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Sollten Roboter Steuern zahlen?

Andrey Popov - adobe stock com

Wenn immer mehr Roboter statt Menschen arbeiten, wer zahlt dann eigentlich noch Steuern? Die Roboter! Das hat zumindest Bill Gates vorgeschlagen und damit eine interessante Diskussion um die Zukunft der Arbeit angeregt.

Neue Technologien verändern unsere Arbeitswelt nachhaltig: Psychologen beraten uns über Skype, Architekten entwickeln Baupläne für Berlin-Mitte in einem Coworking-Space in Thailand und nette Roboterdamen beantworten unsere Fragen am Flughafen. Und das ist nur der Anfang.

In Zukunft stehen uns noch größere Umwälzungen bevor. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass in Deutschland bis zum Jahr 2035 rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze abgebaut werden – nur um gleichzeitig mit fast genau so vielen neuartigen Berufen ersetzt zu werden. Das bietet uns nicht nur neue Möglichkeiten, das wirft auch viele neue Fragen auf: Was passiert mit dem klassischen Büro? Welche Jobs, die wir heute kennen, wird es in 20 Jahren noch geben? Wie verdienen wir Geld, wenn unsere Arbeit von Algorithmen erledigt wird?

Auf die letzte Frage hat Unternehmer und Multimilliardär Bill Gates jetzt eine Antwort gegeben. Er schlägt vor, dass künftig auch Roboter Steuern zahlen sollten.

Wenn Roboter unsere Arbeit erledigen, sollten sie nicht auch unsere Steuern zahlen?

In einem Interview mit dem Magazin Quarz sagte Gates: „Momentan ist es so: Wenn ein Mensch mit seiner Arbeit in einer Fabrik vielleicht 50.000 US-Dollar an Wert produziert, dann wird dieses Einkommen besteuert. Dann haben wir Einkommenssteuer, Sozialversicherungssteuer und so weiter. Wenn ein Roboter das gleiche tut, würde man meinen, dass man den Roboter ähnlich besteuert.”

Diese Einnahmen könnten nach Gates das Problem der wegfallenden Arbeitsplätze lösen. Denn wenn Menschen nicht mehr arbeiten, verdienen sie auch kein Geld mehr und zahlen dementsprechend keine Steuern. Uns fehlt damit das Geld, um uns Dinge zu kaufen, dem Staat fallen wiederum Steuereinnahmen weg, mit denen sie Dinge wie Schulen, Krankenversicherungen oder die Rente mitfinanzieren.

Experten machen sich deshalb seit einiger Zeit darüber Gedanken, wie wir dieses Problem in Zukunft lösen können. Die meisten Vorschläge zielen darauf ab, Steuereinnahmen von der Sozialversicherung zu entkoppeln. Das bedeutet, dass sowohl die Einnahmen der Bürger als auch die des Staates nicht mehr von unserer Arbeit abhängen. Ein Lösungsansatz ist das bedingungslose Grundeinkommen, ein anderer die Robotersteuer.

Die Idee der Robotersteuer ist nicht neu. Sie wurde in Deutschland und Österreich bereits in den 1970er und 1980er-Jahren als Maschinensteuer eingeführt. Dahinter steckte schon damals die Sorge, dass Computer sozialversicherte Arbeitsplätze ersetzen und Städten, Ländern sowie dem Bund wichtige Einnahmen fehlen würden.

Genau hier käme nach Meinung von Bill Gates die Robotersteuer ins Spiel. Der Staat könnte die fehlenden Einnahmen darüber ausgleichen und wir hätten mehr Zeit, um uns auf die Jobs zu konzentrieren, die uns Spaß machen und bei denen Menschen Robotern (noch) überlegen sind, wie etwa soziale Arbeit mit älteren Menschen oder Kindern.

Robotersteuer könnte Innovationen verhindern

Das klingt alles sehr gut – doch wie genau stellt Bill Gates sich das in der Praxis vor? Gates geht natürlich nicht davon aus, dass ein Roboter seine Steuererklärung abgibt. Vielmehr möchte er den Einsatz von Roboterarbeit besteuern. Wenn also ein Unternehmen fünf Roboter einsetzt, soll pro Roboter ein fixer Steuersatz bezahlt werden. Damit wäre die Robotersteuer keine Einkommenssteuer, sondern eher so etwas wie eine Kapitalsteuer.

Einige Wirtschaftsexperten finden die Idee gut. So glaubt Malcolm James, Finanzfachmann und Dozent an der britischen Cardiff Metropolitan University, dass das aktuelle Steuersystem nicht fair sei. Im Moment sei es so, dass die Kapitalsteuer für Unternehmen niedrig gehalten werde, um Investitionen, Innovationen und Unternehmensgründungen zu fördern. James rechnet vor, wie im Vereinigten Königreich die Unternehmenssteuer von 52 Prozent im Jahr 1981 auf aktuell 20 Prozent gefallen. Bis 2020 soll sie auf 17 Prozent sinken. Gleichzeitig zahlen Arbeitnehmer immer mehr Steuerbeiträge, in Form von Einkommenssteuer oder Mehrwertsteuer. Ihr Steuerbeitrag liege aktuell bei 20 Prozent. Eine Robotersteuer könnte dieses Ungleichgewicht ausgleichen, sagt James.

Oliver Bendel, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz, sieht dies skeptisch. Zwar begrüßt Bendel die Diskussion um die Robotersteuer, für ihn überwiegen aber die Nachteile einer solchen Steuer, sagt er gegenüber den Netzpiloten. Er glaubt, dass eine solche Robotersteuer gerade den Unternehmen schaden könnte, die Innovationen vorantreiben.

Was ist der Stundenlohn für einen Algorithmus?

Darüber hinaus sei es sehr schwierig, in der Praxis eine einheitliche Steuer für Roboter festzusetzen, sagt Bendel: „In der Tat stellen sich mehrere Probleme bei einer solchen Steuer. Zum Beispiel: Was ist der fiktive Stundenlohn eines Roboters, von dem man ausgehen kann? Verdienen Industrieroboter unterschiedlich viel, je nach Qualifikation oder Spezialisierung? Um welche Roboter geht es überhaupt, nur um Industrieroboter oder auch um Serviceroboter? Nur um Hardwareroboter oder auch um Softwareroboter?

Auch gibt es nach Ansicht von Bendel viele Bereiche, in denen die Arbeit von Menschen und Robotern ineinander übergehen. Wo setzt man dort die Grenze?

Eine Möglichkeit könnte tatsächlich sein, den „Stundenlohn“ eines Roboters auszurechnen und dann so wie ein reales Einkommen zu besteuern. Doch auch das klingt einfacher als es in Wirklichkeit ist, gibt Bendel zu bedenken. Denn zunächst müsste man klären, was ein Roboter oder ein Robotereinsatz eigentlich ist: „Man könnte zum Beispiel beim Kauf eines Industrieroboters ansetzen, beim Einsatz in der Produktion oder ähnliches. Grundsätzlich stellt sich aber die Frage: Gibt es eindeutig identifizierbare Einheiten? Nicht in jedem Fall. Und was ist, wenn der Roboter nicht gekauft oder selbst entwickelt, sondern geleast ist?

Doch nur weil es viele ungeklärte Fragen gibt, heißt es nicht, dass man nicht über das Thema diskutieren und Antworten finden kann. Genau das ist es wahrscheinlich auch, was Bill Gates mit seinem Vorschlag erreichen wollte. Er scheint sich zumindest keine Gedanken über die konkrete Umsetzung seiner Robotersteuer zu machen: „Ich glaube nicht, dass die Roboter ausflippen werden, wenn es eine Steuer geben wird. Das ist schon okay.“


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  • BITCOIN Trending Topics: Bitcoin-News: JPMorgan, Südafrika und Japan – das war übers Wochenende los: Dem Bitcoin wurde es in den letzten Tagen nicht leicht gemacht: Das ICO-Verbot in China sowie die eindeutigen Aussagen von JPMorgan-CEO Jamie Dimon haben einen Kursbruch von 20 Prozent hervorgerufen – doch der Bitcoin-Preis erholte sich schnell und ist momentan wieder auf 3.675 Dollar. Übers Wochenende hatte sich unter anderem MacAfee gegen die Meinung von Jamie Dimon ausgesprochen und Japan ist durch seine rechtlich gute Situation für Kryptowährungen und dem Exodus aus China nun das Land mit dem größten Handelsvolumen.

  • E-MOBILITÄT SpiegelOnline: „2026 kommt das Aus für den Verbrennungsmotor“: Ein deutscher Physiker hat nun berechnet, in welchem Jahr sich das E-Auto gegenüber Benziner und Diesel durchsetzen wird: So soll im Jahr 2022 jeder zehnte Neuwagen weltweit ein E-Auto sein. Auf diese Prognose kam der Physiker unter anderem durch die Errechnung des Wachstums der Verkaufszahlen für reine Batterie-Elektrofahrzeuge in den kommenden Jahren. Die Trendlinie zeigt an, dass im Sommer 2026 genug E- Autos für die ganze Weltproduktion hergestellt werden.

  • SLACK t3n: 250 Millionen Dollar für Slack: Microsoft-Konkurrent verkündet Hammer-Finanzierung: Nach einer Finanzierungsrunde wird der der Business-Messenger Slack auf rund 5,1 Dollar bewertet – damit ist Slack für den Kampf gegen andere geschäftliche Messenger wie Microsoft Team oder Facebooks Worspace gewappnet. Das Investment wird angeführt von dem japanischen Telekommunikationsunternehmen Softbank, das eine hohe Glaubwürdigkeit in Japan genießt. So hat sich das Unternehmen einen strategischen Investor mit ins Boot geholt.

  • BESTEUERUNG Finanzen.net: Steuerpläne für Internet-Riesen in EU umstritten: Deutschland und Frankreich wollen Internet-Riesen wie Google und Facebook höher Besteuern – und stoßen damit auf Widerstand in der EU. Der dänische Finanzminister betont beim EU-Treffen, dass Europa mit dem Verstoß innovative Unternehmen vergraulen könnte. Im Visier steht unter anderem Apple, da das Unternehmen 2014 nur 0,005 Prozent Steuern auf seine Gewinne in Europa und Irland gezahlt hatte und somit 13 Millionen Euro wegen illegalen Steuerdeals nachzahlen musste.

  • SCHADSOFTWARE T-Online: 50 Android-Apps wegen Betrug gelöscht: Mehr als 50 Apps mussten aus dem Play Store von Google entfernt werden, da Experten eine Malware entdeckt haben, die Android-Systeme befällt und von Geräten der Nutzer kostenpflichtige Premium-SMS verschickt. Es soll sich dabei um Schätzungsweise 4,2 Millionen Infektionen handeln. Die Schadsoftware „Expensive Wall“ gehört zu einer Malware-Familie, die insgesamt bis zu 21 Millionen Mal gedownloadet wurde.

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Die Umstellung auf Elektroautos – das Schwarze Loch der Wirtschaft?

city traffic lights (Image by Negative Space) (CC0 Public Domain) via Negative Space

Eine der wichtigsten politischen Ankündigungen der britischen Regierung im letzten Jahrzehnt – mit Ausnahme des Brexit – ist wahrscheinlich das Verkaufsverbot für neue Dieselfahrzeuge, Benziner und LKW ab dem Jahr 2040. Es scheint der Schlüsselmoment im Kampf gegen Verschmutzung und Klimawandel zu sein, aber der Wechsel von fossilen zu elektronisch betriebenenen Fahrzeugen wird einschneidend und extrem teuer. Die Auswirkungen müssen systematisch überdacht werden.

Dabei wird wohl als erstes klar, dass das britische Steuersystem einen enormen Schock erleiden wird. Die Regierung nahm etwa 28 Milliarden Pfund durch Kraftstoffsteuer im Jahr 2016/2017 ein. Es handelt sich dabei um den größten Teil der indirekten Besteuerung und beläuft sich dabei auf die gleiche Menge, wie Tabak-, Alkohol-, Spiel- und Kraftfahrzeugsteuer zusammen genommen.

Die Beseitigung von Dieselfahrzeugen, Benzinern und Lastwagen wird diesen Steuerfluss schwächen – dieser muss daraufhin ersetzt werden. Die Besteuerung von Benzin und Diesel beträgt im Moment 69 Prozent des Gesamtpreises. Zum Vergleich: die Einnahmen durch Besteuerung von Kraftstoff tragen die Renten für mehr als vier Millionen Briten.

Elektronische Träume

Um die durch das Verbot verloren gehenden Gelder zu ersetzen, wäre eine Ladesteuer für Elektroautos eine Möglichkeit. Momentan beträgt die Mehrwertsteuer auf gemeinschaftliche Energienutzung fünf Prozent – die Zahl müsste dramatisch ansteigen, um den Verlust auszugleichen.

Bisher hat sich die Regierung dazu noch nicht geäußert. Anscheinend wurde der Sachverhalt bis jetzt als gegeben hingenommen oder vielleicht auch einfach ignoriert. Es scheint, als wäre es noch lange hin bis zum Jahr 2040, und der Übergang wird durch die Produktlebenszyklen abgemildert. Allerdings werden sich die Kaufgewohnheiten der Menschen schon lange vor der Frist dramatisch ändern.

Für jedes Land muss eine kreative Lösung für das steuerliche Defizit entwickelt werden, die dem gleichen Kurs folgt. Doch Grund zur Sorge ist nicht nur die ungewisse Steuerlage. Das allmähliche Ersetzen von mehr als 31 Millionen Dieselfahrzeugen und Benzinern mit Elektrofahrzeugen oder selbstfahrenden Fahrzeugen stellt einen Moment des Wandels dar, der für Großbritannien womöglich eine noch größere Bedrohung darstellt als der Brexit.

Im Jahr 2017 erreichte die Marktkapitalisierung des Elektroauto-Pioniers Tesla 51 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die von General Motors und ist somit merklich höher als die von Ford. Die Auswirkung revolutionärer Technologien auf etablierte und konventionelle Automobilherstellern wird nun offensichtlich. Wir können nicht wissen, wie sich das in einem Land wie Großbritannien, in dem 169.000 Arbeiter in diesem Bereich beschäftigt sind und ein Umsatz von mehr als 70 Milliarden britische Pfund in diesem Bereich gemacht wird – was sich jedoch bisher kaum mit dieser neuen Industrie in Kontakt kam – auswirkt. Wo also bleibt die britische oder europäische Version eines Tesla?

Netzblockade

Das Verbotsziel im Jahr 2040 bringt ein weiteres großes Problem mit sich. Die 25.410.360 Häuser und Grundstücke in England und Wales müssen neu vernetzt werden. Das momentane System wird nicht ausreichen. Wenn jeweils zwei Autos zur täglichen Fortbewegung geladen werden müssen, so würde das das bisherige System aufgrund der zu hohen Belastung zerstören.

Das heißt, alle Häuser und alle Netze, die diese versorgen, müssen ausgebaut werden, um sicherzustellen, dass die benötigte Menge zum Laden der Elektrofahrzeuge sicher zur Verfügung gestellt werden kann. Ein weiterer erheblicher Kostenfaktor, der noch mehr Störungen mit sich bringt.

Es ist zwar möglich, ein Fahrzeug an einer gewöhnlichen britischen Steckdose aufzuladen, jedoch würde die Ladezeit etwa zwölf bis 15 Stunden betragen. Außerdem besteht Brandgefahr, wenn die Steckdose alt ist oder für die enorme Energiemenge ungeeignet. Spezielle 32-Ampere-Ladestellen mit einer Ladezeit zwischen fünf und sieben Stunden könnten installiert werden. Jedoch stellt sich die Frage: Hat Großbritannien genügend Elektriker, um den Ausbau umzusetzen?

Die Veränderungen lassen außerdem davon ausgehen, dass es in erster Linie genügend Elektrizität gibt. Großbritannien leidet jedoch schon seit mehr als zwei Jahrzehnten an der ungenügenden Investition in Stromerzeugungskapazität. Zum jetzigen Zeitpunkt würde das Laden von Millionen Elektroautos in Ausfällen und Systemversagen im ganzen Netz resultieren.

Hunderte Milliarden Pfund an Investitionen in zusätzliche Stromerzeugungskapazitäten werden nötig sein. Im Juli hat National Grid einen Bericht veröffentlicht, der verschiedene Szenarien untersucht und zukünftige Verbrauchszahlen des Systems vorhergesagt hat. Eines dieser Szenarien stellte vor, dass im Jahr 2050 alle Fahrzeuge elektrisch seien, was einen Höchstverbrauch von ebendiesen Fahrzeugen auf einem Höhepunkt von 30 Gigawatt erreichen könnte. Das ist ungefähr die Hälfte des momentanen Gesamtbedarfs.

Die Regeln der Straße

Doch die wesentlichen Fragen fangen hier erst an. Straßen und Bürgersteige werden durch die Installation elektronischer Ladestationen einen enormen Umbruch erfahren. Was wird aus den 8.500 Tankstellen in Großbritannien? Auch wenn die meisten zu elektronischen Ladestationen umgebaut werden, müssen diese dennoch gewartet und dekontaminiert werden. Es wird einen signifikanten Einbruch der Beschäftigungszahlen und der Wirtschaft geben, wenn die Raffinerien schließen. Dies wird sich auf 18.000 Vollzeitstellen in Großbritannien auswirken. Auch andere kleine, subtile Änderungen werden sich ergeben. Die Umgangsformen werden neu definiert – wann kann man die Ladestation des Nächsten für umsonst nutzen, wann gegen Gebühr?

Das Verbot verlangt nach einer dramatischen Restrukturierung des Steuersystems zusammen mit der neuen Investition in die Infrastruktur. Unsere Schätzung in Höhe von einer Milliarde britischer Pfund ist auf der Basis der Kosten neuer Stromerzeugung in Kombination mit der Installation von Ladestationen kalkuliert. Es handelt sich um einen Ausgangspunkt für Diskussionen. Niemand war bisher in der Lage, die vollständigen Kosten dieser einfachen Regierungserklärung zu kalkulieren.

Es könnte sein, dass sich die Verkehrsmittelnutzung in einer Weise verändert, dass viele der möglichen Investitionen nicht gebraucht werden – der Besitz eines Autos könnte vielleicht durch die Autoversion der bereits bestehenden Fahrradverleih-Systeme in Städten ersetzt werden. Dennoch hat Großbritannien nur 23 Jahre Zeit, um sich an die zukünftig wichtigste Form des Transports, der Energieerzeugung und der Steuerrevolution anzupassen – zumal auch persönliche Datenwolken und das Internet selbst im Fahrzeug Einzug halten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „City Trafic Lights“ by NegativeSpace (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • APPLE t3n: Nokia verklagt Apple in Deutschland und den USA: Nachdem Nokia und Apple ihren letzten Patentstreit 2011 abgelegt haben, hat Nokia nun in München, Düsseldorf, Mannheim und Texas gegen den Smartphone-Hersteller erneut geklagt. Apple wird vorgeworfen, 32 Patente von Nokia verletzt zu haben. Die Patente betreffen unter anderem Displays, User Interface, Software und Video-Technologien. Nokia erklärt, dass man lange versucht habe, mit Apple zu verhandeln, bevor rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Apple hingegen teilte mit, dass man für Lizenzzahlungen bereit sei, jedoch nur zu einem fairen Preis.

  • GOOGLE googlewatchblog: Google hat im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Dollar gespart: Es ist kein Geheimnis, dass fast alle großen internationalen Konzerne versuchen, jedes Steuerschlupfloch zu nutzen. Das wohl bekannteste und meist diskutierte ist das sogenannte „Double Irish“ und „Dutch Sandwich“. Auch Googles Muttergesellschaft Alphabet nutzt nun dieses Schlupfloch seit Jahren und spart dabei Unmengen an Geld. Welches Ausmaß dies mittlerweile angenommen hat, zeigt jetzt ein neuer Finanzbericht. Allein im Jahr 2015 soll Google/Alphabet laut des Berichts einen Betrag von 3,6 Milliarden Dollar an Steuern eingespart haben, indem das Geld durch mehrere Länder geschleust wurde.

  • AUTONOMES FAHREN heise: Führerlose Züge im Fernverkehr: Nachdem bereits Dutzende vollautomatische Bahnen im Nahverkehr unterwegs sind, sollte man meinen, dass es bis zu den ersten führerlosen Loks im Fernverkehr nicht mehr lange dauern kann. Das ist allerdings nur begrenzt der Fall. Denn der Fernverkehr hat – anders als der Nahverkehr – nicht seine eigenen geschützten Trassen, sondern ein offenes Streckennetz für Züge aller Art. Dabei müssen einige wichtige Aspekte wie Zugsteuerung, Sensoren, Signale, Datenübertragung und auch der rechtliche Rahmen reibungslos zusammenarbeiten.

  • TRACKING datenschutzbeauftragter: Neues Tracking System Icarus für Tiere könnte auch Menschen verfolgen: Im Rahmen des Projekts Icaurs, das von dem Max-Planck-Institut für Ornithologie ins Leben gerufen wurde, werden ab Sommer 2017 verschiedene Wildtiere mit Peilsendern ausgetattet, um ihre Wanderbewegungen nachvollziehen zu können. Dazu wurden besonders kleine und leichte Sender entwickelt, deren Daten direkt an die Raumstation ISS gesendet werden, statt sie über auf der Welt verteilte Handynetze laufen zu lassen, wie es in diesem Bereich üblich ist. Denkbar – und technisch umsetzbar – wäre es daher möglicherweise auch, Menschen oder die von ihnen mitgeführten Geräte wie z.B. Smartphones mit ähnlichen Sendern auszustatten. Damit könnten dann auch umfassende Profile der Wanderbewegungen von Menschen erstellt und so ihr Verhalten nachvollzogen werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook überträgt nun auch Audiostreams: Facebook überträgt ab sofort auch Streams ohne Video – also nur den Ton. Vorerst testet Facebook nur mit ausgewählten Partnern die neue Funktion. Gedacht ist das etwa für klassische Podcasts, Hörbücher und Formate in der Art von Radio. Entsprechend wird Audio mit BBC World Service, dem Hörbuchverlag von Harper Collins und einigen Autoren ausprobiert. Wann das Ganze für die Allgemeinheit verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt – irgendwann 2017 soll es so weit sein. Die neue Möglichkeit ist auch praktisch für Streamer, die aus Orten mit schlechter Onlineverbindung senden, weil die Datenmenge ohne Videodateien oder ohne ein eingebettetes Standbild niedriger ist.

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  • WHATSAPP focus: WhatsApp-Beta überrascht mit Neuerungen: In der aktuellen WhatsApp-Beta-Version, die Technikinteressierte bereits testen können, gibt es zwei neue, interessante Funktionen. Zum einen könnten demnächst vielleicht versendete Nachrichten gelöscht werden, selbst, wenn der Empfänger diese bereits gelesen hat. Zum anderen wird erprobt, dass versendete Nachrichten bearbeitet werden können. Die Nachricht erhält dadurch aber eine Kennzeichnung, dass es sich nicht mehr um das Original handelt. Dieses Verfahren ist schon von Facebook bekannt, wozu WhatsApp seit 2014 gehört. Daher ist es denkbar, dass die Funktionen übernommen werden. Ob sie jedoch die finale Version erreichen, bleibt abzuwarten.

  • MICROSOFT golem: Edge-Browser schaltet Flash schrittweise ab: Nach Google zieht Microsoft jetzt mit seinem neuen Browser „Edge“ nach und streicht die automatische Aktivierung von Adobe-Flash-Elementen auf Websites. In einem ersten Schritt werden noch automatische Ausnahmen für beliebte Websites erstellt, letztlich ist aber das Ziel, dass Nutzer für jede Seite selbst entscheiden müssen, ob sie Flash nutzen wollen. Die Umstellung wird damit begründet, dass die Alternativen Javascript und HTML5 schneller, sicherer und energieeffizienter seien. Aus demselben Grund kündigte Google bereits für seinen Browser „Chrome“ eine Systemänderung für den Oktober 2017 an.

  • DEUTSCHE BAHN heise: Bahn will mit autonomem Bus auf die Straße: Die Deutsche Bahn hat am Freitag in Berlin das „Verkehrsmittel der Gigabit-Gesellschaft“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um „Olli“, ein autonomer Kleinbus. Autonom deshalb, weil das Fahrzeug fahrerlos voran kommen soll, mit einem Tempo von maximal 40 km/h. „Olli“ stehen dafür zahlreiche Sensoren und Kameras sowie IBMs Watsein, eine KI, zur Verfügung. Tests laufen derzeit, wegen fehlender Genehmigungen wurde das Testgebiet von Berlin ins bayrische Bad Birnbach verlegt.

  • APPLE Welt: Apple schlägt im Steuerstreit mit der EU zurück: Die Europäische Union fordert von Apple Steuernachzahlungen in Höhe von 13 Milliarden Euro. Die Begründung wird in einem 130 Seiten starken Dokument geliefert, das noch diese Woche veröffentlicht werden soll. Apple hält seinerseits bereits ein 50 Seiten umfassendes Dokument bereit, das die Sichtweise des Unternehmens darlegt. Der grundlegende Streit ist, dass man sich nicht einigen kann, wo an den Standorten des Unternehmens wie viele Steuern fällig werden. Laut Apple seien 99 Prozent der Ingenieure in den USA beschäftigt und würden dort den Wert der Produkte schaffen, somit sei auch dort der höchste Steuersatz fällig und nicht etwa in Irland, wo Apples einzige eigene Fabrik steht.

  • LIDL NGIN FOOD: Lidl baut an neuem Supermarkt-Konzept mit Abholstation: Der Discounter LIDL arbeitet derzeit mit Hochdruck an einem neuen Konzept für den Supermarkt der Zukunft. In Berlin-Schöneberg könnte demnach schon in den nächsten Wochen eine grundlegend veränderte Filiale eröffnen. In dem sogenannten „LIDL Express – Immer. Mehr. Online.“ soll es ein reduziertes Sortiment geben. Backwaren, Obst und Gemüse gehören dazu, aber auch Abholstationen für online bestellte Ware. Über drei Express-Checkouts können Kunden den Laden wieder verlassen. Mit dieser Idee rüstet sich LIDL für das Konkurrenz-Konzept Amazon Go.

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  • INTERNETANBIETER sueddeutsche: Der Routerzwang endet – was Internetnutzer jetzt wissen müssen: Ab dem 1.August kann man in Deutschland frei entscheiden, welchen Router man benutzen möchte. Verträge, die ab diesem Datum abgeschlossen werden, dürfen den Nutzer nicht mehr dazu zwingen, einen bestimmten Router verwenden zu müssen. Grund für diese Änderung soll die Unzufriedenheit vieler Kunden sein, da manche Router technisch schlecht seien und ein Sicherheitsrisiko darstellen. Ungeklärt ist jedoch, ob es Kunden möglich sei, die aktuell noch einen Vertrag laufen haben, einen eigenen Router zu wählen.

  • FACEBOOK usatoday: Facebook could get hit with $3B to $5B tax bill: Am Mittwoch sind im Facebook Hauptquartier höchstwahrscheinlich einigen die Kinnladen etwas abgesackt, als ein Brief des Internal Revenue Service beim Unternehmen landete. Das IRS teilte Facebook mit, dass es den Zeitraum 2008 bis 2013 untersuche, weil man Unregelmäßigkeiten entdeckt haben wolle, die sich auf einen Geldtransfer zu einer irischen Subsidiarität beziehe. Facebook wolle das nicht akzeptieren und gab bereits bekannt, rechtliche Schritte dagegen einzuleiten. Es geht um einen Betrag, der bis zu 5 Milliarden Dollar erreichen könnte. Das würde das Unternehmen hart treffen.

  • STARTUP gruenderszene: „Viele Patienten lesen sich gefährliches Halbwissen an“: Das Internet hat einige Menschen zu Hobbyärzten gemacht. Eine Stunde im Netz, um den Grund für bestimmte Symptome herauszufinden und schon hat man sich davon überzeugt an Krebs zu leiden. In Wirklichkeit ist es natürlich viel harmloser. Aber vielen Menschen ist es zu stressig, einen spontanen Termin bei Arzt zu machen. Deshalb haben drei Gründer nun ein Startup ins Leben gerufen, das seine Nutzer via Chat, Video oder Telefon mit einem Arzt verbindet. Das soll Menschen davon abhalten falsche Diagnosen zu stellen und Medikamente zu kaufen, die bei falscher Benutzung gefährlich sein können.

  • MICROSOFT reuters: Microsoft to cut 2,850 more jobs: Vor zwei Jahren kaufte Microsoft den finnischen Telekommunikationskonzern Nokia, um eine Konkurrenz zu Apple und Samsung aufbauen zu können. Im Mai hieß es dann, dass 1.850 Jobs in ihrer Smartphonesparte wegfallen werden – die meisten davon in Finnland. Nun gab der Konzern bekannt noch einmal rund 2.850 Jobs zu kürzen. Das würde seit Mai eine Kündigungsanzahl von 4.700 Angestellten bedeuten. Also rund 4% der Angestellten von Microsoft.

  • SOFTWARE macerkopf: Apple heuert QNX-Gründer Dan Dodge für Apple Car Team an: Höchste Priorität bei Apple soll nun die Entwicklung eines Systems für selbstfahrende Autos sein. Fraglich ist nur, ob Apple ein komplett eigenes Fahrzeug entwickelt, mit Partnern zusammenarbeitet oder einen Fahrzeughersteller übernimmt. Als Unterstützung hat sich Apple den ehemaligen CEO Dan Fodge von QNX ins Boot geholt. Dieser soll die Entwicklung schnell vorantreiben.

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Eine Steuerreform könnte für Apple & Co teuer werden

Apple-Offshore-Organsiation (Bild: NewYorkTimes))

Mit einer neuen Steuerreform möchte Obama, rückwirkend und zukünftig, Gewinne amerikanischer Konzerne im Ausland versteuern. // von Philipp Biel

Apple-Offshore-Organsiation (Bild: NewYorkTimes))

Die neue Steuerreform könnte alteingesessenen Unternehmen wie Apple, Google, Microsoft und Co. teuer zu stehen kommen. Alle Einnahmen der vergangenen Jahre sollen rückwirkend mit 14 Prozent versteuert werden. Zukünftige Einnahmen werden gar von einer 19 Prozent-Regelung betroffen sein. Dass dies den amerikanischen Konzernen nicht unbedingt zusagt, ist offensichtlich. Doch die Steueroasen zahlreicher Großkonzerne sind keine Neuheit, gerade die Demokraten wettern nun verstärkt gegen die Einsparungsmethoden der Großkonzerne.

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Video: A Story of Broke

Teil 2 der Story-of-Stuff-Videoreihe „A Story of Broke“:

The United States isn’t broke; we’re the richest country on the planet and a country in which the richest among us are doing exceptionally well. But the truth is, our economy is broken, producing more pollution, greenhouse gasses and garbage than any other country. In these and so many other ways, it just isn’t working. But rather than invest in something better, we continue to keep this ‚dinosaur economy‘ on life support with hundreds of billions of dollars of our tax money. The Story of Broke calls for a shift in government spending toward investments in clean, green solutions – renewable energy, safer chemicals and materials, zero waste and more -that can deliver jobs AND a healthier environment. It’s time to rebuild the American Dream; but this time, let’s build it better.

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