All posts under spiel

State of Mind: Transhumanismus-Thriller als Videospiel

state of mind daedalic

Berlin, 2048. Journalist Richard Nolan erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Sein Kind und seine Frau sind spurlos verschwunden und die Stadt, grau und dunkel, ist voller Roboter und Drohnen. So fängt das Spiel State of Mind der Hamburger Entwickler Daedalic an. Doch das ist nicht die einzige Erzählebene. Es gibt noch einen spielbaren Charakter, Adam Newman. Er lebt in einer utopischen modernen Stadt, die den Namen CITY 5 trägt. Dort scheint die Sonne, dort leben Menschen in einer Symbiose mit den Robotern.

Was erwartet uns bei State of Mind?

Die Entwicklergruppe aus Hamburg ist kein Blockbuster-Unternehmen. Der Name Daedalic Entertainment ist keine Marke, die jeder Spieler kennt. Ein begrenztes Budget zwingt die Firma ihr Spiel möglichst einfach zu halten. Auf den Zocker wartet keine Grafik, die der von Konsolen-Blockbustern gleicht. Für die wählerischen unter euch kann das Spiel langweilig sein. Denn es ist nicht kompliziert, man stockt nicht bei den Aufgaben, es gibt keine Levels, die man stundenlang entziffern muss. Durch eine Reihe an Minispielen statt Rätseln, spielt es sich sehr fließend.

Doch State of Mind fordert den Spieler, regt zum Nachdenken an. Es zeigt ein mögliches Szenario, eine potentielle Realität, eine Dystopie und eine Utopie. Berlin gegen CITY 5. Im weiteren Spielverlauf werden die Beobachter unter den Spielern merken, dass auch an der Utopie nicht alles stimmt.

Man darf aber nicht vergessen, dass State of Mind ein Thema anspricht, das uns seit Jahren beschäftigt. Künstliche Intelligenz, Zukunft mit Androiden, die Angst als Mensch überflüssig zu werden. Allein durch die Themenwahl finde ich das Spiel einen Versuch wert.

Verglichen wird es mit „Detroit: Become Human“ von der Blockbuster-Konkurrenz. Doch genau die Vielfalt an verschiedenen Spielen zum scheinbar gleichen Thema ist das, was das Spielerlebnis so spannend macht. Laut Hersteller bietet State of Mind 20 Stunden Spieldauer. Eindrücke vom Spiel ergänzen wir in Kürze.

Das Videospiel ist zum Preis von rund 40 Euro für PC, Xbox One, Playstation 4 und Nintendo Switch bei Amazon erhältlich (Provisions-Link)


Image by Daedalic.com

Weiterlesen »

Auf der Jagd nach dem richtigen Emoji

Auf die Plätze, fertig, suchen! Im kostenlosen Browsergame Emoji Scavenger Hunt von Google treffen Machine Learning, Künstliche Intelligenz und Augmented Reality aufeinander. Ein netter Zeitvertreib für zwischendurch, den ich dir hier einmal genauer zeigen möchte.

Suche nach vorgegebenen Emojis

Die App ist ganz einfach über den Browser auf eurem Smartphone oder Tablet zu öffnen. Keine Anmeldung, keine Angaben, nichts, womit du rausrücken musst. Allerdings benötigt Google, damit du Emoji Scavenger Hunt spielen kannst, den Zugriff auf deine Smartphone-Kamera. Dem musst du natürlich zustimmen, sonst funktioniert das nicht. Hast du eingewilligt, kann es schon losgehen.

Der Emoji Scavenger Hunt Startbildschirm. Screenshot by Jennifer Eilitz

Nachdem der Countdown von drei herunter gezählt hat, bekommst du zu Beginn angezeigt, nach welchem Emoji du Ausschau halten musst. Diese können ganz unterschiedlich sein. Von einer Glühbirne über ein Smartphone bis hin zur Socke wird dir alles Mögliche angezeigt. Anschließend beginnt der Timer von 20 runterzuzählen und du musst dich auf die Suche nach dem Gegenstand in deiner Umgebung machen. Mir wurde unter anderem ein Hand-Emoji angezeigt, was natürlich sehr einfach zu finden ist. Lediglich die Hand vor die Kamera halten und das Spiel analysiert, ob du mit dem Gegenstand vor der Kamera richtig liegst. Die kleine Detektivin am unteren Bildschirmrand unterhält dich zudem nebenbei, indem sie deine gezeigten Gegenstände genauer unter die Lupe nimmt.

Auf der Suche nach einer Hand. Screenshot by Jennifer Eilitz

Achtung, die Zeit rennt

Ist die Zeit vorbei und du hast nicht den richtigen Gegenstand gefunden, hast du leider verloren und musst von vorn beginnen. Eigentlich könnte man meinen, dass das Spiel unheimlich einfach ist. Dennoch gibt es immer wieder Gegenstände, die du leider nicht so schnell griffbereit haben wirst. Wenn du es aber schaffst in der vorgegebenen Zeit den richtigen Gegenstand vor die Kamera zu bekommen, erhältst du automatisch für jeden richtigen Fund einen Zeitbonus in der nächsten Runde.

Netter Zeitvertreib mit einigen Fehlern

Emoji Scavenger Hunt weist zwar noch einige Fehler auf, die allerdings zu entschuldigen sind. Beispielsweise erkennt das Spiel manche Gegenstände schon dann, wenn man noch nicht einmal die Kamera drauf gerichtet hat. Zudem werden so manche Dinge falsch gedeutet oder schlichtweg nicht erkannt. Dennoch ist es beeindruckend, zu was die Technologie fähig ist und wie einfach eine Smartphone-Kamera Dinge erkennen kann. Ich kann das Spiel auf jeden Fall empfehlen, wenn einmal die Langeweile aufkommt oder du dir mit deinen Freunden ein spannendes Such-Match leisten möchtest. Für dieses Spiel gibt es einen Daumen-Hoch-Emoji!


olehslepchenko / stock.adobe.com

Weiterlesen »

80er in 8-Bit – Stranger Things: The Game

Stranger Things The Game (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Netflix & BonusXP)

Es war der Serien-Überraschungs-Hit im Jahr 2016. 80er-Retro-Charme, ein Synthesizer-Soundtrack und ein Setting das an einen Steven King Roman erinnert. Durch diese Erfolgsformel gelang dem Netflix-Original Stranger Things binnen kürzester Zeit der Kultstatus. Es dauert nicht lange, bis man die Bewohner der fiktiven US-Kleinstand Hawkins ins Herz schließt. Für jeden der nicht genug von Eleven, Mike, Dustin und Co. bekommt, gibt es jetzt das passende Smartphone Game.

80er in 8-Bit

Im Oktober 2017 erschien die lang erwartete 2. Staffel der beliebten Serie Stranger Things. Um die – über ein Jahr lang andauernde – Wartezeit zwischen den Staffeln zu überbrücken, brachte Netflix zusammen mit dem Studio BonusXP, Inc. eine passende App.

Das Gameplay ist relativ einfach, man bewegt seine Spielfigur simpel per Tapping auf den Bildschirm fort. Gleiches gilt für das Interagieren mit Gegenständen, anderen Charakteren oder Kampfsituationen. Kleine Rätsel und die aus der Serie bekannten Charaktere werten das Spiel auf. Denn obwohl das Spiel recht simpel gehalten ist und relativ kurzweilig ist, macht es großen Spaß, sich im 8-Bit Hawkins zu bewegen.

Kostenlos und werbefrei

Was mir besonders gefällt ist, dass die App komplett kostenlos ist, aber gleichzeitig auch nicht auf nervige In-Game Werbung zurückgreift. Das ist oft ein böses Omen für ein schlechtes Spiel. Bei Stranger Things ist das aber nicht der Fall, es ist komplett kosten- und werbefrei, aber macht gleichzeitig großen Spaß und bietet viel Raum für Interaktion. So hat jeder Charakter eine passende Fähigkeit für die jeweilige Situation. Die Jäger und Sammler unter den Spielern kommen aber durch die Sammelobjekte auch auf ihre Kosten.

Wenn ihr also nach dem Binge-Watching doch wieder Sehnsucht nach Hawkins und deren charismatischen Bewohnern rund um Eleven, Chief Hopper und Co. habt, dann holt euch Stranger Things: The Game kostenlos für iOS und Android. Notwendig dafür sind minimal die Versionen iOS 9.0 und Android 4.4.


Screenshots by Lisa Kneidl


Weiterlesen »

Ausprobiert: Warum Glitchskier verdient das Beste Mobile Spiel des Deutschen Computerspielpreises ist

20170428-Glitchskier-Teaser

Jedes Jahr zeichnet die Jury um den Deutschen Computerspielpreis (DCP) in Berlin die besten Games des Jahres aus. In diesem Jahr ging der Preis in der Kategorie „Bestes Mobiles Spiel“ an das recht unbekannte ‚Glitchskier‘ des Hamburger Entwicklers Shelly Alon. Dabei handelt es sich um einen Weltraum-Shooter, der in nostalgischem Hacker-Design daher kommt. Ich habe das Game, das für 0,99 Euro aus dem App Store geladen werden kann, angespielt und verrate euch einige Tipps für den Überlebenskampf.

Röhrenflair auf dem Smartphone

Nach dem rund 50 MB großen Download und der anschließenden Installation des Games kann das Spielvergnügen auch schon los gehen. Nach einem kurzen Intro, das den Bootvorgang eines betagten PCs zeigt, befinde ich mich auf der Startseite, die wie auf einem alten Röhrenmonitor perspektivisch gekrümmt daher kommt. Sie ist einem Ordner mit darin enthaltenen Dateien nachempfunden. Ein etwas unkonventioneller Doppel-Tipp auf „bin“ und „glitchskier.exe“ startet die Spielrunde.

Ich finde mich in einer zweidimensionalen Welt aus Klötzchen und kryptischen Buchstaben wieder. Die eigene Spielfigur wird durch ein Pfeil charakterisiert. Durch Ziehen auf dem Display bewege ich mein ‚Raumschiff‘ und beschieße automatisiert meine Umgebung. Auf dem Weg durch das digitale Labyrinth muss ich umherfliegende Gegner ausschalten, um nicht mit ihnen zu kollidieren und bestenfalls neue, schlagkräftigere Waffen sammeln. Der Fokus sollte dabei auf die roten Gegner gesetzt sein, denn allein sie sind durch meine Waffen zerstörbar. Weiße Gegenspieler können nur mir schaden. Das Sammeln der rot-weißen Klötzchen bringt Extra-Punkte.

20170428-Glitchskier-Screenshots-AP
Ziel von Glitchskier ist es unbeschadet durch ein Heer von Gegnern zu gelangen. Screenshots by Jonas Haller

Das Ende einer Spielrunde markiert eine Art Mutterschiff, das es für mich zu bezwingen gilt. Wichtig ist hierbei die verwundbaren roten Bereiche zu erwischen. In den ersten Spielrunden biss ich mir spätestens da die Zähne aus, denn ringsumher verfolgten mich diverse Gegner. Einer der Tricks ist hierbei, stets hinter die Schiffe zu gelangen und so nicht die Flugbahn zu kreuzen. Ist die Runde geschafft, baut sich ein neues Level auf und neue ‚Dokumente‘ können geladen werden. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um neue Farbschemata, die über den Ordner „data“ wählbar sind. Glitchskier bietet insgesamt vier Spielrunden, in denen Gegner eliminiert und Punkte gesammelt werden müssen.

Nerdig schick, aber akkuhungrig

Das Spiel des Hamburger Spieleentwicklers ist anders. Die Grafik beeindruckt nicht durch Fotorealistik und Detailtreue. Vielmehr schickt sie mich als Spieler zwei bis vier Jahrzehnte in die Zeit zurück, als Arcade-Games am PC oder Automat der große Trend waren. Nicht zuletzt das Schwelgen in Erinnerungen und das nostalgische Flair machen Glitchskier zu einem echten Geheimtipp für Nerds und Geeks. Der Soundtrack aus digitalen Synthesizerklängen verstärkt dieses Empfinden.

Die abstrakte, minimalistische Spielwelt ist allerdings alles andere als ressourcenschonend. Die Entwickler selbst sprechen von einem potenten Smartphone, das 2 GB RAM, eine OpenGL ES3 kompatible GPU sowie einen Quad Core Prozessor mit mindestens 2 GHz Taktrate besitzt. Im Test wurde der Ressourcenhunger durch einen starken Akkuverbrauch deutlich. Nichtsdestotrotz hat Glitchskier zurecht den Award „Bestes Mobiles Spiel“ der DCP erhalten und ist vor allem für Apple-Nerds eine Empfehlung wert. Mit 2,29 Euro ist auch der Kaufpreis fair.

Unser Autor Berti Kolbow-Lehrradt hat vier spannende iOS-Games „made in Germany“ getestet, die mit dem Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet wurden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images and Screenshots by Jonas Haller; Video by Shelly Alon


Weiterlesen »

Fabian Westerheide über Künstliche Intelligenz

Neural (adapted) (Image by geralt [CC0 Public Domain] via pixabay)

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe im Vorfeld der Digitalkonferenz EXPLAINED von Microsoft Deutschland. Die Konferenz findet am 23. März 2017 in Berlin statt.


Künstliche Intelligenz (KI) und die Frage, was den Menschen und die Maschine zusammenbringt, treibt den Unternehmer, Venture Capitalist, Autor und Redner Fabian Westerheide um. Nachdem er in verschiedene Unternehmen investierte, ist er seit 2014 Geschäftsführer von Asgard – human VC for AI und leitet die KI-Konferenz Rise of AI. Außerdem ist er Koordinator für Künstliche Intelligenz beim Bundesverband Deutscher Startups. Ich habe mich mit ihm im Vorfeld zur Digitalkonferenz EXPLAINED von Microsoft Deutschland, bei der er als Speaker auftreten wird, zum Interview getroffen.

Was fasziniert Sie an Künstlicher Intelligenz?

Das war ein Prozess. Ich komme vom Land und habe schon immer an Computern herumgebastelt und mich für die Auswirkungen zwischen Mensch und Maschine interessiert. Dann bin ich Unternehmer geworden und habe in insgesamt 35 Firmen investiert, von denen die meisten aus dem Softwarebereich stammen. Irgendwann wusste ich, dass das Thema Künstliche Intelligenz, was mich durch Science-Fiction-Literatur schon seit den Achtzigern beschäftigt hat, endlich greifbar wurde. Mich fasziniert vor allem, dass es so ein komplexes Thema ist und wirtschaftliche, gesellschaftliche, militärische und politische Konsequenzen hat. Es betrifft sowohl Unternehmen als auch den einzelnen Menschen, es betrifft letztlich die ganze Menschheit. Das ist ein Thema, bei dem ich meine ganze Begeisterung für Politik und Gesellschaft einfließen lassen kann. Und ich fühle mich sehr wohl damit, weil es um mehr als Geldverdienen geht. Künstliche Intelligenz kann wirklich die Menschheit verändern – in die eine oder in die andere Richtung.

Was ist der nächste Entwicklungsschritt für die Künstliche Intelligenz?

Die Maschine muss noch besser lernen zu lernen. Das bedeutet, dass sie mit wenige Daten zurecht kommt und mit weniger Transferwissen arbeiten kann. Zum Beispiel kann man derzeit eine KI, die ein bestimmtes Auto fährt, nicht einfach in ein anderes selbstfahrendes Auto verpflanzen. Man kann sie auch nicht benutzen, um mit ihr mit Aktien zu handeln oder ein Flugzeug zu fliegen. Sie ist eigentlich ziemlich idiotisch angelegt und genau auf ihre Hardware programmiert. Innerhalb dieser Grenzen kann sie aber jederzeit weiterlernen. Wir müssen also den Schritt schaffen, dass die Software Hardware-unabhängig wird und Vorwissen aufbauen kann. Vor ein paar Wochen hat Google Deep Mind ein sehr interessantes Paper veröffentlicht, wo sie mit einer KI ein Spiel gespielt haben. Dieselbe KI wurde verwendet, um ein neues Spiel zu lernen. Die KI wurde also deutlich besser, weil sie über das Wissen verfügt, wie man so ein Spiel spielt. Sie konnte es auf ein anderes Spiel übertragen und dadurch besser werden als eine KI, die nur auf dieses eine Spiel hin programmiert wurde.

Ist das der Schritt zwischen einem gut funktionierenden Algorithmus und einem denkenden Wesen? Ich gebe zu, ich scheue mich etwas, diesen Prozess schon als Denken zu bezeichnen. Ich würde eher sagen, es ist eher ein Weiterverarbeiten. Oder fängt das Denken hier schon an?

Das ist schwierig zu sagen, hier fängt eigentlich eher die nächste Diskussion an: Denkt der Mensch wirklich, oder sind wir nicht viel eher hormon- und instinktgetrieben? Wie viel davon ist durch unser Unterbewusstsein bestimmt? Die meisten Menschen treffen Entscheidungen im Bruchteil einer Sekunde. Wir nennen das Bauchgefühl oder Instinkt. Eigentlich ist es aber eine Erfahrungskurve. Wir brechen unsere Erfahrungen herunter und denken nicht darüber nach, sondern handeln. So ist es bei der Maschine auch. Sie können noch nicht auf 20 Jahre Berufserfahrung zurückgreifen oder auf eine jahrelange Erziehung. Wir als Menschen hingegen haben ungeheuer viel Input verarbeitet und sind biologisch dafür ausgelegt, alles abzuspeichern. Seit es im Jahr 2012 den großen Durchbruch mit den neuronalen Netzen gegeben hat, haben die Maschinen auch ein Kurzzeitgedächtnis. Was noch fehlt ist ein Langzeitgedächtnis und das Abstraktionslevel. Und genau das passiert gerade: Wir bauen Schritt für Schritt ein kollektives Gedächtnis auf, eine Art Schwarmintelligenz. Wir müssen also noch nicht einmal eine menschenähnliche KI haben, um zu erreichen, dass sie denkt, sondern wir brauchen eine KI, die untereinander kommuniziert und kollektiv Wissen verarbeitet. Wenn ein Auto beispielsweise einen fatalen Fehler macht, wie es bei dem Tesla-Unfall mit dem LKW geschehen ist, dann passiert ihm das ein einziges Mal. Seit diesem Vorfall können alle hunderttausende Teslas da draußen LKWs erkennnen. Das ist eine Intelligenzleistung, die mehr schafft als ein einzelner Mensch.

Image by Fabian Westerheide
Image by Fabian Westerheide

Wir müssen die KI also nicht nur schulen, sondern auch erziehen?

Genau das. Der Hirnforscher Danko Nikolic sagt, wir brauchen einen KI-Kindergarten, eine Art DNA für künstliche Intelligenz. Ich finde diese These sehr interessant. Wir müssen es schaffen, diese Lernalgorithmen einer KI beizubringen. Sie muss lernen zu lernen, damit sie weiß, wie man selbst Wissen generiert. Das können wir Menschen besonders gut. Die KI kann das noch nicht, also wird der Durchbruch im Lernalgorithmus die nächste Stufe sein. Dann muss man sie trainieren, ausbilden und erziehen, wie man Kinder erzieht. Wenn das passiert, wird das, was wir jetzt haben, schneller und auch deutlich interessanter. Eine KI hat noch keine Eigenmotivation, ich weiß aber, dass Teams bereits daran arbeiten.

Welche Jobs sind bisher immer noch nicht vollständig durch Maschinen ersetzbar? Wo geht hier die Entwicklung hin?

Momentan sind es zwei: Menschen und Komplexität. Wir sind Menschen und wollen deshalb natürlich weiterhin menschliche Interaktion. Ich behaupte, dass ‚Made by Humans‘ irgendwann bei Produkten ein Qualitätsmerkmal sein wird, für das die Leute mehr bezahlen werden. Bei der Interaktion kann es zu einer Mischung kommen: In der Pflege werden wir Pflegeroboter haben, die uns beispielsweise dabei helfen, den schweren alten Mann zu wenden, aber die menschliche Komponente muss erhalten bleiben. Eine KI nimmt dich nicht in den Arm, sie kann aber konkrete Ergebnisse liefern. Das dauert wohl aber noch gut 10 bis 15 Jahre. Eine KI kann erkennen, wie Prozesse am besten durchzuführen sind, aber bei emotionaler Intelligenz muss sie eben passen. Wir brauchen keinen menschlichen Maler, aber einen menschlichen Innenarchitekten. Je einfacher der Job ist, desto eher können wir ihn durch die Maschinen erledigen lassen. Sie hat aber noch immer ein Problem mit der Motorik, das haben wir noch nicht gelöst. Softwaretechnisch hingegen ist sie uns natürlich haushoch überlegen, jeder Taschenrechner kann besser rechnen als du und ich.

Wir müssen der KI auch Kontext beibringen, damit sie uns wirklich helfen kann.

Bei Service-KIs funktioniert das sogar schon. Die KI kann erkennen, ob der Kunde gut oder schlecht gelaunt ist, ob er etwas umtauschen will und ob sie ihm noch mehr Angebote machen soll oder nicht. Das würde ich schon als Kontext bezeichnen. Jeder, der schon einmal Kundensupport gemacht hat, wird das kennen – man muss Zweideutigkeit erkennen und das kriegen schon wir Menschen manchmal nicht ordentlich hin. Wie wollen wir da erwarten, dass die KI es besser macht? Der erste Schritt ist also: Sie muss lernen, es zumindest schon einmal besser zu machen als der Schlechteste von uns.

Wenn man manche Artikel liest, werden die Maschinen oft sehr dystopisch als unser Untergang beschrieben, sowohl gesellschaftlich als auch arbeitstechnisch. Wie gehen Sie mit dieser Angst der Menschen um?

Ich erlebe es ab und zu, dass die Menschen bei einem gewissen Level fast schon technologiefeindlich sind und regelrecht Angst vor der KI haben. Aber ich finde, dass Probleme wie die globale Erwärmung, der Terrorismus oder auch nur zu viel Zucker im Blut viel gefährlicher für die Menschheit sind. Wir sollten wirklich versuchen, etwas unaufgeregter an das Thema KI heranzugehen. Ja, die Digitalisierung frisst eine Menge Jobs. Aber das ist doch super! Niemand muss mehr langweilige Jobs machen, wir haben viel mehr freie Zeit. Wir können die KI benutzen, um in unserer Tätigkeit noch produktiver zu sein. Wir können so sogar mehr Jobs nach Europa holen, weil es günstiger und effektiver ist, die Handgriffe an eine KI outzusourcen als an irgendwelche ausgebeuteten Clickworker in Indien. Das Ganze bringt einen enormen strukturellen Wandel mit sich, weil wir uns von der Industriegesellschaft zur Servicegesellschaft und auch zu einer Wissensgesellschaft wandeln.

Die Großkonzerne von heute haben bereits begriffen, dass sie sich entwickeln müssen, sie tun sich damit aber noch etwas schwer. Das sind reine Industrieunternehmen, die aus einer ganz anderen Hierarchie und einer anderen kulturellen Epoche kommen. Künstliche Intelligenz ist hier nur die Spitze des Eisberges, denn unsere Industrie ist nicht für digitale Umbrüche gerüstet. Wir sind an dieser Stelle in kultureller Hinsicht noch komplett falsch aufgestellt.

Wie steht es um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland?

Das deutsche Problem daran ist, dass wir mal wieder den Trend verschlafen. Es gibt kaum KI-Unternehmen hierzulande – wir sind eher auf den abgeschlagenen Plätzen zu finden. Im Moment sind die US-amerikanischen KI-Unternehmen besser finanziert und es gibt viel mehr Firmen als hier, obwohl der Markt nicht so groß ist wie unserer. Es geht auch nicht darum, noch etwas zu entwickeln, dass uns unser Essen schneller liefert, sondern darum, dass uns eine strategische Entwicklung entgeht. Wir brauchen endlich mehr Forschung, mehr Kapital und mehr Unternehmen in Deutschland und Europa, um eine strategisches, wirtschaftliches und politisches Gegengewicht herstellen zu können. Nur dann können wir auf Augenhöhe miteinaner verhandeln.


Image (adpated) „Neural“ by geralt (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

„Nerve“: Wetten wir bald auf das Leben unserer Social-Media-Idole?

Am Donnerstag startet ein Zuckerwatte-Thriller in den Kinos, der sich mit den sozialen Medien auseinandersetzt. Spannend daran ist weniger die Machart als das Thema selbst. Denn hier trifft Live-Streaming auf riskante Mutproben. „Nerve“ ist der Titel eines nicht ganz legalen Online-Spiels, in dem die Menschen entweder Player oder Watcher sind.

Die Player erwartet das große Geld und Watcher zahlen immense Summen, um a) in den Profilen der Player herumschnüffeln zu dürfen, diese b) zu riskanten Challenges herauszufordern und c) zuschauen zu können, wenn es an die Umsetzung geht. Richtig perfide kann es werden, weil sich die Watcher dank der gesammelten Informationen aus den Social-Media-Profilen natürlich die Vorlieben und Ängste der Player zunutze machen. Ein Geheimnis vor den Eltern kann somit schnell zum Druckmittel werden, um den Player auch zur nächsten Mutprobe zu überreden – bis es richtig gefährlich wird.

Der Film startet mit dem Computer-Bildschirm von Vee (Emma Roberts, „Palo Alto“). Erst öffnet sie Spotify, startet einen Powerpop-Track von Lowell feat. Icona Pop, liest eine Mail, browst ein wenig durch Fotos und schon klingelt Facetime. Durch die Computer-Kamera bekommen wir die Hauptdarstellerin nun das erste Mal zu Gesicht. Ein cleverer Schachzug, bedenkt man die Prämisse des Werks. Hier wird Online First gelebt!

Obwohl die Zielgruppe des Social-Media-Krimis eher Schüler und Studenten sein dürften und alles auf Highschool-Teenie-Konflikte hinausläuft, kann man sich doch über den Zeitgeist erfreuen, den „Nerve“ von der ersten bis zu letzten Minute hinterfragt. Müssen wir alle Dinge online teilen, damit sie auch eine Wirkung für uns haben? Ist es gesund, dass ein andauernder Wettkampf um Likes, Shares und Views stattfindet? Und wie schnell lassen wir uns online in Rollen drängen, die uns eigentlich gar nicht entsprechen?

Die Mechanismen hinter „Nerve“ sind gar nicht mal so unrealistisch. Schon heute ist Aufmerksamkeit die absolute Währung in den sozialen Medien. Wenn Facebook beispielsweise ein neues Feature ausrollt, schenkt es den Anwendern auch Reichweite. Wer zuerst Videos postet, wird im Feed bevorzugt angezeigt. Wer zuerst Live-Streams anbietet, bekommt Mitteilungen an seine Follower geschenkt. Erst nach und nach wird die organische Reichweite wieder eingeschränkt, damit die Seiteninhaber Geld in die Hand nehmen, um ihre potentielle Reichweite auch auszuschöpfen.

„Nerve“ fügt diesem Prozess den Nervenkitzel hinzu. Außerdem stellt der Film die These auf, dass wir tatsächlich auch Geld in die Hand nehmen würden, um Teil der Lebenswelt unserer Social-Media-Ikonen zu werden. Schließlich ist es ein großer Spaß, an ihrem Alltag teilhaben zu können – informativ, unterhaltsam und orientierend zugleich.

Man stelle sich nur vor, dass Casey Neistat nicht mehr nur sein tägliches Video-Tagebuch veröffentlicht, sondern andauernd die Kamera mitlaufen lässt. Näher geht’s nicht! Und dann ist es schon nicht mehr so weit, bis uns der Live-Chat allein nicht länger genügt und wir Gefallen daran finden, die Ereignisse aktiv beeinflussen zu können. Warum auch nicht? Wir bezahlen ja schließlich dafür.

Erinnert sich noch jemand an „Second Life“? In der virtuellen Welt konnte jeder sein, wer er wollte. Von Außenstehenden wurde man allerdings immer schräg beäugt, weil das alles ja nicht echt sei. Guess what: Dank Live-Streaming, Virtual-Reality-Brillen und ein bisschen Geld-Motivation könnten wir schon bald wirklich ein „First Life“ erleben. Und quasi direkt in die Haut von jemanden schlüpfen, den wir in der Realität steuern.

Das Online-Spiel in „Nerve“ wirkt gegen diese Vorstellung noch harmlos. Kein Wunder, stammt die Jugendbuch-Vorlage „Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen“ doch aus dem Jahr 2012. Instagram und Snapchat kannte zu dem Zeitpunkt noch niemand und auch die Mobilfunknetze waren noch nicht dazu in der Lage, Live-Streams stabil wiederzugeben. Das sieht heute schon ganz anders aus.

Es dürfte daher nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Plattformen den passiven Videokonsum durch Formate der aktiven Teilhabe aufbrechen. Und wenn das soweit ist, werden wir uns gar nicht mehr vorstellen können, wie wir jemals unbeteiligt vor einem Video verharren konnten.

„Nerve“ startet am 08.09.2016 in den Kinos. Der Thriller mit Emma Roberts und Dave Franco („21 Jump Street“) regt zu futuristischen Gedankenspielen ein.


Image by StudioCanal


Weiterlesen »

Wie man einen Rubik-Zauberwürfel in fünf Sekunden löst

Rubik cube (adapted) (Image by theilr [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Vor Kurzem hat der 14-jährige Lucas Etter im US-amerikanischen Clarksville einen neuen Weltrekord beim Lösen des klassischen Rubik-Zauberwürfels aufgestellt. Er hat den verdrehten Würfel in erstaunlichen 4,904 Sekunden gelöst. Die maximale Anzahl an Felder-Drehungen, die benötigt wird, um den klassischen Zauberwürfel mit Feldern von 3×3 Quadraten zu lösen, ist 20. Die maximale Anzahl an Vierteldrehungen ist 26. Es hat 30 Jahre gedauert, bis diese Zahlen entdeckt wurden, die letztendlich von Tomas Rokicki und Morley Davidson mit einer Mischung aus Mathematik und computergestützter Berechnung bewiesen wurden. Das Puzzle hat immerhin 43.252.003.274.489.856.000 (43 mal 1018 oder 43 Trillionen) unterschiedliche Konfigurationen.

Wie schaffen es also Menschen wie Lucas Etter, den Rubik-Zauberwürfel so schnell zu lösen? Sie könnten die Anleitung lesen, aber das verdirbt eher den Spaß. Wenn Sie es selbst versuchen möchten, müssen Sie Würfel-lösende Instrumente entwickeln. In diesem Sinne ist ein Instrument eine kurze Abfolge von Drehungen, die dazu führt, dass nur wenige der einzelnen Quadrate auf den Flächen des Würfels ihre Position ändern. Wenn Sie genug dieser Abfolgen entdeckt und sich gemerkt haben, können Sie diese nacheinander so ausführen wie sie benötigt werden, um den Würfel in seine tadellose, gelöste Form zu bringen.

Es erfordert Experimentieren, um diese Instrumente zu entdecken. So habe ich es gemacht: Nehmen Sie sich mit einem Rubik-Zauberwürfel und einem Schraubenzieher Urlaub. Experimentieren Sie, um die Abfolgen herauszufinden. Das Problem ist, dass die meisten Versuche den Würfel nur noch schlimmer verdrehen und Sie vergessen, was Sie gemacht haben, sodass Sie Ihre Schritte nicht rückgängig machen können.

Jetzt haben Sie die Wahl: Entweder kaufen Sie einen weitere Zauberwürfel oder Sie nehmen Ihren treuen Schraubenzieher zur Hand. Drehen Sie eine Fläche auf 45° und platzieren Sie den Schraubenzieher unter das Mittelteil der rotierten Fläche. Indem Sie den Schraubenzieher als Hebel benutzen, um es vorsichtig herauszulösen, ist es leicht, den kompletten Würfel komplett auseinanderzunehmen und in seiner gelösten Form wieder zusammenzubauen.

Der letzte Schritt des Zusammenbaus ist der umgekehrte Schraubenziehertrick: Rotieren Sie eine Fläche um 45° und wenden Sie leichten Druck an, um das letzte Stück wieder in seine Position zu drücken.

Mathematisch gesehen bilden die Abfolgen von Bewegungen eines Würfels eine Gruppe. Wenn A eine Abfolge von Bewegungen ist, dann sei A-1 (“inverses A”) die gleiche Abfolge von Bewegungen rückwärts ausgeführt. Das bedeutet, dass der Würfel wieder in seiner Ausgangsposition sein wird wenn Sie A und dann A-1 ausführen. Das gleiche gilt, wenn Sie zuerst A-1 und dann A ausführen.

Jetzt nehmen Sie an, dass B eine andere Abfolge von Bewegungen ist. Viele Instrumente haben die Eigenschaft, die Mathematiker als Kommutator bezeichnen: Führen Sie A, dann B, dann A-1 und letztlich B-1 aus. Wenn A und B kommutieren, sodass es egal ist, ob zuerst A und dann B oder erst B und dann A ausgeführt wird, dann tut der Kommutator nichts. Mathematisch betrachtet, misst ein Kommutator Nichtkommutation und ist ein Grundbegriff der Gruppentheorie. Als ich einen Rubik-Zauberwürfel in einer Hand und einen Schraubenzieher in der anderen hatte, war es selbstverständlich, sich anzusehen, wie sich Kommutatoren verhalten.

Denken Sie bei der Gesamtstruktur der verschiedenen Konfigurationen des Rubik-Zauberwürfels an ein Labyrinth, das sehr viele Kammern hat, von denen jede einen Rubik-Zauberwürfel mit der der Kammer entsprechenden Konfiguration enthält. Von jeder Kammer gehen 12 Türen aus, die zu anderen Kammern führen, wobei jede Tür einer Vierteldrehung einer der sechs Flächen des Würfels entspricht. Die Art der Drehung, die benötigt wird, um durch eine Tür zu treten, steht über ihr, sodass Sie wissen, welche Tür welche ist. Ihre Aufgabe ist es, von einer bestimmten Kammer den Weg zu derjenigen zu finden, in der der Würfel in der perfekten Konfiguration ist.

Die Abfolgen, die Sie entdeckt haben, sind Wege, mit denen Sie näher an Ihr Ziel kommen. Sie müssen Ihre Route also nicht im Vorfeld planen, sondern nur die Drehungen jeder Abfolge ausführen, so dass sie immer näher an die Zielkammer kommen und sie schließlich erreichen. Das mathematische Ergebnis in Rokickis und Davidsons Abhandlung zeigt, dass es möglich ist, die Zielkammer mit nur maximal 26 Türen zu erreichen, egal wo Sie sich in dem Labyrinth befinden – obwohl die Route, die Sie mit Ihren Abfolgen finden wahrscheinlich nicht so effizient sein wird.

Wie löst man damit nun den Würfel in fünf Sekunden? Jemand wie Lucas Etta, der so interessiert an der schnellstmöglichen Lösung ist, wird sich nicht nur eine große Menge an Abfolgen eingeprägt haben, sondern sie auch so lange geübt haben, bis er sie sehr schnell ausführen kann. Dabei geht es hauptsächlich um Geschicklichkeit und Übung. Es ist allerdings auch wichtig, einen hochqualitativen Würfel zu haben, der sich problemlos und mit hoher Präzision drehen lässt.

Anstatt auf Schnelligkeit zu setzen, entwickeln andere die Fähigkeit, den Zauberwürfel mit verbundenen Augen oder hinter ihrem Rücken zu lösen. In der Wettkampfform dieser Variante, hat der Löser eine vorgegebene Zeitspanne, um sich den verdrehten Würfel anzusehen und seine Lösung zu planen, bevor er den Würfel aus seiner Erinnerung löst, ohne ihn noch einmal anzusehen.

Im Bezug auf unsere Metapher des Labyrinths entspricht das der Situation, dass alle Rubik-Zauberwürfel in den Kammern entfernt werden, außer derjenigen, in der Sie starten. Sie können den Würfel nicht mit sich nehmen, aber Sie können ihn sorgfältig studieren und Ihre gesamte Route zur Zielkammer im Vorfeld planen. Das ist eine ziemliche Meisterleistung des Gedächtnisses und nicht für diejenigen geeignet, die nur ein vorübergehendes Interesse an dem Würfel haben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion


Image (adapted) “Rubik cube” by theilr (CC BY-SA 2.0)


 

Weiterlesen »

2048 – Erfolgs-App punktet mit offener Lizenz

„2048“ rockt momentan die App Stores. Das Spiel punktet hauptsächlich mit einer offenen Lizenz und crowdbasierter Mitarbeit. // von Tobias Gillen

2048_android

Das Rechen-Spiel 2048 erinnert an den Kassenschlager Threes. Das Spiel aus der Feder eines 20-Jährigen entstand aber hauptsächlich durch die Mitarbeit der Crowd. Und wird inzwischen vielfach kopiert. Möglich macht das eine offene Lizenz, die die Entwickler für das Spiel gewählt haben.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Candy Crush Saga: Wie ein Smartphone-Spiel süchtig macht

Mehr als eine halbe Milliarde Mal wurde das Game Candy Crush Saga von Macher King.com installiert und ist zu einer echten Geldmaschine herangewachsen // von Jakob Steinschaden

candycrushsaga

Es gibt einen neuen Zeitfresser für Smartphones: Das Spiel “Candy Crush Saga” des britischen Herstellers King.com, bei dem man bunte Zuckerl nach Farbe sortieren muss, hat 500 Millionen Downloads geschafft und wirft pro Tag mehr als 900.000 Dollar für seine Macher ab – und das, obwohl es eigentlich gratis ist. Clevere Spielmechanismen sorgen dafür, dass Candy Crush schnell süchtig macht und den Nutzern Kleingeld aus der Tasche lockt.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Ingress – wenn die ganze Welt zum Spielball wird

Mit dem Augmented Reality-Spiel Ingress hat Google es geschafft, dass Millionen von Menschen freiwillig Fotografien ihrer Umgebung machen und kostenfrei zur Verfügung stellen, während sie um die Weltherrschaft ringen. // von Lars Sobiraj

ingressimage

Wer die Beta-Version von Googles Augmented Reality Game Ingress spielt, kommt zumindest für die Erstellung neuer Portale nicht darum herum, dem Unternehmen kostenfrei jede Menge eigener Fotos zur Verfügung zu stellen. Die Google-Tochter Niantic Labs benötigt derzeit rund zwei Wochen, um das Motiv zu überprüfen. Erst danach erhält der Spieler die Möglichkeit das neue Portal in Anspruch zu nehmen, um es mit Energie auszustatten. Ziel von Ingress ist es, die Welt mit gigantischen Flächen zu überziehen, die von den eigenen Portalen beschützt werden. Es kämpfen die Erleuchteten in grüner Farbe gegen die Blauen vom Widerstand. Umgangssprachlich bezeichnen sich beide Fraktionen als die grünen Frösche und die blauen Schlümpfe.

Weiterlesen »

Weiterlesen »