum nach seinem Nutzungsverhalten – zwei bis drei Gäste würden Adblocker abschaffen, die Mehrheit hat sie schon einmal genutzt – und warnt noch unheilverkündend vor einem möglichen Streit, den er auf der letzten Veranstaltung erlebte, und der diesmal genauso kommen sollte.

Ihn als jemanden aus der Marketing-Branche betreffen Adblocker zwar nicht direkt, aber sie vermeiden das zurückverfolgen von Informationen über das Nutzungsverhalten der Konsumenten. Das bedroht jedoch mittelbar sein Geschäftsmodell. Möller plädiert deshalb für konsequenteres Verhalten der Verlage – Content für Werbung, ähnlich einer Paywall – oder mehr Aufklärung statt Schuldzuweisung im Verhältnis zwischen Verlagen und NutzerInnen.

 

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Gegenüber in der Debatte: Die Adblocker-Profiteure

Möllendorf warnt vor einem Wettrüsten zwischen Verlagen und Nutzern, er plädiert für einen Standards setzenden Werberat und eine Neuausrichtung des Engagements in der Debatte. Seiner Meinung nach werden die NutzerInnen sich durchsetzen und die Politik ihnen folgen, weshalb von Anfang an mit den NutzerInnen nach einer Lösung gesucht werden sollte.

Caroline Louwette von Eyeo sieht einen Kompromiss in ihrem Geschäftsmodell Adblock Plus. Vermeintlich “nervige Werbung” soll blockiert werden, gleichzeitig aber die “gute Werbung” zu gelassen werden. Diese Blacklist an zu blockierender Werbung wird angeblich von 200 Freiwilligen der Open-Source-Community gepflegt.

 

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Warum NutzerInnen aber Werbung blocken, ist für Louwette offensichtlich. Vor allem bei der mobilen Internetnutzung steigt der Verbrauch des Datenvolumen, manche NutzerInnen wollen ihre Privatsphäre schätzen und unterbinden Tracking, und manche Werbung, vor allem Animationen, sind einfach nervtötend.

Ihrer Meinung ist das der Beginn des Teufelskreises in der Debatte, denn es sind die nach Aufmerksamkeit haschenden Verlage, die auf immer auffälligere Werbung setzen, um so die Werbeeinnahmen zu steigern. Dies stößt  aber auf eine Blockade der NutzerInnen- sie wollen ein ungestörtes Nutzungserlebnis im Internet haben!

Ein Streitpunkt in der Debatte: Geld und Zugang

Louwette plädiert zum Schluss für eine vermittelnde Funktion, beispielsweise in einem Board, in dem auch die Verlage vertreten sind. Dies veranlasst Michael Siegler zur Frage, wie sich Eyeo finanziert. Louwette reagiert gelassen und räumt ein, dass sie neben Spenden auch durch eine Beteiligung von 10 Prozent an den zugelassenen Werbungen verdienen, also Geld von den Verlegern bekommen.

Michael Siegler von tissomi findet die Lösung durch Adblock Plus alles andere als gut. Sein erstes Statement ist klar und deutlich: “Stoppt Adblocker und rettet Publisher”. Er hält es für eine gefährliche Lösung, dass die Verlage keine Entscheidungshoheit über die Kriterien besitzen. Für ihn ist das eine klare Erpressung der Verlage. Abschließend bemerkt er sogar, dass Adblocking das Sinken des hochwertigen Contents verursacht.

 

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Die Abschlussfragerunde wird frühzeitig durch eine hitzige Auseinandersetzung beendet, die zwischen Adblock Plus und tisoomi entfacht wurde. Was erst ruhig angefangen hatte, endete, wie von Möllendorf prophezeit und Engels verbildlicht hatte, in einen kleinen Krieg. Zum Glück leiteten die Moderatoren das Ganze rasch in eine Einladung zu einer Erfrischung und kleinen Häppchen um. Ihnen wurde es wohl auch zu heiß im Raum.


Image (adapted) „ADBlock“ by TAKA@P.P.R.S (CC BY-SA 2.0)


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Pocketstory: der gemütliche Online Kiosk

POCKETSTORY-Screenshot (Bild by obs/POCKETSTORY GmbH via Presseportal)

Diese eine Überschrift auf dem Titel überzeugt – aber der Rest nicht. Trotzdem das Magazin kaufen, oder es einfach lassen? Das Hamburger Startup Pocketstories eröffnet eine neue Möglichkeit, redaktionelle Inhalte mit seinen Lesern zu teilen, ohne diese dabei kostenlos freizugeben. Im Stil einem Mix aus iTunes und gängiger Paywall sammelt Pocketstory diverse Artikel verschiedener Medien und bietet diese einzeln zum Kauf an. Damit muss man nicht mehr den kompletten Titel kaufen, sondern nur noch das, was einen wirklich interessiert. Die Artikel stammen sowohl aus Print- als auch aus E-Paper-Ausgaben, wobei der Schwerpunkt auf Qualitätstexten und längeren Artikeln liegt. Der Leser zahlt nur noch das, was ihn wirklich interessiert.

Pocketstory ergänzt die Geschichten von Autoren mit Bildern, Videos und O-Tönen ergänzen und schafft damit für die Leser ein neues Erlebnis. Aktuell befindet sich die Seite in der Beta-Version, daher ist das Angebot noch überschaubar und besteht nur aus bereits veröffentlichten Inhalten. Magazine des Zeit- und des Spiegel-Verlags, sowie Technology Review, Hohe Luft, mare und weitere Verlage steuern bisher Content bei. Pocketstory ist bereits mit weiteren Verlagen im Gespräch, um das Angebot zu erweitern.

Jeder Artikel hat eine genau Zeitangabe zur Länge und Lesedauer. Die Preise der Artikel liegen dabei zwischen 0,39 Euro und 1,99 Euro, unabhängig von der Länge sein. Das Angebot finanziert sich ausschließlich über dern Verkauf des Contents. Nutzer können die Auswahl personalisieren, in dem sie ihre Interessen auf bestimmte Ressorts und Medien eingrenzen. Die Bedienung ist intuitiv.

Für gekaufte Artikel gibt es kein Widerrufsrecht. Einen derartigen Service möchte demnächst das Müncher Startup LaterPay anbieten, das ebenfalls eine Paywall für digitale Inhalte entwickelt hat. Trotzdem ist Pocketstory eine weitere Reaktion auf die Digitalisierung der Medien und eine neue Möglichkeit, seinen Content auch digital kostenpflichtig anzubieten. Durch den iTunes-Charme wirkt das Konzept des Startups von vornerein klar und ist nicht so abschreckend wie eine einen hart abbremsende Paywall.

D. Degler, A. Rippert, T. Hoege (Bild: Dirk Moeller)

Neben dem Gründer und Geschäftsführer Thorsten Höge (rechts) besteht das Gründungsteam aus Dieter Degler, ehemaliger Chefredakteur von Spiele Online und Gründer von Smart Media, sowie Anke Rippert, Geschäftsführerin von Inspiring Network. Pocketstories startet rechtzeitig vor dem niederländischen Startup Blende, dass snach dem Einstieg des Axel-Springer-Verlags wohl auch in Deutschland starten könnte.


Teaser & Image (adapted) by obs/POCKETSTORY GmbH


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Crowdfunding für Bücher: Wenn der Leser zum Verleger wird

Die Self-Publishing- und Crowdfunding-Plattform Pentian bezahlt nicht nur Autoren, sondern belohnt Unterstützer erfolgreicher Buchprojekte mit einem Teil der Tantiemen. Dieses System soll das Verlagswesen revolutionieren. // von Christina zur Nedden

pentian, crowdfunding

Pentian kombiniert zwei große Trends: Self-Publishing und Crowdfunding. Autoren können ihre Bücher selbst veröffentlichen und in direkten Austausch mit ihren Lesern treten, bevor Buchproduktionskosten entstehen. Unterstützer von erfolgreichen Projekten bekommen einen Teil der Tantiemen. Pentians CEO Enrique Parrilla sprach auf der CONTEC 2014 über Crowdfunding im Verlagswesen, weshalb Leser die besseren Verleger sind und den Einfluss der Digitalisierung auf die Branche.

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5 Lesetipps für den 30. Juli

In den Lesetipps geht es heute um das Silicon Valley, warum Plagiate an sich kein Problem sind, BuzzFeed in Deutschland, der Einfluss von Technologie und Medium. Ergänzungen erwünscht.

  • SILICON VALLEY Tagesspiegel: Goldrausch im Silicon Valley: Jens Mühling war für den Berliner Tagesspiegel im Silicon Valley unterwegs, dem Land von Google, Apple, Facebook, WhatsApp & Co, in dem das Internet ständig revolutioniert wird. Sein Besuch führt ihn in die lokale Startup-Szene und zu ihren Gegner, die mit den Folgen des IT-Booms in San Francisco zu kämpfen haben.
  • PLAGIATE PandoDaily: The issue of Plagiarism in the Internet age isn’t copying, it’s attribution: Im Zuge der Debatte um den Artikel anderer kopierenden BuzzFeed-Journalisten Benny Johnson kommt der wohl beste Gedanke zu dem Thema von David Holmes auf PandoDialy. Das Plagiat an sich ist in einem auf Kopiervorgänge basierenden Netzwerk wie dem Internet nicht das eigentliche Problem, denn nie war es leichter Inhalte zu kopieren und zu teilen. Das Problemen bei Plagiaten ist die fehlende Nennung des Urhebers, dem die Anerkennung und Vorteile von erhöhten Reichweiten verloren geht.
  • BUZZFEED Gründerszene: Wird BuzzFeed in Deutschland verstanden, Juliane Leopold?: Noch diesen Herbst startet BuzzFeed auch in Deutschland und mit Juliane Leopold hat das Unternehmen eine bekannte Journalistin als Chefredakteurin ernannt. Im Interview mit Niklas Wirminghaus auf Gruenderszene.de legt sie erstmals dar, wie das Viral-Portal in Deutschland aussehen könnte. Schon jetzt steht fest, BuzzFeed wird „keine deutschsprachige Nachrichtenwebsite“.
  • TECHNOLOGIE CNET: Gadgets got Obama elected: In einer Sendung des US-amerikanischen Fernsehsender Fox News konnten die Zuschauer eine an sich interessante Unterhaltung zwischen der Moderatorin Mega Kelly und dem bekannten Journalisten Bill O’Reilly erleben, die über den Einfluss von Technologien auf junge Menschen diskutierten. Der für seine Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge bekannte O’Reilly kritisierte, dass Geräte wie iPads den Konsum von Nachrichten und den Blick auf die Welt manipulierten. Chris Matyszczyk schreibt lesenswert über diese zum Teil absurde, aber auch aussagekräftige Sendung auf CNET.
  • MEDIUM Medienrauschen: Medium – Von der Plattform zum Publisher: Vor ein paar Tagen haben wir über die Blogging-Plattform Medium berichtet und sie auf Netzpiloten.de vorgestellt. Jetzt zeigt sich, dass Medium sein Engagement verstärkt, von der reinen Plattform selbst zum Publisher zu werden. Nach der Ankündigung künftig eigene Sammlungen und Magazine unterhalb der Nutzer-Plattform zu realisieren, zeigt man mit der Kollektion “re:form” nun, wie diese aussehen könnten. Thomas Gigold stellt das Vorhaben im medienrauschen-Blog vor.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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E-Books im Denknebel des Literaturbetriebs

Das E-Book wird bislang als schlechteres Buch angesehen – und trotzdem teurer verkauft. Und die neuen Schreibweisen der Netzzeit warten nicht auf den alten Literaturbetrieb. // von Gunnar Sohn.

Ebook (Bild: Vedat Demirdöven  [CC BY-SA 2.0], via fotocommunity.de)

E-Books sind in Deutschland noch nicht der absolute Renner. Und wenn ich mir die Preispolitik für digitale Bücher hierzulande anschaue, wundert mich das überhaupt nicht. In der Regel liegt der Preis im Vergleich zur gedruckten Variante viel zu hoch. Das ist eine echte Barriere. Kleines Beispiel: „Meßmers Momente” von Martin Walser. Die Gebundene Ausgabe kostet 14,95 Euro und für die Kindle Edition muss ich 12,99 Euro berappen. Weiterlesen »

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Ist BitTorrent die Zukunft des Buchdrucks?

Self-Publishing ist das große Zauberwort in der Buchbranche. Der umstrittene Buchautor Timothy Ferriss, zeigt wie es geht. Mit BitTorrent.

Ist BitTorrent die Zukunft des Buchdrucks?

Auf readwrite.com ist ein interessanter Artikel von Johannes Paul Titlow über die Zukunft des Buchdrucks erschienen. Titlow, dessen Schwerpunkt in der Berichterstattung die Musik- und Unterhaltungsbranche ist, geht am Beispiel des US-Autor Timothy Ferriss der Frage nach, ob nicht BitTorrent die Zukunft des Buchdrucks ist. Ferriss beiden Bücher ?Die 4-Stunden-Woche? und ?Der 4-Stunden-Körper? schafften es in die New-York-Times-Bestsellerliste, letzteres ohne ein großes Verlagshaus.

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Die Angst des Webmasters vor den Links

Die Angst vor Googles Macht geht um. Linktauscher werden vogelfrei und Verlage rammen sich lieber in alter japanischer Manier das Schwert bis zum Heft in den Wanst, als langsam dahin zu siechen oder sich zu ändern.

Jeder, der eine halbwegs gut gehende Website sein Eigen nennt, bekommt täglich Linktauschangebote. Früher machte man das so als Maßnahme der Search Engine Optimization (SEO). Manche tun das noch immer. Der weitaus größere Teil solcher Anfragen geht aber mittlerweile in die entgegengesetzte Richtung: „Bitte, löschen Sie alle Links zu meiner Domain.“ Das erscheint zunächst seltsam. Die Ursache ist eine tiefe Angst vor Google-Penalties, also Strafen für das Ranking der Website bis zum Auslisten (De-Index).

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„Verlag as a service?“ Viele Autoren sind unzufrieden mit ihrem Verlag

Der Buchreport weist auf eine Umfrage hin, bei der der französische Literaturverband Société des Gens de Lettres de France 1.000 Autoren nach ihrem Verhältnis zum Verlag befragt hat:

Nicht nur in Deutschland, auch in Frankreich stehen Verlage unter großem Druck, angesichts der Konkurrenz durch Selfpublishing-Angebote ihre Autoren bei der Stange zu halten. Eine Umfrage zeigt, dass jeder dritte Autor unzufrieden mit seinem Verlag ist, Tendenz steigend. Neben Mängeln bei Vertrieb und Marketing beklagen sich die Autoren über Intransparenz und schlechte Kommunikation.

Interessant ist, dass die Autoren gerade mit der „kommerziellen Verwertung“ unzufrieden zu sein scheinen, die ja in der Regel als Hauptargument pro klassischen Verlag angeführt wird:

Besonders bei der „kommerziellen Verwertung“ ist die Unzufriedenheit groß: Aktuell liegt der Anteil bei 63% (2011 allerdings noch bei 67%). Auch bei der Bewerbung von Büchern ist der Anteil mit 66% (2011: 69%) vergleichsweise hoch.

Hintergrund dürfte sein, dass jenseits der Bestseller-Autoren die Unterstützung meist wesentlich bescheidener ist. – Bemängelt wird auch das, was einen Dienstleister eigentlich auszeichnen sollte:

Intransparenz, schlechte Kommunikation: Beklagt wird auch die Tatsache, dass die Statistik zu den Verkaufszahlen – falls sie überhaupt dem Autor übermittelt wird – fehlt oder für den Autor unklar ist.

Soweit zur Situation in Frankreich. Doch auch in Deutschland wächst der Rechtfertigungsdruck. Ein vielleicht nicht ganz untypisches Beispiel: Vor ein paar Wochen tauschte ich mich auf Facebook mit Tanja Pleva aus. Diese hat zwei Bücher bei Piper veröffentlicht und inzwischen die Nase voll:

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Faires Handeln mit Büchern

Faires Handeln mit Büchern

Support your Publisher
Amazon und Facebook, ein Paar zum Liebhaben? Vor drei Monaten verbreitete das Vorhaben der beiden Online-Giganten einen Schrecken. Facebook stellte seine User-Daten Amazon zur Verfügung. Zuerst noch gilt das nur für die USA. Aber schon das allarmierte hier in Deutschland die Datenschutz-Wächter. Die Nachteile aus Sicht des Datenschutzes liegen klar auf der Hand, doch welche Vorteile birgt die Affäre zwischen Deutschlands stärkster Marke und dem größten sozialen Netzwerk? Weiterlesen »

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Twitter for Newsrooms

Twitter baut sein Imperium aus. Nachdem langsam erste Informationen über die Werbeplattform auf twitter publik werden, sind nun die Journalisten und Verlage Ziel neuer Aktivitäten: #TfN oder präziser Twitter for Newsrooms soll den mit Twitter hadernden Verlagen und den schon ewig eingefleischten Twitter-Nutzern unter den Journalisten und Herausgebern gleichermaßen helfen… Weiterlesen »

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Ein Versuch, “das Prinzip Buch” zu verstehen

Vor ein paar Tagen habe ich in meinem Blog kurz auf das neue Logo des Buchbranchen-Verbands Börsenverein des Deutschen Buchhandels hingewiesen. Dieses ist Teil eines neuen und durchaus ansprechenden Corporate Designs des Verbandes. Gleich nach Erscheinen des Beitrags bekam ich entsprechendes Informationsmaterial zugeschickt, was ich prima finde.

Beim Börsenverein steht zu lesen: Ein Gedanke, eine Zukunft, ein Logo: Die Börsenvereinsgruppe wächst zusammen. Sichtbar wird diese Entwicklung in der neuen gemeinsamen Bildmarke. Aus der klassischen Buchform wird ein Symbol für das Prinzip Buch. Es abstrahiert und visualisiert, dass Inhalte in vielen Erscheinungsformen angeboten werden – als Print-Bücher, E-Books, Hörbücher oder für mobile Endgeräte. Das neue Corporate Design bildet damit ein Dach – für die Börsenvereinsgruppe und die moderne Buchbranche.

Es soll sich also um ein “Symbol für das Prinzip Buch” handeln, das ausdrücklich Hörbücher mit umfassen soll. Was aber ist “das Prinzip Buch”? Gehört davon habe ich zum ersten Mal irgendwann 2010. Jetzt aber scheint der Begriff die offizielle Sprachregelung zu sein. Zumindest findet er sich allerorten und selbst der Börsenvereins-Vorsteher Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, der mir bisher nicht als Verfechter des Digitalen aufgefallen ist, sondern auch auf der Eröffnung der Leipziger Buchmesse 2011 eher wieder als Vorkämpfer der Anpassung des Internets an die Wünsche der Buchbranche, sprach in seinem Vortrag vom “Prinzip Buch”, obwohl das eine Entfernung vom gedruckten Buch bedeutet…

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Terzio launcht FamilyBlog

Der Terzio Verlag launcht mit FamilyBlog ein Blog-Portal, das sich inbesondere an Familien wendet, die ihren Alltag in einem Online-Tagebuch dokumentieren wollen.
Im Gegensatz zu freien Blog-Plattformen wie twoday.net oder blog.de allerdings, haben bei diesem Angebot nur geladene Gäste Zugriff auf die jeweiligen Weblogs.

Realisiert wurde der Auftritt, der nicht auf eines der etablieren Blog-Systeme setzt, vom Webteam in München.

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