All posts under Verbraucherschutz

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • AMAZON Caschys Blog: Amazon startet Null-Prozent-Finanzierung für eigene Hardware: In Zukunft gibt es beim Onlinehändler Amazon eine neue Möglichkeit die hauseigene Hardware zu finanzieren. Produkte wie die Fire Tablets, dem Fire TV oder den Echo-Modellen können nun in fünf monatlichen Raten abbezahlt werden. Hierbei entstehen laut Amazon weder Finanzierungskosten noch gibt es versteckte Zinsen oder Gebühren. Lediglich notwendig für eine fünf-monatige Ratenzahlung ist hier ein Wohnsitz in Deutschland, Luxemburg, Österreich oder in der Schweiz und ein Konto, das mindestens ein Jahr alt ist. Zudem dürfen sich Käufer keine Zahlungsverzögerungen geleistet haben.

  • GESUNDHEITS-APPS Heise: Datenschutzbeauftragter schlägt Gütesiegel für Gesundheits-Apps vor: Hinter Gesundheits-Apps können sich Risiken verstecken, wie Dieter Kugelmann, der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte, meint. Hierbei geht es um die Apps, bei denen Patienten ihre Werte eingeben und zur Vorsorge nutzen. Genau diese sensiblen Daten unterliegen dem Arztgeheimnis und sollten vor fremden Einblicken geschützt werden. Eine Zertifizierung dieser medizinischen Apps, würde daher von Vorteil sein, um die Sicherheit der Apps zu gewähren. Einige Hersteller zertifizieren ihre Apps selbst, wobei die Kriterien nicht klar auf das Verbraucher- und Datenschutzgesetz ausgerichtet sind. Derzeit wird daher gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Verbraucherzentrale überlegt, ob es möglich wäre ein Gütesiegel zu entwickeln, wo neben den Daten- und Verbraucherschutzaspekten auch die technischen Kriterien berücksichtigt werden, damit Ärzte und Patienten diese mit gutem Gewissen nutzen können.

  • IPHONEX Gamestar: iPhone X – Apple warnt vor Einbrenn-Effekten beim Display: iPhone X-Nutzer müssen bei ihren neuen Smartphones mit sogenannten Einbrenn-Effekten auf dem OLED-Bildschirm rechnen, wie Apple nun in einem Support-Dokument seine Nutzer warnt. Hierbei erkennt man immer kleine Andeutungen von Bildern oder zumindest Teile davon auf den Bildschirmen. Zustande kommen kann dies, wenn die Inhalte mit einem hohen Kontrast für längere Zeit auf dem Bildschirm gezeigt werden. Nutzer sollten daher die automatische Helligkeitseinstellung nutzen und darauf achten, dass das automatische Deaktivieren des Bildschirms auf eine möglichst kurze Zeit eingestellt ist. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass stets die aktuellste Version von iOS verwendet wird.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • VERBRAUCHERSCHUTZ handeslblatt: Bewährungsprobe für Merkel und Schulz: Der Verbraucherschutz- ein leidliches Thema für alle Betroffenen. Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wollen beim Deutschen Verbrauchertag in Berlin ihre Vorstellungen zur Verbraucherpolitik darstellen. Doch ob es ihnen gelingt das Vertrauen in die Politik in der Bevölkerung zu stützen, bleibt fraglich. Nicht nur der VW-Skandal zeigte, dass die Politik kaum fähig ist, den Wirtschaftsriesen die Stirn zu bieten, geschweige denn, sie in ihre Grenzen zu weisen. Dieser Vorfall und einige andere bestimmten sicherlich auch das Ergebnis der repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Demzufolge glaubten 72% von insgesamt 1.002 Befragten ab 18, dass die Politik Unternehmensinteressen vor Bürgerinteressen stellt. Eine ernüchternde Bilanz, die die Krise, in der die Politik zu stecken scheint, umso drastischer zeigt.

  • SUPERCOMPUTER golem: Schweizer Supercomputer ist drittschnellstes System weltweit: „Go Piz Daint, go!“ Der Piz Daint ist nach Aktualisierung der Top-500-Liste der Supercomputer nun von Platz 8 auf Platz 3 angekommen. Der ungeschlagene Sieger in Europa besticht durch seine Schnelligkeit und enorme Leistungsstärke. Zu finden ist dieses kleine Superteil in Lugano am Luganersee in der Schweiz und wird vom Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) betrieben. Ab 2018 sollen neue Systeme vom Departement of Energy folgen.

  • GOOGLE google: Four steps we’re taking today to fight terrorism online: Terrorismus ist eine Herausforderung für offene Gesellschaften wie unsere. Auch Google und Youtube sind verpflichtet, an einer Lösung mitzuwirken. Zusammen mit der Regierung, dem Gesetz und zivilen Social Media Gruppen wollen sie gewalttätigen Online-Extremismus bekämpfen. Kein Platz für terroristische Inhalte lautet ihre Devise. Um diese umsetzen zu können, entwickelten sie vier Schritte, die u.a. die Investition in Technologien unterstützt, welche helfen sollen, extremistische Inhalte zu erkennen. Probleme kommen hierbei noch bei der Interpretation der Inhalte auf, da die Technologie nicht immer in der Lage ist, informative Videos über Terrorismus und Propagandavideos zu unterscheiden. Schwierigkeiten, mit denen sich Google und Co. jetzt konfrontiert sehen.

  • GARTNER t3n: Gartner: AWS und Microsoft liegen weit vor der Cloud-Konkurrenz: Die IT-Analysten von Gartner haben sich entschieden. Mit ihrer beispiellosen Skalierbarkeit und ihrer weltweiten Präsenz erhöhen AWS und Microsoft die Anforderungen auch für ihre Mitkonkurrenten und sind somit an der Spitze der Cloud-Konkurrenz. Google, als starker Konkurrent, hat zwar gute Chancen aufzuholen, wird sich aber nach Einschätzung der Gartner-Experten anstrengen müssen.

  • MEDIEN medienpolitik: „Soziale Netzwerke sind ergänzende Nachrichtenquellen“: Rund die Hälfte der deutschen Jugendlichen nutzen die sozialen Netzwerke zur Nachrichteninformation. Das liegt unter anderem daran, dass es laut den Jugendlichen einfach sei, vielfältige Quellen zu finden. Vor allem die wesentlichen Schlagzeilen des Tages seien somit schnell gefunden, so Prof. Dr. Wiebke Möhring. Zusätzlich könnten die eigenen Vorlieben durch einen Filter separiert werden. Dennoch werden die klassischen Medien keinesfalls abgelöst, sondern genießen noch immer großes Vertrauen und spielen eine wichtige Rolle in sozialen Netzwerken. Wie es klassischen Medien, wie Zeitungen oder TV-Sender, weiterhin gelingt alle Generationen zu erreichen, beantwortet sie in diesem Interview.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • SMART HOME golem: Amazon sieht anderen Ansatz bei Apples Homepod: Man mag es kaum glauben, aber Apple ist in einer Kategorie – Smart Home – tatsächlich mal nicht Hardware-Vorreiter. Zuvor hatten schon Amazon und Google ihre Smart-Home-Lautsprecher veröffentlicht, mit dem Homepod zieht jetzt auch Apple nach. Auch der Homepod wird wie bisherige Apple-Systeme mit der digitalen Assistenz Siri ausgestattet. Wie auch die Vorgänger der Konkurrenz soll der Homepod den Alltag des Anwenders vereinfachen, indem er Fragen beantwortet und das Smart Home bedient.

  • WIKILEAKS heise: 10.000 Dollar für „termination“: Wikileaks setzt Kopfgeld auf Journalisten aus: Es gleicht einer Kopfgeldjagd – Wikileaks setzt 10.000 Dollar auf den “Kopf” eines US-Journalisten aus. Grund dafür ist, dass der Journalist seine Quelle, eine NSA-Mitarbeiterin, nicht geschützt haben soll. Mittels eines Tweets fordert die Plattform die „termination“ des Journalisten Matthew Cole von der Webseite „The Intercept“. Damit gemeint ist eine öffentliche Bloßstellung und die Entlassung Coles. Das öffentliche Gesicht Wikileaks’, Julian Assange, äußerte sich wenig später ähnlich kritisch zu dem Vorfall. Seit gestern sitzt die betroffene Whistleblowerin, die 25-jährige Reality Leigh Winner, in Haft, über eine mögliche Freilassung wurde sich beraten.

  • DIGITALISIERUNG t3n: Studie: Unternehmenskultur behindert Digitalisierung: Man nehme an, Unternehmen streben danach sich möglichst zielstrebig in den verschiedenen Departements zu digitalisieren, laut einer Studie der Strategieberatung Capgemini fehle aber der Mehrheit von 340 befragten Unternehmen eine “digitale Vision”. Die Studie von Strategieberatungsfirma war global angelegt und hat ergeben, dass 62 Prozent der Teilnehmer der im März und April 2017 weltweit durchgeführten Umfrage die etablierte Unternehmenskultur als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einer digitalen Organisation sehen. In Deutschland liege der Wert mit 72 Prozent sogar leicht darüber.

  • ROAMING ntv: Verbraucherzentralen warnen vor Fallen: Ab dem 15. Juni werden die Roaming-Gebühren für Mobilfunknutzer im EU-Ausland abgeschafft. Damit soll teuren Gebühren entgangen werden und den Nutzern die gleichen Tarife wie im eigenen Land ermöglicht werden. Grundsätzlich gilt aber immer, dennoch im Kleingedruckten des eigenen Vertrags nachzulesen. Denn auch wenn die Neuregelung von Vebraucherschützern generell begrüßt wird und als „Meilenstein für die Verbraucher“ bezeichnet wird, so Isabelle Buscke vom Brüsseler Büro des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, sollten Verbraucher auf der Hut sein.

  • WHATSAPP sueddeutsche: Whatsapp führt Foto-Filter ein: Meist bringen App-Updates nur kleinere Veränderungen mit sich. Seit Anfang der Woche ist die Version 2.17.30 von Nutzern der iOs-Variante von WhatsApp verfügbar. Am interessantesten ist dabei wohl das neue Feature von Foto-Filtern, mit dem sich der Messaging-Dienst noch weiter an Konkurrenten wie Snapchat oder Instagram annähert. Für mehr Übersichtlichkeit werden zudem mehr als vier Bilder oder Videos die gleichzeitig gesendet werden von WhatsApp sortiert und automatisch in eine Art Mini-Album eingeführt.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • ANDROID golem: Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte: Forscher haben kontrollierte Angriffe auf Android Apps durchgeführt und dabei Sicherheitslücken fast aller Android Versionen gefunden. Betroffen waren Apps, die die Funktion „Lay on Top“ nutzten, die zum Beispiel für Warnmeldungen oder unsichtbare Overlays verwendet werden können. Mit einem Missbrauch der Funktionen könnte von der Tastatur abgelesen oder sogar neue Apps installiert werden. Google reagierte mit einem Ausschluss von Apps, die diese Funktionen nutzen und kündigte an die Sicherheitslücke in Android O zu beheben.

  • TELEKOM handelsblatt: Verbraucherschützer fordern Verbot von „Stream On“: Der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat die Telekom aufgefordert, ihren Datentarif mit Streamingangebot zu verbieten. Das Angebot verstößt gegen die Netzneutralität, da alle Daten diskriminierungsfrei zugänglich sein müssen. Der Dienst steht ebenfalls unter Prüfung der Bundesnetzargentur. Der Tarif, bei dem Streaming über bestimmte Dienste nicht mehr auf das Datenvolumen angerechnet wird, könnte die Wahlfreiheit der Verbraucher beeinflussen und sich negativ auf Innovation auswirken. Die Telekom äußerte Widerspruch, da jeder Anbieter Partner des Stream On Angebots werden kann.

  • CARSHARINGt3n: Car2Go und Drivenow: Daimler und BMW könnten Carsharing-Geschäft bündeln: Die beiden größten Carsharing Unternehmen kündigten an, ihre Angebote zu fusionieren. Schon im Dezember wurden in Gerüchten Fusionspläne behandelt, nun ist klar, dass bis zum Ende des dritten Quartals dieses Jahres DriveNow und Car2go unter einem neuen Namen fahren werden. Das neue Unternehmen soll ebenfalls offen sein auch weitere Partner aufzunehmen. So werden beispielweise myTaxi oder Moovel mitgehandelt. Mit der Verschmelzung der Unternehmen werden Daimler und BMW deutliche Marktführer für Mobilitätsdienste in Europa und stärken ihre Marktposition gegen Fahrdienste wie Uber aus Amerika.

  • KI heise: Apple: KI-Prozessor für iPhones: Nach Google zieht jetzt auch Apple nach und entwickelt nun Prozessoren für Algorithmen Künstlicher Intelligenz. Funktionen wie der Sprachassistent Siri oder Worterkennung auf der Tastatur zeigen Aufgaben von künstlicher Intelligenz. Quellen behaupten, dass schon auf der Entwicklerkonferenz „WWDC“ für Mac und iOS-Entwickler die „Apple Neural Engine“ angekündigt werden soll. Momentan arbeiten alle großen Unternehmen, führend Google und Nvidia an der Entwicklung von kleinen Prozessor-Chips. Funktionen wie maschinelles Lernen, Deep Learning oder Cognitive Computing nehmen noch große Rechenzentren in Anspruch.

  • LEAKS spiegel: So funktioniert digitale Desinformation: Das Thema Leaks ist besonders in der heutigen Zeit von Cyberangriffen wie WannaCry wieder in den Fokus gerückt. Vor einer Woche ist ein Bericht über russische Missinformationsmethoden aufgetaucht. Hacker manipulieren digitale Dokumente und verschaffen sich zum Beispiel über E-Mail Konten Zugang zu den Daten. Laut dem Toronto „Citizen Lab“ stellen diese manipulierten Dateien in einem Kontext von echten Dokumenten ein Problem dar, da sie nicht ausgiebig auf Ihre Echtheit überprüft werden.

Weiterlesen »

Warum Drohnen in Zukunft zur Gefahr werden könnten

Drone (Image by Harald_Landsrath[CC0Public Domain] via Pixabay)

Drohnen werden aufgrund ihrer tollen Luftaufnahmen immer beliebter. Sie bieten eine neue Perspektive,  mit der man hinter Zäune schauen und die Welt von oben betrachten kann. Zudem werden sie technisch immer ausgefeilter und durch die sinkenden Preise auch für durchschnittliche Verbraucher interessant. Außerdem werden sie für viele praktische Einsätze wie zur Paketzustellung oder zur Inspektion von Brücken genutzt. Doch neben den vielen positiven Aspekten muss man sich auch über ihre Gefahren bewusst sein. Sie werden nämlich auch häufig unsachgemäß genutzt oder sogar missbraucht, vor allem in der Nähe von Flughäfen kann ihre Verwendung sehr gefährlich werden.

christian-caballero_
Christian Caballero findet die Kennezeichnungspflicht für Drohnen sinnvoll.(Image by Christian Caballero)

Christian Caballero ist Geschäftsführer der Caballero & Hesselbarth Consulting GmbH. Seine Leidenschaft sind Entrepreneurship und Innovationen im Bereich unbemannte Luftfahrt. Vor seinem Studium zum Sicherheitsmanagement war er Offizier bei der Bundeswehr. Dort erlangte er durch seine internationale Ausbildung Spezialwissen aus den verschiedensten Bereichen der Luftfahrt.

Caballero weiß, dass ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr schwerwiegende Folgen haben kann und sich dessen nur wenige Nutzer bewusst sind. „Ein Gefährdungspotential geht dennoch vom Gerät selbst und vom Nutzer aus. Betrachten wir es sachlich, können die Propeller eines ,Multikopters‘ verheerende Verletzungen hervorrufen.“, sagt er.

Auch deutsche Sicherheitsbehörden betrachten Drohnen mit Skepsis, da sie für terroristische Angriffe verwendet werden könnten. Laut einem Sprecher des Bundeskriminalamtes (BKA) reichen denkbare Szenarien, die von Drohnen ausgeführt werden können, von Störungen von Veranstaltungen über Ausspähungen bis hin zu möglichen terroristischen Anschlägen, zu denen auch Großveranstaltungen gehören können. Das BKA verfügt bereits über eine Stelle, die den Markt für Drohnenabwehrsysteme beobachtet und Erkenntnisse über das Aufspüren und Abwehren der Länder und des Bundes bündelt.

Drohnen können ohne Probleme mit explosivem Material, giftigen Gasen oder nuklearen, chemischen und biologischen Stoffen ausgestattet werden. Es gab in Deutschland bisher zwar noch keine Terrorangriffe mit Drohnen, aber das BKA hält Großveranstaltungen jeglicher Art für ein wahrscheinliches Ziel. Auch Caballero geht davon aus, dass eine Drohne in Deutschland missbräuchlich für einen Anschlag genutzt werden kann. Jedoch lässt sich seiner Meinung nach die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen solchen Fall in Deutschland schwer ermitteln. Sie korreliere jedoch mit der stetig wachsenden terroristischen Bedrohung in unserem Land.

Um dem missbräuchlichen Gebrauch von Drohnen entgegenzuwirken, werden zurzeit viele Drohnen-Abwehrmaßnahmen getestet. Laut Caballero ist die Vision einiger Entwickler ein umfassendes  „Geofencing“ und diese trifft als virtueller Zaun die Sicherheitsbedürfnisse einiger außenstehender Parteien. „Weiterhin wird an einem neuen ,Air-Traffic-Management-System‘ gearbeitet, um den Luftverkehr auch in den unteren Höhen kontrollieren oder besser gesagt leiten zu können.“, erklärt Caballero.

Aufgrund der vielen Zwischenfälle mit Drohnen möchte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Nutzung nun strenger regeln. Deshalb müssen zukünftig alle Geräte ab 250 Gramm mit einem Kennzeichen ausgestattet werden, auf dem der Name und die Adresse des Eigentümers stehen. Dadurch sollen die Eigentümer bei Missbrauch oder Unfällen identifiziert werden können.

Christian Caballero findet diese Kennzeichnungspflicht sehr sinnvoll. Er fügt hinzu, dass auf dem Markt und unter den tragenden Verbänden dieser Branche große Einigkeit bestehe, dass es auch eine Ausbildung für die Nutzer geben soll. Seiner Meinung nach sollte es für die Integration in den zivilen Luftraum vor allem Aufklärungsarbeit und präventive Maßnahmen geben, sodass Nutzer eine Art Luftfahrtbewusstsein entwickeln und sich umfänglich mit den Regeln und Pflichten vertraut machen.

Eine andere Abwehrmaßnahme ist das Fangen von Drohnen mithilfe von Greifvögeln. In den Niederlanden wird dies bereits von dem Projekt „Guards from Above“ ausprobiert. Der Vorteil an der Maßnahme ist, dass die Drohne sofort außer Gefecht ist, sicher von dem Adler entfernt wird und nicht unkontrolliert vom Himmel stürzt.

Drone interception (Imagy via Guard From Above- Maarten van der Voorde)
Drone interception (Image via Guard From Above- Maarten van der Voorde)

Der tierische Instinkt von Greifvögeln ist einzigartig, sie können mühelos schnelle Beute überwältigen. „Die Greifvögel haben Schuppen auf ihren Krallen, die sie auf natürliche Weise vor den Bissen ihrer Opfer schützen. Es besteht also keine Gefahr beim Fangen von COTS Drohnen (Commercial off-the-shelf drones).“, erklärt Sjoerd Hoogendoorn, CEO und Gründer des Projekts. Für das Fangen von besonders großen und professionellen Drohnen sucht das Unternehmen bereits nach einer zusätzlichen Möglichkeit, die Vögel zu beschützen. Inzwischen wurden hunderte Drohnen während der Trainingseinheiten gefangen. Dabei wurde kein einziger Vogel verletzt – einige Drohnen aber durchaus.  

Die Vögel werden jeden Tag von Experten trainiert. Bis ein Vogel eine Drohne erfolgreich fängt, vergeht im Schnitt ein Jahr. Dies sei aber von Vogel zu Vogel unterschiedlich, so Hoogendoorn. Er führt aus, dass man die Vögel nicht dazu zwingen kann, Drohnen zu fangen. Wenn sie keinen Spaß daran hätten, würden sie es nicht machen. Wird eine Drohne erfolgreich gefangen, werden die Vögel mit Futter belohnt.

Ein Aspekt, der bei der zunehmenden Nutzung von Drohnen ebenfalls sehr wichtig ist, ist der Schutz der Privatsphäre. Fakt ist, dass diese Geräte den Benutzern Einblicke ermöglichen, die man sonst nicht so einfach bekommt. Daher scheint es schon fast eine logische Schlussfolgerung, dass es immer mehr Drohnen geben wird, so Caballero. Derzeit würden in Deutschland etwa 400.000 Drohnen genutzt und nach Angaben des Instituts für unbemannte Systeme (IuS) werden es bis 2020 vermutlich noch mal 2 Millionen sein.

Caballero ist überzeugt, dass diese Problematik auch Auswirkungen auf unsere Privatsphäre haben wird: „Die Nutzer müssen den Begriff ,Privatgrundstück‘ einfach nur respektieren und diese Bereiche meiden oder sich für dort eine Genehmigung erteilen lassen. Der grundsätzliche Überflug über ein Grundstück ist nicht verboten, jedoch kann dies schnell zu einer Irritation führen, da für den Nutzer nicht klar ist, was die Kamera gerade anschaut“. Denn schließlich, fasst Caballero zusammen, will sich niemand einer fremden Beobachtung ausgesetzt wissen. Neugierige sollten sich über die Geldstrafen für diese Handlungen bewusst sein. Man darf gespannt sein, wie sich die Haltung hierzu in Zukunft entwickelt.


Image „Drone“ by Harald_Landsrath (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • WHATSAPP faz: Whatsapp kriegt Post vom Anwalt: Wer in seinem Smartphone Geheimnisse verbirgt, sollte sich mit der jüngsten Kontroverse im Datenschutzrecht beschäftigen. Denn sonst könnte die schöne Bekanntschaft vom Wochenende plötzlich gut sichtbar mit Profil-Foto auf Facebook vorgeschlagen werden. Das kann praktisch sein oder die Ehe zerrütten – je nach Konstellation. Möglich macht diese Funktion der Datenaustausch der beiden Dienste: Facebook erhält Handynummern von Whatsapp. Jetzt haben Verbraucherschützer diese Praxis abgemahnt.
  • DROHNEN wired: Auf Amsterdams Kanälen fahren bald Drohnenboote: Während andere Städte und Regionen autonome Autos testen, schaut man in Amsterdam aufs Wasser. Knapp ein Viertel der niederländischen Metropole ist von Kanälen bedeckt und auf diesen sollen ab 2017 selbstfahrende Boote getestet werden. Das auf fünf Jahre angelegte Forschungsprojekt Roboat ist eine Kooperation des Amsterdam Institute for Advanced Metropolitan Solutions (AMS), der TU Delft und der Uni Wageningen mit dem US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT). Es hat ein Budget von 25 Millionen Euro.
  • MARKT wuv: „Junge Menschen sind nicht unbedingt kreativer“: Eine steile These geistert durch das Silicon Valley. Formuliert hat sie Sun-Gründer und Investor Vinod Koshla: Menschen mit 45 hören auf, über Neues nachzudenken. Die wahren Innovationen kämen von Leuten unter 45 Jahren. Er scheint den Agenturen aus der Seele zu sprechen, die ja gern auf besonders junges Personal setzen. Ist Kreativität tatsächlich eine Frage des Alters? W&V Online hat dazu Stephan Sonnenburg von der Karlshochschule in Karlsruhe befragt. Er forscht zu dem Thema und ist 45 Jahre alt.
  • MOBILITÄT gruenderszene: „2025 wird es in amerikanischen Städten kaum noch private Autos geben“: Es gibt einfach viel zu viele Autos. Und all diesen Autos überlassen wir viel zu viel Platz in unseren Städten. Das ist der Ausgangsgedanke der Überlegungen von John Zimmer, der die Fahrvermittlung Lyft mitgegründet hat. Zimmer liebt Autos. Seit seiner Jugend. Aber er schreibt in seinem Beitrag zur automobilen Zukunft auf Medium, dass wir unsere Umgebung in Autolandschaften verwandelt und damit zerstört haben. Obwohl das durchschnittliche Auto nur vier Prozent der Zeit bewegt wird.
  • DATENSCHUTZ golem: US-Amerikanerin verklagt smarten Vibratorhersteller: Weil der smarte Vibrator We-Vibe Rave ohne Genehmigung persönliche Informationen der Nutzer gesammelt hat, verklagt eine US-Amerikanerin den Hersteller Standard Innovation. Das Gerät kann nur vollumfänglich genutzt werden, wenn Nutzer es per Bluetooth mit einem Android oder iPhone verbinden und die vom Hersteller entwickelte App nutzen. Der WE-Vibe ermöglicht darüber die Fernsteuerung des Vibrators, per Freigabe über die „Connect Lover“-Funktion kann auch der Partner eingeladen werden, das Gerät zu steuern. Die Klägerin beschwert sich konkret darüber, dass die Apps vertrauliche Daten an den Hersteller hochladen, ohne die Kunden darauf hinzuweisen.
Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me

  • APPLE giga: Apple zum Verkaufsstart des iPhone 7: Schlechte Chancen für direkte Store-Mitnahme: Heute sollte eigentlich der Verkaufsstart des neuen Apple iPhone 7 sein. Wer plante heute in den Apple Store zu gehen und das neue Handy ohne Vorbestellung zu kaufen, muss sich wohl etwas anderes überlegen. Laut Apple sind in den Läden nämlich nur noch wenige Stückzahlen verfügbar und manche Modelle sogar gar nicht mehr. Das iPhone 7 Plus und das iPhone 7 in Diamantschwarz (Jet Black) sind zurzeit ausverkauft. Grund dafür ist die hohe Nachfrage während der Vorbestellphase seit dem 9.September.

  • SAMSUNG t3n: Samsung Galaxy S8: Früherer Release, mit Dual-Kamera und ohne 3,5-mm-Kopfhörerbuchse: Aufgrund der Probleme mit dem Galaxy Note 7 gibt es nun das Gerücht, dass Samsung die Vorstellung und den Verkaufsstart des Galaxy S8 vorziehen möchte. Durch dieses Verfahren könnte das Unternehmen die durch den Note-7-GAU verfehlten Umsatzziele teilweise wieder auffangen. Außerdem wird es das Galaxy S8 wahrscheinlich ausschließlich im edge-Design geben und es werden zwei Varianten erscheinen. Eine weitere Vermutung besagt, dass dem neuen Modell der Kopfhöreranschluss fehlen wird und eine Dual-Kamera vorhanden sein wird. Noch sind es nur Gerüchte, aber es ist durchaus möglich, dass der Sprung zum Galaxy S8 größer wird als der vom S6 zum S7.

  • AMAZON heise: Verbraucherzentrale NRW klagt gegen Amazons Dash-Knöpfe: Die Verbraucherzentrale NRW möchte nun vor Gericht gegen die Dashbuttons von Amazon vorgehen. Unter anderem fehle der Hinweis, dass ein Druck auf den Knopf eine kostenpflichtige Bestellung auslöst. Ein weiterer Kritikpunkt sei, dass der Gesamtpreis und die wesentlichen Produkteigenschaften bereits vor der Bestellung deutlich werden müssen. Bei dem Dashbutton erfolgt das, aber erst nachdem man den Knopfdruck betätigt hat. Hinzu kommt, dass Amazon sich erlaubt den Preis und die Versandkosten für die jeweiligen Produkte zu ändern.

  • TELEKOM golem: Update auf iOS 10 bringt WLAN-Telefonate auf das iPhone: Mit Apples neuem Software-Update iOS 10 können iPhone-Besitzer nun ohne Mobilfunkempfang telefonieren, wenn sie Kunden der Telekom sind. Dazu wird lediglich eine WLAN-Verbindung benötigt. Diese Funktion ist besonders hilfreich, wenn der Mobilfunkempfang schlecht ist, aber man eine gute WLAN-Verbindung hat. Die Nutzer sind bei WLAN Calling weiterhin über ihre Mobilfunkrufnummern erreichbar.

  • DATENSCHUTZ stern: Diese Internetriesen lauschen mit – aber was passiert mit den Daten?: Seit dem iPhone 4s erlebte die Sprachsteuerung eine rasante Entwicklung. Egal ob Siri, Google Now oder Amazons Lautsprecher Echo – alle drei hören zu und schicken die Daten durchs Netz. Das Vorgehen der digitalen Assistenten ist immer gleich: Man gibt einen Befehl, dieser wird aufgenommen, in die Cloud geschickt und dort verarbeitet. Google wertet die Audioanfragen aus, um die eigenen Dienste und die persönliche Nutzererfahrung zu verbessern. Teilweise können aber auch Werbeeinblendungen auf den gesammelten Daten basieren. Wie die Daten genau bearbeitet werden ist unbekannt. Auch Apple speichert die Audiodaten zur Qualitätskontrolle für zwei Jahre. Jedoch werden diese anonymisiert und vom Benutzer entkoppelt.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • IPHONE 7 Horizont: Das ist das neue Apple Smartphone: Gestern wurde das neue iPhone 7 in San Francisco präsentiert. Die schon seit Monaten kursierenden Gerüchte, um die neue Generation des Smartphones bestätigen sich. Apple eliminiert den klassischen Kopfhöreranschluss. Wer seine Kopfhörer in Zukunft nutzen will schließt diese bequem beim Lightning-Anschluss an oder holt sich für den stolzen Preis von 179 Euro die neuen Apple Airpods. Ein Highlight ist auch der nun integrierte Bildstabilisator. Das iPhone 7 Plus verfügt sogar über eine doppelte Kamera mit zwei verschiedenen Objektiven und zwei 12-Megapixel-Sensoren. Außerdem sind beide Modelle der neuen Generation des iPhones wasser- und staubdicht.
  • PLAYSTATION Spiegel Online: Neue Playstation 4 Pro erscheint schon im November: Nicht nur Apple präsentierte gestern frische Produkte, sondern auch Sony enthüllte zwei Playstation-Modelle in New York. Die Playstation 4 Pro verfügt über ausgereiftere Hardware als ihr Vorgänger und punktet damit vor allem mit einer aufgewerteten Spielegrafik. Das Pro-Modell soll Spiele in 4K rendern und die Bildausgabe für HDTVs und VR verbessern. Sie soll 399 Euro kosten und am 10. November erscheinen. Ihr dünnerer Kollege, die Playstation Slim 4 kommt dann für hundert Euro weniger am 15. November in die Läden.
  • DAIMLER Golem: Vision Van: Automatisiertes Ladesystem belädt die Drohnen: Den von Daimler entwickelten Transporter, zum Ausliefern von Paketen, kann man durchaus als innovativ und effizient bezeichnen. Er ist mit zwei Drohnen ausgestattet, die automatisch beladen werden. Während der Paketbote wie gewohnt seinen Wegen nachgeht, sollen die Drohnen parallel weitere Lieferungen zum Kunden transportieren. Entwickelt wurde der Elektro-Van, mit seinen zwei Landeplätzen am Dach, von Mercedes Benz Van, der Lieferwagensparte von Daimler und dem kalifornischen Copter-Hersteller Matternet.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ heise online: Verbraucherschützer wettern gegen Mogelpackung bei Roaming-Gebühren: Die Initiative der EU-Kommission, die Aufschläge für Mobilkommunikation in anderen Mitgliedsstaaten für maximal 90 Tage jährlich zu streichen, geht deutschen und europäischen Verbraucherschützern gehörig gegen den Strich. Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen sagt: „Der Wegfall der Roaming-Gebühren für nur 90 Tage entspricht weder der Realität noch dem Alltag eines Verbrauchers mit Blick auf Urlaub und berufsbedingte Aufenthalte im EU-Ausland“.
  • MARKT Handelsblatt: Beim Gehalt sind die Digitalen König: Die digitale Transformation schreitet mit großen Schritten voran. Kaum eine Branche bleibt mehr vor diesem Wandel unberührt. Aus diesem Grund ist Personal mit herausragendem Know-how über die digitale Welt äußerst gefragt. Einer Gehaltsstudie der Personalberatung Cribb zufolge führen Top-Manager im Bereich Digitalisierung in Unternehmen die Gehaltslisten an. Sie verdienen im Schnitt 249.839 Euro im Jahr und damit mehr als so manch ein Geschäftsführer.
Weiterlesen »

Wie Big Data vor Kreditkartenbetrug schützt

Kreditkarte (Image by jarmoluk [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Machine Learning und Big Data wissen, dass du es nicht warst, der gerade deine Kreditkarte benutzt hat. Dies könnte Verbrauchern bald sehr viel nützen. Während du gerade zu Hause sitzt und dich um dein Zeug kümmerst, erhältst du einen Anruf der Abteilung für Betrugsermittlung deines Kreditkartenunternehmens, die dich fragt, ob du gerade in einem Kaufhaus in deiner Stadt etwas erworben hast. Du warst es jedenfalls nicht, der mit der Kreditkarte die teuren Elektrogeräte gekauft hat – die war nämlich den ganzen Nachmittag in deiner Tasche. Wie also konnte die Bank den Kauf als betrügerischen Akt identifizieren?

Kreditkartenunternehmen haben ein starkes Eigeninteresse daran, finanzielle Transaktionen zu identifizieren, die unautorisierter und krimineller Natur sind. Der Einsatz ist hoch. Der US-amerikanischen Studie zu Stornierungszahlen zufolge haben US-Amerikaner im Jahr 2012 insgesamt 26,2 Milliarden Transaktionen per Kreditkarte bezahlt. Der geschätzte Verlust durch illegale Buchungen betrug in jenem Jahr 6,1 Milliarden US-Dollar. Der staatliche Fair Credit Billing Act limitiert die Haftbarkeit der Eigentümer auf 50 US-Dollar bei unautorisierten Transaktionen, was dazu führt, dass Kreditkartenunternehmen die Verantwortung übernehmen müssen. Es ist offensichtlich, dass betrügerische Zahlungen große Auswirkungen auf die Bilanzen der Unternehmen haben können. Die Branche fordert von jedem Anbieter, der Kreditkarten vertreibt, eine jährliche Sicherheitsprüfung. Doch diese Maßnahme kann nicht jeden Betrug verhindern.

In der Bankenbranche sind Messrisiken eine gefährliche Angelegenheit. Das Hauptziel ist es, betrügerische Akten zu identifizieren, bevor ein zu großer finanzieller Schaden angerichtet wird. Aber wie funktioniert das? Und wer gewinnt das Wettrüsten zwischen den Dieben und den Finanzinstitutionen?

Die Truppen versammeln

Aus Verbraucherperspektive sieht die Aufdeckung von Betrugsfällen manchmal aus wie Zauberei. Der Prozess geschieht automatisch, ohne sichtbare Einwirkung eines Menschen. In das offenbar nahtlose und unverzügliche Vorgehen sind eine Reihe von ausgeklügelten Technologien verwickelt, die sich vom Finanzsektor über die Wirtschaft bis in den Rechts- und Informatikbereich ausweiten.

Natürlich gibt es einige recht einfache und direkte Feststellungsmechanismen, die keine umfassende Erklärung benötigen. Zum Beispiel kann das Unvermögen, die korrekte Postleitzahl anzugeben, die mit der Kreditkarte verbunden ist, wenn sie an einem ungewöhnlichen Ort eingesetzt wird, ein guter Indikator für einen Betrug sein. Aber Betrüger umgehen diesen Routinecheck geschickt – im Grunde ist das Auffinden der Postleitzahl des Opfers so einfach wie das Benutzen der Suchfunktion von Google.

Üblicherweise war die Betrugsauffindung auf Techniken der Datenanalyse angewiesen, die einen großen menschlichen Einsatz abverlangte. Ein Algorithmus entdeckte verdächtige Fälle, die letztendlich von menschlichen Prüfern bewertet werden mussten, die vielleicht auch die betroffenen Kartenbesitzer anriefen, um sie zu fragen, ob sie tatsächlich die Karten belastet hatten. Heutzutage stehen die Firmen einer konstanten Flut von so vielen Transaktionen gegenüber, dass sie auf Big-Data-Analysen als Hilfe angewiesen sind. Neu entstehende Technologien wie Machine Learning und das Cloud Computing tauchen im Feld der Betrugsaufdeckung auf.

Es gilt zu lernen, was echt und was fragwürdig ist

Einfach gesagt, bezieht sich das maschinelle Dazulernen auf sich selbst verbessernde Algorithmen, also vordefinierte Prozesse, die spezifischen Regeln folgen und von einem Computer ausgeführt werden. Ein Computer fängt mit einem Modell an und trainiert ihn dann mittels dem Trial- und Errorverfahren. So kann er dann Vorhersagen abgeben, beispielsweise zu dem Risiko, das mit einer finanziellen Transaktion verbunden ist.

Ein maschinell dazulernender Algorithmus muss jedoch erst trainiert werden, indem man ihm erst einmal Transaktionsdaten von eine sehr hohen Anzahl von Kartenbesitzern einführt. Die Abfolge von Transaktionen ist ein Beispiel dieser Art der Trainingsdaten. Beispielsweise tankt eine Person einmal pro Woche, sie kauft alle zwei Wochen Lebensmittel ein und so weiter. Der Algorithmus lernt, dass dies ein normaler Transaktionsablauf ist.

Nach der Durchführung dieser genauen Abstimmung werden Kreditkartentransaktionen möglichst in Echtzeit durch den Algorithmus geprüft. Dieser spuckt dann eine Einschätzung heraus, die die Wahrscheinlichkeit angibt, dass eine Transaktion betrügerisch war (beispielsweise hier: 97 Prozent). Angenommen, das Betrugsauffindungssystem ist so konfiguriert, dass es jede Transaktion blockiert, die eine Wahrscheinlichkeit von über 95 Prozent aufweist, könnte diese Beurteilung sofort eine Abweisung der Karte an dem jeweiligen Verkaufspunkt auslösen.

Der Algorithmus bezieht viele Faktoren ein, um eine Transaktion als betrügerisch einzuordnen: die Vertrauenswürdigkeit des Verkäufers, das Kaufverhalten des Karteninhaber bezogen auf Zeit und Ort, die IP-Adresse, und so weiter. Je mehr Anhaltspunkte es gibt, desto präziser ist die Entscheidung.

Dieser Prozess macht eine rechtzeitige – beziehungsweise eine Echtzeitaufdeckung von Betrug möglich. Kein Mensch kann tausende Daten simultan auswerten oder eine Entscheidung in einem Bruchteil einer Sekunde treffen.

Hier ist ein typisches Szenario. Wenn du zum Kassierer gehst, um im Supermarkt zu zahlen, ziehst du deine Karte durch. Die Transaktionsdetails wie die Zeitangabe, der Betrag, die Identität des Händlers und die Mitgliedsschafsinformationen werden zu dem Aussteller der Karte übermittelt. Diese Daten werden in den Algorithmus eingespeist, der die persönlichen Einkaufsmuster kennt. Passt diese bestimmte Transaktion in das Verhaltensprofil, das aus vielen vergangenen Kaufszenarien und Daten zusammengesetzt ist?

Der Algorithmus weiß sofort, wenn deine Karte in dem Restaurant benutzt wird, in das du jeden Samstagmorgen gehst – oder an der Tankstelle zwei Zeitzonen entfernt von dir zu einer eigenartigen Zeit um 3 Uhr morgens. Er prüft auch, ob die Nutzung deiner Transaktion von der gewöhnlichen abweicht. Wenn die Karte plötzlich zwei Mal an einem Tag für die Auszahlung eines Dispositionskredits verwendet wird, obwohl die vergangenen Daten keine solche Verwendung aufzeigen, wird dieses Verhalten die Betrugswahrscheinlichkeit steigern. Wenn die Betrugswahrscheinlichkeit der Transaktion eine gewisse Schwelle überschritten hat, wird – meist nach einer kurzen Prüfung durch eine reale Person – der Algorithmus mit dem Verkaufssystem kommunizieren und es auffordern, die Transaktion zu verwerfen. Onlinekäufe durchlaufen denselben Prozess.

Bei dieser Art des Systems werden erhebliche menschliche Eingriffe der Vergangenheit angehören. Tatsächlich könnten sie ganz abgeschafft werden, denn die Reaktionszeit ist viel länger, wenn ein menschliches Wesen zu sehr in den Kreislauf der Betrugsauffindung eingebunden ist. Nichtsdestotrotz können Menschen noch eine Rolle spielen – sowohl wenn es darum geht, einen Betrug zu bewerten als auch die Folgen einer verweigerten Transaktion abzuwickeln. Wenn eine Karte mehrmals abgelehnt wird, kann eine reale Person den Kartenbesitzer anrufen, bevor die Karte dauerhaft gesperrt wird.

Computerdetektive in der Cloud

Die reine Anzahl an Finanztransaktionen, die bearbeitet werden müssen, ist im Bereich von Big Data tatsächlich überwältigend. Aber das maschinelle Dazulernen gedeiht auf den Datenbergen – mehr Information lässt nämlich die Genauigkeit des Algorithmus steigen und hilft dabei, Falschmeldungen zu beseitigen. Das kann beispielsweise von verdächtigen Transaktionen ausgelöst werden, die eigentlich legitimiert sind (zum Beispiel durch die Nutzung einer Karte an einem unerwarteten Ort) – zu viele Warnsignale sind genauso schlecht wie gar keine.

Es benötigt eine Menge an Rechenleistung, um sich durch dieses Datenvolumen zu wühlen. Zum Beispiel produziert PayPal jederzeit mehr als 1,1 Petabytes an Daten für 169 Millionen Kundenaccounts. Dieser Überfluss an Daten – ein Petabyte entsprechen zum Beispiel mehr als 200.000 DVDs – hat einen positiven Einfluss auf das maschinelle Lernen des Algorithmus, aber er kann auch eine Hürde sein für die die EDV-Infrastruktur eines Unternehmens.

Und hier kommt das Cloud Computing ins Spiel: Ausgelagerte EDV-Ressourcen können eine wichtige Rolle spielen. Cloud Computing ist größenvariabel und nicht durch die eigene Rechenleistung des Unternehmens limitiert.

Betrugsaufdeckung ist ein Wettrüsten zwischen dem Guten und dem Bösen. Derzeit scheinen die Guten an Boden gutzumachen. Dies geschieht mittels neuer Innovationen der IT-Technologien wie Chip- und PIN-Technologien mit Verschlüsselungsfähigkeiten, Machine Learning, Big Data und natürlich dem Cloud Computing.

Sicherlich werden Betrüger weiterhin versuchen, die Guten auszutricksen und die Grenzen der Betrugsaufklärung herauszufordern. Drastische Änderungen innerhalb der Zahlungsmuster selbst sind eine andere Hürde. Dein Handy ist nun in der Lage, Kreditkarteninformation zu speichern und kann so genutzt werden, um kabellose Zahlungen zu tätigen – was wiederum neue Angriffspunkte liefert. Zum Glück steht die derzeitige Generation der Betrugsaufdeckung den Technologien des Zahlungssystems größtenteils neutral gegenüber.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Kreditkarte“ by jarmoluk (CC0 Public Domain)


The Conversation

Weiterlesen »

Lesetipps für den 11. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Hacking, Windows 10 als Abhöranlage, Fitness-Tracker von Krankenkassen, Fingerabdruck-Scanner und den Flops vom Technik-Riesen Google Plus. Ergänzungen erwünscht.

  • HACKING taz.de: Folgen des Hacking-Team-Hacks: Die deutschen Spähhelfer: Nach dem Hacking-Angriff von Unbekannten auf den ausgerechnet größten Spezialisten für Cyberangriffe, das italienische Hacking-Team, landeten viele Daten, unter anderem auch Verträge, im Internet. Daher geht man davon aus, dass auch deutsche Firmen an Deals mit dem Hacking-Team beteiligt waren. Die von den Italienern entwickelte Spionagesoftware „Remote Control System“ (RCS), bietet die Möglichkeit Smartphones und Computer auszuspionieren. Ein Trojaner sammelt dann alle Daten, die auf dem Gerät vorliegen ein. Eigentlich dient das RCS dem Beliefern von Geheimdiensten und Polizeibehörden, doch mittlerweile spricht man auch von illegalen Deals.

  • DATENKLAU N24.de: Windows 10: Verbraucherzentrale warnt vor der „Abhöranlage“: Verbraucherschützer warnen vor der Datensammelwut von Windows 10. Sobald man die Datenschutzbestimmungen akzeptiert, willigt man einer umfassenden Ausforschung ein. Es wird dann aus den gewonnenen Daten ein Nutzerprofil erstellt. Allerdings gibt es Tipps und Tricks, wie man sich vor dem Aushorchen des neuen Betriebssystems schützen kann. Beispielsweise kann man die Werbung, aus der ebenfalls Informationen von Nutzern gesammelt werden, ausschalten. Außerdem kann der Microsoft-Kunde auch auf die Einrichtung eines Microsoft-Kontos verzichten.

  • GESUNDHEITS-APP Aktuelle Stunde: Krankenkasse wirbt für Fitness-Tracker: Krankenkassen bieten ihren Nutzern heutzutage Apps an, welche die Gesundheit fördern können. Es gibt sogar Kassen, die einen Zuschuss bezahlen für sogenannte Fitness-Tracker. Hierbei handelt es sich um Hightech-Armbänder, die mit Bewegungssensoren ausgestattet sind. Für den Zuschuss ist es allerdings notwendig, den Krankenkassen mitzuteilen, was man für seine Gesundheit getan hat. Leider besteht jetzt die Befürchtung, dass Krankenkassen irgendwann zu viel Interesse an den Daten ihrer Patienten zeigen könnten. Die Gefahr dabei ist, dass es ein gläsernes Bild vom Patienten geben wird und sich die Kassen weigern zu bezahlen, wenn man als Nutzer nicht genug für seine Gesundheit getan hat.

  • FINGERABDRUCK-SCANNER Golem.de: Schwachstellen: Fingerabdruckklau leicht gemacht: Fingerabdruck-Scanner unter Android weisen erhebliche Schwachstellen auf. Experten warnen jetzt davor, denn Fingerabdrücke lassen sich nicht wie Passwörter regelmäßig ändern. Was außerdem traurig ist, ist die Tatsache, dass die Sicherheit des Scanners beim Entwickeln vernachlässigt wurde. Es ist nicht viel Aufwand von Nöten, um Fingerabdrücke sogar zu stehlen. Des Weiteren stellt das Speichern von eingelesenen Fingerabdrücken mit universalen Zugriffsrechten einen großen Sicherheitsmangel dar. IT-Sicherheitsforscher betiteln diese Art von Scanner als erweiterte Kindersicherung.

  • MISSERFOLGE DIE WELT: Google, Apple und Facebook machen immer wieder Fehler: Dass Tech-Riesen, wie beispielsweise Apple oder Google, sich Flops leisten, wissen die Meisten. Per Blogpost unter der Überschrift: “Alles an seinem richtigen Platz”, sieht jetzt bei Google das Eingeständnis eines Flops aus. Manager Bradley Horowitz, der für Google Plus zuständig ist, gibt  bekannt, dass man künftig kein Google-Plus-Login mehr benötigt, um diverse Angebote, wie zum Beispiel YouTube, nutzen zu können. Schon 2013 hatten hunderttausende Nutzer durch Aufrufe an das Unternehmen appelliert, den Google-Plus-Zwang zurückzuziehen. Leider reagiert das Unternehmen erst jetzt darauf und muss nun die Konsequenzen dafür tragen.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Kommt jetzt endlich der europäische digitale Binnenmarkt?

Europäische Union (Image by geralt [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Die Europäische Kommission hat ihre Digitalstrategie für einen digitalen Binnenmarkt vorgestellt – überzeugen tut sie allerdings nicht. Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich im digitalen Bereich einen europäischen Binnenmarkt umzusetzen, hat die Europäische Kommission nun ihre lang erwartete Digitalstrategie vorgestellt. Eine Übersicht über die geplanten Initiativen.

Der Europäische Binnenmarkt garantiert den Mitgliedsstaaten und ihren BürgerInnen den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen. Ausgenommen davon war bisher die Digitalwirtschaft. EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hat schon länger die Einführung eines „Europäischen Digitalen Binnenmarktes“ gefordert. Die Umsetzung dieser Forderung scheint nun mit der lang erwarteten Strategie der EU-Kommission zu erfolgen, die der Kommissar gestern gemeinsam mit dem Kommissions-Vizepräsidenten und -Kollegen Andrus Ansip in Brüssel vorgestellt hat.

Ambitionierte Ziele: Reform des Urheberrechts, Verbraucherschutzes und Geoblockings

Ziel der Strategie ist ein europaweit einheitlicher Markt ohne Schranken. Dies sollen 16 Initiativen ermöglichen, die bis Ende 2016 angestoßen werden sollen. Ein Schwerpunkt des vorgestellten Papiers bildet das Urheberrecht. Es soll bis Ende 2015 so harmonisiert werden, dass legal erworbene digitale Daten europaweit genutzt werden können. Auch das umstrittene Geoblocking, einer der Gründe für die bislang schwierige Reformierung des Urheberrechts, hat Einzug in das Strategiepapier gefunden. Beim Geoblocking handelt es sich um länderspezifische Inhaltssperren im Internet: So können etwa Videos oder Musik aus Lizenzgründen in anderen EU-Staaten nicht angeboten werden. Über dessen Abschaffung hatten sich die beiden Kommissare Ansip und Oettinger zuvor noch heftig gestritten. Nun wolle man nur noch gegen „ungerechtfertigtes“ Geoblocking vorgehen. Dies sei nicht nur häufig beim Urheberrecht anzutreffen, sondern auch beim E-Commerce.

Die Onlinewirtschaft soll durch eine europaweite Angleichung des Verbraucherschutzes unterstützt werden. Unterschiedliche Regeln in den einzelnen EU-Ländern gelten als ein Haupthindernis für den internationalen Onlinehandel. Darüber hinaus wolle man die Datenschutzrichtlinien kritisch begutachten und bis Ende 2015 an das Zeitgeschehen anpassen. Konkrete Maßnahmen werden jedoch nicht genannt. Weiterhin soll eine Reform der Telekommunikationsvorschriften mit Blick auf die Frequenzzuteilung vorangetrieben und ein zeitgemäßer Rechtsrahmen für audiovisuelle Medien gestaltet werden. Dies kann als Kampfansage der Kommission an die großen Internetplattformen wie Google und Facebook gewertet werden. Denn man wolle die Rolle von Suchmaschinen und sozialen Medien im Markt kritisch beobachten und analysieren, ob deren Praxis von geltendem Wettbewerbsrecht gedeckt sei.

Weitere Vorstöße drängen auf mehr Cybersicherheit und den verstärkten Kampf gegen illegale Inhalte im Internet, andere auf die Bestrebungen, das E-Government mit einem neuen Aktionsplan voranzubringen. Auch die Bereiche E-Health und Umwelt sollen unter digitalen Aspekten weiterentwickelt werden. In diesen Punkten bleibt das Initiativenpapier jedoch sehr vage. Bisher gibt es dafür lediglich die Ankündigung. Auch wie man eine Reform des Urheberrechts, die zuvor bereits mehrmals gescheitert ist, umsetzen möchte, geht aus dem Strategiepapier nicht hervor.

Kritik: Zu schwamming formuliert und kein Wort zur Massenüberwachung

Kritik gibt es deshalb bereits aus Politik und Gesellschaft. Die Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi) beispielsweise kritisierte, dass von den großen Ankündigungen wenig übrig geblieben sei und es einige ernsthafte Bedenken gebe. Unmutsäußerungen gibt es auch aus dem Europaparlament. So hält Julia Reda, Abgeordnete der Piratenpartei, das Urheberrecht für vollkommen veraltet, auch gehen ihr die vorgelegten Initiativen nicht weit genug. Beim Geoblocking seien nur bezahlte Dienste ins Visier genommen worden. Kostenlose Dienste wie YouTube würden gar nicht berücksichtigt. Weitere Kritik gibt es dafür, dass im gesamten Dokument kein einziges Mal auf die digitale Massenüberwachung von Geheimdiensten wie der NSA oder dem BND eingegangen wird.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Politik-Digital.de und steht unter CC BY-SA 3.0.


Teaser & Image „Europäische Union“ (adapted) by geralt (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

Florian Glatzner: „Wichtig ist ein Bewusstsein für Datenschutz!“

Florian Glatzner (Image by Fräulein Fotograf)

Im Interview spricht Florian Glatzner von der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. über Datenschutz im Alltag und den Umgang mit neuen Technologien.

Florian Glatzner ist Referent in der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) für das Projekt „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“. Dort setzt er sich mit allerlei Fragen des Datenschutz auseinander und wie Nutzer für mehr digitale Sicherheit im Alltag sorgen können.

Tobias Schwarz: Was sind die Aufgaben des Verbraucherschutzes in unserer zunehmend digitalisierten Gesellschaft?

Florian Glatzner: Im Prinzip unterscheiden sich die Aufgaben des Verbraucherschutzes in der „digitalisierten Gesellschaft“ nicht sehr von denen in der „analogen Gesellschaft“: Es geht im Kern darum, eine Chancengleichheit zwischen den Interessen der Verbraucher und den Unternehmen zu schaffen und das Risiko zu verringern, dass Verbraucher übervorteilt werden.

Natürlich sind aber durch die Digitalisierung neue Problemlagen hinzugekommen bzw. alte Konfliktlinien wurden verschärft. So stellen sich in der digitalen Sphäre unter anderem veränderte Fragen der Vertragsgestaltung (wie die Form der Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder der Schutz vor Abofallen), des Urheberrechts (Stichwort Massenabmahnungen) oder des Datenschutzes. Daneben stellt die neue Rolle des Verbrauchers als Prosumer, der selbst auch mal Inhalte erstellt, den Verbraucherschutz vor neue Herausforderungen.

Daher analysieren wir die digitalen Märkte, decken strukturelle Missstände auf und benennen Verbraucherprobleme. Auf Basis dieser Analysen entwickeln wir Lösungsvorschläge und streiten für deren Umsetzung. Außerdem werden wir – wo nötig – im Zuge kollektiver Rechtsdurchsetzung selbst aktiv, wenn Verbraucherrechte missachtet werden.

Können Sie uns ein Beispiel nennen, wie die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) im Alltag der Bürger wirkt?

Ein ganz aktuelles Beispiel: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im Jahr 2012 mehrere Mobilfunkanbieter abgemahnt, da diese für Papierrechnungen Gebühren zwischen 1,50 Euro und 5,11 Euro pro Rechnung verlangten. Weil die Anbieter sich weigerten, eine Unterlassungserklärung abzugeben, zog der vzbv gegen sie vor die Gerichte. Diese haben den Unternehmen diese Praxis nun endgültig untersagt. Denn auch wenn die Digitalisierung um sich greift, ist die Abwicklung des privaten Rechtsverkehrs über das Internet noch nicht zum allgemeinen Standard geworden. Aber der vzbv wirkt natürlich auch an ganz vielen Stellen, wo man es gar nicht direkt sieht. So vertreten wir beispielsweise die Verbraucherinteressen gegenüber der Politik und beteiligen uns intensiv an den Gesetzgebungsprozessen. Insofern bilden wir einen Gegenpol zur Wirtschaftslobby und erreichen auch damit viele Verbesserungen für die Verbraucher im Alltag.

Big Data, Connected Car, Internet Of Things – Wie gefährlich sind diese Trends wirklich?

Es kommt darauf an, was wir als Gesellschaft daraus machen. Zuerst einmal sehen auch wir als Verbraucherschützer zuerst die Chancen, die diese neuen Technologien bieten. Big Data Analysen können uns bei der Umsetzung der Energiewende helfen, durch Connected Cars kann die Anzahl an Unfällen verringert werden und das Internet der Dinge kann beispielsweise ältere Verbraucher bei einer selbstbestimmten Lebensführung unterstützen.

Ebenso entwickeln sich dadurch aber neue Herausforderungen, etwa die Sicherstellung der informationellen Selbstbestimmung in einem Kontext, wo persönliche Daten die „Währung“ für die „Bezahlung“ von Gütern und Diensten sind. Oder die Gewährleistung des breiten Zugangs zu Informationen, deren Auswahl nicht von intransparenten Algorithmen vorbestimmt ist, wie wenn beispielweise mein intelligenter Kühlschrank mir für den Einkauf nur Produkte bestimmter Hersteller – die mit dem Kühlschrankproduzenten einen Vertrag haben – vorschlägt.

Uns geht es bei dieser Diskussion im Kern darum, dass wir als Gesellschaft die Zukunft jetzt gemeinsam bewusst gestalten müssen, bevor die fortschreitende Technik und der Markt uns unsere Entscheidungsmöglichkeiten nehmen. Ich bin der festen Ansicht, dass wir es gemeinsam schaffen können, die Chancen der modernen Technologien zu nutzen, aber gleichzeitig die Risiken so niedrig wie möglich zu halten.

Gerne nutzt man moderne Technologien und angesagte Web-Dienste. Siegt bei den Bürgern die Bequemlichkeit vor der eigenen Sicherheit?

Es geht häufig nicht um Bequemlichkeit der Verbraucher oder Sicherheit. Wir könnten oft beides haben. Es geht auch um die Bequemlichkeit der Unternehmen und ihre wirtschaftliche Interessen, die über die Sicherheit der Verbraucher siegen.Warum sind viele Dienste nicht datenschutzfreundlich designt und voreingestellt?

Ein Beispiel was ich damit meine: Seit dem vergangen Jahr übertragen einige große deutsche E-Mail-Anbieter die Mails ihrer Nutzer nur noch mit einer Transportverschlüsselung. Sprich, die Mails werden auf dem Weg vom Nutzer zu den Anbietern und zwischen den Servern und Rechenzentren der beteiligten Anbieter verschlüsselt. Sie bewerben dieses Vorgehen mit „E-Mail made in Germany“. Hat dies der Bequemlichkeit der Anwendung geschadet? Nein, die Nutzer merken nicht einmal etwas davon. Aber da frage ich mich schon, warum diese Minimalverschlüsselung erst letztes Jahr eingerichtet wurde und nicht schon immer Standard war.

Sind die Bürger allein verantwortlich für ihre digitale Sicherheit?

Die Hauptverantwortung für die digitale Sicherheit den Verbrauchern zuzuschieben, greift etwas kurz. Die technischen Systeme werden immer komplexer, die mit ihnen verbundenen Datenverarbeitungen immer schwerer zu überblicken. Verbraucher, die die neuen Produkte und Dienstleistungen nutzen, aber gleichzeitig die Kontrolle über ihre Daten behalten wollen, stehen vor einem Problem. Sie müssten Fachmann für die Einstellungsmöglichkeiten der verschiedenen sozialen Netzwerke oder die Tracking-Technologien der Internetwerbewirtschaft werden. Und sie müssen sich stets über neue technische Entwicklungen und Funktionen auf dem Laufenden halten. Manchen Menschen macht das Spaß, andere haben nicht die Fähigkeiten oder die (zeitlichen) Ressourcen, sich intensiv mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Sie wollen die neuen Technologien nutzen, die viele Möglichkeiten bieten und mit ihnen an der heutigen Gesellschaft Teil haben.

Natürlich liegt es in der Verantwortung des Verbrauchers, wie wichtig ihm der Datenschutz ist und er sollte die Freiheit haben, selbst zu bestimmen, was mit seinen Daten passiert. Eine höhere Transparenz und eine bessere Verbraucherbildung sind dafür wichtige Grundlagen. Aber selbst dann haben die Verbraucher es oft gar nicht in der Hand, da viele technische Systeme eine Blackbox sind.

Daher müssen Verbraucher ein begründetes Vertrauen in die Wirtschaft haben können, dass mit ihren Daten verantwortungsvoll und nach ihren Wünschen umgegangen wird. Dafür sind allerdings klare gesetzliche Regelungen notwendig. Die derzeit diskutierte europäische Datenschutzverordnung könnte eine große Chance bieten, diese Regelungen zu schaffen.

Welche Tipps geben Sie interessierten Bürgern, um ein Mindestmaß an Sicherheit zu erreichen?

Das Wichtigste ist, ein Bewusstsein für den Datenschutz und die Datensicherheit zu entwickeln. Zu erkennen, dass dies Eckpfeiler sind, um sich in der heutigen Welt selbstbestimmt bewegen zu können. Verbraucher sollten nicht jedem Trend einfach hinterher rennen, sondern sich bewusst für Dienste und Produkte entscheiden. Von den Unternehmen müssen sie Datenschutz und Datensicherheit einzufordern und anderenfalls ihre Dienste oder Produkte auch mal nicht benutzen. Vielleicht sollten sie auch manchmal bereit sein, für gute Dienste Geld zu bezahlen, anstatt sich selbst und ihre Daten zum Produkt zu machen, dass durch die Unternehmen ausgebeutet wird.

Wer ganz praktische Tipps haben möchte, was man für seine Sicherheit in der digitalen Welt tun kann, findet viele Informationen auf der Webseite unseres Projektes „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ unter Surfer haben Rechte.

Vielen Dank für das Gespräch.


Image by Fräulein Fotograf


Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 9. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um DDoS-Trolle, Netzneutralität vs. Breitband, Verbraucherschutz, Gesichtserkennung im Teatreneu und Axel Springer ist beleidigt. Ergänzungen erwünscht.

  • THE GODS OF THE INTERNET CNET: Interview with a DDoS troll: Sich selber „The Gods of the Internet“ zu nennen deutet auf viele Probleme hin, aber scheinbar gibt einem die Fähigkeit DDoS-Attacken durchzuführen auch ein unglaubliches Gefühl von Macht. Michelle Starr hat sich mit Mitglieder der Gruppe DerpTrolling getroffen, die ihr einen Einblick in die DDoS-Trollszene gaben, für die derartige Angriffe eine zeitgemäße Form von Protest sind.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem.de: Telekom-Unternehmen fordern „Qualitätsklassen“ fürs Netz: Auf Golem.de berichtet Thorsten Schröder, dass die Deutsche Telekom und Vodafone sich offen für die Einführung von „Qualitätsklassen“ im Internet aussprechen. Gegner nennen den Vorstoß zu Recht einen Angriff auf die Netzneutralität. Doch ähnliches plant scheinbar auch die CDU, wie Stefan Krempl auf Heise.de berichtet. Jens Koeppen (CDU), Vorsitzender des Bundestagsausschusses für die digitale Agenda, will Providern zusätzliche „Servicedienste“ erlauben, wenn sie ländliche Regionen an die Datenautobahn anschließen. Die SPD hält (noch) dagegen.

  • VERBRAUCHERSCHUTZ iRights.info: Meine Daten, meine Rechte und wie man sie durchsetzt: Fast jeder Dienst im Netz erfordert eine Anmeldung mit einem Benutzerkonto, selbst die App zum Pizzabestellen. Zugleich sind unsere Daten begehrte Ware im digitalen Markt. Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband fasst auf iRights.info zusammen, welche Rechte man hat, an wen man sich wendet und welche Mühen und Überraschungen man dabei erleben kann.

  • GESICHTSERKENNUNG Digital Trends: Comedy club charges by the laugh using facial recognition tech: Das Comedy-Theater Teatreneu in Barcelona hat scheinbar einen neuen Weg gefunden, Geld zu verdienen und das auch noch erfolgsabhängig, was wahrscheinlich der Standup Comedy neue Impulse bringen wird. Oder auch eine sicherlich interessante Debatte über Datenschutz, denn das Teatreneu verwendet eine Gesichtserkennungssoftware, um die Lacher der einzelnen Zuschauer im Publikum zu erfassen. Einmal Lachen kostet 30 Cent, die auf den Ticketpreis aufgeschlagen werden. Bei 24 Euro gibt es eine Bremse, damit besonders vergnügte Gäste nicht arm werden.

  • AXEL SPRINGER Macnotes.de: Springer-Presse schießt jetzt gegen Apple und Google: Thank you for pointing out the obvious, Macnotes. Alexander Trust hat noch einmal schön aufgezeigt, wie sich die Berichterstattung über Apple und Google in Medien des Axel Springers Verlag von deren Beziehungen zu diesen Firmen verhalten. Und die kühlten zuletzt ab, was Computer BILD und BILD-„Zeitung“ zu teils sehr obskuren Meldungen über die beiden Konzerne veranlasste. Zum Beispiel darüber, dass das neue iPhone 6 zur Haarausfall führt, also dem Ausfallen bzw. Ausreißen eines einzigen Haares. Mit ähnlichen Berichten der Computer BILD hat sich Philipp Biel erst letzte Woche auseinandergesetzt.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 22 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: „Durchgedreht mit…„.

Weiterlesen »

Smartphones: Unlock wird in den USA legalisiert

Swimming In The iPool (adapted) (Image by JD Hancock [CC BY 2.0] via Flickr)

Nach dem Kongress wurde das neue Gesetz auch im Repräsentantenhaus verabschiedet. Dieses erlaubt es US-Bürgern, ihre Smartphones technisch zu entsperren. In den USA ringen die Mobilfunkanbieter Verizon, AT&T, Sprint Nextel und T-Mobile um den dortigen Markt. Sie bieten ihren Kunden subventionierte Smartphones an, wofür sich diese über viele Monate hinweg an kostspielige Abonnements binden müssen. Die Handys werden mit einer Sperre versehen, die eine Benutzung fremder Netz unmöglich macht. In den letzten Jahren war die Umgehung der Sperre verboten.

Ratenkredit versus Knebelvertrag

Lediglich T-Mobile US bietet seinen Kunden den Kauf von Smartphones in ganz normalen Raten an. Die Telekom-Tochter verabschiedete sich zwischenzeitlich vom Vertriebsmodell der subventionierten Geräte inklusive hochpreisiger Knebelverträge und dem technischem Schutz vor einem Anbieterwechsel. Doch der rosa Riese ist in den USA gemessen an der Zahl der Mobilfunkabonnenten der kleinste Anbieter. Firmenchef John Legere positionierte T-Mobile in den vergangenen Jahren als „Un-Carrier“. Drüben sieht man sich als Unternehmen, das keinem traditionellen Muster folgen will.

Marktführer Verizon Wireless, gefolgt von AT&T und Sprint Nextel setzen noch immer auf das alte und somit weniger transparente Vertriebsmodell. Damit dürfte schon bald Schluss sein, denn nach Ablauf der Vertragsfrist muss die SIM-Sperre entfernt werden, damit die Kunden mit ihrem Gerät zur Konkurrenz wechseln können. Bisher wollte man mit der Sperre die Kunden dazu bringen, einen weiteren Vertrag für ein neues subventioniertes Smartphone beim gleichen Anbieter abzuschließen.

Von 2006 bis Ende 2012 war das Entfernen der Sperre in den USA legal. Seitdem kann bei einer Zuwiderhandlung sogar eine Haftstrafe ausgesprochen werden. Nachdem bekannt wurde, dass über 100.000 Personen eine Online-Petition von Sina Khanifar gegen das Verbot unterschrieben haben, passierte das Gesetz den Kongress. Präsident Obama beauftragte die Kommunikationsbehörde FCC damit, einen Plan auszuarbeiten, damit der Wunsch der Bürger erfüllt wird.

Nach 19 Monaten der Vorbereitung wartet das Gesetz jetzt nur noch auf die finale Unterschrift des Präsidenten. Die neue Flexibilität und Selbstbestimmung dürfte seiner Partei ein wenig Rückenwind verleihen. Dementsprechend gab Barack Obama bekannt, er freue sich darauf, das Gesetz zu unterzeichnen.


Image (adapted) „Swimming in the iPool“ by JD Hancock (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 12. Juni

In den Lesetipps geht es um die Fußball-WM auf Twitter, Patenttrolle schaden Startups, Verbraucherschutz im Netz, Reputationsmanagement und wie Jurassic Park das Medium Film digitalisierte. Ergänzungen erwünscht.

  • #WM2014 Hyperland: Das sind die besten Twitter-Quellen zur Fußball-Weltmeisterschaft: Heute Abend beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 mit dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien. Die Echtzeitinfos dazu gibt’s im Netz. Tobias Wagner stellt im ZDF-Blog Hyperland die interessantesten Twitter-Accounts vor.
  • PATENTE Ars Technica: New study suggests patent trolls really are killing startups: Eine neue Studie hat sich mit den Auswirkungen von Patenttrollen in den USA auseinandergesetzt und die Zahlen sind erschreckend: fast 22 Milliarden US-Dollar wurden dadurch vernichtet und viele Startups kaputt gemacht. Die von Obama mal versprochene Reform des Patentwesen wird jetzt schmerzlich vermisst, aber weltweit bräuchte es eine Neuordnung unseres Umgang mit „geistigem Eigentum“, denn in einer digitalen Informationsgesellschaft können wir uns nicht mehr auf Gesetze aus der Industriellen Revolution verlassen.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ Golem: Regierung will Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorschreiben: Eigentlich keines der drei Ministerien, die an der Digitalen Agenda „federführend“ mitarbeiten, scheint das Verbraucherschutzministerium doch das aktivste zu sein, wenn es um digitale Themen geht. Auf Golem schreibt Friedhelm Greis über die geplanten Initiativen zu Datenschutz und Sicherheit. Auch Qualitätsansprüche bei Softwareprodukten und Googles Marktmacht sollen geprüft werden.
  • REPUTATIONSMANAGEMENT Süddeutsche.de: Bewertungen im Internet – Netz der Lügner: Das neue Superhandy, die Digitalkamera, sind sie wirklich so gut, wie die Werbung verspricht? Foren und Kommentare könnten helfen – doch sie sind unterwandert von Lohnschreibern. Früher konnten Verbraucherschützer die falschen Kommentare noch entlarven, mittlerweile ist das fast unmöglich. Robert Gast hat sich für die Süddeutsche Zeitung mit einem ehemaligen Schreiber für Reputationsmanagement unterhalten.
  • JURASSIC PARK CNET: How the digital dinos of ‚Jurassic Park‘ changed everything: Auf CNET schreibt Rusty Blazenhoff einen schönen Reminder, dass die Digitalisierung des Kinos gerade einmal 20 Jahre her ist. 1993 revolutionierte Steven Spielberg mit Jurassic Park das Kino, denn die Dinosaurier waren alles andere als die sich bisher ruckartig bewegenden Stop-Motion-Dinos der 60er Jahre, sondern eine Mischung aus Robotern und digitaler Überarbeitung. Die von der Oscar-Academy produzierte Dokumentation erklärt in 9 Minuten die Bedeutung des Films.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 4. Juni

In den Lesetipps geht es um Olaf Scholz über Google, Politico kommt nach Brüssel, Verbraucherschutz, die Polizei auf Twitter und Social Media im Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE NDR.de: „Google muss sich seiner Verantwortung stellen“: Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat davor gewarnt, in der Auseinandersetzung um die Macht von Google das Kind mit dem Bade auszuschütten und die Diskussion auf ein einziges Unternehmen zu verengen. Vernünftige Worte, die man zuletzt von Politikern selten gehört hat. Die von der FAZ gestartete Kampagne gegen/über Google zeigte schnell Wirkung. Scholz plädiert für angemessene rechtliche Mittel anstatt Regulierung.
  • POLITICO BuzzFeed: Politico’s Next Stop Is Brussels, Sources Say: Es ist wohl noch nicht spruchreif, aber Politico plant wohl nach Washington auch aus Brüssel zu berichten. Die Website hat die Berichterstattung in den USA neu geprägt und könnte auch, was deutsche Medien ja bisher vermeiden, mehr über europäische Politik berichten und den Fokus stärker auf Brüssel richten. Das bisher in Washington praktizierte Geschäftsmodell scheint perfekt nach Brüssel zu passen.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ iRights.info: „Wir müssen bei jeder Regelung mit bedenken, ob sie auch im digitalen Raum passt“: Mit der großen Koalition ist das Thema Verbraucherschutz in das Justizministerium von Heiko Maas gewandert. Die Staatssekretäre Gerd Billen und Ulrich Kelber sprechen im iRights.info-Interview über die Vorhaben im Ministerium, darunter Regelungen zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft sowie bei Datenschutz und Datensicherheit.
  • POLIZEI Zeit Online: Berlin verlegt den Polizeifunk zu Twitter: Am Wochenende twittert die Berliner Polizei alle Einsätze in Echtzeit, es ist das erste Experiment dieser Art in Deutschland. Die neue Transparenz könnte Schule machen, wie Jörn Hasselmann auf Zeit Online schreibt. Die Tweets stoßen auf breites Interesse und gerade in politisch heiklen Situationen scheint die Transparenz-Offensive zu funktionieren.
  • JOURNALISMUS AJR.org: Social Media Isn’t Optional, It’s Mandatory: Zehn Jahre nach der Gründung von Facebook muss es in den Redaktionen immer noch diese Ansage geben: Social Media ist keine Option, sondern Pflicht. Im American Journalism Review schreibt Mary Clare Fischer über die Rolle von Social Media in US-Medien, sowie welche Probleme und Strategien sie haben.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Nun beschlossen: Einheitliche Ladekabel kommen 2017

Das EU-Parlament hat am Donnerstag über einheitliche Ladekabel für Smartphones und Tablets abgestimmt: Ab 2017 gilt die neue Regelung. Nachdem eine freiwillige Vereinbarung der Gerätehersteller für gemeinsame Standards bei Ladegeräten von Smartphones und Tablets gescheitert ist, hat das EU-Parlament nun entschieden, dass ab 2017 in allen neuen Geräten ein und dieselben Anschlüsse verbaut werden müssen. Dies ist nicht nur gut für die Verbraucher, sondern auch für die Umwelt. Für die Unternehmen wird das erst einmal mühsam, denn sie müssen sich nun auf gemeinsame Standards einigen.

Freiwillige Vereinbarung ist gefloppt

Man kann sich die Gesichter der Chefs von Apple, Samsung und diverser anderer Smartphone-und Tablet-Hersteller nur zu gut vorstellen, nachdem das Ergebnis der EU-Abstimmung über einheitliche Ladekabel am Donnerstag bekanntgegeben wurde. Eine Überraschung gab es zwar nicht, das Ergebnis dürfte den Verantwortlichen dennoch nicht schmecken: Ab 2017 müssen alle Smartphones und Tablets mit ein und demselben Ladekabel kompatibel sein. Das bedeutet de facto: Kein überflüssiger Elektroschrott mehr, weniger Kabelsalat in der Reisetasche und einige Umstellungen für die Hersteller.

Eine freiwillige Vereinbarung unter den meisten Smartphone-Herstellern gibt es schon länger. Gehalten hat sich daran leider nicht so wirklich jemand. Im Gegenteil: Apple hat seinen 30-Pin-Anschluss mit dem iPhone 5 gleich noch mal verändert, so dass alle Nutzer von alten iPads oder Dockingstationen nicht umher kamen, Adapter oder zu kaufen. Selbiges passierte dann wenig später auch mit der neuen iPad-Generation.

Immerhin haben sich die Kabelsalatverantwortlichen dann mal darauf geeinigt, dass die Kabel an einer Seite immer einen USB-Anschluss haben müssen. So kann der Käufer wenigstens auf nur einen Adapter seitens der Steckdose bauen und jedes Ladekabel an diesen Adapter anschließen. Das ist etwas, aber sicher alles andere als der große Wurf.

51.000 Tonnen Elektromüll pro Jahr sollen eingespart werden

Nun hat das EU-Parlament endlich abgestimmt und eine feste Regelung vereinbart. In drei Jahren werden die Hersteller dazu gezwungen, in alle ab da an verkauften Geräte einen einheitlichen Anschluss zu bauen. Nun besteht die Herausforderung darin, alle Hersteller an einen Tisch und zu einer Lösung zu bewegen. In Anbetracht der angespannten Stimmung zwischen den mit Patentstreits beschäftigten Unternehmen ist das sicher keine so einfache Aufgabe – man denke da nur mal an Apple und Samsung, die sich seit jeher um jeden Millimeter Smartphonefläche streiten. Wenigstens ist die EU-Kommission bei den Verhandlungen und Beratungen involviert.

51.000 Tonnen Elektromüll pro Jahr sollen durch die Neuerungen eingespart werden. Wie genau das ablaufen wird, ist aber noch nicht ganz klar. Schließlich müssten die Kunden gezielt auf die Ladekabel verzichten, wenn sie diese bereits haben. Und das würde bedeuten, dass die Hersteller die Smartphones künftig nur noch ohne Ladekabel ausliefern können. Ansonsten spielt es ja keine Rolle, ob man nun acht verschiedene oder acht einheitliche Ladekabel in der Schublade liegen hat. Offene Fragen gibt es also noch einige, insbesondere zur Infrastruktur und der Einigung der Unternehmen.

Zwei Jahre Zeit für nationale Gesetze

Rein juristisch muss nun noch der Europarat über den Gesetzesentwurf abstimmen. Die einzelnen Mitgliedstaaten sind dann dazu verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren entsprechende nationale Gesetze einzuführen. Anschließend haben die Smartphone- und Tablet-Hersteller noch ein Jahr Zeit, sich – insofern das bis dahin nicht schon passiert ist – auf die Neuerungen einzustellen und sie umzusetzen.

Das EU-Parlament hat also endlich ein Machtwort gesprochen, das über die halbherzige freiwillige Vereinbarung der Hersteller hinausgeht. Den Kunden wird es freuen, die Umwelt auch. Einzig manche Hersteller werden wohl ein wenig Mühe mit der Umstellung und dem dadurch fehlenden Alleinstellungsmerkmal (siehe Apple) haben.


 


Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 27. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Google kauft DeepMindes, vorbildlicher Verbraucherschutz in Südkorea, Überwachung durch die Polizei, die Rundfunkgebühr und den Umgang der ARD mit dem Edward Snowden-Interview. Ergänzungen erwünscht.

  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ Futurezone.at: Google kauft Künstliche-Intelligenz-Spezialist DeepMind: Gestern gab Google den Kauf des Unternehmens DeepMind Technologies bekannt, die als Spezialisten für künstliche Intelligenz gelten. DeepMinds hat lernende Algorithmen produziert, die jetzt zum Beispiel in Googles Roboterautos eingesetzt werden könnten.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ Ars Technica: South Korea bans unremovable mobile bloatware: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. In Südkorea hat das Ministerium für Wissenschaft, Informationstechnologie und Zukunftsplanung eine Verordnung erlassen, dass von Telekommunikationsanbietern und Geräteherstellern vorinstallierte Apps wieder deinstallierbar sein müssen. Smartphones- und Tablet-Nutzer haben somit auch ohne technisches Tricks die Möglichkeit, selber zu bestimmen, welche Apps auf ihren Geräten installiert sein dürfen.
  • ÜBERWACHUNG CNET News: Police want to use your home security cameras for surveillance: Das es technisch möglich ist alles zu überwachen, ist langsam absolute Gewissheit, doch bisher hoffte man, dass nicht alles getan wird, was machbar ist. Diese Hoffnung nimmt von Tag zu Tag ab, der Überwachungsstaat wird so aber Realität In Kalifornien gibt es jetzt den ungenierten Vorschlag, dass die Polizei Zugriff auf Sicherheitskameras im eigenen Haus bekommen kann. Chris Matyszczyk schreibt auf CNET über diese Gänsehaut verursachende Idee von vermeintlich mehr Sicherheit.
  • RUNDFUNKGEBÜHR Carta: Die crossmediale Rundfunkgebühr: Eigentlich ist der neue Rechercheverbund aus NDR, WDR und SZ eine tolle Sache. Konzentration der Kräfte und so. Wolfgang MIchal fragt sich auf Carta, ob da nicht aber eine unzulässige Vermischung von öffentlich-rechtlichem Rundfunk und privater Presse stattfindet. Wenn Geld und Infrastruktur für teuren Journalismus künftig aus den öffentlich-rechtlichen Anstalten kommt, verwandelt sich nämlich die Rundfunkgebühr langsam zu einer Kulturflatrate.
  • EDWARD SNOWDEN tobiasgillen.de: Edward Snowden, der verschwiegene NDR und die verschenkte Chance: Bereits am Samstag Nachmittag publiziert der Norddeutsche Rundfunk ein FAQ zur “Ausstrahlung des Snowden-Interviews” am Sonntagabend um 23 Uhr in der ARD. Tobias Gillen und Ekkehard Kern haben sich die Antworten genauer angesehen und festgestellt, wie schwer es der ARD offenbar fällt, selbst mit einem journalistischen Coup angemessen umzugehen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

EU-Verbraucherschutz: Einheitliche Ladekabel

Charging (adapted) (Image by The Webhamster [CC BY SA 2.0], via flickr)

Am gestrigen Donnerstag einigten sich Unterhändler des Europäischen Parlaments und der Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten auf eine Reform der EU-Richtlinie über Funkanlagen, mit weitreichenden Konsequenzen für die europäischen Verbraucher. Dadurch könnten bereits in spätestens zwei Jahren sämtliche Ladekabel für Handys, Smartphones und Tablets unterschiedlicher Hersteller einheitlich sein. Tobias Gillen erklärt, warum das eine gute Nachricht ist und welche Fragen noch offen sind.

Ich bin als Technik-Journalist eigentlich ständig auf Strom angewiesen: Strom für mein Tablet, Strom für mein MacBook, Strom für mein iPhone, ja, selbst Strom für meinen mobilen Notfallstromadapter. Es ist ein ewiger Kreislauf: Mein MacBook hängt an der Steckdose, während ich arbeite, mein iPhone nachts, mein Tablet alle vier Tage nach einem „Stromberg“-Staffel-Dauerguck-Exzess.

Eigentlich ist das kein größeres Problem – solange ich über Nacht und während des Arbeitens daheim bin. Bin ich auswährts, im Hotel oder bei meiner Liebsten, muss ich neben meiner Elektronik stets auch noch sämtliche Ladekabel mitschleppen. Aber, warum eigentlich? Eigentlich wäre es doch viel sinnvoller, wenn das Android-Handy meiner Freundin das gleiche Ladekabel nutzen würde, wie mein iPhone. Technisch dürfte das nicht das große Problem sein – und die Smartphone-Hersteller haben sich schon vor Jahren auf eine einheitliche Lösung geeinigt. Passiert ist seither aber leider nichts.

Im Gegenteil: Anstatt wenigstens so zu tun, als arbeite man an einer Lösung, hat Apple letztes Jahr sogar seinen 30-poligen-Dock-Connector durch einen kleineren ersetzt – und somit den Unmut der Apple-Gemeinde auf sich gezogen. Anstatt an die Umwelt und den entstehenden Elektro-Schrott zu denken, hat man einfach dafür gesorgt, dass wieder neue Anschlüsse, Kabel und Adapter gekauft werden mussten – und die Alten natürlich wo landeten? Auf dem Müll, richtig.

Dabei ist das Thema schon seit Jahren präsent in der EU. Bis auf den kleinen Teilerfolg, dass neue Ladekabel zumindest auf der „Steckdosen-Seite“ USB verwenden müssen, war das aber nicht sonderlich fruchtbar. Aber es gibt erneut Hoffnung auf einheitliche Ladekabel. Binnen drei Jahren sollen, so die jüngste Grundsatzeinigung in der EU, alle Smartphone- und Tablet-Ladekabel angeglichen werden.

Offen ist allerdings noch, auf welchen Standard man dabei setzen wird. Anbieten würde sich der neue, sehr kleine USB-Anschluss, der ohnehin noch in keinem Smartphone verbaut wurde – damit würde man zwar ein letztes Mal alle Ladekabel austauschen müssen – ein Gerangel unter den Unternehmen würde man so aber verhindern können.

Fragen gibt es nach wie vor viele, Antworten leider viel zu wenig. Bis Frühjahr 2014 müssen die EU-Regierungen und das Europaparlament noch über die Einigung abstimmen – ab dann gibt es mehr Klarheit. Wie oft Apple in den kommenden drei Jahren dann noch seine Anschlüsse ändert, ist natürlich eine andere Sache.


Image (adapted) “Charging“ by The Webhamster (CC BY-SA 2.0)


Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 21. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Google+ in allen Sprachen, Verbraucherschutz in den Wahlprogrammen, schlechte Cloud-Geschäfte, das gefährliche Windows 8 und Facebooks Internet.org. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE+ Mashable: Google+ Adds Embedded Translation Technology: Google treibt die Internationalisierung seines sozialen Netzwerkes voran. Künftig sollen durch Übersetzungstool auch Posts und Kommentare übersetzt werden können. Dazu baut Google seinen Übersetzungsdienst Google Translate in Google+ ein.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ Verbraucherzentrale: Der Wahlcheck zur Bundestagswahl 2013: Die Verbraucherzentrale hat zu den Themen Lebensmittel, Gesundheit, Digitales, Energie und Finanzen einen Wahlcheck gemacht und einen Wahl-O-Mat gebaut, damit Bürger ihre Positionen im Parteispektrum ermitteln können.
  • CLOUD Zeit Online: NSA-Enthüllungen sind schlecht fürs Geschäft: Die großen IT-Unternehmen aus den USA spüren langsam die Folgen des Vertrauensverlustes der Nutzer aufgrund der Snowden-Enthüllungen. Die gemeinnützige Washingtoner Information Technology & Innovation Foundation hat ausgerechnet, dass US-Cloudanbieter in den nächsten Jahre bis zu 35 Milliarden US-Dollar verlieren werden, weil Nutzer zu ausländischen Wettbewerbern abwandern.
  • WINDOWS 8 Zeit Online: Bundesregierung warnt vor Windows 8: Politisch hatte der von Edward Snowden aufgedeckte Überwachungsskandal noch keine Folgen, doch die IT-Industrie spürt immer mehr den Vertrauensverlust der Nutzer. Experten der Bundesregierung haben nun Microsofts Windows 8 als ein inakzeptables Sicherheitsrisiko für Behörden und Firmen bewertet. Das sogenannte Trusted Computing sei eine Hintertür für die NSA.
  • FACEBOOK TechCrunch: Facebooks Internet.org will die gesamte Menschheit ins Internet bringen: Facebook startet unter dem Namen Internet.org eine Kooperation mit sechs großen Mobilfunk-Spezialisten um den bisher offline lebenden zwei Dritteln der Menschheit ein bezahlbares, mobiles Internet zu ermöglichen. Ziel ist es, presiwertere aber bessere Smartphones zu entwickeln und die Datenkompression beim mobilen Internet zu erhöhen.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Schluss mit teuren Warteschleifen: Neuregelungen bessern noch mal nach

Ab Juni gelten neue Regeln für Warteschleifen. Die Bundesnetzagentur möchte damit überhöhte Rechnungen für die Kunden vermeiden. Tobias Gillen erklärt die Neuregelungen.

Kennt jeder, nervt jeden: Warteschleifen. Ob beim Telekommunikationsunternehmen der Wahl, bei Servicenummern von Produkten oder anderen Anlässen: Ab einer gewissen Größe des Unternehmens wird der Kunde meist in eine Schleife zwischen nervtötendem Musikloop oder trister Stille geschickt. Während wertvolle Lebenszeit beim Versuch, einen passenden Ansprechpartner zu finden, verstreicht, machen sich die Unternehmen zu allem Überfluss mit der langen Warterei auch noch die Taschen voll.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Facebook: keine Verbesserungen im Datenschutz

Facebooks Datenschutz-Manier schreit geradezu nach Abhilfe. Fehlende Transparenz, keine angemessenes Datenschutzmanagement und nicht gesetzeskonforme AGBs sind den deutschen Datenschützern und zunehmend auch den Nutzern ein Dorn im Auge. Gestern trafen sich die Parteien mal wieder am runden Tisch, um die Ende 2011 getroffenen Beanstandungen erneut zu prüfen. Das Ergebnis ist jedoch nach wie vor nicht zufrieden stellend und so geht der Stellungskrieg in eine neue Runde.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Bernd Storm (IVA): „Unser Ziel sind gut informierte Verbraucher“

Das Vertrauen in den App-Markt in Sachen Daten- und Verbraucherschutz ist in den letzten Monaten sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Doch es gibt auch eine Menge Applikationen die den Verbraucher stärken und den Konsumenten vor den Handlungsweisen der Industrie schützen wollen. Eine neue Webseite die diese Smartphone-Apps listet, heißt www.verbraucher-apps.de und ist das Ergebnis der frisch entstandenen „Initiative Verbraucher Apps“ (IVA).

Wir haben Bernd Storm, einer der Gründer der Initiative, für ein Gespräch gewinnen können und ihm einige Fragen bezüglich der IVA sowie dem Thema Verbraucherschutz gestellt.


Herr Storm, Sie sind einer der Gründer der Initiative Verbraucher Apps (IVA), die es sich zur Aufgabe macht, das Informationsungleichgewicht zwischen Verbrauchern und der Industrie zu verändern. Selber sind Sie außerdem als Geschäftsführer von Aboalarm darauf bedacht Verbrauchern bei missglückten Abonnements, nicht selten auch im Mobile-Bereich, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Was bedeutet es generell für den Verbraucherschutz, wenn diese Aufgabe von privatwirtschaftlichen Unternehmen wahrgenommen wird und nicht etwa von der Politik oder den Verbraucherschutzzentralen selbst? Gibt es da nicht einen Interessenkonflikt?

Bernd Storm (IVA)Nein, im Gegenteil. Wir sehen hier vielmehr die Möglichkeit eines sehr guten Zusammenspiels zwischen Politik, Verbraucherschutzzentralen und uns App-Anbietern. Während die Politik den rechtlichen Rahmen setzt und Verbraucherschutzzentralen eine unglaublich wertvolle Beratungs- und Informationsfunktion ausüben, bieten wir konkrete Werkzeuge an, mit denen sich Verbraucher eigenständig helfen können. Wir ergänzen also die aktuelle Verbraucherschutzlandschaft. Es wäre vermessen zu erwarten, dass der Staat und gemeinnützige Organisationen für alle relevanten Bereiche des Verbraucherschutzes Apps entwickeln und betreiben, die mehr denn je nachgefragt werden.

Durch unseren direkten Draht zum Otto-Normal-Verbraucher können wir darüber hinaus der Politik und den Verbänden wertvolle Informationen und Erfahrungen rund um Apps und dem Verbraucherschutz zurückspielen, die sonst vielleicht untergehen würden.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Smartphone-Apps als neue Macht der Verbraucher

Denkt man an Smartphone-Apps denkt man an tolle Funktionen, aber oftmals auch an Daten die im Hintergrund abgegriffen werden. Doch das muss nicht sein. Es gibt auch eine Menge Applikationen die den Verbraucher stärken und den Konsumenten vor den Handlungsweisen der Industrie schützen wollen. Eine neue Webseite die diese Smartphone-Apps jetzt u.a. listet, heißt www.verbraucher-apps.de und ist das Ergebnis der heute frisch entstandenen Initiative Verbraucher Apps (IVA).

Weiterlesen »

Weiterlesen »